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Die Freiwilligendienste

Das Freiwillige Ökologische Jahr bietet viele Naturerlebnisse

und hilft, die Umwelt zu schützen. Foto: BMFSFJ/Bertram Hoekstra

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Engagement & Erfahr un

Die Freiwilligendienste FSJ, FÖJ und BFD

Was kommt nach der Schule? Die Schreinerlehre oder doch lieber der Studienplatz? Oder ganz was anderes: Wer nicht direkt mit einer Ausbildung/einem Studium beginnen will, wer vielleicht auch noch auf der Suche nach dem richtigen Beruf ist, für den gibt es mit dem verschiedenen Freiwilligendiensten vielfältige Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren – und in unterschiedlichste Arbeitsbereiche reinzuschnuppern. Neben Tätigkeiten im sozialen Bereich können sich die Freiwilligen unter anderem in der Denkmalpflege, der Kultur oder im Friedensdienst engagieren. Gewachsen ist daraus eine Engagementlandschaft, die heute die Möglichkeit bietet, vielfältige Freiwilligendienste zu leisten. In den drei Diensten Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) sowie dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) für Bürger jeden Alters engagieren sich heute Jahr für Jahr rund 100.000 Freiwillige.

FSJ: Das Freiwillige Soziale Jahr richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre. Seinem Namen entsprechend beträgt die Regelzeit ein Jahr, wobei die Dauer durchaus zwischen 6 und 18 Monaten variieren kann. Die Spannbreite an Einrichtungen, an denen man ein Freiwillige Soziales Jahr absolvieren kann, reicht dabei von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen über Sportvereine und Theater zu Förderschulen und Gedenkstätten. In der Regel beginnt ein Freiwilliges Soziales Jahr zwischen August und Oktober, der Beginn wird von den jeweiligen Trägern festgelegt. Neben der Auszahlung eines Taschengeldes wird den Freiwilligen Unterkunft und Verpflegung gestellt.

FÖJ: Wie das Freiwillige Soziale Jahr kann das Freiwillige Ökologi-

IHR SEID: TEAMPLAYER? SORGENFRESSER? AN ALLEM INTERESSIERTE? Dann werdet doch Zahnmedizinische Fachangestellte!

Früher hießen sie Zahnarzthelfer/innen, seit vielen Jahren schon Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA). Auch wenn sich die Berufsbezeichnung geändert hat, ist eines gleichgeblieben: ohne sie läuft nichts in einer Zahnarztpraxis. ZFA nehmen die Patientinnen und Patienten in Empfang, machen sie mit der Situation im Behandlungszimmer vertraut und bereiten alles vor, was Zahnärztin oder Zahnarzt brauchen. Während der Behandlung und im Alltag der Praxis sind die ZFA die rechte Hand von Zahnärztin oder Zahnarzt und haben trotz der vielen Handgriffe immer auch ein Lächeln oder ein nettes Wort, wenn es mal länger dauert oder der Patient nervös ist.

Neben der Arbeit am Patienten gibt es in einer modernen Zahnarztpraxis viele weitere Aufgaben für die ZFA: Datenverwaltung und Abrechnung am PC, Praxishygiene oder Unterstützung bei Diagnoseverfahren, wie dem Röntgen, sind nur einige der vielen verantwortungsvollen und abwechslungsreichen Tätigkeiten, die Zahnmedizinische Fachangestellte in ihrer Ausbildung lernen und im Praxisalltag ausüben.

Auch wenn es für Azubis viel Neues zu lernen gibt, sind Schulnoten für den Einstieg in den Beruf nicht entscheidend. Viel wichtiger ist Freude beim täglichen Umgang mit Menschen, an der Arbeit im Team und Interesse am Erlernen vieler neuer Fertigkeiten. Auch nach der Ausbildung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzubilden oder sich für die Aufgaben zu spezialisieren, die einem am meisten zusagen.

ZFA ist ein Beruf mit Zukunft, einer großen Auswahl an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen und jeder Menge Chancen. Wer mehr wissen möchte, kann sich an die Landeszahnärztekammer Hessen wenden. Wir informieren über die Ausbildung und können auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen.

>> Mehr Infos und Ansprechpartner gibt es auf www.lzkh.de unter Praxispersonal.

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sche Jahr zwischen 6 und 18 Monaten dauern, wobei auch hier die Regelzeit ein Jahr beträgt. Ebenfalls wie beim Freiwilligen Sozialen Jahr liegt die Altersgrenze bei 27 Jahren. Träger sind meist Jugendorganisationen von Kirchen oder Umweltschutzverbänden. Mögliche Arbeitsstellen sind dabei unter anderem Land-, Forstwirtschaft und Gartenbau, Umweltbildung, Lebensmittelverarbeitung, Umweltschutz oder Verbands- arbeit. BFD: Der Bundesfreiwilligendienst wurde 2011 von der Bundesregierung als Reaktion auf die Aussetzung des Wehrdienstes und somit auch des Zivildienstes geschaffen, um das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr zu ergänzen und ist nicht nur auf junge Leute bis 27 Jahre beschränkt, sondern richtet sich an Frauen und Männer jeden Alters. Hier kann man sich „für das Allgemeinwohl, insbesondere im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich sowie im Bereich des Sports, der Integration und des Zivil- und Katastrophenschutzes“ engagieren.

pe/kro

Umfassende Informationen zu den verschiedenen Freiwilligendiensten gibt es auf den Webseiten www.bundes-freiwilligendienst.de, www.bundesfreiwilligendienst.de oder www.ein-jahr-freiwillig.de.

Anbieter von FSJ- oder BFD-Stellen:

Deutsche Blindenstudienanstalt (blista): blista.de Diakonie Hessen: www.ev-freiwilligendienste-hessen.de DRK Rettungsdienst Mittelhessen: Infos unter www.rdmh.de DRK-Schwesternschaft: www.fsjmarburg.de Gemeinschaft in Kehna: www.in-kehna.de Gertrudisheim Marburg: www.gertrudisheim-marburg-lahn.de Internationaler Bund: www.ib-freiwilligendienste.de Lebenshilfe Landesverband Hessen: www.lebenshilfe-hessen.de Malteser: www.malteser-marburg.de Der Paritätische: www.paritaet-fwd.org St. Elisabethverein: elisabeth-verein.de Volunta: www.volunta.de/freiwilligendienste

Freiwilligendienste werden digital

Gerade in Zeiten der CoronaPandemie gewinnen digitale Medien im Alltag eine noch größere Bedeutung und werden zu einer wichtigen Unterstützung für Beruf und Bildung. Der richtige Umgang mit ihnen muss allerdings gefördert und erlernt werden. In einigen sozialen Einrichtungen werden jetzt in Koope- ration mit Volunta FSJ-Plätze für Jugendliche angeboten, die ihr Wissen und ihre Tipps und Tricks rund um digitale Medien in Seniorenheimen, Kindertagesstätten oder in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung einbringen können. Das FSJ Digital hilft mit, eine verantwortungsvolle Teilhabe an der digital und medial geprägten Gesellschaft zu ermöglichen.

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