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Sonntag, den 19. Juli 2015 • Nr. 29/36. Jahrgang Mühlenstraße 8 A, 29221 Celle, Telefon (0 51 41) 92 43-0
Alternativen zu städtischen Sparzwängen gesucht
Blumenschmuck in der Stadt durch mehr Privatinitiativen
CELLE (cm). Am vergangenen Donnerstag begannen in der Rundenstraße die Arbeiten, mit denen die letzten Betonblumenkübel, die noch aus der ursprünglichen „Möblierung“ der Fußgängerzone in den 1970er Jahren stammen, nun verschwinden. Sicherlich trauert ihnen keiner nach, denn sie passten wenig zum Fachwerk und an anderen Stellen wurden sie auch weggeräumt, weil sie oft als Mülleimer missbraucht worden sind. Und fehlen werden sie auch nicht, denn mittlerweile sind auch durch Privatinitiativen immer mehr Blumen in die Stadt gekommen, die zumindest während der Öffnungszeiten der Geschäfte für ein bunteres Bild sorgen. Und die Ortsbürgermeisterin für Altstadt und Blumlage, Gu-
drun Jahnke, sieht auch angesichts mehrerer erfolgreicher, neuer Ansätze keinen Grund, ein schiefes Bild von der Altstadt entstehen zu lassen. Bewährt haben sich beispielsweise die Rosen auf dem Großen Plan, die dort mit Hilfe der Anwohner den Platz gepflanzt wurden. Und in der Schuhstraße ist eine Anwohnerinitiative zum Thema Pflanzen in der Innenstadt schon sehr weit fortgeschritten. Was möglich ist mit privater Unterstützung habe gerade erst die Wiederbe-
lebung der Boule-Bahn in der St. Georg-Straße in der Blumlage gezeigt - und auch die gesponserte Bank in der Maulbeerallee. Das Grundproblem sei, dass als Teil der Haushaltskonsolisierung zwei Gärtnerstellen im Grünflächenamt der Stadt gestrichen wurde, und damit eben auch Aufgaben wegfallen mussten. So wurde zum Beispiel die jahreszeitliche Bepflanzung in der Innenstadt aufgegeben - die mobilen Pflanzkübel sind schon länger
Öffentlichen Blumenschmuck, wie hier am Oberlandesgericht Celle, findet man jetzt seltener in der Innenstadt - dafür aber private Alternativen. Foto: Maehnert
Arbeiten an Fußgängerampel CELLE. Im Zuge der ÖPNVBeschleunigung im Celler Stadtgebiet ist nunmehr die Fußgängerampel Fuhrberger Straße (Höhe Jacobiweg/Wangelinweg) an der Reihe. Die Außenanlage wird modernisiert und der Überweg mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Hierfür wird die Anlage ab Montag, 20. Juli, abgeschaltet und bis zur voraussichtlichen Fertigstellung Mitte August durch eine mobile Fußgängerampel eingesetzt. Die auf der Nordseite unmittelbar an der Ampel liegende Haltestelle der CeBus wird stadteinwärts in den Bereich einer ehemaligen Bus-Bucht vorverlegt. Die Verkehrsteilnehmer werden um besondere Vorsicht gebeten, da um den Baustellenbereich ist mit erheblichem Rückstau zu rechnen ist.
CKS 29
abtransportiert. Wenn man wieder schwarze Zahlen im Stadthaushalt haben wolle, dann müsse man damit leben. Als zur Zeit der „Entente Forale“ - und auch in den folgenden Jahren - die städtischen Gärtner Einwohner und Touristen mit besonders schönen Beeten überraschten, da spielte das Geld noch nicht diese Rolle, betont Jahnke. Doch sie sieht auch immer wieder schöne, blumengeschmückte Ecken in der Stadt, die Touristen mit ihren Fotoapparaten festhalten. Und es gelte auch wieder mehr Menschen zu motivieren, für Blumenschmuck in der Stadt zu sorgen. So bedauert Jahnke, dass auch der Zahl der Blumenkästen an Privathäusern in der Innenstadt zurückgegangen sei. Gerade am Großen Plan gäbe es aber auch sehr schöne Beispiel dafür. In verschiedenen Straßen könne man zudem viele positive Beispiel an einer ganzen Reihe von Geschäften finden, die Blumen oder Grünpflanzen vor ihre Türen stellen. Streng genommen bezahlen sie dafür sogar Gebühren an die Stadt, weil so etwas nur auf einer bezahlten Sondernutzungsfläche möglich ist, die diese Restaurants oder Geschäfte für Sitzplätze oder für Außenständer haben. Nach Feierabend oder am Sonntag sieht man das allerdings seltener, weil die Pflanzen dann herein geholt werden. Sicherlich aus verständlichen Gründen, denn auch die städtischen Bepflanzungen litten nachts oft unter Vandalismus. Und somit gibt es keine einfache Lösung für dieses Thema. Jahnke betonte aber, dass es insbesondere den Ortsrat Altstadt/Blumlage weiter beschäftigen werde.
Mit dem Aufmarsch am Schloss ab 15 Uhr und dem anschließenden Festumzug steht am heutigen Sonntag ein Höhepunkt des Celler Schützenfests auf dem Programm. Archivfoto: Maehnert
Für das „Dialogforum Schiene Nord“
„Celler Erklärung“ gegen Trassen-Neubau
CELLE. Ein breites Bündnis aus Politik, Verwaltung und Bürgerinitiative im Landkreis hat die „Celler Erklärung zu den Planungen der schienengebundenen Hafenhinterlandanbindung der norddeutschen Seehäfen“ verabschiedet. Die insgesamt zehn Punkte umfassende Erklärung setzt ein starkes Zeichen für den Schulterschluss der Region und soll auch Eingang in das Dialogforum Schiene Nord finden. Die Erklärung soll auch einen Beitrag zur aktuellen Diskussion im Rahmen des Dialogforums leisten und eine klare Position aufzeigen. Konkret gefordert wird etwa dem Ausbau von Bestandsstrecken Vorrang vor Neubaustrecken einzuräumen, den Eingriff in Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten und die Lärmbelastung der Bürgerinnen und Bürger
weiter zu minimieren. Unter den Unterzeichnern finden sich neben dem Landkreis alle lokalen Mitglieder des Deutschen Bundestages, des Niedersächsischen Landtages, die Vertreter der durch die Planungen berührten Städte und Gemeinden sowie des Aktionsbündnisses gegen Trassenneubau. Die Celler Erklärung zu den Planungen der schienengebundenen Hinterlandanbindung der norddeutschen Seehäfen ist auf der Internetseite des Landkreises Celle (www.landkreiscelle.de) im Bereich Aktuelles zu finden.
Letzte Tour vor der Pause startet am Donnerstag, 23. Juli
Bücherbus im Landkreis geht in die Sommerpause
CELLE. Mit Beginn der Schulferien stellt der Bücherbus seinen Betrieb wie jedes Jahr vorübergehend ein. Die letzte Tour der rollenden Bibliothek vor den Ferien findet am Donnerstag, 23. Juli (erster Ferientag!), statt. Für etwaige Schlechtwettertage sollten sich alle Leser vorausschauend noch mit „Lesefutter“ und/oder Hörbüchern, DVD-Filmen sowie Konsolenbeziehungsweise Gesellschaftsspielen eindecken. Die Leihfrist erstreckt sich einheitlich bis zur ersten planmäßigen Ausleihe nach den Ferien. Ab Montag, 7. September (Tour 5), ist dann die rollende Bibliothek wieder nach Fahrplan unterwegs. Die Pause wird vom Team der Fahrbücherei für die
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technische und inhaltliche Überholung des Fahrzeugs, die Vorbereitung neuer Angebote sowie Arbeiten am Bestand genutzt. Wer nach dem letzten Bücherbus-Termin aus dem Bestand der Kreisfahrbücherei entleihen möchte, kann gerne rund um die Uhr im Internet-Katalog (www.kfb-celle.de) recherchieren, bestellen und sich nach Eschede aufmachen, um Medien abzuholen oder im Magazin zu stöbern. Während
der Ferien ist das Büro in der Regel vormittags besetzt. Mangels offizieller Öffnungszeiten wird um eine kurze telefonische Anmeldung gebeten. Rund um die Uhr und auch in den Ferien steht zusätzlich das „Onleihe“-Angebot im Internet zur Verfügung: Jeder, der einen gültigen Leserausweis der Kreisfahrbücherei besitzt, kann sich kostenlos eBooks, aktuelle ePapers, eAudios und eVideos auf seinen heimischen oder den Urlaubs-PC oder auf E-Book-Reader, Tablet oder Smartphone von jedem Ort der Welt mit Internet herunterladen. Nähere Infos unter www. kfb-celle.de.
Urlaubszeit ist auch Lesezeit.
Foto: Kreisfahrbücherei