Charakterportrait mit starken Gegensätzen (aus: Kleine Zeitung vom 15.02.2014) Mit dem Roman "Der Knoten" legt er nun sein knapp 200 Seiten starkes Erstlingswerk vor. "Es ist das Charakterporträt eines Menschen, der der nicht fähig oder willens ist, Verantwortung zu übernehmen", umreißt Ferstl, der "eine fremdartige Welt" darstellen will, in der es jedoch sehr viele Möglichkeiten gibt, dass sich der Leser selbst widergespiegelt sieht. Angesiedelt ist der Roman in der Generation, die der Anschlag auf die Twin Towers des World Trade Center in New York 9/11 geprägt hat. Genauer im Wien des ersten Jahrzehnts nach der Jahrtausendwende. Der Erzähler: ein Manager, der sich durch familiäre Beziehungen hochgehantelt hat. Dessen Freundin hat Französisch und Philosophie studiert, sei also "eher brotlos unterwegs". Eine Mischung, die kaum gegensätzlicher sein könnte.