leo
kostenlos
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Oktober 2003
DA S A NHALT MAGAZIN
Herbst in Anhalt „ ...und lass deinen Drachen steigen.“
a capella
leo gastfeder
leo dates
leo präsentiert das a capella Festival vom 24. - 26.10. 2003 Oktober in Dessau
Des Prinzen dritter Streich sorgt für königlichen Glanz im Heft
Der größte Veranstaltungsfinder für die Region. Ab sofort mit dem web-finder.
leo editorial Die Macher
E
r soll die düsterste Jahreszeit sein. Alles grau in grau, der Regen streicht über die Landschaften und die Tage werden immer kürzer. Lassen Sie sich, liebe leo-Leser, davon nicht blenden. Vor uns liegt eine wunderschöne Jahreszeit, das sei hier mal fest versprochen. Der Sommer hat uns doch genug verwöhnt, oder? Wie wäre es also jetzt mit einem hitzefreien entspannten Herbst, der uns zur Ruhe kommen lässt und die Seele bewegt? Einverstanden? Anhalt bietet gerade in dieser Jahreszeit schöne Orte. Wir haben Sie alle als optimistische Leser kennen gelernt und freuen uns nun auf unseren ersten gemeinsamen leo-Herbst.
W
ie dieser aussieht? Er hat viele Facetten, einige davon stellen wir ihnen
TITELGESCHICHTE (S. 4-9)
in der leo vor. Wir sagen ihnen, was das Wetter so vorhat. Was sie jetzt lesen, hören oder sehen müssen. Und wir lassen mit Ihnen Drachen steigen.
A
lle anderen Oktober-Termine finden Sie wie gewohnt in den leo
Dates
(S. 12-17). Ab sofort ist diese Rubrik auch um die virtuellen Adres-
sen der Locations erweitert. Interessantes zum Thema Handball in Anhalt hat Sabrina Ehrle zusammen getragen. Sie sprach mit Verantwortlichen der Handballvereine unserer Region und weiß über ihre Sorgen, Wünsche und Hoffnungen
SPORTS (S. 20-22) zu lesen. Unsere kleine Serie über die Wörlitzer Eisenbahn findet in leo BACKSTAGE (S. 23) ihre Fortsetzung. Ein Vielfahrer der Traditionsstrecke zu berichten. Das alles gibt es in leo
packt aus….
U
nd damit Sie sich keine Sorgen machen - die leo-Redaktion hat etwas Urlaub eingelegt und deswegen das Heft diesmal verschlankt - im November schlagen wir wieder richtig zu.
Viel Spaß beim Lesen und wunderschöne Herbsttage wünschen Sebastian Völker - Thomas Schaarschmidt - Thomas Stittrich
IMPRESSUM:
leo Das Anhalt Magazin
Erscheint jeweils monatlich, kostenlos. Auflage: 7.500 Stück Herausgeber Thomas Stittrich Sebastian Völker Thomas Schaarschmidt
Druck
Postanschrift leo Humperdinckstr. 1b 06844 Dessau
Autoren dieser Ausgabe
Kontakt
Fotos in dieser Ausgabe S. Zießnitz, S. Völker, Th. Schaarschmidt, photocase.de, S. Rumpler
Telefon 0340 .230 46 80 Telefax 0340 .250 84 157 Mail leo@3undzwanzig.com DAS ANHALT MAGAZIN
Druckhaus Dessau Askanische Str. 107 06844 Dessau Th. Schaarschmidt, S. Völker, O. Schröter, S. Zießnitz, S. Ehrle, Prinz Eduard von Anhalt
Seite 3
leo gastfeder Anhalt und die Welt
P
rinz Charles wird im September des nächsten Jahres nach Wörlitz kommen - das hatte sein enger Verwandter Prinz Eduard von Anhalt exklusiv im allerersten leo im April verraten. Im Rahmen eines Wohltätigkeitsdinners wird Prinz Charles dann den Park und die Anlagen in Wörlitz in Augenschein nehmen, für die er seit 1996 die Schirmherrschaft übernommen hat. In seiner Kolumne „Anhalt und die Welt“ wirft Prinz Eduard einen ganz privaten Blick auf den britischen Thronfolger. Wer Charles mag und wer nicht. Was für ein Mensch er ist. Und ob er überhaupt jemals den Thron besteigen wird. von Prinz Eduard von Anhalt
Die englische Monarchie war im 18. und 19. Jahrhundert die fortschrittlichste Europas. Nicht von ungefähr reiste mein Urvater Fürst Leopold Friedrich Franz immer wieder nach England, um die sozialen Errungenschaften des Inselstaates zu studieren. Vieles, was er für sein Fürstentum und seine Bewohner tat, hatte er von den Engländern gelernt. Den Ruf, der aufgeklärteste Fürst Deutschlands zu sein, verdankte er dem englischen System. Ob allgemeine Schulpflicht, Religionsfreiheit, Pflichtversicherung gegen Feuerschäden, Polizeischutz gegen Plünderer, Armen- und Waisenbetreuung - alles Gute kam aus England. Ganz abgesehen vom Englischen Garten in Wörlitz, der im Gegensatz zum französischen Park des Adels nun dem ganzen Volk zur Verfügung stand. Die Mitglieder des englischen Königshauses, die Windsors, wurden Seite 4
stets in dem Bewusstsein erzogen, ihrem Volke zu dienen, und sich dem Volk gegenüber so zu verhalten, wie es das „coole“ Temperament der Briten verlangte. Deshalb fielen die „Königs“ und ihre beratenden Hofmarschälle aus allen Wolken, als das tragische Leben und Sterben von Lady Diana in einer heißen Woge der Gefühle über ihnen zusammenschlug.
«Er genießt es, das er in seiner Position frei von der Leber weg reden kann.» Was mich immer wieder fast umwirft ist, wie aufgeregt halb Deutschland reagiert, wenn auf den Britischen Inseln ein Thronfolger wagt, sich scheiden zu lassen, während es hierzulande eigentlich keinen interessiert, wenn ein gewählter Bundeskanzler schon zum dritten Mal eine Ehe beendet. Aber zurück zum eigentlichen Thema. Aus der Scheidungszeit des Prinzen stammt leider ein vollkommen falsches Bild von ihm und seinem Ansehen im eigenen Land. So paradox es klingen mag: er ist beliebt bei der Jugend - besonders bei der aus sozial schwachen Schichten, und (mal ganz gelinde gesagt) unbeliebt beim Establishment der gehobenen Gesellschaft. Seine „Princes Trust“ ermöglicht seit vielen Jahren zehntausenden von jungen Menschen aus der Arbeiterklasse erstklassige Ausbildungen und verschafft ihnen die finanziellen Mittel, um sich selbstständig zu machen. Seine Unbeliebtheit bei der Mittel- und Oberschicht rührt von den scharfen Bemerkungen über das skrupellose Verhalten von Banken und Konzer-
nen gegenüber den sozial schwachen Schichten und der Umwelt. Aussagen wie die, dass englische Architekten mehr von London zerstört hätten als die deutschen Bomber im zweiten Weltkrieg, haben ihn nicht gerade beliebter gemacht. Mir persönlich hat Prinz Charles oft selbstlos geholfen. Von ihm bekam ich, gegen alle Widerstände der Hofschranzen, ein wunderbares Interview für meinen damaligen Sender RTL, was meiner Fernsehkarriere sehr geholfen hat. Ich durfte persönlich dabei sein, als er im Buckingham Palace seinen 50. Geburtstag feierte. Und nach der Wende erklärte sich Charles spontan dazu bereit, Schirmherr des Wörlitzer Parks zu werden. Charles ist ein sehr sensibler Mann, ein guter Amateurmaler und engagierter Umweltschützer. Er genießt es, das er in seiner Position frei von der Leber weg reden kann. Als König aber wäre es mit seiner Redefreiheit vorbei. Jedes Wort muss von der Regierung abgesegnet werden. Schon deshalb hängt er nicht an der Macht. Wenn sein erster Sohn William direkt König würde, hätte er mit Sicherheit nichts dagegen. Doch das ist eine Entscheidung der Regierung und dazu bedarf es einer Gesetzesänderung. Sollte Charles Mutter so alt werden wie ihre Mutter, die legendäre Queen Mum, dann wäre er um die achtzig, wenn er den Thron besteigen müsste. Und dazu hätte er bestimmt keine Lust mehr. Wie auch immer, Hauptsache ist, Charles kommt nächstes Jahr nach Anhalt. Damit er mit eigenen Augen sehen kann, wie schön es bei uns ist. leo
Prinz Charles wird im September 2004 nach Wรถrlitz kommen. Der Thronfolger ist seit 1996 Schirmherr des Wรถrlitzer Parks.
DAS ANHALT MAGAZIN
Seite 5
leo titel Herbst in Anhalt
K
alendarisch gesehen ist er nicht kürzer oder länger als die anderen Jahreszeiten: der Herbst. Doch während dem Frühling (alles erblüht, Frühlingsgefühle), dem Sommer (Sonne, Spaß und gute Laune) sowie dem Winter (Schnee, Eis und Weihnachten) jeweils eine gewisse Identität anhaften, ist der Herbst oft noch auf der Suche nach positiv besetzten Eigenschaften. Der leo aber sieht das anders und hat sich deswegen etwas umgehört. Was man oder Frau mit sich anstellen können im Herbst, hat Oliver Schröter erkundet. Dazu geben wir Nachhilfe im Drachenbau und lassen uns von einem Experten wettertechnisch einstimmen.
Alles was hilft ist ein heißes Bad. Früher wäre mit diesem Unterfangen der Tag wohl ausgefüllt gewesen. Rein in die herbstklammen Klamotten und mit der Axt in den gelb-braunen Laubwald. Ein kleines Bäumchen geschlagen und ab damit in den Badeofen. So nun mal warten. Ein bis zwei Stunden braucht das ehemals kühle Nass, um heiß zu werden. Und auch manch Neubaubewohner erinnert sich an die Zeit des „Waschmaschinenwassers“. Immer dann nämlich, wenn für drei bis fünf Wochen das warme Wasser abgemeldet war, genau dann nämlich, wenn die das Wasser transportierenden Rohre mal wieder durchgespült werden mussten, genau dann nämlich wurde die Waschtrommel zum Warmwasserspender. Mutti wusste schon, wie das ging. Das aber ist längst Geschichte. Wasserhahn auf, Sachen aus und hinein. Wunderbar. Und jetzt schwitzen und ... langweilen. Natürlich nicht, den kleinen tragbaren „Buntfernseher“ aus der Sommerresidenz auf den Klodeckel gestellt, den DVD-Player eingestöpselt Seite 6
und den richtigen Film parat. Gerade neu auf Silberscheibe erschienen: Will Smith als Boxerlegende „Ali“. Da kommt der abgeschlaffte Kreislauf wieder richtig in Schwung. Für alle die nicht gerne allein baden, empfiehlt sich Angelina Jolie in „Original Sin“. Verdammt heiße Sache, Und um die Frauen zu beruhigen, gibt es auch für sie in diesem Streifen etwas: der männliche Part ist besetzt durch Antonio Banderas. Also ein Film durchaus auch für Pärchen-Bader. Besser geht es kaum.
«Wann sind Sie eigentlich das letzte Mal in einer Bibliothek gewesen? » Und wer Strom sparen will, der lässt einfach den Silberscheiben-Abspieler im Wohnzimmer und kabelt sich am TV eine Antenne ein. Durch die wird dann ganz sicher ein neuer Superstar auf die Mattscheibe transportiert, bei zirka dreißig Kabelsendern dürfte sich rund um die Uhr ein Casting-Sofa finden lassen. Selbst das Original bei RTL, zuvor schon mit einem wundervollen „DSDS“ versehen, feiert seinen zweiten Teil. Ebenfalls ein Vorzug des Herbstes: Thomas „Mähne“ Gottschalk lässt wieder wetten und 15 Millionen im Schnitt folgen ihm. Auch sie? Richtig gemütlich kann es aber auch mit einem wohlig knisternden Buch werden. Versuchen sie es doch einmal mit „Stupid white men“ von Michael Moore, ein Buch zum Aufregen. Es liefert massenhaft Stoff für heiße Diskussionen über weltpolitische Verfehlungen in der kuscheligen Stammkneipe. Oder greifen sie in Omis
Goethe- Sammlung. Unser Tipp: „Die Leiden des jungen Werther“. Große Gefühle für das ausgekühlte Gemüt. Auch ein Blick in die Bestseller-Listen hilft manchmal. Denn was alle lesen, muss nicht immer Dieter-BohlenNiveau haben. Paulo Coelho zum Beispiel kann wärmstes ans Herz gelegt werden. Seit der Brasilianer mit dem „Alchimisten“ bekannt wurde, liefert er Bücher ab, in dem jeder ein Stück von sich selbst findet. Sein neuestes Werk nennt sich „Elf Minuten“. Sie werden für die Reise mit ihm garantiert länger brauchen. Und überhaupt! Wann sind sie eigentlich das letzte Mal in einer Bibliothek gewesen? Der Weg dorthin haftet fast in jedem Gedächtnis, wenn nicht im Herbst, wann soll er dann gegangen werden. Aber Vorsicht! Wer in der Badewanne mit Leihbüchern hantiert, sollte stets die Hände abtrocknen und immer fest zugreifen, sonst könnte es teuer werden. So, der Kreislauf schwingt, die Hände kribbeln und die Seele verlangt Ausgang. Also lassen sie nicht nur die raus, gehen sie einfach mit. Denn wenn es draußen ungemütlich kalt ist und der Regen peitscht, dann ist doch nichts anregender, als den Sommer zumindest auf die Zunge zurückzuholen. Also: Mojito, Caiphirina, Cuba libre oder weil es so schön klingt: Sex on the Beach. Ein muss für den Überlebenswilligen, ihr lokaler Cocktailhändler hilft ihnen sicher gern bei der Auswahl. Und wenn das alles nichts hilft, dann sei das alte Herbst-Mittel Nummer eins aus der Schublade zu holen: an den Sommer zurück denken. Und sich auf Weihnachten freuen. leo
leo titel
«Hier lerne ich. Hier will ich auch sterben.»
Wetter, Wetter, Wetter
E
r ist der Wetterfrosch schlechthin in Sachsen-Anhalt. Seit 1995 sorgt Thomas Endrulat bei Radio SAW für Sonne, Wolken und Regen. Natürlich nicht direkt, doch der Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes weiß als Diplom-Meterologe in seinen Voraussagen Spaß und Fakten unterhaltsam zu verbinden. Was lag da näher, als ihn über den Herbst in Anhalt zu befragen. Thomas Schaarschmidt hat es getan. Sie wissen doch sicher schon genau Bescheid über den Herbst?
Endrulat: Naja, das weiß zum Glück keiner so ganz exakt. Wir forschen zwar, was das Zeug hält, und manchmal landet man da auch einen Glückstreffer. Ich drücke es mal so aus: ein paar goldene Oktobertage sind auch 20003 drin. Wie sieht der übliche Herbst in Anhalt aus?
Endrulat: Eine typische Übergangsjahreszeit. Meist fällt im November der erste Schnee und danach beruhigt es
sich wieder. Wir haben da mächtig Probleme mit den Vorhersagen. Im Sommer interessiert es keinen, ob wir 20 oder 21 Grad ansagen. Wenn es um die null Grad geht, sieht das aber völlig anders aus. Es heißt, das Wetter in dieser Jahreszeit drücke aufs Gemüt, ist da wirklich etwas dran?
Endrulat: Auf jeden Fall. Es gibt Untersuchungen, die sagen, dass ein Drittel aller Menschen wetterfühlig ist. Besonders die Hochdruck-Zeiten mit diesem trüben und diesigen Morgen, die scheinbar den gesamten Tag dauern, drücken aufs Gemüt. Da wünschen sich viele im Herbst mal ein schönes Tiefdruckgebiet mit richtig anständigem Wind. das Tief ist quasi das Hoch. Wir steht es mit dem Wind? Die Drachenfans hoffen darauf?
Endrulat: Natürlich ist so ein trockener Ostwind das Ideale. Genau zu sagen, wann die entsprechende Windstärke da ist, geht leider nicht. Ich denke aber, jeder kann schon mal fertig bauen und den Drachen auf Abruf in den Keller stellen. Der Wind kommt... Wetterfroschweisheit zum Schluss. Weiße Weihnacht 2003 - ja oder nein?
Endrulat: Keine Chance, ich lege mich nicht fest. Aber die Statistik sagt: nur in zwei Fällen von zehn klappt das überhaupt mit dem Schnee zu Weihnachten. Also auch für dieses Jahr eher nein. Vielleicht hilft wünschen. DAS ANHALT MAGAZIN
Seite 7
leo titel Drachen im Herbst
Winter, Frühling, Sommer, Herbst - seit Ewigkeiten wechseln sie sich ab, teilen die Jahre unter sich auf. Das war schon vor etwa 3000 Jahren so, als in China der erste Flugdrachen erbaut wurde. Wahrscheinlich im Herbst. Heute wie damals braucht es nicht mehr als eine stabile Plastikfolie oder einen solchen Beutel. Ist dieser weiß, kann der Edding kreativ gezückt werden. Die Geburtsstunde der selbst kreierten, fliegenden Einkaufstüte naht. Es fehlen noch zwei dünne, runde Dübelhölzer und ein Vorrat an Klebestreifen. Und los geht es: Was die Tüte vom Drachen unterscheidet, ist deren Form. Eine nahezu quadratische Grundfläche sollte links und rechts von einem rechtwinkligen Dreieck eingeschlossen sein, dann hat man das Urgetier schon in Form gebracht. Zuvor an den Spitzen mit Schleifpapier abgerundet, kommen die Hölzer zum Zug. Ihr Platz sind die Kanten des Rechtecks, an denen die Dreiecksformen anliegen. Viel Klebeband an den Enden der Stäbe sichert und vereinigt sie mit der Folie. Im letzten Schritt ist Verstärkung angesagt. Verstärkung der Dreiecksspitzen mit noch mehr klebendem Band. Fertig? Dann gehört dort jeweils ein Loch hinein. Auch die Löcher werden quasi vereinigt, mittels einem zwei Seite 8
Meter langen Stück Drachenschnur. Was noch fehlt ist eine Schlaufe, die genau in der Mitte der Zwei-Meter Schnur entstehen muss. Dort wird die Flugleine einfach angehängt. Dem Start steht nun fast nichts mehr im Wege, abgesehen von einigen wichtigen entscheidenden Grundregeln: 1. Die längste Lebenszeit wird dem jungen, noch unerprobten Drachen beschert, startet er seinen Jungfernflug bei Windstärke drei
bis vier. Und zwar nicht irgendwo. Besser im Nirgendwo, jenseits von Häusern, Wäldern oder gar Windrädern. Eine große Wiese - zwei Fußballstadien breit - so weit sei das ideale Drachenfeld. Hier werden ihn keine durch Baumkronen aufgewirbelten Winde davontragen oder zum Sturzflug zwingen. 2. Auch wenn es kaum einer weiß, das Gesetz sagt: Nur die untersten hundert Meter des Luftraumes gelten als frei. Steigt also ein Drachen mit längerer Schnur, darf er das nur mit einer Sondergenehmigung. 3. Flughäfen, egal welcher Art, verfügen über eine Drei-Kilometer-Sperrzone. Die also meiden, genauso wie Hochspannungsleitungen oder Gewitterblitze. 4. Regional gesehen empfehlen sich bei windigem Sonnenschein-Herbstwetter die Elbwiesen vor Roßlau als Drachenflug und -landeplatz. Hat die Bauanleitung nicht grenzenlos verwirrt, trifft man sich dort vielleicht zum Drachen-(Tüten)-Steigen. Viel Spaß beim Drachenherbst wünscht Stefanie Zießnitz.
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leo diary Mein liebes Tagebuch ...
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DAS ANHALT MAGAZIN
Seite 11
oktober.2003
leo dates Der Veranstaltungsfinder für Anhalt
mittwoch 01 Was noch WB Malschule
15 Uhr „Ein Feuerwerk für den Fuchs“ - Puppenspiel
DE Buchhandlung „Sieben Säulen“
DE Landhaus
18 Uhr Oktoberfest mit den „Elbetalern“
DE Beatclub
21 Uhr „Von der Rolle“ - Die Soli Party
DE Alte Brauerei
17 Uhr Literatur-Treff
22 Uhr Tanz der Maschinen
WB KTC-Studiokino
Was noch
20 Uhr „Frieda Kahlow“
DE Kiez-Kino
20.30 Uhr „Aus heiterem Himmel“
donnerstag 02 Bühne DE Marienkirche
19 Uhr „Die lange Nacht der Märchen“
DE Johanniskirche
leo tipp 19.30 Uhr
Afrikanisches Orgelkonzert
BBG Theater-Studio 19.30 Uhr „Vergessene Duelle“ Konzert
WB Brett´l Keller
20 Uhr „Überlebenszeichen“ Kabarett
Party KÖT Am Jürgenweg 16 Uhr Eröffnung Oktoberfest leo - Spass lesen leo Humperdinckstr. 1b 06844 Dessau TEL: 0340.230 46 80 E-MAIL: leo@3undzwanzig.com
DE Teehäuschen 18 Uhr Oktoberfest Seite 12
DE Kiez-Kino
20.30 Uhr „Long Walk Home“
freitag 03 Bühne DE Anh. Theater
19.30 Uhr „Der Zauberer von Oz“
DE Hangar
19.30 Uhr „Life is live“ - Hommage an Helga Hahnemann
WB Brett´l Keller 20 Uhr „Null Komma Nix“ Kabarett
sonnabend 04 Bühne DE Georgium
15.30 Uhr Kammerkonzert
DE Anh. Theater 17 Uhr „Schwanensee“
WB Barrik
19 Uhr „(K)urgemütlich“ Kabarett
DE Hangar
20.30 Uhr „Long Walk Home“
sonntag 05 Bühne Quellendorf Christophoruskirche
15 Uhr „Der Zauberer von Oz“
20 Uhr „Olaf Böhme“ Kabarett
WB Brett´l Keller
20 Uhr „Wisch & Weg“ Plaudereien einer Klofrau leo 0340.230 46 80
DE Anh. Theater
WB Brett´l Keller
15 Uhr „Überlebendzeichen“ Kabarett
WB Barrik
17 Uhr „Einstweilige Vergnügungen“ - Kabarett
Musik
Party
WB Irish Harp Pub
KÖT Am Jürgenweg
Zerbst Jungle Club
DE Landhaus
DE Kiez-Kino
DE Marienkirche
KÖT Am Jürgenweg
ab 10 Uhr Oktoberfest
9 Uhr Mercedes Benz Sternfahrt
16 Uhr Benefizkonzert
Party
DE Teehäuschen
DE Flugplatz
19.30 Uhr „Life is live“ - Hommage an Helga Hahneman
21 Uhr „Worrystone“ - Irish Folk
ab 9 Uhr Oktoberfest mit „Tänzchentee“
Was noch
22 Uhr „Tekknoide Klangmanöver“ Start der Resident-DevilTour
Party KÖT Am Jürgenweg
ab 10 Uhr Oktoberfest mit Gesang und Geigel aus Tschechien
DE Landhaus
10 Uhr Oktoberfest mit den „Elbetalern“
Was noch
ab 10 Uhr Oktoberfest mit Blasmusik
ab 10 Uhr Oktoberfest mit „Achim Menzel“
DE Tierpark
DE Beatclub
DE Landhaus
DE Schwabehaus
21 Uhr „Mutabor“
Was noch
ab 10 Uhr Oktoberfest mit Blasmusik 20 Uhr Oldie Party
DE Kiez-Kino
DE Haus Kreuzer
20.30 Uhr „Long Walk Home“
10 Uhr Herbstführung 16 Uhr Vortrag zum Schutz gegen grippale Effekte
22 Uhr Black Beat Night
leo
leo tipp
Das afrikanische Orgelkonzert an der Dessauer Eule-Orgel in der Johanniskirche ist ein Kirchenkonzert der ganz besonderen Art. Afrikanische und deutsche Musiker bringen gemeinsam afrikanische Kunst, europäische Klassik und Popmusik in faszinierender Art und Weise zusammen. Dabei reicht das Repertoire von Bach über Bob Marley, beethoven und Prokofjew bis hin zu Keith Jarrett un den Doors.
Johanniskirche Dessau, Donnerstag 2.10.`03, 19:30 Uhr montag 06 Bühne DE Anh. Theater
19.30 Uhr „20 Jahre Zwinger Trio Dresden“
Was noch DE Schwabehaus
Was noch
Party
Was noch
DE Kiez-Kino
DE Depot
DE Schwabehaus
16 Uhr „Amy und die Wildgänse“ 20.30 Uhr „Long Walk Home“
donnerstag 09 Bühne
19.30 Uhr „Die Kunst des Loslassens“ Vortrag
DE Puppentheater
DE Kiez-Kino
DE Anh. Theater
16 Uhr „Amy und die Wildgänse“ 20.30 Uhr „Long Walk Home“
dienstag 07
10 Uhr „Schneewittchen“
19.30 Uhr „2. Sinfoniekonzert“
Was noch KÖT Stadion
Bühne
18.30 Uhr Jedermannslauf
DE Anh. Theater
DE Kiez-Kino
19 Uhr „Kinder und Jugendballett“
Was noch DE Schwabehaus
15 Uhr Freunde der Dessauer Mundart
DE Kiez-Kino
16 Uhr „Amy und die Wildgänse“ 20.30 Uhr „Long Walk Home“
mittwoch 08 Bühne DE Puppentheater 10 Uhr „Schneewittchen“
KÖT Schloss
ab 9 Uhr bis 12.10. Nationaler Bachwettbewerb
DE Marienkirche
20 Uhr „Etwas höher nur der Mond“ - Keimzeit Texte Tour DAS ANHALT MAGAZIN
16 Uhr „Amy und die Wildgänse“ 20.30 Uhr „The General“
freitag 10 Bühne WB Barrik
19 Uhr „Alles wird gut!?!“ Comedy
DE Anh. Theater
19.30 Uhr „2. Sinfoniekonzert“
BBG Theater
19.30 Uhr „Der keusche Lebemann“ Schwank
DE Anh. Theater-Studio 20 Uhr „Cash - und ewig rauschen die Gelder!“
leo@3undzwanzig.com
WB Brett´l Keller
20 Uhr „Wisch & Weg“ Plaudereien einer Klofrau
20 Uhr Vollmondparty
DE Beatclub
21 Uhr „1 Jahr Drunkin Devil Concerts“
15 Uhr „Rosenfreunde“ - Zauberhafte Staudenvielfalt
DE Kiez-Kino
Was noch
16 Uhr „Amy und die Wildgänse“ 20.30 Uhr „The General“
Gölzau Klubhaus
DE Johanniskeller
ab 16 Uhr bis 12.10. kuka lan #2 Lanparty
DE Kiez-Kino
16 Uhr „Amy und die Wildgänse“ 20.30 Uhr „The General“
21Uhr Sicherheit im Fallschirmsport - Vortrag
sonntag 12 Bühne BBG Theater
Bühne
15 Uhr „Der Traumzaubermann II“ mit R. Lakomy und C. Hatschi
DE Anh. Theater
KÖT Theater
sonnabend 11
17 Uhr „Carmen“
WB Barrik
19 Uhr „Duotica“ - Musikkabarett
KÖT Schloss
19.30 Uhr „Bach und Jazz“
WB Brett´l Keller
20 Uhr „Wisch & Weg“ Plaudereien einer Klofrau
16 Uhr „Mein Mann ist mein Mann“ - Lustspiel
DE Anh. Theater 17 Uhr „Charleys Tante“
montag 13 Was noch DE Schwabehaus
Musik
19,30 Uhr „Ängsten und Sorgen mit Weisheit begegnen“ Vortrag
WB Irish Harp Pub
DE Kiez-Kino
21 Uhr „The Couchpotatos“ Ska
Party DE Beatclub
20.30 Uhr „The General“
dienstag 14 Bühne
21 Uhr „T.A.N.K. ´n´ Friends Festival“
DE Puppentheater
DE Alte Brauerei
DE Anh. Theater
22 Uhr Black Beat Convention
9.30 Uhr „Schneewittchen“ 10 Uhr „Faust 1“
Seite 13
leo tipp
Schon zum vierten Mal lädt die Messen- & Ausstellungen GmbH in den Dessauer Hangar zur Baufachmesse „Rund um die Immobilie“ (Rudi) ein. Zahlreiche Aussteller aus der Region und darüber hinaus freuen sich auf die Besucher und bieten neben den Informationsständen auch Fachvorträge zu den Themen Mieten, Bauen, Wohnen an.
Dessau, Hangar-Veranstaltungszentrum, Kühnauer Straße,
Sonnabend 18.10. bis Sonntag 19.10.`03, jeweils von 10 bis 18 Uhr
Party DE Beatclub
21 Uhr „Barcode & Löschzug“
DE Anh. Theater
16 Uhr „Der Bettelstudent“
BBG Metropol
Was noch
19.30 Uhr „Deutsch aber glücklich“ - Kabarett
DE Schwabehaus
DE Anh. Theater-Studio
15 Uhr „Der Flugzeugkonstrukteur“- Industrie und Heimatgeschichte
DE Kiez-Kino 19 Uhr „The General“
mittwoch 15 Bühne DE Puppentheater 9.30 Uhr „Schneewittchen“
Der kostenlose Veranstaltungsfinder für Anhalt leo Humperdinckstr. 1b 06844 Dessau
DE Anh. Theater 10 Uhr „Faust 1“
Party DE Alte Brauerei 21 Uhr Erstsemesterparty
Was noch DE Buchhandlung „Sieben Säulen“
20 Uhr „Cash - und ewig rauschen die Gelder!“
Was noch DE Kiez-Kino
20.30 Uhr „Night of the Shorts 2“
freitag 17
Was noch DE Kiez-Kino
20.30 Uhr „Night of the Shorts 2“
sonnabend 18 Bühne DE Anh. Theater
Party DE Alte Brauerei
21 Uhr „Fade to Grey“ Die 80er Jahre Party
Was noch DE Hangar
leo tipp „Rudi 2003“
Immobilenmesse
WB Jugendhaus 13.30 Uhr Salsakurs 20 Uhr Salsaparty
BBG Theater
DE Bauernstube Stillinge
WB Barrik
DE Kiez-Kino
19 Uhr „Les Misérables“
WB Barrik
19 Uhr „(K)urgemütlich“ Kabarett
BBG Theater
19.30 Uhr „Warten auf Godot“
DE Puppentheater 20 Uhr „Knie-Not“
DE Marienkirche
20 Uhr „Balaklva´s Odyssey“ Video Performance
WB Brett´l Keller
Musik WB Stadtkirche 18 Uhr Orgelmusik
Bühne
Party
DE Puppentheater
WB Jugendhaus
Seite 14
22 Uhr Advanced Audio Villa Night
22 Uhr „Tekknoide Klangmanöver“
DE Anh. Theater
DE Kiez-Kino
9.30 Uhr „Schneewittchen“
DE Beatclub
Zerbst Jungle Club
17 Uhr „Der Bajazzo“
17 Uhr Literatur-Treff
donnerstag 16
19 Uhr 2. Wittenberger Oktoberfest
Bühne
20 Uhr „Überlebenszeichen“ Kabarett
20.30 Uhr „The General“
WB Brauhaus
17 Uhr Schülerdisko
19 Uhr „Einmal ins Jenseits und zurück“ - Komödie 19.30 Uhr „The First Ladys“ Travestie & Comedy
WB Brett´l Keller
20 Uhr „Überlebenszeichen“ Kabarett
Musik DE Ratskeller
19 Uhr Tanz mit DJ Muck
WB Piesteritzer Hof
19.30 Uhr 1. Wittenberger BenefizGala
WB Irish Harp Pub 21 Uhr „Iron Hennig Band“ Punk ´n Roll
leo - jetzt das Abo sichern leo Humperdinckstr. 1b 06844 Dessau TEL: 0340.230 46 80 E-MAIL: leo@3undzwanzig.com
19 Uhr „Schlachtfest“ mit DJ Rene
20.30 Uhr „Night of the Shorts 2“
sonntag 19 Bühne WB Brett´l Keller
11 Uhr „Olli der Angsthase“ Puppenspiel
BBG Theater
15 Uhr „Einmal ins Jenseits und zurück“ - Komödie
DE Anh. Theater
17 Uhr „Der Nussknacker“
DE Marienkirche 20 Uhr „Die Zwickmühle“ Kabarett
Musik WB Brauhaus
11 Uhr Frühschoppen mit Ines Lehmann leo
leo tipp
Der leo präsentiert: Vocalmusik vom Allerfeinsten in der Dessauer Marienkirche. Drei Abende, drei a capella Höhepunkte. Gemeinsam mit dem Cultourbüro Halle steigt das dritte a capella Festival. AQUABELLA, ENSEMBLE AMARCORD (Foto) und DAS VOCALQUARTETT der Singakademie Frankfurt/ Oder werden Sie in jedem Falle mitreißen. Der leo empfiehlt: HINGEHEN!
Dessau, Marienkirche,
Was noch DE Hangar
„Rudi 2003“ - Immobilenmesse
montag 20
Freitag, 24. Oktober 20 Uhr Sonnabend, 25. Oktober, 20 Uhr Sonntag 26. Oktober 16 Uhr
BBG Theater
10 und 15 Uhr „Rumpelstilzchen“
Musik KÖT Theater
Bühne
15 Uhr Tanz für Senioren
WB Brett´l Keller
Was noch
9.30 Uhr „Olli der Angsthase“ Puppenspiel
Was noch DE Elbwiesen
DE Kiez-Kino
20.30 Uhr „Night of the Shorts 2“
donnerstag 23
Musik WB Stadtkirche 18 Uhr Orgelmusik leo Humperdinckstr. 1b 06844 Dessau TEL: 0340.230 46 80 E-MAIL: leo@3undzwanzig.com
Party DE Beatclub
22 Uhr „Infinity Beats“ - Leveltrauma
Zerbst Jungle Club 22 Uhr „Black Sounds“
Party DE Beatclub 22 Uhr „Gothic Pogo“
Was noch DE Kiez-Kino 20.30 Uhr „Lichter“
sonntag 26
15 Uhr „Drachenfest“
Bühne
Was noch
Bühne
DE Marienkirche
10 Uhr „Das Tagebuch der Anne Frank“
DE Kiez-Kino
DE Kiez-Kino
DE Marienkirche
20.30 Uhr „Night of the Shorts 2“
dienstag 21 Bühne DE Anh. Theater 10 Uhr „Die Räuber“
BBG Theater
10 Uhr „Rumpelstilzchen“
BBG Theater
10 und 15 Uhr „Rumpelstilzchen“
Was noch DE Kiez-Kino 20.30 Uhr „Lichter“
freitag 24
Was noch
Bühne
DE Schwabehaus
BBG Theater
18 Uhr „Numismatik“ - Das anhaltische Wappen auf Münzen
10 Uhr „Rumpelstilzchen“
DE Kiez-Kino
19 Uhr „Wie blöde muß man sein“ - Kabarett
19 Uhr „Night of the Shorts 2“
mittwoch 22 Bühne DE Puppentheater 9.30 Uhr „Schneewittchen“
DE Marienkirche
10 Uhr „Das Tagebuch der Anne Frank“ DAS ANHALT MAGAZIN
WB Barrik
DE Anh. Theater
19.30 Uhr „Zar und Zimmermann“
DE Marienkirche
leo tipp 20 Uhr
a capella Festival mit Aquabella
WB Brett´l Keller
20 Uhr „Überlebenszeichen“ Kabarett
20.30 Uhr „Lichter“
sonnabend 25 Bühne DE Anh. Theater
17 Uhr „Der Zauberer von Oz“
BBG Theater
19.30 Uhr „Romeo und Julia“ Ballett
DE Marienkirche 20 Uhr
leo tipp a capella Festival
mit dem Vocalquartett
WB Brett´l Keller
20 Uhr „Überlebenszeichen“ Kabarett
Musik DE Kohlrabikneipe 20 Uhr „Classic Rock“
WB Irish Harp Pub
21 Uhr „Peter´s Deal“ - Blues
KÖT Theater
21 Uhr Oldie-Fete mit den „Magneten“
10.30 Uhr Kammerkonzert
DE Anh. Theater 15.30 Uhr „Klassik Populär“ 1.Konzert
DE Marienkirche
leo tipp 16 Uhr
a capella Festival mit Amarcord
KÖT Schloss
16.30 Uhr „Katona Twins“ Schlosskonzert
montag 27 Was noch DE Kiez-Kino 20.30 Uhr „Lichter“
dienstag 28 Bühne DE Puppentheater 9.30 Uhr „Schneewittchen“
BBG Theater
19.30 Uhr „Brisante Erinnerung“ mit Jürgen Prochnow
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leo tipp
Vom 31. Oktober bis zum 2. November 2003 sind die Theater- und Veranstaltungs GmbH Bernburg und die Bundesvereinigung Kabarett e.V. Gastgeber für über 200 Kaberettisten aus dem deutschsprachigen Raum. Bernburg ist damit bereits zum fünften Mal Austragungsort des Kabarett-Festivals. Eröffnet wird die Veranstaltunngsreihe im Kurhaus von Reinardt Kröhnert.
Bernburg, Kurhaus, Freitag, 31. Oktober, 19 Uhr Was noch
Party
DE Schwabehaus
DE Beatclub
DE Kiez-Kino
Was noch
15 Uhr Literaturtreff 19 Uhr „Lichter“
mittwoch 29 Bühne DE Puppentheater 9.30 Uhr „Schneewittchen“
Was noch DE Marienkirche 20 Uhr „Weltsichten“ Dia-Vortrag
DE Kiez-Kino 20.30 Uhr „Lichter“
donnerstag 30 Bühne BBG Theater-Foyer 19 Uhr „Dumm gelaufen“ Cartoon-Commerz
DE Anh. Theater
19.30 Uhr „Endstation Sehnsucht“
WB Brett´l Keller
20 Uhr „Überlebenszeichen“ Kabarett
Musik WB Stadtkirche 20.30 Uhr Nachtkonzert
21 Uhr „Drunkin Devil“
DE Kiez-Kino
20.30 Uhr „Sweet Sixteen“
freitag 31 Bühne DE Anh. Theater 17 Uhr „Carmen“
WB Barrik
19 Uhr „Wie blöde muß man sein“ - Kabarett
DE Marienkirche
20 Uhr „Die Herkuleskeule“ Kabarett
BBG Kurhaus
leo tipp 20 Uhr
„Sieben gegen Schröder“ Kabarettfestival
WB Brett´l Keller 20 Uhr „Null Komma Nix“ Kabarett
Party KÖT Theater
17 Uhr Halloween-Grusel-Party
DE Beatclub
22 Uhr „Hipshakin“ Northern Soul & 60´s Clubsounds
Keiner weiss von Ihrer Veranstaltung? Das sollten Sie ändern. Der kostenlose Veranstaltungsfinder für Anhalt
DE Depot
22 Uhr YE:SOLAR & BIG BORK & BEATNIK Acoustic Nu Jazz, Broken Beats, Phuture Soul
WB Irish Harp Pub 21 Uhr Halloweenparty
Was noch WB Stadtgebiet ab 10 Uhr Reformationsfest
DE Kiez-Kino
20.30 Uhr „Sweet Sixteen“
LEO SPEZIAL TIPP: Dessau, Marienkirche Dienstag, 07. Oktober 19.30 Uhr Sonnabend, 18. Oktober 19.30 Uhr Sonnabend, 25. Oktober 19.30 Uhr Aufgrund der großen Nachfrage wird die Filmchronik „Das Land Anhalt“ 1863 - 1946 an den drei genannten Terminen öffentlich aufgeführt. Im Anschluss an die Veranstaltungen besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Produzenten Hermann Pölking. Der Unkostenbeitrag trägt: 5,- EUR
be-
Ihre Termine bitte bis zum 24. Oktober an das leo Team.
leo Humperdinckstr. 1b 06844 Dessau
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TEL: 0340.230 46 80 E-MAIL: leo@3undzwanzig.com
leo
leo klick
An dieser Stelle wird der leo in Zukunft die Netzseiten unserer gastronomischen oder kulturellen Einrichtungen unter die Lupe nehmen. Mit dem Musicclub Bubbles finden wir eine Seite aus der Region, die gut gestaltet daher kommt und mit einer sauber strukturierten Navigation uns immer den Überblick behalten lässt. Die Veranstaltungshinweise sind aktuell und ein Blick ins Archiv gibt einen kleinen Einblick, was den geneigten Gast erwarten könnte. Ein kleines Minus gibt es für das Nichtvorhandensein eines Gästebuchs zur interaktiven Kommunikation - aber vielleicht ist dies von den Betreibern auch so gewollt. Schlussurteil: empfehlenswert.
klick: http://www.musikclubbubbles.de
leo - Lokalorientierer Bernburg \ Kurhaus Solbadstraße 2 (03471) 35 64 90 \ Martinskirche Martinstraße 5 (03471) 33 35 29 www.bernburg-evangelisch.de/ martinskirche \ Ruderstrecke Bernburger Ruderclub (03471) 62 37 39 \ Theater & Metropol Schloßstraße 20 (03471) 34 790 www.theater-bernburg.de
Dessau \ Alternatives Jugendzentrum e. V. (AJZ) Schlachthofstraße 25 (0340) 26 60 211 www.ajz-dessau.de \ Anhalt-Arena Robert-Bosch-Straße 54 (0340) 5 03 49 11 \ Anhaltische Landesbücherei, Palais „Waldersee“ Zerbster Straße 10 (0340) 21 32 64 www.bibliothek.dessau.de \ Anhaltisches Theater Friedensplatz 1a (0340) 25 11 333 www.anhaltischestheater.de \ Beat Club Humperdinckstraße (0340) 26 60 211 www.beat-club.org \ Buchhandlung „7 Säulen“, Puschkinallee 57 (0340) 61 72 11 \ Finekeller Askanische Straße 152 (0340) 21 59 42 www.finekeller.de \ Hangar Veranstaltungszentrum Kühnauer Straße 163 (0340) 66 12 266 ww.dessau-hangar.de \ Haus „Kreuzer“ Heinz-Steyer-Ring 78 (0340) 86 000 75 www.haus-kreuzer.de
DAS ANHALT MAGAZIN
\ Hotel Fürst Leopold Friedensplatz (0340) 25 15 - 0 www.hotel-fuerst-leopold.de \ Johanniskirche Johannisstraße 11 (0340) 21 49 75
\ Schloss „Georgium“ Gemäldegalerie Puschkinallee 100 (0340) 61 38 74 www.georgium.de
\ Haus der Geschichte Pflug e.V. Schloßstraße 6 (03491) 40 90 04 www.pflug-ev.de
\ Schwabehaus Johannisstraße 18 (0340) 859 88 23 www.schwabehaus.de
\ Irish Harp Pub Collegienstraße 71 (03491) 41 01 50 www.irish-harp-pub.de
\ Sporthalle BSZ Junkersstraße 30 (0340) 20 42 449 www.bsz-dessau.de
\ Kleinkunstbar Barrik Collegienstraße 81 (03491) 40 32 60 www.barrik.de
Köthen
\ Marine-Sport-Club e.V. Dresdener Straße 157 (03491) 41 49 69
\ Hotel Anhalt Ludwigstraße 53 (03496) 55 00 10 / 11 \ Theater Köthen Bürgerhaus am Markt Hallesche Straße 80 (03496) 21 47 96 www.kulturstaetten-koethen.de
\ Sparkasse Am Alten Bahnhof (03491) 41 92 60 www.sparkasse-wittenberg.de
\ Klärwerk Am Kornhaus (0340) 89 91 039 www.dvv-dessau.de
\ Stadtkirche Kirchplatz 9 (03491) 40 91 91 www.stadtkirchengemeindewittenberg.de
\ Kohlrabikneipe Kochstedt Lichtenauer Straße (0340) 521 01 60
\ Luisium Knobelsdorffallee 2 / 3 (0340) 2183711 \ Marienkirche Am Schloßplatz (0340) 20 41 541 (Amt für Kultur, Tourismus und Sport) \ Paul-Greifzu-Stadion Ludwigshafener Straße 69 (0340) 8 82 20 20 www.dessau.de
\ Piesteritzer Hof Karl-Liebknecht-Platz 18 (03491) 76 90 60 \ Schlosskirche (03491) 40 25 85 www.wittenberg.de
\ Kiez e.V. Bertolt-Brecht-Str. 29/29a (0340) 21 20 32 www.kiez-ev.de
\ Kornhaus Kornhaus-Straße (0340) 64 04 10 www.kornhaus.de
\ Musikclub Bubbles Dessauer Straße 288 (03491) 66 17 27 www.musikclubbubbles.de
Zerbst \ Schloss Schlossplatz 4 (03496) 212546 www.projekt-schloss-koethen.de
\ Jungle Club Altbuchsland 9 (03923) 48 72 70
\ Stadion An der Rüsternbreite (03496) 21 80 72
Reppichau \ Eike-von-Repgow-Museum Am Anger (034909) 7 07 00 www.reppichau.de
Wittenberg
\ Puppentheater Ferdinand-von-Schill-Straße 7 (0340) 21 24 01
\ Brettl-Keller Schloßplatz (03491) 45 47 999 www.brettl-keller.de
\ Ratskeller Zerbster Straße 4 (0340) 22 152 83 www.ratskeller-dessau.de
\ Cranachhof Schloßstraße1 (03491) 41 92 60 www.cranach.de/cranach-hoefe/
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ollis welt Freitag, 21 Uhr, Raum 24
Meiner ist auch nicht lieb. Aber ich sag Ihnen, was ich mache. Ich habe ein verhasstes Hobby, eine Sucht gar. Klein und mobil, immer dabei, so wie es sich heute gehört. Meinem Hobby will ich überall frönen. Nervenaufreibend ist es, manchmal füllt es mich vollends aus, manchmal saugt es mich leer. Ich liebe es, denn es inspiriert mich. Und ich hasse es, denn es inspiriert mich zu Tode. Manchmal.
Und was machen Sie so den ganzen lieben Tag? Oh Entschuldigung, ihr Tag ist gar nicht lieb? So sagt man eben ...
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Sie sollten einen Kurs an der VHS (aha: Volkshochschule) besuchen, denn es gibt andere wie mich. Die zeigen ihnen gern, wie es geht. Doch seien sie gewarnt, nicht jeder ist geeignet. Zugangsvoraussetzungen sind: der Wille zu denken, das Talent zu verzweifeln, die Möglichkeit zu fühlen ... , Interesse am Alkohol. Nikotin kann, muss aber nicht, leichte Drogen sind gestattet, am besten aus eigener Ernte. Bringen sie ihre Lieblings-CD/Schallplatte mit. Nicht die Karnevalsscheibe, Janis Joplin wäre gut, Bob Dylan vielleicht. The Cure, The Doors eventuell Pink Floyd, David Bowie, Portishead, neu-
erdings sogar Herbert Grönemeyer, wenn es sein muss auch Tocotronic. So, nun seien sie mal romantisch. Nicht so Kuschelrock-romantisch, eher auf die klassische Art. Schwerer Samt und Räucherkerzen im Sinn. Denken sie an ein Gemälde, Caspar David Friedrich wäre gut. Nun üben wir das Verzweifeln. Da helfen: 1. Krankheit, 2. Tod und 3. unerfüllte Liebesgeschichten. Ach hören sie auf, das funktioniert immer - merken sie es schon, es bahnt sich seinen Weg. Tief unten im linken Fuß beginnt es, am rechten Schulterblatt ein Kribbeln wie eine Welle. In zwei Knoten läuft dieses Gefühl meistens zusammen. Einer im Magen, der andere links darüber im Herzen. So, nun suchen sie einfach mal nach ihrem persönlichen Thema. Wir entscheiden uns hier wegen des großen Interesses für 3. - die Lovestory. Nun ordentlich hineinsteigern, das geht schon. Drei Tage verzweifeln, die Gedanken dürfen endlos im Kreis rotieren. Sie sehen nur noch glückliche
leo
Paare, hören schmerzhafte Liebesballaden und fühlen sich verkauft und verraten. Sie haben Schuld, natürlich, es mangelt ihnen an Intelligenz und Feingefühl, sie sind viel zu plump und dann noch die körperlichen Nachteile. Kein Wunder, Sie/Er konnte gar nicht anders. Er/Sie musste sie hassen. Alles andere geht in dieser Phase natürlich auch schief. Es ist hart, ich weiß, aber spüren sie es? Richtig, sie spüren sich, die Seele kitzelt, der Körper kratzt, großartig. Gleich haben wir es geschafft, denn natürlich fehlen noch die schmerzenden Erinnerungen. Erinnerungen, welche Er/Sie schon lange vergessen hat, welche es so wahrscheinlich nie gegeben hat. Denn sie hatten ja das rosarote Teleskop im Anschlag. Trotzdem - hegen und pflegen sie diese kleinen Momente. Der erste Blick (sie konnten nicht wissen, dass Er/Sie schielt), die erste zarte Berührung (das Gleichgewicht ist bei Leuten mit Sehfehler oft gestört ... nur gestolpert), das tiefsinnige Gespräch (war wohl der Stechapfelsalat), die gemeinsame Sternschnuppe (das Sportflugzeug hatte wohl Feuer gefangen). So, jetzt zweifeln sie alles vier- bis fünfmal an und drehen sie sich dreimal im Kreis. Fertig! Herzlich willkommen im Club der Leidenden. Nun nehmen sie ihr Diplom und erweitern ihr neu gewonnenes Leiden auf andere Lebensbereiche. Ab jetzt sollten sie immer Kugelschreiber und den kleinen A5-Ringblock bei sich haben, für die musikalischen unter ihnen empfiehlt sich eine Gitarre, vielleicht Opis Mundharmonika. Nun dichten sie, philosophieren sie, quälen sie ihr Instrument, komponieren sie eine Oper. DAS ANHALT MAGAZIN
«Sie haben Schuld, natürlich, es mangelt ihnen an Intelligenz und Feingefühl, sie sind viel zu plump und dann noch die körperlichen Nachteile.»
Kanalisieren heißt das Zauberwort, schließlich wollen wir die mühsam aufgebaute negative Energie nutzen. Wahrscheinlich ist das der wahre Weg zum Erfolg, doch vorsichtig, schlucken sie sofort diese aufsteigende Euphorie herunter. Sie haben ihr Leidens-Diplom in der Tasche. Erfolg interessiert sie nicht, sie spüren ihn nicht und wenn er sich einstellt, sind sie längst tot. Denken sie an Mozart, an van Gogh, an Hemingway. Wahnsinn ist ihr Ziel.
Doch dazu kommen wir nächsten Herbst im Fortgeschrittenen-Kurs. Leeren sie ihre Brieftaschen, bevor sie gehen. Ziehen sie die Schnürsenkel aus ihren Schuhen und lassen sie ihren Gürtel hier. Bis zum nächsten Mal, dann im Töpferraum, der Brennofen und die Töpferscheibe haben irgendwie so etwas Meditatives. Leben Sie wohl, wenn sie können. Seite 19
leo sports Handball in Anhalt
S
ieg, Niederlage oder Unentschieden? Egal. Die wahren Fans bleiben am Ball. Ob nun der erste Pfiff in der Dessauer AnhaltArena oder in der Stadthalle Wittenberg ertönt, ballverrückte Anhalter sind immer da. Mal einige hundert, mal zu tausenden. Handball - in der Region alles andere als eine flüchtige Modeerscheinung - sondern handfeste Tradition. Handball verbindet eben. Seit Jahren, seit Generationen. Die Menschen mit dem Sport und der Sport die Menschen. Und das nicht etwa nur im so genannten Breitensport- Bereich. Schließlich zählt Anhalt seit einiger Zeit vier Vereine, die jede Saison hochklassigen Handball auf das Parkett zaubern. Mit Dessau und Bernburg sind es zwei Vertreter aus der zweiten Bundesliga, Köthen und Wittenberg gehen eine Klasse tiefer auf Torjagd. Aber hatte das Phänomen „Handball“ eigentlich eine richtige Geburtstunde? Oder schlich es sich kurzerhand unter das sportbegeisterte Volk? Wie ist die Lage in den Vereinen, wo gibt es Probleme? All das hat Sabrina Ehrle für den leo in Erfahrung gebracht.
Es scheint nicht nur ein Bangen und Zittern zu sein. Es sind Emotionen, die einfach so überwältigen. Ganz plötzlich. Aus der Situation heraus. Da erfüllen die Hallenbänke schon lange nicht mehr ihre ursprüngliche Funktion. Denn sitzen will bei missglückten Spielzügen kein Fan mehr. Mitschreien, mal kurz (oder lange) Trainer spielen,
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und wenn das alles nicht hilft, verlässt auch mal der ein oder andere verärgerte Spruch die Lippen des eingefleischten Fans. Und fast jeder macht mit. Es wird gemeinsam geflucht. Man kennt sich ja. Oft schon seit vielen Jahren. „Denn handballvernarrt wird man nicht von heute auf morgen“, weiß Steffen Bödemann, Spieler und Marketing-Chef beim Regionalligisten SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz. Man muss schon ein kleines bisschen in der Geschichte kramen, um die Begeisterung der Leute für diesen Sport zu erkunden. „Bereits zu DDR-Zeiten genoss Handball einen hohen Stellenwert“, sagt Tino Weinhardt, Pressesprecher des Dessauer HV 96. Auch in der Region Anhalt. Damals spielten die Dessauer noch Großfeldhandball. Das so erfolgreich, dass eine neue Sporthalle her musste. Mit dem 17. Februar 1965 steht bis heute ein bedeutendes Datum. Es war ein Grundstein für darauf folgende triumphreiche Handballjahre in Dessau. Denn an diesem Tag öffnete die „ZAB-Halle“ erstmals ihre Pforten. Fast ein dreiviertel Jahr später war auch die Osttribüne fertig und ermöglichte über nun etwa 1.800 Sportbegeisterten einen Sitzplatz. Die Handballer von der BSG ZAB Dessau, der betriebseigenen Mannschaft des Zementanlagenbauers, bestritten gleich am 8. Oktober 1965
ihr erstes Spiel in der neu eingeweihten Halle. Und bezwangen souverän den BGW Berlin - wer erinnert sich nicht.. 1974, nicht einmal zehn Jahre später, sicherte sich die Muldestadt die Handball-WM, in den 90ern gehörten nationale und internationale Handballwettkämpfe zur städtischen Identität. Wie Mulde und Rathausturm. Was nun wieder fehlte, war ein Handballverein, der auch ganz vorne im Liga-Geschäft mitmischen konnte. Als direkter Nachfolger der BSG ZAB
Dessau und später des DSV ZAB gründete sich 1996 der Dessauer HV. „Damit spielen die Handballer heute seit über 40 Jahren in der höchsten (1991/92) oder zweithöchsten Spielklasse der Republik“, resümiert Tino Weinhardt. Heute aber in der modernisierten Anhalt-Arena (Kapazität von über 3 000 Sitzen). Zählt man auch die früheren Jahre dazu, präsentiert Dessau sogar seit etwa 90 Jahren mehr oder weniger erfolgreichen Handball. Und die Leute wollten und wollen den immer noch sehen. Denkt auch
leo
«Viel sind von Anfang an dabei, weil sie was für die Region machen wollen und sich mit dem Landkreis identifizieren.»
Weinhardt. „Bei wohl keinem anderen Sport gibt es so viele Dessauer, die in ihrem persönlichen Umfeld mit dem Handballsport direkt oder indirekt berührt werden“, so Weinhardt. Vor allem habe sich die sportliche Bindung zu den Spielern und dem Verein DHV enorm intensiviert.
der benötigte Etat bei etwa 400.000 Euro“, kennt Tino Weinhardt die Zahlen. Natürlich könne dieser Betrag von Team zu Team variieren. Um diesen Bereich optimal abzudecken, braucht der DHV über 90 Sponsoren, Bernburg sogar um die 120. „Der große Hauptsponsor bei Dessau ist und bleibt aber das Publikum“, bemerkt Weinhardt und dankt dabei den durchschnittlich 1000 Zuschauern pro Heimspiel. Fast ein Viertel des Jahresetats würde durch die Einnahmen über die treuen Fans gedeckt. Der schwache Saisonstart des DHV aber verkleinert diesen Posten merklich, die Lücken im Fanblock wachsen.
DHV 96 momentan in einer andauernden sportlichen Talfahrt, die es so bald wie möglich zu überwinden gilt.
Jedoch besteht die starke Bindung nicht nur bei dieser Gruppe von Handballbegeisterten. Auch bei Sponsoren. Klaus-Uwe Marsch, Aufsichtsrat-Vorsitzender des SV Anhalt Bernburg redet dabei sogar von einer Identifikation. „Viele sind von Anfang an dabei, weil sie was für die Region machen wollen und sich mit dem Landkreis identifizieren“, erzählt Marsch. Dass die meisten der finanziellen Unterstützer bei Bernburg lange am Ball bleiben, dafür hat er eine einfache Erklärung: „Wir pflegen und hegen eben die Kontakte.“ Das müssen sie auch.
Doch was zieht die Leute in die Hallen der Region? „Handball ist attraktiv“, sagt der Wittenberger Spieler Steffen Bödemann. „Seit die Regeln geändert worden, fallen mehr Tore. Und das gefällt den Leuten.“ Vielmehr aber liegt es an der sportlich guten Leistung, ist Klaus-Uwe Marsch aus Bernburg überzeugt. Die Anhalter wollen anno 2003/2004 sogar den Lokalrivalen aus Dessau überholen, bisher scheint das realistisch. Denkt zumindest Marsch. „Wir haben zudem noch einige Rechnungen offen“, kündigt er die immer spannenden Lokalderbys an.
derung. Trainer Heinz Prokop musste seinen Hut nehmen. Jeder weiß, dass im Sport solch einer Entscheidung meist ein langer Leidensweg voraus geht, Köthen jedenfalls ist weit von den Spitzenplätzen entfernt.
Ohne regelmäßige Finanzspritzen können selbst die besten Handballer wenig ausrichten. Sponsoren aber finden sich beim Handball trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage dennoch. Grund: Handball ist in der zweiten Bundesliga weniger kostenintensiv als beispielsweise bei den Fußballkollegen der Amateur-Oberliga, immerhin nur die vierte Spielklasse dieser Sportart. „Durchschnittlich liegt
Ganz anders die Wittenberger. Für sie steht erstmal der Klassenerhalt an erster Stelle. „Schließlich wollen wir die Traditionssportart in unserer Stadt halten“, setzt sich Bödemann ein Ziel. „Wir sind optimistisch“, so der ehemalige Delitzscher. Ihren Blick nach vorn müssen aber alle Teams der Region richten. Denn Probleme, ob finanziell oder leistungsmäßig, hat jede Mannschaft irgendwo. So befindet sich der
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Auch in Köthen hätte niemand etwas gegen bessere Zeiten, beim Regionalligisten HG 85 gab es erst vor wenigen Wochen eine einschneidende Verän-
Und wenn es dem Team nicht gut geht, leiden die Fans. Obwohl eben auch das dazu gehört: Mitfiebern, mitleiden, fluchen und schreien oder einfach nur glücklich sein.
LEO TERMIN CHECKER HEIMSPIELE IM OKTOBER 10.10.2003 Anhalt Bernburg - Dessauer HV 96 17.10.2003 HG 85 Köthen - Glinde 18.10.2003 Wittenberg/Piesteritz - Potsdam 19.10.2003 Dessauer HV 96 - Augustdorf 25.10.2003 Anhalt Bernburg - HSG Varel Wittenberg/Piesteritz - Werratal leo
leo backstage Ein Stammgast auf der Schiene
E
inen ganzen Sommer lang hat der leo die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn begleitet. Die Geschichte, die Kultur des Gartenreiches und gelebte Eisenbahntradition - all dies spiegelt sich auf der siebzehn Kilometer langen Trasse wieder. Einer, der das am besten weiß, ist Dr. Peter Knop, für den die DWE zur zweiten Heimat geworden ist. Mit dem Vielfahrer Nummer eins unterhielt sich Stefanie Zießnitz. Wie viele Fahrten mit der Wörlitzer Eisenbahn liegen hinter Ihnen?
auf Ihr ungewöhnliches Hobby?
Knop: Seit zwei Jahren besorge ich mir eine Saisonkarte. Pro Saison bin ich dann zehn- bis zwölfmal auf der Strecke. Wenn nicht sogar öfter.
Knop: Einige haben uns schon auf Fahrten begleitet. Die meisten haben allerdings zu wenig Zeit. Um intensiv fahren zu können muss man rüstiger Vorruheständler sein.
Sitzen Sie eigentlich immer auf dem selben Platz?
Welche Fahrt wird für Sie unvergessen bleiben?
Knop: Nein. Aber oben in der ersten Reihe sitzt man wie im Orchestersessel. Sehr schöne Aussicht. Im Sommer ist es dort allerdings zu warm.
Knop: Die erste Fahrt zur Saison 2002. Es handelte sich um eine Fahrt mit einem Zug aus den Dreißigern. Erst nach einer Stunde konnte er in Gang gebracht werden. Daran hatten meine Frau und ich nicht mehr geglaubt. Unsere erste Jahreskarte haben wir dann dort im Zug gelöst.
Was hat die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn eigentlich, was die Deutsche Bahn nicht hat?
Knop: Das Personal ist in jedem Fall ruhiger und flexibler. Wenn der Zug voll ist, dann werden die Fahrräder sogar übereinander gestapelt, damit jeder mitfahren kann. So eine Fahrt ist individueller als mit der Deutschen Bahn. Das Personal kann man nur loben. Wenn er nicht gerade Bahn fährt, was macht der Stammgast dann?
Knop: Meine Frau und ich unternehmen viele Fahrradtouren. Wir sind sehr heimatverbunden. Deswegen haben wir eine besondere Beziehung zur Dessau-Wörlitzer Eisenbahn. Wie reagieren Freude und Bekannte DAS ANHALT MAGAZIN
Sind Ihnen Berühmtheiten in der Dessau-Wörlitzer Bahn begegnet?
Knop: Weniger berühmte, eher originelle Leute. Beispielsweise ein Eisenbahn-Fan aus Nürnberg, der von der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn gelesen hatte. Nur deswegen kam er nach Dessau, fuhr mit der DWE nach Wörlitz und zurück. Anschließend bewältigte er die gesamte Strecke noch einmal zu Fuß, um Fotos zu machen. Welche Veränderungen gab es im Laufe der vergangenen Jahre an Strecke und Bahn?
Knop: Es kam zum Wechsel vom
alten zum neuen Wagen der DWE. Und die Fahrpreise?
Knop: Die sind eigentlich gleich geblieben. Ist die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn Ihrer Erfahrung nach pünktlich?
Knop: Bis jetzt gab es eine Ausnahme. Und zwar die bereits erwähnte Fahrt im April 2002 mit dem alten Wagen, der sich erst nach einer Stunde guten Zuredens in Gang setzten ließ. Welche Verbesserungsvorschläge geben Sie der Wörlitzer Bahn mit auf die Strecke?
Knop: Im Sommer ist es in der Bahn oft zu heiß, es fehlt an ausreichender Belüftung. Ein weiteres Problem stellt die Deichanlage zwischen dem Rieckchen und Waggonbau dar. Sie ist Deich und Bahndamm zugleich. An allen Deichen Dessaus werden Sanierungen vorgenommen, nur dort nicht. Diese Aufgabe liegt in Verantwortung der Stadt und muss wahrgenommen werden, denn von der Sanierung hängen die Existenz der Strecke und das Überleben der DWE ab. Letzte Frage und Hand auf´s Herz. Schon mal schwarzgefahren?
Knop: (schwer entrüstet) Natürlich nicht. (lacht) Seite 23
leo präsentiert Stimmen im Wind
a capella (ital.), mehrstimmiger Gesang ohne Instrumentalbegleitung.
Der leo geht unter die Veranstalter. Natürlich überlassen wir dabei den Profis, was sie am besten können. Als Präsentatoren aber sind wir dabei. Für die Premiere hat sich das leo-Team einen außergewöhnlichen Event ausgesucht: das dritte a capella Festival in der Dessauer Marienkirche. Zwischen dem 24. und 26. Oktober hat Veranstalter Ulf Herden aus Halle drei absolute Vokal-Highlights verpflichten können. Sie werden, und da legt sich der leo fest, die Marienkrirche in eine wundervolle Atmosphäre tauchen. Auch der leo wird an allen Abenden vor sein. Karten gibt es über das „Cultourbüro Ulf Herden“. Wenn sie interessiert sind: 0345 - 20 24 846 (Fon) oder bei www.cultourbuero-halle.de Wir freuen uns auf Sie!
DER LEO GLÜCKSMOMENT Wir verlosen 5 x 2 Kombitickets (gültig für alle 3 Veranstaltungen) für das a capella Festival. Haben Sie den leo - Glücksmoment? Einfach folgende Frage richtig beantworten:
Das wievielte a capella Festival findet in diesem Jahr in Dessau statt? Die Lösung einfach per E-Mail an leo@3undzwanzig.com oder per Post an Leo -Das Anhalt Magazin-, Humperdinckstr. 1b, 06844 Dessau. /Bitte Ihre Telefonnummer nicht vergessen! Einsendeschluss ist Montag, der 21. Oktober 2003. Die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt. /Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Seite 24
Freitag, 24. 10. 2003 - 20.00 Uhr AQUABELLA „NANI DSCHANN - von Hochzeiten & anderen schlaflosen Nächten“ „Nani Dschann“ (Liebe Mutter) ist ein armenisches Volkslied, welches der neuen ungewöhnlichen CD der a cappella Gruppe AQUABELLA ihren Namen gab. Fünf Frauen singen auf diesem faszinierenden Album über Frauen aus aller Welt - über Trauer und Glück, über Sehnsucht, Liebe, Hoffnung, Eifersucht und Alltägliches. Die Berlinerinnen gehören zu den großen Neuentdeckungen der deutschen Folk- und Weltmusikszene. Im a cappella Bereich sind sie in Deutschland einzigartig. Sie singen in Originalsprachen und nehmen das Publikum mit auf eine musikalische Weltreise. Sie überzeugen mit einem riesigen Tonumfang, jede Stimme hat ihre eigene Charakteristik und emotionale Nachdrücklichkeit. AQUABELLA - MIT FÜNF STIMMEN A CAPELLA UM DIE WELT Besetzung: Bettina Wildtraut, Gisela Knorr, Ulrike Siems, Claudia Karduck, Bettina Stäbert
Samstag, 25. 10. 2003 - 20.00 Uhr VOCALQUARTETT der SINGAKADEMIE FRANKFURT (Oder) „COME AWAY“ „Come Away” - Weggehen von den “EntwederOder-Programmen”. Hingehen zu einer Gegenüberstellung von Musik unterschiedlicher Epochen. Gemeinsamkeiten entdecken in Liedern, die nicht für die Hochkultur geschrieben wurden, zu Liedern, die aus dem Bedürfnis einfacher Menschen heraus entstanden sind. „Come Away” Weggehen vom Üblichen und schließlich Ankommen in einem Programm, das seinen Reiz aus dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Lebensgefühle bezieht. Besetzung: Bettina Tanzyna Sopran, Cornelia Griep Alt, Lutz M. Müller Tenor, Rudolf Tiersch Bass
Sonntag, 26. 10. 2003 - 16.00 Uhr ENSEMBLE AMARCORD „Insalata a cappella“ 1992 gegründet, hat sich dieses Ensemble in Deutschland seinen Platz erarbeitet ganz oben in der a capella Szene. Ihre dritte Platte „HEAR THE VOICE“ ist mit dem „Contemporary a capella Recording Award 2002” als bestes Klassik Album ausgezeichnet worden. Dieser Erfolg ist Resultat ernsthaften Disziplin, die als Leipziger natürlich ihre eigene „Thomaner“ Geschichte besitzen und die musikalische Grenzüberschreitung, wie kein anderes Ensemble befördern und beherrschen. Schon lange kein Geheimtipp mehr. Besetzung: Wolfram Lattke 1. Tenor, Dietrich Barth 2. Tenor, Frank Ozimek Bariton, Daniel Knauft Baß, Holger Krause Baß leo
DAS ANHALT MAGAZIN
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Münster/Osnabrück. Alle haben schon ihr Interesse bekundet. Aha, Osnabrück also auch. War da nicht noch was?
Geize nicht mit deinen Reizen!
2010 kann Deutschland nach 1988 und 1999 mit Berlin bzw. Weimar wieder die „Kulturhauptstadt Europa“ stellen. Eine nette Sache für das Land der Dichter und Denker. Kann man da sagen. Wirklich interessant wird der Fakt aber erst, zumindest aus der regional gefärbten Brille betrachtet, wenn man weiß, das sich unsere Region Wittenberg-Dessau um eben diesen Status bewirbt. Ein wenig ängstlich jedoch stimmt, dass es gar so wenig über die Bewerbung zu hören gibt. Während die einen schon mal ein „Kulturhauptstadt-Büro“ eingerichtet haben und andere die Bewerbung an Externe vergeben hat, scheint es irgendwie, dass wir uns noch in der „konzeptionellen Vorbereitungsphase“ befinden. Zeit, zu Taten zu schreiten? Schließlich befinden wir uns in so illusterer Mitbewerbergesellschaft mit Städten wie Potsdam, Augsburg, Bremen, Braunschweig, Freiburg im Breisgau, Görlitz, Karlsruhe, Kassel, Köln, Lübeck, das Ruhrgebiet sowie Seite 26
Natürlich müssen bis zu einer Entscheidungsfindung noch einige Hürden genommen werden. Erst muss bis Ende März 2004 das Bewerbungskonzept im Land bestätigt werden, das dies wiederum an das Auswärtige Amt weiterreicht, bevor der Bundesrat eine oder mehrere Bewerbungen nach Brüssel gibt, wo die Europäische Union Ende 2006 über die Vergabe befindet. Ein langer Weg, keine Frage. Nun können wir bis dahin warten, was unsere gewählten Volksvertreter sich einfallen lassen oder aber unsere sächsischen Nachbarn aus Leipzig Vorbild nehmend diese Bewerbung unterstützen und einfach ja sagen. Natürlich müssen wir nicht ja sagen, aber wer nie ja sagen kann, wird auf Dauer nein sagen müssen. Wie oft reden wir darüber, wie schön es hier sei und wie bedeutend wir doch mal waren. Sind wir es noch? Wollen wir es wieder sein? Entwickelt sich da etwa eine Vision, eine Perspektive für unseren arg gebeutelten Landstrich? Entsteht da vielleicht das kulturelle Selbstbewusstsein wieder neu? Nehmen wir die „Pepsi-Herausforderung“ an! Sagen ja zur Heimat, sagen ja zu Kultur, sagen ja zu Luther, sagen ja zum Bauhaus, sagen ja zum pervers großen Wörlitzer Park, sagen ja zu Kulturtou-
risten, Hotels, Fremdenführern und ausgeschilderten Wanderwegen. Sagen ja zu Europa, geschärftem Profil und Zusatzausgaben. Sagen ja zu Investoren, sagen ja zur ersten eigenen Werbekampagne, sagen ja zu den richtigen Fremden. Sagen ja zu Touristenattraktionen an versteckten Orten, sagen ja zum Herrichten deines Gästezimmers auf Ratenzahlung bei hunderten von Scheiß-Möbelhäusern. Sagen ja zu Touristenfallen und dazu, nebenan zu hocken und leise grinsend uns das alles reinzuziehen. Und uns dabei mit regionalen Spezialitäten vollzustopfen. Sagen ja dazu am Schluss, vor uns hin zu sinnieren, uns an unsre neu orientierte Umgebung zu gewöhnen und den geschäftstüchtigen Egomanen von Mitläufern, die wir vor dem Boom überzeugen mussten, damit sie das große schwarze Perspektivloch mit Leben erfüllen, nur noch peinlich zu sein. Sagen wir ja zur Zukunft. Sagen wir ja zu unserer Region. Übrigens könnten wir alle einen kleinen Teil hierzu beitragen. Nein, nein, keinen Spendenbeleg unterschreiben, das kommt später. Loggen wir uns alle ein unter: www.2010.de, dann auf die „Trendumfrage“ klicken und stimmen wir für uns - ein wenig Egoismus sei schon gestattet. Bei Redaktionsschluss lagen wir mit ca. 3500 Stimmen (8,74%) hinter Görlitz, Bremen und Köln auf Platz 4 von den derzeit 15 Bewerberstädten bzw. -regionen. Bei dieser Abstimmung liegen wir (dies als kleiner Ansporn) zwei Plätze vor unseren glücklichen Osnabrückern ... Leo-klick. leo