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Gewächshaus: Ernteglück
Ernteglück
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IN WARMEN GEFILDEN
Das Erker-Gewächshaus– hier aus der „Midi“-Serie – orientiert sich optisch an Orangerien vergangener Tage. Es stehen vier Verglasungen zur Wahl, auch bei der Seitenhöhe gibt es zwei verschiedene Varianten. WAMA/epr
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VIKTORIANISCHER STIL
Das Gewächshaus „Victorian Terrace“ eignet sich gut für kleine und mittel- große Gärten. Die Scheiben bestehen aus gehärtetem Glas. djd/Andrew Burford Hartley Botanic/Mark Spencer Mit einem Gewächshaus haben Tomaten, Salat und Basilikum das ganze Jahr über Hochsaison. Und Kälteeinbrüche gibt es schließlich nicht nur im Winter, sondern auch im Frühling.
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Wir müssen immer mal wieder die Natur überlisten. Zum Beispiel, wenn es um das Gärtnern und Ernten nach Lust und Laune geht. Das klappt bestens mit einem Gewächshaus im Garten. Die lichtdurchlässigen, aus Glas-, Kunststoff- oder Folienabdeckungen konstruierten Bauten bieten einen perfekt geschützten Ort, um Pflanzen auch außerhalb ihrer artentypischen Wachstumszeit zu kultivieren. Was wann zum Essen auf dem Tisch landet, ist eine Frage der jeweiligen Konstruktion: Es gibt sowohl Gewächshäuser mit Isolier- oder Wärmeschutzglas als auch mit oder ohne Heizung. In einem sogenannten kalten, frostfreien Gewächshaus (sprich ohne Heizung) reichen die Temperaturen meist auch noch im Spätherbst aus, um zum Be-
KLEIN, ABER FEIN
Egal, ob im Garten oder auf dem Balkon: Mit seinen gerade einmal zwei Quadratmetern Grundfl äche nimmt das Tomatenhaus „Julia“ nicht viel Platz ein. Buttazoni GmbH/epr spiel Spinat auszusäen. Das grüne Gemüse fühlt sich im Freilandanbau vor allem zwischen Frühjahr und Sommer pudelwohl. In einem Haus mit Heizung (meist Elektroheizung) sieht die Sache schon anders aus. Hier starten Sie locker bereits Anfang Januar damit, Jungpflanzen zu ziehen und zu ernten: Spätfrost sind hier für Kohlrabi, Rettich oder auch erste Schnittblumen kein Thema. Und woran liegt´s? An ein bisschen Physik, auch Treibhauseffekt genannt: Sobald die Sonne scheint, dringen die warmen Lichtstrahlen ungehindert über die Glas-, Folien- oder Kunststoffabdeckungen ein. So heizen sich Boden, Pflanzen und Teile des Hauses auf. Die daraus entstehende Wärme kann nicht entweichen und bleibt im Inneren – sofern die Scheiben geschlossen bleiben. Es entsteht ein warmes, feuchtes Klima. Übrigens eignen sich die Gewächshäuser auch zum Überwintern von empfindlichen Kübelpflanzen oder auch Orchideen. Robuste, altbewährte Glasscheiben gehören zu den Klassikern beim Aufbau – zumal sie zugegebenermaßen von außen betrachtet das schönste Bild abgeben. Sehr bewährt und günstiger in der Anschaffung sind zwischenzeitlich auch Kunststoffabdeckungen aus Acryl oder Polycarbonat. (fri)