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Fotogene Schweiz

Fotogene Schweiz Die Schweiz zeichnet sich aus durch eine bewegte Geschichte, eine kulturelle Vielfalt und eine bezaubernde Natur.

St. Gallen

Zwischen Bodensee und Appenzellerland befindet sich eine der ältesten Städte der Schweiz; St. Gallen. Umgeben von zahlreichen Grünflächen wird sie auch die Stadt im grünen Ring genannt. Egal wo in der Stadt, die Natur ist immer nur einen Katzensprung entfernt. Im Kern erwartet einen die charmante, verkehrsfreie Altstadt mit den typisch buntbemalten Erkern. Silvan Schlegel, bei Winterhalter + Fenner seit sechs Jahren als Sachbearbeiter Verkauf Innendienst in St. Gallen tätig, zeigt uns die Stadt aus seiner Sicht. Er selbst ist im Quartier Bruggen aufgewachsen, das so genannt wird, weil es ca. 13 Brücken in diesem Ortsteil gibt. Heute wohnt er immer noch liebend gern in St. Gallen: «Die Kleinheit der Stadt und dass hier alles noch relativ persönlich ist, gefällt mir unheimlich gut. Ob Stadtleben, Natur, Kultur oder die verschiedensten Sportarten – wir haben alles in St. Gallen. Ich kann mir fast keinen Grund vorstellen, hier mal wegzuziehen», so der 34-jährige.

Stadt der Treppen

St. Gallen wird auch als Stadt der Treppen bezeichnet. Von beiden Seiten von Bergen umgeben (Rosen- und Freudenberg, sowie Peter und Paul), wurde die Stadt mit der Zeit an die Hügel herangebaut. Somit bilden über 120 Treppen mit rund 13'000 Stufen die direkteste Fussverbindung zwischen der Talsohle sowie den Hängen und Kuppen nördlich und südlich der Stadt. «Die Treppen eignen sich auch super für eine sportliche Betätigung, wenn man danach noch einen schönen Ausblick geniessen möchte», so Silvan, der auch leidenschaftlicher Rugby-Spieler und Trainer ist.

Historisches UNESCO-Weltkulturerbe

Das Kloster und die Stiftsbibliothek St. Gallen bilden unumstritten das Herzstück der Stadt. Die zwei Türme sind ein gern verwendetes Skylinemotiv. Der Bestand der heute noch aktiven Bibliothek beträgt rund 170 000 Bücher. Die beeindruckende Sammlung frühmittelalterlicher Original-Handschriften macht diese Institution weltberühmt.

Naherholungsgebiet ganz nah durch Mühleggbahn

1893 in Betrieb genommen, ist die Standseilbahn «Mühleggbähnli» das älteste innerstädtische öffentliche Verkehrsmittel. Neben der Talstation am Fluss beginnt die Geschichte der Stadt mit der Legende des heiligen Gallus (Gründer des Klosters St. Gallen). Die Station wurde nach dem Ort benannt, wo der heilige Gallus herkam. «Bangor». Die Bahn verbindet die Altstadt mit dem Naherholungsgebiet Drei Weieren. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt und den Bodensee. Zur sportlichen Betätigung eignet sich das ganze Gebiet. Nebst den Treppen, die hinaufführen, gibt es am Freudenberg auch eine Finnenbahn. Im Sommer kann man sich mit einem Sprung ins Wasser erfrischen. Lustiger Fakt am Rande: Im Winter wurde das Eis der Weiher bis 1910 für die Kühlung des Biers im Schützengarten gebraucht.

Digitale Kunst am Bahnhof: Binäre Bahnhofsuhr

Das Schweizer Fernsehen betitelte sie nach der Einweihung im Jahr 2018 als «Die Uhr, die niemand lesen kann». Hier wird die Zeit binär dargestellt, also in der Computersprache, die nur die Zahlen 0 und 1 verwendet. Unter den St. Gallern gehen die Meinungen auseinander: «Die einen finden es eine spannende künstlerische Darstellung, welche die Digitalisierung näherbringen soll. Andere hingegen empfinden die Uhr als Fehlinvestition», erzählt uns Silvan. Mit der App «SBBinary» ist die Uhr allerdings für alle lesbar. An der anderen Ecke des Gebäudes hängt übrigens eine normale, zweckmässige Uhr.

Textilindustrie mit Weltruf

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert war St. Gallen die Hochburg der Stickerei – reiche amerikanische Kaufleute reisten eigens für die edlen Stoffe hierher. Bis in die Gegenwart ist der Einfluss der Textilwirtschaft in der Ostschweiz spürbar; heute stammt ein halbes Prozent der Weltproduktion an Textilien von hier.

Ausflugstipps

Ein Spiel des FC St. Gallen zu besuchen lohnt sich immer. Im Stadion kybunpark herrscht immer gute Stimmung wie in einem «Hexenkessel» erzählt uns Silvan. Mit der Gründung im Jahr 1879 ist es der älteste Fussballclub der Schweiz und dem europäischen Festland. Nicht vergessen, die berühmte St. Galler Bratwurst mit dem ältesten Bier der Schweiz (Schützengarten) zu geniessen! Im Herbst gehört natürlich die grösste Publikumsmesse der Schweiz, die OLMA aufs Programm für einen Ausflug. Ob Alt oder Jung, an diesem geselligen Event kommt jeder auf seine Kosten. Mehr Ausflugstipps von Silvan gibt’s auf unserer Website

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