trenddokument - 1.2016

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Ausgabe 01.16 . Dezember/Januar . 6 Euro . www.trenddokument.com

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Österreich, Frankreich, Niederlande 6 Euro . Schweiz 11,80 Sfr

Travel in Style

Schöner Reisen – heute und in Zukunft

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Rollende Zukunft

Auf die Ohren

Mercedes Benz Vision Tokyo

Coole Kopfhörer im Vollformat

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ALLE JAHRE WIEDER: DER ATTRAKTIVE WINTER GADGET GUIDE MIT VIELEN GEWINNEN VOM SAUGROBOTER BIS ZUR KAMERA!


I N N O V AT I O N O H N E KO M P R O M I S S E

Die weltweit erste Einpunktschallquelle liefert einen so präzisen Klang, dass er von einer Live-Performance nicht zu unterscheiden ist. Nach drei Jahren intensiver Entwicklung, und voller topaktueller Technologie, ist das bahnbrechende Original nun in zwei Größen erhältlich: Blade und Blade Two. Wenn Sie Ihre Musik wirklich lieben, wird Sie das Ergebnis völlig begeistern.

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Ein Hoch auf USB Ein kürzlich absolvierter Trip in die USA brachte mal wieder die Frage auf, wie dieses Land angesichts seiner Steckdosen überhaupt überleben kann. Kaffeemaschine, Haartrockner, Leuchten – so ziemlich alles, was nur zweipolig in die Wand gesteckt wird, wackelt, dass man Angst um sein Leben hat. Die Verwendung von Adaptern für mitgebrachte, europäische Stecker steigert die Dramatik der Situation nochmals deutlich. Glücklicherweise scheint nahezu alles, was man so an Technik mit sich führt, mittlerweile hervorragend per USB zu laden zu sein: Smartphone, Tablet, Smartwatch, selbst die elektrische Zahnbürste benötigt nicht viel mehr als den Computerport mit möglichst viel Dampf. Da können sich die Hotels und eigentlich auch diverse Steckdosen zu Hause gerne klein machen. Gut, Kühlschrank & Co verlangen nach mehr Spannung und Strom, und auch das Notebook wird man nur in Ausnahmefällen über einen USB-Port voll bekommen, doch vieles, was bislang noch mit einem fürchterlichen Steckernetzteil daherkommt, könnte sicherlich per USB versorgt werden. Ebenso im Auto: Gerade wenn mitreisende Kinder an Bord sind, kann man kaum genug der wertvollen Steckplätze an Bord haben, sonst sind die geliebten Gadgets bald leer und die Stimmung dahin. Gleiches gilt für den Flieger: Gebt uns USB, und wir werden nie wieder mit wackeligen Steckerkonstruktionen Stolperfallen bauen. USB ist nicht nur praktisch, sondern auch extrem kompakt, also baut die Ports bitte dorthin, wo man sie braucht und nicht dort, wo man sie nicht sieht. Ach so, fast vergessen: Der USB-Port feierte gerade seinen 20. Geburtstag. Der ist ja so was von volljährig ...

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Frank Kreif trenddokument

MEHR INFOS

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Inhalt

td 01.16 . Ausgabe 31

In dieser Ausgabe

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32 40

30

Erste Seite

Travel in Style

The Journey

Ein Hoch auf USB Seite 3

Schöner Reisen – heute und in Zukunft Seite 12

The Fine Art of Traveling by Train Seite 34

Letzte Seite

Holodeck im Autohaus

Downsizing mit Gewinn

Vorschau/Impressum Seite 82

Microsofts Hololens macht aus Volvos Showrooms virtuelle Räume Seite 24

Apples iMac mit 4K-Display Seite 36

Handliches Multiroomgenie Bose Soundtouch 10 Seite 8

Actioncam neu gedacht td meets architecture Gegenwart und Zukunft Seite 28

Heiße Sache Seek Thermal Compact Seite 9

Oberfläche der 4. Dimension Alt & Neu Das Factory Hotel in Münster Seite 29

Kino kompakt ViewSonic PJD 7830 HDL Seite 10

Das Hotel Daniel in Graz Seite 30

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Toshiba Satellite Radius 14 Seite 41

Compact ganz groß Future Classroom – ein Konzept für bewusste Ernährung Unser persönliches Highlight des diesjährigen Electrolux Design Labs Seite 32

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Microsoft Surface Pro 4 Seite 40

Das mit dem Dreh On Top

Schöner Schaumschlagen Graef MS 701 und 702 Seite 11

DJI Osmo Seite 38

Sony Xperia Z5 Compact Seite 42

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Inhalt

td 01.16 . Ausgabe 31

In dieser Ausgabe

46 52 68 50 58

72

Wintercom

Higher Love

Stilvoll gewinnen

hi-Fun hi-Call Seite 43

Teufel LT 5 licensed by Dolby Atmos Seite 58

Winter Gadget Guide Seite 72

Successor

Akustische Akzente

Canon EOS M3 Seite 44

KEF LS 50 mit frischen Farben Seite 60

voller Format

Bis über beide Ohren

Nikon von A bis Z Seite 46

Ausgewachsenes Over-Ear-Entertainment Seite 62

Haare auf die Brust

Nicht nur neu, sondern besser

5x neue Triumph-Traditionen Seite 48

Sonos: Mit PLAY:5 und Trueplay auf HiFi-Kurs Seite 66

Ich kaufe ein E? Der status Quo der Elektromobilität Seite 50

Luxus ohne die Last der Limousine Mercedes Benz Vision Tokyo Seite 56

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British Beauties KEF Egg und Muo Seite 68

Wunder-Bar Raumfeld Wireless Soundbar – Multiroom und Kino vereint Seite 70

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Just in

JUST IN . Bose Soundtouch 10

Handliches Multiroomgenie Bose Soundtouch 10 Text: Frank Kreif . Bilder: Hersteller

Boses drahtloses Multiroomsystem Soundtouch hat Nachwuchs bekommen. Mit dem Soundtouch 10 präsentieren die Amerikaner ein kleines, aber feines Musiktalent für die ganze Wohnung.

Multiroom muss zuverlässig sein, einfach zu bedienen und natürlich gut aussehen. All diese Eigenschaften vereint Boses Neuzugang in diesem Segment. Der kompakte Drahtloslautsprecher bietet die gewohnte Funktionalität der Soundtouch-Serie, also das Streaming von Spotify oder Deezer sowie den Zugriff auf unzählige Internetradiostationen, und er ist zudem auch direkt per Bluetooth beschickbar, also beispielsweise mit der Musikbibliothek vom Smartphone oder Notebook. Im Vergleich zum Vorgängerprodukt blieb dafür Apples AirPlay auf der Strecke. Dafür gibt es noch einen Klinkeneingang zum Anschluss lokaler Quellen. Brillant: Sechs „Stationstasten“ ermöglichen den unkomplizierten Zugriff auf favorisierte Playlisten, Stationen oder andere Inhalte. So muss man morgens im Bad nicht erst das Smartphone herausholen, um der Lieblingsmusik zu lauschen. Eine Fernbedienung erlaubt die Nutzung aus der Distanz, ohne die App zu bemühen. Die schicke, weiße Variante ist optisch unser Favorit, doch das zeitlose Schwarz kann sich ebenfalls sehen lassen.

Bose SoundTouch 10 Eleganter, drahtloser MultiroomLautsprecher mit eingängigem Bedienkonzept zum absolut fairen Preis. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern gibt es hier Musik auf Knopfdruck. 199 Euro www.bose.de

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Just in

JUST IN . Seek Thermal Compact

Heiße Sache Seek Thermal Compact Text: Frank Kreif . Bilder: Hersteller

Wärmebildkameras waren bislang eine eher teure und komplizierte Angelegenheit. Die Compact von Seek Thermal nutzt das Display von iPhones oder Android-Geräten und erlaubt das thermische Erkunden der Umwelt. Wärmebilder? Braucht man das? Nun, nicht zwingend. Allerdings gibt es schon die eine oder andere sinnvolle Verwendung auch im privaten Umfeld. Mit einer solchen Kamera kommt man Undichtigkeiten auf die Spur, kann Hitzequellen lokalisieren oder einfach mal nachschauen, ob ein Heizkörper gleichmäßig warm wird. Mit etwas Gespür findet man sogar Fehler in elektrischen Verteilungen oder checkt einfach den Coffee to Go auf Verbrennungsgefahr. Rund ums Haus ortet man so Wärmebrücken, undichte Stellen und alle anderen unangenehmen Erscheinungen. Die Compact gibt es zum Anschluss an die Lightning-Anschlüsse von iPhone & Co. sowie mit Micro-USB für Android-Geräte. Die Variante XR (Extended Range) hat eine Optik mit engerem Blickwinkel (22° statt 36°), dafür aber noch mehr Reichweite. Die

Auflösung ist mit 206 x 156 Pixeln auf den ersten Blick eher gering, zum Aufspüren von Temperaturen ist das aber durchaus in Ordnung. Die Seek Thermal erkennt Temperaturen zwischen -40 und 330 Grad und bietet somit genügend Spielraum für unterschiedlichste Anwendungen.

Seek Thermal Compact Die Wärmebildkamera als Ergänzung zum Smartphone ist nicht nur sinnvoll nutzbar, sondern macht auch jede Menge Spaß. Mit der Suche nach Wärmelecks rechtfertigt man die Anschaffung, mit dem Nachmessen beim Kaffee hat man dann seinen Spaß. ab 299 Euro www.macland.de

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Just in

JUST IN . Viewsonic PJD 7830 HDL

Kino kompakt ViewSonic PJD 7830 HDL Text: Frank Kreif . Bilder: Hersteller

Groß, größer, Beamer. Auch wenn Flachbildschirme immer günstiger werden, ein richtiges Kinoerlebnis bekommt man bezahlbar mit keinem TV-Gerät. Da hilft nur ein Beamer wie der ViewSonic.

Kurz und knackig: Full-HD kann er, und das deckt die komplette Palette bis zu Blu-ray und den angesagten Streamingdiensten ab. 4K gibt es ja als Quelle zur Zeit nur in homöopathischen Dosen, also verzichten wir leichten Herzens darauf. Killerkriterium zwei: Die Bildqualität. Auch hier kann der ViewSonic punkten: Ab Werk ist er angenehm zurückhaltend eingestellt, doch wenn

man möchte, kann man unter 5 unterschiedlichen Modi schnell den passenden finden oder natürlich alle Parameter von Hand einstellen. Der ViewSonic benötigt eine vergleichsweise kurze Projektionsdistanz: Schon aus 1,5 Metern Abstand erzielt er eine Diagonale von 130 Zentimetern, was heißt, dass man keine riesigen Räume für ein echtes Kinoerlebnis benötigt. Dank eines optischen Zooms ist man auch vergleichsweise flexibel bezüglich der Aufstellung, und eine elektronische Bildkorrektur hilft bei ungünstigen Projektionswinkeln.

ViewsSonic PJD 7830 HDL Ein Riesenbild zum fairen Preis. Der ViewSonic mit dem kryptischen Namen ist ein Hingucker, sowohl bezüglich der Bildqualität als auch in Sachen Design. Ca. 900 Euro www.viewsonic.de

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Schöner Schaumschlagen Graef MS 701 und 702 Text: Frank Kreif . Bilder: Hersteller

Ähnlich wie bei der klassischen Aufschäummethode durch Dampf in einer Siebträgermaschine verdoppeln auch die neuen Milchaufschäumer von Graef das Volumen der Milch. Aus einem maximalen Füllvolumen von 200 ml frischer Vollmilch ergeben sich ca. 400 ml feinster, cremiger Milchschaum. Dafür sorgt neben der optimierten Ausgussspitze am herausnehmbaren Milchkännchen unter anderem auch die neue „Zyklon-Aufschäumtechnologie“: Der Quirlhalter am Deckel, der Milchschaumquirl und die spezielle Form des Kännchens sorgen dabei für gleichmäßige Verwirbelungen von Milch bzw. Milchschaum.

Dank der Temperaturüberwachung mit automatischer Abschaltung wird stets die passende Trinktemperatur garantiert. Auch ein Anbrennen der Milch wird so verhindert. Nach der Zubereitung lässt sich das Milchkännchen einfach in der Spülmaschine reinigen. Mit den beleuchteten Startknöpfen können Sie zwischen der Zubereitung von Milchschaum bzw. warmen oder kalten Milch- und Instantgetränken, wie z.B. Kakao wählen. Anzeige

„MOST INNOVATIVE BRAND“ 2015 Der Preis „Most Innovative Brand Award“ gilt als „deutscher MarkenOscar“ und steht als Symbol für Markenqualität. Dieser Brand Award ist die höchste Auszeichnung im Rahmen der alljährlich vergebenen Plus X Awards und wird für herausragende Leistungen im Bereich der Produktinnovationen für Technologie, Sport und Lifestyle vergeben.

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Just in

JUST IN . Graef MS 701 und 702


Report

TITEL . Schöner Reisen – heute und in Zukunft

Travel in Style Schöner Reisen – heute und in Zukunft Text: Frank Kreif . Bilder: Hersteller

Noch nie flogen oder fuhren so viele Menschen rund um den Globus, egal ob an Bord eines Flugzeugs, in einem Zug, Bus oder dem eigenen Auto oder auch an Bord eines Schiffes. Doch Masse ist nicht gleich Klasse, wie also kann Reisen wieder stilvoll und interessant werden?

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Report

TITEL . Schöner Reisen – heute und in Zukunft

Das Konzept von Airbus beinhaltet unterschiedliche Bereiche, dieser hier soll der Entspannung dienen. Der Ausblick ist natürlich auch nicht zu verachten

Traveling is like flirting with life. It’s like saying, ‘I would stay and love you, but I have to go; this is my station‘.« LISA ST. AUBIN DE TERAN

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Report

TITEL . Schöner Reisen – heute und in Zukunft

Klar, man kommt irgendwie zu irgendwelchen Zeiten mit dem Flugzeg für 99 Euro nach New York, und man kann auch mit dem Bus für einen Zehner in die Hauptstadt reisen. Doch das soll uns hier nicht interessieren. Wir haben einmal die Augen offen gehalten, wie man heute ohne übermäßige räumliche wie stilistische Restriktionen von A nach B gelangt und gleichzeitig die Fühler ausgestreckt, wie das wohl in Zukunft aussehen kann. Also gehen Sie mit uns auf die Reise.

Tourists don’t know where they’ve been, travelers don’t know where they’re going.« PAUL THEROUX

Up in the Air Haben Sie „Up in the Air“ gesehen? Clooney? Dann wissen Sie um die Probleme eines Vielreisenden, Probleme, die der Gelegenheitstourist gar nicht hat oder zumindest nicht erkennt. Während letzterer auf der Suche nach Counter und Gate noch über den Flughafen irrt, hat der Meilenritter die Zeitoptimierung bei den üblichen Prozeduren zur obersten Maxime erkoren. Die schnellste Schlange an der Security, die beste Lounge, das optimale Vielfliegerprogramm – das sind die Punkte, die Businessreisende heute zählen wie wir früher Vmax und U/min beim Autoquartett. Doch sind das die wahren Werte? Vielleicht nicht. Klar, wenn das Budget es hergibt, kann man sich in die oberste Klasse einbuchen und die schnöden Formalien vom Personal erledigen lassen, doch es soll hier nicht um – meist unbezahlbaren – Luxus gehen, sondern um vernünftige Alternativen für den Alltag. So ein Flug beginnt mit der Buchung, startet dann eigentlich mit der Ankunft am Flughafen und eben den unvermeidlichen Buchungs- und Sicherheitsprozeduren.

Poppi ist ein Konzept für eine Airline, das viele spannende Ideen enthält. Beispielsweise sollen die sonst ungeliebten Mittelsitze durch besondere Zusatzleistungen oder Zugaben begehrenswert gemacht werden

liebigen Koffer mitbringen, sondern speziell gestaltetes Gepäck, das perfekt in Aussparungen neben den Sitzen passt. Das ist natürlich maximale Kundenbindung und zugleich – abhängig von der Optik der Koffer – auch geniale Werbung, wenn diese andernorts benutzt werden. Einen anderen Mehrwert bietet die „Cinema Class“: Hier kann man in abgedunkelten Bereichen Filme im Großformat schauen. Klingt verlockend? Finden wir auch. Poppi setzt in ganz großem Maßstab auf Kundenbindung. Eine jährliche Gebühr macht Passagiere zu Mitgliedern und ermöglicht Ihnen völlig neue Dienstleistungen. Beispielsweise kann man über die zugehörige App nach Tickets forschen, die jemand anders vielleicht abgeben möchte, kann Sitze auf einem gebuchten Flug mit anderen tauschen und genießt natürlich die komplette Palette elektronischen Komforts wie detaillierte Wegweiser zu Gates, Lounges etc. Das Thema Bordgepäck ist ja ohnehin ein leidiges: Das bei immer mehr Airlines gängige Aufgeben von Gepäckstücken gegen Ge-

Poppi – Airline Concept Wie man all das ein bisschen schöner, eleganter und geschmeidiger gestalten kann, darüber hat sich die Designagentur Teague aus Seattle befasst. Das Team hat bereits reichlich Erfahrung: Einerseits ist man seit 1946 in das Design bei Boeing involviert, unter anderem hat das Team Interieurs für Air Canada und Aeromexico entworfen, doch ein Konzept namens „Poppi“ verfolgt einen ganzheitlicheren Ansatz. Zunächst einmal verabschiedet man sich von der bislang üblichen 3-Klassen-Struktur. Stattdessen werden die verschiedenen Bereiche durch unterschiedliche Services definiert. So gibt es neben der Standard-Reiseklasse eine sogenannte „Click Class“ mit erweitertem Bordgepäck. Allerdings kann man hier nicht jeden be14

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Durchdekliniert: Die Designer schenkten jedem noch so kleinen Teil besondere Aufmerksamkeit


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Report

TITEL . Schöner Reisen – heute und in Zukunft

If you have to travel alone, travel in style.« HUGH GRANT IN „BRIDGET JONES“ bühr will Poppi sexy statt lästig machen, beispielsweise, indem das Gepäck dann gleich an den Zielort gebracht wird – so kann man sich die lästige Warterei am Gepäckband ersparen. RFIDTags sorgen darüber hinaus dafür, dass man jederzeit weiß, wo die eigenen Koffer gerade sind. Das somit stark reduzierte Handgepäck verstaut man dann in Fächern, die zwar wie gewohnt über dem Sitzplatz angeordnet sind, aber namentlich gekennzeichnet – das schmeichelt, oder? Insgesamt bringt der weitestgehende Verzicht auf Bordgepäck aber nicht nur eine Ersparnis für die Fluglinie, sondern vereinfacht vor allem den Ein- und Aussteigeprozess.

Ein Kinobereich erfüllt bei Poppi die Ansprüche der Passagiere, die auf Unterhaltung aus sind

Nächstes Thema: der ungeliebte Mittelplatz bei 3er-Bestuhlungen. Poppi macht ihn begehrenswert, denn nur dort erwartet den Reisenden ein schickes Goodie-Bag. Klar, das ist eine Werbeplatzierung, doch deswegen muss der Gedanke ja nicht schlecht sein. Selbstverständlich wurde das Design komplett durchdekliniert. Von der Website über das Geschirr an Bord bis hin zu Fanartikeln könnte man komplett im Poppi-Style reisen, wenn es diese Airline denn gäbe. Klar, durchdesigned sind auch andere Airlines, aber eben selten bei bezahlbaren Buchungsklassen. Poppi ist ein perfekter Ansatz für einen Low-Cost-Carrier, um dennoch Stil zu beweisen, statt nur mit günstigen Preisen zu buhlen – gefällt uns.

Die zugehörige App informiert nicht nur, sie erlaubt auch den Tausch oder Weiterverkauf von Buchungen und Sitzplätzen

In der „Click“-Klasse lässt sich speziell für diesen Zweck entworfenes Gepäck am Sitzplatz verstauen 16

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Travel is glamorous only in retrospect.« PAUL THEROUX


Report

TITEL . Schöner Reisen – heute und in Zukunft

Airbus A 350 WXB Stilvolles Reisen hat auch mit den Beförderungsmitteln selbst zu tun, und in dieser Hinsicht hat sich bei Flugzeugen ja schon einiges getan. Das jüngste Beispiel ist die A 350 WXB von Airbus, eine Maschine, die Distanzen von bis zu 15.000 Kilometern bewältigen kann und durch geringen Verbrauch, aber auch geringe Lärmbelästigung – innen wie außen – auf sich aufmerksam macht, oder eben gerade nicht. Die zukunftsweisende Technik auch innen entsprechend zu interpretieren, ist eine andere Aufgabe, und in Europa hat Finnair diese zuerst angenommen. Wir hatten bereits die Gelegenheit, die erste Maschine des neuen Typs zu genießen, und man muss sagen, dass die Finnen ganze Arbeit geleistet haben. Selbst in der Economy hat jeder Platz seinen eigenen Bildschirm, beeindruckende 11 Zoll groß und natürlich als Touchscreen ausgelegt. Offensichtlich Androidbasiert hat man hier eine große Auswahl an Entertainment-Inhalten schnell im Griff. Neben Filmen und Serien gibt es noch mehrere Livecams sowie eine extrem komfortable und schnelle Kartendar-

Schon heute sehr komfortabel: Airbus’ Neuzugang namens A 350 XWB bietet nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Möglichkeiten – bis hin zum Stimmungslicht für die Kabine

stellung, bei der man „zoomen“ und „pinchen“ kann, wie man es vom Tablet gewohnt ist. Die indirekte Beleuchtung in der Decke ist in der Lage, unterschiedliche Farben wiederzugeben, und dieses Mood-Light bietet die Möglichkeit, auf Langstrecken das Jetlag zu minimieren, indem der Körper durch die Lichtfarbe schon an die jeweilige Zeitzone gewöhnt wird. Dazu kommen getrennt klimatisierte Bereiche statt eines durchgängigen und ein Lüftungssystem, das in der Lage, ist die Luft alle zwei bis drei Minuten auszutauschen.

Wahrer Luxus an Bord wird heute vor allem durch Platz und Privatsphäre definiert

To travel is to discover that everyone is wrong about other countries.« ALDOUS HUXLEY Einzelzimmer mit Ausblick – so elegant kann Reisen sein. Hier im neuen Airbus im Einsatz von Finnair

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Report

TITEL . Schöner Reisen – heute und in Zukunft

Natürlich müssen für solche Ausblicke auch in Sachen Material neue Wege beschritten werden

Interaktiv geht es in diesem Bereich des AirbusKonzeptes zu

Und in Zukunft? Während die aktuellen Flugzeugtypen – Fortschritt hin oder her – noch relativ konventionell aufgeteilt sind, könnte die Zukunft des Fliegens ganz anders aussehen. Bei Airbus hat man vor einiger Zeit entsprechende Konzepte entwickeln, die jede bisherige Maschine ausgesprochen alt wirken lassen. Im Airbus Concept Plane gibt es statt schnöder, kleiner Bullaugen riesige, durchsichtige Flächen, die den Blick auf die Umgebung freigeben. Statt eines kleinen Ausschnitts kann man dann das komplette Panorama genießen. Auch die Aufteilung im Inneren ist ausgesprochen luxuriös konzipiert: Holodecks für das Golftraining und anderes Hightech-Equipment sollen die Reisezeit im wahrsten Sinne des Wortes „wie im Flug“ vergehen lassen. Auch bei Airbus sieht man in der Zukunft nicht mehr unbedingt die traditionelle Klassenstruktur, stattdessen sollen unterschiedliche Bereiche unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden, sei es Ruhe, Aktivität oder auch Konversation. „Vitalizing“, „Interaction“ und Smart Tech“ haben die Entwickler diese Bereiche getauft. Im Vitalizing-Bereich kann man unter der erwähnten Panoramaverglasung den Tag- oder Nachthimmel genießen und dabei Energie tanken. Der mittig im Flugzeug untergebrachte Interaction-Bereich kann wahlweise für Meetings, als Bar oder auch für eine virtuelle Sportsimulation genutzt werden. Im hinteren Smart Tech Areal hingegen finden sich einigermaßen „normale“ Passagierreihen, natürlich ebenfalls technologisch auf der Höhe der Zeit.

Infotainment: Mit langweiligen Flugkarten wird man in Zukunft nicht mehr reisen müssen 18

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The journey not the arrival matters.« T. S. ELIOT


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