RITTERORDEN VOM HEILIGEN GRAB ZU JERUSALEM STATTHALTEREI ÖSTERREICH Beirat-HLK – Heiligen Land Kommission
Reise Beirat-HLK Mittwoch, 24./25.05.2017 bis Sonntag, den 28.05.2017
REISEBERICHT
Teilnehmer: Fritz GERSTORFER Hubertus KIMMEL Gerhard LANG Thomas MAIRITSCH Martin PARTILLA Peter STÖGERER Vorsitzender des Beirat-HLK Prof. Bmst. Dipl.-Ing. Peter Stögerer 1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 67/3/2/7 E-Mail: HLK@stoegerer.eu Bankverbindungen der HLK: HYPO Bank Vorarlberg; IBAN: AT90 5800 0154 6782 3016; BIC: HYPVAT2B Bankhaus Schelhammer & Schattera; IBAN: AT56 1919 0000 0025 9259; BIC: BSSWATWW Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG; IBAN: AT44 3200 0000 1037 7224; BIC: RLNWATWW
Beirat-HLK; Reisebericht 201705
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1.
Donnerstag, den 25.05.2016; Jerusalem, Jericho, Jifna:
1.1
Geschäftsstelle Österreichs in Ramallah, Dr. Andrea NASI Dr Andrea Nasi – Ada: Austrian Development Agency Dr. Nasi erklärt warum das eingereichte Projekt keine Genehmigung erhalten hat. Bei von NGO's cofinanzierten Projekten werden Material- und Beschaffungskosten nicht gefördert. Als Lösung schlägt Dr. NASI vor, dass beim kommenden phys. Arbeitsfeldprogramm dieses Projekt als Infrastrukturprojekt im Länderprogramm eingereicht wird. Das Projekt muss mit einem lokalen Partner, der Caritas Jerusalem eingereicht werden. Die Abwicklung läuft dann direkt zwischen der Caritas Jerusalem und der ADA ab. Nächste Schritte: Dr. Nasi bringt – von sich aus – im Arbeitsprogramm 2018 unser Projekt als phys. Bauprojekt ein. Im August 2017 wird dann das neue Jahresprogramm 2018 erarbeitet. -
Einreichung beim Arbeitsfeldprogramm Genehmigungsverfahren Kontaktaufnahme Überweisung der Förderung an lokalen Partner
Projektvolumen muss EUR 200.000.-- betragen. Intervention beim Vorsitzenden der ADA Dr. Leodolter werden nur in Abstimmung mit Dr. Nasi erfolgen. Frühestens jedoch im September 2017! Die Kontaktaufnahme mit Caritas Jerusalem, David Fewaddleh erfolgt durch den Beirat-HLK!
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Ain KAREM, Sr. Pascale und Sr. Norma: Sr. Pascale zeigte uns den, neu baulich adaptierten und eingerichteten Raum, der für die Zusammenkunft der Eltern mit den behinderten Kindern dient. Sr. Pascale berichtete uns, dass derzeit 57 Kinder und Jugendliche im Haus betreut werden. Die Kapazität des Hauses ist auf 60 Behinderte Kinder ausgelegt. Da es für jugendliche Behinderte keine Heimstätte gibt und auch – Gott sei Dank – die Lebensqualität der schwerstbehinderten Kinder stetig steigt, ist St. Vincent gefordert, die Einrichtung entsprechend für Jugendliche zu adaptieren. Sr. Pascale berichtete uns, dass in nächster Zeit das Haupthaus baulich zu sanieren sein wird, entsprechend beginnt sie dafür Spendengelder zu sammeln.
1.4
Youth of Jericha, Atallah KASIS Im Anschluss an den Besuch in AinKarem besuchten wir ein Jugendzentrum in Jericho. Das Jugendzentrum befindet sich auf einem Grundstück des Franziskanerordens, dass im Jahre 2014, im Zuge einer Pilgerfahrt unserer Statthalterei besucht wurde. Wir hatten in dieser Pfarre die Sonntagsmesse und im Anschluss daran im Pfarrgarten eine Begegnung mit den Pfarrmitgliedern. In Jericho sind im Einzugsgebiet dieses Jugendzentrums ca. 350 Jugendliche wobei davon lediglich derzeit nur 36 Christen sind. Umso mehr ist der Stellenwert dieses Zentrums von großer Bedeutung.
Hier ist Atallah KASIS als Verwalter tätig. In diesem – neu errichteten Haus, das von USAid finanziert und errichtet wurde. Was derzeit nicht geklärt ist, sind die
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laufenden Kosten, nachdem das derzeitige Projekt beendet ist. Dieses läuft noch bis September 2017. Adallah KASIS legte uns die Kosten vor, diese belaufen sich monatlich auf ca. EUR 6.000,--. Wichtig wäre eine Unterstützung schon alleine aus dem Grund, da die Organisation USAid vorwiegend Projekte finanziert, jedoch nicht die laufenden Kosten hinterfragt und damit die betreuende Organisation – im wahrsten Wort – im Stich lässt und es versucht werden muss, die Christen vor Ort zu stärken!
1.5
Besichtigung JIFNA Im Anschluss daran besuchten wir JIFNA, da uns Dr. Andrea NASI bestärkt hat, dieses Projekt mit der ADA doch abwickeln zu können. Der Hauptkanal sowie die Zulaufkanäle sind soweit fertiggestellt offen sind die Hausanschlüsse. Wir konnten uns persönlich über die bauliche Situation der Straßen überzeugen, die in keinster Weise einen menschenwürdigen Standard entsprechen.
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Freitag, der 26.05.2016, JERUSALEM:
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Patriarchat von Jerusalem; Fr. Imad TWAL, Charles-Eduard GUILBERT-ROED Im Zuge des Gespräches mit Imad TWAL hat sich herausgestellt, dass derzeit – vor allem ihm – die Flüchtlinge in Jordanien sowie der Sportplatz der Pfarre/Schule des Patriarchates in GAZA am Herzen liegen. Ebenso wichtig sind die Revitalisierung der Pfarrgemeínschaftssäle in Beit Jala und Beit Sahur. Fr. Imad TWAL hat versprochen, in den kommenden Tagen eine Informationsbroschüre des Patriarchates als PDF-Datei zu schicken. In dieser Broschüre werden sämtliche Pfarren des Patriarchates, in der WestBank, Jordanien und Zypern kurz vorgestellt. Weiters werden die letzten Daten über die Anzahl der Christen dargestellt. Dies ist auch eine gute Grundlage für Partnerpfarren, diesbezüglich engagiert sich derzeit besonders die Komturei Klagenfurt mit der Diözese Kärnten. Diese Partnerpfarren sollen sich im Speziellen spirituell finden und unterstützen. Eine finanzielle Unterstützung wird sich in späterer Folge entwickeln!!! Da die Pfarren im Hl. Land nicht sehr groß sind (in der Regel ca. 500 – 1.500 Seelen) müssen wir darauf achten, dass die Partnerpfarren in Österreich nicht zu groß sind. Fr. Imad TWAL stellte uns den neuen Verantwortlichen für die Projektabwicklung vor. Hierbei handelt es sich um ein junges französisches Ehepaar Charles-Edouard Guilbert-Roed mit seiner Frau Claire Puyboudet. Charles-Edouard ist derzeit selbst Knappe der französischen Statthalterei. Charles-Edouard informierte uns, dass vorwiegend irakische Flüchtlinge in Jordanien in einem Flüchtlingshaus schöne Holzdosen mit Mosaikoberflächen mit den verschiedensten Mustern, in unterschiedlichen Größen herstellen. Auch das Innenleben der Dosen kann individuell gestaltet werden. Die Dosen können z.B. als Teedosen oder Schmuckdosen etc. verwendet werden. Es ist festzuhalten, dass dieses Projekt sinnvoll ist, da die irakischen Flüchtlinge einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen können und sehen dass Ihre Produkte Verwendung finden.
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Zentrum für Migranten in Jerusalem, Pater David NEUHAUS: Im Anschluss an das Patriarchat besuchten wir das Centrum von Pater David NEUHAUS in Jerusalem. Im vergangenen Jahr (Mai 2016) zeigte er uns eine Ruine die seit September 2016 bereits in Betrieb ist. Hier hat Pater Neuhaus wieder ein Wunder vollbracht! Er entfernte asbesthaltige Wände und Dächer und errichtete das Gebäude fast neu. Wir können stolz sein, dass wir an der Finanzierung dieses Zentrum beteiligt sein durften!!! Im neuen Zentrum von Jerusalem ist sowohl eine Kindertagesgrippe für ca. 25 Kleinkinder und eine Betreuung für Kinder und Jugendliche vorhanden. Aber Pater Neuhaus ist seit der Eröffnung des neuen Centrums nicht untätig! Ein Nachbargebäude, das ebenfalls den gleichen Grundbesitzer hat, die Kapuziner renoviert er ein Gebäude für Kinder und Jugendliche, in dem Betreuer (ein Mann und eine Frau) die Kinder betreut und diesen ein geregeltes Leben vorleben und dies ihnen weitergeben. Die dazugehörigen Eltern können die Kinder besuchen; sollen aber vor allem selber lernen sich zu organisieren! Die Kosten für diese neue Haus belaufen sich auf ca. EUR 250.000,--.
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Austrian Hospice, Treffen mit Fr. Abusahlia RAED: Fr. Abusahlia RAED besuchte uns im Austrian Hospice. Mit einer gewissen Wehmut berichtete er uns, dass er seit Ende April nicht mehr Präsident der Caritas Jerusalem ist. Provisorischer Leiter der Caritas Jerusalem ist Mr. George Handal. Das "Kanal-Projekt in JIFNA" wird auch von der provisorischen Leitung der Caritas Jerusalem unterstützt und weitergeführt. Fr. RAED sagte uns seine Unterstützung zu. Der Projektleiter, von der Caritas Jerusalem, für das Projekt in Jifna ist David Fewaddleh. Der Hauptkanalstrang inklusive der Zubringerstichleitungen sind fertiggestellt. Die Hausanschlüsse sind ausständig. Es gibt vier Partner: Die Caritas Jerusalem, das Village council, den Beirat-HLK und die ADA (siehe Pkt. 1.1).
2.3.1 Olivenöl: Bisher wurden ½ lt. Flaschen des Olivenöles bestellt. Präs. Stögerer fragt, ob größere Gebinde möglich sind. Fr. Raed bestätigt, dass alle Größen möglich sind. Für die Pfarren hat Fr. Riad 15 lt. Metallbehälter. Möglich sind 15 lt 20lt , 30lt und 50lt auch mit Auslasshahn. Glasgebinde sind ebenfalls möglich, jedoch schwieriger beim Transport. dzt. Ist die Marge für Fr. Read für 1 lt. Öl 0,50 €. Die Lagerfähigkeit des Olivenöls ist 2 Jahre sofern keine Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit einwirkt. Das Zertifikat für das Olivenöl wird in Deutsch gewünscht. Fr. Riad sagt zu, dass sämtliche Dokumente in Deutsch geliefert werden. Olium catecuman Olium crisam Olium defuntorum
Tauföl Firmöl Krankenöl
Die Zusatzmittel (meistens Duftmittel) unterscheiden dann die 3 Öle. In der Karwoche werden die Öle gesegnet und mit Parfum versetzt.
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3.0
Samstag, der 07.05.2016, Bethlehem:
3.1
"Tent of NATIONS", Daoud NASSAR:
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"Tent of Nations" ist ein Landstreifen von ca. 42ha und befindet sich im Landesgebiet von Bethlehem.
Hier hat die Familie NASSAR seit über 100 Jahren ein Grundstück. Nun seit 1992 wird von der Israelischen Regierung versucht das Land der Familie NASSAR zu enteignen. Vor Allem aufgrund dessen, dass die Familie NASSAR Kaufurkunde und offizielle Dokumente vorweisen kann, konnten sie bis Dato mit hohen Anwaltskosten (ca. EUR 250.000,--) einer Enteignung stand halten. "Tent of Nations" wurde im Zuge der Pilgerfahrt der Statthalterei im Oktober 2016 besucht. Hier war von den Teilnehmern der Reise – einhellig die Überzeugung, dass dieses Projekt gefördert und unterstützt gehört. Bei der Statthaltereisitzung im Jänner 2017 wurde beschlossen, dass für jedes Ordensmitglied ein Baum gepflanzt wird. Die Abwicklung ist über die Komtureien abgehandelt worden. Weiters wurde im Zuge dessen im Jänner 2017 in einem Brief des Statthalters und des Präsidenten des Vereines der "Österreichischen Gemeinschaft für das Heilige Land" ein entsprechendes Schreiben an die "Leitenden Komture", zur Information an die Ordensmitglieder übermittelt. Bei unserer heurigen Reise des Beirat-HLK konnten wir uns über die gesetzten Bäume (Oliven-, Obstbäume und Weinstöcke) überzeugen.
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"Franziskaner Center Bethlehem", (Sr. Maria) Sr. Abha Keveouz: Derzeit ist Sr. Maria – mittlerweile schon seit ca. 8 Monaten – in Malta, wo sie Ihre schwer kranke Mutter pflegt, die ansonsten komplett alleine und ohne Hilfe wäre. Wir wurden von Sr. Abha Keveouz empfangen. Über Skype konnten wir auch mit Sr. Maria kurz sprechen.
3.2
"Chreche", Sr. Denise Abi Haidar und Sr. Laudy Fares: Im Zuge der Pilgerfahrt der Komturei Wien im Oktober 2016, ins Hl. Land besuchte die Pilgergruppe die Chreche in Bethlehem. Eine Mitreisende war vom Wirken der St. Vincent-Schwestern in der Chreche so positiv inspiriert, dass Sie eine weitere Spende von EUR 2.000,-- über den Verein getätigt hat. Wir überbrachten die Spendensumme und konnten uns auch über die Qualität der Betreuung sowie den guten Zustand der Bausubstanz überzeugen.
Wir konnten sowohl den Spielplatz im Freien und im Haus besichtigen. Die Einrichtung des Spielplatzes im Haus wurde im Jahre 2004 von der Statthalterei Österreich finanziert und mit Hilfe des damaligen Botschafters und Ordensbruder Dr. Kurt HENGEL in die Chreche gebracht.
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Dr. Hiyam MARZOUQA: Ein Treffen hatten wir auch mit Frau Dr. Marzouqa, der ärztlichen Leiterin des BabyChildHospital, die einen eigenen Sozialfond für sozial schwache Familien gegründet hat und betreut. Sie berichtete uns, dass derzeit keine Projekte anstehen, wird uns aber sobald neue Fälle anstehen entsprechende Unterlagen zukommen lassen.
Verfasser:
Beirat-HLK
Ich darf mich bei den mitgereisten Mitgliedern des Beirat-HLK (Fritz GERSTORFER, Thomas MAIRITSCH, Martin PARTILLA) sowie Gerhard LANG und Hubertus KIMMEL für das gute Zusammenwirken, den enormen Einsatz sowie die gegenseitig erbrachte Wertschätzung aus ganzem Herzen bedanken!
Verantwortlich:
Peter STÖGERER