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betriebsberatung

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Ich bin, du bist, wir sind ... Vorbild

Die große Sensibilisierungsinitiative des hds

Lebendige Orte, lokale Kreisläufe und Arbeitsplätze vor Ort

Lange schon gilt unsere Aufmerksamkeit der Schaffung und Erhaltung von gesunden lokalen Kreisläufen. Wir vom hds wissen wie wichtig es ist, die Wertschöpfung im eigenen Land zu behalten, dort wo wir leben, dort wo unsere Kinder aufwachsen. Lokale Handels- und Dienstleistungsbetriebe in Städten, Dörfern und Ortszentren, die Arbeitsplätze vor Ort schaffen und ga rantieren, waren noch nie so grundlegend wie zu dieser Zeit. Wie wertvoll eine gesi cherte Versorgung mit Waren und Dienstleistungen ist, wird den meisten Menschen erst jetzt wirklich bewusst.

Mit der neuen Initiative „Mein - Dein - Unser Lebensraum“ widmet sich der hds intensiv dem Thema des lokalen Einkaufens und der Nutzung von lokalen Dienstleistungen. Unsere Botschaft soll mitten ins Herz tref fen, soll nachhaltig in den Köpfen der Südtiroler verankert werden und zu einem Teil ihres Konsumverhaltens werden. Die Initiative soll klar machen, dass der lokale Konsum für die Erhaltung eines vi talen und gesunden Lebensraumes, der unsere Heimat ist, unerlässlich ist. Der Erfolg unserer Wirtschaft und die daraus resultie rende Erhöhung der Lebensqualität für uns

eine Initiative des

Wir kochen mit Produkten aus der Region. Für kurze Wege und sichere Arbeitsplätze. Vorbild sein. Verantwortung übernehmen.

lebensraum.bz.it

DIE ERSTE PHASE

In der ersten Phase der Initiative ist es wichtig, der Kernaussage „Ich bin Vorbild“ zusätzliches Gewicht zu geben, indem diese Aussage intensiv kommuniziert wird. Das Wort Vorbild ist durchweg positiv behaftet, es ist ein Zustand, den man anstrebt, und auf den man mit Recht stolz sein kann. Die Schutzmaske wird zum Symbol des Vorbilds, denn Vorbilder gehen aus dem Haus, um sich lokal mit Produkten zu versorgen und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig opfern sie aber das eigene Wohlbefinden, zugunsten des Wohls der Allgemeinheit, des Lebensraumes Südtirol.

alle, ist der Erfolg eines jeden Einzelnen. Und darauf können wir mit Recht stolz sein. Unser Lebensraum, unsere Heimat, soll das persönliche Projekt eines Jeden werden, das mit Ehrgeiz, Motivation und Selbstvertrauen verfolgt wird.

Wirtschaftliche Perspektive geben Die Arbeit unserer lokalen Dienstleister, Händler und Gastronomen ist ein wertvoller Beitrag für unser Wohlbefinden, und

soll mit der entsprechenden Wertschätzung gewürdigt werden. Geschäfte, Dienstleister und Gastronomiebetriebe gehören mit zu den wichtigsten Arbeitgebern und Berufs ausbildern vor Ort. So wird jungen Menschen eine wirtschaftliche Perspektive in ihrer Heimat geboten. Doch nicht nur junge Menschen profitieren von den Arbeitsmöglichkeiten vor Ort. Mütter haben so die Möglichkeit, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, sich zu verwirklichen, und das mit den Pflichten des Familienlebens unter einen Hut zu bringen. Auch ältere Menschen haben in einem stabilen Umfeld die Möglichkeit ihren Ge wohnheiten weiter nachzugehen.

Fortsetzung auf Seite 6

Wir werden uns wundern

Die etwas Älteren kennen den Song der US-amerikanischen Rockband R.E.M. „It’s The End Of The World“ von 1987. Dieser schaffte es jetzt in Corona-Zeiten erneut in die Charts. Darin heißt es: „Es ist das Ende der Welt, wie wir sie kennen, und ich fühle mich gut.“ Ein gutes Omen? Fakt ist, dass Corona weder vor Länder- noch vor Branchengrenzen halt macht – und das hat Auswirkungen auf den Konsum. Die globalisierte Gesellschaft entwickelt sich wieder zurück, oberstes Prinzip wird: Menschen legen mehr denn je Wert auf lokale Kreisläufe. Familie, Haus und Hof werden wichtiger, Gemeinschaft wird im Kleinen gesucht. Man setzt auf Nachhaltigkeit und Wir-Kultur, Stichwort Nach barschaftshilfe. Bereits vor Corona ermöglichte die flächendeckende Handelsstruktur in Südtirol die Grundversorgung vor Ort und dank kurzer Wege auch ein ökologisches Einkaufsverhalten. Dieser Mehrwert kommt uns nun zugute – und Südtirols Bevölkerung beginnt ihn so richtig zu schätzen. Die Menschen überlegen also, wo die Güter herkommen, neue Konsummuster entstehen. Weil globale Produktions- und Handelsketten ausfallen, werden heimische Alternativen wiederentdeckt. Der stationäre Handel, regionale Produkte und Lieferketten erleben einen Aufschwung, es entsteht ein sinnvolles Gleichgewicht zwischen lokalem Online und Offline. Die Gesellschaft bewegt sich weg von Massenkonsum und WegwerfMentalität, hin zu einem gesünderen Wirtschaftssystem.

Mauro Stoffella, Bereichsleiter Kommunikation mstoffella@hds-bz.it

Attraktive Orte sind lebendige Orte, belebt sowohl von der lokalen Bevölkerung, als auch vom Gast der uns neu entdeckt. Vor Ort einzukaufen, zu konsumieren oder Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, bedeutet auch, unseren Lebensraum wiederzuentdecken. Auf einen Ratscher in die Stadt oder zum Friseur ins Dorf, am Sonntag zum Frühschoppen oder zum Feuerwehrfest. Lokale Unternehmen sind das Rückgrat für ein funktionierendes Vereins leben, für lebendiges Brauchtum.

Kurze Wege, regionale Produkte, gesicherte Zukunft Viele tragen heute ihr 24h Shoppingcenter mit sich herum, zu jeder Gelegenheit wird online eingekauft und wenn’s nicht passt wieder zurückgeschickt. Klar ist es bequem, mit zwei Klicks zu bestellen und tags darauf direkt nach Hause geliefert zu bekommen. Aber ... Die Frage ist auch, ob ich mich im Geschäft bewusst für den Apfel aus Neuseeland, die Avokado aus Chile, oder die Goji-Beeren aus Indonesien entscheide, oder sie einfach nehme, weil sie da sind. Es ist kein Vorwurf für dieses oder jenes Konsumverhalten, sondern ein Aufmerksam machen, bewusst regionale Produkte einzukaufen. Diese Kampagne des hds wird dabei helfen, ein neues Bewusstsein zu schaffen. Wenn ich weiß, dass ich damit eine Ketten reaktion unterbreche, die uns mittel- und langfristig schadet, dann hilft das vielleicht mein Verhalten zu korrigieren. Ich muss mir bewusst sein, dass ich Geld aus einem gesunden Kreislauf herausnehme, und den Gewinn maximierten Konzernen gebe, de nen vielfach sowohl Umwelt als auch Arbeitsbedingungen egal sind. Diese Auswirkungen spüre ich nicht sofort, deshalb denke ich nicht weiter darüber nach. Was sich jedoch unmittelbar auswirkt, ist das fehlende Geld in unseren Gemeinden, in unserer Region. Nicht nur der öffentliche Wohlstand, auch der individuelle Wohlstand geht zurück. Weniger lokaler Konsum, weniger Aufträge, weniger Arbeit, weniger Arbeitsplätze.

Kleine Gesten haben eine große Wirkung Diese Initiative appelliert an das Verantwortungsgefühl eines jeden Einzelnen. Kleine Gesten haben eine große Wirkung. Sie können nicht nur die Gegenwart ver ändern, sondern geben nachhaltig Hoffnung auf eine vitale und lebensbejahende Zukunft. Ein Lebensraum, der mir, dir, uns gehört und auf den wir stolz sein können.

eine Initiative des

Dein lokaler Einkauf schafft und sichert Arbeitsplätze in Deiner Nähe. Vorbild sein. Verantwortung übernehmen.

lebensraum.bz.it

Wir sind zurück! Endlich wieder in Deiner Nähe und dennoch mit sicherem Abstand. Ein wichtiger, entschlossener Schritt, der große Verantwortung beweist.

Für unseren Lebensraum. Für unsere Arbeitsplätze.

eine Initiative des

lebensraum.bz.it

eine Initiative des

Ich verrate meinen Kindern nicht nur „die besten Platzlen“, sondern gebe auch die Werte und Bräuche unserer Heimat für unsere Zukunft weiter. Vorbild sein. Verantwortung übernehmen.

lebensraum.bz.it

eine Initiative des

Ich setze auf lokale Dienstleister. Sie schaffen Arbeitsplätze und lokales Wachstum. Vorbild sein. Verantwortung übernehmen.

lebensraum.bz.it

Lange vor Corona geplant Die Initiative „Mein - Dein - Unser Lebensraum“ hat der hds lange vor Corona geplant, weil es einfach Zeit dafür war. Jetzt brau chen wir diese Initiative mehr denn je, denn dieser Wandel soll nachhaltig sein. Wir sind zuversichtlich, denn die Menschen haben wieder ein Gespür dafür, worauf es wirk lich ankommt. Fest steht, es wird in Südtirol neue Arbeits lose geben, viele andere müssen sich kurzfristig auf neue Umstände einstellen, so schnell werden wir uns von dieser Krise nicht erholen. Der hds tut alles in seiner Macht Stehende, um zu helfen und zu un terstützen. Unterstützen können wir uns alle auch gegenseitig, deshalb appelliert der hds an die Südtiroler, mitzuhelfen, indem sie die Wertschöpfung in unserem Land be lassen. Hier einzukaufen, zu konsumieren, hier produzieren zu lassen, Dienstleistungen in Anspruch nehmen, bedeutet Menschen Arbeit zu geben, für das nötige Steueraufkommen zu sorgen, was nicht zuletzt uns allen wieder zugutekommt.

Zeit zum Umdenken Wenn wir dann in den Medien lesen, dass der größte Onlinehändler immense zwei stellige Umsatzzuwächse erzielt, und bei uns aber viele Betriebe in großen Schwie rigkeiten sind oder ans Zusperren denken, dann ist es höchste Zeit für ein Umdenken. Wir tragen eine große Verantwortung für unser Südtirol, für unseren Lebensraum – und dieses Bewusstsein will der hds schaffen.

Das Video zur Initiative unter lebensraum.bz.it

hds nun auch auf Instagram!

Spannend neu. Der hds lässt dich an seinem Leben und an seiner Arbeit teilhaben. Und das in Echtzeit. Seit Anfang Mai ist der Verband nun auch auf der Social Media-Plattform Instagram zu fin den. Instagram erfreut sich großer Beliebtheit unter den 18- bis 34-Jährigen und hatte 2019 über eine Milliarde Nutzer. Der hds erhofft sich nun, vor allem eine jüngere Altersklasse zu erreichen und mit ihr viele nützliche Informationen zu teilen. Follow us on Instragram

@hds_unione!

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