SONNTAG in
FRANKEN Nr. 39 - 2. Jahrgang
Sonntag, 26. September 2010
Auflage: 95.066
M Mit den Verbrecher-Fischern auf der Autobahn – Seite 4 M Bernd Mayer erzählt vom Zahnziehtag beim Bader Reiss – Seite 6 M Im Germanischen Nationalmuseum bietet der „Mythos Burg“ eine spannende Zeitreise – Seiten 16 und 17
P
hilipp Lahm konnte sich nur noch an den Kopf fassen (Foto links), als die Gegner hemmungslos jubelten (von links Adam Szalai, Sami Allagui und Marco Caligiuri), denn der FSV Mainz 05 entführte vom Meister FC Bayern aus München mit einem 2:1-Erfolg die Punkte und untermauerte Platz eins in der Fußball-Bundesliga. Auch die Franken gingen leer aus: Der 1. FC Nürnberg verlor in Frankfurt 0:2. M Mehr auf den Seiten 9/10 Fotos: dpa
Landesparteitag der Liberalen in Kulmbach
Hacker (FDP) watscht CSU ab Kräftige Schläge gegen den Regierungspartner: Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Thomas Hacker aus Bayreuth, hat die CSU heftig abgewatscht.
A
uf dem FDP-Landesparteitag in Kulmbach zitierte Hacker das liberale Urgestein Thomas Dehler mit folgendem Satz: „Sie sind alle wieder da, die engstirnigen, kurzsichtigen, böswilligen kleinen Geister, die Giftmischer, die Narren, die Scharlatane,
wie sie zum politischen Satyrspiel Bayerns gehören. Sie haben nichts gelernt.“ Dehler hatte mit diesen deftigen Worten seinem Ärger über die CSU Luft gemacht, nachdem diese 1949 dem neu verfassten Grundgesetz ihre Zustimmung verweigert hatte. Hacker griff nun die Schimpftirade wieder auf und sagte: „Sie haben nichts gelernt – auch nach 60 Jahren passt dieser Satz bisweilen zu Thomas Hacker. Foto: nk unserem Koalitionspartner.“ Bekanntlich regiert die FDP mit der CSU „Noch immer glaubt die CSU, die abseit der Landtagswahl 2008 in Bay- solute Mehrheit komme zurück – und ern, immer wieder hatte es Streit und mit ihr die alten Zeiten, in denen die heftige Reibereien gegeben. CSU Bayern unter ihrer Knute hatte. Hacker ritt nun eine neue Attacke Die Zeiten, in denen alle den Winken gegen seinen Koalitionspartner: aus der Staatskanzlei zu folgen und
sich konservativen Lebensvorstellungen zu fügen hatten. Aber, Gott sei Dank, diese Zeiten sind vorbei!“ Hacker erinnerte auch an die sogenannten Resonanz-Umfragen, die für die Staatskanzlei auf Steuerzahlerkosten erstellt worden waren. Damit habe die CSU erfahren wollen, wie man die FDP am schnellsten wieder loswerden könne, frotzelte Hacker. „Auch hier zeigt sie sich wieder – die Anhänglichkeit der CSU an die alten Zeiten, in denen sie als Staatspartei schalten und walten konnte, wie sie wollte. Aber so kann eine Koalition nicht funktionieren.“ M Peter Engelbrecht (Mehr auf Seite 3)