Zeitung Vinschgerwind ausgabe 5-15 Bezirk Vinschgau Südtirol

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Nr. 5 (247) 05.03.15 I.P. 11 Jg.

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In Nauders

Besuch bei unseren Nachbarn hinter dem Reschenpass

P I Z Z E T T E R I A

FANTASY

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2 /Wandern/

Vinschgerwind 5-15

Schneeschuhtouren

05.03.15

Winterwanderungen

Höhentouren

Einmal die Runde im hintersten Matschertal

Schneeschuhrundwanderung mit grandioser Aussicht, Ruhe und Genuss Info und Tipp: Gehzeit: ca. 3,5 h Startpunkt: Parkplatz bei den Glieshöfen Kennzeichnung: Winterwanderweg Nr. 8 Einkehrmöglichkeit: Almhotel Glieshof, geöffnet noch bis 20. April, Tel.: 0473/ 842622 Tipp: Der Weg ist in der neuen Winterkarte der Ferienregion Obervinschgau eingezeichnet und kann auch um eine gute Stunde abgekürzt werden.

Das hinterste Matschertal ist nicht unbedingt berühmt für überbordenden Tourismus und Halligalli. Hier geht es leise und überschaubar zu. Der Winter kann hier in seiner Unverfälschtheit genossen werden. Hungern muss man deswegen aber nicht: der Glieshof in der Matscher Alpe bietet kulinarisch alles was das Herz begehrt. Nach dieser Rundwanderung, die auf eine Höhe von knapp 2200 m führt, ist eine ordentliche Stärkung sicherlich gefragt. Toureninfo: Die Wanderung startet auf dem Parkplatz bei den Glieshöfen. Unterhalb des großen Parkplatz geht rechts ein Forstweg Richtung Matscher Alm ab. Ein neu angebrachter Wegweiser zeigt den Winterwanderweg an. Die Tour startet zunächst recht steil, bald aber geht es über weite Teile flach weiter bis zur Alm. Dann geht es, und ab hier sind Schneeschuhe sicherlich dienlich, talauswärts über ein Teilstück des Vinschger Höhenwegs bis zu den „Eisawiesn“ oder „Kalte Wiesn“, die weitum höchstgelegenen Bergwiesen. Bei diesem Teil der Rundwanderung kann man grandiose Aussichten genießen: ins Upital mitsamt Upialm, die Saldurköpfe und die Saldurspitz, das Oberettesjoch… und taulauswärts sieht man ab und an das schön gelegene Haufendorf Matsch. Der Abstieg erfolgt über einen breiten Forstweg bis zu den Thaneihöfen und dann zurück taleinwärts zum Parkplatz bei den Glieshöfen. Wem 3,5h zu viel sind kann auf dem Teilstück des Vinschger Höhenwegs abkürzen und nach links (Schild „Glieshof) ins „Marchtal“ hinunter abbiegen. So kommt man wieder auf den Almweg hinunter und geht weiter bis zum Glieshof zurück.


05.03.15

Mitteilung betreffend Wahlwerbung

Im Sinne der Bestimmungen und Auswirkungen der Verfügung der „Garantiebehörde für das Kommunikationswesen“ wird im Zusammenhang mit den Gemeinderatswahlen am 10. Mai 2015 von der Info Media GmbH. (Vinschgerwind) mitgeteilt, dass Wahlpropaganda zu den gängigen Konditionen laut Preisliste 2015 angenommen wird. Sonderformate sowie Platzierungen auf Anfrage. Das Reglement sowie die Preisliste 2015 samt allgemeinen Zahlungsbedingungen liegen beim Vinschgerwind, Dantestraße 4 in Schlanders auf. Reservierungen und Informationen Vinschgerwind Dantestraße 4, Schlanders Tel. 0473 732 196, info@vinschgerwind.it

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Richard Spechtenhauser, Karin Pöll: 0473 732196 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

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Kommentar von Chefredakteur Erwin Bernhart

Alles Marmor Ach, was haben wir schon alles über den Marmor im Tal geschrieben. Ein Hin und ein Her, ein Vor und ein Zurück, ein Auf und ein Ab. Der Einsieg der Tiroler Marmorwerke in Göflan. Der Kauf der Lasa durch die Marmor Lechner AG. Der Marmor im Nationalpark usw. usf.. Eines ist uns immer klar geblieben: Der Marmor ist ein kostbarer Stein, ein Stein, auf den die Vinschger - nicht nur die Laaser oder die Göflaner - stolz sein können. Es gibt angeblich keinen besseren auf der Welt: Er ist von einer unvergleichlichen Härte und von einem bezaubernden Weiß. Er lagert da oben in der Jennwand in einer Menge, bei der noch lange Zeit Marmor abgebaut werden kann. Der Marmor, der Laaser und der Göflaner, hat eine Geschichte: in der

Kunst ist er von Bedeutung, im Bauwesen auch. Weltweit. Diese Perspektiven bleiben dem Stein offen. Er ist begehrt. Auf der anderen Seite kam und kommt die wirtschaftliche Geschichte rund um den Abbau einem andauernden Wirtschafts-Krimi gleich. Dieser Krimi ist auch Gegenwart. Denn es gibt unzählige Streitpunkte vor allem, seit die zwei Marmorbrüche auseinandergerissen sind. Seit über 10 Jahren etwa ist z.B. strittig, ob der Marmor über eine Straße ins Tal gebracht werden soll und darf? So wie es in Göflan im Sommer der Fall ist. Soll die Schrägbahn das einzige Transportmittel sein? Es gibt jede Menge Anklagen. Ein Durchblick, ein Einblick in die Sache ist schwierig. Nun gibt es - wieder einmal - aktuelle Urteile vom Verwaltungsgericht (sh. Seite 5). Und die haben es in sich.

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4 /politik/

Vinschgerwind 5-15

„Scharf auf Geld“ Ab 7. März hängen in den Geschäften von Laas und Eyrs Plakate: Frauen auf Geldscheinen. Weltweit sind das nicht viele - aber die Kaufleute in Laas sind aufmerksame Sucher.

05.03.15

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Die Milchquote fällt am 31. März 2015. Kaufen Sie bevorzugt Milchprodukte einheimischer Milchhöfe bzw. Hofkäsereien? Neue Umfrage: Betreiben Sie regelmäßig (mindestens einmal die Woche) Sport?

87,8 %

JA

12,2 % NEIN

Qualität, Veredelung und Nischen Vinschgerwind: In der letzten Titelgeschichte „Die Milchstraße“ haben wir geschrieben, dass die Bauern als Ausgleichszahlung für Berggebiete rund 2000 bis 6000 Euro pro Hektar erhalten. Das war nicht richtig. Viele Bauern haben bei uns angerufen und diesen Fehler beanstandet. Was ist richtig? Markus Joos: Die Beträge, die sie genannt haben, wurden falsch wiedergegeben. Sie beziehen sich natürlich auf den Betrieb und nicht auf die Hektar. Die Herausforderung in unserer Vinschger Berglandwirtschaft ist vor allem strukturbedingt. Wir haben viele kleine Betriebe mit im Durchschnitt rund 6 Hektar Futterfläche und 10 bis 15 Stück Vieh. Damit ist es kaum möglich, von der Produktion allein ein angemessenes Einkommen zu erzielen. Auch die verschiedenen Flächenprämien reichen dabei nicht, ein entsprechendes Auskommen zu gewährleisten. Die Herausforderung unserer Betriebe ist es, in der Kombination von Qualitätsproduktion, Direktzahlungen und Nebenerwerb ein angemessenes Einkommen zu erzielen. Vielfach sind dabei aber die Familien besonders gefordert. Gibt es bei der Qualitätsproduktion eine Förderungsoffensive von Seiten des Landes, des Staates oder der EU? Unterscheiden sich die Förderungen für biologische Landwirtschaft gegenüber der konventionellen?

Bei unseren bescheidenen Betriebsgrößen ist es verständlich, dass vielfach kein entscheidendes Einkommen über die Landwirtschaft zu erzielen ist. In der Produktion kann es damit nur über die Qualität gehen, bei der aber dann auch der Konsument bereit sein sollte, etwas mehr auszugeben. Der durchschnittliche Betrieb im Vinschgau liefert etwa 50.000 Kilo Milch pro Jahr ab. Die Sicherung der Wertschöpfung geht damit vor allem über die Veredelung der Milch oder eben über Nischenprodukte, wie es beispielsweise die Biomilch für bestimmte Bereiche im Vinschgau sein könnte. Auf EU-Ebene generell, aber auch in der neuen Förderperiode des Landes unter Landesrat Arnold Schuler sind die verschiedenen Förderbestimmungen im Bereich Bio weiter augebaut worden. Von den Flächenprämien, die bei den Wiesen bis zu maximal 450 Euro pro Hektar ausmachen, bis hin zu den baulichen Maßnahmen im Stallbereich, bei denen 5% Beitragszuschlag vorgesehen sind. Anreize finanzieller Natur sind also da, um in diesem Bereich etwas Schwung hineinzubekommen. Die Rechnung muss sich jeder einzlne Betrieb machen. Genau. Eine eventuelle Umstellung auf Bio muss vor allem auch im Kopf erfolgen. Wir haben südtirolweit rund 2 Prozent des Milchaufkommens Biomilch. Die Nachfrage ist deutlich höher. Dementsprechend sind die Bemühungen der

Foto: Erwin Bernhart

Nicht 2000 Euro pro Hektar, sondern rund 2000 Euro pro Betrieb hätte es in der letzten Titelgeschichte heißen sollen. Für den Fehler entschuldigen wir uns bei den Milchbauern des Tales und nutzen diese Richtigstellung für einige Fragen an Markus Joos, den Amtsdirektor des Bezirksamtes für Landwirtschaft in Schlanders, zuständig für den Vinschgau.

Markus Joos kennt die Realität der Bauern im Vinschgau - seit knapp 10 Jahren ist er Amtsdirektor im Bezirksamt Landwirtschaft in Schlanders, zuvor war er Direktor des Bonifizierungskonsortiums Vinschgau Milchhöfe nach mehr Biomilch hoch. Bei einem halbwegs geschlossenen Gebiet wäre dann auch die Transportlogistik sinnvoller. Ein Milchbauer mit 5 Hektar tut sich schwer, eine Familie

allein aus der Produktion zu ernähren. Anders ein Obstbauer. Gibt es große Förderunterschiede zwischen Obstbauern und Milchbauern? Der durchschnittliche Obstbetrieb im Vinschgau bewirtschaftet etwa 2,5 bis 3 Hektar. Also ist er durchschnittlich halb so groß wie ein Viehbetrieb. Allerdings ist ein Obstbetrieb über die Qualitätsproduktion imstande, im Verhältnis ein deutlich besseres Einkommen zu erzielen als der Viehbetrieb. Das hat auch dazu geführt, dass in den letzten Jahren bei den Fördermitteln massiv von den Talbetrieben in Richtung Berglandwirtschaft umgeschichtet wurde. In der neuen Förderperiode des Landes werden über 90 Prozent der Landesmittel für das Berggebiet aufgewandt. Es gibt im Obstbereich praktisch nur noch das Operationelle Programm für die Erzeugergemeinschaften und die Unterstützungen für die Hagelschutzprämien, welche mit EU-Mitteln bestritten werden. Mit Ende März 2015 fällt die Milchquote. Ihre Prognose? Ich getraue mich nicht eine Prognose zu stellen. Die Hauptakteure in diesem Bereich sind unsere Milchhöfe, die sich in den letzen Jahren mit einer sehr hohen Veredelungsquote gut aufgestellt haben. Es wird möglicherweise einige Turbulenzen geben. Die Chance für uns: Qualitätsproduktion - Veredelung - Nischen abdecken. Interview: Erwin Bernhart


05.03.15

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/politik/ 5

Laas/Göflan/Bozen

Völlig neue Voraussetzungen beim Marmor

Foto: Andreas Waldner

eit kurzem gibt es in Sachen Marmor und Marmortransport eine völlig neue Grundlage. Das Treffen beim LH um eine einvernehmliche Lösung am 16. März in Bozen wird damit vom Kopf auf die Füße gestellt. Es ist das Verwaltungsgericht in Bozen, welches jüngst insgesamt fünf Rekurse, die für die Annullierung von Verwaltungsakten eingereicht worden sind, angenommen hat. Einige dieser Annullierungen haben es in sich und die haben zur Folge, dass die Marmorgeschichte rund um den Göflaner Wantlbruch quasi auf Null gestellt ist. Denn das Verwaltungsgericht hat die vom damaligen Wirtschaftsassessor Thomas Widmann ausgestellte Abbaukonzession aus dem Jahre 2013 annuliert. Auch hat das Verwaltungsgericht die dafür notwendige Genehmigung des Nationalparkes Stilfserjoch annulliert. Widmann hatte die Konzession für 20 Jahre ausgestellt - im Grunde ohne Auflagen. Vor allem dies war der Rekursgrund für die Lasa Mar-

Foto: Erwin Bernhart

S

Georg Lechner, Einbringer der Rekurse für die Lasa Marmo und für die Lechner Marmor AG: Was sind uns Umweltschutz und Nationalpark wert? mo und auch für die Lechner Marmor AG. Beide Betriebe hatten sich bisher penibel an die Auflagen des Nationalparkes und der Provinz gehalten. Eine davon war die Benutzung der Bahnanlagen für den Abstransport. Man hat einiges Geld in die Hand genommen und mehrere Teile der Anlagen modernisiert. Und nun soll es für den Göflaner Wantlbruch keine Auflagen im Nationalpark mehr geben? Lasa und Lechner rekurrierten

unter anderem auch mit dem Argument des Amtsmissbrauches („eccesso di potere“). Das Verwaltungsgericht gab sowohl der Lasa als auch der Lechner Marmor AG Recht und annullierte Widmanns Abbaugenehmigung. Nicht akzeptiert hat das Gericht Forderungen auf Schadensersatz. Und auch Johann Gurschler vom Tafratzhof bekam in gleich drei Rekursen Recht: Das Verwaltungsgericht annullierte

St. Valentin/Bozen

Glurns

Hoadr Mist - Landtagsanfrage

Hilflos?

D

M

er Kommentar von Andreas Waldner über die Mistablagerungen bei den Trockenmauern (Vinschgerwind 25/2014) hat den Freiheitlichen Landtagsabgeordneten Pius Leitner zu einer Landtagsanfrage bewogen. Leitner wollte vom zuständigen Umwelt-Landesrat Richard Theiner wissen, ob die Hoadr Zustände bekannt seien und was man dagegen tut. Theiner, selbst aus Plawenn stammend, fragte beim Amt für Gewässerschutz und der örtlichen Forstbehörde nach. „Mit der Eigenverwaltung wurden bereits Gespräche geführt, um die Problematik der Mistablagerungen auf öffentlichem Grund einer Lösung zuzuführen. Soweit auch die Bestimmungen zur fachgerechten Landwirtschaft zur Verminderung oder Begrenzung der Gewässerverunreinigung‘ laut Dekret des Landeshauptmannes vom 21. Jänner 2008, Nr. 6, in geltender Fassung, verletzt werden, werden diese von den zuständigen Aufsichtsorganen erhoben und die dafür vorgesehenen Verwaltungsstrafen verhängt. Bis dato konnten keine Übertretungen der oben genannten Bestimmungen erhoben werden“, heißt es in Theiners Antwortschreiben unter anderem. (eb)

den Enteignungsbeschluss des Gemeindeausschusses von Schlanders vom März 2014; es annullierte die Ermächtigung für den Abtransport des Marmors über die Straße, ausgestellt von Arnold Schuler für den Zeitraum von Mai bis Oktober 2014 und es annullierte einen weiteren Enteignungsbeschluss des Ausschusses von Schlanders. Damit wird klar, dass eine Einigung vor allem im Streit um den Marmorabtransport zurück auf Los geht. Denn bis Thomas Widmann 2013 mit seiner Abbaukonzession kam, hatten die Marmorbeteiligten, auch jene von Göflan, immer einige Auflagen zu erfüllen bzw. mit dem Hinweis auf eine provisorische Ermächtigung für den Abtransport zu leben. Nun bekommen die Beteiligten jene Chance zurück, sich über den Wert des Nationalparkes, des Umweltschutzes, der bisherigen Auflagen auszutauschen und auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen. (eb)

it einer bestimmten Hilflosigkeit reagierten sowohl BM Erich Wallnöfer als auch LH Arno Kompatscher bei der Bürgerversammlung in Glurns auf die besorgte Frage eines Bürgers, ob die Behörden etwas gegen die Anwesenheit vom stadtbekannten Bürger S.P. unternehmen könnten. Mit großer Verwunderung hat die Glurnser Bürgerschaft die Überstellung von S.P. in den Hausarrest zur Kenntnis genommen. Wallnöfer und Kompatscher verwiesen auf das gerichtliche Prozedere, auf das sie weder Einfluss haben noch Einfluss nehmen könnten. S.P. ist im Zusammenhang mit dem jüngsten Brand in Glurns kurzzeitig verhaftet worden - mit dem Verdacht auf Brandstiftung. In Glurns geht nun die Angst um. Viele Bürger sind sehr besorgt. Aber es herrscht eine Art Omertá. Offen getraut sich niemand, die Problematik anzusprechen. Zu groß ist die Angst, selbst Opfer eines wie auch immer gearteten „Anschlages“ zu werden. Denn S.P. sei auch in Vergangenheit durch Androhungen an Bürger aufgefallen. Wallnöfer sagt, dass er als Bürgermeister bzw. die Gemeindeverwaltung alles getan habe, was in seiner/ihrer Macht stehe. „Wir sind nicht die Justiz“, sagt Wallnöfer. Dass diverse Gespräche geführt worden seien, gibt Wallnöfer zu. Allerdings ohne konkrete Ergebnisse. Die Angst in Glurns habe sich schon etwas gelegt, sagt Wallnöfer. (eb)


6 /Titel/

Vinschgerwind 5-15

05.03.15

Nauders am Reschenpass Die Grenzgemeinde Nauders gehört geografisch zum Vinschgau, politisch zu Nordtirol und Österreich, touristisch zum Dreiländereck rund um den Reschensee, historisch war Nauders bis 1919 einer der vier Gerichtssitze im Vinschgau. links: Vizebürgermeister und Amtsleiter Helmut Spöttl und der Bürgermeister Robert Mair unten rechts: Gemeinde Nauders im Dreiländereck auf 1.400 Metern, umgeben von Bergen unten links: Schloss Naudersberg, der alte Gerichtssitz thront über Nauders Fotos: Heinrich Zoderer

unten Mitte: der versunkene Turm im Reschensee, das Wahrzeichen für die ganze Region im Dreiländereck

von Heinrich Zoderer

I

ch war sehr erstaunt. Als ich in der Gemeinde Nauders anrief, war nicht irgendein Angestellter, sondern der Bürgermeister Robert Mair persönlich am Telefon. Er ist seit 40 Jahren in der Gemeinde aktiv. Im Mai dieses Jahres wird er 70 Jahre alt. Seit 1974 ist Mair im Gemeinderat, 9 Jahre war er Vizebürgermeister und seit 2004 wurde er bereits zwei Mal von der Bevölkerung zum Bürgermeister gewählt. Bis 2016 wird er das Amt ausüben. Im Gemeinderat sitzen noch 12 weitere Personen, die das politische Geschehen in der Gemeinde bestimmen. Keine einzige Frau ist dabei. In der letzten Legislatur waren drei Frauen im Gemeinderat. Es ist nicht einfach Frauen für die Gemeindepolitik zu begeistern, meint Mair. Eine Frauenquote gibt es nicht. Auch eine Mandatsbeschränkung für Bürgermeister kennt man in Nordtirol nicht. Dafür traten bei den letzten Gemeinderatswahlen 2010 gleich fünf Dorflisten an. 2004 gab es drei Listen. Im derzeitigen Gemeinderat sind aller fünf Listen vertreten. Die „Heimatliste Nauders“ und die „Liste Nauders“ stellt jeweils vier Gemeinderäte, die „Liste Wir für Nauders“ und die „Junge Liste Nauders“ jeweils zwei Gemeinderäte

und die „Dorfgemeinschaft Nauders“ einen Gemeinderat. Die nationalen Parteien oder die im Tiroler Landtag vertretenen Parteien und Listen sind in Nauders nicht vertreten.

Fünf Dorflisten, aber keine Parteien Es gibt keine Parteien in der Gemeinde Nauders, auch Robert Mair sieht sich als freien Bürgermeister. Die Bürger wollen frei und unabhängig von den Parteien sein, bei den Landtagswahlen kann jeder schwarz, rot, grün oder gelb wählen, meint Mair, bei den Gemeinderatswahlen geht es um die Belange des Dorfes und nicht um Landespolitik oder Staatspolitik. In ganz Tirol ist diese Tendenz sichtbar. Bei Gemeinderatswahlen gibt es immer mehr Dorflisten und immer weniger Parteien. In Nauders ist trotzdem das politische Klima recht harmonisch. Die meisten Gemeinderatsbeschlüsse werden einstimmig gefällt. Der Haushaltsvoranschlag für 2015 in Höhe von € 5.576.600.muss vor der Genehmigung zwei Wochen zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegt werden. Während dieser Frist hat jedoch kein Gemeindebürger darin Einsicht genommen. Bei der Gemeinderatsitzung wurde der Haushaltsvoranschlag einstimmig genehmigt. 1,7 Millionen erhält die Gemein-

de vom Land. Der Abschluss der Kanalisierung und eine neue Quellfassung sind die größten Investitionsposten. Mindestens viermal im Jahr muss es eine Gemeinderatsitzung geben, in Nauders gibt es meistens acht Sitzungen im Jahr. Dass das Interesse für die Gemeindepolitik größer ist als für die Landespolitik, sieht man an der Wahlbeteiligung. Bei den Gemeinderatswahlen von 2010 gab es eine Wahlbeteiligung von 92%, bei den Landtagswahlen 2013 lediglich 59%. Neben dem Bürgermeister ist der junge Vizebürgermeister Helmut Spöttl eine wichtige Person in der Gemeinde. Er ist nicht nur der Vizebürgermeister, sondern zugleich auch der Amtsleiter in der Gemeinde. Was bei uns gar nicht möglich wäre, ist in Nordtirol sehr oft der Fall. Spöttl ist für das Bauwesen, die Raumordnung, die Flächenwidmung, die Sozialhilfe und das Verkehrsrecht zuständig.

Der Vizebürgermeister ist zugleich auch der Amtsleiter der Gemeinde Mit großem Stolz erzählen der Bürgermeister und der Vizebürgermeister vom neuen Kraftwerk Stiller Bach. Damit ist Nauders auf dem Weg zum Selbstversorger. Es kann für die Gegenwart und die Zukunft saubere


05.03.15

Energie gewonnen und noch kräftig Geld verdienen werden. Bereits 2006 wurde der entsprechende Beschluss zum Bau gefasst, 2012 wurde mit dem Bau begonnen und im letzten Jahr wurde das Kraftwerk in Betrieb gesetzt. 4,9 Mio. Euro hat das Projekt gekostet und 8,5 Gigawattstunden (GWH) soll es jährlich Strom produzieren. Obwohl die Gemeinde 20 Jahre lang ein Darlehen zurückzahlen muss, gab es bereits im ersten Jahr eine positive Bilanz. Durch den häufigen Regen im letzten Sommer wurden 12,5 GWH produziert. Noch eine erfreuliche Nachricht konnten die beiden Gemeindeverwalter mitteilen. Das Land Tirol will in den nächsten zehn Jahren zehn Millionen an regionalwirtschaftlichen Fördergeldern für die Region Oberes Gericht zur Verfügung stellen. Eine Million pro Jahr für innovative und nachhaltige Investitionen in der Region. Öffentliche und private Einrichtungen können Projekte zur Steigerung des Sommertourismus, für die Förderung der Landwirtschaft und die Energieproduktion einreichen.

Ein Kraftwerk macht Nauders energieautark – 10 Millionen an Fördermitteln für die Region In Nauders gibt es ein vielfältiges und gut funktionierendes Vereinswesen. Es gibt kaum Abwanderung. Die Gemeinde sorgt dafür, dass Baugründe ausgewiesen werden, die „Alpenländische Heimstätte“, ein gemeinnütziger Bauträger in Westösterreich, stellt zu erschwinglichen Preisen Wohnungen zum Mieten oder Kaufen zur Verfügung. Es gibt mehrere landwirtschaftliche Betriebe, zunehmend im Nebenerwerb. Es sind kleine Betriebe mit 5 bis 15 Kühen. Viele erzeugen Milch und liefern an den Milchhof Innsbruck, einige betreiben Mutterkuhhaltung. Neben der Landwirtschaft ist aber vor allem der Tourismus die starke Säule der Wirtschaft. Es gibt ein Dutzend 4-SterneHotels, mehrere 3-Sterne-Hotels, Gasthöfe, Pensionen, viele Ferienwohnungen, Bauernhöfe mit Urlaub auf dem Bauernhof, Ferienhäuser, Berghütten und den höchstgelegenen Campingplatz Österreichs mit 36 Stellplätzen. Das 1.500 Einwohnerdorf

hat fast dreimal so viele Fremdenbetten und eine vielfältige Infrastruktur im Dreiländereck. „Nauders am Reschenpass“, so präsentiert sich die Gemeinde in allen Prospekten, der Turm im See ist das Wahrzeichen der ganzen Region. Und selbstverständlich sind die vielen Angebote für Wanderer, Radfahrer, Skifahrer und Langläufer nicht nur auf Nauders beschränkt, sondern auf die ganze Region im Dreiländerdreieck.

Viele Angebote für Wanderer, Radfahrer, Skifahrer, Langläufer und Naturliebhaber So kommt man auf 300 km markierte Wanderwege für alle Ansprüche. Da sind leichte Talwanderungen, gemütliche Bergwanderungen bis zu anspruchsvollen Hochgebirgstouren und waghalsigen Kletterpartien in Eis und Fels. Für Radfahrer gibt es 2.200 km Radrouten im Dreiländereck. Dabei ist die einfache Radtour um den Reschensee genauso dabei, wie die anspruchsvollen Radtouren über das Stilfserjoch, durch die Uinaschlucht, über den Ofenpass oder über die Kaunertaler Gleschterstraße. Natürlich gibt es auch Actionangebote wie Paragleiten oder Rafting und Abenteuer am Hochseilgarten. Im Winter gibt es 120 km Pisten auf 3 Skigebieten in 2 Ländern. Und dies alles mit einem Skipass. Auch wenn derzeit einige Unstimmigkeiten vorliegen, gibt sich der Bürgermeister überzeugt, dass der einheitliche Skipass erhalten bleibt. Es gibt 90 km gut präparierte Loipen für Langläufer und Skater auf 1.400 bis 1.900 Höhenmetern. Die 8 km lange Rodelbahn ist die längste in den Alpen. Und natürlich gibt es Möglichkeiten für Schneeschuhwanderer und Eisläufer. Für kulturell Interessierte werden viele Angebote im weiteren Umkreis als Ausflugsziele angepriesen: die Kristallwelten in Wattens, die Rhätische Bahn in der Schweiz, die Kurstadt Meran, St. Moriz, die Freihandelszone Samnaun und Livigno, das Ötzidorf Umhausen oder der Alpenzoo in Innsbruck. Es ist ein vielfältiges Programm für Abenteurer und Naturliebhaber, für Familien und Individualisten.

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/Titel/ 7

Informationen und Zahlen Das Wappen erinnert an Kuno Ritter von Nauders und Konrad Vischer, Pfleger auf Naudersberg. Beide führten Fische in ihrem Wappen. Nauders gehört zum Bezirk Landeck (insgesamt 30 Gemeinden) Touristisch gehört es zum Tiroler Oberland bzw. Oberen Gericht (Obergricht) Einwohner: 1.552 Haushalte: 544 Fläche: 90,29km2 Meereshöhe: 1.400 Gästebetten: 4.200 Bürgermeister: Robert Mair Vizebürgermeister und Amtsleiter: Helmut Spöttl Gemeinderäte: 13 aus 5 Dorflisten Gemeindehaushalt 2015: 5.576.600 € Nauders liegt am Stillebach zwischen Finstermünzpass und Reschenpass Umliegende Orte: Reschen in der Gemeinde Graun, St. Martina in der Gemeinde Valsot (Graubünden) und Pfunds im Oberinntal Seen: Schwarze See, Grünsee und Goldseen Hausberg: Piz Lad (2.808m) Erstmals urkundlich erwähnt: 1150 n. Chr. (Nudres) Altfinstermünz: mittelalterliche Gerichtsstätte, Zoll- und Grenzbefestigung Festung Nauders: Festungsbauwerk aus der ersten Hälfte des 19. Jh. mit über 70 Räumen Schloss Naudersberg: 1325 erstmals urkundlich genannt, bis 1919 Bezirksgericht, seit 1980 im Privatbesitz, heute Restaurant mit Ferienwohnungen und Museum Skigebiet Nauders: Bergkastelseilbahn (1400 auf 2200) und 11 weitere Aufstiegsanlagen Winterangebote: 120 km Skipisten, 90 km Langlaufloipen, 8 km Rodelbahn Sommerangebote: 300 km markierte Wanderwege, 2.200 km Rad- und Mountainbikewege


8 /Wirtschaft/

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Rom-Infos ins Tal Aus dem Parlament gibt es zurzeit nicht viel zu erzählen. Es geht um den StahlWirtschaftsstandort in Taranto und Internationale Verträge, bei denen wir uns sowieso nicht einmischen und verzetteln sollten. Es kommen in der nächsten Zeit auch wieder größere und wichtigere Brocken: die Reform der Volksbanken , (was Auswirkungen auch auf das System unserer Raiffeisenkassen haben könnte) und ein Delegierungsgesetz zum Wettbewerb. Italien hat in vielen Bereichen seine geschützten Märkte und Kategorien (samt gewichtigen Lobbies im Parlament), die den freien Wettbewerb behindern und somit die Kosten von Dienstleistungen für die Bürger in die Höhe treiben. Nun will der Ministerpräsident - nach den aufreibenden Monaten mit den Verfassungsreformen und einem neuen Wahlgesetz - auch den Wettbewerb ankurbeln. Seine Maßnahmen beim Arbeitsmarkt und für die Verringerung der prekären Arbeitsverhältnisse und der Jugendarbeitslosigkeit sind generell von allen Seiten gelobt worden. Dafür hat die EU Italien belohnt und das Finanzgesetz für das Jahr 2015 ohne zusätzliche Forderungen genehmigt. Das Schiff „Staat“ kommt langsam in ruhigere Gewässer. Heute hätte ich den Drang euch über das Treffen im Gesundheitsministerium zu den Geburtenstationen zu berichten. Es war spannend und mir hat es regelrecht den „Schwitz“ herausgetrieben, wenn ich die Ministerin und die Ministerialbeamten über Schlanders reden hörte (diese hatten sich im Vorfeld ja auch schon eine Meinung gebildet, wussten aber nicht unbedingt, dass ich für Schlanders stehe...). Über die Ergebnisse habe ich Vertraulichkeit zugesagt und werde daher nur die „Spezialisten“ informieren, die mich bei meiner Arbeit beraten und unterstützen. Die Unterstützung aus der Peripherie ist sehr gut, daher bin ich mir auch sicher, dass nach einem „ guten Anfang“ heute in den nächsten Wochen auch ein „ gutes Ende“ kommen wird. Auch unser Schiff „Land“ muss unbedingt in ruhigere Gewässer . Wir dürfen nicht aufeinander losgehen, sondern nach Lösungen suchen, die für alle tragbar sind.

Löwenanteil für Schlanderser Bürgermeister Man kann das Ganze so oder so auslegen: Fakt ist, dass Bürgermeister Dieter Pinggera in den vergangenen fünf Jahren die Summe von 19.672 Euro an Fahrtspesen kassiert hat. Insgesamt wurden aus dem Gemeindesäckel zwischen 2010 und 2014 Rückvergütungen von 24.172 Euro an die Referenten in der Schlanderser Gemeindestube ausbezahlt. Gemeinderat Martin Daniel (Für Schlanders/Per Silandro) hatte diesbezüglich eine Anfrage gestellt.

„Alles bleibt“ Schlanders. Als „tolle Initiative“ lobte Bürgermeister Dieter Pinggera die Diskussionsrunde des Oberschulzentrums Schlanders zum Krankenhaus Schlanders. Die Gäste am vergangenen Montag im Kulturhaus: Pinggera, die Landesrätin Martha Stocker und der ärztliche Leiter Anton Theiner. Die Schülerinnen und Schüler stellten eifrig Fragen

von Angelika Ploner

M

artha Stocker reagierte regelrecht verärgert: „Also das geht mir auf die Nerven. Als ob ein Mensch jemals behauptet hätte, dass das Krankenhaus geschlossen wird“, polterte die Landesrätin. Bürgermeister Dieter Pinggera hatte das Stichwort Schließung gegeben, die Landesrätin blaffte, von einer Schließung des Krankenhauses Schlanders sei niemals die Rede gewesen. Die Schuld wurde einmal mehr bei den Medien gesucht. Als Trio war man vergangenen Montag an Stehtischen aufgereiht: Dieter Pinggera, der Schlanderser BM, LR Martha Stocker und der ärztliche Leiter Anton Theiner. Das Publikum war ein ungewöhnliches, rund 300 Schülerinnen und Schüler des Oberschulzentrums Schlanders füllten die Stühle im Kinosaal des Kulturhauses. Es war eine löbliche Initiative, jene von Direktorin Verena Rinner, Jugendliche in die Diskussion um das Krankenhaus Schlanders zu involvieren, schließlich sind sie es die morgen von möglichen Versorgungslücken betroffen sind. Beispiel: Geburtenabteilung. Ob die Operation – der Erhalt der Geburtenabteilung in Schlanders - gelingt, ist noch offen. Doch die Chancen stehen gut, dass Ministerin Lo-

Fotos: Angelika Ploner

von Albrecht Plangger

05.03.15

renzin ihr Zugeständnis gibt. Im Kampf um die Grundversorgung ist man in jedem Fall einen Schritt weiter: „Es bleibt alles wie es ist“, sagte Stocker auf die Frage einer Oberschülerin: Was passiert denn nun eigentlich mit dem Krankenhaus Schlanders? Alle Dienste und Abteilungen bleiben aufrecht: Die Chirurgie und die Orthopädie werden in Zukunft als eine bettenführende Abteilung geführt. Über Kreuz ist man mit Martha Stocker aber darin, wie das Krankenhaus in Zukunft auftritt. Als ein Krankenhaus mit zwei Standorten sollen Meran und Schlanders zusammengespannt werden. Und das Personal? Das will die Landesrätin rotiert wissen. Denn wenn in kleineren Häusern die Routine fehle, sinke auch die Qualität, so die Meinung. Die Reform sei als Weckruf der Politik zu verstehen: Sparpotential soll ausfindig gemacht werden, treffen werde es vor allem Bozen. Die Sorge im Krankenhaus bleibt nichtsdestotrotz aufrecht: Denn jeder Einschnitt in die medizinische Versorgung ist der Anfang vom Niedergang.


Die Online-Druckerei in Südtirol /Wirtschaft/ 9 05.03.15

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pr-info Flamingo Group Schlanders

Mit wehenden Fahnen zum Erfolg Gründen, investieren, wachsen: Der Erfolgskurs von Flamingo Group, dem Großformat-Druckzentrum in Schlanders, zeigt seit der Gründung im Jahr 2012 steil nach oben. Hinter dem Unternehmen Flamingo Group steht ein junges Team, namentlich sind das Thomas Graber und Andreas Unterholzner. „Wenn einem das Wort Druckerei zu Ohren kommt, denkt man im ersten

Moment vielleicht eher an herkömmliche Papierdrucksorten“, sagt Thomas Graber. Genau dass bietet die Flamingo Group aber nicht. Die Flamingo Group bedient den Markt des Großformatdrucks. „Gerade dieser Bereich hat seine Reize und nimmt einen immer größeren Teil der Digitaldrucke auf dem Markt ein“, sind Thomas Graber und Andreas Unterholzner überzeugt. Den Hauptschwerpunkt im Angebot bildet der Bereich Textildruck, UV-Direktdruck sowie der umweltfreundliche Latex-Druck. Eine hausinterne Konfektionsabteilung sorgt für eine verlässliche Weiterverarbeitung der produzierten Werbedrucke. Im Texildruck werden Fahnen, Textilbanner für den Innen- & Außenbereich, Beach Flags, Sitzwürfel, Zelte, Vorhänge, Rollos und noch vieles mehr realisiert. Alles kann individuell mit jedem gewünschten Motiv bedruckt werden. Im Bereich Direkt- und Latexdruck werden Displaysysteme, Werbeschilder aller Art,

Wandbilder, Klebefolien, Beschriftungen, Glas- & Holzdrucke sowie Werbeplanen umgesetzt. Ständig entstehen neue Formen der Werbung. „Man muss immer am Ball bleiben und sich den aktuellen Ansprüchen des Marktes anpassen“, erklärt Andreas Unterholzner. Beste Qualität zu schnellen Lieferzeiten und fairen Preisen ist das Um und Auf des Südtiroler Unternehmens. Diese Philosophie findet Anklang, denn mittlerweile werden zahlreiche namhafte Kunden aus dem In- & Ausland beliefert, beispielsweise: die Brauerei Forst, Loacker, Rossins Restaurants, Kabel 1, Adac Germany, Dr. Schär, Volksbank ... auch für den FC Südtirol ist die Flamingo Group GmbH der Druckpartner im Großformat. Umweltbewusstsein ist ein sehr wichtiger Punkt in der Betriebsphilosophie. Darauf wird nicht nur bei den verwendeten Grundmaterialien geachtet, sondern auch beim Maschinenpark. „Wir investieren ausschließlich in umweltfreundliche Technologie, in Kürze wird unser Maschinenpark mit einer weiteren neuen hochmodernen, leistungsstarken und ökologischen Großformat-Digitaldruckmaschine ergänzt“, blickt Thomas Graber in die Zukunft. Im modernen Maschinenpark der Flamingo Group finden sich Druckmaschinen der Weltfirma Durst, sowie zahlreiche weitere innovative Maschinen wieder. Um den Kunden auch im Web einen guten Überblick bieten zu können, gibt es im Online-Shop der Flamingo Group - www. flamingo-shop.eu - 24 Stunden rund um die Uhr die Möglichkeit sich über Preise zu informieren und Produkte zu bestellen. Natürlich steht auch eine FacebookSeite parat. Dort werden aktuelle News und neue Projekte online gestellt. (ap)

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10 /Wirtschaft/

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05.03.15

Glurns

„Goggelen“ für die Landesregierung ird vom Landeshauptmann die Vision einer Bioregion Obervinschgau unterstützt? Die Fragen in der Diskussion bei der Bürgerversammlung in Glurns am Mittwoch vor einer Woche waren präzise. LH Arno Kompatscher sagt, dass die Zielsetzung der Nachhaltigkeit ok sei. Aber die Wahl des Mittels bei der Malser Volksinitiative sei nicht adäquat gewesen. Er habe zwar Respekt vor der Willensäußerung des Volkes von Mals, aber, so der LH wörtlich, „eine andere Formulierung hätte dem Anliegen Volksabstimmung mehr gedient.“ Die Landesregierung habe vor dieser Formulierung eines Verbotes von Pestiziden gewarnt und auch BM Ulrich Veith habe zugegeben, dass das Ganze eine schwierige Sache sei. Die für die Fragestellung zuständige Fachkommission habe sich geweigert, die Fragestelltung auf europarechtliche Aspekte hin zu untersuchen. Aber auch der Obstbau habe im Obervinschgau einiges verschlafen, sagt Kompatscher. Die Entscheidung für eine Bioregion müsse die Region treffen, die Interessensvertreter müssen aufeinander zugehen, einige auch von ihrem ideologischen Ross herunter. Die Meinung des LH zum Golfplatz in Glurns? Es sind zwei Verfahren unterwegs

Foto: Erwin Bernhart

W

LH Arno Kompatscher in angeregtem Gespräch in Glurns - eine Bauleitplanänderung vom Gemeindeausschuss und ein Unterschutzstellungsantrag vom Heimatpflegeverein Glurns. Für beide Anträge gebe es spezielle Verfahren, sagt Kompatscher, und zum Schluss komme das „Goggele“ in die Landesregierung. Eine Stellungnahme seinerseits zum derzeitigen Zeitpunkt sei weder legitim noch korrekt. Ohne Krankenhaus werde die medizinische Versorgung zusammenbrechen, sagte in einer emotionalen Stellungnahme der Glurnser Gemeindearzt Helmuth Rauner. Kompatscher: Die Dienste im KH Schlanders

bleiben aufrecht, es werde 2 bettenführende Abteilungen geben. In der Kommunikation sei in puncto Geburtenabteilungen einiges schiefgelaufen. Klar sei, dass die Sicherheitsstandards einzuhalten seien. Für die Verhandlungen mit Rom sei durch ein neues Gutachten der Aspekt der Entfernung dazugekommen. Was denn für die Peripherie getan werde? Kompatscher: Bei den abwanderungsgefährdeten Gemeinden werde man genau hinschauen. Der Ausbau des Glasfasernetzes sei wichtig für Arbeitsplätze in der Peripherie. Auch werde konkret über postmaturäre Geschichten nachgedacht, welche in Schlanders angesiedelt werden. In seinen Ausführungen vor der Diskussion hat Kompatscher die Autonomie und das Finanzabkommen verteidigt und vor „Abkürzungen“ gewarnt. Den ersten Teil der Bürgerversammlung hat der aufgrund der Mandatsbeschränkung scheidende BM Erich Wallnöfer für einen Rückblick auf seine 15 Jahre genutzt. Mit dem Bau des Kindergartens konnte er 2001 beginnen mit dem Umbau des Campingplatzes „Im Park“ hört er auf. Von den vielen GlurnserInnen bekamm er für Geleistetes Applaus. (eb)

Langtaufers/Graun

Foto: Andreas Waldner

Unterschriftenaktion für Maseben Sabine Schaal-Wolf und dem Gemeindesekretär Josef Spiess: „Wir haben telefoniert. Eigentlich wäre jetzt ja Sprechstunde. Könnten sie dieses Schreiben, in dem wir die Vorteile vom Lift aufzählen, und die beiliegenden Unterschriften auf den Tisch des Bürgermeisters legen, damit er nachlesen kann, was unser AnUrlauber sind für Dorflift Maseben in Langtaufers liegen ist.“ „Das könne sie gerne im Protokollamt der Gemeinde aseben soll leben!“, „Wir lieben Maseim unteren Stock abgeben“. „Aber einen ben“, „Maseben, hoch soll es Leben“ Termin hätten wir aber doch noch gerne mit und „Maseben soll`s geben“. Diese Botschafdem Bürgermeister“. „Das müssen sie mit ten wurden liebevoll auf Plakate gemalt und dem Bürgermeister selber ausmachen.“ „Bei von einer ca. dreißigköpfigen Urlaubergrupuns ist das Sekretariat für den Bürgermeisterpe aus Langtaufers beim Einzug in das Getermin auch zuständig.“ „Bei uns hier ist es meindehaus in Graun weithin sichtbar mitanders. Die Termine macht der Bürgermeigetragen. Die angemeldete Gruppe bewegte ster selber. Da unten im Erdgeschoss ist das sich bis ins Vorzimmer des Bürgermeisters. Protokollamt.“ „Fein. Schönen Tag! Vielen Nach kurzer Zeit erschien nicht der BürgerDank.“ meister sondern der Gemeindesekretär und Der Gemeindebeamte verschwindet in hieß die vermeintlichen Protestierer nicht sein Büro und Frau Sabine wendet sich an willkommen. Es kam dann zu folgendem die anwesenden Journalisten: „Wir haben Gespräch zwischen der Gruppensprecherin im Schreiben zusammengestellt, was das

M

Skigebiet Maseben an Vorzügen gegenüber anderen Skigebieten…“ Die Sprecherin wird vom Erscheinen des Referenten Peter Eller unterbrochen. „Ich weiß, ich kann ihnen sagen, auch wir als Gemeinde haben bereits beschlossen, eine Beitrag zu geben, falls Maseben weitergeht“ sagt Eller. „Solange der Lift gelaufen ist, ist die Infrastruktur zu wenig geschätzt worden. Sie müssen wissen, dass Maseben in Privater Hand ist.“ Dann schildert Eller, wie er vom Besitzer aus dem Grödental „a pissl an die Nase“ herumgezogen wurde. Das letzte Telefonat hätte er am Montag (09.02.) geführt. Da habe er erst gemerkt, dass es keine Hoffnung mehr gibt. Es kam dann zu einem konstruktiven Meinungsaustausch, in dem festgestellt wurde, dass das Skigebiet Maseben bei kompetenter Führung als Dorflift ohne weiteres Überlebenschangen hätte. Die Gästegruppe lud anschließend alle Anwesenden zu einem Schneefest nach Grub. Dort haben sie eine Rodelbahn hergerichtet. Eine Schneekatze transportierte die Rodler nach oben und am Festplatz wurden Schwäbische Spezialitäten serviert. (aw)


FUNSLOPE

SNOWPARK 05.03.15

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KINDERLAND

/Wirtschaft/ 11

Leserbriefe Als ehemaliger Präsident von Glurns Marketing war es mir ein Anliegen, eine attraktive Freizeitstruktur zu schaffen, welche den Qualitätstourismus im Obervinschgau fördern sollte. Als es klar wurde, dass ein Golfplatz Richtung Rambach nicht realisierbar war, war ich der Erste, der die obere Glurnser Au als Alternative vorgeschlagen hatte. Um Transparenz in die aktuelle Debatte zu bringen, möchte ich die folgenden Punkte erörtern. Es handelt sich bei einem Golfplatz um alles andere als eine „Umweltzerstörung“, wie sie von so manchen kolpotiert wird. Kurt Ortler und ich waren im Juli 2011 gemeinsam mit Rudi Maurer und Peter Gasser in Bad Alvaneu (Davos) um gemeinsam einen naturnahen Golfplatz zu besichtigen. Die Beiden waren von der gelungenen und harmonischen Einbettung des Golfplatzes in die Davoser Landschaft beeindruckt. Peter Gasser sagte sogar, dass er bei so einer Anlage selbst mit dem Golfspiel beginnen würde. Bei der Stadtratssitzung vom 10. April 2013 bestätigte der Bauernvertreter Kurt Warger, dass es keine Probleme geben dürfte, den Golfplatz in der oberen Glurnser Au zu errichten, da dieser Ort sowieso nur mehr von wenigen Bauern genutzt werde. Am 30. April 2013 folgte dann eine Besprechung mit den Verantwortlichen des Amtes für Landschaftsschutz in Bozen, an welcher Bürgermeister Erich Wallnöfer gemeinsam mit mir teilnahm. Im Rahmen dieser Besprechung wurde seitens des Amtes eindeutig bestätigt, dass es keine Einwände gegen die Errichtung eines Golfplatzes in der Glurnser Au gebe. Sehr viele Glurnser Bürger haben mir bestätigt, dass sie es bedauern, dass das ursprüngliche Projekt (Rambach) nicht realisiert werden konnte. Wir haben nun die Chance, diesen Fehler wieder gutzumachen und einen naturnahen Golfplatz in der Glurnser Au zu errichten. Lassen wir uns diese Chance nicht von den üblichen „Bremsern“ nehmen.

Wir müssen es zulassen, dass im Obervinschgau positive Initiativen gefördert werden, neue Infrastrukturen geschaffen und somit wirtschaftliche Impulse gegeben werden. Verhindert man solche Projekte, darf man sich anschließend auch nicht darüber beschweren, dass für den Aufschwung der Region auf politischer Ebene zu wenig unternommen wird. Johann Oberthaler, Glurns

Vize – BM Sibille Tschenett ? - ? Du befindest dich nicht in einer Oppositions-Bande gegen eine Bürgermeister-Bande im Verhältnis 11:9, sondern in einem gemeinsamen Chaos, in einem kompletten, selbstverschuldeten Sauhaufen von 20:0 gegen den 75%igen zukunftsfeindlichen Volkswillen. Wie wenig das Volk effektiv mitreden darf, hat die 1. Volksabstimmung für oder gegen die Verrohrung des letzten Wassers zur hydroelektrischen Ausbeutung, und die 2. Volksabstimmung für oder gegen das Pestizidverbot gezeigt. Ich darf eine Ausnahme machen: GR Blaas-Taraboi Christine und GR Pileggi Bruno haben bei öffentlichen Debatten, im Rahmen von Veranstaltungen, welche gutwillige Menschen auf die Beine brachten, zumindest ein klein wenig ihren Mund gegen Pestizide aufgetan. Alle übrigen Gemeindevertreter verdienen es nicht wiedergewählt zu werden. Die einzigartigen Initiatoren haben die weltweit Drängende Herausforderung angenommen. Sie sollen Ihren Auftrag nicht wieder den feigen, schleimigen, listigen Gemeindevertretern anvertrauen, sondern einer ganz und gar neuen Person übergeben. Diese kann nur eine blutjunge, charismatische Ausnahme-Frau sein. Sie soll zum BM in wunderbarer Weise gewählt werden! Nur so wird diese Wahl eine große und gute Volksbefragung sein. Wenn die Leute die Dinge nicht gründlich d.h. aufrichtig, hier und jetzt hinterfragen, ist die gegenwertige Situation traurig und es muss in diesem Falle zu sehr schmerzhaften Folgen kommen. Paul Gruber, Mals

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12 /Leserbriefe/ Wind - Klick-Tipps

Datenschutz

von Roland Sprenger, online-Berater

D

as Wort „Datenschutz” ist vor allem im Internet und in den Sozialen Netzwerken ein häufig verwendeter Begriff. Immer wieder warnen Datenschützer vor Neuerungen und Änderungen der verschiedensten Plattformen. Vor Kurzem erst hat Facebook seine Datenschutz-Richtlinien geändert, die Aufregung war groß, auch weil viele Medien ihre Schlagzeilen daraus machten. Die meisten von uns, die Facebook, Whatsapp, Google+, oder andere Dienste nutzen, sind bereits mit diesem Thema konfrontiert worden, allerdings lesen nur wenige Nutzer die jeweiligen Datenschutz-Richtlinien überhaupt durch. Merke: Es ist absolut sinnlos, Texte zu posten, mit denen man den Richtlinien widerspricht, denn die Regeln macht nicht der Nutzer, sondern Facebook oder Whatsapp selbst! Durch den Gebrauch der Dienste stimmt man auch den Richtlinien zu, ob diese nun Bilder oder Inhalte an Dritte weitergeben, ist eigentlich zweitrangig, zu verstehen gilt, dass jeder von uns SELBST verantwortlich ist, was, bzw. welche Bilder gepostet und upgeloadet werden, denn diese sind durch einen einzigen Klick im Netz. Was sagt uns das? Datenschutz fängt bei jedem Einzelnen an! Wenn man z.B. in jungen Jahren ein „peinliches” Bild von einer ausgiebigen Feier hochlädt, muss man damit rechnen, dass dieses ein eventueller zukünftiger Arbeitgeber im Netz auch finden bzw. sehen kann. In diesem Sinne: Achte immer darauf, WAS du postest!

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Kein Mitleid für Tiere! Am 21. Januar, einem eisig kalten Mittwochmorgen, lag auf dem Gehsteig nahe dem Kreisverkehr Staatsstraße-Bahnhofstraße in Schlanders Richtung Reschen ein kleines Kätzchen. Halb erfroren hatte es sich zusammengekauert und versuchte mit letzter Kraft durch kaum sichtbare Bewegungen und gelegentlichem leisen Miauen auf sich aufmerksam zu machen. Wie an jedem Schultag gingen zahlreiche Schülerinnen und Schüler diesen Gehweg entlang. Die meisten von ihnen hatten das Kätzchen wohl bemerkt, doch niemand blieb stehen, niemand schaute genauer hin, um zu merken, dass das kleine Geschöpf noch lebte. Zig Autofahrerinnen und Autofahrer fuhren an jenem Wintermorgen vorbei und nahmen Notiz von dem kleinen Kätzchen. Doch niemand machte sich die Mühe stehenzubleiben, um sich zu vergewissern, ob ein kleines Lebewesen Hilfe benötigt. Schließlich wurde das Kätzchen von einer Mitarbeiterin des Südtiroler Tierfreundevereins entdeckt. „Ich fühlte, dass es sehr mager war und kaum mehr Kraft hatte sich zu bewegen. Es miaute kurz und kuschelte sich dann in die Decke“, so T., als sie über den Vorfall berichtete. Die Tierärztin stellte fest, dass das Kätzchen bereits Untertemperatur hatte und nur mehr gelegentlich Lebenszeichen von sich gab. Sie konnte dem Kätzchen nicht mehr helfen und musste es von seinem Leid erlösen. Es war ein ca. sechs Monate altes Weibchen und hatte äußerlich und innerlich keinerlei Verletzungen. Woher es kam, warum und wie lange es schon da lag, darüber kann nur spekuliert werden. Mit Sicherheit kann jedoch gesagt werden, dass das Kätzchen überlebt hätte, hätte man ihm eher Hilfe gewährt. Dass dies nicht der Fall war, ist schlichtweg nicht nur traurig, sondern ein Schande! „Jedes Mal, wenn ich an dieses kleine Wesen denke, schießen mir Tränen in die Augen und ich kann nicht begreifen, dass ihm niemand helfen wollte!“, so die Worte der Tierschützerin. Bei ähnlichen Vorfällen oder bei Fragen rund um den Tierschutz kann der Südtiroler Tierfreunde-

verein - Sektion Vinschgau unter der Tel. 349 6188715 oder via Email vinschgau@tierfreunde.it kontaktiert werden. Alle weiteren Informationen unter www. tierfreunde.it Ellen Schuster, Schlanders

Fragwürdige Zustände auf der Reschner Alm Straße Die Reschner Alm, bekannt für ihre hervorragende Küche und den atemberaubenden Ausblick, ist seit geraumer Zeit auch im Winter ein beliebtes Ziel für Tourengeher, Schneeschuhwanderer, Rodler und Spaziergänger. Auch auf der AVS Internetseite wird die Alm als Ersatzaufstiegsmöglichkeit für Tourengeher ausgewiesen, da bekanntlich die Pisten der Schöneben AG für jeglichen Aufstieg offiziell gesperrt sind. So nutzte auch ich, wie so oft, vor einigen Tagen wieder die Möglichkeit und machte mich gegen 16:00 Uhr auf den Weg zur Alm. (mit Tourenschiern) Während des Aufstieges über die Pofelwiesen bemerkte ich zahlreiche vereiste Stellen und die schon etwas fortgeschrittene Schneeschmelze der vergangenen Tage, daher entschied ich mich, für die Talfahrt die präparierte Almstraße zu benutzen, um dann über Vallierteck ins Dorf zu gelangen. (Wobei angemerkt sei, dass dieser Weg auch von Wanderern, Spaziergängern, Familien mit Kindern zu Fuß begangen oder mit Schlitten befahren wird!) Ich erschrak nicht wenig, als mir in einer unübersichtlichen Kurve das raupenbetriebene Einsatzfahrzeug der örtlichen Bergrettung mit stark überhöhter Geschwindigkeit entgegenkam und ich nur durch einen geistesgegenwärtigen Sprung an die Böschung einen Zusammenprall und somit Schlimmeres verhindern konnte!! Gott sei Dank. Das Fahrzeug war, wie schon einige Tage zuvor auf derselben Strecke beobachtet, ohne Blinklicht und Warnsignal unterwegs. Ob die Faschingszeit oder auch „NARRENZEIT“ von der örtlichen Bergrettung dazu benutzt wurde, um auch dementsprechend zu fahren, sei dahingestellt!? Ich frage mich an dieser Stelle nur, wo das Verantwortungsbewusstsein einer solchen Institution, gerade der –Bergret-

tung-, bleibt? Den Verantwortlichen lege ich nahe, solche sinnlosen Spritzfahrten zu unterbinden, oder zumindest beim Besteigen eines solchen Fahrzeuges, das Hirn einzuschalten und eine verantwortungsvolle, vorausschauende Fahrweise an den Tag zu legen, im Hinblick auf Entgegenkommende! Danke. Tobias Wilhalm, Graun

Zur Lügengeschichte des Herrn Joachim Theiner (Der Wirtschaftsreferent der Gemeinde Mals im Interview mit dem „Der Vinschger“, Nr.5/15) Wie Herr Joachim Theiner seine „Erfolge“ als Wirtschaftsreferent der Gemeinde Mals präsentiert, wird wohl bei einigen ein ungläubiges Kopfschütteln hervorgerufen haben. Ich jedenfalls kann nur an die lateinische Weisheit erinnern: „Hättest du geschwiegen, so hätte man dich für gescheit gehalten.“ Im Interview brüstet sich Theiner, dass nach seinem Einschreiten als „Verantwortlicher“ der Touristik- und Freizeit AG der Betriebserfolg der Gesellschaft offensichtlich nicht mehr „dunkelrot“ aufscheine. Da nun Fasching vorbei ist, erlaube ich mir Herrn Theiner an die Bilanzdaten der vergangenen Jahre zu erinnern, aus denen hervorgeht, dass die Fehlbeträge der Gesellschaft in den letzten Jahren kontinuierlich angewachsen sind. Und ich nehme an – trotz gegenteiliger Aussagen im Interview -, dass ihm das nicht entgangen sein kann. Wenn sich die Zinsbelastung der Gesellschaft leicht verbessert hat, von Zinsen 187.929 € im Jahr 2009 auf 118.868 im Jahr 2012, ist dies nicht als Errungenschaft des Referenten zu deuten: Denn wie jeder weiß, sinken die Zinsen, wenn im Vorfeld (also Jahre zuvor) die Bankschulden getilgt werden. Das war sicher nicht der Verdienst des Fachmanns Joachim Theiner. Ich erlaube mir, die Bilanzdaten der Folgejahre bekannt zu geben und auch zu den übrigen Aussagen des Wirtschaftsreferenten demnächst Stellung zu nehmen. Fortsetzung folgt… Albert Hutter (Ehemaliger Vize-Präsident der Touristik- und Freizeit AG)


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Planail, Planeil, Planoal, ... Im November und im J채nner geht hier die Sonne zwei Mal am Tag auf und unter. Also eine Art Sonnenfinsternis. Aber am 20. M채rz 2015 soll in ganz S체dtirol eine echte Sonnenfinsternis sichtbar sein.

05.03.15

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/Impressionen/ 13


14 /Lokales/

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Problem Wolf

Hegeschau 2015 des Bezirkes Vinschgau

Die Problematik der Wiedereinbürgerung des Wolfes im Alpenraum ist Thema des Vortrages von Ralph Manz in der Bibliothek Schlandersburg. Wann? 17.03.2015 um 20 Uhr.

Am Samstag, den 14. und Sonntag, den 15. März findet im Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders die heurige Hegeschau des Jagdbezirkes Vinschgau statt. Zur Hegeschau sind alle Interessierten eingeladen. Am Sonntag Nachmittag stehen mehrere Veranstaltungshöhepunkte an: eine Kinderveranstaltung samt Quiz und die Vorführung des Wildfilms „Spielhahnbalz“ von Karl Andersag. Für Speis und Trank ist an beiden Tagen natürlich gesorgt, am Sonntag Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch verschiedene Jagdhornbläsergruppen.

30 Jahre Treue

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Foto: „Wind“-Archiv

eit nun mehr als 30 Jahren kommen Familie Helena und Otto Niesser nach Burgeis um dort ihren Urlaub zu verbringen. Der erfreuliche Anlass wurde mit ihren Gastgebern Barbara u. Lothar von der Garni Platzer und der Vizebürgermeisterin der Gemeinde Mals, Sibille Tschenett in der Schlossbar gefeiert. 1978 kam Familie Niesser das erste Mal an den Watles nach Burgeis zum Skifahren, vier Jahre später, 1982, sollte ein Sommeraufenthalt folgen. In den späten 80ern kehrten sie zum ersten Mal in der Garni Platzer in Burgeis ein, wo sie bis heute ihren Urlaub verbringen. Die Tage im Vinschgau ließ Familie Niesser stets bei Michaela und Helmut in der Schlossbar ausklingen. In den Jahren ergaben sich Skitage und Wanderungen, welche durch die Familie von

Sohn Otto, seiner Frau Simone und den Enkelkindern Nadine und Thomas bereichert wurden. Das 30-jährige Jubiläum wurde im Dezember in der Schlossbar gefeiert, wo Familie Niesser eine Urkunde überreicht bekam. Die Gastgeber und die Ferienregion Obervinschgau möchten sich an dieser Stelle bedanken und ein herzliches Vergelt‘s Gott aussprechen.

Das Tourismusproblem Schlanders. In Schlanders ist man auf der Suche nach Gästen. Mit einem attraktiven Angebot für Einheimische, kommen diese automatisch, sagt Alois Kronbichler vom Beratungsbüro „Kohl & Partner“. Kronbichler legte jüngst ein Tourismuskonzept für Schlanders auf den Tisch: mit neuen und bekannten touristischen Chancen für den Hauptort.

von Angelika Ploner

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er Tourismus ist das schwächste Pflänzchen im Garten“, sagt Dieter Pinggera, der Bürgermeister. Der Garten, das ist der Wirtschaftsstandort Schlanders. Alois Kronbichler vom Beratungsbüro „Kohl & Partner“ hat - im Auftrag der Gemeinde - ein Konzept ausgearbeitet, wie man den Touristikern im Hauptort zu Hilfe eilen könnte. Sein Fazit: Es gehört heutzutage mehr dazu, als nur ein Bett zu stellen oder ein Essen zu servieren. Für die Hoteliers und Gastwirte in Schlanders heißt’s zusammenraufen. „Es gibt Einzelkämpfer, aber kaum Kooperationsbereitschaft“, erklärt Kronbichler. Dazu gesellen sich zu wenige hoch klassifizierte Hotels und kaum Investitionsund Innovationswille. Doch was tun, wenn das Geld fehlt, veraltete Strukturen zu erneuern? Die Rechnung gehe auf, wenn junge

Unternehmer wiff sind, längerfristig planen und gut rechnen können, gibt sich Kronbichler überzeugt. Schlanders ist zu einem kleinen touristischen Gebiet geschrumpft. Der Jahresrapport macht dies deutlich: Die Anzahl der gewerblichen touristischen Betriebe hat sich zwischen 1981 und 2014 halbiert. 3,7 Tage beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Schlanders, der Südtirol-Schnitt liegt bei 5 Tagen. Um diesen Schnitt zu erreichen und die Betten zu füllen, will man des sommers auf das Mountainbiken setzen und weitere Mountainbike-Routen ausweisen. Auf zu neuen Höhen will man auch mit einer Aufstiegsanlage: entweder auf Tappein oder auf Talatsch. Fotos: Angelika Ploner

Burgeis

Eine solche soll Schlanders neuen Schub verleihen. Und auch die Wellnessanlage bleibt Thema. Eine Wellnessanlage und ein Campingplatz sollen starker Magnet werden. Kronbichler: „Von einem Hallenbad halt ich nix, von einer Wellnessanlage sehr viel.“ Den Ideen hat man jedenfalls freien Lauf gelassen: Ein kleiner Hyde-Park im Kapuzineranger oder ein Hochregallager sind Wunsch und Traum. Alles Ideen, die einen Ansatz geben, nicht aber im Detail ausgefeilt wurden. Was bleibt ist deshalb die Gefahr, im alten Trott weiterzufahren. Neue Studie, altes Problem: Schlanders lockt zu wenige Touristen an. Betriebe am Berg fehlen z.B. gänzlich.


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Vinschgau

Theaterbezirk Vinschgau ist gut aufgestellt D

rechts: der neue Vorstand v.l. Veronika Fliri, Petra Pedross, Arnold Pirhofer, Fabian Pircher, Roswitha Tappeiner und Heidemarie Stecher

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

er Theaterbezirk Vinschgau zählt zu den aktivsten im Lande. Die 24 Bühnen im Tal sind rührig und Neuem aufgeschlossen. Sie wagen Uraufführungen und haben mittlerweile mit dem „Der Kreis – Theater im Vinschgau“ auch ein neues Flaggschiff, das wertvolle Impulse gibt. Das betonte der Geschäftsführer des Südtiroler Theaterverbandes Helmuth Burger kürzlich bei der Vollversammlung im Malser Kulturhaus. „Der Kreis“ hat sich aus der Initiative Bezirksspiel entwickelt, das 2013 mit dem Stück „Don Quijchote“ unter der Regie von Christoph Brück überzeugt hat. Derzeit läuft ebenfalls unter Brück die Produktion „Dar kaukasische Kreidekreis“ von Berthold Brecht mit Schauspielerinnen und Schauspielern aus dem ganzen Vinschgau. Premiere ist am 22. Mai im Kulturhaus von

Schlanders. Bei der Vollversammlung waren Vertreter fast aller Bühnen anwesend und die Stimmung war gut. Dass die Bezirksleitung gut gearbeitet hat und volles Vertrauen genießt, zeigte sich eindrucksvoll bei den Neuwahlen. Per Akklamation wurde zum einen der Obmann Arnold Pirhofer (Latsch) wiederbestätigt und zum anderen die Vorstandmitglieder Heidemarie Stecher, Roswitha Tappeiner (Tschengels), Veronika Fliri (Schlanders). Neu dazugekommen sind

Fabian Pircher (Mals) und Petra Pedross (Latsch). Pedross übernimmt das seit Jahren verwaiste Amt der Bezirksspielleiterin und Fliri wird sich um das Kinder- und Jugendtheater kümmern. Denn es ist ein erklärtes Ziel, junge Menschen für das Theater zu begeistern. Alfons Paulmichl (Prad) und Konrad Lechthaler (Kortsch) haben sich nicht mehr der Wahl gestellt. Lechthaler will sich künftig vermehrt um den „Der Kreis“ kümmern. Wie bereits in Vergangenheit

wird die Bezirksleitung in Abstimmung mit der Landesleitung auch künftig die Weiterbildung großschreiben. Man werde den eingeschlagenen Weg weitergehen, so Pirhofer. Durch unterschiedliche Seminare könne die Qualität der Aufführungen gesteigert werden. Nicht gut angenommen wurde der Spielleiter-Stammtisch. Die Bezirksführung will nun neue Ideen entwickeln. Ein Thema ist die Koordinierung der Spieltermine über ein Internetportal. (mds)


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§ Stand und Anstand

Partschins

Aus dem Gerichtssaal

Literarischer Abend

I

Foto: Florian Schneider

n einer Bar unter dem Meer“ - Erzählungen mit dem österreichischen Autor Christoph W. Bauer (Bild): Die Bibliothek Partschins-Rabland lädt alle Interessierten zu einem literarischen Abend mit temporeichen, direkten, manchmal kurzen, energischen, auch oft eigenbrötlerischen Geschichten, oft mit bestechender Komik und voll plötzlicher Wendungen ... am Freitag, 13. März 2015, um 20.00 Uhr in die Bibliothek Rabland ein. Die Veranstaltung ist Teil der diesjährigen Lesereihe „Bauer, Pircher, Aichner - Literatur im Dorf“.

Die jüngsten Reformbemühungen der Regierung Renzi im Bereich Justiz betreffen das heikle Thema der Verantwortung der Richter im Fall von Fehlentscheidungen. Dabei gilt die Unabhängigkeit des Richterstandes als heilige Kuh im rechtsstaatlichen Selbstverständnis Italiens, weshalb jeder gesetzgeberische Eingriff als Verletzung verfassungsverbriefter Privilegien verpönt ist. Es mag durchaus sein, dass es ohne richterliche Freiheit von politischer Einflussnahme nie zu Umwälzungen wie „Tangentopoli“ gekommen wäre, doch wie weit darf die Narrenfreiheit eines Staatsorganes gehen? Derzeit werden die Neuerungen des sogenannten telematischen Prozesses schrittweise umgesetzt. Erklärtes Ziel ist die Entlastung der Kanzleien, indem nun mittels EMail erledigt werden kann, was

vorher in Papierform geschah: die Hinterlegung von Verteidigungsschriften. Urteile können vom Server des Ministeriums heruntergeladen und ausgedruckt werden; beglaubigen darf sie ein Anwalt selbst. Also schien es gut und recht, die Einheitsbeiträge für die Verfahren zu erhöhen, denn in Zukunft müssen keine Gebühren für Kopien und Beglaubigungen mehr entrichtet werden. Zwischen Anwaltskammern und Landesgerichten wurden für die Umsetzung der Reformen Protokolle abgeschlossen. Diese sehen unter anderem vor, dass die Anwälte nun doch in der Gerichtskanzlei eine sogenannte „copia di cortesia“ für den Richter abgeben sollen. Denn aus unerfindlichen Gründen kann man vom Amt trotz erhöhter Gebühren nicht erwarten, dass es sein Papier und seinen Toner verwendet, um dem Richter das

Anliegen der Parteien in analoger Form zu unterbreiten. Letzte Woche wurde in Mailand ein Urteil hinterlegt. Darin zu lesen, dass ein Rechtsanwalt persönlich € 5.000.- an Strafe bezahlen muss, weil er die Vermessenheit besaß, nicht die – von keinem Gesetz vorgesehene – „copia di cortesia“ in dreifacher Ausführung zu hinterlegen. Was nebenbei auch dazu geführt hat, dass für seinen Klienten der Prozess verloren ging, weil die Richter laut eigenen Angaben nicht die Möglichkeit hatten, dessen rechtliche Argumente zu studieren. Am Selbstbild unseres Richterstandes kann also noch etwas gefeilt werden. Christoph Tappeiner, Rechtsanwalt

gegr. 1773

Bürgerkapelle Latsch

Frühjahrskonzert Samstag, 07. März 2015

um 20.00 Uhr im CulturForum Latsch Programm

Signature

Jan van der Roost

Of Castles and Legends Thomas Doss

Sinfonietta No. 1 Johan de Meij

Vortrag über

Herzinfarkt, Schlaganfall Primär- und Sekundärprävention von Herzkreislauferkrankungen von Dr. Hermann Zingerle

PAUSE

ehem. Primar für Medizin am Krankenhaus Schlanders

Dolomitia Marsch Dominik Palla

Machu Picchu

DIENSTAG, den 10.03.2015 um 19.00 Uhr im Josef-Maschlerhaus, in Tschars

Satoshi Yagisawa

Danzon No. 2 Arturo Márquez

Riverdance Bill Whelan

Obfrau: Maria Kuppelwieser Leitung: Kapellmeister Wolfgang Schrötter

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Eintritt: Um eine freiwillige Spende wird gebeten. Der Erlös wird ausschließlich für Bedürftige im Vinschgau verwendet.


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/Menschen/ 17

Schnell vergangen und doch geblieben „Man konnte kaum einen Tag aussetzen, wenn man eine solche Arbeit übernommen hatte“, diese Aussage galt zur damaligen Zeit, egal ob als Hirte, Knecht und auch als Hausmeister. von Maria Gerstgrasser

Foto: Maria Gerstgrasser

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akob Ainhauser wurde 1924 in Durnholz geboren. Er entstammt einer Bergbauernfamilie und ist in einer zwölfköpfigen Geschwisterschar aufgewachsen. Sein Heimathof ist einer der weitverstreuten Bergbauernhöfe im Durnholzer Hochtal, die an den steilen Hängen kleben. Arbeit und Sparsamkeit prägten seine Kindheit, die sich einreihte in unzählige Kindheiten der damaligen Zeit. Bei aller Dürftigkeit hatten es Jakob Ainhauser und seine Geschwister doch gut, denn sie konnten alle verhältnismäßig lange zu Hause bleiben. Die Schwestern wurden früher in Dienste geschickt als er und seine Brüder. Die Schulpflicht erfüllte er in Durnholz, wo der Unterricht in jener Zeit, für ihn zur Gänze, nur in Italienisch gehalten wurde. Sogar während der Pause wurde den Schülern verboten, deutsch zu reden. Der junge Sarner verbrachte dann einige Sommer als Hütbub auf verschiedenen Almen und meinte dazu: „Wenn man eine solche Arbeit übernommen hatte, konnte man keinen Tag aussetzen, man muss durchhalten.“ Beim Hüten bestand auch die Überforderung, oft allein der unwirtlichen Umgebung und allen Wettern ausgesetzt zu sein. Ängste mussten unterdrückt und in Zaum gehalten werden. Allgemein konnten Wünsche, Gefühle und Erfahrungen, die über die Grenzen des Hofes und der Arbeit hinausgingen, wenig berücksichtigt werden. Im Winter konnte er zu Hause helfen, und das machte es ihm möglich, am gesellschaftlichen Leben und am Brauchtum im Tal teilzunehmen. Gerne erinnert er sich an den alten Brauch des „Klöckelns“ in den drei Donnerstagnächten vor dem Weihnachtsfest. In der Gestalt des „Zusslweibeles“ spielte er im strohgeflochtenen Kittel die Hauptrolle in der Klöcklergruppe. Im Jahre 1944 wurden zwei seiner Brüder zum Kriegsdienst einberufen. Auch er sollte einrücken. Da machte er von der Möglichkeit Gebrauch, sich als Almhirt vom Kriegsdienst entheben zu lassen. Durch eine Eingabe des Vaters konnte er nun auch diesen Sommer auf der Alm verbringen. Gegen Kriegsende 1945 erhielt auch er die Einberufung, der er kurz in Bozen, Landeck und Innsbruck Folge leistete. Dann wurde er nach Bayern beor-

Der gebürtige Sarner Jakob Ainhauser lebt schon lange in Naturns. Er ist dankbar für alles Erlebte und blickt gerne auf sein erfülltes, abwechslungsreiches Leben zurück dert. Angesichts der Sinnlosigkeit flüchtete er von dort, schlug sich zu Fuß durch und kam am dritten Mai 1945 zu Hause an. Auch diesen Sommer verbrachte er noch auf der Alm, entschied sich dann aber, als Knecht bei verschiedenen Höfen zu arbeiten. Damals bestand eine strenge Hierarchie unter den Dienstboten. Beim „Heiss“ in Pens wurde er wegen seiner Tüchtigkeit und Geradlinigkeit in den Stand des Großknechtes erhoben. Er war sich wohl seiner Würde als auch seiner Bürde, den Bauern zu vertreten, sehr bewusst. Die Erfordernisse der Landwirtschaft setzten wiederum eine permanente Dienstbereitschaft voraus. Von Urlaub oder geregelter Arbeitszeit wurde nicht gesprochen. Jakob Ainhauser erlebte dann aber auch die Modernisierung und Mechanisierung der Höfe, die die Arbeit vieler Dienstboten überflüssig machten. Die Bauernfamilien wurden unabhängiger von fremden Arbeitskräften. So besann sich der Großknecht Jakob, sein Leben zu verändern. Der Zufall wollte

es, dass zu jener Zeit eine seiner Schwestern im Ledrotal im Gastgewerbe tätig war. Er fand dort eine Stelle als Hausmeister, eine Beschäftigung, die ihm sehr behagte, denn handwerkliche Fähigkeiten und technische Begabung waren ihm nahezu in die Wiege gelegt. Dann kehrte er nach Südtirol zurück, wo der Fremdenverkehr richtig Fuß zu fassen begann. Hier arbeitete er in Gröden, dann am Vigiljoch, wo er Rosa, ein bescheidenes und arbeitsames Mädchen vom Naturnser Sonnenberg kennen und lieben lernte. Sparsamkeit und Arbeitseifer ermöglichten es ihnen, ein Eigenheim zu errichten. Um den Neubau ohne irgendwelche Beiträge leichter zu bewältigen, wich die Familie auf kleinsten Raume aus, um Privatzimmer vermieten zu können. Für Jakob war es beruhigend zu wissen, dass seine Frau allein und selbständig die Gäste in bestmöglichster Weise betreute. Er war nämlich zu jener Zeit Hausmeister im Marlingerhof und verblieb dort über zehn Jahre hindurch. Im Vergleich zu den damals noch primitiven Verhältnissen am Vigiljoch, musste sich der Hausmeister hier immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Die Aufgabenbereiche waren nicht so klar definiert wie heute, und des Öfteren musste er auch den Dienst als Nachtportier übernehmen und auch hinter der Theke stehen, um Getränke auszugeben. So war er in der Früh immer der Erste und am Abend meist der Letzte am Arbeitsplatz. Inzwischen wurde das Leben der beiden durch die Geburt der Tochter beglückt und so begrüßte der junge Vater die Möglichkeit, seine Beschäftigung in Naturns fortsetzen zu können. Nach zwei Saisonen beim Kreuzwirt übernahm er die Hausmeisterstelle im Hotel Feldhof, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte. Er arbeitete dort noch mit Alfons Hanny, der das Hotel erbaute und selbst zu den Pionieren in der Entwicklung des Fremdenverkehrs gehörte, erlebte den Besitzerwechsel und die Weiterführung des Betriebes durch die Familie Perathoner. Heute setzt er seine „Hausmeisterei“ zu Hause fort. Die Pflege der Blumen und Pflanzen im Haus und die des Gartens und des Außenbereichs liegen immer noch in seinen Händen. Er kann sich seltener Gesundheit und Rüstigkeit erfreuen, und dankbar blickt er zurück, auf das, was eigentlich viel zu schnell vergangen ist.


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Vinschgau

Das Königsspiel - Musical Projekt am Gymme Meran

Kolping im Vinschgau

Zehn junge Leute in einem Container eingesperrt, eingeteilt in eine strenge Hierarchie, kämpfen um eine Millionenprämie. „Das Königsspiel“ ist die neueste Musical-Produktion der Gymnasien von Meran. Die SchülerInnen haben das Stück in Eigenregie, vom Drehbuch über die Musik bis zur Choreografie, Maske und Bühnenbild erstellt. Die Premiere ist am 10. März 2015 um 20.00 Uhr im Stadttheater Meran. Weitere Aufführungen: am 11. und 13. März (20.00 Uhr Stadttheater Meran). Karten an der Abendkasse ab 19.00 Uhr.

m 8. Dezember 2013 feierten wir den 200. Geburtstag Adolph Kolpings. Heuer, im Jahre 2015, feiern wir am 4. Dezember den 150. Todestag von Adolph Kolping, unseren Verbandsgründer. Wer aber war Adolph Kolping? Und warum ist heute Adolph Kolping, sein Werk, eben Kolping Südtirol – Kolping International aus unserer gesellschaftlichen, sozialen Landschaft nicht mehr wegzudenken? Wer in einer Kolpingsfamilie zu Hause ist, will wissen, wer hinter diesem Namen steckt. Der Priester und Sozialreformer Kolping vermag uns mit seinem Leben und Werk heute noch zu begeistern. Seine Lebenshaltungen und Werte wollen uns anstecken, damit diese auch unser Leben zu prägen vermögen. Kolpings Lebensweg vermittelt uns, wie wichtig das konsequente Handeln im Umgang mit Ideen, Innovationen und Zielen ist. Es gilt, die Herausforderung der Zeit anzunehmen und nach konkreten Lösungsansätzen zu suchen, sowie sich für die Einhaltung der christlichen Werte einzusetzen. Die Auseinandersetzung mit den politischen, sozialen und theologischen Strömungen der Zeit erscheint uns wesentlich. Die „Kolpinger“ sollen nach dem Prinzip Adolph Kolpings agieren: „Wer Mut zeigt, macht Mut“. Auf diesen Satz Kolpings hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache 2013 hingewiesen! In Kurzfassung wird diese Formulierung zum Motto des heurigen Kolpingtages 2015 in Köln, zu dem auch Südtirol hinfährt: „Mut tut gut“! Deshalb sind wir Südtiroler auch beim großen gemeinsamen Kolpingtag 2015 vom 18.-22. September in Köln dabei.

„Die Touristiker müssen wir ins Boot holen“ Vintschger Museum Schluderns - Am Fuße des Ganglegg, jener Ausgrabungsstätte, bei der der archaische Vinschgau erkundet werden kann, hat das Vintschger Museum seine Wirkstätte. Reich an Ideen, aber arm an Geldmitteln.

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

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Präsident Michael Böttner formuliert bei der Jahresvollversammlung ehrgeizige Ziele, um den Museumsbetrieb in Schwung zu bringen. Gesamtpakete und mehr Führungen sollen Besucher anlocken

von Magdalena Dietl Sapelza

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as Vintschger Museum muss mit knappen Geldmitteln auskommen. Der Landesbeitrag 2014 ist beispielsweise mit 13.800 Euro um 4.000 Euro kleiner ausgefallen als im Jahr zuvor. Von der Gemeinde Schluderns kamen 10.280 Euro. Die Durchforstung der einzelnen Ausgabeposten und die Suche nach Einsparmöglichkeiten hat sich der vor einem Jahr gewählte Präsident Michael Böttner zu seiner ersten Aufgabe gemacht. Einsparpotentiale fand er bei der Heizung, beim Stromverbrauch und bei der Telekommunikation. Und er hat entsprechende Schritte eingeleitet. Über diese informierte Böttner kürzlich bei der Jahreshauptversammlung. Er, die Vorstandsmitglieder, die Helferinnen und Helfer im Ver-

ein Vintschger Museum arbeiten ehrenamtlich. Böttner will die Angebote des Museums attraktiv zu gestalten und die Zusammenarbeit mit den Tourismus-treibenden forcieren. „Die Touristiker müssen wir ins Boot holen“, so Böttner. In den vergangenen Monaten hat er unzählige Gespräche geführt. Ein Paket wurde mit der Churburg geschnürt. Genutzt werden sollen die Synergien zwischen dem Museumsbetrieb und dem Tourismusbüro, das sich im Haus befindet. Der Eingangsbereich wird neu gestaltet und ein Museums-Shop zusammen mit den Betreibern des Dorfladens Schluderns eingerichtet. Die Führungen werden ausgebaut und die Öffnungszeiten neu gestaltet. Es gibt Nachttouren und nächtliche Öffnungszeiten und sogar Führungen zum Göflaner Marmorbruch. Viel verspricht

sich Böttner vom Gesamtpaket mit Wanderung zum Ganglegg, Museumsführung, Weinverkostung und Jause. Neben den Dauerausstellungen „Archaischer Vinschgau“, „Wassrwossr“ und „Schwabenkinder“ sind 2015 die Getreideausstellung der Familie Bernhart und die Bilderausstellung von Robert Lessmann zu sehen. Die MineralienAusstellung, die inzwischen einen fixen Platz erobert hat, soll ausgebaut werden. Einen neuen Akzent für das Vintschger Museum wird die RömerAusstellung setzen, die derzeit unter der Kuratorin Helene Dietl Laganda ausgearbeitet wird. Behutsam will man sich, laut Böttner, in Zukunft auch dem Thema Haflinger nähern. Das Vintschger Museum wird am 21. März mit einer Feier eröffnet. www.vintschgermuseum.com

Foto: „Wind“-Archiv

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pr-info hds

„Mein Ort soll leben – Erlebe Deinen Ort!“

Im Vinschgau sind im Einzelhandel rund 240 Betriebe mit fast 700 Beschäftigten tätig. „Viele dieser Unternehmen sind Klein- und Familienbetriebe, die dafür sorgen, dass unsere Orte und Dörfer noch lebendig und attraktiv für Einheimische sowie Gäste sind“, so der hds - Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol. Um auf diese Besonderheit und Einzigartigkeit aufmerksam zu machen und vor allem die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, führt der hds vom 2. bis 21. März die bezirksweite Aktion „Mein Ort soll leben – erlebe Deinen Ort!“ durch. „Wir möchten auf die Bedeutung des Handels und unsere

lebenswerte Orte hinweisen, die Kunden informieren und zum Nachdenken anregen“, erklärt hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser die Ziele der Initiative, die der hds Bezirk Vinschgau zum ersten Mal in der gesamten Talschaft organisiert. Bestandteile der Kampagne sind zum einen eine emotionale Plakataktion in allen teilnehmenden Geschäften und Betrieben. Die Plakate sollten „Aufsehen erregen“ und zum Nachfragen bzw. Nachdenken anregen. Zum anderen werden die Kunden zusätzlich durch ein großes Gewinnspiel eingebunden, bei dem es 13 attraktive - an den Vinschgau gebundene - Preise zu gewinnen gibt. Teilnahmekarten dazu gibt es in den teilnehmenden Betrieben. Die Gewinne spiegeln den Vinschgau selbst wider und

Foto: hds

Neue bezirksweite Aktion des hds in allen Vinschger Gemeinden: „Ein klares Zeichen für Nahversorgung und Lebensqualität setzen“

sollen einen Mehrwert in der Talschaft bilden, so der hds. „Mit dieser Aktion wollen wir ein klares Zeichen für einen starken Handelsstandort Vinschgau und dessen Zukunft setzen. Der Einzelhandel bedarf auf Grund der nicht leichten wirtschaftlichen Lage neuer Impulse. Und der Bevölkerung soll die Wichtigkeit einer intakten Nahversorgung

und der damit verbundenen Lebensqualität näher gebracht werden - ganz nach dem Motto: Geht es dem Handel gut, geht es auch uns gut“, so Spechtenhauser abschließend. Alle Informationen zur Aktion und die Liste der teilnehmenden Betriebe sind auch im Internet unter hds-bz.it/meinortsollleben abrufbar.

Großes Gewinnspiel

Mein Ort soll leben. Erlebe Deinen Ort. Nur wo Leben ist, ist Erleben möglich. Die Nahversorgung ermöglicht Ihren Einkauf in Dörfern und Städten, schafft Arbeitsplätze und sorgt für Lebensqualität in unseren lebendigen Orten. Erleben auch Sie Ihren Ort! hds-bz.it/meinortsollleben

design by hds, Stefano Hochkofler

istockphoto

2. – 21.03.15


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Prad am Stilfserjoch

Bürgerversammlung mit dem Landeshauptmann

Fotos: Heinrich Zoderer

Eine lebendige Bürgerversammlung mit dem Landeshauptmann gab es am 24. Februar in Prad. Die Dorfplatzgestaltung, das fehlende Altersheim, die Maut auf der Stilfserjochstraße, das Trinkwasser, der Kiliangrund und eine Hofzufahrt beschäftigten die Dorfbewohner in ihren Diskussionsbeiträgen, vom Landeshauptmann wollten die Bürger Auskunft über die Sanitätsreform, den Rentenskandal und die Zukunft des Flughafens erfahren.

BM Hubert Pinggera und LH Arno Kompatscher; rechts: die Vertreter der drei Ratsfraktionen v.l.: Alois Lechner (SVP), Alfred Theiner (Süd-Tiroler Freiheit) und Karl Bernhart (Liste FÜR PRAD)

von Heinrich Zoderer

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echt viele Personen kamen in das Nationalparkgebäude aquaprad, um Informationen über die Verwaltungstätigkeit in der Gemeinde und die Politik im Lande zu erhalten. Auch die drei Ratsfraktionen gaben kurze Stellungnahmen ab. In seinem Kurzreferat verteidigte Arno Kompatscher die Autonomiepolitik mit einer klaren europäischen Ausrichtung. Dadurch wurde nicht nur

die kulturelle Identität gestärkt, sondern auch Wohlstand geschaffen, um den uns viele in Europa beneiden. Es wird auf hohem Niveau gejammert, meinte Kompatscher. Er warnte davor, den Weg der Autonomie zu verlassen. In Zukunft wird Brüssel immer wichtiger und Rom immer unwichtiger. Der Landeshauptmann verteidigte auch die neue Finanzregelung. Damit ist Planbarkeit gegeben und sie ist völkerrechtlich abgesichert. Der Bürgermeister

Hubert Pinggera berichtete über die abgeschlossenen Bauprojekte: Seniorenwohnungen, Gemeindehaus, Sanierung des Kindergartens, Infrastrukturen in der Gewerbezone, Aufwertung der Ortskerne, Bau von Gehsteigen, Kreisverkehr in Agums, Lichtenberg und Spondinig. Leerstehende Wohnungen wurden angekauft, eine Kindertagesstätte (Kita) eingerichtet, das Glasfasernetz ausgebaut und Kinderspielplätze errichtet. Mit den Erlösen aus den Foto-

voltaikanlagen kann ein Großteil der Darlehen zurückgezahlt werden. Bernhart Karl, Gemeinderat der Liste FÜR PRAD lobte die gute Diskussionskultur. Er kritisierte, dass es im letzten Jahr nur wenige Gemeinderatsitzungen gab und die Verwaltung sich nicht für den Bau eines Altenpflegeheimes einsetzen will. Alfred Theiner, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, sieht seine Aufgabe darin, zu kontrollieren und nachzufragen und mit Hausverstand die Gemeindepolitik mitzugestalten. Er kritisierte, dass vieles im stillen Kämmerlein entschieden wird. Alois Lechner von der SVP betonte, dass transparent verwaltet und gut gewirtschaftet wird. Allen kann man es nicht Recht machen, aber wenn 80 bis 90% der Beschlüsse einstimmig gefällt werden, kann nicht alles falsch sein, meinte Lechner. Recht lange, sachlich und teilweise auch hitzig verlief die Diskussion.

Mals

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in Dorf kämpft gegen Pestizide. So lautet der Titel eines drei Seiten langen Interviews mit Johannes FragnerUnterpertinger, dem Sprecher des Promotorenkomitee für eine pestizidfreie Gemeinde Mals im deutschen Monatsmagazin Schrot&Korn. Bereits auf der Titelseite der Februarausgabe wird das Interview mit dem Titel „Ein Dorf steht auf“ angekündigt. Schrot & Korn ist ein bekanntes Kundenmagazin für den Naturkosthandel und liegt in allen Bioläden des deutschen Sprach-

raums auf. 900.000 Exemplare werden gedruckt, von rund doppelt so vielen Personen wird das Magazin gelesen. Damit hat es eine sehr große Breitenwirkung. Die Pestiziddiskussion und die Volksabstimmung in Mals erreicht damit viele Naturfreunde, Biobauern und Konsumenten im ganzen deutschen Sprachraum. Nach der erfolgreichen Volksabstimmung im Herbst und der fehlgeschlagenen Umsetzung im Gemeinderat von Mals ist es den Promotoren für eine pestizidfreie Gemeinde

wiederum gelungen, weit über die Landesgrenzen hinaus, auf die Bemühungen in Mals aufmerksam zu machen. Das Interview kann auch im Internet nachgelesen, bzw. als pdfDatei heruntergeladen werden: http:// schrotundkorn.de/ lebenumwelt/lesen/ ein-dorf-kaempft-gegen-pestizide.html (hzg)

Foto: Schrot&Korn

Mals in der Februarausgabe von Schrot&Korn

Ein dreiseitiges Interview und ein schönes Bild mit Johannes Fragner-U nterpertinger und Elisabeth Viertler gibt es in der Februarausgabe des Magazins Sch rot&Korn


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Schlanders

MGV-Gala mit Revue

Fotos: Robert Leggeri/MGV

links: Der MGV-Vorstand v.l.: Bruno Giongo, Anton Thomann, Johann Stadler, Albert Moser, Peter Giongo, Daniel Staffler; rechts: MGV-Ballbesucherinnen; unten: MGV-Revue 2015 Auftritt LR. Martha Stocker

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ie große Gala des Männergesangverein-Schlanders (MGV) zählt seit Jahren zu den belieb-testen gesellschaftlichen Veranstaltungen im Vinschgau. Besonders die Revue zieht viele Ballbesucher an und garantiert immer wieder unbeschwerte Stunden guter Unterhaltung mit viel Witz und Humor. Die MGV-Revue am Samstag, den 07. Februar 2015 präsentierte sich als hoch-professionelle und abendfüllende Fernsehshow, nach dem Motto der beliebten „Wetten, dass….“- Sendung. Das Abendprogramm wurde nach guter Fernsehmanier mit den „MGV-Sky News“, moderiert von einer äußerst aufreizenden und charmanten Nachrichtensprecherin (Horst Saller), eröff-net und beinhaltete die aktuellsten Nachrichten zur Lokalszene, Filmberichte und Interviews. Besonders die erste Aktion des neu gegründeten Bundes der Südtiroler Steuerzahler, der die Fenster der Gemeinde Schlanders zumauern lässt, weil diese das Geld nur so aus dem Fenster wirft, entfesselte Lachsalven beim Publikum. Der eigentliche „FernsehAbend“ begann mit dem Auftritt

des beliebten Showmasters Thomas Gottschalk, brillant gedoubelt von Michael Strobl, und seinen Goldbärchen. Es folgte ein Feuerwerk von Präsentationen der prominenten Gäste, den urkomischsten Wetten, skur-rilen Figuren und dazu gehörenden Wetteinsätze, Liveschaltungen zur Außenwetten und natürlich eine Saalwette, zu der das tanzfreudige Publikum im vollbesetzten großen Kultur-haussaal in Schlanders aufgefordert wurde. Im Wahljahr 2015 durfte der Schlanderser BM Dieter Pinggera (Simon Tappeiner) als Lokalmatador nicht fehlen. Da seine Wettkandidatin ihre Wette verlor, wollte er seinen Wettein-satz einlösen, indem er aus dem Kirchenchor austritt und zum MGVSchlanders wechselt. Leider hat dieser für das neue Mitglied wegen der stattlichen Größe keine passende Vereins-jacke.

Der folgende Themenblock behandelte die Geschehnisse im pestizidgeplagten Obervinschgau. Als Gast begrüßte der Moderator den L.Abg. und Reg.Ass. Josef Noggler (Franz Stei-ner), der mit dem Pestizidgegner und Promotor der „Hollawind“Bewegung, Apotheker Dr. Fragner-Unterpertinger aus Mals als Wettkandidaten (Elmar Dietl) unter körperlichem Ein-satz seine echte Not hatte, die Vor- und Nachteile des konventionellen und biologischen Obstanbaus zu erklären. Er ließ sich sogar mit dem seiner Meinung nach unbedenklichen Pflanzenschutzmittel Captan bespritzen, was für ihn allerdings gesundheitliche Folgen hatte. Das Thema um das Krankenhaus Schlanders war der Knaller der MGV-Revue. Da durfte die Landesrätin Martha Stocker (brillant dargestellt von Stefano

Tarquini) nicht fehlen, die es wegen ihres Reformkurses mit der erhitzten Stimmung im Vinschgau zu tun bekam. Dass sich zu sozialpolitischen Diskussionen auch noch Prinz Charles (verkörpert von Reinhard Massl) als internationaler Gast eingestellte, erhöhte die gute Laune beim Publikum. Als Er-satz für die Schließung der Geburtenabteilung wird in Zukunft die „MGV Mobile Geburts-hilfe Vinschgau“ ihren Dienst versehen. Die ungewöhnlichsten Wetteinsätze, untermalt und begleitet von gesanglichen Darbietungen und Einlagen des MGV-Quintetts, brachten das Ballpublikum zu herzhaftem Lachen. Die rauschende Ballnacht mit viel Musik und Tanz, begleitet von der Nordtiroler PartyBand „Dreirad“ im großen Ballsaal sowie von DJ Scally an der Cocktailbar endete erst in den frü-hen Morgenstunden. Die Revue-Wiederholung am 13.02.2015 garantierte wiederum 2 Stunden bester Unterhal-tung und das Publikum im vollbesetzten Sparkassensaal bedankte sich mit tosendem Ap-plaus beim Revuekomitee unter Franz Steiner und allen Mitwirkenden. (MGV)


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Laas

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Volksbühne Eyrs

Ein Kurs, um Leben zu retten

Lustige Pointen sorgen für Lachen

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it dem Schwank „Alles bestens geregelt“ von Bernd Gombold feierte die Volksbühne Eyrs erfolgreich Premiere. Dem Publikum servieren sie lustiges Theater gespickt mit Pointen und turbulenten Szenen, die zum Lachen verführen. Regisseurin Rosmarie Tscholl Angerer hat die Rollen treffend besetzt. Die Darstellerinnen und Darsteller verkörpern die Charaktere selbstbewusst und natürlich. Sie spielen erfrischend auf. Der Inhalt dreht sich um den Zwist zwischen der Jungbäuerin Rosi (Christine Thoma) und dem Opa (Anton Klotz). Rosi richtet Fremdenzimmer ein, doch der Opa hat was dagegen. Rosis Mutter (Michaela Brenner) mischt im Konflikt mit. Die äußerst raffgierige Nachbarin Brunhilde (glänzend gespielt von Sabine Raffeiner Schönthaler) lässt alles mitge-

oben: Anton Klotz als hinterlistiger Opa; unten v.l. : Christine Thoma als Jungbäuerin mit Sabine Raffeiner Schönthaler als übersparsame Nachbarin

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

it und gesund, so sollten Sportler sein, trotzdem sterben immer wieder junge Athleten an plötzlichem Herztod. In den vergangenen fünf Jahren waren es allein im Profifußball 84 Kicker, die auf dem Fußballplatz starben. Um diese Zahl zu verringern und so schnell wie möglich bei einem Zusammenbruch eines Sportlers reagieren zu können, gibt es neuerdings Schulungen, bei denen den Teilnehmern das richtige Verhalten im Ernstfall sowie der Umgang mit einem Defibrillator beigebracht werden. Einen solchen Kurs organisierte der VSS in Zusammenarbeit mit dem Landesrettungsverein

hen, was greifbar ist. Die Briefträgerin (Sarah Schönthaler) träumt vom großen Glück. Der Wanderer Fridolin (Matthias Zangerle) kann einen Stier nicht von einer Kuh unterscheiden. Der Feriengast und Buchautor Hajo (Manfred Vent) hält nichts von Frauen und propagiert das Single-Leben. In Wirklichkeit ist er mit Sonja (Marion Peer Schönthaler) liiert. Und das Muttersöhnchen Gustav (Daniel Trafoier) will eine Frau mit Besitz erobern. Es kommt zu Missverständnissen und Verwechslungen. Doch schließlich wird alles bestens geregelt. (mds) Nächste Aufführungen: siehe Theaterwind

Prad am Stilfserjoch

Foto: „Wind“-Archiv

Von Wirtshaus zu Wirtshaus A

Fotos: Heinrich Zoderer

Weißes Kreuz ONLUS im Februar in Laas, an dem Trainer und Sektionsleiter des ASV Latsch Raiffeisen, des Reitvereins des ASV Laas sowie Verantwortliche des ASV Segelverein Reschensee teilnahmen. Der Kurs beinhaltete neben dem Vermitteln von theoretischem Hintergrundwissen auch praktische Handlungskompetenz in den einzelnen Skills, sowie die Beherrschung des Gesamtablaufes des BLS-D (Basic Life Support mit Halbautomatischem Defibrillator). Bis Februar 2016 sollte jeder Südtiroler Sportverein im Besitz eines Defibrillators sein, nur ausgebildete Personen dürfen den halbautomatischen Defibrillator im Ernstfall benützen. Schulungen dazu werden bereits landesweit abgehalten. (sam)

m Unsinnigen ist in Prad das Zusslrennen. Aber am Faschingssonntag und Faschingsdienstag ziehen die Maschger von Wirtshaus zu Wirtshaus. Angeführt vom Bajazz und einem Ziehharmonikaspieler, zieht dieser bunte Hochzeitszug mit acht unterschiedlichen Paaren von Gasthaus zu Gasthaus. Der Bajazz gibt den Takt vor und eröffnet den Tanz. Jedes Paar führt

dann seinen eigenen Tanz auf. Langsam und harmonisch tanzt das Brautpaar, schnell und lebendig tanzen der Bauer und die Bäuerin. Dann tanzen drei österreichische Paare: die Steirer, die Tuxner und die Zillertaler. Zuletzt präsentieren sich mit einem Tanz drei besondere Paare: die Zigeuner, der Mohr und die Mohrin, sowie Zoch und Pfott. Sehr ausgelassen und wild tanzen Zoch

und Pfott. Anschließend stürzen sie sich auf das Publikum. Alle werden umarmt und abgeküsst. Nach dem Rücktanz und dem Sammeln von freiwilligen Spenden spielt der Ziehharmonikaspieler das Lied „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus“, der Faschingszug stellt sich auf, zieht durch die Gaststube, verabschiedet sich vom Publikum und zieht weiter zum nächsten Wirtshaus. (hzg)


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Schluderns

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haus. Dort beschrieb Rizolli die Schützentracht und deren Geschichte. Dokumentiert ist, dass die Schludernser Schützen 1908 ihr schmuckes Einheitsgewand erhielten. Patin war damals, laut Pali, Gräfin Juliane Trapp. Ein Jahr später - zum 100-jährigen Jubiläum der Freiheitskriege und im Gedenken an Andreas Hofermarschierten die Schludernser Schützen neu eingekleidet beim großen Festumzug in Innsbruck mit. Mit von der Partie war damals auch die Schludernser Musikkapelle in derselben Tracht. Die Tracht ist eng mit der Churburg verbunden. Hans Graf Trapp (1897 - 1983) - Onkel des derzeitigen Grafen Johannes Trapp - trug die Tracht als Jungschütze, wie Fotos belegen. Diese Fotos dienten als Vorlage bei der Anschaffung der neuen Trachtenteile. Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Wollhemden (Röcke) der Schützen

Kofel graphic&print

ei der diesjährigen Andreas Hofer Feier zeigten sich die Schludernser Schützen erstmals von Kopf bis Fuß in original historischer Tracht. Neu angefertigt wurden die langen dunkelgrünen Wollhemden (Röcke), die weißen Hemden mit breitgezogenem Kragen und die breiten Scheibenhüte mit Adlerfedern. Die neuen Trachtenteile für 29 Träger waren in Absprache mit dem Trachten-Experten aus Bozen, Helmuth Rizolli, angefertigt beziehungsweise gekauft worden. „Es handelt sich bei uns um eine Trachtenerneuerung alt – neu“, erklärt Hauptmann Dietmar Pali. Am Werk waren Trachtenschneider aus Tramin und Lana. Nach dem Festgottesdienst marschierten die Schützen begleitet von der Musikkapelle und den politischen Vertretern, BM Erwin Wegmann, Pius Leitner und Josef Noggler ins Kultur-

Die

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Schützen erhalten historische Tracht

Einige Schludernser Schützen mit Hauptmann Dietmar Pali (dritter von links) zeigen sich stolz in historischer Tracht nun länger geworden sind –im Unterschied zu jenen der Musikkapelle. Das Projekt Tracht alt - neu hat Pali vor rund drei Jahren in die Wege geleitet. Finanzielle

im Restaurant Forst - Mals den ganzen März

LügenTilly

Lustspiel in drei Akten von Jürgen Schuster Regie Eller Pankratius

Haus der Dorfgemeinschaft Stilfs Samstag, Sonntag, Samstag, Sonntag, Freitag, Samstag, Sonntag,

Premiere

07. März 2015, um 20.30 Uhr 08. März 2015, um 15.00 Uhr 14. März 2015, um 20.30 Uhr 15. März 2015, um 15.00 Uhr 20. März 2015, um 20.30 Uhr 21. März 2015, um 20.30 Uhr 22. März 2015, um 15.00 Uhr

Kartenreservierung von 10.00 bis 17.00 Uhr unter Tel. 348 8538821

Unterstützung kam vom Amt für deutsche Kultur, von der Gemeinde Schluderns, von der Raiffeisenkasse Prad/Taufers und vom Südtiroler Schützenbund. (mds)

Forst Mals


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Schlanders/Göflan

Die radelnde Gefahr

Foto: Angelika Ploner

Grünes Licht für die Eintragung im Bauleitplan: Der Radweg Göflan – Holzbrugg wird verlegt und soll hier bei der Kapelle in Holzbrugg wieder in den bestehenden Radweg einmünden

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ur in einem Punkt sind sich die Beteiligten einig: Man muss in die Pedale drücken, denn es besteht dringender Handlungsbedarf. Die Rede ist von der Radtrasse oberhalb vom Göflaner Sportplatz bis nach Holzbrugg, die verlegt werden soll. Mehrere Gefahren sind auf dieser Etappe auszumachen, Engstellen und abschüssiges Gelände potenzieren diese Gefahren zusätzlich. Der Radweg soll deshalb beim Sportplatz Göf-

lan auf die orografisch linke Seite der Etsch verlegt werden und erst unterhalb von Gölfan mit einer Brücke wieder an die orografisch rechte Seite angebunden werden. Einwände gegen diese neue Trassenführung liegen gleich von drei Grundstückseignern vor: Simon Tappeiner, Walter Fleischmann und Johannes Altstätter. Während letzterer verhandlungsbereit scheint, sind die beiden Erstgenannten nicht bereit ihren Grund abzutreten. Die Einwände,

zerhand ein Bremsmanöver hin: Der Radweg Vetzan steht mittlerweile nicht mehr auf seiner Agenda. „Radwege lösen ungeahnte Emotionen aus“, spielte Pinggera deshalb jüngst auf die örtliche Radweg-Problematik an. In Göflan musste man sich nicht abstrampeln. Einmal handelt es sich bei der Wegetappe um eine Bezirkstrasse, zum anderen erhielten Pinggera und vor allem Walter Gurschler, der zuständige Referent, Rückenwind von der örtlichen Bauernorganisation. Die Stimmung am Ende der Diskussion bei der jüngsten Ratssitzung war deshalb eine friedliche: Das öffentliche Interesse ist prominent und erdrückend, es gibt leider keine Radtrasse, auf der kein landwirtschaftlicher Grund betroffen ist, wir haben die beste Lösung gefunden. 2,5 Millionen Euro kostet laut Schätzung die Verlegung der Fahrradtrasse, die Finanzierung läuft über die Bezirksgemeinschaft, in zwei Jahren wären die Gelder beisammen. Dann könnte bereits der Startschuss erfolgen. (ap)

die jüngst anrollten: An eine ungehinderte landwirtschaftliche Tätigkeit sei mit einem Radweg nicht mehr zu denken, es bestünden Gefahren beim Mulchen, Behinderungen bei den Ein- und Ausfahrten und Einschränkungen durch die verschärften Landesrichtlinien beim Pflanzenschutz. Es ist in der Tat kein einfaches Thema, jenes der Radwege. Noch vor einem Jahr stemmten sich neun Schlanderser Bauern gegen die Radtrasse von Schlanders nach Vetzan und sorgten beim Bürgermeister für erhöhten Puls. Dieser legte kur-

Schlanders/Vinschgau

Blutspender arbeiten im Netzwerk m Mittelpunkt der 57. Generalversammlung der Vereinigung der Freiwilligen Blutspender im Vinschgau stand neben dem Bericht des Präsidenten Herbert Raffeiner der Vortrag über die Organspende von Primar Bruno Giacon aus Bozen. 1110 aktive Blutspender gibt es im Vinschgau. Blut kann nicht künstlich hergestellt werden, aber jede gesunde Person zwischen 18 und 65 Jahren kann Blut spenden und damit Leben retten. Je nach Blutgruppe spendet jedes Mitglied 1 – 3 Mal im Jahr. Im letzten Jahr haben die Vinschger Blutspender insgesamt 1400 Blutspenden abgeliefert. Der Präsident der Südtiroler Blutspender Erich Hanni betonte, dass in Zukunft weniger Blut benötigt wird, aber verlässlich und schnell

Ilse Thoma, die Sekretärin des Vereins, informiert die Spender, Herbert Raffeiner, der Präsident, leitet den Verein Foto: Heinrich Zoderer

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zur Verfügung stehen sollte, weshalb man in Zukunft die Spender immer öfter über SMS zum Spenden auffordern will. Raffeiner wies darauf hin, dass die Blutspender verstärkt im Netzwerk arbeiten werden. 4A heißt die Initiative. Die 4 Freiwilligen-Vereinigungen AVIS (Blutspender), AIDO (Organ-

und Gewebespender), ADMO (Knochenmarktspender) und ADISCO (Nabelschnurblutspender) wollen stärker zusammenarbeiten, um gemeinsam Leben zu retten. Deshalb wurde auch Bruno Giacon, der Landeskoordinator für Transplantationswesen zur Generalversammlung eingeladen. 3.000 Transplanta-

tionen gibt es jährlich in Italien, doch fast 9.000 warten auf eine Transplantation. 47 Patienten aus Südtirol wurden im letzten Jahr in Innsbruck transplantiert, 80 Patienten stehen auf der Warteliste. Blut ist Leben, doch Transplantation rettet Leben, meinte Giacon und rief dazu auf, Mitglied beim Landesverband der Organspender zu werden und eine schriftliche Willenserklärung zur Spende von Organen und Geweben abzugeben. Gustav Kofler aus Matsch berichtete über seine Erfahrung als Dialysepatient. Im Dezember letzten Jahres erhielt er von seiner Schwester eine Niere. Nun möchte er eine Bezirksgruppe der Organspender aufbauen. Geehrt wurden auch die fleißigsten Blutspender. (hzg)


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Prad/Vinschgau

Line Dance im Blut

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Foto: Magdalena Dietl Sapelza

ie 19-jährige Oberschülerin Jana Gander aus Prad wurde kürzlich als jüngste LineDance- und Honki Tonki-Lehrerin von Trentino Südtirol und als dritt-jüngste von ganz Italien gekürt. Mit ihr haben am 22. Februar auch Helga Pichler aus Rabland und Jana Gander aus Prad ist jüngste Line Helga Matzholl aus Dance Lehrerin von Trentino/Südtirol Ulten die Prüfung in Mailand bestanden. Jana ter den Fittichen des Vinschger hat sich zusammen mit ihrer Line-Dance-Trainers Fancesco Mutter Renate vor einem Jahr Ferrara. Die Country-Kultur beder Line Dance Gruppe Vin- geistert sie und sie träumt daschgau angeschlossen und von, die Wurzeln der Tänze in innerhalb kürzester Zeit große Amerika zu erforschen. Derzeit Fortschritte gemacht. Die Liebe schmiedet sie Pläne für eine zu den schwungvollen Coun- Reise dorthin. Die drei frisch getry-Klängen hat sie schließlich backenen Lehrerinnen wurden bewogen, sich als Lehrerin aus- kürzlich bei der Line-Dancebilden zu lassen. Schulungen Stunde in Laas beglückwünscht absovierte sie in Padua und un- und gebührend gefeiert. (mds)

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26 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 5-15

05.03.15

Lichtenberg/Vinschgau

Sonntag soll Schon-Tag sein Mal-Aktion der KVWFrauen im Bezirk Vinschgau in der Lichtenberger Bibliothek mit Grundschul- und Mittelschulkindern

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Die Botschaft: Der Sonntag darf nicht dem Kommerz und der Geldgier geopfert werden.

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onntag = Schontag … da freut sich nicht nur das Sparschwein. Das steht auf der kleinen Stofftasche, die einen „Einkaufszettel für den Sonntag“ enthält. Darauf steht: Zeit für sich selbst und für die Familie, Freunde besuchen, gemeinsam eine Wanderung ma-

chen, im Lieblingsbuch lesen…. Es sind Anregungen für die Gestaltung des Sonntags. Die Sonntage werden schleichen dem Kommerz geopfert. Da ist am Sonntag ein Outlet-Tempel offen, dort das Kaufhaus einer Discountkette in der Stadt und immer öfter auch Läden in den

Dörfern. Die Liberalisierung der Öffnungszeiten werten die Sonntage immer öfters zu Werktagen ab, zur Freude vieler Konsumenten, die mit ihrer Freizeit wenig anzufangen wissen und sehr zum Leidwesen der Verkäuferinnen und Verkäufer. Gegen die Opferung der Sonntags-

ruhe kämpfen die KVW Frauen aller Bezirke in Südtirol seit Jahren an. „Es geht uns in erster Linie um die Sensibilisierung der Bevölkerung. Wenn am Sonntag nicht eingekauft wird, lohnt sich das Offenhalten der Geschäfte nicht“, sagt Gertrud Telser Schwabl, Vorsitzende der KVW-Frauen im Vinschgau. Diese sind überzeugt, dass die Sonntagsöffnung keinen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert bringt. Im Gegenteil: Es fehlt immer mehr Zeit für sich selbst, für die Familie, es fehlt die Zeit, um zur Ruhe zu kommen und vieles mehr. Anlässlich des „Internationalen Tages des freien Sonntags“ am 3. März luden sie Lichtenberger Grund- und Mittelschulkinder ein, Stofftaschen zu bemalen mit der klaren Botschaft: Der Sonntag darf nicht dem Kommerz geopfert werden. (mds)

Laas

Logo der Eigenverwaltung Laas ie Eigenverwaltung bürgerlicher Nutzungsrechte Laas (Fraktion Laas) hat seit Kurzem ein eigenes Logo. Der Präsident der Fraktion Oswald Angerer: „Es gibt einige gute Gründe, dass sich die Fraktion ein Logo zugelegt hat. Die Fraktion unterstützt nach Möglichkeit aktive Vereine, vor allem jene, welche eine vorbildliche Jugendarbeit leisten. Bei Veranstaltungen oder Informationsbroschüren werden vielfach Sponsoren mit ihrem Logo abgebildet und die Fraktion braucht sich hier sicherlich nicht verstecken. Die Verwaltung wird im Mai die neuen Büros beziehen und auch hier soll außen ein Schild angebracht werden. Auch der Briefkopf soll mit dem Logo versehen werden“. Entworfen wurde das Logo von einem Studenten der Meisterklasse der Marmorfachschule von Laas. Die Studenten der Meisterklasse wurden in Einzelarbeiten

mente ergänzen das Schriftbild zu einem Ganzen. Die kreisrunde Scheibe symbolisiert ein Schnittbild durch einen Baumstamm und das Quadrat links stellt einen Block von Laaser Marmor dar, durch den eine Ader läuft. Damit werden die zwei wev.l.: Oswald Angerer, Präsident der Fraktionsverwaltung Laas, der Student der sentlichen Rohstoffe Marmorfachschule Frank Kessel und Lehrer Reinhold Tappeiner; rechts die Logos Holz und Marmor dargestellt, welche beauftragt, ein Logo zu entwer- Lehrer der Marmorfachschule die Arbeit und die damit verfen. Die Vorgaben waren, dass Reinhold Tappeiner, den Sieger bundene Außenwahrnehmung Symbole ins Logo sollten, wel- ermitteln. Laut Angerer war es der Fraktion bestimmen“, erche mit der Fraktion von Laas in ein schwieriges Unterfangen, gänzt. Marmor und Holz sind Verbindung gebracht werden. denn alle Studenten haben die Haupteinnahmequellen der Aus den Vorschlägen der Meis- fleißig gearbeitet und interesFraktion Laas. terklasse musste die Kommis- sante Vorschläge unterbreitet. Für offizielle Schreiben, z.B. sion, bestehend aus den fünf Den Gutschein für den Sieger an Vertreter im römischen ParVerwaltungsmitgliedern Os- konnte der Student Frank Keslament ist das Logo auch mit wald Angerer, Leo Angerer, El- sel entgegennehmen. Sein Logo dem italienischen Schriftzug mar Horrer, Ulrich Innerhofer, hat er mit den Worten „[…] A.S.B.U.C. Lasa versehen, so Erich Trenkwalder und dem Zwei Piktogram-ähnliche EleAngerer abschließend.

Foto: „Wind“-Archiv

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Schnals

Schlanders

Spende an „Peter Pan“

Malen, um Augenblicke festzuhalten

stehend v.l.: Sabine Rungg, Konrad Götsch (Seilbahn Unterstell), Renate Tschager (Präsidentin PETER PAN), Peter Grüner, Kurt Gurschler, Willi Götsch, Walter Götsch. knieend v.l.: Martin Weithaler, Andreas Gamper, Christopf Raffeiner, Hubert Grüner

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pende an die Südtiroler Kinderkrebshilfe „PETER PAN“ Das Komitee „Schnolser Summerfest“ überreicht Spendenscheck über 3.700 Euro Im Rahmen des 8. Schnolser Summerfestes im vergangenen Juli organisierte das OK-Team unter dem Motto „Wandern für Peter Pan“ eine Wanderung von Katharinaberg in Schnals zum Unterstellhof nach Naturns, an der auch der Leadsänger der „Kastelruther Spatzen“, Norbert Rier, teilnahm. Vor allem dank seiner Hilfe konnten von den vielen Teilnehmern an der Wanderung Spenden für die „Vereinigung für krebskranke Kinder in Südtirol PETER PAN“ gesammelt werden. Dieser Betrag wurde erneut mit einem Teil des Reinerlöses des abgehaltenen Festes aufgestockt, und so konnte das Komitee Schnolser Summerfest an die Präsidentin

von PETER PAN, Frau Renate Tschager einen Scheck von 3.700 Euro überreichen. Der Scheck wurde am 21. Februar anlässlich eines geselligen Abends übergeben, an dem das Komitee auch den über 200 freiwilligen Helfern rund um das Fest dankte. Auch für 2015 steht das Programm des „Schnolser Summerfestes“ wieder: Am Donnerstag, 9. Juli wird erneut für den guten Zweck gewandert, diesmal geht es direkt vom Festplatz in Unserfrau zur Mastaun Alm. Norbert Rier hat auch für heuer seine Teilnahme an der Wanderung bereits zugesagt, und so hoffen die Verantwortlichen, auch im nächsten Jahr wieder einen großen Scheck an die Vereinigung PETER PAN überreichen zu können. Programm des 9. Schnolser Summerfestes unter www. schnolser-summerfest.com

nung am 28. Februar waren Veror einigen Jahren fing Anwandte, Arbeitskollegen und gelika Hört aus Kortsch Freunde anwesend. Christine wieder an zu malen. Sie beHolzer vom Bildungsausschuss suchte Aquarellseminare und erinnerte daran, dass seit 2006 war beim Hobbymaler-Verein jährlich eine Ausstellung eines von Erich Stecher in Naturns Künstlers organisiert wird. Die dabei. Bei den Ausstellungen Vizebürgermeisterin Monika der Freizeitkünstler in SchlanWunderer zitierte Picasso, der ders stellte sie ihre Arbeiten meinte, dass die Kunst den aus. Erstmals in einer eigenen Staub des Alltags von der Seele Ausstellung zeigt Angelika Hört wäscht. Katharina Hohenstein nun viele ihrer Bilder im Kulturbeschäftigte sich mit der Frage haus Schlanders. Zu sehen sind nach der heutigen Bedeutung Landschaften, Gebäude und der Landschaftsmalerei in der Stillleben. Mit sanften Linien Kunst. Matteo Bodini umrahmte werden diese festgehalten, im die Ausstellungseröffnung mit Vordergrund stehen die Farben mehreren musikalischen Leund das Licht, die ineinander ckerbissen auf seinem Cello. fließen. Jedes Bild ist eine ErDie Ausstellung kann noch bis innerung, das Festhalten eines am 8. März besichtigt werden. Augenblicks, der Ausdruck (hzg) eines Gefühls. Bei der Begegnung mit Landschaften und Gebäuden hält sie diese skizzenhaft fest, bzw. sie fotografiert sie. Zu Hause bringt sie die Landschaften und ihre Gefühle auf die Leinwand. Es sind ruhige Landschaften ohne Menschen, sehr stimmungsvolle Bilder. Bei der Angelika Hört vor einem ihrer stimmungsAusstellungseröff- vollen Landschaftsbilder Foto: Heinrich Zoderer

Foto: „Wind“-Archiv

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Alle Treffen Ö Fr. 06.03.15 um 17.00 Uhr Südtiroler Calcetto Cup Berzirksrunde @ JuZe Freiraum Schlanders Jugendtreff Reschen Ö Sa. 07.03.15 ab 19.00 Uhr Activity-Abend Jugendtreff JuZe St. Valentin Ö Fr. 06.03.15 ab 19.00 Uhr Geöffnet statt Sa. 07.02! Ö Sa.14.03.15 ab 19.00 Uhr Vatertags-Überraschung, selbst gemacht (3€) Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 07.03.15 von 18.00 Uhr bis 22.30 Uhr ..alles auf Toast.. Ö Mi. 17.03.15 von 16.00 Uhr bis 19.30 Uhr Stylische Taschen selbst gemacht Jugendzentrum JuMa Mals Ö Di. 10.03.15 ab 17.00 Uhr Mädelskino „Barfuss“ Ö Ab März Donnerstags ab 17.00 Uhr Mittelschulkochtreff Jugendtreff Chillhouse Stilfs Ö Mi.18.03.15 ab 18.00 Uhr Theaterspiel PHILOTES von und mit Beate Albrecht (D) Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 06.02.2015 18.00 – 22.30 Uhr Hot Dog kommt aus Dänemark!? Ö Sa. 14.03.2015 08.30 – 17.00 Uhr Sporttag Citytreff Glurns Ö Sa. 14.03.2015 ab 10.00 Uhr Gokart in Imst Ö Fr. 20. 03.2015 ab 19.00 Uhr Neonparty Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Do. 12.03.2015 ab 17.00 Uhr Pizza Abend Ö Sa. 14.03.2015 ab 10.00 Uhr Gokart in Imst JuZe Freiraum Schlanders Ö Sa. 07.03.15 ab 18.00 Uhr Girlstreff: zum Tag der Frau (08.03) Pizza & more + Pyjamaparty Kosten 3€ + Pizza Anmeldung erforderlich Info & Anmeldung im JuZe Ö Sa. 14.03.15 um 14.30 Uhr Theaterschnupperkurs mit Vanzo Günther Jugendtreff All In Kastelbell/ Tschars Ö Fr. 06.03.15 15.00 – 17.00 Uhr Mädelstag im Jugendhaus Tschars Ö Mi. 11.03.15 ab 17.00 Uhr Cooking Class im Jugendtreff Kastelbell Jugendtreff Time Out Schnals Ö Fr. 06.03.15 ab 17.00 Uhr Bezirksfinale Calcetto Cup in Schlanders Ö Sa. 14.03.2015 ab 16.00 Uhr Offen nur für dich!! Jugendtreff Kosmo Plaus Ö Fr. 06.03.15 ab 17.00 Uhr Filmnachmittag „First Avenger“ JuZe Naturns Ö Mi. 11.03.15 15.00 – 17.00 Uhr U16 – Schokoladenschlacht Ö Sa. 14.03.15 ab 20.00 Uhr Livekonzert „Take your Chance“ 4 Nachwuchsbands rocken die JuZe-Bühne und kämpfen um den Platz als Opener beim EtschSide Open Air am 06. Juni. Jugendtreff La:Ma Laas Ö Sa. 07.03.15 ab 17.00 – 08.00 Uhr Lan Nacht; Anmeldung erforderlich Ö Fr. 13.03.15 ab 18.00 Uhr Watt Kurs

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Theatertruppe von Beate Albrecht wieder im Land

Philotes – Spiel um Freundschaft

Das „Theaterstück zwischen Realität und Virtualität über Computerspielsucht, verborgene Ängste und den Wert der Freundschaft“ – so die Beschreibung – wird von der bekannten Theatertruppe um Beate Albrecht aus Witten in Deutschland im Rahmen der Tournee durch Südtirol am Mittwoch, 18. März in Stilfs aufgeführt. Das Stück selbst greift aktuelle Themen auf und wurde dem Programm des Amtes für Jugendarbeit entnommen. Beate Albrecht war mit ihrer Truppe bereits 2009 in Stilfs, sowie zweimal im Ju!P Prad.

Eisklettern in Rabenstein 23.01.15 Am Freitagabend fuhren wir, 4 Jugendliche in Begleitung von Lukas Erlacher, zum Eisklettern in Rabenstein im Passeiertal. Eigentlich planten wir, den Eisturm im Martelltal zu besuchen, welcher allerdings geschlossen war. Deshalb entschieden wir uns kurzfristig für Rabenstein. In Rabenstein angekommen, liehen wir uns einiges an Ausrüstung aus und fingen auch direkt an zu klettern. Die Anlage erwies sich als sehr groß und in gutem Zustand. Es gab einige verschiedene Türme, welche unterschiedlich hoch und breit waren. Auch gab es Wände, welche teilweise aus Holz bestanden und einen starken Überhang aufwiesen. Für Abwechslung und genügend

Platz war somit gesorgt. Ich persönlich bin schon begeisterter Kletterer, jedoch war es das erste Mal für mich, dass ich auf Eis kletterte. Ich lernte so manches und bekam einen tollen Eindruck vom Eisklettern. Anfangs dachte ich, es wäre ähnlich wie normales Klettern, aber es war doch anstrengender, als ich es mir vorgestellt habe. Das ständige Festhalten der Eispickel zehrte bald an den Kräften und die warme Kleidung schränkte die Beweglichkeit etwas ein. Schlussendlich kann ich jedoch mit Recht behaupten, dass es mir sehr gut gefallen hat und ich würde es jedem weiterempfehlen, der schon Erfahrungen mit dem Klettern hat. Patrick Gurschler

Faschingsparty im Jugendtreff Reschen Am Valentinstag, Samstag 14.02.2015, war eine Faschingsparty in unserem Jugendtreff in Reschen. Es war cool, dass wir etwas Neues bekommen haben: eine lange Schwarzlichtröhre. Wir malten uns mit spezieller Schwarzlicht- Körperfarbe an. Es sah super aus wenn man es dunkel machte und man sich unter das Schwarzlicht stellte. Flott war auch, dass wir gemeinsam Luftschlangen und Girlanden aufgehängt haben. Es gab viel Faschingsdekoration und ein großes und leckeres Faschingsbuffet. Wir spielten einige kurze und lustige Partyspiele. Noch etwas Neues gab es: Es durften auch Volksschüler der 5. Klasse kommen, um den Treff kennenzulernen. Die Party war toll! Karina und Franzi

Iglubauen für Mutige

Jugendzentrum JuMa Mals – chill out Latsch 10 Kids verbrachten zwei Tage in den Faschingsferien auf dem Watles, am Mittwoch wurde mit Referent Felix fleißig Iglu gebaut, gegraben, geschöpft, abends genossen alle gemeinsam Hüttennudel in der Höfer Alm und einen Spieleabend mit „Kuhhandel” und „Kniffel”… 3 besonders Tapfere verbrachten die Nacht im Iglu, die anderen machten es sich in der Höfer Alm gemütlich. Tags darauf wurde mit der Bergrettung Mals ein Lawinenkurs gemacht, Piepser gesucht, Sonden gesetzt und einiges gelernt. Ein großes Dankeschön gilt den Watles-Verantwortlichen, den Pistendienstlern, den Höfer Alm-Gastgebern und der Bergrettung!


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/Jugend/ 31

Naturns

Schlanders/Martell

Winteraktion der Pfadfinder

Unterwegs mit der Bergrettung

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euer haben wir, die Pfadfinder vom Stamm Naturns, uns etwas Besonderes für unser traditionelles Winterlager einfallen lassen. Im Gegensatz zu anderen Jahren, wo die einzelnen Stufen (Gruppen) getrennt und zu verschiedenen Zielen aufbrachen, wollte man heuer mit allen gemeinsam ein so genanntes Stammeshüttenlager erleben. So sind wir am Samstag, den 14. Februar zum Vigiljoch aufgebrochen, um dort im Ferienheim des Jugenddienstes das verlängerte Wochenende bis zum Montag verleben zu können. Auf dem Programm standen un-

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m 13. Februar fuhr die Klasse 2./3. C der GS Schlanders ins Martelltal. Wir verbrachten einen ganzen Vormittag mit der Bergrettung von Schlanders. Bei der ersten Station lernten wir mit dem Lawinenverschüttungssuchgerät, kurz LVS-Gerät, umzugehen. Jedes Kind durfte mit dem LVS-Gerät das Versteckte suchen. Später wechselten wir zur nächsten Station. In einem selbstgebauten Iglu erwarteten uns zwei Bergrettungsleute. Diese erklärten uns, was sie bei der Erstversorgung am Berg alles brauchen. Danach erlebten wir, wie ein Verletzter mit dem Ackja transportiert wird. Bei der letzten Station lernten wir mit der Sonde umzugehen. Dabei mussten wir als Kleingruppe auf einem lawinenähnlichen Schneehaufen in gleichmäßigen Abständen die Sonde in den Schnee stecken. Durch die gemeinsame Sondierung fanden wir die vergrabene Tasche. Maria Lageder, Andreas und Daniel Holzner 2./3.C Schlanders Foto: „Wind“-Archiv

Foto: „Wind“-Archiv

ter anderem Rodeln, Gruppenspiele, Schneegaudi, kurzum, das gemeinsame Zusammensein und Erleben von Abenteuern. Einen besonderen Moment erlebten wir, als zwei Mitglieder der Pfadfinderstufe (Joni und Leo) ihr Roverversprechen ablegten. Das Zubereiten und Essen der einzelnen Mahlzeiten machten allen großen Spaß… Trotz eher besch… (eidenen) Schneeverhältnissen entwickelte sich unser erstes Stammeswinterlager über das gesamte Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis für Groß und Klein. „Müssen wir im nächsten Jahr unbedingt wieder machen!“ … war die einhellige Meinung bei der Reflexionsrunde nach dem Aufräumen. Die Heimfahrt mit Rodel und Seilbahn war im Anschluss daran noch einmal ein Erlebnis für sich.

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EINLADUNG ZUM TAG DER OFFENEN TÜR Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg

07. März 2015 10:00 - 17:00 Uhr Unter dem Motto „Landwirtschaft und umweLt“erwarten Sie: Ausstellungen, Verkostungen, Führungen, Aktionen und Projekte. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


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Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch

Umfassende Ausbildung

Am „Tag der offenen Tür“ in der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch herrschte großer Besucherandrang. Es gab vieles zu bestaunen und zu verkosten. Koordinator Martin Unterer und Direktorin Monika Aondio (Mitte) begrüßten die Gäste am Eingang

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er „Tag der offenen Tür“ in der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung zählt zu den besonderen Höhepunkten im schulischen Bereich. Und dieser Tag ist seit Jahren ein Besuchermagnet. Das war auch am vergangenen Samstag so. Die Besucherinnen und Besucher aus allen Landestei-

len genossen die Gastfreundschaft, die wohlige Atmosphäre in geschmackvoll dekorierten Räumen, die kulinarischen Köstlichkeiten… Sie holten sie neue Ideen für kreative Handarbeiten, informierten sich über gesunde Ernährung, über Projekte und Schulalltag. Die Ausbildung an der Fachschule

in Kortsch ist eine umfassende. Die Lerninhalte bilden eine Symbiose zwischen Theorie, Praxis und Allgemeinbildung. Den Absolventinnen und Absolventen stehen mittlerweile alle Wege offen. Nach dem Besuch der dreijährigen Fachschule haben sie die Möglichkeit, ein 4. Spezialisierungsjahr und ein 5.

Jahr mit dem Lehrgang zur Vorbereitung auf die so genannte Berufsmatura anzuhängen. Im diesjährigen Frühsommer treten erstmals Schülerinnen und Schüler zur Matura an. Diese öffnet ihnen die Türen zu den unterschiedlichsten Studienrichtungen an Fachhochschulen und Universitäten. (mds)

Naturns

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m Rahmen der diesjährigen Ortsversammlung des hds – Handels- und Dienstleistungsverbandes Südtirol, die vor kurzem in Naturns stattgefunden hat, dankte Bürgermeister Andreas Heidegger den Kaufleuten und besonders Naturns Aktiv für die zahlreichen Aktivitäten. „Euer Einsatz ist für den Wirtschaftsstandort von entscheidender Bedeutung“, so der Bürgermeister. Zur Sprache kam auch das öffentliche Vergabesystem. „Bei den eigenen Ausgaben wird die Gemeinde, so weit es die gesetzlichen Bedingungen zulassen, einheimische Unternehmen beauftragen,“ sagte Bürgermeister Heidegger in diesem Zusammenhang.

hds-Ortsobmann Johann Unterthurner zeigte sich erfreut über die zahlreichen Aktivitäten, die Naturns 2014 belebt haben. „Wir müssen auch in Zukunft unser Image als lebendigen Ort pflegen und weiter ausbauen“, so der Ortsobmann. Denn wenn ein Ort an Attraktivität verliere, würden das alle Wirtschaftstreibenden spüren. Dies wieder umzukehren, erfordere einen hohen Einsatz. Für 2015 sind Unterthurner zwei Anliegen von großer Bedeutung: Es ist dies zum Ersten die Neugestaltung der Weihnachtsbeleuchtung. Zum Zweiten fordert der Ortsobmann die Gemeinde auf, alle Spielräume zu nutzen, um die lokalen Betriebe mit öffentlichen Aufträgen zu

v.l.: Günther Rechenmacher von Naturns Aktiv, hds-Ortsobmann Johann Unterthurner, Gemeindereferentin Barbara Wieser-Pratzner und Bürgermeister Andreas Heidegger versehen: „Wir müssen künftig noch mehr darauf achten, die lokalen Wirtschaftskreisläufe auf allen Ebenen zu stärken.“ Günther Rechenmacher von Naturns Aktiv legte den Tätigkeitsbericht des Vereins dar und stellte auch den ShoppingFührer vor. Über 40 Betriebe sind darin enthalten. Dies ist ein eindeutiges Zeichen der Vielfalt, so Rechenmacher. Der

Foto: „Wind“-Archiv

„Lokale Wirtschaftskreisläufe durch öffentliche Aufträge stärken“

nächste Schritt ist die Übersetzung des Shoppingführers ins Italienische. Er präsentierte auch das diesjährige Programm. Mit dabei sind u.a. der Ötzi Alpin, die Nacht der Lichter, „Naturns Lacht“, der Keramikmarkt sowie Blues on the Street. Besonders erfreut zeigte sich Rechenmacher über die Tatsache, dass der Ötzi Marathon sogar Teilnehmer aus Übersee anziehe.


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Latsch - VI.P

Eine gute Zusammenarbeit ie VI.P (Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse) unterstützt seit 4 Jahren die „Sportgruppe Körperbehinderter Südtirols“ (SGKS). In diesen Tagen wurde die Partnerschaft für das fünfte Jahr besiegelt. Die Sportgruppe Körperbehinderter Südtirols zählt 115 Mitglieder aus allen Teilen des Landes, davon sind ca. 75 aktive Sportler. Zielsetzung der Sportgruppe ist es, neben dem Spitzensport auch den Breitensport für körperlich beeinträchtigte Menschen in Südtirol aktiv zu unterstützen und zu fördern. Die Sportgruppe ist seit 1990 tätig und ist in der Lage, in mehreren Disziplinen Spitzensportler nationalen und internationalen Ranges zu stellen. Neben der Wettkampftätigkeit steht die Förderung des Breitensports im Vordergrund. Diesen Tätigkeiten kommt ein großer

Resozialisierungswert zu. Lehrgänge und Trainingslager bieten dem Nachwuchs die Chance, sich im Sport zu messen und das Selbstwertgefühl zu stärken. Aushängeschild des Vereins ist die Spitzensportlerin Claudia Schuler. Sie rüstet sich derzeit auf ihre Teilnahme an den Paralympics, die 2016 in Rio de Janeiro ausgetragen werden. Die begeisterte Handbikerin ist Teil der Nationalmannschaft und nimmt erfolgreich an verschiedenen Weltcup- und Europacup-Rennen teil. Ein Anliegen des Vereins ist die Förderung des Breitensports. Menschen mit Behinderung sollen die Möglichkeit haben, sich in der Gemeinschaft körperlich fit zu halten. Die Athleten können sich für nationale

v.l.: Markus Kompatscher, Claudia Schuler, Josef Wielander

Foto: „Wind“-Archiv

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Veranstaltungen, wie dem Treviso Marathon, und für lokale Rennen einschreiben, wie dem Reschenseelauf, dem Kalterer See Lauf oder der BOclassic. „Für seine Aktivitäten braucht der Verein Unterstützer und Gönner “, so der Präsident von SGKS, Markus Kompatscher, „Es freut mich besonders, dass wir mir der VI.P eine so gut funktionierende, angenehme Zusammenarbeit haben. Mit Freude und Stolz tragen

wir die Marke der Vinschgauer Produzenten.“ VI.P Direktor Josef Wielander zeigte sich von den zahlreichen Tätigkeiten des Vereins und der Motivation der Sportler beeindruckt. Im Namen der VI.P sicherte er der Sportgruppe für Körperbehinderte Südtirols die weitere Unterstützung zu. „Euer Einsatz und eure Leistungen sind herausragend. Wenn sich körperlich beeinträchtigte Menschen so engagieren und motivieren, dann sind wir überzeugt, dass dies zu fördern und zu unterstützen ist“, hob Wielander hervor.

10 Jahre Vinschgerwind 10 Gründe für ein Vinschgerwind-Abo 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8 9. 10.

Der Fortbestand des Vinschgerwind wird damit gesichert Der Vinschgerwind kommt weiterhin persönlich adressiert zu Ihnen Der Vinschgerwind liefert Hintergünde zum politischen Geschehen Dem Vinschgerwind liegen die Menschen im Tal am Herzen Der Kleinanzeiger im Vinschgerwind ist der Marktplatz im Tal Der Vinschgerwind ist eine Zeitung von Vinschgern für Vinschger Der Vinschgerwind ist eine unabhängige Zeitung Der Vinschgerwind erreicht alle Haushalte im Vinschgau In Sonderthemen wird über ausgewählte Themen vertieft informiert Im Vinschgerwind haben viele Meinungen Platz

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Laas

Fasnachtsumzug – ein Fest der Phantasie unt, lebendig und international war der 19. Laaser Faschingsumzug, der größte und wahrscheinlich auch der älteste Fa s n a c h t s u m z ug im Vinschgau. Am Faschingsdienstag zogen insgesamt 26 Gruppen von der Tankstelle über den Dorfplatz zum Bahnhof. Das Wetter war herrlich, die Temperaturen fast frühlingshaft und entlang der Straße verfolgten Zuschauer aus nah und fern das närrische Treiben. Seit 1979 wird dieser Umzug regelmäßig alle zwei Jahre organisiert. War früher vor allem die Musikkapelle die treibende Kraft, so ist es heute eine Gemeinschaftsaktion der Vereine und einiger Gruppen aus Laas, Tschengls, Eyrs, Allitz und Ta-

Fotos: Heinrich Zoderer

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nas. Die Marmorkapelle, der Etsch-Biber, Legomännchen, die Schneewittchen und die

Gadriazwerge, Singvögel und die Golden Boys zogen vorbei. Griechische Folklore, die

schwarzen Zigeuner, eine Irish Volkgroup, stramme afrikanische Burschen und russische Gäste gaben dem Treiben einen internationalen Anstrich. Die Sanitätsreform und der Rentenskandal durften natürlich nicht fehlen. Es wurde gesungen, gespielt und getanzt, es war ein Fest der Phantasie und der Fröhlichkeit. Durch die Zusammenarbeit der Vereine und von rund 500 aktiv Beteiligten war das möglich. (hzg)

Laatsch

Riesenspektakel in Laatsch uch die 30. Ausgabe der traditionellen „Lootscher Bauernfosnocht“ am Faschingssonntag war ein voller Erfolg. Trotz widriger Wetterbedingungen strömten hunderte Schaulustige in das kleine Obervinschger Dorf und ließen sich diese Riesengaudi nicht entgehen. Pünktlich um 14 Uhr startete der originelle Zug, angeführt vom „Fosnochtslarch“, der dann am Schluss des Umzuges am Kirchplatz versteigert wurde, im Unterdorf und machte Station am Dorfplatz.

Mit dabei waren traditionell die Figuren der Bauersleute mit ihrem Gesindel, Bajazzen und Schemen. Auch die „narrische Fosnochtsmusi“, die nur an diesem Sonntag spielt und kaum einen richtigen Ton trifft, durfte nicht fehlen. Am Dorfplatz begann dann das eigentliche Programm. So mancherlei Missgeschick aus Politik, Dorfleben und Gesellschaft wurde der Menge präsentiert. Vier Einakter und eine Menge Nachrichten, von der Laatscher Mundart-

dichterin Genoveva Blaas Telser gekonnt in Reimform verpackt, sorgten für Heiterkeit und strapazierten die Lachmuskeln. Die „Lootscher“ Theaterleute und Organisatoren liefen zur Höchstform auf und nahmen vor allem die aktuelle Politik im Land und in der Gemeinde Mals ordentlich aufs Korn. So bekamen vor allem Landesrätin Martha Stocker mit ihrer Sanitätsreform und der Malser Gemeinderat ihr Fett weg. Die Schaulustigen konnten sich auch die neue mobile Links: Einakter: Die Fuassbollweltmeisterschoft;

Fotos: Andreas Paulmichl

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rechts: Einakter: Die Sanität muaß sporn

„Lootscher Geburtenstation“ anschauen, die vor allem für die Oberländer eingerichtet wurde, damit sie in Zukunft nicht den weiten Weg nach Meran in Kauf nehmen müssen. Für Stimmung sorge auch DJ Hamala Leif mit seinen Rapps. Am Kirchplatz ging dann noch das Finale der RTL Show „Das Supertalent“ über die Bühne. Die Jury, bestehend aus Dieter Bohlen, Bruce Darnell und Conchita Wurst musste über das musikalische Talent von DJ Hamala Leif und der „Lootscher Fosnochtsmusi“ entscheiden. Nach der Larchversteigerung feierte man in Laatsch noch bis in die Morgenstunden das Riesenspektakel. Die „Lootscher Fosnocht“ ist jedes Jahr immer wieder eine Herausforderung. Es braucht immerhin ca. 100 Personen, die am Umzug mitwirken. Bei einer Einwohnerzahl von 600 eine beachtliche Leistung.


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Spezial

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Leben an der Grenze

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er kürzlich getroffene Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, die Stützung des CHF-Mindestkurses mit sofortiger Wirkung aufzuheben, hat die Samnauner Touristiker, Kaufleute und Tankstellenbetreiber sehr getroffen. Einzelne Zulieferer ließen jedoch wissen, dass sie in dieser Situation bereit seien, auf verschiedene Artikel Rückvergütungen zu gewähren, was auch umgehend an die Kunden weitergegeben wurde. (Zigaretten, Spirituosen, Uhren & Schmuck, Sport & Mode u.v.a.). Die Tankstellen-Betreiber in Samnaun haben sich sofort damit beschäftigt, wie sie weiterhin ihren Vinschgauer und Inntaler Stammkunden attraktive Treibstoffpreise anbieten können. Sie haben entschieden, den Verkaufspreis von ihrer Marge um 15 Rappen zu senken. Gleichzeitig verhandeln sie mit den Öl-Lieferanten um bessere Einkaufspreise in dieser Situation. Den Stammkunden wird zudem ein Rabatt von 2% gewährt. Die Schweiz hat viele namhafte Produkte, die weltweit gefragt sind. Wer mit Euro zahlt, muss jetzt im Schnitt deutlich mehr bezahlen. Das kleine Land hat jedoch weltweite Lieblinge, die trotzdem gekauft werden. So könnte auch Schweizer Schokolade teurer werden. Dabei produzieren Firmen, wie etwa Lindt, schon lange nicht mehr nur im Heimatland. Doch in letzter Zeit sorgen steigende Rohstoffpreise international für teurere Schokoladenpreise. Rund 95 Prozent der Schweizer Uhrenproduktion geht ins Ausland. Exportstarke Branchen sind von den

Zucker: 25KG Sack für 0,65€ pro KG 10 x 1KG Pakete 0,75€ pro KG

Währungsverlusten besonders betroffen. Ein Schwergewicht der Branche ist die SwatchGruppe. Ihr gehören auch Luxusmarken wie Omega, Glashütte oder Breguet. Über die Aufhebung der Euro-Franken-Kopplung ist Swatch-Chef Nick Hayek entsetzt: „Was die Notenbank da veranstaltet, ist ein Tsunami. Sowohl für die Exportindustrie wie auch für den Tourismus und schlussendlich für die ganze Schweiz“, sagte er nach dem überraschenden Schritt der Schweizer Nationalbank. Die größte Schweizer Messerschmiede „Victorinox“ fertigt die berühmten Multifunktionswerkzeuge, die weltweit begehrt sind. 120.000 Messer fertigt das Unternehmen pro Tag, über 90 Prozent werden exportiert. Deshalb gilt auch hier: Will das Unternehmen die Gewinne halten, müssen die Euro-Preise erhöht werden. Die „Ovomaltine“ gehört zu den beliebtesten Marken in der Schweiz. Wer sie sich aus dem Nachbarland mit nach Hause bringen möchte, wird nach dem Anstieg des Franken fast ein Fünftel mehr bezahlen. Ob derlei Produkte auch hierzulande in Euro teurer werden, hängt von vielen Faktoren ab: Zum Beispiel Handelsspannen und Abnahmemengen. Aber auch Produktionsstätten und Herstellungskosten in der Euro-Zone beeinflussen den Preis im heimischen Supermarkt. Wer jetzt einen Trip in die Schweiz plant, sollte noch mehr Geld mitnehmen, denn die Euros sind deutlich weniger wert als zuvor. Bevor die Notenbank die Eurobindung ab-

Foto: Andreas Waldner

Samnaun stemmt sich gegen die Aufwertung des Schweizer Franken

schaffte, waren 1,20 Franken für einen Euro die Untergrenze. Jetzt liegt der Wechselkurs bei knapp eins zu eins. Hotels, Restaurants und Liftbetreiber befürchten, dass viele Urlauber fernbleiben. Der Schweizer Tourismusverband teilte mit, das sei für die „ohnehin nicht auf Rosen gebettete Branche schwer zu verdauen“, zumal die Entscheidung der Notenbank „aus heiterem Himmel“ gekommen sei. Sie punkten aber mit Top-Dienstleistungen. In der höchstgelegenen Shoppingmeile Europas, die kaum einen Wunsch offen lässt, arbeiten vorwiegend Angestellte aus dem Vinschgau und dem Oberinntal. In den über 50 Shops finden wir Top-Markenprodukte zu günstigen Preisen, denn Samnaun ist die einzige Zollfrei-Oase in der Schweiz. Schon aus Loyalität einem der größten Arbeitgeber unserer Talschaft gegenüber werden die Vinschger weiterhin wie gewohnt nach Samnaun fahren. Samnaun ist für sie wie für die Bozner das DEZ oder der Sillpark in Innsbruck. (aw)

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„Mindestens so attraktiv wie vorher“

Samnaun bleibt günstig: Rabatte, Preissenkungen und Vorteilswechselkurs in den Hangl-Betrieben und im Eurocenter Ein umfangreiches Maßnahmenpaket der Hangl-Betriebe und des Eurocenter in Samnaun sorgen dafür, dass die bisherigen Preisvorteile trotz Aufhebung der Franken-Euro-Bindung in deren Hotels, Gastronomiebetrieben, Duty-free-Shops oder auch an den Tankstellen des Eurocenters (Esso und Migrol) erhalten bleiben. Es werden Rabatte, Preissenkungen sowie ein Vorteilswechselkurs gewährt. TANKEN BLEIBT BILLIG. Die Treibstoffpreise wurden an sämtlichen Tankstellen in der Zollfreizone Samnaun um 15 Rappen pro Liter gesenkt. Zudem wird auch beim Tanken ein Vorteilswechselkurs gewährt. Aktuell zeigen die Preistafeln im Eurocenter einen Literpreis für Bleifrei 95 und Diesel von jeweils knapp über 0,90 Euro. Es bleibt also auch das Tanken in Samnaun weiterhin günstig. PREISSENKUNG IM DETAILHANDEL. Eine weitere Maßnahme, die von der Firma Hangl ergriffen wurde, ist die massive Preissenkung für Waren im Detailzollfreihandel. Das war möglich, da ein Großteil der Waren aus dem EU-Raum zollund mehrwertsteuerfrei importiert werden kann. Unsere günstigeren Einkaufspreise wurden sofort in Form von attraktiven Preisen an unsere Kunden weitergegeben. Zudem gewähren wir einen Vorteilswechselkurs“, berichtet Andreas Hangl.

Fotos: Hangl

Die Firma Hangl (www.hangl.ch) ist in allen Bereichen tätig, für die das Samnauntal bekannt ist: Sommer- und Winterurlaub kann man im Sport- und Wellnesshotel Post oder im Smart-Hotel genießen, gastronomische und Nightlife-Erlebnisse bieten die Schmugglerlam oder die Whynot-Bar, günstig einkaufen lässt sich im Duty-free-Shop, aber natürlich auch in den Uhrenund Schmuckgeschäften der Firma Hangl. Günstig tanken kann man im „Euro Center“ (Esso und Migrol Tankstelle). Die Aufhebung der Bindung des Schweizer Franken an den Euro betrifft Andreas Hangl & Co. also mehrfach – daher wurde gehandelt: „Die Firma Hangl bzw. der Ort Samnaun hat mit dem Währungsbonus sofort auf die Situation des starken Schweizer Frankens reagiert. Wir wurden nicht teurer bzw. sind nach wie vor sehr preisattraktiv“, erklärt Andreas Hangl.

Die Bleifrei-95- und Diesel-Preise an der Migrol- und der Essotankstelle lagen vergangene Woche knapp über 0,9 Euro pro Liter. in der Hotellerie nicht teurer für die Euro-Zahler. Wir wurden sogar für die Schweizer Gäste günstiger. Die meisten Mitbewerber haben dieses Preismodell auch übernommen“, berichtet Hangl über seine und auch andere Hotels. In der Hangl-Gastronomie wird ebenfalls der Vorteilswechselkurs von 1,10 gewährt. Die Bergbahnen Samnaun, berichtet Andreas Hangl, haben die Schweizer Preise gemäß Preisliste in den Restaurationen um 15 Prozent gesenkt und gewähren in ihren Betrieben ebenfalls einen Vorteilswechselkurs von 1.10. Die Preise der Skipässe in Euro wurden aufgrund der Anbindung ans Skigebiet Ischgl nicht erhöht, für Schweizer Gäste sind sie aufgrund der Franken-Situation um 12 Prozent günstiger geworden.

VORTEIlE WERDEN WEITERGEGEBEN. Die Medaille hat bekanntlich immer zwei Seiten „Durch die neue Situation haben wir in Samnaun nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile insbesondere im Bereich des Wareneinkaufs aus dem EU-Raum, die vollumfänglich an unsere Kunden bzw. Gäste weitergegeben werden“, erklärt Hangl. Auch Schweizer Lieferanten haben teils Preisreduktionen zugesichert, die die Hangl und Mundin AG selbstverständlich sofort an Kunden weitergibt. Andreas Hangl kann nach Erarbeitung und Umsetzung des Maßnahmenpakets – keine drei Wochen nach Aufhebung der Franken-Euro-Bindung – resümieren: „Wir sind mindestens so attraktiv wie vorher. Außerdem bewegt sich der Frankenkurs ohnehin wieder in Richtung vernünftige Sphären.“

Das Hotel Post, Hangl’s Sport- und Modegeschäft, Hangl’s Uhren- und Schmuckgeschäft, Hangl’s Duty-free-Center Hangl’s Parfüm & Kosmetik und Hangl’s Schmuggler-Alm – Urlauber, aber auch Zollfrei-Einkäufer profitieren von den Maßnahmen.

Andreas Hangl: Die gesetzten Maßnahmen führen dazu, dass die Preisvorteile der Zollfreizone für Euro-Zahler erhalten bleiben, für jene, die in Schweizer Franken bezahlen, wurde es sogar günstiger.

BONUS WIRD GEWÄHRT. Die Hangl AG hat z. B. einen Währungsbonus von bis zu 20 Prozent eingeräumt: „Hier gewähren wir 10% Preisnachlass auf die Zollfreipreise sowie einen Vorteilswechselkurs EUR-CHF von bis zu 1,10. Diese Maßnahme führt dazu, dass wir in allen Bereichen die Preisvorteile der Zollfreizone für alle Euro-Zahler erhalten konnten, für CHF-Zahler wurden wir sogar günstiger“, erklärt Andreas Hangl.

AUCH URLAUBER PROFITIEREN DIREKT. Die Übernachtungspreise wurden in den Hotels, Hotel Post und Smart-Hotel, auch für bereits bestehende Reservierungen um 10 Prozent gesenkt. Dies kommt allen Gästen, insbesondere jenen aus der Schweiz, zugute. Außerdem wird auch in diesem Fall ein Vorteilswechselkurs von 1,10 gewährt. „Somit wurden wir


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Vinschgerwind 5-15

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Willkommen im Kaunertal Naturpark- & Gletscherregion

Das Kaunertal ist das westlichste der drei in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Täler, die aus dem Inntal in die Ötztaler Alpen hineinführen. Und es ist mit seinen 593 Einwohnern das am dünnsten besiedelte. Nur vom Taleingang bis zu seinem Hauptort Feichten ist es bewohnt, dahinter wird es auf der langen Zufahrt ins Gletscherskigebiet einsam.

W

ir starten vom Gemeindeparkplatz in Graun und werfen noch einen Blick nach Osten durch das Langtauferer Tal zum Westhang der vergletscherten Weißseespitze. Unser Ziel ist heute ein Besuch unserer Nachbargemeinde Kaunertal mit seiner berühmten Gletscherstraße, seiner Aussichtsplattform am Dreiländerblick Österreich-Italien-Schweiz und seinem jüngsten Gletscherskigebiet. Wir werden also nach ca. 2 Stunden vom Karlesjoch in die Gegenrichtung durch das Langtauferer Tal den Reschensee mit Schöneben bestaunen können. In Pfunds/Stuben auf der Höhe des Fernheizwerkes werfen wir ebenfalls einen Blick nach Osten ins Raduscheltal, wo der formschöne Glockturm mit seiner imposanten Westwand den Talschluss bildet und dem

Gebirgskamm den Namen gegeben hat. Über Ried liegt Fendels auf 1.356m Seehöhe in traumhafter Panoramalage. Im Winter ist es ein Skiparadies für Familien. Ein absolutes MUSS im Sommer ist die Wanderung zur idyllischen Anton-Renk-Hütte und dem nur wenige Meter entfernten 100 m hohen „Fallenden Bach“. In Prutz zweigen wir nach Osten ab und erreichen nach wenigen Kilometern Kauns (1.050 m). Das Erholungsdorf liegt heimelig oberhalb des Kauner- und Inntales. Abseits von Hektik und Lärm herrschen hier Ruhe und dörfliche Romantik. Zahlreiche geräumte Wanderwege entführen in das winterlich verzauberte Land. Der Ort ist hervorragender Ausgangspunkt für viele Wanderungen, wie z.B. Aifner Spitze, Piller Höhe und Falpauns.

Die darüber liegende Gemeinde Kaunerberg ist eine weit verstreute Siedlung am Beginn des Kaunertales mit herrlich sonniger Lage. Winterwanderwege laden ein, den Winter von seiner beschaulichen Seite zu erleben. Langläufer steigen direkt vom „Gachen Blick“ in die bekannte „Hubertusloipe“ ein und für Skisportler sind es nur wenige Kilometer zu den bekannten Skigebieten. Diese Naturparkgemeinde ist besonders für Naturmenschen durch die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten für Touren ideal. Wir fahren weiter durch das sich zu einer Schlucht verengende Tal, hoch über uns die Ruine Berneck und vor uns in einsamer Höhe im dichten Wald die große Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt (13.Jh.) bei Kaltenbrunn.


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Das Kaunertal

Foto: Andreas Waldner

Knapp 600 Einwohner besiedeln das Kaunertal. Mit rund 1200 gewerblichen Betten plus rund 500 Nächtigungsmöglichkeiten in Campingplätzen und privaten Ferienwohnungen werden pro Jahr um die 290.000 Nächtigungen generiert. Die Auslastungstage sind im Durchschnitt 160 Tage. Einzelne Betrieb erreichen Auslastungstage von 200. Das Kauntertal ist eine Ganzjahresdestination: Rund 166.000 Nächtigungen sind es im Winterhalbjahr, im Sommerhalbjahr sind es 122.000 Nächtigungen. Neben Wanderungen im Sommer, den Besuch des Naturparks Kaunergrat (200.000 Besucher pro Jahr) zieht vor allem der Abschluss des Kaunertales zahlreiche Besucher an: die Bergkulisse rund um den Gepatschferner ist einmalig. Die Gletscher-Panoramastraße (mautpflichtig) gilt als Erlebnisstraße und führt bis auf 2750 m. Im Winter bieten die Kaunertaler Gletscherbahnen mit 9 Liftanlagen und rund 22 Pistenkilometern plus 30 km Varianten schneesichere Nordhänge.

Nun wendet sich das ausgeprägte, lange Kerbtal mit bäuerlicher Besiedelung nach Süden und wir befinden uns in der Gemeinde Kaunertal. Den Ort „Kaunertal“ sucht man auf der Karte vergeblich, denn er besteht aus sechs Weilern mit den Namen Nufels, Platz, Vergötschen, Unter-

häuser, Feichten und Grasse. Hauptort ist Feichten in wald- und wiesenreicher Umgebung. Am Dorflift „Easpen“ mitten im Zentrum können Kinder und Skianfänger auf dem Zauberteppich erste Erfahrungen auf Skiern oder Boards sammeln. Der gesamte Skihang mit Teller-Übungslift ist gut einsehbar, so können auch Eltern, Omas & Opas den Kindern zusehen. Ein wunderschönes Loipennetz macht das Langlaufen im Kaunertal einzigartig. Ohne große Höhenunterschiede wandert man auf sorgsam geräumten Wegen. Einmal rauscht der Bach neben einem, ein anderes Mal spaziert man durch den Winterwald oder über verschneite Wiesen. Vier Naturrodelbahnen verheißen Rodelvergnügen pur. Die beiden Bahnen am Kaunerberg sind wahre Geheimtipps. Beleuchtet sind die Bahnen in Feichten und in Fendels. Im Tourenbereich genießt das Kaunertal durch seine verschiedendsten Routen einen hervorragenden Ruf. Jahr für Jahr verwandelt der Winter die Wasserfälle der Naturpark & Gletscherregion zu eisigen Skulpturen. Dem Eiskletterer sind sie vergängliche Wunderwerke der Natur und respektvolle Herausforderung. Viele hier zählen zu den schönsten der Alpen.

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Fotos: Andreas Waldner

Vinschgerwind 5-15

Wir fahren nun von Feichten (1.273 m) über die Kaunertaler Gletscherstraße bis hoch an den Rand des „ewigen Eises“ auf 2.750 m. Diesen Höhenunterschied bewältigen Auto-, Bus-, Motorrad- und nicht wenige Radfahrer auf 26 Kilometern und über 29 Kehren. Direkt am Wegesrand – deutlich markiert – warten ebenso viele Stationen mit Besonderheiten: Aussichtspunkte, Bauwerke, historische Plätze, Launen der Natur und vieles mehr. Ein erster Blick fällt auf die 160 m hohe Steinschüttmauer des Gepatschstausees - höchster Steinschüttdamm Europas. Mit

Experte

Ziel

160 Metern Höhe ist der Damm ebenso hoch wie Deutschlands höchster Kirchturm - das Ulmer Münster (161,4 m). Der Gepatschstausee (1.750 m) umfasst ein Speichervolumen von 140 Mill. m3 Wasser. Während der Bauzeit waren bis zu 3.000 Personen beschäftigt. Ein besonderes Naturdenkmal ist der Gletschertopf (1.445 m). Im Sommer 2006 wurde durch einen Murenabgang 3 km nach der Mautstelle, ein sensationeller Fund gemacht: Ein Gletschertopf, der die Spuren und die skulpturale Kraft der Gletscher vor mehr als 10.000 Jahren (letzte große Eiszeit) zeigt.

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v.l.: Gletscherrestaurant mit 1800 Sitzplätzen; der Dorflift „Easpen“ in Feichten; der Hauptort Feichten; Blick vom Karlesjoch ins Langtauferertal; Eugen Larcher hat den Vinschgerwind einen Tag lang begleitet

die höchste Postbus-Haltestelle Österreichs. Die 8er-Kabinenbahn am Kaunertaler Gletscher bringt uns in knapp 5 Minuten auf eine Höhe von 3.108 m, unser heutiges Ausflugsziel. Die Bahn startet direkt am Parkplatz am Ende der Gletscherstraße. Wir ge-

nießen bereits während der Fahrt beeindruckende Aussichten auf die Kaunertaler Gletscherwelt und die Weißseespitze (3.518 m). An der Bergstation angekommen, bietet sich am „Dreiländerblick“ ein gewaltiges Panorama. Der erste Blick gilt Lang-

taufers mit Maseben, Graun und Schöneben. Wir befinden uns direkt auf der Grenze Österreich/Italien. Leicht zu erkennen sind der Ortler (3.905 m) auf Südtiroler Seite und die Bernina-Gruppe mit dem Piz Bernina (4.069 m) auf Schweizer Territorium.

Zeit zum Gletschern! Breite Pisten und feinster Naturschnee. Mitten im Frühjahr.

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42 /Spezial-Tag der Frau/

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Am 8. März ist der Internationale Tag der Frau. Zum Weltfrauentag haben wir hier einige Geschenkideen zusammengestellt, die sich als Überraschung anbieten. Denn Überraschungen tun Frau immer gut ... und es muss nichts Großes sein, die Aufmerksamkeit zählt. von Angelika Ploner

&

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44 /Nationalpark/

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Nationalpark Stilfserjoch

Der Marmor von der Jennwand Fotos: Wolfgang Platter

Zur Genese des weißen Steines

Der Marmor aus dem Bauch der Jennwand ist weiß wie Schnee. Ausschnitt aus dem Marmorlager in Laas mit dem historischen Verschiebekran.

Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Agnes von Böhmen, 2. März 2015

D

er Marmor aus der Jennwand ist weiß wie Schnee. Insofern passt mein heutiger Beitrag in eine Winternummer dieser Zeitung. Über den Laaser und inzwischen auch über den Göflaner Marmor ist schon sehr viel geschrieben worden. Teilaspekte wie der Abbau, der Transport und die handwerkliche Veredelung des Rohblockes zum Kunstwerk standen dabei im Vordergrund. Die Genese des Marmors, also die geologische Entstehung des weißen Steines von der Jennwand, ist aber oftmals ausgespart geblieben.

Marmor, ein metamorphes Gestein Marmor ist ein Umwandlungsgestein oder ein Metamorphit. Das Ausgangsmaterial von Marmor sind Ablagerungen von Kalkschichten am Meeresboden. Bildlich gesprochen: Marmor ist ein Kind des Meeres. Terminologisch fachlicher: Marmor ist ein Metamorphit aus marinen Sedimenten. Der

Entstehungsort des Ausgangsmaterials von Marmor ist ein subtropisches Flachwassermeer mit warmen Wassertemperaturen, an dessen Boden sich hunderte Meter mächtige Schichten von Kalkschlamm ablagern. Diese Kalksedimente stammen von panzerbildenden Algen und pflanzlichen und tierischen Meeresbewohnern. In unsere Berge kam der Meereskalk durch waagrechte Verschiebung über hunderte Kilometer und durch senkrechte Verschiebung (Hebung), welche Hunderte Meter ausmacht. Dabei war das Kalksubstrat verschiedenen Temperatur- und Druckbedingungen ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen erfährt das Ablagerungs- oder Sedimentgestein die eingangs erwähnte Umwandlung oder Metamorphose. Dabei verändert sich sowohl der Chemismus als auch die Struktur des Gesteines. Wasser führt dazu auch zur Auswaschung und Ersetzung verschiedener Stoffbestandteile. Auch das Kristallgitter wird umgebaut und der Marmor aus der Jennwand erhält seine mikrokristalline Ausformung, die ihn in

seiner blockigen Verdichtung so wertvoll und so resistent gegen Witterungseinflüsse.

Marmor und Dolomit In der Umwandlung des Marmors vom Ablagerungsgestein zum Metamorphit werden alle in den Meeressedimenten enthaltenen Fossilien zerstört. Marmor und Dolomit unterscheiden sich außer in ihrem Chemismus auch im Fehlen oder Vorhandensein von Fossilien. Dolomit ist Calcium-MagnesiumCarbonat und kann noch Fossilien enthalten. Marmor ist fast reines Calcium-Carbonat und enthält nie mehr Fossilien.

Die zweifache Metamorphose von Marmor Der Marmor in der Jennwand zwischen Laas, Göflan und Martell hat in seiner Gesteinsbildung zwei Umwandlungen erfahren, die sogenannte variszische und die alpine Metamorphose. Das Alter der Meeressedimente kann mit 500 Millionen Jahren angesetzt werden und fällt daher in den Zeitabschnitt des Kambriums im Erdaltertum.


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Die variszische Metamorphose ist vor 350 -320 Millionen Jahren im Zeitalter des Karbons im Erdmittelalter bei Temperaturen von 550 – 660 Grad Celsius und bei 5 – 7 Kilobar Druck abgelaufen. Dabei sind zwei Faltungen erfolgt. Die zweite, alpine Metamorphose ist vor 90 – 70 Mio. Jahren in der Kreidezeit bei 500°C Temperatur und 6 -8 kbar Druck vonstatten gegangen. Es sind drei Faltungen erfolgt. Auf der 10-teiligen, logarithmischen Härteskala der Mineralien und Gesteine nach F. Mohs hat Marmor Härte 3,5. Zum Vergleich: Quarz hat Härte 7, Diamant Härte 10 und Graphit Härte 1. Die zweimalige Metamorphose des Marmors von der Jennwand und die dabei erfolgte Verdichtung zur mikrokristallinen Struktur macht den weißen Marmor wetterfest - und frostbeständig und damit zum begehrten Skulpturenstein in der Bildhauerei. Innere Hohlräume wie bei den Karstmarmoren fehlen dem Marmor aus dem Bauch der Jennwand. Wasser kann nicht in den kompakten Stein eindringen und die Sprengwirkung des sich im Volumen ausdehnenden Eises unterbleibt. Dies macht unseren Stein auch langlebig und tauglich für die Verwendung im Außenbereich.

Die Farbvarietäten Wie weiter oben schon gesagt, ist der Marmor der Jennwand ein zu 96% reines Caliumcarbonat. Die verschiedenen Farbvarietäten werden durch Begleitmineralien bewirkt. So wird die rosarote Aderung durch das Mineral Klinozoisit bewirkt, die grüne Varietät durch Chlorit. Die graue und schwarze Bänderung stammt vom harten Feldspat-Mineral Aktinolith.

Vorkommen und Abbaumengen Anfangs der 1980er-Jahre hat der damalige Landeshauptmann-Stellvertreter und Landesrat für Urbanistik Dr. Alfons Benedikter den beiden Paduaner Geologen und Uni-

Vinschgerwind 5-15

versitätsprofessoren Gregnanin und Brigo namens der Südtiroler Landesregierung einen Auftrag erteilt, die in der Jennwand lagernden Marmorvorräte zu quantifizieren. Aus der makroskopischen Befundung des Berges haben die beiden Experten den Vorrat auf mehrere Hundertausende Kubikmeter Marmor geschätzt. Aus den beiden, derzeit geschürften Brüchen „Weißwasser“ im Laaser Tal und „Göflaner Wantl“ werden im längerjährigen Mittel je 1.800 - 2.000 Kubikmeter Marmor abgebaut. Diese Mengenabgabe bezieht sich auf die zu Tal transportierten Blöcke. Die abtransportierte Menge macht je nach Qualität der angeschnittenen Marmorader zwischen einem Viertel und der Hälfte der geschürften Menge aus.

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Das Urpaar Adam und Eva isst vom verbotenen Baum. Marmorrelief am Eingangsportal der Kapelle von Schloss Tirol.

Ein verbleibendes Fragezeichen Der Abbau von Marmor am Göflaner Berg beginnt mit den bayrischen Steinmetzen Schmiedinger um 1750. Im Laaser Tal wird Marmor ab dem Jahr 1829 durch Bernhard Schweizer, ebenfalls aus Bayern, abgebaut. Aber die kultische und künstlerische Bearbeitung von Marmorrohlingen geht zeitlich viel weiter zurück als durch den Abbau am Berg belegbar ist. So ist eine Statuette, welche die römische Jagdgöttin Diana darstellt und im Bozner Stadtmuseum steht, von Reimo Lunz mit 4. - 5. Jahrhundert n. Chr. datiert wurden. Und die Gravuren am Latscher Menhir aus weißem Vinschger Marmor gehen weit in die Zeit der ungeschriebenen Geschichte zurück. Der weiße Vinschgauer Stein ist also schon unseren Vorgängern Jahrtausende und Jahrhunderte vor Christus ins Auge gefallen. Vielleicht sind die verarbeiteten Rohlinge durch Bergstürze, Murabgänge und Hochwasser über die Bachbette in ihre Griffnähe gekommen. Das Fragezeichen für die viele Jahrhunderte andauernde Zeit, welche zwischen der ersten künstlerischen Bearbeitung des weißen Goldes und dessen belegbaren Abbau am Berg liegt, bleibt jedenfalls weiterhin bestehen.

Marmor ist ein Umwandlungsgestein, das durch mehrfache Metamorphose aus Kalksedimenten eines subtropischen Lagunenmeeres entstanden und in den Jennwandstock verschoben und gehoben worden ist.

„Mutter mit Kindern“, eine Skulptur des Imster Künstlers Elmar Kopp aus dem Marmorsymposion 1994 in der Feliusstraße in Laas. Stolleneingang im Göflaner Marmorbruch im Sommer 2012.


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05.03.15

Die Stimme Martells

Bei der 8. Auflage der „Marmotta Trophy“ gab es eine Premiere: erstmals wurden zwei Rennen ausgetragen. Am Samstag fand das Einzelrennen statt, am Sonntag kämpften die Athleten um den Sprinttitel. (sam)

Wer sich fragt, wer sich hinter der Stimme versteckt, die seit Jahren durch die verschiedenen Sportevents in Martell führt, der erhält nun die Antwort. Es handelt sich um Luis Mahlknecht, der die Zuschauer über den Rennverlauf informiert und für Unterhaltung sorgt. (sam)

Foto: Sarah Mitterer

Zwei Tage, zwei Rennen

Skitouren-Spektakel in Martell

links: die Abfahrt eines Teilnehmers rechts: die Junioren beim Aufstieg

von Sarah Mitterer

S

pektakuläre Rennen und die Skitouren-Elite hautnah. Die Marmotta hat sich mittlerweile zu einem Topevent entwickelt, an der Athleten aus allen Teilen der Welt teilnehmen. Namensgeber des Rennes ist der rund 3.330 Meter hohe Marmotta, ein bekannter Skitourengipfel, dort befindet sich der höchste Punkt des Rennens. Die Athleten gelangen aber nicht zur Spitze der Marmotta, denn wenige Meter vorher, gilt es eine von drei Abfahrten zu bewältigen. Zum 3. Mal in der Geschichte des Rennens wurde es als Weltcupbewerb gewertet, zudem zählte es als nationales FISI Rennen sowie zum Südti-

rol Skitour Cup. Die Veranstalter hatten keine Kosten und Mühen gescheut, und boten den Athleten und Zuschauern ein spannendes und abwechslungsreiches Skiwochenende. Es herrschten ideale Bedingungen, denn wenige Tage vor dem Wettkampf gab es noch einige Schneefälle, die optimale Voraussetzungen für die zwei Rennen schufen. Gestartet wurde in den Kategorien Männer, Damen, Junioren und Cadetti. Bei der diesjährigen Austragung dieses Skitourenrennens fanden erstmals an zwei Tagen Bewerbe statt. Am Samstag wurde das Individual Race ausgetragen, bei dem die Männer eine 15 Kilometer lange Route mit 1750 Metern Höhenunterschied und die Frauen und Juni-

oren eine Strecke von 10,5 Kilometern und 1280 Höhenmetern zu bewältigen hatten. Gestartet wurde im Hintermartell beim Hotel Paradiso. Alle Teilnehmer mussten vier Aufstiege, drei Abfahrten sowie zwei Tragepassagen bewältigen. Dabei waren es die Franzosen, die am ersten Tag dominierten, denn sowohl bei den Herren als auch bei den Damen ging der Tagessieg nach Frankreich. Unter den Startern waren auch Vinschger Athleten: Anton Steiner, Alexander Erhard, Klaus Wellenzohn, Franz Gruber, Daniel Nicente und Patrik Gamper nahmen diese Strapazen auf sich und konnten das Ziel erreichen. Am Sonntag wurden im Marteller Biathlonzentrum, bei der Grogg Alm, der Sprintkönig und die Sprintköni-

Fotos: Sarah Mitterer

8. Marmotta Trophy - Am letzten Februarwochenende machte der Weltcupzirkus der Skibergsteiger im Martelltal Halt. Im Rahmen der 8. Marmotta Trophy wurden die beiden Rennen, das Individual Race und der Sprint, für den Scarpa ISMF Weltcup gewertet. Über 100 Teilnehmer aus zwölf Ländern waren am Start und kämpften zwei Tage lang um den Sieg und Weltcuppunkte.

gin ermittelt. Der Sprint wurde im gleichen Modus ausgetragen wie beim Langlaufweltcup. Bei den Herren ging der Sieg nach Deutschland, bei den Damen holte sich die französische Vortagssiegerin Laetitia Roux auch den Sprinttitel. Der Bewerb verlangte den Teilnehmern auch heuer wieder alles ab und ist nur etwas für trainierte Sportler und Profis, was man auch an der Ausrüstung erkennen kann. So musste jeder Athlet in seinem Rucksack eine Lawinenschaufel und Sonde, Windjacke, Handschuhe, Helm, Rettungsfolie, Sonnenbrille, Mütze und Steigfell mit sich führen. Das Erreichen des Ziels fühlte sich am Ende wohl für jeden wie ein Sieg an.


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Vinschgerwind 5-15

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Eishockey Serie B

„West-Derby“ entfacht Begeisterung neu it Wehmut blickte so mancher Vinschger Fan auf die alten Eishockeyzeiten in Latsch zurück, als noch Massen ins Stadion strömten. Nun, nach vielen Jahren der Trostlosigkeit, erlebt das Eishockey im Vinschgau eine Art Renaissance und die Euphorie im Tal wurde neu entfacht. Das Duell des AHC Vinschgau gegen Meran war stets ein Publikumsmagnet und schon zu Beginn der Meisterschaft war Meran für die Vinschger der Wunschgegner in den Play Offs. Und tatsächlich, als achtplatziertes Team qualifizierte sich der AHC für die K.O. Phase wo es im Viertelfinale, das im bestof-3 Modus ausgetragen wurde, auf den Tabellenersten, den HC Meran, traf. Das „West-Derby“ lockte unglaublich viele Hockeyfans , die für eine tolle Atmosphäre sorgten, ins Stadion, keiner wollte sich das Duell entgehen lassen, und viele hofften, dass der Außenseiter den Titelfavorit aus Meran ärgern würde.

Fotos: Sarah Mitterer

M

v.l.: Stefan Kobler, Manuel Oberdörfer und Alessio Rizzon; rechts: die Torschützen Michael Stocker und Daniel Rizzi Beim Viertelfinalhinspiel in Meran machten die Vinschger den Adlern lange das Leben schwer. Bis sieben Minuten vor dem Ende führte Meran, dank Thomas Mitterer, mit 1:0 und alles war noch möglich. Doch dann kassierten die Vinschger zwei Tore innerhalb von 10 Sekunden und am Ende hieß es 4:0 für Meran. Beim zweiten Match führte der Favorit mit 2:0, ehe Michael Stocker auf 1:2 verkür-

zen konnte. Auch der Ausgleich lag mehrmals in der Luft, doch die müden Eisfix, die großteils nur mit zwei Linien agierten, kassierten im Gegenzug ein weiteres Gegentor und ihr Widerstand war gebrochen. Die 1:5 Niederlage, darunter wurden auf Seiten von Meran drei Tore von den Vinschgern Daniel Rizzi und Stefan Kobler erzielt, besiegelte das Ausscheiden aus der heurigen Meisterschaft und der Play

Off Bart konnte wieder abrasiert werden. Trotz des Ausscheidens im Viertelfinale können die Eisfix auf eine tolle Saison zurückblicken. Das Saisonziel, sich für die Play Offs zu qualifizieren, wurde erreicht, man konnte beide Titelfavoriten, Meran und Alleghe, im Grunddurchgang besiegen und das Eishockey wurde im Vinschgau wieder salonfähig gemacht. (sam)

Latscher Fußball

Pokalspiele als letzter Test

Fotos: Leonardo Pellissetti

zeichnet, die 4 bestrittenen Freundschaftsspiele wurden alle gewonnen. Auch das Pokalspiel wurde 2:0 gewonnen mit Toren vom Spielertrainer Christian Platzer und von Mattia Lo Presti in der 33. bzw. 70. Minute. Am Spielende begleitet der Spielertrainer Platzer die Latscher Mannschaft; Die Gäste haben eine rechts: lachend trotz der Kälte Patrick Kuppelwieser und Sandro Gaio Latte geschlagen, da stand es noch 0:0, ine Woche vor dem Beginn Kiem sowie einige Spieler wadie Latscher hatten meherere der Rückrunde der 1. Liga ren auf der Tribüne des Latscher leider nicht genützte große gab es das Pokalspiel LatschKunstrasen-Spielfeldes zu erTorchancen. Die gute Leistung Freienfeld. Der Tag war von kennen. von Hannes Stecher wurde uneisigem Wind beherrscht. Es Was die Lage der Latscher terstrichen, er wurde in der 2. gab dennoch Publikum und als Mannschaft betrifft, haben Halbzeit wegen Verletzung ausSchlanderser Beobachter waren sich die führenden Fußballleigewechselt. der Vereinspräsident Christian ter Sandro Gaio und Roland Hannes Schwemm, Hannes Kofler und der Trainer Gustav Schwemm ganz zufrieden erAngerer und Niko Stricker konnGrünfelder dabei. Auch Kastelklärt: Die Vorbereitung läuft ten wegen Verletzungen nicht bell/Tschars mit Trainer Harald gut, die Stimmung ist ausgeeingesetzt werden. Stefan Rin-

E

ner kann leider für diese Saison nicht mehr in die Mannschaft hereinkommen. Andererseits kann der Verteidiger und Mittelfeldspieler Patrick Kuppelwieser wieder dem Kader angehören. Er ist nämlich von seiner komplizierten Virus-Erkrankung endlich geheilt.

Kunstrasen. Nach dem Pokalspiel fand sogleich das Freundschaftsspiel Goldrain-Schluderns statt. Ein besonderes Kompliment wurde vom Goldrainer Trainer Johann Metz an das Kunstrasen-Spielfeld von Latsch gerichtet. Es würden noch andere Sportplätze dieser Art im Vinschgau besonders für das Wintertraining sehr nützlich sein. Eine Woche zuvor hatte das Freundschaftsspiel Mals-Schluderns auf demselben Sportplatz stattgefunden. (lp)


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Vinschgerwind 5-15

05.03.15

Naturns - Fußball

Die Rückrunde ist gestartet I

Fotos: Leonardo Pellissetti

Moos stellte Markus n der Landesliga Pircher fest, dass nur hat die Rückrunde 2 Spieler nicht aus angefangen. Über Naturns (Metz und die Lage der NaturnMair) waren. Ein für ser Mannschaft hat die Zukunft positives der technische LeiElement. ter Markus Pircher Das erste Spiel der einige Überlegungen Meisterschaft gegen geäußert. Moos fing gut an und Zuerst kommt von die Naturnser gingen ihm die Feststellung, in der erste Vierteldass die dreimonastunde mit Toren tige Winterpause von Mair und Bacher ohne Meisterschaft in doppelte Führung. zu lang sei. Zudem links: harte Kontakte; rechts: Nico Lösch (ganz rechts) mit Naturnser U11 Kollegen auf der Dann wurden von seien die Vorberei- Tribüne, kommentierte ironisch die Tatsache, dass das Trikot eines Tormannes kaum die den Heimspielern tungen wegen Ver- Nummer zeigte: „Es gibt Namenlose und Nummerlose!“ einige gute Chancen letzungen nicht ideal ber, Werner Gerstgrasser, ein genicht genutzt und das kostete gewesen. Es fehlten nämlich Elifunktionieren und vertreten gen Moos debütierender junger später Energie. Die Mooser attaas Tappeiner und Florian Pohl die erfahrene Komponente der Naturnser, Stephan Lanpacher, ckierten nämlich ganz energisch wegen Studium, Gregor Hofer Mannschaft, wo bekanntlich Thomas Nischler und Matthias und in der 82. erzielten sie den und Patrick Fliri sind verletzt. Junge und Alte miteinander Peer. Diese Tatsache bestätigt, Anschlusstreffer. Die letzten 10 Die Abwesenheiten sind von der wirken müssen. Die Trainer dass der Jugendsektor gut funkMinuten kosteten viel Energie Tatsache begleitet, dass 5 SpieEngl Grünfelder und sein Vize tioniert. Die offensive Abteilung und Nerven. In der 90. Minute ler wegen ihres Alters im Kader Patrick Fliri verstehen sich gut mit Bacher und Mair sowie die mit dem Tor von Bacher waren der 1. Mannschaft als Junioren und genießen das Vertrauen der Verteidigung mit Martin Metz alle Probleme gelöst. (lp) klassifiziert sind: Damian HuVereinsführung. Im Spiel gegen

Schlanders - Landesberufsschule

Partschins - Fußball

Sieg mit Rekord

Veränderungphase

v.l.: Michael Traut, Werner Sagmeister, Florian Fischer, Stefan Brunner, Maurizio Capraro

W

erner Sagmeister heißt der neue Sieger der Wandertrophäe bei der Bankdruck und Klimmzug- Challenge. Mit einem neuen Rekord von zusammengezählten 44 Wiederholungen entthronte er den bisherigen Meister Elias Wallnöfer. Der Schlanderser steigerte sich im Bankdrücken auf gute 19 Wiederholungen und verlor damit auf den Gesamtzweiten

Maurizio Capraro, 22 Wiederholungen, nur wenig an Boden, den er bei den Klimmzügen wieder gutmachen konnte. Maurizio aus Naturns kam auf insgesamt 37 Wiederholungen, Florian Fischer mit 28 Punkten landete auf dem dritten Platz. Schauplatz der Veranstaltung war der Tag der offenen Tür an der Landesberufsschule Schlanders. (ah)

nstrengender Anfang für die Partschinser Kampfmannschaft: das erste Spiel ging trotz guter Leistung verloren. Anstatt wie erwartet zu attackieren, nutzte die Heimmannschaft Weinstraße die Technik der giftigen Konter. Im zweiten Spiel konnten die Partschinser nicht mehr als ein Unentschieden erreichen. Die Mannschaft Plose war ausserordentlich kämpferisch und nutzte die Fähigkeiten des blitzschnellen Stürmers Hansjörg Stockner. Nicht zu vergessen: gerade gegen Plose kassierten die Tabellenersten Naturnser in der Hinrunde ihre einzige Niederlage. Partschins befindet sich in einer Veränderungsphase. Der neue Trainer Massimo Bertinato (im Bild), der seit 28 Jahren Trainerfunktionen ausübt, will, dass man Foto: Leonardo Pellissetti

Foto: „Wind“-Archiv

A

mit Kopf und Taktik gespielt wird. Die Taktik muss verinnerlicht werden und das verlangt seine Zeit. „Ich möchte“, erklärt Bertinato, ehemaliger Trainer von Naturns am Ende der 8oer Jahre, „in Partschins die gleiche Dingen machen, wie ich in Naturns gemacht habe, das heißt, gute Resultate erzielen und gute Spieler aufzubauen.“ Ansonsten ist das Klima in der Mannschaft gut. Ein Kader von 20 Spielern steht zur Verfügung mit den Torjägern Alex Pezzei und Dominik Schnitzer. Die Mannschaft ist ziemlich komplet und die Verletzten Tobias Abler und Michael Huber sind in der Regenerationasphase. Klarerweise wird das Derby Naturns-Partschins am kommenden Sonntag mit Spannung erwartet. (lp)


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Yoseikan Budo Vinschgau/Sterzing

Stolze Leistung – glückliche Budokas N

ach dem exzellenten Wettkampfauftakt im Dezember 2014 fand am Samstag, 14. Februar 2015 die Südtiroler Landesmeisterschaft in Sterzing statt. Am Sonntag, 15. Februar 2015 gingen die Wettkämpfe für den Pokal der Stadt Sterzing/ Turnier Yoseikan Budo über die Bühne. Über 300 Athleten aus ganz Südtirol, zudem Zuschauer, Eltern und zahlreiche, ehrenamtliche Helfer kamen am Wochenende zusammen. Gekämpft wurde in verschiedenen Disziplinen (freies technisches Kämpfen und verschiedene Sportwaffen) als Einzel- und Mannschaftswettbewerbe. Unterteilt waren die Athleten in Alters- und Gewichtsklassen. Sehr erfolgreich starteten am Samstag um 14.00 Uhr die Kämpfe der U12. Kai Platzgummer bewies nach Platz 1 bei der Landesmeisterschaft 2014 erneut

Reichelt konnte an seine letzten Erfolge (Platz 1 Landes- und Italienmeisterschaft 2014) anknüpfen und sicherte sich Silber. Es folgten die Kategorien U15, U18 und U21. Franziska Riedl (Platz 2 Landes-, Regional- und Italienmeisterschaft 2014) ging als Siegerin hervor und wurde mit Gold geehrt. Am Sonntag wurde ab 10.00 Uhr um den Pokal der Stadt Stolz auf die gute Leistung links: Kai PlatzSterzing gekämpft. gummer (ASC Schlanders Raiffeisen) erDie U15 startete. Es kämpfte sich Gold und Jakob Reichelt (ASV folgte die U18 und Mals Yoseikan Budo) freut sich über Silber U9. Am Nachmittag wurden die Kämpsein Können. Mit viel Geschick, fe von der U12 abgeschlossen. Schnelligkeit und Konzentration Auch hier wurden durchwegs sicherte er sich Gold. Auch Jakob gute Erfolge erzielt.

Für die Budokas war es ein spannender Tag, der am 14. und 15. März in die Fortsetzung geht. In Predazzo wird dann um den regionalen Titel gekämpft. Die Platzierungen der Landesmeisterschaft Yoseikan Budo: ASV Mals Yoseikan Budo: Platz 1: Franziska Riedl (U18 open); Platz 2: Jakob Reichelt (U12 –33 kg); ASC Schlanders Raiffeisenkasse: Platz 1: Kai Platzgummer (U12 –52 Kg); Platz 4: Jan Platzgummer (U15 –68 kg); Platz 4: Lena Ritsch (U18 open); Die Platzierungen – Pokal der Stadt Sterzing: ASV Mals Yoseikan Budo: Platz 2: Tommaso Köllmann Baldini (U12 –45 kg); Platz 4: Fabian Koch (U12, –35 kg); Platz 5: Michael Riedl (U9); Platz 5: Elias Zwerger (U12); Platz 5: Elias Wallnöfer (U12); ASC Schlanders Raiffeisenkasse: Platz 4: Simon Mair (U9);

Josef „Sepp“ Thöni – Bürgermeisterkandidat 55, verheiratet, Vater von drei Kindern Gastwirt „Langtaufererhof“

- Miteinander: Ich setze mich dafür ein, dass mehr miteinander geredet wird. Ich möchte die Zusammenarbeit fördern, die Bevölkerung miteinbeziehen und in Entscheidungsfindungen transparente Wege gehen. Besonders wichtig ist mir, dass wir dabei über den Tellerrand hinausschauen und neue Wege andenken. - Landwirtschaft: Der Tourismus und die Landwirtschaft sind die größten Einnahmequellen. Diese beiden Wirtschaftszweige müssen besser miteinander verbunden werden, um die Attraktivität unserer Region für die Gäste zu steigern. - Gemeinde: Die Gelder der Gemeinde müssen gezielter eingesetzt werden. Mein oberstes Ziel ist es, gesicherte Jahresarbeitsplätze zu schaffen. - Jugend: Mit neuen Impulsen im Tourismus und gesicherten Ganzjahresarbeitsplätzen schaffen wir auch neue Perspektiven für unsere Jugend. - Tourismus: Ich bin für alle Möglichkeiten zur Steigerung der Umsätze und Wertschöpfung in Graun offen. 1 Euro Umsatz an der Liftkasse bringt der ganzen Region 6 Euro an Wirtschaftsleistung. Davon profitieren Handwerker, Kaufleute, Vermieter, und auch die Landwirtschaft. Vor allem im Frühjahr, im Sommer und im Herbst gibt es noch viel Potenzial zur besseren Vermarktung unserer Region. Dieses auch abzurufen, dafür trete ich an. Mehr Miteinander, die Förderung von Tourismus und Landwirtschaft, der Blick über den Tellerrand und das Schaffen von gesicherten Jahresarbeitsplätzen, dafür setze ich mich ein. Sepp Thöni

Wahlwerbung; Auftraggeber Josef Thöni

„Ich trete als Bürgermeisterkandidat in der Gemeinde Graun an, weil mir die wunderschöne Region am Herzen liegt. Wir haben das große Glück, dort zu leben, wo andere Urlaub machen. Der Tourismus ist unsere Einnahmequelle, diese möchte ich stärken und für die Zukunft absichern, indem wir die Kräfte in der Region bündeln und gemeinsam ein attraktives touristisches Angebot schaffen.“


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Glückwünsche

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Fahrt zum Stoffmarkt

Wind-Termine

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Im Anfang war das Wort

Schreibend unterwegs zu den Quellen meines Lebens Referentin: Dr. Silvia Moser Wann: Do, 12.03.2015 und Fr, 13.03.2015 Do, 9.00 – 22.00 Uhr & Fr, 9.00 – 17.30 Uhr Anmeldung: Tel. 0473 843 989, info@marienberg.it Anmeldeschluss: Fr. 27. Februar 2015

Der FC BAYERN-FANCLUB Latsch lädt herzlich ein zum bereits traditionellen

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Vinschgerwind 5-15

05.03.15

GOLD-UND SILBERHANDEL

„Alles bestens geregelt!“ Schwank von Bernd Gombold Regie: Rosmarie und Barbara Angerer Ort: Kultursaal, Eyrs Aufführungstermine: Sa. 07.03.15, 20.00 Uhr; So. 08.03.15, 17.00 Uhr; Do. 12.03.15, 20.00 Uhr; Sa. 14.03.15, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 348 04 50 615 (11.00 – 14.00 Uhr)

Stilfs

„Die Lügen-Tilly“ Lustspiel von Jürgen Schuster Regie: Pankratius Eller Ort: Haus der Dorfgemeinschaft in Stilfs Aufführungstermine: Premiere: Sa. 07.03.15, 20.30 Uhr; So. 08.03.15, 15.00 Uhr; Sa. 14.03.15, 20.30 Uhr; So. 15.03.15, 15.00 Uhr; Fr. 20.03.15, 20.30 Uhr; Sa. 21.03.15, 20.30 Uhr; So. 22.03.15, 15.00 Uhr; Reservierung: Tel. 348 85 38 821 (10.00 – 17.00 Uhr)

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05.03.15

Vinschgerwind 5-15

/Kleinanzeiger/ 53

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54 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 5-15

05.03.15

Jahrestag/Danksagungen Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind. Die Erinnerung ist ein Fenster durch das wir dich sehen können, wann immer wir wollen.

Danksagung Der Dank gilt allen, die unsere Mutter, Frau

Irma Wwe. Tappeiner

2. Jahrestag

Meinrad Dietl *09.01 1923 † 06.03.2013 Taufers i. M.

geb. Wielander Geschäftsfrau i. R.

* 9. 6. 1927 † 22.2. 2015

in Erinnerung behalten.

In Liebe und Dankbarkeit denken wir besonders an dich. Deine Familie Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.

1. Jahrestag

Elisabeth Überbacher Ww. Coruzzi

*03.09.1920 † 06.03.2014 Schlanders

Ganz besonders gedenken wir deiner am Sonntag, 8. März 2015 um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders Deine Familie Was bleibt: unsere Liebe, unvergessliche Jahre, kostbare Erinnerungen

3. Jahrestag

Stocker Richard *02.03.1955 † 08.03.2012 Schluderns

Am Samstag, den 7. März um 19.30 Uhr feiern wir für unseren lieben Richard den Gedächtnisgottesdienst in der Pfarrkirche von Schluderns. Allen, die daran teilnehmen, danken wir herzlich. In Liebe – deine Familie Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir Abschied nehmen. Vor zwei Jahren bist Du bist von uns gegangen, aber nicht aus unseren Herzen.

2. Jahrestag

Erich Unterweger * 15.02.1956 † 02.03.2013 Laatsch

Wir feiern die Hl. Messe zum Jahrtag am Sonntag, 08. März 2015 um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche von Laatsch. Allen, die daran teilnehmen und seiner im Gebet gedenken, sei aufrichtig gedankt. In Liebe: deine Renate mit Bianca und Jennifer

Wir danken allen für die Wertschätzung und Zuneigung, die sie unserer Mutter entgegengebracht haben. Wir danken von Herzen allen Beteiligten am Trauergottesdienst. Spezieller Dank gilt dem Dekan Dr. Josef Mair, den Ministranten, der Vorbeterin Christine Holzner, dem Kirchenchor und ganz besonders dem Chorleiter Herrn Karlheinz Vater für das beeindruckende Orgelspiel. Die Kinder Roland, Gabi, Monika und Alfred mit Familien Schlanders, im Februar 2015 Bestattungen

TONEZZER Schlanders

Denn das Sichtbare ist vergänglich, das Unsichtbare ist ewig.

Anna Noggler

* 11.06.1941 † 1.02.2015 Burgeis DANKE: Dem Hw. H. Pfarrer P. Dr. Martin Angerer und Hw. H. P. Sebastian und der Singgemeinschaft Burgeis für die würdevolle Gestaltung des Beerdigungsgottesdienstes. Allen, die einen Dienst bei der Beerdigung übernommen haben; den Vorbetern und Teilnehmern an den Rosenkränzen; für die Anteilnahme und der übergroßen Betergemeinde am Begräbnis; den Krankenschwestern des Gesundheitssprengels von Mals und des Krankenhauses von Schlanders für die fürsorgliche Betreuung der Verstorbenen; dem Weißen Kreuz der Sekt. Mals. Ein besonders großes Vergelt’s Gott der Frau Margareth Ziernheld. Allen, die der Verstorbenen im Gebet gedenken. Die Angehörigen

Kein Tag vergeht, an dem wir nicht in Liebe und Dankbarkeit an dich denken!

3. Jahrestag

Mathilde Wwe. Pöhli geb. Markt

*25.05.1918 † 08.03.2012 Brugg

Liebe Mama, wir gedenken deiner, ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 8. März um 10 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders.

In Liebe deine Familie


05.03.15

Vinschgerwind 5-15

/Kleinanzeiger/ 55

Allfälliges

T

rauer schnürt uns ein. Du bist zu früh gegangen. Ein wenig noch – nein, solange wir leben – hättest du dableiben müssen!

Busfahrt am Sonntag, 22. März 2015

Josefimarkt in Trient

Es gibt noch so vieles, das wir dir sagen möchten, und sicher würdest auch du gern noch manches mit uns bereden.

Anmeldung Tel. 0473 668 058 Prokulus Reisen-Schupfer

Wir wissen nicht, ob der Augenblick des Sterbens weh tut, ob er dir weh getan hat. Wir wissen nur, dass wir es kaum ertragen, dass du nicht mehr da bist. Unser Leben ist leer geworden ohne dich.

Busfahrt am Sa., 28. März 2015

Jagd- u. Fischermesse

Naturns • Hauptstraße 37

in Riva

Anmeldung Tel. 0473 668 058 Prokulus Reisen-Schupfer

Katherina Kuntner

infogay 6342

geb. Gamper

0471 97

*15.10.1932 † 14.02.2015 Prad

Info + Beratung von Schwulen für Schwule, BISex und freunde > jeden dI. 20–22 uhr > infogay@centaurus.org

Der Schmerz ist so grenzenlos, die Lücke unermesslich. Doch wir dürfen erfahren, dass wir in unserer Trauer nicht alleine sind. Deshalb danken wir allen: • für die tröstenden Worte • für jeden Händedruck, wenn die Worte fehlten, für all die Briefe • für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier • für die Begleitung auf ihren letzten Weg und • die unsere Katherina weiterhin in ihrem Herzen und in lieber Erinnerung behalten.

Wir verkaufen in MALS-TARTSCH, RESCHEN, EYRS Neubauwohnungen

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Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken…

Leopoldine Mikesa Wwe. Pali – „Poli Lea“ *11.11.1928 † 20.01.2015 Schluderns

Vergelt’s Gott,

für die tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben, für den Händedruck, wenn die Worte fehlten, für die Blumen, Kerzen und Spenden, und allen die mit uns Abschied genommen haben. Ein besonderer Dank gilt der Schützenkompanie Schluderns, die unserer Mutter auf ihrem letzten Weg die Ehre erwiesen haben. Die Trauerfamilie

Weiterbildung vor Ort IVHS – Freizeit

Der Malspur folgen REFERENT/IN

Martina Thanei TERMINE Sa, 14.03., Sa, 21.03., Sa, 28.03.2015 UHRZEIT 14.15 Uhr – 17.45 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT Pflege- und Altenheim Latsch Kursbeitrag 36 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Di, 10.03.2015 Zielgruppe Kinder und Erwachsene

Info – Anmeldung:

Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

IVHS – Freizeit

Steinleichtes Arbeiten mit Speckstein REFERENT/IN

Martina Thanei TERMINE Fr, 17.04., Fr, 24.04., Fr, 08.05.2015 UHRZEIT 15.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT JUMA Mals Kursbeitrag 12 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Di, 14.04.2015

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