Reinhard Siemes (29.8.1940 – 16.4.2011) Geboren in Remscheid, aufgewachsen in Schwelm, Westfalen. 1960 -1962 Meisterschule für Grafik, Druck und Werbung in Berlin. 1963 -1970 Texter in Werbeagenturen, Düsseldorf und Basel. 1971-1972 Selbstständiger Texter in Düssedlorf. 1973 -1975 Texter in Werbeagenturen, Düsseldorf und München. 1976 -2005 Büro für Werbung, Reinhard Siemes, München. 1978 -2002 Mitglied und Vorstand des Art Directors Club für Deutschland. 1984 -1986 Präsident des Art Directors Club für Deutschland. 1997-1999 Mitglied im Beirat Sprache des Goethe Instituts. 2006 -2011 Ladenbesitzer (Antiquitäten) in Rogaška Slatina, Slowenien.
„Kann man einem Trinker helfen? Viele, die es versuchen, verzweifeln daran. Kann man einen Trinker verstehen? Mit diesem Buch ein wenig. Reinhard Siemes schreibt über seinen Todfreund, der ihn die längste Zeit seines Lebens verfolgte. Ich fragte ihn: Das Tödliche am Suff verstehe ich, aber warum denn Freund? Dem Alkohol verdanke er Ideen, auf die er ohne nicht gekommen wäre. Als er das sagte, war er nüchtern, aber irrte trotzdem. Reinhard Siemes wäre auf noch mehr und noch bessere Ideen gekommen, wenn ihm diese Freundschaft erspart geblieben wäre. Die Veröffentlichung seines Buches sollte er nicht mehr erleben. So ist es das Vermächtnis eines Menschenfreundes, der viel für andere tat, für den aber nicht genug getan werden konnte, um ihn von seinem Todfeind zu befreien.“ Sebastian Turner ist Herausgeber des Tagesspiegel.
1980 -2002 Seminare ‚Kreatives Denken und Texten’ an Hochschulen, Fachhochschulen und für Unternehmen. Unter anderem LMU München, HdK Berlin, Donau-Universität Krems. 1981-2003 regelmäßige Beiträge für die Fachzeitschriften werben & verkaufen und Horizont. Beiträge für Transatlantic, Playboy, SZ-Magazin, taz., Serie für Max. Kolumnen in Berliner Morgenpost und Tagesspiegel. Seit 1982 Kunstobjekte ‚Betrachtungsweisen’, die niemanden interessieren. Seit 2003 Gedichte, die niemand lesen will.
€ 24,90 (D)
Circa 60 Auszeichnungen in Deutschland, Österreich, Schweiz und USA. 2010 Ehrenmitglied ‚Lebenswerk’ des Art Directors Club für Deutschland. 9 783899 862263 >
Reinhard Siemes. Mein Todfreund, der Alkohol.
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Reinhard Siemes
Mein Todfreund, der Alkohol. 56 Episoden aus dem Leben eines Reklametexters, der auch Trinker war. Und eines Trinkers, der auch Reklametexter war.
Das erste Buch eines Betroffenen ohne Larmoyanz, dicht an der Unterhaltung. Der Autor schildert seine 47-jährige Karriere als Alkoholiker mit schonungsloser Offenheit, aber auch viel Selbstironie. Keine durchgehende Trinkergeschichte, sondern 56 nasse und trockene Episoden, überwiegend aus der Wunderwelt der Werbung. Besonders aufschlussreich: Die Dialoge mit dem raffinierten Todfreund. Kritik in alle Richtungen: Fast alle ärztlichen und gruppentherapeutischen Angebote werden infrage gestellt. Die Hilflosigkeit der Therapeuten, das Sektierertum der Selbsthilfegruppen, die Starrheit vieler Kliniken, von teuren Privathäusern bis zur Landesanstalt. Es werden aber auch Wege aufgezeichnet, wie es anders geht. Ein nützliches Buch für Betroffene und Angehörige, ein informatives Buch für Ärzte und Therapeuten, ein spannendes Buch für den interessierten Normalleser.