2007 TIPPS UND TRICKS
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« Werte Kundinnen und Kunden» werden. Doch nicht nur auf der Betriebssystemseite gibt es Neues. Im Internetumfeld, welches sich nach dem Zerplatzen der grossen Blase wieder erstaunlich gut erholt hat, werden Web 2.0-Technologien langsam aber sicher immer mehr Einzug halten. Es lohnt sich sicher auch bereits heute, einiges darüber zu wissen. Mit den vorliegenden Informationen erhalten Sie einen ersten Einblick. Daneben haben wir uns auch in diesem «Tipps & Tricks» unseren alltäglichen Anwendungen verschrieben. Insbesondere die neusten Vertreter alter Bekannter wie zum Beispiel Acrobat oder XPress wurden bei der Themenwahl berücksichtigt.
«Haribo macht Kinder froh...», und genau dies hoffen wir mit der vorliegenden Ausgabe des «Tipps & Tricks» auch bei unseren Kunden zu erreichen. Die originalen Gelée-Bärchen sind sicher süsser, unser «Tipps&Tricks» sicher lehrreicher. Der nächste Frühling dürfte auf der Betriebssystemebene für uns alle von grossem Interesse sein. Microsoft wird das seit langem angekündigte Vista für den Markt freigeben, und Apple wird wahrscheinlich kurze Zeit später mit der Version 10.5 (Leopard) ins Rennen einsteigen. Beide Themen sind in diesem «Tipps & Tricks» prominent vertreten. In der Nähe des Betriebssystems ist Boot Camp angesiedelt. Die Software, welche es einem Mac-Anwender erlaubt, auf derselben Hardware (Intelmac) sowohl das Macintosh OS wie auch den Betriebssystemvertreter von Microsoft zu betreiben. Auf der einen Seite ist dies sicher eine sehr gute und wünschenswerte Errungenschaft. Auf der anderen Seite müssen wir uns alle im Klaren sein, dass der Know-how-Anspruch an die Anwender, und vor allem auch an unsere Support-Mannschaften, damit sehr stark steigen wird. Es bedeutet auch, dass beide, sich seit vielen Jahren konkurrenzierenden Welten, noch näher zusammenrücken
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EDITORIAL
An dieser Stelle wiederum ein herzliches Dankeschön an all die fleissigen Helfer, welche dafür gesorgt haben, dass wir neben dem Tagesgeschäft wieder ein hilf- und lehrreiches Werk, welches Sie und uns hoffentlich das ganze nächste Jahr begleiten wird, erstellen konnten. Ich wünsche Ihnen, Ihren Mitarbeitern und Ihren Familien alles Gute und viel Erfolg im neuen Jahr. Es würde mich sehr freuen, Sie an einer unserer Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem A&F-Seminar, welches wir im Frühling durchführen werden, persönlich begrüssen zu dürfen. Ich wünsche ein Jahr 2007, welches Ihnen und Ihren Angehörigen viel Glück und Gesundheit bescheren möge. Mit herzlichen Grüssen
Urs Felber
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OS X 10.5 Windows Vista Boot Camp Acrobat 8 InDesign Colormanagement in XPress 7 Ausgabe aus XPress 7 Digitalfotografie WEB 2.0 und Ajax Hotline
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INHALT
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«Mac OS X 10.5 – Leopard» Cheetah - Puma - Jaguar - Panther - Tiger - Leopard Und womit arbeiten Sie? Wenn Sie kürzlich einen MacRechner gekauft haben, dann mit Mac OS X 10.4. Oder mit dem Raubkatzen-Übernamen: Tiger. Vielleicht arbeiten Sie aber noch mit Panther (10.3) oder? Ab Frühjahr 2007 werden wir uns ernsthaft Gedanken machen, den Umstieg zu Leopard (10.5) zu tätigen. Es wird dann als «universelles, benutzerfreundliches 64-Bit-Betriebssystem» den Markt erreichen. Mit universell ist gemeint, dass es EIN Betriebssystem zu kaufen gibt, das auf Macintosh-Computern mit 32-Bit-PowerPC-Prozessoren (G4), mit 64-Bit-PowerPC-Prozessoren (G5), mit 32-BitIntel-Prozessoren (Core Duo) und mit 64-Bit-Intel-Prozessoren (Core 2 Duo, Xeon «Woodcrest») funktionsfähig ist.
Computer wird dadurch noch verständlicher und einfacher zu bedienen sein. «Time Machine» und «Spaces» (siehe folgende Kapitel) bauen bereits auf dieser Bewegungs-Engine auf. Jeder Mac, der Core-Image-fähig ist, ist auch Core-Animation-fähig. Dazu gehören die meisten Macs der letzten zwei Jahre.
OS X
Unter der Haube Mac OS X 10.5 unterstützt 64-Bit-Anwendungen komplett. Über das ganze Betriebssystem hinweg. Im Vergleich dazu unterstützte 10.4 «bloss» auf dem Unix-Layer aufsetzende 64-Bit-Applikationen und spezielle Server-Anwendungen. Leopard unterstützt 32- und 64-Bit-Programme gleichzeitig und nativ in einem Betriebssystem. Man muss sich beim Kauf nicht entscheiden, ob die verwendete Hardware 32- oder 64-Bit-fähig ist. Eine differenzierte Installation für verschiedene Rechnergenerationen oder unterschiedliche Verwendungszwecke entfällt somit. Decken Sie mit einer Master-Installation den Betrieb für Macintosh-Rechner ab August 1999 (Mindestanforderung: G4) bis zu heutigen Intel-Macs vollständig ab. Core Animation nennt sie ein neuer Layer in Leopard. Es ist für Entwickler damit ein Kinderspiel, animierte Benutzeroberflächen zu gestalten. Programme der Zukunft werden somit noch lebendiger und holen das ein, was wir von Science-Fiction-Filmen bereits kennen oder erahnen. Der
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Das Konfigurationszentrum von Time Machine
Time Machine Time Machine ist eine automatische Backup-Funktion. Einmal eingestellt – und definiertes Backup-Medium im Zugriff –, kann jederzeit eine verloren gegangene oder versehentlich gelöschte Datei (oder ganzer Ordner) aus der Vergangenheit zurückgeholt werden. Dabei wird Time Machine bereits bei der Installation von Leopard präsentiert. Ein Schritt vor der eigentlichen Leopard-Installation kann eine Sicherung des momentanen Systems generiert werden. Time Machine wird in den Systemeinstellungen eingerichtet. Es kann das komplette Startvolume, Teile davon oder auch optional definierte, weitere Volumen sichern. Beim ersten Backup werden sämtliche Dateien gesichert. Im späteren Betrieb sichert Time Machine nur die jeweiligen Änderungen.
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OS X Wir blättern grafisch durch die Zeitachse, um den Inhalt eines Ordners (hier der Schreibtisch) zu verschiedenen Zeiten zu sehen. Gesuchtes Objekt gefunden? – Anklicken und auf Restore klicken
Um verschwundene Dateien wieder herzustellen, öffnet man nicht etwa ein Programm, in welchem man durch die Restore-Funktion nach den Dateien sucht. Vielmehr wird uns eine Zeitmaschine präsentiert, mit welcher wir durch die Zeit «hindurch blättern» und so den Festplatteninhalt mit den Veränderungen optisch sehen. Der ganze Vorgang ähnelt einer Reise durchs All. Seit Einstein wissen wir, dass wir uns bei genügend schneller Bewegung auf der Zeitachse bewegen können. Genau das simuliert Time Machine. Finden wir irgendwo in der Vergangenheit unsere Datei(en), so selektieren wir diese und Time Machine stellt sie wieder her. Öffnen wir beispielsweise den Bilder-Ordner, und vermissen wir dort ein Bild, blättern wir in der Zeit einfach zurück bis zu dem Datum, zu welchem das Bild noch da war, und holen uns das Bild wieder in die Gegenwart. Haben wir den Backup-Zyklus auf automatisch gestellt, kann jede Datei wieder hergestellt werden, ob wir sie vor fünf Minuten versehentlich gelöscht haben oder ob wir die vorletzte Monatsausgabe eines Katalogs wiederherstellen wollen. Auch verschiedene Sicherungs-Versionen desselben Projekts können auf der Zeitreise eingefangen werden.
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Time Machine arbeitet nicht nur Dateibasiert, sondern auch Datenbankorientiert. Wenn Sie beispielsweise im Adressbuch eine Adresse vermissen, von der Sie genau wissen, dass sie einmal vorhanden war, gehen Sie so vor: Geben Sie den Suchbegriff im Adressbuch ein. Die Adresskarte wird nicht angezeigt. Wählen Sie Time Machine im Dock (mit dem eingegebenen Suchbegriff im offenen Adressbuch). Nun blättern Sie in der Zeitachse zurück bis die Adresskarte erscheint (die Spotlight-Adressbuch-Verknüpfung sucht während der Zeitreise in den vergangenen Indexen automatisch für uns). Ein Klick auf Restore und die Adresse ist – auch in der Gegenwart – wieder im Adressbuch. Natürlich kann auch der Zustand vor einer bestimmten Installation wieder hergestellt werden. Ist also ein Update eines Programmes unstabiler als sein Vorgänger, so blättern wir einfach zurück.
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Spaces Die Funktion Spaces hat nichts mit dem Weltall zu tun. In der aktuellen Betaversion von Leopard wird «Spaces» in der deutschen Einstellung an bestimmten Stellen mit «Leerzeichen» übersetzt, was grammatikalisch ganz korrekt ist. Leopards Spaces sind etwas ganz Anderes. Es geht darum, verschiedene Workspaces (Arbeitsbereiche, virtuelle Schreibtische) einzurichten, in welchen Programme gruppiert werden können, um so die Übersicht aller offenen Arbeiten nicht zu verlieren. So kann beispielsweise ein Kommunikationsbereich erstellt werden, welcher die Programme iChat, Mail, Entourage und iCal umfasst. Weitere Bereiche können in den Systemeinstellungen oder ganz einfach durch Herumschieben der Programmfenster
zwischen den Spaces definiert werden. Zwangszugehörigkeit der Programme wird in den Systemeinstellungen festgehalten. Eine Applikation kann auch allen Spaces zugeteilt werden. Das Umschalten der Spaces geht – CoreAnimation sei Dank – ganz flott mit selbst konfigurierbaren Tastenkombinationen und wird von einem Exposéähnlichen Effekt begleitet. Auch die Übersicht aller Spaces ist möglich. Klickt man im Dock auf eine Applikation, die einem nichtaktiven Space zugewiesen ist, so wechselt Leo pard die Spaces augenblicklich. In der Übersichtsdarstellung können Spaces mit der Maus umgeordnet werden und Programme von einem Space zum anderen bewegt werden. Ist das gewünschte Programm verdeckt, funktioniert sogar Exposé in der Spaces-Übersicht verschachtelt.
Ausnahmeregelungen und Tastenkürzel werden in der Systemeinstellung «Exposé & Spaces» eingestellt.
Die Zugehörigkeit von Programmen kann ganz leicht mit der Maus umgestellt werden.
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OS X
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Die Oberfläche – Allgemeines
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Auf den ersten Blick sieht alles aus wie vorher. Startet Leopard das erste Mal, könnte man fast ein bisschen enttäuscht sein. Andererseits, wünschen wir uns Änderungen wie von Puma zu Jaguar bei jedem neuen Mac OS X Release? Wir finden die Neuerungen in den Details (siehe auch die Abbildungen): Das Umbenennen von Dateien geht einfacher, da intelligent nur der Dateiname ohne dessen Suffix selektiert wird. Wenn Sie trotzdem häufig das Suffix einer Datei ändern, können Sie die Warnung, die jeweils erscheint, per Voreinstellung unterbinden. Bei der Symboldarstellung ist, unabhängig von der eingestellten Symbolgrösse, die Rasterweite separat einstellbar. Im Hilfe-Menü der Programme kann vor dem Aufrufen des Hilfesystems mit Spotlight gesucht werden und so direkt das gesuchte Kapitel geöffnet werden. Die Funktion für ein Bildschirmfoto (Screenshot) zeigt neu neben dem Fadenkreuz die Bildschirm-Koordinaten. Der Gesundheitszustand (Health) der Batterie eines portablen Macs wird im Batterie-Menü angezeigt. Weitere Kontextmenü-Befehle wurden hinzugefügt: Der Befehl um eine zip-Datei zu erstellen heisst nicht mehr Archiv von <Dateiname> erstellen, sondern schlichter Compress <Dateiname>. Quick-Look <Dateiname> zeigt den Inhalt von einem Bild oder PDF auf dem Bildschirm, ohne dass ein Programm geöffnet werden muss. Ein Disk-Image oder eine CD/DVD kann direkt vom Kontextmenü eines Ordners erstellt werden.
Beim Umbenennen einer Datei wird automatisch der korrekte Textteil selektiert.
Die lästige Warnung bei Suffix-Änderung kann ausgeschaltet werden.
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Ganz übersichtlich ist das Suchen auf einer Webseite. Schnelle Rechercheure greifen zur Tastenkombination Apfel + F, um eine Textstelle auf einer Webseite zu finden. Safari zeigte die erste Fundstelle. Apfel + G zeigt die nächste usw. In Tiger’s Safari werden alle Fundstellen gleichzeitig angezeigt und so hervorgehoben, dass sie keinesfalls übersehen werden. Die ganze Webseite wird abgedunkelt, die erste Fundstelle sogar farblich hervorgehoben.
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Mail 3
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Für viele Personen ist das Mailprogramm heutzutage das wichtigste Programm überhaupt geworden. Für diejenigen, die mit dem von Apple gelieferten Mail.app arbeiten, gilt ab Leopard die dritte Runde: Mail 3.0. Im neuen Mailprogramm sind – analog zu iMovie, iWeb u.dgl.m. – Vorlagen hinzugekommen. Mit den Vorlagen stellen Sie auf einfache Weise ein Mail zusammen, das attraktiv und professionell ist. Und von allen gelesen werden kann, egal welches System der Empfänger hat. Denn die mit Vorlagen erstellten Mails werden im html-Format übermittelt (wie eine Webseite). Das Erstellen eines Mails ist denkbar einfach: Vorlage wählen, eventuelle Bildplatzhalter füllen, Bildausschnitt wählen, Textblöcke editieren, fertig ist ein professionell aussehendes Mail. Eine weitere neue Möglichkeit ist das Abonnieren von RSSFeeds direkt aus Mail.app. Mail informiert uns meist schneller als Safari über das Eintreffen von RSS-Neuheiten. Ein ebenfalls neues Feature, das von vielen oft verlangt wurde, ist die Möglichkeit, Mailboxen zu archivieren. In Mail 1.x konnte man Mailboxen aus der Seitenleiste auf
den Schreibtisch ziehen, um eine Archiv-Mailbox zu erstellen. In Mail 2.x war es nicht möglich. Mail 3.x stellt diese Funktion mit einem Control-Klick (Rechtsklick) auf eine Mailbox zur Verfügung. Ebenso kann mit dem Menüpunkt Ablage/Mailbox importieren eine archivierte Mailbox wieder in Mail.app aufgenommen werden. Mit der Archiv- und Import-Funktion kann eine Mailbox auch zwischen Programmen oder Rechnern transportiert werden.
Die Bild-Platzhalter werden mit Bildern und Filmen aus dem MediaBrowser gefüllt, die Ausschnittgrösse mit dem Schieberegler definiert und durch Bewegen mit der Maus der eigentliche Ausschnitt festgelegt. Dann nur noch ein paar Worte tippen und senden.
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Die linke Spalte zeigt die SonderMailboxen «Notes», «To Do» und «RSS». Die rechte Seite zeigt die To-Do-Liste, im Vordergrund eine Notiz, aus welcher drei To Dos erstellt wurden, sowie die To-DoOptionen.
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Ebenfalls neu in Mail 3 sind Notizen und To-Dos. Notizen werden wie E-Mails behandelt und in einer Mailbox namens Notes auf dem Mailserver gespeichert. So haben Sie auch von unterwegs oder aus dem Webmail-Interface Zugriff auf die Notizen. Ein To-Do wird direkt aus einer Notiz erzeugt, was so einfach geht: Textzeile anwählen und To Do anklicken. Mail 3 erstellt automatisch eine Checkbox zum Abhaken, eine Optionen-Taste und einen To-Do-Eintrag, der in der entsprechenden Liste unterschiedlich sortiert werden kann. Priorität, Ablaufdatum, Alarm und Kalenderzugehörigkeit können optional eingestellt werden. In der Mailbox «To Do» werden automatisch die entsprechenden Einträge erstellt, die bei Erledigung abgehakt werden können. Im Kalender werden ebenfalls automatisch Einträge und nötige Alarme erstellt.
Gruppenarbeit Neu können in den Systemeinstellungen/Benutzer nicht nur Accounts erstellt werden, sondern auch Gruppen, Sharing-Accounts und das Sonder-Account «Guest». Mit Gruppen können auch lokal auf dem Mac bestimmten Ordnern entsprechende Gruppenrechte zugeordnet werden. Das Gast-Account haben wahrscheinlich viele sehnlich bereits gewünscht. Es ermöglicht, unseren Mac kurzzeitig einer anderen Person zur Verfügung zu stellen. Meldet sich der Gast wieder ab, wird dessen Homeverzeichnis gelöscht und somit alle seine Spuren beseitigt.
Das Gast-Account ist ein be sonderes Account, dessen Inhalt des Homeverzeichnisses nach dem Abmelden gelöscht wird.
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Share everything Alles teilen, auch die Ferien-Dia-Show oder meinen Bildschirm. Dies lässt die neuen Möglichkeiten von iChat erahnen. Längst ist Chatten nicht bloss Livetext übers Internet hin und her beamen. Auch Audio und Video beamen wir schon selbstverständlich über iChat zum Partner auf der anderen Seite des Globus. Neu und interessant ist, eine Keynote-Präsentation auf diese Weise zu präsentieren. Mit der Theater-Funktion kann iChat die Präsentation auf der Empfangsseite (in der Firma in einer anderen Stadt) sogar bildschirmfüllend zeigen. Dasselbe kann mit einer Sammlung Bilder aus iPhoto gemacht werden. Dass via iChat sogar der Bildschirm geteilt werden kann (Display Sharing) und so an einer Arbeit gemeinsam Hand angelegt werden kann, zeigt ganz neue Dimensionen der Zusammenarbeit oder der Fernhilfe bei Support-Spezialisten.
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Login verweigert: Hat ein Benutzer seine Anzahl Stunden pro Tag erreicht oder ist die Uhrzeit ausserhalb der Zeit, zu welcher er Zugriff hat, kann er sich nicht anmelden. Ausnahme: Der Administrator «gibt» ihm zusätzliche (definierbare) Zeit.
Die erweiterte Kindersicherung kann nun auch die Anzahl Stunden pro Tag limitieren oder die Verwendung in der Nacht verbieten. Beides ist für Wochentage und Wochenende separat einstellbar. iCal-Kalender können gemeinsam genutzt werden. Im Zusammenhang mit dem iCal-Server können mehrere Personen den gleichen Kalender bearbeiten, also z.B. ein Sitzungszimmer verwalten. iCal ist dabei sowohl Abonnent als auch Publisher. Es synchronisiert sich in beide Richtungen mit dem iCal-Server. Es ist auch möglich, Einladungen zu Sitzungen zu versenden oder Dokumente einem Event zuzuweisen, welche dann alle Teilnehmer sehen.
Unter «Eigentümer & Zugriffsrechte» kann jetzt auch lokal erstellten Gruppen entsprechender Zugriff gegeben werden.
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Dynamische Widgets selber erstellen «Widgets selber programmieren» ist ein Titel aus «Tipps & Tricks 06», erschienen vor einem Jahr an gleicher Stelle. Er umfasste zwei Seiten HTML-Programmieranleitung, um ein Widget – enthaltend drei Worte (!) – selbst herzustellen. Es war ganz einfach. Das ist Geschichte. Heute heisst der Titel «Dynamische Widgets selber erstellen» oder «Web-Clip-Widget». Die Anleitung dazu verkürzt sich von zwei Seiten auf zwei Sätze: Auf der gewünschten Webseite das Widgets-Erstell-Symbol in Safari anklicken. Den erscheinenden Rahmen auf den gewünschten Webseitenbereich schieben und Grösse anpassen. Fertig. Das so erstellte Dashboard-Widget ist sofort installiert und bereit. Es zeigt den gewählten Ausschnitt der Webseite, dynamisch aktualisierend mit funktionierenden Links. Übrigens: Dashboard-Einstellungen können via .Mac-Account über mehrere Rechner synchronisiert werden.
Widget erstellen Schritt 1: Ein Klick auf das Widget-Erstell-Symbol in Safaris Symbolleiste, und die Webseite wird als Dashboard-Objekt dargestellt.
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Hat man den Bereich der Webseite gewählt und bestätigt, zeigt sich das fertige Widget im Dashboard, dessen Inhalt sich in Zukunft immer selbst aktualisiert, und ein Klick auf einen der enthaltenen Links führt uns auf die entsprechende Webseite.
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Spotlight
Komplettes System
Spotlight kann in Leopard noch mehr finden. Nämlich auf dem Ihnen gehörenden, freigegebenen MacBook Pro, wenn Sie gerade am Arbeitsplatzrechner sitzen und etwas suchen. Oder auf dem FileServer, wenn dieser mit Mac OS X Leopard Server arbeitet. Mit dem Kontext-Menübefehl Quick Look kann ein Bild oder ein Film direkt aus der Spotlight-Trefferliste angeschaut werden. Auf Wunsch bildschirmfüllend. Ab Leopard kann Spotlight auch auf einfache Weise mit AND-, OR- und NOT-Operatoren die Suche eingrenzen oder erweitern. Bild-Dateiattribute wie Kameratyp oder Autor werden mit neuen Kameramodellen, die Gesichter erkennen, so erweitert, dass eben auch nach «Bildern mit Gesichtern» gesucht werden kann. Intelligente Ordner: Sie kennen die Möglichkeit schon bald zwei Jahre, denn schon in Tiger konnte eine aus verschiedenen Kriterien bestehende Suche durch Spotlight als virtueller, intelligenter Ordner abgespeichert werden. Durch Öffnen dieses «Ordners» werden nun nicht nur automatisch alle auf Ihrer Harddisk liegenden Dateien, die den Suchkriterien entsprechen, angezeigt, sondern auch diejenigen auf verbundenen Servern oder Rechnern Ihrer Kollegen, wenn die entsprechenden Zugriffsrechte gegeben sind. Wenn Sie diesen Ordner offen halten, sehen Sie automatisch und jederzeit, wenn ein Kollege auf dessen Mac neue Bilder, die z. B. Gesichter enthalten, von seiner Kamera auf den Mac kopiert. Spotlight ist auch ein gutes Werkzeug, um Programme schnell zu starten, und dies schon in Tiger. Natürlich sind unsere wichtigsten Programme im Dock per Mausklick erreichbar. Aber die zweitwichtigsten Programme sind – aus Gründen der Übersichtlichkeit – nicht im Dock. Benötigen wir beispielsweise den Rechner, welcher sich nicht im Dock befindet, drücken wir Apfel + Zwischenraum, um Spotlight zu aktivieren (oder die von Ihnen umdefinierte Tastenkombination), tippen R-E und sehen unter den Top-Treffern den Rechner. Bei Tiger wechselt die Auswahl durch Drücken und Halten der Apfel-Taste von Alle einblenden zum TopTreffer, dem Rechner. Drücken wir nun noch den Zeilenschalter, öffnet sich bereits der Rechner. In Leopard geht es noch ein wenig schneller, denn der Top-Treffer ist bereits ausgewählt. Das Drücken des Zeilenschalters genügt, um das gewünschte Programm zu starten.
In Mac OS X 10.5 Leopard werden die bisher nur mit bestimmten Rechnern gelieferten Programme zur Grundausstattung des Systems gemacht. Photo Booth und Front Row gehören zum Grundsystem. Ebenso Boot Camp zur Installation von Windows XP auf einer separaten Festplatten-Partition. Wer sich nicht beim Booten des Systems entscheiden will, ob er mit Mac OS oder Windows arbeiten will, wählt ein Alternativprodukt der Konkurrenz wie z.B. Parallels oder Crossover. Parallels lässt Windows (viele Varianten) oder Linux in einem Fenster – oder Fullscreen – neben Mac OS X laufen (ähnlich wie VirtualPC, aber ohne die Prozessorbefehle übersetzen zu müssen). Mithilfe von Crossover können Windows-Applikationen ohne WindowsBetriebssystem in Mac OS X gestartet werden. Alle hier erwähnten Möglichkeiten der Windows-Ausführung benötigen einen Mac mit Intel Prozessor.
Leopard spricht Während des Erstellens dieses Berichts und Austestens von Leopard sprach das System hie und da zu mir. Auch ältere Systeme tun dies, wenn die entsprechenden Einstellungen aktiviert werden. Leopard spricht aber in der Grundeinstellung bereits zu uns. Apple hat hierzu eine neue Stimme entwickelt, die verblüffend echt tönt: «Alex». Ich habe gestaunt, als mir mein Mac plötzlich mit beinahe reeller Stimme mitteilte, dass ein Programm im Hintergrund meine Aufmerksamkeit benötigt, dass die Warnung des Programms im Hintergrund vorgelesen wird, wenn ich dieses nicht in den Vordergrund hole oder dass die Batterie schwach würde und sich der Mac verbal bedankt, wenn das Ladegerät angeschlossen wird. .
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«Windows Vista» Die Installation von Windows Vista
Begrüssungscenter
Sie läuft, dank weniger Benutzereingaben und einer verbesserten Fortschrittsanzeige, wesentlich einfacher ab. Die Windows Vista-DVD bietet weiterhin interessante Möglichkeiten zur Systemwiederherstellung, Rücksicherung von Abbildungen (Images), Problembehebung bei Startschwierigkeiten und eine effektive Speicherdiagnose. Es soll auch kein Problem mehr sein, wenn der Computer einmal nicht mehr hochfährt. Die eingebauten Selbstkontrollroutinen verhindern diesen Zustand.
Das Begrüssungscenter wird nach der Installation automatisch angezeigt. In diesem Center gibt es eine leichte Möglichkeit, Treiber zu installieren, Windows anzupassen oder einen Benutzer zu erstellen. Insgesamt kann man in diesem Center aus 12 Programmen wählen, die den Einund Umstieg wesentlich leichter machen.
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Der neue Desktop Effektiver, schöner, einfacher. Das neue Startmenü bietet Zugriff zu den Dutzenden neuen Funktionen in Windows Vista. Hier findet man auch die Schnellsuche, die sich durch das gesamte System (z.B. WindowsExplorer, Systemsteuerung) zieht. Durch Eingabe eines Begriffes werden die Ergebnisse sofort sortiert angezeigt.
«Aero» Glaseffekt Die neue Glaseffektoberfläche macht von den Fähigkeiten moderner Hardware Gebrauch und liefert ein übersichtlicheres sowie schöneres Design. Dieser Effekt kann auch deaktiviert werden, was z.B. notwendig ist, wenn die vorhandene Grafikkarte nicht den neusten Hardware-Anforderungen entspricht.
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CompletePC Backup
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Diese neue Applikation ist eine der Neuheiten, welche für den User einen direkten Nutzen bringen. Voraussetzungen für den Einsatz des CompletePC Backups ist ein DVD-Brenner. Nur ein DVD-Brenner ist das ideale Werkzeug, um die Abbilder des Systems (Images) optimal zu verwalten. Technisch ist es auch möglich, die Images auf einen anderen beliebigen Datenträger abzulegen. Diese Art der Imageverwaltung bringt aber bei einem Wiederherstellen einen erheblichen Mehraufwand.
Windows Vista
Windows Defender Effektiver Schutz vor Spyware. Er integriert sich direkt in Windows Vista, hält sich von selbst auf dem neuesten Stand und schützt den Computer automatisch. Zusätzliche Tools wie der «Software-Explorer» erlauben den Zugriff auf aktuell aktive Prozesse und Autostartprogramme. Siehe dazu auch das Detailkapitel in diesem «Tipps & Tricks».
BitLocker-Laufwerksverschlüsselung Die Laufwerksverschlüsselung bietet besonders mobilen Benutzern den Schutz vor Datendiebstahl. Wenn beispielsweise das Notebook gestohlen wird oder die Festplatte in fremde Hände kommt, schützt BitLockerTM dank hoch entwickelter Verschlüsselungsmechanismen den Zugriff auf die Daten dieser Festplatte.
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Schützen von Dateien durch die BitLockerLaufwerkverschlüsselung Im Gegensatz zu EFS (Encrypting File System, verschlüsselndes Dateisystem), das das Verschlüsseln einzelner Dateien ermöglicht, verschlüsselt BitLocker die gesamte Systempartition, einschliesslich der für den Systemstart und die Anmeldung erforderlichen Windows-Systemdateien. Sie können sich regulär anmelden und Dateien bearbeiten. BitLocker verhindert, dass Hacker auf die Systemdateien zugreifen können, die sie zum Herausfinden Ihres Kennworts benötigen, oder auf die Festplatte zugreifen, indem diese in einem anderen Computer installiert wird. BitLocker kann nur Dateien schützen, die in einem Laufwerk gespeichert sind, auf dem Windows installiert ist. Werden der Partition mit BitLocker neue Dateien hinzugefügt, werden diese automatisch von BitLocker verschlüsselt. Die Dateien bleiben nur so lange verschlüsselt, wie sie in der verschlüsselten Partition gespeichert sind. Dateien, die in eine andere Partition oder auf einen anderen Computer kopiert werden, werden entschlüsselt. Werden freigegebene Dateien in der verschlüsselten Partition gespeichert, werden sie verschlüsselt. Benutzer mit Zugriff auf durch BitLocker geschützte, freigegebene Dateien auf dem Computer können regulär auf diese zugreifen. Sie können BitLocker jederzeit entweder zeitweise durch Deaktivieren oder dauerhaft durch Entschlüsseln der Partition ausschalten. Zum Aufheben der Sperrung ist ein spezieller BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel oder ein Kennwort erforderlich.
Voraussetzungen Es müssen minimal zwei Partitionen (Volumes) auf der Festplatte vorhanden sein. Eine Partition ist für das Betriebssystem vorbehalten und wird von BitLocker verschlüsselt, während die andere Partition die aktive Partition ist, die unverschlüsselt bleiben muss, damit der Computer gestartet werden kann. Die Grösse der aktiven Partition muss mindestens 1,5 GB betragen. Beide Partitionen müssen mit dem NTFS Dateisystem formatiert sein.
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Aktivierung Systemsteuerung/Verwaltung/BitLocker-Laufwerksverschlüsselung. Klicken Sie auf BitLocker aktivieren. Dadurch wird der Installations-Assistent für BitLocker geöffnet. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Hinweis Zum Aktivieren von BitLocker müssen ganz bestimmte BitLocker-Hardware-Anforderungen erfüllt sein. Wenn keine TPM-Verwaltung (Trusted Platform Module) angezeigt wird, ist die Hardware für die BitLocker-Verschlüsselung nicht ausgerüstet. In diesem Fall benötigen Sie ein USB-Stick, um den BitLocker-Schlüssel zu speichern, der bei jedem Neustart des Computers erforderlich ist.
Produktefamilie und Upgrade Die neue Produktefamilie der verfügbaren Vista-Versionen ist recht vielfältig und wird in den Schwerpunktbereichen in folgende vier Editionen unterteilt: Home – Business – Ultimate – Enterprise.
Private und Heimanwender
Upgrade Pfade auf Windows Vista In der folgenden Tabelle sind die möglichen Upgrade Pfade aufgelistet. Zu beachten ist, dass einerseits ab Windows 2000 keine Systemupgrade möglich sind und andererseits eine strikte Trennung zwischen den 32- und 64 bit Edition notwendig ist. Dies aus Gründen der Treibersoftware, vor allem im Bereich der Hardware Ansteuerung.
Windows XP Professional – Windows Vista Business Edition – Windows Vista Ultimate Edition
Windows XP Home – – – –
Windows Vista Home Basic Windows Vista Home Premium Windows Vista Business Windows Vista Ultimate
– Windows Vista Home Premium – Windows Vista Ultimate
Windows XP Tablet PC Edition
Business im KMU Bereich
Windows XP Professional x64
– Windows Vista Business – Windows Vista Ultimate – Windows Vista Enterprise
– Keine Aktualisierung möglich. – Eine Neuinstallation muss durchgeführt werden.
Grosse Firmen und Unternehmungen
– Keine Aktualisierung möglich. – Eine Neuinstallation muss durchgeführt werden.
Windows Vista Enterprise Windows Vista Ultimate Windows Vista Businessmöglich. Eine Neuinstallation muss durchgeführt werden.
Windows Vista
Windows XP Media Center Edition
– Windows Vista Home – Windows Vista Home Premium – Windows Vista Ultimate
– – – –
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– Windows Vista Buiness – Windows Vista Ultimate
Windows 2000 Professional
Windows ME – Keine Aktualisierung möglich. – Eine Neuinstallation muss durchgeführt werden.
Windows 98/SE – Keine Aktualisierung möglich.
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20 Windows Vista
Kompatibilitäts-Toolkit
UAC
Im Herbst dieses Jahres will Microsoft die Version 5.0 des Application Compatibility Toolkits veröffentlichen. Neu wird der Support für Windows Vista sein, welches im Januar 2007 erscheinen soll. Grundsätzlich sollte laut Microsoft die Aufwärtskompatibilität gewährleistet sein. Allerdings gibt es immer wieder Ausnahmen. Genau an dieser Stelle setzt das Toolkit an. Damit wird man die Möglichkeit haben zu prüfen, ob bestimmte Anwendungen auch im neuen Betriebssystem laufen. Gleichzeitig sollen Fixes zur Verfügung gestellt werden, die erkannte Probleme aus der Welt schaffen. Aktuell steht die Version 5.0 zum Download bereit, zum Zeitpunkt der Erscheinung dieses Berichtes allerdings nur in englischer Sprache. Sie testet die Kompatibilität der Software zu Windows Vista. Das Programm kann kostenlos heruntergeladen werden. Vorher ist allerdings eine Validierung erforderlich, bei der festgestellt wird, ob es sich beim eingesetzten Windows auch um eine legale Version handelt.
User Account Control, eine der wichtigsten Neuerung Die User Account Control ist dafür verantwortlich, dass bei der Ausführung von administrativen Aufgaben eine zusätzliche Bestätigung erforderlich ist. Dieses Vorgehen wird diejenige Änderung sein, an die sich die IT-Verantwortlichen zuerst gewöhnen müssen. Der Hintergrund ist einfach erklärt. Zu viele Benutzer arbeiten als lokale Administratoren an Windows-Arbeitsstationen und erhöhen damit die Sicherheitsrisiken. Die UAC ist eine Mischung aus Erziehungs- und Sicherheitsmassnahme, weil bis heute sehr viele Benutzer sich nicht an die schon heute machbaren Sicherheitsregeln halten.
UAC und deren Funktionalitäten Microsoft hat mit der UAC auf zwei Ebenen gearbeitet. Zum einen hat man versucht, die Dienste, welche erhöhte Berechtigungen im System brauchen, weiter zu reduzieren. Die andere Ebene ist die UAC. Es wird unterschieden zwischen den Standardbenutzern und den lokalen Administratoren. Diese administrativen Benutzer arbeiten zunächst mit einem Token, das sie als Standardbenutzer indentifiziert. Nur bei einer expliziten Bestätigung durch den Benutzer kann ein Prozess ein zweites Token aktivieren, um so volle administrative Berechtigungen zu erhalten. Die bis heute bekannte Gruppe der Hauptbenutzer gibt es nur noch aus Kompatibilitätsgründen.
Explizite Bestätigung durch den Benutzer ist erforderlich
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Die Kehrseite der Medaille
Benutzeraktionen mit UAC
Es gibt nicht nur die Betrachtungsweise aus der Sicht des Benutzers, sondern auch die Seite der Anwendungen, welche auf dem System ausgeführt werden sollen. Die Herausforderung, die an die Entwickler von Vista gestellt wurden, betreffen vor allem ältere Anwendungen, die nicht für UAC geschrieben sind und nicht angepasst werden können. Bei den Anwendungen werden bei Vista Integritätsniveau unterschieden. Anwendungen mit hohem Niveau erfordern Veränderungen an Systemdaten, Anwendungen mit tiefem Niveau können keine Systemdaten verändern. Wenn eine Anwendung nun administrative Systemrechte erfordert, wird das vom System erkannt und muss gegebenenfalls bestätigt werden. Wenn aber nun die Anwendung nicht UAC unterstützt, fehlen diese Informationen, und das Programm kann nicht ausgeführt werden. Um dieses Problem zu lösen, hat Microsoft einen zweiten Bereich definiert und diesen als Virtualisierung bezeichnet. Mit dieser Vir tualisierung werden die notwendigen Veränderungen im Benutzerprofil gespeichert und nicht im Systembereich von Windows Vista. Arbeiten mehrere User mit der gleichen Anwendung, werden auch mehrere virtuelle Systembereiche angelegt. Diese Virtualisierung wird von Microsoft als temporäre Übergangslösung betrachtet. Die Entwickler-Community wird angehalten, alle Programme UAC-kompatibel anzupassen.
Die Anwendung, welche administrative Rechte braucht, öffnet ein PopUp-Fenster und erfordert vom Benutzer die Zustimmung, dass die Applikation auf diesem Rechner ausgeführt werden darf. Nach einer längeren Wartezeit, ohne Zustimmung des Users wird das Fenster geschlossen, und die Applikation startet nicht. Falls Anwendungen Probleme mit der UAC haben und administrative Rechte erfordern, können Sie auch mit dem Befehl Run as Administrator von der Kommandozeile gestartet werden. Betroffen von dieser Art der Anwendungen werden vor allem ältere Programme sein, welche nicht UAC-kompatibel sind.
UAC-Einstellungen Die Einstellungen für UAC erfolgen über die Gruppenrichtlinien. Bei Nichtmitglieder einer Domäne über die lokalen Sicherheitsrichtlinien, ansonsten über die Gruppenrichtlinien der Domänenmitglieder. In diesen Einstellungen sind total acht Parameter standardmässig vordefiniert. Um diese zu ändern gehen Sie unter Start/Systemsteuerung/ Verwaltung.
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Änderungen durch UAC Es gibt weitere Änderungen im Zusammenhang mit UAC, welche indirekt sichtbar werden. – Alle Benutzer die nach dem ersten administrativen Benutzer angelegt werden, haben den Status Standardbenutzer. – Das Konto Administrator ist bei der Neuinstalla tion deaktiviert. Falls bei einem Upgrade festge stellt wird, dass es nur dieses Administratorkon to gibt, bleibt es aktiv. – Das Konto Administrator kann standardmässig nicht für die Anmeldung im sicheren Modus ver wendet werden.
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Netzwerk
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Windows Vista ermöglicht über das Netzwerkcenter eine zentrale Steuerung Ihrer Netzwerkumgebung. Das Netzwerkcenter informiert Sie über das Netzwerk, mit dem Ihr Computer verbunden ist, und prüft, ob eine Verbindung mit dem Internet hergestellt werden kann. Es zeigt diese Informationen als Zusammenfassung in der Netzwerkabbildung an, so dass Sie Ihre Konnektivität mit dem Netzwerk und Internet unmittelbar überprüfen können. Wenn ein PC im Netzwerk keine Verbindung zum Internet mehr hat, wird grafisch angezeigt, dass die Verbindung unterbrochen wurde. Mit Hilfe der Netzwerkdiagnose können Sie die Ursache des Problems bestimmen und einen Lösungsvorschlag erhalten.
Neue Eigenschaft der Netzwerk Verbindung IPv6 auf dem Netzwerkadapter konfigurieren:
Netzwerkinstallation
Im Netzwerkcenter können Sie den Verbindungsstatus überprüfen, das Netzwerk grafisch anzeigen und ein Verbindungsproblem behandeln. Das Netzwerkcenter ermöglicht auch eine schnelle Verbindung mit anderen verfügbaren Netzwerken und das Einrichten gänzlich neuer Verbindungen. Sie können die meisten wichtigen Netzwerkeinstellungen zentral anzeigen und konfigurieren. Für Einstellungen, auf die seltener zugegriffen werden, stellt das Netzwerkcenter direkte Links bereit, damit Sie gesuchte Einstellungen einfach finden können.
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Netzwerkeinstellungen können auch auf einem tragbaren USB-Flash-Laufwerk gespeichert werden, um das Hinzufügen von PCs und Geräten zum Netzwerk zu beschleunigen und zu vereinfachen. Sie müssen nur das USB-Flash-Laufwerk mit einem PC oder Gerät verbinden, woraufhin dieser/ dieses die Daten automatisch liest und sich darauf vorbereitet, dem Netzwerk beizutreten. Im Netzwerkinstallati ons-Assistenten kann auch die Datei- und Druckerfreigabe auf jedem PC aktiviert werden, damit Dokumente, Fotos, Musik- und andere Dateien im gesamten Netzwerk gemeinsam genutzt werden können.
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Drahtlose Vernetzung Windows Vista verbessert drahtlose Netzwerkumgebungen auf vielfältige Weisen. Dank des neuen Windows VistaFeatures «Netzwerkerkennung» werden Ihre Anwendungen stets optimal auf sich ändernde Funktionsmerkmale des Netzwerks eingestellt. Darüber hinaus sind Ihre Daten durch die verbesserte Unterstützung der neuesten drahtlosen Sicherheitsprotokolle, wie z. B. WPA2, sicherer. Windows Vista hilft Ihnen, Verbindungen mit gefälschten drahtlosen Netzwerken zu vermeiden, die legitim zu sein scheinen, es tatsächlich aber nicht sind. Windows Vista bietet auch eine komfortable Möglichkeit zur Einrichtung drahtloser Ad-hoc-Netzwerke, um im Rahmen von Peer-toPeer-Anwendungen Dateien gemeinsam zu nutzen oder zusammenzuarbeiten. Für die Abfrage von Netzwerkinformationen auf der Kommandozeile geben Sie folgendes ein: Eingabe: cmd c:\> ipconfig /allcompartments /all (zeigt alle IP-Parameters an)
Netzwerk-Explorer Nach der Einrichtung eines Netzwerks muss es möglich sein, die Inhalte vernetzter PCs, Geräte und Drucker zu durchsuchen. Der neue Netzwerk-Explorer unter Windows Vista erleichtert die gemeinsame Nutzung von Dateien und Ausnutzung der Konnektivität, die ein Netzwerk bietet. Er zeigt eine Ansicht aller PCs, Geräte und Drucker im Netzwerk und ist wesentlich schneller und zuverlässiger als die Funktion «Netzwerkumgebung» unter Windows XP. Im Netzwerk-Explorer können sogar benutzerdefinierte, kennzeichnende Symbole für verschiedene Geräte verwendet werden (falls vom Hersteller aktiviert). Sie können auch direkt mit ausgewählten Geräten interagieren, um beispielsweise Einstellungen anzupassen oder die Musikwiedergabe zu steuern. Richten Sie Netzwerke ein, um Dateien, Drucker und andere Geräte gemeinsam zu nutzen.
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Netzwerkerkennung Die Netzwerkerkennung ermöglicht das Melden von Änderungen an der Netzwerkkonnektivität an Anwendungen, um eine durchgängige vernetzte Umgebung zu schaffen. Wenn Sie sich mit anderen Netzwerken verbinden, wird die Änderung an Anwendungen mit Unterstützung der Netzwerkerkennung übermittelt, die dann die entsprechenden Aktionen für Ihre Verbindung mit einem anderen Netzwerk ausführen können. Wenn Sie beispielsweise von Ihrem Heimnetzwerk zum Netzwerk Ihres Unternehmens wechseln, können Firewalleinstellungen so konfiguriert werden, dass die benötigten Ports geöffnet werden, die eine Verwendung von IT-Verwaltungstools zulassen. Das Feature «Gruppenrichtlinie» erkennt die erneute Verbindung mit dem Unternehmensnetzwerk und beginnt automatisch mit der Verarbeitung von Richtlinienänderungen, anstatt den nächsten Erkennungszyklus abzuwarten.
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Defender
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Windows Defender unterstützt Benutzer dabei, bekannte Spyware sowie weitere unerwünschte Software zu erkennen und zu entfernen. Um den Spyware-Schutz zu automatisieren, beinhaltet Windows Defender automatische Suchoptionen, die zusätzlich zu den vom Benutzer ausgeführten führten Suchaufgaben regelmässig automatische Suchvorgänge ermöglichen. Die Spyware-Suchfunktion verfügt über drei Optionen zur Spyware-Erkennung:
Schnellsuche
Benutzerdefinierte Suche Mithilfe einer benutzerdefinierten Suche können Benutzer im Anschluss an eine Schnellsuche ausgewählte Laufwerke und Ordner durchsuchen. Hinweis Vor der Installation führt Windows Defender eine WindowsGenuine-Advantage-Gültigkeitsprüfung durch, um sicherzustellen, dass es sich bei Ihrem Windows-Betriebssystem um eine Originalversion handelt. Standardmässig ist zum heutigen Zeitpunkt der Defender ein Bestandteil von Windows XP und wird in der Grundversion mit installiert.
Bei diesem Suchtyp werden diejenigen Bereiche einer Festplatte schnell durchsucht, die von der Spyware in der Regel infiziert werden.
Vollständige Suche Bei einer vollständigen Suche werden alle Dateien einer Festplatte, die Registrierung, alle derzeit ausgeführten Anwendungen sowie alle anderen wichtigen Bereiche des Betriebssystems durchsucht.
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Konfigurieren von Windows Defender Windows Defender wird zur Vereinfachung vorkonfiguriert und mit den meisten verbreiteten Benutzereinstellungen installiert. Fortgeschrittene Benutzer können diese Standardeinstellungen jederzeit unter General Settings ändern. Zu den allgemeinen Einstellungen gehören: – Automatische Suche – Standardaktionen – Optionen für den Echtzeitschutz – Erweiterte Optionen – Administratoroptionen So ändern Sie die Windows-Defender-Konfigurationsoptionen: Klicken Sie auf die Schaltfläche Tools (Extras) und anschliessend auf General Settings. Wählen Sie die gewünschten Einstellungen aus, und klicken Sie anschliessend auf Save. Hinweis Windows Defender Beta 2 sucht nicht nach Cookies. Da es vielerlei zulässige Verwendungen für Cookies gibt, nutzt Microsoft diese Betatestphase, um Kundenfeedback zu sammeln und den Ansatz zur Cookieerkennung und -entfernung weiter zu verfeinern.
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Suchordner
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Windows Vista bietet die neue Funktion «Suchordner», welche die Suche und Organisation Ihrer Dateien unabhängig von deren Speicherort erleichtert. Ein Suchordner ist ein gespeicherter Suchvorgang. Durch Öffnen eines Suchordners wird die gespeicherte Suche sofort ausgeführt, woraufhin aktualisierte Ergebnisse unmittelbar angezeigt werden. Sie können beispielweise eine Suche nach allen Dokumenten einrichten, deren Autor «JamesBond» ist und die das Wort «Vista» enthalten. Diese Suche mit dem Titel «Autor – JamesBond/Schlüsselbegriff – Vista» wird als Suchordner gespeichert. Wenn Sie diesen Suchordner öffnen, wird die Suche ausgeführt, und die Ergebnisse werden sofort angezeigt. Wenn Sie auf dem Computer weitere Dateien hinzufügen, deren Autor «JamesBond» ist und die das Wort «Vista» enthalten, werden diese Dateien auch in dem Suchordner zusätzlich zu den anderen übereinstimmenden Dateien angezeigt, unabhängig vom physischen Speicherort auf der Festplatte. Eine einfache und schnelle Methode.
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« Bootcamp: Ein echtes Windows auf einem Mac» Mit Bootcamp von Apple können Sie Microsoft Windows XP neben einer vorhandenen Mac OS X Installation auf einem Intel-basierten Prozessor laufen lassen. Bootcamp erstellt eine eigene Windows Partition, auf welcher das WindowsBetriebssystem installiert wird. Durch drücken Optionstaste (Alt) können Sie beim Aufstarten das zu startende Betriebssystem wählen. Zusätzlich muss eine Macintosh Treiber-CD erstellt werden, welche die Apple-Geräte auch auf dem Windows funktionsfähig machen.
Vorraussetzungen Für den Einsatz von Bootcamp benötigen Sie folgende Komponenten: – Einen Intel-basierten Prozessor – Mac OSX 10.46 oder höher – Die neuste Firmware-Aktualisierung die für Ihren Mac verfügbar ist – Mindestens 10 GB freien Speicherplatz für die Windows Partition – Windows XP Home oder Professional. Es muss zwingend SP2 sein (mit einem niedrigen Service Pack klappt die Installation nicht).
Macintosh-Driver-CD Die CD, welche Sie bei der Installation von Bootcamp zusätzlich brennen, beinhaltet alle benötigten Treiber für Windows. – Intel-Chipsatz – ATI-Grafik – Marvel Yukon Ethernet – Sigma Tel Audio – Broadcom Wireless – Apple Bluetooth – Apple Keyboard Eject Key – Apple Keyboard Brightness – Startvolumen-Systemsteuerung für Windows
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Wichtig Bootcamp ist nach wie vor eine Betaversion und soll laut Apple nicht zu kommerziellen Zwecken verwendet werden. Apple bietet auch keinen telefonischen Support für die Nutzung von Bootcamp.
Installation Nach dem Download des Bootcamps von der Apple-Homepage und anschliessender Installation befindet sich das Programm im Ordner/Programme/Dienstprogramme. Starten Sie Bootcamp. Zuallererst sollten Sie die MacintoshTreiber-CD erstellen. Nach Auswahl der Option erstellt Mac OS X mit seinem integrierten Brennprogramm die TreiberCD für Windows. Diese ist dringend nötig, damit alle Funktionen des Mac später unter Windows XP funktionieren.
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Danach können Sie per Schieberegler die Grösse der beiden Partitionen verteilen, 10 GB reichen völlig aus für die gängigen Programme und Windows XP. Wenn die Partition von Windows fertig gestellt ist, verlangt Bootcamp, dass Sie die Windows-XP-CD einlegen und neustarten. Nach dem Neustart erkennt das System die Partitionen, und diese können formatiert werden. Wenn Sie Grössen der Partitionen gleichmässig verteilt haben, sollten Sie unbedingt die C-Partition formatieren und Windows auf diese Partition installieren, ansonsten sind alle Mac-Daten verloren. (Partition) Auswahl der Partition, auf welcher Windows installiert wird. Nach der Formatierung der Partition werden Sie durch den Installer von Windows geführt. Wenn Sie Windows das erste Mal aufstarten, empfehlen wir die Treiber von der Macintosh-Treiber-CD zu laden. Dies können Sie über das Setup Programm auf der CD ausführen oder direkt im Gerätemanager unter der Verwaltung.
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Dateisystem NTFS oder FAT32
Wo ist meine Mac-Harddisk unter Windows?
FAT32 bringt den Vorteil, dass dabei vom Macintosh auf die Windows Partition nicht wie mit NTFS nur gelesen, sondern auch geschrieben werden kann. Damit erspart man sich das Sichern auf USB-Sticks oder externen Festplatten und kann Files direkt auf die jeweiligen Partitionen speichern. Um eine FAT32 Partition zu erstellen, müssen Sie die Partition als FAT32 formatieren. Achtung, die maximale Grösse der Partition darf 32 GB nicht übersteigen, damit Sie FAT32 auswählen können. Wenn Sie Mac OS X starten, sehen Sie die Windows Partition automatisch im Finder und können die Files austauschen.
Im Arbeitsplatz unter Windows sehen Sie die Mac Partition nicht. Nur durch die Installation von Mac Drive http:// www.mediafour.com/products/macdrive6 können Sie die Partition sehen und somit auch den Datenaustausch von Windows zu Macintosh machen. Sie können die Files mit Drag & Drop austauschen oder sogar Dateien direkt von der Mac-Festplatte starten. Mac-Dateien haben automatisch das richtige Icon, den richtigen Namen und Suffix unter Windows und Macintosh.
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Die Macintosh-Harddisk ist auch unter Windows sichtbar mit MacDrive.
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Ambitionierte Windows-User
Bootcamp, aber welche Tastatur
Für geübte Windows-Anwender ist es schon fast obligatorisch, sich eine neue Partition z. B. E:\Daten anzulegen. Falls Sie mit Partition Magic oder anderen Tools eine neue Partition erstellen möchten, werden Sie scheitern. Wenn Sie Speicherplatz von C abziehen, um eine neue Partition zu erstellen, funktioniert dies bis zu einem Neustart, danach kann Bootcamp Windows nicht mehr starten. Die soeben neu erstellte Windows-Installation ist in diesem Fall hoffnungslos verloren. Also, Finger weg von zusätzlichen Partitionen in Bootcamp. Der Grund hierfür ist, dass das Windows MBR (MasterBootRecord) maximal 4 Primärpartitionen verwalten kann. 2 Partitionen benutzt Mac OS, eines für die EFI-Verwaltung (ExtensiblaFirmwareInterface) und eines für das Betriebssystem. Windows muss auf der letzen Partition installiert werden, um mit dem EFIBootloader angesprochen zu werden.
Viele Macintosh-Benutzer wissen das wahrscheinlich schon: mit Control-Alt können Sie die AltGr-Taste eines PCs emulieren. Dies funktioniert mit Bootcamp standardgemäss nicht. Um dies zu aktivieren, gehen Sie über Systemsteuerung/Regions -und Sprachoptionen/Tab Sprachen/Details Taste. Dort befindet sich ein Tastaturlayout namens german(apple). Nachdem Sie die deutsche Standard-Tastatur installiert haben, sollte das Problem behoben sein. Jetzt können Sie die AltGr-Taste wieder emulieren, und sogar die neue Option, rechte Befehlstaste als Rechtsklick, funktioniert. Am besten arbeiten Sie mit einer USB-Windows-Tastatur. Somit hat man alle Zeichen gleich am richtigen Ort. Microsoft-Tastaturen, welche auch Funktionstasten wie z.B. Helligkeit, Lautstärke, E-Mail, Messenger usw. besitzen, funktionieren prächtig. Schwieriger wird es, wenn Sie ohne externe Tastatur arbeiten wollen, Sie werden leider nicht darum herumkommen, die einzelnen Tasten zu mappen. Es gibt verschiedene Anbieter, welche Mapping Tools zur Verfügung stellen.
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Microsoft Resource Kit
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Mit Microsoft Resource Kit für Windows Server 2003 schaffen Sie es auch, unter Windows XP auf Ihrem Mac diese Tasten darzustellen. «Remapkey» nennt sich das Tool und ist im Windows Server 2003 Resource Kit enthalten, dieses Tool können Sie auch ohne Probleme unter Windows XP verwenden. Das Resource Kit erhalten Sie auf www.microsoft.com. Nach der Installation des Resource Kits finden Sie im installierten Verzeichnis C:/Programme/Windows Resource Kits/Tools eine Anwendung mit den Namen Remapkey. Starten Sie diese. Nun öffnet sich das Tool. Die standardmässig verfügbaren Tasten sind oben zu sehen, unten ist die geänderte Tastatur. Nun müssen Sie, wenn Sie z. B. die Entfernen-Taste auf die F11-Taste der Apple-Tastatur legen möchten, diese von der oberen Tastatur per Drag & Drop auf die F11-Taste der unteren Tastatur ziehen.
Sie können auch alle anderen Tasten nach Belieben tauschen. Sind Sie mit dem Austausch fertig, müssen Sie auf den ersten Button in der Symbolleiste klicken, damit Sie die Änderungen übernehmen können, oder auf den Button daneben, wenn Sie die Änderungen verwerfen wollen. Im Menü unter Edit können Sie mit Delete All... die Standardeinstellungen wiederherstellen. Sie können also ohne Gefahr mit den Tasten experimentieren.
So können Sie die Zeichen der Tastatur im Remapkey ändern.
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Input Remapper Wenn Sie im Besitz eines Mac Books Pro sind und keine zusätzliche USB-Tastatur anschliessen möchten, gibt es ein Input Remapper Tool (http://www.olofsson.info). Nach der Installation dieses Tools werden Sie gebeten die Taste neben Shift zu drücken, damit der Remapper die Tastatur erkennt. Nach dieser Erkennung kann man das Tool in der Taskleiste aktivieren und entsprechend konfigurieren. Dies lindert einiges an Problemen, z.B. haben Sie die Funktionstaste und können Lautstärke und Helligkeit darüber steuern. Die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur ist aktiviert, das @- und €-Zeichen sind mittels der rechten Apfel Taste, welche die AltGr simuliert, zu setzen.
Bei diesem Tool bleibt zu erwähnen, dass Sie die von Apple vorgegebenen Keyboard-Treiber, welche von der Macintosh Treiber-CD installiert wurden durch die Standard-Windows Treiber ersetzen müssen. Dies können Sie im Gerätemanager unter Eingabegeräte (Human Interface Devices) ändern. Danach die beiden Apple-Treiber anwählen, automatisch suchen lassen und von Windows ersetzen lassen. Nun können Sie Windows mit allen verfügbaren Zeichen und Kürzel, nutzen. Der Kurzbefehl, um sich bei Windows abzumelden oder den Taskmanager aufzurufen, kann mit Funktion + Control + Alt und der Löschtaste aktiviert werden
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Konfiguration Ihres Mac Book Pro mit Input Remapper.
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Es startet nur noch Windows Auch bei Windows können Sie das Startvolumen vorgeben, Sie finden dies unter Einstellungen/Systemsteuerung/ Startvolumen. Sie können wie beim Mac das Startvolumen definieren, welches automatisch starten soll. Natürlich können Sie auch mit der Alt-Taste beim Aufstarten das zu startende Betriebssystem wählen.
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Virenprogramm? Auch wenn Sie unter Mac OS X ein Virenprogramm haben, sind Sie nicht geschützt, wenn Sie mit Bootcamp und Windows XP arbeiten. Nach dem Aufsetzen des Systems empfiehlt sich eine Image-Datei wie z.B. mit «Norton Ghost» von Symantec zu erstellen und sich entsprechend mit einem Virenprogramm zu schützen.
Weitere Möglichkeiten, um Windows auf einem Macintosh zu installieren Es gibt noch andere Tools wie z.B. «Parallels» oder «Crossover», welche Ihnen ermöglichen, Windows auf einem Macintosh-Rechner zu installieren und damit zu arbeiten. Der grösste Unterschied von den meisten anderen Tools zu Bootcamp ist, dass Bootcamp Windows als natives System nutzt. Die meisten anderen Programme sind sogenannte virtuelle Emulationen, diese bieten Ihnen die Möglichkeit, unter Mac OS X ein weiteres System zu starten. Dabei müssen Sie nicht, wie bei Bootcamp, das System neu rebooten, sondern haben diese «on the fly» auf dem Desktop und können hin und her wechseln.
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« Adobe Acrobat 8 Professional: Die wichtigsten Neuerungen» Pünktlich zum Redaktionsschluss unseres diesjährigen «Tipps & Tricks»-Büchleins ist Acrobat 8 erhältlich. Dank intensivem Studium der Betaversion können wir Ihnen erfreulicherweise auch dieses Jahr wieder topaktuelle Informationen liefern. Freuen Sie sich auf eine überarbeitete Benutzeroberfläche und viele hilfreiche neue Funktionen.
Acrobats neues Kostüm Die wohl augenfälligste Neuerung von Acrobat 8 dürfte die komplett überarbeitete Benutzeroberfläche sein. Das neue Gewand erinnert stark an die Office- und Windows-Welt und ist etwas gewöhnungsbedürftig. Kennt man allerdings die wichtigsten Kniffs zur sinnvollen Werkzeuganordnung, kann man sich durchaus angenehme Arbeitsumgebungen einrichten.
Dokumentabhängige Werkzeugliste Die Werkzeugliste ist neu in das PDF-Dokument integriert. Wenn Sie also kein Dokument geöffnet haben, sehen Sie auch keine Werkzeuge. Bei gleichzeitig mehreren geöffneten Dokumenten werden folglich mehrere Werkzeuglisten eingeblendet. Da kann es schon einmal vorkommen, dass man unabsichtlich in ein Werkzeug des im Hintergrund befindlichen Dokumentes klickt und somit für kurze Zeit den Arbeitsrhythmus verliert. Entsprechende Sorgfalt ist hier also angebracht. Windows-Anwender können in den Acrobat Grundeinstellungen unter der Kategorie Dokumente die Option Jedes Dokument in eigenem Fenster anzeigen (erfodert Neustart) anklicken. Anschliessend wird die Werkzeugliste wie unter Acrobat 7 programm- und nicht dokumentebezogen dargestellt. Leider ist diese Option für Mac OS X-Anwender nicht verfügbar.
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Adobe hat Acrobat ein total neues Aussehen spendiert: Die «Tipps & Tricks» auf der nächsten Seite helfen Ihnen die Vorteile dieser neuen Umgebung effektiv auszureizen. Sei es durch das permanente Einblenden des Seitenformats unten links, das Visualisieren eines Vorschaubildes während dem Scrollen oder die Möglichkeiten zur Anordnung der Werkzeuge.
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Werkzeuglisten anordnen
Seitengrösse einblenden
Falls Sie nicht alle Werkzeuglisten am Kopf in horizontaler Richtung anordnen möchten, können Sie diese in Acrobat 8 auch seitlich oder unten positionieren. Ziehen Sie ganz einfach die gewünschte Werkzeugpalette an den linken oder rechten bzw. unteren Dokumentenrand. Acrobat schnappt sich die Liste und dockt diese automatisch an. Wieso nicht links die Bearbeitungs-, oben die Navigationsund am rechten Dokumentenrand die Kommentarwerkzeuge platzieren? Probieren Sie es doch einfach einmal aus.
Standardmässig wird das Seitenformat eines PDF-Dokumentes in Acrobat nur angezeigt, wenn die Maus an den linken unteren Seitenrand verschoben wird. Möchten Sie das Seitenformat immer eingeblendet haben, dann setzen Sie in der Checkbox immer Seitenformat des Dokuments anzeigen in den Acrobat Grundeinstellungen unter der Kategorie Seitenanzeige ein Häkchen.
Werkzeuglisten aufräumen Bereits in Acrobat 7 konnten die Werkzeuggruppen in der Werkzeugliste benutzerabhängig angeordnet werden. Hierzu klickt man mit der rechten Maustaste oder gedrückter CRTL-Taste in den grauen Werkzeuglistenbereich und wählt die gewünschten Werkzeuggruppen aus. In Acrobat 8 finden Sie das Dialogfenster Weitere Werkzeuge…, welches Sie ebenfalls über das soeben beschriebene Kontextmenü aufrufen können. Darüber lässt sich jedes einzelne Werkzeug ein- oder ausblenden. Der Ordnungsliebende schaltet sich also nur die wirklich notwendigen Werkzeuge ein. Druckvorstufenanwendern empfehlen wir grundsätzlich die Druckproduktion- und Erweiterte Bearbeitung-Werkzeugliste einzublenden.
Scrollen mit Miniaturseiten Öffnen Sie ein mehrseitiges PDF-Dokument und verschieben den linken Rollbalken, so stellen Sie eine elegante Neuerung von Acrobat 8 fest. In Form von Miniaturseiten visualisiert Acrobat während des scrollens, auf welcher Seite sich der Rollbalken im PDF-Dokument gerade befindet.
Arbeiten mit Tastaturkürzel Standardmässig erreichen Sie viele Werkzeuge nicht über Tastaturkürzel, denn diese Option ist in den Acrobat-Grundeinstellungen deaktiviert. Die «Freunde der Kurzbefehle» schalten sich deshalb unter der Kategorie Allgemein die Option Zugriffstasten zum Zugreifen auf Werkzeuge verwenden an. Die Vergösserungslupe kann anschliessend über die Z-Taste erreicht werden. Eine Liste aller Tastaturkürzel finden Sie im Acrobat Hilfemenü.
PDF erstellen und verwalten
Was ab Acrobat 8 für jedes einzelne Werkzeug möglich ist, war bis anhin nur für Paletten einstellbar. Im Fenster Weitere Werkzeuge… kann der Anwender seine individuelle Arbeitsumgebung festlegen.
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Die Möglichkeiten, ein PDF zu erstellen, sind zahlreich und wurden mit Acrobat 8 nochmals erweitert. Adobe versucht nicht nur die Generierung von PDF so einfach wie möglich zu gestalten, sondern geht hierbei auf die Bedürfnisse der unterschiedlichsten Anwender ein. Die Integration des PDFMakers in etlichen unter Windows laufenden Applikationen wurde umfangreich erweitert. Was Büroanwender schätzen, ist unter Umständen nicht immer das, was sich Druckvorstufen-Spezialisten wünschen. Nichtsdestotrotz möchten wir Ihnen an dieser Stelle einige nette Tipps zur Erstellung und Verwaltung von PDF-Dateien liefern. Entscheiden Sie selbst, welcher Weg Ihnen am Besten entspricht.
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Leere PDF-Datei erstellen
PDF-Dokumente zusammenführen
PitStop-Anwender wie auch Java-Script-Spezialisten wissen schon lange, wie man ein leeres PDF-Dokument in Acrobat anlegen kann. Diese Möglichkeit steht jetzt den Lizenznehmern von Acrobat Professional ohne weitere Zusätze zur Verfügung. Menü Datei/PDF erstellen/aus leerer Seite öffnet eine leere PDF-Datei. Doch seien Sie vorsichtig. Schriften lassen sich in einem solchen PDF bedauerlicherweise nicht einbetten.
Der Dialog Dateien zusammenführen – Sie finden diesen unter dem Menü Datei – erlaubt es aus mehreren einzelnen Dateien, eine PDF-Datei zu erstellen. Auch hier werden unterschiedliche Dateiformate unterstützt. Angenehm ist die Möglichkeit, ganze Ordner mit Dateien auszuwählen. Diese Funktion erfreut bestimmt jene Anwender, welche aus dutzenden von Einzelseiten bestehende Publikationen zu einer PDF-Datei zusammenführen wollen. Durch die Auswahl der Option Standarddateigrösse greift Acrobat auf die in den Grundeinstellungen für jedes Dateiformat separat zu definierenden Konvertierungseinstellungen zurück. Davon ausgenommen sind PDF-Dateien. Diese behalten die original Dateigrösse und Qualität bei. Für mehrseitige PDFDateien können Sie sogar einen Bereich festlegen. Wählen Sie hierzu den Button Seiten wählen aus. Mit Weiter klicken Sie sich zum nächsten Dialogfenster vor, und durch den Befehl Erstellen werden die Dateien in einem PDF zusammengeführt. Vorsicht ist angesagt, wenn Sie PDF-Dateien unterschiedlicher Art zusammenführen. Dateianlagen, Metadaten, digitale Unterschriften, Sicherheitseinstellungen und PDF-X-Kompatibilitäten gehen beispielsweise verloren. Achten Sie hier auf die Warnmeldungen des Programms.
InDesign in Acrobat als PDF öffnen Wählen Sie den Menüeintrag Datei/PDF erstellen/aus Datei… oder den Tastaturkürzel Befehl + N. Im Öffnungsdialogfenster können Sie über das PopUp-Menü Einblenden die von Acrobat 8 unterstützten Formate erkennen. Alle diese lassen sich direkt in Acrobat öffnen. Wie Sie feststellen, gehören dazu auch Indesign Dokumente. Über den Knopf Einstellungen definieren Sie, wie das PDF generiert werden soll. Es ist auch möglich, dass Sie ein InDesignDokument einfach auf das Acrobat Icon ziehen und so ein PDF erstellen lassen. Sie fragen sich, nach welchen Kriterien Acrobat in diesem Fall das PDF erstellt? Die Antwort finden Sie in den Grundeinstellung/nach PDF konvertieren. An dieser Stelle können Sie für jedes unterstützte Format definieren, wie bei Anwendung der soeben beschriebenen Vorgehensweise nach PDF konvertiert werden soll.
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Das Fenster Dateien zusammenführen bietet zwei verschiedene Modus an. Entweder Sie führen alle Dateien in einem PDF-Dokument zusammen oder erstellen ein so genanntes PDF-Paket. Über Letzteres erfahren Sie mehr, im Artikel auf der nächsten Seite. Und achten Sie auf etwelche Warnhinweise! (vgl. Kreis in nebenstehender Abbildung).
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Arbeiten mit PDF-Paketen
PDF-Broschürendruck
Im Gegensatz zum oben beschriebenen Zusammenführen von PDF-Dokumenten resultiert bei der Erstellung eines PDF-Pakets nicht ein einzelnes PDF, sondern ein Bündel von einzelnen PDF-Dateien. Den Dialog rufen Sie ebenfalls über das Menü Datei/Dateien zusammenführen auf. Nachdem die gewünschten Dateien ausgewählt und das Paket erstellt worden ist, können auch andere Dateiformate wie InDesign- oder Quark-XPress-Dokumente angefügt werden. Hierzu klicken Sie oben links in der Pakettitelleiste auf den Optionen-Knopf und wählen weitere Dateien anfügen aus. Beachten Sie auch die anderen Funktionen an dieser Stelle. Beispielsweise können Sie in den Paketeigenschaften neue Felder zur Sortierung der Paketinhalte anlegen und diese mit beliebigen Metainformationen anreichern. Zur Darstellung der Felderinformationen stehen drei verschiedene Ansichten zur Verfügung. Diese erreichen Sie über die entsprechenden Knöpfe in der Pakettitelzeile. Übrigens, PDFPakete können auch im Acrobat Reader 8 vollumfänglich genutzt werden. Acrobat 7 kann zwar PDF-Pakete öffnen, bietet aber nicht den Komfort der neuen Version. Sie finden die Dateien ohne Metainformationen in den Anlagen. Eine Warnmeldung weist darauf hin, dass eventuell nicht alle Funktionen zur Verfügung stehen.
Diese Funktion können wir nur für Büroanwendungen empfehlen. Sie möchten kurz eine Broschüre auf einem LaserWriter ausgeschossen ausgeben, und das exakte Seitenformat der Publikation spielt eine untergeordnete Rolle? Dann werden Sie Freude an diesem Tipp haben. Als Erstes gehen Sie in den Acrobatdruckdialog. Anschliessend wählen Sie unter Seitenanpassung den Punkt Broschürendruck aus. Bereits in der Voransicht sehen Sie, dass die erste und letzte Seite des Dokuments nebeneinander gestellt wird. Bedenken Sie aber, dass Acrobat weder Rücksicht auf Massstabstreue noch allfällig vorhandene Boxen wie die Trimbox nimmt. Also eine nette Funktion für den Bürobereich.
Ein PDF-Paket als E-Mail-Archiv erstellen Arbeiten Sie unter Windows, können Sie über den PDFMaker die Paketfunktion ansteuern. Auf einfache Art und Weise lassen sich so PDF-basierte E-Mail-Archive erstellen. Das Schöne dabei ist, dass Metainformationen wie Absender, Empfänger oder Datuminformationen in das PDF-Paket in Form von Feldern übernommen werden. Selbst E-MailAnhänge können in das Paket eingebunden werden. Sie finden diese anschliessend im Navigationsfenster Anlagen. Die Archivierung von E-Mails lässt sich zeitgesteuert und regelmässig ausführen. Nehmen Sie sich einmal ein paar Minuten Zeit und experimentieren Sie damit herum. Acrobat 8 bietet hier einige ganz spannende neue Ansätze, welche den Mac OS X-Usern bedauerlicherweise vorenthalten sind.
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PDF-Formulare In InDesign oder QuarkXPress erstellte Formulare sehen bestimmt schön aus, es fehlt ihnen aber an Intelligenz. Acrobat bietet seit längerem umfangreiche Möglichkeiten, den «IQ» solcher Formulare zu steigern. Meist war hierzu aber einiges an Handarbeit von Nöten, und manch einer war wohl der Verzweiflung nahe, vor lauter «Klicken und Ziehen». Seit Jahren gefordert und nun realisiert ist die Möglichkeit, ausgefüllte PDF-Formulare über den kostenlosen Reader abzuspeichern. Allerdings sollte man hierbei die Lizenzbedingungen gut durchlesen. Diese weist darauf hin, dass vom Rücklauf eines versendeten PDF-Formulars höchstens fünfhundert ausgewertet werden dürfen. Aktiviert werden die Verwendungsrechte über das Menü Erweitert und den Befehl Verwendungsrechte in Adobe Reader aktivieren.
Die Formularfeldererkennung Das Anlegen von Formularfeldern geht jetzt automatisch. Öffnen Sie ein PDF mit einem Formularlayout. Wählen Sie im Menü Formulare die Option Formularfeldererkennung ausführen. Über eine Art OCR-Erkennung erstellt Acrobat automatisch die Formularfelder. Oft müssen diese zwar noch nachbearbeitet werden, dennoch stellt diese neue, galante Funktion eine erhebliche Erleichterung dar.
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Versenden von Formularen
Trimbox einblenden
Das Versenden von Formularen per E-Mail ist einfach. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass Sie eine Sendentaste mit hinterlegter E-Mail-Adresse erstellen. So kann der Empfänger lediglich auf diese Taste klicken, und Sie erhalten die Formularinhalte per E-Mail zurück. Jedes an Sie zurückgesendete E-Mail kann im Hauptformular hinzugefügt werden. Dieses wird so sukzessive mit den zurückgesendeten Antworten angereichert. Einfache Auswertungen sind ebenfalls möglich. Falls Sie Lust haben, einen solchen Ablauf zu testen, benötigen Sie lediglich ein Formular, zwei E-Mail-Adressen und ein paar Minuten Zeit. Öffnen Sie das Formular, wählen den Befehl Formulare/Formular verteilen… und lesen Sie die Hinweise in den Assistenten. Bevor Sie ein Formular im grossen Stil verbreiten, sollten Sie wie einführend beschrieben, die Verwendungszwecke für den Reader freischalten. Anderenfalls ist auf Empfängerseite eine Lizenz von Acrobat nötig.
Druckvorstufen-Spezialisten kennen die unterschiedlichen Boxen, welche in PDF-Dateien enthalten sein können. Die bekanntesten sind die Bleed- und Trimbox. Anhand dieser Informationen kann ein Ausschiessprogramm die Seiten korrekt positionieren oder beispielsweise ein PDF in InDesign exakt auf das netto Endseitenformat platziert werden. Standardmässig sind diese Boxen allerdings nicht sichtbar. Unter den Acrobat-Grundeinstellungen/Seitenanzeige/Objekt-, Endformat- und Anschnitt-Rahmen einblenden lässt sich dieses Manko ab Acrobat 7 beheben.
Formularinhalte exportieren Sollten Sie die Formularinhalte in einem anderen Programm benötigen, können Sie diese über den Befehl Formulare/zurückgesendete Formulare kompilieren als CSV (kommagetrennt) oder XML-Datei exportieren. Importieren Sie beispielsweise die CSV-Datei in Excel. Unter Mac OS X ist dies über den Befehl Daten/externe Daten/Textdatei importieren… möglich. Folgen Sie anschliessend dem Dialog des Excel-Assistenten.
Die Werkzeuge der Druckvorstufe
Druckmarken erstellen Seit Acrobat 7 gibt es in der Palette Druckproduktion das Werkzeug Druckmarken Hinzufügen. Neu ist, dass Acrobat 8 beim Hinzufügen von Druckmarken – falls nicht bereits vorhanden – eine Trimbox setzt. Diese sieht man allerdings erst, wenn man über das Werkzeug Seiten Beschneiden den Beschnitt-Rahmen vergrössert. Acrobat weist einen mit einem entsprechenden Warnhinweis darauf hin. Klever ist, wer zuerst den Beschnittrahmen vergrössert und anschliessend die Druckmarken anlegt.
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Abstände messen Es lohnt sich, das Messenwerkzeug von Acrobat 8 anzuschauen. Das Abstandswerkzeug erkennt jetzt dank «Magnetschnappern» Pfade und Pfadpunkte. So lässt sich die Distanz beispielsweise zwischen zwei Beschnittzeichen sehr einfach messen und feststellen. In den Grundeinstellungen unter der Kategorie Messen (2D) treffen Sie die gewünschten Vorgaben.
Das Upgrade von Acrobat 6 auf 7 war wohl ein Unverzichtbares aus Sicht der Vorstufe. Mit der Einführung der Druckproduktionspalette fasste Adobe die wesentlichen Werkzeuge der Druckvorstufe in einer Gruppe zusammen. Acrobat 8 bietet einige Neuerungen für die Druckbranche – auch wenn es nicht mehr ganz so viele wie beim letzten Versionensprung sind. An dieser Stelle haben wir für Sie noch einmal einige altbekannte und die besten neuen «Tipps & Tricks» aus Sicht der Vorstufe zusammengestellt.
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Offset beim Seitenbeschneiden angeben
Bilder in PDF-Dokumente einfügen
Wenn wir schon beim Thema Seitenbeschneiden sind: Bestimmt wissen Sie, dass die Grössen der verschiedenen Boxen im PDF über dieses Werkzeug eingestellt werden können. Neu ist, dass hierbei ein Versatz angegeben werden kann. Sie finden die entsprechenden Einträge zur Definition des X- und Y-Versatzes ganz unten im Dialogfenster.
Vielleicht haben Sie festgestellt, dass im soeben besprochenen Touchup Kontext Menü weitere neue Funktionen zur Verfügung stehen. So können beispielsweise Bilder in PDF-Dateien platziert und anschliessend verschoben und gedreht werden. Für ein exaktes Arbeiten steht leider keine Masspalette zur Verfügung.
TouchUp-Werkzeug – Auswahl aufheben
Die wohl umfangreichste Änderung aus Druckvorstufensicht erfährt das Preflight Werkzeug. Bis anhin war es nur möglich PDF-Dokumente auf allfällige Fehler zu überprüfen. Die Fehlerkorrektur beherrschte Acrobat nicht. Dies hat sich mit der aktuellen Version geändert. In Acrobat 8 muss im Preflight Werkzeug klar zwischen Prüfung und Korrektur unterschieden werden. Beim Anlegen eines neuen Profiles sollte man sich also im Vornherein überlegen, ob man nur Prüfen oder nur Korrigieren bzw. beides zusammen ausführen will. Natürlich ist dies stark davon abhängig, mit welchen PDF-Dokumenten man arbeitet. Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen aber immer zuerst zu prüfen und in einem zweiten Schritt zu korrigieren. Sie haben so die bessere Kontrolle über Ihre Dokumente. Hilfreich ist hier der Knopf Preflight-Profil ohne Korrekturen ausführen.
Die Icons für die TouchUp-Werkzeuge haben sich zwar verändert, zu finden sind sie aber immer noch unter Erweiterte Bearbeitung. Falls Sie beim Selektieren und Deselektieren von Text- oder Bildobjekten auch schon beinahe verzweifelt sind, freut Sie bestimmt, dass der aus InDesign bekannte Tastaturkürzel Befehl + Shift + A jetzt auch in Acrobat funktioniert. Durch Anwendung dieses Kommandos werden sämtliche Objekte deselektiert.
Selektive Farbraumkonvertierung Globale Farbraumkonvertierungen können bekanntlich über das Werkzeug Farben Konvertieren vollzogen werden. Wussten Sie, dass mit Acrobat auch eine objektbezogene Farbraumtransformation möglich ist? Hierzu muss das gewünschte Bild zuerst mittels dem TouchUp-Objektwerkzeug selektiert werden. Anschliessend rufen Sie im Kontextmenü, welches Sie über die rechte Maustaste erreichen, die Touchup Eigenschaften… auf. Im Reiter Farbe finden Sie die zur Verfügung stehenden Einstellungen.
Preflight jetzt mit Korrekturen
Prüfprofile in Gruppen organisieren Damit Sie die Übersicht über die unterschiedlichen Preflight-Profile behalten, können Sie diese in Gruppen organisieren. Klicken Sie im geöffneten Preflight Fenster auf den Button Optionen und wählen den Punkt Preflight-Profile bearbeiten… aus. Im darauf folgenden Dialogfenster können Sie durch Klicken auf das PopUp-Menü Gruppe den Punkt Neue Gruppe… auswählen. Nachdem Sie der Gruppe einen Namen vergeben haben, ordnen Sie ganz einfach die gewünschten Profile zu.
Mittels dem TouchUp-Objektwerkzeug lässt sich jetzt auch der Farbraum eines Bildes transformieren.
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Assistent, welche Einstellungen Sie wo aktivieren sollten, um eine möglichst hohe Bildschirmdarstellungsqualität zu erzielen.
Die Preflight-Voreinstellungen Wie bereits oben kurz erwähnt, können die Voreinstellungen des Preflight-Werkzeuges konfiguriert werden. Schauen Sie sich die Voreinstellungen genau an. Es ist beispielsweise möglich den PDF/A-Status-Knopf auszublenden. So können Sie verhindern, dass Sie unabsichtlich auf diesen Knopf anstelle des PDF/X-Status-Knopfes klicken. Auch lassen sich hier die zu verwendenden OutputIntent ICCProfile organisieren.
PDF/X ohne eingebeteten OutputIntent
Dank dem Feature «Prüfprofile verschachteln», bietet der neue Preflight dialog mehr Übersicht. Die erwähnenswärteste Neuerung stellt aber klar die Möglichkeit dar, Korrekturen über den Preflight ausführen zu lassen. Beachten Sie die beiden Icons Lupe und Schraubenschlüssel.
Der Bildschirmeinstellungs-Alarm Die etwas holprige Bezeichnung «BildschirmeinstellungsAlarm» weist Sie darauf hin, wenn die Bildschirmeinstellungen nicht der höchsten Qualitätsstufe entsprechen. Standardmässig ist dieser Alarm aktiviert. Sollten Sie kein Icon (Ausrufezeichen oder grünes Häkchen) oben rechts im Preflight-Fenster sehen, können Sie die Funktion unter den Preflight-Voreinstellungen einschalten. Klicken Sie auf den Button Optionen und anschliessend auf den Punkt Preflight Voreinstellungen… Im unteren Viertel des in der Folge geöffneten Fensters aktivieren Sie die Option Zeige Bildschirmeinstellungs-Alarm wenn die Anzeige nicht auf höchste Qualität gesetzt ist. Ab sofort wird bei jedem geöffneten PDF oben rechts im Preflight-Fenster ein Icon eingeblendet. Wenn Sie darauf klicken, erklärt Ihnen ein
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Wenn Sie PDF/X-Dateien immer den gleichen Empfängern zusenden, möchten Sie vielleicht darauf verzichten, den OutputIntent jedesmal im PDF einzubinden und diesen lediglich referenzieren. Hierdurch verringert sich die Dateigrösse bis zu einem MegaByte. Einstellen können Sie dieses Verhalten, indem Sie auf den PDF/X-Status-Knopf im Preflight-Fenster klicken und die Option ICC-Profil nicht Einbetten, falls dessen Einbettung nicht erforderlich ist auswählen. Aktivieren Sie diese Checkbox aber wirklich nur dann, wenn Sie sich sicher sind, dass der Empfänger 100-Prozentig über das korrekte Ausgabeprofil verfügt. Am Besten, man spricht sich in diesem Falle klar mit dem Druckdienstleister ab.
Systematische Problemanalyse Die Methoden zur Fehlersuche in problembehafteten PDFDateien sind umfangreich und wurden in Acrobat 8 nochmals erweitert. In den Dokumenteigenschaften, zu erreichen über Befehltaste + D, sind Erstellerprogramm, Dateigrösse, PDF-Version, Schriftverwendung und vieles mehr ersichtlich. Über das bereits erwähnte Preflight-Fenster können umfangreiche Prüfprofile abgearbeitet werden. Bei der Visualisierung einzelner Problemobjekte ist die Snap-Ansicht hilfreich. Diese zeigt das im Preflight-Fenster selektierte Objekt in einem eigenen kleinen Fenster an. Ein Report mit einer detaillierten Übersicht lässt sich über die Preflight-Optionen generieren. Die Fehler lassen sich hierbei
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auch auf einzelnen Ebenen zusammenfassen. Neu ist auch der sogenannte Inventar-Report. Dieser lässt sich ebenfalls über die Optionen des Preflight-Fensteres erstellen. Im Inventar-Report wird jedes im PDF enthaltene Objekt inklusiver umfangreicher Informationen gelistet. Eine andere Möglichkeit finden Sie in der Ausgabevorschau. Über das Einblendenmenü lassen sich spezifisch Objektgruppen ein- und ausblenden. So erkennen Sie beispielsweise sehr einfach alle RGB-Objekte oder Smooth Shades.
Problemlösungen Wie Sie wissen, kann ein Prüfprofil in Acrobat 8 auch Korrekturen enthalten. Ebenfalls bereits besprochen haben wir die Farbraumtransformation einzelner oder sämtlicher Objekte einer PDF-Datei. Alte Acrobat-Cracks wissen, dass über das Objektwerkzeug und das Kontextmenü Bilder in Photoshop geöffnet, verändert und wieder zurück ins PDF gespeichert werden können. Unbedingt sollten Sie auch die Möglichkeiten der PDF-Optimierung kennen. Diese rufen Sie über das Menü Erweitert auf oder wählen im Speichern unter Dialog über das PopUp-Menü Format den Eintrag Adobe PDF Dateien, optimiert aus und konfigurieren via dem Button Einstellungen die gewünschten Parameter. Es lassen sich unter anderem Transparenzen reduzieren, die Auflösung von Bildern herunterrechnen wie auch die Kompatibilität zu älteren Acrobatversionen einstellen. Wem diese Möglichkeiten nicht ausreichen, empfehlen wir PitStop von Enfocus oder bei grossen Datenvolumen und komplexen Fehlerkorrekturen das Produkt Speedflow von OneVision. Mit Speedflow lässt sich beispielsweise die Fremddatenaufbereitung in hohem Masse automatisieren.
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«Import aus Illustrator und Photoshop in InDesign CS2» «Der Import von Transparenzen oder Ebenen aus Illustrator und Photoshop in das InDesign ist einfach und klar» – stimmt das? Wir haben die Thematik für Sie durchgespielt. Und siehe da: Zwischen Photoshopund Illustrator-Dateien gibts Unterschiede, und ganz so simpel ist die Geschichte auch nicht. Am einfachsten wäre es, wenn bei einem Import einer AIoder PSD-Datei sämtliche Informationen wie Pfade, Ebenen, Transparenzen mit importiert würden und bearbeitbar blieben. Leider ist dies nur teilweise der Fall.
Adobe Bridge Wir weisen darauf hin, dass sämtliche Importe auch über die Bridge durch Ziehen funktionieren (Ausnahme: direkter Pfadimport aus Illustrator durch Copy&Paste oder Drag& Drop).
Direkter Pfadimport aus Illustrator, keine Transparenzen, ohne Ebenen. Pfade sind jedoch editierbar.
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Import einer Illustrator-EPS-Datei Mit Illustrator-EPS-Datei werden keine Ebenen und Transparenzen übernommen. Durch das Platzieren wird eine Verknüpfung erstellt, die nach einer Änderung des CI/CD’s aktualisiert werden kann.
Illustrator-Dateien importieren Grundsätzlich müssen Flächen, die überdrucken sollen, im Illustrator bereits auf Überdrucken gestellt werden. InDesign kann keine einzelnen Elemente einer Illustrator-Datei ändern.
Pfade direkt aus Illustrator kopieren
Transparent Illustrator-EPS-Import, ohne Transparenzen, ohne Ebenen. Pfade sind nicht editierbar.
Pfade können direkt aus dem Illustrator- in das InDesignFenster gezogen werden. Der Nachteil dieser Methode ist, dass keine Verknüpfung zu einer Grafik-Datei wie AI oder EPS entsteht. Vor allem bei Änderungen eines Corporate Design erweist sich dies als sehr problematisch, weil kein automatisches Update des Logo erstellt wird. Ebenen werden nicht importiert, und Transparenzen gehen verloren. Ein Vorteil hingegen ist die Tatsache, dass die Pfade direkt in InDesign editierbar bleiben.
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Import einer Illustrator-AI-Datei
Import einer Illustrator-PDF-7-Datei
Mit einer Illustrator-AI-Datei lassen sich Transparenzen darstellen, Ebenen werden aber nicht übernommen. Auch hier wird durch das Platzieren eine Verknüpfung erstellt, die nach einer Änderung der AI-Datei aktualisiert werden kann.
Mit einer Illustrator-PDF-7-Datei lassen sich Ebenen importieren und Transparenzen darstellen. Dies setzt aber die richtige Speicherung in Illustrator voraus. Speichern Sie die Datei in Illustrator als PDF-Dokument und wählen Sie folgende Optionen: – Kompatibilität: Acrobat 7 (PDF 1.6) – Aus oberen Ebenen Acrobat-Ebenen erstellen Auch hier wird durch das Platzieren eine Verknüpfung erstellt, die nach einer Änderung der PDF-Datei aktualisiert werden kann. Die PDF-Datei behält die Ebenen und Transparenzen bei und kann so Anforderungen abdecken, die mit einer AI- oder EPS-Datei nicht umzusetzen sind. Die Ebenen lassen sich im InDesign über Objekt/Objektebenenoptionen steuern.
Transparent Illustrator-AI-Import, mit Transparenzen, ohne Ebenen. Pfade sind nicht editierbar.
Transparent Transparent Illustrator-PDF-7-Import, mit Transparenzen, mit Ebenen. Pfade sind nicht editierbar.
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Photoshop-Dateien importieren
Bildimport aus Photoshop CS2 im PDF-Format
Achtung: Beschneidungspfade können in InDesign bearbeitet werden. Falls Sie den Pfad in InDesign anpassen, erstellt InDesign eine Kopie mit dem Eintrag Vom Benutzer geänderter Pfad. Danach ist der Photoshop-Pfad nicht mehr aktiv und wird bei einer Änderung im Photoshop nicht mehr berücksichtigt. Der Photoshop-Pfad kann über Objekt/Beschneidungspfad immer wieder ausgewählt werden.
Erstaunlicherweise gelten in Photoshop nicht die gleichen Regeln wie in Illustrator, denn Ebenen lassen sich nicht mitspeichern. Man hat zwar die Möglichkeit, die Option Kompatibilität: Acrobat 7 (PDF 1.6) auszuwählen, hingegen fehlt Aus oberen Ebenen Acrobat-Ebenen erstellen in der Auswahl. Ein grosser Vorteil ist, dass die Schrift nicht in Pixel aufgelöst wird und skalierbar bleibt. Freisteller können leider nicht ausgewählt werden.
Bildimport aus Photoshop CS2 im TIFF-Format Obwohl sich Ebenen im TIFF-Format sichern lassen, werden sie in InDesign nicht dargestellt. Freisteller hingegen können über Objekt/Beschneidungspfad durch Alpha-Masken oder Pfade ausgewählt werden.
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Transparent Bildimport im PDF-Format, mit Pfad- oder Alphamasken-Freisteller, aber ohne Transparenzen und Ebenen. Grosser Vorteil, die Schrift bleibt als Schrift bestehen und könnte verlustfrei skaliert werden.
Bildimport im TIFF-Format, mit Pfad- oder Alphamasken-Freisteller, ohne Transparenzen und Ebenen, Schriften werden in Pixel umgewandelt.
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Bildimport aus Photoshop CS2 im PSD-Format
Fazit
Das Photoshop-PSD-Format überzeugt hier gegenüber den anderen Formaten. Ebenen werden übernommen und können via Objekt/Objektebenenoptionen aktiviert oder deaktiviert werden. Transparenzen lassen sich durch Ebenenmasken bestimmen, und Freisteller können über Objekt/Beschneidungspfad durch Alpha-Masken oder Pfade ausgewählt werden.
Photoshop überzeugt, denn die Photoshop-eigene PSD-Datei bietet dem Anwender die meisten Möglichkeiten. Bei Illustrator muss im Moment auf das PDF-Format ausgewichen werden, wenn es um Ebenen geht; vielleicht können wir diesbezüglich bei der CS-Version 3 auf eine Änderung hoffen.
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Transparent
Bildimport im Photoshop-CS2-PSD-Format, mit Pfad- oder AlphamaskenFreisteller, mit Transparenzen und Ebenen. Schriftebene wurde im unteren Bild ausgeblendet. Nachteil: Schriften werden in Pixel umgewandelt.
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« Quark XPress 7: Farbmanagement» Wer bis jetzt nur mit XPress 3, 4, 5, oder 6 gearbeitet hat (und keine anderen Layoutprogramme benutzte wie z.B. Adobe InDesign), für den kommt nun ein ganz neues Thema zum Zuge, welches auf jeden Fall mit der Einführung von Quark XPress 7 beachtet werden sollte. Es handelt sich ganz einfach um das vielerseits beliebte Farbmanagement. Denn in der Quark-XPress-Version 7 ist das Farbmanagement immer aktiv, sobald man das Programm aufgestartet hat. Viele haben ein komisches oder ungutes Gefühl, sobald man das Wort CMS (Color Management System) hört. Ziel dieses Artikels ist nicht, ihnen das Farbmanagement (CMS) von Grund auf beizubringen, sondern aufzuzeigen, wie man in Quark XPress 7 mit den Farbmanagement-Einstellungen umgehen kann und allenfalls Änderungen vornimmt. Grundsätzlich reden wir in Quark XPress 7 von drei verschiedenen Einstellungstypen, die das Color Management in Quark beeinflussen. Diese sind Quellen (Daten, die in Quark XPress 7 importiert oder platziert werden). Dann der Einstellungstyp Ausgabe (verschiedene Ausgabemöglichkeiten aus Quark XPress 7 wie zum Beispiel PDF-X-Ausgaben, Druck-Ausgaben oder Softproof-Ausgaben). Und zu guter Letzt gehören auch noch die Einstellungen vom Voreinstellungsfenster in Quark XPress 7 dazu.
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Voreinstellungen in Quark XPress 7 Quellen-Einstellungen: Wie erwähnt handelt es sich um Daten (Bilder) welche in Quark XPress 7 importiert oder platziert werden. Um diese Quell-Einstellungen zu ändern, gehen wir wie folgt vor: Bearbeiten/Farbeinstellungen/Quelle… Nun sehen Sie 2 von Quark vordefinierten Quell-Einstellungen. Diese Grundeinstellungen empfehlen sich nicht für den alltäglichen Gebrauch, da Quark sich eher auf die Amerikanische Norm beschränkt hat.
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Vorsicht bei der Option «Farbmanagement CMYK-Quellen für CMYK-Zielgeräte»
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Daher wird eine neue Quell-Einstellung definiert. Mit Klick auf Neu können Sie sich eine anlegen und nun für fast alle Bild-Farbräume (RGB-CMYK-LAB-Grau) Farbeinstellungen für die Konventierung angeben. Im Beispiel sehen Sie, dass ich für RGB-Bilder das «sRGB» Profil ausgewählt habe und für CMYK-Bilder das «Europe ISO Coated». Je nach Druckerei oder Kunde und deren Einrichtungen unterscheiden sich natürlich diese Einstellungen.
Achtung: Die Option Farbmanagement RGB/CMYK-Quellen für RGB/CMYK-Zielgeräte bewirkt, dass jede platzierte Bilddatei, die ein anderes Farbprofil aufweist, als in den Standardeinstellungen definiert, bei der Ausgabe neu in das Standardprofil konventiert wird. Alle Bilder, die nicht dem Standardfarbraum «ISO Coated» entsprechen, werden nun neu nach diesen Einstellungen separiert, was bedeutet, dass die Bilder sehr wahrscheinlich andere Farbnuancen aufweisen als das Original.
Vorsicht bei der Option «Farbmanagement CMYK-Quellen für CMYK-Zielgeräte». Diese Option unbedingt ausschalten, damit keine CMYK-Konventierung stattfindet.
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Ausgabe Einstellungen:
Voreinstellungen anpassen
Widmen wir uns noch den Ausgabe-Einstellungen. Bei den Quell-Einstellungen haben wir gelernt, dass wir definieren, wie sich importierte oder platzierte Daten im Layout charakterisieren. Bei den Ausgabe-Einstellungen geben wir an, wie diese Daten nun ausgegeben werden sollen. Im Menü Bearbeiten/Farbeinstellungen/Ausgabe… finden Sie diese Einstellungen. Wir empfehlen mit den PDFX-ready-Stilen zu arbeiten (siehe folgendes Kapitel). Natürlich werden auch hier die Einstellungen von den jeweiligen Umgebungen sehr stark beeinträchtigt. Unter Ansicht/ Ausgabe-Proof können Sie die jeweiligen Ausgabestile in WYSIWYG direkt in Quark darstellen lassen und sehen wie das Layout in der Ausgabe aussehen wird.
Nachdem Sie alle Standardeinstellungen für ein einfaches Farbmanagement in Quark XPress erstellt haben, darf nicht vergessen werden, das Ganze den Voreinstellungen mitzugeben. Dazu rufen Sie QuarkXPress/Einstellungen… und gehen Sie auf Farbmanager. Nun können Sie Ihre vordefinierten Quell-Einstellungen laden und die gewünschte Soft-Proof-Einstellungen zufügen und zusätzlich bestimmen, ob EPS- und PDF-Dateien auch davon betroffen sein sollen.
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Verhalten von Bildern Aufzeichnung des eingerichteten Farb足 managements Auf der folgenden Skizze wird nun grafisch dargestellt, was das Farbmanagement mit RGB, LAB und CMYK Bildern auf Grund der vorherigen Einstellungen bewirkt.
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« Ausgabe aus XPress 7: Mit guter Vorarbeit problemlos» Quark hat seinem Layoutklassiker XPress 7 viele Neuerungen wie Unicode, Schatten und Transparenzen spendiert – darüber ist schon mehrfach berichtet worden. Ausserdem hat Quark auch die Ausgabe und das Colormanagement komplett überarbeitet. Quark wollte es. Doch sie mussten es auch wollen, denn sonst würden die neuen Schmankerln gar nicht im PDF oder im Druck erscheinen können. Für den Anwender hat dieser grosse Sprung etliche Konsequenzen, die in vier Gruppen zusammengefasst werden können: Zwang zum Konfigurieren des CMS, umfangreichere Ausgabestil-Definition, Wahl des richtigen Ausgabeweges und Erlernen neuer Layoutregeln für schlanke PDFs.
Ausgabeweg wählen XPress 7 bietet drei grundsätzliche Wege, um zu einem PDF zu gelangen: über den PDF-Export, über den Druckdialog oder über den EPS-Export. Zu bevorzugen ist der PDF-Export – sei es als PS-Datei oder als PDF. Das kann man umstellen unter «Vorgaben/Einstellungen/PDF/PDFWorkflow.» Denn nur hier schreibt XPress die notwendigen Positionierungsbefehle (inkl. Trim- und Bleedbox) richtig in die Datei. Beim Drucken in Datei ist man hingegen auf Präzisionshilfen angewiesen, die entweder durch eine Distiller-Startup-Datei von Impressed oder durch die MediaBoxXT von Jo Lauterbach kommen können.
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Ausgabestil definieren Hier ist XPress von Haus aus nicht so üppig ausgestattet: für PDF- und EPS-Erzeugung sowie für den Druck gibt es nur je einen Standardstil. Hier sollte man sich als Grundlage auf jeden Fall die XPress-Ausgabestile von PDFX-ready downloaden. Da diese Stile kleine XML-Dateien sind, ist in ihnen auch gleichzeitig der Farbausgabestil enthalten! Das spart viel Arbeit. Dort ist auch die PDF/X-3-Validierung hinterlegt. Bei den Voreinstellungen zur Bildkomprimierung verbessern viele Anwender die Vorgaben von PDFX-ready noch weiter, indem sie die Komprimierung auf ZIP stellen und nicht XPress das Downsampling der Bilder vornehmen lassen. PDFX-ready zielt in der Zukunft auf medienneutrale RGB- und CMYK-Daten. Deswegen ist heute schon in den Ausgabestilen eine medienneutrale (AsIs) Farbausgabeeinstellung hinterlegt, die dieses berücksichtigt. Mit der Konsequenz, dass die PDF/X-3-Validierung nicht gelingt, wenn der Layouter noch RGB-Elemente im XPress-Layout hat. Deswegen sollte man sich ausgehend von den PDFX-ready-Farbausgabestilen noch CMYK-Farbausgabestile erstellen, die die Konvertierung nach CMYK mit dem gewünschten ICC-Profil vornehmen (siehe Kapitel «Farbmanagement»).
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Beim Layouten zu beachten
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Folgende Layouteffekte bewirken bei der Ausgabe eine Transparenzverflachung: – Deckkraft von 1 bis 99 % (0 und 100 sind nicht transparent) – Schlagschatten – Alphamaskierung – Verläufe, bei denen ein Verlaufsende mit der Farbe «Keine» definiert ist. Die Verflachung zwischen reinen Vektorobjekten findet auch auf Vektorebene statt. Ansonsten wird die Mischzone immer in Pixel umgewandelt. Deswegen sind einige Punkte zu beachten, damit keine ungewollten Effekte auftreten: – Im Layout sollten die Bilder unten liegen, darüber kommen die Texte und Linien, darüber notfalls die Bildverdrängerboxen mit Farbe «Keine». – Keine OPI-Bilder verwenden. – Pixelbilder sollten als Auflösungsangabe die englischen ppi (Pixel per Zoll) tragen und nicht die kontinentaleuropäischen ppcm. – Zu verrechnende Bilder sollten möglichst die gleiche Auflösung und den gleichen Farbraum haben. – Boxen mit Schlagschatten nicht grösser aufziehen als unbedingt nötig. – Schlagschatten oder Transparenzen, die man auf freigestellte EPS- oder PDF-Dateien angewendet, werden meist auf Basis der aktuellen Anzeigequalität errechnet. Deswegen sollte die betroffene Datei in voller Voransichtsauflösung angezeigt werden. – Um sichtbare Übergange zwischen verflachten und unverflachten Bildteilen oder platzierten EPS-/PDFDateien zu vermeiden, könnte ein mit Weiß gefüllter Bildrahmen deckungsgleich über den gesamten Bereich gelegt werden und diesem eine Deckkraft von 0,01% gegeben werden. Dies erzwingt eine Verflachung über die gesamte Bildfläche mit einheitlichen Einstellungen.
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«Evaluationskriterien für den Kauf einer Digitalkamera» Die Entwicklung der digitalen Fotografie hat in den letzten zehn Jahren die analoge Fotografie nahezu verdrängt. Heute reicht die Qualität der günstigen Kameras im privaten Bereich völlig aus. Daran haben sich auch die Fotolabors völlig angepasst: Farbvergrösserungen und gebundene Fotoalben können in individueller Art direkt via Internet bestellt werden. Im Highendbereich liefern digitale Quellen bereits eine bedeutend bessere Bildqualität als die analoge Fotografie. Beim Kauf einer neuen Kamera ist die richtige Entscheidung durch die digitale Bilderfassung nicht einfacher geworden. An erster Stelle sind nach wie vor die fotografischen Anforderungen an die Kamera zu nennen: Wie soll die Kamera eingesetzt werden? Eher im Reportagen- oder im Studiobereich? Natürlich entscheidet schliesslich auch das Budget über die Kamerawahl. Es lassen sich drei Kameratypen unterscheiden: – leistungsfähige, preisgünstige Kompaktkameras – Spiegelreflexkameras – Digitalbacks für den Studiofotografen mit bestehender Infrastruktur wie Mittelformat- oder Fachkameras. Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras unterscheiden sich bezüglich Funktionalität. Die manuelle Steuerung der Blende, der Belichtungszeit und der Schärfe ist nur bei der Spiegelreflexkamera möglich, was auch für den Austausch der Objektive gilt. Die Investition im Highend-Bereich der Digitalbacks setzt eine ausführliche Evaluation voraus. Da eine Digitalback auf herkömmliche Studiokameras appliziert werden kann, ist die bestehende Studioeinrichtung ein wichtiger Entscheidungsfaktor.
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Vor- und Nachteile der Kameratypen
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Spiegelreflexkamera (ca. ab CHF 700.– bis 10000.–) Vorteile: – Bildsensor bis Kleinbildformat erhältlich (nur bei High end-Kameras) – hohe Bildqualität möglich – evtl. kompatibel mit professioneller Software – breites Einsatzgebiet – ausbaubar – alle wichtigen Funktionen manuell steuerbar – individuelle Wahl der Objektive – grösseres Spektrum der Auslösezeit – präziser, schneller Autofokus – keine Auslösungsverzögerung – Originalsichtbild – Blitz-Synchronkabel-Anschluss vorhanden Nachteile – kostenintensiv – verschmutzungsanfällig – vielfach kein Blitz eingebaut
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Digitalback (ca. von CHF 20000.– bis 45000.–) Vorteile: – Bildsensor ab Kleinbildformat erhältlich – höchste Bilddaten-Qualität (bis zu 160 Megapixel möglich) – an bestehenden, professionellen Mittelformat- und Fachkameras verwendbar – professionelle Software – grosser Farbraum bis 16 bit – beste Algorithmen – für Colormanagement-Workflow optimiert Nachteile: – sehr hohe Anschaffungskosten – Handling mit grossen Datenmengen – sperrig und unhandlich – schwerfällig im spontanen Einsatz
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Was zu beachten ist Kameragehäuse Das Angebot der verwendeten Gehäuse-Materialien geht von dem günstigen Kunststoff- über das Magnesium- bis hin zum teuren Titan-Gehäuse. Die Funktionen der Kamera sollten so angeordnet sein, dass sie einfach zu erreichen sind. Die Kamera sollte persönlich gut in der Hand liegen.
Objektiv Grundsätzlich gelten die gleichen Anforderungen wie bei einer analogen Kamera. Zu kontrollierende Aspekte sind: – Ist bei der Schärfeeinstellung «Unendlich» der Fernpunkt scharf? – Verzieht sich das Bild am Rand (Vergütung)? – Treten in den Ecken Schärfe- und Lichtabfall auf? – Wie ist die generelle Grundschärfe zu beurteilen? (Achtung: Kontrastreiche Bilder wirken schärfer)
Bildsensor Beim Chip gilt: Je grösser das Format, desto grösser ist das Betrachtungsfeld und desto genauer die Bildwiedergabe. Die Auflösung sollte möglichst hoch sein; so entspricht zum Beispiel die Auflösung eines 8 MB Chips ungefähr einem Bild, das in A4-Grösse gedruckt werden kann (Offsetdruck, 70er-Raster).
Sehr wichtig sind die Kriterien der Datenqualität: – das Bildrauschen bei Langzeitbelichtungen – das Tiefenrauschen – unerwünschte Effekte in den Konturen bei Übergängen von dunklen in helle Bildstellen im unscharfen Bereich – Modulation in den reinen Farben, speziell im Rot – Bildqualität bei hohen ASA-Werten (oft ab 400 ASA problematisch) – Speichergeschwindigkeit – Abgleichmöglichkeit der Farbtemperatur (Weissabgleich) – speicherbare Bildformate – ungeschärft vorliegendes RAW-Bild
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Software Bei Highend-Kameras wird normalerweise eine kameraspezifische, professionelle Software mitgeliefert. Ist dies nicht der Fall, so ist unbedingt darauf zu achten, dass der Kamerahersteller einen Treiber mitliefert, welcher die Verwendung des RAW-Plugin im Photoshop unterstützt.
Speicherkarte Bei der Wahl der Speicherkarten entscheiden die Verbreitung, die Schreibgeschwindigkeit, das SpeichergrössenAngebot und natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Speicherkarten mit der grössten Auswahl sind zur Zeit die CompactFlash-Karten, die bis zu einer Grösse von 8 GB erhältlich sind.
Phase One P25+ 22 Megapixel 49 x 37 mm Canon EOS-5Ds 12,8 Megapixel 36 x 24 mm FUJIFILM FinePixS6500fd 6.3 Megapixel 15 x 11.25 mm
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Kamera testen Kompakt- oder Spiegelreflexkamera
54 Digitalfotografie
Für den Test einer Kompakt- oder Spiegelreflexkamera haben wir folgende prüfbare Kriterien zusammengestellt: 1. Aufnahmen in allen Brennweitenbereichen mit eine runden Gegenstand (Kontrollieren, ob sich der Kreis aussen verzieht) 2. Aufnahme einer geraden Kante in kurzem Abstand zum linken und rechten Bildrand (Kontrollieren, ob der Abstand zum Bildrand gleichmässig ist) 3. Aufnahme in allen Brennweitenbereichen einer homogen ausgeleuchteten Fläche (Kontrollieren, ob das Bild gegen die Ecken einen Lichtabfall aufweist) 4. Parallel-Aufnahme in allen Brennweitenbereichen von einem Text, der über die Bildkante hinausläuft (Kontrollieren, ob man bei der Aufnahme die Ecken scharf stellen kann) 5. Aufnahme von Haaren auf weissem Hintergrund (Kontrollieren, ob bei den Haaren durch Schärfen ein unnatürliches Treppenmuster entsteht) 6. Aufnahme mit reinen, flächigen Farben wie z. B. Rot Achtung: Weissabgleich vorher ausführen (Kontrollieren, ob eine natürliche Modulation erhalten bleibt)
Digitalback Wir gehen davon aus, dass ein Studiofotograf bei der Evaluation eigene individuelle Tests durchführen wird.
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« Das Web geht in die zweite Runde: Web 2.0 und Ajax» Über den Begriff Web 2.0 haben sich schon viele den Kopf zerbrochen. Allen voran der O’Reilly-Gründer und Geschäftsführer Tim O’Reilly. Was ist Web 2.0 denn jetzt wirklich – reine Marketing-Strategie oder doch die Revolution im Web? Das Web hat sich verändert und auch der Umgang der User mit dem Web. Die Technik, die schnelle Web-Anwendungen ermöglicht, die vorher nur als DesktopApplikation denkbar waren.
Web 2.0 – zwischen Euphorie und sich selber neu erfinden Definition Gleich vorneweg: Web 2.0 ist nicht Ausdruck für das wieder wachsende Internet, kein Produkt und auch nicht Synonym für ein semantisches Web (in einem semantischen Web sind Informationen nicht nur für Menschen lesbar, sondern auch in einer für Computer verständlichen Form gespeichert). Web 2.0 ist vielmehr die mehr oder weniger geschickte Namensgebung (Kritiker sprechen von einem bedeutungslosen Marketing-Slogan) für eine vor langem gestartete, stete Entwicklung für die Zukunft dieses Mediums. Eine Entwicklung, die nun immer mehr an Geschwindigkeit zunimmt und über die Schnittstelle Internet die Menschen miteinander verbindet. So gesehen könnte Web 2.0 auch für eine signifikante Verhaltensänderung der User stehen, wie dies auch bei Web 1.0 der Fall war oder auch heute noch so ist. Kurzdefinition: Das Web 2.0 ist ein einfach erweiterbarer, verteilter Datenspeicher, der Schnittstellen sowie sich ständig weiterentwickelnde, kollaborativ und partizipativ ausgerichtete, geräteunabhängige Applikationen bereitstellt und dabei dem Benutzer oder Entwickler einen möglichst hohen Grad an Freiheit in seiner Anwendung lässt.
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Evolution Bertolt Brecht hat in den 30er Jahren schon einmal so etwas ausgerufen: Das Radio solle kein blosser Empfänger mehr sein, sondern ein Sender von allen für alle. Und Hans Magnus Enzensberger meinte in den 70er Jahren, dass mit den elektronischen Medien nun «die massenhafte Teilnahme an einem gesellschaftlichen und vergesellschafteten produktiven Prozess» möglich sei. Den CB-Funk und die Videokamera gibt es nun schon seit ein paar Jahrzehnten – aber haben sie gesellschaftlich etwas verändert? Woran diese Utopien immer schon starben, war die Tatsache, dass die Menschen zwar in Strukturen lebten, in denen sie zu reiner Rezeptionstätigkeit gezwungen waren, dass ihre Befreiung daraus sie allerdings nicht alle zu Produzenten macht. Denn die wenigsten wären dazu bereit. Die allermeisten nutzen ihre Freiheit dazu, weiter das zu konsumieren, was andere produzieren.
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Web 2.0 – und wie? Jedermann, der sich auch nur am Rande mit der Branche «Internet» (in Anführungsstrichen, weil diese sehr weitläufig ist) auseinandersetzt, dem ist das Wort «Web 2.0» schon mal begegnet, besonders in der letzten Zeit. Was beinhaltet nun Web 2.0 als wichtiges Beispiel? Wie kann man Web 2.0 definieren? Ein konkretes Beispiel: Dienste, keine Paketsoftware, mit kosteneffizienter Skalierbarkeit. Kontrolle über einzigartige, schwer nachzubildende Datenquellen, deren Wert proportional zur Nutzungshäufigkeit steigt. Das Vertrauen in Anwender als Mitentwickler. Nutzung kollektiver Intelligenz. Erreichen der Masse mittels Bildung von Communities usw. und Erstellung von Software über die Grenzen einzelner Geräte hinaus. Leichtgewichtige User-Interfaces, Entwicklungs- und neue Geschäftsmodelle daraus bilden usw., kurz und gut, am 30.09.2005 veröffentlichte Tim O’Reilly vom gleichnamigen Verlag seinen richtungsweisenden Artikel «What is Web 2.0».
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http://www.oreilly.de/artikel/web20.html oder übersetzt in deutsch: http://twozero.uni-koeln.de/content/e14/e68/index_ger.html dieser gilt als wegweisendes Whitepaper für Web 2.0 und sollte auf die möglichen Änderungen aufmerksam machen im Zeitalter von Web 2.0. Wenn sich eine Firma mit der Bezeichnung «Web 2.0» schmückt, vergleichen Sie ihre Eigenschaften mit Tim O’Reilly’s obiger Liste.
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Web 2.0 z. B. in Redmond Das Web hat sich innerhalb eines Jahrzehnts von einem Spielzeug für Technik-Freaks zu einem gigantischen Marktplatz für Informationen entwickelt. Auch wenn diese Informationen nach wie vor nahezu ausnahmslos frei angeboten werden, steckt dahinter ein Milliardenmarkt, den bislang Unternehmen wie Google, Yahoo, Myspace. com (Online Community) dominieren. Allein Google hat im dritten Geschäftsquartal 2005 knapp eine Milliarde Dollar mit Onlinewerbung verdient und im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 96% zugelegt. Microsoft, die nach wie vor den grössten Teil ihrer Einnahmen aus dem Verkauf von Windows- und Office-Lizenzen erzielt, spielt in diesem Markt im Moment lediglich eine kleine Nebenrolle. Mit den neuen Windows-Live-Angeboten soll sich da in naher Zukunft aber einiges ändern. Windows Live soll nicht nur dem Anwender eine Vielzahl attraktiver Dienste gebündelt auf seiner persönlichen Windows-Live-Startseite bieten, sondern dem Softwarekonzern neue Einnahmequellen bescheren sowie genauste Benutzerinformationen.
Die Web-2.0-Definition, wie Ajax, Weblogs, Tagging, Social Software, Podcasts, RSS, usw. werden in Zukunft vertieft beschrieben, wie beispielsweise diese von Tim O‘Reilly.
Aber bedenken Sie dabei, dass hervorragende Leistungen in einem Bereich aufschlussreicher sein können als wenige kleine Schritte in allen sieben. Die Internetpräsenzen sollten unter den Gesichtspunkten des Web 2.0 nicht mehr nur als eine Ansammlung von Einzelseiten angesehen werden, die dem Benutzer Inhalte anzeigen. In der Zeit vor dem Web 2.0 fand ein Datenaustausch mit dem Server nur dann statt, wenn der Benutzer über eine Verknüpfung eine neue Seite angefordert hatte. O’Reilly fordert in diesem Zusammenhang das Verhalten von Desktop-Applikationen im Sinne von Rich-Client-Applikationen auf Internetseiten zu portieren. Durch ein Zusammenspiel von verschiedenen Webstandards, im Fachjargon Ajax genannt, ist dies möglich. Ajax erlaubt es, Daten mit dem Server auszutauschen, ohne die Seite neu laden zu müssen.
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Google macht es heute schon vor wie Ajax sinnvoll eingesetzt werden kann.
Microsofts Antwort auf Web 2.0 heisst Windows Live. Hinter diesem irgendwie vertraut klingenden Begriff, der mit dem Betriebssystem Windows aber relativ wenig zu tun hat, stecken eine Vielzahl von (teilweise auf Atlas basierenden) Diensten, von denen sich einige noch im Testbetrieb befinden. Manche der Live-Dienste, wie Live Mail, wirken recht vertraut, da sie direkt aus den MSN-Diensten hervorgegangen sind. Andere, wie http://local.live.com oder http:// expo.live.com, wurden komplett neu entwickelt und stehen auch bezüglich ihres Inhalts für eine neue Generation an Webangeboten. Alle Windows-Live-Dienste sind grundsätz-
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lich browserunabhängig, wenn gleich auch der Browser und System gewisse Mindestanforderungen erfüllen müssen. Durch die Kombination von statischen Inhalten mit via Atlas z. B. beziehungsweise allgemein Ajax dynamisch abgerufenen «Informationsfeeds» (in Gestalt von XML-Daten) ergibt sich ein vollkommen neuer Typus von Webanwendungen. Dieses Zusammenfügen von Inhalten verschiedener Quellen im Rahmen einer Webanwendung wird im Web-2.0-Jargon «Mashup» genannt. Ein typisches Mashup würde beispielsweise eine E-Bay-Auktion verfolgen und aktuelle Gebote am Seitenrand anzeigen. Und für die letzte Fussball-WM wäre es natürlich sehr nett gewesen, wenn die über die offizielle Fifa-Webseite kurzfristig zum Verkauf angebotenen Tickets in die Live-Startseite eingeblendet worden wären. Web-2.0-Anwendungen werden in den nächsten Jahren eine ganz neue Nutzung des Webs erlauben. Also der Browser zeigt nicht nur statische HTML-Seiten an, sondern sorgt hinter den Kulissen für die Aktualisierung und eine überaus attraktive Darstellung der Daten. Mit Office Live plant Microsoft in Zukunft auch, Office-Funktionalität auf diese Weise zur Verfügung zu stellen und reagiert damit auf bereits existierende Angebote von Google. Man darf gespannt sein, welche Möglichkeiten demnächst im Browser zur Verfügung stehen werden – Made in Redmond.
Writely war ein kostenloses, webbasiertes Textverarbeitungsprogramm in der Betaphase, das man allein oder für Teamwork verwenden konnte. Im Oktober 2006 wurde es durch Google übernommen und mit Google Docs abgelöst.
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Ajax – alles Javascript oder was? Im Mittelpunkt einer typischen Web-2.0-Webanwendung steht mit Ajax (Asynchrones Javascript und XML) eine im Grunde recht simple Technik, durch die Webseiten Daten von einem Server abrufen können, ohne dass dazu die Seite komplett neu geladen werden muss. Ein typisches Beispiel ist das Einblenden zusätzlicher Informationen über Tankstellen, Restaurants und Sehenswürdigkeiten in eine Strassenkarte nach entsprechender Auswahl des Besuchers der Seite. Webseiten, die Ajax-Techniken benutzen, können dem Anwender jene Interaktivität bieten, die man ansonsten nur von OS-Anwendungen gewohnt ist, ohne dass proprietäre Techniken wie Flash, Java oder ActiveX im Spiel sind. Im Mittelpunkt steht bei Ajax das XMLhttpRequest-Objekt des Browsers, das in der Lage ist, beliebige XML-Daten von einem Server abzurufen und via Javascript an den dafür vorgesehenen Stellen innerhalb der Webseite einzufügen. Normalerweise führt die Auswahl in einer Webseite dazu, dass das komplette Seitenformular an den Server übertragen, dort ausgewertet und mit neuen Informationen versehen wieder retour an den Browser geschickt wird. Während diesem Daten-«PingPong» bleibt dem Anwender nichts anders übrig als zu warten. Ajax erlöst den Anwender aus dieser passiven Rolle, in dem sich das Aktualisieren einzelner Seiteninhalte im Browser abspielt. Voraussetzung ist eine «Ajax-Engine», die auf Javascript basiert, und in einer Art unsichtbarem Frame den Aufbau der Seite steuert. Asynchron bedeutet in diesem Zusammenhang, dass neue Daten abgerufen werden, während der Anwender ein Seitenelement auswählt, so dass dieser nicht darauf warten muss, dass die Seite mit den neuen Daten komplett wieder aufgebaut wird. Ergänzt wird das XMLhttpRequest-Objekt durch das Document Object Model (DOM) von XHTML, das einen direkten Zugriff auf jedes Seitenelement erlaubt. Die CSS zur optischen Aufbereitung und natürlich Javascript, das alles zusammenfügt. Ajax basiert daher ausschliesslich auf Techniken, die Webentwicklern bereits seit vielen Jahren vertraut sind. In Kombination mit den Errungenschaften moderner Browser, wie etwa Drag&Drop-Unterstützung, ergibt sich ein Bedienkomfort, der dem einer typischen Windows-Anwendung sehr nahekommt. Dieser Umstand und natürlich die überaus attraktiven Anwendungen, die sich mit Ajax umsetzen lassen,
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haben dazu geführt, dass in kürzester Zeit eine regelrechte Hysterie um dieses Thema ausgebrochen ist. Viele Webanbieter setzen Ajax bereits für ihre Angebote ein. Allen voran natürlich Google, unter anderem mit GMail, Google Groups, Google Suggesjax als reiner Client-Technologie, die einen entsprechend leistungsfähigen Browser voraussetzt, nicht zu viel versprechen darf, hat auch Microsoft die Bedeutung dieser neuen Technologie erkannt und bietet mit Atlas ein auf Javascript basierendes Client-Framework als Ergänzung zu ASP.NET 2.0 an.
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Was geboten wird Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Plattformen und Dienste, welche sich mit Web 2.0 aufgemotzt haben. Leistungen wie verschiedene Services, Dienste und Tools, Blogging, Bookmarking, Kalender, E-Mail, Formulare, Mapping, Foto, RSS, Suche und Suchmaschinen, Organizing, Statistiken und Verschiedenes. Die Liste wird um Hunderte von Sites jeden Tag erweitert. Hier finden Sie eine fein sortierte Liste mit unterschiedlichen Leistungen mit Beispielen von Web-2.0-Applikationen. Hier erhält man ein kleinen Überblick, was sich hinter der Ajax-Technologie für Möglichkeiten verstecken. http://www.drweb.de/web20/ web20-liste-dienste-tools.shtml Ausserdem finden Sie auf der nächsten URL einen Kurzvortrag von Herrn Andy Budd von der Clearleft Ltd. aus England, welcher kurz und prägnant Slides über die Struktur von Web 2.0 aufzeigt. Ist ausserdem auch in Web 2.0/Ajax und auf Englisch http://www. andybudd.com/dcontruct05
Mit Windows Live Gallery hat Microsoft ein neues Portal online gestellt, das zahlreiche Erweiterungen für die verschiedenen Windows-LiveDienste vorstellt.
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« Hotline: Fragen und Antworten» Wenn ich im Quark XPress ein PDF ausgebee, kommt die Fehlermeldung «Die Arraylänge liegt ausserhalb des Wertebereichs», und es entsteht kein PDF. Das Problem liegt hierbei meistens an den OPI-Kommentaren der enthaltenen Bilder. Es kann ausreichen, dass die XPress-PDF-Exporteinstellungen deaktiviert werden. Jedoch ist es noch besser die OPI-Extension aus Programme/ QuarkXPress/XTension in einen neu erstellten Ordner (z.B. XTension Aus) zu verschieben. Der XTension Disabled-Ordner ist hierzu nicht geeignet, da XPress auch diesen Inhalt nach Lust und Laune aktiviert. Somit ist beim Export und Druck die Option OPI deaktiviert.
Ein Arbeitskollege, welcher mit Windows arbeitet, sieht in meinen E-Mail (geschrieben mit Apple Mail) immer sehr komische Umlaute. Ist dies ein Problem meinerseits, oder liegt dies am Windows-Client? Dies ist ein Bug zwischen sich unterscheidenden Kodierungen. Apple verwendet in den E-Mails eine eigene Standardkodierung. Logischerweise findet sich ein Microsoft Outlook auf der Gegenseite, welches mit UTF-8-Kodierungen arbeitet, nicht zurecht. Um in Zukunft diesen Konflikt zu vermeiden, schliessen Sie Apple Mail und öffnen in Programme/Dienstprogramme das Terminal. Hier geben Sie nun wortwörtlich folgende Zeile ein und bestätigen mit Enter: defaults write com.apple.mail NSPreferredMailCharset «UTF8». Jetzt können Sie das Terminal wieder schliessen und Apple Mail erneut öffnen. Bevor Sie nun E-Mails schreiben, müssen Sie noch zwei Einstellungen (Mail/Einstellungen ...) vornehmen. Wählen Sie im Reiter Verfassen als Format Formatierter Text und bestätigen Sie bei Antworten Dasselbe Format verwenden wie in der Original-E-Mail. Als Alternative zu der eben erläuterten Lösung, ist es natürlich noch einfacher nur reinen Text zu versenden (inkl. Attachements).
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Ich habe von einem Kunden eine XPress-Datei per E-Mail zugeschickt bekommen. Wenn ich diese Datei nun öffne, wird sie entweder völlig falsch dargestellt, oder XPress stürzt ab. Was kann ich hier unternehmen? Eine E-Mail wird in die weiten des WWW entlassen und findet irgendwo auf dieser Welt den Empfänger. Es gibt nur eine Handvoll Formate, welche diese Vorgehensweise akzeptieren. Mit .TXT’s, .PDF’s, .JPG’s usw. ist dies alles kein Problem. Jedoch Formate wie .QXP oder auch .INDD sind nicht auf eine solche Übertragung ausgelegt. Werden diese Dateien so «füdliblutt» ins Web gesendet, ist die Chance sehr gross, dass sie mit einem nicht sofort erkennbaren Defekt ankommen. Daher ist es unumgänglich, solche Dateiarten in ein Archiv zu stecken, am Besten das ZIP-Format, denn es ist Mac OS X- wie auch Windows-kompatibel. In Mac OS wird ein solches Archiv durch Rechtsklick auf einen Ordner oder Datei ausgewählt. Im Kontextmenü muss nur noch Archiv von ... erstellen angeklickt werden, und das File wird eingepackt. So werden Fehler bei der Übermittlung vermieden.
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In Indesign kann ich von meinem Benutzer keine Druckaufträge mehr versenden. Andere Benutzer auf demselben Rechner können dies jedoch anstandslos. Habe ich ein Berechtigungs-Problem? In den meisten Fällen ist dies tatsächlich ein Problem mit den Rechten. Es kann vorkommen, dass Berechtigungen plötzlich beschädigt sind. Um wieder zu drucken, besuchen Sie zuerst die Software-Website http://www.versiontracker. com und suchen dort nach dem Tool «Batchmod». Nachdem Sie die aktuellste Version heruntergeladen haben, können Sie diese ausführen. Es öffnet sich nun ein Fenster, in welches Sie den Ordner Macintosh HD/Users/Ihr User/ Library/Application Support ziehen. Sie merken, dass Sie
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nun Häkchen bei R,W und X verteilen können. Klicken Sie alle Boxen an, inklusive Eigentümer und Zugriffsrechte anwenden und Entriegeln, und bestätigen Sie mit Anwenden. Denselben Vorgang wiederholen Sie auch mit dem Ordner Macintosh HD/Library/Application Support. Jeder Benutzer hat jetzt wieder das Recht zu drucken.
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Wenn ich in XPress ein PDF platzieren möchte, bekomme ich die Fehlermeldung «Die PDF-Datei kann nicht importiert werden, da Sicherheitsprivilegien oder ein Passwort bestehen». Was mache ich falsch? Diese Meldung ist leider nicht erfreulich. Entgegen der Erwartungen, dass dieses PDF wirklich geschützt sein könnte, hat dies nichts damit zu tun. Das PDF ist böse gesagt beschädigt und kann nicht wieder repariert werden. Diese Beschädigung kann viele Ursachen haben. Eine Chance haben Sie jedoch, damit Sie das PDF in XPress platzieren können. Wandeln Sie das PDF in Acrobat Professional in ein EPS um und es wird sich platzieren lassen.
Kann ich in XPress 7 ein Dokument für XPress 6 absichern? Diese Frage klingt zwar sehr einfach, aber Quark hat diese Funktion leider etwas versteckt und ist nicht gleich für jeden Anwender ersichtlich. Wenn Sie ein Dokument geöffnet haben, gehen Sie unter Ablage/Exportieren und wählen Layout als Projekt aus. Im soeben geöffneten Fenster geben Sie den Dateinamen an und noch wichtiger, wählen Sie unten die zu speichernde Version aus. In diesem Fall XPress 6.
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In verschiedenen Programmen in Mac OS 10.3.x werden mir die Joboptions von meinem PDF-Drucker nicht angezeigt. Wo liegt hier das Problem? Wenn man unter Mac OS X den Adobe-PDF-Printer auswählt, sollte es möglich sein, im Pulldownmenü Kopien & Seiten die PDF-Optionen auszuwählen. Manchmal verschwinden diese jedoch und tauchen nicht mehr auf. Die Ursache sind Umlaute oder sonstige exotische Zeichen in einem Dateinamen der Distilleroptionen. Dieses Problem können Sie lösen, indem Sie im Ordner Macintosh HD/Library/Application Support/Adobe PDF/Settings die Dateinamen der Distillersettings überprüfen. Wenn Sie einen Dateinamen mit Umlauten oder Sonderzeichen finden, benennen Sie ihn einfach um. Suchen Sie anschliessend in Ihrem Homeverzeichnis den Ordner Library/Preferences. Darin suchen Sie den Ordner com.adobe.print.AdobePDF7. Löschen Sie diesen Ordner. Öffnen Sie anschliessend Acrobat Professional 7 und wählen Sie im Menü Hilfe die Option Erkennen und Reparieren. Nach einem Neustart werden Sie die Joboptions wieder sehen.
Ich speichere oftmals aus XPress 7 Dateien als Version XPress 6 ab. Nun stürzt mir jedoch XPress 6.5 sofort ab, wenn ich versuche solche Dateien zu öffnen. Dies ist ein bekannter Fehler. Die Aktualisierung von XPress 6.5 auf 6.52 bringt Verbesserungen im Umgang aus Version 7 exportierten Daten.
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Ich habe in InDesign CS2, in einem grösseren Artikel, ein Wort getrennt. Gleichzeitig hat Indesign den gesamten Absatz bzw. Artikel neu getrennt und ausgerichtet. Zum Glück wurde das Dilemma rechtzeitig erkannt. Wie kann ich dies in Zukunft verhindern? Dieses Feature ist in Indesign gleichzeitig ein Segen als auch ein Fluch. In diesem Fall ist diese Funktion gänzlich unpassend und sorgt nur für Probleme. Um diese automatische Aufteilung von Zeilen auszuschalten, wählen Sie den gewünschten Absatz bzw. die Textbox aus und schalten Sie in der Steuerungspalette auf Absatz. Ganz rechts in dieser Palette klicken Sie auf das kleine schwarze drei eckige Pfeilchen. In der sich öffnenden Auswahl selektieren Sie Abstände. In dem untersten Feld Setzer stellen Sie auf Adobe Ein-Zeilen-Setzer um, und InDesign wird nicht mehr den gesamten Absatz anpassen, sondern nur die einzelne Zeile.
Nice to know, im absoluten Extremfall und in elementaren Notsituationen! Sie kennen es bestimmt: Beim Aufstarten des Macs drücken Sie die Alt-Taste, damit Sie zwischen den verschiedenen bootbaren Volumes eines auswählen können. Sie sitzen einige Meter von einem neuen Intel-Mac entfernt und möchten dies veranlassen. Ganz einfach, nehmen Sie Ihre Remote Fernbedienung (wird mit den neuen IntelMacs mitgeliefert) und bleiben Sie während dem Boot auf dem Knopf Menü und plötzlich erscheint die altbekannte Auswahl. Nun können Sie sogar mit links und rechts ein Volumen auswählen und mit Play bestätigen.
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Wie kann ich in InDesign CS2 einen eigenen definierten Platzhaltertext hinzufügen? Mit dem Befehl Schrift/Mit Platzhaltertext füllen kann Blindtext ins Dokument eingefügt werden. Es ist möglich einen persönlichen Platzhaltertext zu definieren. An dieser Stelle möchte ich Ihnen eine grosse PlatzhaltertextDatenbank im Internet vorstellen: http://www.newmedia designer.de. Um nun den gewünschten Text zu definieren, öffnen Sie das Programm «TextEdit» und stellen als Erstes unter TextEdit/Einstellungen das Format in Reiner Text um. Dies ist sehr wichtig, da Sie ansonsten auch die Farb- und Textinformationen im Blindtext sehen. Schreiben Sie jetzt in einem neuen TextEdit-Dokument einen Text oder fügen Sie einen beliebigen ein. Speichern Sie anschliessend das Dokument als platzhalter.txt in das Verzeichnis Macintosh HD/Programm/Adobe InDesign CS2/. Sobald Sie jetzt einen Platzhaltertext in Indesign einfüllen, werden Sie Ihren Text sehen.
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Konzept und Realisation Raphael Bolzern Detlev Hagemann Marcel Hochuli Mario Kotschner Peter Leuenberger Guido Meyer Marc Müller Martin Wicki Rolf Wüest
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Gestaltung Mario Kotschner
Fotos Photocase.com
Dank Namentlich möchten wir uns bei folgender Firma und Person für ihr Beitrag bedanken: SMI Schule für Medienintegration Detlev Hagemann www.smi.ch
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