Die Linse: April 2016

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Das Monatsprogramm für April 2016 im Cinema Münster

Kino in der Erphokirche Drehbuch Geschichte Wiglaf Droste: Text, Gesang und RIO BRAVO Queer Monday mit KCM + LiVas Kurzfilmsalon im neben*an Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Prof. Reinhold Zwick (Uni Münster) Migration im Film Kino Kaffeeklatsch Arthouse Sneak Kino für Kinder neben*an

FREEHELD ab 7. April im Cinema DIE LINSE: unterstützt von der

DIE LINSE e. V. Cinema & Kurbelkiste Münster www.cinema-muenster.de

Das Cinema:

Mitglied bei


Kino in der Erphokirche: Im Rahmen der Ausstellung „Von wegen Paradies“

Aki Kaurismäkis LE HAVRE Ein traumhaft schönes Sozialmärchen vom finnischen Pessimisten Aki Kaurismäki mit dem „happiest Ending in filmhistory“ – und das in der Erphokirche! Marcel Marx (André Wilms), einst Autor und wohlbekannter Bohemian, hat sich vor längerer Zeit in sein frei gewähltes Exil zurückgezogen, die Hafenstadt Le Havre. Hier geht er inzwischen der nicht sonderlich einträglichen Tätigkeit eines Schuhputzers nach. Der Traum vom literarischen Durchbruch ist längst begraben und trotzdem führt er ein zufriedenes Leben mit seiner Frau Arletty (Kati Outinen). Doch plötzlich erkrankt Arletty schwer, gleichzeitig kreuzt das Schicksal seinen Weg in Gestalt des minderjährigen Flüchtlings Idrissa (Blondin Miguel) aus Afrika. Und so ist Marcel gezwungen sich erneut gegen die menschliche Gleichgültigkeit zu erheben.

Seine einzigen Waffen sind sein unerschütterlicher Optimismus und die ungebrochene Solidarität der Mitbewohner seines Quartiers. Mit ihrer Hilfe tritt er gegen den blindwütigen Machtapparat des Staates an, der die Schlinge um den Flüchtlingsjungen immer enger zieht. Es wird Zeit für Marcel, seine Schuhe zu polieren und die Zähne zu zeigen … In LE HAVRE, den er nach längerer Abstinenz zum ersten Mal wieder außerhalb von Finnland drehte, wirkt Aki Kaurismäki erneut so kämpferisch wie in Der Mann ohne Vergangenheit, gleichzeitig aber auch so poetisch wie in seinem ebenfalls in Frankreich realisierten Film Das Leben der Bohéme.

Finnland/Frankreich/Deutschland 2011 · R & Db: Aki Kaurismäki · K: Timo Salminen Mit André Wilms, Kati Outinen, Jean-Pierre Darroussin, Blondin Miguel, Elina Salo, Evelyne Didi, Quoc Dung Nguyen, Laika, Jean-Pierre Léaud, François Monnié u.a. · ab 0 J. · 93'

Fr 1. April • 20:00 Uhr in der Erphokirche, Ostmarkstraße 20 2

DIE LINSE

April Zweitausendsechzehn


Filmschaffende im April

Guten Tag!

DIE KOMMUNE

IM CINEMA ZU GAST:

Wie ein roter Faden zieht sich das Thema Migration durch unser April-Programm. So zeigt die diesjährige Ausgabe von Drehbuch Geschichte, dass Ein- und Auswanderbewegungen ein beständiger Teil der deutschen Geschichte sind. Die Reihe spannt den Bogen von glückssuchenden Deutschen im Amerika des ausgehenden 19. Jahrhundert (GOLD) bis zum Schicksal einer 13-jährigen Schülerin, die im Berlin von heute ohne Papiere und mit ständiger Angst vor Abschiebung nach Kolumbien leben muss (WEIL ICH SCHÖNER BIN). Im Wochenprogramm bieten zwei Dokumentarfilme einen aktuellen Blick auf die Situation von Geflüchteten und ihren Helferinnen und Helfern in Deutschland – zwischen Ostfriesland (GESTRANDET) und bayerischem Alpenidyll (CAFÉ WALDLUFT). IRAQI ODYSSEE erzählt die Geschichte einer irakischen Familie, die über die ganze Welt verstreut leben muss. Und dann kommen auch unsere ersten Festival-Lieblinge des Jahres auf die Cinema-Leinwand. Thomas Vinterbergs DIE KOMMUNE erzählt vom Scheitern der Utopie einer Kommune der 70er Jahre. Für Trine Dyrholm gab es auf der Berlinale für ihre Rolle den Silbernen Bären als Beste Darstellerin. Auf dem Filmfestival Rotterdam haben meine Kollegen den Publikumspreis-Gewinner UNTER DEM SAND entdeckt, der eine weitgehend unbekannte Episode der dänischdeutschen Nachkriegsgeschichte erzählt und der mit eine der besten Bewertungen schon unser Sneak-Publikum fesseln konnte. Auch Nicolette Krebitz‘ radikaler, sinnlicher Filmtrip WILD konnte in Rotterdam überzeugen. Ich freue mich sehr, dass die Regisseurin samt Hauptdarstellerin Lilith Stangenberg ihren Film persönlich bei uns vorstellen wird. Anregende Stunden im Cinema wünscht,

Sa 2. 4. • 18:00 > s. S. 17 Regisseurin Brigitte Maria Maye zu JESUS CRIES

Sa 16. 4. • 21:00 > s. S. 25 Hauptdarstellerin Lilith Stangenberg und Regisseurin Nicolette Krebitz zu WILD

IMPRESSUM: Herausgeber: „Verein zur Förderung kommunaler Filmarbeit e.V. – Die Linse“ in Zusammenarbeit mit dem Programmkino Cinema Warendorfer Straße 47 · 48145 Münster www.cinema-muenster.de Kinokasse (0251) 30.30.0 Büro (0251) 30.30.7 Email: info@dielinse.de Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Köln IBAN: DE33 37020500 0008384800 BIC: BFSW DE33 XXX Steuer-Nr. DE234299793 Der Verein ist Mitglied im „Bundesverband kommunale Filmarbeit“ Redaktion: Thomas Behm (v.i.S.d.P.), Fabian Hagemeier, David Kluge, Holger Lüsch, Jens Schneiderheinze

Holger Lüsch

Layout / Konzept: David Kluge Druck: Bitter & Loose, Greven

Das nächste LINSE-Heft erscheint am Freitag, den 22. April. April Zweitausendsechzehn

Wer Fehler findet, kann sie behalten.

+ DIE LINSE

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EIN FILM VON

MARTIN ZANDVLIET

N O R D I S K F I L M P R O D U C T I O N & A M U S E M E N T PA R K F I L M P R Ä S E N T I E R E N

EIN WUNDERBARER FILM ”VOLLER MENSCHLICHKEIT“ – NEW YORK OBSERVER

ROLAND MØLLER

4

MIKKEL BOE FØLSGAARD

LOUIS HOFMANN

AB 7. APRIL IM KINO April Zweitausendsechzehn

JOEL BASMAN


THEMA

FILME ALPHABETISCH

LA

Alle sind Anders!

17

Shorts Attack: Verrückte Welt

10

ANGST ESSEN SEELE AUF

6

BELLE SAISON – EINE SOMMERLIEBE

9

CAFÉ WALDLUFT [teilw. mehrspr.OmU]

19

EPHRAIM UND DAS LAMM

16

FREEHELD – JEDE LIEBE IST GLEICH [engl.OmU + dF]

23

GESTRANDET [teilw. mehrspr.OmU]

19

GOLD [teilw. engl.OmU]

6

IRAQI ODYSSEY [arab./engl./dt. OF mit dt. und arab. UT]

18

IXCANUL – TRÄUME AM FUSSE DES VULKANS [maya/span.OmU]

27

JESS & JAMES [span.OmU]

9

JESUS CRIES

17

DER KLEINE RABE SOCKE

16

DIE KOMMUNE [dän.OmU + dF]

26

LANDSTÜCK

11

LE HAVRE

2

DAS MÄDCHEN WADJDA

16

OMA UND BELLA

11

PIPPI AUSSER RAND UND BAND

16

PROJEKT A – EINE REISE ZU ANARCHISTISCHEN PROJEKTEN IN EUROPA [teilw. mehrspr.OmU]

21

RIO BRAVO

8

SHIRINS HOCHZEIT

7

SON OF SAUL [mehrspr.OmU]

20

UNTER DEM SAND – Das Versprechen der Freiheit [teilw.dän.OmU] 22 WILD

25

DER ZAUBERER VON OZ

16

SPRACHFASSUNGEN Arabisch Dänisch

Englisch

Maya Mehrsprachig

Spanisch

IRAQI ODYSSEY UNDER SANDET (Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit) KOLLEKTIVET (Die Kommune) GOLD IRAQI ODYSSEY UNDER SANDET (Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit) FREEHELD – JEDE LIEBE IST GLEICH IXCANUL – TRÄUME AM FUSSE DES VULKANS CAFÉ WALDLUFT GESTRANDET SON OF SAUL PROJEKT A – EINE REISE ZU ANARCHISTISCHEN PROJEKTEN IN EUROPA JESS & JAMES IXCANUL – TRÄUME AM FUSSE DES VULKANS

18 22 26 6 18 22 23 27 19 19 20 21 9 27

April Zweitausendsechzehn

2. Weltkrieg 70er Jahre

UNTER DEM SAND – DAS VERSPRECHEN DER FREIHEIT LA BELLE SAISON – EINE SOMMERLIEBE IRAQI ODYSSEY DIE KOMMUNE Älter werden OMA UND BELLA Anarchie PROJEKT A – EINE REISE ZU ANARCHISTISCHEN PROJEKTEN IN EUROPA Bayern CAFÉ WALDLUFT Diskriminierung SHIRINS HOCHZEIT FREEHELD – JEDE LIEBE IST GLEICH Drehbuch Geschichte GOLD ANGST ESSEN SEELE AUF SHIRINS HOCHZEIT Familie ALLE SIND ANDERS! Flüchtlinge LE HAVRE CAFÉ WALDLUFT GESTRANDET Freiheit LA BELLE SAISON – EINE SOMMERLIEBE PROJEKT A – EINE REISE ZU ANARCHISTISCHEN PROJEKTEN IN EUROPA WILD Fremdenfeindlichkeit ANGST ESSEN SEELE AUF Geschlechterrollen WILD IXCANUL – TRÄUME AM FUSSE DES VULKANS gleiche Rechte FREEHELD – JEDE LIEBE IST GLEICH Goldgräber GOLD Handy-Leidenschaft Shorts Attack: Verrückte Welt Holocaust SON OF SAUL Indigene Kultur IXCANUL – TRÄUME AM FUSSE DES VULKANS Irak IRAQI ODYSSEY Jüdinnen OMA UND BELLA Kaffee IXCANUL – TRÄUME AM FUSSE DES VULKANS Katholizismus JESUS CRIES Kindheit UNTER DEM SAND – DAS VERSPRECHEN DER FREIHEIT Kirche LE HAVRE JESUS CRIES Kommune DIE KOMMUNE Krieg UNTER DEM SAND – DAS VERSPRECHEN DER FREIHEIT KZ SON OF SAUL Migration LE HAVRE GOLD ANGST ESSEN SEELE AUF SHIRINS HOCHZEIT IRAQI ODYSSEY CAFÉ WALDLUFT GESTRANDET Ostfriesland GESTRANDET Pandas Shorts Attack: Verrückte Welt Queer JESS & JAMES LA BELLE SAISON – EINE SOMMERLIEBE ALLE SIND ANDERS! FREEHELD – JEDE LIEBE IST GLEICH Roadmovie JESS & JAMES Thomas Mann Shorts Attack: Verrückte Welt Uckermark LANDSTÜCK Unterschiede ALLE SIND ANDERS! Western RIO BRAVO

+ DIE LINSE

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GOLD Thomas Arslans Western erzählt mit Nina Hoss in der Hauptrolle die Geschichte deutscher Auswanderer in Kanada gegen Ende des 19. Jahrhunderts

An Tagesaktualität mangelt es dem Thema Migration nicht, und die deutsche Gesellschaft wird sich durch die derzeitige Zuwanderung in den kommenden Jahren zweifelsohne verändern. Doch sind derartige Entwicklungen sozialgeschichtlich alles andere als neu. Ein Blick in unsere Vergangenheit zeigt, dass Ein- und Auswanderbewegungen ein beständiger Teil der deutschen Geschichte sind. Die diesjährige Reihe Drehbuch Geschichte präsentiert sechs Filmforen, die sich mit Migration auseinandersetzen. Die ausgewählten Filme decken den Zeitraum vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute ab. Gemeinsam ist fast allen Filmen, dass sowohl die deutsche Emigration ins Ausland als auch die Immigration nach Deutschland für die jeweiligen Protagonisten/innen stets einen bitteren Beigeschmack hat. Die deutsche Übersetzung des in den 1960er Jahren entstandenen türkischen Liedtitels „Almanya acı vatan“ („Deutschland bitteres Vaterland“) ist daher namengebend für diese Reihe. Es zählt zu den bekanntesten einer ganzen Serie von melancholischen Liedern aus der Türkei, die entweder die eigene Migration nach Deutschland oder die eines geliebten Menschen besingen. Alle Filme werden durch Fachleute eingeführt und in ihren historischen Kontext eingeordnet. Im Anschluss der Filmvorführungen ist Raum für Diskussionen gegeben. In Kooperation mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen, Geschichtsort Villa ten Hompel, Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge und Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.

Nordamerika, 1898. Die aus Deutschland stammende Emily Meyer (Nina Hoss) schließt sich einer Gruppe deutscher Einwanderer/innen an und begibt sich mit dieser auf einen 2.500 km langen Track. Ihr Ziel: die Goldfelder beim Klondike River. Anders als von ihrem Führer versprochen, stellt sich der Weg durch die endlosen Weiten Kanadas als strapaziös und sehr gefährlich heraus.

Thomas Arslan erzählt mit GOLD im unverkennbaren nüchternen Stil der „Berliner Schule“ eine deutsche Migrationsgeschichte in Amerika, die sich trotz der offensichtlichen Anspielungen nicht in das enge Korsett des Westerngenres drücken lässt und somit etwas Neues, ganz Besonderes ist. Deutschland 2013 · R: Thomas Arslan · Db: Thomas Arslan, Frédéric Moriette · K: Patrick Orth • Mit Nina Hoss, Marko Mandic, Peter Kurth, Uwe Bohm, Lars Rudolph u.a. · ab 12 J. · 100'

Mi 6. April • 19:00 Uhr Einführung: Gisbert Strotdrees, Historiker/Buchautor 6

DIE LINSE

April Zweitausendsechzehn


SHIRINS HOCHZEIT Helma Sanders-Brahms’ 1975 fürs Fernsehen produzierte kontroverse Drama war einer der ersten aus türkischer Sicht erzählten deutschen Spielfilme.

ANGST ESSEN SEELE AUF Der Titel von Rainer Werner Fassbinders Klassiker aus dem Jahr 1973 ist inzwischen zum geflügelten Wort geworden Die einsame Witwe Emmi (Brigitte Mira) lernt den 20 Jahre jüngeren„Gastarbeiter“ Ali (El Hedi ben Salem) kennen. Nach einer gemeinsam verbrachten Nacht zieht Ali bei Emmi ein, kurze Zeit später heiraten sie. Aber Emmis Familie und Umfeld akzeptieren die Beziehung nicht. Was für Ali in Deutschland alltäglich ist, erlebt nun auch Emmi: Unverständnis, Ausgrenzung und Hass seitens einer von Ressentiments geprägten fremdenfeindlichen Gesellschaft.

Als das türkische Bauernmädchen Shirin (Ayren Erten) mit dem Landverwalter ihres Vaters verheiratet werden soll, flieht sie nach Deutschland, um ihren Verlobten Mahmud (Arans Ören) zu finden, der dort als „Gastarbeiter“ lebt. Ohne Aufenthaltsgenehmigung und Geld wird sie zum Opfer eines Zuhälters (Jürgen Prochnow). Als sie in den Wohnheimen der Gastarbeiter anschaffen geht, begegnet sie Mahmud … Helma Sanders-Brahms verdeutlicht in drastischen Bildern, was es in den 1970ern bedeutete, als „Gastarbeiterin“ gleich mehreren diskriminierten Gruppen anzugehören. Nach der Ausstrahlung von SHIRINS HOCHZEIT mussten Hauptdarstellerin und Regisseurin unter Polizeischutz gestellt werden. Deutschland 1976 · R & Db: Helma Sanders-Brahms · K: Thomas Mauch • Mit Ayten Erten, Jürgen Prochnow, Aras Ören, Peter Franke, Hildegard Wensch u.a. · ab 16 J. · 120'

Mi 27. April • 19:00 Uhr Einführung: Hatice Degirmencioglu, Zeitzeugin

Rainer Werner Fassbinders Melodram über „eine unmögliche Liebe“ zählt zu den Klassikern des neueren deutschen Films und hat an Aktualität nicht verloren. Der Film provoziert auch heute noch sein Publikum, die eigenen Moralvorstellungen zu hinterfragen. »So ausbalanciert symmetrisch, so lehrhaft zielgerichtet hat Fassbinder noch keinen seiner Spielfilme gebaut.« (Süddeutsche Zeitung) Deutschland 1974 · R & Db: Rainer Werner Fassbinder · K: Jürgen Jürges • Mit Brigitte Mira, El Hedi Ben Salem, Barbara Valentin, Marquard Bohm, Irm Hermann u.a. · ab 12 J. · 93'

Mo 18. April • 19:00 Uhr Einführung: Horst Wiechers & Mark Lorei, Historiker April Zweitausendsechzehn

Weitere Termine: KALTE HEIMAT – Flüchtlinge und Vertriebene des Zweiten Weltkriegs in zwei Filmquellen (> siehe Flyer zur Reihe) Mi 13. April • 19:00 Uhr in der Villa ten Hompel WEIL ICH SCHÖNER BIN (> siehe DIE LINSE Mai) Mo 2. Mai • 19:00 Uhr DIE LINSE

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Die Linse zeigt sich gastlich

WIGLAF DROSTE: WASABI, SPECK UND BLAUE BOHNEN Text, Gesang und RIO BRAVO – als leidenschaftlicher Kino-Gänger präsentiert Wiglaf Droste exklusiv in Münster nicht nur eigene Texte, sondern auch einen seiner Lieblingsfilme: RIO BRAVO!

WIGLAF DROSTE

RIO BRAVO

Wiglaf Droste ist Dichter, Gelegenheitssänger und Vorleser. 1961 in Herford geboren, lebt er ebenda, in Leipzig und unterwegs. In seiner Jugend war er Redakteur, Autor und Kolumnist der taz und der Titanic, nahm mit Bela B. das populäre Lied „Grönemeyer kann nicht tanzen“ auf und veröffentlichte 1989 sein erstes Buch „Kommunikaze“. Es folgten diverse Bücher, darunter „Mein Kampf, dein Kampf“ und „Begrabt mein Hirn an der Biegung des Flusses“, teilweise gemeinsam mit dem Zeichner Rattelschneck verfasst. Mittlerweile erscheinen seine Texte regelmäßig im guten Radio, seit Dezember 2010 als tägliche Kolumne in der Tageszeitung junge Welt, im Folio der NZZ sowie da und dort. 2003 wurde ihm der Ben-Witter-Preis verliehen, 2005 der Annette-vonDroste-Hülshoff-Preis. Sein jüngster Gedichtband „Wasabi dir nur getan?“ erschien 2015, „Nomade im Speck“, Reisegeschichten, mit Bildern von Nikolaus Heidelbach im Februar 2016. Als ausgewiesener Kenner von großen Bildern, emotionalen Gesangseinlagen und ewiger Schönheit und als leidenschaftlicher Kino-Gänger, präsentiert Droste exklusiv in Münster nicht nur eigene Texte, sondern auch einen seiner Lieblingsfilme: RIO BRAVO mit Dean Martin, Angie Dickinson, John Wayne und Ricky Nelson.

Howard Hawks’ Film von 1959 zählt zu den erfolgreichsten Western der Filmgeschichte. Die Cahiers du cinéma listen ihn auf Platz 12 der 100 besten Filme aller Zeiten. Das Lexikon des internationalen Films schreibt: »Sheriff John Chance gerät bei der Festnahme eines Mörders in Bedrängnis: Der Bruder des Täters, Boß einer Bande von Revolvermännern, belagert das Gefängnis. Nur durch die Mithilfe eines versoffenen Hilfssheriffs, eines kauzigen Alten und eines jungen Scharfschützen kann die Lage bereinigt werden. Herausragender Western von Howard Hawks, der die einfache, aber spannende Story mit professioneller Gelassenheit und ironischen Zwischentönen inszeniert. Die Figurenzeichnung ist brillant. Das Thema wurde vom selben Regisseur später in den Filmen El Dorado (1966) und Rio Lobo (1970) variiert.« Die Helden des Films – »Männer, die im Kräfteverhältnis und in der Ergänzung von Arbeit, Erotik und Gefahr ihre Bestätigung finden« (Georg Seeßlen) – verkörpern ein utopisches Modell von Gleichberechtigung, Solidarität und Kooperation. RIO BRAVO · USA 1959 · R: Howard Hawks · Db: Jules Furthman, Leigh Brackett K: Russell Harlan · Musik: Dimitri Tiomkin • Mit John Wayne, Dean Martin, Ricky Nelson, Angie Dickinson, Walter Brennan, Ward Bond, John Russell u.a. · ab 12 J. · 141'

Do 14. April • 19:30 Uhr: Text und Gesang • 21:00 Uhr: RIO BRAVO gucken! Eintrittspreise im Vorverkauf: Kombikarte Lesung + Film 15 Euro, nur Lesung 12 Euro, nur Film 5,50 Euro Eintrittspreise an Abendkasse (nach Verfügbarkeit): Kombikarte Lesung + Film 17 Euro, nur Lesung 15 Euro, nur Film 7 Euro 8

DIE LINSE

April Zweitausendsechzehn


Queer Monday – mit KCM

JESS & JAMES Surreal-verträumtes Road-Movie über den Mut, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen Sommer in Argentinien. Zwei Jungs verabreden sich zu einem Sexdate. James ist sofort verknallt Jess, der sich nimmt, was er will. Doch der hat eigentlich eine Freundin und sucht nur die schnelle Nummer. Als James ihn aber fragt, ob er Lust auf einen spontanen Road-Trip hat, willigt Jess sofort ein. Ohne festes Ziel fahren die beiden mit dem Citroën von James' Mutter los. Je weiter sie sich von Zuhause entfernen, desto größer wird ihr Freiheitsgefühl. Auf dem Weg gabeln sie den niedlichen Kellner Tomás auf, tanzen zu dritt Tango am Strand, haben Sex in den Dünen und übernachten in einem Geisterhaus. Doch wie wichtig James für Jess ist, wird dem erst klar, als er eine SMS von Zuhause bekommt. Was passiert, wenn ihr Trip irgendwann zu Ende ist?

Queer Monday – mit LiVas

LA BELLE SAISON – EINE SOMMERLIEBE Die Liebesgeschichte zweier gegensätzlicher Frauen zwischen Leidenschaft und gesellschaftlicher Erwartungshaltung in den 70er Jahren

Regisseur Santiago Giralt lässt seine Figuren auf der Reise über das südamerikanische Land in eine Abfolge absurder Situationen und sexueller Begegnungen schliddern – und dabei erwachsen werden. Sein surreal-verträumtes Road-Movie erzählt vom Ausbruch aus alten Bindungen und dem Mut, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Im Frankreich der 1970er Jahre zieht die 23-jährige Delphine (Izïa Higelin) vom Bauernhof ihrer Eltern nach Paris, um Engstirnigkeit und ländlichen Moralvorstellungen zu entkommen. Dort lernt sie die extrovertierte Carole (Cécile de France) kennen, mit der sie sich gemeinsam in der Frauenrechtsbewegung engagiert und sich sogleich unsterblich in sie verliebt. Es dauert nicht lange, bis auch Carole, die noch nie mit einer Frau zusammen war, ihre Gefühle für Delphine entdeckt. Ihre stürmische Affäre wird jäh unterbrochen, als Delphines Vater schwer erkrankt und sie aufs Land zurückkehren muss … Feinfühlig, sinnlich und bewegend erzählt Regisseurin Catherine Corsini (Die Affäre) die Liebesgeschichte zweier gegensätzlicher Frauen zwischen Leidenschaft und gesellschaftlicher Erwartungshaltung. Cécile de France (Der Junge mit dem Fahrrad) als extrovertierte, freiheitsliebende Städterin und Izïa Higelin (Heute bin ich Samba) als Mädchen vom Land, das versucht den Konventionen zu trotzen, sind das pulsierende Herz des Films.

Argentinien 2015 · R & Db: Santiago Giralt · K: Connie Martín • Mit Martín Karich, Nicolás Romeo, Federico Fontán, Alejandro Paker, Nahuel Mutti u.a. span.OmU · 92'

Frankreich/Belgien 2015 · R : Catherine Corsini · Db: Catherine Corsini, Laurette Polmanss · K: Jeanne Lapoirie • Mit Cécile der France, Izïa Higelin, Noémie Lvovsky, Kévin Azaïs, Laetitia Dosch u.a. · 105'

Mo 11. April • 21:00 Uhr

Mo 25. April • 21:00 Uhr April Zweitausendsechzehn

DIE LINSE

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Kurzfilmsalon 2016 im neben*an

Shorts Attack: Verrückte Welt Das Kurzfilmprogramm startet mit einer quietschbunten Animation und folgt in Kurzspielfilmen und Animationen der Handy-Leidenschaft, politischen Parolen, einem Alien zwischen Frühzeit und Zukunft, technischen Innovationen für Helmträger, philosophischem Genuss, schrägen Grenzkonflikten, einem mit Koffer durch die Wüste rennenden Prinzen, einem Pandabären zwischen Urwald und Zivilisation, und dem Sexualverhalten in traditionsbewussten Killerfamilien. LIVE SMARTPHONE: Handy-Animation: Das Smartphone ist zum normalen Begleiter geworden und es ist Zeit, das mal eben zusammenzufassen. China 2015 · Regie: Cheng Lin Xie · Animation ohne Dialoge · 3'

NIE SOLO SEIN: Zeit-Krimi: Max findet sich eines Morgens in einer Welt wieder, in der die Zeit in die entgegengesetzte Richtung läuft. Voll irritierend! England/Deutschland/Schweiz 2003 · Regie: Jan Schomburg · 10'

BIG BANG – POOM: Der große Knall zwischen Comic und Pop Art: Das Leben ist bunt und energetisch, rasant und voller Verrücktheiten. Frankreich 2014 · Regie: Axel Courtière · Animation ohne Dialoge · 3'

BORDERLAND: Angler-Abenteuer: In einem Fluss zwischen Norwegen und der Sowjetunion will er einen großen Lachs fangen und landet glatt im Kalten Krieg. Norwegen 2015 · Regie: Aleksander Olai Korsnes · norw.OmeU · 15‘

MARIO AND THE MAGICIAN: Parolen-Groteske: Inspiriert von Thomas Manns Novelle erscheint hier ein Zauberer in der Stadt und beginnt, den Menschen die Augen zu öffnen. Tschechien 2014 · Regie: Michaela Pavlátová · Animation ohne Dialoge · 5'

SANGUINE CRAVING: Killer-Komödie: In der Familie ist es eine alte Tradition, voller Lust Frauen umzubringen. Seit Jahrhunderten wird der Spaß dem Nachwuchs vermittelt. Spanien 2015 · Regie: Gerard Tusquelles · span.OmeU · 13'

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DIE LINSE

BENDITO MACHINE V: Alien Action: Auf der Suche nach unberührter Natur gerät ein Außerirdischer zwischen die Fronten der Weltgeschichte und arg in Bedrängnis. Spanien 2014 · Regie: Jossie Malis · Animation ohne Dialoge · 12'

THE NIGERIAN: Wüsten-Epos: Prinz Moses Odiaka III der nigerianischen Königsfamilie läuft um sein Leben. Er braucht dringend Hilfe aus dem Ausland. Kanada 2015 · easy english · 4'

PANDY: Panda-Thriller: Pandabären gibt es schon sehr lange, sie lebten friedlich in den Wäldern. Bis sie von den Menschen gefunden werden. Seitdem ist alles turbulent. Slowakei 2013 · Regie: Matus Vizár · Animation ohne Dialoge · 12'

BUY OR DIE: Konsumenten-Trick: Visuelle Erlebnisse mit Helm sind toll. Und Helme, die vor Terroristen schützen können sind unschlagbares Verkaufsargument. Frankreich 2014 Regie: Ulric Leprovost · easy english · 3' • Gesamt 85'

Di 12. April • 20:30 Uhr mit Getränk April Zweitausendsechzehn


Mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

Die Linse zeigt

LANDSTÜCK Menschen und Natur. Vergangenheit und Gegenwart. Volker Koepp setzt Landschaftsbilder, Lebensläufe und den Alltag der Menschen in der Uckermark in Beziehung zueinander Im Nordosten Deutschlands wird seit Jahrhunderten Landwirtschaft betrieben. Die weitgeschwungenen Felder der Uckermark reichen bis zum Horizont. Als die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften der DDR abgewickelt wurden, konnten sich die Äcker erholen. Naturschutzgebiete sind entstanden und bäuerliche Familienbetriebe haben sich auf ökologischen Anbau umgestellt. Doch die globale Gier nach Land hat auch den Norden Brandenburgs erreicht. Der Staat verkauft das Land inzwischen an ortsfremde Großinvestoren. Monokulturen, Windräder, Tiermastbetriebe, und Biogasanlagen verändern das Landschaftsbild. Volker Koepps Film handelt vom Leben der Menschen in dieser dünnbesiedelten Gegend. Er besucht seine unmittelbaren Nachbarn, Dorfbewohner, Zugezogene, Landwirte und Umweltschützer. Sie erzählen von ihrem Alltag, ihren Sorgen und Visionen. Seit Fontane wissen wir, dass in jedem märkischen See auch die Erschütterungen der Welt zu erkennen sind. Deutschland 2016 · R: Volker Koepp · Db: Volker Koepp, Barbara Frankenstein K: Lotta Kilian · ab 0 J. · 122'

So 3. April • 10:45 Uhr + So 10. April • 12:45 Uhr

OMA UND BELLA Ein Porträt zweier jüdischer Frauen in Berlin, ihrer jahrzehntelangen Freundschaft, ihrer Geschichte als Holocaust-Überlebende und ihrer Liebe zu jiddischem Essen

Die besten Freundinnen Bella und Regina sind Jahrgang 1923 und 1927. Seit fünf Jahren wohnen sie in einer Charlottenburger Wohnung zusammen und kochen für ihr Leben gern. Reginas Enkelin, die Filmemacherin Alexa Karolinski, hat die lebensfrohen und energischen Damen mit der Kamera begleitet und ihnen vor allem beim Kochen zugesehen. Während sie ihre berühmte Hühnersuppe zubereiten, erzählen die beiden aus Vilnius und Katowice stammenden Frauen von ihrer Kindheit, ihrem Überleben der Ghettos und Lager, ihren Männern und dem Leben nach dem Krieg in Berlin. Der gebürtigen Berlinerin Alexa Karolinski gelingt mit OMA & BELLA, ihrem Langfilmdebüt, ein Porträt, das rührend, aber nicht kitschig, intim, aber niemals voyeuristisch ist.« (Leonie Langer, Der Tagesspiegel) OMA & BELLA · USA/Deutschland 2012 · R & Db: Alexa Karolinski · K: Alexa Karolinski, Günter Berghaus, Bella Lieberberg, Alexander Malecki · ab 0 J. · 77'

So 17. April • 17:00 Uhr Im Rahmen der 11. Jüdischen Kulturtage Münster 2016 – „Jüdisches Leben in Berlin“ April Zweitausendsechzehn

DIE LINSE

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Nutzungsgebühren Stand: 1.1.2016 · inkl. Mehrwertsteuer

Gesamt-Nutzungsdauer ... bis 3 Std. ab 3 Std.

Gruppentreffen (z.B. Stammtisch, Versammlung) … nicht öffentlich … öffentlich

25,00 € 20,00 €

mind. 40,00 € mind. 30,00 €

Öffentliche Veranstaltungen (z.B. Vortrag, Lesung) … ohne Eintritt … mit Eintritt

20,00 € 75,00 €

mind. 30,00 € mind. 125,00 €

Beispiele …

Nur Barzahlung. Keine Eigenbewirtung möglich. Der Verzehr mit Kalt- und Heißgetränken aus dem neben*an (nicht Garbo) wird auf den Mietpreis angerechnet. Privatveranstaltungen (z.B. Geburtstagsfeier)

120,00 €

mind. 200,00 €

Firmenveranstaltungen (z.B. Präsentation, Betriebsfeier)

180,00 €

mind. 300,00 €

Barzahlung oder Rechnung. Eigenbewirtung möglich. Der Verzehr mit Kalt- und Heißgetränken aus dem neben*an und Garbo (nur nach Absprache) werden auf den Mietpreis angerechnet. Speisen aus dem Garbo (nur nach Absprache) werden ebenfalls angerechnet. Sonstiges nach Absprache (Fixkosten) Musikanlage Mikrowelle Nutzung Kühlschrank Nutzung FlipChart, abwischbar FlipChart mit Papier (20 Blatt) Leinwand (inkl. kurzer Einweisung) Beamer und Leinwand (inkl. kurzer Einweisung) Sektglas ohne Sekt, inkl. Reinigung, je Glas Ständiges Getränkeangebot im neben*an Cola, Limo, Bier 0,33l Wasser 0,33l Kaffee, Tee, Kakao Getränke nach Absprache (Auswahl) O-Saft, 1l Cavalier Sekt brut, 0,75l Merlot, F 2014, VdP d‘Oc, öko, 1l 12

frei frei frei frei 10,00 € 10,00 € 30,00 € 0,30 €

2,40 € 2,00 € 1,50 €

6,90 € 14,90 € 14,80 €

… für Gruppen: 1. Ihr macht einen offenen Abend für 2 Stunden. Zu dem kommen 18 Leute. 10 trinken Cola oder Bier (10 x 2,40 €) und 2 Tee (2 x 1,50 €). Der Umsatz ist bei 27 Euro – es kommen keine Raumkosten auf Euch zu, da Ihr über die verlangten 20 Euro gekommen seid. 2. Ihr organisiert einen Vortrag (unter 3 Stunden) und nehmt 5 Euro Eintritt. Dazu braucht Ihr den Beamer. Zu dem Vortrag kommen 15 Leute, 5 trinken Wasser (5 x 2 €). Die Raumkosten sind bei 75 Euro plus 30 Euro Beamer und Leinwand = 105 Euro. Davon gehen 10 Euro für den Verzehr ab – Ihr müsst 95 Euro zahlen.

… für Privatpersonen: 1. Ihr ladet zum Geburtstag von 15:00 bis 18:00 Uhr ein – und braucht noch eine Stunde zum Auf- und Abbauen. Sekt und Knabbereien bringt Ihr selber mit. Wir berechnen Euch für die 5 Stunden 200 Euro. 2. Ihr wollt Eure eingetragene Lebenspartnerschaft feiern. Mit 20 Leuten habt Ihr den Raum von 18:00 bis 23:00 Uhr gebucht. Mit unserem Koch habt ihr ein Menü von 20 Euro pro Person ausgesucht. Dazu kommen noch die Getränke in Höhe von 180 Euro – zusammen 580 Euro. Es kommen keine weiteren Kosten auf Euch zu.

April Zweitausendsechzehn


Das neben*an – Ein Laden für alle Fälle bietet Platz für vieles: Vormittags ist hier Kinderwagen-Café, nachmittags Stadtteilbüro und abends ein Ort für die unterschiedlichsten Stammtische und Veranstaltungen. Da wir für den Raum keine Förderung bekommen, müssen sich Gruppen und Einzelpersonen an den Kosten beteiligen. Je nach Finanzkraft und Konzept kann das unterschiedlich geschehen: 1. durch Raummiete, 2. durch Getränkeumsatz (mit oder ohne Mindestumsatz).

Regelmäßig öffentliche Veranstaltungen: morgens 10:00 bis 14:00 Uhr (außer 23. und 24.4., am 10.4. erst ab 12:00) offenes Kinder(wagen)Café, Fr 8.4. und 22.4. mit Stillcafé für werdende und stillende Mütter mittwochs 14:00 bis 17:00 Uhr (DRK und Seniorenbüro) Offener Seniorentreff in Mauritz sonntags 14:00 (24.4.) offener Spielnachmittag

Weitere kommende Veranstaltungen: Sa 2.4. • 14:00: Die Linse zeigt Strickgruppe Wolljunkies Di 12.4. • 20:30: Die Linse zeigt Shorts Attack: Verrückte Welt Do 14.4. • 17:00 Sprechstunde Jörg Rostek Mo 25.4. • 19:30 Erzählbühne: Rainer Mensing | Herzblut Sybilla Pütz Sa 30.4. • 15:00 Vergangene Leben – Illusion oder Wirklichkeit? Eckankar Gemeinnützige Studiengruppen e.V.

Die Termine können sich ändern. Der komplette aktuelle Kalender und die Konditionen stehen unter www.nebenan-muenster.de Buchungen und Nachfragen dienstags und donnerstags 10:00 bis 13:00 Uhr unter Tel. 30307 oder info@nebenan-muenster.de · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · April · · · ·Zweitausendsechzehn · · · · · ÜBERSICHT ZUM HERAUSNEHMEN! · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·13·


Café und Kneipe im Cinema Warendorfer Str. 45 · Münster Mauritz-West · Tel. 0251.30300 www.cinema-muenster.de · info@cinema-muenster.de

Tel. 0251.30309 Mail: garbo@cinema-muenster.de

Gegründet 1968 an der Weseler Straße, seit 1981 am jetzigen Standort. Neben dem Abaton in Hamburg das älteste Programmkino der Republik. Drei Säle: Cinema 1 (158 Plätze), Cinema 2 (58 Plätze), Kurbelkiste (52 Plätze).

Ausgezeichnet: regelmäßig für das herausragende Jahresprogramm, Dokumentarfilmprogramm und Kinderfilmprogramm vom Staatsminister für Kultur und Medien und der Film- und Medienstiftung NRW. BARRIEREFREIHEIT: Das Cinema 1 ist nicht, Cinema 2 und Kurbelkiste bedingt rollstuhlgerecht. Am besten vorher einen Rollstuhlplatz reservieren. Die Toiletten sind nicht rollstuhlgerecht. HÖRBEHINDERTE: Alle Säle sind mit Induktionsschleifen für Hörgeräte und Infrarot-Tonübertragungsanlagen ausgestattet. Kopfhörer gibt es an der Kinokasse. LAGE: ca. 800 Meter = 10 Fußminuten vom Hauptbahnhof in Mauritz-West, auf der Warendorfer Straße – das ist die Straße Richtung Osten nach Handorf, Telgte, Warendorf ANFAHRT PER ÖPNV: Mit den Stadtbus-Linien 2, 10, N83. Die Haltestelle Zumsandestraße liegt fast direkt vor dem Haus. ANFAHRT PER AUTO: Parkplätze beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe • an der Friedensstraße (Zufahrt gegenüber Anna-Krückmann-Haus) • und an der Warendorfer Straße 21-25. Parkgebühr 1 € pro angefangener Stunde (max. 8 Euro/Tag). Gezahlt werden muss mit Geld- oder EC-Karte. Die Parkplätze sind rund um die Uhr geöffnet.

Adresse und Barrierefreiheit: wie Cinema Sehbehinderte: Die Speisen- und Getränkekarte liegt auch in Brailleschrift vor Tischreservierungen: wir können leider nur Reservierungen für max. 8 Personen annehmen Öffnungszeiten: Mo-Do 10:00 bis 0:00 Uhr, Fr+Sa 10:00 bis 0:30 Uhr, So 10:00 bis 22:30 Uhr Große Karte: Neu! Mo-Fr 12:00 bis 14:00 Uhr Mo-Do 17:45 bis 22:45 Uhr, Fr+Sa 17:45 bis 23:15 Uhr, So 13:00 bis 22:00 Uhr

ANFAHRT MIT DEM FAHRRAD: Die besten Parkmöglichkeiten gibt es an den Fahrradständern auf der gegenüberliegenden Straßenseite. ÖFFNUNGSZEITEN der Kinokasse: immer 15 Min. vor der 1. Vorstellung. Montag und Dienstag ab ~17:00 Uhr, Mittwoch bis Samstag ab ~15:00 Uhr, Sonntag ab 10:45 Uhr EINTRITTSPREIS: 8,00 €* · ERMÄSSIGT: 6,50 €* (Ermäßigung gilt für Studierende, Behinderte über 50%, Münster-Pass-Besitzende u.a.) 5ER KARTE (gilt nicht am Tag des Kaufes): 35,00 € (7,00 € je Karte) DONNERSTAG = PREMIERENTAG: 5,50 €* für alle Filme, die neu starten KINO FÜR KINDER: 4,50 € für alle. SONDERVERANSTALTUNGEN sind möglich. Anfragen unter 0251.30307 SCHULKINO Auf Wunsch zeigen wir Filme auch für Schulklassen zu individuellen Terminen vormittags. Ein regelmäßiger Newsletter informiert über aktuelle Schulkino-Angebote: Eintragen unter schulkino@cinema-muenster.de

SONDERÖFFNUNGSZEITEN von Cinema & Café Garbo: Fr 22.4. wegen Betriebsversammlung ab 15:00 Uhr geöffnet So 1.5. (Tag der Arbeit) wie jeden Sonntag ab 10:00 Uhr geöffnet

*Preise ggf. plus Überlängenzuschlag

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Das Cinema zeigt

WOCHENPROGRAMM ab Do 31.3.

APRIL 2016

Das Cinema zeigt SON OF SAUL [mehrspr.OmU] Das Cinema zeigt PROJEKT A – EINE REISE ZU ANARCHISTISCHEN PROJEKTEN IN EUROPA Kino für Kinder

PIPPI AUSSER RAND UND BAND

20

Alle Filme, die im Wocheneinsatz starten, kosten donnerstags nur 5,50 Euro! Das Cinema zeigt zum Bundesstart UNTER DEM SAND – DAS VERSPRECHEN DER FREIHEIT [teilw. dän.OmU] Das Cinema zeigt zum Bundesstart FREEHELD – JEDE LIEBE IST GLEICH [engl.OmU + dF]

ab Sa 9.4. ab Do 14.4

ab So 17.4.

Kino für Kinder

Fr 1.4. 20:00 Kino in der Erphokirche: Von wegen Paradies LE HAVRE

2

Sa 2.4. 18:00 Reinhold Zwick präsentiert JESUS CRIES

17

UNTER DEM SAND – DAS VERSPRECHEN DER FREIHEIT [teilw. dän.OmU]

Mo 4.4. 21:00 Queer Monday special / OmU-Vorpremiere FREEHELD – JEDE LIEBE IST GLEICH [engl.OmU] Mi 6.4. 19:00 Drehbuch Geschichte: „Deutschland bitteres Vaterland“ GOLD [teilw. engl.OmU] 22:45 Cinema Nachtschicht ARTHOUSE SNEAK – Pay After #72 So 10.4. 12:45 Die Linse zeigt LANDSTÜCK

22 Mo 11.4. 21:00 Queer Monday – mit KCM JESS & JAMES [span.OmU] 23 Di 12.4. 20:30 Kurzfilmsalon 2016 im neben*an Shorts Attack: Verrückte Welt

EPHRAIM UND DAS LAMM

16

Das Cinema zeigt zum Bundesstart WILD

25

Das Cinema zeigt / Migration im Film IRAQI ODYSSEY [arab./engl./dt. OF mit dt. und arab. UT]

18 Sa 16.4. 14:45

Kino für Kinder

DER ZAUBERER VON OZ

SONDERTERMINE

21 So 3.4. 10:45 Die Linse zeigt LANDSTÜCK 16 12:45 Vorpremiere

Premierentag! DONNERSTAG ab Do 7.4.

Cinema & Die Linse

Do 14.4.

16

DIE KOMMUNE

Die Linse zeigt sich gastlich 19:30 Wiglaf Droste: Wasabi, Speck und blaue Bohn 21:00 RIO BRAVO Kino für Kinder

ALLE SIND ANDERS!

21:00 In Anwesenheit von Regisseurin Nicolette Krebitz WILD So 17.4. 12:45 Vorpremiere: DIE KOMMUNE

11

22 23 6 18 11 9 10

8 8 17 25 26

17:00 Mit der Gesellschaft für Christl.-Jüd. Zusammenarbeit e.V. OMA UND BELLA 11 Mo 18.4.

Drehbuch Geschichte: „Deutschland bitteres Vaterland“ 19:00 ANGST ESSEN SEELE AUF

Mi 20.4. 22:45 Cinema Nachtschicht ARTHOUSE SNEAK– Pay After #73 ab Do 21.4.

ab Sa 23.4. ab Do 28.4.

Das Cinema zeigt zum Bundesstart DIE KOMMUNE [dän.OmU + dF]

26

Das Cinema zeigt / Migration im Film CAFÉ WALDLUFT [teilw. mehrspr.OmU]

19

Kino für Kinder

DER KLEINE RABE SOCKE Das Cinema zeigt zum Bundesstart IXCANUL – TRÄUME AM FUSSE DES VULKANS [maya/span.OmU] Das Cinema zeigt / Migration im Film GESTRANDET [teilw. mehrspr.OmU]

ab Sa 30.4.

Kino für Kinder

DAS MÄDCHEN WADJDA

Fr 22.4.

6 18

Endlich … DIE NEUE LINSE IST FERTIG

Mo 25.4. 21:00 Queer Monday – mit LiVas LA BELLE SAISON – EINE SOMMERLIEBE

Mi 27.4. 19:00 Drehbuch Geschichte: „Deutschland bitteres Vaterland“ 16 SHIRINS HOCHZEIT

9 7

Do 28.4. 14:30 Das Cinema zeigt mit dem Seniorenbüro Mauritz DIE KOMMUNE

26 27 Mo 2.5. 19:00 Drehbuch Geschichte: „Deutschland bitteres Vaterland“ WEIL ICH SCHÖNER BIN > Linse 5 19 Irrtümer sind nicht beabsichtigt, aber möglich.

ÄNDERUNGEN (BESONDERS BEI DEN ZEITEN) VORBEHALTEN!

16 Genaue Termine unter www.cinema-muenster.de und im KINOaktuell

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Scarlett, das offizielle Glücksschwein des Cinema, präsentiert:

KINO FÜR KINDER IM CINEMA IM APRIL

Eintritt beim „Kino für Kinder“ im Cinema: 4,50 Euro Geburtstagskinder und ein Elternteil bekommen freien Eintritt! Bei größeren Gruppen hat jede zehnte Person freien Eintritt! (nach Voranmeldung) Unser „Kino für Kinder“Kalender ist im Cinema und an guten Auslagestellen erhältlich!

PIPPI AUSSER RAND UND BAND

EPHRAIM UND DAS LAMM

Nach einem Streit mit ihrer Mutter reißen Annika und Tommy aus und schlagen sich mit ihrer Freundin Pippi Langstrumpf durch zahlreiche Abenteuer. Doch dann kommt ein Gewitter auf …

Als der 9-jährige Ephraim zu Verwandten ins Hochland Äthiopiens gebracht wird, nimmt er sein geliebtes Lamm Chuni mit. Ephraim liebt das Kochen. Doch von seinem Onkel erntet er für die „Frauenarbeit“ nur Spott und Zorn …

Schweden/D 1970 · R: Olle Hellbom frei und empf. ab 6 Jahren · 90'

Do 31. März · ca. 14:45 Fr 1. April · ca. 14:45 Sa 2. April · ca. 14:45 So 3. April · c.a 10:45 + 14:45 Mi 6. April · ca. 16:15

Äthiopien/Frankreich/Deutschland/Norwegen/ Katar 2015 · R: Yared Zeleke · frei ab 6, empf. ab ca. 10 Jahren · 94'

Sa 9. April • 14:45 So 10. April • 10:45 + 14:45 Mi 13. April • 16:15

DER ZAUBERER VON OZ

DER KLEINE RABE SOCKE

DAS MÄDCHEN WADJDA

Die 14-jährige Dorothy (Judy Garland) wird durch einen Tornado ins Land Oz versetzt. Mit den Freunden Blechmann, Vogelscheuche, dem furchtsamen Löwen und ihrem Hund Toto muss sie sich gegen die böse Hexe des Westens wehren.

Gesprochen mit der unverwechselbaren Stimme des Musikers Jan Delay, sorgt der Unsinn von Rabe Socke fast für den Bruch eines Staudamms, der nur mit vereinter Mühe der Freunde verhindert werden kann.

In Wadjdas Heimat Saudi-Arabien dürfen Frauen kein Auto fahren und Mädchen keine Fahrräder benutzen. Von solchen Gesetzen hält die selbstbewusste Wadjda allerdings nicht viel ...

USA 1939 · Regie: Victor Fleming · frei ab 0, empfohlen ab ca. 8 Jahren · 107'

So 17. April • 10:45 + 14:45 Mi 20. April • 16:15

Deutschland 2012 · R: Sandor Jesse & Ute von Münchow Pohl · frei ab 0, empf. ab ca. 5 Jahren · 78'

Sa 23. April • 14:45 So 24. April • 10:45 + 14:45 Mi 27. April • 16:15

Saudi-Arabien/D 2012 · Regie: Haifaa Al Mansour frei ab 6, empf. ab ca. 10 Jahren · 97'

Sa 30. April • 14:45 So 1. Mai • 10:45 + 14:45 Mi 4. Mai • 16:15 – NEU: im arabisch-sprachigen Original mit deutschen Untertiteln!

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Präsentiert vom queerfilm festival Bremen

ALLE SIND ANDERS! Ein Kurzfilmprogramm für Familien und Kinder ab 6 Alle Kinder sind anders: Es gibt große und kleine Kinder, dicke und dünne Kinder, Kinder mit langen Haaren und mit kurzen, Kinder mit lustigen Ohren oder anderer Hautfarbe. Manche Kinder sind gut in der Schule, andere können gut malen. Manche Kinder möchten gerne Astronaut werden, andere lieber Prinzessin. Manche Kinder lesen gerne, andere spielen lieber Fußball. Manche Kinder haben eine Mutter und einen Vater, andere haben zwei Mütter oder zwei Väter. Alle Kinder sind anders. Und das ist toll! Auch wenn es nicht immer einfach ist, anders zu sein. Das vom queerfilm festival Bremen zusammengestellte Kinder- und Familienprogramm setzt sich mit Formen des Anders-Seins auseinander und richtet sich insbesondere an Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren, aber auch große Kinder und Erwachsene sind willkommen. Alle Filme werden im Original gezeigt und (wo nötig) live übersetzt. Kleine Anmoderationen erleichtern den Einstieg.

ZEBRA · D 2013 · Regie: Julia Ocker · ohne Dialog · 3‘ HASENMÄDCHEN (BUNNY NEW GIRL) · Australien 2015 Regie: Nathalie v.d. Dungen · Englisch mit Live-Synchronisation · 6‘ FURZFREUNDE (SOMEONE WHO GETS YOU) · USA 2014 Regie: Tony Dusko · ohne Dialog · 1‘ PRINZESSIN (PRINCESSE) · Frankreich 2014 Regie: Marie-Sophie Chambon · Französisch mit Live-Synchronisation · 11‘ LOOKS · D 2014 · Regie: Susann Hoffmann · ohne Dialog · 3‘ ÄFFCHEN (MONITO) · Kolumbien 2015 Regie: Carolin Vásquez Triana · Spanisch mit Live-Synchronisation · 7‘ MAUS ZU VERKAUFEN (MOUSE FOR SALE) · Belgien 2010 Regie: Wouter Bongaerts · ohne Dialog · 4‘ BENDIK UND DAS MONSTER (BENDIK OG MONSTERET) · Norwegen 2014 Regie: Frank Mosvold · Norwegisch mit Live-Synchronisation · 10‘

Sa 16. April • 14:45 Uhr

Die Linse und Prof. Reinhold Zwick (Uni Münster) präsentieren

JESUS CRIES Eine zeitgenössische Interpretation der Passion Jesu Gott ist in Jesus Mensch geworden, hat gelitten, ist gestorben und am dritten Tage auferstanden von den Toten – so bündelt es das christliche Glaubensbekenntnis. Passion, Tod und Auferstehung sind auch die Koordinaten von Brigitte Maria Mayers nicht nur ästhetisch innovativer Aktualisierung der letzten Tage Jesu – transponiert nach Berlin und durchsetzt mit Bildmaterial von den Unruhen in Istanbul und Rio de Janeiro, die als Signaturen für unsere von Gewalt und sozialer Ungerechtigkeit zerfurchte Gegenwart stehen. Die Passionsgeschichte ist bekannt, aber so wie in JESUS CRIES wurde sie noch nie inszeniert – nicht chronologisch, sondern fragmentiert und neu geordnet, in Vorausblenden antizipiert, geträumt oder in Rückblenden erinnert. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Jüngern: Wir erleben ihren Glauben ebenso wie ihre Irritationen, wie sie ausharren, verängstigt, einander anklagend. Doch Maria Magdalena, eine von ihnen, hält dagegen, erinnert daran, was es heißt, aus Liebe zu handeln. »JESUS CRIES erzählt die Geschichte eines aufständischen, wütenden Jesus, aber auch die Geschichte seiner Jünger, die nach seinem grausamen Tod um seine Bedeutung und um eine Zukunft auch ihrer Utopien ringen.« (Regisseurin Brigitte Maria Mayer) Deutschland 2015 · R: Brigitte Maria Mayer · Db: B.M. Mayer, Andrea H. Hünninger K: Niklas Lindschau · Musik: Brandt Brauer Frick • Mit Sabin Tambrea, Emily Cox, Christian Sengewald, Ulrich Brandhoff, Bardo Böhlefeld, Jannik Schümann · 71'

Sa 2. April • 18:00 Uhr im Anschluss Gespräch mit Regisseurin Brigitte Maria Mayer

April Zweitausendsechzehn

DIE LINSE

17


ARTHOUSE SNEAK – Pay After! – WIR MACHEN DAS PROGRAMM, IHR MACHT DEN PREIS! Zweimal monatlich laden wir zur Arthouse Sneak. Im Rahmen der Cinema-Nachtschicht könnt ihr in der Regel am 1. und 3. Mittwoch des Monats um 22:45 Uhr aktuelle Perlen aus der Welt der Filmfestivals und Programmkinos schon vor Bundesstart entdecken. Synchronisiertes hat dabei keine Chance: alle Filme laufen in der Originalsprache (nicht-deutschsprachige Filme mit deutschen Untertiteln). Weiterhin gilt die Devise PAY AFTER: ihr bestimmt selbst, wie viel euch der gezeigte Überraschungsfilm wert ist. Schlappe 2,50 Euro beträgt der Mindesteintritt, mit bis zu 7,50 Euro könnt ihr nach dem Besuch den Film „belohnen“. Einlassmusik mit freundlicher Unterstützung durch GREEN HELL RECORDS! Zuletzt liefen in der ARTHOUSE SNEAK: #71 #70 #69 #68 #67 #66 #65 #64 #63 #62 #61

UNTER DM SAND [s. S. 22] ICH BIN TOT, MACHT WAS DRAUSS! ALLE KATZEN SIND GRAU A WAR ANOMALISA MUSTANG DIE DUNKLE SEITE DES MONDES CONDUCTA – WIR WERDEN SEIN WIE CHE DÄMONEN UND WUNDER – DHEEPAN EWIGE JUGEND ALIKI ALKI

Top 2015: IN MEINEM KOPF EIN UNIVERSUM Flop 2015: THE DUKE OF BURGUNDY

Nächste ARTHOUSE SNEAK-Termine: #72: Mi 6. April • 22:45 Uhr #73: Mi 20. April • 22:45 Uhr

[Note] 1,93 1,94 2,61 2,27 3,15 1,84 3,05 2,18 2,54 2,04 2,28 1,76 3,85

Das Cinema zeigt / Migration im Film

IRAQI ODYSSEY »Ein absolut aktueller und optimistisch stimmender Beitrag zum Thema Flucht und Migration: Samirs über die ganze Welt verstreute Familie ist ein gutes Beispiel für die Notwendigkeit von Menschlichkeit und Toleranz.« (programmkino.de) Wütende Kriegserklärungen bärtiger Männer. Autobomben. Schluchzende Frauen in schwarzen Umhängen. Zerstörte, staubige Landschaften. Bilder westlicher Nachrichten aus dem Irak von heute. Dem gegenüber stehen Erinnerungen einer Familie aus den 50er bis 70er Jahren: Frauen in schicken Kleidern studieren an der Universität und werden von zuvorkommenden Männern in eleganten Anzügen begleitet. Überall ist moderne arabische Musik zu hören. Die Kinos zeigen amerikanische, indische und arabische Filme. Fünfzig Jahre später ist davon nichts mehr geblieben. Heute lebt jeder fünfte Iraker in der Diaspora. Der Filmemacher Samir – im Irak geboren, in der Schweiz aufgewachsen – erzählt die Geschichte seiner irakischen Familie, die verstreut auf der ganzen Welt in Auckland, Moskau, Paris, London und Buffalo (NY) lebt. Seine Verwandten schildern den Traum von Moderne, gesellschaftlichem Fortschritt und dem Wunsch nach Freiheit. Schweiz/Deutschland/Irak/Vereinigte Arabische Emirate 2014 · R & Db: Samir · K: Pierre Mennel, Lukas Strebel, John C. Kelleran, Samir, Yuri Burak, Kirill Gerra · ab 12 J. · arab./engl./dt. Originalfassung mit deutschen und arabischen UT · 96'

Ab Do 14. April im Wochenprogramm 18

April Zweitausendsechzehn


Das Cinema zeigt / Migration im Film

Das Cinema zeigt / Migration im Film

CAFE WALDLUFT

GESTRANDET

Mitten in der bayerischen Bergidylle treffen Einheimische, Touristen und Flüchtlinge an einem einzigartigen Ort zusammen, einem ausgemustertem Ausflugshotel in Berchtesgaden

»Mehr als eine brutal-ehrliche Bestandsaufnahme gegenwärtiger Asylpolitik in Deutschland. Ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit in der jeweils nächsten Umgebung.« (kino-zeit.de)

Wo früher überfüllte Busse Touristen aus aller Welt absetzten,leben heute Flüchtlinge aus aller Herren Länder unter einem Dach im „Café Waldluft“. Inmitten des Postkartenpanoramas versuchen sie sich an einem Leben fernab von Krieg und Konflikt und stellen fest, dass ihnen der Zugang zur neuen Heimat oft genug verwehrt bleibt. Was müssen sie tun, um wirklich anzukommen? Und was bedeutet der große Begriff der Heimat überhaupt für den einzelnen?

»Alle, die hier wohnen, haben ihre eigenen schmerzlichen Erfahrungen mit Flucht oder Fremdsein – das Personal und die pragmatische Wirtin inbegriffen. Der Film zeigt auf schöne, aber nicht beschönigende Art, wie Vorurteile überwunden werden und fast so etwas wie eine Gemeinschaft entsteht. Ein moderner Heimatfilm im besten Sinn.« (Jurybegründung DEFA Förderpreis, DOK Leipzig 2015)

Das Jahr 2014 beginnt für die Bewohner von Strackholt mit einer ungewöhnlichen Nachricht: Eine kleine Gruppe eritreischer Flüchtlinge ist in dem 1500-Seelen-Dorf „gestrandet“. 20 Kilometer außerhalb von Aurich, inmitten der ostfriesischen Leere, sollen die Neuankömmlinge den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Helmut, ein pensionierter Schuldirektor, und Christiane, eine Journalistin, nehmen sich der fünf Männer an. Mit Deutschunterricht, Ämtergängen und selbstgebackenem Kuchen versuchen Sie, Ihnen den Neuanfang in der fremden Umgebung zu erleichtern. Die Flüchtlinge nehmen das Hilfsangebot mit großem Elan an. Doch mit jedem Tag treten neue Konflikte auf, denn die Mühlen der Behörden mahlen langsam und die tägliche Ungewissheit zehrt an den Nerven aller Beteiligten.

Deutschland 2015 · R & Db: Matthias Koßmehl · K: Bastian Esser · ab 12 J. teilw. mehrspr.OmU · 79'

Deutschland 2016 · R & Db: Lisei Caspers · K: Fabian Klein · ab 0 J. · teilw. mehrspr.OmU · 77'

Ab Do 21. April im Wochenprogramm

Ab Do 28. April im Wochenprogramm

April Zweitausendsechzehn

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Das Cinema zeigt

SON OF SAUL Oscar und Golden Globe 2016 als Bester fremdsprachiger Film, Großer Preis der Jury in Cannes 2015! »Ein cineastisches, stilistisch radikales Meisterwerk« (programmkino.de) Oktober 1944, Auschwitz-Birkenau. Saul Ausländer ist ungarischer Jude und arbeitet für das sogenannte Sonderkommando, eine Gruppe jüdischer Gefangener im Konzentrationslager, die den Nazis bei ihrer großangelegten Judenvernichtung helfen müssen. Während der Arbeit in einem der Krematorien entdeckt Saul den Körper eines Jungen, den er für seinen Sohn hält. Als das Sonderkommando eine Rebellion plant, beschließt Saul eine schier unmögliche Aufgabe zu übernehmen: Den Körper des Kindes vor den Flammen zu retten und einen Rabbi zu finden, der das Kaddischgebet spricht und somit dem Jungen eine angemessene Beerdigung ermöglicht.

»Laszlo Nemes begnügt sich mit Andeutungen, weil das schnöde Zeigen dieser Schandtaten ebenso banal wie unerträglich wäre. Zugleich nutzt der Regiedebütant den Effekt, von dem auch konventionelle Genrefilme gern profitieren: Nichts ist so effektiv wie die Szene, die sich erst in der Fantasie des Zuschauers zusammensetzt. … In der Tat wird niemand diesen Film „gerne sehen“ – dazu ist er zu sehr Tortur, zu schmerzhaft in seiner Intensität. Aber gerade darin liegt seine ungeheure Kraft: an die unvorstellbare Grausamkeit des KZs nicht bloß zu erinnern, sondern die Bedingungen – die Beklemmung, die Panik, die unfassbare Gewalt – mit Hilfe einer ganz eigenen Filmsprache beinah physisch erfahrbar zu machen.« (Frank Schnelle, epd Film) SAUL FIA · Ungarn 2015 · R: Laszlo Nemes · Db: Laszlo Nemes, Clara Royer K: Matyas Erdély • Mit Géza Röhrig, Levente Molnár, Urs Rechn, Todd Charmont, Sándor Zsótér u.a. · mehrspr.OmU · 107'

Ab Do 31. März im Wochenprogramm

»Der ebenso abgründige wie meisterhafte Debütfilm lotet unter Verzicht auf jede Melodramatik die industrielle Auslöschung des europäischen Judentums an der Grenze des Darstellbaren aus. Während man das Ungeheuerliche mehr ahnend erschließt als dass man es sieht, reißt einen die sorgfältig komponierte Tonspur in die Höllenglut der Vernichtungsmaschinerie. Der mit äußerster formaler Konsequenz inszenierte Film lässt in der Absurdität der Situation eine Behauptung des Humanen aufscheinen. Sehenswert ab 16.« (film-dienst) 20

April Zweitausendsechzehn


Das Cinema zeigt

PROJEKT A – EINE REISE ZU ANARCHISTISCHEN PROJEKTEN IN EUROPA Dokumentarfilm über die vielschichtige Welt des Anarchismus, die mit den gängigen Klischees über Steinewerfende und Chaoten bricht »Moritz Springer und Marcel Seehuber gehen in PROJEKT A dem anarchischen Gedanken nach. Und schaffen ein filmisches Porträt nicht der Anarchie, sondern der Anarchisten. Eine Geschichte nicht der Möglichkeiten, der Notwendigkeiten, auch des Scheiterns, sondern eine Schilderung des Vollbrachten, der Initiative, der Aktion, der Ideen, des Erfolgs.« (Harald Mühlbeyer, kino-zeit.de)

Hanna, Mariano, Didac, Margarita und Makis sind anarchistisch lebende Menschen. Sie träumen von einer freien Gesellschaft. Sie entwerfen konkrete Visionen einer anderen Welt und versuchen diese in ihrem Leben umzusetzen. Sie glauben daran, dass Menschen herrschaftsfrei leben können, ohne Staat, ohne Polizei, ohne Gesetze und Justiz – aus heutiger Sicht eine absurde Vorstellung. Ihr Leben ist ein Ringen mit Obrigkeiten, Konventionen und Vorurteilen. Egal ob in Spanien, Griechenland oder Deutschland, überall treten sie für ihre Ideale ein und bleiben trotz aller Rückschläge und auch Repressionen durch den Staat kämpferisch. Anarchie ist ein radikaler Ansatz, und die Protagonisten von PROJEKT A stellen die Grundprinzipien der kapitalistischen Weltordnung in Frage. Und damit sind sie nicht mehr alleine. Zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus stellen weite Teile der Gesellschaft ebenso den Kapitalismus als zukunftsfähiges Gesellschaftsmodell in Frage. Welche Alternativen bietet der Anarchismus? April Zweitausendsechzehn

»Weniger eine Dokumentation über Herkunft und Bedeutung des Begriffs Anarchie als eine lose Darstellung diverser moderner Formen von Projekten und Protestformen, die sich möglicherweise als neue, moderne Formen der Anarchie verstehen lassen … eine engagierte, aber nie einfältige Dokumentation.« (programmkino.de) Deutschland 2015 · R & Db: Marcel Seehuber Moritz Springer · K: Marcel Seehuber · teilw. mehrspr.OmU · ab 12 J. · 85'

Ab Do 31. März im Wochenprogramm 21


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

UNTER DEM SAND – DAS VERSPRECHEN DER FREIHEIT »Ein packender Film über Rache und Vergebung, ein fesselndes Drama über ein wenig beleuchtetes Kapitel der deutsch-dänischen Nachkriegsgeschichte« (Filmfest Hamburg) Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, nicht jedoch für ein knappes Dutzend junger Soldaten aus Deutschland. Kurz zuvor waren sie für Hitlers letztes Aufgebot eingezogen worden, den Volkssturm. Sie sind noch fast Kinder, doch nun Kriegsgefangene in Dänemark und für ein Himmelfahrtskommando eingeteilt: die Säuberung eines Nordseestrandes von 45.000 Nazi-Tretminen. Weder ausgebildet noch ausgerüstet und völlig ohne technische Hilfsgeräte müssen sie sich Stück für Stück durch den Sand quälen. Wo die nächste Mine liegt, wo diese explodieren wird – ist ungewiss. Es beginnt eine schier unlösbare Aufgabe, jeder Schritt im Sand könnte der letzte sein. Das einzige, was ihren Lebenswillen erhält, ist die Hoffnung auf Freiheit. Diese hat ihnen ihr dänischer Kommandant Carl versprochen. Doch dann passiert ein schreckliches Unglück. Wird Carl nach wie vor zu seinem Wort stehen?

UNTER DEM SAND erzählt von einem eher unbekannten Kapitel der deutsch-dänischen Kriegsgeschichte: Weil Hitler und sein Führungsstab damit rechneten, dass die Alliierten ihren Gegenangriff über Dänemark einleiten würden, ließen sie die dänische Westküste nahezu komplett verminen. Nach Ende des Zweiten waren es deutsche Kriegsgefangene, viele von ihnen minderjährige Jungen ohne Erfahrung, die zur Räumung der Strände eingesetzt wurden, zum Teil mit bloßen Händen. Dabei verloren Hunderte ihr Leben.

»Die Protagonisten aus UNTER DEM SAND avancieren nicht zu Helden, sondern ergeben sich ihrem Schicksal, weil ihnen keine Wahl bleibt. Dass der Feldwebel im Handlungsverlauf zaghaft Erbarmen mit den Deutschen zeigt und sukzessive zu einer Ersatzvaterfigur avanciert, erzählt Martin Zandvliet in absolut unverkitschter Weise ... Ein eindringliches, auf den Punkt inszeniertes Nachkriegsdrama. Ohne Pathos entfaltet Martin Zandvliet seine pazifistische Botschaft in einem kleinen Meisterwerk.« (programmkino.de) UNDER SANDET · Dänemark/Deutschland 2015 · R & Db: Martin Zandvliet K: Camilla Hjelm Knudsen • Mit Roland Møller, Mikkel Boe Følsgaard, Louis Hofmann, Joel Basman, Oskar Böckelmann u.a. · ab 12 J. · 101'

So 3. April 12:45 Uhr: Vorpremiere Ab Do 7. April im Wochenprogramm 22

April Zweitausendsechzehn


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

FREEHELD – JEDE LIEBE IST GLEICH Julianne Moore und Ellen Page in der bewegenden Geschichte einer großen Liebe und eines Kampfes um Gerechtigkeit. Nach einer wahren Begebenheit »Ellen Page, die durch ihr eigenes Outing im Vorjahr zur gefeierten Lesben-Ikone wurde, gibt die resolute Automechanikerin mit jener bewährten Mischung aus Naivität, Trotz und Sensibilität, die ihr einst bei Juno eines Oscar-Nominierung einbrachte. Mit bestechender Souveränität bestätigt Julianne Moore einmal mehr, mit wie viel Wahrhaftigkeit sie die Rolle der Sterbenskranken balanciert, ohne dabei in Gefühlsduseligkeiten abzustürzen … Der Kampf der Laurel Hester um Gleichberechtigung gilt als Meilenstein zur Legalisierung der Homo-Ehe, die im Juni 2015 vor dem höchsten US-Gericht bestätigt wurde. Gelungenes filmisches Denkmal.« (programmkino.de) Laurel Hester (Julianne Moore) lebt seit über 20 Jahren für ihren Job als Polizeikommissarin, ein Privatleben findet bei ihr nicht statt. Dies ändert sich schlagartig, als sie die junge Mechanikerin Stacie Andree (Ellen Page) kennenlernt. Die beiden verlieben sich aller Unterschiede zum Trotz ineinander und bauen sich eine gemeinsame Zukunft auf. Dazu gehören das eigene Haus mit Garten und Hund und schließlich sogar die eingetragene Lebenspartnerschaft. Doch ihr Glück währt nicht lang. Laurel erhält die erschütternde Diagnose, dass sie an Lungenkrebs im Endstadium erkrankt ist und ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Ihr letzter Wunsch ist, dass Stacie in ihrem Haus wohnen bleiben kann. Das kann sie aber nur, wenn ihr Laurels Pensionsansprüche übertragen werden. Die zuständigen Behörden lehnen ihr Gesuch wiederholt ab. Auch innerhalb der Polizei erfährt Laurel, der es immer schlechter geht, keinen Rückhalt. Nur ihr Kollege Dane Wells (Michael Shannon) und der exzentrische Aktivist Steve Goldstein (Steve Carell) halten zu Laurel und Stacie in ihrem Kampf um Gerechtigkeit, bis sie unerwartete Unterstützung erhalten … April Zweitausendsechzehn

USA 2015 · R: Peter Sollett · Db: Ron Nyswaner · K: Maryse Alberti • Mit Julianne Moore, Ellen Page, Michael Shannon, Steve Carell, Josh Charles u.a. ab 6 J. · engl.OmU + dF · 104'

Mo 4. April • 21:00 Uhr: Vorpremiere in engl.OmU im Rahmen von Queer Monday mit LiVas e.V. Ab Do 7. April im Wochenprogramm

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OSCAR®-PREISTRÄGERIN GOLDEN GLOBE®-PREISTRÄGERIN

OSCAR®-NOMINIERTE GOLDEN GLOBE®-NOMINIERTE

OSCAR®-NOMINIERTER

JULIANNE MOORE

ELLEN PAG E

MICHAEL SHANNON

TORONTO INTERNATIONAL FILM FESTIVAL

SAN SEBASTIÁN INTERNATIONAL FILM FESTIVAL

ZURICH FILM FESTIVAL

JEDE LIEBE IST GLEICH

VOM OSCAR®-NOMINIERTEN DREHBUCHAUTOR VON „PHILADELPHIA“

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WILD

Kraftvoll, sinnlich und ebenso faszinierend wie verstörend führt Nicolette Krebitz uns in die entfesselte Welt einer jungen Frau, die unsere stillschweigenden Vereinbarungen mit der Zivilisation aufkündigt Auf dem Weg zur Arbeit hat Ania (Lilith Stangenberg) eine seltsame Begegnung. Mitten im Park steht sie einem Wolf gegenüber. Sie sehen sich direkt in die Augen – und es kommt ihr so vor, als wäre ihr bisheriges Leben ein Witz. Der Moment lässt sie nicht mehr los, genau wie der Gedanke den Wolf wiederzufinden und nie mehr gehen zu lassen. Ania wird zur Jägerin, legt Fährten und schafft es, das wilde Tier zu fangen. Sie sperrt es in ihrer Hochhauswohnung ein – und sprengt sämtliche Fesseln ihres bisherigen bürgerlichen Lebens. Erstaunlicherweise finden die Menschen um sie herum daran Gefallen, besonders ihr Chef Boris (Georg Friedrich), der ihre Nähe sucht wie nie zuvor. Fast scheint es, als teilten sie alle eine ähnliche, geheime wilde Sehnsucht.

»Der Film ist wie kein anderer. Er erzählt von etwas Neuem. Nichts darin wurde schon tausendmal erzählt und hat schon tausendmal funktioniert. Er springt auf keinen Zug. Man muss sich einfach darauf einlassen, es gibt kein Sicherheitsnetz.« (Regisseurin Nicolette Krebitz) Deutschland 2016 · R & Db: Nicolette Krebitz · K: Reinhold Vorschneider · • Mit Lilith Stangenberg, Georg Friedrich, Silke Bodenbender, Saskia Rosendahl, Kotti Yun u.a. · ab 16 J. · 97'

Ab Do 14. April im Wochenprogramm Sa 16. April • 21:00 Uhr mit Regisseurin Nicolette Krebitz April Zweitausendsechzehn

Zu Gast im Cinema:

NICOLETTE KREBITZ

Als Schauspielerin stand Nicolette Krebitz seit 1982 vor der Kamera und ist regelmäßig in preisgekrönten Kino- und Fernsehfilmen aufgefallen. Als Filmemacherin und Drehbuchautorin hat sie eindringliche, ungewöhnliche und unvergessliche Stoffe geschaffen. Neben ihrem sommerlich-großstädtischen Spielfilmdebüt Jeans, in dem sie auch mitspielte, produzierte sie 1999 auch den Kurzfilm Mon Chérie im Rahmen der 99euro-films-Reihe. 2008 folgte der von Tom Tykwer produzierte Film Das Herz ist ein dunkler Wald (Drehbuch und Regie) mit Nina Hoss, 2009 war der Film Die Unvollendete Nicolette Krebitz Kurzfilmbeitrag zum „Omnibus-Film“ Deutschland 09. 25


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DIE KOMMUNE Thomas Vinterberg (Das Fest, Die Jagd) blickt heiter und anrührend zugleich auf die experimentierfreudigen, optimistischen 1970er Jahre und den Traum vom unkonventionellen Zusammenwohnen Für Erik (Ulrich Thomsen) und Anna (Trine Dyrholm) beginnt alles wie ein Traum. Als Erik eine großzügige Villa in einem Kopenhagener Nobelviertel erbt, beschließt das Paar, sein konventionelles Familienleben hinter sich zu lassen, und gründet mit Freunden und Bekannten eine Kommune. Der Alltag der kunterbunten Hausgemeinschaft aus Paaren, Singles und Kindern ist geprägt von Freundschaft, Liebe und fröhlich-entspanntem Laissez-faire. Partys, gemeinsame Essen und Hausversammlungen an der großen Tafel stärken das Gemeinschaftsgefühl und bis auf kleinere Fehlbeträge in der Bierkasse scheint alles zu stimmen. Doch als Erik sich in die hübsche Studentin Emma (Helene Reingaard Neumann) verliebt und sie ins Haus aufnimmt, droht die von lässigem Miteinander geprägte Stimmung zu kippen. Der Konflikt zwischen privaten Bedürfnissen und großen Idealen wird zu einer Zerreißprobe für die verlassene Anna und die gesamte Kommune. Die Zeit der Liebe geht zu Ende, die Zeit der Abschiede hat begonnen. Und schließlich wird Anna in ein neues Leben aufbrechen.

»Es ist dieses Gespür für menschliche Eigenheiten und die Feinheiten des Zusammenlebens, das in DIE KOMMUNE besonders gelungen ist. Die basisdemokratischen Entscheidungen, die dann im entscheidenden Moment nicht mehr allzu demokratisch sind, die Anteilnahme, die gelegentlich zur Aufdringlichkeit wird, die Geselligkeit, die durch Misstöne gestört wird. Immer wieder kommt es zu Entwicklungen, die einen kleinen, überraschenden Haken haben, aber innerhalb der Figuren glaubwürdig angelegt sind. Dadurch zeichnet der Film einen Rhythmus des Lebens, in dem immer wieder Herzen gebrochen werden und bei dem man auch – dem Regisseur und seinen vorigen Filmen sei es gedankt – immer wieder mit Katastrophen rechnet.« (Sonja Hartl, kino-zeit.de) KOLLEKTIVET · Dänemark 2015 · R: Thomas Vinterberg · Db: Thomas Vinterberg, Tobias Lindholm · K: Jesper Toffner • Mit Ulrich Thomsen, Trine Dyrholm, Helene Reingaard Neumann, Lars Ranthe, Fares Fares u.a. · dän.OmU + dF · 111'

So 17. April • 12:45 Uhr Vorpremiere Ab Do 21. April im Wochenprogramm Do 28. April • 14:30 Uhr beim Kino Kaffeeklatsch

Kino Kaffeeklatsch mit dem Seniorenbüro Mauritz

»Im Alter von sieben bis neunzehn Jahren lebte ich in einer Kommune. Das war eine verrückte, herzliche, tolle Zeit für mich inmitten von Nackten, Bier, hochgestochenen Diskussionen, Liebe und persönlichen Tragödien. Für mich als Kind war jeder Tag dort wie ein Märchen.« (Regisseur Thomas Vinterberg)

An jedem vierten Donnerstag im Monat laden wir Menschen in den „besten Jahren“ zu einem ausgewählten Film sowie hausgemachten Kaffee und Kuchen zum Sonderpreis. Seniorinnen und Senioren zahlen für den Film 5,20 Euro, inklusive Heißgetränk und Kuchen 8 Euro. Es stehen Rollstuhl-Plätze zur Verfügung, die Hörbehindertenanlage kann mit Hörgerät oder einem hauseigenen Kopfhörer genutzt werden.

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Das Cinema zeigt

IXCANUL – TRÄUME AM FUSSE DES VULKANS Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis »für einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet« (Berlinale 2015): Eine 17-jährige aus einer Maya-Familie in Guatemala kämpft für ein selbstbestimmtes Leben »Der Film – übrigens der allererste Film aus Guatemala im Berliner Wettbewerb – beleuchtet den Alltag der Kakchiquel-Maya, ihre spirituellen Rituale, ihren die Realität bisweilen verklärenden Glauben und das doch ganz realistische Wissen um das Funktionieren der Natur. Der tiefe Einblick, den der Film gewährt, macht einmal wieder deutlich, wie Kino ein Fenster in die Welt sein kann. IXCANUL ist bestes Weltkino« (Verena Schmöller, kino-zeit.de)

Die 17jährige María lebt mit ihren Eltern am Fuß eines aktiven Vulkans im Hochland Guatemalas. Die MayaFamilie ist arm, ein kleiner Bauernhof und die Arbeit auf der Kaffeeplantage sind alles, was sie haben. María soll mit dem Vorarbeiter Ignacio verheiratet werden, sehnt sich aber nach der Welt jenseits des Vulkans. Der Kaffeepflücker Pepe verspricht, sie in die USA mitzunehmen. Doch dann ist sie schwanger, und Pepe macht sich aus dem Staub. Zum Glück hat sie die Unterstützung ihrer Mutter, die sich auch mit alten Ritualen der Maya auskennt. María entdeckt ihre eigene Welt und Kultur noch einmal ganz neu.

»Das Porträt dieser jungen indigenen Frau und ihrer Familie ist erfrischend authentisch und von großer dokumentarischer Kraft. Das ist zum einen den ausdrucksvollen Protagonistinnen María Mercedes Coroy und María Télon zu verdanken, die, man glaubt es kaum, zum ersten Mal vor der Kamera standen. Die Laiendarsteller stammen aus der indigenen Community in Panajachel, wo auch der Film spielt. Regisseur Jayro Bustamante wuchs ebenfalls in Guatemala in der Region der Kakchiquel-Mayas auf. Bustamante und seine Schauspieler wissen also, wovon sie erzählen. Und das ist in jeder einzelnen Filmminute spürbar.« (Ulla Brunner, RBB Berlin) IXCANUL · Guatemala/Frankreich 2015 · R & Db: Jayro Bustamante · K: Luis Armando Arteaga • Mit María Mercedes Coroy, María Telón, Manuel Antún, Justo Lorenzo, Marvin Coroy u.a. · maya/span.OmU · 93'

Ab Do 28. April im Wochenprogramm April Zweitausendsechzehn

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VORPREMIERE AM SO 17. APRIL 路 NEU AB DO 21. APRIL DO 28. APRIL BEIM KINO KAFFEEKLATSCH


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