Das Phänomen Logo - MX Magazin Ausgabe 4/2004

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MX Magazin Übersicht

Grundlagen Logo-Design

Dirk Behlau

Das Phänomen Logo

Im Schnitt wird jeder Mensch täglich mit mehreren hundert Logos konfrontiert. Coca Cola, McDonald‘s, Mercedes: Jeder weiß, wie das jeweilige Produkt- bzw. Firmenlogo aussieht und welche Inhalte sie repräsentieren. Was aber macht ein gutes Erkennungszeichen aus und was ist bei der Gestaltung von Logos zu beachten? MX Magazin gibt Ihnen einen Überblick im Logo-Gestaltungsdschungel. Logos sind wie zahlreiche andere visuelle Gestaltungselemente von Unternehmen zumeist in einen großen marktwirtschaftlichen Kreislauf eingebunden und dienen in der Regel der Absatzsteigerung von Produkten. Das Logo ist dabei einer der Imageträger und gilt als ein alphabetisches oder nummerisches oder aus beiden kombiniertes visuelles Erkennungsmerkmal einer Institution, das auch gerne als das „Gesicht einer Institution“ bezeichnet wird. Anders ausgedrückt ist ein Logo in erster Linie nur das Symbol für ein Unternehmen, eine Marke oder ein Produkt. Im Sinne einer Corporate Identity ist die Bedeutung des Logos hoch einzuschätzen und stellt einen wichtigen Teil zur Schaffung und Kommunikation des externen und internen Images dar. Konzeptuell ist das Logo zunächst einmal ein Bestandteil des Corporate Designs. Das Corporate Design ist der sichtbare, grafisch ausgearbeitete Teil WebCode DS0426

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der Corporate Identity (CI) und prägt somit das visuelle Erscheinungsbild des Unternehmens. Wesentliche Bestandteile des Corporate Designs sind das Firmenzeichen (Logo), die Typografie und die Unternehmensfarben. Die Corporate Identity umfasst die gesamte Selbstdarstellung eines Unternehmens nach Außen und Innen. Sie beruht auf dem Unternehmensverhalten (Corporate Behaviour) und wird durch die Unternehmenskommunikation (Corporate Communication) und das Unternehmenserscheinungsbild (Corporate Design) vermittelt. Die Basis der Corporate Identity bildet eine ausgeprägte Unternehmenskultur. Identifikation auf allen Kanälen.

Logos besitzen einerseits eine Identitätsfunktion. Das als Erkennungsmerkmal fungierende Zeichen soll einen Bezug zu seinem „Besitzer“ herstellen. Zudem dient das Logo der Kommunikation. Hierbei ist es nötig, dass das Logo immer passend zum gesamten Erscheinungsbild eines Unternehmens gestaltet wird. Dabei sollte durch eine

Reduktion auf das Wesentliche versucht werden, die Merkfähigkeit des Betrachters möglichst zu optimieren. Am einfachsten erreicht man dies durch einen symbolhaften Charakter. Frei nach dem Leitsatz: So komplex wie nötig und so einfach wie möglich. Eines der wichtigsten Merkmale eines Logos ist neben der Identifikation der Zielgruppe und der Einsatzf ähigkeit auf allen erdenklichen Werbemitteln das sofortige Verständnis. In einer Welt von Marketing, Verkaufserfolgen und hart umkämpften Märkten entscheidet zumeist der erste Eindruck über Akzeptanz oder Ablehnung. Der Wiedererkennungswert eines Logos sollte innerhalb von wenigen Sekunden auf allen Trägermedien funktionieren. Dazu zählen neben den naheliegenden Medien wie dem Geschäftspapier inklusive Faxpapier auch speziellere Träger wie (Bier-)Flaschen oder Fußballtrikots. Im Zeitalter der neuen Medien sollte ein Logo zudem animierbar sein, um die Verwendung in Medien wie TV-Werbeclips oder Flash-Movies zu ermöglichen.

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03.02.2004, 12:27


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