Sonntag in Franken vom 25.07.2010

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SONNTAG in

FRANKEN Nr. 30 - 2. Jahrgang

Sonntag, 25. Juli 2010

Auflage: 95.066

M Wohnhaus brennt: 100.000 Euro Schaden in Eckersdorf – Seite 3 M Bayreuths Enge entflohen: Als junge Frau bei Woodstock – Seiten 4/5 M Der Zauber Bayreuths: FestspielGeschichten – Seiten 6, 16 und 17 M Laut: Heavy Metal in Brüderes (Foto) – Seite 8

Nach Massenpanik: Mindestens 15 Tote bei Loveparade in Duisburg

Der Tod als Partygast Mindestens 15 Menschen starben gestern bei einer Massenpanik, die bei der Loveparade in Duisburg ausbrach. 100 weitere wurden verletzt. Die Menschen, die nicht mehr zur Party durchkamen, haben sich in einem Tunnel totgetreten oder zerdrückt. Einige sollen auf der Flucht von einer Treppe gestürzt sein.

D

ie Loveparade fand erstmals auf einem abgeschlossenen alten Bahngelände statt, der Tunnel soll der einzige Zugang gewesen sein. Es wird geschätzt, dass über eine Million Menschen bei der Loveparade waren. Vor dem eingezäunten Gelände hatte sich auch am Nachmittag noch der Besucherstrom gestaut, einige andere Teilnehmer wollten aber schon nach Hause. Der Tunnel war dabei wie ein Nadelöhr. Als gegen 17 Uhr ein Gedränge entstand, kam es zu der Massenpanik, vor der Teilnehmer die Polizei gewarnt haben wollen. Augenzeugen berichten, dass der Tunnel einer Falle glich – eine Flucht war nicht möglich. „Überall lagen Menschen auf dem Boden herum. So stelle ich mir Krieg vor“, sagte ein Augenzeuge dem Nachrichtensender n-tv.

Mindestens 15 Menschen starben gestern bei einer Massenpanik auf der Loveparade. 100 weitere wurden verletzt. Fotos: dpa Bei den Toten soll es sich um neun Frauen und sechs Männer handeln. Trotz der Panik und des Todes von 15 Menschen wurde die Loveparade nicht abgebrochen. Nachdem viele Leute durch die Panik auf die Geleise des Hauptbahnhofes liefen, wurde dieser gesperrt. M red

!

Angehörige von Opfern können sich unter der Telefonnummer 02 03/9 40 00 informieren.

M Die Loveparade Die Loveparade ist die bekannteste Technoparty der Welt. Sie wurde 1989 von Elektro-DJ Dr. Motte in Berlin gegründet. 1999 pilgerten 1,5 Millionen Menschen nach Berlin. Auf Trucks fahren DJs und Raver, darum herum tanzen die Technofans in meist verrückter und spärlicher Kleidung zu ohrenbetäubendem Lärm. Vor drei Jah-

ren zog die Parade von Berlin ins Ruhrgebiet. red


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