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Flaschendrehen

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Zwei Drinks im Wettbewerb – was bestellt die Redaktion?

„Honey, I love you“ VS

DerSieger derRedaktion

„Belgian Pale Ale“

Belgisches Bier aus Österreich, genauer gesagt: aus dem 23. Wiener Gemeindebezirk, trat diesmal zur Verkostung an. Zwei Sorten von Der Belgier Brewing versuchten unsere Gaumen zu begeistern: Kandidat 1: „Honey, I love you“, ein belgisches Dubbel vs.

Kandidat 2: „Belgian Pale Ale“.

OPTIK. Als die 0,33L-Flaschen auf den Tisch gestellt werden, sorgen die ausgefallene Form und die liebevoll gestalteten Etiketten für ersten Gesprächsstoff. Die Flaschenform wirkt ein wenig verspielt und „lädt zum dran Nuckeln ein“, wie eine Verkosterin augenzwinkernd anmerkt. Bei den Etiketten gibt es einiges zu entdecken: Der Hinweis auf den belgischen Ursprung ist schnell gefunden (ein Stanitzel mit Pommes), für die Referenz auf den Geschmack braucht es bei manchen ein wenig länger (ein Honigkorb bei „Honey, I love you“, Hopfen beim „Belgian Pale Ale“). Im Glas erinnert die Farbe des ersteren an Waldblütenhonig, das Pale Ale strahlt nahezu sonnengelb aus dem Glas.

HONIG. Zuerst nippen wir am Belgischen Dubbel, dem Honigbock. Viele Aromen wirken gleichzeitig auf unsere Geschmacksnerven ein – für manche tritt die Honigsüße in den Vordergrund, für andere eher die Bitternoten – wir nippen erneut, die Uneinigkeit bleibt bestehen. „Das ist ein bissl stark, oder?“, fragt eine Verkosterin nach dem dritten Nippen in die Runde. Ein Blick auf die Etikettenrückseite bestätigt: 7,5 Vol.%, das „Honey, I love you“ ist wirklich durch und durch ein „wuchtiger Begleiter“. Vielleicht inspiriert vom Etikett könnten wir uns gut eine Portion Pommes zum Honigbock vorstellen, Moules Frites oder auch einen Pulled Beef Burger.

ALE. Das „Belgian Pale Ale“ empfinden alle Verkosterinnen als geschmacklich milder, leichter und zugänglicher, aber trotzdem als voluminös. Inspiriert durch die leichten Fruchtnoten würden wir uns hierbei einen etwas süßlichen Begleiter wünschen, wie beispielsweise Brioche. Aber auch ein Gulasch wäre zu dem Pale Ale sehr gut vorstellbar. Im Prinzip können beide Biere geschmacklich allerdings auch sehr gut für sich selbst stehen, sind wir uns einig. Aufgrund der ausgefallenen Geschmäcker und dem trendigen Design sehen wir beide Sorten in der gehobenen Gastronomie gut aufgehoben – und, ja: Auch das Wort „Hipster-Lokal“ fällt einige Male.

ENTSCHEIDUNG. Ausgefallen sind definitiv beide Sorten, soweit herrscht Einigkeit, beide Kandidaten sind keine Biere, die man nebenbei trinkt. Insbesondere das Honigbock kommt sehr wuchtig daher – und das mag man entweder sehr oder gar nicht. Aufgrund der leichteren Zugänglichkeit entscheiden wir uns daher mehrheitlich für Kandidat 2.

DAS ERGEBNIS: 4:1 für das „Belgian Pale Ale“.

KANDIDAT 1

„Honey, I love you“ (Belgisches Dubbel):

Dubbel Biere sind obergärig und werden in Flaschen nachvergoren. Ihre rötlich-braune Farbe und den vollmundig komplexen Körper erhalten sie durch die Kombination spezieller Malzsorten und einem Zuckersirup. Der Belgier Brewing nutzt stattdessen Honig, was dem Bier eine noch sanftere und subtilere Süße verleiht. Die Zugabe von Orangenschalen unterstützt außerdem die fruchtigen Hefearomen.

Perfect Serve:

Nicht zu kalt servieren (9-12°C); den natürlichen Bodensatz, der bei der Flaschengärung entsteht, beim Einschenken in der Flasche lassen.

KANDIDAT 2

„Belgian Pale Ale“:

Das Pale Ale kombiniert die üppigen Hopfenaromen eines Pale Ales mit dem mystischen Charakter von belgischer Hefe. Der Hopfen bringt sanfte Aromen von Mango, Maracuja und Zitrone ins Bier. Es ist das einzige Bier von Der Belgier Brewing, das nicht in der Flasche nachvergoren wird.

Perfect Serve:

Bei 5-6°C am besten als Aperitif servieren! Das im Hopfen enthaltene Lupulin wirkt nicht nur antiseptisch und antibakteriell, sondern auch appetitanregend, was das Belgian Pale Ale zum idealen Starter-Bier macht.

EINGEREICHT VON

Raf Toté, Der Belgier Brewing

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