01 // FEBRUAR 2012
FÜR GESCHÄFTSKUNDEN DER TELEKOM DEUTSCHLAND www.telekom.de/dreisechsnull
360 o WISSEN FÜR WEITERDENKER
DAS DAVIDPRINZIP Was kleine Weltmarktführer aus der Provinz unbezwingbar macht und wie sie die Großen immer wieder abhängen.
AB IN DIE WOLKE!
Erleben CeBIT die Sie auf der Vo TelekomCrteile der lo Halle 4, D ud: 26
RICHTIG KOMBINIERT Firmen sparen Kosten mit den neuen Business-Tarifen // S. 26 BESSER MIT DER CLOUD Warum Lösungen aus der Wolke unverzichtbar werden // S. 28 SCHNELL WIE DER BLITZ Die Berliner Firma Lieferheld wird die Welt der Bestelldienste revolutionieren // S. 32
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neue mitteilun g
Wer sich kreativ
flexibel
und
auf neue Bedingungen einstellt, bleibt
konkurrenzlos gut.
DiRK BACKOFen, Leiter Marketing Geschäftskunden bei Telekom Deutschland
Was macht einen echten Weltmarktführer aus? Warum sind diese Unternehmen besser als ihre Konkurrenten, und wie bleiben sie so viele Jahre an der Weltspitze? Fragen, die wir in dieser Titelgeschichte von DReIsechsNULL an fünf Mittelständler gestellt und erstaunlich ähnliche Antworten erhalten haben: Nähe zum Kunden, Fokussierung, Innovation sowie globale Präsenz sind die erfolgsrezepte der heimlichen helden. Keine Frage, die globale Vernetzung bietet viele chancen. Doch nur wer es immer wieder schafft, sich kreativ, flexibel und pragmatisch auf neue Bedingungen einzustellen, bleibt konkurrenzlos gut. Zum Beispiel mit den Möglichkeiten der cloud: Lösungen und Dienste aus der Wolke sind gerade für kleine und mittelständische Unternehmen unverzichtbar. Aber was können cloud services
leisten, und wie können Unternehmer die Dienste in der Praxis einsetzen? Von mehr Rechen-Power auf Knopfdruck ohne hardware-Investitionen bis hin zu Programmen zum Mieten über die cloud – die Lösungen sind vielfältig. Wir erklären Ihnen, wie die cloud funktioniert und was sie davon haben. Wir haben uns außerdem in Berlin als hauptstadt der start-ups umgeschaut und stellen Menschen und Macher vor, die mit ihren innovativen Ideen die Vernetzung von Leben und Arbeit voranbringen. Denn wer ein gute Idee hat, gründet heute gern ein start-up. Und vielleicht wird aus dem Newcomer bald ein echter Weltmarktführer.
herzlichst, Ihr Dirk Backofen
DReiseChsnull tV: AntWORten FüR Den mittelstAnD FoTo: chRIsTIAN WyRWA
Alle 14 Tage in aller Kürze die wichtigsten entwicklungen und chancen in Deutschland und weltweit: Die Web-TV-sendung von DReIsechsNULL bietet neben Themen und Trends in der Vernetzung auch den Blick auf Märkte, innovative Techniken und spannende Geschäftsmodelle – immer ausgehend von der Frage: Wie profitieren mittelständische Unternehmen davon?
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INHALT
DREISECHSNULL 360° WISSEN FÜR WEITERDENKER
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12 TITELTHEMA: DAS DAVID -PRINZIP
Deutschlands heimliche Helden sind mittelständische Firmen aus der Provinz, die nicht viel Aufheben um sich machen – obwohl sie Weltspitze sind
FÜR GESCHÄFTSKUNDEN DER TELEKOM DEUTSCHLAND
01 // FEBRUAR 2012
DREISECHS NULL 36 0 o WIS SEN FÜR WEITERDENKER
12 Was kleine Unternehmen unbezwingbar macht und wie sie die Großen abhängen Sie sind weitgehend unbekannt, und doch stehen sie ganz oben: Kleine, mittelständische Unternehmen, meist seit Generationen in Familienhand, haben es mit Beständigkeit, Innovationskraft, Fokussierung, Kundennähe und Expansion an die Weltspitze geschafft. Fünf inspirierende Beispiele aus Deutschland, wie Mittelständler in ihrem Bereich Weltmarktführer wurden und was sie konkurrenzlos besser machen als alle anderen.
DIE GANZE WELT FEST IM BLICK
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20 „Nur mit Fokus wird man Weltklasse“ Im Interview verrät Unternehmensberater Hermann Simon, warum die heimlichen Helden aus der Provinz deutlich besser sind als ihr Ruf.
360 o WISSEN FÜR WEITERDENKER
DAS DAVIDPRINZIP Was kleine Weltmarktführer aus der Provinz unbezwingbar macht und wie sie die Großen immer wieder abhängen.
AB IN DIE WOLKE!
Erleben CeBIT die Sie auf der Vorteile der TelekomC loud: Halle 4, D26
RICHTIG KOMBINIERT Firmen sparen Kosten mit den neuen Business-Tarifen // S. 26 BESSER MIT DER CLOUD Warum Lösungen aus der Wolke unverzichtbar werden // S. 28 SCHNELL WIE DER BLITZ Die Berliner Firma Lieferheld wird die Welt der Bestelldienste revolutionieren // S. 32
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NICHT VERPASSEN : DREISECHSNULL TV 20.02. CeBIT 2012: Was gibt’s Neues? Die Messe im 3-D-Durchflug 07.03. De-Mail: Was bringt die neue, sichere elektronische Post? 19.03. 2012 wird das Jahr der Cloud: Wie geht’s rein? Was kommt dabei raus?
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HANDY-PORTRÄT Star-Architekt Hadi Teherani im Gespräch über Design, Arbeiten auf dem Handy und einen Anruf vom Scheich.
360° PRAXIS THEMA: PERFEKT KOMMUNIZIERT
TITELMOTIV: GETTY IMAGES; FOTOS: WERNER AMANN (2), JAN GREUNE (1), MARTIN KATH (1), PR (1)
22 Sicher per Mail Mit De-Mail versenden Firmen Dokumente nachweisbar und vertraulich über das Netz 24 Smartphones, Apps & Co. Nützliche Neuheiten für das Business unterwegs
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GRÜNDERZEIT Einige Start-ups wie Twago schaffen es mit pfiffigen Ideen, unsere Zusammenarbeit übers Netz zu revolutionieren.
MADE IN GERMANY 32 Schnell wie der Blitz Die Berliner Firma Lieferheld macht sich auf, die Welt der Bestelldienste für Pasta, Pizza & Co zu verbessern 36 Am laufenden Band AMI Förder- und Lagertechnik sorgt für reibungslosen Warenfluss – die Kommunikation muss mithalten TRENDS
26 Handykosten sparen Wie sich die neuen Business-Tarife optimal verbinden lassen 28 „Gute Gründe für die Cloud“ Telekom Manager Dirk Backofen über die Vorteile der Wolke – und ihre Sicherheit
38 Der Maschinen-Talk M2M, die Kommunikation unter Maschinen, ist ein neuer Zukunftsmarkt 40 Neue deutsche Gründer Junge Start-up-Unternehmer punkten mit Ideen, die unsere Zusammenarbeit enorm erleichtern
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WEITERDENKERIN Gesche Joost ist Design-Professorin – mit dem praktischen Anspruch, dass ihre Forschungsergebnisse das Leben verbessern.
MENSCHEN UND MACHER 8 Der Baumeister Die Gebäude von Hadi Teherani sind für ihre Formen weltberühmt. Im Handy-Porträt spricht der Architekt über die Ästhetik von Klingeltönen 10 Nachgefragt Sind Sie ein Macher – und warum ? DREISECHSNULL-Leser antworten 48 Visionäre Verknüpferin Die Design-Professorin Gesche Joost erforscht die kreativen Möglichkeiten menschlicher Vernetzung STANDARDS 3 Neue Mitteilung Dirk Backofen über die Stärken der deutschen Mittelständler – und das Geheimnis ihre Erfolgs
KLEINER BEITRAG SMART-PHONES Die neuen Geräte sind wahre Alleskönner und punkten nicht nur mit edlem Design. Ab S. 24
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45 Zahlen, Daten, Fakten Nachhaltig nachgerechnet 46 Die Zukunftswerkstatt In der T-City Friedrichshafen testet die Telekom die Technik von übermorgen
6 Perspektive Wie testet man eigentlich das Flugverhalten eines Flugzeugs an der Schallmauer ohne Schallmauer? 50 Rundumsicht Noch mehr DREISECHSNULL 5
PERSPEK TIVE
Schnell ohne Schall Das Fliegen dicht an der Schallgrenze ist für Verkehrsflugzeuge am wirtschaftlichsten – aber nur, wenn die äußere Form stimmt. Um das herauszufinden, muss man jedoch nicht mit Prototypen bis an die Schallmauer fliegen, sondern nur bis Köln: Im Europäischen Transschall-Windtunnel am Rhein können kleine Jet-Modelle unter realistischen Wind- und Wetterbedingungen aller Reiseflughöhen getestet werden. Allerdings ohne Luft: Die Flugzeugmodelle mit mehreren Metern Spannweite fliegen hier auf flüssigem Stickstoff – bei 163 Grad unter null. Die Flugsimulations-Anlage gilt als die modernste der Welt und trägt kräftig dazu bei, Deutschlands Platz als eine der erfolgreichsten Luft- und Raumfahrnationen weltweit zu sichern.
FOTO: EUROPEAN TRANSONIC WINDTUNNEL GMBH
TEST IM WINDKAN AL
ha nDYPOrtrÄt
Der Baumeister Dockland und „Tanzende Türme“ – die spektakulären Bauwerke von Star-Architekt Hadi Teherani sind für ihre Formen berühmt. Auch als Designer setzt er Maßstäbe.
Welches handy haben Sie, warum haben Sie sich dafür entschieden? ein mobiles telefon muss klein sein und trotzdem alle notwendigen Funktionen beherrschen. als Designer bin ich beim Design anspruchsvoll. im moment benutze ich darum das iPhone. Welchen Klingelton verbinden Sie mit der Ästhetik Ihrer architektur? einfach, zurückhaltend, einprägsam und emotional überzeugend. Simsen oder sprechen Sie lieber? Wenn es um die reine Weitergabe von Daten geht, etwa adressen oder telefonnummern, oder um den austausch von infos, simse ich lieber. Das Smartphone ist für Sie ein wichtiger Begleiter im Beruf, weil … … ich auch unterwegs Bilder und längere texte kontrollieren, freigeben oder bearbeiten muss. Von allen meinen Projekten habe ich dank iPhone immer Präsentationsmaterial dabei. in der persönlichen kommunikation mit meinen geschäftspartnern ist das Bildarchiv ein ungeheurer Vorteil. Welcher war der schönste anruf, der Sie auf Ihrem handy erreichte? Die nachricht des scheichs in abu Dhabi, dass die Zayed university gebaut werden soll. Wann gehen Sie lieber nicht ans handy? Wenn ich ahne, dass es nur darum geht, mir etwas zu verkaufen.
SEINE DREI LIEBLINgSappS 1. ILoUpE elektronische lupe fürs kleingedruckte. 2. IBIZa gLoBaL RaDIo Die neuesten Partyhits von ibiza rund um die uhr. 3. aWESoME hUD mobiler tachometer für alle Fahrzeuge.
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haDI tEhERaNI geboren: 2. Februar 1954 in teheran // studium: von 1977 bis 1984 architektur an der tu Braunschweig // 1991: gründet das architekturbüro Brt architekten, hamburg // 2003: Design-Firma hadi teherani ag, hamburg // motto: gestalten bedeutet lebensqualität und Zukunft.
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japan
Sind facebook & Co überall beliebt? könnte man meinen, aber social networks werden nicht überall genutzt: in 3 von 21 untersuchten ländern spielen Facebook, twitter & co kaum eine rolle – neben Deutschland sind das noch Frankreich und japan. in einer studie des Pew research centers gaben rund 79 Prozent der Befragten hierzulande an, im netz zu surfen, aber nur 35 Prozent nutzen Facebook oder weitere Dienste. in anderen ländern ist das anders: in Ägypten zum Beispiel nutzen inzwischen sieben von acht internet-user Facebook & co. www.pewglobal.org
kein internet nur internet internet und soziale netze * angaben in Prozent (an 100 % fehlende: „keine angabe“ /„weiß nicht“)
Quelle: PeW research center Q66
indien
Ägypten
Deutschland
Frankreich
usa*
neWS
Fotos: martin kath (1), Pr (2)
Das vernetzte hotel
Sound, handgemacht
Prosaisch betrachtet ist es ein passiver Verstärker für das iPhone, aber das „megaPhone“ des italienischen Design-kollektivs en&is überzeugt nicht nur durch seine gestaltung, es überrascht auch mit einem erwachsenen sound. Die schlichten, handgefertigten keramikhörner (auch in schwarz oder Weiß) füllen problemlos selbst größere räume mit ihrem klang – durch die Vibration des materials wird der lautsprecher-sound des telefonlautsprechers ohne zusätzlichen stromverbrauch verstärkt (kompatibel mit allen iPhone-modellen, ca. 400 euro). www.enandis-shop.it
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Vernetzt mit der stadt und den anderen gästen: mit den „me and all hotels“ schafft die lindner-gruppe das hotel für die neue generation geschäfts- und städtereisende – perfekt vernetzt, selbst wenn sie gerade erst in der stadt angekommen sind. gemeinsam mit Dreisechsnull veranstaltete lindner deshalb einen ideenwettbewerb. jetzt liegen die ergebnisse vor, und die nutzer konnten die ideen bewerten. schauen sie vorbei, und staunen sie über die vielen ideen zum hotel der Zukunft! www.telekom.de/dreisechsnull
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n ac hgefragt
Sind Sie ein Macher – und warum? Wer etwas unternimmt, seine ideen mit herz und Verstand umsetzt, ist ein macher im besten sinne des Wortes. Wir haben vier menschen gefragt, wie sie sich selbst definieren.
„Kreative müssen Ideen haben“
„Ich bleibe immer in Bewegung“
als Kreative muss ich in meiner Branche immer eine Macherin sein. Die Konkurrenz ist riesengroß, und jeder will immer genau eine Idee besser als der nächste sein.
Ohne Initiative, Ideen und ehrgeiz ent wickelt sich meine firma nicht weiter. für mich bedeutet Stillstand rückschritt. ChRIStIaN WEStpahL (39), unternehmer, hamburg
„Ich liebe herausforderungen“ Es macht am meisten Spaß, wenn alle sagen: Diese oder jene Idee lässt sich nicht umsetzen. oder wenn man den Kilimandscharo besteigt, obwohl der arzt abrät. Das macht einen wahren Macher aus.
„Ich behalte immer den Überblick“
KLaUS StoffERS (69), kommunikationsberater, mörel-naturpark, aukrug (schleswig-holstein)
yvoNNE pagENKopf (35), Projektmanagerin in einem auktionshaus, münchen
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Zu den herausforderungen im auktions haus zählen perfekte Koordination und Organisation. Selbst in Krisenzeiten muss ich einen außergewöhnlichen Umsatz schaffen.
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Fotos: martin kath (3), jan greune (1), F1online (1), Pr
IMKE Boy (41), stylistin, hamburg
neWS
rechenleistung und Speicherkapazität von computern steigern sich rasant. aber wie steht es mit der energieeffizienz? Sie verdoppelt sich alle anderthalb Jahre, hat harvardProfessor Jonathan g. Koomey für die letzten 20 Jahre festgestellt. Wäre ein neues MacBook noch so energiefressend wie 1992, hielte sein akku gerade 2,5 Sekunden.
an einem tag programmieren lernen es zählt inzwischen zu den wichtigsten kompetenzen in der vernetzten Welt: Webseiten oder apps zu programmieren. aber gleichzeitig haben nur Profis in der regel den vollen Durchblick über codes und Bytes. Das soll sich bald ändern, meint vor allem die englische Firma Decoded, die ein-tages-lehrgänge anbietet. in schnellkursen lernen laien die wesentlichen grundlagen von html, css und javascript. klingt unglaublich? stimmt, aber die erfahrung zeigt, dass kursteilnehmer eine erstaunliche menge an Wissen aufnehmen können – bis hin zur Programmierung einer einfachen, funktionierenden Web-app. Ziel der Blitzkurse ist es, den „kreativen“ beizubringen, wie sie ein digitales Projekt künftig besser strukturieren. Damit sie endlich verstehen, wovon die nerds eigentlich sprechen. www.decoded.co
LEBEN IN DER vERNEtZtEN WELt
zitiert
vINCENt CoNNaRE, 51, Designer Der meistgehassten schriFt Der Welt Zurück auf die Schulbank: in Blitzkursen die Grundlagen fürs Programmieren lernen.
DIE SChRIft CoMIC SaNS zu benutzen – wie wir hier bei dem Zitat oben – gilt heute gerade noch bei einladungen zu kindergeburtstagen als akzeptabel. umso größer war die Belustigung, als die Wissenschaftler des cern-institut ihre Präsentation zum letzten experimentell nicht nachgewiesenen elementarteilchen, dem higgs-Boson, in comic sans formatiert hatten. ein klarer Fall von schlechtem geschmack – findet selbst der mann, der die schrift 1994 entworfen hatte. appS fÜRS BUSINESS aIR ShaRINg so wird das iPhone wirklich zur Verlängerung des rechners: einfach Dokumente zwischen den geräten verschieben und im netzwerk drucken (4 euro). www.avatron.com/apps
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IMEXChaNgE 2 endlich eine komplette synchronisation mit dem Firmen-exchange-server inklusive notizen und aufgaben, für iPhone, iPad und iPod touch (6 euro). rerlsoft.com
DRagoN DICtatIoN einfach eine sms diktieren und als text versenden: auch nutzer älterer iPhones ohne siri können das – mit dieser gratis-app! und sie versteht natürliche sprache. www.nuancemobilelife.com
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Da s Davi D -P ri nz i P
Wie die Kleinen Weltspitze werden Unbekannt und dennoch weltklasse: „hidden champions“ – heimliche helden – schaffen den Weg bis ganz nach oben. Fünf Beispiele, wie Unternehmer mit Beständigkeit, Innovationskraft, Kundennähe, und dem Blick auf das Wesentliche den Weltmarkt erobern und dabei konkurrenzlos besser sind als die Großen. * TexT: IrIs QUIrIn // FoToprodUKTIon: Jan GreUne, raIner holz
Hidden Champions
BEIspIEL
#1
CoLUmBUs VERLag Die weltweit älteste Globusmanufaktur leitet heute Torsten oestergaard in vierter Generation. Er setzt auf nachhaltigkeit und Partnerschaft.
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C.ED.sChULTE gmBh Das Familienunternehmen von 1840 ist ein international führender Hersteller von schließ- und sicherheitssystemen. Richard Rackl leitet die Geschicke.
oTTo BoCk hEaLThCaRE Mit innovationen wie gedankengesteuerten Prothesen behauptet hans georg Näder den spitzenplatz des Familienunternehmens.
WINTERhaLTER gasTRoNom Groß machten Jürgen und Ralph Winterhalter ihr Unternehmen durch Fokussierung auf gewerbliche spülmaschinen.
TETRa Tetra entwickelte 1955 das erste Flockenfutter für zierfische. Jochem van rietschoten führt das Geschäft, koord Janssen ist zuständig für innovationen.
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titelthema
hier wird die Welt neu erschaffen: Beim Columbus verlag in Krauchenwies werden Globen gebaut, die überall auf dem, nun ja, Globus begeisterte abnehmer finden.
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#1
» Wir sind ein Familien-
unternehmen. Wir planen langfristiger und nachhaltiger und sehen uns mehr in der verantwortung für das große Ganze.
Columbus verlag gLoBUshERsTELLER IN kRaUChENWIEs
«
TOrsTEn OEsTErGaarD
Vielfalt: Politische Globen, geologische oder solche, die nach Jahreszeit die Lage zur sonne zeigen – Torsten Oestergaard setzt auf innovationen.
Columbus: Punkten mit innovationen FIRmENpRoFIL
hERaUsFoRDERUNg
LösUNg
FazIT
gründung: 1909 Unternehmensbereiche: Globen, Wand-, Welt- und Kontinentkarten sitz: Krauchenwies mitarbeiter: 65 Telekom kunde seit: von anfang an
Globen sind emotionale produkte, die in ihren vielfältigen ausführungen nur beschränkt in Katalogen präsentiert werden konnten. das Blättern in dicken Katalogen oder ledermappen schafft immer eine distanz zu den Kunden und partnern. Für nachfragen von Kunden musste erst das notebook hochgefahren werden.
Vor zwei Jahren hat Torsten oestergaard ipads eingeführt. Mit der stateof-the-art-Technologie präsentiert er sein Unternehmen und seine produkte zeitgemäß und modern. Via Internet greifen die Mitarbeiter auf Messen oder bei Kundenpräsentationen auf das Unternehmensnetz zu und haben alle Termine und Infos zu produkten, Kunden und lieferstatus zur hand.
Mit dem ipad hat der Globushersteller einen eloquenten auftritt auf Messen und bei Kundenbesuchen. er ist dank online-Verbindung zum Firmenportal für alle Fragen sofort auskunftsbereit, kann seine produkte emotionaler präsentieren und schon verkaufen, bevor der Katalog gedruckt ist.
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titelthema
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ie Welt ist eine scheibe. Jedenfalls so lange, bis die spezialfolie mit den Konturen der Kontinente und Meere fachgerecht auf eine Kugel aufgebracht wird. das vollbringen fleißige hände im schwäbischen Örtchen Krauchenwies. dort, gleich neben einem stillgelegten Bahnhof in einem unscheinbaren Flachbau, wird die Welt immer wieder aufs neue erschaffen – mal schwebend, mal leuchtend und neuerdings sogar sprechend: Berührt man den Globus an markierten punkten mit einem spezialstift, gibt er Informationen zu land und leuten preis. den sprachbegabten Globus stellt die Firma columbus in Krauchenwies her, der älteste Globushersteller der Welt und die größte Globusmanufaktur in Familienbesitz weltweit.
C.Ed.schulte zyLINDERsChLossFaBRIk, VELBERT
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#2
FIRmENpRoFIL
Helden aus der Provinz Krauchenwies gilt längst als Mekka für Globusliebhaber, in Melle wurde Flockenfutter für zierfische erfunden, aus duderstadt stammen die innovativsten prothesen, Meckenbeuren ist der sitz des Weltmarktführers von gewerblichen spülmaschinen, und aus Velbert kommt der weltweit führende hersteller von schließ- und sicherheitssystemen. columbus Verlag, Tetra, otto Bock, Winterhalter und c.ed.schulte – sowohl die orte als auch die Firmennamen mögen den meisten unbekannt sein. Wie viele andere Weltmarktführer agieren sie im stillen. columbus zählt zu den 2 000 weltweit erfolgreichen mittelständischen Unternehmen. Mehr als die hälfte von ihnen kommt aus deutschland. Meist sind es Betriebe, die von einer Familie gegründet und über Generationen von dieser geführt wurden. sie besetzen erfolgreich ihre nischen und konzentrieren sich auf ihren Geschäftsbereich. sie sind Weltmarktführer aus der provinz. Und da ihre nische für ein land recht klein ist, gehen die heimlichen helden in die große weite Welt hinaus, haben nicht selten mehr als 50 Tochtergesellschaften, die sie effizient mit moderner IT-Technologie vernetzen, und profitieren vom Wachstum in anderen ländern. Beispiel columbus Verlag: Torsten oestergaard (48) führt die Globusfirma in vierter Generation mit allen höhen und Tiefen. so kriselte es in den 1990er-Jahren, als die Welt im Umbruch war: die ddr verschwand von
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Richard Rackl: „Mitarbeiter können von überall die iT-infrastruktur nutzen.“
gründung: 1840 Unternehmensbereiche: schließanlagen und elektronische zutrittskontrollsysteme sitz: Velbert mitarbeiter: 450 Telekom kunde seit: Firmengründung der Telekom
CEs: standorte weltweit vernetzen hERaUsFoRDERUNg
LösUNg
FazIT
das Unternehmen hat sich international aufgestellt: die c.ed. schulte Gmbh zylinderschloßfabrik betreibt neben dem produktionsstandort Velbert eine Fertigungsstätte in rumänien, unterhält Vertriebsniederlassungen in vielen europäischen ländern und wird über verschiedene partnerfirmen weltweit repräsentiert.
alle Unternehmensstandorte sind über Vpn-Verbindungen mit der zentrale verbunden. die Mitarbeiter, vor allem im Vertrieb, können von überall auf die IT-Infrastruktur zugreifen. Jeder Mitarbeiter verfügt über ein angepasstes arbeitsumfeld, im einsatz sind pc, notebook, netbook, Thin clients, ipad, iphone und BlackBerry.
die Vpn-Verbindungen ermöglichen eine automatisierte auftragssteuerung – auch aus den ausländischen Vertriebsniederlassungen heraus. so können online-Bestellungen der Kunden direkt in die produktion eingelastet und schneller ausgeführt werden.
mit sicherheit: CEs vertreibt ihre schließlösungen global – und kommuniziert sicher über vPn.
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Wissenwertes zu den heimlichen Helden ■ die Weltmarktanteile der heimlichen helden liegen bei mehr als 50 prozent, oft zwischen 70 und 90 prozent. das ist mehr als doppelt so viel wie die stärksten Konkurrenten. ■ sie sind erfolgreich, weil ihre strategie langfristig angelegt ist und weil sie innovativ sind: sie reichen fünfmal mehr patente pro 1 000 mitarbeiter und Jahr ein als Großunternehmen. ■ Im Mittelpunkt der Unternehmens- und produktentwicklung stehen der Kunde und der nutzen des produkts. Rund die hälfte der mitarbeiter bei den hidden champions pflegt regelmäßig den Kontakt zum Kunden. Bei Großunternehmen sieht maximal jeder zehnte seine Kundschaft. ■ Mehr noch als in großen Unternehmen muss in den kleinen die „Chemie“ stimmen. das Team erkennt schnell, wer es auf seinem erfolgskurs bremst. Wer die probezeit übersteht, ist akzeptiert und bleibt, die Fluktuation ist dann gering.
mehr Frauen im Chefsessel Frauenanteil an Vorständen in dax-Unternehmen
3,2 %
anteil weiblicher anteil Unternehmens- existenzgründerinnen inhaber im Mittelstand
20 %
QUelle: KFW, deUTschland 2011
16
37 %
den Karten, die Udssr, die Tschechoslowakei und Jugoslawien zerfielen. die Globen waren veraltet, ehe die Farbe auf ihnen trocken war. oestergaard überwand die Krise, wie es seine Vorfahren getan hatten: mit guten Ideen. so brachte er etwa den Kinderglobus heraus mit Giraffen und elefanten auf dem afrikanischen Kontinent und Kängurus in australien. Immer wieder nutzt er die Vorteile neuer Techniken. seine Vertriebsmitarbeiter setzen zum Beispiel bei Kundenbesuchen und auf Messen ipads ein. „damit können wir unsere emotionalen produkte auch emotional mit Bild und Ton präsentieren“, erklärt er. die Mitarbeiter zeigen partnern und Kunden die aktuellsten Werbefilme und haben den brandneuen Katalog schon auf dem ipad geladen, bevor dieser gedruckt wurde. so kann oestergaard gleich auf Kundenanregungen Verbesserungen in der produktion vornehmen. „das ginge alles auch mit dem notebook, aber erfahrungsgemäß schafft das große Gerät, das erst einmal hochgefahren werden muss, eine distanz“, sagt er. „das mochten die Kunden nicht. Mit dem ipad verhandeln wir auf augenhöhe.“
von velbert in die Welt ein wesentliches Merkmal der hidden champions ist, schneller als ihre Mitbewerber Kundenbedürfnisse zu erkennen. diesen Vorsprung pflegt etwa die zylinderschlossfabrik c.ed.schulte (ces) aus Velbert. 1909 fing die spezialfirma als erstes deutsches Unternehmen mit der industriellen produktion von schließzylindern an, machte sich mit einer Vielzahl von patenten international einen namen und erweiterte ihr portfolio um elektronische zutrittskontrollen und hochwertige einsteckschlösser. das a und o bei der international agierenden ces ist eine zuverlässige Vernetzung der vier auslandsniederlassungen und zwei Fertigungsstätten mit der Firmenzentrale. „Wir haben alle standorte über Vpn-Verbindungen mit der Unternehmenszentrale verbunden“, erklärt Geschäftsführer richard rackl (51). das ermöglicht eine automatisierte auftragssteuerung, auch aus den ausländischen Vertriebsniederlassungen. Vorteil dabei: online-Bestellungen können sofort in die produktion eingelesen werden, die Fertigungsprozesse werden kontinuier-
lich verbessert. die profis aus Velbert können trotz individuell gefertigter schließsysteme mit extrem kurzen lieferzeiten punkten.
innovationen aus Duderstadt Von den einfachen Beinprothesen aus pappelholz für die Versehrten nach dem ersten Weltkrieg bis zur gedankengesteuerten armprothese vergingen nicht einmal 90 Jahre. das auf Medizintechnik spezialisierte Unternehmen otto Bock aus duderstadt forscht beständig daran, das leben von Behinderten besser zu machen. das ergebnis sind bereits mehrfach mit design-preisen ausgezeichnete, innovative hightech-produkte aus neuen, leichten Materialien. die hälfte aller hochwertigen prothesen weltweit stammt heute aus duderstadt. schon früh erkannte Max näder, schwiegersohn des Firmengründers otto Bock, wie wichtig es ist, global aufgestellt zu sein: nach dem zweiten Weltkrieg ging für otto Bock der thüringische produktionsstandort Königssee verloren, das Unternehmen startete neu am heutigen standort duderstadt. 1958 leitete Max näder mit der Gründung von otto Bock Usa in Minneapolis die expansion des Familienbetriebs ein. heute gelten für seinen sohn hans Georg näder drei wesentliche erfolgsfaktoren: Mensch, Innovation und globale präsenz. das schafft nähe zum Kunden und zugang zu weltweiten Märkten. otto Bock ist inzwischen mit seinen auslandsgesellschaften in 44 ländern vertreten. Was für Kunden überall auf der Welt ein großer Vorteil ist, bedeutete für die IT-Verantwortlichen zu hause eine riesige herausforderung. zum Beispiel stammten die netzkomponenten in den außenstellen von unterschiedlichen herstellern. es fehlten ein einheitliches Wartungskonzept sowie die redundanz, um ausfallschutz und Verfügbarkeit geschäftskritischer anwendungen zu garantieren. noch schlimmer: die Telefonanlagen waren nicht miteinander vernetzt, es gab keinen einheitlichen rufnummernplan, call-centerFunktionen waren kaum vorhanden. näder fackelte nicht lang und gründete die IT-Tochter sycor, deren aufgabe es unter anderem war, ein einheitliches, globales IT- und Kommunikationsnetz aufzubauen.
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» Die drei Erfolgsfaktoren:
Otto Bock Healthcare
Mensch, innovation und globale Präsenz. Das schafft nähe zum Kunden – weltweit.
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mEDIzINTEChNIk, DUDERsTaDT
Hans GEOrG näDEr
Fortschritt: Mit den innovativen Hightech-Prothesen punktet Bock-Geschäftsführer Hans Georg näder auf der ganzen Welt.
Otto Bock: Erfolgreich mit sprach- und videokommunkation FIRmENpRoFIL
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gründung: 1919 Unternehmensbereiche: Medizintechnik sitz: duderstadt mitarbeiter: 4 330 Telekom kunde seit: 1998 über die IT-Tochter sycor
die netzkomponenten der 38 niederlassungen und Vertriebsgesellschaften in 140 ländern stammten von unterschiedlichen herstellern. es fehlten ein einheitliches Wartungskonzept und die redundanz, um ausfallschutz zu garantieren. die Telefonanlagen waren nicht vernetzt, es gab keinen einheitlichen rufnummernplan.
Von 2005 bis 2009 errichtete otto Bock mit seiner IT-Tochter sycor ein globales netzwerk als Basis für die standortübergreifende Vereinheitlichung von IT-anwendungen und Ip-basierter sprach- und Videokommunikation sowie zentrale saplösungen. Verzeichnis-, File- und druckerdienste sowie e-Mail und Intranet wurden konsolidiert.
alle außenstellen werden zuverlässig mit IT- und Kommunikationsanwendungen versorgt. Wichtigste effekte sind standardisierte prozesse, verbesserte Kundenbetreuung und höhere Betriebseffizienz. Fast 85 prozent aller Umsätze wickelt otto Bock inzwischen über das globale netzwerk ab.
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BEIspIEL
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FIRmENpRoFIL WINTERhaLTER
Winterhalter Gastronom
gründung: 1947 Unternehmensbereiche: Gewerbliche spülsysteme, reinigerprodukte für die profi-Küche sitz: Meckenbeuren mitarbeiter: 1 000 Telekom kunde seit: Gründung
gEWERBLIChE spüLsysTEmE, mECkENBEUREN
heute sichert das netzwerk die standortübergreifende Konsolidierung von IT-anwendungen und dient zugleich als Basis für Ipbasierte sprach- und Videokommunikation. „herausgekommen sind standardisierte Geschäftsprozesse, verbesserte Kundenbetreuung und eine höhere Betriebseffizienz“, sagt näder. Fast 85 prozent aller Umsätze wickelt otto Bock über sein globales netzwerk ab. positiver nebeneffekt: die Videokonferenzsysteme entlasten das reisekostenbudget.
Das Wesentliche erkennen
Jürgen (67) und Ralph (33) Winterhalter: Erfolg bedeutet, die Bedürfnisse der Kunden zu kennen.
Winterhalter: Besser präsentieren mit iPads hERaUsFoRDERUNg
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Innovationen präsentierte Winterhalter auf Messen mit „aufstellern“, die auf papier ausgedruckt waren. Betriebskosten mussten in excel-Tabellen berechnet werden, und es gab auf dem stand verschiedene, umständlich zu bedienende Bildschirme.
2011 hat Winterhalter für seinen Messestand ipads angeschafft. darauf sind animationen installiert, aber auch Informationen zur Maschine. ein wichtiges Tool ist die energy-app, mit der die Kundenberater einfach die Betriebskosten einer Maschine am geplanten aufstellungsort ermitteln.
die Informationen zu den Maschinen sind jetzt für alle ausstellungsländer gleich, die produkte und ihr nutzen für den Kunden lassen sich besser erklären. Winterhalter hat nur noch ein Medium, das gepflegt werden muss.
systematisch sauber: Die spülsysteme von Winterhalter finden sich in Gastronomieküchen weltweit.
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nicht nur mit Innovationen und Technik, sondern mit Fokussierung auf das Wesentliche erreichte das Unternehmen Winterhalter im oberschwäbischen Meckenbeuren seine Weltklasse: statt einer von vielen herstellern von spülmaschinen mit einem geringen Marktanteil zu sein, beschloss der mittelständische Familienbetrieb schon anfang der 1960er-Jahre, sich auf gewerbliche spülmaschinen zu konzentrieren. hotels, restaurants, Krankenhäuser: Überall, wo viel essen zubereitet und ergo viel gespült wird, ist Winterhalter heute standard. Mit 1 000 Mitarbeitern (460 in deutschland) sowie 38 Vertriebsniederlassungen und Vertriebspartnern in 70 ländern sind die schwaben nummer eins in ihrer Branche. Voraussetzung für den erfolg ist aber auch eine große nähe zu den Kunden. darauf achten die geschäftsführenden Gesellschafter Jürgen (67) und ralph (33) Winterhalter: sie binden schlüsselkunden bei der entwicklung neuer produkte in der definition der anforderungen wie auch bei praxistests ein. Viele Mitarbeiter lernen ohnehin ihr handwerk von der pike auf und wissen genau, wo der schuh bei ihren Kunden drückt. „oft beginnt ein entwicklungsingenieur seinen Job nicht etwa in der entwicklungsabteilung, sondern in der spülküche“, sagt ralph Winterhalter. doch auch hier geht es ohne Tech-
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nik nicht: „die IT ist bei uns entscheidend für das reibungslose zusammenspiel aller prozesse“, erklärt Winterhalter. „Wichtig ist die hohe Verfügbarkeit der systeme.“ auch bei Messen und Kundenpräsentationen kommt neue Technik zum zuge, zum Beispiel wenn die Mitarbeiter ipads nutzen. auf den Tabletrechnern sind digitale animationen installiert sowie details zur ausgestellten Maschine, die sich so viel besser erklären lässt.
Fischfutter aus Melle den Grundstein für das Unternehmen Tetra Gmbh aus dem niedersächsischen Melle legte der naturwissenschaftler und hobbyaquarianer Ulrich Baensch 1955 mit der entwicklung des ersten Fertigflockenfutters für zierfische – eine riesenerleichterung für aquarienbesitzer, die bis dahin lebendfutter für zierfische in der natur fangen mussten. Forschung und entwicklung wird bei Tetra traditionell groß geschrieben, in Melle unterhält das Unternehmen eine entwicklungsabteilung. die abteilung arbeitet eng mit dem strategischen Marketing zusammen, das durch weltweite Marktforschungsstudien die Wünsche der Konsumenten genau kennt. das begrenzte Marktsegment aquaristik erweiterte Tetra durch expansion: neben dem standort Melle unterhält die Tetra Gruppe weltweit standorte, die produkte werden in knapp 120 ländern vertrieben. Und seit 2005 gehört der Weltmarktführer im Bereich aquaristik zur United pet Group (UpG) in den Usa. Weltweite Kundenpräsentationen und projektbesprechungen mit der amerikanischen Mutter zu produkt-design und Verpackungen gehören bei Tetra zum Tagesgeschäft. als alternative für die reisen führte Tetra Videokonferenzsysteme ein, in den großen niederlassungen wurden spezielle räume eingerichtet, in den kleineren desktop-lösungen. alle systeme basieren auf dem datennetz, sodass beim Konferieren mit Bild und Ton sowie beim Bearbeiten von dokumenten keine Verbindungsgebühren anfallen. „die virtuellen Konferenzen haben sich so bewährt, dass wir in den zwölf größten niederlassungen spezielle Telepresenceräume für die Meetings einrichten“, sagt Koord Janssen, direktor Marketing und Innovation. Wie bei allen hidden champions gilt auch hier: Vorsprung durch Technik. ■
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Nah am Wasser: aquaristik ist ein Hobby – und für Tetra ein hochspezialisiertes Geschäftsfeld.
Tetra: Erfolgreich mit videokonferenzen hERaUsFoRDERUNg
LösUNg
FazIT
Tetra hat niederlassungen in Frankreich, Großbritannien, Italien, polen, Japan, singapur und den Usa und Vertretungen in über 90 ländern. reisebeschränkungen nach dem 11. september 2001 beeinträchtigten das Geschäft. Tetra suchte eine lösung, um effiziente abläufe sicherzustellen.
Tetra führte eine datennetzbasierte Videokonferenz-lösung (teils in speziellen räumen, teils als schreibtisch-lösung) ein. Verbindungen zwischen niederlassungen funktionieren wie interne Verbindungen zwischen nebenstellen. Für die Managementebene werden derzeit Telepresence-räume eingerichtet.
durch die Videokonferenzen spart Tetra zeit und reisekosten und kann schneller reagieren. davon profitieren die Vertriebsund Marketing-Mitarbeiter, etwa bei der Konzeption von Verpackungen und beim produktdesign. produkte kommen so schneller auf den Markt.
FIRmENpRoFIL TETRa gründung: 1955 Unternehmensbereiche: aquaristik- und Gartenteichprodukte sitz: Melle mitarbeiter: 830 (420 in deutschland) Telekom kunde seit: 30 Jahren
Tetra GmbH aqUaRIsTIk- UND gaRTENTEIChpRoDUkTE, mELLE
koord Janssen: Erfolg durch Forschung und Entwicklung.
BEIspIEL
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INTERVIEW
„nur mit Fokus wird man Weltklasse“ hermann simon, chairman der Unternehmensberatung simonKucher & partners in Bonn, über die Forschungskraft der Mittelständler, warum sie global erfolgreich sind und wie moderne Technik ihnen hilft, an der spitze zu bleiben. * TexT: IrIs QUIrIn
professor simon, in Ihrem Buch „hidden Champions“ stellen sie die Elite des globalen mittelstands vor. Das sind vielfach unbekannte Weltmarktführer. Wie haben diese Firmen es an die spitze geschafft? die hidden champions sind in ihren Bereichen immer am puls der zeit. patentintensive Konzerne wie siemens generieren rund sechs patente pro 1 000 Mitarbeiter und Jahr. patentintensive hidden champions dagegen erreichen 31 patente pro 1 000 Mitarbeiter und Jahr. sie geben doppelt so viel für Forschung und entwicklung aus wie Großunternehmen, nämlich sechs prozent von ihrem Umsatz. sie arbeiten eng mit ihren Kunden zusammen und nutzen diese als Innovationstreiber. Fast die hälfte der Mitarbeiter hat regelmäßig Kundenkontakt, bei großen Unternehmen sind es meist nicht mehr als zehn prozent. In der regel haben sie sich auf ein Geschäftsfeld fokussiert. nur so wird man Weltklasse. das macht den Markt aber klein. Groß wird man durch Globalisierung. Was unterscheidet die Führungskräfte dieser mittelstandselite von denen in großkonzernen? der eklatanteste ist sicher die durchschnittliche amtsdauer. die liegt bei den hidden champions bei 20 Jahren, bei dax-Unternehmen sind das aktuell fünf Jahre. allein das sagt viel über die orientierung und die Kontinuität der Führung aus. die Führungskräfte kommen auch in wesentlich jüngeren Jahren, in der regel in den 30ern bis anfang der 40er, an die spitze der Unternehmen. sie sind also deutlich jünger als die chefs in Großunternehmen. auch Frauen spielen eine wesentlich größere rolle in der Führung. Wenn der Chef 20 Jahre lang an der spitze bleibt, bedeutet das nicht stillstand? Kontinuität hat als solches natürlich keinen Wert. ein wesentlicher aspekt ist die persönlichkeit, also die starke Identifikation des chefs mit seinem Geschäft. Wer für sein Unternehmen brennt, ist in der lage, die Flamme, die in ihm brennt, auch bei seiner Mannschaft zu entzünden.
UNTERNEhmENsBERaTER sImoN „Mittelständler sind kleine Weltkonzerne.“
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heißt das, dass die erfolgreichen kmUs generell eine geringe Fluktuation haben? Ja, viele haben eine sehr eigenwillige Unternehmenskultur, die nicht jedermanns sache
ist. Interessanterweise haben sie im ersten halben Jahr, also während der probezeit, eine hohe Fluktuation. die Mannschaft prüft, wer zu ihnen passt und es mit ihnen nach vorn schafft und wer nicht. das ist wie in einer Fußballmannschaft. der chef muss sich darum gar nicht kümmern. danach gibt es kaum noch Fluktuation. die durchschnittliche Fluktuationsrate in deutschland liegt bei 7,43 prozent, was im internationalen Vergleich niedrig ist. Bei den hidden champions ist es gerade mal ein drittel davon. Warum findet man mehr Frauen in Führungsrollen als in DaX-konzernen? das hat im Wesentlichen als Ursache, dass 70 prozent der hidden champions Familienunternehmen sind. Während das jugendliche alter der chefs nicht unbedingt etwas damit zu tun hat, weil auch angestellte ceos in jungen Jahren dort an die spitze kommen, ist es bei den Frauen anders: sie sind in der regel Familienmitglieder, die einen guten Job machen. Wie kommen die hidden Champions eigentlich an ihre Führungskräfte? das ist für sie ein großes problem, zumal viele in ländlichen regionen sitzen. die erfahrung lehrt, dass es in jeder region Talente gibt, man muss sie nur früh genug entdecken, sie auf sich aufmerksam machen und an sich binden. Wichtig ist auch, wenn die nachwuchskräfte studiert haben und in die heimatregion zurückkehren, dass die Unternehmen sie für ein paar Jahre ins ausland schicken, damit sie internationale erfahrung sammeln können. Viele hidden champions sind ja kleine Weltkonzerne mit oft 50 oder mehr eigenen Tochtergesellschaften. Welche Rolle spielt die Informationstechnologie beim Erfolg der Champions? eine wichtige, denn sie müssen zum Beispiel viele standorte rund um den Globus effizient vernetzen und arbeiten stark mit projektteams, deren Mitglieder auf der ganzen Welt sitzen. die meisten sind mit moderner Informationstechnik ausgestattet. das Internet als Vertriebskanal ist eher auf bestimmte Bereiche beschränkt, etwa den Verkauf von ersatzteilen. da viele Weltmarktführer komplexe produkte oder dienstleistungen anbieten, spielt e-commerce keine große rolle. ■
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PRAXIS 360° WISSEN FÜR WEITERDENKER
Inhalt
Services, Produkte, Dienste 22 Virtuelle Post gesetztlich garantiert zustellen Mit De-Mail schicken Firmen E-Mails und Dokumente nachweisbar über das Web 24 Smartphones – edel und gut Smartphones fürs Business und nützliche Apps 26 Welche Tarife lassen sich wie kombinieren? Kosten sparen mit den neuen Business-Tarifen
VORTEIL TELEKOM CLOUD Die Wolke kann im Prinzip alles leisten, was sonst Server und Anwendungen im Unternehmen übernehmen.
28 „Gute Gründe für die Cloud“ Telekom Manager Dirk Backofen über die Vorteile der Cloud und warum Sicherheit so wichtig ist 30 Technik Wikipedia Was ist die Cloud, und wie funktioniert sie?
360° PRAXIS
Wie lässt sich virtuelle Post sicher verschicken?
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De-Mail: Mit der neuen De-Mail schicken Unternehmen ihre Nachrichten und Dokumente an Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter sicher, vertraulich und nachweisbar über das Web. * TEXT: CAROLINE ROSIN // ILLUSTRATION: AXEL PFÄNDER
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Der Absender schickt eine De-Mail an ein De-MailPostfach. Die Nachricht wird auf Viren geprüft.
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Zwischen dem De-Mail-Server des Absenders und dem De-Mail-Server des Empfängers wird stets eine sichere und verschlüsselte Verbindung aufgebaut.
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Die neue elektronische Post kommt im De-Mail-Postfach des Empfängers an. Gleichzeitig kann der Absender eine Bestätigung darüber anfordern, wann seine Post beim Empfänger eingegangen ist.
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Liegt die Nachricht im De-Mail-Postfach des Empfängers, wird sie entschlüsselt, sobald er sie liest.
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anz selbstverständlich verschicken Firmen heute E-Mails – an Kunden, Kollegen oder Geschäftspartner. Wenn es aber darum geht, eine Rechnung einzureichen oder ein Angebot abzugeben, setzen viele Firmen noch immer auf die Briefpost. 17 Milliarden lizenzpflichtige Briefe, also Sendungen mit einem Gewicht von bis zu 1 000 Gramm, wurden nach Angaben der Bundesnetzagentur im Jahr 2009 in Deutschland verschickt. Das soll sich mit De-Mail ändern. Entwickelt hat den neuen Dienst das Bundesministerium des Innern (BMI) gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden. Ziel: eine einfache, gleichzeitig aber sichere Möglichkeit zur Online-Kommunikation zu schaffen. Rechtlich verankert ist diese neue Form der elektronischen Kommunikation im De-MailGesetz, das im Mai 2011 in Kraft getreten ist. Danach sind die Provider dazu verpflichtet, die elektronische Post verschlüsselt zu übermitteln. So kann kein Dritter auf die Daten zugreifen und sie mitlesen – ein Pluspunkt insbesondere
bei sensiblen und vertraulichen Informationen. Außerdem müssen Sender und Empfänger bekannt sowie der Empfang und Versand einer De-Mail nachweisbar sein. Und wichtig für Unternehmen: Jeder Provider muss alle gesetzlichen Sicherheitsanforderungen erfüllen, sich von unabhängigen Prüfern zertifizieren und als De-Mail-Anbieter durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) akkreditieren lassen. Die Telekom durchläuft die Zertifizierung aktuell und wird im ersten Halbjahr 2012 ihre De-Mail-Dienste für Privat- und Geschäftskunden anbieten.
Die neuen De-Mail-Dienste von der Telekom starten im ersten Halbjahr 2012. Lassen Sie sich heute schon vormerken! www.telekom.de/de-mail www.de-mail.de
Pluspunkte für Firmen SO PROFITIEREN MITTELSTÄNDISCHE FIRMEN Per De-Mail lassen sich künftig Verträge, Angebote oder Rechnungen digital an Kunden oder Partnerfirmen versenden. Darüber hinaus können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Gehaltsabrechnungen per De-Mail zukommen lassen. Umgekehrt haben Mitarbeiter die Möglichkeit, mit dem neuen Dienst Dokumente wie Reisekostenabrechnungen, Urlaubsanträge oder Krankschreibungen besonders schnell, sicher und nachweisbar an den Chef zu versenden. SO PROFITIEREN VERSICHERUNGEN Firmen aus der Versicherungsbranche versenden künftig Rechnungen, Mitteilungen über Tarifänderungen oder Schadensmitteilungen per De-Mail. Auch Versicherungsbedingungen oder Beratungsdokumentationen müssen sie den Kunden nicht länger auf CD oder USB-Sticks speichern und übergeben, sondern können alles künftig elektronisch abwickeln.
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LÖSUNG GEFUND EN
SO PROFITIEREN FINANZDIENSTLEISTER Regelmäßige Mitteilungen an die Kunden wie Kreditkartenabrechnungen, Kontoauszüge oder Depotbewegungen müssen Banken nicht länger als Brief versenden, sondern können sie per De-Mail schicken. Vertrauliche Dokumente, darunter auch Anträge, landen mit De-Mail sicher und nachweisbar im virtuellen Postfach. Auch die Korrespondenz im Rahmen der Stornorückvergütung lässt sich digital per De-Mail erledigen. SO PROFITIEREN ENERGIE-DIENSTLEISTER Nebenkostenabrechnungen, Zählerstandmitteilungen oder Tarifänderungen versenden Energiedienstleister besonders sicher als De-Mail an Mieter, Eigentümer oder Hausverwalter. Das spart außerdem Zeit und Porto. Und wer als Kunde im Rahmen von Smart Metering gleich mehrfach im Jahr von seinem Stromversorger über den aktuellen Verbrauch informiert wird, kann die Zahlen ebenfalls per De-Mail erhalten.
Wie kann ich mich dafür anmelden? Anfangs müssen sich Kunden bei ihrem De-Mail-Provider registrieren und identifizieren, zum Beispiel mit dem Personalausweis. Bei Firmen legen eine oder mehrere vertretungsberechtigte Personen einen Handelsregisterauszug vor. Danach schaltet der Provider das De-Mail-Postfach frei.
Wie empfange und sende ich De-Mails? Privatpersonen und Firmen greifen über einen herkömmlichen Browser auf De-Mail zu. Unternehmen können alternativ ein Gateway installieren und koppeln es mit der De-Mail-Plattform. So binden sie ihre E-Mail-Infrastruktur wie Microsoft Exchange ein und können gängige E-Mail-Programme wie Outlook weiter nutzen.
Wie sicher ist eigentlich De-Mail? Die Übertragung ist verschlüsselt, und alle De-Mails werden auf Ser vern in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Europa gespeichert. Die Server-Räume sind geschützt, alle Komponenten sind doppelt vorhanden. Der Provider muss nachweisen, dass er fachkundiges Personal einsetzt.
Kostenvorteile für Unternehmen? Firmen sparen Kosten für Porto, Druck und Aufbewahrung. Bisher werden Rechnungen am PC erstellt, ausgedruckt und als Brief verschickt. De-Mail sorgt für effizientere Prozesse, etwa bei der Weiterverarbeitung oder Archivierung von Daten.
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360° PRAXIS
Smartphone fürs Business
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as Samsung Galaxy Note hat einen 13,5 Zentimeter (5,3 Zoll) großen Touchscreen und bietet mit 1280 mal 800 Bildpunkten eine detailreiche Anzeige – gut geeignet für Webseiten und Tabellen. Mit seinem 1,4-Gigahertz-Dual-Core-Prozessor und einem Gigabyte Arbeitsspeicher ist das Note für den schnellen Zugriff auf Apps gut gerüstet. Außerdem: HSPA-OnlineZugang (Empfang: max. 21 Megabit/s, Senden: max. 5,76 Megabit/s) und 8-Megapixel-Autofokus-Kamera.
Klangstarker Begleiter
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u den interessantesten Musik-Smartphones auf dem Markt gehört aktuell das HTC Sensation XE. Seine Klangwiedergabe wurde zusammen mit dem Soundspezialisten Audio Beats optimiert, ein hochwertiger In-Ear-Kopfhörer von Audio Beats gehört zum Lieferumfang. Angetrieben wird das HTC-Modell von einem 1,5 Gigahertz schnellen Dual-Core-Prozessor, der flotte Zugriffe erlaubt. Das Smartphone ist mit Android 2.3.5 ausgestattet, ein leistungsstarker 1730-mAh-Akku sorgt für genügend Ausdauer. Zudem ist alles vorhanden, was ein aktuelles Business-Phone der Topklasse auszeichnet.
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obiltelefone mit ganz unterschiedlichen Betriebssystemen wie Android, Windows Mobile, Windows Phone, BlackBerry oder Apple iOS sind gängige Praxis in Unternehmen. Der Einsatz von iPhones, iPads, Smartphones und Android-Tablets stellt aber die IT-Abteilungen vor besondere Probleme: So lassen sich die unterschiedlichen Geräte zentral kaum verwalten. Auch die Einhaltung der unternehmensinternen Sicher-
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heitsanforderungen ist kompliziert. Angesichts der vielen unternehmenskritischen Daten und Apps, die auf den mobilen Geräten der Mitarbeiter laufen, zählt aber die Verwaltung der mobilen Endgeräte zu den dringenden Herausforderungen der Unternehmens-IT. Das bestätigt eine Umfrage von IDC Research: 94 Prozent der befragten Firmen gaben an, dass sie mobile Geräte inzwischen als Risiko einstufen. Mit dem Mobile Device Management (MDM) stellt die
Telekom in der zweiten Jahreshälfte 2012 eine professionelle Lösung bereit, um die Vielfalt der Geräte und Systeme zentral zu verwalten. Der neue Dienst bietet seinen Nutzern ohne Zusatzinvestitionen für Hardware und Software eine effiziente Möglichkeit, Smartphones und Tablets sicher und schnell in die Unternehmens-IT einzubinden. Die Vorteile: Über ein OnlinePortal können die Administratoren alle mobilen Endgeräte inventarisieren, kontrollieren und steuern. Ein striktes App-
Management regelt auch das Installieren und Deinstallieren von Software und Apps auf den Geräten der Mitarbeiter. Ein App-Filter kontrolliert das selbstständige Aufspielen von Apps. Vor allem in Sachen Sicherheit bietet MDM nützliche Tools: Zum Beispiel lassen sich spezielle Sicherheitsvorgaben der Firma zentral regeln. Bei Verlust oder Diebstahl kann das Gerät lokalisiert werden, und die Daten lassen sich aus der Ferne löschen. www.telekom.de/gk/handys
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FOTOS: PR
Alle Apps zentral steuern
Fünf Apps fürs Business
Schöner telefonieren
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in optisches Highlight ist das neue Nokia-Smartphone. Das aus einem Stück gefertigte Gehäuse aus Polycarbonat sieht extrem gut aus und bietet beste Voraussetzungen für guten Empfang. Das Nokia Lumia 800 (das erste Nokia mit Windows Phone 7.5 – als Mango bekannt) verfügt über ein farbstarkes 3,7-Zoll-AMOLED-Display, das satte 480 mal 800 Bildpunkte darstellt. Ein 1,4-Gigahertz-Prozessor und ein Gigabyte Arbeitsspeicher sorgen für flotte Zugriffe auf alle Programme. Intern stehen zwölf Gigabyte als Speicher zur Verfügung.
01 PAKET TRACKING APP Die App verfolgt den Lieferstatus von Paketen. Per Barcode-Scanner lässt sich die Paketnummer eingeben. 1,49 Euro für Windows Phone
02 NAVIGON EUROPE Bei dieser Version müssen nicht mehr alle Karten geladen werden, sondern können einzeln angefordert werden, was Speicher spart. 89,95 Euro für Android, iPhone, Windows Phone
Trendsetter in Sachen Android
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as neue Google-Phone ist das erste Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Android 4.0. Optisch beeindruckt das Samsung Galaxy Nexus mit seinem detailreichen 4,65-Zoll-Großdisplay mit einer Auflösung von 1280 mal 720 Bildpunkten. Ein 1,2 Gigahertz schneller Dual-Core-Prozessor plus ein Gigabyte Arbeitsspeicher erlauben den schnellen Zugriff auf Apps und Internet. Der interne Speicher bietet 16 Gigabyte, lässt sich aber nicht per Speicherkarte erweitern. Das 135 Gramm leichte Gerät bietet eine volle Business-Ausstattung.
03 TAGESSCHAU Diese App bietet Meldungen, Audiound Videobeiträge sowie Bildergalerien der ARD. Gratis für Android, BlackBerry und iPhone
04 ABOALARM Aboalarm verwaltet Verträge, erinnert an Kündigungsfristen und liefert Vorlagen für Kündigungsschreiben. Gratis für Android und iPhone
Schnell, schneller, LTE Der Ausbau des neuen LTE-Netzes geht in den nächsten Monaten weiter – sowohl in den Ballungsräumen als auch in den ländlichen Regionen. Das Ziel: Ende 2012 sollen die 100 größten Städte in Deutschland mit dem Turbo-Netz LTE versorgt sein. Anwender in über 1 000 ländlichen Regionen werden dann das schnelle 4G-Mobilfunknetz nutzen können. Auch die Auswahl an Endgeräten wird in den nächsten Monaten größer, zum Beispiel mit dem neuen Speedstick LTE. Im zweiten Halbjahr kommen LTE-fähigen Tablets und Smartphones auf den Markt. Im zweiten Quartal 2012 bietet die Telekom ein passendes Tarifportfolio für LTE. www.telekom.de/lte
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Speedstick LTE: turboschneller Datenstick für Mac und Windows.
05 ADAC PANNENHILFE Einmal eingerichtet, erhalten ADACPannenhelfer alle Daten, auch der Standort wird übertragen. Gratis für Android, iPhone, Windows Phone
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360° PRAXIS
Welche Tarife lassen sich für wen kombinieren?
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Business-Tarife: Zusätzlich zum Standardtarif-Portfolio gibt es jetzt vier Aktionstarife für Geschäftskunden. Wir verraten, für wen die neuen Tarife in Frage kommen. * TEXT: ARNULF SCHÄFER // ILLUSTRATIONEN: KRISTINA DÜLLMANN
Special Business Call 100
Special Business Call & Surf Mobil
Was bietet dieser Tarif? 100 Inklusiv-Minuten in alle deutschen Netze. Wer ist der typische Nutzer, und was braucht er? Der Handwerker, der beim Kunden vor Ort im Einsatz ist. Er muss für seine Kunden und seine Firma erreichbar sein, Termine absprechen und Ersatzteile anfordern. Welches Endgerät nutzt er? Ein einfaches Handy ohne Schnickschnack. Was kostet dieser Tarif? 8,36 Euro (plus USt.).
Was bietet dieser Tarif? 100 Inklusiv-Minuten in alle deutschen Netze plus Daten-Flat. Wer ist der typische Nutzer, und was braucht er? Service-Mitarbeiter, die telefonisch erreichbar sein müssen, aktiv wenig telefonieren, aber unterwegs auch auf Daten, Firmen-Apps oder den Firmen-Server zugreifen müssen. Welches Endgerät nutzt er? Ein modernes Smartphone. Was kostet dieser Tarif? 16,76 Euro (plus USt.) / Preis mit Mobiltelefon: 25,17 Euro (plus USt.).
EINFACHES HANDY Geeignet für alle, die nur erreichbar sein und selten selbst telefonieren wollen.
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MODERNES SMARTPHONE Geeignet für alle, die nur erreichbar sein, aber auch häufig das Internet nutzen müssen.
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Special Business Complete Mobil
Special Business Complete Mobil XL
Was bietet dieser Tarif? Telefon-Flatrate ins Telekom Mobilfunknetz, 100 Inklusiv-Minuten in alle übrigen deutsche Netze, SMS-Flat in alle deutschen Netze, Daten-Flatrate plus HotSpot-Flatrate. Wer ist der typische Nutzer, und was braucht er? Ein Außendienstler, der mit Kunden, mit seiner Zentrale und regelmäßig mit Kollegen telefoniert. Außerdem greift er mit seinem Laptop oft auf den Firmen-Server zu und schickt E-Mails mit Anhang und bearbeitet Dokumente. Welche Endgeräte nutzt er? Ein Smartphone sowie Notebook oder Tablet-PC. Was kostet dieser Tarif? 25,17 Euro (plus USt.) / Preis mit Smartphone: ab 37,77 (plus USt.).
Was bietet der Tarif? Telefon-Flatrate in alle deutschen Netze, SMS-Flatrate in alle deutschen Netze, Daten-Flatrate plus HotSpot-Flat sowie Internet-Telefonie (VoIP). Wer sind die typischen Nutzer? Geschäftsführer, leitende Mitarbeiter und alle, die per Smartphone und E-Mail kommunizieren und ein Tablet nutzen, um auf den Firmen-Server, das Intranet und Internet zugreifen zu können. Sie nutzen HotSpots, um schnell große Datenmengen zu übertragen, und telefonieren gern auch über das Internet (VoIP). Welche Endgeräte nutzen sie? Ein Top-Smartphone sowie ein Tablet. Was kostet dieser Tarif? 58,78 Euro (plus USt.) / Preis mit High-End-Smartphone oder iPhone: 67,19 Euro (plus USt.)
SMARTPHONE UND NOTEBOOK Für alle, die viel telefonieren und Daten im Web abrufen.
SMARTPHONE UND TABLET-PC Für Geschäftsführer und alle, die viel telefonieren und oft im Internet unterwegs sind.
3 Tipps für Firmen FIRMENINTERN ANRUFEN Wenn Mitarbeiter oft untereinander und mit der Firma telefonieren, lohnt sich der Zusatz Business Mobil. Damit sind unbegrenzt firmeninterne Telefonate erlaubt. Außerdem können mit dieser Flat-Option unbegrenzt SMS-Kurzmitteilungen innerhalb des Telekom Mobilfunknetzes verschickt werden. Die Zusatzoption Business Mobil kostet für Kunden der Tarife Special Business Call 100 und Special Business Call & Surf Mobil 8,36 Euro (plus USt.). Kunden des Tarifs Special Business Complete Mobil zahlen 4,16 Euro (plus USt.) im Monat. Kunden des Tarifs Special Complete Mobile XL erhalten die Leistungen automatisch.
SIM-KARTE ERWEITERN Wenn mobile Mitarbeiter unterwegs ein Smartphone, ein Netbook oder Tablet-PC einsetzen, empfiehlt sich die MultiSIM. Damit lassen sich bis zu drei Karten nutzen, die zum Special Business Tarif bestellt werden können. Die drei Karten nutzen eine Rufnummer. So kann der HandyAnschluss im Smartphone, im Tablet und im Netbook oder in einem weiteren Telefon genutzt werden, ohne die Karten zu wechseln.
GESPRÄCHS-PAKETE NUTZEN Kunden mit Special Business Call & Surf Mobil und Special Business Complete Mobil, können ihr InklusivVolumen mit Call 120 und Call 240 um 120 Minuten oder 240 Minuten im Monat in alle deutschen Telefonnetze erweitern. Nach dem Verbrauch gilt ein Verbindungspreis von 0,25 Euro/Minute (plus USt.).
www.telekom.de/gk/ mobilfunk-tarife
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360° PRAXIS
„Gute Gründe für die Cloud“ Telekomcloud: es ist keine Frage mehr ob, sondern nur wie. Immer mehr Unternehmen profitieren von cloud services. Dirk Backofen, Leiter Marketing Geschäftskunden, im Gespräch über Angebot, Betrieb, Abrechnung und warum Datensicherheit entscheidend ist. * INTeRVIeW: IRIs QUIRIN // FOTOs: RAINeR hOLZ
Herr Backofen, alle Welt redet von Cloud Services. Aber warum sollten gerade kleine und mittelständische Unternehmen es nutzen? Für kleine und mittlere Unternehmen bieten cloud services viele Vorteile, zum Beispiel dass sie Bandbreite, speicherplatz, Rechenleistung und Anwendungen genau auf ihren Bedarf zugeschnitten über das Internet beziehen können. Das spart Geld, denn sie müssen nicht zwangsläufig in eigene IT-Infrastruktur wie server und speicher sowie in software investieren. Und sie müssen sich auch nicht mehr um Wartung und Updates kümmern. Das übernehmen Profis wie wir, wenn sie
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ihre Leistungen in der Telekomcloud buchen. Alles lässt sich übrigens an den Geschäftsverlauf und am Markt anpassen: Benötigen Unternehmen mehr, buchen sie einfach mehr und umgekehrt. sie bezahlen natürlich immer nur für die gebuchte Leistung. Und: Jeder Anwender hat von überall und von jedem internetfähigen Gerät Zugang zu seinen gebuchten Diensten – egal ob im Büro, unterwegs oder im home Office. Bei den Angeboten ist die Rede von Public Cloud und Private Cloud. Was ist das? Die Public cloud nutzen vor allem Privatkunden, um Fotos, Musik, e-Mails und Videos zum
Beispiel im Mediencenter der Telekom abzulegen. sie greifen über das Internet auf ihre Daten zu. Firmen, die extrem hohen Datenschutz- und Datensicherheitsregularien unterliegen, würden ihre Daten in der Private cloud speichern und spezielle Dienste dort nutzen. hybrid cloud ist eine Mischform aus Private cloud, Public cloud und traditioneller IT-Umgebung in verschiedenen Variationen. so kann ein Unternehmen sensible Daten auf den eigenen servern der Private cloud mit kostengünstigen Leistungen aus ausgelagerten Public clouds kombinieren und bei Bedarf Ressourcen hinzubuchen – zum Beispiel in spitzenzeiten.
Welche Services können speziell kleine und mittelständische Unternehmen nutzen? Ziemlich viele, denn wir wollen, dass unsere Kunden von den Vorteilen des vernetzten Arbeitens profitieren. Das geht über die reine Nutzung der IT-Infrastruktur hinaus und reicht von der cloud als gigantischem Archiv für Daten bis hin zum virtuellen Arbeitsplatz, den jeder Mitarbeiter überall zur Verfügung hat. es lassen sich etwa nützliche Anwendungsprogramme aus der cloud laden oder spezielle software nutzen. Wollen sich Mitarbeiter vernetzen, geht das über neue Videokonferenzen-Lösungen in der cloud. Und wer integrierte Festnetz-,
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Mobilfunk- und Pc-Kommunikation nutzen will, bekommt das von uns aus der cloud.
» Bei der Cloud lassen sich höchste Sicherheitsansprüche mit geringeren Kosten kombinieren. «
Das sind vielfältige Ansätze, aber was ist das Besondere bei der Telekom? Wir bieten unseren Kunden die ganze Wolke aus einer hand an: das gebuchte Angebot, den reibungslosen Betrieb, die genaue Abrechnung und die hohe Datensicherheit.
ten services via Internet von der Telekom, deshalb ist eigenes Know-how nicht erforderlich – auch nicht beim Betrieb oder bei den sicherheitsmaßnahmen. Wir bieten als cloud-Betreiber alles aus einer hand an.
Wo finden Kunden einen Überblick über alle Services? Wir werden unser cloud-Angebot künftig auf einem zentralen Portal bündeln. Unsere Kunden müssen nicht mehr einzelne Anwendungen und Dienste mühsam im Internet zusammenklauben. Klar ist auch: Wir werden unser cloud-Portfolio stark ausbauen. Neben eigenen Diensten werden wir dort auch Produkte von externen Partnern anbieten. Müssen Firmen, die sich für ein Cloud-Angebot entscheiden, dafür eigenes Know-how im Haus vorhalten? Unternehmen beziehen beim cloud computing die gebuch-
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Beim Cloud Computing werden sensible Unternehmensdaten ausgelagert. Worauf müssen Firmen achten? Zum Beispiel, dass sicherheit beim Betreiber im Mittelpunkt steht. Als einer der größten Rechenzentren-Betreiber in Deutschland können wir standards bieten, die ein kleines oder mittelständisches Unternehmen selbst gar nicht gewährleisten könnte. Die Daten werden in hochsicheren, zertifizierten Rechenzentren gespeichert und vor unbefugtem Zugriff geschützt. Der Austausch erfolgt über die Netze der Telekom. Wir bieten sicherheit, Zugriffsschutz und Transparenz mit garantierter Verfügbarkeit und service-Levels.
Welche Strategie verfolgt die Telekom beim Thema Cloud Computing in Zukunft? Wir erweitern unser cloud-Portfolio stetig. Neben eigenen services werden wir verstärkt Produkte von Partnern anbieten. Unsere Kunden können sich da-
rauf verlassen, dass wir mit Partnern zusammenarbeiten, die quasi „Telekom-geprüft“ sind. Unsere Ansprüche an sicherheit sind hoch. Das Gleiche gilt dann auch für unsere Partner. ■ www.telekom.de/cloud
Die wichtigsten Cloud Services live Was bringen cloud services in der Praxis? erleben sie auf der ceBIT, wie sie die cloud praxisnah im Unternehmen einsetzen können. p
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Infrastructure as a Service: Bereitstellung von Rechenleistung, speicherplatz sowie Netzwerk mit entsprechender Bandbreite, Zugangsschutz und Quality of service. Desktop as a Service: ein Business-Arbeitsplatz aus der Wolke. Business Applications as a Service: Anwendungen Mail, Telefonie, sAP, Ms Office 2010 sowie cRM oder eRP von scopevisio. Communication as a Service: DeutschlandLAN, integriertes Kom plettpaket für Festnetz-, Mobilfunk- und Pc-Kommunikation inklusive Telefonanlage und innovativer Videokonferenz-Lösungen. Security as a Service: Nachweisbare elektronische Kommunikation via De-Mail sowie auch Virenschutz-software fürs smartphone. Platform as a Service: Bereitstellung von gemeinsam nutzbaren Laufzeit- oder entwicklungsplattformen.
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Wie funktioniert Cloud Computing?
D I E WO I N D E R P LK E RA XIS
Erleben Sie Services a unsere Cloud uf der C Deutschen ebit bei der Tele Halle 4, Sta kom in nd D26.
TelekomCloud. Die Wolke kann im Prinzip alles beherbergen, was sonst Server und Anwendungen im Unternehmen leisten – nur ausgelagert auf Rechenzentren der Telekom. Vorteil: Alles ist jederzeit von jedem Ort abrufbereit und lässt sich nach Bedarf anpassen. * TEXT: ANJA STROHM // ILLUSTRATION: AXEL PFÄNDER
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Cloud: ein Begriff, viele Funktionen
Schutz vor Hacker und Viren KOMPLETT GESCHÜTZT
Cloud als Prozessor Hier werden in der Cloud gemeinsam nutzbare Laufzeit- oder Entwicklungsplattformen bereitgestellt (Platform as a Service), zum Beispiel für die Entwicklung und Vermarktung von Anwendungen.
Cloud als riesengroßer Speicher Das Angebot Infrastructure as a Service enthält je nach Bedarf Rechenleistung, Speicherplatz sowie entsprechende Bandbreite. Auch Zugangsschutz und Quality of Service sind im Paket enthalten.
Security Services aus der Telekom Cloud schützt zuverlässig alles, was wichtig ist: Dokumente, Dateien, E-Mails und sogar Datenbanken. Firewall, Virenabwehr und Netzsicherheit greifen dabei ineinander, um so Spionage abzuwehren und auch laufende Anwendungen vor Angriffen von außen zu bewahren.
Cloud als Marktplatz für Software Auch Programme wie Outlook oder Kundenmanagement-Software liefert die Cloud je nach Bedarf (Business Applications as a Service). Vorteil: Die Software zur Miete ist immer auf dem neuesten Stand. Bei der der Telekom gibt es beispielsweise Anwendungen von E-Mail, und Office-Programmen bis hin zu CRM und spezielle Finanzbuchhaltungs-Software aus der Cloud.
Cloud vereint Festnetz, Mobilfunk und PC Die Wolke bringt auch Festnetz, Mobilfunk und Telefonanlage zusammen (Communication as a Service). So ist zum Beispiel DeutschlandLAN ein integriertes Komplettpaket für Festnetz-, Mobilfunk- und PC-Kommunikation inklusive Telefonanlage und innovativer Videokonferenz-Lösung.
ANGABEN IN PROZENT
CLOUD DIENSTE SIND GEFRAGT
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Die TelekomCloud besteht physikalisch aus mehreren Rechenzentren, die alle in Deutschland stehen und den hohen Sicherheitsstandards hierzulande entsprechen. Befindet sich der Sitz der Cloud in einem anderen Land wie Amerika, gilt das dortige Rechtssystem.
www.telekom.de/cloud
Vorteile für Unternehmen
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ZERTIFIZIERT UND GEPRÜFT
Die Wolke schwillt an: Innerhalb von nur einem Jahr haben mittelständsiche Firmen in Deutschland ihren Bedarf an Cloud-Computing fast um die Hälfte verdoppelt.
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Keine Investitionskosten in Hardware und Software. Die verwendete Software aus der Cloud ist immer auf dem neuesten Stand. Pflege und Wartung der IT-Infrastruktur entfällt. Berechnet wird nur genau die Leistung, die auch abgerufen wird. Die Kapazität in der Cloud lässt sich jederzeit an die Geschäftsstrukturen anpassen. Sowohl Speicherplatz als auch Software richten sich einfach nach dem Bedarf des Unternehmens. Kompletter Schutz vor Verlust oder Diebstahl. Jederzeit und von überall Zugriff auf Daten und Informationen.
QUELLE: TECHCONSULT 2011
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Heldenpl채ne f체r den Markt: Mit dem sympathischen Maskottchen und der passenden Technik will Gesch채ftsf체hrer Fabian Siegel das Online-Bestellen von Essen schneller, einfacher und besser machen.
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s chnell wie der Blitz Pizza, Pasta, sushi und Burger online bestellen – eine Berliner Firma macht sich auf, die Welt der Bestelldienste zu revolutionieren. Lieferheld kombiniert geschickt das Web, Mobile App und eine neuartige Machine-to-Machine-Box. * TexT: cAroLine rosin // FoTos: Werner AMAnn
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arf ich vorstellen – das ist unser Lieferheld“, sagt Fabian siegel, Geschäftsführer der Berliner Firma Lieferheld und deutet auf den lebensgroßen Pappkameraden neben ihm. Der trägt einen knallroten Anzug mit leuchtend gelbem cape, die hände stecken in Topfhandschuhen und sind in supermann-Manier nach vorn gestreckt. Bewaffnet ist der sympathisch grinsende held mit salz- und Pfefferstreuer, und auf seinem Kopf transportiert er – gut verschlossen in einer mit Blaulicht geschmückten haube – Pizza, Pasta und co. zu den hungrigen Kunden. Der Kraftprotz ist das personifizierte Aushängeschild von einem neuartigen online-Bestellservice für Pizza, Pasta und sushi mit sitz in Berlin-Mitte. „Deutschlandweit geben die Leute im Jahr 2,5 Milliarden euro für essen vom Lieferservice aus. Die Mehrheit greift dabei zum Flyer und bestellt per Telefon oder Fax“, erklärt Firmengründer siegel. „Das wollen wir ändern, denn es geht viel besser online. Ganz neu ist das zwar nicht, aber wir sind im herbst 2010 angetreten, die Bestellung im internet wesentlich schneller und effizienter zu machen.“ Das hört sich zunächst einfach an, aber dahinter stecken eine Menge ideen und ausgeklügelte Technik. Das start-up-Unternehmen kombiniert dabei internet-Plattform, Mobile App und eine neuartige Machine-to-Machine-Box. Das Prinzip ist einfach: Auf www.lieferheld.de geben Kunden ihre Postleitzahl ein und erhalten damit eine Übersicht der Lieferdienste in ihrer Umgebung. Mit wenigen Klicks können sie ihr Menü zusammenstellen und gleich online bestellen. ein ranking und viele Kundenbe-
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wertungen erleichtern die Wahl des Dienstleisters. eine weitere Besonderheit: Der Kunde kann sein essen auf Wunsch sofort online bezahlen. Das Konzept geht auf. Mehr als 5 000 Lieferdienste in 700 städten in Deutschland sind gelistet. innerhalb von einem Jahr hat sich Lieferheld bereits auf Platz zwei der verfügbaren Lieferdienste auf Bestellplattformen im Web vorgeschoben. Außerdem können Kunden die Lieferheld-Mobile-App auch auf ihrem smartphone installieren und von unterwegs ihr essen bestellen.
ZUM UNtERNEHMEN Name: Lieferheld Gmbh Gründung: 2010 Branche: online-Bestellservice für Pizza, Pasta, sushi und weitere Lieferdienste Sitz: Berlin Mitarbeiter: 100 telekom Kunde seit: 2010
Starkes team in Berlin (v. l.): Produktchef claude ritter, nikita Fahrenholz (coo), Fabian siegel (ceo), Andreas seifert (Marketing-chef) und Vertriebschefin Doreen huber.
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1 Essen im Blick: Geschäftsfüherer Nikita Fahrenholz schaut gern in der redaktion vorbei. hier kümmern sich die Mitarbeiter darum, die Menüs der vielen Lieferdienste auf dem Lieferheld-Portal einzustellen und aktuell zu halten. 2 Noch schneller zur Pizza: domino’s Pizza in Berlin nimmt Bestellungen über die Lieferheld Express Box entgegen. das Ganze dauert nur vier Sekunden. 3 Ideenschmiede: in der Marketing-Abteilung tüfteln die Mitarbeiter an den nächsten SocialMedia-Aktionen von Lieferheld.
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Darum, dass alles zwischen Besteller und Lieferdiensten reibungslos klappt, kümmert sich ein 100-köpfiges Team mit Mitarbeitern aus 18 nationen. sie organisieren Vertrieb und service, planen social-Media-Aktionen und kümmern sich um die iT-systeme. Gleichzeitig hilft die sprachliche Vielfalt der Mitarbeiter bei der Akquise im Ausland.
Bestellen in nur vier Sekunden Denn Lieferheld gibt es nicht nur in Deutschland, sondern auch zum Beispiel in der schweiz, russland, Mexiko und Australien. in Deutschland will Lieferheld 2012 Marktführer werden. Gelingen soll das vor allem mit der Lieferheld express Box – einer kleinen, elektronischen Kiste mit
Drucker. Damit sorgen die Berliner dafür, dass der Pizzabote noch schneller mit dem essen vor der haustür steht als bisher. Die Mini-Box mit integriertem Thermodrucker schließen die Lieferdienste in ihren restaurants einfach an die steckdose. sobald der Kunde essen im internet auf lieferheld.de bestellt, wird die order auf die Box per Funk gesendet und ausgedruckt. Das geht blitzschnell und dauert nur vier sekunden. Der Lieferdienst bestätigt vor ort die Bestellung und gibt sofort die Zeit bis zur Lieferung ein. Diese infos überträgt die Box in wenigen sekunden zurück zur Lieferheld-Plattform, und der Kunde bekommt seine rückmeldung per sMs, e-Mail oder über die Webseite. „Wir etablieren einen ganz neuen standard“, erklärt Fabian siegel stolz. „Mit-
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hilfe der Box beschleunigen wir die Bestellung und Auslieferung – ein großes Plus für den Dienstleister und ein neues erlebnis für die Kunden.“ Die Lieferdienste sparen mit dem heldendienst auch Geld, denn viele nehmen Bestellungen noch per Fax entgegen. schon ab 300 Bestellungen ist die Box dann aber günstiger; 0,3 cent für einen Ausdruck mit der Box im Vergleich zu rund sechs cent pro Fax hat Lieferheld ausgerechnet. Mittels der kleinen Kiste lassen sich außerdem mehr Bestellungen verarbeiten, und die Fehlerquote fällt geringer aus.
Mit M2M schneller zum Kunden Möglich macht das die Funktechnik, die die MiniBox zum Leben erweckt. Lieferheld setzt auf die Kommunikation von Maschine zu Maschine, kurz M2M. Dabei werden die Daten drahtlos über das Mobilfunknetz der Telekom übertragen. Der Vorteil für die Dienstleister: sie benötigen für den Betrieb keinen internet-Anschluss. „Dieser Aspekt war uns ganz besonders wichtig. Denn viele Lieferdienste sind nicht an das internet angeschlossen. Mit der Box sorgen wir dafür, dass sie erstmals online sind – und das sehr schnell und mit wenig Aufwand“, sagt Fabian siegel. in jeder Box steckt eine übliche siM-Karte plus Modem. Die Karte ist fest im Gerät verlötet – so will Lieferheld Missbrauch vorbeugen. Übertragen werden dabei nur kleinste Datenmengen pro Bestellung über ein speziell für Lieferheld programmiertes Protokoll. Damit stellt Lieferheld sicher, dass die Daten schnell und zuverlässig beim Lieferanten ankommen und dass die Kosten gering bleiben. „Uns war noch wichtig, dass wir jederzeit neue Boxen mit unserer iT-Landschaft koppeln können“, erklärt Geschäftsführer siegel. Das übernimmt eine speziell entwickelte Übergabestelle, die sämtliche Verbindungen verwaltet. „so können wir auch das Datenvolumen gut steuern.“ Die Verbindung der Box mit dem internet und die sichere Übertragung der Bestellungen übernimmt das M2M service Portal der Telekom. Dazu ist in jeder Box ein fester Zugangspunkt programmiert, der das Mobilfunknetz der Telekom mit dem internet koppelt. Auf Wunsch der Berliner wurde jedes Gerät darüber hinaus mit Lautsprechern ausgestattet, die individuell von Lieferheld programmierte Geräusche wie Klingeltöne oder ganze sätze wiedergeben können – zum Beispiel wenn eine neue Bestellung eingeht. Außerdem hält die Bonrolle, auf der die Lieferdienste die Bestellungen ausdrucken, besonders lange: Ganze 50 Meter Papier passen in die Box, bei ähnlichen Geräten wie etwa mobilen
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Bezahl-Terminals ist es in der regel die hälfte. „Wir haben nach einem ganzheitlichen Anbieter gesucht, um unsere M2M-Lösung umzusetzen. Die Telekom bietet neben einem gut ausgebautem Mobilfunknetz auch eine M2M Plattform an, mit der wir alle eingesetzten siM-Karten verwalten können. Und das Projekt konnten wir innerhalb von nur vier Monaten abschließen“, sagt Lieferheld-chef siegel. Für die Box selbst fallen einmalig Kosten an, die der Datenübertragung übernimmt Lieferheld. Versteht sich, dass die Berliner einen speziellen M2MTarif gebucht haben. Außerdem bietet Lieferheld die Box im Paket mit Werbeutensilien wie Pizzakartons und Menü-Flyern an. „Mit der Box und der neuen Technik sind wir Vorreiter. Zusammen mit unserer Mobile App ist das eine unschlagbare Kombination“, schwärmt siegel. ■ www.lieferheld.de www.telekom.de/m2m
Projektinfos: Lieferheld Gmbh und die Telekom Zusammenarbeit Hand in Hand: Die expressBox-Lösung haben Lieferheld und die Telekom innerhalb von knapp vier Monaten von der entwicklung bis zum rollout aufgebaut. hohe Anforderungen gab es nicht nur an das Design, auch das Datenvolumen sollte möglichst gering sein, um die Kosten klein zu halten. Alles im Blick: ein Gateway, eine Art Übergabestelle bei Lieferheld, steuert und regelt die Kommunikation der M2M-Boxen. so lassen sich ohne großen Aufwand beliebig viele Boxen mit der Lieferheld-Plattform koppeln. Kosten runter: Mithilfe der M2M-Lösung reduziert Essen auf Rädern: die ausgeklügelte Lieferheld seine Kommunikationskosten. Für die App für Smartphones macht es möglich. Box fallen einmalig Kosten beim Lieferanten an, die für die Daten übernimmt Lieferheld. Sichere Datenübertragung: Alle informationen werden über ein virtuelles privates netzwerk (VPn) gesendet und sind damit vor Dritten geschützt. Dazu wurden alle Lieferheld express Boxen in einer geschlossenen Benutzergruppe zusammengefasst. Monitoring rund um die Uhr: Über das M2M service Portal der Telekom hat Lieferheld jede express Box im Blick. Dazu verfügt die Box über eine eigene iP-Adresse und sendet alle zwei Minuten ein signal, das zeigt, dass sie noch online ist. Auch das Datenvolumen kann Lieferheld über das Portal kontrollieren. Ähnlich wie bei smartphones lässt sich außerdem jede Box aus der Ferne konfigurieren, administrieren, sperren oder mit neuer software ausstatten.
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Präzise Arbeit: In der neuen Produktionshalle in Luckenbach fertigen Mitarbeiter einzelteile für Förderanlagen mithilfe von cnc - Maschinen.
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Am laufenden Band Mit Förderbändern und Kommissionieranlagen bringt AMI Bewegung in die Warenwelt. Am Firmenstandort im Westerwald sind die Mitarbeiter dank nagelneuer IT und Kommunikation für ihre Kunden schneller erreichbar. * TexT: cArolIne rosIn // FoTos: rAIner holz
ZUm UNtERNEHmEN Name: AMI Förder- und lagertechnik Gmbh Gründung: 1987 Unternehmensbereiche: Intralogistik, Automatisation Sitz: Alpenrod mitarbeiter: 85 telekom Kunde seit: 2005
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ier eine Kiste mit glänzenden Metallrollen, da ein stapel blauer Kunststoffgurte und dort ein Dutzend seitenwände aus Blech: Alle Teile für ihre Förderbänder haben bei der Firma AMI in der neuen Produktionshalle in luckenbach ihren Platz gefunden. „Mit unseren Produkten haben die Kunden den Materialfluss im Griff“, sagt Geschäftsführer stefan Brenner. AMI sorgt dafür, dass der Brötchenteig im ofen landet, die leeren sprudelflaschen ins supermarktlager wandern und die Pakete in den lieferwagen gelangen. Das geht mit manuellen und angetriebenen Förderbahnen, mit spezieller Fördertechnik für leichte
und schwere Güter sowie Automatisierungstechnik wie etwa Industrie-roboter. „Wir reagieren sehr schnell auf die Anforderungen unserer Kunden. sie erhalten alles aus einer hand, und die Anlagen lassen sich bei Bedarf erweitern“, erklärt AMI-chef Brenner. hinzu kommt die hohe Fertigungstiefe von rund 90 Prozent, denn AMI stellt fast alle Anlagenteile wie seitenwände oder schaltschränke selbst her. Der Mittelständler liefert seine Technik in ganz europa aus, selbst wenn der Fokus noch im deutschen Markt liegt. Die Kundenliste ist beachtlich: Bei sanicare zum Beispiel steht eine Förderanlage für die Versandapotheke; die Krombacher Brauerei
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befördert Paletten und Fujitsu siemens transportiert computer auf Bändern des Mittelständlers. Jetzt strebt AMI gen osten, genauer gesagt nach russland, Weißrussland und in die Ukraine. „In diesen ländern erwarten wir einen großen Bedarf an Förder- und Automatisierungstechnik“, sagt Brenner.
richtige Planung, gute Mitarbeiter Bis herbst 2011 produzierte die Firma Förderbänder und co. noch in Alpenrod. Dank der guten Auftragslage stieß die Firma mit der Produktionsstätte an ihre Grenzen – ein größerer standort musste her. Den fand AMI im zehn Kilometer entfernten luckenbach. entstanden sind zwei große Produktionshallen mit 3 450 Quadratmetern. Im Frühjahr beziehen die Mitarbeiter außerdem ein neues Bürogebäude. Danach steht der Umzug der IT und Telekommunikation an. Geplant wird er seit Monaten: Telefonanlage mitnehmen? Internet-Anschluss beantragen, netzwerk planen – AMI-chef Brenner muss viele Details klären. „Der Umzug ist wichtig, aber Kommunikation ist das A und o. Deshalb haben wir uns für ein zukunftsfähiges IT- und Telekommunikationspaket entschieden.“ Partner ist die Telekom, die AMI schon seit 2005 zur seite steht. zentrale Anforderung an die neue lösung: immer und überall für Kunden, Mitarbeiter und Partner erreichbar sein. Dazu musterte AMI erst einmal ihre alte Telefonanlage aus. Der Aufwand, sie in luckenbach wieder in Betrieb zu nehmen, wäre zu groß und die Anlage für die 85 Mitarbeiter zu klein gewesen. neu angeschafft wurde eine IP-basierte Telefonanlage plus schnurlostelefone. Der Vorteil dabei: smartphones lassen sich als nebenstelle in
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die Anlage integrieren. so sind die Mitarbeiter kostengünstig erreichbar und können unterwegs auch auf das Firmenadressbuch zugreifen. seine Telefonnummern behält AMI übrigens. Das heißt aber, dass am Tag x die alte leitung abgeschaltet wird und der neue Anschluss funktionieren muss. „Da darf nichts schiefgehen. Ich bin froh, dass ein Telekom Techniker vor ort sein wird“, sagt Brenner. Und weil er sich für eine neue lösung entschieden hat, lässt sich ein Großteil der hard- und software parallel zum laufenden Betrieb aufbauen und konfigurieren. Das gibt noch mehr sicherheit – für AMI und schließlich auch für die Kunden. ■
1 Warenfluss im Blick: AMI-chef Stefan Brenner und seine Mitarbeiter überzeugen die kunden mit Sonderanfertigungen. 2 Schnell transportiert: Über spezielle Anlagen wie diesen Z-Förderer gelangen Produkte automatisch ins Lager.
www.telekom.de www.ami-foerdertechnik.de
Telekom und AMI Förder- und lagertechnik Gmbh Flexible telefonanlage: Mit der IP-Anlage cisco Unified communications Manager verwaltet AMI seine sprach-, Daten- und Videokommunikation. Die Anlage lässt sich erweitern und zentral steuern. Das system ist mit einem company-connect-Anschluss (5 Megabit/s) im Web online. Erreichbarkeit: AMI nutzt smartphones als nebenstelle der Telefonanlage. Mitarbeiter können mobil auf das Firmennetz zugreifen, e-Mails abrufen und sehen, ob Kollegen erreichbar sind. Drahtlos kommunizieren: In den Produktionshallen hat AMI WlAn-Antennen installiert, sodass die Mitarbeiter auch in der Fertigung telefonieren und ihre notebooks nutzen können. Sicherheit: Das Gelände wird mit Videokameras überwacht. Dazu kommen: eine Alarmanlage mit Bewegungsmeldern, Tür- und Fenstersensoren sowie ein zutrittskontrollsystem. Service per Ferndiagnose: Die Techniker des Kunden stattet AMI für die Arbeit vor ort mit Videokameras aus. Damit lassen sich live-Bilder von den Anlagen an die zentrale senden und Defekte schneller beheben.
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trends
machi ne to machi ne
der maschinen-talk die kommunikation zwischen maschinen gilt als enormer Wachstumsmarkt für die netzbetreiber. aber auch kleine und mittelständische Firmen profitieren von dieser technik: sie können ihre produktivität steigern, Ressourcen sparen und die Wartung vereinfachen. * text: aRnulF schÄFeR
Wachstumsfeld für die Zukunft längst gilt der automatisierte austausch von daten und informationen als eines der größten Wachstumsfelder der informations- und kommunikationstechnologie. Für privat- und für Firmenkunden sorgt die m2m-technik für mehr sicherheit, Qualität und effizienz. experten sagen deshalb für die kommenden
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Fotos: istockphoto (2), pR (2); illustRationen s. 39: kRistina düllmann
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enn maschinen mit maschinen kommunizieren, profitieren vor allem die menschen. Beispiel Fernüberwachung der Gesundheitsdaten von patienten: Blutdruck, Blutzuckerwert oder puls zwischen verschiedenen systemen, kurz m2m (machine-to-machine) genannt, werden in echtzeit übermittelt. Bei auffälligkeiten schlagen die Geräte automatisch alarm. arzt oder pflegepersonal kommen dann viel schneller zu hilfe als früher. Was im Gesundheitswesen immer stärker einzug hält und Vorteile für patienten, Ärzte und medizinischen Betrieb bringt, befindet sich auch in vielen anderen Branchen auf dem Vormarsch: solarzellen, Windräder oder stromzähler werden immer häufiger mit modulen ausgestattet, die daten automatisch erfassen und an steuerungsrechner der Betreiber senden. davon profitieren nicht nur die Betreiber und Versorger, sondern zunehmend auch konsumenten und unternehmen.
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GesUndHeIt: PAtIenten ÜBerWACHen
LOGIstIK: steUern Und ÜBerWACHen
dAtenerFAssUnG: enerGIedAten sAMMeLn
sensoren in tragbaren oder implantierten Geräten überwachen die körperfunktionen der patienten. die daten können an Ärzte und pflegepersonal weitergeleitet werden. so sind sie über den Zustand des patienten informiert. Vorteile: dank Fernüberwachung ist die patientenversorgung sicherer und effizienter. ortungssysteme bieten mehr sicherheit für ältere menschen. Verletzte oder vermisste personen lassen sich schneller orten und versorgen.
m2m-kommunikation erlaubt anwendungen, die Fahrer, Fahrzeuge und Fuhrpark-Verantwortliche unterstützen. sie bietet Fahrern echtzeit-Verkehrsinformationen und positionsbezogene dienste. sie erlaubt das orten und überprüfen von Fahrzeugen.
daten zu strom, Warmwasser und heizung einer immobilie werden automatisch vor ort erfasst und an den abrechnungsdienstleister übermittelt. auch Brandmeldungen und notrufe lassen sich über diese anschlüsse absetzen. Vorteile: Geringere energiekosten durch automatisierte übermittlungsverfahren. topaktuelle daten für den abrechnungsdienstleister. einführung zusätzlicher dienste für mehr sicherheit und komfort.
Jahre Wachstumsraten im zweistelligen Bereich voraus. durch die Vernetzung über mobilfunk oder Festnetz können einzelne module, selbst ganze maschinen oder systeme automatisch miteinander kommunizieren. der einsatz im transport- und logistikbereich oder bei der steuerung von maschinen und systemen in der produktion zählt inzwischen zu weiteren wichtigen anwendungsfeldern der m2m-kommunikation. sie lassen sich so besser überwachen und warten. das gilt auch für Getränke-, nahrungsund Zigarettenautomaten. sind die apparate mit modulen und Funkeinheiten bestückt, werden informationen über den aktuellen Füllzustand oder Fehlermeldungen an einen Zentralcomputer übermittelt. Vorteil dabei: die service-mitarbeiter werden frühzeitig informiert und können schneller reagieren. die anbindung von Geräten über mobilfunk eröffnet weitere möglichkeiten für neue services und bietet enorme Zeit- und kosteneinsparungen vor allem für mittelständische unternehmen. nicht zuletzt sind der ausbau der mobilen netzinfrastruktur sowie die integration aller beteiligten partner für den erfolg entscheidend. so wird der „maschinen-talk“ zu einem wichtigen Zukunftsthema für alle. ■
Vorteile: höhere Betriebs- und planungseffizienz durch die echtzeit-überwachung. die durchgehende kontrolle und überwachung der Fahrzeuge hilft, Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.
„Produktiver sein mit M2M“ interview: patrick molck-ude, leiter direkter Vertrieb und service bei der telekom, über Vorteile von m2m-lösungen für mittelständler.
Patrick Molck-Ude Firmen können mit m2m Kosten senken und Ressourcen schonen.
Lohnt sich ein M2M-Einsatz für kleine Mittelständler? Ja, denn kleinere Firmen können mit m2m-lösungen ihre produktivität deutlich steigern und ihre Ressourcen besser nutzen. es gibt viele anwendungsfelder: kleine speditionen können durch ortung und flexible steuerung ihren Fuhrpark effizienter verwalten. außerdem können sich unternehmen klar von mitbewerbern absetzen, ihren umsatz steigern und mit der technik ihre innovationsführerschaft belegen.
Gibt es eigentlich M2M-Standardlösungen? die meisten m2m-anwendungen werden speziell für die kunden und ihren Bedarf entwickelt. Wir bieten aber auch standardapplikationen. dazu gehören etwa lösungen zur diebstahlsicherung durch standortübermittlung oder auch die übertragung von Gesundheitsdaten. Welche Tarifmodelle bietet die Telekom? das passende tarifangebot ist von vielen Faktoren abhängig. die telekom bietet deshalb ihren kunden individuelle, auf ihre anforderungen zugeschnittene tarifmodelle an. Wie lang dauert eine Implementierung? Je nach Bedarf kann eine individuelle lösung von der idee bis zur fertigen auslieferung einige monate dauern. standardapplikationen können aber innerhalb weniger tage umgesetzt werden. um die lösungen schnell und effizient entwickeln zu können, hat die telekom ein netzwerk von spezialisierten unternehmen, die kompetent unterstützen.
www.telekom.de/m2m
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Swabr Gmbh Steht für „Schwarzes Brett 2.0” Geschäftszweck: firmeninterne Echtzeit-Kommunikation (Enterprise Microblogging) Gründungsjahr und Ort: 2010 in Berlin Gründer: Ugur Tarlig, Ayhan Kocak, Lukas Pfeiffer Investoren: bislang mit eigenen Mitteln gestemmt Mitarbeiter: 5
TRENDS
START-UPS I N DE UTS CH L AND
Neue deutsche Gründer Sie sind jung, technikaffin und denken lösungsorientiert: Mit ihren Geschäftsideen wollen diese Start-up-Unternehmer das Zusammenarbeiten erleichtern und so Job und Privatleben besser verknüpfen. Denn Vernetzung bedeutet, Leben und Arbeit unter einen Hut bringen. * TEXT: IRIS QUIRIN // FOTOS: WERNER AMANN
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ie kann ich mit meinen Kollegen in ganz Deutschland in Echtzeit kommunizieren, ohne ständig EMails mit „Cc“ herumzuschicken? Und wie können wir dabei noch effizient zusammenarbeiten? Diese Fragen gingen Ayhan Kocak nicht aus dem Kopf. Der studierte Mathematiker und Informatiker, zu diesem Zeitpunkt Praktikant beim Start-up studentSN in Berlin, musste ein Dutzend Programmierer in verschiedenen Büros koordinieren. Die Lösung kam ihm unter der Dusche – und mit ihr war die Geschäftsidee für ein neues Start-up geboren. Schnell war auch sein bisheriger Chef, der Gründer und Unternehmer Ugur Tarlig, davon überzeugt: swabr. Das Kürzel steht für „Schwarzes Brett 2.0“, einem Microblogging-Service für Unternehmen oder Organisationen. Eine Symbiose aus geschlossenem Netzwerk wie Facebook und Kurznachrichten wie Twitter – nur länger, nämlich 3 000 Zeichen – und nur für Mitarbeiter eines Unternehmens offen. Ende 2010 startete swabr, heute nutzen mehr als 600 Unternehmen den Dienst. „Jedes Unternehmen hat ein eigenes, abgeschlossenes Netzwerk für seine Mitarbeiter mit verifizierter E-Mail-Adresse. Es gibt keine Ablenkung, etwa durch Spiele, und ganz wichtig: swabr unterliegt den deutschen Datenschutzrichtlinien“, beschreibt Mitgründer Lukas Pfeiffer das Schwarze Brett für Unternehmen im Internet.
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Steile Entwicklung: Im kommenden Jahr soll die kostenpflichtige Premiumversion von swabr einschlagen.
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TwaGO Gmbh Steht für „Teamwork across global offices” Geschäftszweck: internetbasierte Outsourcing-Plattform Gründungsjahr und Ort: 2009 in München, im gleichen Jahr Umzug nach Berlin Gründer: Gunnar Berning, Maria Lindinger, Thomas Jajeh Investoren: Start mit Erspartem, danach private Investoren Mitarbeiter: mehr als 30
„Wir sind das Wirtschaftswunder für Freelancer und helfen Unternehmen aus der Mitarbeiter-Klemme: Sie bekommen über uns schnell gute Leute, die sie flexibel und zu transparenten Preisen einsetzen können. Wir eröffnen ihnen die Welt des Outsourcings.” Gunnar Berning (37), internet- und unternehmensberatungserfahrener Mitgründer und Vorstand von Twago
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Überall in ganz Deutschland entstehen täglich neue Start-ups. Noch nie war es so einfach: Investoren sind auf der Suche nach den Facebooks von morgen, dem nächsten großen Ding – wenn auch oft mit schielendem Blick über den großen Teich, ob eine entsprechende Idee dort schon erfolgreich war. Auffällig ist die neue deutsche Produktivitätswelle. Der Trend geht zu innovativen und unkomplizierten Web-Werkzeugen die ein effizienteres Arbeiten aus der Cloud ermöglichen. Nicht selten entstand die Geschäftsidee wie bei Swabr aus dem Bedürfnis heraus, die eigene Arbeit zu verbessern. Von diesen Start-ups profitieren vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige. Sei es durch effizientere Kommunikation, eine bessere OnlineZusammenarbeit oder das Auslagern von Dienstleistungen und das Zusammenstellen von Teams für die Projektarbeit über das Internet. Als „schneller Brüter“ erweist sich für diese Start-ups das Konzept des Cloud Computing, bei dem Software, Rechenkapazität, Datenspeicher und Netzwerkkapazitäten bedarfsgerecht über das Internet bezogen werden: Damit können Gründer einerseits quasi aus dem Stand starten, ohne in teure Hard- und Software oder Datenbanken investieren zu müssen. Die mieten sie einfach online. Andererseits ist die Cloud selbst die Basis für ihre Idee: Via Internet bieten sie ihre Entwicklungen und Dienste an. Und die zunehmende Zahl der Breitbandanschlüsse rund um den Globus ermöglicht Geschäftsmodelle, die noch vor Kurzem undenkbar waren. Wie die länderübergreifende Vermittlung von Dienstleistungen in den Bereichen Webseiten und Programmierung von Software, Grafikdesign, Schreibarbeiten und Übersetzungen. Das ist auch das Geschäftsmodell von Twago. Die Idee kam Gunnar Berning 2009: Der damalige Unternehmensberater bei Siemens in München war kurz davor, zum Vizepräsidenten aufzusteigen, aber eher geneigt, etwas eigenes zu tun. Deutschland und die Welt waren in der Krise – Berning sah gerade darin eine Riesenchance. Mit sei-
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TRENDS
nen Siemens-Kollegen Thomas Jajeh und Maria Lindinger tüftelte er an mehreren Ideen: „Wir suchten etwas, das gerade in der Krise gut funktioniert. Und das war im Zuge der Entlassungen das Outsourcen von Dienstleistungen“, erklärt er. Als die Wirtschaft dann wieder anzog, funktionierte das Konzept immer noch. So schnell waren nämlich keine Fachkräfte mehr verfügbar, also lautete die Lösung wieder: Outsourcen. Dabei stellen Kunden ein Projekt auf der twago.de-Plattform mit einer ausführlichen Beschreibung, Kostenvorstellungen und Zeitrahmen ein. Dienstleister, die den Auftrag übernehmen wollen, geben ihr Angebot ab, das funktioniert in mehreren Sprachen in ganz Europa. „Wir sind sozusagen das Wirtschaftswunder und die Vertriebsmannschaft für Freiberufler“, sagt Berning. Unternehmen haben bei Twago Zugriff auf rund 128 000 Dienstleister aus 161 Ländern und können laut Berning bis zu 70 Prozent ihrer Kosten durch das Outsourcing sparen. Jedes Quartal wächst Twago um zehn Prozent. Wie Ayhan Kocak von Swabr erging es auch Sebastian Scheerer. Der leidenschaftliche Tüftler vom Bodensee brachte sich die HTML-Programmierung selbst bei und heuerte 2004 in einer Berliner Webdesign-Agentur an. „Alle Aufträge wickelten wir als Projekte ab, mussten ständig verfolgen, wer an was arbeitet, was noch zu tun ist, und sicherstellen, dass jeder auf demselben Stand ist, und dazu noch miteinander kommunizieren“, erklärt der 28-Jährige. Dazu brauchten sie mehrere Software-Tools mit verschiedenen Logins. „Das muss doch leichter gehen“, befand Scheerer. Mit vier Kollegen und einer Kollegin gründete er Ende 2010 das Start-up 6 Wunderkinder und entwickelte eine einfache, klare und leicht bedienbare Software mit dem Namen Wunderlist.
alles wolke oder was? Mitarbeiter sollen dank Cloud immer automatisch auf dem gleichen Stand sein.
6 wUNDErKINDEr Gmbh Benannt nach den sechs Gründern. Geschäftszweck: cloudbasierte Apps für die bessere Zusammenarbeit Gründungsjahr und Ort: 2010 in Berlin Gründer: Robert Kock, Jan Martin, Daniel Marschner, Charlette Prevot, Christian Reber und Sebastian Scheerer Investoren: High-Tech-Gründerfonds, T-Ventures, Atomico, e42 Mitarbeiter: 25
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hOJOKI Gmbh „Hojoki” ist ein japanisches Buch von 1212, das sich mit dem Fluss der Ereignisse im Leben des Menschen auseinandersetzt. Geschäftszweck: Der Online-Dienst fasst die Aktivitäts-Streams von verschiedenen Cloud-Services unter einem Dach zusammen und ermöglicht dadurch die Zusammenarbeit zwischen mehreren Personen. Gründungsjahr und Ort: 2011 in Chemnitz Gründer: Martin Böhringer, Lutz Gerlach, Danilo Härtzer, Thilo Schmalfuß
„Hojoki zeigt, was im Team passiert. Im gemeinsamen Newsfeed fließt alles zusammen, was an Dateien, Dokumenten, Kontakten und Terminen in unterschiedlichen Programmen erstellt wird. Damit sind automatisch alle auf dem Laufenden und können alles sofort kommentieren.” Martin Böhringer (26), Mitgründer und CEO von Hojoki
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Dieses Aufgabenverwaltungsprogramm aus der Cloud luden sich bereits über 1,7 Millionen registrierte Nutzer. „Für uns war die Wunderlist eigentlich nur als Testballon gedacht, wie die Leute mit dem Werkzeug arbeiten wollen“, sagt Scheerer. Die Erkenntnisse und Verbesserungen brachten sie in ihr Hauptprodukt Wunderkit ein, das die Projektplanung und OnlineZusammenarbeit wesentlich einfacher und effizienter machen soll, als es herkömmliche Software vermag. Von der Resonanz waren die Wunderkinder selbst überrascht und hoffen auf den gleichen Erfolg mit ihrem Wunderkit. Das soll dann die „Eine-für-alles-ProjektplanungsSoftware“ werden – sowohl für berufliche als auch private Vorhaben: „Das Leben ist auch nicht getrennt in privat und geschäftlich, es ist immer ein Leben“, sagt Scheerer. Ein Leben – und ein Zugang: Letzteres hat sich Hojoki aus Chemnitz auf die Fahne geschrieben. Mit dem Online-Dienst werden Web-Tools wie Google Docs, Evernote oder Dropbox gebündelt und als Aktivitätsströme auf einer Oberfläche dargestellt. Damit wird der aktuelle Status von Arbeitsobjekten wie Aufgaben, Terminen und Kontakten automatisch bei den Teammitgliedern sichtbar und kann kommentiert und diskutiert werden. Die Idee reifte an der Uni: Zwei der Gründer, Lutz Gerlach und Martin Böhringer, waren dort noch mit ihren Forschungsarbeiten zum Thema Microblogging beschäftigt und haben die konzeptionelle Lücke bei der Zusammenführung von Apps erkannt, die Hojoki nun schließt. Gestartet ist die Firma 2011 in einem Abrisshaus für 100 Euro Miete im Monat, in dem die Gründer selbst noch die Wanddurchbrüche für ein Großraumbüro gemacht haben. Zum Launch im Dezember hatte das junge Unternehmen zehn integrierte Apps im Angebot, das Ziel für dieses Jahr sind 30. Doch der Anfang war nicht leicht: „Die Geldgeber waren eher zurückhaltend, weil es für unsere Idee noch kein Vorbild, also keinen Beweis für ihr Erfolgspotenzial, gab“, sagt Martin Böhringer. Ihren jetzigen fanden sie eher zufällig auf einer Social-Media-Veranstaltung. Glück für sie: Er wollte ausdrücklich keine „Copy Cat“ – also gerade keinen Nachahmer von bereits bewährten US-Start-ups. ■ www.swabr.com www.twago.de www.6wunderkinder.com www.hojoki.com
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KLEINER BEITRAG
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Zahlen zum Vordenken Wie das Internet unser Kaufverhalten ändert, Ökostrom immer mehr den Energiebedarf sichert und Elektroautos bald ohne Steckdose tanken.
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MILLIONEN Online-Bestellungen gingen am 12. Dezember 2011 bei amazon.de ein. QUELLE: AMAZON
KILOWATTSTUNDEN Ökostrom wurden 2011 in Deutschland erzeugt. Zusätzlich stammen weitere 110 Milliarden Kilowattstunden aus Atomstrom.
QUELLE: INTERNATIONALES WIRTSCHAFTSFORUM REGENERATIVE ENERGIEN
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VIDEOS sieht sich jeder Internet-User im Schnitt pro Tag an. Damit liegt der Online-Videokonsum bei 50 Minuten täglich. QUELLE: BITKOM
MAL ging die Biografie von Steve Jobs innerhalb einer Woche über die Ladentheke (zur Erstveröffentlichung im Oktober 2011). QUELLE: NIELSEN BOOK-SCAN
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MINUTEN verbrachten Jugendliche 2011 täglich im Netz. Das sind vier Minuten mehr als ein Jahr zuvor.
ILLUSTRATION: EIGHT-TANKSTELLEN
QUELLE: JIM-STUDIE 2010
Bis zu vier Elektroautos lassen sich unterm Solardach durch Sonnenkraft aufladen. Dank innovativer Technik sind Steckdosen künftig überflüssig. QUELLE: EIGHT
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kleiner beitrag
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Die Zukunftswerkstatt In Friedrichshafen testet die Telekom heute schon die Technik von übermorgen. Was die Bürger dort praktisch überzeugt, dürfte bald im rest des Landes zum einsatz kommen. sechs Beispiele aus der Zukunftswerkstatt am Bodensee. * TexT: DenIs DILBA
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an nehme eine mittelgroße stadt, überziehe sie mit breitbandigem Internet, definiere sechs Projektfelder im Bereich moderner Telekommunikationstechnik, sporne zu Ideen an, sorge für ausreichend Finanzmittel und wissenschaftliche Unterstützung, um konkrete Vorhaben umsetzen zu können – und warte fünf Jahre ab. so geschehen in Friedrichshafen. seit 2007 darf sich die quirlige Bodenseemetropole „T-city“ nennen. Und tatsächlich: Die Bewohner der „Zukunftswerkstatt“ haben zusammen mit der Telekom in den vergangenen fünf Jahren „Zukunft gelebt“ und dabei fleißig mitgestaltet: 29 einzelprojekte und
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40 Projekte, die zum Teil noch laufen, wurden durchgeführt. Im Fokus standen vor allem Lösungen für künftige herausforderungen, etwa eine stetig alternde Bevölkerung oder effiziente Verkehrssysteme, eine transparente Verwaltung sowie eine nachhaltige und intelligente energieversorgung. Für Oberbürgermeister Andreas Brand „ist das Projekt ein voller erfolg“. Dass T-city nun um drei weitere Jahre verlängert wird, will er nutzen. „T-city leistet einen Beitrag zur Zukunftssicherung der Unternehmen und damit der Arbeitsplätze unserer Bürger.“ www.t-city.de
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BEIspIEL 01: BüRgER, staDt UND staat
VoRtEIL DE-MaIL
sMaRt MEtERINg
BEIspIEL 03: toURIsMUs UND kULtUR
INtERaktIVEs WaNDERN
Die e-Mail gehört längst zum Alltag. Geht es aber um etwas Offizielles, schreiben wir Briefe, suchen Briefkästen, Briefmarken oder stehen in Warteschlangen auf dem Amt. Durch De-Mail soll das einfacher werden. In diesem Jahr startet die Telekom den neuen Dienst, der den vertraulichen und nachweisbaren Versand von Dokumenten über das Internet ermöglicht. erprobt wurde De-Mail in T-city im Auftrag des Bundesinnenministeriums. Von Anfang an dabei: der Automobilzulieferer Zeppelinwerke Friedrichshafen (ZF). Fazit dort: 90 Prozent der ZFTester würden De-Mail ihren kollegen empfehlen.
„ein einzelnes smart Meter ist vergleichsweise dumm“, sagt stefan söchtig, Projektleiter T-city seitens der stadt Friedrichshafen. klar, den einen oder anderen betagten kühlschrank enttarne der energieverbrauchsanzeiger als stromfresser. Aber wenn man Tausende solcher smart Meter vernetzen würde? „so lässt sich der energiebedarf einer gesamten region ermitteln“, berichtet er. stattet man, wie in T-city 2011 geschehen, auch Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen- und Photovoltaikanlagen mit spezieller software und IT aus, sind stromproduktion und -verbrauch transparent.
eine karte auf dem smartphone ist in Zeiten von mobilem Internet nichts Besonderes mehr. „Das Projekt Interaktives Wandern bietet deutlich mehr“, sagt Thomas Goldschmidt, chef des stadtmarketings Friedrichshafen. so lassen sich unter anderem Tourenbeschreibungen mit Infos zu sehenswürdigkeiten oder lohnenswerten Aussichtspunkten auf das handy laden. „Den strom zum Dauerbetrieb des smartphones liefert ein solar-Ladegerät am rucksack“, sagt Goldschmidt. Fazit der Test-Wanderer des Deutschen Alpenvereins der sektion Friedrichshafen: „Funktioniert wunderbar.“
BEIspIEL 04: LERNEN UND FoRsCHEN
BEIspIEL 05: MoBILItät UND VERkEHR
BEIspIEL 06: gEsUNDHEIt UND BEtREUUNg
BLENDED LEaRNINg 2.0
FOTOs: Pr
BEIspIEL 02: WIRtsCHaFt UND aRBEIt
seit ende 2010 untersucht christian schmidt vom Deutsche Telekom Institute for connected cities (TIcc) an der Zeppelin University in Friedrichshafen im Projekt Blended Learning 2.0, wie man betriebliches Wissen schneller und nachhaltiger aufnehmen kann – sprich: besser lernt. es geht vor allem um Web-2.0-Technologien, bei denen die User nicht nur Informationen konsumieren, sondern selbst produzieren. Die Uni kooperiert mit vier Großunternehmen der region, sagt schmidt: „Wir schauen zunächst, was es für Lösungen gibt, welche von den im Unternehmen tatsächlich eingesetzt werden – und welche dabei für wen erfolg versprechen.“
DREIsechsNULL 01 | 2012
FaHREN MIt FLINC
„Bei rund 80 Prozent der Autofahrten liegt die zurückgelegte Distanz unter 40 kilometer, dabei sitzen im Durchschnitt nur 1,3 Personen im Fahrzeug“, sagt Benjamin kirschner. sein Mitfahrdienst flinc soll die Auslastung bei kurztrips steigern. Die Idee: Wer von A nach B will, aber kein Auto hat, gibt sein Wunschziel in das handy ein. Autofahrer, die ihre route bei flinc angemeldet haben, erhalten eine Meldung auf ihr navigationssystem oder das handy – bestätigen einen freien Platz oder lehnen ab. „Die Mitfahrer können sich günstig fortbewegen, die Fahrer reduzieren ihre kosten“, sagt kirschner. eine gute sache, nur die Taxifahrer sind nicht begeistert.
MoBILE VIsItE
eines der Dauerbrenner-Projekte ist die mobile Visite. 2007 begonnen, läuft die telemedizinische Überwachung von Patienten mit herzschwäche immer noch. „Zurzeit werden bei 30 Patienten Blutdruck und Puls fernüberwacht“, sagt Detlev Jäger, chefarzt der kardiologie am klinikum Friedrichshafen. erreichen die an das krankenhaus gefunkten Werte kritische Bereiche, schlägt ein computer Alarm. „Die Patienten fühlen sich sicherer – und die Ärzte werden von langen Anfahrtswegen für hausbesuche entbunden.“ Für den kardiologen führt kein Weg an der Technik vorbei: „Die demografische entwicklung verlangt ganz einfach danach.“
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Gesche Joost, geboren 1974 in Kiel. Welche Forscherin ist Ihr Vorbild?
Was w端rden Sie Unternehmensgr端ndern als wichtigsten Tipp mitgeben?
Vernetztes Leben und Arbeiten bedeutet f端r mich ...
weiterdenker
Des i g n-Pro f essori n ge s ch e Jo o st
V isionäre Verknüpferin sie kommt von der Waterkant, studierte im jecken Rheinland, promovierte im tiefen süden, lehrt in Berlin. Die vielfältigen Karriere-stationen der Design-Professorin Gesche Joost spiegeln die Vielfalt ihrer Arbeit wider. * TexT: ANDReAs WReDe // FOTO: WeRNeR AMANN
I
ch stamme aus einer handwerkerfamilie, und unsere Druckerei kann auf eine über 120-jährige Tradition zurückblicken“, erzählt Gesche Joost. „Ich habe den klassischen Bleisatz erlebt, danach die maschinelle Verarbeitung und den modernen Digitaldruck.“ stolz klingt durch, wenn sie sich erinnert, wie sie als Kind („oben bei den Fischköppen, ich komme ja aus Kiel“) neugierig jeden Wandel und jeden Fortschritt erlebt. Das Bodenständige zu hause, der Unternehmergeist der eltern im Betrieb prägen sie. „Das machst du schon“, hört sie oft und gewinnt ein unerschütterliches selbstvertrauen in jungen Jahren. „Geht nicht“ oder „passt nicht“ würde sie niemals sagen. heute ist Gesche Joost, 37, Professorin für Design-Forschung an der Universität der Künste (Udk) in Berlin. hier verbinden sich Theorie und Praxis vorzüglich miteinander, meint sie. Der Lehrstuhl in Berlin wurde 2010 in Kooperation mit den Deutschen Telekom Laboratories eingerichtet und wird seither von der jungen Frau mit den blitzend blauen Augen geleitet. Die Professur ist Teil des Instituts für Produkt- und Prozessgestaltung der Fakultät Gestaltung an der UdK. einerseits ermöglicht Gesche Joost der eigene Fachbereich mit neun wissenschaftlichen Mitarbeitern spezielle Forschungen im sinne eines neuen Design-Verständnisses. Andererseits kann sie, wenn nötig, auf den UdK-Apparat zurückgreifen. „eine große Verantwortung“, räumt sie ein. Für ihr Team ist sie so etwas wie eine Mentorin, räumt den Kollegen viel Raum fürs selbstständige Arbeiten ein. es geht ihr immer wieder darum, vermeintliche Grenzen zu durchkreuzen und so auch andere Perspektiven zu gewinnen. Ihr hang zum kreativen Ausloten wurde früh erkannt, ihre Leistungen wurden mehrfach ausgezeichnet. etwa mit einem stipendium der studienstiftung des Deutschen Volkes oder einer besonderen Auszeichnung ihrer Diplomarbeit in Köln. „Ich habe mich mit dem Zusam-
menhang zwischen Design, Technik und Zukunft ziemlich früh auseinandergesetzt“, sagt sie. Gesche Joost gilt trotz ihrer jungen Jahre als Pionier in sachen Design und Netz. sie erinnert sich, wie sie 1996 „die erste Website von Douglas, mehr oder weniger in Do-it-yourselfManier“ entwickelt hat. Das scheint gefühlt über ein Jahrhundert her zu sein, ist doch seitdem die Technik in und um das Netz in Lichtgeschwindigkeit vorangeprescht. „Und die schlagzahl erhöht sich ständig“, weiß Frau Professor und lacht. sie kann aber locker mithalten: Ganz mit ordentlichen Mitteln promovierte sie 2007 in Tübingen über „Grundzüge der Filmrhetorik“ – summa cum laude, logo. Fast könnte man dabei meinen, sie sei eine Überfliegerin ohne Fehl und Tadel. so ist es natürlich nicht, zum Beispiel, als sie anfangs lieber Architektur studieren wollte. „Ich hatte aber keine räumliche Vorstellungskraft. Meine Modellbauten waren grauenhaft“, sagt sie. es ging nicht lange gut, und bald stieg sie auf ein Design-studium um. ein kluge entscheidung, denn was Gesche Joost auszeichnet, ist das visionäre Verknüpfen äußerer und innerer Zusammenhänge. „Design hat ja nicht nur etwas mit Gestaltung zu tun. es muss mit nachhaltigen und sozialen Aspekten, etwa aus den Bereichen Gesundheit, Ökologie oder sicherheit, in Verbindung gestellt werden.“ Aber auch hier verliert sie nicht die Bodenhaftung: sie legt Wert darauf, dass die Arbeit ihres Teams nutzbringend angewandt werden kann. „Wir denken zum Beispiel in einem konkreten NachbarschaftsForschungsprojekt darüber nach, wie wir Menschen in ihrem Alltag sinnvoll vernetzen können – von Jung bis Alt.“ Angefangen vom gemeinsamen einkauf und Kochen über das Abholen vom Kindergarten bis hin zur Organisation eines Bürgerbüros. Jeder soll vom Web inspiriert werden und umgekehrt das Netz inspirieren“, sagt sie und lacht dabei, einmal mehr. ■
GEschE Joost: Geboren 1974 in Kiel // Design-studium an der Fachhochschule Köln 1996 bis 2001 // Promotion im Fach Rhetorik an der Universität Tübingen // 2008 bis 2010 Juniorprofessur an der TU Berlin für Interaction Design // Ab 2010 Professorin an der UdK Berlin // seit 2005 Leitung des Design Research Lab an den T-Labs // Mitglied im engeren Beraterkreis des Politikers Peer steinbrück.
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RUNDUMSIC HT
WEB T V FÜR DEN MITTELSTAND
Wissen für Weiterdenker
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IMPRESSUM Herausgeber Telekom Deutschland: Dirk Backofen, Leiter Marketing Geschäftskunden bei Telekom Deutschland GmbH Gesamtverantwortlich: Christian Rätsch, Leiter Kommunikation Geschäftskunden Telekom Deutschland Projektleitung Telekom Deutschland: Nicola Penquitt (Ltg.), Nicola Lohe Redaktionelles Konzept und Gestaltung: Philipp und Keuntje GmbH Brunnenhofstraße 2, 22767 Hamburg www.philippundkeuntje.de Geschäftsführer: Dominik Philipp, Hartwig Keuntje, Torben Hansen, Wolfgang Block Chefredakteur: Jean-Marc Göttert Kundenberatung: Jörg Becke, Andrea Nikles Verlegerische Beratung: Stefan Moosleitner Anzeigendisposition: Andrea Nikles
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ie CeBIT ist das Technik-Highlight des Frühjahrs, und natürlich schlägt sich das auch ausführlich im Programm von DREISECHSNULL TV nieder: Wir berichten über die wichtigsten Neuheiten und Trends, wie gewohnt in jeder Informationstiefe, die der Zuschauer wünscht. Während die 14-tägige Web-TV-Sendung, moderiert von Birte Karalus, einen Überblick über die Themen gibt, bieten zusätzliche Experten-Interviews und Hintergrundfilme Spezial-Informationen für Profis. Zusätzlich gibt es in Zukunft jede Sendung auch in einem Fast-Forward-Format: reduziert auf die wesentlichen Fakten für den ganz schnellen Überblick in weniger als fünf Minuten – Wissensvorsprung war noch nie so schnell.
MONTAG: 20.02.2012 CeBIT in 3-D Der Flug über die wichtigste Hightech-Messe – fast so gut wie selbst vor Ort sein. TelekomCloud Die neuen Services aus der Wolke – und wie Unternehmen davon profitieren können. TelePresence Die hochklassige Videokonferenz-Lösung ganz ohne feste Installationen. Beispiele aus der Praxis.
Foto-Redaktion: Anke Koppe Autoren dieser Ausgabe: Denis Dilba, Michalis Pantelouris, Iris Quirin, Caroline Rosin, Arnulf Schäfer, Anja Strohm, Andreas Wrede Fotografen: Werner Amann, Jan Greune, Rainer Holz, Martin Kath Illustratoren: Kristina Düllmann, Axel Pfaender Korrektorat und Lektorat: Saskia Jauss, Klaudia Rosen
LIVE von der CeBIT
Druck und Vertrieb: MEILLER GHP in Bamberg
MITTWOCH: 07.03.2012 De-Mail? Sicher! Die nachweisbare elektronische Post. Wie Unternehmen damit Zeit und Geld sparen können. „Ohne Cloud geht’s nicht mehr“ Telekom Manager Dirk Backofen erläutert die neuen Angebote rund um die virtuelle Wolke. Wenn Maschinen reden Wie M2M, die Kommunikation zwischen Maschinen, Prozesse im Mittelstand vereinfachen kann.
Die nächste Ausgabe von DREISECHSNULL erscheint Ende Mai 2012. Aktuelle Beiträge finden Sie online unter www.telekom.de/dreisechsnull
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Produktion und Litho: Jörg Nagel (Ltg.), Hilko Wiegmann, Maud Mörstedt, Lore Glander, Sebastian Arends
© 2012 Telekom Deutschland GmbH Geschäftskunden Landgrabenweg 151 53227 Bonn Web: www.telekom.de/dreisechsnull E-Mail: dreisechsnull@telekom.de Facebook: facebook.com/drei_sechs_null Twitter: twitter.com/drei_sechs_null Nachdrucke nur mit Quellenangabe und Belegexemplar. Der Inhalt gibt nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder.
FOTO: LAIF
HIGHLIGHTS BEI DREISECHSNULL TV
Layout & Gestaltung: Mira Gatermann (Ltg.), Frances Uckermann
DREISECHSNULL 01 | 2012
Schlauer, als die Konkurrenz erlaubt. Web-TV für den Mittelstand. Trends erkennen, Kosten sparen, effizienter arbeiten. DREISECHSNULL, die Plattform für den Mittelstand, gibt es jetzt auch als Web-TV-Format. Mit spannenden Reportagen und Berichten, die über den Tellerrand hinausschauen – ob mit strategischen Lösungen, inspirierenden Impulsen oder pragmatischen Hilfestellungen. Im Fokus steht dabei immer wieder eine ganz konkrete Frage: Wie kann vernetztes Arbeiten für mittelständische Unternehmer und Entscheider einen effektiven Vorsprung bringen? Erleben Sie DREISECHSNULL mit dem Web-TV-Angebot: www.telekom.de/dreisechsnull
Wind kann viel bewegen. Sogar Ihre E-Mails. Nutzen Sie eigentlich erneuerbare Energien? Wenn Sie Kunde der Telekom sind, dann tun Sie es. Denn wir setzen in Deutschland ausschlieร lich Strom aus Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie ein. So kรถnnen Sie telefonieren oder im Internet surfen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Das ist Ihnen zu wenig? Dann schauen Sie doch mal, was wir gemeinsam noch erreichen kรถnnen: www.telekom.com/nachhaltig-handeln