Tretminen MANAGEMENT ®-Strategie für erfolgreiches Networking
3.23
22: Soviel Geld brauche ich nicht
Dann halt nicht, wiedersehen! Ich brauch´s schon, und möglichst noch mehr. Wenn Sie dieses wunderbare Argument hören, müssen Sie verstehen, was Ihr Gegenüber wirklich gesagt hat. Nämlich: Viel Geld verdienen ist unmoralisch. Ich gönne mir kein reichhaltiges Leben. Für mich reicht der zweitbeste Fisch. Ich will es mir nicht vorstellen, dass es mir gut geht. Ich bin klein, und das wird auch so bleiben. Ich bin mit den Nötigsten zufrieden. Ich will überleben und sonst nichts. Ich neide erfolgreichen Menschen ihre Früchte. Immer wenn Sie so etwas hören müssen Sie sehr wach sein und sich permanent fragen, ob Sie eine Chance haben, mit diesem Gesprächspartner einen gut funktionierenden Geschäftspartner zu bekommen (nicht aufzubauen), oder ob Ihnen permanent psychotherapeutische Leistungen abverlangt werden (die Sie möglicherweise erbringen können, für die Sie aber im Networking selten einen adäquaten Lohn bekommen). Sie müssen den Zeitpunkt erkennen, wo Sie so ein Gespräch beenden (ich hab´s vor einer Stunde gerade so gemacht, und damit die Zeit gefunden, diese Zeilen zu scheiben). Aber es gibt natürlich auch die Gesprächspartner, die so etwas leichtfertig sagen, vielleicht weil Sie zu forsch waren, und die dann doch durch eine „Denkmal“-Geschichte mitdenken. Sie können zum Beispiel folgendes einwerfen:
Glauben Sie wirklich, dass Mutter Theresa ihren wunderbaren Job hätte machen können, wenn sie nicht Millionen an Spenden eingesammelt hätte? Es gibt in unserer Organisation eine Geschäftspartnerin, die bekommt quasi als Weihnachtsgeld jedes Jahr einen Scheck von €250.000 zusätzlich zu ihrem Bonus. Braucht die nicht. Mit diesem Geld baut sie aber für 5.000 Menschen Brunnen. Könnte sie nicht tun, wenn sie nicht viel verdienen würde. Wenn Sie wirklich mehr haben als Sie für sich und Ihre Familie brauchen, dann können Sie sicher sein, dass es dort draußen Hundertausende gibt, die nicht mit Ihren Fähigkeiten gesegnet sind und die dankbar sein werden. Letztlich läuft es immer auf das Gleiche raus: Menschen sind schnell dabei, sich klein zu reden, sich unterzuordnen, sich mit Krümeln zufrieden zu geben. Das sind oft die gleichen Menschen, die dann davon träumen, anderen zu helfen. Denen können Sie immer sagen: (c) 2010+ janotta.LEADERSHIP, Frankfurt – Tretminen-Management.doc – Mai 2010
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Die meisten Menschen machen sich das nicht klar. Und die meisten Menschen wissen nicht, dass sie ein leerer Brunnen sind. Und wenn sie es ahnen oder an der praktischen Seite ihres kümmerlichen Lebens sehen, dann müssen sie das rechtfertigen und schönreden. Und das klingt dann so ähnlich wie „So viel Geld brauche ich nicht“. Im Grunde genommen ist es Betrug an den Bedürftigen, die wirklich nicht können.
Nein
manchmal
Habe ich dieses „Klein-Denk“und „Geld-spar“-Programm in mir laufen?
Ja
Und eines garantiere ich Ihnen zu 100%: Geben Sie diesen Leuten viel Geld in die Hand, zum Beispiel aus einem Lottogewinn, sie werden es mit vollen Händen rauswerfen. Nach einem Jahr sind sie dann ärmer als vorher und müssen sich dann wieder dem Umstand stellen, mit weniger auskommen zu müssen. Dann werden sie natürlich sagen „Ich hab´s ja gleich gewusst, dass ich mit wenig auskomme. Sie können nur verlieren, wenn Sie sich mit Kleindenkern befassen; und Sie haben vielleicht schon verloren, wenn Sie selbst dazu gehören. Na ja, vielleicht gibt es bei Ihnen noch Hoffnung, Sie lesen ja dieses Buch. Wollen wir mal schauen, wie groß oder klein Sie denken?
Wie kann ich diese Kleindenkerei aus meinem Leben verbannen?
Ich habe auch schon gesagt: „So viel brauche ich nicht“
Ich betrachte doch etwas neidisch den Nachbar mit seinem großen Wagen.
Ich kleide mich bewusst so, dass ich aussehe wie einer von unten.
Ich sammle Bonuskarten der Kaufhäuser und löse sie ein.
Ich sammle Treuepunkte bei meiner Tankstelle und bin scharf auf die Jahres-Prämien.
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Ich fahre zur freien Tankstelle, um Geld zu sparen.
Ich schaue im Lokal immer zuerst nach den Preisen.
Ich kaufe fast nur beim Discounter ein, weil es dort billiger ist.
Ein größeres Auto wäre die reinste Verschwendung und außerdem ökologisch bedenklich. Ich werfe einen Hosenknopf in den Klingelbeutel und freue mich diebisch. Ich würde nie in ein 1-SterneLokal gehen, weil das PreisLeistungsverhältnis nicht stimmt.
Ich kaufe nur billige Socken im 10er-Pack für €5,00.
Ich lösche sofort alle Lichter, um Strom zu sparen.
Gegen die Jahresabrechnung meines Vermieters klage ich grundsätzlich, und spare €50,00. Ich würde mir nie zwei Rinderfilets für €25,00 beim Metzger kaufen, das ist zu teuer.
Ich bleibe in den Ferien lieber zu Hause; das spart Geld.
Ich kaufe nur Möbel zum selbst zusammenbauen.
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