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LABORWELT Nr. 3 / 2014 – 15. Jahrgang

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Laboreinrichtung Laborsicherheit

ternet: In im ll e u t k A elt.de www.laborw

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Advertorial BioTeSys GmbH

››› Produkt-Innovation

für biologische Datenverarbeitung

Big Data mit wenig Aufwand analysieren und verknüpfen Das A.B.O.S.-Analyseverfahren ermöglicht die schnelle Erfassung, Klassifizierung und Bewertung von biologischen Eigenschaften oder Prozessen in komplexen Datenbeständen. Moderne Technologieplattformen zur Erfassung von biologischen Prozessen (Expression, Transkription, Regulation, Modifikation etc.) generieren große Datenmengen. Die Auswertung und Bewertung der Daten stoßen häufig auf Schwierigkeiten. Dies gilt besonders dann, wenn die gesuchten Informationen nicht direkt in den Einzeldaten auszulesen sind. A.B.O.S. löst dieses Problem. Durch den Einsatz von selbstlernenden Algorithmen wird die Erfassung und Klassifizierung von Messwerten umfassend ermöglicht. Dabei werden über systemgestützte Lernprozesse differenzierte Schablonen zur Mustererkennung generiert. Umfangreiche Messdaten werden dann auf Basis der identifizierten Schablonen ausgewertet und der entsprechenden Gruppe zugeordnet. Als effizientes und kostengünstiges Auswerteverfahren verwendet A.B.O.S. eine bewusst visuell reduzierte Ergebnisdarstellung für die schnellen Analysezyklen. Die gewonnenen, leicht ablesbaren Erkenntnisse können umgehend für weitere Auswertungsläufe genutzt werden. Anwendbar für: –  transkriptomische Daten –  metabolomische Daten –  massenspektrometrische Daten –  Impedanzdaten –  infrarotspektroskopische Daten ( jeweils auch aus unterschiedlichen Quellen)

Kosten- und Zeitoptimierung durch Standardisierung

te von nicht aussagerelevanten Parametern zu trennen. Im Zusammenhang mit in-vitro-basierten Testverfahren bietet A.B.O.S. ein funktionales Tool zur Bewertung der Endpunkte Toxizität sowie allgemeiner physiologische Effekte. Ein wichtiges Merkmal von A.B.O.S. ist die Möglichkeit, wahlweise bekanntes biologisches (Vor-)Wissen bei der Wahl von Lerngruppen zu berücksichtigen oder diese ohne jedes Vorwissen durch das Werkzeug definieren zu lassen. Dies ist ein entscheidender Unterschied zu den meisten am Markt bereits verfügbaren Softwarewerkzeugen.

Leistungsmerkmale –  A.B.O.S trifft in wenigen Schritten fundierte Aussagen über nicht offensichtliche Zusammenhänge in komplexen biologischen Messdaten. –  Bekanntes Wissen über Gruppenzugehörigkeiten wird integriert, neue Gruppenmitglieder auf Basis gemeinsamer Wirkungen werden vom Werkzeug gefunden. –  Merkmale zur Identifikation von Gruppenzugehörigkeiten werden herausgearbeitet (Markersuche) womit eine Kostenreduzierung nachfolgender Experimente ermöglicht wird. –  Das integrierte QS-Modul sichert bereits die Eingangsqualität der Daten. –  Das anpassbare QS-Modul berücksichtigt notwendige Toleranzschwellen und kann gleichzeitig mit verschiedenen Datenquellen arbeiten. –  Performante Auswertungen und schnel-

les Arbeiten in Iterationen ermöglicht jederzeit die Überprüfung von Hypothesen. –  Umfangreiche Unterstützung bietet das Werkzeug durch Entscheidungshilfen, Flexibilität, automatische Auswertungen und Integration von Expertenwissen. –  Die stark reduzierte Komplexität der Ergebnisdarstellung unterstützt eine effiziente Bewertung der Ergebnisse und liefert Erkenntnisse für weitere Auswertungsläufe. –  Die mögliche Detailübersicht ergebnisrelevanter Parameter ermöglicht die sehr gute Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse. –  Das Verfahren ist als Stand-alone-Anwendung verfügbar und lässt sich einfach in bestehende Abläufe integrieren.

Kontakt BioTeSys GmbH Schelztorstraße 54-56 73728 Esslingen, Deutschland bts@biotesys.com www.biotesys.com Tel: +49 711 31057 150 Fax: +49 711 31057 151 Eine Kooperation von:

Das dargestellte Verfahren unterscheidet sich hinsichtlich der Konzeption und Umsetzung von anderen am Markt erhältlichen Verfahren und vermeidet bewusst bekannte Ansätze. Entscheidend für das Vorgehen ist die Möglichkeit, erfasste Parameter hinsichtlich ihres Beitrages zur Gruppendifferenzierung zu gewichten und so aussagerelevanII | Nr. 3/2014 | 15. Jahrgang

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LABORWELT

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Intro Laboreinrichtung und Laborsicherheit

Raum für Kommunikation Benjamin Stolzenberg, Redaktion LABORWELT Labor ist nicht gleich Labor. Die Konzeption eines für spezielle Verwendungszwecke eingerichteten Labors ist eine äußerst vielschichte Angelegenheit. Die Parameter – von der Architektur bis zur Müllentsorgung – sind vielfältiger als man zunächst denken mag. Open Innovation wird in Forschung und Entwicklung dieser Tage großgeschrieben. Kooperation ist das Stichwort. Für komplexe Forschungsaufgaben ist interdisziplinäre Teamarbeit unerlässlich. Doch „offen sein“ bedeutet nicht nur den Austausch von Expertise und das Teilen von Daten. In der Planung und Einrichtung eines jeden Labors muss Raum für Kommunikation – in physikalischer wie auch in ideeller Hinsicht – integraler Bestandteil des Gesamtkonzeptes sein.

faden dienen könnten. Laborexperte Christoph Heinekamp zieht im „Handbuch für nachhaltige Laboratorien“ einen passenden Vergleich: „Labore für Naturwissenschaften sind ein Abbild der Natur – scheinbar unendlich komplex und im Detail einfach organisiert. Sie sind völlig unterschiedlich und sie entstehen doch nur aus der Summe von einfach strukturierten Arbeitsplätzen.“ Diese sind unter anderem Labortischarbeits- und Geräteplätze, Chemiearbeitsplätze mit Abzug und Gefahrstofflagerung, Plätze mit Produkt- und Personenschutz, Sicherheitswerkbank und Dokumentationsarbeitsplätze. Zu diesen kommen die einzelnen Komponenten der Labortechnik hinzu: Einrichtung, Abzüge, Sanitärisinstallationen und Elektroversorgung. Die Notduschen und alle Elemente für Rein-, Sicherheits-, und Sonderräume.

Bild: gemeinfrei

Labore mit Wohlfühl-Faktor

Das Labor von Justus von Liebig: ein Ort der Kommunikation.

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mangelndem Platz sind nur einige Beispiele. Ein Generalkonzept für die perfekte Planung und das optimale Management gibt es ohnehin nicht. Für das Design von Forschungsgebäuden werden deshalb im Vorfeld Computermodelle der Luftzirkulation erstellt. Die Auftraggeber können sogar mit 3D-Helmen virtuelle Besichtigungen ihrer künftigen Wirkungsstätte durchführen. Wer es sich leisten kann, lässt sich 1:1 Modelle bauen, um Abläufe im Labor zuvor aufwendig zu studieren. Zwar kochen die Großen wie auch die Kleinen nur mit Wasser, aber manchmal kommt es eben auf den Herd an. Gerade für Start-ups, die nicht zwangsläufig auf Erfahrung zurückgreifen können, ist die Einrichtung eines Labors deshalb ein schwieriges Unterfangen. Neue Unternehmen sind zumeist auf die Unterstützung erfahrener Laborausrüster angewiesen. Es ist ebenso schwierig, Labortypologien zu charakterisieren, die etwa den Planern als Leit-

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Der Markt für Laboreinrichtung ist ein Milliardengeschäft. Der Gesamtumsatz in Deutschland mit Labortechnik wächst – allerdings nur langsam. Allein im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Branchenverbandes Spectaris 6,3 Mrd. Euro Gesamtumsatz mit Produkten für Analysen-, Bio- und Labortechnik erzielt. Die Anforderungen, die Laborbetreiber an die Technik, an die Einrichtung und an das Design stellen, nehmen indes rapide zu. Auch die immer detaillierter werdenden rechtlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen an Sicherheit und Nachhaltigkeit in Forschung und Entwicklung stellen Planer vor neue Herausforderungen. Die Entwicklung zur Automatisierung im Labor, der Wunsch nach besserer Vernetzung und mehr Raum für Kommunikation sowie interdisziplinäre Interaktion sind eindeutige Trends. Labore sind heutzutage so divers wie die Forschungsbereiche selbst. Sie werden für öffentliche Nutzer, den privaten Industriebetrieb und Dienstleister eingerichtet – zur Selbstnutzung oder zur Vermietung und damit einhergehend mit unterschiedlichsten Anforderungen. Wollen die einen perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Labore, sind die anderen auf einfache Konzepte für die Nachnutzung angewiesen. Vor allem neue Firmen müssen mit dem auskommen, was ihnen etwa „Labore von der Stange“ bieten können. Was für das Labor gilt, trifft umso mehr auf die Einrichtung zu. Intuitiv bedienbare Geräte, modulare Systeme für Möbel und labortechnische Gewerke, Möglichkeiten mobiler Kontrolle und eine intelligente Versorgungslogistik besonders bei

Auch soziologische Aspekte sind wichtig: Forscher verbringen mitunter einen großen Teil ihres Lebens in Laboratorien. Daher spielen heutzutage Design und Raumgestaltung eine wichtige Rolle. Diese sollten nicht nur die Kommunikation fördern, die für komplexe Forschungsarbeiten mit interdisziplinärem Charakter essentiell ist. Es geht auch um das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Kommunikation und Sicherheit im Labor seien kein Widerspruch, heißt es von Laborplanern. Kurze Wege, ein spannungsvoller Wechsel zwischen räumlicher Dichte und Weite und Funktionsdurchmischung zur Förderung der Kommunikation lassen sich in Einklang bringen mit kompakten, wirtschaftlichen und nachhaltigen Laborgebäuden. Ein neuer Studiengang namens „Kommunikation im Raum“ der Fachhochschule Mainz wurde eingerichtet, weil die wirtschaftliche Bedeutung, die allein hinter der architektonischen Gestaltung des Raums steckt, in den vergangenen Jahren enorm zugenommen hat. Heutzutage kommen natürlich zahlreiche digitale Medien hinzu, die Vernetzung und Informationsaustausch enorm erleichtern: Sicherheitstrainings, die E-learning mit Präsenzunterricht verknüpfen, digitale Laborbücher oder die mobile Vernetzung via App mit dem automatisierten Labor.

Modernes Pharmazie-Labor: Sauberkeit geht vor. 15. Jahrgang | Nr. 3/2014 | III

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Laboreinrichtung und Laborsicherheit Laborvernetzung

© Zeiss

Mobile Lösung für die Mikroskopie-Auswertung Silvia Zenner-Gellrich, Carl Zeiss Microscopy GmbH, Göttingen

das Live-Bild des Mikroskops hochaufgelöst (in HD) direkt auf dem iPad betrachten und Bilder mit einer Auflösung von 5 Megapixel aufnehmen. Leicht können die Bilder oder Videos bearbeitet und in Berichtsvorlagen integriert werden. Die Bilder einschließlich aller Metadaten und einer separaten Anmerkungsebene können im ZEN-kompatiblen CZI-Dateiformat gespeichert werden. Das platzsparende JPG-Format steht ebenfalls zur Verfügung. Die aufgenommenen Bilder können umfassend weiterverarbeitet werden, indem beispielsweise Messbalken eingefügt, auf bestimmte Regionen im Bild durch Pfeile verwiesen oder auch erläuternde Textpassagen ergänzt werden.

Einfache Bedienung

Mobile Nutzung außerhalb des Labors

Ziel der neuen Bildaufnahme- und Bildverarbeitungssoftware ist Einfachheit in der Installation, Bedienung und Weiterverwendung der erzeugten Bilddaten. Die App kommuniziert mit der Zeiss Kamera ERc 5s und greift dafür mit Hilfe eines externen Routers auf die Mikroskopkamera zu. Der Nutzer kann

Bislang waren Mikroskopnutzer an ihre Geräte und damit auch an den Aufenthalt im Labor gebunden. Nun ist es möglich, auch außerhalb des Labors Experimente zu überwachen, indem eine drahtlose Verbindung zum Mikroskop hergestellt wird, ganz gleich wo sich der Anwender befindet. Leicht ist auch das Teilen © Zeiss

Oft bleibt Nutzern im Laboralltag nur wenig Zeit, sich mit dem Mikroskop und den unterschiedlichen Optionen und Algorithmen einer Bildverarbeitungssoftware auseinanderzusetzen. Gleichzeitig ist aber die optimale Einstellung der Systeme eine wesentliche Voraussetzung, um möglichst hochwertige mikroskopische Bilder zu erzeugen und mittels Software zu dokumentieren. Durch die sich wandelnden Arbeitsabläufe und Nutzungsgewohnheiten in den Laboren ändern sich auch die Ansprüche, die an die Bildverarbeitungssoftware gestellt werden. Zeiss hat nun die iPad Imaging App Labscope vorgestellt, die ein einfaches, mobiles und vernetztes Arbeiten ermöglichen soll.

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der aufgenommenen Bilder via E-Mail, soziale Medien oder Cloud-Services, beispielsweise um die Resultate mit Kollegen in anderen Laboren oder Instituten zu diskutieren.

Vernetzung ermöglicht engere Zusammenarbeit Vernetzung und Konnektivität sind Themen, die den Arbeitsalltag im Labor und auch die Ausbildung zunehmend beeinflussen. Die App trägt diesen Anforderungen in zwei unterschiedlichen Vernetzungsoptionen Rechnung. Mehrere Anwender können gleichzeitig per iPad auf ein Mikroskop zugreifen und so dasselbe Bild sehen. Das erleichtert insbesondere das inhaltliche Arbeiten und gemeinsame Diskutieren der Mikroskopbilder in Labor und Ausbildung. Darüber hinaus erhält ein Nutzer Einblick in die vernetzten Mikroskope des Laborumfeldes und sieht sämtliche Mikroskopbilder in der Übersicht. So kann er sich raumübergreifend mit den Kollegen austauschen, gezielt Probleme aufgreifen, im Bedarfsfall Hilfestellung leisten und ausgewählte Bilder via Beamer oder Apple TV für alle visualisieren. Mehr Informationen gibt es auf www.zeiss.com/microscopy. © Zeiss

Im naturwissenschaftlichen und medizinischen Umfeld gehört das Arbeiten mit Mikroskopen zum Laboralltag. Dabei sind die Aufgaben und Fragestellungen vielfältig, sie reichen von Routinearbeiten in medizinischen Laboren bis hin zu experimentellen Fragestellungen im wissenschaftlichen Umfeld. Immer wichtiger wird dabei die Aufnahme der mikroskopischen Bilder zu Dokumentationszwecken, beispielsweise im Qualitätsmanagement. Gerade in den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen in diesem Bereich gewandelt. War es früher üblich, dass Forscher während des Mikroskopierens und der Auswertung auch tatsächlich vor Ort sind, erobern heute einfache, mobile und vernetzte Anwendungen immer größere Nutzerkreise.

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Laborautomatisierung

Ein mitfühlender Zeitgenosse Bei heutigen Robotereinsätzen trennt in der Regel ein Schutzzaun die bewegten Maschinenteile vom Bedienpersonal. Der Technologiekonzern Bosch hat nun eine Roboterfamilie vorgestellt, bei der dieser zusätzliche Schutz nicht mehr nötig ist. Die sogenannten APAS-Roboter sollen so die direkte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine möglich machen. Sie kommen als flexible Lösung im Bereich der nachträglichen Automatisierung von Handarbeitsplätzen und der Kleinserienfertigung zum Einsatz. Ziel ist es, Menschen von gefährlichen, anstrengenden, oder eintönigen Arbeiten zugunsten höherwertiger Tätigkeiten befreien.

Kapazitive Sensorhaut verhindert Kollisionen Die APAS-Roboter sollen nun erstmals die direkte, ungeschützte Interaktion zwischen Robotern und Mitarbeitern möglich machen. Dafür wurden die Geräte mit einer Sensorhaut verkleidet und komplett mit weichen Oberflächen ausgestattet. Er besitzt eine Tastreichweite von fünf Zentimetern. Ist der Abstand zu einer Person geringer, bleibt er stehen, ohne den Menschen zu berühren. APAS ist das erste und bisher einzige durch die deutsche Berufsgenossenschaft zugelassene Industrieroboter-System, das aufgrund seiner kapazitiven Sensorhaut die direkte Zusammenarbeit mit dem Menschen ohne zusätzliche Schutzvorrich-

Claire erkennt Sie, wenn Sie in Ihre Nähe kommen. einzelne im Untergestell eingebaute Sensoren • 64detektieren Temperatur und Geschwindigkeit von vorbeilaufenden Personen

© Bosch

Warnhinweis wird im Display und über • Ein das seitliche LED-Lichtband erzeugt präventiv wirkende System warnt • Das Sie rechtzeitig vor möglichen Gefahren.

Eine Sensorhaut stoppt den Roboterarm berührungslos, wenn das Gerät einem Menschen zu nahe kommt. tung erlaubt. Eine Einweisung von 15 Minuten nach der Programmierung durch einen Software-Experten sei ausreichend, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, heißt es von Seiten Boschs. „Tatsächlich schließt das neu entwickelte Sicherheitssystem, mit dem der Roboter APAS ausgestattet wurde, ein Verletzungsrisiko beim Menschen aus“, bestätigt Projektleiter Peter Schlaich von Bosch. Das System sei sehr ausgefeilt. Da sämtliche Schaltkreise doppelt vorhanden sind, sei auch der Ausfall einzelner Sensorbestandteile unkritisch. Wurde das APAS-System ursprünglich für den Einsatz in der Industrie entwickelt, wurden die Robotor auch auf der Fachmesse Analytica von zahlreichen Laborexperten begutachtet. Das System könnte auch Laborarbeiten unter Berücksichtigung aller Sicherheitsaspekte unterstützen, sei aber dennoch relativ einfach zu bedienden, hieß es zur Erklärung von Martin Winter, dem Geschäftsführer des Dienstleisters Lab Automation Network. LABORWELT

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Claire Die neue Generation von Sicherheitswerkbänken mit

Sensortechnik

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Laboreinrichtung und Laborsicherheit Forum Laborbau

Deutschlands größter Wissenschaftsbau Dr. Marion Kwart, Klinkner & Partner GmbH, Potsdam-Rehbrücke

Der Neubau BMC ist der derzeit größte Wissenschafts- und Universitätsbau Deutschlands. Auf einer Hauptnutzfläche von 18.000 Quadratmetern entstehen neben Laboren für die biomedizinische Forschung auch umfangreiche Seminar- und Praktikumsräume sowie Hörsäle und eine Bibliothek für den Lehr- und Ausbildungsbetrieb der LMU München. Nach Fertigstellung des Gebäudekomplexes werden dort etwa 500 Universitätsmitarbeiter forschen und lehren. Die geführ te Besichtigung des ersten Bauabschnittes rundet die Vortragsinfor-

mationen des ersten Tages des Forums Laborbau ab. Der Neubau wird im September zwar noch nicht vollständig fertiggestellt sein, jedoch werden alle wichtigen Bereiche gezeigt werden können. Das Team der am Bau beteiligten dr. heinekamp Labor- und Institutsplanung GmbH übernimmt mit ihren Fachleuten die Führungen in kleinen Gruppen. Thema des zweiten Tages ist die Laborlüftung. Hier werden Konzepte, ganzheitliche Planung und Erfahrungen sowie Überraschungen in der Praxis erörtert. Darüber hinaus

© Klinkner & Partner

Am 18. und 19. September 2014 in München/Martinsried geben Vorträge kombiniert mit Begehungen praktische Einblicke in die Anforderungen an moderne Laborgebäude. Anhand des diesjährigen Praxisbeispiels „Biomedizinisches Centrum (BMC)“ auf dem Campus der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in Planegg-Martinsried berichten der Architekt, der Vertreter des Bauamts, der Bauherr und die Laborplaner von den Anforderungen und der Umsetzung, die vor Ort besichtigt werden kann. Geplante Stationen des Laborbaus werden sein: Labor- und Tierhaltungsbereiche, Gebäude- und Elektrotechnik sowie die kommunikative Architektur.

sind ein Experimentalvortrag zum Thema Explosionsschutz sowie eine Vortragsrunde über Systemlösungen für den „richtigen“ Lüftungsauslass geplant.

Verschiedene Fachperspektiven Das Forum Laborbau ist eine jährliche Veranstaltung. Die Kombination von Vorträgen mit Begehungen eines neuen Laborgebäudes gibt praktische Einblicke in die einschlägigen Dos and Don‘ts im Laborbau.

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Stellen Sie sich aus den folgenden Konferenzen Ihr eigenes Programm zusammen: Mikrobiologie Endotoxin and Pyrogen Testing Microbiological OOS/OOL* Virus Safety

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Analytik

Bioanalytik

L&E von Prozess-Equipment Laboroptimierung Analytical Compliance Trends* Laboratory Informatics* Outsourcing

Stability Testing Biopharma* Bioassays* Mediapartner:

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© Klinkner & Partner

© Klinkner & Partner

Forum Laborbau Laboreinrichtung und Laborsicherheit

Ein Mix aus geführten Besichtigungen und Plenarvorträgen vermittelt anschaulich, worauf es im modernen Laborbau zu achten gilt. Aus ihren verschiedenen Fachperspektiven berichten Architekten, Laborbauer, Einrichter und zukünftige Nutzer über Erfahrungen und Schwierigkeiten sowie über die technischen Lösungen. Hier treffen sich deshalb Betreiber, Planer, Nutzer, Ausstatter, Architekten, Bauingenieure, Techniker und Behördenvertreter, um sich über den State of the Art des Laborbaus zu informieren, damit Planungsfehler und Zielkonflikte vermieden werden können. Darüber hinaus sind auch

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit immer wieder Themen des Forums. Eine Bereicherung für viele Teilnehmer sind die anregenden Diskussionen und der gemeinsame Erfahrungsaustausch, die sich Dank der großen Diversität des Publikums ergeben. Dazu trägt auch das gemeinsame Abendessen am ersten Forumstag bei, zu dem der Veranstalter Klinkner & Partner einlädt. Am 18. September 2014 geht es ins Wirtshaus Hadener Augustiner. „Wir rechnen wie in den

vergangenen Jahren mit etwa 100 bis 120 Teilnehmern beim Forum Laborbau“, erklärt Dr. Christian Scherling vom Veranstalter Klinkner & Partner. „Allerdings liegt der Temin in diesem Jahr direkt vor dem Münchner Oktoberfest. Ich hoffe, alle unsere Interessenten bekommen ein Hotelzimmer“.

www.laborwelt.de

Connecting Global Competence

Ihr Erfolgslabor auch in 2016. Instrumentelle Analytik l Labortechnik l Biotechnologie l analytica Conference Wir bedanken uns bei 35.384 Besuchern und 1.142 Ausstellern aus 40 Ländern. Sie haben dazu beigetragen, dass die analytica erneut Mittelpunkt der internationalen Labor-, Analytikund Biotechnologiebranche war.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen zur nächsten analytica vom 10. bis 13. Mai 2016!

10.–13. Mai 2016 Messe München

hon J e t z t s c un d n e r ie inform rken: e m r o v e alytica.d w w w.an

25. Internationale Leitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und analytica Conference

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Laboreinrichtung und Laborsicherheit Arbeits- und Produktschutz

Laborsicherheit auf höchstem Niveau Guido Maik, Berner International GmbH, Elmshorn Sicherheitswerkbänke kommen immer dann zum Einsatz, wenn beim Umgang mit Bio- oder Gefahrstoffen Personen- und Produktschutz gefordert ist. Fachlich nicht ganz korrekte, aber häufig verwendete Bezeichnungen sind LAF (Laminar Air Flow), Sterilbank, Werkbank oder „neudeutsch“ Bench. Es gilt dabei, mikrobiologische Sicherheitswerkbänke gemäß DIN EN 12469 und Sicherheitswerkbänke für Zytostatika nach DIN 12980 zu unterscheiden. In vielen Laboratorien sind Sicherheitswerkbänke das zentrale technische Instrument zum Schutz der Beschäftigten und des Produktes. Natürlich ist die zentrale Aufgabe einer Sicherheitswerkbank der sichere Umgang mit Gefahr- oder Biostoffen sowie der Produktschutz. Darüberhinaus bringen immer komplexer werdende Technologien und der Wunsch nach Vernetzung jedoch hohe Anforderungen an eine leichte Bedienbarkeit mit sich. Sicherheitswerkbänke sollen intuitiv und benutzerfreundlich gesteuert werden können. Eine ergonomische Gestaltung ist auch deshalb so wichtig, weil Labormitarbeiter die Anlagen meistens täglich und teilweise über mehrere Stunden nutzen. Das Unternehmen Berner International GmbH hat sich unter anderem auf die Entwicklung von Sicherheitswerkbänken spezialisiert. Als erster europäischer Hersteller testet das Unternehmen bereits seit 2002 die Geräte mittels der weltweit am häufigsten verwendeten mikrobiologischen

Prüfmethode zur Verifizierung der Schutzfunktionen gemäß DIN 12980, DIN EN 12469 und NSF 49 im Rahmen der Forschung und Entwicklung. Kombiniert mit den Ergebnissen aus verschiedenen, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Forschungsprojekten, können die Schutzfunktionen der Sicherheitswerkbänke selbst unter extremen Bedingungen und bei der Integration von Großgeräten oder Sonderlösungen garantiert werden.

Alles auf einen Blick Beim Sicherheitswerkbank-Modell Berner Claire ermöglicht ein zentral angebrachtes Touch-Display dem Anwender einen Überblick über alle sicherheitsrelevanten Informationen und lässt die einfache und individuelle

Erstellung von Benutzerprofilen mit programmierbaren Schnittstellen in verschiedenen Sprachen zu. Kontinuierlich werden Daten wie Strömungsgeschwindigkeiten, Temperatur und Luftfeuchte in leicht verständlichen Grafiken angezeigt. Selbst ein kontinuierliches PartikelMonitoring zur Überwachung sensibler Prozesse unter GMP-Bedingungen kann integriert und Daten aus einem externen Partikelzähler direkt im Display angezeigt werden. Neue LED-Lichtbänder und eine beleuchtete Scheibenunterkante im Blickfeld informieren durch ihre Farbcodierung über den aktuellen Betriebszustand. Der Anwender wird so wesentlich früher und deutlicher vor einem unsicheren Betriebszustand gewarnt als bei herkömmlichen Überwachungseinrichtungen. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Schnelle Bewegungen des Menschen im Nahbereich der Arbeitsöffnung können die Schutzfunktionen einer Sicherheitswerkbank beeinflussen. Ein neues zum Patent angemeldetes Detektionssystem für Störströmungen kann dies verhindern, indem es Bewegungen des Menschen in der Nähe der Arbeitsöffnungen registriert und einen Warnhinweis erzeugt.

Moderne Geräte sparen Betriebskosten Im Zeitalter stark steigender Energiekosten gilt es auch im Labor die laufenden Kosten erheblich zu reduzieren. Neben besonders energiesparenden Komponenten bietet eine „Auto-On-Off“ Funktion für Sicherheitswerkbänke einen sehr energieeffizienten Betrieb. Befindet sich der Mensch nicht im Erfassungsbereich des Anwesenheitssensor-Systems, wird nach Ablauf eines „Safety-Clean-Zyklus“ automatisch die Frontscheibe geschlossen. Alle Verbraucher werden abgeschaltet, um Energie zu sparen. Tritt der Mensch wieder in den Erfassungsbereich, wird unmittelbar der ursprüngliche Betriebszustand vollautomatisch wiederhergestellt.

© Berner International

Sichere Entsorgung von Gefahrstoffen

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Die Abfallentsorgung birgt beim Umgang mit gefährlichen Stoffen immer die Gefahr von Verschleppungen. Durch ein direkt an die Sicherheitswerkbank adaptiertes Abfalleinschweißgerät ist eine aerosoldichte Entsorgung von Abfällen möglich, ohne das sichere Containment verlassen zu müssen. Bei der Einrichtung eines Labors sind besonders auch logistische Gesichtspunkte zu beachten. Daher ist es von Vorteil, wenn Sicherheitswerkbänke in einem Stück transportierbar und an ihrem Einsatzort einbringbar sind. Beim Aufbau und bei der Inbetriebnahme wird so Zeit gespart. Der Aufwand bei Wartungs-/Servicemaßnahmen und den Anschluss an eine Fortluftanlage reduziert sich so deutlich. LABORWELT

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Kosten und Fehler effizient minimieren

Warten Sie nicht bis ein Wartenpassiert. Sie nicht bis ein Unfall Unfall passiert. Unfälle am Arbeitsplatz Unfälle am Arbeitsplatz kosten Unternehmen ca. kosten Unternehmen ca. 4% des BIPs†

4% des BIPs

Marin Zweig, Mettler-Toledo GmbH, Gießen Es passiert täglich in vielen Laboren: qPCR-Daten lassen sich nicht reproduzieren, sequenzierte Banden haben sich als Artefakte erwiesen, der Enzym-Assay in der 96-Well-Platte muss auf Grund eines Pipettierfehlers wiederholt werden. Das verursacht auf Dauer erhebliche Kosten. Die meisten dieser kostspieligen Ereignisse lassen sich aber vermeiden, wenn das Pipettieren als ganzheitlicher Prozess mit mehreren Komponenten verstanden wird. Die GPP (Gute Pipettier-Praxis) stellt einen umfassenden und systematischen Ansatz dar, die Pipettiergenauigkeit und -wiederholbarkeit zu optimieren. Jeder Messung, egal wie sorgfältig sie gemacht wird, liegt immer eine inhärente Fehlerwahrscheinlichkeit zugrunde; niemand kann jemals exakt den wahren Wert einer Größe messen. Die Anzahl an Fehlern ist abhängig von der Präzision des Messgerätes, der richtigen Kalibrierung und der kompetenten Benutzung des Instrumentes.

Bis zu 30% der Pipetten arbeiten außerhalb der Toleranzbereiche

© Mettler Toledo

Das wichtigste Dosierinstrument in jedem Labor, welchem leider of t viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, ist die Pipette. Wenn die Pipetten nicht fachgerecht bedient

und gewartet werden, entstehen dadurch im Laufe der Zeit viele unvorhersehbare Kosten. Studien belegen, dass über 30% aller im Einsatz befindlichen Pipetten nicht innerhalb der erwarteten Toleranzen arbeiten. Akzentuiert durch die Fehlerpropagation in mehrstufigen Messprotokollen entstehen enorme Abweichungen der Messdaten. Inkonsistentes oder gar fehlerhaftes Pipettieren ist nicht nur ein wesentlicher Risikofaktor, welcher zu inakkuraten Daten oder nicht reproduzierbaren Ergebnissen führen kann, es ist auch ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. So erfordert ein einziger ELISA-Assay mehr als 1.000 Pipettiervorgänge und jeder Mikroliter Reagenz kostet im Schnitt 1 US-Dollar. Wenn die Pipette statt 1 µl 1,2 µl abgibt,

Abbildung. 1: Beim Pipettieren geht es um mehr als den bloßen Transfer kleiner Flüssigkeitsmengen von A nach B. Wichtig ist ein gelungenes Zusammenspiel aus Instrument, richtiger Technik und korrekt gewähltem Zubehör. LABORWELT

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† “Inventory of socioeconomic costs of work accidents” https://osha.europa.eu/en/publications/reports/207 European Agency for Safety and Health at Work. 2011

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Laboreinrichtung und Laborsicherheit Pipetten

kostet ein einfaches Experiment 20% mehr als ursprünglich angenommen. Regelmäßige Pipettentests und fachkundige Wartung sind zwingend notwendig, um sicherzustellen, dass die Pipetten innerhalb der spezifizierten Toleranzen arbeiten.

sind die Ergebnisse im Vergleich zu elektronischen Pipetten weniger gut reproduzierbar. Die hoch auflösenden Schrittmotoren der elektronischen Pipetten schließen jegliche bedienerabhängige Unregelmäßigkeit aus und gewährleisten eine messbar höhere Genauigkeit und Wiederholbarkeit.

Pipettieren ist ein ganzheitlicher Prozess

Die Anwendung entscheidet über die Pipetten-Spitzen-Kombination Der jeweilige Applikationstyp entscheidet darüber, welche Pipette ausgewählt werden sollte, um möglichst genaue Ergebnisse und eine möglichst hohe Produktivität zu erzielen. Die Eigenschaften der jeweiligen Flüssigkeit können die Pipettierleistung und das -ergebnis stark beeinflussen. Die meisten wässrigen Proben lassen sich bei Zimmertemperatur und mittlerem Luftdruck genauestens mit Luftverdrängungspipetten, problematische Flüssigkeiten (viskos, hohe Dichte, flüchtig, heiß/kalt) dagegen exakter mit Direktverdrängungspipetten pipettieren. X | 15. Jahrgang | Nr. 3/2014

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© Mettler Toledo

Pipettieren ist viel mehr als das Übertragen von kleinen Flüssigkeitsmengen von A nach B, es ist ein ganzheitlicher Prozess, welcher nicht zu sehr simplifiziert werden darf. Es ist ein gelungenes Zusammenspiel aus Instrument, korrekt gewähltem Zubehör und richtiger Technik. Eine gründliche Evaluierung des Arbeitsablaufs und eine fundierte Auswahl von Liquid-Handling-Instrumenten sind genauso wichtig wie der erfahrene und geschulte Anwender und die sorgfältige Pflege, die die Instrumente benötigen, um über Jahre hinweg zuverlässig zu arbeiten. Die Pipette ist zwar ein universelles Instrument, aber man darf nicht vergessen, dass jede Applikation und jede Probe spezifische Eigenschaften hat, die berücksichtigt werden müssen. Beispielsweise sollten bei molekulargenetischen Arbeiten nur auf absolute Reinheit geprüfte zertifizierte Spitzen verwendet werden. In einigen Labor-Verbrauchsmaterialien aus Polypropylen wurden Weichmacher festgestellt, die mit einigen Enzymreaktionen interferieren können oder möglicherweise falsch-positive Spektrometer-Werte bei 260/280 nm hervorrufen. Es ist für die Datenzuverlässigkeit entscheidend, dass bei der Herstellung und der Qualitätskontrolle strikte Standards angewandt werden. Unablässig ist die Prüfung auf potentielle biologische Kontaminationen einschließlich Tests auf Spuren von DNA, DNAse, Pyrogene und ATP. So werden zum Beispiel die Rainin BioClean-Spitzen von Mettler Toledo mit einem Zertifikat geliefert, das die absolute Sauberkeit und Reinheit garantiert.

Sicheres Einhalten der regulatorischen Vorschriften

Abbildung 2: Die Pipetteneinstellungen, Protokolle und Wartungsalarme sind kennwortgeschützt, um die GLP-/GMP-Konformität zu gewährleisten. Auch GLP-Daten, wie Wartungsdatensätze, Zyklen und Statusdaten, sind vollständig manipulationssicher. Für die optimale Produktivität der Arbeitsabläufe kommt es auf die Wahl des korrekten Instrumentes an. Der zunehmende Einsatz von 96-Well-Platten, die steigende Komplexität der heutigen Pipettieraufgaben und strenge Anforderungen im regulatorischen Bereich sind Gründe, warum die elektronischen Pipetten nach und nach die manuellen Modelle ersetzen. Während manuelle Pipetten kostengünstig, robust und einfach in der Bedienung sind, hängt ihre Leistung von der Pipettierfähigkeit des Anwenders ab. Zudem

Labore, die strengen regulatorischen Auflagen unterliegen, müssen viele Aspekte regelmäßig kontrollieren, wie zum Beispiel die Einhaltung von Service-Intervallen. In den Pipetten der neuesten Generation ist ein RFID-Chip eingebettet. RFID steht für Radiofrequenz-Identifikation. Diese Technologie ermöglicht die automatische Identifizierung der Pipette und erleichtert erheblich die Erfassung von Daten (Seriennummer, Herstellungsdatum, Datum der nächsten Kalibrierung). In den regulierten Bereichen passiert jeder Arbeitsablauf nach einer vordefinierten Standardprozedur (SOP). Wie kann aber sichergestellt werden, dass Mitarbeiter genau nach dem vorgeschriebenen Protokoll arbeiten und von diesem nicht abweichen? Die neuen elektronischen Pipetten (zum Beispiel E4 XLS+ von Mettler Toledo) verfügen über erweiterte Verwaltungs- und Sicherheitsfunktionen, die regulierte Labore bei dem Einhalten der Vorschrif ten und der Pipettenverwaltung unterstützen. Der passwortgeschützte Admin-Modus definiert Pipetteneinstellungen, Protokolle und Wartungsintervalle und gewährleistet somit die GLP-/GMP-Konformität. Manipulationssicher sind auch GLP-Daten, wie etwa Zyklen und Statusdaten oder Wartungsdatensätze.

Ergonomische Pipettierlösungen für nachhaltigen Erfolg Man sollte sich bewusst sein, dass Pipettierergebnisse stark von der Technik abhängig sind, besonders beim Arbeiten mit kleinen Volumina. Jede Änderung beim Ausführen wiederholter Pipettierzyklen kann sich in der Genauigkeit und Präzision bemerkbar machen. Ermüdung oder gar Schmerz beispielweise können einen Anwender dazu bringen, den Pipettierrhythmus zu variieren. Die Ergonomie beim Pipettieren beeinflusst nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Genauigkeit und Präzision und nachfolgend die Reproduzierbarkeit der Experimente. Ergonomisch ausgereifte Pipetten zeichnen sich zum Beispiel dadurch aus, dass sie leicht und gut ausbalanciert sind, sowie intuitiv und mit minimalem Kraftaufwand zu bedienen sind. Die Ergonomie ist dann spürbar gegeben, wenn selbst bei stundenlangen unLABORWELT

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Pipetten Laboreinrichtung und Laborsicherheit

unterbrochenen Pipettiersequenzen stets der minimale Kraftaufwand für den Anwender gewährleistet ist. Es ist wichtig, mit Pipetten zu arbeiten, die aus leichten hochwertigen Materialien hergestellt wurden, bei denen Pipettierkräfte auf ein Minimum reduziert sind und der Kraftaufwand beim Spitzenaufsetzen- und -abwerfen minimal ist. Die meisten Pipetten arbeiten mit zwei Federn, die erste dient zum Aspirieren und Dispensieren der Probe, die zweite zum Ausblasen der Pipetten-Spitze. Die zweite Feder weist einen erheblich höheren Widerstand auf, damit der Anwender den ersten Stopp-Punkt zwischen Aspirations- und Ausblasposition sicher spüren und halten kann. Eine Verringerung dieser Federkraft würde zu einem für den Bediener schlechter wahrnehmbaren ersten Stopp und zu einer deutlich geringeren Präzision und Genauigkeit beim Pipettieren führen. Eine innovative Lösung bietet Mettler Toledo mit der Magnetic-Assist-Technologie (Magnetunterstützung), die eine deutliche Reduzierung der Federkräfte für das Aspirieren/ Dispensieren und den Ausblasvorgang erlaubt, ohne die Genauigkeit zu beeinträchtigen.

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Zu den kraftintensivsten Arbeitsschritten beim Pipettieren zählen das Aufstecken und Abwerfen der Spitzen – dazu können Kräfte von mehreren Kilogramm erforderlich sein. Das LTS (LiteTouch)-SpitzenabwurfSystem von Mettler Toledo mit dem zylindrischen Design für Schaft und Pipettenspitze (anstelle des konventionellen konischen) vermindert any } Germ die Kontaktoberfläche zwischen Schaft und Pipette erheblich und Club g in s en a Lic garantiert eine sichere Dichtigkeit. Vergleichsuntersuchungen hvon harm T eP konventionellen und LTS-Design zeigten, dass für das Aufstecken und }BioTechnologie – 2014 Abwerfen von LTS-Spitzen lediglich 1 kg, für das von konventionellen Das Jahr- und Adressbuch Spitzen mehrere Kilogramm erforderlich sind. € 32,80 Jede neu produzierte Pipette wird vom Hersteller vor der Auslieferung ISBN 978-3-928383-45-5 kalibriert und entspricht damit seinen Vorgaben bezüglich Volumen, Tel. +49 (0)30/26 49 21-40 Richtigkeit und Präzision. Die Kalibrierung wird mit den HerstellerspitFax +49 (0)30/26 49 21-11 zen durchgeführt, denn Pipette und Spitze bilden eine Einheit und nur service@biocom.de die optimale Passform der Spitze garantiert die bestmögliche Präzision www.biocom.de und Genauigkeit. Für die höchste Zuverlässigkeit der Messdaten ist es ratsam, Herstellerspitzen zu verwenden und Pipetten direkt bei einem zuverlässigen, akkreditierten Kalibrierlabor kalibrieren zu lassen. for ls’ forum fessiona ustry the pro tech ind any is a and bio Germ l Pharm eutical g Club d globa armac Licensin the ph ean an arma in rop Ph nt Eu e Th the lopme er of s deve m). ers, memb busines pe.co It is a l memb .plgeuro rsona rmany. pe ww 0 Ge (w well as in ork se to 50 a year as g netw has clo Licensin PLCD s twice 99, the meeting tional d in 19 urses. end na Founde ng co rly att ini ula tra d who reg ents an onal ev internati

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Serie Labormarkt im Umbruch (20)

VWR International setzt auf Know-how aus Franken

VWR Funding, Inc. (2013) Umsatz: 4,19 Mrd. US-$ Gewinn (EBITDA): 254 Mio. US-$ Bruttoergebnis: 28,6% Umsatzrendite (nach Steuern): 0,3% Mitarbeiter: 8.400 CEO und Präsident: Manuel Brocke-Benz

Dr. Martin Laqua, Redaktion LABORWELT

Marktsegmente

Milliardenschwere Übernahmen sind gang und gäbe im Labormarkt. Grund genug, in dieser LABORWELT-Serie einen Blick auf die wichtigsten Akteure, ihre Strategien und Deals zu werfen. VWR International, LLC aus den USA ist ein international agierendes Handelsunternehmen. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zu produzierenden Firmen niedrig. Seit Jahren fährt VWR einen Expansionskurs mit Übernahmen in Europa und Südamerika. Mit 5.000 Zulieferern, 60.000 Kunden und 1,5 Millionen verfügbaren Artikeln kämpft VWR mit Thermo Fisher Scientific um die Vorherrschaft am Markt. Hier musste VWR zum Beispiel 2009 einen Rückschlag hinnehmen, als sich nach 24 Jahren das Massachusetts Biotechnology Council (MassBio) bei der Ausschreibung eine 5-Jahres-Versorgungsvertrags über 250 Mio. US-$ für Fisher Scientific entschied. Grund genug für VWR, die Geschäftsstrategie zu überdenken. Neben einer stärkeren Fokussierung auf das Endkundengeschäft gehört offenbar auch eine Neuausrichtung der Akquisepolitik dazu. Seit einigen Jahren werden nicht mehr nur reine Vertriebsgesellschaften geschluckt. Zunehmend finden sich darunter auch Hersteller von Biochemikalien und Laborverbrauchsmaterialien. Neuestes Beispiel: die Peqlab GmbH aus Erlangen.

Kundenkreise

© Peqlab

Die Wurzeln von VWR liegen im Jahr 1852. John Taylor hatte damals in Sacramento zwar nicht wie beabsichtigt als Goldgräber Erfolg, dafür aber als Verkäufer von Glaswaren für Apotheker und von Chemikalien für Minenbau, Prüfungs- und Laborwesen. Anfang der 1950er Jahre gingen Überbleibsel seiner Firma an VWR (Van Waters & Rogers, Inc.) aus Seattle. VWR selbst wurde 1924 von Georges Van Waters und Nat Stuart Rogers ins Leben gerufen. Die Firma handelte zunächst mit Terpentin und Farben. Die wichtigsten Geschäftsfelder Mitte der 1960er Jahre waren Industriechemikalien, Wissenschafts-, Wäscherei-, Landwirtschaftsund Polstereibedarf. Nach der Fusion mit der United Pacific Corporation entstand die VWR United Corporation. Ende der 1980er wurde der Gemischtwarenkonzern in zwei Teile geteilt. Einer davon vertrieb Ausrüstung und Zubehör für Wissenschaft und Grafik, Textil- und Möbelfertigungsbedarf, elektronische Komponenten und elektromechanische Geräte. Bis auf den Laborbereich wurde 1989 alles verkauft. Einen Wachstumsschub gab es schließlich 1995, als VWR die Abteilung Industrie- und Life-SciencesChemikalien von Baxter übernahm. Eine entscheidende Rolle spielte damals die deutsche

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Laborbedarf (Nord- und Südamerika): 56%, Laborbedarf (Europa): 42%, (Aus)Bildung (global): 2%

Merck KGaA, die einen Großteil des Preises von 400 Mio. US-$ stemmte und später VWR komplett übernahm. 2001 wurden die US-amerikanische VWR Scientific Products Corp. und die Merck Eurolab-Gruppe zusammengelegt und mit VWR International, Inc. entstand ein globaler Akteur. Statt wie zunächst angedacht an die Börse ging VWR 2004 für 1,68 Mrd. US-$ an das Private-Equity-Unternehmen Clayton, Dubilier & Rice, Inc. Dieses verkaufte VWR 2007 für geschätzte 3,7 Mrd. US-$ an einen anderen Finanzinvestor, Madison Dearborn Partners, dem die Firma noch heute gehört.

Klein- statt Großkunden Nach dem Verlust des millionenschweren Großauftrags des Life Sciences-Clusters MassBio 2009 begann VWR sich stärker auf das Endkundengeschäft zu konzentrieren. Der Strategiewechsel wurde Mitte 2010 mit der Einrichtung verschiedener Kanäle zum Erfassen von Kundenreaktionen eingeleitet. Außerdem wurden eine jährliche Kundenumfrage initiiert und eigene Handelsmarken ins Sortiment aufgenommen. So sind zum Beispiel Heizblöcke

Biotechnologie- und Pharmasektor: 40%, andere Industriebereiche: 38%, Regierung: 6%, Bildungssektor: 16%

und Filterpapiere unter dem Namen VWR Collection im Angebot. Die Kunden reagierten nach Angaben von VWR positiv. So stieg der Promotorenüberhang, eine Kennzahl für zufriedene Kunden, von Anfang 2012 bis Ende 2013 um 26%. Dennoch musste die Firma in der Zwischenzeit eine weitere empfindliche Einbuße verkraften: Eine großes Pharmaunternehmen ging als Kunde verloren. Parallel zur internen Neuausrichtung kaufte VWR auch kleine Produzenten von Spezialreagenzien auf: 2011 Amresco, Inc. (USA, Molekularbiologie) und Anachemia, Inc. (Kanada, Chemie & Bergbau), 2012 Switch BVBA (Belgien, Zytologie & Histologie) und 2013 United Biochemicals, Inc (USA, Puffer & Aminosäurederivate). Trotzdem: VWR droht, von Thermo beiseitegedrängt zu werden. Zwar sind beide Firmen für den Endkunden praktisch „One-stop-shops“, doch Thermo hat mehr in Eigenregie produzierte Produkte mit höheren Margen im Angebot. Außerdem hat es sich mit der Life Tech-Übernahme Anfang 2013 die Gendiagnostik als neues Geschäftsfeld eröffnet (siehe Laborwelt 3/13). VWR scheint nun gewillt nachzuziehen. Im Januar 2014 wurde eine Übernahmevereinbarung mit der Peqlab Biotechnologie GmbH abgeschlossen (siehe |transkript 3/14). Die 1996 gegründete Erlanger Firma macht 70% des Umsatzes mit Geräten, den Rest mit Reagenzien und Verbrauchsmaterialien.„VWR ist gerade wegen der Gerätesparte auf uns zugekommen“, so PeqlabChef Reinhold Mischau gegenüber LABORWELT. Peqlab eröffnen sich durch den Verkauf Vertriebswege in die ganze Welt. Gut möglich, dass die Thermocycler und PCR-Arbeitsstationen aus Franken bald in Shanghai und Buenos Aires zum Einsatz kommen. Die Fertigungskapazitäten für einen solchen Auftragsschub seien vorhanden, versichert Mischau. Hersteller ist die zu Peqlab gehörende Clemens GmbH in Würzburg, die seit 1989 PCR-Geräte fertigt. Für VWR ist die Akquise zwar insoweit Neuland, dass auch ein Geräteproduzent ins Haus kommt, doch ein echter Befreiungsschlag sieht anders aus. Gut möglich, dass der Strategiewechsel zu zögerlich angegangen wird. Die Gerüchte, dass VWR und Konkurrent Sigma-Aldrich zusammengehen, um langfristig gegenüber Thermo zu bestehen, werden daher trotz des kleinen Einkaufsbummels in Franken wahrscheinlich nicht verstummen. LABORWELT

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Verbände Service

VAAM

Netzwerk legt los

4. Jahrestagung

 Im Rahmen der Fördersäule „ZIM-Kooperationsnetzwerke“ startet das „Companion Diagnostics Network“ mit seinen Aktivitäten. Bei dem Kick-off-Meeting am 19. Juni 2014 im Magnus-Haus stellen Diagnostik-Anwender aus Laboren, Kliniken und Forschungseinrichtungen ihre Projektideen vor. Zudem informiert das DiagnostikNet-BB über Fördermöglichkeiten innerhalb dieses Netzwerks. In dem Verbund werden die beteiligten Firmen gemeinsam mit Akademia und Diagnostik-Anwendern sowohl die F&E biomarkerbasierter Diagnostika vorantreiben, als auch deren klinische Evaluierung und Validierung. Die Arbeit fokussiert dabei etwav auf Point-of-Care-Tests sowie bioinformatische Lösungen und internetbasierte Plattformen. Schwerpunkte sind unter anderem die Onkologie, neurologische und metabolische Erkrankungen und Autoimmunkrankheiten.  Am Abend des 19. Juni lädt das DiagnostikNet-BB dann im Magnus-Haus zum Treffpunkt In-vitro-Diagnostik. Hier werden gemeinsam mit Experten die Potentiale und Perspektiven des Diagnostik-Trends der Metabolomics diskutiert. Zum Potential und den Herausforderungen von Metabolomics in der klinischen Diagnostik wird Dr. Alexander Leichtle vom Inselspital Bern referieren. Zudem werden Metabolomics einem Praxischeck unterzogen Der Vortragsabend richtet sich an Diagnostikunternehmer, Labormitarbeiter, Kliniker und niedergelassene Ärzte sowie Forscher, die sich einen praxisnahen Überblick auf diesem Gebiet wünschen (Anmeldung erforderlich). Weitere Informationen gibt es bei Dr. Frauke Adams (Tel.: 03302 55199-14).

 „Microbiology and Infection 2014“: Vom 5. bis 8. Oktober findet die 4. Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) e. V. und der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) e. V. in Dresden statt. Zur deutschlandweit größten Fachtagung zu Erkennung, Verhütung und Therapie von Infektionskrankheiten werden rund 1.000 nationale und internationale Experten aus den Bereichen der Grundlagenforschung in der Mikrobiologie, Umweltmikrobiologie, technischen Mikrobiologie, Medizin und Diagnostik erwartet.  Unter der wissenschaftlichen Leitung des DGHM-Tagungspräsidenten Prof. Dr. med. Volkhard Kempf vom Klinikum der GoetheUniversität Frankfur t am Main und des VAAM-Tagungspräsidenten Prof. Dr. Gerold Barth vom Universitätsklinikum Dresden tauschen medizinische Mikrobiologen neueste Ergebnisse zur Diagnostik und Therapie von Infektionserkrankungen aus und diskutieren gemeinsam mit jungen Wissenschaftlern den aktuellen Forschungsstand.  Besondere Schwerpunktthemen des wissenschaftlichen Programms sind „Lebensmittel- und Krankenhaushygiene“, „Metabolismus und Transport“, „Mikrobielle Biotechnologie“, und „bakterielle Pathogenität“. Außerdem werden praxisorientier te Workshops zu speziellen diagnostischen Themen für niedergelassene Ärzte und Technische Assistenten angeboten.  Weitere Informationen gibt es unter www.dghm-vaam-2014.de.

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www.dgkl.de

Deutsche Gesellschaft für Proteomforschung www.dgpf.org BIO Deutschland www.biodeutschland.org Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM)

www.dghm.org

bts (Biotechnologische Studenteninitiative e.V.) www.bts-ev.de Gesellschaft für Genetik

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Diagnostiknet-BB

Dt. Ver. Gesell. f. Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e.V. (DGKL)

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umfangreiche nationale und internationale Erfahrungen aus seiner früheren TechnologieNetzwerkarbeit mit.  Neu im Serviceprogramm ist der ÖRRGNewsletter, der einmal im Quartal mit aktuellen Veranstaltungen, der Vorstellung neuer Mitglieder, Aktuellem aus Normung & Richtlinien und einem Rückblick zu den Aktivitäten der ÖRRG erscheint. Ergänzend dazu wird es einen Eilmeldungs-Service für besonders brisante Nachrichten geben. So können spezielle dringliche Anfragen direkt an die ÖRRG-Experten gestellt werden. Neu sind auch die quartalsweisen regionalen Kamingespräche. Kombiniert mit einer Unternehmenspräsentation und -Führung diskutieren die Reinraumexperten neueste Ideen und Themen. Im Rahmen der internationalen Netzwerkarbeit ist die ÖRRG auf den Lounges 2014 vom 3. bis 5. Juni in der Messe Stuttgart und ebenfalls auf der Cleanzone vom 21. bis 22. Oktober 2014 in Frankfurt am Main mit dabei.

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 Die Österreichische Reinraumgesellschaft (ÖRRG) wird künftig ihren Service um einen Newsletter sowie einen Eilmeldungs-Ticker erweitern. Zudem gibt es einen Wechsel im Vorstand. Die ÖRRG ist die ReinraumtechnikPlattform in Österreich und arbeitet international als Partner der International Confederation of Contamination Control Societies (ICCCS) unter anderem für die Harmonisierung von Normen und Richtlinien über die Grenzen hinaus. Kernaufgaben der ÖRRG sind, die neuesten reinraumtechnischen Erkenntnisse zielgerichtet zwischen Herstellern, Industrie, Behörden und Anwendern zu kommunizieren.  Wechsel im ÖRRG-Vorstand: Mit großem Dank und der einen oder anderen Träne im Augenwinkel wurde Angelika Reichl als Sekretärin der ÖRRG verabschiedet. Als Mitglied der ersten Stunde trug sie wesentlich zum erfolgreichen Aufbau bis dato bei. Die Position wurde einstimmig mit Rupert Körber neu besetzt. Er bringt

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ÖRRG verstärkt ihr Serviceprogramm

Kooperationspartner

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ÖRRG

www.gfgenetik.de Gesellschaft für Signaltransduktion www.sigtrans.de Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie

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Nationales Genomforschungsnetz www.ngfn.de Deutsche Gesellschaft für Neurogenetik www.hih-tuebingen.de/dgng/ Netzwerk Nutrigenomik www.nutrigenomik.de DiagnostikNet-BB www.diagnostiknet-bb.de Verband der Diagnostica-Industrie e.V. www.vdgh.de Österreichische Reinraumgesellschaft (ÖRRG)

www.oerrg.at

Österreichische Ges. f. Laboratoriumsmedizin & Klinische Chemie

www.oeglmkc.at

15. Jahrgang | Nr. 3/2014 | XIII

21.05.2014 20:39:30 Uhr


Ausblick

Vorschau Heft 4/2014

Laborpraxis

      Kanadische Forscher haben bei neurologischen Versuchen an Mäusen eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Wie sie in Nature Methods (DOI:10.1038/nmeth.2935) berichten, lässt der Duft des Experimentators die Tier weniger Schmerz empfinden, wenn dieser männlich ist. Der Herrenodor setzte die Nager unter Stress. So alarmiert fühlten sie weniger Schmerz. Mit Hilfe von Videoanalysen der Mäusemimik wurde auf einer Grimassenskala der Grad der Schmerzempfindung nach der Injektion eines Entzündungsmittels erfasst. Das Ergebnis: Bei der Anwesenheit eines Mannes fühlten die Tiere weniger Schmerz als wenn eine Frau die Experimente durchführte.

Selbst ein getragenes Shirt reichte aus, um den Effekt auszulösen. „Es handelt sich um eine urtümliche Antwort des Körpers“, vermutet Studienleiter Jeffrey Mogul. „Riechst du ein einzelnes Männchen in deiner Nähe, besteht die Chance, dass es jagt oder sein Revier verteidigt.“ Der dadurch ausgelöste Stress sorgt dafür, dass man besser fliehen oder sich verteidigen kann. Das könnte eine Erklärung sein, warum manche Ergebnisse von Tierversuchen nicht reproduzierbar sind. Müssen nun tausende Studien wiederholt werden? Mogil entwarnt: Der ein Störfaktor sei nicht fatal. Es müsse aber künftig im Methodenteil vermerkt werden.

Biobanken

Kottransplantate aus der Biobank       Raus aus dem Gefrierfach, kurz anwärmen und per Sonde in den Dünndarm verpflanzt – schon ist die Darmflora aufgefrischt. Eine neue Studie zeigt: Zur Behandlung wiederkehrender Darmerkrankungen könnten in Zukunft auch Tiefkühl-Transplantate verwendet werden. Die Methode ist so erfolgreich wie das konventionelle Verfahren, bei dem frische Proben verwendet werden, schreiben Biomediziner vom Massachusetts General Hospital in Boston in Clinical Infectious Diseases (DOI: 10.1093/cid/ciu135). Die Forscher sind der Meinung, dass sich das Material auch in speziellen Biobanken lagern ließe. „Das Anlegen

von Depots mit untersuchtem gefrorenem Spenderstuhl könnte diese Behandlung einer größeren Population zugänglich machen“, schreiben die Wissenschaftler. Die Transplantate testeten sie an 20 Patienten, die an wiederkehrenden Infektionen mit dem Durchfallerreger Clostridium difficile litten. Bereits die erste Behandlung machte einen Großteil der Probanden nach einigen Wochen beschwerdefrei. Als nächsten Schritt wollen die Mediziner prüfen, ob sich das gefrorene Material auch oral in Kapseln verabreichen lässt. Klingt unappetitlich, ist aber unbedenklich. Die Kapsel löst sich erst im Darm auf.

Laborwelt Hintergrund

Kommandozentrale für Selbstheilung Sieht aus wie das Wurzelmeristem einer Pflanze, gehört aber zum Zebrafisch. Beide Strukturen haben allerdings eine ähnliche Funktion. Dieses sogenannte Blastem ist die Kommandozentrale zur Selbstheilung der Fische. Es besteht aus unterschiedlichen Zonen mit sich schnell- und langsam vermehrenden Zellen sowie aus Bereichen, die für die Knochenbildung und die Entwicklung weiterer Gewebe zuständig sind. Jeder dieser Teilbereiche wird über ganz spezifische Signale reguliert. Eine komplexe Feinabstimmung der verschiedenen Entwicklungsbereiche sorge dafür, dass ein ein wohlgeformtes und funktionierendes neues Organ entsteht, erläutert Mit-Entdecker Daniel Wehner vom Institut für Biochemie und Molekulare Biologie der Universität Ulm. Die abgebildete Struktur ist der Ursprung einer Flosse. XIV | 15. Jahrgang | Nr. 3/2014

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© vitanovski /Fotolia.com

Männerodor wirkt schmerzlindernd

Themen

Zellbasiertes Screening Die Investitionen in zellbasierte Assays nehmen von Jahr zu Jahr zu. Das Ziel ist klar: Daten über die Veränderung in Zellen durch Wirkstoffe in kürzester Zeit zu gewinnen. Das kommende LABORWELTSpezial beschäftigt sich mit dem Markt für das zellbasierte Screening und mit der Frage, in welche Produkte für den Forschungsund Pharmamarkt gerade investiert wird. Geplante Themen sind unter anderen Phänotypisches Screening, 2D- oder 3D-Assays, Toxizitätsassays. Zudem ist vorgesehen neue Robotik- und Imagingtechnologien abzubilden. Der Redaktionskontakt für dieses Spezial ist Thomas Gabrielczyk (t.gabrielczyk @biocom.de).

Termine Werbekunden bietet diese Ausgabe eine opti­male Plattform für ihre Produkt-und Image­anzeigen. Reservieren Sie Ihren Werbeplatz im Spezial Zellbasiertes Screening bis 15. August 2014. Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte Oliver Schnell (Tel.: +4930-264921-45, E-Mail: o.schnell@biocom.de) oder Christian Böhm (Tel.: +49-30-264921-49, c.boehm@biocom.de).

Impressum LABORWELT (ISSN 1611-0854) erscheint zweimonatlich im Verlag der BIOCOM AG Lützowstraße 33–36 10785 Berlin, Germany Tel./Fax: 030/264921-0 / 030/264921-11 laborwelt@biocom.de www.biocom.de Redaktion Dr. Bernd Kaltwaßer Tel.: 030/264921-55

Benjamin Stolzenberg, M.Sc. Tel.: 030/264921-67

Namentlich gekennzeichnete Beiträge stehen in der inhaltlichen Verantwortung der Autoren. Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen ohne schriftliche Genehmigung des BIOCOM Verlages nicht reproduziert oder verbreitet werden.

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