WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:53 Uhr
Seite 1
ZKZ: 78363
THÜRINGEN
made in Thüringen 2010 Hinter den Kulissen der Denkfabrik
·
Behind the scenes of the think tank
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:53 Uhr
Seite 2
entspannt leben
ERFURT TOURISMUS UND MARKETING GMBH Benediktsplatz 1 | D-99084 Erfurt | Tel: + (0) 361 66 40 - 0
zukunftsorientiert studieren
www.erfurt-tourismus.de | stadtmarketing@tourismus-erfurt.de
erfolgreich arbeiten gut einkaufen
Foto: Bosch Solar Energy AG
Tradition inspiriert Innovation
E R F U R T
T O U R I S M U S
U N D
M A R K E T I N G
G M B H
Benediktsplatz 1 | D-99084 Erfurt | Tel: + (0) 361 66 40 - 130 | www.erfurt-marketing.de | stadtmarketing@erfurt-marketing.de
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:53 Uhr
Seite 3
Editorial
Thüringen, die Denkfabrik im Land der Ideen
Thüringen zählt heute neben Sachsen zu den wirtschaftlich stärkeren Ländern im Osten Deutschlands und erweist sich als Erfolgsgeschichte im Deutschen Standortwettbewerb. Jena als weltweit bekanntes Optik-Kompetenzzentrum, das Technologiedreieck Erfurt-Jena-Ilmenau mit seinem dichten Netz an Hochschulen, außeruniversitären und universitären Forschungseinrichtungen sowie zahlreiche Unternehmen der Solarenergiebranche als Weltmarktführer tragen dazu bei. Sie alle haben erkannt, dass Forschungsintensität und Innovationsfreude für Wirtschaftswachstum sorgen können – dies ist insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten entscheidend. Mit dem Klimaschutz und der Entwicklung neuer Ideen und Konzepte zur alternativen Energiegewinnung hat Thüringen den Wirtschaftsmotor der Zukunft bereits früh für sich entdeckt: Das Bundesland entwickelt sich zu einem der weltweit wichtigsten Solarindustriestandorte.
Foto: Marketing für Deutschland GmbH
Luther, Bach, Goethe, Bauhaus – diese Assoziationen sind national wie international eng mit dem Freistaat Thüringen verknüpft. Aber nicht nur die Glanzlichter mitteldeutscher Kunst und Kultur entwickeln ihre Strahlkraft bis in die gegenwärtige Zeit.
Mike de Vries Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“
Die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ sucht jedes Jahr die besten Ideen Deutschlands. Viele davon finden sich in Thüringen: Ob der Technologie- und Innovationspark Jena, das Forschungsinstitut für Tief- und Rohrleitungsbau in Weimar, die Fachmesse „MeerArbeit“ in Suhl oder die Thüringer Bachwochen – in der kartografischen Mitte Deutschlands steckt enorm viel Potenzial, das dargestellt und kommuniziert werden muss. Ein gutes Standortmarketing ermöglicht eine klare Zuordnung von Stärken und zeichnet ein deutliches Profil, es muss die Marke Thüringen pflegen, inhaltlich aufladen und ihre individuellen Inhalte nachhaltig kommunizieren. Die Standortreportage „Made in Thüringen“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung der Markenbotschaft und wirbt zielgerichtet für die Region. Die „Denkfabrik“ im Land der Ideen ist auf ihrem Weg zu einem Innovationsmotor Deutschlands.
Mike de Vries Oktober 2009
Wirtschaftsspiegel
Verlagssonderveröffentlichung
3
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:53 Uhr
Seite 4
50
AUS DEM INHALT
Geistige Impulse aus Thüringen Die „starke Mitte“ als Lebensraum
08
Einblick in die Denkfabrik Thüringen als Wirtschaftsstandort
10
„Ein echter Trumpf“ Interview mit LEG-Geschäftsführer Andreas Krey
13
Erfurt – lebenswerte Landeshauptstadt Exzellente Anbindung durch kurze Wege 18
Anerkannter Forschungsstandort Renommierte Institute und Hochschulen
22
Gera, die grüne Stadt Gera betreut Unternehmen umfassend 24
Forschungsaktivitäten in Ilmenau Die technische Universität forscht am feinstaubarmen Fahrzeug
4
Stabile Aufstellung Michael Lison, at
29
Kooperation für Technik ELMUG-Geschäftsführerin Katrin Kühn 49
Hightech im Maschinenbau Die drittgrößte Branche Thüringens im Überblick
32
Starke Solarindustrie Die großen Pläne der Branche in Thüringen
50
Thüringen lohnt sich Reinhard Pätz, VDMA
33
Belebung am Markt SolarInput Geschäftsführerin Jana Liebe
51
Zukunft der Optik Positive Entwicklungen trotz Wirtschaftskrise
52
Der Flughafen im Herzen Thüringens Schnelle Anbindung an den Rest der Welt 42
Medienland Thüringen Starke Kompetenz in Kindermedien
55
Individuell und flexibel Kunststoffe aus Thüringen erobern den Markt
Säule für Wachstum und Beschäftigung Die Gesundheitstechnologie bleibt Spitzenbranche 56
Optimierung schafft Vorteile Die Logistik an der Schnittstelle von Wachstumsmärkten
38
44
Beschreibung des Titelbildes 27
Kunststoff heißt Zukunft Michael Weinholdt, PolymerMat
45
Spitzenplatz für Investitionen Die Automobilbranche beweist Weitsicht und Handlungsstärke 28
Keramische Talente Die erfolgreiche Geschichte der technischen Keramik
48
Verlagssonderveröffentlichung
Der Physiker Markus Augustin spiegelt sich in einer Glasfläche mit einer Elektronenstrahllithografie in Form eines Schmetterlings im Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena. Elektronenstrahllithografien werden für komplexe photonische Systeme verwendet.
Wirtschaftsspiegel
Foto: Jens-Ulrich Koch/ddp
44
Foto: BASF AG
10
Foto: Jens-Ulrich Koch/ ddp
Aus dem Inhalt
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:53 Uhr
Seite 5
Editors Note
Thuringia, the think tank in the Land of Ideas
Today Thuringia belongs – next to Saxony – to the economically stronger states in Eastern Germany and has proved to be a success story in the german regional competition. Jena as a worldwide known optics competency centre, the technology triangle Erfurt-Jena-Ilmenau with its dense net of universities, its extramural and university research institutions as well as numerous world leading companies of the solar industry contribute to this. They have all recognised that intensity of research and the joy of innovations could bring economical growth – this is especially crucial in difficult economical times. Thuringia with climate protection and the development of new ideas and concepts discovered the economic driver of the future a long time ago for alternative energy production: The federal state has become one of the most important locations worldwide for solar industry.
Foto: Marketing für Deutschland GmbH
Luther, Bach, Goethe, Bauhaus – these associations are nationally and internationally closely related to the Free State Thuringia. But not only have the highlights of central German art and culture maintained their radiance well into current times.
Mike de Vries Initiative "Germany – Land of Ideas"
Every year the Initiative “Germany – Land of Ideas” is looking for Germany’s best ideas of which many can be found in Thuringia: Whether it is the Technology and Innovation Park in Jena or the research institute for civil and pipeline engineering in Weimar, the trade fair “Meerarbeit” in Suhl or the Thuringian Bach weeks – there is a lot of potential in the cartographical centre of Germany that needs to be portrayed and communicated. Good location marketing allows for a clear correlation of strengths and points to a clear profile: that the trademark Thuringia needs to be attended to, refreshed in its contents and its individual topics sustainably communicated. The regional coverage “Made in Thuringia” is an important contribution to distribute the trademark message and specifically advertises for the region. The “Think Tank” in the Land of Ideas is on its way to become one of Germany’s innovation drivers.
Mike de Vries October 2009
Wirtschaftsspiegel
Verlagssonderveröffentlichung
5
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 6
Standort Thüringen
Foto: ART-KON-TOR Kommunikation
6
Verlagssonderveröffentlichung
Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 7
Standort Thüringen
Ein Blick auf Jena vom „Jen-Tower“ mit Sitz der Intershop AG zeigt den leuchtenden Campus der FriedrichSchiller-Universität und das um die renommierte Forschungsstätte herum pulsierende wirtschaftliche Leben. Neues, Innovatives korrespondiert einvernehmlich mit Traditionellem – genauso strahlt es auf ganz Thüringen aus. Eine hochrangige Wissenschaft, eine starke Wirtschaft und ein abwechslungsreiches Leben sind die Grundpfeiler der „starken Mitte Deutschlands“. Hier wird zielführend in neue Technologien investiert und zugleich Historisches gepflegt – dazwischen findet Bewegung statt – eine fruchtbringende Situation, wie sie woanders kaum anzutreffen ist.
A view onto Jena from the „JenTower” where the head office of the Intershop AG is, illustrates the radiant campus of the Friedrich-Schiller-University and the pulsating economic life around the prestigious place of research. New ideas and innovations correspond amicably with tradition – this radiates throughout all of Thuringia. High-ranking science, a strong economy and a life full of diversity are the pillars of “Germany’s strong centre”. Investments in new technologies are the way to success and at the same time history is well looked after and in between there is motion – a profitable situation that can seldom be found anywhere else.
Wirtschaftsspiegel
Verlagssonderveröffentlichung
7
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 8
Lebensraum Thüringen
Thüringen – Quell geistiger Impulse
D
Geografie Thüringens: Aus geografischer Sicht bilden Nordhausen im Norden, Hildburghausen im Süden, das Altenburger Land im Osten und der Wartburgkreis im Westen die äußeren Eckpunkte des Freistaates. Dazwischen gibt es nicht nur wie landläufig vermutet „Wald und Wurst“, sondern unter anderem große wirtschaftliche Zentren wie Eisenach und Jena. Gleichwohl ist sich Thüringen seines flächenmäßig großen Grünanteils und seiner unvergleichlichen Landschaft bewusst. Der Thüringer Wald ist hier die größte und höchste gebirgige Fläche, die zumeist als erstes mit Thüringen assoziiert wird. Neben diesem etwa 150 Kilometer langen Mittelgebirge und Naturpark gibt es noch das Thüringer Schiefergebirge, die Rhön, Frankenfeld und das Thüringer Becken – und die hiesige Flusslandschaft steht dieser Vielfalt mit Saale, Werra, Unstrut und Ilm in nichts nach. Aufgrund seiner Attraktivität beherbergt der Thüringer Wald regelmäßig auch prominente Urlaubsgäste wie den Bundespräsidenten Horst Köhler, der im Jahre 2008 zusammen mit seiner Frau seinen Geburtstag im Wintersportort 8
Verlagssonderveröffentlichung
Oberhof feierte. Das Gebiet in und um Oberhof, das am Kamm des Gebirges liegt, wartet mit insgesamt 1.800 Kilometern Skiwander wegen und etwa 200 Kilometern Loipen auf – ideal für Biathlon, Skilanglauf, Rennrodeln und Nordische Kombination. Während der wärmeren Jahreszeiten empfiehlt sich das Wandern entlang des historischen Rennsteiges quer durch den Thüringer Wald, ambitionierte Sportler können dort am jährlichen Volkslauf teilnehmen, der sogar als größter Landschaftslauf Europas gilt. Wintersportler können in Thüringen aber auch ganzjährig auf ihre Kosten kommen. Deutschlands erste Skihalle für den nordischen Wintersport bietet seit Mitte 2009 nicht nur internationalen Spitzensportlern ideale Trainingsbedingungen. Neben den Profis sind auch Freizeitsportler und Touristen herzlich eingeladen, auf den Loipen der Stars ihre Runden zu ziehen. Knapp 2.000 Meter lang ist der Rundkurs, der außerhalb der für den Spitzensport reservierten Zeiten durchlaufen werden kann. Anstiege und Abfahrten von bis zu 12 Prozent lassen keine Langweile aufkommen und fordern den passionierten Sportler. Wer noch nicht so fit ist, kann ebenfalls ganzjährig an Skikursen in der Halle teilnehmen. Zu all dem ist Thüringen auf dem Wege, ein traditionsreiches Bäderland zu werden. Von Bad Salzungen bis Bad Klosterlausnitz gibt es viele Heilbäder und Kurorte. Für Freizeit und Erholung stehen also viele Wege offen, doch auch in
anderen Bereichen sind die Verbindungen in Thüringen gut, etwa im Güterverkehr. Lage Thüringens: Seit dem Mittelalter bereits kreuzen sich hier die Handelswege, denn der Freistaat liegt inmitten Deutschlands; inmitten Europas. Neben der Lage ist aber vor allem die Modernität der Verkehrsinfrastruktur ausschlaggebend, die sich zum Beispiel im aktuellen Bestand der Autobahnen widerspiegelt. In den beiden Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung hat sich die Gesamtlänge der Autobahnen mehr als verdoppelt – von 250 auf 520 Kilometer. Das kommt der Wirtschaft wie auch dem Thüringer Verbraucher zugute. Im Freistaat wird immer weiter gebaut und modernisiert, bei dem Ausbau von Autobahnabschnitten oder Ortumgehungen findet die Schutzwürdigkeit von Umwelt, Natur und Landschaft höchste Beachtung. Denn gerade das Grüne Thüringens bedingt die größten Wirtschaftszweige: den Tourismus und die Land- und Ernährungswirtschaft. Tourismus in Thüringen: Städte wie Eisenach, Erfurt oder Jena sind touristische Magnete, das zeigen die wachsenden Besucherzahlen. Vor allem deutsche, aber auch internationale Gäste zeigen sich begeistert von mittelalterlichem Flair und dem erlebnisreichen Nachspüren großer Persönlichkeiten wie Goethe, Schiller und Luther. Die Wartburg, Schloss Friedenstein und viele andere Orte bestechen Wirtschaftsspiegel
Foto: TTG
as „grüne Herz Deutschlands“ oder die „starke Mitte“ – der Freistaat Thüringen kann diesen Beschreibungen zufolge mit vielen guten Eigenschaften aufwarten. Doch was genau zeichnet das neue Bundesland als Tourismusgebiet auf der einen Seite und als Lebensraum für die Thüringer auf der anderen Seite aus?
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 9
Lebensraum Thüringen
Habitat Thuringia Germany’s „Green Heart“ or the „strong centre“ – according to these descriptions the Free State Thuringia can offer many good characteristics. But what exactly distinguishes this federal state on the one hand as a tourism area and on the other hand as a habitat for the Thuringians? There is not only “forest and sausages” but amongst other things there are also large economical centres such as Eisenach and Jena, too. At the same time, Thuringia is aware of its large green area and its incomparable countryside. From a geographical view the Thuringian Forest is the largest and highest mountainous surface that is mainly associated with Thuringia first. It serves as an area for winter sports and also for hiking. Since the middle ages trade routes crossed in Thuringia as the
Free State lies in the centre of Germany and therefore also of Europe. Apart from the location, it is above all the modernity of the transport infrastructure that is decisive. Cities such as Eisenach, Erfurt or Jena are tourism magnets – this is what the increasing numbers of visitors show. Mainly german but also international guests are delighted with the middle-aged flair and the eventful traces to large personalities such as Goethe, Schiller and Luther. “Germany’s strong centre” impresses above all
durch ihren Charme und ihre Lage. Institutionen wie die Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl, das Deutsche Nationaltheater Weimar und der Dom mit den dazugehörigen Festspielen in Erfurt sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Öffentliche Festivitäten sind in Thüringen allgegenwärtig und sprechen für sich, so das Krämerbrückenfest, die KulturArena in Jena, die Thüringer Bachwochen oder die einzigartigen Weihnachtsmärkte. Doch erst die landesweit etwa 100.000 Tourismus-Beschäf tigten machen ihr Berufsfeld zu einem so starken Wirtschaftsfaktor, denn sie wissen den kulturellen Reichtum Thüringens zu schätzen und zu pflegen.
schnittlich guten Betreuungsangebot umgesetzt. Es wird ein „uneingeschränkter Rechtsanspruch auf außerfamiliäre Kinderbetreuung bereits ab zwei Jahren“ gewährleistet, so das Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit. Dazu gehört auch ein Anspruch auf Hortbetreuung während der Grundschulzeit. Um Eltern noch mehr entgegen zu kommen, gibt es seit einiger Zeit das Thüringer Erziehungsgeld, sowie eine langfristige Sicherung der Familienförderung. Die soziale Komponente ist Thüringens Stärke, es „engagiert sich neben vielfältigen Bundesprogrammen seit Jahren mit eigenen Projektinitiativen im Kampf gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Gewalt“, heißt es weiter im Bericht zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. Ein weiteres Anliegen, das das Land im Vergleich der jungen Länder bislang erfolgreich umsetzt, ist die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.
Thüringer Menschen: „Deutschlands starke Mitte“ besticht vor allem durch seine Menschen, die sie beleben. Über 2,3 Millionen Thüringer leben und wirken hier, allein über 200.000 Einwohner zählt die Hauptstadt Erfurt, die zugleich Dreh- und Angelpunkt der Landesregierung und aller politischen Entscheidungen ist. Auch wenn Thüringen mit einer Quote von 11,1 Prozent Arbeitssuchenden zu kämpfen hat (Stand: August 2009), so ist der Freistaat unter den neuen Bundesländern noch das stärkste. Dabei wurde bereits erkannt, dass zu einer langfristigen Stabilisierung des Arbeitsmarktes vor allem Investitionen in Bildung und eine nachhaltige Familienförderung gehören. Familien in Thüringen: Kinder sind die Zukunft und Familien müssen gefördert werden – dieser Leitspruch gilt auch im Freistaat und wird mit einem überdurchWirtschaftsspiegel
Bildung in Thüringen: Auf dem Gebiet der Bildung, das haben die neuesten Ergebnisse des Bildungsmonitors gezeigt, hat sich der Freistaat 2009 insgesamt auf den zweiten Platz katapultiert, und belegte im bundesweiten Vergleich auf den Feldern Betreuungsbedingungen und Ausgabenpriorisierung jeweils den Spitzenplatz. Thüringen lässt seinen Schülern also nachweislich eine gute Ausbildung angedeihen. Schon die Gliederung des Schulsystems zeichnet sich durch Qualität, Innovation und Kontinuität aus, außerdem hat sich Thüringen klar zu zentralen Abschlussprüfungen und dem Abitur nach zwölf Jahren positioniert, was bundesweit
with its people – over 2,3 million Thuringians live and work here. Children are the future and families must be supported – this statement is also valid in the Free State and is implemented with an above-average good offer for care. In the area of education, the Free State catapulted itself into second place in 2009, which the latest result of the educational monitor shows. The number of students at the universities has increased; therefore more than 50,000 people are studying in Thuringia and with 20,000 the largest part of them at the prestigious university in Jena. Elite research projects are pursued there which has made the state become an important location for research, whereby old traditions are continued in the new millennium.
Akzente für eine moderne Bildungspolitik setzt. Die Zahl der Studierenden an den zehn staatlichen und drei privaten Hochschulen ist im Wintersemester 2008/09 im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent gestiegen, in Thüringen studieren somit mehr als 50.000 Menschen, mit 20.000 der größte Teil davon an der renommierten Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort werden Spitzenforschungsprojekte betrieben, die das Land als bedeutenden Forschungsstandort profilieren, womit im neuen Jahrtausend alte Traditionen fortgeführt werden. Fichte und Hegel wirkten schon hier, etwa als Jena im 18. Jahrhundert ein Zentrum der deutschen Philosophie wurde, während es die Dichter Goethe und Schiller an den Hof von Anna Amalia und Karl August nach Weimar zog. Geistige Impulse aus Thüringen strahlen in die ganze Welt aus; hier kam die Idee einer weltoffenen Kindererziehung auf, wie auch die Idee der Versicherung und die Entwürfe der Künstler und Architekten des Weimarer Bauhauses. Für zumindest einen Urlaub im „grünen Herzen Deutschlands“ hat Thüringen also sehr viel zu bieten, nicht weniger aber für die hier lebenden Menschen; Natur, Infrastruktur, Kultur, Familienfreundlichkeit und Bildungsqualität. (rf)
!
POLITIK ...................... www.thueringen.de WIRTSCHAFT ........ www.leg-thueringen.de FACHKRÄFTE........ www.ufas-thueringen.de INNOVATION ........ www.denken-willkommen.de TOURISMUS .......... www.thueringen-tourismus.de
Verlagssonderveröffentlichung
9
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 10
Wirtschaftsraum Thüringen
Hinter den Kulissen einer Denkfabrik
P
Wirtschaftswachstum: Der Freistaat kann seit 1991 das höchste Wirtschaftswachstum aller Bundesländer und die niedrigste Arbeitslosenquote der neuen Länder verzeichnen – eine viel versprechende Grundlage für neue Unternehmensgründungen und -ansiedlungen. Die größte Kraft dabei ist das Zusammenspiel der Branchenvielfalt und der zahlreichen mittelständischen Betriebe. Lage: Thüringen hat eine exponierte Lage in Europa und stellt national wie international eine Schnittstelle für den Wirtschaftsverkehr dar. Modernste Standards in der Ausstattung von Schienen-, Luftund Autoverkehrsnetz begünstigen eine stete Entwicklung des Standortes Thüringen. Der wirtschaftliche Strukturwandel ist im Freistaat weit vorangeschritten, durch Milliardeninvestitionen hat sich eine technisch hochentwickelte und leistungsfähige Infrastruktur herausgebildet, die einen starken Neuaufbau und die Er10
Verlagssonderveröffentlichung
schließung neuer Märkte ermöglichte. Da verwundert es nicht, dass das Potenzial der „starken Mitte“ auch erkannt und umgesetzt wird. „Ergänzt durch nur wenige Großunternehmen, bildet ein relativ kleiner Mittelstand das industrielle Rückgrat Thüringens, das sonst von vielen Kleinund Kleinstunternehmen geprägt ist“, so beschreibt beispielsweise Wolfgang Zahn, Präsident des Verbands der Wirtschaft Thüringens e.V., die Unternehmensstruktur im Freistaat. Industrie: Zu den etablierten Industriezweigen gehört zum einen die Optik – in diesem sind rund 170 Unternehmen mit fast 14.000 Mitarbeitern tätig – und zum anderen die Automobilproduktion – hier sind rund 400 Unternehmen mit etwa 40.000 Beschäf tigten vorhanden. Aufgrund der guten Bedingungen im Freistaat kommen stetig neue Branchen und Unternehmen hinzu. Neu sind vor allem die auf Solarenergie oder Kommunikationssysteme spezialisierten Unternehmen, die eine Heimat in Thüringen gefunden haben und von dort aus weltweit agieren. Mittelstand: Doch die wirklich tragende Säule der Thüringer Wirtschaft sind die mittelständischen Unternehmen, deren Dichte im Land dementsprechend hoch ist. Dem aktuellen Wirtschaftsreport des Freistaates zufolge – veröffentlicht Anfang 2009 vom Thüringer Wirtschaftsministerium – hat der Freistaat gleich nach
Baden-Württemberg die höchste Unternehmensdichte. So kommen auf 100.000 Einwohner 79 Betriebe. Der Ländervergleich zeigt ebenfalls, dass hinsichtlich des Industriebesatzes Thüringen mit 64 Industriebeschäftigten je 1.000 Einwohner an der Spitze der neuen Länder liegt. Trotz, oder vielleicht gerade wegen der kleinteiligen Wirtschaftsstruktur, so Zahn weiter, sei die hiesige Wirtschaft hoch innovativ. Ein Grund für die hohe Anziehungskraft ergebe sich nicht zuletzt aus der guten Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familie im Freistaat. Wirtschaftszentren: Während in und um die Stadt Jena der Schwerpunkt auf Optik, Medizin- und Messtechnik liegt, finden sich in der Region um Erfurt vor allem Solartechnik und der Maschinenbau. Das Gewerbegebiet „Erfurter Kreuz“ avanciert zu einem starken Industriestandort, der inmitten des Technologiedreiecks ErfurtJena-Ilmenau liegt und wo sich unter anderem bereits der Automobilzulieferer ICSI, die Bosch Solar Energy AG, ein Dünnschicht-Solarwerk der Masdar-Gruppe aus Abu Dhabi angesiedelt haben. Die erneuerbaren Energien haben als Wirtschaftsfaktor generell an Bedeutung gewonnen. Allein in der mitteldeutschen Region hat sich in den vergangenen 17 Jahren ein einzigartiger Standort entwickelt, an dem im Zuge der 2007 von der Landesregierung gestarteten „Solarinitiative Thüringen“ zahlreiche PhotovoltaikWirtschaftsspiegel
Foto: Jens-Ulrich Koch/ ddp
aris, London, Madrid, Katalonien – Thüringen: Laut einer im Frühjahr 2009 veröffentlichten US-Studie gehört der Freistaat zu den fünf attraktivsten Wirtschaftsstandorten Westeuropas. Wenige Wochen später wurde Jena von der Initiative „Neue soziale Marktwirtschaft“ zum attraktivsten Wirtschaftsstandort in Ostdeutschland gekürt. Was hat Thüringen so gestärkt und wo liegen die wirtschaftlichen und unternehmerischen Schwerpunkte?
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 11
Wirtschaftsraum Thüringen
Thuringia – the modern think tank and production factory Paris, London, Madrid, Catalonia, Thuringia – according to a US study the Free State belongs to the five most appealing business locations in Western Europe. What has given Thuringia that strength and where do the economical and entrepreneurial key aspects lie? Since 1991 Thuringia has been able to record the highest economic growth of all federal states – a very promising basis for new entrepreneurial foundations and settlements. The largest force is the interaction of the industrial diversity with the numerous middle-sized companies. Thuringia also has an exposed position in Europe and nationally and internationally outlines the interface for commercial transport. The latest standards in the configuration of the transport networks by rail, air and road encourage a constant development
of the location Thuringia. Optics, on the one hand and the automotive production on the other belong to the established industrial branches. Because of the good conditions in the Free State more and more branches and companies are emerging, however the middlesized branches are really the pillars of Thu ringia’s economy. Over the last years renewable energy sources as an important factor have generally gained in significance. The different branches and companies are connected by a modern transport network. Scheduled flights
unternehmen und Thüringer Forschungsund Entwicklungseinrichtungen beteiligt sind. Für die Erweiterung der Solarindustrie in der Region Erfurt waren in kürzester Zeit zahlreiche Fachkräf te vonnöten, deren Ausbildung in Thüringen nachhaltig gefördert wurde. Bei der Ansiedlung weiterer neuer Industriebranchen wie etwa der Luftfahrttechnik verhält es sich nicht anders. Um die Städte Eisenach und Gotha sind vor allem Fahrzeugbauunternehmen ansässig, in Ostthüringen sind Kunststoffverarbeitung und Werkstofftechnik versammelt, in Südthüringen der Maschinen- und Werkzeugbau, entlang der Thüringer Städtekette an der Autobahn A4 ist das Ernährungsgewerbe stark vertreten.
ben einem Anschlussgleis der Bahn besteht die Möglichkeit mit dem Kraftwagen nördlich die A4, östlich die A71 zu erreichen. Das zog natürlich zahlreiche Logistikunternehmen wie die Dachser-Gruppe oder die Schenker AG an. Der inter nationale Flughafen Erfurt liegt auch nur 20 Kilometer entfernt. Täglich starten von dort Linienflüge nach Nürnberg, Düsseldorf, Hamburg und München. Außerdem gibt es im Freistaat noch 19 zivile Flugplätze. Und eine weitere Superlative:
Ergänzt durch wenige Großunternehmen bildet ein kleiner Mittelstand das industrielle Rückgrat Thüringens, das sonst von Kleinunternehmen geprägt ist. Wolfgang Zahn, Präsident VWT e.V
Foto: VWT e.V.
Örtlich weniger, dafür schwerpunktmäßig, gehören etwa 30 Unternehmen im Rahmen einer Clusterinitiative zusammen, die ins Leben gerufen wurde, um künftig thüringische Unternehmen der Mikro- und Nanotechnologie beziehungsweise Mikrosystemtechnik national und international etablieren zu können. Verkehrsnetz: Infrastrukturell vernetzt werden all die verschiedenen Branchen und Unternehmen durch ein modernes und dichtes Verkehrsnetz; die Autobahnen A4 und A9 durchqueren den Freistaat in West-Ost- und Nord-Süd-Richtung, und die durch den Thüringer Wald verlaufende A71/73 garantiert eine schnelle Anbindung nach Süd- und Südwestdeutschland. Der Wirtschaftsraum rund um das Erfurter-Autobahnkreuz ist beispielsweise infrastrukturell bestmöglich situiert. NeWirtschaftsspiegel
Thüringen besitzt einem Ländervergleich zufolge im Verhältnis zu seiner Größe und Einwohnerzahl das dichteste Schienenverkehrsnetz mit Anbindung an das DB-ICENetz und den EC/IC-Verkehr. „Unsere Unternehmer in Thüringen haben die Wahl, ob sie ihren Frachtverkehr auf der Straße oder auf der Schiene abwickeln – oder beides kombinieren“, betont Andreas Krey, Geschäftsführer der Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft (LEG). Innovation: Gute infrastrukturelle Verbindungsmög lichkeiten an und durch Thüringen sind ebenso traditionell wie die zwischen Wirtschaft und Forschung – in der „Denkfabrik“ Thüringen gehen diese beiden Interessen Hand in Hand. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Thüringen schon vor der Schwerpunktentwicklung
to Nuremberg, Düssel dorf, Hamburg and Munich take off daily from Erfurt’s international airport. Good infrastructural connection possibilities to and through Thuringia are as traditional as those between economy and research – both interests go hand in hand in Thuringia’s think tank. A look at history shows that Thuringia was the innovative pioneer in many areas long before the main focus was put on the development of solar industry. Well represented research facilities in close cooperation with the economy are aiming towards long-term market successes. This, in combination with Thuringia’s advantageous geographical location makes the business location Thuringia so attractive.
Solarindustrie in vielen Bereichen innovativer Vorreiter war, angefangen bei der ersten industriellen Laserproduktion, der Entwicklung von Mikroskopen und hitzebeständigem Glas, bis hin zur vollständigen Entschlüsselung des menschlichen Chromosoms. Schaltkreis- und Medizintechnik haben ihren Ursprung ebenso in Thüringen wie die Grundlagen für das moderne Verlags- und Versicherungswesen. Heute arbeiten über 75.000 Menschen weiter an neuen Technologien, vor allem im Hochtechnologiebereich. Kernthemen der Forschung sind Automotive, Fertigungsund Automatisierungstechnologien, Informations- und Kommu ni kationstechnologien, Biotechnologie, Photonik und viele mehr. Stark vertretene Forschungseinrichtungen zielen in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft auf langfristige Markterfolge ab, historisches Vorbild sind dabei die Kooperationserfolge von Ernst Abbe, Otto Schott und Carl Zeiss in Jena. Derart nachhaltige Leistungen können als Grundlage für alles Folgende angesehen werden, und in Kombination mit der günstigen geografischen Lage Thüringens begründet dies die heutige Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Thüringen und sein erfolgreiches Wirtschaftswachstum. (rf)
!
www.leg-thueringen.de www.mikrotechnik-thueringen.de www.denkfabrik-thueringen.de
Verlagssonderveröffentlichung
11
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 12
Standort Thüringen
Market Champions Fused quartz from Ilmenau, generators from Erfurt and table tennis tables from Schlotheim – companies from Thuringia lead the way in many sectors. Now a new scheme, "Market Champions" (Stark am Markt), is attracting investors by capitalizing on the good name built up by innovative companies. The scheme uses the approximately 70 companies it has identified as market and technology leaders to highlight Thuringia's technology-friendly setting. Well-known advantages of the region such as its central location and highly trained employees play an important role for investors, along with other evidence that being based in Thuringia is well worthwhile. Market Champions demonstrates that companies here are developing peak performance and making excellent use of all that Thuringia has to offer. LEG, the State Development Corporation of Thuringia and the Thuringian Ministry of Economics, Technology and Labor selected the companies by ranking them according to criteria relating to technological and market leadership. "The most important attributes in the selection were market and export share, and growth," explains LEG Chairman Andreas Krey. They include world famous companies like Jenoptik, Funkwerk and Analytik Jena, but also "Hidden Champions" like Sportident, Sios Messtechnik and Dyomics. Most of them are involved in the life sciences, electronics and optoelectronics, mechanical engineering and plant construction, foodstuffs and the automotive engineering and automotive supplies sectors. Market Champions involves companies wooing companies, in that top performers prove to investors that Thuringia is a first-class location. Being amongst strong partners is an important factor when deciding on a business location. Market Champions also makes skilled employees, graduates and individuals looking to relocate aware that Thuringia offers a range of attractive companies, employers and training opportunities. The new marketing instruments – a highly visual and creative website with modules of information that open up like a fan – will bring the message of Thuringia and its attractions to the maximum number of target groups. For those interested, www.stark-am-markt.de also provides the opportunity to order a hard copy of the fan-out brochure. Innovative companies that have not yet been "discovered" by Market Champions but are market or technology leaders in a particular sector can also register on the website. 12
Verlagssonderveröffentlichung
Die Initiative „Stark am Markt“ zeigt: Unternehmen entwickeln in Thüringen Spitzenleistungen und nutzen die Vorteile des Standortes.
Thüringen wirbt mit erfolgreichen Unternehmen Quarzglas aus Ilmenau, Generatoren aus Erfurt oder Tischtennistische aus Schlotheim – Thüringer Firmen sind in vielen Branchen Markt- oder Technologieführer. Die neue Initiative „Stark am Markt“ wirbt mit den guten Namen der innovativen Unternehmen für Investoren. Rund 70 Unternehmen hat Stark am Markt als führend in ihrer Branche identifiziert und macht damit auf die technologiefreundliche Landschaft Thüringens aufmerksam. Bekannte Standortvorteile wie die zentrale Lage und gut ausgebildete Fachkräfte spielen für Investoren eine ebenso wichtige Rolle wie der Beweis, dass in Thüringen herausragende Unternehmen tätig sind. Stark am Markt zeigt: Unternehmen entwickeln hier Spitzenleistungen und nutzen die Vorteile Thüringens. Ins Leben gerufen wurde die Initiative vom Thüringer Wirtschaftsministerium und von der LEG Thüringen. Anhand festgelegter Kriterien identifizierte die LEG Unter nehmen als Markt- und Technologieführer. „Die maßgeblichen Attribute bei der Auswahl waren der Markt- und Exportanteil sowie das Wachstum“, erläutert LEG-Geschäftsführer Andreas Krey. „Wir haben Firmen in die Initiative aufgenommen, die hier entweder zu den Top drei in der Welt oder Europa zählen, oder die Nummer eins in Deutschland sind.“ Zu den Unternehmen zählen weltweit bekannte wie Jenoptik, Funkwerk oder Analytik Jena, aber auch Hidden Champions wie Sportident, Sios
Messtechnik oder Dyomics. Die Unternehmen gehören vor allem zu den Branchen Life Sciences, Elektronik und Optoelektronik, Maschinen- und Anlagenbau, Automobilbau und deren Zulieferer sowie Ernährung. Über die Hälfte der ausgewählten Firmen sind mittelständisch mit einer Beschäftigtenzahl von 50 bis 249. Derzeit sind weitere erfolgreiche Unternehmen in Prüfung, kontinuierlich möchte Stark am Markt sein Portfolio erweitern. Bei Stark am Markt werben gewissermaßen Fir men um Firmen. Die Leistungen herausragender Unternehmen zeigen potenziellen Investoren die erstklassigen Standortbedingungen in Thüringen auf. Zudem signalisiert Stark am Markt Fachkräf ten, Absolventen und Auspendlern, dass in Thüringen attraktive Firmen, Arbeitgeber und Ausbilder verfügbar sind. Die neuen Marketinginstrumente – ein modulartig aufgebauter Radfächer und ein kreativer Internetauftritt – erlauben es, die Botschaft der Innovationskraft Thüringens möglichst vielen Zielgruppen nahe zu bringen. Über www.stark-am-markt.de können Interessierte den Radfächer bestellen. Innovative Unter nehmen, die von Stark am Markt noch nicht entdeckt wurden und in einem bestimmten Bereich Markt- oder Technologieführer sind, können sich auf der Website bewerben. !
www.stark-am-markt.de Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 13
Standort Thüringen
„Ein echter Trumpf für den Standort!“ Wirtschaftsspiegel: Der Freistaat Thüringen wirbt mit dem Slogan „Stark am Markt“. Worin sehen Sie die besonderen Stärken der Thüringer Wirtschaft? Krey: „‚Stark am Markt‘ ist mehr als ein Slogan – es ist der Name unserer gemeinsam mit dem Thüringer Wirtschaftsministerium getragenen Initiative, Markt- und Technologieführer aus Thüringen zu identifizieren und gezielt in das Bewusstsein von Investoren, Fachkräften und der breiten Öffentlichkeit zu rücken. 74 Unternehmen stellen wir bereits mittels eines Radfächers und im Internet unter www.stark-am-markt.de vor. Und es wer-
Andreas Krey, Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG)
Foto: LEG
den noch mehr. Nicht allein in diesen Unternehmen manifestieren sich die zentralen Stärken der Thüringer Wirtschaft: Vielfalt, Innovationskraft, Flexibilität und die Größenstruktur der Unternehmen. Hinzu kommt, dass Thüringer Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfahren sind im Umgang mit wirtschaftlichen Umbruchsituationen. Ein echter Trumpf für den Standort! Wirtschaftsspiegel: Was waren in 2009 herausragende Ansiedlungserfolge? Krey: „Trotz Krise konnten wir allein im ersten Halbjahr 2009 acht Neuansiedlungen realisieren und zwölf Unternehmenserweiterungen begleiten. Mit diesen Projekten verbunden sind fast 2.000 Arbeitsplätze und ein Investitionsvolumen von mehr als 600 Millionen Euro. Besonders hervorzuheben ist die Investition der Bosch Solar Energy AG am Standort ‚ErWirtschaftsspiegel
furter Kreuz‘. Das Unternehmen wird hier perspektivisch 1.100 Arbeitsplätze schaffen und damit Thüringen als Standort der Solarwirtschaft weiter stärken.“ Wirtschaftsspiegel: Wie ist die Wirtschaft im Freistaat trotz Krise derzeit aufgestellt und was erwarten Sie für das Jahr 2010? Krey: „Gerade die Erweiterungsinvestitionen sind ein Indikator dafür, dass die Wirtschaft im Freistaat auch in der Krise vergleichsweise gut aufgestellt ist. Prognosen für 2010 sind schwierig. Aber die derzeitige Entwicklung lässt hoffen und es gibt viele Zeichen, dass die Thüringer Wirtschaft gestärkt und im Vergleich zu anderen Bundesländern schneller aus der Krise kommen könnte.“ Wirtschaftsspiegel: Wie sehen Sie den Freistaat mit seinen FuE-Kapazitäten aufgestellt und wie wird Clusterbildung durch die LEG unterstützt? Krey: „Thüringen verfügt über ein dichtes Netz an Hochschulen, außeruniversitären und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen. Wichtig ist, für eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zu sorgen. Hier hat sich die Clusterbildung in den letzten Jahren bewährt. Die LEG unterstützt diese, indem sie passende Firmen ansiedelt, die Infrastruktur für Cluster-Standorte bereitstellt sowie mit ihren Technologiemanagern Clusterbildungsprozesse initiiert und moderiert.“ Wirtschaftsspiegel: Wie steht es derzeit um das Potenzial verfügbarer Fachkräfte im Freistaat? Krey: „Der Fachkräftemangel bleibt trotz Krise in ganz Europa ein Problem. Auch Thüringen ist betroffen. Über 1.000 Stellenangebote finden sich derzeit in der Datenbank unseres Unternehmer- und Fachkräfteservice (UFaS), der gerade auch kleinere und mittlere Unternehmen im Freistaat in Personalfragen unterstützt. Dementsprechend betreibt der UFaS intensives Marketing für den Beschäf tigungsstandort Thüringen. Zielgruppen bilden insbesondere Pendler und potenzielle Rückkehrer, die derzeit außerhalb Thüringens arbeiten. Diese machen wir durch Radiospots, Anzeigen, Servicetage oder sogar bei Heimspielen des FC Carl Zeiss Jena auf Jobchancen in Thüringen aufmerksam und stellen die Kontakte zu den Unternehmen her. So sichern wir Zukunft für die Thüringer Wirtschaft.“
A real asset for Thuringia! In the eyes of Andreas Krey, Chairman of LEG (the State Development Corporation of Thuringia), the key strengths of Thu ringia’s economy lie in its diversity, innovative potential, flexibility and the size of its businesses. Furthermore, Thuringia’s employers and employees are experienced in dealing with radical economic changes. The first half of 2009 was positive despite the crisis, of which almost 2,000 new jobs and an investment volume of more than 600 million Euros give clear evidence. An important project in this context was the investment of Bosch Solar Energy AG. Especially the expansion investments are an indicator that the economy in Thu ringia is faring comparatively well, says Krey. The current development gives reason for hope that Thuringia’s economy will emerge strengthened and faster out of the crisis. Thuringia has a dense network of universities and research facilities and it is important to promote a close cooperation of science and economy. The formation of industry clusters has proved to be successful in the last years. LEG supports this process by bringing suitable investors to Thuringia and by providing the infrastructures the clusters need. According to Krey, the lack of skilled personnel remains a problem throughout Europe, even Thuringia is affected. There are currently more than 1,000 job offers in LEG’s data base. Thus, LEG intensively markets Thuringia as an employment location.
Kontakt Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG) Mainzerhofstraße 12, D-99084 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 - 5603 0 Fax: +49 (0) 361 - 5603 333 E-Mail: info@leg-thueringen.de Internet: www.leg-thueringen.de
DAS INTERVIEW FÜHRTE CHEFREDAKTEUR DANIEL BORMKE
Verlagssonderveröffentlichung
13
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 14
Standort Thüringen
Beraten zu allen Produkten der Wirtschaftsförderung: Die Mitarbeiter der Aufbaubank-Kundencenter
Thüringer Aufbaubank fördert Mittelstand The development bank of Thuringia It is the development bank of Thuringia – the Thüringer Aufbaubank. Grants, loans, guarantees and equity/venture capital – the Aufbaubank disposes of the entire product range of the economic promotion. The success record is impressive: alone in 2008 investments of over 1.9 billion Euros were initiated with TAB (Thüringer Aufbaubank) funding. The investors have confirmed that 4,700 new jobs will be created and that they will secure a further 35,000. Above all the small and middle-sized companies can count on the TAB’s support – over 60 percent of the subsidies go to this target group. The Thü ringer Aufbau bank helps with investments for new machinery and facilities – in doing so the industrial enterprises and those service providers who are close to the production line are the main focus. For companies that will settle in Thuringia there are very reasonable conditions. The technology subsidy is a special focal point for the Thüringer Aufbaubank. For this, Thuringia will have provided over 340 million Euros between 2007 and 2013. R & D projects, investments in the latest technologies, technology transfer or staff in R & D, for example, are promoted. A subsidiary of the Aufbaubank provides business start-ups and companies in Thuringia with venture capital. It invests in young technology ventures and in fast-growing industrial enterprises.
! 14
www.aufbaubank.de
Verlagssonderveröffentlichung
Sie ist keine normale Bank: Die Thüringer Aufbaubank (TAB) mit Sitz in Erfurt. Thüringen aufzubauen hat ihr der Gesetzgeber 1992 ins Stammbuch geschrieben. Wirtschaft und Infrastruktur, Wohnungsbau, Technologie sowie die Landwirtschaft – das sind nur einige Auszüge aus dem umfangreichen Förderkatalog der Bank. Die Erfolgsbilanz der Aufbaubank kann sich sehen lassen: Allein 2008 konnten mit TAB-Förderung Investitionen von über 1,9 Milliarden Euro angeschoben werden. Die Investoren haben zugesagt, 4.700 neue Arbeitsplätze zu schaffen und 35.000 Stellen zu sichern. Zuschüsse, Förderkredite, Bürgschaften und Beteiligungen – die Aufbaubank verfügt über die gesamte Produktpalette der Wirtschaftsförderung. Dabei können vor allem kleine und mittlere Unternehmen auf die Unterstützung der TAB zählen – über 60 Prozent der Fördergelder gehen an diese Zielgruppe. So unterstützt die Thüringer Aufbaubank Investitionen von Thüringer Unternehmen in neue Maschinen und Anlagen über die Förderprogramme Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und Thüringen-Invest. GRW-Zuschüsse gehen vor allem an Industrieunternehmen und produktionsnahe Dienstleister. Für Unternehmen, die sich neu in Thüringen ansiedeln, gelten besonders günstige Konditionen. Zinsgünstige Darlehen gewährt die TAB auch über das Darlehensprogramm GuW Plus. Finanziert werden können Investitionen, aber auch Betriebsmittel, ein Warenlager oder die Umschuldung kurzfristiger Verbindlichkeiten. Die Darlehen werden über die Hausbanken ausgereicht und werden in der aktuellen Wirtschaftslage besonders stark nachgefragt.
Die Technologieförderung ist für die Denkfabrik Thüringen ein besonderer Schwerpunkt. Der Freistaat stellt dafür von 2007 bis 2013 über 340 Millionen Euro bereit. Gefördert werden zum Beispiel FuE-Projekte, Investitionen in neueste Technologien, der Technologietransfer oder Personal in Forschung und Entwicklung. Die Fördersätze sind großzügig bemessen: Bei mittelgroßen Unternehmen (weniger als 250 Mitarbeiter) betragen sie bei industrieller Forschung bis zu 60 Prozent der Projektkosten. Die Technologieförderung wird 2009 besonders kräftig nachgefragt: Bis Ende August sagte die Aufbaubank bereits 190 Zuschüsse mit einem Gesamtvolumen von 44 Millionen Euro zu. Beteiligungskapital rundet die Angebotspalette der Thüringer Aufbaubank ab. Dabei sind transparente Strukturen Trumpf: Die beteiligungsmanagement thüringen gmbh (bm-t) betreut die Beteiligungsfonds des Freistaats Thüringen. Im Investitionsfokus der bm-t stehen insbesondere schnell wachsende Industrieunternehmen sowie Hightech-Unternehmen. Erfolgsbilanz der Aufbaubank 2008 4.700 neue Arbeitsplätze Fördervolumen 750 Millionen Euro (+32 Prozent) Angeschobene Investitionen: 1,9 Milliarden Euro Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 15
Standort Thüringen
Erfolgreiche Arbeit in der Zeitarbeit: Der Thüringer Personaldienstleister GeAT AG feiert 2010 15-jähriges Firmenjubiläum
Kontinuität und Qualität Der Thüringer Personaldienstleister GeAT AG, seit 1995 erfolgreich im Wirtschaftszweig Zeitarbeit existent, hat sich über ihre Kompetenz, Sympathie und ihre 5-Plus-Vorteile einen Vorsprung am Markt als regionaler Personaldienstleister verschafft. Das schätzten in einer Zwischenbilanz bereits über 3.200 befragte Firmenkunden so ein.
Als beliebtester Thüringer Personaldienstleister und attraktiver TOP Arbeitgeber laut der Universität St. Gallen wurde die GeAT AG als einer der 100 besten Arbeitgeber im deutschen Mittelstand ausgezeichnet. Für Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer aller Berufsgruppen agiert die GeAT AG mit integrativem Charakter erfolgreich. „Sehr konstante Beschäftigungen unserer Zeitarbeitskräfte, auch in Krisenzeiten, sind in einem Branchenmix zu verzeichnen. Dies zeichnet die GeAT AG, in deren Kundenportfolio die komplette Wirtschaft Thüringens abgebildet ist, als regionalen Personaldienstleister besonders aus“, so Helmut Meyer. Jährlich werden über 1.500 Arbeitnehmer eingestellt, die bei zirka 600 Kunden thüringenweit eingesetzt werden. Stark für den Mittelstand Der Markt stellt sich neu auf: Viele Unternehmen spüren jetzt, dass sie über den
Abbau der Zeitarbeitnehmer sehr viel flexibler reagieren und damit sowohl Stammarbeitsplätze als auch ihren Standort sichern können. „Die GeAT AG macht sich insbesondere für den Mittelstand stark“, berichtet Helmut Meyer, der neben seinen Geschäftstätigkeiten als Vorstandssprecher der GeAT AG unter anderem auch als Wirtschaftssenator des BVMW e.V. engagiert ist, „weil gerade im Mittelstand Entlastung, Risikominderung und Flexibilität und vor allem Fachkräfte am ehesten gebraucht werden!“ Aber auch die Arbeitsvermittlung hochqualifizierter Arbeitnehmer, wie Ingenieure, Techniker, Bilanzbuchhalter oder andere kaufmännische Fachkräfte gehört längst zu den erfolgreichen Geschäftsfeldern der GeAT AG aus Erfurt. Qualifizierung Aus-, Fort- und Weiterbildung sind ein
wichtiger Erfolgsbaustein für die Beschäftigten der GeAT AG und ihre Arbeitnehmer und Firmenkunden. Fachpraktische Qualifizierung in Firmen, kombiniert mit fachtheoretischer Schulung, wie zum Beispiel CNC-Fachkraft, Hydraulik, Pneumatik, SPS, Staplerschein, Erwerb aktueller Schweißerpässe, kaufmännische EDV, Forderungsmanagement, Arbeitsrecht und anderes wurden angeboten. In den letzten zwölf Monaten organisierte die GeATAkademie 4.056 Schulungsstunden für die Sicherung von Arbeitsplätzen in Thüringen. Sicherheitsbrief Qualität, Auftragstreue, Sicherheit und Service sind bei der GeAT AG Standard. Zum Schutz vor Subsidärhaftung hat die GeAT AG 2009 einen Sicherheitsbrief entwickelt, der Kunden die Sicherheit eines bonitären, etablierten und qualitativen Personaldienstleisters garantiert.
Kontakt
Marcel Diekkamp Produktionsarbeiter
Wirtschaftsspiegel
Martin Hoffmeier CNC-Maschinenbediener
Bernd Quitt Produktionsarbeiter
Sven Hansen Deponiearbeiter
GeAT AG Juri-Gagarin-Ring 152, D-99084 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 - 558 46 0 Fax: +49 (0) 361 - 558 46 10 E-Mail: vorstand-ef@geat.de Internet: www.geat.de Verlagssonderveröffentlichung
15
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 16
Standort Thüringen
der angebotenen Workshops bereits ausgebucht sind.
XII. Innovationspreis Thüringen 2009
Getreu dem Motto „Denken willkommen“ waren Thüringer Unternehmen, Personen, Handwerksbetriebe, Forschungseinrichtungen sowie Hochschulen eingeladen, sich am Wettbewerb um den XII. Innovationspreis Thüringen 2009 zu beteiligen. 101 Bewerbungen zeugen vom innovativen Potenzial Thüringens. Eine fachkundige Jury mit unabhängigen und sachverständigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft kürt die innovativsten Ideen aus den Bereichen Tradition mit Zukunft, Industrie & Material, Kommunikation & Medien sowie Licht & Leben. Der Innovationstag Thüringen 2009 findet am 8. Dezember 2009 auf der Messe Erfurt statt und bildet den Höhepunkt des Wettbewerbes um den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten XII. Innovationspreis Thüringen 2009. Damit ist der Innovationspreis Thüringen nach Nordrhein-Westfalen der am zweithöchsten dotierte Landesinnovationspreis Deutschlands. Im Rahmen des Innovationstages Thüringen möchten die Träger den unerschöpflichen Ideenreichtum der Thüringer Wirtschaft einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Mehr als 100 Aussteller – Teilnehmer am Wettbewerb sowie weitere Thüringer Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen – stellen auf der Innovationsmesse ihre Forschungs- und Entwicklungsergebnisse, Innovationen, Produkte, Verfahren und Dienstleistungen vor.
Thüringer Schüler und Studenten auf die Innovationsmesse eingeladen, sich mit dem Technologiestandort Thüringen und dessen Möglichkeiten für gut ausgebildete Fachkräfte vertraut zu machen. Interessierte Schülerinnen und Schüler sollten sich schnell für den Besuch des Innovationstages anmelden, da eine Vielzahl
Den Besuchern wird darüber hinaus im Rahmen von Workshops, Fachvorträgen und Diskussionsrunden die Gelegenheit geboten, sich über neueste Erkenntnisse auszutauschen und innovative Anregungen mit nach Hause zu nehmen. Höhepunkt des Tages bildet die Prämierungsveranstaltung mit der öffentlichen Bekanntgabe der diesjährigen Innovationspreisträger. Das ausführliche Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind im Internet abrufbar.
www.innovationstag-thueringen.de
I N N O VATION TIONSS TAG T H ÜRINGEN 2009 200 9 8. Dezember 2009 | Messe Erfurt | 10:00 Uhr | Innovationsmesse | über 100 Aussteller | Präsentation innovativer Ideen und Produkte | Forschungs- und Entwicklungsergebnisse | Berufs- und Studienwahlinformationen für Schüler und Studenten | Fachvorträge und Workshops rund um das Thema Innovationen | 17:00 Uhr Verleihung XII. Innovationspreis Thüringen 2009 | 101 Bewerbungen Dotierung 100.000 € | einer der höchstdotierten Landesinnovationspreise Deutschlands | Eintritt frei!
Die Messe bietet zudem eine gute Gelegenheit, Kontakte zu pflegen und neue Beziehungen anzubahnen. Möchten auch Sie zeigen, was in Ihrem Unternehmen steckt? Die Anmeldung als Aussteller finden Sie im Internet unter www.innovationstag-thueringen.de. Mit Berufs- und Studienwahlinformationen sowie Experimenten zum Mitmachen sind
16
Verlagssonderveröffentlichung
Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 17
Standort Thüringen
UFaS berät Firmen zu Fachkräften Unternehmer profitieren auf vielfache Weise von den Beratungsangeboten des Unternehmerund Fachkräfteservice (UFaS) Thüringen. Wie viele Fachkräfte benötige ich für den nächsten Aufschwung? Komme ich mit der Altersstruktur meiner Belegschaft gut ins nächste Jahrzehnt? Welche Fördermittel erhalte ich, wenn ich Arbeitnehmer einstelle? Fragen dieser Art stellen sich viele Unternehmen, die auch künftig mit qualifizierten Mitarbeitern innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten möchten. Hier hilft der UFaS, Antworten zu finden. Der Service des UFaS beginnt mit der Bedarfsermittlung, wie viele Fachkräfte das Unternehmen benötigt. Eng damit verflochten ist die Frage, wie die Mitarbeiter künftig weiter qualifiziert werden sollten. Hier vermittelt der UFaS Kontakte zu den Qualifizierungsberatern der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung in Thüringen (GFAW). Gemeinsam mit der GFAW und der Thüringer Aufbaubank berät der UFaS zu Möglichkeiten der Förderung, wenn Firmen Arbeitnehmer mit Eingliederungsproblemen rekrutieren. Neben die kurzfristige Sicht tritt beim UFaS-Service zudem immer die langfristige Perspektive: So erarbeiten die UFaS-Experten gemeinsam mit den Unternehmern Strategien zur Personalentwicklung und beraten zu Aspekten der demografischen Entwicklung. Sie schärfen in Gesprächen
mit Unternehmern das Bewusstsein dafür, durch Ausschreibung von Ausbildungsplätzen, Praktika und Diplomarbeitsthemen junge Menschen in den Betrieb zu holen und damit die Basis für die Einstellung neuer Fachkräfte zu schaffen. Der Unternehmer- und Fachkräfteservice wurde Anfang des Jahres 2008 vom Thüringer Wirtschaftsministerium ins Leben gerufen. Er kooperiert neben den bereits genannten Partnern auch mit der Arbeitsagentur, den Thüringer Industrie- und Handelskammern, mit Hochschulen und vielen weiteren Institutionen. Regelmäßig veranstaltet er Aktionstage für seine Kunden, darunter sind Pendler, potenzielle Rückkehrer, Absolventen und Zeitsoldaten. (bo) !
UFaS advises companies on skilled personnel Companies benefit in many ways from the support provided by UFaS - Thuringia’s Employer and Skilled Employees’ Service. How many skilled staff do I need for the next economic upswing? What subsidies are available when I hire personnel? These are the kind of questions many companies ask, in particular when they need to rely on qualified employees in order to offer innovative products and services in the years to come. This is where UFaS comes in to help find the right answers. UFaS starts with analyzing the number of skilled staff a company needs. This goes hand in hand with defining what ongoing qualification measures the employees should receive in the future. Here, UFaS liaises with the qualification consultants of GfAW Thuringia – the Society for Labor and Economic Promotion in Thuringia. Together with GfAW and the Thuringian Development Bank, UFaS offers advice on the subsidies available when companies recruit employees with integration problems.
www.ufas-thueringen.de
Personallogistik mit Weitblick - Schnell. Flexibel. Kompetent. jobs in time Thüringen GmbH: dank schlanker Strukturen, kurzer Entscheidungswege, modernster Rekrutierungsmenthoden und einer bundesweiten Vernetzung der 22 Niederlassungen ermöglichen wir ideale Lösungen zum richtigen Zeitpunkt bei optimalem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Mit wachem Blick auf die Märkte und einem offenen Ohr für die Bedürfnisse entwickeln wir uns, unsere Dienstleistungen und unseren Service kontinuierlich weiter. Wir eilen unserer Zeit voraus und erarbeiten heute schon Lösungen für die Herausforderungen von morgen. v.l.n.r.: Geschäftsführer/-in Carsta-Maria Fleischmann, Jens-Uwe Einert
In den vergangenen 8 Jahren haben wir uns als kompetenter Partner für die Jobvermittlung von Fach- und Führungskräften, die Zeitarbeit und das Outsourcing in Thüringen etabliert. Ob für die Festanstellung oder die temporäre Überlassung von qualifizierten Mitarbeitern mit aussagekräftigen Dossiers und einem umfangreichen Serviceangebot bieten wir unseren Kunden Entscheidungsgrundlagen bei minimalem Zeitaufwand. Gleichermaßen sorgsam gehen wir mit der Zeit unserer Kunden bei der Übernahme von Abteilungen und Projekten (Outsourcing) um. Erfahrende Koordinatoren begleiten von Beginn an verantwortlich die Abläufe. Durch unsere strukturiert wie konzeptionelle Planung sind alle Eckpunkte transparent und in jeder Phase nachvollziehbar. Mit dem Outsourcing werden zusätzliche Kapazitäten freigesetzt, die - in strategisch entscheidende Aktivitäten kanalisiert die Wettbewerbsfähigkeit steigern können.
Niederlassung Erfurt: Anger 47-49, 99084 Erfurt Tel.: 0361 - 65480-0, Fax: 65480-55 E-Mail: erfurt@jobsintime.de Niederlassung Jena: Carl-Zeiss-PLatz 1, 07745 Jena Tel.: 03641 - 2211-0, Fax: 2211-55 E-Mail: jena@jobsintime.de Niederlassung Suhl: Schleusinger Str. 28, 98527 Suhl Tel.: 03681 - 45536-0, Fax: 45536-29 E-Mail: suhl@jobsintime.de
Um Sie auch künftig mit qualifiziertem und fachkompetentem Personal unterstützen zu können, fördern und fordern wir in unternehmensintern initiierten Programmen die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter - dem Fachkräftemangel in Thüringen entgegenwirkend! Gern informieren wir Sie persönlich über unsere Möglichkeiten. Melden Sie sich bei uns!
Wirtschaftsspiegel
Thüringen GmbH
www.jobsintime.de
Verlagssonderveröffentlichung
17
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 18
Standort Thüringen
Kurze Wege innerhalb Deutschlands und Europas Dank exzellenter Anbindung
Erfurt – Tradition und Innovation in der Mitte Deutschlands
Situated right in the middle of Central Germany, Erfurt is well within reach for everyone by car, train or airplane. The excellent connection to the motorways A4 and A71/73 and therefore also to the network of through roads and express highways allows for short ways within Germany and Europe. Next to the ideal transport infrastructure, the modern office, service and factory buildings as well as excellently developed industrial estates make Erfurt an ideal location for residing companies and new investors. Property up to 30 ha is available in the traditional areas as well as in the 17 newly developed industrial estates. In front of the gates of the capital of Thuringia, the “Erfurter Kreuz” also provides attractive industrial large-scale areas. The economical location Erfurt is shaped by its branch diversity and the cooperation of traditional and new economical sectors. Mechanical engineering, plant construction, microelectronics as well as agriculture, the food industry and horticulture have determined the city’s profile since the beginning of the 20th century. The sectors (children’s) media production, logistics or photovoltaics however emerged only in the last 20 years as distinctive branches for the location. The companies especially appreciate the large potential of skilled personnel and the available educational institutes. Next to its own university and two colleges, Erfurt profits from the vicinity of the college towns Weimar, Jena and Ilmenau. 18
Verlagssonderveröffentlichung
Ob als Regierungssitz, Kongress- und Tagungsort, moderne Wissenschafts-, Kindermedien-, Sport- und Wirtschaftsstadt – Erfurt überzeugt als pulsierende Metropole Thüringens. Zentral in der Mitte Deutschlands gelegen ist Erfurt per Auto, Bahn oder Flugzeug für jedermann gut erreichbar. Dafür sorgt unter anderem der „Erfurter Ring“ mit seinen zwölf Anschlussstellen. Diese exzellente Anbindung an die Autobahnen A 4 und A 71/73 und damit an das Fern- und Schnellstraßennetz ermöglicht kurze Wege innerhalb Deutschlands und Europas. Als Knotenpunkt der Hochgeschwindigkeitsstrecken Frankfurt - Leipzig/Dresden und Berlin - München bindet der moderne Erfurter Hauptbahnhof die Landeshauptstadt ins transeuropäische Netz (TEN) ein und trägt zur Schnellverbindung zwischen den Ostsee- und Mittelmeerhäfen bei. Zudem bietet der Flughafen Erfurt mit 24-Stunden- und Allwetterflugbetrieb hervorragende Bedingungen für den Personen- und Frachtverkehr. Neben der optimalen Verkehrsinfrastruktur machen moderne Büro-, Dienstleistungs- und Fabrikgebäude sowie sehr gut erschlossene Gewerbeflächen Erfurt für ansässige Unternehmen und neue Investoren zum idealen Standort. Freie Grundstücke bis 30 Hektar stehen sowohl in den
traditionellen Bestandsgebieten sowie den 17 neu erschlossenen Gewerbegebieten zur Verfügung. Beispielhaft sind hier das „Internationale Logistikzentrum (ILZ)“ und das „Güterverkehrszentrum Thüringen“ zu nennen, das mit einem hochmodernen Bahnterminal die Straßeninfrastruktur mit dem zukunftsorientierten Schienennetz verknüpft. Vor den Toren der Landeshauptstadt verfügt außerdem das „Erfurter Kreuz“ über attraktive Industriegroßflächen. Erfolgreiche Unternehmen wie N3 Engine Overhaul Services haben sich dort bereits angesiedelt. Der Wirtschaftsstandort Erfurt wird von seiner Branchenvielfalt und dem Miteinander traditioneller und neuer Wirtschaftszweige geprägt. So hat die Stadt eine lange Tradition in der Landwirtschaft und der Nahrungsgüterindustrie und beheimatet mit der Erfurter Teigwaren GmbH den ältesten und einen der größten Nudelhersteller Deutschlands. Die Firmen N.L. Chrestensen oder Kakteen-Haage als Repräsentanten des Gartenbaustandortes versenden ihre Kakteen, Pflanzen und Samen weltweit, während das Siemens AG Generatorenwerk Erfurt, ein weltweites Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Produktion von Industrie-Generatoren, stellvertretend für den Maschinen- und Anlagenbau in der Landeshauptstadt steht. Am traditionellen Wirtschaftsspiegel
Foto/Grafik: Stadt Erfurt
Tradition and Innovation in the heart of Germany
Erfurt „liegt am besten Ort. Da muss eine Stadt stehen.“ Mit diesen Worten urteilte der Reformator Martin Luther über die heutige Landeshauptstadt Thüringens, in der er einst selbst studierte. Am Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen gelegen, wuchs Erfurt im Mittelalter zu einem mächtigen Bildungs- und Handelszentrum heran. Heute ist die 200.000 EinwohnerStadt die größte des Freistaats und zählt zu den attraktivsten Städten Deutschlands.
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 19
Standort Thüringen
Mikroelektronikstandort Erfurt hat die Foundry-Gruppe X-FAB, der führende Halbleiterhersteller im Bereich analog/ mixed-signal Foundry, ihren Hauptsitz. Während die genannten Zweige bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts das Profil der Stadt bestimmen, kristallisierten sich die Branchen (Kinder-)Medienproduktion, Logistik und Photovoltaik erst in den letzten zwanzig Jahren als standortprägende Zweige heraus. Charakteristisch hierfür sind der Kinderkanal KI.KA von ARD und ZDF sowie namhafte Unternehmen wie die TNT Express GmbH oder die Bosch Solar Energy AG. Auch in den Bereichen Dienstleistung, Verwaltung, Handel und Gastronomie hält die Landeshauptstadt ein umfangreiches Angebot bereit. Insgesamt bieten etwa 13.000 hauptsächlich kleine und mittlere Unternehmen über 135.000 Arbeitsplätze. Besonders das große Potenzial an Fachkräften und die vorhandenen Bildungseinrichtungen wissen Unternehmer an der Landeshauptstadt zu schätzen. Neben einer Universität und zwei Fachhochschulen, die hochqualifizierten Nachwuchs ausbilden, profitiert Erfurt auch von der Nähe zu den thüringischen Hochschulstädten Weimar, Jena und Ilmenau. Zahlreiche allgemein- und berufsbildende Schulen, Fachschulen, Bildungszentren sowie private Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sichern zusätzlich den Fortbestand praxisorientiert ausgebildeter Fachkräfte. Durch die Vernetzung der Unternehmen untereinander und die enge Zusammenarbeit mit Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen ergeben sich viele Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung der Landeshauptstadt.
Erfurt – lebenswerte Landeshauptstadt Als eines der Oberzentren Thüringens ist Erfurt ein beliebter Wohn-, Ausflugs- und Einkaufsort. Die reizvolle Altstadt, die in ihrer mittelalterlichen Struktur weitgehend erhalten ist, verzaubert sowohl Einwohner als auch Besucher mit Charme und Atmosphäre. Stimmungsvolle Gassen und Plätze laden mit ihrem einmaligen, mediterranen Flair zum Schlendern und Verweilen ein. Bei einem Spaziergang durch Erfurt gilt es, das eindrucksvolle Ensemble von Mariendom und Severikirche oder die Zitadelle Petersberg, eine der größten Festungsanlagen Europas, zu entdecken. Einmalig ist auch die 120 Meter lange Krämerbrücke, die einzige vollständig mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. Sie ist zudem die Kulisse für Thüringens größtes Altstadtfest – das Krämerbrückenfest. Hier versammeln sich jedes Jahr im Juni Gaukler, Händler und
Musiker zum bunten Stelldichein und verzaubern Jung und Alt. Im Winter hingegen stimmt der Erfurter Weihnachtsmarkt, einer der schönsten und ältesten Deutschlands, die Besucher mit Thüringer Spezialitäten auf das Weihnachtsfest ein. Mit einer attraktiven Mischung aus kleinen, idyllischen Läden, die auch regionaltypische Produkte wie Kunsthandwerk oder Leckereien anbieten, und den großen, überregional bekannten Einkaufszentren hält die Landeshauptstadt für jeden Anspruch etwas bereit. Dies gilt insbesondere auch für das kulinarische Erfurt, das – neben den unverzichtbaren Thüringer Klößen und der Bratwurst – mit vielen weiteren Köstlichkeiten überrascht. Die reiche Vielfalt an Restaurants mit heimischen Spezialitäten und ausländischer Küche verwöhnt Leib und Seele. Und wer sich frisch gestärkt zum abendlichen
Foto unten: Theater Erfurt, L. Edelhoff / Foto oben: Barbara Neumann
Kontakt Erfurt Tourismus & Marketing GmbH Benediktsplatz 1, D-99084 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 6640 130 E-Mail: stadtmarketing@ erfurt-marketing.de Internet: www.erfurt-marketing.de Stadtverwaltung Erfurt Amt für Wirtschaftsförderung Fischmarkt 11, D-99084 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 655 4433 E-Mail: wirtschaftsfoerderung@ erfurt.de Internet: www.erfurt.de
Wirtschaftsspiegel
Verlagssonderveröffentlichung
19
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 20
Standort Thüringen
Bummel entschließt, kann auch zu später Stunde noch die Lebendigkeit der Stadt spüren. Denn dann erwacht die Erfurter Kneipenlandschaft und lädt Besucher und Einwohner zum Feiern ein.
In Erfurt sind neben der kulturellen auch der sportlichen Aktivität kaum Grenzen gesetzt. Zahlreiche Sportstätten bieten vielfältige Möglichkeiten für Leistungsund Freizeitsportler. Die Gunda-NiemannStirnemann-Halle lädt zum Beispiel zum Schlittschuh laufen ein, aber auch nationale und internationale Wettkämpfe können hier besucht werden. Spitzensportler wissen zudem die hervor ragenden Trainingsbedingungen am Olympiastützpunkt Erfurt – mit Eissportzentrum, Steigerwaldstadion oder Radrennbahn Andreasried – zu schätzen. Von der Attraktivität Erfurts haben sich in den letzten Jahren immer mehr Touristen überzeugt. So konnte die Zahl der internationalen Gäste in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt und die Zahl der Übernachtungen in Hotels und Pensionen jährlich von neuem übertroffen werden. Aber nicht nur Touristen sind von dem Flair der traditionsreichen Stadt begeistert. Die zahlreichen Tagungs- und Kongressgäste schätzen die kurzen Wege, die touristischen Attraktionen und die Hotels, die allen Ansprüchen gerecht werden. Besonders hervorzuheben sind die vielfältigen und außergewöhnlichen Kongresszentren wie die Messe Erfurt, der historische Kaisersaal oder das durch Martin Luther bekannte evangelische Augustinerkloster. Wer sich einlässt auf ein Rendezvous in der Mitte Deutschlands, entdeckt mit Erfurt eine Stadt, in der Tradition und Innovation keine Gegensätze sind, einen Ort von besonderer Lebensqualität. 20
Verlagssonderveröffentlichung
Erfurt – the capital of Thuringia worth living in As one of Thuringia’s regional centres, Erfurt is a popular place of residence, for excursions and as a shopping area. The attractive historic city, that has maintained most of its middleaged structure, enchants residents as well as visitors with its charm and air. Atmospheric side streets and squares with their unique Mediterranean flair invite to stroll and stay. During a walk through Erfurt it is a must to discover the impressive ensemble of the Mariendom and the Severikirche or the Petersberg citadel which is one of the largest fortifications in Europe. Unique is also the Krämerbrücke which is 120 metres long and is the longest bridge in Europe upon which houses have been built and people live. And when the smell of Glühwein and biscuits blow over Erfurt’s cathedral square, it is time again for the Erfurt Christmas Market. As one of the oldest and most beautiful Christmas Markets in Germany it looks back at a traditional 150 years. The culinary Erfurt surprises with many delicacies. And those who are refreshed and have decided on an evening stroll can also experience the unique liveliness of the town even late at night. Then, the Erfurt pub scene comes to life and invites to party. Culturally, Erfurt offers a lot all the year round. Erfurt’s theatre, one of the youngest new theatre buildings in Germany, belongs to the most modern stages in Europe and over the past years was able to establish itself with productions that found recognition worldwide. With the annually occurring DomStufen-Festspiele Erfurt’s theatre has staged an open-air experience of a special kind. Musical works such as Carl Orff’s “Carmina Burana” or the world premiere of the musical “Martin L.” were performed between
the impressive church ensemble of the Mariendom and St. Severi. Also the various museums and galleries, cabaret, stages for puppet shows and craft work shape the cultural scenery of the provincial capital. Next to the cultural activities in Erfurt there are also hardly any boundaries for sports activities. Numerous sports facilities offer a variety of possibilities for top athletes and amateurs. The Gunda-Niemann-StirnemannHalle, for example, invites to ice-skating, icehockey or curling but also competitions of national and international meaning can be seen here. In recent years more and more tourists are convinced of the appeal of the capital of Thuringia. Therefore the number of international guests in Erfurt over the last 10 years has doubled and the annual number of overnight stays is topped every year. But not only are the tourists delighted with the flair of the tradition-rich city of Erfurt. The numerous convention and congress guests appreciate the short ways, the touristic attractions and the available hotels that meet all expectations. Especially the diverse and extraordinary congress centres such as the Messe Erfurt, the historical Kaisersaal or the protestant Augusti nerkloster, known through Martin Luther are to be accentuated.
Wirtschaftsspiegel
Fotos: Barbara Neumann
Auch kulturell bietet Erfurt das ganze Jahr über so einiges. Das Theater Erfurt, einer der jüngsten Theaterneubauten Deutschlands, zählt zu den modernsten Spielstätten Europas und konnte sich in den vergangenen Jahren mit Produktionen etablieren, die überregionale Beachtung fanden. Mit den jährlich stattfindenden DomStufen-Festspielen inszeniert das Theater Erfurt ein Open-Air-Erlebnis der besonderen Art. Vor dem imposanten Kirchenbauensemble von Mariendom und St. Severi kamen bereits Werke wie Carl Orffs „Carmina Burana“ oder die Weltpremiere des Musicals „Martin L.“ zur Aufführung. Die verschiedenen Museen und Galerien, Kabarett, Puppenspiel- und Kleinkunstbühnen prägen ebenfalls die Kulturlandschaft der Landeshauptstadt.
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 21
Standort Thüringen
Firmensitz der Bonk Consulting GmbH in Ilmenau
Frischer Wind im Kundendatenmarkt Wir, die Bonk Consulting GmbH, haben unseren Firmensitz im Herzen Thüringens, in der Goethe- und Universitätsstadt Ilmenau. In Zusammenarbeit mit der hiesigen TU ist es möglich, einzigartige Forschungsarbeit zu betreiben und innovative Ideen zu entwickeln. Seit unserer Gründung im Jahr 2001 beschäftigen wir uns mit professionellem Kundendaten- und Adressmanagement sowie mit der Einführung und Weiterentwicklung von ERP-, CRM und eBusinessAnwendungen. Bestehend aus den beiden Geschäftsbereichen Consulting Services und Technology Services vereinen wir branchenübergreifendes Geschäftsprozessmanagement mit Dienstleistungen aus dem Bereich Direktmarketing. Eine Vor reiterstellung nimmt hierbei unsere ORWELL Produktlinie ein. Wieso professionelles Kundendatenund Adressmanagement? Gerade in der heutigen Zeit gewinnen Schlagworte wie Prozesskostenoptimierung und Kundenbindung immer mehr an Bedeutung. Qualitativ hochwertige Kunden- und Adressdaten sind daher in jedem Unternehmen ein entscheidender Faktor. Denn fehlerhafte Daten sind für die weitere Nutzung im Unternehmen ungeeignet und können bei Ihrer Verwendung zu erheblichen Mehrkosten in den Geschäftsprozessen führen. So verursachen Doppel- und Fehlaussendungen bei Rechnungsstellung oder Mailingaktionen zusätzliche Retourenkosten; was für viele Unternehmen eine immense finanzielle Mehrbelastung bedeutet. Hinzu kommt, dass fehlerhaft angesprochene Kunden irWirtschaftsspiegel
ritiert reagieren und die Kompetenz des Unternehmens anzweifeln. Der dadurch entstehende Imageschaden ist nicht zu unterschätzen. Aber nicht nur fehlerhafte sondern auch unvollständige Kundendaten können zu erheblichen Mehrbelastungen führen. Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen auf Rechnung oder Kredit liefern, sind oftmals von Forderungsausfällen betroffen, da Ihnen entscheidende Informationen über die Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden fehlen. Um diese und ähnliche Probleme zu vermeiden, bedarf es einer professionellen Handhabung der Kunden- und Adressdaten im Unternehmen. So lassen sich Fehler vermeiden und die Kosten für Direktmarketing sowie Fulfillment beträchtlich senken. ORWELL by Bonk Consulting Durch unser Geschäftsmodell, welches Consulting und Technology in sich vereint, ist es uns möglich unseren Kunden ein Gesamtpaket für professionelles Kundendaten- und Adressmanagement zu bieten. Dazu haben wir unter ORWELL alles gebündelt was hierfür notwendig ist. Nach Analyse der betroffenen Geschäftsprozesse erarbeiten wir mit unseren Kunden individuelle Lösungen zur Optimierung und Anpassung dieser. Hierzu bieten wir unabhängige Beratung zu Dienstleistern des Direktmarketings und stellen ein einzigartiges Produktportfolio zur Verfügung, bestehend aus ORWELL Services, einem breiten Partnernetzwerk und einer innovativen Technologie. Mit den ORWELL Services ermöglichen wir unseren Kunden automatisierte Adresspflege,
computergestützte Eingabehilfen für Formulardaten, Datenanreicherungen, die Prüfung von Bankverbindungen sowie Bonitätsprüfungen und vieles mehr. Durch Einbindung der ORWELL Services in die Geschäftsprozesse wird eine hohe Datenqualität über den gesamten Lifecycle eines Kunden sichergestellt. Kosten für aufwendige Data Quality MonitoringTools bleiben dadurch erspart. So unterstützen wir unsere Kunden gezielt bei allen an der Aufnahme und Bearbeitung von Kundendaten beteiligten Prozessen – von der Kundenakquisition bis zum Forderungsmanagement.
Daniel Bonk, Geschäftsführer R
Kontakt Bonk Consulting GmbH Werner-von-Siemens-Str. 6 D-98693 Ilmenau Tel.: +49 (0) 3677 - 4663 140 Fax: +49 (0) 3677 - 4663 101 E-Mail: info@bonk-consulting.de Internet: www.bonk-consulting.de
Verlagssonderveröffentlichung
21
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 22
Forschung und Entwicklung
Weltweit anerkannter Forschungsstandort
I
Die Technische Universität Ilmenau (TU) und die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) haben sich besonders hervorgetan, Bildung und Forschung an den Bedürfnissen der Wirtschaft anzupassen. Im Bereich der Spitzenforschung hat sich die FSU ihre Schwerpunkte in den Bereichen Optik, Photonik und photonische Technologien gesetzt. Das Ernst-Abbe-Zentrum für Photonik der Universität leistet den zahlreichen Unternehmen der optischen Industrie in Jena wichtige Hilfestellung bei der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Weiterhin ist die FSU auf innovative Materialien und Technologien sowie die Dynamik komplexer biologischer Systeme ausgerichtet. Am Servicezentrum für Forschung und Transfer beraten Hochschulmitarbeiter über rechtliche Belange, die Einwerbung von Drittmitteln und unterstützen im Bereich des Marketing. Darüber hinaus werden Kontakte zu kompetenten Ansprechpartnern in der Universität vermittelt. Auf ausgewählten Kompetenzfeldern sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der Angewandten Forschung besetzt die TU einen internationalen Spitzenplatz. Die Forschungs22
Verlagssonderveröffentlichung
schwerpunkte liegen hier auf den Gebieten der Mikro- und Nanosysteme, der ingenieurwissenschaftlichen Systemtechnik und der intelligenten, IT-basierten Medien- und Kommunikationstechnik. Besonders stolz ist die TU auf ihre engen Kontakte zur thüringischen Wirtschaft und die Kooperationen mit anderen Hochschulen weltweit. Das fachliche Profil der Bauhaus-Universität Weimar ist gekennzeichnet durch die Verknüpfung von ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen und künstlerischgestalterischen Fächern. Die beiden unterschiedlichen Richtungen werden hier integriert als Einheit von Kunst und Technik behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der kulturwissenschaftlichen Medienforschung und dem Bereich Digital Engineering. Neben den staatlichen Fachhochschulen und Universitäten bieten auch zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ihre Dienstleistungen an. Insgesamt zehn Institute der Max-Plank-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Leibnitz-Gemeinschaft sind im Freistaat mit den Schwerpunkten Jena und Ilmenau ansässig. In Ilmenau haben das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) sowie das FraunhoferAnwendungszentrum für Systemtechnik (AST) des Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung IITB ih-
ren Sitz. Den Forschungsstandort Jena zeichnen unter anderem das Max-PlanckInstitut für Biogeochemie, das Max-PlanckInstitut für chemische Ökologie sowie das Max-Planck-Institut für Ökonomik aus. Ergänzt wird der Forschungsstandort Jena durch zwei weitere Institute der Leibnitzgemeinschaft. Am Hans-Knöll-Institut für Naturstoffforschung und Infektionsbiologie sowie dem Fritz-Lipmann-Institut für Altersforschung gehen die Wissenschaftler der Erforschung von lebensnotwendigen Grundlagen nach. Naturstoffe sind als Mediatoren der biologischen Kommunikation für das Leben essentiell. Sie sind einerseits an der Entstehung vieler Infektionskrankheiten beteiligt, gehören aber andererseits zu den wichtigsten Quellen für Medikamente, insbesondere für Antibiotika. Am Hans-Knöll-Institut sind Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie eng miteinander verbunden. Auf privatrechtlicher Basis wird in Thüringen unter anderem das Hermsdor fer Institut für Technische Keramik geführt. Die rund 90 Mitarbeiter der Forschungsreinrichtung haben sich einerseits dem Umweltschutz verschrieben und entwickeln keramische Membranen, die Stickoxyde aus Kraftwerksabgasen herausfiltern können. Zur Bindung weiterer Klimagase haben die Forscher so genanntes Nanopulver entwickelt, mit dem das Institut sogar in der Lage ist, transparente Keramik herzustellen. (su) Wirtschaftsspiegel
Foto: Jenoptik
n den vergangenen Jahren entwickelte sich Thüringen zu einem international anerkannten und geachteten Forschungsund Technologiestandort. Neben den Hochschulen leisten vor allem weltweit anerkannte und renommierte Institute einen erheblichen Anteil am guten Ruf Thüringens.
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 23
Forschung und Entwicklung
A worldwide acknowledged research location In the past years Thuringia has become an internationally acknowledged and respected research and technology location. Particularly the worldwide acknowledged and prestigious institutes next to the universities have played a substantial role regarding Thuringia’s good reputation. Especially Ilmenau’s technical university (TU) and the Friedrich-Schiller University (FSU) have distinguished themselves by adapting education and research to the economy’s requirements. The FSU has put its main focus on optics, photonics and photonic technologies in the field of elite research. In the selected fields of competence in basic research as well as applied research, internationally the technical university Ilmenau holds a leading
position. The research focus lies in the areas micro- and nanosystems, systems technology in engineering terms and the intelligent IT-based media and communications technology.
media technology (IDMT) as well as the Fraunhofer appliance centre for systems technology (AST) of the Fraunhofer institute for information and data processing IITB have their home office. The research location Jena is characterised by the Max-Planck-Institut for biogeochemistry, the Max-Planck-Institut for chemical ecology as well as the Max-PlanckInstitut for economics.
Altogether ten of the Max-Plank-Gesellschaft institutes, the Fraunhofer-Gesellschaft as well as the Leibnitz-Gemeinschaft have settled in the Free State - mainly in Jena and Ilmenau. In Ilmenau the Fraunhofer institute for digital
At the Hans-Knöll-Institut for research on natural materials and infections biology as well as at the Frit-Lipmann-institut for geriatric research, the scientists are pursuing the exploration of fundaments indispensable to life.
Strukturübergreifende Kernkompetenzen
Prof. Dr. Andreas Tünnermann, Leiter des Fraunhofer IOF und des Instituts für Angewandte Physik der Universität Jena
sich die Cluster-Akteure den globalen Herausforderungen des Auffindens nachhaltiger Lösungen zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Im Cluster sind das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF und das Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität prominente Forschungspartner der Thüringer Unternehmen. Gegenstand der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in beiden Instituten und Grundlage für die Darstellung neuer innovativer optischer Systeme ist die immer bessere Kontrolle von Licht, von der Erzeugung bis hin zur Anwendung. Die Leistungsfähigkeit der Institute beruht auf strukturübergreifenden Kernkompetenzen, die die gesamte Prozesskette von Design und Simulation über die Entwicklung und Beherrschung von High-TechFertigungstechnologien, die Herstellung von Komponenten bis hin zur Integration in Module und Systeme für unterschiedlichste Anwendungen umfassen und untereinander vernetzt sind.
„In der Region um Jena gibt es 171 OptikUnternehmen, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erwirtschafteten. Insgesamt sind 14.650 Beschäftigte in den Unternehmen und Forschungseinrichtungen tätig. Ziel ist die Entwicklung von optischen Systemen und Technologien für die Zukunftsmärkte Umwelt, Energie, Gesundheit, Sicherheit, Information und Mobilität. Damit stellen
Die Zusammenarbeit im Cluster betrifft aber nicht nur die Forschung sondern auch den Bereich der Aus- und Weiterbildung. Zur Sicherung des steigenden Bedarfs an wissenschaftlichem Nachwuchs, sowohl in Unternehmen als auch in Forschungseinrichtungen, wurde an der Friedrich-Schiller-Universität 2008 die Abbe-School for Photonics mit Unterstützung des Freistaates Thüringen ins Leben
Fotos: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Anne Günther/FSU
Die Region Jena gehört zu den herausragenden Optikstandorten Europas. Hier hat das Zusammenwirken von exzellenter Forschung und wirtschaftlicher Verwertung eine lange Tradition, die im Optik-Cluster CoOPTICS ihre Fortführung findet, erklärt Prof. Dr. Andreas Tünnermann, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF mit Sitz in Jena:
Wirtschaftsspiegel
gerufen. Die Einrichtung eines internationalen, strukturierten Master- und Graduiertenstudienprogramms in Kooperation mit ausländischen Universitäten ist Schwerpunkt der akademischen Ausbildung und ist Ausdruck der stärker werdenden internationalen Vernetzung. In Public-Private-Partnership wurden 125 Stipendien bereit gestellt.“ !
www.iof.fraunhofer.de
Prof. Dr. Ulrich S. Schubert Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie der Universität Jena „Neben einer exzellenten Grundlagenforschung stellt gerade die Überführung in mögliche kommerzielle Produkte eine entscheidende Herausforderung für die Zukunftsfähigkeit des Standortes in Jena, Thüringen und Deutschland dar. Wir müssen hier schneller und effizienter das Erdachte und Erforschte auch selbst umsetzen, um Arbeitsplätze zu erhalten, neue zu schaffen und Wohlstand zu generieren.“ Schubert kam 2007 von der TU Eindhoven nach Jena und hatte parallel Rufe nach Stuttgart und Hamburg, die er ablehnte. Er ist seit 2008 Sprecher des Forschungsschwerpunktes „Innovative Materialien und Technologien“ der Universität Jena.
Verlagssonderveröffentlichung
23
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 24
Forschung und Entwicklung
Ohne Dix geht nix. Dieser saloppe Spruch könnte durchaus der Slogan der Otto-DixStadt Gera sein. Seine Geburtsstadt wuchert gezielt mit dem internationalen Renommee von Otto Dix (1891–1969), einem der berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Die städtische Kunstsammlung bewahrt über 400 seiner Werke und damit einen der größten Dix-Bestände in öffentlicher Hand. Er hat sein Domizil in der barocken Orangerie und im Dix-Geburtshaus. Neuestes Juwel in der Museumslandschaft ist das Kunsthaus Gera, das in der ehemaligen Landeszentralbank Gestalt annimmt.
Neues Kunsthaus Gera
Gera, die grüne Stadt als Wirtschaftsstandort Kurze Wege und eine umfassende Betreuung der Unternehmen zeichnen die Stadt aus
24
Verlagssonderveröffentlichung
novationszentrums Gera: „Bei jedem Pitch werden Finanzierungen initiiert und es entstehen viele neue Firmenkontakte und Kooperationen. Beim letzten Mal waren 40 Investoren und ein 150-köpfiges Fachpublikum zu Gast“. Haben sich Investoren und Pitcher zusammengefunden, steht der neuen Geschäftsidee gerade in Gera nichts mehr im Weg. Denn allumfassend stellt sich das Oberzentrum Ostthüringens als Standort kurzer Wege dar. Die Autobahn A 4 liegt direkt vor der Tür, das Hermsdorfer Kreuz, die Schnittstelle der Ost-West- und Nord-Südverbindung, nur wenige Minuten entfernt. Die Verkehrslandeplätze Altenburg und Gera-Leumnitz befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Stadt, der Flughafen Leipzig-Halle kaum eine Stunde Fahrzeit in Richtung Norden. In Gera selbst führt sich der Vorteil kurzer Wege fort. Wer nicht auf das typische Flair
einer lebendigen Großstadt verzichten möchte, aber dennoch dem lauten Treiben und dichtem Verkehr anderer Städte aus dem Weg gehen will, ist in Gera genau richtig. Idyllische Wohngebiete, moderne Kindertagesstätten und Schulen sowie ein unglaublich buntes Kunst- und Kulturleben zeichnen die Stadt an der Weißen Elster aus. Nur fünf Gehminuten vom Zentrum entfernt atmet Geras grüne Lunge: Der zur Bundesgartenschau 2007 entstandene Hofwiesenpark und der barocke Küchengar ten laden zum Bummeln ein. Im Stadtwald mit seiner geschützten Pflanzen- und Tierwelt werden Wanderungen oder botanische Exkursionen zur Entdeckungsreise. Hier fühlt sich Gera wie Urlaub an. Von Schauspiel bis Philharmonie und Musiktheater, von klassischem und modernem Ballett bis zum Puppentheater: Das
Fotos: Stadt Gera
Jungen Unternehmen mit einer kreativen Idee wird das Leben oft nicht leicht gemacht. Für den Start in die Selbstständigkeit und die ersten Schritte zum Erfolg sind nicht selten 500.000 Euro Startkapital nötig, um Investitionen anzuschieben und gegebenenfalls auch erste Mitarbeiter zu beschäftigen. Vor allem hilft das Geld für die weitere Unternehmensfinanzierung durch Fördermittelgeber oder Banken. Während die Neugründer in den alten Bundesländern schon 100.000 Euro an eigenem Kapital aufbringen müssen, hat es der Starter in den neuen Ländern etwas leichter, von ihm werden nur 50.000 Euro Eigenkapital erwartet. Hat der Jungunternehmer dieses Geld zur Verfügung, stehen schnell weitere Geldgeber zur Seite. Doch an das erste eigene Geld zu kommen, stellt meist die größte Herausforderung dar. In Gera reicht schon eine gute Idee mit einem schlüssigen Konzept, um die erste Hürde zu nehmen. Zweimal im Jahr stehen sich beim Elevator Pitch potenzielle Geldgeber und kreative Köpfe mit innovativen Ideen gegenüber. In drei Minuten müssen sie einem interessierten Publikum und vor allem einer kritischen Jury, bestehend aus Unternehmern und Investoren, ihre Vorstellungen darlegen. Bereits seit zweieinhalb Jahren veranstalten das Technologie- und Innovationszentrum Gera, die Gesellschaft zur Förderung neuer Technologien Thüringen sowie der Gründer- und Innovationscampus JenaWeimar gemeinsam den Thüringer Elevator Pitch. Und die Erfolge können sich sehen lassen, meint Dr. Merle Fuchs, Geschäftsführerin des Technologie- und In-
Jugendstiltheater Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 25
Forschung und Entwicklung
einzige Fünf-Sparten-Theater Thüringens bietet für jeden Geschmack und jedes Alter das passende Programm. Zudem sorgen Kabarett und Kleinkunstbühnen, Orchester und Museen, Theaterfestivals und Kunstausstellungen für eine lebendige Kulturlandschaft. Als „kinderfreundlichste Stadt Deutschlands“ ausgezeichnet bietet Gera jedem Kind bis sieben Jahre einen Krippen- oder Kindergartenplatz. Bei Betreuungszeiten oft bis 19 Uhr sind Karriere und Familienplanung in Gera so gut vereinbar wie in kaum einer anderen Stadt. Die Otto-Dix-Stadt hat mit Beginn dieses Schuljahres das umfassendste Programm der Sanierung ihrer Schulen gestartet. Mit Volkshoch-, Fach- und Fachhochschule, Grundig-, Berufs- und Verwaltungsakademie sowie dem Bildungswerk bietet Gera beste Voraussetzungen für lebenslanges Lernen. Im Herzen der Universitätsregion Jena, Leipzig, Er furt und Dresden gelegen, können die Stadt Gera und die hier ansässigen Unternehmen auf qualifizierten Nachwuchs zählen.
Gera, green city as business location Short distances and comprehensive service support of companies single out the city
Kontakt
It is not always easy for young companies with creative ideas. In order to take the first step into independence and towards success, approx 500.000 Euros are often required. Whilst the new starters in the old West German states need to provide 100.000 Euros from their own funding, the starters in the newly formed German states are a little better off – they only need to provide 50,000 Euros. If the young entrepreneur has this amount of money, then many financiers are at their side. But the largest challenge is to obtain their first own money. In Gera, it is sufficient to have a good idea with a convincing concept to take the first hurdle. Biannually at Elevator Pitch, potential investors and creative heads with innovative ideas face each other. In 3 minutes they present their concepts in front of an audience and above all a critical jury consisting of enterprises and investors. For two and a half years now the societies Technologie- und Innovationszentrum Gera, the Gesellschaft zur Förderung neuer Technologien Thüringen as well as the Gründer- und Innovations campus Jena-Weimar jointly host the Thuringian Elevator Pitch. And the successes are impressive, says Dr. Merle Fuchs, Managing Director of the Technologie- und Inno va tionszentrum Gera: “At every pitch funding is given and many new company contacts and co operations are formed.“
TIZ Technologie und Innovationszentrum Gera Gewerbepark Keplerstraße 10/12 D-07549 Gera Tel.: +49 (0) 365 - 734 9200 E-Mail: fuchs@tgz-gera.de Internet: www.tgz-gera.de
When investors and pitchers have found a mutual path, there is nothing to stop a new business idea in Gera as this regional centre in East Thuringia is a location of short distances. The motorway A4 is right in front of the doorstep, the Hermsdorfer Kreuz, the
Hat sich ein Investor für Gera entschieden, wird ihm sprichwörtlich der rote Teppich ausgerollt. Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung, Kammern und Fördermittelgeber und nicht zuletzt das Technologie- und Innovationszentrum ziehen alle an einem Strang. Sie wissen, dass sogar High Tech-Unternehmen in Gera den besten Nährboden für ihre Entwicklung finden. Flächen für große Industriehallen, Räume für Büro und Gewerbe oder Labors und Technik stehen in allen Größen und günstigen Lagen ausreichend zur Verfügung. Ein stetig wachsender Kreis von Unternehmen verschiedenster Branchen, darunter auch hochinnovative Technologieunter nehmen, die diesen exklusiven Standortvorteil bereits erkannt haben, bildet derzeit einen industriellen Kern, der auf die Nachbarschaft neuer, kreativer Ideengeber setzt. Nach diesem Prinzip „Alles aus einer Hand“ bündelt die OttoDix-Stadt Gera den Service für ortsansässige Firmen sowie potenzielle Investoren. Unternehmern steht im Fachdienst Wirtschaftsförderung/Stadtentwicklung der Stadtverwaltung ein „Lotse“ als persönlicher Ansprechpartner zur Seite. !
Foto: Stadt Gera
Hofwiesenpark
Wirtschaftsspiegel
www.gera.de
interface between the East-West and NorthSouth connections, is only a few minutes away. The commercial airports Altenburg and Gera-Leumnitz are in the close to the city and the airport Leipzig-Halle is only 1 hour away. For those who do not want to miss the typical flair of a vibrant major city but also want to avoid the hustle and bustle and the congested traffic of other cities, Gera is exactly the right place. Idyllic residential areas, modern day care centres and schools and an unbelievably colourful art and cultural life characterises the city by the river Weisse Elster. A 5 minute walk from the centre is Gera’s green lung: The park Hofwiesen, created for the national garden show and the baroque kitchen garden invites to a stroll. This is where Gera feels like a holiday. If an investor has chosen Gera then the proverbial red carpet is laid out. The city government and business development, chambers and funding authorities and of course the Technologie- und Innovationszentrum work together. They know that even high-tech companies can find the best feeding grounds for their development in Gera. Areas for big industrial halls, spaces for office and trade, laboratories or engineering are available in all sizes and advantageous locations. A constant growing circle of companies from different sectors and also the highly innovative technology enterprises who are aware of this exclusive advantageous location, build an industrial centre focussing on the neighbourhood of creative idea providers. According to the motto: “Everything out of one hand” the Otto-Dix-City Gera combines the service for local companies as well as for potential investors. Verlagssonderveröffentlichung
25
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 26
Forschung und Entwicklung
Spezialist für Dokumenten-Management-Systeme
Die optischen Speichersysteme umfassen die Gebiete Mikrofilm und optische Speicherplatten sowie deren Peripherien. Beide Systeme werden jedes für sich aber auch in harmonischer Kombination angeboten. Umfassende Beratung, Betreuung und Service sind für das seit 1991 bestehende Unternehmen mit Sitz in Alkersleben bei Arnstadt und einer Außenstelle in Jena selbstverständlich.
Ver tragspartner der OPTIMAL SYSTEMS Computertechnologien GmbH Berlin, MICROFORM GmbH (vormals AGFA-Gevaert AG Leverkusen), ALOS Optische Speichersysteme GmbH Köln und KODAK AG Stuttgart stehen dem Unternehmen die vielfältigen Möglichkeiten der großen, marktführenden Unternehmen mit langjährigen Praxiserfahrungen und eigenen Entwicklungsbereichen zur Seite. Zu den Kunden zählen Sparkassen, Banken, Versicherungen, der öffentliche Dienst, Krankenkassen, Krankenhäuser, Arztpraxen, Steuerberatungs- und Anwaltskanzleien, klein- und mittelständische Unternehmen sowie Verwaltungseinrichtungen.
Zum umfangreichen Angebot gehören die Dienstleistungen Mikroverfilmung und Digitalisierung mittels Scannern von kaufmännischen und technischen Unterlagen für die aktive und passive Archivierung. In Fragen Hard- und Softwarelösungen ist das gemäß DIN EN ISO 9002 zertifizierte Unternehmen kompetenter Partner. Darüber hinaus bietet MOD Interessenten an, deren aufbewahrungspflichtige Unterlagen in konventioneller Weise in firmeneigenen Archivräumen einzulagern. Als
Die Unternehmensphilosophie von MOD beinhaltet hohe Qualität und Zuverlässigkeit ebenso wie die Rechtfertigung des entgegengebrachten Vertrauens der Kunden. MOD erarbeitet gemeinsam mit dem Kunden individuelle, maßgeschneiderte Lösungen für sein Archivierungs- und Ver waltungsproblem. Dies beginnt mit der umfassenden Analyse seines Bedarfs, geht über qualifizierte Beratung, Schulung der Mitarbeiter, bis hin zum Kundendienst in seiner Nähe.
Das Firmenziel der MOD MikroFilmDienst GmbH ist der Vertrieb von optischen Archivierungs- und Verwaltungssystemen, das Einrichten von Netzwerken, technischer Service und Dienstleistungen.
Kontakt
neumeister.de
MOD MikroFilmScanDienst GmbH Am Berg 96 D-99310 Alkersleben Tel.: +49 (0) 36200 - 603 16 Fax: +49 (0) 36200 - 600 52 E-Mail: info@archiv-mod.de Internet: www.archiv-mod.de
In der Mitte Deutschlands fachkräftig produzieren und in 2 Minuten auf der Autobahn!
„Ludwigstein“, Gewerbegebiet Erfurt „Südlich Kühnhäuser Straße“ an der A 71. 440.000 m2, davon 50.000 m2 Sondergebiet und 390.000 m2 für Gewerbe. Verkehrsanbindung: 2 Minuten zur A 71 und 3 km zur B4. Ver- und Entsorgung: 2 MW Strom, Erdgasanschluss und Wasser. ThLG | Weimarische Straße 29 b, 99099 Erfurt | T: +49 361 4413-146 | F: +49 361 4413-299 | b.schneider@thlg.de | www.thlg.de 26
Verlagssonderveröffentlichung
Wirtschaftsspiegel
Foto: Gabi Schoenemann, Pixelio
Für Ihre Visionen als Investor entwickeln wir - die Thüringer Landgesellschaft mbH - als gemeinnütziges Siedlungsunternehmen des Freistaates Thüringen 440.000 parzellierbare Quadratmeter Zukunft. Nur 2 Fahrminuten nach der Autobahnabfahrt stehen Sie schon auf dem „Ludwigstein“, dem logistisch schnellsten Gewerbegebiet der Landeshauptstadt Erfurt! Wir bieten Ihnen top Standort-Detailkenntnisse, schnelle Vorgangsbearbeitung und nachhaltige Unterstützung der Förderung Ihres Investitionsvorhabens. Jetzt Exposé anfordern.
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 27
Forschung und Entwicklung
Forschungsaktivitäten der TU Ilmenau rund um „Feinstaubarmes Fahrzeug“
Prof. Dr.-Ing. Klaus Augsburg, Fachgebietsleiter Kraftfahrzeugtechnik der TU Ilmenau. „Die Technische Universität Ilmenau richtet ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf brisante Themen der Zukunft aus. So rückt im Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik das Thema „Feinstaubarmes Fahrzeug“ verstärkt in den Fokus der wissenschaftlichen Arbeit. „Fast ein Drittel aller Feinstaubemissionen in Deutschland werden durch den Verkehr verursacht. Unter Berücksichtigung gesundheits- und klimaschädlicher Aspekte erwarte ich, dass die Anforderungen an abgasreduzierte Fahrzeugantriebe zukünftig noch größer werden – darauf sollte man sich in der Wirtschaft und Wissenschaft einstellen“, so Prof. Dr.-Ing. Klaus Augsburg, Fachgebietsleiter Kraftfahrzeugtechnik der TU Ilmenau. Aktuelle Forschungsprojekte des Fachgebietes Kraftfahrzeugtechnik befassen sich zum Beispiel mit der Entwicklung von Par tikelsensoren. Bei diesem Thema existiert bereits eine enge Zusammenarbeit mit Thüringer Unternehmen aus der
Mess- und Sensortechnik. Um das Abgasverhalten konventioneller Antriebe weiter zu optimieren, werden in verschiedenen Projekten in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft experimentelle und numerische Analysen vorgenommen. Auch neuen innermotorischen Aufgaben widmet sich das Fachgebiet. Daneben ist bereits absehbar, dass unter dem Gesichtspunkt des Einsatzes neuer Antriebstechnologien, zum Beispiel Elektroantrieb, die Bedeutung der Reduktion weiterer Feinstaubquellen im Kraftfahrzeug (zum Beispiel Bremsen oder Reifen) zunehmen wird. Entsprechende Forschungsarbeiten werden im Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik bereits heute durchgeführt. Wirtschaft und Forschung im Bereich Automotive sind nicht nur modern aufgestellt, sondern haben in Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen eine lange Tradition. In Kooperationen sind beide eng miteinander verzahnt. Das Fachgebiet KFZ- Technik an der TU Ilmenau ist das einzige kraftfahrzeugtechnische Fachgebiet in Thüringen und mit seinen zukunftsweisenden Forschungsgebieten ein wichtiger Partner der Wirtschaft. Im Bereich der Angewandten Forschung bestehen aktuell zirka 50 Kooperationen mit deutschlandweit ansässigen Industrieunternehmen. Im Studiengang Fahrzeugtechnik sind in Ilmenau derzeit etwa 400 Studenten immatrikuliert. Bei den Jugendlichen findet dieser Studiengang nach wie vor ein großes Interesse. Durch die hohe Anzahl an Studenten – alle Studierenden dieses Studienganges arbeiten innerhalb ihrer Ausbildung an aktuellen Forschungsprojekten mit – wird die praxisgerechte Ausbildung befördert, wovon die Wirtschaft in besonderer Weise profitiert.“
A vehicle low on particulate emission Ilmenau’s university of technology is re aligning its research and development activities to the controversial subjects of the future. Thus, in the field automobile technology the topic “vehicles low on particulate emission” is becoming the main focus of scientific work. “Nearly a third of the particulate emission in Germany is caused by traffic. Considering the aspects that are harmful to health and climate, I expect that the requirements for vehicles with reduced exhaust emission will increase in future – The economy and science needs to be prepared for this”, says Prof. Dr.-Eng. Klaus Augsburg, line manager of the sector automobile technology at the TU Ilmenau. Current research projects in the field automobile technology are dealing with the development of particle sensors, for example. A close cooperation with Thuringian companies from the metrology and sensor technology industry on this subject already exists. In order to further optimise the exhaust emission characteristics of conventional drives, experimental and numeric analyses are being made in different projects in cooperation with the economy. The specialist field also deals with new tasks for measures inside the engine itself. Therefore it is foreseeable that under the aspect of the implementation of new drive technologies, for example electric power systems, the importance of reducing further sources of particulate emission in vehicles (e.g. brakes or tires) will increase. Respective research projects in the field automobile technology are being performed today. !
www.tu-ilmenau.de
...wir veredeln Oberflächen! Foto: TU Ilmenau
Teileveredelung durch: L Eloxieren schwarz/farblos L Eloxieren dekorativ L Chromatieren RoHS-konform
Die DOCTER-Produktpalette überzeugt bereits seit vielen Jahren durch ein exzellentes Oberflächenfinish. Nutzen auch Sie unser Know-how in der Oberflächenbearbeitung. Fragen Sie an: h.florschuetz@docter-germany.com
Analytik Jena AG I Niederlassung Eisfeld I Seerasen 2 I D-98673 Eisfeld Tel.: +49 (0) 3686 371-115 I Fax: +49 (0) 3686 322037 I E-mail: info@docter-germany.com I www.docter-germany.com
Wirtschaftsspiegel
analytikjenaGROUP
Verlagssonderveröffentlichung
27
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 28
Automobilindustrie
uch wenn Thüringens Vorzeigebranche, die Automobilindustrie, momentan in schwierigem Fahrwasser manövriert, beweisen die zahlreichen Unternehmen Weitsicht und Handlungsstärke.
A
Entlassungen und Insolvenzen stehen, anders als noch Mitte 2008 befürchtet, nicht auf der Tagesordnung. Vielmehr zahlt sich heute aus, dass sich die Unter nehmen breit aufstellten und sich mit ihren Innovationen einen Namen auf dem Weltmarkt geschaffen haben, an dem die großen Hersteller der Branche nicht vorbeikommen. Zwar haben viele der traditionell mittelständisch geprägten Unternehmen mit Umsatzeinbußen zu kämpfen, jedoch verlieren sie nicht den Mut und richten ihren Blick weiterhin in die Zukunft. Die Basis für diesen Optimismus liegt in der Vergangenheit. Seit gut einhundert Jahren entwickelt sich in Thüringen eine Kompetenz rund ums Automobil. Angefangen beim legendären Dixi, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei BMW in Eisenach produziert wurde, über verschiedene motorisierte Zweiräder, bis hin zu den heute produzierten Fahrzeugen von Opel zieht sich die Automotive-Geschichte seit langem wie ein roter Faden durch die thüringische Wirtschaft. Doch neben den großen bekannten Marken haben vor allem die Zulieferer der Branche in Thüringen Fuß gefasst. Von Farben für Kunststoffe, die von der Firma GRAFE Advanced Polymers GmbH in Blankenhain her28
Verlagssonderveröffentlichung
gestellt werden, über hochwertige Lederkomponenten für den Fahrzeuginnenraum, wie sie die Salza Service Lederverarbeitung GmbH in Bad Langensalza fer tigt, bis hin zu Kurbelwellen, die in Nordhausen bei FEUER powertrain die Fertigungsbänder verlassen, gibt es kaum Teile, die nicht in Thüringen für fast alle weltweiten Automobilhersteller hergestellt werden. In den zurückliegenden Jahren haben die vielen Unternehmen aus dem Freistaat erkannt, dass ihnen ein Miteinander mehr bringt, als ein Gegeneinander. So sind von den mehr als 450 Unternehmen der Automobilbranche mit ihren rund 45.000 Mitarbeitern 110 Mitglied im Branchencluster automotive thüringen e.V. (at). Die dort zusammengeschlossenen Unternehmen haben mehr als 30.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz von etwa 4,2 Milliarden Euro. Der at bietet ihnen Hilfestellung bei der Kooperation mit anderen Unternehmen und den Hochschulen im Land, vermittelt Experten von Forschungseinrichtungen und berät bei der finanziellen Unterstützung von Investitionen durch Fördermittel. So entstehen im ganzen Land Symbiosen, die den Wirtschaftsstandort stärken. Die Hochschulen, allen voran die Technische Universität Ilmenau mit ihrem Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik, bilden nicht nur den Nachwuchs an Fach- und Führungskräften aus, sondern bieten sich auch als idealer Partner für Forschung und Entwicklung an. Unternehmensnahe
Forschung bieten auch das Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme IMMS in Ilmenau, das CiS Institut für Mikrosensorik in Erfurt oder das Thüringer Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung aus Rudolstadt. Viele Neuerungen, mit denen die Unternehmen aus Thüringen bei ihren Abnehmern punkten, entstanden in Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land. Diese Fülle an kompetenten Partnern, gepaart mit der guten Infrastruktur und den umfangreichen Fördermög lichkeiten, machen Thüringen auch weiterhin, und auch in Zeiten der Wirtschaftskrise, zu einem begehrten Investitionsstandort der Industrie. So eröffnete im April 2009 die IHI Charging Systems International eine Produktionsstätte für Turbolader in Ichtershausen. Das Gemeinschaftsunter nehmen des japanischen Konzerns IHI und der Daimler AG investierte dazu rund 45 Millionen Euro, schuf 200 neue Arbeitsplätze und plant ab 2010 pro Jahr eine halbe Million Turbolader zu produzieren. Dies ist nur ein erstes Zeichen am sich aufhellenden Himmel der Automobilindustrie. Auch ist es der Beweis für die Tatkraft und den Elan, mit dem sich die thüringische Wirtschaft erfolgreich als zuverlässiger Partner präsentiert. Thüringen hatte und hat beste Chancen, nicht nur im Automotive-Bereich, einen der vordersten Plätze bei Investitionsentscheidungen einzunehmen und wird auch künftig an der Spitze bleiben. (su) Wirtschaftsspiegel
Foto: BMW Group
Spitzenplatz für Investitionen
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 29
Automobilindustrie
A top location for investments Although Thuringia’s automotive industry is currently maneuvering through troubled waters, the numerous companies are demonstrating foresight and operational strength. Today it is paying off that the companies have broadened their diversity and through their innovations have created a name for themselves. Though many of the middle-sized companies are fighting with a decline in sales, they have not lost their courage and continue to look ahead. For a good 100 years now, expertise regarding the automobile has been evolving in Thuringia. The automotive history is a recurrent theme throughout Thuringia’s economy - starting
with the legendary Dixi manufactured by BMW in Eisenach at the beginning of the 20th century to various motorised two-wheelers through to the currently manufactured vehicles by Opel. From colours for plastics to high-class leather components for a vehicle’s interior through to crankshafts – there are hardly any components that are not produced in Thuringia. In the past years many companies from the Free State have recognised that cooperation is
more beneficial than working against each other. Thus, 110 out of the 450 companies from the automotive sector with their approx. 45,000 employees are members of the industrial cluster automotive thüringen e.v. (at). Within the at, the consolidated companies have over 30.000 employees and generate an annual turnover of around 4,2 billion Euros. The at offers support regarding co operations with other companies and give advice on financial support. The colleges do not only train young skilled employees and future managers, they are also an ideal partner for research and development.
Stabilität durch breite Aufstellung Die Automobilbranche hat im Jahre 2008 ihre größte Herausforderung aufgenommen, als die Auftragseingänge dramatisch weggebrochen sind, weiß Michael M. Lison, Projektmanager des Automotive Thüringen e.V. (at)., und erläutert, dass dies im Nutzfahr zeugbereich weiterhin anhält, aber bei PKW eine Konsolidierung auf niedrigem Niveau erfolgt:
Foto: at
Michael M. Lison, Projektmanager automotive thüringen e.V. „In Europa hat die ‚Abwrackprämie‘ zumindest dafür gesorgt, dass insbesondere die Zulieferer, welche die internationalen Produzenten für Kleinwagen beliefern, die Verluste in der Mittel- und Premiumklasse zum Teil kompensieren konnten. Immerhin gibt es bei einigen Unternehmen derzeit Anzeichen für eine Besserung, jedoch stehen für viele Zulieferer noch harte Zeiten bevor. Weiter auf neue Technologien zu setzen, Fachkräfte zu qualifizieren und zusätzliche Märkte zu erschließen, ist daWirtschaftsspiegel
her wichtiger denn je um gestärkt die Krise zu bewältigen. Mit den Messeteilnahmen im Jahr 2009 in Leipzig an der Z2009 und der IAA in Frankfurt präsentierten erneut unsere Mitgliedsunternehmen und der automotive thüringen e. V. selbst, die thüringischen Kompetenzen der Zulieferindustrie. Dabei setzen alle auf Einsparungen im CO2- und vor allem im Kraftstoffbereich. Hier sind neue intelligente Lösungen und immer wieder Gewichtseinsparungen gefragt. Auch für Elektromobilität besitzen Zulieferer in Thüringen Kompetenzen, die in verschiedenen regionalen und überregionalen Projekten eingebracht werden. Diese Themen wurden auch auf dem Branchentag 2009 im Juni auf der Fachtagung der Zulieferindustrie mit hochkarätigen Referenten aus Wirtschaft und Politik in Erfurt diskutiert. Innerhalb der Branche weitet der ‚at‘ seine Kooperationen, mit den Zulieferinitiativen in Sachsen, Sachen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Berlin/ Brandenburg, durch die Gründung neuer Kompetenzcluster innerhalb des ACOD kontinuierlich aus. Hier sollen Innovationsforen den Weg zu den ersten Wachstumskernen vorbereiten. Aber auch branchenübergreifend wurden Gemeinschaftsveranstaltungen zum Beispiel mit dem Cluster ‚Neue Materialien‘ durchgeführt. Für das Jahr 2010 ist eine erste Clusterkonferenz für die Kooperationen in Thüringen geplant.
Zur Steigerung der Innovationskraft und Erhöhung der internationalen Wettbe werbsfähigkeit werden durch den automotive thüringen e. V. momentan Projektkooperationen von Thüringer Unternehmen begleitet, welche sich mit aktuellen Themen wie beispielsweise der Reduzierung von Schadstoffemissionen und der Elektrifizierung von Fahrzeugen befassen. Infolge der weltweiten Rezession und dem hiermit verbundenen Einbruch des Auslandsgeschäftes in Teilen Europas und den USA sowie einer nachhaltig schwachen Inlandsnachfrage ist nach Einschätzung von Experten die Zahl der Zulieferbetriebe im fast zweistelligen Prozentbereich rückläufig. So wurden bereits im Quartal August-Oktober 2008 – vor Inkrafttreten der staatlichen Umweltprämie für den Kauf von Neufahrzeugen – 16,7 Prozent mehr Insolvenzanträge in der Automobilindustrie gestellt, als noch im Vorjahreszeitraum 2007. Hier ist Thüringen dagegen gut aufgestellt, da bis Ende 2008 nur zwei Insolvenzverfahren eröffnet wurden. Die Branche scheint somit sehr viel stabiler – was nicht zuletzt auf die breite Aufstellung der Thüringer Zulieferbetriebe zurückzuführen ist – und lässt zuversichtlich auf bald wachsende Märkte und Geschäfte hoffen. Wie es letztendlich jedoch weitergehen wird, kann erst Mitte 2010 beurteilt werden.“ !
www.acod.de Verlagssonderveröffentlichung
29
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:54 Uhr
Seite 30
Automobilindustrie
Technologiegesellschaft Thüringen
Partner im Innovationsprozess Die im Jahr 2005 gegründete Technologiegesellschaft Thüringen mbH & Co.KG, kurz TechGT, arbeitet seit einigen Jahren erfolgreich als das Regionalmanagement der TECHNOLOGIE REGION ILMENAU ARNSTADT (TRIA). Von besonderer Bedeutung sind im Freistaat das größte Industriegebiet „Erfurter Kreuz“ und die Technische Universität Ilmenau. Ziel der TechGT ist es eine positive Entwicklung der Region als Ganzes zu fördern. Im Fokus steht die Verbesserung der Zusammenarbeit der Unternehmen untereinander und mit den For schungseinrichtungen. Projektbezogene Kooperationen bieten enorme Chancen, um wirtschaftliche Potenziale zu aktivieren. Besonders der Bereich des „Erfurter Kreuzes“ bietet durch seine geografische Lage einen Standortvorteil, den es auszubauen gilt. Auch soll die bereits vorhandene und die potenzielle Wirtschaftskraft der Region besser kommuniziert und der regionale wie überregionale Bekanntheitsgrad deutlich gesteigert werden. Die TechGT hat sich dabei auf folgende Arbeitsfelder spezialisiert: Erfassung und Aktualisierung der Kompetenzfelder der regionalen Wissenschaftseinrichtungen und der regionalen Wirtschaft Kommunikation der Wirtschafts- und Wissenschaftspotenziale der Region in der Region und überregional Schaffung von Voraussetzungen zur problembezogenen Verknüpfung vorhandener Potenziale Akquisition von Kooperationsprojekten zwischen Wirtschaft und Wissenschaft (regional und überregional) Projektmanagement zur Erschließung wirtschaftlicher Reserven und Umsetzung einzelbetrieblicher Aufgabenstellungen Die Arbeit der innovativen Unternehmen sowie der Aufbau neuer Unternehmen sollen die Entwicklung der Region vorantreiben. Daher werden sie durch gezielte Marketingmaßnahmen gefördert.
Kontakt Technologiegesellschaft Thüringen mbH & Co. KG Ehrenbergstr. 11 D-98693 Ilmenau Tel.: +49 (0) 3677 - 469 990 Fax: +49 (0) 3677 - 469 9999 E-Mail: info@techgt.de 30
Verlagssonderveröffentlichung
TECHNOLOGIE REGION ILMENAU ARNSTADT
Wirtschaft trifft Wissenschaft Unter der Überschrift „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ trafen sich zum wiederholten Male am 23. September 2009 Forscher der Technischen Universität Ilmenau mit Unternehmern der TECHNOLOGIE REGION ILMENAU ARNSTADT (TRIA) Die Tagung unter dem Thema „Technische und biomedizinische Assistenzsysteme“ ermöglichte den Austausch über aktuelle Problemstellungen. So konnten erste Möglichkeiten eröffnet und Ideen für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Universität gesammelt werden und so der Grundstein für eine Kooperation zwischen den Partnern gelegt werden. Prof. Augsburg, der Prorektor für Wissenschaft der TU Ilmenau äußerte seine Freude über die große Resonanz, die die Veranstaltung bei den Unternehmen in der Region und ganz Thüringens gefunden hat. „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ dient mit seinen zweimal im Jahr stattfindenden Tagungen als Katalysator zwischen der einzigen Technischen Universität im Freistaat und den Unternehmen der Region. Jede Konferenz steht unter einem Thema, das den Forschungsschwerpunkten der TU und den Zukunftsfeldern der Unternehmen entspricht. Bei der nächsten Konferenz im Frühjahr 2010 werden dann Energie und Photovoltaik den Schwerpunkt bilden. Know-how weiter zu entwickeln sowie es effektiv und effizient
einzusetzen ist das Ziel dieser Treffen, damit die Region ihre gute Position als Technologiestandort weiter halten und ausbauen kann. Hinzu kommt, dass bereits aktuell in Thüringen Fachkräfte fehlen und der Wettbewerb um die vorhandenen Humanressourcen immer stärker wird. In den kommenden Jahren wird sich dieser Trend durch die demografische Entwicklung noch verstärken und nach Prognosen werden im Jahr 2015 der Wirtschaft im Land Thüringen 80.000 Fachkräfte fehlen. Aus diesem Grund wird vom Regionalmanagement der TRIA ein besonderer Schwerpunkt auf die Fachkräfteentwicklung gelegt. So sollen zum Beispiel über das Universitäts-Kolleg an der Goetheschule in Ilmenau schon frühzeitig zukünftige Leistungsträger für die Region entwickelt werden. Mit diesen zwei Schwerpunkten hat das Regionalmanagement der TRIA einen sicheren Stand und ist in einer guten Ausgangslage, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. !
www.techgt.de Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 31
Automobilindustrie
ANFA Kontakt ANFA Anlagen Fahrzeugbau GmbH Zum langen Maß 7 D-36433 Bad Salzungen Tel.: +49 (0) 3695 - 858804 Fax: +49 (0) 3695 - 858805 E-Mail: info@anfa-gmbh.de Internet: www.anfa-gmbh.de
Der Spezialist für Hebetechniken Der Anlagen Fahrzeugbau Bad Salzungen bietet Kunden umfassenden Service Im Alltag auf Baustellen sind sie unerlässliche technische Helfer. Wann immer es darum geht, schwere Lasten oder große Stückzahlen zu verladen, kommen Krane und Absetzgeräte zum Einsatz und sorgen für Arbeitserleichterung und schnelle Abläufe. Mit Hackengeräten können insbesondere sperrige Lasten wie Arbeitsgeräte oder beladene Transportpaletten zügig auf- und abgeladen werden. Ein Spezialist für diese Aufbauten und Sondergeräte ist
die Anlagen Fahrzeugbau GmbH ANFA aus Bad Salzungen. Ganz gleich ob Krane, oder Absetzgeräte, aber auch Hubarbeitsbühnen; die geschulten Mitarbeiter montieren nach Kundenwunsch sämtliche Hebegeräte auf die Transporter und LKW ihrer Kunden. Die dazu notwendigen Hydraulikschläuche werden in Handarbeit maßgefertigt. Dies ist notwendig, da keine genormten Teile bei der Produktion zum Ein satz kommen, sondern individuell
nach den Anforderungen und Wünschen der Kunden Lösungen gefunden werden. Sobald ein Fahrzeug das Firmengelände verlässt, kann sich sein Besitzer sicher sein, dass er auch künftig den Service von ANFA in Anspruch nehmen kann. Das Unternehmen bietet einen umfassenden Wartungs- und Reparaturservice der Fahrzeuge an. Und da die Bauunter nehmen oftmals unter Termindruck arbeiten und technisch bedingte Ausfälle Zeitpläne sprengen können, stehen die Mitarbeiter in Bad Salzungen auch an Samstagen uneingeschränkt bereit und finden schnell und unkompliziert Lösungen.
Umweltturbolader Das zweite Leben eines hochwertigen Produktes durch sinnvolle Aufarbeitung. Kein modernes Fahrzeug, ganz gleich ob PKW oder LKW, kommt heute im Dieselbereich ohne einen Abgasturbolader aus. Die Benzinmotoren werden ebenfalls zukünftig, mit Blick auf die strengen Abgasnormen, alle aufgeladen sein. Montiert an den Abgaskrümmer vollbringt diese kleine Motorenkomponente wahre Wunder. Abgasturbolader nutzen die Bewegungsund Wärmeenergie des Verbrennungsprozesses im Motor, um mittels einer Radialturbine Luft zu verdichten und diese in den Brennraum des Motors zu pressen. Dadurch wird einerseits der Wirkungsgrad des Motors deutlich verbessert, andererseits Energie, die als Abgas ungenutzt bliebe, nochmals genutzt. Gewöhnlich haben diese Turbolader eine Lebensdauer, die der eines Motors entspricht, können jedoch nach der üblichen Laufzeit wieder aufgearbeitet werden und haben so einen weiteren Zyklus im Ersatzbedarf, mit dem gleichen Anspruch. Die umwelt- und ressourcenschonende Aufarbeitung von Turboladern hat sich Frank Schlütter, Geschäftsführer der Turbokompakt GmbH aus Zella-Mehlis / Thüringen zur Aufgabe Wirtschaftsspiegel
gemacht. In sein 2008 gegründetes Unternehmen brachte er mehr als 25 Jahre Erfahrung mit der Instandsetzung von Turboladern ein. Diese langjährige Erfahrung ist nach seiner Aussage auch nötig, um den hochwertigen Materialien und der technisch anspruchsvollen Funktion des Laders ein zweites Leben zu verleihen. Zusammen mit seinen Mitarbeitern und einem hochmodernen Maschinenpark werden Turbolader aller gängigen Hersteller bearbeitet. Das besondere Augenmerk der Spezialisten liegt dabei auf den einzelnen Komponenten des Laders. Bei der Aufarbeitung werden nach der gründlichen Reinigung und dem Vermessen generell alle Verschleißteile ersetzt. Im Montageprozess wird der Lader einer umfassenden Prüfung unterzogen. Turbolader arbeiten mit Drehzahlen bis zu 280.000 Umdrehungen pro Minute – bei Umfangsgeschwindigkeiten der Verdichterräder von 240 Metern pro Sekunde und Temperaturen über 1.000 Grad Celsius. Daher müssen die Prüf- und Montageverfahren höchsten Ansprüchen gerecht werden.
„Speed up with us“
Kontakt Frank Schlütter Turbokompakt GmbH Rodebachstraße 4, D - 98544 Zella-Mehlis Tel.: +49 (0) 3682 - 4788890 Fax: +49 (0) 3682 - 4788899 E-Mail: schluetter@turbokompakt.de Internet: www.turbokompakt.de www.turbolader.tel www.schluetter.tel Verlagssonderveröffentlichung
31
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 32
Maschinenbau
Hightech und Innovation im Maschinenbau
T
Mittlerweile hat sich der Maschinenbau zum drittgrößten Gewerbebereich nach der Metallverarbeitung und der Ernährungsindustrie entwickelt. In mehr als 500 Unternehmen sind rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigt. Sie erwirtschaften alljährlich einen Umsatz von etwa zwei Milliarden Euro. Etwa ein Drittel des Umsatzes generieren die Unternehmen im Ausland. Längst hat sich der Maschinenbau in Thüringen zu einer High-tech Branche entwickelt. Besonders in den Feldern Sensorik, Robotik und Lasertechnologie haben sich Kernkompetenzen herausgebildet. Dies erforderte jedoch eine enge Zusammenarbeit der Maschinenbauer mit anderen Wirtschaftszweigen wie der Optik, der Informationstechnik oder der Elektronik. Gemeinsam forschen und entwickeln nun die Partner verschiedener Unternehmen an neuen Innovationen und Produkten. Externe Forschungseinrichtungen stellen dazu ihre Experten zur Verfügung. Insgesamt 13 für den Maschinenbau relevante 32
Verlagssonderveröffentlichung
Forschungseinrichtungen hat der Standort zu bieten. So beispielsweise die Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung e.V. (GFE), Schmalkalden, das Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gGmbH (IMMS) Ilmenau oder das CiS Institut für Mikrosensorik GmbH in Er furt. Weitere Einrichtungen der Fraunhofer Gesellschaft in Jena und der Steinbeis-Stiftung in Südthüringen ergänzen das Angebot. Die Institute betreuen Unter nehmen in allen Phasen – vom Test bis zur Marktreife eines Produkts. Auch die Hochschulen im Land leisten einen wichtigen Beitrag für die Erfolge im Maschinenbau. Mit ihrer oft technischen Orientierung setzen sie die alten Traditionen fort und bilden die künftigen Ingenieure aus und bereiten sie auf den Einsatz in den Unternehmen vor. Fünf Universitäten und Hochschulen bieten Studiengänge im Bereich Maschinenbau und relevanter Fächer an. Rund ein Viertel der Studenten in Thüringen nehmen dieses Angebot derzeit wahr. So studieren sie Maschinenbau zum Beispiel an der Technischen Universität Ilmenau. Diese Universität zählt in Europa zu den besten Hochschulen auf dem Gebiet der Ingenieurwissenschaften. Die Fachhochschulen in Jena und Schmalkalden bieten ebenfalls Maschinenbaustudiengänge an. Natürlich ist der thüringische Maschinenbau an gut aus-
gebildeten Fachkräften interessiert und zählt somit zu den größten Ausbildern im Freistaat. Neben den vielen kleinen Unternehmen, die traditionell den Standort prägen und in allen Landesteilen vertreten sind, haben sich auch große Firmen in den vergangenen Jahren angesiedelt. So fertigt die BMW Fahrzeugtechnik GmbH in Eisenach Groß- und Mittelwerkzeuge sowie Pressteile für die Automobilproduktion. Technologieführer und lösungsorientierter Anbieter von Maschinen zur Blechbearbeitung ist die Beyeler Gruppe aus Gotha. Die Demag Ergotech GmbH stellt Spritzgießmaschinen her. Weltweit nutzen Automobilhersteller Großpressen, die von der zur Müller Weingarten AG gehörenden Umformtechnik Erfurt, hergestellt werden. Den Ostdeutschen Maschinenbau hat die momentane Krise besonders stark getroffen. Teilweise beklagen Unternehmen einen Auftragsrückgang von 50 Prozent. Indes werden die Geschäftsaussichten im zweiten Quartal 2009 wieder deutlich besser beurteilt als im vorangegangenen. Rechneten für das 2. Quartal 56 Prozent der Unternehmer mit Einbußen, sind es für das 3. Quartal nur noch 36 Prozent. „Dies ist ein kleiner Hoffnungsschimmer, den wir aber nicht überbewerten dürfen. Erst, wenn sich die bessere Stimmung im Auftragseingang niederschlägt, haben wir die Talsohle erreicht“, so VDMA Ost-Geschäftsführer Reinhard Pätz. (su) Wirtschaftsspiegel
Foto: S.Uthe
hüringens Tradition im Werkzeug- und Maschinenbau reicht bis weit in die vergangenen Jahrhunderte zurück. Stand am Anfang die Produktion von Kleineisenteilen, Schmiedeteilen und Waffen, prägen heute Werkzeugmaschinen für die Metallverarbeitung, Maschinen für die Kunststoff- und Gummibe- und verarbeitung, Bergwerks-, und Baumaschinen sowie Lager, Getriebe, Zahnräder und Antriebselemente die Branche.
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 33
Maschinenbau
High-tech and innovations in mechanical engineering Thuringia’s tradition in tool making and mechanical engineering can be traced back way into the past centuries. If the production of ironmongery parts, forgings and weapons stood for the very beginning, then machine tools for metal processing, machines for plastics and rubber processing and handling, mining and construction machinery as well as bearings, gear units, gear wheels and drive elements characterise the branch today. Meanwhile mechanical engineering has become the third largest industrial sector after metal processing and the food industry. Approx. 20,000 people are employed by more than 500 companies. Annually they generate a turnover of around 2 billion Euros. Nearly a third of the turnover the companies generate abroad. Mechanical engineering in Thuringia has long since developed into a high-tech sector.
Altogether the location offers 13 research institutes relevant to mechanical engineering, for example the Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwickung e.V. (GFE) in Schmalkalden, the Institut für Mikrosensorik- und Mechatronik-Systeme (IMMS) in Ilmenau or the CiS Institut für Mikrosensorik in Erfurt. Further establishments of the Fraunhofer Gesellschaft in Jena and the Steinbeis-Stiftung
in Southern Thuringia complete the range. The institutes look after companies during all phases – from testing to market maturity of a product. The state’s universities also make an important contribution to the successes of mechanical engineering. Mainly with their technical orientation they continue with old traditions and train future engineers and prepare them for the operation in companies. Five universities and colleges offer study paths in the area mechanical engineering and its relevant subjects. Around a quarter of the students in Thuringia take advantage of this offer.
Thüringen lohnt sich – trotz Krise Der Maschinenbau in Thüringen hat sich in den vergangenen Jahren sehr erfreulich entwickelt, weiß Reinhard Pätz als Landesvorsitzender des VDMA-Ost, denn in fast 240 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäf tigten wurde im Jahr 2008 ein Umsatz von insgesamt 2,6 Milliarden Euro erzielt:
Reinhard Pätz, Geschäftsführer Verband Deutscher Maschinenund Anlagenbauer (VDMA) Ost
Fotos: VDMA
„Dadurch wurde das Auskommen für über 18.000 Arbeitskräfte und deren Familien gesichert. Damit gehört die Branche zum drittgrößten Arbeitgeber im Land und nimmt im ostdeutschen Ranking die dritte Stelle ein. Nach sechs Wachstumsjahren hat die Finanz- und Wirtschaftskrise jedoch auch den Maschinenbau in Thüringen voll erfasst. Branchen, die sehr stark von der Wirtschaftsspiegel
Automobil- und Automobilzulieferindustrie abhängig sind, beispielsweise der Werkzeugmaschinenbau, die Präzisionswerkzeuge und die Antriebstechnik, gehören in Thüringen zu den wichtigsten Fachbereichen der Investitionsgüterindustrie. Hinzu kommt, dass die Thüringer Unternehmen im Durchschnitt wesentlich kleinteiliger strukturiert sind und kürzere Zeit am Markt agieren als viele ihrer Wettbewerber. Da sie deshalb in den vergangenen Jahren weniger Kapital aufbauen konnten, haben sie es jetzt etwas schwerer, sich gegen die aktuelle Wirtschaftsentwicklung zu stemmen. Die Gewinne der vergangenen Jahre konnten zwar die Eigenkapitalbasis erhöhen, sie werden jedoch derzeit für die Liquiditätssicherung eingesetzt und so in naher Zukunft aufgebraucht sein. Andererseits finden der Maschinenbau und Investoren in Thüringen beste Voraussetzungen, um mittel- bis langfristig wieder Wachstum und Beschäf tigungsaufbau zu erzielen: Die Unternehmen sind krisenerprobt, sie verfügen über Erfahrungen durch vergleichbare Entwicklungen nach dem Umbruch 1990. Schlanke Strukturen und eine flexible Wertschöpfungstiefe versetzen die Unternehmen in die Lage, Veränderungen am Markt sehr schnell zu adaptieren. Hervorragende Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, renommierte Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien mit
speziell auf die Erfordernisse unserer Industrie zugeschnittenen Lehrinhalten sowie Fachkräfte mit traditionell ausgezeichnetem technischen Know-how bilden das Rückgrat für Innovationen. Dies ist die Grundlage für eine weiterhin positive Entwicklung des Maschinenbaus in den kommenden Jahren. Ergänzt wird dies durch die zentrale Lage des Freistaats Thüringen und die sehr gute Verkehrsinfrastruktur.“ Kontakt VDMA Ost Fuggerstr. 1d, D-04158 Leipzig Tel.: +49 (0) 341 - 52 11 600 Fax: +49 (0) 341 - 52 11 60 23 !
www.vdma.org/ost
Bernd Malzahn Landesverband Ost Landessprecher Thüringen „Thüringen zeichnet sich durch seine zentrale Lage, eine starke Bildungs- und Forschungslandschaft sowie exzellentes Facharbeiterpotenzial aus. Die Branchenvielfalt ermöglicht effiziente Kooperationen mit kurzen Wegen. Zudem bietet Thüringen Kunst und Kultur auf hohem Niveau, beste Bedingungen für Erholung und Sport sowie herzliche Gastfreundschaft.“
Verlagssonderveröffentlichung
33
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 34
Maschinenbau
Qualität und Flexibilität Quality and flexibility The ABS electronic Meiningen GmbH has been developing and selling solutions for automating, equipping and controlling now for over ten years. ABS electronic specialises mainly on customers in medical and communications engineering but also on companies of hoisting and extracting technologies. Apart from large companies from all over Ger many there are also small regional companies that are in the spotlight of ABS electronic. Above all, the ABS managing director Andreas Oertel provides assistance to young companies in the initial phase. “Especially in the development phase of young companies we are more than happy to act as a consulting and development partner.“ From the development of a prototype to the production of the so-called pilot batch to mass production in the magnitude of up to 30.000 pieces, the ABS electronic supports its customers and therefore meets the requirements of the highest quality demands.
Kontakt ABS electronic Meiningen GmbH Wolfsgrube 9 D-98617 Meiningen Tel.: +49 (0) 36 93 - 880 70 Fax: +49 (0) 36 93 - 880 720 E-Mail: info@abselectronic.de Internet: www.abselectronic.de
34
Verlagssonderveröffentlichung
Seit mehr als zehn Jahren entwickelt und vertreibt die ABS electronic Meiningen GmbH Automatisierungs-, Bestückungs- und Steuerungslösungen. Vor allem auf Kunden der Medizin- und Nachrichtentechnik, aber auch auf Unternehmen der Hebe- und Fördertechnik hat sich ABS electronic spezialisiert. So konnte in den letzten Monaten der Zuführtechnik-Spezialist Körberlein & Seigert als Abnehmer für Steuerung gewonnen werden. Nach der Anfrage von Körberlein & Seigert begannen die Entwicklungsspezialisten von ABS in Meiningen, eine maßgeschneiderte Steuerungselektronik zu entwickeln, die den hohen Anforderungen des Kunden entsprechen musste. Nach einer umfassenden Probephase begann im Herbst 2009 die Serienproduktion. Neben großen Unternehmen aus ganz Deutschland liegen auch kleinere regionale Firmen im Fokus von ABS electronic. Vor allem jungen Firmen, die an Hightech-Standorten wie Ilmenau und Jena ansässig sind, gibt ABS-Geschäftsführer Andreas Oertel Hilfestellung in der Startphase. „Gerade in der Entwicklungsphase junger Unternehmen stehen wir gern als Beratungs- und Entwicklungspartner zur Seite. Denn sobald diese in eine Wachstumsphase geraten, wachsen wir mit“. Dies ist auch ganz im Sinne der Firmenphilosophie. Von der Entwicklung eines Prototypen, über die Herstellung der sogenannten Nullserie, bis hin zur Serienproduktion in der Größenordnung bis 30.000 Stück, betreut ABS electronic seine Kunden und wird dabei höchsten Qualitätsansprüchen gerecht. Keine Leiterplatte und keine Baugruppe verlässt die
Produktionsstätte in Meiningen, ohne dass technische Prüfeinrichtungen oder die geschulten Augen der Mitarbeiter die Produkte einer genauen Prüfung unterzogen haben. Ein kompetentes und zertifiziertes Qualitätsmanagement bürgt für höchste Zuverlässigkeit. Diese Zuverlässigkeit und die Flexibilität sind Alleinstellungsmerkmale, die Geschäftsführer Oertel für sein Unternehmen sieht. Doch ohne seine Mitarbeiter könnte Oertel diese Ziele nicht umsetzen. Während einerseits regelmäßig in neue technische Anlagen investiert wird, hat auch die per manente Schulung und Qualifikation der 55 Mitarbeiter höchste Priorität. Dies beginnt schon bei den derzeit vier Auszubildenden. Neben der Berufsschule lernen sie in von ABS electronic finanzierten Zusatzlehrgängen ihr technisches Handwerk. Um den Azubis eine möglichst breite Ausbildung und einen umfassenden Kenntnisstand zu vermitteln, bestehen Kooperationen mit anderen Unternehmen der Region, zwischen denen die künftigen Fachkräfte zu mehrwöchigen Praktika ausgetauscht werden. Da die jungen Menschen bereits während ihrer Ausbildung gleichberechtigt neben ihren Kollegen arbeiten, sind sie nach erfolg reichem Berufsabschluss unverzüglich in der Lage, den Produktionsprozess unter den gesetzten Qualitätsmaßstäben umzusetzen. „Unsere Azubis sind die bestausgebildeten Leute im Unternehmen“, lobt Oertel seine jungen Spezialisten. Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 35
Förder- und Serviceangebote der GFAW Für Beschäftigung, Berufsbildung und Soziales in Thüringen Unsere Leistungsangebote Die GFAW - Gesellschaft für Arbeitsund Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen mbH unterstützt mit ihren Leistungsangeboten die Beschäftigung, Berufsbildung und soziale Projekte. Wir setzen fast alle Thüringer Förderprogramme des Europäischen Sozialfonds um. Unsere Dienstleistungen sind umfassend: So besprechen wir mit Ihnen Ihre Konzepte und begleiten Ihren Antrag bis zur Bewilligungsreife. Wird Ihr Antrag von uns bewilligt, dann zahlen wir Ihnen die Mittel auch aus. Zu unseren Aufgaben gehört zudem die Kontrolle, ob die von uns gewährten Zuschüsse auch zweckentsprechend und ordnungsgemäß verwendet wurden. Der Mensch profitiert Wir bewilligen Fördergelder für Unternehmen, Existenzgründer, Bildungsträger, öffentlich-rechtliche Träger, Kammern, Vereine, Verbände sowie Träger der Freien Wohlfahrtspflege. Die Spannweite an Menschen, die von den bewilligten Geldern profitieren sollen, ist groß. Sie reicht von Unternehmern und Arbeitnehmern,
Arbeitslosen und Existenzgründern sowie am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen. Aber auch Familien, Kinder, Behinderte, Schwangere und Schuldner werden unterstützt.
Wir beraten Sie vor Ort auch in Ihrer Nähe.
Partner für arbeitsmarkt-, berufsbildungs- und sozialpolitische Akteure
Regionalstellen
Wir arbeiten nicht nur eng mit unserem Auftraggeber, dem Freistaat Thüringen, oder unserem Gesellschafter, der Thüringer Aufbaubank, zusammen. Auch mit der Landesentwicklungsgesellschaft, den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, den Kreisen, Kommunen, den Agenturen für Arbeit, mit Thüringer Bildungsträgern und Unternehmen pflegen wir enge Kontakte. Wir kennen uns sehr gut mit den Belangen und Wünschen der arbeitsmarkt- und berufsbildungspolitischen Akteure aus und verfügen über entsprechend spezifisches Wissen. Unsere Erfahrungen bringen wir in verschiedenste Gremien ein, zum Beispiel in den Landesbeirat sowie in die vier Regionalbeiräte für Arbeitsmarktpolitik, deren Geschäftsstellen wir führen.
Servicecenter Tel.: 0361 2223-0 servicecenter@gfaw-thueringen.de
Regionalstelle Erfurt Tel.: 0361 2223-251 erfurt@gfaw-thueringen.de Regionalstelle Nordhausen Tel.: 03631 6182-0 nordhausen@gfaw-thueringen.de Regionalstelle Gera Tel.: 0365 82423-0 gera@gfaw-thueringen.de Regionalstelle Suhl Tel.: 03681 3933-30 suhl@gfaw-thueringen.de Regionalbüros Regionalbüro Rudolstadt Tel.: 03672 3083-08 gera@gfaw-thueringen.de Regionalbüro Eisenach Tel.: 03691 2950-0 suhl@gfaw-thueringen.de Regionalbüro Meiningen Tel.: 03693 8763-14 suhl@gfaw-thueringen.de Weitere Informationen erhalten Sie auf unseren Internetseiten: www.gfaw-thueringen.de
Über die GFAW fördert der Freistaat Thüringen Ihre Vorhaben in den Bereichen
+ + + + +
Berufsvorbereitung und -ausbildung, Berufliche Weiterbildung und Integration, Existenzgründung, Einstellung und Beschäftigungsprojekte, Innovative und transnationale Projekte, Soziales, Familie und Jugend.
Interesse geweckt? Rufen Sie uns an: 0361 2223-0
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 36
Maschinenbau
Werkzeugbau
Baukasten „Construction“
Kontakt Eichsfelder Technik eitech GmbH Industriestraße 1 D-37308 Pfaffschwende Tel.: +49 (0) 36082 - 432 0 Fax: +49 (0) 36082 - 432 36 E-Mail: service@eitech.de Internet: www.eitech.de
36
Verlagssonderveröffentlichung
Spielwaren aus dem Südeichsfeld Die in Pfaffschwende ansässige Firma Eichsfelder Technik eitech GmbH wurde 1955 gegründet. Mit ihren zirka 90 Mitarbeitern ist sie Hersteller von technischen Kunststoffartikeln, von Metallbaukästen „Construction“, sowie Werkzeug- und Formenbau für nahezu alle Industriezweige. „Bauen, schrauben und montieren wie die Großen und dabei spielend lernen.“
Im Bereich Kunststoffspritzerei werden hochwertige technische Kunststoffartikel für führende Hersteller der Auto- und Elektroindustrie sowie der Medizintechnik gefertigt. Die hohe Kompetenz im Bereich Werkzeugbau und bei der Herstellung von Formteilen stützt sich auf eine mehr als 40-jährige Erfahrung. So fertigt und entwickelt eitech seit Jahrzehnten Formteile aus Kunststoff, Druckguss und Blech.
Die bekannten Metallbaukästen unter der Marke „Construction“ werden ausschließlich in Pfaffschwende produziert und weltweit vermarktet. Hierbei ist es in den vergangen Jahren gelungen, eine führende Marktposition zu erreichen. Seit über 30 Jahren fördern die blauen Thüringer Metallbaukästen jetzt schon die Kreativität und das logische Denkvermögen der jungen Ingenieure von morgen: 1977 wurde die Produktion der „Construction“Baukästen aufgenommen, um das Technikverständnis und die Fingerfertigkeit der Jugend zu fördern. Seitdem lässt wohl jeder auf dem Fußboden ausgeräumte Baukasten Kinderherzen höher schlagen.
Wir unterstützen unsere Kunden bereits bei der Teilentwicklung und Projektplanung mit dem Ziel, die Fertigungstechnik zu optimieren und die Werkzeugkosten zu minimieren. Mit unserem modernen Maschinenpark sind wir in der Lage, schnell auf anspruchsvolle Kundenwünsche zu reagieren. Kurze Durchlaufzeiten, hohe Flexibilität und höchste Qualitätsansprüche werden durch die intensive Zusammenarbeit der einzelnen Arbeitsbereiche Entwicklung, Konstruktion, Werkzeugbau und Produktion garantiert. Triebfeder für die Weiterentwicklung des Unternehmens ist seine Offenheit gegenüber neuen Technologien.
Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 37
Metallverarbeitung
Kontakt Baumbach Metall GmbH Sonneberger Straße 8 D-96528 Effelder Tel.: +49 (0) 36766 - 288 0 Fax: +49 (0) 36766 - 288 99 E-Mail: info@baumbach-metall.de Internet: www.baumbach-metall.de
Qualität aus Familienhand Die Firma BAUMBACH METALL GmbH liegt in einer landschaftlich sehr reizvollen Gegend in Südthüringen, mitten im Herzen Deutschlands und hat bis zur heutigen Firmierung eine wechselvolle Geschichte hinter sich.
Quality in the hands of the family
Vor mehr als 90 Jahren als Familienunternehmen gegründet, durchlebte es die Wirren des Krieges, der Enteignung und Verstaatlichung, die schwierige Zeit nach der Reprivatisierung, aber auch das Glück des Aufschwungs in der zweiten Hälfte der 90er Jahre bis hin zu einem heute erfolgreichen, international tätigen, mittelständischen Unternehmen.
The company BAUMBACH Metall GmbH is located in a very attractive scenic area in the South of Thuringia, right in the heart of Germany and to date has an alternating history behind it.
Der Tradition der Metallverarbeitung ist es bis heute treu geblieben; eine weitere hat ebenfalls ihre Fortsetzung gefunden: Der Besitz des Unternehmens in den Händen der Familie! Beginnend mit Strahlmittel wurden bereits vor Jahrzehnten Drähte verarbeitet und traditionell an Generationen weitergegeben. Erfahrungen, gepaart mit dem Wissen der Ingenieure und Techniker, wurden in der Produkt- und Technologieentwicklung konsequent genutzt und führten so zu neuen Produkten, Stahlfasern und Stahlschrot. Obwohl Massengüter, besitzen sie einen sehr hohen Qualitätsanspruch. Dies erfordert ständige Überprüfung der technischen Regeln beziehungsweise der in den Bestellungen festgelegten technischen Lieferbedingungen, die in einem eigenen von der Produktion unabhängigen Labor durchgeführt werden. baumbach-Stahlfasern mit Endverkröpfung und optimalem Verhältnis von Länge und Durchmesser gewährleisten eine hohe Wirksamkeit und gute Verarbeitbarkeit. In verschiedenen Anwendungsbereichen ersetzen sie aufgrund
Wirtschaftsspiegel
vielfältiger technischer Vorteile die traditionelle Stabstahl- und Mattenbewehrung, zum Beispiel in Industrieböden. Zusätzlich bietet baumbach Polypropylenfasern an, welche vorwiegend qualitätsverbessernd, insbesondere in Bezug auf Verhinderung der Bildung von Schwindund Spannungsrissen und Verbesserung der Abriebfestigkeit der Beton-Ober flächen wirken. Weiterhin ist baumbachStahldrahtkorn ein seit vielen Jahren bekanntes, sehr leistungsfähiges Strahlmittel mit hoher Standzeit. Die Produktpalette an metallischen Strahlmitteln wird ergänzt mit Stahlguss, Hartguss- und Edelstahlguss-Strahlmitteln, sowie Edelstahldrahtkorn und Nichteisenmetall-Drahtkorn. Eine dritte Produktgruppe ist SOFT IRON SHOT – ein umweltfreundliches Produkt für die Herstellung von Schrotpatronen für Jagd- und Sportmunition. Es ist die einzige nicht toxische und zugleich wirtschaftlichste Alternative zum Bleischrot. BAUMBACH METALL GmbH obliegt für dieses Produkt die Marktführerschaft in Europa. Durch eine Zer tifizierung wird zusätzlich bestätigt, dass hier einem internationalen Standard entsprochen wird. Eine konsequente Kundenorientierung bestimmt heute das Denken und Handeln aller Beschäftigten. Das Streben nach marktführenden Positionen in einzelnen Geschäftsfeldern ist zum anspruchsvollen Ziel der Unternehmensführung geworden.
Over 90 years ago it was founded as a family enterprise, it survived the turmoil of the war, the confiscation and nationalisation, the difficult times of restructuring after the reprivatisation – but also the fortune of the economic growth in the second half of the 90’s right up to becoming a successful, internationally operating, middle-sized company as it is today. To date, it has remained loyal to the tradition of metal processing and a further tradition has also been continued: The company’s holding is in the hands of the family! Starting off decades ago with blasting abrasives, wires were processed and traditionally passed on from generation to generation. The experience, coupled with the engineers’ and technicians’ knowledge, was systematically used for the development of products and technologies and thus lead to new products, steel fibres and scrap steel. Although they are mass goods they have very high quality standards. This requires constant inspections of the technical regulations and respectively the defined technical delivery requirements in the order process, which are accomplished in the production’s separate independent laboratory. A certification also proves that the international standard is being met. Today a consistent customer orientation determines the thoughts and actions of all employees. The aspiration for market-leading positions in single business segments has become the most demanding goal of the corporate management.
Verlagssonderveröffentlichung
37
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 38
Logistik und Verkehr
Potenzial für Innovationen und Optimierung
D
Kein Ort in Deutschland liegt von Thüringen aus mehr als acht Stunden mit dem LKW entfernt. Der Freistaat liegt an der Schnittstelle bestehender Märkte im Westen und den neuen Wachstumszentren im Osten Europas. Im Umkreis von 500 Kilometern leben mehr als 160 Millionen Konsumenten. Diesen Vorteil haben auch rund 250 Unternehmen erkannt und sich hier in der Mitte Deutschlands niedergelassen. Gut 10.000 direkte Beschäftigte zählt die Branche mittlerweile und ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen. Denn bisher haben erst etwa 65 Prozent der Unternehmen die Logistik für die eigene Prozessoptimierung erkannt. Um eine bessere Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaftsförderern zu gewährleisten, wurde Mitte 2008 das Logistiknetzwerk Thüringen e.V. gegründet. Aufgabe des Netzwerkes ist es unter anderem, innovative logistische Konzepte entstehen zu lassen sowie den Fachkräftebedarf zu sichern und Mitarbeiter gezielt zu schulen. Denn längst ist Logistik viel mehr als der Transport von Waren. Heute beginnt die Logistik bereits in der Produktion und endet teilweise beim Endkunden. 38
Verlagssonderveröffentlichung
Sie ist Begleiter der gesamten Wertschöpfungskette und kann gezielt eingesetzt, an vielen Stellen im Unternehmen für Optimierung sorgen. Unternehmen wie die Axthelm + Zufall GmbH, Fiege Megacenter, Dachser oder TNT haben sich für Thüringen entschieden. Nicht zuletzt die gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur war ein ausschlaggebender Punkt für eine Ansiedlung. Wichtige Nord-Süd-Verbindungen wie die Autobahnen 9 und 71 gliedern Thüringen an Wirtschaftsräume an. Daneben bieten die Ost-West-Verbindungen A4 und A38 den Anschluss an die neuen Märkte in Polen und Tschechien. Die modernen Verkehrswege ermöglichen es den Unternehmen der Logistik, die just-in-time Lieferungen der vielen Automobilzulieferer im Freistaat zuverlässig zu bearbeiten. Jeder deutsche Automobilhersteller ist von Thüringen aus in rund fünf Stunden zu erreichen. Somit hat die Logistik den Automobilstandort Thüringen gestärkt, gleichzeitig sorgten die Zulieferer für ein stetes Wachstum der Logistik. Mit den steigenden Anforderungen ihrer Kunden, entwickelten die Logistiker immer neue Lösungen zur Kosten- und Prozessoptimierung. Egal ob es sich dabei um Werksoder Auftragslogistik handelt, das Spektrum der Branche reicht vom einfachen Termintransport bis hin zur umfassenden logistischen Veredlung wie Endmontage
oder Finishing. Dazu werden heute jedoch auch erhöhte Anforderungen an die Mitarbeiter der Unternehmen gestellt. Dieser Aufgabe haben sich die Hochschulen im Land angenommen. Fundierte Ausbildungen im Bereich Logistik bieten beispielsweise die Fachhochschule Erfurt, die Berufsakademie Eisenach oder die Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr in Gotha an. Auch die anerkannte Technische Universität Ilmenau ist mit ihrem Institut für rechnergestützte Produktion interessant für die Branche und auch für deren Partnerunternehmen. Aber die Logistik in Thüringen sieht sich nicht als Inselstandort mitten in Deutschland. Eng sind die Kooperationen mit den benachbarten Mitteldeutschen Ländern Sachsen-Anhalt und Sachsen. In der Logistik-Region Mitteldeutschland sehen auch die Thüringer Unternehmen große Potenziale. Vor allem um den Flughafen Leipzig-Halle und das Luftfrachtdrehkreuz von DHL siedeln sich zunehmend Logistiker an. Aber auch die im Freistaat ansässigen Unternehmen nutzen die kurzen Wege nach Mitteldeutschland. Darüber hinaus will auch der Flughafen Erfurt künftig vermehrt auf den Frachtverkehr setzen. Mit dem Logistiker TNT Express, der in Erfurt einen seiner sechs Air Hubs betreibt, ist ein wichtiger Grundstein für die weitere Entwicklung der gesamten Region gelegt. (su) Wirtschaftsspiegel
Foto: DHL
ie wirtschaftliche Entwicklung der zurückliegenden 20 Jahre führte dazu, dass Thüringen zu einem bedeutenden Logistikstandort in Europa erwuchs. Der große Vorteil des Standortes ist seine zentrale Lage mitten in Deutschland und Europa.
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 39
Logistik und Verkehr
Much potential for innovation and optimisation Thuringia has become an important logistics location in Europe thanks to the economical development of the past 20 years. The large advantage of the location is its central position in the middle of Germany and Europe. There is not a place in Germany that is more than 8 hours away from Thuringia by truck. The Free State is at the interface of existing markets in the West and the new arising centres in Eastern Europe. More than 160 million consumers live within a radius of 500 kilometres. Approx. 250 companies also recognised this and have settled here right in Germany’s centre. Meanwhile the sector has a
good 10,000 direct employees and an end to the growth is not to be seen. In order to guarantee a better cooperation between economy, science and economical sponsors, the logistics network Thüringen e.V. was founded in the middle of 2008. The network’s task is amongst others – to develop innovative logistical concepts as well as to secure the requirement for skilled personnel and to focus on trainings for employees. Logistics is a lot more than just the transport of goods. Today logistics already begins during production and
sometimes ends at the end consumer. It accompanies the entire supply chain and can if applied directly – lead to the optimisation in many areas of a company. Not least, the well-developed transport infrastructure was a decisive point for a settlement. Important North-South connections such as the motorways 9 and 71 enabled Thuringia to join the economical areas. Apart from that, the EastWest connections A4 and A38 offer the alignment to the new markets in Poland and the Czech Republic. The modern transport routes allow the logistics companies to process the just-in-time deliveries to the various automotive suppliers in a reliable manner.
Logistische Herausforderungen Was macht einen Logistikstandort ohne Anschluss an schiffbare Wasserwege und ohne international bedeutenden Frachtflughafen attraktiv für Produzenten und Dienstleister? Thüringen, in der Mitte Deutschlands und Europas, hat vieles zu bieten, weiß Joachim Werner, Vorstandsvorsitzender des Logistik Netzwerk Thüringen e.V.:
Fotos: Walter Rammler/P.O.S. Kresin Design, DB AG/Theodor Barth, DVL e.V.
Joachim Werner, Vorsitzender des Vorstandes Logistik Netzwerk Thüringen e.V. „Thüringen hat eine sehr moderne Verkehrsinfrastruktur auf Straße und Schiene, die bis 2015 ihre höchste Ausbaustufe erreicht haben wird und die eine hohe Beweglichkeit ermöglicht. Seit den neunziger Jahren hat sich eine breite mittelständische Logistikbasis entwickelt. Logistikkompetenz ist aber auch gewachsen in Produktions-, IT-, Beratungs- und Weiterbildungsunternehmen sowie an Universitäten, Fachhochschulen und wissenschaftlichen Instituten. Zunehmend setzt Wirtschaftsspiegel
sich hier die Erkenntnis durch, dass die Qualität, Beweglichkeit und Attraktivität der Logistikleistungen erst in zweiter Linie durch Technik entsteht. Innovative Strukturen, komplexe logistische Lösungen, eine (Dienst-)leistungsorientierte Kultur und vor allem kompetente Mitarbeiter sichern trotz aktueller, von der Wirtschaftskrise determinierten Einbrüche, die Zukunftsfähigkeit der Branche. Das im Jahr 2008 gegründete Logistik Netzwerk Thüringen e.V. ist Kommunikations- und Kooperationsverstärker für alle diejenigen, die innovative logistische Lösungen suchen, entwickeln und umsetzen wollen. Netzwerkvertreter haben in vier Gruppen begonnen gemeinsam an Problemlösungen zu arbeiten. Erste Ergebnisse sind Weiterbildungsangebote, um das Denken und Handeln in der logistischen Dimension zu schärfen, Prozesse und Mitarbeiter erfolgsorientiert zu führen und die internationalen Herausforderungen auch sprachlich zu meistern. Andere Netzwerkgruppen entwickeln Strategien und Handlungsleitfäden für Kooperationen, Wissenschaftler stellen Forschungsergebnisse vor und planen mit Unter nehmen, wie daraus Innovationen für logistische Prozesse werden können. Beweglichkeit, Qualität und Innovation in einer sich ständig veränderten Produktions- und Logistikwelt zum Prinzip zu erheben, ist Schlüssel zur Attraktivität des Logistikstandortes Thüringen.“ !
Prof. Dr. Michael ten Hompel Geschäftsführender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML „In zehn Jahren wird jedes Handy einen RFID-Scanner haben, jeder Ladungsträger mit einem Funkchip getagt sein, 50 Prozent der Läger werden über das Internet gesteuert werden. Das damit ganz kurz skizzierte ‘Internet der Dinge’, in dem Objekte wie Waren, Handies und Logistiksysteme mit anderen Handies, PCs und Minicomputern kommunizieren, ist dabei keine Zukunftsmusik mehr.“
Dr. Hans-Jörg Rodi, Vorsitzender des Vorstandes der Schenker Deutschland AG
„Selbstverständlich stellen längere Transportwege, unterschiedliche Verkehrsträger, hohe Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen, sensible Umpack-Aktivitäten, komplexe Zollvorschriften und sogar unterschiedliche Kulturen und Mentalitäten für globale Lieferketten Risikofaktoren dar. Dem begegnen wir als Logistikpartner der Industrie mit einem höheren Planungs- und Koordinationsaufwand. Für diesen Wachstumsmarkt sind wir als global aufgestellter Logistikdienstleister bestens gerüstet. “
www.logistik-netzwerk-thueringen.de Verlagssonderveröffentlichung
39
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 40
Logistik und Verkehr
Long and wide = controversy For a few years now it has been the length of 25 metres and the permitted total weight of up to 60 tons that have been reason for heated debates on Thuringia’s streets. What has long since been established in Sweden and Finland, for example, some German federal states were also trying to do: to establish the so-called Gigaliners – extra-long trucks with exactly these parameters – for the transportation of goods. At the conference of the States’ Ministers of Transport in October 2007 there was a general decision against the introduction of the Gigaliner. However, as this was not unanimously agreed, it is not mandatory. Therefore exactly these trucks are now driving from Ohrdruf to Gotha in a pilot project that was approved on 31.01.2008. This project was only to last until the middle of March 2009, but due to the absence of accidents, damages or any other interference it has been extended to the end of the year.
Lang und breit = Streit
Netzwerk mit Zukunft
25 Meter Länge und bis zu 60 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht sorgen seit einigen Jahren für Zündstoff auf Thüringens Straßen. In Schweden und Finnland beispielsweise längst etabliert, versuchten auch einige deutsche Bundesländer die sogenannten Gigaliner für den Warentransport zu etablieren. Erwartungsgemäß hagelte es Kritik von Vereinen wie „Allianz pro Schiene“. Tatsächlich sind die Risiken, die ein solch großer LKW in Bezug auf Unfälle birgt, nicht zu unterschätzen. Auch bei der Landesverkehrsministerkonferenz im Oktober 2007 gab es einen mehrheitlichen Beschluss gegen die Einführung der Gigaliner. Da dieser allerdings nicht einstimmig beschlossen wurde, ist er nicht verbindlich. So fahren in dem im Jahr 2008 freigegebenen Pilotprojekt ebendiese LKW von Ohrdruf nach Gotha. Anfänglich waren zwei Unternehmen für das Pilotprojekt vorgesehen, doch nur eines der beiden nutzt nun die Möglichkeit. Wirtschaftlich sinnvoll, denn nach eigenen Angaben spart das Unternehmen täglich rund 600 Fahrkilometer und 152 Liter Kraftstoff im Vergleich zur Nutzung kleinerer Fahrzeuge. (rw)
Thüringen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Logistikstandort entwickelt. Aber die Thüringer Logistiker wissen auch um die Schwäche des Standortes: Das Know-how und das logistische Potenzial wird in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Deshalb formierten sich die Logistiker Thüringens Ende 2008 zum Logistiknetzwerk Thüringen e.V. Ziel ist außerdem, Kompetenzen der Vereinsmitglieder zu nutzen, um die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und Thüringen zu einem zukunftsfähigen Logistikstandort zu entwickeln. Ein Jahr später ist die Zahl der sich aktiv engagierenden Mitglieder auf zirka 60 angewachsen. Mit dazu zählen neben den klassischen Dienstleistern auch Universitäten und Fachhochschulen. In derzeit vier Netzwerkgruppen wird an zukunftsfähigen Konzepten gearbeitet. Thematisiert werden dabei die Bereiche Standortmarketing, Innovationen, die Fachkräftesicherung und nicht zuletzt die Komplexität der Logistikdienstleistungen, da Logistik eben mehr beinhaltet, als Ladung von einem Ort zum anderen zu transportieren. (rw)
WERTSCHÖPFUNGSKETTEN GESTALTEN WIR GESTALTEN KOMPLEXE LOGISTISCHE PROZESSE: KONZEPTIONIERUNG IMPLEMENTIERUNG AUSFÜHRUNG UND MANAGEMENT
40
Verlagssonderveröffentlichung
Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 41
Willkommen im TruckStore Erfurt.
Hier finden Sie, was Ihnen in Ihrem Fuhrpark fehlt! Als einer der größten Anbieter gebrauchter Nutzfahrzeuge in Thüringen bietet Ihnen das TruckStore Erfurt mehr als 300 überwiegend junge Fahrzeuge mit europaweiter Garantie: Standard-LKW und Spezialfahrzeuge, Anhänger und Auflieger, mit und ohne Stern. Darüber hinaus sind wir die erste Adresse für gebrauchte Kommunal- und Entsorgungsfahrzeuge. Bei uns finden Sie Kehrmaschinen, Kanalreinigungs-, Schlammsaug- und Müllfahrzeuge, Absetz- und Abrollkipper. Wir bieten Ihnen Top-Angebote und attraktive Konditionen, maßgeschneiderte Finanzierungsund Leasingangebote sowie Inzahlungnahme Ihres Gebrauchten. Und natürlich kümmern wir uns gegebenenfalls um die Export- und Zollabwicklung – damit Sie keine Zeit verlieren. Wir freuen uns auf Sie. Herzlich willkommen im TruckStore Erfurt!
Let’s talk about trucks. www.truckstore.com TruckStore Erfurt; Hauptstraße 56; 99192 Neudietendorf/Kornhochheim; Tel.: +49 (0) 3 62 02/277-0; Fax: +49 (0) 3 62 02/277-20; E-Mail: truckstore.erfurt@mercedes-benz.com
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 42
Logistik und Verkehr
Thüringen etabliert sich international zunehmend als Wirtschaftsstandort. Ein Faktor, der auch an ERF, wie der Flughafen Erfurt international abgekürzt wird, nicht spurlos vorübergeht. Die Einbindung in das internationale Luftverkehrsnetz ist unverzichtbar für Geschäftsreisende, Logistik und Fracht, aber auch die Tourismusindustrie. Thüringer wollen nicht nur die Welt entdecken, auch Thüringen selbst ist ein attraktives Reiseziel. Zweieinhalb Stunden von Frankfurt, wer will das mit der Bahn fahren?
Ja, ab Erfurt! Ja, nach Erfurt! Der Flughafen Erfurt – im pulsierenden Herzen Thüringens, Deutschlands und Europas
Seit August fliegt nun Air Taxi Europe (www.flyate.de) in nur 55 Minuten im Tagesrand zwischen Erfurt und Hamburg, ermöglicht mit den Tagesrandflügen Geschäftstermine in Hamburg ohne Stress und mit Rückkehr noch am selben Abend. Reisende, die mit Air Taxi Europe fliegen, genießen dabei neben exzellentem Service an Bord weitere Vorteile: Sie parken in Erfurt kostenlos, können in Hamburg einen schnellen Check-in (Fastlane) nutzen. Kurze Wege in Erfurt, die wichtigsten Autovermieter direkt am Flughafen, Stadtbahnanbindung direkt in die Erfurter Innenstadt. Wo ist man denn in nur 15 Minuten mit der Straßenbahn in der Innenstadt? Auch die Autobahn beginnt praktisch vor der Tür, innerhalb einer Stunde erreicht man Jena im Osten genauso wie Eisenach im Westen oder Nordfranken und Schweinfurt im Süden. Ob Solarindustrie, Logistik, Automobilindustrie oder andere Wirtschaftszweige - vom Flughafen sind sie schnell und bequem zu erreichen! Wobei auch Regionen wie Schweinfurt, Bamberg und Würzburg im Süden, Kassel, Fulda und Bad Hersfeld im Westen von der schnellen Autobahnanbindung und den kurzen Wegen in Erfurt profitieren. 42
Verlagssonderveröffentlichung
Aber auch die anspruchsvollste Klientel wird in Erfurt professionell bedient: Von der allgemeinen Luftfahrt, dem Learjet der Konzernlenker, bis zur Air Force One
Nun liegt es an der Wirtschaft, der Linie nach Hamburg zum Erfolg zu verhelfen. Matthias Köhn Geschäftsführer Flughafen Erfurt GmbH
des amerikanischen Präsidenten finden alle Flugzeuggrößen in Erfurt konkurrenzfähige Infrastruktur und erfreuen sich dabei einer ebenso professionellen wie diskreten Abfertigung. Als einer der Internationalen Verkehrsflughäfen der Bundesrepublik verfügt Erfurt dabei nicht nur über 2.600 Meter Start- und Landebahn mit modernem Antiskid™-Belag auch das Instrumenten-
landesystem ist mit der Kategorie IIIb das Beste, was es heute weltweit gibt. Das Wetter kommt direkt von der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes am Platz, An- und Abflug werden von der Deutschen Flugsicherung beaufsichtigt und in Erfurt sind eigene Feuerwehr, genauso wie Zoll und Bundespolizei direkt am Platz. Auch abfertigungstechnisch ist alles auf dem neuesten Stand, egal ob es darum geht, eine Privatmaschine abzustellen oder einen Frachtflug zu entladen. So hat sich beispielsweise TNT entschlossen, in Erfurt den modernsten Road/Air-Hub in Europa in Erfurt zu betreiben. Bis zu 10.000 Tonnen Fracht und eine Million Passagiere könnten in Erfurt abgefertigt werden, ein-, aus- oder umstei-
Fotos: Flughafen Erfurt GmbH
Viele Jahre bereits erreichen Reisende den Flughafen Erfurt aus aller Welt mit Lufthansa-Partner Cirrus Airlines über München zu vergleichbaren Preisen wie den Flügen zu anderen Flughäfen in Deutschland. Egal ob Hongkong, Dubai oder Los Angeles, über München ist man schnell mitten in Thüringen.
Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 43
Logistik und Verkehr
JA, AB ERFURT! Der Flughafen Erfurt bittet um Ihre Hilfe: Unter www.flughafen-erfurt.de/umfrage/ finden Sie eine kurze Umfrage, welche Ziele Sie persönlich, als Unternehmen oder logistisch wünschen. Wie viele Personen würden pro Jahr dort hinfliegen (1x Jahr = 0,1 im Monat), beziehungsweise welche Frachtmengen würden Sie über den Flughafen Erfurt bewegen und wohin? Was kann das Flughafenmanagement tun, damit Sie den Flughafen Erfurt mehr nutzen? Bitte nehmen Sie sich die zwei Minuten und füllen Sie das Formular aus oder wenden Sie sich direkt an die Marketingabteilung des Flughafens. Vielen Dank!
gen. Ein Ziel, welches Flughafengeschäftsführer Matthias Köhn konsequent verfolgt: „Trotz Wirtschaftskrise konnte der Flughafen dieses Jahr helfen, mit Air Taxi Europe eine neue Regionalfluggesellschaft zu etablieren. Die Wahl des Standortes Erfurt und des Linienziels Hamburg sind eine klare Nachricht an die Wirtschaft; Ja, ab Erfurt! Nun liegt es an der Wirtschaft, der Linie zum Erfolg zu verhelfen.“ Weitere Ziele wie Amsterdam, Brüssel, Kopenhagen oder Moskau sollen mit Hilfe von Politik, Wirtschaft und Tourismus Thüringens möglichst bald etabliert werden. „Eine Auslastung von im Schnitt deutlich über 90 Prozent auf unseren Ferienfliegern zeigt den Bedarf Thüringens an Direktflügen. Auch Thüringens Tourismusindustrie, wie auch die Wirtschaft, benötigt aber die Möglichkeit, dass Menschen auch günstig nach Thüringen fliegen können“, betont der Flughafenchef. Insbesondere die Drehkreuzfunktion dieser ersten Ziele soll dabei für zusätzliches Verkehrsaufkommen sorgen. So positioniert sich der Flughafen Erfurt nicht nur als Tor zu Erfurts historischer Altstadt, Weimars Historie und Eisenachs Wartburg, sondern stärkt im Zentrum der lokalen Automobil- und Solarindustrie und als ein moderner Logistikstandort die Wirtschaft Thüringens.
Yes, from Erfurt! Yes, to Erfurt! Erfurt Airport – in the heart of Thuringia, Germany and Europe More and more, Thuringia is establishing itself internationally as a commercial and industrial center. A factor that has not bypassed Erfurt Airport unnoticed. Integration into the international airline networks is a necessity for commerce, logistics/freight as well as the tourism industry. Not only that Thuringians want to discover the world, but Thuringia itself is a very attractive destination. For many years now travellers can reach ERF – as Er furt Airport is internationally abbreviated – with Lufthansa partner Cirrus Airlines via Munich; at fares compatible to any other German airport. No matter if Hong Kong, Dubai or Los Angeles – via Munich passengers reach the center of Thuringia in a heartbeat. Since August Air Taxi Europe flies twice-daily in just 55 minutes between Erfurt and Hamburg (www.flyate.de). These flights provide business travellers with the opportunity for stress free appointments in Hamburg returning the same evening. Flying with Air Taxi Europe, the passengers enjoy not only excellent service on board, they also park for free in Erfurt and use the quick Fastlane for check-in at Hamburg Airport.
Foto: Flughafen Erfurt GmbH
Kontakt Flughafen Erfurt GmbH Binderslebener Landstraße 100 D-99092 Erfurt Tel.: +49 (0) 361 - 656 2205 Fax: +49 (0) 361 - 656 2201 E-Mail: info@flughafen-erfurt.de Internet: www.flughafen-erfurt.de
Wirtschaftsspiegel
Short ways at the airport are complemented by offices of the major car rental companies on site as well as direct access with the tram to Erfurt's city center. Direct connection to the highway provides easy access within the hour to Jena in the East, Eisenach is in the West or Northern Franconia and Schweinfurt in the South. Solar and automotive as well
as the many other industries in the region are all quickly accessible. Even the most demanding clients are professionally served in Erfurt: The corporate manager with his Lear Jet, up to the Air Force One of the American president - all aircraft sizes find competitive infrastructure and fees in Erfurt and appreciate the professional and discreet clearance. As one of the International Airports of Germany, Erfurt Airport operates 2,600 m runway with state-of-the-art Antiskid™-surface, its instrument landing system (ILS) Cat III b represents the top quality available today. Up to 10,000 tons of freight and one million passengers can be handled in Erfurt annually. A target that the airport's General Manager Matthias Köhn constantly pursuits: “Even during the recent crisis the Erfurt Airport helped establishing a new German regional airline. Air Taxi Europe, choosing its home base in Erfurt and flying to Hamburg as the first destination gives a clear signal for the local economy: Yes, from Erfurt! Now it is up to the industry and commerce to make the route successful.“ Assisted by Thuringian government, commerce and tourism industry, the airport seeks to attract flights to new destinations such as Amsterdam, Brussels, Copenhagen or Moscow. Incoming, Erfurt Airport is the gateway to Erfurt's historic city center, Weimar's heritage and Eisenach's Wartburg. ERF as a modern logistics hub also strengthens Thuringian commerce, the center of German automotive, solar and other industries.
Verlagssonderveröffentlichung
43
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 44
Kunststoffindustrie
Kunststoffe – flexibel und individuell
M
Kunststoffe können eingefärbt, in ihren Funktionseigenschaften verändert und in jede erdenkliche Form gebracht werden. Darüber hinaus stehen sie dank Recycling in großen Mengen und kostengünstig zur Verfügung. Immer weiter haben sich die Einsatzgebiete von Kunststoffen entwickelt, immer öfter werden Materialien durch Kunststoffe ersetzt. Aufgrund der vielen Einsatzmöglichkeiten ist die Kunststoffindustrie zwar als einzelne Branche zu betrachten, arbeitet aber übergreifend mit vielen anderen Wirtschaftszweigen zusammen. So ergänzen sich in Thüringen die starken Industriezweige Automotive und Maschinenbau ideal mit der Kunststoff industrie. Auf vielen Gebieten haben die Unternehmen Kooperationen geschlossen und arbeiten in Netzwerken eng zusammen. Das Kunststoffcluster PolymerMat e.V. als Netzwerk der kunststoffherstellenden und kunststoffverarbeitenden Unter nehmen in Thüringen bildet Partnerschaften zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung. Das Ziel des Clusters ist die kontinuierliche Entwicklung der Kunststoff industrie entlang der Wertschöpfungskette. So ist PolymerMat einer der Finanzierungspartner einer 2009 initiierten Stif tungsprofessur an der TU Ilmenau. In den nächsten fünf Jahren wird 44
Verlagssonderveröffentlichung
die an der Fakultät Maschinenbau etablierte Professur einen Beitrag dafür leisten, den steigenden Bedarf an Forschung und Entwicklung besser decken zu können. Neben PolymerMat beteiligen sich die TU Ilmenau selbst, sowie die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) an der Finanzierung. Auch damit sich die Unternehmen ihren künftigen Fachkräftebedarf sichern können, setzt die Branche auf Ausbildung und Qualifikation. Die Hochschulen im Land leisten einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung der Branche. An sechs Universitäten können sich die Studenten unter vielen technischen Studiengängen entscheiden. So finden beispielsweise die Fachbereiche Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Mechatronik oder Werkstoffwissenschaf ten die Verknüpfung zur Kunststoff industrie. Rund 40 Prozent der Studierenden im Freistaat sind in einem Fachbereich eingetragen, der unmittelbar für die Kunststoffindustrie von Bedeutung ist. Die Thüringer Berufsakademie in Eisenach of feriert eine Ingenieursausbildung mit dem Schwerpunkt „Kunststofftechnik“. Die Ausbildungsinhalte orientieren sich dabei an den Bedürfnissen der Branche. Die Branche selbst hat sich in der Vergangenheit vielfach neue Geschäftsfelder erschlossen und dabei auch den Auslandsmarkt für sich entdeckt. Dadurch können die Unternehmen einerseits unabhängiger
von regionalen Auftragsschwankungen arbeiten, andererseits müssen sie sich nun mit den gesteigerten Anforderungen des Weltmarktes messen. Forschung und Entwicklung sowie Fachkräfte werden für die überwiegend mittelständisch aufgestellten Unternehmen dadurch ein immer wichtigeres Thema. Zu den wichtigsten Ausfuhrgütern der Thüringer Unter nehmen gehören Kunststofftafeln, -platten, -folien und -bänder. Andererseits haben sich aufgrund der idealen Standortbedingungen des Freistaats auch viele ausländische Unter nehmen hier angesiedelt. Sie kommen aus der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Großbritannien und den USA. Insgesamt sind in der Thüringer Kunststoffindustrie mehr als 11.500 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2008 erwirtschafteten sie einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro und trugen so zu einem erheblichen Teil am Wirtschaftsaufkommen des Landes bei. Einige der Unternehmen gehen teilweise auch schon neue Wege und setzen auf so genannte Biopolymere. Eine nicht neue, aber dennoch innovative Lösung um die zukunftsträchtige Industrie weiter zu entwickeln. Noch allerdings sind Biopolymere zu teuer, um sie in großen Mengen einzusetzen. Sobald sich jedoch diese Technologie durchsetzen wird, spielen die Unternehmen aus Thüringen dabei eine wichtige Rolle und sind von Anfang an mit dabei. (su) Wirtschaftsspiegel
Foto: BASF AG
ehr und mehr verdrängen Kunststoffe Materialien wie Holz, Metall oder Keramik. Vielfach liegen die Vorteile ganz klar auf der Hand.
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 45
Kunststoffindustrie
Plastics – flexible and individual More and more, plastics are replacing materials such as wood, metal or ceramics. Plastics can be dyed, their functional characteristics changed and can be moulded into every imaginable form. Beyond that –thanks to recycling - they are available in large quantities and are affordable. The operational areas of plastics have continued to expand and materials are increasingly being replaced by plastics. Due to the numerous application fields, the plastics industry is to be considered a single branch, but it also works comprehensively with many other economical sectors. Therefore
the strong industrial sectors automotive and mechanical engineering in Thuringia ideally complement the plastics industry. The companies have established co-operations in many areas and work closely in networks. The plastics cluster PolymerMat e.V. as the network for Thuringia’s plastics manufacturing and processing companies forms partnerships between economy, science and education. The cluster’s goal is the continuous development of the plastics industry along the supply chain. Hence, PolymerMat is one of the
Kunststoff heißt Zukunft Die Kunststoffindustrie Thüringens bietet Vielfalt und Innovationsstärke. Sie ist mit zirka 15.500 Beschäf tigten in mehr als 180 Unternehmen und einem Jahresumsatz von über 2,7 Milliarden Euro unter den leistungsstärksten Branchen im Freistaat, weiß Michael Weinholdt, Vor standsvorsitzender des PolymerMat e.V.:
Fotos: PolymerMat e.V., GRAFE-Gruppe, Renè Weigel
Michael Weinholdt, Vorstandsvorsitzender PolymerMat e.V. mit Sitz in Jena „Entlang der Wertschöpfungskette finden sich in Thüringen starke Unter nehmen, die im Zusammenspiel mit international anerkannten wissenschaftlichen Einrichtungen für industrienahe Forschung und Grundlagenforschung zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftszweiges beitragen. Verbundprojekte, beispielsweise innerhalb der durch PolymerMat Kunststoffcluster Thüringen – gemeinsam mit dem Thüringer WirtschaftsministeWirtschaftsspiegel
rium initiierten Kunststoffinitiative, versetzen die Thüringer Kunststoffbetriebe in die Lage, neue intelligente Produkte zu entwickeln und an die Zukunftsmärkte zu bringen. Themen dabei sind Leichtbau mit Faserverbunden im Maschinenbau, Biokunststoffe als Substitute für petrolbasierte Kunststoffe und die Integration der metrologischen Computertomographie in Verarbeitungsprozesse. Beispiele für die Innovationskraft der Thüringer Kunststoffindustrie sind unter anderem Produkte wie verspritzbare Naturfasergranulate, Landwirtschaftsfolien zur Ertragssteigerung von mehr als 30 Prozent, Biotextilfasern, bleifreie Materialien für Röntgenröhren oder das Reifenadapter-System CSEasy zu nennen. Obwohl kein klassischer Kunststoff-Standort, zeichnet sich die Kunststoffbranche durch ein kontinuierliches Wachstum aus. Für 2010 rechnen die Unternehmen mit einer Stabilisierung der Umsätze bevor 2011 wieder ein Wachstum erwartet wird. Kunststoff heißt Zukunft. Neue Werkstoffe für den Einsatz in der Energiewirtschaft, Optik und Medizintechnik werden entwickelt ohne die traditionellen Branchen wie Verpackungen, Bauwirtschaft und Automobilindustrie zu vernachlässigen. Den dafür notwendigen Austausch mit anderen regionalen und überregionalen Branchen-Clustern zu organisieren und zu entwickeln, dafür steht PolymerMat.“ !
financing partners of an endowed professorship at the TU Ilmenau, initiated in 2009. The sector relies on education and qualification so that the companies can also secure their future requirements for skilled personnel. The universities in the state are an important contribution to the further development of the sector. At six universities the students can decide between many technical study paths. In total more than 11,500 people are employed by Thuringia’s plastics sector. In 2008 they generated a turnover of approx. 2,2 billion Euros and thus contributed immensely to the states economical revenue.
Matthias Grafe Geschäftsführer GRAFEGruppe aus Blankenhain „Kunststoffe kommen in immer mehr Bereichen des Fahrzeugbaus zum Einsatz. Sie bieten sowohl im Fahrzeuginnen- wie auch im Motorraum eine echte Alternative zu den bisher verwendeten Materialien.“
Prof. Dr. Michael Koch, Stiftungsprofessor für Kunststofftechnik an der TU Ilmenau „Mein Themengebiet ‚Kunststofftechnik‘ ist als Stiftungsprofessur und Fachgebiet seit Mitte 2009 komplett neu an der Technischen Universität Ilmenau etabliert. Vor allem in der Medizintechnik, bei der Verpackung und beim Automobilbau spielen Kunststoffe eine immer größere Rolle. Die Verarbeitungstechnologien im Kunststoffbereich in Thüringen sind vor allem konzentriert auf den Bereich Spritzgießen, Extrusion, Kombination von bekannten Verfahren sowie Glasformen und Recycling. Auch der Bereich der Faserverbundwerkstoffe ist hier zu nennen. Etwa 46 Prozent der Mitarbeiter der Thüringer Kunststoffbranche sind allein in den 20 größten Kunststoffunternehmen des Freistaates beschäftigt. Eine der Herausforderungen für die Thüringer Kunststoffindustrie ist es, ihre Systemkompetenz im globalen Wettbewerb auch nachhaltig in der Industrie im Freistaat zu installieren.“
www.polymermat.de Verlagssonderveröffentlichung
45
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 46
Kunststoffindustrie
Know-how zur kunststofftechnischen Verarbeitung gebündelt. Es ist geplant, die PCM-Materialien in großem Maßstab am Standort Rudolstadt zu produzieren und somit neue Arbeitsplätze zu schaffen. Als erste Marketingaktivität werden die innovativen Compounds auf der CompositesMesse in Stuttgart einem breiten Fachpublikum vorgestellt. Das TITK arbeitet weiter daran PCM-Kunststoffe zu entwickeln, die über einen breiten Temperaturbereich eingesetzt werden können und zu neuartigen Produkten wie Fasern, Folien und Platten weiterverarbeitet werden können. Hierzu werden in den nächsten Jahren weiterhin Forschungsprojekte mit ausgewählten Industriepartnern im TITK bearbeitet. Hochelastisches PCM-Granulat für Kältespeicherung (Temperaturbereich um 6 Grad Celsius)
TITK – Materialforschungsinstitut für polymere Werkstoffe Als privatwirtschaftliches Institut für polymere Werkstoffe betreibt das TITK e.V. industrienahe Forschung. Im Auftrag industrieller Partner arbeiten insgesamt 165 Mitarbeiter auf knapp 12.000 Quadratmetern an der Entwicklung von Struktur- und Funktionspolymeren sowie an der Optimierung von Verfahren und Technologien zur Herstellung und Vorbereitung solcher Polymere. Als Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Netzwerken steht das TITK als Vermittler zwischen verschiedenen Branchen für innovative Problemlösungen und marktorientierte Strategien. Das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK) hat in Kooperation mit der Firma Rubitherm Technologies GmbH ein neuartiges Kunststoffgranulat für die latente Wärmespeicherung entwickelt. Der Vorteil von latenter Wärmespeicherung liegt insbesondere darin begründet, dass eine definierte Temperatur durch Phasenumwandlung des eingesetzten PCM-Materials (Phased Changed Materials) über einen längeren Zeitraum gehalten werden kann. Die Wärmekapazität der eingesetzten PCM's übersteigt dabei die von oftmals eingesetztem Wasser um ein vielfaches. Hierdurch werden zum Beispiel Anwendungen erschlossen für die die Wärmekapazität von üblichen Materialien nicht ausreicht, wie zum Beispiel als Wärmespeichermaterial in Solarthermieanlagen. Bei solarthermischen Anlagen wird Sonnenenergie in Wärme umgewandelt, diese Wärme in einem Wasserspeicher gespeichert und bei Bedarf abgerufen. Der Einsatz der neu entwickelten PCM-Granulate ermöglicht eine erhebliche Effizienzsteigerung von Solar ther mieanlagen beziehungsweise eine Verkleinerung des zur Zeit verwendeten Speichermoduls. Gegenüber bisherigen Materialen konnte mit einer neuen Herstellungstechnik sicherge46
Verlagssonderveröffentlichung
stellt werden, dass ein Auswaschen von Parafinen aus den Polymerverbunden vollständig verhindert wird. Nur damit ist ein gesicherter Einsatz in der Wärmetechnikanwendung möglich geworden. Weitere Anwendungen sind bei der thermischen Behandlung von Patienten im Medizinsektor durch Wärmekissen zu finden. Hierbei gilt es, eine bestimmte therapeutische Temperatur über einen langen Zeitraum auf einem konstanten Niveau zu halten, damit sich zum einen der gewünschte Therapieerfolg einstellt und zum anderen der Patient sich wohlfühlt. Dem Forscherteam aus TITK und Rubitherm gelang es weiterhin Materialien zu entwickeln, die eine Umwandlungstemperatur unter zehn Grad Celsius aufweisen und somit für Anwendungen im Kühlbereich wie beispielsweise Transport sensibler Lebensmittel über einen langen Zeitraum eingesetzt werden können. Diese innovativen Entwicklungen mündeten in einer Firmenneugründung, der Rubitherm Compound GmbH mit Sitz in Rudolstadt. Hierbei wurde das Know-how von Rubitherm zum anwendungsnahen Einsatz von PCM-Materialien mit dem Material-know-how von TITK und dem
Das TITK entwickelt auf Basis von natürlichen und synthetischen Polymeren verschiedene neue Werkstoffe für unterschiedliche Branchen. Unsere Kompetenzen: Funktionspolymere Strukturpolymere Verbundwerkstoffe Polymerverarbeitung Die Werkstoffcharakterisierung wird von der 100 prozentigen Tochter des TITK, der Ostthüringer Materialprüfgesellschaft für Textil- und Kunststoffe mbH (OMPG) durchgeführt. Die OMPG mbH ist ein unabhängiges Prüflabor nach DIN EN ISO/ IEC 17025 akkreditiert. Dienstleistungsschwerpunkte: Materialkennwertbestimmung Brand- und elektrische Prüfungen Emissionsverhalten Beständigkeits- und Klimaprüfungen Chemisch-physikalische Analytik Extrusion, Spritzguss, textile Verarbeitung Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten ist es gemeinsam mit industriellen Partnern angewandte Forschung und Entwicklung bis zur Markteinführung neuer Produkte und Technologien umzusetzen.
Kontakt Thüringisches Institut für Textilund Kunststoff-Forschung e.V. TITK Breitscheidstraße 97 D-07407 Rudolstadt Tel.: +49 (0) 3672 - 379 0 Fax: +49 (0) 3672 - 379 379 E-Mail: info@titk.de Internet: www.titk.de Wirtschaftsspiegel
. n e f i e r t u a h e s n ä G e t s r Der e Kälte. l bei fi o r P r h e m t Bekomm
KOMMT, S A W O S N N WE HÜRINGEN. T S U A ’S T M KOM l anerkannte e internationa
skunft hat: ein he Wachstum alles, was Zu aft, dynamisc Hier finden Sie uung, ein ungslandsch tre ch rs be er Fo d nd un Ki ible Technologiechkeit und flex und Kultur. milienfreundli für Erholung branchen, Fa und viel Raum m in Thüringen. ste en lsy Ihn hu Sc – mit erfolgreiches insame Zukunft me ge e ein f s au Wir freuen un
THU_Gänsehaut_210x297_MIT-2010_39L 1
23.09.2009 16:02:02 Uhr
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 48
Keramik / Mikrosystemtechnik
ls die Geschichte der Keramik in Thüringen begann, waren die Verfügbarkeit des Rohstoffes Holz und die Anbindung an eine neue Bahnlinie ausschlaggebende Standortvorteile von Thüringen. Vor allem im Osten und Süden des Landes entstanden Fabriken, die Geschirr aus Keramik und Porzellan herstellten.
A
Damals, um 1890, war die überaus positive Entwicklung dieser Branche noch nicht absehbar. Als dann jedoch 1897 die Deltaglocke, ein keramischer Isolator für Stromleitungen, erfunden wurde, begann eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält. Die Deltaglocke aus Hermsdorf bildete den Grundstein für die technische Keramik aus Thüringen. In der Folge wuchsen große Produktionsbetriebe heran, die sich auf verschiedene Anwendungen der Keramik spezialisierten. Noch heute wird in Hermsdorf technische Keramik in großen Mengen produziert. So vertreibt die Porzellanfabrik Hermsdorf als Traditionsunternehmen heute jedes Jahr rund 5.000 Tonnen seiner Produkte. Insbesondere keramische Wabenkörper, die als Wärmetauscher in Abluftanlagen benötigt werden, sind dort das Hauptprodukt. Ein weiteres Hermsorfer Produkt ist eine Spezialität, die fast in reiner Handarbeit entsteht. Etwa 50 Mahltrommeln, zum Mahlen feinster Oxyde für die chemische Industrie, die Pharmaindustrie und die Lebensmittelherstellung benötigt werden, stellt das Unternehmen mit einem Fas48
Verlagssonderveröffentlichung
sungsvermögen von bis zu 300 Litern jedes Jahr her. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Porzellanfabrik haben zahlreiche weitere Unternehmen ihre Produktionsstrecken aufgebaut. Die Micro-Hybrid Electronik GmbH oder die Mikrotechnik und Sensorik GmbH sind beispielsweise Hersteller von kleinsten Bauelementen der Mikrosystemtechnik, die in vielfältigen Produkten wie Computerchips zum Einsatz kommen und dort hochgenau und zuverlässig arbeiten. Auf die Steuerung von Elektronik hat sich auch die 1997 in Hermsdorf gegründete VIA electronik GmbH spezialisiert. Immer größere Datenmengen in immer kürzerer Zeit auf möglichst kleinem Raum zu verarbeiten, ist heute ohne den Einsatz technischer Keramik nicht möglich. Die VIA electronik produziert und vertreibt dafür eine Keramikfolie, die Metall verfüllt und anschließend bei 900 Grad zu einem kompakten Gehäuse verbacken wird. Die daraus entstehenden Strukturen genügen den unterschiedlichsten Anforderungen und kommen beispielsweise in der Automobilindustrie zum Einsatz. Um dieses breite Anwendungsspektrum zu gewährleisten und den steigenden Bedürfnissen der Industrie gerecht zu werden, ist vermehrt der Einsatz hochinnovativer Lösungen notwendig. Viele Unternehmen können diesen hohen Ansprüchen nur durch eine intensive Zusammenarbeit mit in Thüringen ansässigen Forschungseinrichtungen gerecht werden. Das Hermsdorfer Institut
für Technische Keramik HITK bietet den Unternehmen der Region genau diese Möglichkeit. In Hermsdorf schafft es die Symbiose aus Forschung und Entwicklung auf der einen und Produktion innovativer Keramik auf der anderen Seite. Gerade in Sachen Umweltschutz und den dazugehörigen Technologien haben sich Deutschland und Thüringen in den vergangenen Jahren einen internationalen Ruf erarbeitet. Diesen zu stärken ist Aufgabe der gesamten Branche und das HITK trägt einen wesentlichen Anteil daran. In Zusammenarbeit mit den Herstellern vor Ort hat sich das Kompetenzzentrum wirtschaftsnaher Forschung beispielsweise dem Bestreben der Industrie nach CO2freien Kohlekraftwerken hervorgetan. So wird durch dünne keramische Röhrchen der Sauerstoff aus den Kraftwerksabgasen herausgefiltert. Stickstoff und andere Bestandteile werden in ionenleitenden Membranen zurückgehalten. In der chemischen Industrie entsteht bei der Produktion von Salpetersäure umweltschädliches Lachgas, welches durch keramische Katalysatoren gebunden wird. Die Liste innovativer und zukunftsweisender Technologien ist lang genug, als dass sie sich auf alle Produktionsbereiche der Industrie projizieren ließe. Das Wissen der Vergangenheit, gepaart mit dem Forschungsdrang der Gegenwart haben die technische Keramik und die Mikrosystemtechnik in Thüringen zu einem starken Wirtschaftszweig werden lassen. (su) Wirtschaftsspiegel
Foto: CeramTec AG/Plochingen
Multitalente aus Keramik
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 49
Keramik / Mikrosystemtechnik
A top location of technical innovations When the history of ceramics in Thuringia began, it was the availability of the raw material wood and the connection to a new railway line that were the decisive location advantages for Thuringia. Back then, at around 1890 the exceedingly positive development of this sector was not foreseeable. However, when in 1897 the Deltaglocke, which is a ceramic isolator for power lines, was invented, a success story began that has continued right until this day. The Deltaglocke from Hermsdorf founded the corner stone for engineering ceramics made in Thuringia. Consequently large production facilities that specialised in different applications for ceramics emerged. Even today engi-
neering ceramics is produced in large quantities in Hermsdorf. Thus the long-established company Porzellanfabrik Hermsdorf today sells around 5,000 tons of its products annually. Within the immediate vicinity of the Porzellanfabrik numerous companies have set up their production lines. The Micro-Hybrid Electronik GmbH or the Mikrotechnik und Sensorik GmbH are, for example, manufacturers of minute devices for micro systems technology that are used in numerous products
such as in computer chips and which work highly accurately and reliably. Many companies can only meet these high requirements by an intensive cooperation with the local research facilities in Thuringia. In the past years Germany and Thuringia have acquired an international reputation regarding environment protection and the corresponding technologies. To strengthen this reputation is the task of the entire sector and the HITK (Hermsdorfer institute for engineering ceramics) contributes considerably to this. The list of innovative and advanced technologies is long enough to project this to all production areas of the industry.
Kooperation für innovative Technik
Quelle Infografik: AMA Fachverband für Sensorik e.V., Fotos: ELMUG e.G., AMA Fachverband für Sensorik e.V.
Die Sensorik liefert eine Schlüsseltechnologie für sämtliche Industriesektoren. In Thüringen sind die Mess- und Gerätetechniker kleinteilig strukturiert. Um dennoch international erfolgreich agieren zu können, hat sich die Branche in der ELMUG e.G. zusammengeschlossen. Die Hintergründe erläutert Katrin Kühn, Geschäftsführerin des ELMUG-Netzwerks:
Katrin Kühn Geschäftsführerin ELMUG eG „Der Branche der elektronischen Mess-, Steuer- und Regeltechnik können in Thüringen weit über 500 Unternehmen und mehr als zehn Forschungseinrichtungen zugeordnet werden. Mit zirka 15.000 Mitarbeitern erwirtschaftet die Thüringer Branche einen Jahresumsatz von zirka 1,5 Milliarden Euro. Das jährliche Umsatzwachstum liegt im zweistelligen Bereich. Mehr als zehn Prozent der Unternehmen haben weniger als zehn Mitarbeiter. Diese Wirtschaftsspiegel
Kleinteiligkeit führt zu einer hohen Flexibilität und einer starken Innovationskraft. Relevante Fachverbände wie die IFAM und die AMA bescheinigen dieser Thüringer Branche eine ausgezeichnete Technologieposition. Um die Nachteile der Kleinteiligkeit dieser Wirtschaftsbranche zu überwinden, wurde 2007 die Initiative zur Gründung des Industrieclusters ‘Elektronische Mess- und Gerätetechnik’ ins Leben gerufen. Die 60 mitarbeitenden Unternehmen waren Grund genug, im Februar 2009 die Elektronische Mess- und Gerätetechnik Thüringen (ELMUG) eG mit Sitz in Ilmenau zu gründen. Dank eines Zuwendungsbescheids der Thüringer Aufbaubank wurde am 01.06.2009 die Geschäftsstelle der ELMUG eröffnet. In fünf Jahren will das Netzwerk wirtschaftlich aus eigener Kraft arbeiten. Für potentielle Kunden, Kooperationspartner, Investoren und Fachkräfte, die Spitzentechnologien der elektronischen Mess-, Regel- und Gerätetechnik in Thüringen suchen, wird sich ELMUG zu einem wichtigen Ansprechpartner im Freistaat entwickeln.“ !
www.elmug.de
Olaf Mollenhauer, Mitglied des Aufsichtsrats der ELMUG eG und Geschäftsführer der TETRA GmbH, Ilmenau. „In einem guten Netzwerk geht die Produktentwicklung schneller, ist man in Wertschöpfungsketten wesentlich besser eingebunden. Man ist einfacher fixer am Markt..“
Dr. Thomas Simmons, Geschäftsführer, AMA Fachverband für Sensorik e.V.
Der Umsatz mit Sensorik beziehungsweise Messtechnik ist im zweiten Quartal 2009 gegenüber dem ersten Quartal um weitere fünf Prozent gesunken.„Obwohl der Branchenumsatz weiter sinkt, beobachten wir eine deutlich abgebremste Abwärtsentwicklung. Sollte sich dies fortschreiben, handelt es sich um eine Trendwende und wir hätten somit die Talsohle erreicht.“ Umsätze der deutschen Sensorikbranche 2009 – Vergleich 3. Quartal 2008 (100 Prozent) Im ersten Quartal 2009 war der Branchenumsatz um 11 Prozent eingebrochen und im letzten Quartal 2008 um 9 Prozent. Die Befragung erfasste zirka 12 Prozent der deutschen Sensorikbranche. Verlagssonderveröffentlichung
49
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 50
Solarindustrie
roße Pläne verfolgt die Solarbranche in Thüringen momentan. Nach Aussage von Experten arbeiten die zahlreichen Unternehmen derzeit daran, bis zum Jahr 2015 in Deutschland die Netzparität, das heißt die Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom gegenüber fossilem Strom zu erreichen.
G
Einer der Experten, Dr. Hubert Aulich, Sprecher des Spitzenclusters „Solarvalley Mitteldeutschland“, sieht eine glänzende Zukunft für die Branche. So meint er, dass bis zum Jahr 2020 allein in der Region Mitteldeutschland mehr als 50.000 Mitarbeiter in der Solarindustrie tätig sein werden. Heute sind es bereits rund 8.500. Die Schwerpunkte der Branche in Thüringen haben sich vor allem an traditionellen Industriestandorten in Erfurt, Jena und Arnstadt gebildet. Von insgesamt gut fünf Milliarden Euro, die in den vergangenen drei Jahren in die Solarindustrie investiert wurden, entfielen etwa 1,5 Milliarden auf Thüringen. Entsprechend hoch sind auch die Erlöse der hier ansässigen Firmen. Etwa ein Fünftel des deutschlandweiten Umsatzes wird in Thüringen von etwa 2.500 Beschäftigten erwirtschaftet. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind Unternehmen im Freistaat vertreten. Angefangen bei der Grundlagenforschung, wie sie beispielsweise im Jenaer Institut für Photonische Technologien betrieben wird, über die Herstellung von Silizium bei der PV Chrystalox AG aus Erfurt und 50
Verlagssonderveröffentlichung
die Solarzellenproduktion bei ersol Solar Energy AG bis hin zum Modulhersteller asola aus Erfurt. Darüber hinaus wird auch die erforderliche Steuerelektronik entwickelt und die Installation von Solaranlagen geplant. Wie in vielen anderen Branchen auch, haben die Thüringer Solarunternehmen erkannt, dass sie nur gemeinsam stark am Markt auftreten können, um im weltweiten Wettbewerb erfolgreich mit neuen Verfahren, Technologien und Produkten überzeugen zu können. Nicht nur unternehmensübergreifend, sondern auch länderübergreifend, arbeitet die Solarindustrie nun erfolgreich an ihrer Zukunft. Ganz Mitteldeutschland ist zum Solarzentrum geworden und Thüringen trägt erheblich dazu bei. Als Lohn für die Jahre der harten Arbeit wurden die drei Länder und deren jeweilige Branchencluster im Jahr 2008 im Spitzenclusterwettbewerb der Bundesregierung ausgezeichnet und erhalten nun Fördermittel des Bundes. Im Drei-Länder-Verbund ist der Freistaat Thüringen zuständig für die Bereiche Aus- und Weiterbildung, Fachkräfteentwicklung und Nachwuchsförderung. Bis März 2010 entsteht dafür in Erfurt ein deutschlandweit einmaliges Aus- und Weiterbildungszentrum. In das „Thüringer Kompetenzzentrum für Hochtechnologien und Solarwirtschaft“ werden rund zehn Millionen Euro investiert. Nach seiner Fertigstellung sollen dann 350 neue Ausbildungsplätze, fast ausschließlich im Hochtechnologiebereich, zur Verfügung
stehen. Das Zentrum wird entsprechende Labore, ausgestattet mit Reinraumbereich, AVT-Bereich, Solarbereich und Automatisierungstechnik, bereithalten. Der ganzheitliche Bildungsansatz des Ausbildungszentrums umfasst die Nachwuchsgewinnung mit Schülerprojekten, die Erstausbildung für Unternehmen wie Masdar PV, Sunways oder WACKER SCHOTT, sowie die überbetriebliche Ergänzungsausbildung. Daneben hat der hohe Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften auch dazu geführt, dass die Hochschulen ihre Studienangebote den Anforderungen der Industrie angepasst haben. Der Freistaat Thüringen hat zwei Stiftungsprofessuren für Solar technologie an der Technischen Universität Ilmenau und der Fachhochschule Jena ins Leben gerufen. An der Fachhochschule in Nordhausen wird den Studierenden der Bachelorstudiengang „Regenerative Energietechnik“ angeboten. In den naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen im Freistaat sind derzeit mehr als 12.000 Studenten immatrikuliert. Diese bieten den ansässigen, wie auch für den Standort interessierten Unternehmen einen breiten Pool künftiger Mitarbeiter. Weiterhin wirbt der Unternehmer- und Fachkräfteservice UFaS aktiv darum, dass Pendler aus dem Freistaat, die ihr Wissen und Können derzeit in anderen Teilen Deutschlands anbieten, nach Thüringen zurückkehren. (su) !
www.solarvalley.org Wirtschaftsspiegel
Foto: Jens-Ulrich Koch/ddp
Starker Standort der Solarindustrie
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 51
Solarindustrie
A powerful location in Germany for the solar industry At present the solar sector in Thuringia is pursuing big plans. According to experts the companies are currently working to achieve net parity in Germany by 2015– which means a competitiveness of solar electricity as opposed to fossil electricity. One of the experts, Dr. Hubert Aulich, chairman of the cluster of excellence “Solarvalley Mittelsdeutschland”, sees a brilliant future for the sector. He is of the opinion that by 2020 alone in the region Central Germany more than 50,000 people will be employed by the solar industry. From a total of approx. 5 billion Euros invested in solar industry over past 3 years, 1,5 billion went to Thuringia. Around a fifth of the turnover Germany-wide is generated in Thuringia by approx. 2,500 employe-
es. Like in many other sectors, the Thuringian solar enterprises have recognised that only together can they be strong in the market and convince with new procedures, technologies and products in order to be successful in the world-wide competition. The whole of Central Germany has become the solar centre and Thuringia has contributed immensely to this. As a reward for all the years of hard work, the three states and their respective branch clusters were honoured by the federal govern-
Belebung im Solarmarkt Bis Ende 2008 sind in Thüringen über 1,5 Milliarden Euro in Projekte der Solarindustrie investiert beziehungsweise in Planung; die Branche baut ihre Produktionskapazitäten weiterhin aus. Neue Firmen siedeln sich durch die günstigen Ansiedlungsbedingungen des Freistaates an. Über die Kompetenzen und Potenziale berichtet Jana Liebe vom SolarInput e.V.:
Foto: SolarInput
Jana Liebe, Geschäftsführerin SolarInput e.V. „Nach schwierigen Monaten des verhaltenen Marktwachstums in 2009 ist nun eine deutliche Belebung des Marktes zu spüren; die mittel- und langfristigen Wachstumschancen der Industrie sind unverändert hoch. Dieses Potenzial zeigt die weltweit führende Photovoltaik-Region ‚Solarvalley Mitteldeutschland‘, ein Verbund aus 35 Partnern aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, welche 2008 den BMBF-Spitzencluster wettbewerb gewonnen hat. 40 Millionen Euro vom Bund Wirtschaftsspiegel
fließen in Forschung und Entwicklung, der gleiche finanzielle Anteil kommt aus der Industrie. Ziel ist die Optimierung von Fertigungsprozessen und Produkten auf allen Stufen der Wertschöpfungskette. Ein länderübergreifendes integrales Bildungskonzept sichert die Qualifikation und Bereitstellung von Fachkräften. Hier in Thüringen ist die komplette Wertschöpfungskette von der Produktion von Ingots, Wafern und Solarzellen sowie Solarmodulen bis hin zur Planung und Installation von Solaranlagen angesiedelt. Die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften, die exzellente Anbindung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die sich speziell mit Photovoltaik und umfassend mit den erneuerbaren Energien befassen sowie die enge, branchenübergreifende Verzahnung im Netzwerk SolarInput, in dem über 60 Partner zusammenarbeiten, sind Alleinstellungsmerkmale die den Thüringer Solarstandort bestärken. Diese Clusterbildung aus Produzenten, Zulieferern, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Dienstleistern und Kommunen schafft durch die räumliche Nähe und Kooperation Innovations- und Synergieeffekte für die Firmen und sichert nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch den Vorsprung in Technologie und Know-how.“ !
ment in the cluster of excellence competition in 2008. In the three-state-network, the Free State Thuringia is responsible for the areas training and further education, development of skilled personnel and the promotion of young trainees. By March 2010 a unique training and education centre Germany-wide will be constructed in Erfurt. In the “Thüringer Kompetenzzentrum für Hochtechnologien und Solarwirtschaft” (Thuringian competence centre for high-tech and solar management) around ten million Euros are to be invested. After its completion, 350 new apprenticeship places - nearly exclusively in the area hightech will be made available.
Holger von Hebel Vorstandsvorsitzender Bosch Solar Energy AG
„Wir rechnen zwar aufgrund der Finanzkrise mit einer vorübergehenden Abschwächung der Wachstumsdynamik, spätestens 2010 wird der Markt jedoch zur alten Dynamik zurückkehren.“
Dr. Hubert Aulich Vorstandsvorsitzender SolarInput e.V. „Wir arbeiten in Thüringen alle gemeinsam an dem Ziel, die Netzparität, das heißt die Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom gegenüber fossilem Strom, bis spätestens im Jahr 2015 in Deutschland zu erreichen.“
Carsten Körnig, Geschäftsführer Bundesverband Solarwirtschaft e.V. „Unsere heimischen Unternehmen sind internationale Technologieführer. Bis 2020 wird die Photovoltaik einen beträchtlichen Anteil zum deutschen Strommix beisteuern. Ein Großteil der Anlagen wird aus deutscher Wertschöpfung stammen.“
www.solarinput.de Verlagssonderveröffentlichung
51
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 52
Optik
Optimistisch in die Zukunft der Optik
W
Insgesamt blickt im Jahre 2009 die Optikbranche in Thüringen auf eine positive Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren zurück. Vorangebracht wurde sie dabei nicht zuletzt durch die Teilnahme am Spitzenclusterwettbewerb des Bundes, für den sich eine Vielzahl der Unternehmen der Branche zur Initiative „CoOPTICS – Cooperate in Optics“ zusammenschlossen. Ziel dieser Initiative war der Ausbau der Optikregion rund um Jena zu einem Innovationsmotor für optische Technologien in ganz Europa. Mit der Konzeption schaffte CoOPTICS den Einzug ins Finale des Wettbewerbs, musste sich allerdings auf der Zielgeraden dem Projekt „Solarvalley Mitteldeutschland“ geschlagen geben. Aufgrund der hohen Qualität des Antrages sagte die Thüringer Landesregierung daraufhin eine Förderung in Millionenhöhe zu. Diese sieht nun 52
Verlagssonderveröffentlichung
eine tatsächliche Förderung von 27,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2011 vor. Eine solche Finanzspritze trägt weiter zu den Stärken bei, die die Branche seit Jahren vorantreibt: Innovationen und Aufbau der Fachkräfte. Nach Angaben der Unternehmen fließen jährlich 10 Prozent des Umsatzes in Forschung- und Entwicklung. Dass sich diese Investition lohnt, zeigen auch die steigenden Exportzahlen. So werden 65 Prozent des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet. 2007 waren es noch 60 Prozent. Innovationen sind folglich nicht nur nötig, sondern Voraussetzung. Dazu braucht es neben Kreativität und Forscherdrang aber vor allem Mut. Und gerade der ist angesichts schwieriger wirtschaftlicher Lage nicht immer vorhanden. Neben den Großkonzernen, die für Investitionen noch eher auf Rücklagen der vergangenen Jahre zurückgreifen können, sind hier auch in Zukunft vor allem die kleinen und Kleinstunter nehmen bis 50 Mitarbeiter gefragt, die in der Thüringer Unternehmensstruktur der Optikbranche fast zwei Drittel ausmachen. Einer dieser innovationsorientierten kleinen Unternehmen ist die aura optik GmbH mit Sitz im Technologie- und Innovationspark (TIP) in Jena. Ihr Geschäftsführer Dr. Roland Kilper gründete das Unternehmen Ende 2004 auf Grundlage einer Idee: Die Kombination der Makromanipulation mit der Stereomikroskopie.
Die mittlerweile dafür entwickelte Plattform „aureka“ ist einzigartig und wird für verschiedene Anwendungsbereiche benötigt. Das System wird sowohl in der Biologie, in der Medizin, als auch bei der genetischen Forensik Einsatzmöglichkeiten finden. Dafür erhält das Unternehmen Unterstützung durch einen Businessangel, der die langfristig angelegte Produktforschung begleitet. Ende September 2009 wurde dazu ein Applikationslabor eröffnet, in dem der gesamte Workflow von der Probenvorbereitung bis zur Analyse der Präparate abgebildet werden kann. Dies ist ein Beispiel aus einer Reihe innovativer Ideen, mit denen sich Unter nehmen gegründet haben und die Optikbranche voranbringen. Auch verdeutlicht es die Einbindung optischer Technologien in die verschiedensten Bereiche. Gerade erst im September übergab das Land Thüringen einen Förderbescheid über 1,7 Millionen Euro für ein gemeinsames Forschungsprojekt der Jenaer Firmen Mahr OKM GmbH, ABS GmbH und GÖPEL electronic GmbH sowie des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik und der TU Ilmenau. Gestärkt wird das Leistungspotenzial auch durch Hochschulabsolventen. Wenngleich die anfangs zitierte Studie darauf verweist, dass für den Ausbau der Branche noch zu wenig Fachkräfte zur Verfügung stehen. (rw) !
www.cooptics.de Wirtschaftsspiegel
Foto: Jens-Ulrich Koch/ddp
ie bei nahezu jeder anderen Branche sind die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auch bei der optischen Industrie in Thüringen deutlich zu spüren. Das geht aus einer vom Kompetenznetz Optische Technologien OptoNet e.V. mit Sitz in Jena durchgeführten Studie hervor. Deutlich wird dabei allerdings auch: die bisherige Entwicklung war durchaus positiv, sowohl beim Umsatz, als auch bei den Beschäftigtenzahlen. Genauere Analysen werden durch das nebenstehende Statement von Dr. Klaus Schindler, Geschäftsführer des OptoNet e.V., verdeutlicht.
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:55 Uhr
Seite 53
Optik
To look optimistically in the future of Optics In the last two years the Thuringian optics companies continued expanding and were recording a clear plus in turnover and employment. Against the background of the overall good economical situation the 171 enterprises recorded an increase in turnover of 10% per year of 2,5 billion Euros in 2007 and 2008. Around 65% of the sales were achieved abroad. In comparison to the average rate of 33% of Thuringian’s manufacturing industry the optics companies are therefore extremely strong in export. The companies’ success is essentially due to the highly-skilled qualifications of their em-
ployees. 13,750 skilled personnel work in the industry and in addition to this there are 900 employees in university and extramural research facilities. 41% of the employees have a university degree and 47% are skilled workers. Research and development play an outstanding role for which 10% of the total turnover is invested. As a consequence of the worldwide economic crisis the business situation has clearly been tarnished but the companies are holding on
to their optimistic turnover and staff forecasts for the middle and long term. The general managers expect that the branch will continue to increase the turnover by 2015. The companies are also optimistic regarding the expansion of staff numbers: They are planning to increase the number of employees by an average of 4% by 2015, from which a requirement of over 4,000 skilled employees will result. Therefore the network will increasingly support the companies in the development of skilled personnel and also help to win young professionals from other federal states.
Wachstum braucht Fachkräfte Die Thüringer Optikunternehmen waren nach Einschätzung des Geschäftsführers des in Jena ansässigen OptoNet e.V., Dr. Klaus Schindler, in den vergangenen zwei Jahren weiter auf gutem Wachstumskurs und konnten ein deutliches Plus bei Umsatz und Beschäf tigung verzeichnen, erläutert der Leiter des optischen Technologie-Clusters:
Fotos: JENOPTIK AG, Spectaris e.V.
Dr. Klaus Schindler, Geschäftsführer OptoNet e.V. „Die 171 Unternehmen verzeichneten vor dem Hintergrund der guten gesamtwirtschaftlichen Lage in den Jahren 2007 und 2008 ein deutliches Umsatzwachstum von zehn Prozent pro Jahr auf 2,5 Mrd. Euro. Rund 65 Prozent des Absatzes wurden dabei im Ausland erzielt. Im Vergleich zur Durchschnittsquote von 33 Prozent des verarbeitenden Gewerbes in Thüringen sind Optikunternehmen damit außerordentlich exportstark aufgestellt. Der Erfolg der Unternehmen beruht im Wesentlichen Wirtschaftsspiegel
auf der hohen fachlichen Qualifikation ihrer Mitarbeiter. 13.750 Fachkräfte arbeiten in der Industrie, hinzu kommen 900 Beschäftigte in universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. 41 Prozent der Beschäftigten verfügen über einen Hochschulabschluss, 47 Prozent sind Facharbeiter. Forschung und Entwicklung spielen eine herausragende Rolle – zehn Prozent des Gesamtumsatzes werden dafür reinvestiert. In Folge der weltweiten Wirtschaftskrise hat sich die Geschäftslage zwar deutlich eingetrübt, aber die Unternehmen halten in mittelund langfristiger Perspektive an ihren optimistischen Umsatz- und Personalprognosen fest. Die Geschäftsführer gehen davon aus, dass die Branche ihren Umsatz bis 2015 weiter deutlich steigern wird. Auch beim Ausbau der Beschäftigtenzahlen sind die Unternehmen zuversichtlich: Sie planen bis 2015 eine Aufstockung ihres Personals um durchschnittlich vier Prozent pro Jahr, woraus sich ein Bedarf von über 4.000 Fachkräften ergeben würde. Das Netzwerk wird die Unternehmen daher verstärkt bei der Erschließung des Fachkräftepotenzials unterstützen und auch dabei helfen, Berufsanfänger aus anderen Bundesländern zu gewinnen. OptoNet e.V. bündelt dabei die Interessen von 94 Unternehmen, Forschungs- und Bildungsinstitutionen mit dem Ziel, die nationale und internationale Entwicklung auf dem Gebiet der Optischen Technologien aktiv zu fördern und zu gestalten.“
Kontakt OptoNet e.V. Hans-Knöll-Straße 1 D-07745 Jena Tel.: +49 (0) 3641 - 65 83 40 Fax: +49 (0) 3641 - 65 83 44 !
www.optonet-jena.de
Dr. Michael Mertin Vorstand der JENOPTIK AG mit Sitz in Jena „Es ist wichtig, Innovationen und den Ausbau unserer Präsenz in Wachstumsmärkten gerade jetzt fortzuführen, um einen Aufschwung nach der Krise maximal nutzen zu können.“
Sven Behrens Geschäftsführer Spectaris e.V.
„Die optischen Technologien sind als Querschnittstechnologie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Standort Deutschland und Innovationstreiber.“
Verlagssonderveröffentlichung
53
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 54
Informationstechnologie
Mit Hardware bis an die Spitze The ITK branch is focussing on specialisation The Informations- und Telekommuni ka tionstechnologie (ITK) – the information and telecommunications technology – continues to be one of the most promising sectors in Thuringia. According to published numbers by the LEG Thüringen around 2,600 IT companies with 14,000 employees work in the Free State. Therefore it is not without reason that Thuringia is one of the largest manufacturers of PC hardware in the whole of Europe. For companies who plan to invest in this sector in Thuringia or respectively who are considering settling here, it is the excellent local R&D scenery that is very attractive. Out of the 35 research and development institutes as well as the 4 application centres of the Free State almost everyone is dealing with ITKrelevant major research. Besides this the state’s universities and universities of applied science have focussed on the ITK branch and have specialised themselves in various sectors. So, Thuringia can provide excellent prerequisites as an attractive investment location.
54
Verlagssonderveröffentlichung
Die Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK) ist eine der erfolgversprechenden Branchen in Thüringen. Der LEG zufolge, arbeiten zirka 2.600 IT-Unternehmen mit 14.000 Beschäf tigten im Freistaat. Thüringen nimmt dabei als einer der größten Her steller von Computern in Europa einen Spitzenplatz ein. Gerade Mittelthüringen hat sich zum Ballungsgebiet für Ansiedlungen von IT-Unternehmen etabliert. Sie arbeiten unter anderem in den Bereichen Softwareentwicklung, E-Commerce, Webentwicklung und IT- und Telekommunikationseinrichtungen. So finden sich im Jenaer „Jen-Tower“ Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce, Webservice und Software-Entwicklung, die sich zu einem bisher einzigartigen Netzwerk in der Branche zusammenschlossen. Sie bilden die TowerByte e.G., in der sich 28 Unternehmen firmieren. Auch etablierte börsennotierte Unternehmen wie Intershop oder Q-Soft sind in Thüringen ansässig. Interessant für Unternehmen, die in dieser Branche in Thüringen investieren wollen beziehungsweise über eine Ansiedlung nachdenken, ist vor
allem die sehr gute FuE-Landschaft vor Ort. Von den 35 Forschungs- und Entwicklungsinstituten sowie den vier Applikationszentren des Freistaats beschäftigen sich fast alle mit ITK-relevanten Forschungsschwerpunkten. Daneben fokussieren auch Universitäten und Fachhochschulen die ITK-Branche. Insgesamt werden an acht der Hochschulen Studiengänge mit informations- und kommunikationstechnologischer Ausrichtung angeboten, die derzeit von rund 30 Prozent der Thüringer Studenten besucht werden. Daneben durchlaufen außerdem jährlich rund 12.000 Schulabgänger eine Ausbildung in Unternehmen der ITK-Branche. Insgesamt erwirtschaften alle Unter nehmen jährlich rund 5,4 Milliarden Euro mit permanenten Steigerungen. So erreichten sie allein im Jahr 2008 einen Zuwachs von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was den nationalen Anstieg um ganze 11,1 Prozent übertrifft. Beste Voraussetzungen also, die Thüringen als attraktiver Investitionsstandort für die sich rasant entwickelnde Branche bietet. (rw/em)
!
www.technologie-thueringen.de
Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 55
Medienland Thüringen
The No.1 state for (children’s) media Thuringia is the state for children’s media. It has been the numerous start-up companies and also established media producers who have settled close to the children’s TV channel KI.KA which is created by the broadcasting co operations ARD and ZDF. For more than 10 years now the Ki.KA has been broadcasting from Erfurt and is it impossible to imagine the TV landscape without it. Thuringia offers the best opportunities for investors in the sector children’s media. In addition to a good infrastructure and state of the art information and communication technologies there is already a broad working network of small and middlesized companies of which many reside in the children’s media centre in the direct vicinity to the TV channels MDR and KI.KA. Therefore this location offers an extensive media assortment. As recently as August preparations began for the expansion in order to make room for further settlements. Next to Thuringia’s infrastructural advantages, one of the most important location factors is the number of media academics who are available on the job market. In the four universities of Erfurt, Weimar, Ilmenau and Jena the students are being qualified in the study paths relevant to the branch. The subject media design in combination with arts and design at the BauhausUniversität Weimar is unique nationwide. Also there are many institutes who support the sector research and development. Therefore the ISONO Technology at the Fraunhofer-Institut for digital media technology IDMT, for example, was developed. In July of this year Erfurt’s university created two meanwhile “highly competent junior professorships” as the university president Prof. Dr. Kai Brodersen reports. In addition to this there is the new master study path “Children’s and teenager’s media”.
(Kinder-) Medienland Nr. 1 Thüringen ist Kindermedienland. Das versucht nicht nur die Politik für den Freistaat zu etablieren. Gerade rund um den Kinderkanal von ARD und ZDF (KI.KA) siedelten sich in der Vergangenheit zahlreiche Neugründungen, aber auch etablierte Medienproduzenten an. Seit mehr als zehn Jahren sendet der KI.KA nun aus Erfurt und ist aus der Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Thüringen bietet für Investoren im Bereich der Kindermedien beste Chancen. Neben guter Infrastruktur und modernsten Informations- und Kommunikationstechnologien gibt es bereits ein breites funktionierendes Netzwerk aus kleinen und mittelständischen Unternehmen. Viele von ihnen sind im KinderMedienZentrum in direkter Nähe zu MDR und KI.KA ansässig. Dadurch bietet der Standort einen umfangreichen Medienmix. Erst im August 2009 wurden die Vorbereitungen für einen Erweiterungsbau gestartet, um Platz für weitere Ansiedlungen zu schaffen. Neben infrastrukturellen Vorzügen Thüringens ist vor allem die Zahl der auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden MedienAkademiker einer der wichtigsten Standortfaktoren. In vier Universitäten in Erfurt, Weimar, Ilmenau und Jena werden Stu-
denten in den branchenrelevanten Studiengängen qualifiziert. Deutschlandweit einzigartig ist dabei das Studienfach Mediengestaltung in Verbindung mit Kunst und Design an der Bauhaus-Universität Weimar. Auch die Institutslandschaft steht der Branche im Bereich FuE zur Seite. So wurde zum Beispiel die ISONO Technologie am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau entwickelt. Erst im Juli richtete die Universität Erfurt zwei inzwischen „hochkompetent besetzte Juniorprofessuren“ ein, wie Universitätspräsident Prof. Dr. Kai Brodersen berichtete. Zudem gibt es den neuen Master-Studiengang „Kinder- und Jugendmedien“, der direkt auf die Branche zugeschnitten ist. (rw) !
www.kinder-medienland.de
Das KinderMedienZentrum in Erfurt KI.KA / MDR / Messe Erfurt Film- und Fernsehproduktionen / Medientechnologien Büroflächen, Studios: 165 bis 950 m2 / Greenbox / Peripherieflächen (Maske, Garderobe, Produktionsbüros, Lager, Werkstätten) Ausstattung: hochmoderne Bildregie in HD-Qualität / Tonregie im Dolby Digital, 5.1. Standard / 6 HD-Studio-Kamerazüge inkl. Pumpen und Optiken / Licht- und Bühnentechnik / non-linear vernetzte Medientechnik / Ton- und Präsentationsstudio mit IOSONO®-Soundsystem Dienstleistungen: Full HD-Produktionen aus einer Hand: Studiobetrieb / Vermietung von HD-Equipment / Kontaktvermittlung in einem umfassenden Netzwerk / besondere Locations für Veranstaltungen, Tagungen, Workshops inkl. Veranstaltungsmanagement Kontakt: Johannes Selle, Erich-Kästner-Straße 1, 99094 Erfurt, Tel. 0361-51143 430
Foto: xxx
Foto: KI.KA
Umfeld: Themen: Angebot:
Wirtschaftsspiegel
!
www.kindermedienzentrum.de
Verlagssonderveröffentlichung
55
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 56
Medizintechnik
er Gesundheitswirtschaft kommt in Zukunft ein immer größer werdender Stellenwert zu, sie ist heute schon eine tragende Säule für Wachstum und Beschäf tigung in Deutschland. Eine besonders gute Entwicklung kann der Industriezweig Medizintechnik verbuchen. Er wächst mit dem Bedarf, der sich aus dem medizinischen Fortschritt, der demografischen Entwicklung und dem steigenden Gesundheitsbewusstsein heraus ergibt.
D
So ist der deutsche Medizintechnikmarkt inzwischen der größte Europas, weltweit der drittgrößte hinter den USA und Japan, mit einem Export der produzierten Güter von etwa 65 Prozent im Jahr 2008, zudem wurde in den vergangenen zehn Jahren ein jährliches Umsatzwachstum von durchschnittlich sieben Prozent erwirtschaftet. Medizintechnische Produkte werden nach wie vor stark nachgefragt, gerade in krisengeschüttelten Zeiten müssen diese Wege weiterverfolgt werden. Entwicklungschancen und -perspektiven des Fachgebiets wurden auf der „Zukunftskonferenz Medizintechnik 2009“ im Juni in Jena diskutiert. Dabei trafen sich zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um die Potenziale, Herausforderungen und Rahmenbedingungen der Medizintechnik zu erörtern. Der Konferenzort war bewusst gewählt, kaum ein anderer Standort repräsentiert die medizintechnische Branche und deren wirtschaftliche Bandbreite so angemessen 56
Verlagssonderveröffentlichung
wie Thüringen. Forschung und Industrie sind eng verzahnt, rund 250 Unter nehmen sind von der Zulieferung bis zur Finalproduktion an der Thüringer Medizintechnik beteiligt. Carl Zeiss und Ernst Abbe haben bereits im 19. Jahrhundert den Grundstein auf den Gebieten der Glastechnik, Optik und Feinmechanik gelegt und damit großen Anteil an der heute günstigen Standortsituation in Thüringen. Der Freistaat hat nun inzwischen auch überregional an Bedeutung gewonnen mit einer Exportquote von 48 Prozent im Jahr 2008, vor allem in den Bereichen Ophthalmologie und Endoprothetik. Weitere Schwerpunkte sind Analytik, Lasertechnik, medizinischer Instrumenten- und Gerätebau, Pharmaindustrie sowie Implantat-Technologie. Die Carl Zeiss Meditec AG zum Beispiel gehört weltweit in der Entwicklung und Herstellung von Geräten für Augenheilkunde, bei Operationsmikroskopen und in der intraoperativen Strahlentherapie zu den führenden Unternehmen. Die Stärke Thüringens liegt vor allem in dem Bestehen solcher Unternehmen direkt neben hochrangigen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Die auf Medizintechnik spezialisierten Zentren findet man vor allem in Jena, in den Regionen SaalfeldRudolstadt und Gera-Zeulenroda-Greiz. Um die Zusammenarbeit im Verbund optimieren zu können, haben sich bereits Cluster gebildet, wie etwa Bioinstrumente
Jena e.V., KONTAMIN oder medways e.V. medways war einer der 300 Teilnehmer und zugleich Mitveranstalter der zweitägigen ersten „Zukunftskonferenz Medizintechnik“, die ein großer Erfolg wurde. Im Mittelpunkt standen Vorträge und Diskussionen zu branchenrelevanten Schwerpunktthemen wie Strategie, Zukunftsmärkte, Wandel und Wachstum. Ulrich Krauss, Vorstand der Carl Zeiss Meditec AG und Vorsitzender des Fachverbandes Medizintechnik, hatte schon vor der Expertentagung auf die Kostendiskussion in der deutschen Gesundheitspolitik aufmerksam gemacht: „Aus unserer Sicht ist eine Abkehr von der primären Fokussierung auf die Kosten hin zu einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung von Kosten und Nutzen – im Sinne einer Effizienzdiskussion – absolut notwendig“. Im Zuge der Konferenz wurde die „Jenaer Erklärung zur Medizintechnik“ verabschiedet, die diesen Ansatz aufgenommen und wie folgt festgeschrieben hat – in der Erklärung heißt es, dass innovative Medizinprodukte und die damit verbundenen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden hinsichtlich Ihres volkswirtschaftlichen Nutzens betrachtet und bewertet werden müssten, weit über den bloßen finanziellen Rahmen innerhalb eines Klinikaufenthaltes der Betroffenen hinaus. In Hinblick auf den erwartbar wachsenden Bedarf in Thüringen und allen anderen Bundesländern scheint diese Priorisierung zukunftsweisend. (rf) Wirtschaftsspiegel
Foto: Jens-Ulrich Koch/ddp
In jedem OP steckt ein Stück Thüringen
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 57
Medizintechnik
Powerful medical technology out of Thuringia In future health management will increasingly gain in significance; it is already a pillar for growth and employment in Germany. The industrial sector medical technology can register an especially good development. Therefore the German market for medical technology is meanwhile the largest in Europe and the third largest worldwide with an export of produced goods of around 65% in 2008, in addition to this in the past ten years an annual average turnover growth of 7% was generated. Development opportunities and perspectives of this specialist area were discussed at the conference “Zukunftskonferenz Medizintechnik
2009” in Jena in June. The location of the conference was deliberately chosen as no other location represents the medical technology sector and its scientific range as well as Thuringia does. Research and the industry are closely interlocked; around 250 companies are part of Thuringia’s medical technology – from the supply to end production. Thuringia’s strength lies mainly in the existence of companies directly next to the high-ranking research and development establishments. In order to optimise the cooperation in the network, clusters – such as the medways e.V. – have already been for-
med. medways was one of the 300 participants of the initial two-day “Zukunft skon ferenz Medizintechnik” (conference of the future for medical technology), which became a huge success. The main focus was laid on lectures and controversies regarding main topics relevant to the sector such as strategy, markets of the future, transition and growth. Ulrich Krauss, the senior executive president of the Carl Zeiss Meditec AG and chairman of the trade association medical technology already put the spotlight on cost discussions in the German health policy, even before this congress. This approach can also be found in the “Jenaer Erklärung zur Medizintechnik” (Jena’s explanation for medical technology.
Medizintechnik mit Tradition und Profil Das Bundesland Thüringen mit seiner ausgezeichneten strategischen Lage in der Mitte Deutschlands gelegen, hat in der jüngeren Vergangenheit einen rasanten strukturellen sowie wirtschaftlichen Wandel erfahren, erklärte der Leiter der Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums medways Volker Wiechmann.
und OP-Ausstattung, desweiteren Rehabilitation und Endoprothetik. Darüber hinaus sind junge Unternehmen in den Bereichen Analytik, Lasertechnik, medizinischer Instrumenten- und Gerätebau sowie Implantate entstanden. Im momentan schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erweist sich die Branche als ausgesprochen stabil. Von besonderer Bedeutung ist die Innovationskraft der Medizintechnik- Zulieferindustrie. Zirka 200 Unternehmen sind als Komponentenlieferanten mit ihren Produkten am Markt und beliefern Medizintechnikhersteller weltweit. Die enge Verzahnung der Wirtschaft mit der universitären wie auch außeruniversitären Forschungslandschaft wirkt sich hier besonders positiv aus und stellt einen zunehmend wichtigen Standortvorteil dar.
Fotos: medways, Bauerfeind AG, Analytik Jena AG
Dipl.-Ing. Volker Wiechmann, Leiter Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums medways e.V. „Anknüpfend an eine langjährige Tradition der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie hat sich die Medizintechnikbranche solide und zukunftsfähig etablieren können. 45 Betriebe zur Herstellung medizinischer Geräte und orthopädischer Erzeugnisse sind in Thüringen tätig, die einen Umsatz von 480 Millionen Euro erwirtschaften. Von besonderer nationaler und internationaler Bedeutung sind Firmen der Bereiche Ophthalmologie Wirtschaftsspiegel
Die Branche ist über den medways e.V. regional und bundesweit vernetzt. Die Geschäftsstelle des Branchenverbandes koordiniert Unternehmenskontakte, übernimmt das Projektmanagement von Forschungs- und Entwicklungsprojekten und engagiert sich bei der Vermarktung der Medizinprodukte. Bei vielen Produkten und Verfahren in den Bereichen der medizinischen Anwendung bestimmen Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen den internationalen Standard mit und genießen weltweit Anerkennung.“
Kontakt medways e.V. Wildenbruchstraße 15, D-07745 Jena Tel.: +49 (0) 3641 - 67 56 90 Fax: +49 (0) 3641 - 67 56 93 !
www.ophthalmoinnovation.de
Prof. Hans B. Bauerfeind, Vorstandsvorsitzender der Bauerfeind AG Die Bauerfeind AG aus Zeulenroda, Hersteller medizinischer Hilfsmittel, ist „Friend of the Games“ der Olympischen Winterspiele 2010 in Kanada. „Wir sind stolz, dass unsere Produkte und der Service, den wir für die deutschen Olympiamannschaften bieten, international so anerkannt und wert geschätzt werden.“
Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG „Die Umsatz- und die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 08/09 ist hervorragend. In dieser schwierigen Zeit haben wir mit damit eine gute Ausgangsbasis geschaffen. Wir gehen davon aus, das Geschäftsjahr 2008/2009 erneut mit dem Prädikat ‚Rekordjahr‘ abschließen zu können.“ Verlagssonderveröffentlichung
57
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 58
Ernährungs- und Agrarwirtschaft
ird Thüringen als Wirtschaftsstandort bewertet, ist es unerlässlich, ihn auch als Standort für die Landwirtschaft und die Ernährungsindustrie zu betrachten. Denn gemessen an Umsatz und Beschäftigten kann sich die Branche durchaus sehen lassen.
W
Einen ersten Hinweis auf die Bedeutung gibt allein die Fläche. So sind von den mehr als 1,6 Millionen Hektar des Freistaates über 54 Prozent oder mehr als 880.000 Hektar des Landes landwirtschaftlich genutzt. Die Stärke der Branche machen auch die rund 4.500 Unter nehmen mit mehr als 17.000 Beschäftigten aus. Alljährlich erwirtschaften diese allein im Ausland einen Umsatz von über 450 Millionen Euro. Besonders in Mittelthüringen, vor allem in den Landkreisen Sömmerda und dem Weimarer Land, dominiert die Landwirtschaft das Landschaftsbild. Doch von struktureller Bedeutung ist die Landwirtschaft in ganz Thüringen. Sei es die Produktion auf den Acker flächen und den Viehställen, die Weiterverarbeitung in Mühlen und Molkereien, bis hin zur Veredlung in Bäckereien oder Brauereien, decken die Thüringer Unternehmen die komplette Wertschöpfungskette der Ernährungsindustrie ab. Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche erzeugte im vergangenen Jahr unter anderem mehr als 2,5 Millionen Tonnen, 900.000 Tonnen Milch oder 160.000 Tonnen Schweinefleisch. Die dar58
Verlagssonderveröffentlichung
aus entstandenen Spezialitäten finden nicht nur bei Kennern aus Thüringen dankbare Abnehmer. Längst haben es Marken wie das Köstritzer Schwarzbier, Greußener Salami, Mühlhäuser Pflaumenmus oder Altenburger Ziegenkäse in die Regale der Supermärkte in ganz Deutschland geschafft. Neben den überwiegend regional ausgerichteten Herstellern haben auch große, deutschland- und europaweit agierende Unternehmen den Weg nach Thüringen gefunden. In Zusammenarbeit mit der Ansiedlungspolitik der Landesentwicklungsgesellschaft LEG konnten in den vergangenen Jahren unter anderem der Schinkenproduzent Sauels AG, die Jung Bonbonfabrik und der Tiefkühlbackwarenhersteller Klemme AG nach Thüringen geholt werden. Diese Unternehmen profitieren von Thüringens zentraler Lage, den gut ausgebildeten Fachkräften, den guten Fördermöglichkeiten des Freistaates und der gut ausgebauten Hochschullandschaft. In Jena bietet die Friedrich-Schiller-Universität mit ihrem Diplomstudiengang Ernährungswissenschaf ten ebenso eine gute Ausbildung, wie die FH Jena mit dem Studiengang Biotechnologie und die FH Erfurt mit der Ausbildung zum Gartenbauingenieur. Gerade die jungen Landwirte in Thüringen sehen vermehrt ihre Chance am Markt, indem sie auf ökologischen Landbau und ökologische Produkte setzen. Zwar werden im Freistaat derzeit lediglich
vier Prozent der Flächen nach ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet, deutschlandweit sind es etwas über fünf Prozent, gleichzeitig sind aber 5,4 Prozent der hiesigen Betriebe auf den Ökotrend aufgesprungen, während es im Bundesdurchschnitt fünf Prozent sind. Da die Nachfrage nach Ökowaren momentan allerdings stärker steigt, als das Angebot mitwachsen kann, bestehen in diesem Sektor noch Entwicklungspotenziale, auf die die Unternehmen künftig vermehrt eingehen werden. Bei aller Nachfrageentwicklung und Kundentrends, hat die Landwirtschaft oftmals ein Akzeptanzproblem in der Bevölkerung wie in der Politik. Da vergleichsweise wenige Beschäftigte in der Branche tätig sind und nur rund zwei Prozent des Bruttosozialproduktes in der Landwirtschaft entstehen, nimmt sie doch eine zentrale Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung ein und erfüllt in besonderem Maße die Rolle als Pfleger der Kulturlandschaft. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, und um auch den stetig steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, hat sich die Landwirtschaft in der Vergangenheit zu einer Hightech-Branche entwickelt. Ohne den Einsatz moderner Maschinen, ohne die Sorgfalt bezüglich der Hygiene und ohne Investitionen in motivierte Fachkräfte würden die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelproduktion in Thüringen den internationalen Ansprüchen längst nicht mehr gerecht werden können. (su) Wirtschaftsspiegel
Foto: BMU / Brigitte Hiss
Herkunftsland bekannter Marken
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 59
Ernährungs- und Agrarwirtschaft
The country of origin of well-known brands Agriculture and the food industry are taking on the customer’s requirements. If Thuringia is to be evaluated as an economical location, it is also imperative to consider it as a location for agriculture and the food industry as the branch can certainly show its face when measured by turnover and employees. The first clue regarding the importance is the spread of land alone. Of the over 1,6 million hectares of the Free State more than 54 percent or more than 880.000 hectares of the state is used agriculturally. Also the approx. 4,500 companies with more than 17,000 employees contribute to the sector’s strength. Annually they generate a turnover of over 450 million Euros solely for ab-
road. Last year the predominantly middle-sized sector produced amongst other things more than 2,5 millions tons – 900.000 tons of milk or 160.000 tons of pork. The resulting specialities do not only find gratified consumers within the connoisseurs of Thuringia. Next to the predominantly regionally oriented producers it is also those companies that operate Germany- and Europe-wide who have found their way to Thuringia. These companies profit from Thuringia’s central location, the skilled personnel, the good
subsidiary opportunities of the Free State and the well-developed university landscape. In Jena, the Friedrich-Schiller Universität offers good schooling with its diploma study path nutrition science just like the University of Applied Sciences in Erfurt with the schooling to become a horticultural engineer. It is the young farmers in Thuringia who see their chances increase in the market by focussing on ecological cultivation and products. Although only four percent of the area in the Free State is cultivated according to ecological aspects, at the same time however, 5,4 percent of the local companies have caught on to the ecotrend.
Würdigung für den Einsatz um die Bratwurst Seit gut 20 Jahren hat sich der Geschäftsführer des Herkunftsverbandes Thüringer und Eichsfelder Wurst und Fleisch e.V., Dr. Horst Schubert, um das Image der Thüringer Bratwurst bemüht. Als Dank für seine Arbeit um die Bekanntmachung und Absatzförderung von Thüringer Produkten erhielt er den „Thüringer Bratwurstpreis 2009“.
Fotos: Agrarmarketing Thüringen, Adrian Hoderlein/Pixelio
Dr. Horst Schubert, Herkunftsverband Thüringer und Eichsfelder Wurst und Fleisch e.V. Schubert hat für die Thüringer Bratwust, aber auch für die Entwicklung der gesamten Thüringer Ernährungswirtschaft in den vergangenen Jahren viel geleistet. Sein langjähriges Wirken als Referatsleiter für Ernährungswirtschaft im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt war durch ein Engagement für den Schutz Thüringer Produkte national und EU-weit, geprägt. Im Schulterschluss mit dem 1993 gegründeWirtschaftsspiegel
ten Herkunftsverband Thüringer und Eichsfelder Wurst und Fleisch e.V. gelang 1995 die komplizierte Durchsetzung der nationalen Schutzrechte für die Thüringer Rostbratwurst, die Thüringer Rotwurst und die Thüringer Leberwurst. Höhepunkt der Schutzbemühungen war der Dezember 2003, als fast fünf Jahre nach der Antragstellung auf EU-Ebene diese drei Wursterzeugnisse im Amtsblatt der EU als geschützte geografische Angabe veröffentlicht wurden. 2004 wurde auf Initiative von Dr. Schubert eine Dachmarke für geschützte Thüringer Originale ins Leben gerufen. Diese Dachmarke bekannt zu machen ist eines seiner momentan wichtigsten Anliegen als Geschäftsführer des Herkunftsverbandes Thüringer und Eichsfelder Wurst und Fleisch e.V. Im Herbst 2005, im Alter von 65 Jahren, übernahm Dr. Schubert die Geschäftsstelle des Herkunftsverbandes und wacht seitdem über die korrekte Verwendung der geschützten Originale sowohl in den eigenen Reihen der 34 Mitgliedsbetriebe, als auch bundes- und europaweit.
Viele Trittbrettfahrer und Plagiat-Ver wender wurden mit Erfolg abgemahnt und zur Unterlassung aufgefordert. Bis heute wurden zirka 150 Unterlassungsaufforderungen abgegeben und zehn Klagen vor Gericht mit positivem Ausgang für den Herkunftsverband geführt. Außerdem ist es durch den Schutzeintrag möglich geworden, den Thüringer Wurstherstellern das Exklusivherstellungsrecht der Thüringer Originale zu sichern. Wurden vor der EUweiten Eintragung nur etwa 15.000 Tonnen Rostbratwurst in Thüringer Unternehmen produziert, so ist deren Produktion seitdem über das Doppelte auf etwa 35.000 Tonnen gestiegen. Auch ein Thüringer Großevent geht auf die Initiative Dr. Schuberts zurück: Die „Rostkultur“ entstand aus der Erfahrung der 600-JahrFeier „Thüringer Rostbratwurst“ im Jahr 2004. Diese Veranstaltung wurde dann als „Eröffnung der Grillsaison“ und später unter dem Namen „Rostkultur“ weitergeführt und nun bereits zum 5. Mal in Folge auf dem Domplatz in Erfurt zelebriert. (su) !
www.agrarmarketing-thueringen.de
Verlagssonderveröffentlichung
59
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 60
Messen und Veranstaltungen
Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH
! Das „Erlebnisland Thüringen“ steht für mich für einen bunten Blumenstrauß aus Möglichkeiten seinen Urlaub zu verbringen. Ob Naturgenuss oder kulturelle Leckerbissen – Thüringen hat viel zu bieten. Und das erleben auch die über drei Millionen Gäste, die wir jährlich aus dem In- und Ausland in Thüringen begrüßen dürfen. Mit der Anzahl der Gäste ist auch die Zahl der Gästeübernachtungen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Für 2010 erhoffen wir uns sogar die Marke von zehn Millionen Übernachtungen errei-
www.thueringen-tourismus.de
chen zu können. Die Tourismusbranche ist eine der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Thüringen. Knapp 100.000 Beschäftigte erwirtschafteten 2008 einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. Ein weiterer Grund für den Erfolg des Wirtschaftsstandortes aber auch des Urlaubslandes Thüringen ist meiner Meinung nach die gute Erreichbarkeit. Thüringen liegt mitten in Deutschland. Durch gut ausgebaute Autobahnen, Flug- und Zugverbindungen ist Thüringen von allen deutschen Regionen aus innerhalb weniger Stunden zu erreichen.
Ein ausgezeichneter „Gipfelstürmer“
Kontakt Ringberg Hotel Ringberg 10 D-98527 Suhl Tel.: +49 (0) 3681 - 389 0 Fax: +49 (0) 3681 - 389 890 E-Mail: direktion@ringberghotel.de Internet: www.ringberghotel.de
60
Verlagssonderveröffentlichung
Das Hotel ist beliebter Anziehungspunkt für Gäste aus nah und fern. Im Sommer 2009 feierte es den 30. Geburtstag und damit seine Erfolgsgeschichte. 1979 eröffnet als Erholungsheim, ist das Haus durch das Engagement des jetzigen Besitzers ein echter „Gipfelstürmer“ geworden. Aktuelle Auszeichnungen in der Eingangshalle des 3-Sterne-Superior-Hotels dokumentieren höchste Service-Qualität und Leistungsfähigkeit der knapp 100 Mitarbeiter und Azubis. Mit seinen 290 gut ausgestatteten Zimmern und Suiten bietet es schöne Aussichten und zu jeder Jahreszeit beste Voraussetzungen zum Wohlfühlen. Restaurants und Lobbybar, abwechslungsreiche Küche, ein Schwimmbad mit großzügigem Saunabereich, Fitnessräume, Kinderbetreuung, die Ausleihe von Sportgeräten und vor allem die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter, das alles sorgt für Wohlfühlen auf dem RingbergGipfel. Ob Urlaub in Familie, Treffen mit Verwandten und Freunden bei Festen
oder als Ort für Tagungen, Kongresse oder Seminare, das Hotel hat sich in allen Geschäftsbereichen Anerkennung und Beliebtheit erworben. Das Haus wird auch für Unternehmen, Verbände oder Vereinigungen immer interessanter, hier Kongresse, Events oder Seminare zu organisieren. Dafür gibt es gute Gründe: Die Top-Lage des Hotels in herrlicher Landschaft und mitten in Deutschland, fernab von Großstadtlärm und Hektik. Das Haus ist über die Autobahnen A 71 und A 73 gut erreichbar und kann mit beachtlichen Kapazitäten im Tagungsbereich und vor allem einem stimmigen Preis-LeistungsVerhältnis punkten. Der große Kongresssaal bietet 550 Gästen Platz, weitere acht Tagungsräume und Foyers ergänzen das Angebot. Die Räume sind klimatisiert, bieten Telefon- und Internetanschlüsse und verfügen über Tageslicht. Gerne werden Rahmenprogramme für die Tagungsgäste organisiert, auf Wunsch natürlich „echt thüringisch“. Wirtschaftsspiegel
Fotos: Thüringer Tourismus GmbH, Thomas Härtrich
Eigentlich ist der Waffenschmied auf dem Marktplatz das Suhler Wahrzeichen. Doch der hat mit dem Ringberg Hotel Konkurrenz bekommen. Wie eine Burg thront das imposante Bauwerk in 750 Metern Höhe als Erkennungszeichen über der Stadt, inmitten des herrlichen Thüringer Waldes.
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 61
Messen und Veranstaltungen
Messe Erfurt GmbH
Forum für Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur Das Messe- und CongressCenter Erfurt gehört zu den modernsten Veranstaltungsorten Europas mit einer ökologisch ökonomischen Gebäudeinfrastruktur. Mit einem erwirtschafteten Umsatz von 7,4 Millionen Euro ging das Jahr 2008 als das bisher erfolgreichste in die Geschichte der Messe Erfurt ein und auch die Prognose für 2009 stimmt Geschäftsführer Johann Fuchsgruber optimistisch: „Voraussichtlich werden bis zum Jahresende wieder über 200 Veranstaltungen hier stattfinden und bis zu 600.000 Besucher gezählt.“ Weit schweift der Blick von der Terrasse des Panoramasaals im CongressCenter über das Gelände und die Stadt. Aus der Perspektive der dritten Etage werden architektonische Freiheit und infrastrukturelle Anbindung des Messezentrums sichtbar. Die Straßenbahn hält vor der Tür, Autobahnen und Flughafen liegen nahe und an Grün herrscht kein Mangel. 46.670 m2 Ausstellungsfläche verteilen sich auf zwei Hallen, Freigelände, Mehrzweckhalle und CongressCenter. Alle Gebäudekomplexe sind auf kurzen Wegen überdacht erreichbar und eröffnen Freiräume für verschiedenste Anlässe. „Wetten, dass..!?“ war schon viermal da und sendet 2010 wieder live aus der Messehalle. Bob Dylan, Depeche Mode, Udo Lindenberg und andere Künstler geben sich jährlich die Klinke in die Hand. 3.000 Bibliothekare tagten im Juni hier und mehrere tausend Gäste werden im Oktober zur Gesamttagung Kindergottesdienst in der Evangelischen Kirche in Deutschland erwartet. Eigene Messeveranstaltungen wie „Grüne Tage Thüringen“ oder „Reiten-Jagen-Fischen“ gehören zur Tradition und laufen inzwischen bereits in der zwölften Auflage. Parallel etablierten sich neue Messethemen rund um Rapid-Technologie, Nachwachsende Rohstoffe, Solartechnik und Outdoorsport. „Der Standort Erfurt ist gut gebucht und entwickelt sich weiWirtschaftsspiegel
ter“, bestätigt Johann Fuchsgruber. Die positive Entwicklung in den drei Geschäftsbereichen Ausstellungen, Kongresse und Events ermöglicht die wirtschaftlichen Erfolge der Messe Erfurt, von der die gesamte Region profitiert. „Dank zweistelliger Wachstumsraten erwirtschaftet die Messe inzwischen alles selbst, was zum laufenden Geschäft gehört“, berichtet Fuchsgruber und ist überzeugt: „Dem wachsenden Wettbewerbsdruck werden wir auch in Zukunft mit einer sehr hohen Kunden- und Serviceorientierung begegnen.“ So wird das Wohlfühlklima im Messezentrum mit Einführung von Tagungspauschalen im Cateringbereich und dem Rundum-Gästeservice in Zusammenarbeit mit den Erfurter Partnerhotels weiter abgerundet. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis beeinflusst die Zukunft des Standortes ebenso wie tragfähige Messekonzepte und Investitionen. Bereits realisierte Baumaßnahmen, wie der Parkplatz West und die Taxiwendeschleife verbessern die Vermarktung und Nutzung des Geländes langfristig. Die Messe Erfurt spielt an der Seite vieler Partner erfolgreich in der Regionalliga und dennoch ist die Gebäudesilhouette mit den rund 30 Meter hohen, blauen Dachpylonen längst über die Landesgrenzen hinaus bekannt. !
www.messe-erfurt.de
Forum for economy, society, culture The exhibition and congress centre Erfurt belongs to one of the most modern venues in Europe with an environmental and economical building infrastructure. For the Mes se Erfurt (Erfurt’s trade fair) 2008 went down in history as the most successful year with a generated turnover of 7,4 million Euros – and also the prognosis for 2009 gives the managing director Johann Fuchsgruber reason for optimism: “Presumably once again by the end of this year there will be over 200 events that will take place and up to 600,000 visitors can be expected.” 46,670 sqm of exhibition space is spread across two halls, open-air sites, a multipur pose hall and a congress centre. All building complexes are accessible via short and canopied paths and offer much opportunity for different occasions. The TV show “Wetten, dass…!?” took place there 4 times and will be transmitting live from the exhibition hall again in 2010. Bob Dylan, Depeche Mode and other artists are continuously coming and going every year. 3,000 librarians held a meeting here in June and separate events such as “Grüne Tage Thüringen” or “Reiten-Jagen-Fischen” are part of the trade fair’s tradition. In parallel new exhibition themes all around Rapid-Technology, Solar techniques and outdoor sports are being established. Verlagssonderveröffentlichung
61
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 62
Glossar
Impressum
Glossar A ABS electronic Analytik Jena ANFA Anlagen Fahrzeugbau automotive thüringen e.V. (at)
Sonderveröffentlichung des Wirtschaftsspiegel Das Wirtschaftsmagazin für Thüringen
M 34 27 30 29
medways e.V. Messe Erfurt GmbH MOD MikroFilmScanDienst
57 61 26
O
Herausgeber Meier Verlags-GmbH Geschäftsführer: Jürgen Meier Josef-Ries-Str. 78, D-99086 Erfurt Tel.: 0361 6019132 Fax: 0361 5504466 E-Mail: wirtschaftsspiegel@ws-thueringen.com Internet: www.wirtschaftsspiegel.com Sitz der Gesellschaft: Niedererbach
B Baumbach Metall GmbH Betreibergesellschaft für Applikationsund Technologiezentrum Thüringen BATT BLG Logistik Bonk Consult
37
55 40 21
OptoNet e.V. Ostthüringische Materialprüfgesellschaft für Textil und Kunststoffe TITK
53
Weitere Verlagsprodukte
46
Der Wirtschaftsspiegel Thüringen erscheint im Medienverbund regionaler Wirtschaftsmagazine gemeinsam mit dem Wirtschaftsspiegel SachsenAnhalt, Wirtschaftsspiegel Mecklenburg-Vorpommern und Wirtschaftsjournal Sachsen
R Ringberg Hotel Suhl
60
E Elektronische Mess- und Gerätetechnik Thüringen e.G. ELMUG Eitech
S 49 36
F Flughafen Erfurt Fraunhofer-Institut für Großangewandte Optik und Feinmechanik Jena IOF
42
23
15 63
H Heinz Messwiderstände
36
J Jobs in time
17
62
Verlagssonderveröffentlichung
T
Redaktionsschluss dieser Ausgabe 25.09.2009
Tech GT 31 Technologie- und Innovationszentrum Gera TGZ Gera 24 Thüringer Aufbaubank TAB 14 Thüringer Landgesellschaft ThLG 26 Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit TMWTA 47 Truckstore Erfurt 41 Turbokompakt 30
Unternehmer Fachkräfteservice UFaS
35
V 45
L Landesentwicklungsgesellschaft LEG Logistik Netzwerk Thüringen e.V. LNT
16
U
K Kunststoffcluster PolymerMat e.V.
54 51 18
Übersetzung & Lektorat Englisch Jane Pratten (Berlin)
G GeAT AG GFAW
Sense IT SolarInput e.V. Stadt Erfurt Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen STIFT
Redaktion Kontakt: redaktion@ws-thueringen.com Chefredakteur: Daniel Bormke (bo) Tel.: 0361 55048467 E-Mail: d.bormke@ws-thueringen.com Sascha Uthe (su) Tel.: 0361 55048466 E-Mail: s.uthe@ws-thueringen.com René Weigel (rw) Tel.: 0361 55048662 E-Mail: r.weigel@ws-thueringen.com René Ferchland (rf) Tel.: 0361 55048466 E-Mail: volo@ws-thueringen.com Externe Mitteilungen (em)
12 39
Verband Deutscher Maschinenund Anlagenbauer Ost VDMA Ost
33
Titelbild Jens-Ulrich Koch/ddp Layout s.a.m. DieAgentur GmbH, Halle (Saale) Druck Druckhaus Gera GmbH, Gera Sekretariat Juliane Kummer Vertriebsleitung/Abonnenten-Service Tel.: 0361 6019132 Fax: 0361 5504466 E-Mail: wirtschaftsspiegel@ws-thueringen.com Werbefachberater Nordthüringen Jürgen Barkewitz Tel.: 0170 7973516 E-Mail: j.barkewitz@ws-thueringen.com Südwestthüringen Andreas Lübke Tel.: 0173 6825207 E-Mail: a.luebke@ws-thueringen.com Mittelthüringen Anett Greyer Tel.: 0170 2907407 E-Mail: a.greyer@ws-thueringen.com Ostthüringen Steffen Wolfram Tel.: 0177 2356218 E-Mail: s.wolfram@ws-thueringen.com Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Der Verlag übernimmt keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen. Die nächste Ausgabe „made in Thüringen“ erscheint Anfang Oktober 2010.
Wirtschaftsspiegel
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 63
Der perfekte Service für Unternehmer, die dringend Verstärkung brauchen! Der UFaS Thüringen unterstützt Sie bei der Suche nach Fachkräften: Wir ermitteln Ihren Fachkräftebedarf und stellen den Kontakt zu geeigneten Bewerbern her. Wir beraten mit unseren Partnern über finanzielle Fördermöglichkeiten und sind der richtige Ansprechpartner für Weiterbildung und Qualifizierung Ihrer Mitarbeiter u. v. m. Sprechen Sie uns an: Unternehmer- und Fachkräfteservice (UFaS) Thüringen Telefon 0361 5603-520 | www.ufas-thueringen.de
Gefördert durch:
WS_LS_2009_rz.qxd:Layout 1 Kopie
25.09.2009
21:56 Uhr
Seite 64
STARK AM MARKT Thüringen ist stolz auf die Unternehmen des Landes. Ihr Erfolg spiegelt die wirtschaftliche Attraktivität des Freistaates wider. In unserer Broschüre „Stark am Markt“ stellen wir eine Auswahl leistungsstarker Unternehmen vor: Markt- und Technologieführer, die in Deutschland, Europa oder weltweit mit ihren Produkten und Services überzeugen. Lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt Thüringer Spitzenleistungen und bestellen Sie die Broschüre „Stark am Markt“ kostenfrei unter:
www.stark-am-markt.de