Kleider in Bewegung – Frauenmode seit 1850 Sonderausstellung vom 5. Mai bis zum 24. Januar 2021 im Historischen Museum Frankfurt Kleider, und wie sie uns und wir uns in ihnen bewegen, durchleuchtet das Museum in einer Triade von Ausstellungen aus unterschiedlichen Perspektiven: I. Die große Sonderausstellung „Kleider in Bewegung – Frauenmode seit 1850“ rollt das Thema aus der historischen Perspektive quasi von hinten auf: Sie zeigt, wie Textilien Veränderungen weiblicher Bewegungsmuster veranschaulichen. Stilund Tabubrüche sowie die Frage nach Geschlechtlichkeit, die durch Kleidung und Moden in einem 80 Jahre umspannenden Zeitraum ausgedrückt wurden, liegen hierbei im Fokus. II. Die Ausstellung „Bewegte Kleidung. Ein modisches Stadtlabor“ bringt das
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Thema in die Gegenwart und konzentriert sich auf zehn von Schülerinnen der Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode entworfene Modellkleider, die das Thema „Bewegung“ und ihre Inszenierung mit neuesten Techniken auf die Spitze treiben. III. „Werk*Stoff*Textil – Vom Faden zum Gewebe“, die Schau des Jungen Museums Frankfurt, widmet sich seit Juni der handwerklichen Seite von Kleidung und Bewegung. Sie zeigt, wie textile Stoffe aus verschiedensten Materialien und Fasern pflanzlichen, tierischen und synthetischen Ursprungs hergestellt werden. Besucher können Techniken der Verarbeitung von Fäden zu Geweben an mehreren Stationen selbst ausprobieren.
Erstmals zeigt eine Ausstellung, wie der Frauenkörper anhand sich verändernder Kleidung seit 1850 an Bewegungsfreiheit gewinnt. Das Historische Museum Frankfurt (HMF) versetzt historische Kleider „in Bewegung“. Nachdem der ursprüngliche Eröffnungstermin am 19. März verschoben und die Ausstellung in einen Dornröschenschlaf versetzt werden musste, ist sie seit Anfang Mai zu sehen. Die Laufzeit der Ausstellung ist bis zum 24. Januar 2021 verlängert worden. Oben: Blick in die Ausstellung. Foto: © HMF, Stefanie Kösling Rechts: Taille eines Nachmittagskleids um 1850 Foto: © HMF, Horst Ziegenfusz