1 minute read

Rekonstruktion von OTTO-Rippen | Seite

Konstruktionsanleitung von Bruder Michael Reuter

1. Zeichne die Schlaglinie und trage darauf 14 Striche ab. 2. Schlage einen Radius von 1 1⁄2 aus dem Punkt 0 auf die Schlaglinie.

Advertisement

Trage darauf 1⁄8 und 1⁄2 + 1⁄32 ein. 3. Zeichne eine Senkrechte durch den

Punkt 7 auf die Schlaglinie.

Trage darauf 7⁄8 und 7⁄16 ein. 4. Zeichne eine Senkrechte durch den Punkt 12 3⁄4 auf die Schlaglinie.

Trage darauf 13⁄16, 3⁄16 und 5⁄8 ein. 5. Durch den Punkt 1⁄2 + 1⁄32 schlage einen

Kreis von 1 + 1⁄16 Durchmesser. 6. Zeichne aus dem Punkt 0 mit dem

Radius 8 zwei Bögen, die innen und außen den Schlagring tangieren. 7. Zeichne aus dem Punkt 1 1⁄8 zum

Punkt 7⁄8 einen Radius mit 10. 8. Schlage aus dem Punkt 7⁄16 tangierend an den Schlagring einen Radius mit 11,5. 9. Schlage aus dem Punkt 7⁄16 zur

Schlaglinie 3 + 1⁄4 eine Gerade. 10. Schlage aus dem Punkt 7⁄8 zur

Schlaglinie auf 11,5 eine Gerade. 11. Schlage aus dem Punkt 11,5 zum

Punkt 3⁄16 einen Radius mit 4. 12. Schlage aus dem Punkt 10 + 3⁄4 auf den

Punkt 5⁄8 einen Radius mit 4. 13. Zeichne durch die Punkte 12 + 1⁄2 und 3⁄16 eine Gerade bis zur Mittelachse. 14. Zeichne parallel dazu eine Gerade durch Punkt 12. 15. Der Radius am Messpunkt 0 beträgt 7,25

Stich. Der Radius am Messpunkt 11,5 beträgt 3,94 Stich. 16. Die Außenkante des Deckels wird durch eine Gerade parallel zur Schlaglinie durch den Punkt 13⁄16 gezeichnet.

Die Rekonstruktion von OTTO-Rippen Sowohl Bruder Michael Reuter von den Kunstwerkstätten der Abtei MariaLaach wie auch Christoph Schmitt von der Gießerei Glocken- und Kunstguss Schmitt in Brockscheid und Joachim Otto von der Firma OttoBuer in Neustadt(Holstein) haben Glocken in OTTO-Rippe gegossen oder wie OttoBuer durch die Gießerei Eijsbouts/NL gießen lassen. Reuter und Schmitt haben vorhandene OTTO-Glocken vermessen, um anhand der gewonnenen Daten die OTTO-Rippe zu rekonstruieren. Während Christoph Schmitt eine OTTO-Glocke aus dem Jahr 1960 rekonstruierte und ihre Rippe etwas verstärkte, hat Bruder Michael die OTTO-Rippe durch Abmessen der 1951 in Hemelingen für den Trierer Dom gegossenen h‘-Glocke17 rekonstruiert.

Hier ist jeweils eine Rippenzeichnung von Bruder Michael Reuter und Christoph Schmitt abgebildet.

17 G. Reinhold, 2019, S. 352 ff., insbes. S. 358 + 361.

This article is from: