Das Monatsprogramm für Februar 2014 im Cinema Münster
Dokumentarfilmfestival STRANGER THAN FICTION Lars von Triers Trilogie der Depression Arthouse Sneak Stummfilm mit Live-Musik u.v.a.
LE PASSÈ – DAS VERGANGENE von Asgar Farhadi ab 30. 1. im Cinema
DIE LINSE: unterstützt von der
DIE LINSE e. V. Cinema & Kurbelkiste Münster www.cinema-muenster.de
Das Cinema:
Mitglied bei
„Ein berührender und hochemotionaler Film über schwesterliche Liebe“ 3sat
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K INOTAG A M 6.2
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Februar Zweitausendvierzehn
Münster, 17. Januar 2014
Wir begrüßen
Guten Tag!
Im Cinema zu Gast
Mo 27.1. • 19:00 Uhr > s. S. 6 Regisseur Mano Khalil zu DER IMKER
So sah unsere Haustür vor genau 33 Jahren aus. Am Freitag, 30. Januar 1981 nahm das Cinema an der Warendorfer Straße seinen Betrieb auf, nachdem es dreizehn Jahre zuvor bereits an anderer Stelle gegründet worden war. Viel hat sich seitdem in den Räumlichkeiten und am Programm getan. Dass die Besucher selbst bestimmen können, wieviel ihnen der präsentierte Film Wert ist, hätte damals wohl keiner gedacht. Auch jetzt können wir dieses Angebot nicht regulär anbieten, zumindest aber bei zwei Veranstaltungen pro Monat, der Arthouse sneAk – Pay After (S. 19). Die Besucherzahlen dieser Reihe sind im Januar erfreulicherweise in die Höhe geschnellt und sichern diesem ungewohnten Konzept die Fortführung. Wie die Überraschungsfilme verdient auch das Dokumentarfilmfest strAnGer thAn FICtIon (S. 6ff ) volle Säle. Neun ausgewählte Produktionen treten den Beweis dafür an, dass Dokumentarfilme nicht vorrangig ins Fernsehen gehören. Ab dem 19. Februar bekommt zudem NYMPHOMANIAC (S. 27) eine Leinwand, den wir trotz der medial geschürten Skandal-Erwartungen nicht im Spätprogramm verstecken. Den ersten Teil des hochgelobten neuen Werks von Lars von Trier begleiten wir mit der Wiederaufführung seiner trilogie der Depression (S. 26). Für die herzkranke Linda in Lars Kraumes neuem Film ist die Ausgangslage nicht minder traurig. Statt sich jedoch der Schwermut hinzugeben, hakt sie sich bei ihren Schwestern unter und lebt ihr Leben solange es noch geht. MEINE SCHWESTERN (S. 23) ist ein berührendes Plädoyer für Liebe und Eigensinn. Beides wünscht, mit einer gesunden Prise Irritation, Fabian Hagemeier. Das neue LINSE-Heft erscheint voraussichtlich am Freitag, 28. Februar. Februar Zweitausendvierzehn
+ DIE LINSE
So 2.2. • 13:00 Uhr > s. S. 6 Regisseur Philipp Hartmann zu DIE ZEIT VERGEHT WIE EIN BRÜLLENDER LÖWE
Fr 7.2. • 14:00 Uhr > s. S. 13 Professoren und Studierende des FB Design zu dein leben. deine lust.
Fr 7.2. • 17:00 + 22:45 Uhr > s. S. 13 Die Filmschaffenden des FB Design (ohne Bild) zu DER FALL KELLER
So 23.2. • 11:00 Uhr > s. S. 9 Regisseur Thomas Sieben zu STAUDAMM
Mi 26.2. • 22:45 Uhr > s. S. 11 Die Musiker Jan Klare, Helmut Buntjer und Peter Eisold zu DAS PHANTOM DER OPER 3
KILL YOUR
DARLINGS J U N G E
W I L D E
Filme alphabetisch
Thema
dein leben. deine lust. (Kampagnen-Präsentation) 13 Oberhausen on Tour: Deutscher Wettbewerb 2013 (Kurzfilme) 12 ANTICHRIST [engl.OmU] 26 EIN APARTMENT IN BERLIN [teilw. mehrspr.OmU] 8 ARRIETTY – DIE WUNDERSAME WELT DER BORGER 18 CHARLIE MARIANO – LAST VISITS [teilw. engl.OmU] 6 CLOUDBURST [engl.OmU] 21 CRASHKURS 19, 31 CRULIC – WEG INS JENSEITS [rumän.OmU] 7 DER FALL KELLER 13 DAS GROSSE HEFT 22 DIE HAUT IN DER ICH WOHNE 20 HERR DER DIEBE 18 THE HUMAN SCALE [engl.OmU] 25 I SAW THE DEVIL [korean.OmeU] 14 I USED TO BE DARKER [engl.OmU] 24 DER IMKER [mehrspr.OmU] 6 DER KAPITÄN UND SEIN PIRAT [teilw. mehrspr.OmU] 8 DER KRIEG DER KNÖPFE 18 MEINE SCHWESTERN 23 MELANCHOLIA [engl.OmU] 26 THE MISSING LINK [niederl.OmU] 20 MY BROTHER THE DEVIL [dF] 21 UNA NOCHE – EINE NACHT IN HAVANNA [span.OmU] 29 NYMPHOMANIAC 1 [engl.OmU + dF] 27 OH, WIE SCHÖN IST PANAMA 18 PARALLAX SOUNDS CHICAGO 10 PETTERSSON UND FINDUS 18 DAS PHANTOM DER OPER [ohne Dialog] 11 PSYCHO [engl.OF] 14 RE-ANIMATOR [engl.OF] 14 STAUDAMM 9 STORIES WE TELL [engl.OmU] 7 TETSUO: IRON MAN [japan.OmeU] 14 THIS AIN'T NO MOUSE MUSIC! [engl.OF] 7 VIVA LA LIBERTÀ [ital.OmU + dF] 30 WRONG TIME WRONG PLACE [norw.OmeU] 8 DIE ZEIT VERGEHT WIE EIN BRÜLLENDER LÖWE 6
AmoklAuf: WRONG TIME WRONG PLACE [norw.OmeU] 8 Mit Verband Bildung und Erziehung: STAUDAMM 9 AnimAtion: CRULIC – WEG INS JENSEITS [rumän.OmU] 7 Alter: CRASHKURS 19, 31 CLOUDBURST [engl.OmU] 21 Armut: Mit Seniorenbüro St. Mauritz: CRASHKURS 19, 31 THE MISSING LINK [niederl.OmU] 20 Bienen: DER IMKER [mehrspr.OmU] 6 fAmilie: STORIES WE TELL [engl.OmU] 7 MY BROTHER THE DEVIL [dF] 21 DAS GROSSE HEFT 22 MEINE SCHWESTERN 23 Jüdisches leBen mit der Christlich-Jüdischen Gesellschaft: EIN APARTMENT IN BERLIN [teilw. mehrspr.OmU] 8 horror: Stummfilm: DAS PHANTOM DER OPER 11 I SAW THE DEVIL [korean.OmeU] · TETSUO: IRON MAN [japan. OmeU] · PSYCHO [engl.OF] · RE-ANIMATOR [engl.OF] 14 knAst: CRULIC – WEG INS JENSEITS [rumän.OmU] 7 kurden: DER IMKER [mehrspr.OmU] 6 kurzfilme: OB on Tour: Deutscher Wettbewerb 2013 12 münstersches filmGut mit fB desiGn: DER FALL KELLER · dein leben. deine lust. 13 musik: CHARLIE MARIANO – LAST VISITS [teilw. engl.OmU] 6 Mit Gleis 22: THIS AIN'T NO MOUSE MUSIC! [engl.OF] 7 Mit Gleis 22: PARALLAX SOUNDS CHICAGO 10 Stummfilm: DAS PHANTOM DER OPER 11 PsYchoAnAlYse: DIE HAUT IN DER ICH WOHNE 20 Queer: CLOUDBURST [engl.OmU] • MY BROTHER THE DEVIL 21 zeit: DIE ZEIT VERGEHT WIE EIN BRÜLLENDER LÖWE 6
Impressum
Sprachfassungen
Herausgeber: „Verein zur Förderung kommunaler Filmarbeit e.V. – Die Linse“ in Zusammenarbeit mit dem Programmkino Cinema, Warendorfer Straße 47 · 48145 Münster www.cinema-muenster.de · Email: info@dielinse.de Kinokasse (0251) 30.30.0 Café Garbo (0251) 30.30.9 Büro (0251) 30.30.7 Bankverbindung: Sozialbank Münster, IBAN: DE33 37020500 0008384800 · BIC: BFSW DE33 XXX Steuer-Nr. DE234299793 Der Verein ist Mitglied im „Bundesverband kommunale Filmarbeit“ Redaktion: Jan Christoph Ansorge, Thomas Behm (v.i.S.d.P.), Fabian Hagemeier, David Kluge, Holger Lüsch, Jens Schneiderheinze Layout: David Kluge · Druck: Bitter & Loose, Greven. Wer Fehler findet, kann sie behalten.
MEHRSPRACHIG DER IMKER (S. 6) · DER KAPITÄN UND SEIN PIRAT (S. 8) EIN APARTMENT IN BERLIN (S. 8) ENGLISCH CHARLIE MARIANO – LAST VISITS (S. 6) · STORIES WE TELL (S. 7) · THIS AIN'T NO MOUSE MUSIC! (S. 7) · PSYCHO (S. 14) · RE-ANIMATOR (S. 14) · CLOUDBURST (S. 21) I USED TO BE DARKER (S. 24) · THE HUMAN SCALE (S. 25) ANTICHRIST (S. 26) · MELANCHOLIA (S. 26) · NYMPHOMANIAC 1 (S. 27) ITALIENISCH VIVA LA LIBERTÀ (S. 30) JAPANISCH TETSUO: IRON MAN (S. 14) KOREANISCH I SAW THE DEVIL (S. 14) NIEDERLÄND. THE MISSING LINK (S. 20) NORWEGISCH WRONG TIME WRONG PLACE (S. 8) RUMÄNISCH CRULIC – WEG INS JENSEITS (S. 7) SPANISCH UNA NOCHE – EINE NACHT IN HAVANNA (S. 29) STUMM THE PHANTOM OF THE OPERA (S. 11)
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Zum nunmehr siebten Mal präsentieren wir eine Auswahl des Kölner Dokumentarfilmfests STRANGER THAN FICTION. Insgesamt neun aktuelle Dokumentarfilme zeigen ein in Inhalt und Form breites Spektrum auf. Zum Eröffnungsfilm DER IMKER (siehe Januar-Linse) und zu DIE ZEIT VERGEHT WIE EIN BRÜLLENDER LÖWE können wir zudem die Regisseure zum Filmgespräch bei uns begrüßen. Eine Veranstaltung der Kino Gesellschaft Köln, gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln, von der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen und der Film- und Medienstiftung NRW. Der Imker: Mo 27. Januar • 19:00 Uhr mit Regisseur Mano Khalil (> DIE LINSE Jan.)
Charlie Mariano – Last Visits Begegnungen, Konzerte und Interviews mit Charlie Marino und befreundeten Musikern Als „Tears of Sound“ bezeichnete der berühmte Bassist Charlie Mingus seinen Klang: Charlie Mariano, Saxophonist, Komponist, Weltmusiker. Einer der Großen des Jazz, der wie kein Zweiter den europäischen Jazz beeinflusst und Generationen von Musikern inspiriert hat. 2009 starb er im Alter von 85 Jahren. Der Film begleitet ihn in seinem letzten Jahr zu seinen Konzerten. Regie: Axel Engstfeld · Kamera: Bernd Mosblech • Mit Charlie Mariano, Dorothee Mariano, Mike Herting, Matthias Schriefl u.a. · teilw. engl.OmU · 99'
So 2. Februar • 11:00 Uhr
Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe Eine essayistische persönliche Suche nach dem Wesen der Zeit Die Zeit ist relativ, lehrt uns Einstein. Unser Empfinden der Zeit hingegen ist krass subjektiv. Zeit rast, Zeit dehnt sich. Zeit wird gemessen, Zeit wird vergessen, Zeit wird gefressen. Konfrontiert mit der Diagnose „Chronophobie“ beginnt Regisseur Philipp Hartmann eine Reise durch Zeitvorstellungen und Zeitbegriffe. Sanduhr und Atomuhr, Kalender, Landschaften, Fotografien, Souvenirs, Erinnerungen, Lebensspanne und Tod – alles kündet vom Vergehen der Zeit. Zahlreiche filmische Miniaturen und Vignetten verbinden sich zu einer heiter-ironischen Annäherung an die vierte Dimension. 6
DIE LINSE
Deutschland 2013 · Regie: Philipp Hartmann · Drehbuch: Philipp Hartmann, Jan Eichberg · Kamera: Helena Wittmann • Mit Philipp Hartmann, Andreas Bauch, Fanny Heink, Michael Naumann-Lenzen, Marlene Donschen u.a · 80'
So 2. Februar • 13:00 Uhr mit Regisseur Philipp Hartmann Philipp Hartmann, geboren 1972 in Karlsruhe, studierte Film an der HfbK Hamburg sowie zuvor Wirtschaft in Köln und in Rio de Janeiro, arbeitet seit 2000 als freier Filmemacher und drehte zahlreiche Kurz- und Langfilme. Februar Zweitausendvierzehn
Stories We Tell »Widersprüche in der Erinnerung beschäftigen alle Familien, diese Idee hat mich fasziniert.« (Sarah Polley) In diesem genre-übergreifenden Film entdeckt die Oscar-nominierte Filmemacherin Sarah Polley (An ihrer Seite; Take This Waltz), dass die Wahrheit auch von der Sichtweise des Erzählers abhängt. Polley ist hier sowohl Filmemacherin als auch Detektivin. Sie versucht den Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur zu kommen. Ausgelassen interviewt und verhört sie und erhält Antworten, die mal mehr mal weniger zuverlässig, unerwartet offen und meist widersprüchlich sind. Die dabei entstehende Version der Familiengeschichte verschwimmt bald zu nostalgischen Fragmenten der früh verstorbenen Mutter. Polley enttarnt Widersprüche und legt so die Essenz der Familie frei, ohne zu vereinfachen, immer charmant, chaotisch
und absolut liebevoll. STORIES WE TELL erforscht die diffusen Konstrukte von Wahrheit und Erinnerungen und ist gleichzeitig ein sehr persönlicher Film darüber, wie Erzählungen uns und unsere Familie formen. Und scheinbar ganz nebenbei zeichnet Polley so ein tiefsinniges, amüsantes und treffendes Bild einer übergreifenden Geschichte des menschlichen Lebens. Kanada 2012 · Regie und Drehbuch: Sarah Polley Kamera: Iris Ng · Musik: Jonathan Goldsmith · engl.OmU · 108'
Vorpremiere: So 2. Februar • 18:00 Uhr (Bundesstart: Do 27. März)
This Ain't No Mouse Music!
Crulic – Weg ins Jenseits
Der Indiana Jones des Rock’n’Roll: Chris Strachwitz und sein Label Arhoolie Records
Der außergewöhnliche, kunstvolle Animationsfilm schildert, wie ein Mensch zu den Akten gelegt wird.
Chris Strachwitz, aus deutschem Adel stammend, wanderte mit 16 Jahren in die USA aus. 1960 gründete er sein legendäres Label Arhoolie Records, das seither einen beispiellosen Katalog an authentischen Aufnahmen vergessener und unbekannter Blues-, Folk- und R&B-Musik veröffentlicht und zahllose Verehrer von Bob Dylan bis Jack White gefunden hat. Eine anheimelnd vinylig knisternde Doku über die „DNA des Rock’n’Roll“ (Ry Cooder).
Der Rumäne Claudiu Crulic starb mit 33 Jahren nach langem Hungerstreik in polnischer Haft in Erwartung eines Prozesses wegen Diebstahls. In vielen Briefen aus dem Gefängnis an rumänische Politiker und die polnische Justiz erbat Crulic immer wieder veränderte Haftbedingungen und lieferte Beweise für seine Unschuld. Er wurde über mehrere Monate ignoriert. Bis es zu spät war. Anca Damians Film fasziniert mit der Verbindung von wunderschönen Handzeichnungen, Kollagen, Stop-Motion- und Cut-Cut-Techniken.
USA 2013 · Regie und Drehbuch: Maureen Gosling Chris Simon · Kamera: Chris Simon · engl.OF · 92'
Rumänien/Polen 2011 · Regie und Drehbuch: Anca Damian Kamera: Ilija Zogovski · Musik: Piotr Dziubek · rumän.OmU · 73'
Mo 3. Februar • 21:00 Uhr mit dem GLEIS 22
Mi 5. Februar • 19:00 Uhr
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Der Kapitän und sein Pirat »Ein fesselndes und sensibel erzähltes Psychodrama … stellt existentielle Fragen über den Umgang mit dem Leben.« (DOK.fest München) Vier Monate lang befand sich das deutsche Frachtschiff „Hansa Stavanger“ 2009 in der Hand von somalischen Piraten. Andy Wolff erzählt die unsichtbare Geschichte hinter den Schlagzeilen konsequent aus der Sicht zweier Protagonisten: des Anführers der Piraten, Ahado, ein eloquenter, intelligenter junger Mann, und des Kapitäns Krzysztof Kotiuk. Stück für Stück entblättert sich die Tragödie zweier Menschen, die irgendwann zu Verbündeten wurden. Deutschland/Belgien 2012 · Regie und Drehbuch: Andy Wolff Kamera: Tobias Tempel · Musik: Sebastian Zenke · teilw. mehrspr.OmU · 76'
Do 6. Februar • 19:00 Uhr
Wrong Time Wrong Place Ein Film über Kleinigkeiten und kurze Momente, die über Leben oder Tod entscheiden. Am 22. Juli 2011 tötet Anders Breivik in Norwegen 77 Menschen. John Appel rekonstruiert die Geschehnisse aus der Perspektive der Opfer, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. „Es gibt so viele Fragen, die man sich stellt“ erklärt Ritah, die den Massenmord auf Utoya überlebte. Warum hat sie das Glück, zufällig an den richtigen Ort zu fliehen, während Tamta aus Georgien am Ufer erschossen wird, oder Harald, der schwer verletzt überlebt, als er nur schnell in seinem Büro in Oslo vorbei schaut und die Bombe dort explodiert. Niederlande 2012 · Regie und Drehbuch: John Appel Kamera: Erik van Empel · Musik: Wouter van Bemmel · norw.OmeU · 80'
Do 6. Februar • 21:00 Uhr
Ein Apartment in Berlin Agnes Agneskirchners Dokumentarfilm konfrontiert drei junge Israelis in Berlin mit ihrer und damit der gemeinsamen deutsch-jüdischen Geschichte Es gibt zahlreiche Gründe, warum heutzutage immer mehr junge Israelis nach Berlin ziehen: weltstädtische Atmosphäre, niedrige Lebenshaltungskosten und eine gute Infrastruktur. Doch Berlin ist auch der Ort, von dem aus die Vernichtung der Juden minutiös geplant wurde. Heute sucht die dritte Generation nach dem Holocaust in Berlin nach einem Neuanfang. Welchen Platz nimmt Geschichte in ihren Überlegungen ein? Wird ihre Lebenswelt davon berührt? Drei von ihnen wollen herausfinden, was die Auseinandersetzung mit einem konkreten Familienschicksal in ihnen auslöst. Sie begeben sich auf eine Zeitreise und werden die Originalwohnung der deportierten jüdischen Familie Adler wieder so einrichten, wie sie einmal aus8
DIE LINSE
gesehen haben könnte. Doch es zeigt sich, dass der Holocaust für sie etwas anderes bedeutet als für die deutsche Regisseurin, die sie zu der Zeitreise einlud. Deutschland 2013 · Regie und Drehbuch: Alice Agneskirchner Kamera: Jan Zabeil · teilw. mehrspr.OmU · 84'
So 16. Februar • 17:00 Uhr in Kooperation mit der Gesellschaft für ChristlichJüdische Zusammenarbeit e.V. Februar Zweitausendvierzehn
Vorpremiere mit Gast – In Kooperation mit dem Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW
Staudamm Thomas Sieben zeichnet in stillen Bildern die Anatomie eines Amoklaufs nach, in dessen Schatten sich eine zarte Liebesgeschichte entspinnt
Roman (Friedrich Mücke) verbringt sein Großstadtleben leicht verloren mit Partys und Computerspielen. Nebenbei jobbt er für einen Anwalt und digitalisiert Gerichtsakten eines Amoklaufs an einer Provinzschule. Da noch wichtige Papiere fehlen, muss Roman für einige Tage an den Tatort, wo er mit den Aggressionen der traumatisierten Dorfbevölkerung konfrontiert wird. Doch er lernt auch die Schülerin Laura (Liv Lisa Fries) kennen, die den Amoklauf überlebt hat und die kühlen Fakten aus Romans Akten Realität werden lässt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe, die Roman aus seiner Lethargie reißt und Laura hilft, die traumatischen Erlebnisse hinter sich zu lassen. »Thomas Siebens Film ist klar ausgerichtet, auf den Amoklauf, mehr noch auf den Umgang damit: sozusagen ein didaktischer Film, ohne aber platt oder thesenhaft zu werden. Sieben spielt klug mit Spiegelungen: Ist nicht auch Roman ein Typ, der in selbstgewählter Isolation sein Leben führt? […] Sieben inszeniert einen Film ohne viel äußere Handlung, ohne äußere Konflikte – und ihm, zusammen mit den Darstellern Friedrich Mücke und Liv Lisa Fries, gelingt es, die Spannung zu halten, der inneren Haltung genug Stärke und genug Steigerung zu verleihen, dass Staudamm zu einem wichtigen Beitrag zum Thema wird.« (Harald Mühlbeyer, kino-zeit.de) Deutschland 2013 · Regie: Thomas Sieben · Drehbuch: Christian Lyra, Thomas Sieben · Kamera: Jan Vogel, Christian Pfeil · Musik: Eckart Gadow • Mit Friedrich Mücke, Liv Lisa Fries, Dominic Raacke, Arnd Schimkat, Lucy Wirth u.a. · ab 12 J. · 89'
Vorpremiere: So 23. Februar • 11:00 Uhr in Anwesenheit von Regisseur Thomas Sieben Februar Zweitausendvierzehn
Zu Gast im Cinema:
Thomas Sieben Nach dem Studium der Politik in Münster spezialisierte sich Thomas Sieben in Film und Fotografie am Massachusetts College of Art in Boston, USA. Anschließend arbeitete er als Produzent und Redakteur in München. Sein Debütfilm DISTANZ eröffnete 2009 die Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino. STAUDAMM ist sein zweiter Spielfilm. 9
Die Linse zeigt mit dem Gleis 22
Parallax Sounds Chicago Eine Stadt gebiert ihr ureigenstes Genre: Chicago und der Post-Rock Parallax SoundS ChiCago stellt Chicagos urbane infrastruktur in den Mittelpunkt und untersucht ihren Einfluss auf Kultur und Musik der Stadt. der Film ist zugleich Musikdokumentation und Stadtportrait in Spielfilmlänge, verzichtet aber auf genreübliche Stilmittel zur Erklärung seines gegenstandes. Vielmehr nähert sich der Film seinen Themen indirekt an, indem er visuelle und musikalische Stimmungen zeichnet.
regisseur Augusto Contento hat ein Jahr lang täglich mit seiner Kamera daran gearbeitet, dem Wesen von Chicago näherzukommen. Entstanden ist eine Meditation über Chicago und seine Musikszene: Mit jeder sorgfältig komponierten Einstellung, jedem eindringlichen Bild vermittelt sich ein Stück der besonderen atmosphäre der Stadt und ihrer musikalischen Bewohner. So entsteht ein Portrait der Postrock-Szene und der Wirkung der Metropole Chicago auf Musik und Kultur der generation x. deutschland/Frankreich 2012 · regie, drehbuch, Kamera: augusto Contento · Musik: Ken Vandermark Mit Steve albini, david grubbs, Ken Vandermark u.a. · engl. OmU · 96’
Mo 17. Februar · 21.00 Uhr
TONI SERVILLO VALERIO MASTANDREA VALERIA BRUNI TEDESC HI
Ab 27.2. im Kino
N a c h t s c h i c h t : s c h w a r z w e i s s i s t d i e b e s s e r e Fa r b e
das Phantom der Oper Na, das kennen wir doch alle. Dachten wir. Aber hier ist der Originalfilm, der dem Schmonzetten-Musical zugrunde liegt – live begleitet von Toytones!
Alles ist sehr verworren: Ein liebendes Phantom, gleichermaßen Geist wie verletzte Seele, haust in den Katakomben der Pariser Oper, in einem irritierenden Kellergewölbe unglaublichen Ausmaßes in schierem Luxus und mit einer Orgel, wie es sich für Wahnsinnige gehört. Es liebt Christine, die junge aufstrebenden Sängerin auf der Pariser Bühne. Verfällt sie ihm? Die Handlung des Films setzt im Opernhaus während einer Ballettvorführung ein. Am Ende kommt es, wie es kommen muss: Ein Amoklauf des Mob und eine todbringende Hetzjagd auf den Helden, auf das Phantom … Der Film existierte in verschiedensten Fassungen. Das Cinema zeigt die Version von 1929. Der Hauptdarsteller Lon Chaney war der erste Horrorstar Hollywoods, der unter anderem dafür sehr bekannt war, sein Äußeres extrem verändern zu können. „Don’t step on it! It might be Lon Chaney!” wurde zum geflügelten Wort.
Die drei Musiker der Toytones, Jan Klare, Helmut Buntjer und Peter Eisold, widersetzen sich dieser gemeinen ablehnenden Haltung, sie singen „Phantom, wir lieben dich, wir drei, wir sind dein Freund” und räumen auf mit gängigen Klischees begleitender Filmmusik. Das Trio arbeitete in den späten 90er Jahren intensiv zusammen (CD „Sauermarsch”, KIP records) und gab eine Vielzahl von Konzerten in der BRD. Nun hat es sich eigens zu dem Zweck wieder zusammen getan, um seinen Lieblingsfilm noch einmal live zu vertonen, mit virtuoser zeitgemäßer Jazzmusik. Das Material wurde überarbeitet und teilweise neu geschrieben. PHANTOM OF THE OPERA USA · 1925 · Regie: Rupert Julian Drehbuch: Elliot J. Clawson, Raymond L. Schrock, Frank M. McCormack · Kamera: Milton Bridenbecker, Virgil Miller, Charles Van Enger · Musik: Gustav Hinrichs • Mit Lon Chaney, Mary Philbin, Norman Kerry, Arthur Edmund Carewe, Gibson Gowland, John Sainpolis, Snitz Edwards, Virginia Pearson, Mary Fabian: Carlotta (nur in der Fassung von 1929) · 6 J. · ohne Dialog · 106'
Stummfilm mit Live-Musikbegleitung: Mi 26. Februar • 22:45 Uhr mit Live-Begleitung von den Toytones: Jan Klare (Alt-/ Bass-Saxophon), Helmut Buntjer (Posaune, Euphonium, Zipzap) und Peter Eisold (Schlagwerk, Harmonika) Februar Zweitausendvierzehn
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Kurz und Nacht
Kurzfilmtage Oberhausen On Tour: Deutscher Wettbewerb 2013 Sechs Kurzfilme aus dem Archiv der Oberhausener Kurzfilmtage drehen sich um das Innen und Außen. Die Arbeiten aus dem Deutschen Wettbewerb 2013 jonglieren spielerisch mit dem Verhältnis zwischen Innen und Außen. Während Helena Wittmanns Kamera langsam Wohnräume durchmisst, verlassen ihre Protagonisten das Haus kaum mehr. Und die Dämonen lauern überall. So hat Bjørn Melhus Weltuntergangsprophezeiungen aus dem Netz gezogen und sich selbst wieder in den Mund gelegt. Xenia Lesniewski verteidigt ihre Privatsphäre gegen den internationalen Marken- und Zeichenterror, während Katre Haav augenzwinkernd andeutet, wie man die bösen Geister vielleicht außen vor hält.
Wildnis Kartoffeln müssen geschält, vertrocknete Blütenblätter von Orchideen gezupft werden. Dann ist alles in Ordnung. Deutschland 2013 ∙ Regie: Helena Wittmann ∙ 12’
Flucht aus der Sonntagsschule Kurze Notizen zum Umgang mit der Last der Geschichte. Finnland, Deutschland 2013 Regie: Saana Inari Lähteenmäki ∙ 5‘
Microbrigades – Variations of a Story Angesichts andauernden Wohnraummangels wurden im Jahr 1971 in Kuba Selbstbau-Gruppen, die „Microbrigadas“, ins Leben gerufen. Architekturbilder, Archivmaterial und Interviews verbinden sich zu einer experimentellen Collage über dieses Phänomen einer revolutionären Moderne. Deutschland 2013 Regie: Florian Zeyfang, Lisa Schmidt-Colinet ∙ 31‘
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Sudden Destruction Bei einem exorzistisches Ritual in einem nächtlichen Hotelzimmer prophezeit ein Medium unter Krämpfen die „plötzliche Zerstörung“. Deutschland 2012 ∙ Regie: Bjørn Melhus ∙ 4‘
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Hypozentrum HyPOZENtRUM ist eine bruchstückhafte Vereinigung von Fiktion und Realität zu einem zeitbasierten, animierten Ensemble. Eine ästhetische Erpressung. Ein Auffüllen emotionaler Defizite: Unbedingt traurig. Missbrauchte texte und Effekte. Deutschland 2013 ∙ Regie: Xenia Lesniewski ∙ 15‘
Kui ma olin kosmonaut Oliver ist schizophren. In seinem Leben verschmelzen Einbildung und Realität zu einer verwirrenden, aber gefährlich herrlichen Welt. Deutschland 2013 ∙ Regie: Katre Haav ∙ 12‘ Gesamtlänge: 79'
Mi 12. Februar • 22:45 Uhr
Februar Zweitausendvierzehn
Präsentation von Youthwork NRW und FB Design
dein leben. deine lust. Eine neue Kampagne zur Förderung sexueller Gesundheit von Jugendlichen wird vorgestellt
Münstersches Filmgut
Der Fall Keller EIn Kurzspielfilm – und dazu die Dokumentation über die Entstehung! Premiere in Anwesenheit der Filmemacher Eine alte Dame. Ihr Haus. Und ein Gast. Wie erzählt man eine Geschichte in wenigen Minuten? Und was ist dazu nötig?! „Werden Sie Teil einer spannenden Filmproduktion!“ – so lautete das Angebot im Vorlesungsverzeichnis des Fachbereichs Design der FH Münster, dem eine kleine Gruppe enthusiastischer Studenten folgte. Die meisten von ihnen hatten noch nie zuvor einen Film gemacht. Angefangen mit dem sprichwörtlich weißen Papier wurde gemeinsam eine Geschichte erdacht, zu einem Film weiterentwickelt und als Team umgesetzt. Erleben Sie als Zuschauer die intensive Erfahrung einer NullBudget-Produktion anhand der filmischen Dokumention und nutzen Sie die Anwesenheit der Filmemacher um Fragen zu stellen. Herzlich willkommen! Deutschland 2014 · Regie und Drehbuch: Andrea Hansche · Kamera: Alvaro Jebsen · Licht: Regina Hoffmann Ausstattung: Marie Braner, Kira Jabs · Ton: Martina Girgel Produktion: Sabrina Huppertz · Produktionsassistenz: Sven Gravermann · Set-Supervision: Matthias Lerch Projektleitung: Martin Preuß • Mit Monika Rappers, Armin Marewski u.a. · ca. 70'
Fr 7. Februar • 17:00 Uhr und 22:45 Uhr in Anwesenheit der Filmemacherinnen und -macher Februar Zweitausendvierzehn
Unter dem Titel Youthwork NRW bieten über 60 Fachkräfte in NRW seit über 25 Jahren mit ihren jeweiligen Fachstellen sexualpädagogische HIV/AIDS-Prävention im Sinne einer lebensnahen, ganzheitlichen Gesundheitsförderung an. Youthworker stehen mit fachlichem Rat, zeitgemäßen Beratungs- und Lehrmethoden an der Seite von Schulen, Jugendhilfe, Vereinen, Selbsthilfegruppen und vielen weiteren Initiativen. In Kooperation mit Studierenden und Lehrenden des Fachbereichs Design der Fachhochschule Münster wurden nun kluge und innovative Ideen entwickelt, die zu einer verbesserten Außendarstellung, einer höheren Bekanntheit und eine Verbreitung wichtiger Präventionsbotschaften in NRW führen sollen. Wichtigste Ziele sind der Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen. Hierfür werden aktuell ein Image-Film, ein Filmspot, werbende Plakate, eine Broschüre zur Selbstdarstellung und ein interaktives Spiel entwickelt. Diese werden am 7. 2. präsentiert. Fr 7. Februar • 14:00 Uhr · Eintritt ist frei Neben Professoren und Studierenden des Fachbereich Design sind Youthworker, Pressevertreter, Schüler aber auch andere Interessierte herzlich eingeladen. DIE LINSE
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Cinema naChtsChiCht: adulT Horror MovIes Donnerstags um 22:45 Uhr befreit die Filmreihe des Kreuzberger eiszeit-Kinos das horrorgenre aus dem Ghetto des parodistischen teenager-slasher-Films. alle Filme laufen im Original oder in OmU.
I saw THe devIl
TeTsuo: Iron Man
ein serienmörder tötet die Braut eines jungen Polizisten. Der schwört grausamste Rache. ein entsetzliches Duell beginnt … I sAW THe DeVIL ist eine temporeiche, extrem spannende, actiongeladene Mischung aus Terrorkino, Martial-Arts und Actionfilm, die auch als eine Metapher auf den Konflikt zwischen Nord- und südkorea verstanden werden könnte, wenn der Film einem Zeit ließe, zwischen den Gemetzeln durchzuatmen.
TeTsuo ist ein irres Wunder, eigentlich ein experimentalfilm auf 16mm, der in den 90er Jahren zu einem der legendärsten Kultfilme aufstieg. Vermutlich war sogar der Text von Nirvanas „smells like Teen spirit“ von einem Telefongespräch in TeTsuo: IRoN MAN inspiriert, das nur aus „Hello“ besteht. Der Plot: ein Büroangestellter verletzt einen Metallfetischisten mit dem Auto und verwandelt sich daraufhin selbst zu einer Mischung aus Mensch, Auto und Killermaschine. Metallpenisse dringen in Körperöffnungen ein. schließlich wird die Welt zerstört.
AKMAReuL BoATDA · süd-Korea 2010 · Regie: Kim Jee-Woon · Drehbuch: Park Hoon-jung · Kamera: Lee Mogae • Mit Lee Byung-hun, Jeon Gook-hwan, Cheon Ho-jin u.a.· ab 18 J. · korean.OmeU · 131'
Japan 1989 · Regie und Drehbuch: shinya Tsukamoto · Kamera: Kei Fujiwara, shinya Tsukamoto • Mit Tomorowo Taguchi, Kei Fujiwara, Shinya Tsukamoto u.a. · ab 18 J. · japan.OmeU · 77'
Do 6. Februar • 22:45 Uhr
Do 13. Februar • 22:45 Uhr
PsycHo
re-anIMaTor
»Ich habe vorgeschlagen, dass man PSYCHO von Anfang an sieht. Tatsächlich ist das mehr als eine empfehlung. es ist verpflichtend. Wir werden Ihnen nicht gestatten, sich selbst zu betrügen. Sie müssen PSYCHO von Anfang an sehen. erwarten sie daher nicht, nach dem Beginn der Vorführung einlass in das Kino zu erhalten. Wir werden niemanden verspätet einlassen – und damit meinen wir absolut niemanden – auch nicht den Bruder des Kinobetreibers, den Präsident der Vereinigten staaten oder die Königin von england (Gott schütze sie)! Diese Vorschrift dient dazu, dass Sie PSYCHO besser genießen können. Wir haben wirklich nur Ihr Vergnügen im sinn.« (Alfred Hitchcock)
Das serum, mit dem stuart Gordons Re-ANIMAToR Tote zu einer Art von Leben erweckt, ist so neongelbgrün, wie es in den 80er Jahren sonst nur Aerobic-Leggins und McDonalds-Filialen waren. Dass es bei einem solchen schon ästhetisch zweifelhaften Projekt nur ein Massaker geben kann, versteht sich von selbst. Der Re-ANIMAToR serviert eine vollkommen überdrehte Horror-Komödie mit untoten lobotomierten uni-Dekanen und sprechenden Köpfen auf blutigen edelstahltabletts.
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usA 1960 · Regie: Alfred Hitchcock · Drehbuch: Joseph stefano · Kamera: John L. Russell Mit Janet Leigh, Vera Miles, Anthony Perkins · ab 12 J. · engl.OF · 109'
usA 1985 · Regie: stuart Gordon · Drehbuch: Dennis Paoli, William J. Norris, Stuart Gordon · Kamera: Mac Ahlberg • Mit Jeffrey Combs, Bruce Abbott, Barbara Crampton · ab 18 J. · engl.OF · 83'
Do 20. Februar • 22:45 Uhr
Do 27. Februar • 22:45 Uhr DIE LINSE
Februar Zweitausendvierzehn
Kurzfilm-Vorprogramme im Januar
Vorfilme im Cinema 1
Vorfilme im Cinema 2
Vorfilme in der Kurbelkiste
Guide Dog
Eine Fortsetzung des oscarnominierten Kurzfilms Guard Dog. Dieses Mal hilft unser Held blinden Menschen – wie gewohnt mit typisch katastrophalem Ergebnis. USA 2006 ∙ Regie: Bill Plympton ∙ Animation · 5‘
601-S
Wenn Sie einen Kick brauchen, kaufen Sie sich einen Trabant. Ungarn 2001 ∙ Regie: Márton Nyitrai ∙ 1‘40
Do 30. Januar bis Do 12. Februar
Do 30. Januar bis Do 12. Februar
Horn Dog Beim Versuch, eine Hundedame zu bezirzen, muss sich obiger Hund mit feindseligen Austern und einem Killer-Geigenbogen auseinandersetzen. USA 2009 ∙ Regie: Bill Plympton ∙ Animation · 5‘
In dieser Folge tritt der HundeHeld der Feuerwehr bei, um die Zuneigung zu gewinnen, die er verdient. Natürlich kommt alles anders als geplant.
Wir sind im Alltag von Markenprodukten umgeben. Doch der Kontext von Produkten in Medien wird allein von den Herstellern diktiert.
M. A. Numminen singt Wittgenstein
M. A. Numminen singt Ludwig Wittgensteins „Tractatus LogicoPhilosophicus” Finnland 1993 ∙ Regie: Claes Olsson ∙ 1‘50
Do 13. Februar bis Mi 26. Februar
Do 13. Februar bis Mi 26. Februar
Hot Dog
Unauthorized Commercials
UNAUTHorIZED CoMMErCIALS sind Werbeclips für bekannte Marken. Die Clips entstehen ohne Auftrag. Sie sind eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Genre „Werbeclip“.
Arts & Crafts Spectacular
Das Künstlerduo Gilbert & George erzählt in dieser Animation von ihrem Landausflug und unerwarteten Vorkommnissen.
USA 2008 ∙ Regie: Bill Plympton ∙ Animation 6‘
D 2009 ∙ Regie: Sébastien Wolf, Ian Ritterskamp ∙ 1‘11
Do 27. Februar bis Mi 12. März
Do 27. Februar bis Mi 12. März
Wöchentlich zeigen wir einen Clip des Programms, dass vom Berliner Künstlerduo graw böckler inszeniert wurde. D 2005-10 · Regie: graw böckler · alle ca. 1'
Noch bis Mi 12. März
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Warendorfer Str. 45 · Münster Mauritz-West · Tel. 0251.30300 www.cinema-muenster.de · info@cinema-muenster.de
café und Kneipe im cinema
Gegründet 1968 an der Weseler Straße, seit 1981 am jetzigen Standort. Neben dem Abaton in Hamburg das älteste Programmkino der Republik.
Neue Telefonnummer: Tel. 0251.30309!
Drei Säle: Cinema 1 (158 Plätze), Cinema 2 (58 Plätze), Kurbelkiste (52 Plätze).
Ausgezeichnet: regelmäßig für das herausragende Jahresprogramm, Dokumentarfilmprogramm und Kinder filmprogramm vom Staatsminister für Kultur und Medien und der Film- und Medienstiftung NRW. Barrierefreiheit: Das Cinema 1 ist nicht, Cinema 2 und Kurbelkiste bedingt rollstuhlgerecht. Am besten vorher einen Rollstuhlplatz reservieren. Die Toiletten sind nicht rollstuhlgerecht. Hörbehinderte: Alle Säle sind mit Induktionsschleifen für Hörgeräte und Infrarot-Tonübertragungsanlagen ausgestattet. Kopfhörer gibt es an der Kinokasse. Lage: ca. 800 Meter = 10 Fußminuten vom Hauptbahnhof in Mauritz-West, auf der Warendorfer Straße – das ist die Straße Richtung Osten nach Handorf, Telgte, Warendorf Anfahrt per ÖPNV: Mit den Stadtbus-Linien 2, 10, N83. Die Haltestelle Zumsandestraße liegt fast direkt vor dem Haus. Anfahrt per Auto: Parkplätze beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe · an der Friedensstraße (Zufahrt gegenüber Anna-Krückmann-Haus) · und an der Warendorfer Straße 21-25.
Adresse und Barrierefreiheit: wie Cinema Sehbehinderte: Die Speisen- und Getränkekarte liegt auch in Brailleschrift vor. Tischreservierungen: wir können leider nur Reservierungen für max. 8 Personen annehmen Öffnungszeiten: Mo-Do 10:00 bis 0:00 Uhr, Fr+Sa 10:00 bis 0:30 Uhr, So 10:00 bis 22:30 Uhr Große Karte: Mo-Do 17:45 bis 22:45 Uhr, Fr+Sa 17:45 bis 23:15 Uhr, So 10:00 bis 22:00 Uhr
Parkgebühr 1 € pro angefangener Stunde (max. 8 Euro/Tag). Gezahlt werden muss mit Geld- oder EC-Karte. Die Parkplätze sind rund um die Uhr geöffnet. Anfahrt mit dem Fahrrad: Die besten Parkmöglichkeiten gibt es an den Fahrradständern auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Öffnungszeiten der Kinokasse: So ab ca. 10:30 Uhr, Mo-Sa ab ca. 14:45 Uhr, Mi auch 10:00 bis 10:30 Uhr Eintrittspreise: 7,50 € (ggf. Überlängenzuschläge) Ermäßigungen: 6,00 € für alle an Werktagen (außer Sa) vor 17:45 Uhr 6,00 € für Studierende, Behinderte über 50%, Münster-Pass-Besitzende u.a. (außer samstags nach 17:45 Uhr und feiertags) Kino für Kinder: 4,30 € für alle Donnerstag = Premierentag: 5,20 € für alle Filme, die neu starten Schul- und Sondervorstellungen nach Absprache möglich
SoNDErÖFFNuNGSzEiTEN von Cinema & Café Garbo: Freitag, 21. Februar wegen Betriebsversammlung erst ab 15:00 Uhr geöffnet Freitag, 21. März wegen Betriebsversammlung erst ab 15:00 Uhr geöffnet
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Das cinema zeigt
Wochenprogramm
Februar 2014
Donnerstag Premierentag! Filme im Wocheneinsatz: nur 5,20!
ab Do 30.1.
Das Cinema zeigt zum Bundesstart LE PASSÉ – DAS VERGANGENE [franz.OmU + dF] > DIE LINSE Jan. Das Cinema zeigt zum Bundesstart KILL YOUR DARLINGS – JUNGE WILDE [engl.OmU + dF] > DIE LINSE Jan. Kino für Kinder
ca. 14:45 DER KRIEG DER KNÖPFE
18
KILL YOUR DARLINGS
ab Do 6.2.
Das Cinema zeigt zum Bundesstart MEINE SCHWESTERN Das Cinema zeigt I USED TO BE DARKER [engl.OmU] Kino für Kinder
ca. 14:45 ARRIETTY – DIE WUNDERSAME WELT DER BORGER
23 24 18
MEINE SCHWESTERN
ab Do 13.2.
Das Cinema zeigt THE HUMAN SCALE [engl.OmU] Kino für Kinder
ca. 14:45 PETTERSSON UND FINDUS
25 18
NYMPHOMANIAC 1
ab Do 20.2.
Das Cinema zeigt zum Bundesstart NYMPHOMANIAC 1 [engl.OmU + dF] Das Cinema zeigt UNA NOCHE – EINE NACHT IN HAVANNA [span.OmU] Kino für Kinder
ca. 14:45 OH, WIE SCHÖN IST PANAMA ab Do 27.2.
Das Cinema zeigt zum Bundesstart VIVA LA LIBERTÀ [ital.OmU + dF] Das Cinema zeigt CRASHKURS Kino für Kinder
ca. 14:45 HERR DER DIEBE
27 29 18 30 19, 31 18
cinema & Die Linse
Sondertermine
Mo 27.1.
Stranger Than Fiction – mit Regisseur Mano Khalil 19:00 DER IMKER [mehrspr.OmU] > DIE LINSE Jan, 6 Do 30.1. Schulkino: Französischsprachige Filmwoche bis Mi 5.2. Cinéfête 14 [franz.OmU] > DIE LINSE Jan. Do 30.1. 22:45 Adult Horror Movies: Double Feature FRANKENSTEIN & BRIDE OF FRANKENSTEIN > DIE LINSE Jan. So 2.2. Stranger Than Fiction – Dokumentarfilmfestival 11:00 CHARLIE MARIANO – LAST VISITS [teilw. engl.OmU] 6 13:00 DIE ZEIT VERGEHT WIE EIN BRÜLLENDER LÖWE – mit Regisseur 6 18:00 STORIES WE TELL [engl.OmU] 7 Mo 3.2. 19:00 Es ist normal verschieden zu sein THE MISSING LINK [niederl.OmU] 20 20:00 Cinema-Preview: MEINE SCHWESTERN 23 Stranger Than Fiction – mit dem Gleis 22 21:00 THIS AIN'T NO MOUSE MUSIC! [engl.OF] 7 Mi 5.2. 19:00 Stranger Than Fiction CRULIC – WEG INS JENSEITS [rumän.OmU] 7 20:45 Lateinamerikanische Filme – mit Upla e.V. UNA NOCHE – EINE NACHT IN HAVANNA [span.OmU] 29 22:45 Cinema Nachtschicht: ARTHOUSE SNEAK – Pay After #21 19 Do 6.2. Stranger Than Fiction 19:00 DER KAPITÄN UND SEIN PIRAT [teilw. mehrspr.OmU] 8 21:00 WRONG TIME WRONG PLACE [norw.OmeU] 8 22:45 Adult Horror Movies: I SAW THE DEVIL [korean.OmeU] 14 Fr 7.2. 14:00 Youthwork / FB Design: dein leben. deine lust. – mit Gästen 13 17:00 + 22:45 Münstersches Filmgut: DER FALL KELLER – mit Gästen 13 So 9.2. 11:00 Die besondere Matinee: DAS GROSSE HEFT 22 17:00 Psycho, Film und Analyse: DIE HAUT IN DER ICH WOHNE 20 21:00 Im Fokus: Lars von Triers Trilogie der Depression (1) ANTICHRIST [engl.OmU] 26 Mo 10.2. 19:00 Vorpremiere – mit Transition Münster und Umweltforum THE HUMAN SCALE [engl.OmU] 25 21:00 Queer Monday – mit KCM: MY BROTHER THE DEVIL 21 Mi 12.2. 21:00 Münstersches Filmgut / Zusatzvorstellung LIVE AND LET LIVE > DIE LINSE Nov. 22:45 Oberhausen on Tour: Deutscher Wettbewerb 2013 12 Do 13.2. 22:45 Adult Horror Movies: TETSUO: IRON MAN [japan.OmeU] 14 So 16.2. 11:00 Die besondere Matinee: DAS GROSSE HEFT 22 17:00 Stranger Than Fiction mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit EIN APARTMENT IN BERLIN [teilw. mehrspr.OmU] 8 21:00 Im Fokus: Lars von Triers Trilogie der Depression (2) MELANCHOLIA [engl.OmU] 26 Mo 17.2. 21:00 Mit dem Gleis 22: PARALLAX SOUNDS CHICAGO 10 Mi 19.2. 20:00 OmU-Vorpremiere: Lars von Triers Trilogie der Depression (3) NYMPHOMANIAC 1 [engl.OmU] 27 22:45 Cinema Nachtschicht: ARTHOUSE SNEAK – Pay After #22 19 Do 20.2. 22:45 Adult Horror Movies: PSYCHO [engl.OF] 14 So 23.2. 11:00 Vorpremiere – mit dem Verband Bildung und Erziehung STAUDAMM – mit Regisseur Thomas Sieben 9 Mo 24.2. 21:00 Queer Monday: CLOUDBURST [engl.OmU] 21 Mi 26.2. 22:45 Schwarzweiss ist die bessere Farbe: Stummfilm mit Live-Musik DAS PHANTOM DER OPER – live begleitet von den Toytones 11 Do 27.2. 14:30 Kino Kaffeklatsch – mit dem Seniorenbüro St. Mauritz CRASHKURS 19, 31 22:45 Adult Horror Movies: RE-ANIMATOR [engl.OF] 14 Mo 3.3. 19:00 Es ist normal verschieden zu sein HIMMEL UND MEHR – Dorothea Buck auf der Spur > DIE LINSE März Mi 5.3. 22:45 Cinema Nachtschicht: ARTHOUSE SNEAK – Pay After #23 19
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scarlett, das offizielle Glücksschwein des cinema, präsentiert:
Kino für Kinder im cinema im Februar
Eintritt beim „Kino für Kinder“ im Cinema: 4,30 Euro Geburtstagskinder und ein Elternteil bekommen freien Eintritt! Bei größeren Gruppen hat jede zehnte Person freien Eintritt! (nach Voranmeldung) Unser „Kino für Kinder“Faltblatt ist im Cinema und an vielen guten Auslagestellen erhältlich!
Kinderklassiker
Fantastische Geschichten
Eine spannend-turbulente Neuverfilmung des Roman-Klassikers von Louis Pergaud unter der Regie von christophe barratier (Die Kinder des Monsieur Mathieu) über den ewigen „Krieg“ der Kinder aus den Provinzdörfern Langeverne und Velrans …
mary nortons Kinderbuch Die Borger als bezaubernde Animation aus dem Studio Ghibli. In den Vororten von Tokio, versteckt unter dem Boden eines alten Hauses, lebt die winzig kleine Arrietty mit ihrer Familie.
Der Krieg der Knöpfe
Arrietty – Die wundersame Welt der Borger
Frankreich 2011 · Regie: Christophe Barratier ab 6 J., empf. ab ca. 9 J. · 100'
Japan 2010 · Regie: Hiromasa Yonebayashi ab 0 J., empf. ab ca. 8 J. · 95‘
ab Do 30. Januar · ca. 14:45 Uhr
ab Do 6. Februar · ca. 14:45 Uhr
Tierisch gut
Fantastische Geschichten
Starke Kinder
Pettersson und sein Kater Findus segeln und fischen am See. Doch es beginnt zu schneien und sie verlieren die Orientierung. Pettersson baut ein kuscheliges Iglu. Um nicht einzuschlafen, erzählen sie sich gegenseitig Geschichten aus dem letzten Jahr.
Der kleine Tiger und der kleine Bär entdecken eines Tages eine Holzkiste, die lecker nach Bananen riecht und auf der „Panama“ steht. Dieses Land möchten die beiden Freunde unbedingt finden. So machen sie sich auf den Weg.
Die Waisenkinder Bo und Prosper flüchten nach Venedig, wo sie in die Diebesbande des 15-jährigen Scipio aufgenommen werden, der die die Reichen bestiehlt, um für seine Schützlinge zu sorgen. Verfilmung des Kinderbuch-Bestsellers von cornelia Funke.
D/Schweden 1999 · Regie: Albert Hanan Kaminski ab 0 J.,empf. ab ca. 6 J. · 75‘
Deutschland 2006 · Regie: Martin Otevrel ab 0 J., empf. ab ca. 5 J. · 74‘
Deutschland 2005 · Regie: Richard Claus ab 0 J., empf. ab ca. 8 J. · 98‘
ab Do 13. Februar · ca. 14:45 Uhr
ab Do 20. Februar · ca. 14:45 Uhr
ab Do 27. Februar · ca. 14:45 Uhr
Petterson und Findus
Oh, wie schön ist Panama
Herr der Diebe
18 · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Übersicht zum herausnehmen! Februar Zweitausendvierzehn ································
Arthouse sneAk – Pay After! – WIr MAChEN DAS ProgrAMM, ihr Macht Den PreiS! Zweimal monatlich laden wir zur ArthoUSE SNEAk. Im rahmen der Cinema-Nachtschicht könnt ihr in der regel am 1. und 3. Mittwoch des Monats um 22:45 Uhr aktuelle Perlen aus der Welt der Filmfestivals und Programmkinos schon vor Bundesstart entdecken. Synchronisiertes hat dabei keine chance: alle Filme laufen in der originalsprache (nicht-deutschsprachige Filme mit deutschen Untertiteln). Auch im neuen Jahr gilt weiterhin die Devise PAy AFtEr: ihr bestimmt selbst, wie viel euch der gezeigte Überraschungsfilm wert ist. Schlappe 2,50 Euro beträgt der Mindesteintritt, mit bis zu 7,50 euro könnt ihr nach dem Besuch den Film „bewerten“. neU: einlassmusik mit Unterstützung durch grEEN hELL rECorDS! Zuletzt liefen in der ArthoUSE SNEAk (mit Durchschnittsnoten): #17: I Used to be Darker
3,24
#18: Only Lovers Left Alive
2,38
#19: Meine Schwestern
2,71
#20: Le passé – Das Vergangene 2,72 nächste arthOUSe SneaK-termine: #21: Mi 5. Februar • 22:45 Uhr #22: Mi 19. Februar • 22:45 Uhr
Februar Zweitausendvierzehn
Aktuelle Filme für ein älteres Publikum mit dem Seniorenbüro St. Mauritz
Kino Kaffeeklatsch Monatlich laden wir MünsteranerInnen in den „besten Jahren“ zu einem ausgewählten Film sowie Kaffee und Kuchen zum Sonderpreis. Im Saal stehen zwei Rollstuhl-Plätze zur Verfügung, die Hörbehindertenanlage kann mit Hörgerät oder einem hauseigenen Kopfhörer genutzt werden. Für SeniorInnen beträgt der Eintrittspreis 5,20 Euro, die Kinokarte mit einem Kaffee und einem Stück hausgemachten Kuchen kostet 7,80 Euro.
Wir zeigen im Februar: Crashkurs Eine Tragikomödie über den Mut zur Rebellion im Alter, wunderbar leicht und gleichzeitig berührend: Das Rentnerpaar Meyenburg dachte eigentlich, dass im Ruhestand alles einfacher werden wird. Doch mit der Finanz- und Bankenkrise stehen Eva (Monika Lennartz) und Alex (Ulrich Voß) auf einmal ohne ihre Rücklagen da. Niemand scheint ihnen helfen zu wollen. So nehmen sie die Sache selbst in die Hand – und entdecken sich dabei ganz neu. Deutschland 2012 · Regie u. Drehbuch: Anika Wangard · Kamera: Cornelius Plache · Musik: Warner Poland, Wolfgang Glum • Mit Monika Lennartz, Ulrich Voß, Winnie Böwe, Evelyn Meyka, Armando Dotto, Claudia Eisinger, Rainer Reiners · 80'
Do 27. Februar • 14:30 Uhr Mehr zum Film auf S. 31!
DIE LINSE
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Es ist normal verschieden zu sein
The Missing Link Über Armut und seine Folgen: „Alles was Du für mich, aber ohne mich tust, tust Du gegen mich“ (Gandhi)
Die Haut in der ich wohne Grotesker und faszinierender Thriller mit Horrorelementen – von Pedro Almodóvar
Was ist Armut? Geht es bei Armut um Langeweile und Mangel an Geld oder geht es um mehr? In THE MISSING LINK geht Regisseur Fabio Wuytack auf die Suche nach dem Innenleben von Armut, geht an den Rand des Wohlfahrtstaates. In den berührenden und faszinierenden Gesprächen mit Menschen, die Armut am eigenen Leib erfahren haben, kommt die psychologische Seite der Armut zum Vorschein. Die ergreifenden Lebenserfahrungen der Erzählenden konfrontieren uns mit den Auswirkungen sozialer Ausgrenzung. In einer Gesellschaft, die zu verreißen scheint durch die stets größere werdende Kluft zwischen reich und arm, vereinigt THE MISSING LINK Erzählungen von beiden Seiten. Authentisch, enthüllend und sehr bewegend.
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Roberto Ledgard (Antonio Banderas) ist eine Ikone der plastischen Chirurgie. In seiner privaten Schönheitsklinik geht der Mad Scientist allerdings einem bizarren Zeitvertreib nach: Einzige Patientin ist eine junge Frau, die Ledgard gegen ihren Willen festhält und immer weiter perfektionieren will, doch gewisse Hautkomponenten wollen ihm einfach nicht gelingen. Als sich eines Nachts der lange verschwundene Sohn von Ledgards Haushälterin Zugang verschafft und dabei nichts Gutes im Schilde führt, wird eine tragische Kette von Ereignissen ausgelöst. »Pedro Almodóvar blickt mit seiner Verfilmung des Bestsellers von Thierry Jonquet in die düsteren Abgründe der Psyche seiner Protagonisten und zeigt eine von Obsessionen beherrschte Welt. Gekonnt führt der Regisseur die verschiedenen Ebenen der Geschichte zu einem Mosaik aus Leidenschaft, Begierde und Schuld zusammen.« (Blickpunkt:Film)
Belgien 2011 · Regie und Drehbuch: Fabio Wuytack Kamera: Fabio Wuytack · Musik: Tim Spanhove, Franz Schubert • Mit Danny Trimboos, Patricia van Parys, Caro Bridts, Heidi den Hollander, Lieve de Grande, Celine Luyten u. a. · ab 6 J. · niederl.OmU · 43'
LA PIEL QUE HABITO · Spanien 2011 · Regie: Pedro Almodovar • Mit Antonio Banderas, Elena Anaya, Marisa Paredes u.a. · ab 16 J. · 121'
Mo 3. Februar • 19:00 Uhr anschl. Gespräch mit Jörg Utschakowski (EX-IN Koordinator)
Anschließend Vortrag von Brigitte Ziob, Psychoanalytikerin mit eigener Praxis in Köln und Mitautorin einiger Bücher zur psychoanalytischen Filmbetrachtung.
Eine Kooperation mit APK, EX-IN NRW e.V., LebensART Münster, Bündnis Depression
Eintritt inklusive Vortrag: 7,50 Euro (ermäßigt 6,50) Nur Film 5,00 Euro (4,00) · nur Vortrag: 2,50 Euro DIE LINSE
So 9. Februar • 17:00 Uhr
Februar Zweitausendvierzehn
Queer Monday
Cloudburst Tragikomisches Road-Movie über zwei „Golden Girls“ in Schwierigkeiten Seit über 30 Jahren leben Stella (Olympia Dukakis) und Dot (Brenda Fricker) gemeinsam in ihrem Haus in Maine. Beide sind in den Siebzigern, und während Stella schlecht hört, ist Dot mittlerweile praktisch blind. Nach einem nächtlichen Sturz, der einen Notruf zur Folge hatte, taucht Dots ebenso spießige wie zickige Enkelin Molly bei den beiden auf und verkündet ihren Entschluss, Dot in ein Pflegeheim zu stecken. Schon bald befinden sich die beiden Frauen auf der Flucht nach Kanada, um dort heiraten zu können. Auf ihrem Road-Trip durch die USA gabeln sie den jungen Tramper und Maulhelden Prentice (Ryan Doucette) auf, und auch für diesen ist die Reise eine besondere. Werden die drei ihr Ziel erreichen?
Thom Fitzgeralds auf vielen Filmfestivals ausgezeichneter Film erzählt ergreifend und ausgelassen zugleich eine wunderbare Geschichte über Liebe und wahre Hingabe. USA/Kanada 2011 · Regie: Thom Fitzgerald · Drehbuch: Thom Fitzgerald · Kamera: Tom Harting • Mit Olympia Dukakis, Brenda Fricker, Ryan Doucette, Kristin Booth , Michael McPhee, Marlane O'Brien u.a. · ab 12 J. · engl.OmU · 93'
Mo 24. Februar • 21:00 Uhr Februar Zweitausendvierzehn
Queer Monday – mit dem KCM
My Brother the Devil Die bedingungslosen Liebe zweier Brüder, die ihre Identität und ihren Weg finden müssen – authentisch, rasant und mit dichter Atmosphäre erzählt Zwei arabische Brüder im tristen Londoner Stadtteil Hackney. Für den sensiblen 14-jährigen Mo ist sein 19-jährige Bruder Rashid ein Idol: Er ist Mitglied einer Gang, dealt mit Drogen, unterstützt die Familie und wird auf der Straße respektiert. Rashid aber wünscht sich, dass Mo einen anderen Lebensweg einschlägt. Als eine rivalisierende Gang seinen besten Freund ersticht, stellt Rashid sein bisheriges Leben in Frage. Die Begegnung mit dem Fotografen Sayyid eröffnet ihm eine neue Welt und neue Möglichkeiten. Die Gang verfolgt diese Veränderung mit Misstrauen. Mo fühlt sich von Rashid verraten und gerät schnell auf die schiefe Bahn. Seine Welt bricht zusammen, als er entdeckt, dass sein vergötterter Bruder schwul ist. Um ihn und sich zu schützen, erzählt Mo, dass Rashid und Sayyid konspirativen Dschihad-Aktivitäten nachgehen. Als die Gang die Wahrheit herausfindet und Rashid erledigen will, muss sich Mo seinen eigenen Vorurteilen stellen, um das Leben seines Bruders zu retten … Großbritannien 2011 · Regie: Sally El Hosaini • Mit James Floyd, Saïd Taghmaoui, Nasser Memarzia, Fady Elsayed u.a. ab 16 J. · dF · 112'
Mo 10. Februar • 21:00 Uhr DIE LINSE
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Die besondere Matinee
Das große Heft Ein Zwillingspar in einer entmenschlichen Welt ohne Hoffnung und Moral – nach dem gleichnamigen Roman von Ágota Kristóf Es ist Krieg. Der Vater geht an die Front, die Mutter bringt die beiden dreizehnjährigen Zwillingsbrüder zu ihrer Großmutter aufs Land. Zwei Dinge schärft sie ihnen ein: Immer weiter zu lernen und um jeden Preis zu überleben. Niemals zuvor haben sie ihre Großmutter gesehen, die als Hexe verschrieen in einem kümmerlichen Gehöft an einem Waldstück nahe der streng bewachten Grenze lebt. Das Leben hier ist so rau wie der Ton der Großmutter. Die Kinder müssen hart arbeiten. Schläge und Ungerechtigkeit sind an der Tagesordnung. Ihre Erlebnisse halten sie in einem Schreibheft fest: Eingetragen wird nur, was sich in einem Aussagesatz festhalten lässt. Das, was wahr ist. Die Jungen beschließen, sich in immer neuen Übungen abzuhärten, um dieser Welt standzuhalten. Die Jungen entwickeln eine eigene Moral des
Überlebens, die sie auf ihre Weise wahr und falsch, Gut und Böse unterscheiden und danach handeln lässt. Einer letzten Prüfung wollen die Zwillinge entgehen: der Trennung. Deutschland/Ungarn/Österreich · Regie: János Szász · Drehbuch: János Szász, András Szekér · Kamera: Christian Berger Musik: Johan Johanson • Mit László Gyémánt, András Gyémánt, Piroska Molnár, Ulrich Thomsen, Ulrich Matthes u.a. ab 12 J. · 112'
So 9. Februar • 11:00 Uhr und So 16. Februar • 11:00 Uhr
Das Cinema zeigt zum Bundesstart
Meine Schwestern Lars Kraumes (Keine Lieder über Liebe) berührender Film über schwesterliche Liebe und das Abschiednehmen eines geliebten Menschen. Linda (Jördis Triebel) wurde mit einem schweren Herzfehler geboren. Als für die 30-Jährige eine komplizierte Herz-OP ansteht, ahnt sie, dass ihre Zeit zu Ende geht. Ihre Krankheit hat sie ebenso geprägt wie ihre beiden Schwestern, die ältere Katharina (Nina Kunzendorf) und die jüngere
Clara (Lisa Hagmeister). Während Katharina versucht, das Leben und ihre Gefühle zu kontrollieren, verdrängt Clara ihre Ängste. Linda hingegen, die durch den stets nahenden Tod zu einer starken, in sich ruhenden Frau geworden ist, bittet ihre beiden Schwestern, mit ihr ein paar Tage zu verbringen. Von Hamburg nach Tating, einem Ort ihrer Kindheit an der Nordsee, geht die Reise weiter nach Paris. Gemeinsam tauchen die drei in ihre Vergangenheit ein, verbringen gemeinsame Tage voll Vertrautheit, lachen, streiten und vertragen sich wieder, wie nur Schwestern es können. Sensibel und genau zeichnet Regisseur Lars Kraume diese Beziehung, scheut sich nicht vor ihren Macken und zeigt das geschwisterliche Miteinander absolut authentisch: Sie überschreiten manchmal die persönlichen Grenzen der anderen und dennoch gibt es ein bedingungsloses Vertrauen, Geborgenheit und Verzeihen zwischen ihnen – egal wie unterschiedlich die Charaktere sind. Selten wurde eine Geschwister-Beziehung so pointiert und treffend dargestellt. Februar Zweitausendvierzehn
»Mit einem überzeugenden Drehbuch und herausragenden Schauspielern hat Lars Kraume einen gleichwohl realistisch wirkenden wie emotional berührenden Film geschaffen, der lange im Gedächtnis haftet.« (programmkino.de) »Ich glaube, dass viele Leute einfach sich und ihre Geschwister in diesem Film wiederfinden. Wir habe alle irgendjemanden, der uns braucht, oder den wir gerne mal wieder für ein paar Tage sehen würden. Und wir wissen auch alle, dass die Uhr tickt. Der Film ist eine Projektionsfläche und dafür gehen die Menschen ja nun mal ins Kino.« (Regisseur Lars Kraume)
Deutschland 2013 · Regie: Lars Kraume · Drehbuch: Esther Bernstorff · Kamera: Jens Harant · Musik: Julian Maas, Christoph M. Kaiser • Mit Nina Kunzendorf, Jördis Triebel, Lisa Hagmeister, Béatrice Dalle, Angela Winkler, Ernst Stötzner, Jaecki Schwarz, Monika Hansen, Nele Mueller-Stöfen, Marc Hosemann · ab 0 J. · 88‘
Ab Do 6. Februar im Wochenprogramm Do 6. Februar: MEINE SCHWESTERN KINoTAg! Am Starttag darf jede(r) seine Schwester kostenfrei in MEINE SCHWESTERN einladen! (2 zum Preis von 1, sofern Plätze verfügbar sind) 23
Das Cinema zeigt
I Used to Be Darker Ein Film über das Loslassenkönnen: "I used to be darker, then I got lighter, then I got dark again …" (Bill Callahan) Anders als mit ihren Eltern vereinbart, verbringt Taryn den Sommer nicht in Wales, sondern in Ocean City, USA – der Liebe wegen. Als die zerbricht, flüchtet sie zu ihren Verwandten nach Baltimore. Sie hofft, hier Geborgenheit zu finden, doch ihrer Tante Kim befindet sich gerade selbst im emotionalen Umbruch. Ihre Ehe steht vor dem Aus. Ihrem Mann Bill, der seine Karriere als Musiker zugunsten der Familie für einen gut bezahlten Job an den Nagel gehängt hat, fällt es besonders schwer, die Trennung auch als Chance für einen Neuanfang zu begreifen. Obwohl sie die Scheidung ohne Streit über die Bühne bringen wollen, leidet ihre Tochter Abby besonders darunter. Sie alle müssen einen Neuanfang wagen und verbringen das Ende des Sommers in einer Mischung aus Abschied, Trauer und Vorfreude.
»Mit diesem sensibel beobachteten, klischeefreien und undramatisch in Szene gesetzte Porträt einer Familie im Umbruch zeigt Regisseur Matt Porterfield – zuletzt war er vor zwei Jahren im Berlinale-Forum mit Putty Hill zu Gast – dass er zu Recht als einer der interessantesten Filmemacher der US-Indie-Szene gilt.« (Stephanie Grimm, Zitty) 24
»I USED TO BE DARKER ist der erste Film (von Matt Porterfield, Anm. d. Red.), in dem jeder einzelne Einsatz von Musik unmittelbar aus einer auf der Leinwand sicht- und hörbaren Quelle stammt. Wenn man genau aufpasst, hört man sogar einen Song von Bill Callahan: „Jim Cain” von seinem Album „Sometimes I Wish We Were An Eagle”. Dieses Album half Amy und mir durch schwere Zeiten. […] Im Kern geht es in diesem Film um Beziehungen: um Menschen, die sich umeinander kümmern und einander gehen lassen, die nach Liebe und Nähe suchen – entweder da, wo sie sie schon früher gefunden haben oder dort, wo sie sie künftig finden werden. Es geht um das Thema Familie: um das, was uns von uns selbst forttreibt, was uns zurückweichen lässt, und darum, wie wir uns auf neue Formen der Verbindlichkeit einlassen, wie wir unseren eigenen Raum in der Welt gestalten. I USED TO BE DARKER ist ein Film über Heimat; er basiert auf dem Glauben, dass man auch wieder nach Hause zurückkehren kann, dass man aber damit zugleich immer etwas Neues schafft.« (Regisseur Matt Porterfield) USA 2013 · Regie: Matt Porterfield · Drehbuch: Amy Belk, Matt Porterfield · Kamera: Jeremy Saulnier · Musik: Linda Cohen • Mit Deragh Campbell, Hannah Gross, Ned Oldham, Kim Taylor, Nick Petr u.a. · engl.OmU · 90'
Ab Do 6. Februar im Wochenprogramm Februar Zweitausendvierzehn
Das Cinema zeigt
The Human Scale Dokumentation über die weltweit voranschreitende Verstädterung und den Versuch, diese mit Architektur positiv zu gestalten Die filmische Dokumentation würdigt das Lebenswerk des dänischen Architekten Jan Gehl. Er gilt als Pionier einer Großstadtentwicklung, die sich an den Menschen und ihren Bedürfnissen orientiert. Jan Gehl und seine Kollegen haben es sich zur Aufgabe gemacht, neues Leben in die Innenstädte zu bringen, sie wieder lebenswert zu machen. Ihre Städteplanung zielt auf die Optimierung der Beziehung zwischen gebauter Umwelt und der Lebensqualität ihrer Bewohner. Sie wollen die Großstädte von der Überflutung durch Autos bewahren, Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer schaffen, öffentliche Plätze „zurückerobern”. Prominente Beispiele dafür sind die Fußgänger»Die tendenziell basisdemokratische Richtung Gehls, der sich am empirisch erhobenen Verhalten der Menschen orientiert und diese in die Planungen miteinbezieht, passt vielen nicht in den Kram. Doch worin, so fragt der Film am Beispiel von Dhaka in Pakistan, läge eine akzeptable Alternative, wenn am Ende des 21. Jahrhunderts 80 Prozent der dann 10 Milliarden Menschen in Gigastädten wohnen? Solche globale Fragen verleihen dem Film im Kontext „futuristischer“ Flugaufnahmen über die Skylines der Städte eine bedrängende Perspektive, die in den konzentrierten Interviews mit Gehl und seinen Gefolgsleuten jedoch spürbar geerdet wird. Sehr informativ und anregend.« (Josef Lederle, film-dienst) zone und die Fahrradwege in Kopenhagen, die Wiederbelebung der Innenstadt von Melbourne, die Fußgängerbereiche mit Sitzgelegenheiten auf dem Times Square in New York, der Wiederaufbau nach einem Erdbeben der Innenstadt von Christchurch, Neuseeland, in enger Zusammenarbeit mit den Bewohnern, die Millionenstädte Chongqing in China und Dhaka in Bangladesch – der nachhaltige Ansatz Jan Gehls und der Architekten, die seinem Weg folgen, veränderten diese Innenstädte merklich zu Gunsten ihrer Bewohner. Februar Zweitausendvierzehn
Dänemark 2012 · Regie und Drehbuch: Andreas Dalsgaard Kamera: René Strandbygard, Heikki Färm, Adam Philp, Manuel Alberto Claro, Casper Høyberg · Musik: Kristian Eidnes Andersen · ab 0 J. · engl.OmU · 80'
Mo 10. Februar 19:00 Uhr: Vorpremiere mit Transition Münster und Umweltforum mit anschl. Diskussion. Bezüge zur Stadtentwicklung in Münster sind erwünscht. Die Diskussion wird geleitet von Prof. Dr. SchultzGranberg, Städtebau Fachhochschule Münster. Architekten und Stadtplaner aus Münster sind anwesend. Ab Do 13. Februar im Wochenprogramm 25
Im Fokus: Lars von TrIers „TrILogIe Der DepressIon“ Zum Start von NyMphoMANiAC (siehe rechts) zeigen wir noch einmal die beiden ersten Filme von Lars von Triers „Trilogie der Depression“: ANTICHRIST und MELANCHOLIA.
Trilogie der Depression (1)
Trilogie der Depression (2)
Antichrist
Melancholia
Lars von Triers zutiefst beunruhigender Trip in menschliche Abgründe und Ängste – mit Willem Dafoe und Charlotte Gainsbourg
»Ein Meilenstein der modernen Kinogeschichte« (FBW) – mit Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling u.a.
Ein trauerndes Paar zieht sich in ihre einsame Hütte, „Eden“, in den Wäldern zurück. Sie kämpft nach dem Tod des kleinen Sohnes mit Trauer und Schuldgefühlen, die in ihr eine Depression hervorrufen. Er ist Psychiater und will sie dort im Wald, vor dem sie sich so sehr fürchtet, therapieren. Doch er muss bald erkennen, dass sehr viel mehr hinter dem Verhalten seiner Frau steckt, und beide stürzen in der Abgeschiedenheit der Hütte in eine Spirale aus Sex und Gewalt.
Justine und Michael feiern ihre Hochzeit auf dem Landsitz von Justines Schwester Claire und Schwager John. Von Anfang an steht das Fest unter keinem guten Stern: Das Paar kommt sogar zu spät zur eigenen Feier. Der Abend endet im Desaster. Unterdessen wirft schon der riesige Planet Melancholia sein unheimliches Licht auf die Erde. Bald ist er der Welt bedrohlich nahe gekommen und hat das Verhältnis der Schwestern komplett umgekehrt: Die depressive Justine handelt plötzlich ganz klar und entschlossen, während die besonnene Claire zunehmend in Panik gerät.
»Einmal mehr entpuppt sich Lars von Trier als Kino-Hexer, der sein Publikum verzaubert und dabei in Rage versetzt. Sein Film will genau das, was alle Kunst am Ende will: Das Ausloten menschlicher Extreme und die Konfrontation mit ihnen. Viele hassen diesen Film und schätzen zugleich doch seine Qualität. Wenn Kunst das leistet, ist sie noch nicht verloren.« (Rüdiger Suchsland, Telepolis)
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»Ein apokalyptisches Meisterwerk voller Traurigkeit, poetischen Bildern und der absoluten Hinwendung zu tiefen Gefühlen. […] Die Magie der Bildkomposition und das unausweichliche Ende der Erzählung halten dem Betrachter die eigene Vergänglichkeit vor Augen und berühren zutiefst.« (FBW Prädikat besonders wertvoll)
Dänemark/Deutschland 2009 · Regie und Drehbuch: Lars von Trier · Kamera: Anthony Dod Mantle • Mit Charlotte Gainsbourg, Willem Dafoe · ab 18 J. · engl.OmU · 104'
Dänemark/Schweden/Frankreich/Deutschland 2011 · Regie und Drehbuch: Lars von Trier · Kamera: Manuel Alberto Claro Mit Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling, John Hurt u.a. · ab 12 J. · engl.OmU · 136'
So 9. Februar • 21:00 Uhr
So 16. Februar • 21:00 Uhr Februar Zweitausendvierzehn
Das Cinema zeigt zum Bundesstart Trilogie der Depression (3)
Nymphomaniac 1 Mit Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle und einer Reihe von internationalen Filmstars erzählt Lars von Trier die erotische Lebensreise einer Frau von Geburt bis zum Alter von 50 Jahren An einem kalten Winterabend findet der einsame Junggeselle Seligman (Stellan Skarsgård) die halb-bewusstlose und zusammengeschlagene Joe (Charlotte Gainsbourg) in einer kleinen Seitenstraße. Er nimmt sie mit in seine Wohnung, wo er ihre Wunden versorgt und ihr Fragen über ihr Leben stellt. Er hört ihr aufmerksam zu, während Joe über die nächsten acht Kapitel die lustvolle, verzweigte und facettenreiche Geschichte ihres Lebens erzählt. Neben Charlotte Gainsbourg und Stellan Skarsgård gehören zahlreiche weitere internationale Stars zum Ensemble des Films: Shia LaBeouf, Christian Slater, Jamie Bell, Uma Thurman, Willem Dafoe, Jean-Marc Barr, Udo Kier u.v.m..
»Wie soll man bloß durchsteigen zu NYMPHOMANIAC, bei so viel Hype, so vielen Gerüchten? Lars von Triers monströse Sexorgie! Das neueste Werk vom Großmeister der Manipulation! Der Film, in dem die Stars sich alle nackt ausziehen! Und: Hier kämpft ein dänischer Weltklassekünstler dafür, dass wir unsere Triebe ausleben dürfen! Hoffentlich zieht der Rummel, geschickt gestreut und genutzt von den FilmWerbern, viele Zuschauer an. Doch im Kino sollte man ihn gleich vergessen, denn NYMPHOMANIAC erschafft eine eigene Welt. Und verdient es, unter seinen eigenen Vorzeichen gesehen zu werden. [...] Joe erzählt Seligman ihr unersättliches Leben voller Zufallsbegegnungen und zügellosem Hedonismus, sie erzählt von Niederlagen und blutenden Geschlechtsteilen. Er revanchiert sich mit Einschüben enzyklopädischer Art, die sie mal nerven, mal faszinieren. Ihr Gesprächston bleibt elegant und distinguiert, egal, über welche drastischen und grausamen Dinge sie reden. Es geht um Profanes, aber hier wird ein ethischer Fall ausgebreitet, aus verschiedenen moralischen Perspektiven. Seligmans weitschweifige Exkurse verleihen NYMPHOMANIAC seine Tiefe. Die Bilder aber sind es, in denen sich die Geschichte konkret manifestiert. [...] NYMPHOMANIAC ist eine berauschende Erfahrung – sinnlich und als Zeugnis eines Lebens, das seine eigene Erfüllung sucht.« (Bo Green Jensen, Der Tagesspiegel) Dänemark/Deutschland/Frankreich/Schweden 2013 · Regie und Drehbuch: Lars von Trier · Kamera: Manuel Alberto Claro Mit Charlotte Gainsbourg, Stellan Skarsgård, Stacy Martin, Shia LaBeouf, Jamie Bell u.a. · engl.OmU + dF · 125'
Mi 19. Februar • 20:00 Uhr: Vorpremiere als engl.OmU Ab Do 20. Februar im Wochenprogramm Im Vorfeld zeigen wir die beiden ersten Filme von Lars von Triers „Trilogie der Depression“ – siehe links! Februar Zweitausendvierzehn
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«EIN MEISTERSTÜCK ÜBER UNSEREN UMGANG MIT DER VERGANGENHEIT» Z E I T- O N L I N E
L E
D A S
P A S S É
V E R G A N G E N E
E I N F I L M V O N O S C A R ®- P R E I S T R Ä G E R A S G H A R FA R H A D I
VERLEIHFÖRDERPREIS
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Februar Zweitausendvierzehn 30. FRANZÖSISCHE FILMTAGE 2013 AB 30. JANUAR 2014 IM KINO!
MFG FILMFÖRDERUNG & UNIFRANCE FILMS
TÜBINGEN | STUTTGART
Das Cinema zeigt
Una noche – Eine Nacht in Havanna Havanna heute. Lila, Elio und Raúl träumen von einem anderen Leben. Ein Film voller Energie über eine Insel, auf der man bleiben möchte und doch abhaut.
Nur neunzig Meilen trennen die karibische Insel Kuba von Florida. Wie viele Kubanerinnen und Kubaner wollen auch Lilas Zwillingsbruder Elio und sein Freund Raúl weg aus Havanna. Zwar lieben sie ihre Heimatstadt und all die Reize, die sie einzigartig machen. Aber sie haben genug davon, eingesperrt zu sein in ihrem vermeintlichen Paradies. Sie wählen den gefährlichen Weg übers Meer, den während Jahren ungezählte gewählt haben, die sich absetzen wollten. Aus ein paar Brettern und zwei Autoreifen wird ein Floss gebastelt, und damit wollen Elio und Raúl die Flucht wagen. Lila fährt mit. »Im Rausch der Bilder, den Lucy Malloy und ihre beiden Kameramänner entfalten, spielt die Geschichte nur eine untergeordnete Rolle. Sei es die Geschlechterverhältnisse, Repressionen durch die Polizei oder eben der ständige Gedanke an ein besseres Leben: Malloy evoziert die kubanische Gegenwart in impressionistischen Fragmenten, die sich gängigen Kuba-Klischees entziehen. Ein Kuba, wie man es nur selten gesehen hat.« (programmkino.de) Februar Zweitausendvierzehn
»Wenn westliche Regisseure auf Kuba Filme realisieren, besteht stets die Gefahr, dass sie dem morbiden Charme des vermeintlichen Paradieses erliegen und es in geschmäcklerischen Bildern verklären, wie dies Wim Wenders in Buena Vista Social Club tat. Lucy Mulloys Drama ist authentischer. Die Regisseurin hat über 2000 Jugendliche vorspielen lassen und ihre Hauptdarsteller auf der Strasse gefunden. Sie lässt uns unvermittelt eintauchen ins pulsierende Leben. Ihr Film ist zu Beginn jung, frech, laut – wie die Jugend, die sie porträtiert. Aber Mulloy fängt auch die Schattenseiten ein: Beamtenwillkür, Polizeirepression, Prostitution, Alkoholismus, illegaler Handel mit Medikamenten. […] UNA NOCHE erfasst den Zuschauer wie eine frische Brise. Die Dringlichkeit, mit der Mulloy vom beschwerlichen kubanischen Altag erzählt, erinnert an den italienischen Neorealismus.« (Christian Jungen, NZZ am Sonntag)
UNA NOCHE · Kuba/USA 2012 · Regie und Drehbuch: Lucy Mulloy · Kamera: Trevor Forrest, Shlomo Godder • Mit Dariel Arrechaga, Anailín de la Rúa de la Torre, Javier Núñez Florián, María Adelaida Méndez Bonet, Greisy del Valle u.a. ab 12 J. · span.OmU · 90'
Mi 5. Februar • 20:45 Uhr: Vorpremiere in Kooperation mit dem DeutschLateinamerikanischen Verein Upla e.V. Ab Do 20. Februar im Wochenprogramm 29
Das Cinema zeigt zum Bundesstart
Viva la libertà Eine brillante und umwerfend komische Polit-Satire, in der besonders Toni Servillo (Il Divo; La Grande Bellezza) in einer Doppelrolle glänzt. Enrico Oliveri (Toni Servillo), Chef der wichtigsten italienischen Oppositionspartei, steckt voll in der Krise. Zermürbt von miesen Umfragewerten und politischen Intrigen setzt er sich eines Nachts heimlich ab nach Paris, zu seiner ehemaligen Geliebten Danielle. Große Aufregung im Führungszirkel der Partei: keiner weiß, wo Oliveri geblieben ist. Da hat dessen engster Mitarbeiter Andrea Bottini eine geniale Idee: er ruft Enricos Zwillingsbruder Giovanni zu Hilfe, einen exzentrischen Philosophen, der die Stelle des Verschollenen übernehmen soll. Mit überraschenden Folgen. Giovanni findet Spaß an der Sache und mischt die italienische Politik gehörig auf. Und nicht nur das: selbst die deutsche Kanzlerin kann sich seinem skurrilen Charme nicht entziehen …
»Ich wollte mir etwas ausdenken, das es so noch nicht gab. Dabei reizte mich eine Figur, die in die Politik ein Klima der Veränderung brächte, frischen Wind sozusagen. Was die Idee des Rollentauschs betrifft, die kam dann sozusagen von selbst. Entscheidend für den Erfolg war allerdings die Doppelbesetzung mit Toni Servillo, einmal als Politiker Enrico Oliveri, einmal als dessen philosophischer Bruder. Ich hätte diesen Film niemals gedreht, wenn ich nicht einen Schauspieler gehabt hätte, der diese beiden Persönlichkeiten verkörpern konnte. Servillo war einfach perfekt für diese Aufgabe.« (Regisseur Roberto Andò) »Mit seinem überraschenden und mitreißenden Film auf der Grundlage seines eigenen Romans knüpft Roberto Andò an die große Tradition des politischen Kinos in Italien an, aber auf leichthändige und vergnügliche Weise. Da gibt es beißende Kritik à la Voltaire oder Swift, die Suche und Sehnsucht nach einem grundlegenden Wandel und ein Spiel auf mehreren Ebenen, wobei es nicht nur um Politik geht. Entscheidend zum Erfolg des Ganzen tragen die Schauspieler bei. […] Natürlich hängt Andò einer Utopie an, aber wo dürfte man mit mehr Recht träumen als im Kino?« (Paolo Mereghetti, Corriere della Sera) Italien 2013 · Regie und Drehbuch: Roberto Andò · Kamera: Maurizio Calvesi • Mit Toni Servillo, Valerio Mastandrea, Valeria Bruni-Tedeschi, Michela Cescon, Anna Bonaiuto u.a. · ital.OmU + dF · 94'
Ab Do 27. Februar im Wochenprogramm 30
Februar Zweitausendvierzehn
Das Cinema zeigt
Crashkurs Tragikomödie über den Mut zur Rebellion im Alter – leicht und gleichsam berührend Das Rentnerpaar Meyenburg dachte eigentlich, dass im Ruhestand alles einfacher werden wird. Sie hatten sich ein recht angenehmes Leben aufgebaut und wollten sich mit ihrem Ersparten die Zeit so angenehm wie möglich machen. Doch mit der Finanz- und Bankenkrise steht das Paar auf einmal ohne ihre Rücklagen da. Niemand scheint ihnen helfen zu können oder auch nur zu wollen. Eva (Monika Lennartz) will jedoch nicht einfach aufgeben und entscheidet sich, für ihre Sache zu kämpfen. Mit allen Mitteln leistet sie Widerstand gegen die Bank und fordert ihr Geld ein. Doch ab einem bestimmten Punkt scheint die Frau den Sinn für die Realität zu verlieren und auch ihre Tochter nimmt, aufgrund des immer aggressiveren Aktionismus der Mutter, Abstand von ihr. Als dann noch ihr Ehemann (Ulrich Voß) in Untersuchungshaft gerät, ist nichts mehr wie es einmal war.
»Es ist verwunderlich, dass ein einschneidendes Ereignis wie die Banken- und Wirtschaftskrise im deutschen Kino bisher kaum reflektiert wurde. Anika Wangard stellt sich nun mit ihrem Film CRASHKURS, der beim diesjährigen Filmfestival Max Ophüls-Preis im Wettbewerb uraufgeführt wurde, auf die Seite der Krisenverlierer. Die dffb-Absolventin, die für ihren Film in der Betroffenen- und Protestszene ausführlich recherchiert hat, will zeigen, „welche Auswirkungen die globale Erschütterung im kleinsten Kosmos einer Familie hat“. Dabei hängt sie ihren Film mit einem gelassenen Erzählton als Tragikomödie auf, die Position bezieht, aber nie zum politischen Pamphlet mutiert.« (Martin Schwickert, Zeit-Online) Februar Zweitausendvierzehn
»CRASHKURS erzählt von den Auswirkungen der Bankenkrise auf die „einfachen“ Leute. Da sie dabei ebenso realistisch wie humorvoll bleibt, ist der Film nicht das Sprachrohr des „kleinen Mannes“ gegen ein ungerechtes System, sondern zeigt, wie Menschen, die jahrelang mehr oder weniger unpolitisch gelebt haben („Papa ist doch kein Linker!“), aufgrund des Verlustes der eigenen Sicherheit beginnen, ihren blinden Glauben in eine scheinbare Gerechtigkeit innerhalb der Gesellschaft zu hinterfragen. Selten war Widerstand so bürgerlich und dabei so sympathisch.« (Cornelius Hähnel, Schnitt.de)
Deutschland 2012 · Regie u. Drehbuch: Anika Wangard Kamera: Cornelius Plache · Musik: Warner Poland, Wolfgang Glum • Mit Monika Lennartz, Ulrich Voß, Winnie Böwe, Evelyn Meyka, Armando Dotto, Claudia Eisinger, Rainer Reiners · 80'
Ab Do 27. Februar im Wochenprogramm Im Rahmen von Kino Kaffeeklatsch (siehe S. 19) am Do 27. Januar • 14:30 Uhr 31
Mi 19.2. um 20:00 Uhr: OmU-Vorpremiere 路 ab Do 20.2. neu im Cinema