MAGAZIN
# 11 / November 2016
Grosseltern
# 11 / November 2016
Ink l. D
WIT Z ossier E DA S Ü B E R A ab Se LT ER ite
www.grosseltern-magazin.ch
Grosseltern 48
Das Magazin über das Leben mit Enkelkindern
Damals in der Surselva
Winterfreuden
Enkelkinderlos
Bewohner des Bündner Tales erzählen aus ihrem Leben (S.34)
Zehn besonders kinderfreundliche und leicht erreichbare Winterorte (S. 40)
Was Menschen ohne Enkel durch den Kopf geht, wenn Grosseltern erzählen. (S. 22)
Grosseltern MAGAZIN
R E N T E N S I S I H L U K DEN tüme s o K . e ert di enmusical . 26) d i e n h (S t hel sc neues Pira sie dabei c i M t a i z s Vittor rew Bond unterstüt i d für An kelin Noem n Ihre E
CHF 9.50 EUR 8.50
Jugendherberge Scuol
Jugendherberge Gstaad Saanenland
wellnessHostel4000 Saas-Fee
Winter-Gutschein
CHF 20.–
*
www.youthhostel.ch facebook.youthhostel.ch twitter.youthhostel.ch instagram.youthhostel.ch * ab einem Mindestbetrag von CHF 200.–. Buchbar online: www.youthhostel.ch, per E-Mail: booking@youthhostel.ch oder Telefon: +41 44 360 14 14. Gültig für Aufenthalte bis 30.4.2017. Gutschein muss bei Check-In abgegeben werden. Nicht gültig für bestehende Reservationen sowie Gruppenbuchungen ab 10 Personen. Nicht kumulierbar. Nicht gültig für die Jugendherbergen Bellinzona, Engelberg, Fiesch, Gersau, Lugano und Romanshorn.
~ Magazin ~ EDITORIAL
3
EIN FENSTER ZUR KINDHEIT A
ls ich ein Kind war, besuchte ich mit meinen Eltern jedes Jahr ein Theaterstück für Kinder in Zürich. Ich sah «S brav Tüfeli», «Die kleine Hexe» und «Der Räuber Hotzenplotz».
Monti und das Musical Space Dream. Seit letztem Jahr wird sie bei ihrer Arbeit ab und zu von ihrer zwölfjährigen Enkelin Noemi unterstützt. Wir haben die beiden einen Nachmittag
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir «Die Zauberorgel». Ich weiss noch genau, wie ich mit Kesselflicker Fridolin und seiner Tochter Rägeli mitfieberte, der schönen Musik der Orgel lauschte und mich über das böse Apotheker-Ehepaar Bitterli ärgerte. Geschrieben hat das Kindermusical der unglaublich kreative Jörg Schneider. Der Schauspieler, Regisseur und Verfasser unzähliger Kasperli-Abenteuer sorgte mit seinen Stücken nicht nur bei mir, sondern bei unzähligen Kindern meiner Generation für unvergessliche Theatererinnerungen. Leider ist Jörg Schneider letztes Jahr gestorben. In seine Fussstapfen sind schon vor einiger Zeit andere getreten. Zum Beispiel Erich Vock, der seit 1994 die Märchenbühne Zürich führt. Oder Andrew Bond: Der Liedermacher, Sänger und Stückeschreiber schreibt jedes Jahr ein neues Musical für sein MärliMusicalTheater, das jeweils ab Ende Oktober durch die Schweiz tourt – mit grossem Erfolg und zur Freude vieler Kinder und ihrer Begleiterinnen und Begleiter. Unter ihnen sind viele Grosseltern. Diese sind nicht nur im Publikum zu finden: Zu Andrew Bonds Kreativteam gehört auch eine Grossmutter. Vittoria Michel, von allen Vitti genannt, schneidert die Kostüme. Die gebürtige Österreicherin hat über 40 Jahre Berufserfahrung und arbeitete unter anderem für den Circus
lang begleitet und in Vittorias Atelier auch ihre anderen Enkelkinder kennengelernt, die dort ebenfalls bereits Theaterluft schnuppern. Vittoria Michel geniesst es, die Kinder an ihrer Arbeit teilhaben zu lassen. Die Reportage über unseren Besuch finden Sie auf Seite 26. Unsere Familie samt Grosseltern hat übrigens auch bereits wieder Tickets gebucht für die diesjährige Kindertheatersaison. Wir werden uns nicht nur das neue Stück von Andrew Bond ansehen. Geplant ist auch der Besuch der Kinderoper «Der Zauberer von Oz» am Zürcher Opernhaus und des Theaterstücks «Der Teufel mit den drei goldenen Haaren» mit unserer Lieblingskindermusikband Schtärneföifi am Zürcher Schauspielhaus. Manchmal ist in unserer Familie übrigens gar nicht so ganz klar, wer mehr Freude an den Theaterbesuchen hat, die Kinder oder die Erwachsenen. Mir öffnet sich an diesen Nachmittagen jeweils ein Fenster zur eigenen Kindheit. Falls Sie auch Lust haben, diesen Winter mit Ihren Enkelkindern ins Theater zu gehen, haben wir Ihnen auf den Seiten 32 und 33 eine kleine Übersicht zusammengestellt. Bitte beachten Sie, dass sie bei weitem nicht vollständig ist: Es gibt heutzutage so viele Theaterproduktionen für Kinder, dass wir beim besten Willen nicht alle aufführen konnten. • # 11 ~ 2016
GEORG GINDELY Chefredaktor georg.gindely@grosseltern-magazin.ch
4
INHALT # 11 / November 2016
Piratenbande mit Riesenkrake
Die bunten Kostüme im neuen Kindermusical von Andrew Bond stammen von Vittoria Michel. (S.26)
Schöne Aussichten
Erinnerungen aus der Surselva
Der Winter steht vor der Tür. Wir sagen, wo Sie ihn mit den Enkelkindern am besten geniessen können. (S.40)
Senioren aus dem Bünder Tal erzählen im neuen Buch «Etwas anderes kannten wir nicht» aus ihrem Leben. (S.34)
# 11 ~ 2016
~ Magazin ~ INHALTSVERZEICHNIS
5
Dorfmuseum
MSTESTER MUSEUSe ite 8
DOSSIE R Seite 48
Magazin Editorial Inhaltsverzeichnis
6
8
Hintergrund 3 4
Generationengespräch Werner Loosli nimmt seinen Enkel Cauê mit auf Exkursionen zu grossen und kleinen Vögeln.
22
Enkelkinderlos Journalistin und Grossmutter Ruth Frei traf Gleichaltrige, die keine Enkel haben.
26
Andrew Bonds Schneiderin Vittoria Michel ist der ruhende Pol in der Truppe des
32
34 Meine Grosseltern Bei Grossmutter Albertine erlag Beni Turnheer erstmals dem Reiz des Fernsehens.
18
Anderswo: Deutschland Wie Martina Schweitzer ihre alleinerziehende Tochter in Brandenburg unterstützt.
20
Leserbriefe
21
Meine Enkel – meine Kinder Die Stillzeit ist für Mütter nicht immer einfach. Für Grossmütter übrigens auch nicht.
58
Unterwegs Imposante Steine im Tessin und spannende Ziele in Schaffhausen
63
Rezept Selbst geröstete Marroni
64
MärliMusicalTheaters.
Sammelsurium
13
Service
40
47
Von Pippi bis Peter Pan Welche Theaterstücke für Kinder diese Saison zu sehen sind. Lebensgeschichten Lorenz und Tresa Tomaschett erinnern sich an ihre Jugend in der Surselva. Ausflüge in den Winter Von der Belalp bis zum Stoos: die kinderfreundlichsten Schlittelpisten und Wanderwege. Beratung Was tun, wenn der Enkel ständig gestresst wirkt?
48
Alterswitze Psychologin Elisabeth Schlumpf sagt, weshalb man das Alter mit Humor nehmen sollte.
En
KINDE tdeckt im RMU Seite 1 SEUM 0
57
GrossmütterRevolution Kolumne: Unvergessliche Zvieris am Zürcher Hauptbahnhof # 11 ~ 2016
Basteln Farbige Schnecken und Teelichter mit Krone
71
Tipps vom Kinderarzt Zehn negative Auswirkungen des Fernsehens
72
Gesundheitskolumne Humor in der Arztpraxis
74
Wettbewerb Gewinnen Sie ein Wochenende im Hotel Arosa Kulm.
76
Fotografieren Wie man mit den Enkeln ein Bilderbuch fotografiert. Outdoor-Tipp Apps Spiele Bücher Rätsel Cartoon Impressum & Vorschau Schlusswort
62 67 68 70 78 80 81 82
Foto: Georg Gindely
~ Magazin ~ GENERATIONENGESPRÄCH
Cauê
&Werner
Werner Loosli (66) aus Winkel ZH ist Ornithologe und Flughafenkenner. Seinen Enkel Cauê (6) nimmt er oft mit auf Exkursionen, auf denen sie Vögel und Flugzeuge beobachten. Auch solche aus Cauês Heimat Brasilien. Cauê: Grosspapi, gehen wir heute wieder Vögel beobachten? Grosspapi Werner: Sehr gern! Wir waren ja kürzlich gerade im Neeracherried. Da haben wir zum Beispiel gehört, wie der Kleiber geträllert und gepiffen hat. Du kennst schon viele Vögel! Cauê: Ja. Zum Beispiel den Eisvogel und den Specht. Werner: Graureiher sehen wir ebenfalls oft, und auch Störche konnten wir schon beobachten. Wie heissen die Raubvögel, denen wir von der Wohnung aus zuschauen können? Cauê: Das sind der schwarze und der rote Milan. Werner: Genau. Der rote Milan ist das inoffizielle Wappentier von Winkel, der Gemeinde, in der Nana und ich wohnen. Leider werden die Milane hier von einigen Menschen gefüttert. Cauê: Ist das nicht gut? Werner: Nein. Das führt dazu, dass sich die Vögel nicht artgerecht verhalten. Zudem lassen sie das Fleisch oft fallen, und dann fressen es Hunde, Katzen und andere Tiere. Cauê: Werden wir im Winter wieder Vögel füttern?
7
Werner: Ja, auch wenn man das eigentlich nicht tun sollte. Wenn es keinen Schnee hat, finden die Vögel genug zu fressen. Aber ich werde trotzdem ein Vogelhaus aufstellen. Man muss darauf achten, dass es sauber ist, damit sich keine Krankheiten verbreiten können. Ich finde es schön, wenn die Vögel nahe ans Haus kommen und wir sie beobachten können. Im letzten Winter haben wir das zum ersten Mal zusammen getan. Cauê: Ja. Vorher wohnten Mami, Papi, mein Bruder Tarumã und ich in Brasilien. Im Garten hatten wir eine Palme mit Kokosnüssen. Werner: Dein Vater hat sie immer heruntergeholt und geöffnet. Cauê: Dann haben wir die Milch getrunken und das Fruchtfleisch gegessen. Das war so fein! Werner: Welches ist eigentlich dein Lieblingsvogel? Cauê: Das ist der Uhu. Werner: Warum? Cauê: Weil er Mäuse fängt. Werner: Mäuse sind aber schon auch herzig. Die haben wir kürzlich auch gesehen, als wir einen Ausflug in den # 11 ~ 2016
Tierpark Langenberg gemacht haben. Aber das ist halt so: Tiere leben, und sie fressen und werden gefressen. Du interessierst dich sehr für Tiere und die Natur, wir beide tun das. Ich habe vor 13 Jahren begonnen, ornithologische Kurse zu besuchen. Da hat es mir
den Ärmel hineingezogen, und ich habe eine Ausbildung zum Exkursionsleiter gemacht. Cauê: Dann gehst du mit anderen Leuten Vögel anschauen? Werner: Genau. Ich habe bis zu meiner Pensionierung vor zwei Jahren für die Presseabteilung des Flughafens gearbeitet und begonnen, Vogelexkursionen am Flughafen anzubieten. Das mache ich noch heute. Daneben leite ich Flughafenführungen. Wir beide gehen ja auch ab und zu Flugzeuge beobachten in Oberglatt. Dann raten wir, woher sie kommen. Cauê: Die meisten Flugzeuge haben das Schweizer Wappen, aber es gibt auch solche mit den Wappen von Südafrika oder Brasilien. Werner: Du hast ein Heft, in das du alle Wappen zeichnest. Du interessierst dich sehr für fremde Länder. Wahrscheinlich hast du von mir, Nana und deiner Mutter das Reise-Gen geerbt, das in allen von uns steckt. Das freut mich – genauso wie deine Begeisterung für die Natur. ~GG
Wollen Sie und Ihr Enkelkind auch einmal beim Generationengespräch mitmachen? redaktion@grosseltern-magazin.ch
8 ~ Elternsprüche ~
Dorfmuseum
STESTER MUSEUM Su hr
«WER SPRICHT DENN VON KUCHEN, DASS DU KRÜMEL DICH MELDEST?» Kurze Sätze, die unser Leben begleiten. Gesammelt von Beat Gloor.
Mit den Nachbarn ins Museum ~ Was wir mit unseren Enkeln machen ~
SCHAUMBERGE IM ABWASCHBECKEN
Wer erinnert sich nicht an die endlosen Streitigkeiten aus seiner Kindheit, wenn es ums Abwaschen und Abtrocknen ging? Heute, wo uns der Geschirrspüler die Arbeit abnimmt, sind diese epischen Diskussionen gegenstandslos. Und da das Abwaschen von Hand einiges an Überschwemmungen zur Folge hat, verzichten Eltern in der Regel darauf. Welch eine Gelegenheit für uns Grosseltern, die wir meist mehr Zeit für die Kleinen haben, auch mehr Zeit, die eingenässte Küche wieder auf Vordermann zu bringen! Was es braucht, ist nichts anderes als ein Viertel eines Geschirrwaschmittels, und schon verschwinden glückliche Grosskinderhände in abenteuerlich grossen Schaumbergen. Ein sinnlicher und preisgünstiger Spass fürwahr, und Teller, Tassen und Kinderaugen glänzen, wie sie noch nie geglänzt haben. MARIE-LOUISE FAESI-HÄRING, ST. GALLEN Haben auch Sie etwas mit Ihren oder für Ihre Enkelkinder(n) gemacht? Oder haben Ihre Enkelkinder Sie mit etwas Tollem überrascht? Schicken Sie uns bitte Text mit Fotos an redaktion@grosseltern-magazin.ch oder an Grosseltern-Magazin, Kronengasse 4, 5400 Baden. Vielen Dank!
R
egula und die beiden eritreischen Mädchen Lidya und Rodas fanden im Dorfmuseum Suhr ein altes Telefon mit Wählscheibe – nichts zum Drücken oder Wischen! Wie ging das denn? Und der alte Backofen mit Holzfeuerung, wie wusste man, wann er die richtige Temperatur hatte? Wie heiss muss man eigentlich die eritreischen Fladen backen? Auf jeden Fall so lange, bis sie schön caramelbraun sind. Rosa erklärt ihrer Nachbarin, dass bei ihr in Portugal keine Spitzendecken auf Sessellehnen lagen. In Bosnien, sagt diese, sei das aber absolut üblich, und: «Schau mal, so eine Nähmaschine hatte meine Mutter auch!» Während der Vater in der Schweiz arbeitete, packte die Mutter manchmal die Kinder und alle Flickwäsche und ging zu ihren Eltern. Dort musste sie nicht auch noch kochen und putzen und hatte Zeit, die Garderobe der Kinder wieder aufzubessern. Überall im kleinen Dorfmuseum sind an diesem Nachmittag solche Gespräche zu hören – die Kulturkommission hatte Neu-Suhrerinnen eingeladen, mit Alt-Suhrerinnen ins Gespräch zu kommen über Objekte im Museum. Manchmal wussten auch die Alt-Suhrerinnen nicht, was da zu sehen war – fremd im eigenen Dorf? Schön, wenn dieser Gleichstand mit den Migrantinnen produktiv erlebt wird! Es gibt Hunderte von Orts- und Heimatmuseen in der Schweiz – packen Sie Ihre neuen Nachbarn und kommen Sie ins Gespräch über die verschiedenen Heimaten! •
Dorfmuseum Suhr, geöffnet am 6. und 20. November sowie am 4. Dezember, 14 bis 17 Uhr. www.museum-suhr.ch Eli Wilhelm, 56, testet mit Enkelinnen, befreundeten Kindern und Jugendlichen regelmässig Museen. www.museumstester.ch
# 11 ~ 2016
~ Magazin ~ SAMMELSURIUM
9
~ Kindermund ~
«DÄ GHÖRT DE SCHWIEGERMUETTER» ~ Früher und heute ~
ALTE SPIELSACHEN NEU INTERPRETIERT Eine tolle Idee: Das Kinder-Kreativmagazin Kiludo widmet seine Herbstausgabe dem Schweizer Kindermuseum in Baden. Es stellt dabei nicht nur Spielsachen vor, die dort ausgestellt sind, sondern interpretiert sie neu. So erfährt man zum Beispiel, wie man einen früher sehr beliebten und mittlerweile in Vergessenheit geratenen Nasenringfänger oder einen Barrenturner herstellt, und es wird einem gezeigt, wie man die Vorgänger der Carrerabahn oder der heute populären Stickerbooks selber machen kann. Für Grosseltern und Enkelkinder perfekt zum Entdecken, Schmökern und Nachbasteln. ~GG Das digitale Kreativmagazin erscheint fünfmal im Jahr und ist im Abonnement zum Startpreis für 34 anstelle von 39 Franken erhältlich. Kostenloses Probemagazin: www.kiludo.ch/probemagazin
Anzeige
SO ROCKT DIE ELTERNZEIT PROBEFERIEN GEWINNEN! Jetzt Probe fahren und Ferien gewinnen auf zafira.opel.ch
FÜR DIE GRÖSSTE ZEIT IM LEBEN
DER NEUE ZAFIRA.
Mit 7 flexiblen Sitzen und Opel OnStar – Ihr persönlicher Online- und Service-Assistent.*
*Opel OnStar und das Flex7®Plus-Sitzsystem sind Ausstattungsdetails und je nach Modell serienmässig oder gegen Aufpreis erhältlich. # 11 ~ 2016
Unser neuer Hund war einige Tage bei der Familie meines Sohnes in den Ferien. Der fünfjährige Andrin war mit ihm im Garten, als eine Nachbarin ihn fragte, ob sie jetzt einen Hund hätten. Die Antwort meines Enkels war: «Nei, dä ghört de Schwiegermuetter.» RUTH WALTER, SCHÖNENBERG
Hat Ihr Enkelkind auch etwas Lustiges gesagt? Schicken Sie Ihren Text für die Rubrik «Kindermund» an redaktion@grosseltern-magazin.ch oder an Grosseltern-Magazin, Kronengasse 4, 5400 Baden. Vielen Dank!
~ Magazin ~ SAMMELSURIUM
10
Im K in von LIZ SUTTER (Text) und THOMAS BURLA (Foto)
der m
ENTDE useum CKT Puz zle
~ Zitat ~
«ICH BIN DANKBAR FÜR MEIN LEBEN IN DER GROSSFAMILIE – UND DASS ICH SOGAR MITERLEBEN DARF, WIE DIE KINDER MEINER KINDER AUFWACHSEN» Die 56-jährige Sängerin Nena (99 Luftballons) hat drei Enkelkinder und vier Kinder, von denen drei in der Band der Sängerin mitspielen.
Lehrreicher Zeitvertreib
D
ie robusten Holzpuzzles der Marke «Penelope» waren sehr beliebt, weil ihnen auch ungeübte Kinderhände nichts anhaben konnten. Die Westschweizer Firma war in den 1920er Jahren gegründet worden, um tuberkulosekranke Menschen zu beschäftigen. VERTRAUTE MOTIVE Beliebte Sujets waren Schweizer Landschaften oder Kunstwerke wie hier Albert Ankers «Schulspaziergang» – das Original soll bei Christoph Blocher im Esszimmer hängen. Heutigen Kindern wird beim Betrachten des Bildes einiges seltsam vorkommen. Warum zum Beispiel tragen nicht alle Kinder Schuhe? Die beiden Freundinnen hingegen, die vor lauter Erzählen hinter der Klasse zurückbleiben, sind noch immer ein vertrauter Anblick. ALS LEHRMITTEL ERFUNDEN
~ Trennungen ~
BAR BIER Wortspiele von Beat Gloor.
Die ersten «Jigsaw Puzzles» (Laubsägenrätsel) entstanden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in England. Es waren zersägte Landkarten, die als Lehrmittel für den Geografie-Unterricht angepriesen wurden. Der Lerneffekt von Puzzles ist unbestritten, auch wenn das den Kindern, die sich damit vergnügen, zum Glück völlig egal ist. In der Rubrik «Entdeckt» stellen wir jeden Monat Trouvaillen aus dem Schweizer Kindermuseum in Baden vor. www.kindermuseum.ch
www.uns-ich-er.ch
# 11 ~ 2016
DIVERSA
Zusatzversicherung Mehr Sicherheit für Ihre Familie
Gemeinsam glücklich Glücklich sind Familien mit der CONCORDIA. Weil sie verstanden werden. Weil sie eine vertrauensvolle Partnerin schätzen. Weil der Service stimmt. Ihre Gesundheit, bei der CONCORDIA in besten Händen. www.concordia.ch
~ Magazin ~ SAMMELSURIUM
12
~ Schnabelwetzer ~
WE WASSER WY WÄR, WI WETTE WÄLTSCHI WALLISER WÖSCHERWYBER WÜESCHTI WINDLE WIEDER WYSS WÄSCHE? Gesammelt von Susanne Stöcklin-Meier.
~ Aufgefallen ~
TOPMODEL MIT 60 JAHREN Es ist nie zu spät, seine Wünsche wahr werden zu lassen: Der Franzose Philippe Dumas träumte sein Leben lang von einer Karriere als Fotomodell. Als die Werbeagentur, für die er arbeitete, vor einem Jahr Konkurs ging, liess er sich einen langen Bart wachsen und lud ein paar Fotos von sich im Internet hoch. Kurze Zeit später hatte der 60-Jährige sechs Modelverträge in der Tasche und wurde von der Branche als «Hipster-Opa» gefeiert. Seither sind laufend neue Aufträge dazugekommen, unter anderem für Joop. ~GG
Anzeige
Patientenverfügung SRK Damit Ihr Wille zählt Wünschen Sie eine Beratung? Rufen Sie uns an! Gratisnummer 0800 99 88 44 Montag bis Freitag (8–12 Uhr) Wir unterstützen Sie gerne beim Erstellen der kompakten oder ausführlichen Version Ihrer Patientenverfügung SRK. www.patientenverfuegung-srk.ch
~ Magazin ~ MEINE GROSSELTERN
«Beim Grossvater durfte ich einfach alles» Der Grossvater von Beni Turnheer war eine Respektsperson. Doch seinem Enkel gegenüber zeigte er eine ganz andere Seite.
BENI TURNHEER Beni Thurnheer, 67, war Sportreporter, TV-Moderator und Showmaster. Er arbeitet nach wie vor einen Tag pro Woche als Sportmoderator beim Fernsehen SRF, daneben schreibt er an einer Art Biografie des Fernsehens.
A
m deutlichsten in Erinnerung geblieben ist mir mein Grossvater väterlicherseits, obwohl er starb, als ich erst acht oder zehn Jahre alt war. Er hiess traditionsgemäss Paul, mein Vater ebenfalls, während sich bei mir meine welsche Mutter mit Bernard durchsetzen konnte und der Paul auf Platz zwei rückte. Bei meinen Kindern habe ich dann mit der Tradition gebrochen. Jeden Samstagnachmittag fuhren wir nach Weinfelden zu den Grosseltern, die zusammen mit einer Tante und einer Grosstante in einem geräumigen Haus lebten. Das Tollste war der grosse Garten mit zwei Rasenflächen, wo ich mich richtig austoben konnte. Grossvater Paul, früher Inhaber einer Versicherungsagentur für Bauern und langjähriger Schulpräsident, war eine Respektsperson, ein richtiger Pater familias. Nur mit mir war er ganz anders, mir war alles erlaubt. Er zeigte mir den Garten, in dessen Mitte eine wunderschöne Birke stand, und ich durfte mich an den Beerensträuchern, Zwetschgen- und Apfelbäumen nach Herzenslust bedienen. Ich erinnere mich, wie ich die Haselsträu-
cher kräftig schüttelte, damit die Nüsse möglichst zahlreich herunterfielen. Dann gab es auf dem Gelände noch die Garage,
Beni mit Grossvater Paul in dessen Garten, der dem Enkel wie das Paradies vorkam.
einen Geräteschuppen, wo Rasenmäher und allerlei Werkzeug aufbewahrt wurde, und wo ich liebend gerne auf Entdeckungsreise ging. # 11 ~ 2016
Grossmutter Gertrud war die perfekte Hausfrau. Einmal, als die Grosseltern bei uns in Winterthur zu Besuch waren, ertappten wir sie dabei, wie sie den Geschirrspüler ausräumte und das ganze Geschirr nochmals abwusch, weil eine Maschine dies unmöglich richtig machen konnte. Hin und wieder fuhren wir auch zu den Eltern meiner Mutter, Fritz und Albertine Hirt, nach Vallorbe. Es gab noch kaum Autobahnen, und so dauerte die Fahrt in unserem VW-Käfer etwa fünf Stunden. Genau auf halber Strecke, in Rothrist, wurde jeweils zu Mittag gegessen. Kaum angekommen, stand meine Mutter schon hinter dem Ladentisch im Zeitungs- und Tabakwarengeschäft meines Grossvaters, während für mich eine wunderbare Zeit begann. Ich durfte in Vallorbe nämlich immer von früh bis spät Fussball spielen. Nach Grossvaters Tod zog Grossmutter Albertine nach Winterthur, ganz in unsere Nähe. Ich besuchte sie sehr häufig, sicher auch, weil sie, im Gegensatz zu uns, einen Fernseher hatte. Dort schaute ich nicht nur Sportübertragungen, sondern alles, was das einzige Programm zu bieten hatte. Eine schicksalshafte Begegnung … ~LS
~ Magazin ~ SAMMELSURIUM
14
~ Wie uns unsere Enkelkinder nennen ~
«BUPA» Als unser Enkel Raphael zwei Jahre alt war, begann er seinen Grossvater Thomas «Bupa» zu nennen, weil er Thomas einfach nicht sagen konnte. Der Name bürgerte sich schnell ein, und auch heute noch wird der Grossvater von seinen vier Enkelkindern, die mittlerweile 19, 17, 15 und 12 Jahre alt sind, Bupa genannt. Das Wort drückt die Liebe aus, welche die Kinder für ihren Grossvater im Herzen tragen. DORIS PETER
Wie werden Sie von Ihren Enkelkindern genannt? Und gibt es eine Geschichte zu Ihrem Namen? Schicken Sie sie uns doch bitte zu an redaktion@ grosseltern-magazin.ch oder Grosseltern-Magazin, Kronengasse 4, 5400 Baden. Vielen Dank!
Anzeige
Palliative Care Begleitung in schwierigen Lebensphasen
Wir sind für Sie da: Dr. med. Christel Nigg, Chefärztin Dr. med. Anna Georgi, Leitende Ärztin Telefon 044 268 38 38 www.susenbergklinik.ch Zentral in Zürich
~ Zum Lachen ~
«TWITTER-OMI» AUF DER BÜHNE Sie ist die bekannteste Grossmutter in den sozialen Medien: Renate Bergmann, auch «Twitter-Omi» genannt. Seit 2013 unterhält die 82-jährige Berlinerin eine stetig wachsende Fangemeinde auf dem Kurznachrichtendienst mit Sprüchen wie «Bitte schreiben Se mir heute zwischen zwei und vier besser nicht. Da bin ich auf Beerdigung. Der Pfarrer guckt immer, wenn das Händi brummt.» Oder «Die Tür ist doppelt abgeschlossen, die Jalousie ist runter und Norbert passt im Flur auf: Gertrud und ich sind bereit für Aktendeckel XY.». Renate Bergmann ist eine Kunstfigur, erfunden vom 42-jährigen Thorsten Rode. Dennoch (oder gerade deswegen) folgen ihr über 35 000 Menschen auf Twitter. Mittlerweile sind sechs Bücher von Renate Bergmann erschienen, das erste mit dem Titel «Ich bin nicht süss, ich habe bloss Zucker» ist nun auch für die Bühne bearbeitet worden. Zu sehen ist das Stück auf der Comedybühne Weisser Wind in Zürich. Die von Anke Siefken gespielte Renate Bergmann erzählt vom Leben zwischen Seniorennachmittag und Cyberspace, von den Tücken des Älterwerdens und den Macken der Jungen. ~GG «Ich bin nicht süss, ich habe bloss Zucker», Comedybühne Weisser Wind, Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich. Vorstellungen am 24. und 26. November sowie am 8., 9. und 31. Dezember. www.weisserwind.ch; www.renatebergmann.de
~ Weise Worte ~
«HUMOR IST DER SCHWIMMGÜRTEL AUF DEM STROM DES LEBENS.» (Wilhelm Raabe, 1831-1910, Schriftsteller)
Persönlich. Engagiert. Gesammelt von Bernhard Weber. www.intransienverlag.ch
# 11 ~ 2016
~ Magazin ~ SAMMELSURIUM
~ Im Netz ~
DIE LIEBLINGSESSEN DER ENKELKINDER Was kochen Sie, wenn die Enkelkinder zu Ihnen kommen und Sie ihnen eine Freude bereiten wollen? Das fragten wir Sie am 7. Oktober auf unserer Facebook-Seite. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Antworten eintrafen. «Hauptsache Fingerfood», schrieb Babs Berger. Sie tischt ihren Enkelkindern verschiedene Gemüse wie Rüebli, Zucchetti, Kürbis oder Kartoffeln auf, die sie in grobe Würfel geschnitten und schonend gegart hat. Dazu
15
gibt es manchmal Cippolatas oder gebratenen Fleischkäse. Währschaft mögen es die Enkelkinder von Dora Mehr: «Sie wünschen sich immer eine grosse Röschti und am liebsten Kalbsbrätkügeli an weisser Sauce oder Hackfleischtätschli mit Bratensauce.» Margrit Häfeli kocht «Chnöpfli mit Öpfumues», Lily Hartinger Pilzrisotto oder Lachs mit Toast. Bei Madeleine Feller gibt es Tomatenrisotto und Cervelatsalat, bei Cornelia Widmer Gschwellti mit Chäs. Kleine Schnitzel, Fischstäbchen, Omeletten (mit Reibkäse und mit Nutella), Tomatenspaghetti oder Ghackets mit Hörnli und Apfelmus sind weitere Favoriten der Enkelkinder unserer Facebook-Nutzer, um nur einige zu nennen. Für am meisten Kommentare auf unserer Facebook-Seite hat im letzten Monat übrigens nicht die Frage nach dem Lieblingsessen der Enkelkinder gesorgt, sondern die Beratungskolumne von Katharina Ley zu einem Streit zwischen einer Grossmutter und ihrer Schwiegertochter über die Benutzung des Laufgitters. Einige der Reaktionen haben wir auf unserer Leserbriefseite auf Seite 20 abgedruckt. facebook.com/grosselternmagazin
Anzeige
Das Leben unbeschwert geniessen. Dank Sicherheit auf Knopfdruck.
SmartLife Care Mini Der diskrete Begleiter für die Tasche mit integriertem GPS-Modul
SmartLife Care Genius Der unkomplizierte Mitbewohner für massgeschneiderte Sicherheit
SmartLife Care Flex Das flexible Multitalent mit Zusatzlautsprecher in der Ladestation
Mit Swisscom SmartLife Care ist Hilfe sofort zur Stelle, wenn Sie sie brauchen.
Ihr vorzeitiges Weihnachtsgeschenk: Mit dem Rabattcode XMAS2016 erhalten Sie in unserem Online-Shop 100 Franken Rabatt beim Kauf auf der SmartLife Care Lösung Ihrer Wahl.
Egal ob zuhause oder unterwegs: Dank diesem smarten Trio fühlen Sie sich rundum sicher. Bei Bedarf werden Sie auf Knopfdruck mit einer persönlichen Kontaktperson oder unserer 24h-Notrufzentrale verbunden. Über die integrierte Freisprechanlage können Sie Ihre Situation schildern und erhalten rasch Hilfe nach Mass – schliesslich ist nicht jeder Fall gleich ein Notfall. Mehr Informationen zu Swisscom SmartLife Care gibt es unter der Gratis-Hotline 0800 84 37 27 sowie unter www.swisscom.ch/smartlifecare
# 11 ~ 2016
16 ~ Die Frage ~
SEIT WANN WIRD EIGENTLICH DAS WORT «HUERE» VERWENDET? In der letzten Ausgabe unseres Magazin störte sich ein Grossvater daran, dass seine Enkelkinder viel fluchen und dabei auch das Wort «huere» gebrauchen würden. Aber woher stammt das Wort eigentlich? Und seit wann wird es verwendet? Christoph Landolt vom Idiotikon, dem Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, gibt folgende Antwort: Das Verstärkungswort huere- brauchen die Schweizer und Schweizerinnen schon lange. Der Lexikograph und Volkskundler Jakob Hunziker führt in seinem «Aargauer Wörterbuch» von 1877 Huereglück auf und definiert es mit «unverdientem Glück». Und auch im zweiten Band des «Schweizerischen Idiotikons», der in den 1880er Jahren erarbeitet wurde, heisst es: «Vor Substantiven und Adjektiven (auch von günstiger Bedeutung) gesetzt, hat huer oft nur allgemein verstärkende Kraft, zum Beispiel Huereglück und huereschön» – beides aus Luzern bezeugt. Hartnäckig hält sich das Gerücht, das Verstärkungswort huere käme von «Ungeheuer». Aber warum eigentlich? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Dabei ist die Sache ganz einfach: Es liegt tatsächlich Huer («Hure») zugrunde. Verstärkungswörter sind in ihrem Ursprung oft derbe Begriffe, wessen man sich heute aber vielfach gar nicht mehr bewusst ist. Wer weiss schon, dass in cheibe(-guet) und choge(-guet) alte Wörter für «Leichnam, Aas, Kadaver» stecken? Dass die Luzerner ihre rüüdig schöne Fasnacht mit einem Wort charakterisieren, das eigentlich «räudig, von Krätzmilben befallen, hautkrank» bedeutet? Dass das so harmlose schampar eigentlich «mit Schande behaftet, ehrlos» meint? Ja, dass selbst das so blasse sehr eigentlich «versehrt, wund, verletzt» meint und damit dem umgangssprachlichen englischen bloody nahekommt? Übrigens: Huer bzw. Hure geht auf ein indoeuropäisches Urwort zurück, das «gern haben, begehren» bedeutet und von dem auch das lateinische cārus «begehrt, lieb, teuer, wert» abstammt. Also eigentlich ein huereschönes Wort, nicht wahr? Christoph Landolt, der für das Schweizerische Idiotikon arbeitet, publiziert auf www.idiotikon.ch regelmässig kleine Wortgeschichten, darunter auch die hier veröffentlichte.
~ Entdeckungen ~
LEXIKON DER SCHWEIZER KULINARIK Bauernschinken, Fleischpastetli, Bratkäse oder Badener Chräbeli: In der Buchreihe «Das kulinarische Erbe der Schweiz» findet man eine Vielzahl an Lebensmitteln aus allen Regionen der Schweiz. Autor Paul Imhof hat 400 traditionelle Produkte gesammelt und erzählt in seinen Miniaturen, woher sie stammen, welche Geschichte sie haben und wie sie hergestellt werden. Eben ist der fünfte und letzte Band der Reihe erschienen, in dem sich 120 Köstlichkeiten aus den Kantonen Freiburg, Genf, Neuenburg, Waadt und Wallis finden. Illustriert sind die Bücher mit kulinarischen Tafeln, zudem sind ausgesuchte Rezepte aus dem Kochbuch «Aus Schweizer Küchen» von Marianne Kaltenbach abgedruckt. Ein Augenschmaus, der Lust auf kulinarische (Wieder-)Entdeckungen macht. ~GG Das kulinarische Erbe der Schweiz, Paul Imhof. Fünf nach Regionen gegliederte Bände, Echtzeit Verlag, zwischen 29 und 34 Franken. www.echtzeit.ch
# 11 ~ 2016
Vitamin D3 unentbehrlich für jeden Lebensabschnitt Vitamin D3 Wild Öl wird angewendet zur Vorbeugung und Behandlung von Vitamin-DMangelerkrankungen (z.B. Rachitis, Osteomalazie). Vitamin D3 Wild Öl ist ein zugelassenes Arzneimittel, bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Dr. Wild & Co. AG, 4132 Muttenz www.wild-pharma.com
~ Magazin ~ ANDERSWO
18
Oma überbrückt tatkräftig und unbürokratisch
K
EN MM E R
Martina Schweitzer lebt in Kremmen, einem kleinen Städtchen in Brandenburg. Hierher ist auch Tochter Kerstin mit den beiden Kindern nach der Trennung von ihrem Mann gezogen. Die Kassiererin, die Schicht arbeitet, ist froh um die Betreuungshilfe von Oma. von VIVIANE SCHWIZER (Text und Foto)
D
er Ta gesa blauf von Ma r t ina Schweitzer ist minutengenau durchgetaktet, vor allem in jeder zweiten Woche, wenn sie die beiden Enkelkinder, die 12-jährige Lucie und den knapp 5-jährigen Malte, mitbetreut. Konkret heisst dies: Um zirka 6.30 Uhr bricht die 61-jährige Angestellte in einer Fortbildungsschule zur Arbeit im rund 20 Kilometer entfernten Oranienburg auf. Ihr Einsatz dort endet um zirka 16 Uhr. Nun wechselt Martina Schweitzer von der Berufsfrau in die Rolle der Oma: Schnurstracks fährt sie in die KiTa, um Malte zu «übernehmen», der den Tag in einer altersdurchmischten KiTa mit rund 56 Kindern verbracht hat. Mit ihm fährt sie zurück nach Kremmen zum Grossverteiler, wo Tochter Kerstin als Kassiererin arbeitet. Diese richtet sich die Arbeit so ein, dass sie ihre Pause just dann einzieht, wenn ihr Junge und ihre Mutter auftauchen. Ein kleiner «Break» ist eine Verschnaufpause für alle.
Aufgaben zu erledigen. «Wie geht es dir? Bist du mit allem zurande gekommen?», fragt die Grossmutter ihre Enkelin. Lucie geht es fast immer gut. Bald wird sie die wenigen Meter unter die Füsse respektive unter das Rollbrett nehmen, um zu Oma und Opa zu kommen.
Nun wird gemeinsam gekocht: «Kartoffelstampf essen die Kinder am liebsten», sagt Martina Schweitzer, aber auch Pasta mit Tomatensauce oder Bouletten seien im Sinne der Kinder. Oma Martina lässt die Kinder auswählen, legt aber Wert darauf, dass man in der Küche gemeinsam am
GEMEINSAM KOCHEN UND ESSEN Mittlerweile ist es 17 Uhr geworden. Grossmutter und Enkel fahren nun zurück zum kleinen Haus, wo Martina Schweitzer zusammen mit ihrem Partner Uwe lebt. Sofort nimmt Oma Martina telefonisch Kontakt mit Lucie auf, die nach der Schule um 14 Uhr nach Hause ging, um ihre
Martina Schweitzer mit ihren Enkelkindern Lucie und Malte und ihrem Hund Bruce. # 11 ~ 2016
Naturwunder Island
Werk ist. Sie lobt: «Lucie ist schon sehr geschickt, und auch Malte holt gerne seinen Schemel, um in die Töpfe zu gucken». Nach dem Essen gehen alle in die Wohnung der Tochter. Martina macht die Kinder «bettfertig». Um 19.30 Uhr sind sie meist schon in den Federn, denn Lucie muss um 6.00 Uhr aufstehen, um zeitig in der Schule zu sein. Malte sagt, dass er auf seine Mutter warten will, der Sandmann ist aber meist vor der Mutter da.
Erleben Sie das eindrückliche Eiland aus Feuer und Eis
e 8 Reisetag
FREIZEIT IN DER NATUR
a b F r.
Martina Schweitzer wirkt aufgestellt, fröhlich und weder gestresst noch müde. Sie sagt: «Meine Tochter hat mich vor einem Jahr gefragt, ob ich ihr in ihrer Situation helfe, und ich habe Ja gesagt.». Für ihren Einsatz werde sie reich entlöhnt: Der Kon-
DEUTSCHLAND Einwohner: 80,62 Millionen (2013), die bevölkerungsreichste Nation der EU Hauptstadt: Berlin Fläche: 357 168 km², Deutschland besteht aus 16 Ländern, die sehr heterogen mit stark ausgeprägten regionalen Unterschieden sind. Entwicklung: Das moderne demokratische Land hat sich zu einem wichtigen Einwanderungsland entwickelt. Gut 16,4 Millionen Menschen haben einen Migrationshintergrund. Besonderes: In Deutschland gehen elf Millionen Kinder und Jugendliche in die Schule - das sind mehr als alle Einwohner der Schweiz.
Rund um die Insel werden Sie von wild schroffen Landschaften, eigenartigen Lavafeldern sowie idyllischen Wasserfällen in den Bann gezogen. 1. Tag: Zürich – Reykjavik 2. Tag: Reykjavik – Vik 3. Tag: Vik – Höfn 4. Tag: Höfn – Egilsstadir 5. Tag: Egilsstadir – Myvatn – Akureyri 6. Tag: Akureyri – Borgarfjördur 7. Tag: Borgarfjördur – Thingvellir – Reykjavik 8. Tag: Reykjavik – Zürich
Anzeige
takt mit den Kindern sei für sie ein «Aufsteller», und ihre Tochter sei ohne grosse Worte dankbar für die Unterstützung. Wichtig ist für die Grossmutter, nicht den Platz der Mutter einzunehmen. In jeder zweiten Woche, wenn die Tochter Frühschicht hat, mischt sie sich kaum in den Tageslauf von Tochter und Enkelkindern ein. Dann sei die Zeit, um ihren Haushalt wieder auf Vordermann zu bringen. Martina Schweitzer ist froh, ganz auf dem Land zu wohnen. Sie brauche sich keine Gedanken zu machen, dass die Kinder mit Drogen konfrontiert würden oder in einer Einkaufspassage herumlümmeln würden. Dafür sind am Wochenende alle gemeinsam draussen im Naturschutzgebiet «Im Rhinluch» unterwegs, wo sie mit Fernrohr Gänse und Kraniche, manchmal auch Rehe und Wildschweine beobachten. Bei diesen Streifzügen ist auch «Bruce» dabei: Der grosse Boxer sieht zwar furchterregend aus, ist aber der Liebling der Kinder: Der neunjährige Hund mit der kräftigen Statur ist kinderlieb und gutmütig. Er gehört zur Grossfamilie in Kremmen, die gemeinsam so gut wirtschaftet. •
3745.–
Das ist alles inbegriffen Direktflüge mit Edelweiss Air in Economy-Klasse PP Alle Flugnebenkosten (Wert Fr. 140.–) PP Rundreise im Reisebus PP 7 Nächte in guten Mittelklassehotels PP Täglich Frühstück und 7x Abendessen PP Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm PP Beste Betreuung durch unsere erfahrene PP
Vögele Schweizer Reiseleitung ab/bis Schweiz
Zusätzliche Betreuung durch Reiseleitung PP vor Ort
Reiseunterlagen inklusive Reiseführer PP
UNSERE TOP-PREISE Pro Person im Doppelzimmer in Fr. Sofort-Preis gültig für mindestens 50% der verfügbaren Plätze, danach Katalogpreis. Ihre Reisedaten
Katalog-Preis
Sofort-Preis
23.06.17–30.06.17 30.06.17–07.07.17 21.07.17–28.07.17 28.07.17–04.08.17
3845.– 3845.– 3995.– 3995.–
3745.– 3745.– 3895.– 3895.–
Nicht inbegriffen • Einzelzimmerzuschlag • Versicherungen auf Anfrage • Kleingruppenzuschlag unter 15 Personen möglich
800.–
Internet-Buchungscode: Internet-Buchungscode: vrapul01 vrisla 100% REKA-Zahlung möglich
Jetzt buchen: 0800 835 800 oder www.voegele-reisen.ch # 11 ~ 2016 Vögele Reisen, Badenerstrasse 549, CH-8048 Zürich, info@voegele-reisen.ch
~ Magazin ~ LESERBRIEFE
20 Inkl. Dossie r
NÜT ZLICHE APPS
ber 2016 # 10 / Oktorn-magazin.ch
rn Grosselte
2016
Grosseltern
# 10 / Oktober
MAGAZIN
www.grosselte
Das Maga
iere Späte Karr
82 ihr erstes ler hat mit Inge Muntwy (S.40) veröffentlicht
zin über das
ern Enkelkind Leben mit
e Neue Roll ihre Petri über
Buch
ab Seite 46
Bea Unternehmerin utter (S. 22) Nöte als Grossm Freuden und
Die Meinung der Leserinnen und Leser
Zeit Schwere
an Krebs, eine Mutter (S. 26) Erkrank t gefordert tern stark sind die Grossel
N SE BAN BIS IM KÜR R DE
tin Mar und 32) Ruth na (S. ltern in Jo osse lihof n Gr Bäch m ihre igen auf de nn ze llung Ly sste und Alic rbisau Kü die
Grosseltern MAGAZIN CHF 9.50 EUR 8.50
«DAS LAUFGITTER HAT SICHER NICHT GESCHADET» Zur Beratungskolumne zum Thema Laufgitter, Ausgabe 09/16
«ÜBERFLÜSSIGE FRAGEN» Zum Interview mit Unternehmerin Bea Petri, Ausgabe 10/16
Wie alle Magazine davor, habe ich auch die aktuelle Ausgabe mit grossem Interesse gelesen. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie vielfältig die Themen sind und wieviel Neues und Unterhaltendes dabei ist. Eine kritische Bemerkung zum Interview mit Bea Petri habe ich allerdings. Die beiden ersten Fragen und entsprechenden Antworten finde ich ganz und gar überflüssig. Wie bitte sieht denn heute eine Grossmutter aus? Welch «veraltetes» Bild wird hier vermittelt? Und was sollen all jene Grossmütter denken und fühlen, die mit 63 nicht aussehen wie Bea Petri? Aussehen hat ja absolut nichts mit der «Qualität» des Grossmutterseins zu tun! Viele der heutigen Grossmütter arbeiten noch, sehen jünger aus als sie sind, haben durchaus ein eigenes Leben und engagieren sich in verschiedenen Bereichen. Enkelbetreuung ist nur ein Teil davon. Da Ihr Magazin sehr zeitgemäss und modern daherkommt, war ich doch etwas erstaunt über die erwähnte Qualifizierung. Barbara Gasser, Dänikon
Unsere Kinder nahmen bestimmt keinen Schaden an den Laufgitterzeiten. Eigentlich sollten wir Grosseltern auch Freiheiten haben, wenn wir regelmässig Enkel hüten. Und eine davon könnte sein, dass wir das Kind auch zwischendurch mal ins Laufgitter setzen dürfen, um etwas zu erledigen und es in Sicherheit zu wissen. Es gefällt mir nicht, wenn Grosseltern so gemassregelt werden wie im beschriebenen Beispiel von der Schwiegertochter. Das hat auch etwas mit unserer Würde zu tun! Brigitte Trümpy, Netstal
«DIE MÜSSTE JEMAND ANDEREN SUCHEN» Zur Beratungskolumne zum Thema Laufgitter, Ausgabe 09/16
Diese Schwiegertochter müsste jemand anderen zum Hüten suchen, wenn ich die Grossmutter wäre. Rita Kunz, via Facebook
«ÖL INS FEUER» Zur Beratungskolumne zum Thema Laufgitter, Ausgabe 09/16
Die Antwort, die ich vermisse, würde sich eher mit Kommunikation beschäftigen und dem Umgang untereinander zwischen den Generationen. Wie kann man respektvoll miteinander umgehen, auch wenn man anderer Meinung ist? Ein Hinweis auf gewaltfreie Kommunikation wäre zum Beispiel hilfreich gewesen. Stattdessen wird noch der Mann zwischen die Fronten gezogen! Der Ort, wo bestimmt kein Sohn stehen will, zwischen seiner Frau und seiner Mutter! Die Antwort giesst meiner Meinung nach noch Öl ins Feuer, statt zu helfen. Schade! Michèle Schärer, via Facebook
«JEDES MAL MEGA» Zur Kolumne «Meine Enkel – meine Kinder», Ausgaben 09 und10/16
Eine schöne neue Kolumne. Ich finde die Berichte jedes Mal mega. Simone Palinkas, via Facebook
«DER SCHÖNSTE BERUF» Grossmutter sein ist der schönste Beruf, ich habe ihn ausgekostet und darf jetzt ernten! Keine Minute möchte ich missen! Lily Hartinger, via Facebook
Es geht doch nicht darum, ob jetzt das Laufgitter noch zeitgemäss ist oder ob es schädlich ist oder nicht. Für ein Kind kann es tatsächlich schädlich sein, während ein anderes sich darin total wohl fühlt. Es ist müssig, darüber zu diskutieren, was hier richtig sei, weil «richtig» je nach Kind, je nach Familie anders aussieht.
Wir freuen uns über Ihr Lob, Ihre Kritik und Ihre Anregungen. Bitte schicken Sie uns Ihre Meinung per Post an «Grosseltern», Kronengasse 4, 5400 Baden oder per E-Mail an redaktion@grosseltern-magazin.ch.
~ Kolumne ~ MEINE ENKEL – MEINE KINDER
Ach du liebe Still Zeit
S
W
DIE MUTTER Marlis Friedrich Baumgartner (63) ist achtfache Grossmutter und arbeitet als Web-Publisher. Ihre älteste Enkelin ist bereits ein Teenager, das achte Enkelkind ist eben auf die Welt gekommen. Sie hütet regelmässig die Kinder ihrer beiden Töchter und unregelmässig die Kinder ihres Sohnes.
DIE TOCHTER Melanie Borter (37) hat drei Kinder, zwei Buben im Primarschulalter und eine Tochter im Kleinkindalter. Alle Kinder hat sie jeweils 8 Monate gestillt. Sie arbeitet in einem 50-Prozent-Pensum als Journalistin. Ihr Mann ist einen Tag zuhause, einen Tag werden die Kinder institutionell betreut und einen Tag von der Grossmutter gehütet.
ie solle sich doch nicht unnötig stressen, wenn das mit dem Stillen nicht so richtig klappen wolle, sagte ich meiner Tochter. Es gäbe ja heutzutage sehr gute Babynahrung. Das entspannte «Schöppele» sei für eine gute Mutter-Kind-Beziehung doch auch förderlich. Und ich kenne kein Kind, das krank sei, nur weil es keine Muttermilch bekomme. Ich hätte damals ja auch nicht stillen können, und das habe ihr ja wohl nicht geschadet. So versuchte ich meine Tochter zu trösten. Denn bis die Milch in genügender Menge fliesst, ist das manchmal schon recht stressig. Mir jedenfalls tat das Zuschauen weh, und ich wollte ihr mit Rat und Tat beistehen, denn ich bin überzeugt: «Ist die Mama gut drauf, geht es dem Baby auch gut». Und diese Mama ist schliesslich meine Tochter, der es gut gehen soll. Und das Baby ist meine süsse Enkelin, die ich nicht genug anschauen kann. Deshalb habe ich zu Ersatzmilch geraten, bevor das Stillen für beide zum Stress wird. Was soll ich sagen – das war offensichtlich nicht der richtige Rat. Die Mama ist jetzt noch gestresster. So habe ich also beiden mit meinem gutgemeinten Rat geschadet. In Zukunft bin ich absolut still, wenn es ums Stillen geht! •
as ich schon Stilltee, Rivella, alkoholfreies Bier und all die anderen angeblich milchbildenden Getränke zu mir genommen habe, das geht in keine Kuh. Und immer noch habe ich offensichtlich zu wenig Milch für die Kleine. Auch das häufige Ansetzen nützt nichts. Zu «etwas Geduld» hat mir die Stillberaterin geraten. Ich solle schauen, dass es mir gut gehe. Ich bin ehrlich gesagt am Ende. Zum Glück kam heute Mami, ging mit der Kleinen eine Stunde spazieren. Aber all die Energie, die ich in dieser Zeit tanken konnte, war auf einmal wie weggeblasen, als sie mit einem mitleidigen Blick meinte: «Willst du denn nicht einfach mit Ersatzmilch hinzuschöppeln?» Diese Bemerkung musste ja kommen. Nein, will ich nicht! Deshalb mach ich ja das ganze Theater! Ich war so genervt über ihre Bemerkung, dass ich mich nicht mal recht verabschiedet, geschweige denn für ihren Einsatz bedankt habe. Das tut mir jetzt zwar leid, aber ich finde immer noch, dass diese Bemerkung sehr unsensibel und überflüssig war. Unterstützung stelle ich mir anders vor. •
Foto: Tibor Nad
# 11 ~ 2016
21
Enkelkinderlos Grosseltern berichten gerne und voller Begeisterung von ihren Enkelkindern. Eine nicht ganz einfache Situation ist dies oft fĂźr Menschen, die keine Enkel haben, wie unsere Autorin Ruth Frei beobachtet. Von RUTH FREI (Text) und THOMAS STUDHALTER (Foto)
# 11 ~das 2016 Journalistin und Grossmutter Ruth Frei im Gespräch mit einem Paar, keine Enkelkinder hat.
~ Hintergrund ~ ENKELKINDERLOS
D
Die Nachricht von der bevorstehenden Geburt unseres ersten Enkelkindes versetzte mich in Hochstimmung. Ich berichtete all meinen Freundinnen und Bekannten voller Stolz vom baldigen Glück. Die anderen freuten sich mit mir. Erfahrene Grosseltern sparten nicht mit Erzählungen über all das Schöne, was die neue Rolle einem bescheren werde. Ab und zu gab es Menschen, die dazu wenig sagten.
Beben bringen. Vielleicht würde all das Schöngerede mich mehr nerven als freuen.
Meine Wunschträume sahen damals so aus: Wenn meine Freundin auch Grossmutter wird, gehen wir mit den Babys spazieren, später machen wir gemeinsam mit unseren Männern Grosseltern-Ausflüge, bräteln Würste am Feuer oder baden mit den Kleinen im See. Genau wie früher mit den eigenen Kindern, so freute ich mich. Mittlerweile bin ich begeisterte Grossmutter von fünf Enkelkindern. Zwei Mädchen und drei Buben, der Älteste ist acht Jahre alt. Sie sind ein wichtiger Teil meines Lebens, und ich erzähle gerne von all den lustigen und spannenden Episoden, die ich im Zusammensein mit ihnen erlebe: Beschreibe das Lachen, erzähle von den Fortschritten der Kleinen, spare nicht mit Adjektiven beim Ausschmücken von berührenden Begebenheiten beim Kinderhüten. Meine Freundin aber hat keine Enkelkinder, und auch andere gleichaltrige Frauen und Männer sind bis jetzt nicht Grosseltern geworden. Manchmal spüre ich, wie sie wegschauen, wenn ich in eine meiner Lobeshymnen über den Segen des Grosselterndaseins verfalle. Hand aufs Herz: Wäre ich in ihrer Lage, würde es mich möglicherweise nicht interessieren, warum Enkelkinder einem die Seele zum
Beschäftigen tut ihn anderes: die Zukunft. «Was tun unsere zwei erwachsenen kinderlosen Töchter und unser Sohn, wenn sie älter sind?» Das fragen er und seine Frau sich manchmal. Sie werden nieman-
ENKELKINDER BEDEUTEN LEBEN Beat und Françoise, beide pensionierte Lehrkräfte, haben keine Enkelkinder. Beat (79) hat kein Problem, wenn andere über ihre Enkelkinder berichten. Im Gegenteil: Ihn interessiert das, er ist fasziniert von der Entwicklung dieser kleinen Menschen.
23
Sie sollen die Teilhabe am Leben ihrer Enkelkinder in vollen Zügen geniessen und ihre eigenen Lebenserfahrungen den Kleinen zugänglich machen. Beats Frau Françoise (78) vermutet, dass der Wunsch nach Enkelkindern mit dem Lebenszyklus der Frauen im Zusammenhang steht. Verständlich also, wenn die überschäumenden Gefühle der anderen ein Stück Neid hervorrufen können? Françoise erzählt, wie sie vor Jahren ein inneres Bedürfnis gespürt habe, wieder ein Baby, am liebsten ein Enkelkind, in den Armen zu halten. Ihr fehlte der körperliche Kontakt zu einem kleinen Kind. Klar war, dass ihre Töchter, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben, und auch ihr alleinlebender Sohn kaum je eigene Kinder haben würden. Sie hätte die Babys der anderen am liebsten ans Herz gedrückt. Sie fürchtete sich aber vor den Gefühlen, die dieses Verhalten hätte auslösen können. Darum zog sie sich eher zurück, wenn die kleinen Enkelkinder von Freunden im Mittelpunkt standen. Heute findet sie es nach wie vor schade, keine Enkelkinder zu haben. Grämen tut sie sich darob nicht. «Vielleicht», so erklärt sie, «habe ich mir das Ganze ein bisschen zurechtgelegt, damit es stimmt.» Sie ist zufrieden und glücklich mit dem, was sie hat, und freut sich, dass sie ein Stück am Leben ihrer erwachsenen Kinder teilhaben kann. Etwas, was schliesslich nicht allen beschert ist. Das Bedürfnis vieler Grosseltern, immer und überall von ihren Enkelkindern zu sprechen, kann sie gut nachvollziehen. Darüber ärgert sie sich nicht. Im Gegenteil, sie freut sich über spannende ~
«Grosskinder lassen einen sehen, dass es weitergeht. Das fehlt mir.» den haben, der sie dann ein Stück um sie kümmert. Trösten tun sie sich damit, dass ihre Jungen einen grossen Bekanntenkreis haben und gute Beziehungen zu Kindern von Verwandten und Freunden pflegen. «Da kommt bestimmt was zurück», sinnieren die beiden. Für Beat hat die Tatsache, keine Enkelkinder zu haben, noch eine andere Dimension: «Mit Grosskindern sieht man, dass etwas weitergeht. Diese Gewissheit fehlt mir.» Das sei nicht leicht zu ertragen, findet er. Den anderen mag er ihr Glück aber gönnen. # 11 ~ 2016
24 Geschichten und ist froh, dass sie den Freiraum hat, viel zu reisen und Spannendes auf der ganzen Welt zu unternehmen. Was sie und ihr Mann vermutlich weniger
Thema ein, sprechen gerne davon. Sie mag ihnen dies von Herzen gönnen, verbringt auch gerne Zeit mit Freunden und deren Enkelkindernachwuchs. Doch manch-
«Man hat die besten Enkelkinder, die gescheitesten, sie können alles. Mit der Zeit wird das langweilig.» machen würden, wenn sie Enkelkinder hätten, überlegt sie. Gibt es also Vorteile, wenn man keine Enkelkinder hat? Etwas nicht zu haben, könne kein Vorteil sein, sagt Beat. «Neues Leben zu begleiten ist spannend, auch wenn es mit Ängsten und Sorgen verbunden ist.» NOCHMALS EINE NEUORIENTIERUNG Auch Joke (55) wird nie ein Enkelkind in den Armen halten. Bis vor kurzem war diese Tatsache für sie nicht wichtig. Froh war sie, dass sie sich nach einem unerfüllten Kinderwunsch und nach einer längeren Krise gut im Leben zurechtgefunden hatte. Mit gut vierzig war sie endlich schwanger geworden, verlor aber das Kind vor der Geburt. Damals musste sie sich arrangieren mit der Situation, keine Kinder zu bekommen. Harte Arbeit war das. Joke setzte andere Massstäbe, bildete sich weiter, studierte Religionswissenschaften, arbeitet heute als Psychotherapeutin, hat ein erfülltes Leben. Nie hätte sie gedacht, dass der Umgang mit einem unerfüllten Kinderwunsch sie nochmals beschäftigen könnte. Tut es nun aber doch. Ihre gleichaltrigen Freundinnen und Kolleginnen werden heute Grossmütter, hüten Enkelkinder, lassen sich voll und ganz auf dieses
mal macht sie das Glück der anderen ein bisschen traurig. Neuorientierung ist zum zweiten Mal angesagt, diese unterscheidet sich von den Lebensplänen ihrer Freunde. Ihr Leben im späten Erwachsenenalter wird sich nicht an Kindern und Enkelkindern orientieren. Hat sie Mühe, wenn die Enkelkinder der anderen Gesprächsthema Nummer eins sind? Nicht wirklich. Aber: «Es tut manchmal ein ganz kleines bisschen weh», sagt sie. Obwohl – das Leben hat anderes parat für sie: einen Beruf, der sie erfüllte, ein schönes Haus, Reisen zusammen mit ihrem Mann. Doch wenn sie wählen könnte… VERBINDENDES ELEMENT FEHLT Keine Enkelkinder zu haben, schafft möglicherweise auch Freiräume. So zum Beispiel, über seine Zeit ohne Rücksicht auf Kinder-Hütetermine verfügen zu können. Sowas liesse sich auch mit Enkelkindern arrangieren, findet Maria (63), man müsse schliesslich nicht dauernd springen. Das Fulltime-Dasein mancher übereifriger Grosseltern und das daraus folgende «Getue» gibt ihr manchmal etwas zu denken. Seit zwei Jahren ist die gelernte Sekretärin und Mutter von vier erwachsenen Kindern in Pension. Sie wünscht sich sehr, endlich # 11 ~ 2016
Grossmutter zu werden, hätte auch Kapazitäten, um solche gelegentlich zu hüten. Aber Enkelkinder sind zurzeit nicht in Sicht. Am schlimmsten findet Maria, dass dadurch ein wesentliches verbindendes Element und damit der nahe Kontakt zu den eigenen Kindern fehlt. «Diese sind verständlicherweise mit der eigenen Lebensgestaltung beschäftigt, Platz für die eigenen Eltern gibt es da wenig.» WUNSCH, AUCH EINMAL ZU HÜTEN Doch muss es der eigene Nachwuchs sein, den man beim Betreuen ihrer Kinder unterstützt? Maria könnte sich auch vorstellen, andere Kinder zu hüten. Solche von «überbelasteten Grosseltern» zum Beispiel. Diese scheinen ihrer Ansicht nach ihren Part jedoch nicht gerne mit anderen teilen zu wollen. Das findet sie schade. Sie wünscht sich zum Beispiel, dass sich ihre Freundin, der manchmal fast die Decke auf den Kopf fällt, sie mal um Hilfe beim Kinderhüten bitten würde. Noch so gerne würde sie zwischendurch einspringen. Maria mag den anderen die Enkel von Herzen gönnen. Viele Grosseltern haben ihrer Meinung nach aber das Babyglück ein Stück für sich gepachtet. Das macht ihr ab und zu Mühe. Ebenso wie die Tatsache, dass sich Gespräche bei vielen Gleichaltrigen fast nur noch ums Grosselterndasein drehen. «Ist ja schön und gut, doch mit der Zeit nervt das ewig Gleiche.» Manchmal mag sie all die Geschichten nicht mehr hören. Sie wird dann stumm. Das Problem auf den Tisch zu bringen und zu sagen, was einen nervt, sei alles andere als einfach, findet Maria. «Es wirkt, als ob man neidisch wäre.» Das ist sie nicht. Ein bisschen eifersüchtig ist sie jedoch schon, dazu steht sie. Und manchmal ist sie einfach traurig. Sie weiss: Damit muss sie selber fertig werden, das ist nicht das Problem der anderen. Dass die Enkelkinder «zum Nabel der Welt» werden, erlebte auch Esther (64), seit viele ihrer Kolleginnen Grossmütter geworden waren. Besonders störend fand sie: Solche, die früher sagten, sie würden dereinst nicht bloss noch von den Grosskindern sprechen, machten dies am ausgiebigs-
~ Hintergrund ~ ENKELKINDERLOS mit Kindern spazieren sah, dachte er oft, dass er das eines Tages auch gerne machen würde. Er ging das Thema aber pragmatisch an. «Wenn es nicht so weit kommt, mache ich halt etwas anderes», sagte sich Klaus. Und manchmal erfüllen sich Wünsche, wenn man kaum mehr zu hoffen wagt. Esther und Klaus sind heute Grosseltern eines achtmonatigen Enkelkindes. Sie haben einen wöchentlichen regelmässigen Hütetermin, zeigen Babybilder auf dem I-Pad, wenn man bei ihnen zu Besuch ist, ihre Gesichter strahlen. Esther erzählt gerne von ihrem Enkelkind, bemüht sich aber, «das Thema nicht immer und überall in den Mittelpunkt zu stellen». In den Kaffeerunden werde sie öfters mal gefragt, wie es denn dem Enkelkind gehe,
unter Druck setzen.
berichtet sie. «Ich gehöre nun dazu.» Dort wird aber längst nicht mehr nur über Grosselterngeschichten gesprochen. «Es war gut, dass ich damals sagte, wie mir zumute war.»
DAS PROBLEM ANSPRECHEN Die pensionierte Pflegemitarbeiterin trifft sich regelmässig mit anderen Frauen zu einer Kaffeerunde. Ihre Kolleginnen sind alle Grossmütter. Das Gesprächsthema Nummer eins bei den Treffen waren fast immer die Enkelkinder. Irgendwann spitzte sich die Situation zu. Am Anfang versuchte Esther mitzureden, war interessiert, mit der Zeit hatte sie dazu nichts mehr zu sagen. Sie gehörte nicht mehr richtig zur Runde, fühlte sich ausgeschlossen. Sie überlegte sich, nicht mehr hinzugehen, entschloss sich dann aber, ihr Unbehagen zu thematisieren. An einem Treffen brachte sie das Problem auf den Tisch. Die Frauen waren erstaunt. Sie hatten dies gar nicht realisiert. Die meisten sagten nicht viel, eine Kollegin gab ihr Recht. Esther ging weiterhin zu den Treffen. In den darauffolgenden Kaffeerunden veränderte sich einiges. «Wir sprachen immer noch über die Enkelkinder, was ich auch gut fand, aber diskutierten auch wieder über andere Dinge, die uns beschäftigten.» Esther rät anderen, ungute Gefühle zu thematisieren und nicht zu schweigen. Männer scheinen weniger Mühe zu haben mit dem Thema. So auch Esthers Mann Klaus (66). Wenn er Grossväter
BEI MÄNNERN SELTEN EIN THEMA Und hat sich für Klaus etwas verändert, seit er selbst Grossvater geworden ist? «Wahrscheinlich setzen Männer andere Prioritäten als Frauen», sinniert der pensionierte Lehrer. Gespräche mit anderen Männern über Enkel oder den Wunsch danach gab es für Klaus früher nie. Aber: «Als Grossvater hat man einen anderen Blickwinkel.» Und so kommt er heute – nicht oft, aber ab und zu – mit anderen Grosseltern ins Gespräch, erkundigt sich zum Beispiel nach dem Alter eines Kindes und stellt Vergleiche an. Nebst dem gibt es für ihn aber viel anderes, das ihm weiterhin auch wichtig ist. Klar ist: Enkelkinder erobern im Nu einen Platz in der Seele der Grosseltern. Das Bedürfnis, davon zu erzählen, liegt also auf der Hand. Darum werde auch ich weiterhin gerne, vielleicht aber etwas weniger ausgiebig als bis anhin, über das Zusammensein mit meinen Enkelkindern berichten. Ich hoffe und wünsche mir, dass andere mich stoppen und nicht mit unguten Gefühlen schweigen, wenn es ihnen zu bunt wird. • # 11 ~ 2016
Anzeige
ten. «Man hat die besten Enkelkinder, die gescheitesten, sie können alles. Mit der Zeit wird das echt langweilig.» Gelegentlich fragte sich Esther, ob sich bei manchen Frauen die Gespräche nur um die Enkelkinder drehten, damit man sich derweil nicht mit sich selbst beschäftigen musste. Gibt es keine anderen Themen, die der Rede wert sind? Die Altersphase 60-plus hätte schliesslich noch ein paar andere spannende Dinge auf Lager, mit denen es sich zu beschäftigen gilt. So waren ihre Überlegungen. Ihr Unmut hatte aber nicht damit zu tun, dass sie Kinder nicht mochte. Im Gegenteil, sie war früher Spielgruppenleiterin, wollte liebend gerne Enkelkinder hüten. Nie und nimmer wollte sie jedoch ihre Söhne oder ihre Partnerinnen mit solchen Wünschen
25
Chronisch müde?
26
D N U M A I A R E O T T V I T I T V A E R K IH R
l usica ftig m r e s Kind sie tatkrä a d r ü f d , tüme . Dabei wir terstützt s o K » ie un dert d rty-Piraten und Leon nkrake. i e n h hel sc nd die Pa Lilou, Lea s der Riese c i M a i, i lu Vittor MacSäbe ern Noem es Kostüm d y nd «Jack n Enkelki r Anprobe re de otos) von ih ispiel bei ER (F G E I e ST P HIE zum B nd S O ext) u EO R G Von G
G IND
(T ELY
# 11 ~ 2016
~ Hintergund ~ MUSICAL
27
~ # 11 ~ 2016
28
Welches Kleid passt am besten? Noemi und ihre Grossmutter Vittoria diskutieren über die Auswahl der Kostüme.
H
eute sind alle etwas nervös im Probelokal des MärliMusicalTheaters in Wädenswil. Das Team um Autor und Komponist Andrew Bond stellt zum ersten Mal Ausschnitte aus der neuen Produktion «Jacky MacSäbel und die Party-Piraten» vor. Das Testpublikum an diesem Mittwochnachmittag im September besteht aus rund 40 Kindern, ihren Eltern und ihren Grosseltern. Mit dabei sind auch Lilou, Lea, Leon und Noemi, die Enkelkinder von Vittoria Michel. Einzig Marlon, Noemis Zwillingsbruder, musste wegen eines wichtigen Fussballspiels passen. Vittoria Michel, von allen Vitti genannt, ist keine Zuschauerin, sondern eine wichtige Stütze im Kreativteam. Sie schneidert die Kostüme für die neue Produktion. Bei einem Musical für Piraten gehören da natürlich Piratenhüte, Pluderhosen und hohe Stiefel dazu, aber auch ausgefallenere Gewänder wie diejenigen für eine Piratenkatze oder eine Riesenkrake. Von der allgemeinen Nervosität ist bei Vittoria Michel indes nichts zu spüren: Die 64-Jährige ist die Ruhe in Person. Die zwölfjährige Noemi unterstützt ihre Grossmutter heute bei der Arbeit. Letztes Jahr war sie zum ersten Mal mit von der Partie, eine Fotografie in Vittorias Atelier erinnert daran. Sie zeigt Noemi im Gespräch mit den Schauspielern von «Tom Träumer», der letzten Produktion von Andrew Bond. Über dem Foto steht: «Noemis first backstage job».
Klar, dass Noemi dieses Jahr unbedingt wieder mit dabeisein wollte. Sie wählt die Farben der Stoffe mit aus, näht an der Nähmaschine, diskutiert mit ihrer Grossmutter über die Wahl der passenden Kleider. Vittoria freut sich darüber: «Ich finde
«Ich finde es schön, dass meine Enkelkinder miterleben können, wie ich meine Arbeit mache und wie aus Ideen Realität wird.» es schön, dass meine Enkelkinder miterleben können, wie ich meine Arbeit mache und wie aus Ideen Realität wird.» Das geschieht folgendermassen: Bereits im Herbst, wenn das aktuelle Musical Premiere feiert, beginnt Andrew Bond, sich eine neue Geschichte auszudenken. Immer wieder wälzt er Ideen,
# 11 ~ 2016
~ Hintergund ~ MUSICAL komponiert erste Melodien, entwickelt Charaktere. «Plankton einfangen» nennt er das. Wenn er genug gesammelt hat, zieht er sich nach England zurück. In der Heimat seiner Grosseltern schreibt er die Geschichte in wenigen Tagen nieder. Dann stellt er sie dem Team vor. Vittoria Michel nimmt seine Ideen auf und beginnt, erste Entwürfe zu schneidern. «Ich habe grosses Vertrauen in sie», sagt Andrew Bond. «Bei ihr bin ich mir sicher, dass es gut herauskommt.»
Sie schreckte auch vor grossen Aufträgen nicht zurück: Während 20 Jahren war sie zuständig für die Kostüme des Circus Monti. Bis heute pflegt sie eine ganz eigene Arbeitsweise. So zeichnet sie zum Beispiel niemals Entwürfe. «Ich kann meine Ideen
«Nur Hausfrau und Mutter zu sein, das passte nicht zu mir.»
KOSTÜME FÜR DEN CIRCUS MONTI UND SPACE DREAM Vittoria Michel bringt viel Erfahrung mit. Die gebürtige Linzerin wurde mit knapp 21 Schneidermeisterin – sie war damals die jüngste in Österreich. Nachdem sie mehrere Couture-Kollektionen entworfen hatte, wurde sie von Horst Zankl, dem damaligen Intendanten des Theaters am Neumarkt in Zürich, als Gewandmeisterin angeworben. Die junge Frau zog nach Zürich, wo sie bald darauf Olivier Michel kennenlernte. Die beiden heirateten, und Vittoria bekam ihr erstes Kind. Ein Jahr lang blieb sie daheim, dann fiel ihr die Decke auf den Kopf. «Nur Hausfrau und Mutter
schlecht zu Papier bringen», sagt Vittoria. «Ich muss sie gleich umsetzen.» Dafür drapiert sie einen passenden Stoff auf eine Schneiderbüste, steckt diesen mit ein Paar Nadeln in Form – und schon sieht man, wie das Kleid herauskommen könnte. Ein Grosserfolg war das Musical Space Dream, für das sie die Kostüme produzierte. Daneben war sie weiterhin als Hau-
zu sein, das passte nicht zu mir», erinnert sie sich. Sie machte sich selbstständig und entwarf erfolgreich Haute Couture. Daneben arbeitete sie für «Meyers Modeblatt» und war immer wieder für Theater- und andere Kunstproduktionen tätig.
te-Couture-Schneiderin und immer wieder auch für Theaterproduktionen tätig. Für das Gastspieltheater Zürich entwarf sie 15 Jahre lang Märchenkostüme – bis Andrew Bond das Theater 2012 übernahm und es in MärliMusicalTheater umbenannte. ~
# 11 ~ 2016
29
30
~ Hintergund ~ MUSICAL «Vitti ist der ruhende Pol in unserer Truppe und hat unheimlich viel Menschenkenntnis», sagt Andrew Bond. Sie höre zu, wenn jemand etwas sage, und erkenne, wenn es jemandem schlecht gehe. «Dann findet sie immer die richtigen Worte», weiss Bond. Er nennt zwei weitere grosse Stärken von Vittoria: «Sie ist unglaublich kreativ und kann gleichzeitig Ideen und Anregungen von anderen, aber auch Kritik problemlos entgegennehmen.»
Vittoria und Noemi gehen kurz vor dem Probeauftritt nochmals zu allen Schauspielerinnen und Schauspielern und schauen, ob die Kleider sitzen. Dann stürmen die Kinder in den Saal. Noemi und Vittoria gesellen sich zu den Zuschauern. Gleich werden sie zum ersten Mal sehen, wie ihre Kostüme auf der Bühne wirken. Andrew Bond tritt vors Publikum und erzählt, worum es in seinem neuen Stück «Jacky MacSäbel und die Party-Piraten» geht: Prinzessin Jacqueline-Isabelle hat keine Geschwister, keine Freunde und verbringt stinklangweilige Strandferien mit ihrer
zeigt sich, dass sie ihr Ziel nur erreichen können, wenn sie alle gute Freunde werden. Dem Publikum werden an diesem Nachmittag nur ein paar Ausschnitte des Stücks präsentiert. Der Probelauf gelingt: Die Zuschauerinnen und Zuschauer lachen, klatschen mit und rufen «Zugabe». Das Schlusslied über das Glück, gute Freunde zu haben, entpuppt sich bereits jetzt als Ohrwurm: Spätestens beim zweiten Refrain singen und klatschen alle mit. Bis zur Premiere sind indes noch einige Korrekturen durchzuführen, auch bei den Kostümen. Die Federn eines Hutes sind abgefallen, einer Schauspielerin sind die Stiefel unbequem, und eine Hose sitzt nicht richtig. «Kein Problem», sagt Vittoria. «Dafür sind solche Proben ja da.» «Ich bin keine, der ein Zacken aus der Krone fällt, wenn ich noch etwas ändern muss», sagt Vittoria. Sie gestaltet um, bis es allen passt. Wichtig ist bei den Kostümen nicht nur, dass sie gut aussehen. Sie müssen auch bequem sein und sich schnell wechseln lassen. Bestimmte Schauspieler spielen mehrere Rollen und haben sehr wenig Zeit, um sich umzuziehen. Eine
Mutter, beschützt von ihrem humorlosen Sicherheitsoffizier. Als sie von einer wilden Piratenbande entführt wird, freut sie sich – sehr zum Erstaunen der Piraten. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach dem grössten Schatz aller Zeiten. Dabei
besondere Herausforderung ist dieses Mal das sperrige Kostüm der Krake, das bei der Probeaufführung noch nicht im Einsatz stand. Schauspieler Björn Reifler probiert es gleich danach zum ersten Mal im Atelier. Nun assistieren der Grossmutter neben
WIE PIRATEN DIE FREUNDSCHAFT ENTDECKEN
# 11 ~ 2016
~ Hintergund ~ MUSICAL
Vittoria überprüft vor dem Auftritt, ob alles sitzt. Los geht das Musical mit dem Lied der gelangweilten Prinzessin (Bild links).
Noemi auch die anderen Enkelkinder. Leon und Lea heben die Krakenarme hoch, nur Lilou, der Kleinsten, ist es nicht ganz geheuer. Sie macht es sich auf dem Schoss ihrer Omi Vitti bequem. Raquel und Alexandra, die beiden Schwiegertöchter von Vittoria, sind ebenfalls im Atelier. Die Stimmung ist fröhlich, man merkt, dass sich die Generationen gut verstehen.
«Aber das bringen wir problemlos hin.» Die Familie Michel pflegt einen engen Zusammenhalt. Jeden Monat trifft sie sich zum gemeinsamen Brunch, und die Enkelkinder sind oft übers Wochenende bei den Grosseltern. Richtig hoch geht es jeweils kurz vor Weihnachten zu und her: Dann stürzen sich alle in Kostüme und posieren für ein gemeinsames Foto, das im Verwandten- und Bekanntenkreis für grosse Heiterkeit sorgt. Vittoria geniesst es, Zeit mit ihrer Grossfamilie zu verbringen. «Manchmal unternehmen wir gemeinsam etwas, gehen an Kindervorlesungen über Star Wars oder zum Tag der offenen Tür am Flughafen», sagt Vittoria. «Oder wir reden über die wichtigen Dinge im Leben.» Zum Beispiel über Freundschaft,
das zentrale Thema des Piratenmusicals. «Ich finde es toll, dass Andrew solche Themen aufgreift», sagt Vittoria. Sie hat immer noch grosse Freude an ihrem Beruf und will ihn noch eine Weile weiter ausüben. Klar, dass sie sich dabei gerne von ihren Enkelkindern unterstützen lässt. Der zwölfjährigen Noemi gefällt die Arbeit mit ihrer Omi sehr. Die beiden helfen Björn gemeinsam aus dem Krakenkostüm. Ein bisschen müssen sie noch daran arbeiten, damit er es später bei den Aufführungen alleine an- und ausziehen kann. «Aber das bringen wir problemlos hin», sagen Vittoria und Noemi. Sie sind ein eingespieltes Team – ganz wie die Party-Piraten am Ende des Musicals. • «Jacky MacSäbel und die Party-Piraten», Musical von Andrew Bond und dem MärliMusicalTheater, ab 4 Jahren. Tournee bis 9. April. Preise: 25 Franken (Kinder) und 35 Franken (Erwachsene). Mehr Informationen über Spielorte und Tickets: www.maerlimusicaltheater.ch, www.ticketcorner.ch
WIR VERLOSEN 2 x 4 TICKETS FÜR «JACKY MACSÄBEL UND DIE PARTY-PIRATEN» AN EINEM SPIELORT NACH WAHL. Bitte schicken Sie uns bis 15. November ein Mail oder eine Postkarte mit dem Vermerk «Party-Piraten» und dem Spielort, an dem Sie das Stück besuchen wollen, an: verlag@grosseltern-magazin.ch oder an «Grosseltern-Magazin», Kronengasse 4, 5400 Baden.
# 11 ~ 2016
31
32
Ab ins Theater Viele Klassiker, ein Stück über Liebeskummer und eine Oper für Babys: Was diese Saison neben dem Piratenmusical von Andrew Bond auf Schweizer Kindertheaterbühnen zu sehen ist. ~ Für ewige Kinder~
~ Für Schatzsucher ~
PETER PAN
GLOBI UND DIE PIRATENINSEL
Noch ein Klassiker, diesmal in St. Gallen: Peter Pan fliegt von seiner Heimat Nimmerland vor das Fenster der Familie Darling und lauscht den wunderbaren Märchen, die Wendy ihren jüngeren Brüdern erzählt. Daraufhin nimmt er
~ Für Furchtlose ~
DER TEUFEL MIT DEN DREI GOLDENEN HAAREN Regisseurin Meret Matter (Foto) und die Band Schtärneföifi arbeiten nach dem Erfolg von «Die Odyssee für Kinder» zum zweiten Mal zusammen für das Schauspielhaus Zürich und bringen diesmal das Märchen der Gebrüder Grimm auf die Bühne des Pfauen. Schauspielhaus Zürich, Pfauen, ab 6 Jahren. 12. November bis 2. Januar. Preise: 5 bis 25 Franken (Kinder, Jugendliche), 20 bis 40 Franken (Erwachsene). www.schauspielhaus.ch
die Kinder mit ins Nimmerland. Ein Junge, der niemals erwachsen werden will, eine Fee, eine Piratenbande und ein Krokodil: Kinder kommen bei der Geschichte von Peter Pan voll auf ihre Kosten; grosse Kinder auch. Theater St. Gallen, ab 6 Jahren. 12. November bis 11. Februar. Preise: 10 bis 30 Franken. www.theatersg.ch
Globi findet das Tagebuch seines Ur-Onkels und Seefahrers Globey, der von einem Piraten ausgeraubt wurde, und macht sich auf die Suche nach dem Schatz. Das Kindertheater Floh aus Frauenfeld zeigt Globis abenteuerliche Reise als Schweizer Premiere. Kindertheater Floh, ab 4 Jahren. Premiere am 6. November in Frauenfeld, danach bis 18. Dezember Tournee in der Ostschweiz. Preise: 10 Franken (Kinder) und 16 Franken (Erwachsene). www.theaterworks.ch
~ Für Babys ~
MURMELI
Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Tom Sawyer und seinem Freund Huckleberry Finn am Mississippi? Das Stadtteater Bern zeigt das Stück nach Mark Twain in einer neuen Fassung.
Eine Oper für Babys? Ja, auch das steht diese Saison auf dem Programm, und zwar im Theater Basel: «Murmeli» ist eine Aufführung speziell für Kleinkinder bis zu 18 Monaten, ihre Eltern und Grosseltern, Gotten und Göttis. Im Inneren eines weichen Zelts im Foyer der Grossen Bühne begeben sich Sängerinnen, Sänger und Publikum zur ersten Opernerfahrung gemeinsam in die Berge:. Die Aufführung dauert 30 Minuten, Wickelkommoden und ausreichend Kinderwagenstellplätze sind vorhanden.
Die Zürcher Märchenbühne im Theater am Hechtplatz zeigt dieses Jahr «Das kleine Gespenst» nach dem Klassiker von Ottfried Preussler. Die Dialektfassung stammt von Ines Torelli und Erich Vock.
Stadttheater Bern, ab 6 Jahren. 9. Dezember bis 1. Februar. Preise: 10 bis 45 Franken. www.konzerttheaterbern.ch
Theater Basel, für Kleinkinder von 0 bis 18 Monate. 12. Januar um 11 Uhr. Preise: 15 bis 20 Franken. www.theater-basel.ch
Zürcher Märchenbühne, ab 4 Jahren. 2. November bis 9. April. Preise: 23 und 27 Franken (Kinder), 33 und 37 Franken (Erw.). www.maerchenbuehne.ch
Foto: T+T Fotografie
~ Für Abenteuerlustige ~
DIE ABENTEUER DES TOM SAWYER
# 11 ~ 2016
~ Für Gruselfans ~
DAS KLEINE GESPENST
~ Hintergund ~ MUSICAL
33 FREDDY BURGER MANAGEMENT PRÄSENTIERT
~ Für Verliebte ~
PERÔ – ODER DIE GEHEIMNISSE DER NACHT
reich in der französischen Version in Biel, nun wird das Stück in Biel und Solothurn auf Deutsch gezeigt. Stadttheater Solothurn und Biel, ab 5 Jahren. Premiere im Stadttheater Biel am 27. November, im Stadttheater Solothurn am 30. November. Bis 15. Januar in Biel respektive bis 26. Dezember in Solothurn. Preise: 15 bis 30 Franken. www.tobs.ch
~ Für Musicalfans ~
PIPPI UND DIE KLEINE HEXE
THE INTERNATIONAL MUSICAL HIT! BASED ON THE STORIES OF P.L. TRAVERS AND THE WALT DISNEY FILM
Gleich mit zwei Produktionen tourt diese Saison die Produktionsfirma Kindermusicals durch die Schweiz: Gezeigt werden «Pippi feiert Geburtstag» nach Astrid Lindgren und «Die kleine Hexe» nach Ottfried
1. Februar bis 19. März 2017 | Theater 11 Zürich
Preussler. Premiere feiern beide Musicals im Casinotheater Winterthur. Pippi feiert Geburtstag, 29. Oktober bis 6. Mai, diverse Orte. Die kleine Hexe, 19. November bis 9. April, diverse Orte. Beide ab 5 Jahren. Preise: 26 Franken (Kinder) und 32 Franken (Erwachsene). www.kindermusicals.ch
Anzeige
Im kleinen Dorf Fanghetto gibt es eines Morgens keine Brötchen und kein Brot mehr. An der Eingangstür der Bäckerei hängt ein grosses Schild: «Wegen Liebeskummer geschlossen». Perô, der Bäcker, ist todunglücklich. Denn seine Colombina hat nur noch Augen für Paletino, den charmanten umherziehenden Maler. Auf und davon ist sie mit ihm. Ein Musiktheater mit Puppen und Schauspielern über das Verliebtsein, Liebsbriefe und Liebeskummer. Die Produktion lief letztes Jahr erfolg-
~ Für Helden ~
~ Für Fantasten ~
DER ZAUBERER VON OZ Das Opernhaus Zürich bringt das Märchen vom «Zauberer von Oz» auf die Bühne. Das Mädchen Dorothy aus Kansas und ihr Hund Toto werden von einem Tornado ins Land der Munchkins gewirbelt. Dort suchen sie zusammen mit einer Vogelscheuche, einem Blechmann und einem Löwen nach dem Zauberer von Oz, der Dorothy helfen soll, wieder nach Hause zu kommen. Doch der erweist sich als Betrüger… Opernhaus Zürich, ab 6 Jahren. 19. November bis 5. Februar. Preise 13 bis 35 Franken (bis 16 Jahre), 20 bis 60 Franken (Erwachsene). www.opernhaus.ch
ROBIN HOOD Das Luzerner Theater zeigt die zeitlose Geschichte des Helden aus dem Nottingham Forest in einer neuen Inszenierung. Robin Hood stellt sich beherzt gegen die Ungerechtigkeit und findet Verbündete. Er versteckt sich zusammen mit seinen Freunden im Wald und gründet eine Bande. Ihr Wahlspruch: «Wir nehmen den Reichen und geben den Armen!». Robin Hoods grösster Widersacher ist der Sheriff von Nottingham. Zum Glück ist Robin ein exzellenter Bogenschütze und weiss genau, wie er es mit dem Sheriff aufnehmen kann. Doch da ist auch noch die schöne Marian. Luzerner Theater, ab 6 Jahren. 15. November bis 15. Januar. Preise: 15 bis 50 Franken. www.luzernertheater.ch # 11 ~ 2016
Tournee 2016 /17
21. bis 31. Dezember 2016 | Theater 11 Zürich
musical.ch
Lorenz und Tresa Tomaschett-Spescha, die Grosseltern von Cornelia Vinzens. # 11 ~ 2016
~ Hintergrund ~ SURSELVA
«WIR KANNTEN NICHTS ANDERES» Cornelia Vinzens besuchte über Jahre hinweg ältere Menschen in der Bündner Surselva und zeichnete ihre Lebensgeschichten auf. Nun liegen die Erinnerungen in Buchform vor – darunter auch diejenigen von Lorenz und Tresa Tomaschett, den Grosseltern der Autorin. Cornelia Vinzens wollte kurz vor ihrer Matur von ihren Grosseltern erfahren,
erschienen, in dem 17 Porträts versammelt sind. Das Buch ist zweisprachig:
wie sie die Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Bünder Surselva erlebt hatten. Das Gespräch drehte sich bald um viel mehr als um die Kriegszeit. Die Grosseltern berichteten, wie sie aufgewachsen waren, und die Enkelin fand die Erzählungen so spannend, dass sie begann, andere Menschen aus der Generation ihrer Grosseltern zu treffen. Sie reiste im Bündner Tal von Dorf zu Dorf, von Mensch zu Mensch. Im Lauf der Jahre füllten sich die Tonbänder, und Cornelia Vinzens beschloss, die Gespräche zu veröffentlichen. Nun ist das Buch «Nus savevan da nuot auter I Etwas anderes kannten wir nicht»
Die heute 31-jährige Cornelia Vinzens führte und transkribierte die Gespräche auf Rätoromanisch und liess die Texte anschliessend auf Deutsch übersetzen. Einige der Protagonistinnen und Protagonisten sind in der Zwischenzeit verstorben, darunter auch Lorenz und Tresa Tomaschett-Spescha, die Grosseltern von Cornelia Vinzens. «Das ist sehr schade», sagt die Autorin. Zu gerne hätte sie ihnen das Buch gezeigt. Wir drucken einen gekürzten Auszug der Erinnerungen von Lorenz (1918 - 2015) und Tresa (1923 - 2013) ab. Geboren wurden beide in Trun, wo sie auch heirateten.
Von CORNELIA VINZENS (Aufzeichnung und Foto)
Lorenz: Als Jugendlicher hatte ich meinem Vater einmal dabei geholfen, das Heu zusammenzunehmen. Er gab mir 50 Rappen dafür. Diese steckte ich sofort in die Hosentasche. Jeder Rappen wurde in die Hosentasche gesteckt und gesammelt. Wir hatten so wenig zu dieser Zeit. Wenn das Geld nicht ausreichte, um eins trinken zu gehen, waren wir Burschen abends oft hier und wussten nicht, was wir unternehmen sollten. Entweder gingen wir nach Hause, oder wir machten gelegentlich den Mädchen einen Abendbesuch. Dann gingen wir eine ganze Schar zu den Mädchen und klopften an die Haustüre. Zuerst standen wir vor der Haustüre und flüsterten miteinander, und nach einer
Weile liess sie uns allenfalls hereinkommen, manchmal auch nicht. Wenn wir viele waren und zu viel Lärm machten, hatten wir in der Regel weniger Glück. Aber wenn ein Mädchen uns hereinliess, wurde oft ein lustiger Abend daraus. Da wurde dann recht grosszügig aufgetischt: Kaffee, Kuchen, Fleisch, Käse und Brot. Durch diese Abendbesuche – oder z`Hengert, wie wir sagten – kam man auch ein bisschen in Kontakt miteinander, denn früher waren die Burschen und die Mädchen nicht in der gleichen Jungmannschaft. Damals gab es die Knabenschaft und den Jungmädchenverein. ~
# 11 ~ 2016
35
36
Natürlich entstanden hie und da Liebschaften an solchen Abenden. Wenn man mit einem Mädchen einmal etwas Ernsthafteres hatte, ging man allein, fast heimlich, eine Weile zu ihr nach Hause. Dann wollte man selbstverständlich nicht, dass die anderen mitzottelten (lacht). Einmal, als ich zur Tresa nach Maria Licht hinaufging, hatten sich ein paar Burschen hinter dem Nussbaum neben ihrem Haus versteckt. Die Tresa liess
wärts in Hotels arbeiten gehen; viel mehr Möglichkeiten gab es nicht. Nicht zu denken: «Ich könnte das oder jenes machen.» Man musste einfach versuchen, irgendwo unterzukommen. Und egal, was man arbeitete – die Löhne waren miserabel. In den Jahren vor dem Krieg gab es keine Arbeit, und das Geld war überall knapp – massenweise Leute hier, und alle suchten Arbeit. Finanzielle Hilfe vonseiten des Staats gab es keine. Diese
mich unbemerkt durch die untere Türe herein. Nach einer Weile kamen sie aber, klopften und «miauten», wie wir sagten. Dann zog sie die Vorhänge zu, sodass sie nicht hineinsehen konnten, und irgendwann gaben sie dann auf (lächelt).
Familien waren in einem solchen Elend. Und das waren dann grosse Familien! Wenn man bedenkt, dass es allein in Campliun drüben etwa 100 Kinder gab. Man kann sagen, dass wir es hier mit einer Überbevölkerung zu tun hatten. Aber das wurde halt auch so gepredigt – nehmen, was Gott einem schenkt.
~
Ich besuchte bis zur siebten Klasse die Gemeindeschule hier in Trun. Mein Jahrgang hatte in den letzten Schuljahren etwas Pech mit den Lehrern. In der fünften und sechsten Klasse hatten wir eine Lehrerin. Rechnen brachte sie uns grossartig bei, aber Deutsch lernten wir bei ihr nicht gross. Tresa: Ich hatte einen guten Lehrer, den Herrn Foppa. Der setzte sich für mich ein und überredete den Vater dazu, mich eine weiterführende Schule besuchen zu lassen – ich war eine gute Schülerin. Er sagte dem Vater, er solle mich nach Ilanz an die Bäuerinnenschule schicken. Darauf erwiderte der Vater: «Das Kochen und Arbeiten hat sie zu Hause gelernt, das muss sie nicht in Ilanz unten lernen!» Dann meinte der Lehrer, er solle mich die Handelsschule machen lassen, und damit war der Vater dann einverstanden. Ich weiss nicht, was zwischen meinen Eltern und dem Pfarrer, den wir damals hier hatten, gelaufen war – auf jeden Fall meldeten sie mich an der Klosterschule in Disentis oben an. Ich blieb bis zur dritten Lateinklasse in der Klosterschule, und dann hätte ich gerne nach Chur in die Kantonsschule gewechselt. Die Reaktion auf diesen Wunsch war ein ziemlich deutliches Nein. Der Vater hatte das Geld nicht. «Kannst arbeiten gehen», hiess es. Dann ging ich halt arbeiten. Die Auswahl an Berufen war nicht gross. Man konnte in den Wald, zu Firmen hier in der Umgebung, in die Fabrik oder aus-
Ich konnte als junges Mädchen nicht begreifen, dass die Kirche so etwas verlangen konnte. Alles nehmen, was der Herrgott einem schenkt – wenn man nichts hat, um die Kinder zu ernähren! Nicht zu wissen, was ich meiner Familie auftischen sollte – das hätte mich krank gemacht. Wenn man nicht für alle sorgen konnte, musste man sie weggeben; das waren dann diese sogenannten Verdingkinder. Diese armen Kinder wurden manchmal zu fürchterlichen Leuten geschickt; fünfjährige Kinder – um Gottes willen! Die ersten Jahre nach der Schule blieb ich hier zu Hause, half den Eltern im Betrieb und ging gelegentlich im Wald arbeiten. Im Sommer des Jahres 1937, das weiss ich noch genau, waren wir an einem Samstag alle in einer Gadenstatt auf dem Feld am Arbeiten, als der Christian vom Dorf her mit dem Mittagessen kam und sagte, wir hätten einen Telefonanruf von einem Verwandten aus St. Moritz bekommen. Dieser habe dort eine Arbeitsstelle im Magazin eines Lebensmittelladens. Da wurde nicht lang und breit gefragt: «Lorenz muss gehen!» Das wurde einfach so entschieden. Ich musste also gleich nach Hause hinunter, meine Siebensachen packen und am anderen Morgen mit dem Zug Richtung St. Moritz fahren.
# 11 ~ 2016
~
Im Jahre 1939 begann es in Deutschland zu rumoren. Immer wieder hörte man, dass bald ein Krieg ausbrechen
~ Hintergrund ~ SURSELVA
37
könnte. Ich war zu der Zeit in Ilanz unten im Kloster und besuchte die Handelsschule. Diese Schule wurde zu einem grossen Teil von Dominikanerinnen deutscher Abstammung geführt. Im Frühjahr mussten diese alle nach Hause zurück, und die Schule wurde geschlossen. Die wenigen Schülerinnen, die wir waren, hätten nach Chur müssen, um die Ausbildung fortzusetzen. Aber da
Die Schlanser Frauen waren mit den Kindern vor dem Feuer auf die umliegenden Wiesen geflohen. Was für ein Anblick – schrecklich! Meine Gotte, eine Schwester der Mutter, war in Schlans oben verheiratet. Mein Vater hatte keine Ruhe. «Ich gehe zu den Verwandten hinaus und schaue, ob sie etwas brauchen», sagte er zur Mutter. Als er zurückkam, waren wir drüben vor der Scheune
sagte der Vater: «Nein! Ich habe nur zwei Mädchen, und wenn der Krieg ausbricht, will ich diese hier zu Hause haben!» Dann musste ich die Schule abbrechen und nach Hause kommen.
und assen Zvieri. Vater kämpfte mit den Tränen. Man erfuhr nie wirklich, wie das Feuer ausgebrochen war. Unsere Verwandten waren nicht betroffen. Meine Gotte hatte immer ein von der heiligen Agatha geweihtes Brot im Haus; das beschützt vor dem Feuer. Das ist dann wahr, wirklich! Davon sollte man immer etwas im Haus haben. Meine Mutter hatte auch immer welches.
Im Sommer des Jahres 1939 war ich in Sta. Maria im Münstertal drinnen und machte Saison im Hotel «Stelvio» – das war meine zweite Arbeitsstelle. Ich hatte Freude an dieser Arbeit. Aber dann brach der Krieg aus. Am 28. August im Jahr 1939, an meinem 21. Geburtstag, ging der Ruf der Kriegsmobilmachung durch die Schweiz. Dann war Schluss mit der Saisonarbeit in Hotels. Im Radio wurde verkündet, welche Abteilung am folgenden Tag in den Militärdienst einrücken musste. Mitten im Dorf wurden Plakate ausgehängt. Wer aufgeboten wurde, hatte dem Ruf Folge zu leisten – da gabs kein Wenn und Aber. Ich war beim Grenzschutz eingeteilt. Noch an diesem Abend packte ich all meine Sachen und kehrte am nächsten Morgen mit dem Fünf-Uhr-Zug vom Münstertal zurück nach Hause. Um zwei Uhr nachmittags kam ich in Trun oben an. Ich warf meine Siebensachen in den Rucksack, zog mir die Uniform an, ass ein wenig zu Mittag, und dann machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof.
~
Im Jahre 1943 landeten die Alliierten zuunterst in Italien und kamen allmählich Richtung Norden. Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade zu Hause und ging im Wald arbeiten. Ich hatte mich nach langem Abwägen für die Försterstelle beworben, die hier in Trun ausgeschrieben war. Ich durfte die Försterschule besuchen und anschliessend die Stelle als Förster in der Gemeinde antreten. Jedoch – das hatte ich schon kommen sehen – hatte ich die Försterkurse kaum begonnen, gab es schon wieder eine Mobilmachung für die Miliz, also für die Jungen, und ich musste die Kurse verschieben und wieder in den Militärdienst gehen.
Wie viele Leute sich am Bahnhof versammelt hatten! Väter und Mütter, Frauen und Kinder, die sich von den Männern verabschiedeten. Die Kinder weinten – das machte schon Eindruck. Und niemand wusste, wann sie zurückkehren würden. Zu allem Unglück gab es in Schlans oben am Vortag der Mobilmachung eine Feuersbrunst, und fünf Gebäude brannten nieder. Der Himmel war ganz rot. Ich weiss noch, wie wir im Morgengrauen zu einem Aussichtspunkt oberhalb unseres Hauses hinaufstiegen und herübersahen, wie die Leute nach Schlans hinaufeilten, um zu helfen. # 11 ~ 2016
~
Ich erinnere mich noch gut an eine Februarnacht des Jahres 1945. Es war trocken, aber kalt, und der Boden war gefroren; dann bebt und widerhallt es noch viel mehr. In dieser Nacht flogen zahlreiche Flugzeuge über das Tal. Mein Gott; welche Erschütterungen, was für ein Lärm! Wie wir uns fürchteten! Wir konnten ja nichts sehen, wir durften wegen der Verdunkelung die Fensterläden nicht öffnen. Man hatte an alle Haushalte Karton verteilt, um die Fenster abzudecken. Keine einzige Lampe durfte man in der Nacht brennen sehen. Ja – wir hatten schon Angst; nicht nur dieses eine Mal. Es herrschte immer ~
38
eine gewisse Unsicherheit. In einem dieser Kriegsjahre, beim Namen-Mariä-Fest – das werde ich nie vergessen – hatte sich eine riesige Volksmenge auf dem Platz vor dem Hospiz in Maria Licht versammelt. Der Pfarrer machte in seiner Predigt die Zeit des Krieges und der Ungewissheit zum Thema. Zum Abschluss sagte er: «Und jetzt wollen wir niederknien und beten, dass die heilige Muttergottes
Hie und da, wenn beide nichts hatten, musste man die Möbel mieten, damit man wenigstens ein Bett zum Schlafen hatte. Eigentlich wollten wir im Jahr 1951 heiraten, aber dann starb mein Vater unerwartet an einer Lungenentzündung. Die Mutter weinte: «Der Vater ist nicht mehr, und wenn du jetzt auch noch gehst, wie soll es mit uns weiterge-
unsere Männer lebend und gesund zurückkehren lässt.» Sonst stand man immer während dieser Messe, aber an diesem Tag sagte er, wir sollten niederknien. Alle Leute fielen auf die Knie und beteten mit voller, kräftiger Stimme drei Vaterunser. Viele weinten. Ich habe dieses Bild noch heute vor Augen – noch heute.
hen?» So heirateten wir erst im Mai des darauffolgenden Jahres. Aber ich musste der Mutter versprechen, wann immer es mir möglich war, nach Maria Licht hinaufzukommen, um zu helfen. Und das machte ich dann auch. Etliche Male rannte ich diesen Hang hinauf und hinunter. Meine Schwester Barlurschla heiratete dann auch, und sie wohnten dann bei der Mutter im Haus. Infolge einer Schwangerschaft musste sie viel liegen, und in diesem Sommer ging ich jeden Tag mit drei Brotlaiben hinauf (lacht)! Ich hatte dann auch schon vier Kinder. Die zwei Kleinen nahm ich immer mit: den Carli im Kinderwagen und den Fridolin, der erst jährig war und nicht laufen mochte, musste ich auf das Hinterrad des Kinderwagens setzen. So stiess ich diese beiden den steilen Weg hinauf. Ende Sommer war das Rad kaputt (lacht).
Am 8. Mai 1945 verkündete man den Waffenstillstand. Ich war zu Hause. Die zwei Kurse der Försterschule hatte ich abschliessen können, und am 1. Januar dieses Jahres hatte ich bei der Gemeinde die Stelle des Forstwarts angetreten – so war ich vom Militärdienst befreit. Waffenstillstand, das war ein Fest! Als die Nachricht sich verbreitete, dass der Krieg nun endlich vorbei sei, verkündete man in der Gemeinde, man solle sich auf dem Dorfplatz in Trun versammeln. Wir kamen auch alle von Maria Licht herunter. Die Soldaten waren noch nicht zurückgekehrt. Der Kreispräsident hielt auf der Treppe des Carigiet-Hauses eine Ansprache, die Musik spielte, und es wurde gesungen. Im ganzen Tal läuteten die Glocken. Später machten alle Vereine eine Wallfahrt nach Einsiedeln – als Dank dafür, dass wir davongekommen waren. Ich war mit dem Mütterverein mitgegangen.
~
Wir sahen das Elend der Vorkriegszeit, aber wir sahen auch, wie es nach dem Krieg allmählich aufwärtsging. Diese Entwicklung in der Nachkriegszeit – enorm, das kann man kaum begreifen. Motorsäge, Waschmaschine, Fernsehen, Auto ...
~
Wir heirateten im Jahre 1952 und liessen uns hier in Trun nieder. Ich war 34, die Tresa 29. Früher zu heiraten wäre nicht möglich gewesen, wir hatten ja keine Ersparnisse. Das war damals oft der Fall: junge Paare, die heiraten wollten, aber keinen Rappen auf der Seite hatten. Wie wollte man da heiraten? Man hätte gerade imstande sein sollen, diese paar Möbel zu kaufen, ohne den Vater um Geld fragen zu müssen. # 11 ~ 2016
Diese Jahre des Elends; das war schon etwas, was naheging – das bleibt. Darum bin ich es noch heute gewohnt, jeden Tuchfetzen aufzubewahren. Ja nicht etwas wegwerfen, das man auf die eine oder andere Art noch verwerten könnte. Als die Kinder ausgezogen waren, nähte ich 80 Handtücher aus den Betttüchern, die nicht mehr gebraucht wurden. Der Stoff in der Mitte war nicht mehr viel wert, aber das Rundherum schnitt ich zu und säumte es. Handtücher mussten wir nie welche kaufen (lacht). Ich strickte auch viel für die Kinder. Das war viel Geld, das man so einsparen konnte..
~ Hintergrund ~ SURSELVA
Wir bemühten uns auch darum, dass die Kinder es besser haben würden, als wir es hatten. Und heute, wenn man schaut – was für Möglichkeiten die Jugend hat! Berufe, Schulen, Universitäten ... und sie können einfach aussuchen, was sie wollen. Wie die heute heranwachsen, und wie wir aufwuchsen – das sind zwei Welten. Aber, nicht wahr, wir lebten zu einer anderen Zeit und bemühten uns durchzukommen und das Beste aus der Situation zu machen. Wir waren trotz allem zufrieden.
•
Ja natürlich – wir kannten nichts anderes.
«Nus savevan da nuot auter I Etwas anderes kannten wir nicht, Porträt einer Generation in der Surselva», Cornelia Vinzens. Somedia Buchverlag, 464 Seiten, 48 Franken. ISBN 978-3-906064-60-4
Grosseltern | deutsch | TCS Bike-Assistance | Format 210 x 138 mm | DU Verlag: 10.10.2016 | Erscheinung: 28.10.2016 Anzeige
Auch für Velofahrer lohnt sich der TCS. Jetzt TCS Bike Assistance abschliessen und von Hilfe bei Panne, Unfall und Diebstahl profitieren. 0844 888 111 bike.tcs.ch
1 auch ienst Nr. d n e n n a es P und E-Bik für Velos
# 11 ~ 2016
39
~ Hintergrund ~ WINTERORTE
40
Spielen im Schnee auf dem Stoos, einer familienfreundlichen und gut erreichbaren Winterdestination.
P
lötzlich geht es schnell, der Winter ist da. Schnee, Sonne, Spass. Nur: Vielerorts bedeutet Winter, dass die Luft zwar kalt ist, der Schnee aber auf sich warten lässt. Der Boden ist höchstens vom Raureif etwas weiss, dafür hängt tageweise eine nebelweisse Decke am Himmel. Da möchte man doch am liebsten in die Berge. Denn ein paar Meter weiter oben scheint vielleicht schon die Sonne, und es hat tatsächlich Schnee. Eines ist klar: Ob
Schlitteln, Wandern, Schlittschuhlaufen, den Kindern bei den ersten Skifahrversuchen zusehen oder es gleich selbst probieren, ein Tag im Schnee ist ein Erlebnis für Kinder. Deshalb stellen wir hier einige besonders kinderfreundliche, zentral gelegene Winterorte vor, die auch für einen Tagesausflug bestens geeignet sind. Wir empfehlen die beste Schlittelpiste für die ganz Kleinen und einen besonders leichten und kindertauglichen Winterwanderweg. # 11 ~ 2016
Zudem sagen wir, in welchem Restaurant sich die Kinder wohlfühlen und was Sie an diesem Ort sonst noch erwartet. So steht einem Enkel-Ausflug in den Winter nichts mehr im Wege. Ausser Petrus vielleicht, aber den haben wir freundlich gebeten, dieses Mal doch bitte mitzumachen. •
41
Belalp
Kanton Wallis, 2094 M.ü.M. Mit dem Zug nach Brig, von da aus geht es mit dem Bus nach Blatten, wo die Luftseilbahn nach Belalp führt. Mit dem Auto fährt man von Brig aus über Naters nach Blatten zur Belalpbahn. Die Belalp ist autofrei. TOURISMUS INFO Rischinustrasse 5, 3914 Blatten 027 921 60 40, tourismus@belalp.ch www.belalp.ch
SCHLITTELN
Auf der Belalp gibt es zwei Schlittelpisten mit insgesamt 10 Kilometern Schlittelspass. Die kurvenreiche Talabfahrt ist 7,7 Kilometer lang und nachts beleuchtet. In Blatten an der Bahnstation kann man für 12 Franken Ghosky-Schlitten mieten. WINTERWANDERN
Fünf Winterwanderwege mit einer Gesamtlänge von 13,8 Kilometern sind in der Saison präpariert. Besonders zu empfehlen: die leichte Wanderung von der Bergstation bis zum Aletschbord. Sie dauert gerade mal 30 Minuten, und die Aussicht auf die Walliser Alpen ist grandios. Neu bieten die Belalp Bahnen in Zusammenarbeit mit Postauto Oberwallis übrigens eine Wandertageskarte für Schneeschuhwanderer und Fussgänger an. ERSTES SKIFAHREN
Im Hexen-Kinderland auf der Chiematte gibt es einen Fotopoint mit Riesenbesen, die Katzenbuckelrutsche, das Abenteuer Hexenhaus, eine Hüpfburg. Und natürlich alles, was die ersten Rutschversuche auf den Skiern erleichtert, den 36 Meter langen Hexenzauberteppich, den Übungslift Pony und das Übungsgelände mit Figuren. ESSEN
Kinderfreundlich sind fast alle Restaurants im Skigebiet. Das 2011 erbaute Hotel Belalp ist zudem wegen seiner Sonnenterrasse sehr beliebt.
Über dem Nebelmeer: Skifahrer auf den Pisten von Hasliberg.
Hasliberg Kanton Bern, 1066 m.ü.M.
Mit dem Zug nach Brünig-Hasliberg und von da mit dem Postauto weiter nach Hasliberg Twing oder Hasliberg Reuti, oder mit dem Zug nach Meiringen, von wo die Gondelbahn direkt ins Skigebiet führt. Mit dem Auto fährt man ebenfalls über den Brünig nach Hasliberg Twing oder Hasliberg Reuti oder nach Meiringen zur Gondelbahn. TOURISMUS INFO Twing, 6084 Hasliberg Wasserwendi 033 972 51 51, info@haslital.ch www.haslital.ch
SCHLITTELN
WINTERWANDERN
60 Kilometer Winterwanderwege sind zu entdecken. Sehr beliebt bei den Kindern ist der Murmeliweg Käserstatt – Mägisalp. Kein Wunder, der Wanderweg ist nur 2 Kilometer lang, und was viel wichtiger ist: Er ist stetig sinkend (Höhendifferenz 100 Meter). In die Käserstatt kommt man mit der Gondelbahn von Hasliberg Twing aus. ERSTES SKIFAHREN
Das Skihäsliland befindet sich in Bidmi, 1423 m.ü.M. Es ist aussergewöhnlich gross, es hat vier Kleinlifte, einen Spielplatz, einen Zauberteppich und ein Schneekarussell. Offen ist es jeweils ab 14 Uhr – davor ist es für die Skischule reserviert. ESSEN
Ein Schlitten kann beim Kiosk Mägisalp, in der Bergstation Käserstatt oder in den Sportgeschäften in Hasliberg Twing und Reuti gemietet werden. Die Schlittelpiste Mägisalp-Bidmi ist 3 Kilometer lang, nicht zu steil und quert einmal die Skipiste. Die Mägisalp ist mit der Gondelbahn ab Meiringen oder Halsliberg Reuti erreichbar. In der Station Bidmi kann man den Mietschlitten abgeben (oder nochmals hochfahren). Im Gebiet hat es drei Schlittelpisten mit insgesamt 10 Kilometern Länge. # 11 ~ 2016
Das Familienrestaurant Bidmi bietet verschiedene Menüs in spezieller Zwergen-Atmosphäre für die kleinen Gäste. Das Selbstbedienungsrestaurant ist familienfreundlich und preisgünstig. UND SONST
Wenn man auf dem Hasliberg ist, sind die Geschichten des Haslizwerges Muggestutz ein Muss. Vier Bände sind erschienen, zudem gibt es ein Liederbuch mit CD. www.verlag-selbtan.ch ~
~ Hintergrund ~ WINTERORTE
42
Savognin
Kanton Graubünden, 1200 m.ü.M. Mit dem Zug bis Chur, anschliessend mit der Rhätischen Bahn oder dem Postauto nach Tiefencastel und weiter mit dem Postauto bis Savognin. Mit dem Auto via Chur – Thusis – Tiefencastel weiter bis nach Savognin. TOURISMUS INFO Stradung 42, 74690 Savognin 081 659 16 16, ferien@savognin.ch www.savognin.ch
SCHLITTELN
Schlitten können bei Cube Active, Wase scha Sport und Bananas Sport gemietet werden. Eine besonders schöne Schlit tenfahrt ist die von der Mittelstation Tigi gnas via Parsonz durch den Wald nach Savognin. Im ganzen Gebiet hat es elf Schlittelpisten (44 Kilometer). WINTERWANDERN
Von den 16 Winterwanderwegen mit einer Gesamtlänge von 65 Kilometern ist die Wanderung von Savognin bis Tinizong besonders zu empfehlen. Über das Kin derskiparadies La Nars geht es weiter zum Bauernbetrieb Saletscha Hof, wo man Tiere sieht, bis nach Tinizong. Die ganze Tour retour dauert etwa 2,5 Stunden. ERSTES SKIFAHREN
Im Kinderskiparadies La Nars befördert der 171 Meter lange überdachte Zauber teppich die Kinder in die Höhe. Oben hat es ein Skikarussell. Auf der Terrasse des Kiosks La Nars kann man gemütlich dem bunten Treiben zuschauen. ESSEN
Besonders kinderfreundlich ist das Berg haus Tigignas mit grossem Selbstbedie nungsrestaurant, Kindermenüs, Kinder toiletten und Wickeltisch. Zudem hat es einen grossen Picknickraum. UND SONST
Etwas ganz Besonderes sind winterliche Lamatouren: Anmeldung und Infos: Fa milie Meni Collet, 079 489 78 71.
Verschneite Tannen und hohe Berge: Winterlandschaft bei Laax.
Laax
Kanton Graubünden, 10003000 m.ü.M.
Mit dem Zug nach Chur und von da mit dem Bus nach Laax. Mit dem Auto fährt man auf der Autobahn A3 bis zur Ausfahrt Reichenau, dann Richtung Laax, etwa 30 Minuten. TOURISMUS INFO Via Nova 62, 7017 Flims 081 920 92 00, info@flimslaaxfalera.ch www.laax.com
SCHLITTELN
Schlitten können bei der Talstation Flims, der Zwischenstation Scansias und der Tal station Falera gemietet werden. Besonders geeignet für eine Schlittenfahrt mit kleinen Kindern ist die Schlittelpiste von Curnius nach Falera, da sie sehr flach ist. Daneben gibt es zwei weitere Schlittelpisten, alle zusammen mit 8 Kilometern Länge. WINTERWANDERN
17 ausgeschilderte Wanderwege am Berg und weitere 15 im Tal stehen im Winter be reit. Das sind gut 100 Kilometer. Besonders geeignet für eine Wanderung mit kleinen Kindern ist der Weg von Flims nach Conn zur Aus sichtsplattform «Il Spir» bei der # 11 ~ 2016
400 Meter tiefen Rheinschlucht. Bei Conn gibt es auch ein sehr gutes Restaurant, und wenn man den Weg mit dem Kinderwa gen nicht mehr zurückgehen will, kann man auch das Conn Taxi nehmen – die Pferdekutsche. ERSTES SKIFAHREN
Im Schneewunderland mit seiner einzigar tigen Atmosphäre rund um den Zauberer Ami Sabi hören Kids Geschichten, singen Lieder und erfahren vieles über den Wald, die Tiere und die Berge. Ganz nebenbei lernen sie mit viel Spass s kifahren. Das Ami Sabi Programm gibt es nur in Laax. Es wurde speziell auf die Region zugeschnit ten und erklärt den Kindern spielerisch den Flimser Bergsturz, die Rheinschlucht und die Gefahr der Lawinen. ESSEN
Das kinderfreundlichste Restaurant ist wohl das Selbstbedienungsrestaurant Crap Sogn Gion mit Spielecke im Overflow. UND SONST
Ein besonderes Highlight für Kinder und auch Erwachsene: die Freestyle Academy. Direkt an der Talstation in Laax befindet sich ein moderner Spielplatz für Snow boarder, Freeskier, Skater und Biker.
43
SattelHochstuckli Kanton Schwyz, 800-1600 m ü.M.
Erreichbar mit dem Zug über Biberbrugg oder Arth-Goldau bis zur Haltestation «Sattel-Aegeri». Von da sind es 10 Fussminuten bis zur Talstation der Drehgondelbahn Stuckli Rondo. Mit dem Auto fährt man ab Zürich via Autobahn Zürich-Chur, Ausfahrt Schindellegi, Richtung Schwyz ab Zug via Aegerital oder ab Luzern via Autobahn Zug-Schwyz, Ausfahrt Schwyz Richtung Pfäffikon-Sattel. Es hat gratis Parkplätze direkt bei der Talstation der Gondelbahn. Übrigens: Die Achter-Gondeln drehen sich während der Fahrt ganz langsam um die eigene Achse. Alle Gondeln sind übrigens kinderwagengängig. TOURISMUS INFO Reisel 2, 6417 Sattel 041 836 80 80, info@sattel-hochstuckli.ch www.sattel-hochstuckli.ch
WINTERWANDERN
Zwei Wanderwege (7 Kilometer) kann man begehen. Der nur 2 Kilometer lange Brückenrundweg ist besonders geeignet für Familien – sofern alle Mitglieder schwindelfrei sind. Anfangs- und Endpunkt ist die Bergstation Mostelberg, Höhepunkt ist die 374 Meter lange Hängebrücke. Die Lauffläche ist genug breit, sodass auch ein Kinderwagen bequem über die Brücke gestossen werden kann. ERSTES SKIFAHREN
Im Kinderland gibt es viele Spielfiguren, Anfängerlifte und Zauberteppiche, wo Kinder spielerisch das ABC des Skisports lernen können. Das Kinderland ist von der Bergstation Mostelberg bequem erreichbar durch den eindrücklich langen Zaubertunnel. Das 125 Meter lange überdachte Förderband ist bestückt mit animierten Bildgeschichten zum Thema Rondos auf Schatzsuche im Erdreich. Die Fahrt durch den Tunnel ist ein Erlebnis. Offen ist das Kinderland von 9 bis 16.15 Uhr.
SCHLITTELN
ESSEN
Die Schlittelpiste ist 3,5 Kilometer lang. Schlitten können bei der Bergstation Drehgondelbahn Stuckli Rondo gemietet werden.
Besonders kinderfreundlich ist das Berggasthaus Mostelberg – direkt neben der Bergstation Drehgondelbahn.
Sonne, Schnee und Spass: Winterwandern auf Sattel-Hochstuckli.
Wirzweli
Kanton Nidwalden, 1200 m.ü.M. Mit dem Zug nach Luzern, weiter mit der Zentralbahn bis Dallenwil. Ein kostenloser Shuttle-Bus fährt auf Anfrage (Tel. 041 628 23 94) zur Talstation der Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli, oder man marschiert die 15 Minuten. Mit dem Auto fährt man auf der Autobahn A2 in Richtung Gotthard, nimmt die Ausfahrt Stans Süd, fährt dann Richtung Engelbergertal und nach 5 Kilometern rechts ins Dorf Dallenwil. An der Talstation der Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli gibt es rund 300 kostenpflichtige Parkplätze. TOURISMUS INFO Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli Wiesenbergstrasse 25, 6383 Dallenwil 041 628 23 94, mail@wirzweli.ch www.wirzweli.ch
SCHLITTELN
Die Schlittelpiste ist 5 Kilometer lang. Beim Gasthaus Waldegg können Schlitten gemietet werden. Der Start ist in Wirzweli. Zu Fuss geht es in Richtung Eggwald bis zur Luftseilbahn Eggwald-Gummenalp. Mit den Sechser-Kabinen geht es auf den Aussichtspunkt Gummenalp. Und von da mit dem Schlitten zurück. WINTERWANDERN
Im Gebiet hat es zwei Winterwanderwege (7 Kilometer). Beim Eulenpfad gibt es besonders viel zu sehen: Am Wegrand stehen einzigartige Zwergen- und Tierfiguren aus Holz. Der Pfad ist mit attraktiven Brücken geschmückt und auch mit Kinderwagen begehbar. Die Gehege des Eulenpfades sind momentan von drei Eulenarten bewohnt, sibirischen Uhus, einem Bartkauzen- und einem Steinkauzenpaar. ERSTES SKIFAHREN
Der Kinderskilift mit Snowlipark ist gratis und täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. ESSEN
Besonders kinderfreundlich ist das Alpenrestaurant Wirzweli mit der schönen Sonnenterrasse. ~ # 11 ~ 2016
~ Hintergrund ~ WINTERORTE
44
Sörenberg Kanton Luzern, 1160 m.ü.M.
Mit dem Zug nach Schüpfheim und von da mit dem Postauto nach Sörenberg. Mit dem Auto ist im Winter die Anreise nach Sörenberg nur über Schüpfheim – Flühli möglich. Die Panoramastrasse über den Glaubenbielenpass ist dann gesperrt. TOURISMUS INFO Rothornstr. 21, Postfach 48, 6174 Sörenberg 041 488 11 85, info@soerenberg.ch www.soerenberg.ch
SCHLITTELN
Im Gebiet gibt es zwei Schlittelpisten von 3 Kilometern Länge. Schlitten können direkt neben der Talstation der Gondelbahn Rossweid gemietet werden. Für die kleinen Schlittler ist der Streckenabschnitt von Sörenberg Platz zum Alphotel Schwand besonders schön. Um den Startpunkt zu erreichen, wandert man 40 Minuten auf der tagsüber für den Verkehr gesperrten Strasse hoch oder fährt mit der Gondelbahn Rossweid hinauf. WINTERWANDERN
Zwölf Winterwanderwege (35 Kilometer) sind zu entdecken. Eine sehr schöne Wanderung führt von der Bergstation Gondelbahn Rossweid nach Salwideli. Die Wanderung dauert etwa eine Stunde und hat nur wenige Steigungen – ein Schlitten kann also problemlos mitgezogen werden. Wer will, kann mit dem Bus zurück. ERSTES SKIFAHREN
Ein Kinderland findet man im Kids Village der Skischule und neu auch auf der Rossweid mit Pinocchiolift. ESSEN
Alle Restaurants sind kinderfreundlich, und die meisten haben Spielecken. Ein separates Spielzimmer hat das Hotel Rischli beim Kinderskilift Brunnenboden. Übrigens: Jeweils montags kann man auf dem nahe gelegenen Birkenhof beim Füttern der Tiere helfen und anschliessend ein Buure-Zvieri geniessen.
Blick vom Fronalpstock auf die Seen und Berge der Zentralschweiz.
Stoos
Kanton Schwyz, 1300-1935 m.ü.M.
Mit dem Zug bis Schwyz und von da mit dem direkten Bus zur Station Schwyz, Stoosbahn. Mit dem Auto die Autobahnausfahrt Schwyz nehmen und der Beschilderung Richtung Stoos/Muotathal folgen. Die Luftseilbahn Morschach-Stoos ist nicht zu empfehlen, da diese wesentlich weniger Personen pro Stunde transportiert und es deshalb oft zu langen Wartezeiten kommt. Auch die Parkgebühren bei der Standseilbahn in Schwyz sind günstiger. Der Stoos ist autofrei. TOURISMUS INFO Grundstrasse 232, 6430 Schwyz 041 818 08 80, info@stoos-muotatal.ch www.stoos-muotatal.ch
SCHLITTELN
Die Schlittelpiste und die separate Airboardpiste sind je 2 Kilometer lang. Für die Kleinen eignen sich viele Schlittelhänge rund ums Dorf Stoos oder auch der präparierte Schlittelhang in Morschach beim Fyrabigbeizli Nägelisgärtli. # 11 ~ 2016
WINTERWANDERN
Besonders schön ist der Winterwanderweg Fronalpstock Gipfel. Gestartet wird bei der Bergstation der Sesselbahn Fronalpstock. Die Wanderung ist nur einen Kilometer lang und bietet nebst der wunderschönen Aussicht auf die See- und Bergwelt der Zentralschweiz beim Start- und Endpunkt ein Gipfelrestaurant. Insgesamt hat es auf dem Stoos fünf Winterwanderwege (17 Kilometer). ERSTES SKIFAHREN
Im Snow Kids Village hat es nebst dem Zauberteppich und dem Schneekarussell auch Figuren und Geländehilfe. ESSEN
Das Restaurant Pasta Gadä hat ein spezielles Familienmenü: eine grosse Schüssel Salat, einen Topf Pasta an Tomatensauce und einen Liter Rivella oder Cola für 59 Franken. UND SONST
Im autofreien Ort sind die Pferde allgegenwärtig. Da liegt es nahe, eine Pferdeschlittenfahrten zu unternehmen. Reservationen: 079 455 66 24.
45
Wildhaus
Kanton St.Gallen, 1090-2262 m.ü.M. Erreichbar mit dem Zug bis nach NesslauNeu St. Johann oder Buchs SG, anschliessend mit dem Postauto bis Wildhaus (Lisighaus), Unterwasser (Post) oder Alt St. Johann (Post). Die Haltestellen sind 5 Minuten von den Talstationen der Bergbahnen entfernt. Mit dem Auto: Die Parkplätze bei der Talstation sind für Gäste gratis. TOURISMUS INFO Wildhaus, 071 999 99 11 kontakt@toggenburg.ch www.toggenburg.ch / www.wildhaus.ch
SCHLITTELN
Schlitten kann man bei der Mittelstation Iltios und der Gondelbahn Gamplüt mieten, auch Holzschlitten mit Kindersitz. Besonders geeignet für die Kleinen ist das Schlitteln bei der Gondelbahn Gamplüt. Im ganzen Gebiet hat es drei Schlittelpisten (7,8 Kilometer). WINTERWANDERN
Insgesamt locken 14 Winterwanderwege (50 Kilometer).Mit kleinen Kindern ist die Rundwanderung Oberdorf – Schwendiseen – Oberdorf sehr zu empfehlen. Sie ist 2,5 Kilometer lang und hat keine Steigung.
ERSTES SKIFAHREN
Im Kinderland sorgen Snowli und sein Team von ausgebildeten KinderskilehrerInnen dafür, dass auch die Kleinsten spielerisch ans Skifahren herangeführt werden. ESSEN
Besonders kinderfreundlich ist das Berggasthaus Oberdorf.
Malbun
Liechtenstein, 1300-1600 m.ü.M. Mit dem Zug nach Sargans und von da mit Bussen nach Vaduz und Malbun. Mit dem Auto fährt man auf der Autobahn A13 und nimmt die Ausfahrt Sevelen/Vaduz, wo man die Landesgrenze Schweiz-Liechtenstein überquert (ID der Kinder nicht vergessen). Ab Vaduz führt eine Bergstrasse über Treisenberg und Steg nach Malbun. TOURISMUS INFO Städtle 39, 9490 Vaduz (FL) 00423 239 63 63, info@liechtenstein.li www.tourismus.li
SCHLITTELN
Schlitten für die drei Schlittelpisten (2,2 Kilometer) können beim Sportgeschäft Mal-
bun Sport oder beim Berggasthaus Sücka gemietet werden. Vor der Kapelle in Malbun steht eine gesicherte leichte Piste für Kinder zur Verfügung, Länge 200 Meter, Benutzung gratis. WINTERWANDERN
Der wohl beliebteste Rundwanderweg ist der «Sassweg». Dieser ist auch mit kleinen Kindern gut zu meistern. Ausgangspunkt ist die schöne Friedenskapelle in Malbun. In gut einer Stunde ist der höchste Punkt auf 1725 m.ü.M. erreicht. Gemütlich geht es über die Alp Sass hinunter zum Schneefluchtlift und von dort zurück ins Zentrum von Malbun. Länge: 4,5 Kilometer, Zeit: 2 Stunden. Es hat zwei weitere Winterwanderwege, Gesamtlänge 24 Kilometer. ERSTES SKIFAHREN
Im «malbi-Park» können die Kinder auf dem «malbi-teppich» und mit Hilfe des Schneekarussells «malbi-rondo» erste Ski-Versuche wagen. Der malbi-Park ist täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. ESSEN
So ziemlich alle Hotels und Restaurants in Malbun sind kinderfreundlich, ganz speziell jedoch das Hotel Turna (www.turna.li). Das erhielt auch von der Hotellerie Suisse die Auszeichnung Top Family Hotel. •
Anzeige
Willkommen im Norden Bestellen Sie jetzt unseren FrühbucherKatalog mit den schönsten Reisen nordwärts und lassen Sie sich inspirieren vom neuen Reisemagazin «Nordland».
n rdland rdland Nr. 12 Herbst 2016 CHF 7.80
Das Reisemagazin von Kontiki
Frühbucher
REDUKTION FÜR FRÜHBUCHER BIS 30. NOVEMBER
Unberührte Arktis Seite an Seite mit den Eisbären
Seite 8
Schmuckes Lappland Der Sámi-Kultur auf der Spur
Seite 20
Munro-Bagging in Schottland Eine abenteuerliche Premiere
# 11 ~ 2016
Tel. 056 203 66 66
Seite 30
www.kontiki.ch
Produkte aus dem manuell-Verlag
18 DIE SEIT 19 ZER
I SCHWEFÜR DIY SE ADRES
Alles was Ihr
begehrt! Aktuelle Themen-Mappen Fr. 18.– + Porto/Handling
Alles Alu Edles aus Kaffeekapseln und Getränkedosen
Zeitschrift «manuell» zum Kennenlernen 3 Ausgaben Fr. 20.– inkl. Porto/Handling
Buch «Alles Alu» Recycling vom Feinsten. Kaffeekapseln und Aludosen wird neues Leben eingehaucht. Fr. 25.– + Porto/Handling
manuell-Publikationen führen sorgfältig in die entsprechende Thematik ein und liefern mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen die Grundlage für gelungene DIY-Projekte. manuell ist das schweizweit einzigartige Magazin für Textilarbeit und Werken. Jede Ausgabe widmet sich einem spezifischen Thema. Durch den mono-thematischen Aufbau bleiben die Hefte auch lange nach der Erscheinung noch aktuell. Auf unserer Webseite sind alle Themen ersichtlich. Die Hefte können auch einzeln erworben werden, sobald sie vergriffen sind noch in Form einer PDF-Ausgabe.
Lernen Sie das manuell kennen: Auf unserer Webseite www.manuell.ch können Sie alle Produkte aus dem manuell-Verlag direkt online bestellen. Oder wenden Sie sich an unseren Aboservice, welcher unter der Telefon-Nummer +41 58 344 95 25 gerne für Sie da ist.
~ Beratung ~ AUS DER PRAXIS
47
Grosse Angst vor der Depression
Gestresster Enkel
EINE GROSSMUTTER, 60, FRAGT: Ich wurde vor zwei Jahren erstmals Grossmutter und bin entzückt über meinen Enkel. Nun ist meine Tochter wieder schwanger. Ich freue mich auch sehr auf meine zweite Enkelin. Aber dieses Mal empfinde ich neben der Freude auch eine grosse Angst, die ich nicht ignorieren kann. Was ist, wenn meine Tochter eine postnatale Depression bekommt? Das gibt es doch heute immer häufiger? Wieso habe ich jetzt diese Angst, wo doch nach der Geburt des ersten Enkels alles gut gelaufen ist? Ist das mehr eine Vorahnung als eine Angst?
EINE GROSSMUTTER, 66, ERZÄHLT: Mein Mann hat einen 5-jährigen Enkel. Wir hüten ihn regelmässig, und ich fühle mich ganz als seine Grossmutter. Dieser Enkel hat mir immer Sorgen gemacht, weil er mir auffällig erschien und nie richtig sprechen lernte. Die Mutter ist fremdsprachig und spricht kaum Schweizerdeutsch. Was mir auch Mühe macht: Die kleine Familie macht immer Städteferien, London, Paris, Rom. Danach macht der Kleine auf mich einen gestressten, unglücklichen Eindruck. Ich bin unsicher, was ich tun soll, gerade, weil ich diese Familie sehr liebe. Aber es ist nicht mein leiblicher Enkel, und mein Mann und ich möchten uns nicht einmischen.
W
S
ie möchten sich nicht einmischen und machen sich enn einmal Ängste da sind, dann sollen sie ernst doch seit Jahren Sorgen um den Enkel. Sein Schicksal genommen werden, das scheint klar. Mit dem Wenibescherte ihm eine fremdsprachige Mutter in der gen, das ich jetzt von Ihnen weiss, ist es schwierig, Deutschschweiz. Die beiden Eltern sind Fans von GrossIhre Fragen eindeutig zu beantworten. Ich versuche nun zu städten und möchten ihrer Leidenschaft auch mit dem fantasieren, was ein Grund Ihrer Angst sein könnte. Fünfjährigen nachgehen. Es mag ja sein, dass Sie einen Bericht über postnatale DepresGrosseltern machen sich oft Sorgen um den Lebensstil ihrer sion gelesen oder gehört haben, der Ihnen aus irgendeinem Nachkommen und insbesondere ihrer Enkel. Das ist häufiger Grund Angst eingejagt hat. Was könnte dieser Grund sein? geworden, weil die Kontakte zwischen den Generationen Vielleicht hatten Sie selbst nach der zweiten Geburt eine intensiver und offener geworden sind. depressive Phase. Dann könnte Ihr eigenes Erleben, das Ich versuche, Ihnen mit einem Beispiel unbewusst gespeichert ist, diese Angst aus der eigenen ‹Küche› Mut zu machen. hervorgerufen haben. Dann wissen wir Ich war eine berufstätige Mutter. Meine natürlich, dass Mütter bei der Geburt des eigene Mutter war zeitlebens überzeugt, zweiten Kindes oft müde sind, müde von dass meine Kinder Schaden nehmen durch den Nachtwachen, müde von der zweiten meine Berufstätigkeit. Sie insistierte sehr Schwangerschaft. Das macht anfälliger für auf ihrer Meinung und hat mir das Leben eine Mutterschaftsdepression. dadurch nicht leicht gemacht. Sie entwerDas alles muss aber überhaupt nicht sein. tete mich als Mutter. Beim ersten Kind Ihrer Tochter ist es glatt Jede neue Generation wächst in eine verängelaufen. Das ist die gute Nachricht. VorKATHARINA LEY (69) ist Buchautorin, derte Gesellschaft hinein. Wir Grosseltern ahnungen sind meines Erachtens eine Soziologin und Psychoanalytikerin mit haben eine Welt schätzen gelernt, die nicht sehr heikle Sache. Es gibt den Spruch der eigener Praxis in Bern und Grossmutter von zwei Enkelkindern (3 und 1). jene unserer Kinder und Enkel ist. Wir «self-fulfilling prophecy», der Vorahnung, Schicken Sie Ihre Fragen an: möchten, dass es unseren Kindern und die sich eben gerade deshalb erfüllt, weil Katharina Ley, Sulgenbachstrasse 15, Kindeskindern gut geht und sie glücklich die Furcht da ist. Man fürchtet etwas, und 3007 Bern oder beratung@grosseltern-magazin.ch sind. Aber wir sind nicht die Eltern – das ist es trifft ein. Ich hoffe, dass Sie mit Ihrer der springende Punkt. Einmischungen sind Tochter nicht über Ihre Angst bzw. Vorin der Regel verpönt. Da Sie diesen Enkel regelmässig hüten, ahnung gesprochen haben. Es ist ihre Schwangerschaft, die können Sie ihm zeigen, dass es unterschiedliche Arten gibt nicht durch mütterliche beziehungsweise grossmütterliche zu spielen, zu reden, in die Natur zu gehen. Sie verkörpern Ängste belastet werden soll. Seien Sie die achtsame, präsente eine andere Präsenz und machen andere Angebote. Vielleicht Mutter und Grossmutter, die verfügbar ist – und die sich gut übernehmen Sie den Enkel mal für ein paar Tage, damit die überlegt, ob sie allenfalls hilfreich einspringen kann, wenn Eltern unbelastet in einer Grosstadt flanieren können. • Ihre Befürchtungen zutreffen. • # 11 ~ 2016
48
~ Dossier ~ WITZE
LACH JETZT – STIRB SPÄTER Die Psychotherapeutin und Autorin Elisabeth Schlumpf sammelt Witze gegen humorloses Altwerden. Denn die 84-Jährige ist überzeugt: Humor wirkt befreiend und macht das Altern angenehmer. Von ELISABETH SCHLUMPF (Text) und GERHARD HADERER (Cartoons)
DOSSIE
R
# 11 ~ 2016
~
A
l t e r s -W i t z e ? Sind sie erlaubt oder nicht vielmehr pietätlos? Gew i s s w i rd niemand so taktlos sein, in einer Familie von Betroffenen einen Alzheimer-Witz zu erzählen. Aber solange die Möglichkeit einer Erkrankung nur wie eine Drohung über der eigenen Existenz hä ng t, k a n n Hu mor bef r eiend w i rken. L achen entspannt das Zwerchfell und verscheucht drückende Sorgen oder Zukunftsängste. Insofern scheint es berechtigt, auch über den Lebensabschnitt «Alter» Witze zu machen. Denn Witze weisen zwar auf eine Einschränkung hin, aber in einer Form, die durch ihre unerwartete Pointe die Schwere des Phänomens relativiert und zum Lachen einlädt. Das hat nichts zu tun mit Sich-lustig-machen über ältere Menschen, zumal wir alle wissen, dass das Alter unsere Zukunft ist. Dennoch ziemt es sich eher, dass humorvolle Alte Witze über ihre Situation weitergeben, als dass Junge sich darüber mokieren. In der «(Alt-)Weibergruppe», der ich angehöre, amüsieren wir uns über Alters-Witze, im Wissen, dass wir nicht sicher sein können, ob uns nicht eines Tages dieselben Gebresten einholen. DAS THEMA LIEGT IN DER LUFT Es ist erstaunlich, wie viele Witze sich mit dem Alter beschäftigen, wenn man anfängt, sie zu sammeln. Es ist, als ob das Thema in der Luft läge. Tut es ja auch bei der ständig steigenden Anzahl älterer Menschen in unserer Gesellschaft. Von überall her fliegen die Anekdoten einem zu, in Varianten, mit veränderten Umständen und Personen, aber mit demselben Kern. Missverständnisse aufgrund von nachlassendem Gedächtnis oder eingeschränktem Hörvermögen, fehlende Sexualität, Krankheiten als Geissel des Alters oder Überlegungen zum Lebensende und schliesslich
Beziehungsschwierigkeiten, das sind die Kernthemen, die Anlass geben zur humoristischen Verarbeitung der Alters-Defizite. Vom lakonischen Spruch wie dem, auf den ich im Norden Deutschlands gestossen bin: «Oben klar und unten dicht, mehr wünscht man sich im Alter nicht» bis zur ausführlichen sz en i s chen D a r s tel lu ng reicht der Bogen selbstironischer Kommentare zum Thema Altsein. Das Kurzzeit-Gedächtnis funktioniert im Alter tatsächlich nicht mehr so gut; die zunehmende Vergesslichkeit kann irritieren. Ich lege den Schlüssel irgendwohin, drehe mich um und weiss nicht mehr, wo ich ihn abgelegt habe. Oder ich stehe im Badezimmer und frage mich: Was wollte ich eigentlich hier? Lästig, diese Unterbrüche in der Erinnerung. Je mehr ich mich quäle, sie zu überbrücken, umso weniger gelingt es, den Faden wieder anzuknüpfen. Sanft mit sich selber umzugehen, zu warten, ob die Erinnerungsspur wieder auftaucht, oder sich zu sagen: Dann war’s vielleicht gar nicht so wichtig, das gehört zur Kunst, mit dem eigenen Alter umzugehen. Denn Stress ist Gift im Alter, ebenso Vorwürfe an sich selbst oder Vergleiche mit früher. Könnte es nicht sein, dass der Speicher im Gehirn einfach zu voll geworden ist in einem langen Leben? Dass eine mildtätige Instanz durch die Maschen fallen lässt, was zu viel ist? Wie immer, Schönfärben hilft nicht über die Ausfälle hinweg, aber eine liebevolle Einstellung zu uns selber als altem Menschen ist alleweil besser. WITZE ÜBER DAS SCHLECHTE GEDÄCHTNIS Der kürzeste Witz zu diesem Thema: «Mein Gedächtnis ist schlecht.» – «Wie schlecht?» – «Was ist wie schlecht?» Die schönsten Witze sind natürlich diejenigen, die nicht nur eine scharfe Pointe enthalten, sondern auch eine liebevolle Einstellung verraten.
~ Dossier ~ WITZE
Zwei sehr alte Männer treffen sich im Altersheim. Einer sagt zum anderen: «Kennen wir uns nicht? Ich glaube, ich kenne dich – wie heisst du schon wieder?» Der andere erwidert: «Bis wann musst du es wissen?» Hier gleich noch einige andere Beispiele: Ein altes Paar kommt zum Abendessen zu einem befreundeten, ebenfalls bejahrten Paar. Nach dem Essen verziehen sich die Frauen in die Küche, um aufzuräumen. Der Gastgeber bittet den Freund ins Wohnzimmer, wo sie von dem guten Essen schwärmen. «Übrigens», sagt der Freund, «meine Frau und ich haben letzte Woche ein Restaurant entdeckt, wo man sagenhaft gut isst.» – «Das würde mich interessieren», meint der Gastgeber, «wie heisst denn dieses sagenhafte Restaurant?» Der Gast schaut verlegen in Richtung Küche: «Na ja, sag mal, wie heisst diese Blume mit dem gelben Innern und den weissen Blättchen ringsum, mit der man das Spiel ‹Sie liebt mich, sie liebt mich nicht› macht?» – «Du meinst die Margrite?» – «Ach ja», und in Richtung Küche: «Du, Margrit, wie heisst dieses sagenhafte Restaurant, das wir neulich entdeckt haben?» Ein älteres Ehepaar sitzt in einem Selbstbedienungsrestaurant. Er fragt sie galant: «Was kann ich dir bringen, Schatz?» Sie: «Ich hätte gerne einen Milchkaffee. Soll ich dir’s aufschreiben?» Er: «Aber nein, das kann ich doch behalten.» Sie: «Ich hätte aber gerne ein Stück Schokoladetorte dazu. Soll ich dir’s nicht lieber aufschreiben?» Er: «Nein, nein, das kann ich bestimmt behalten.» Sie: «Aber weisst du, ich hätte auch gerne noch Schlagrahm auf
51
der Torte. Soll ich’s dir nicht doch aufschreiben?» Er: «Wo denkst du hin, das werde ich noch im Kopf behalten können.» Eine Weile vergeht; dann kommt der Mann mit einem Tablett zurück. Auf dem Teller liegen Bratkartoffeln und eine Bratwurst. Sie (mit sanftem Vorwurf): «Aber Schatz, jetzt hast du doch den Salat vergessen!» DIE SEXUALITÄT UND IHR NACHLASSEN Nicht nur das nachlassende Gedächtnis, auch die nachlassende Sexualität ist oft Thema von Alterswitzen. Die Sexualität im Alter ist nicht mehr das rauschhafte Drängen der jüngeren Jahre. Der Hormonspiegel sinkt ab, Erektionsschwierigkeiten und trocken werdende Schleimhäute mindern das Vergnügen. Sexualität im Alter kann immer noch schön sein, wenn sie aus tiefer Vertrautheit entsteht, wenn man ihr Zeit lässt und wenn sie mit viel Zärtlichkeit verbunden ist, nicht mehr stürmisch, aber liebevoll, innig und geduldig mit Unzulänglichkeiten umgehend. Interessanterweise kreisen die Witze, welche die Sexualität zum Thema haben, meistens um die Gedächtnisschwäche oder das mangelnde Stehvermögen von Männern. Kurzer Schluss daraus: Die männliche Identität ist mehr an sexuelles Funktionieren gekoppelt als die weibliche. Eine grosse Herausforderung oder «Es lebe Viagra»! Hier ein paar Beispiele:
Ein älterer Herr kommt zum Arzt und klagt,dass bei ihm nichts mehr laufe, seine Stammtischfreunde es aber noch jede Nacht mit ihrer Frau trieben. «Kann man da etwas machen?» – «Ja, natürlich», meint der Arzt, «sagen Sie das doch auch.» ~
# 11 ~ 2016
52
Ein Ehepaar sitzt beisammen. Die Frau träufelt zwei Augentropfen ins rechte, dann ins linke Auge und schliesslich zwei Tropfen auf ihre Vagina. Der Ehemann fragt, warum sie zwei Tropfen auf die Vagina gibt. «Ja, weisst du, die hat auch schon lange nichts mehr gesehen.
ist unvergleichlich schlimmer. Leider nehmen die Demenzkrank heiten in späteren Lebensabschnitten zu. Ungefähr 50 Prozent der über Achtzigjährigen leiden an Demenzerscheinungen. Für die Nahestehenden ist die Krankheit besonders schmerz lich; sie müssen sich oft von der Person verabschieden, die sie gekannt haben, lange bevor der Tod sie ihnen wegnimmt. Für die Betroffenen ist das Gewahrwerden der abnehmenden Ge
Kommt ein Mann, 75, zum Arzt und sagt: «Herr Doktor, ich laufe immer noch den jungen hübschen Frauen hinterher.» Sagt der Arzt: «Und wo ist das Problem?» Antwortet der Mann: «Ich habe vergessen, warum.»
dächtnisleistungen ebenfalls schwierig. Wenn Sie durch das Thema irgendwie betroffen sind, empfehle ich Ihnen, dieses Kapitel zu überschlagen. Die Witze sind zum Teil ätzend wie schwarzer Humor überhaupt. Ich kann nur wiederholen: Auch ätzende Witze sind ein Versuch, mit etwas unsagbar Schwerem umzugehen. Kennen Sie die Vorteile der Alzheimer-Krankheit? Erstens können Sie Ihre Ostereier selber verstecken. Zweitens gewinnen Sie jeden Tag neue Freunde. Und drittens können Sie Ihre Ostereier selber verstecken. Und gleich noch zwei zur anderen bedrohlichen Krankheit:
Was ist vorzuziehen, Alzheimer oder Parkinson? Definitiv Alzheimer. Warum? Es ist besser, ein Bier nicht zu bezahlen als es zu verschütten.
KRANKHEITEN ALS GEISSEL DES ALTERS Es ist nicht zu leugnen: Mit zunehmendem Alter nehmen auch die Gebresten zu. Es gehört ebenfalls zur Kunst des Älterwerdens, sich nicht von den vielerlei Einschränkungen beherrschen zu lassen, sie mit Anstand zu tragen und sie nicht zum einzigen abendfüllenden Gesprächsthema zu machen. Oder möchten Sie die Figur der Mutter abgeben im folgenden Witz: Ein Sohn ruft seine betagte Mutter an und fragt: «Wie geht es dir?» – «Danke, gut», ist die Antwort. Darauf der Sohn: «Bitte entschuldigen Sie, dann bin ich falsch verbunden.» Ernst zu nehmen sind selbstverständlich die schweren Erkrankun gen, die im hohen Alter häufiger auftreten. Vergesslichkeit ist schlimm genug, aber beginnende und fortschreitende Demenz
Was ist der Unterschied zwischen einem alten und einem senilen Mann? Der alte Mann vergisst, nach dem Pinkeln den Hosen-Stall zuzumachen, der senile vergisst, ihn aufzumachen. WAS KOMMT NACH DEM FRIEDHOF? Auf den Gedanken, den ersten drei Kapiteln zu den Themen schlechtes Gedächtnis, Sexualität und Krankheiten ein vier
# 11 ~ 2016
~ Dossier ~ WITZE
53
tes Kapitel über Friedhöfe und das Sterben anzufügen, hat mich diese Kurzgeschichte gebracht: Eine alte Frau geht mit ihrem schäbigen, verrosteten Rollator auf einen Spaziergang mit Freundinnen. Diese sagen zu ihr: «Kauf dir doch einen neuen, das kannst du dir leisten! Es gibt jetzt ganz schicke in verschiedenen Farben, mit Thermoskannen-Halter und sogar mit einem Navigationssystem. Damit findest du jederzeit nach Hause.» Beim nächsten Spaziergang erscheint die alte Frau tatsächlich mit einem neuen Rollator, aber bereits beim übernächsten Mal wieder mit ihrem schäbigen alten. «Was ist denn los?», fragen die Freundinnen. «Bist du mit dem Vehikel nicht zurechtgekommen?» «Schon, schon, aber es geht nicht.» – «Was geht denn nicht?» – «Jedes Mal, wenn ich am Friedhof vorbeikomme, sagt das Ding: «Sie haben Ihr Ziel erreicht.» Diese Geschichte endet mit dem Ziel des Lebens: dem Fried hof, dem Grab, der letzten Ruhestätte. Ein Ziel, an das man selbst im Alter nur widerstrebend denkt. Die Witze, die sich auf das Jenseits, eben die Welt nach dem Fried hof beziehen, beschäftigen sich interessanterweise kaum mit der Unbequemlichkeit des Sterbens oder mit der Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Sie wechseln sozusagen nur die Kulisse, versetzen berühmte Leute an die Himmelspforte, benützen ein geläufiges Bild wie Petrus als Wächter des Eingangs und setzen die ironischen Pointen genau wie im Diesseits. Der Witz nimmt sozusagen nicht zur Kenntnis, dass es einen schmerzlichen Abschied durch den Tod gibt und ein Nichtwissen, was danach folgt. Sei’s drum – alles andere wäre wohl geschmacklos. Darum: Lachen Sie von Herzen über die jenseitigen Witze; sie gehören alleweil noch zum Diesseits! Der Ernst kommt viel, viel später. DIES- UND JENSEITIGE WITZE Zuerst ein Übergangswitz, der die Möglichkeit des Sterbens ins Auge fassen und noch sehr diesseitig ist: Hans liegt auf dem Sterbebett und sagt zu seiner Emma: «Einen Wunsch habe ich noch, und bitte, sei aufrichtig. Ist der Rudi wirklich von mir?» - «Was denkst du auch, gerade der Rudi ist von dir.» Und jetzt die «Jenseitigen»: Ein Mann kam in die Hölle und wollte sich ein wenig umsehen. Er traf an einem Strand mit Palmen einen gebräunten Mann in einer
Hängematte. Bei näherem Hinsehen erkannte er, dass der Mann Hörnchen auf der Stirne trug. Er trat näher und sagte: «Verzeihen Sie, aber sind Sie nicht der Teufel?» Wohlgelaunt erwiderte der andere: «Sicher, der bin ich.» – «Ich habe Sie mir aber ganz anders vorgestellt, und die Hölle auch.» – «Na, dann sehen Sie sich ruhig mal um», sagte der Teufel freundlich. Der Mann ging weiter und kam nach einer Weile entsetzt zurück: «Was habe ich da angetroffen, als ich um die Ecke bog? Einen Abgrund mit schuftenden, schwitzenden Gestalten, die von Teufeln gequält und gepiekst wurden. Was ist denn das?» – «Ach, wissen Sie, das ist die Vorstellung der Christen von der Hölle. Die brauchen das.» Ein altes Ehepaar wird im Himmel freundlich von einem Engel empfangen, der sie herumführt und ihnen eine schöne Villa zeigt. «Das wird euer Heim sein, ihr habt es verdient.» Und zu dem Ehemann gewandt: «In der Garage steht ein Ferrari, den du dir immer gewünscht hast, und hinter dem Haus liegt ein Golfplatz, weil du doch so gerne Golf spielst.» Damit verlässt der Engel die beiden. Kaum ist er weg, fängt der Mann an fürchterlich mit seiner Frau zu schimpfen. Sie ist ganz verdattert und fragt schüchtern: «Warum schimpfst du denn jetzt so mit mir? Ich habe dir doch ~
# 11 ~ 2016
54
nichts getan.» – «Doch», war die erbitterte Antwort, «wenn du nicht immer so unausstehlich gesund gekocht hättest, wäre ich schon längst an diesem wunderbaren Ort angekommen.»
Der grosse Komiker Loriot konnte über seinen eigenen Tod witzeln. Als man ihn fragte, was auf seinem Grabstein stehen solle, sagte er: «Praktischerweise mein Name.» BEZIEHUNGSWITZE Witze zu den Beziehungen im Alter werfen häufig die Frage auf: Haben wir uns noch lieb nach so vielen Jahren? Wie zum Beispiel der oben erzählte Witz vom alten Paar im Selbstbedienungs-Restaurant. In diesem Witz sind beide vergesslich und beide verleugnen ihre Schwäche in fast rührender Weise. Aber sie gehen immer noch freundlich miteinander um. Es gibt aber auch Beziehungswitze, die sind schärfer und herzloser. Ein kurzer Spruch zum Thema dürfte bekannt sein: «Wenn einer von uns stirbt, ziehe ich nach Freiburg.» (Der Ort variiert regional, ist aber in vielen Gegenden vertreten.) Hier einige Beispiele: Ein gleichaltriges Paar lebt seit Jahrzehnten glücklich zusammen. Am siebzigsten Geburtstag des Mannes erscheint den beiden ein Engel und sagt: «Weil ihr so liebevoll miteinander umgeht, werde ich euch einen Wunsch erfüllen. Was begehrt euer Herz?» Die Frau sagt spontan: «Ich bin zufrieden, so wie es ist, und wünsche mir nichts weiter.» Der Mann druckst herum und bittet dann den Engel
ins Nebenzimmer, wo er ihm eröffnet: «Ich bin ja auch zufrieden, aber manchmal hätte ich doch gerne eine zwanzig Jahre jüngere Frau neben mir im Bett!» Der Engel erwidert: «Dein Wunsch soll in Erfüllung gehen.» Der Mann schaut in den Spiegel und erblickt einen Neunzigjährigen. Ein älterer Mann kommt zum Arzt und klagt: «Herr Doktor, ich weiss mir nicht mehr zu helfen, meine Frau wird immer schwerhöriger und will zu keinem Arzt gehen!» Darauf der Arzt: «Dann machen Sie eben zuhause einen Hörtest. Gehen Sie in ein entfernteres Zimmer und fragen Sie Ihre Frau etwas, dann vom Flur aus und schliesslich, wenn Sie ganz nahe bei ihr stehen.» Der Mann kommt nach Hause und findet seine Frau beim Zubereiten des Nachtessens vor. Er will den Rat des Arztes gleich befolgen und ruft vom Esszimmer aus: «Schatz, was gibt es zum Nachtessen?» Keine Antwort. Er wiederholt die Frage vom Flur aus. Wieder keine Antwort. Schliesslich geht er in die Küche und wiederholt die Frage ganz aus der Nähe, worauf seine Frau ihn anfährt: «Zum dritten Mal: Heute Abend gibt es Hähnchen!» Ein altes Paar beschliesst, das 50-jährige Hochzeitsjubiläum wie damals mit einer Reise nach Paris zu feiern. Abends im Bett sagt sie zu ihm: »Weißt du noch, wie du mir damals fein übers Haar gefahren bist?» Der Mann streicht ihr sanft über den Kopf. «Und weisst du noch, wie du mich damals zärtlich auf die Wange geküsst hast?» Der Mann gibt ihr einen Kuss auf die Wange. «Und wie du an meinem Ohrläppchen geknabbert hast?» Der Mann geht ins Badezimmer. Seine Frau ruft ihm nach: »Wohin gehst du?» – «Meine Zähne holen.»
Sie fragt ihren Gatten: «Sag mal, liebst du mich noch?» Er, abwesend, hinter der Zeitung: «Ja, ja.» Sie: «Ein Ja wäre mir lieber gewesen.»
# 11 ~ 2016
~ Dossier ~ WITZE
55
Entdecken Sie das Geheimnis einer guten Nacht: das Liforma Federelement
Das Alter ist unsere Zukunft – die Zukunft von uns allen. Dem können wir nicht ausweichen. Ihr zu entgehen würde bedeuten, jung zu sterben. Da ist es doch besser, gemeinsam weiter zu gehen! Aber lachend ins Grab zu gehen – wäre das nicht eine schöne Perspektive? •
Die in diesem Dossier abgedruckten Cartoons «Adler», «BotoxBoom» und «Beatles oder Stones» stammen vom österreichischen Cartoonisten Gerhard Haderer (65), der sich in seinen Arbeiten immer wieder mit dem Thema Alter auseinandersetzt.
ELISABETH SCHLUMPF (84) ist Psychologin und Psychotherapeutin und Autorin verschiedener LebenshilfeBücher. Ende Jahr wird ihr Blog «Gut alt werden» aufgeschaltet. Fortlaufend wird sie da Texte zu Altersthemen veröffentlichen und auch Fragen zu Altersbelangen beantworten. www.elisabethschlumpf.ch # 11 ~ 2016
Anzeige
Dieser Text ist eine stark gekürzte Fassung des neusten Buches von Elisabeth Schlumpf: «Lach jetzt – stirb später», Novum Publishing, 52 Seiten, 25 Franken. Elisabeth Schlumpf sammelt weiter Alterswitze. Kennen Sie noch welche? Sie können uns diese gerne zusenden: Grosseltern-Magazin, «Witz», Kronengasse 4, 5400 Baden oder an redaktion@grosseltern-magazin.ch
Hightech in Natur Das Liforma Federelement besteht aus je 40 flexiblen Trimellen auf zwei Ebenen – die obere federt, die untere stützt. Die Naturlatexholme dazwischen sorgen dafür, dass die beiden Ebenen miteinander kommunizieren und sich Ihrem Körper optimal anpassen. Ein cleveres System mit nur einem Ziel: den besten Schlaf, den Sie je hatten. Weitere Informationen unter: www.huesler-nest.ch
begegnen, degustieren, kaufen, essen & trinken – Am Slow Food Market treffen sie in lebhafter Marktatmosphäre auf rund 250 nationale und internationale Lebensmittelhersteller. Lernen Sie deren Handwerk kennen, probieren und kaufen Sie ihre Erzeugnisse und geniessen Sie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sowie Speis und Trank am schweizweit einzigartigen Slow Food Market.
Ideeller Träger und Partner:
Presenting Sponsor
Medienpartner:
boowski.ch
Partner:
Sonderschau:
~ Kolumne ~ GROSSMÜTTERREVOLUTION
57
Bahnhofs-Zvieri
I
ch habe sie genossen, die Bahnhofs-Zvieri mit meinen beiden Enkelsöhnen. Als Tochter eines Lokomotivführers sollte ich das ja auch. Ich behaupte jedoch, meine beiden Enkel liebten diese Bahnhofsaufenthalte genauso. Die beiden besuchten eine Kindertagesstätte in Zürich. Ihr Heimweg führte über den Hauptbahnhof. Die Zwillinge waren ungefähr 18 Monate alt, als ich sie das erste Mal am Nachmittag in der Kita abholen durfte. Ich nahm einen Zvieri mit, etwas zu trinken und viel Zeit. Im Hauptbahnhof suchten wir einen Gepäckwagen am Anfang der Geleise und setzten uns gemütlich hin. Das Weggli und das Schoggistängeli blieben in ihren Händen, denn es gab ja so unglaublich viel zu bestaunen. Ich wusste bis dahin auch nicht, dass dieser Bahnhof eine solche Faszination ausstrahlte. Die Köpfe der beiden drehten sich, denn
Tasche und erklärte deren Inhalt. Die Zwillinge kommentierten die Lautsprecheransagen, bewegten sich ungeniert auf dem Gepäckwagen und vergassen auch den Zvieri nicht. Als sie fast fünfjährig waren, funktionierten die Jungs den Gepäckwagen zum virtuellen Zug um. Einer war Lokomotivführer und Gleisarbeiter in einer Person, der andere Kondukteur, und ich durfte die Reisende spielen. Natürlich wurde mein Bahnbillett kontrolliert. Als fast sechsjährige Buben waren ihnen die Abläufe im Bahnhof bekannt. Ich spürte, dass dieses Zvieriritual an Spannung verlor. Einmal noch ging ich mit ihnen hin, drückte jedem einen Fotoapparat in die Hand und bat sie, ihre persönlichen Fotos zu machen. Der eine fotografierte Züge und Menschen, der andere kroch unter den Gepäckwagen und machte Fotos von der Deichsel. Es sei etwas kaputt und er müsse die kaputte Stelle fotografieren,
da pfiff der Kondukteur und winkte mit einer weissen Karte, damit der Zug auf dem Gleis hinter uns abfahren konnte. Schon fuhr auf dem Gleis vor uns ein Zug ein. Viele Menschen drängten auf das Perron und an uns vorbei. Da kamen zwei Gleisarbeiter, um die Lokomotive abzukoppeln. Der Lokomotivführer stieg aus und wischte die Stange beim Ausstieg ab, damit der nachkommende Lokomotivführer nicht tote Insekten an den Händen hatte. Schon stiegen die Reisenden ein, und bald machte sich der Kondukteur am orangen Abfahrtssignal-Kasten zu schaffen. Alles war für die beiden spannend, ja sogar aufregend. Als die beiden älter wurden, verliefen die Zvieri etwas anders. Es kamen die Fragen, was denn der Kondukteur in seiner Tasche habe? Netterweise öffnete ein sehr freundlicher sogar seine
meinte er zu seinen technischen Bildern. Heute sind sie im Kindergarten, und die Zeiten auf dem Gepäckwagen am Hauptbahnhof sind vorbei. Wir haben bereits andere Zvierirituale ausprobiert, die uns auch viel Spass machen. •
MARGOT BRYNER aus Winterthur war diplomierte Sozialarbeiterin, ist zweifache Grossmutter und Mitglied der Kolumnengruppe der GrossmütterRevolution. Weitere Kolumnen und Infos: www.grossmuetter.ch
~ Grossmütterforum 2016 ~
ZWISCHEN ABHÄNGIGKEIT UND AUTONOMIE: GENERATIONEN IM DIALOG Welche Erwartungen und Wünsche haben wir in Bezug auf unsere Selbstbestimmung und Autonomie? Was möchte die andere Generation in unserer Familie, unserem Umfeld, der Gesellschaft? Kenne ich deren Erwartungen und deren Ängste? Und wie können und wollen wir damit gemeinsam umgehen? Am diesjährigen GrossmütterForum möchten wir, zusammen mit der Generation der Grosseltern und deren Söhnen und Töchtern, darüber ins Ge-
spräch kommen, Erfahrungen austauschen und Ideen entwickeln. Professor Dr. François Höpflinger, Generationenforscher, und Dr. Heidi Witzig, Spezialistin für Gender- und Alltagsgeschichte, werden unseren Dialog fachlich bereichern, das Playback Theater WIR und JETZT unsere Diskussionen auf die Bühne bringen. Kommen Sie mit der jüngeren respektive älteren Generation in einen inspirierenden Dialog über ein Thema, das uns alle etwas angeht. # 11 ~ 2016
Zeit: Samstag, 3. Dezember, 9 bis 17 Uhr. Ort: fhnw Olten (hinter dem Bahnhof) Kosten: 50 Franken; mit Generationenrabatt 80 Franken für zwei Personen. Anmeldung und Informationen: www.grossmuetter.ch
~ Service ~ UNTERWEGS
58
Von MAREN TROMM (Text) und MARIE-ANNE SPROSS (Illustration)
SCHAFFHAUSEN
5 8
6
HOF BAHN
4
2
9
3
7
1
# 11 ~ 2016
~ Service ~ UNTERWEGS
59
Der Rheinfall ist ein spektakuläres Naturschauspiel, und die Festung Munot fasziniert ritterbergeisterte Buben und Mädchen. Auch sonst hat Schaffhausen viel zu bieten. Zum Beispiel ein interessantes Museum, ein tolles Kletterzentrum und ein charmantes Café. WAS WIE WO 1
3
5
8
RHEINFALL Das eindrückliche Naturschauspiel erläuft man sich am besten vom Schloss Laufen aus. Der Weg führt Richtung Süden am Fluss entlang bis nach Nohl. Dort über die Brücke, dann
FESTUNG MUNOT Die Zirkularfestung ist das Wahrzeichen von Schaffhausen. Sie thront über der Stadt und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Hinauf gelangt man über eine lange Treppe entlang des Rebberges.
FELSENTÄLI Das kleine Pflanzen- und Tierschutzgebiet ist entstanden, weil der Hemmentalerbach hier einen Felsriegel durchbrochen hat. Der Weg ist nicht lang. Bus 4 zur Haltestelle Fel-
KSS SPORT- UND FREIZEITANLAGE Das KSS ist immer einen Besuch wert: Im Winter locken eine Kunsteisbahn, Curling, Eisstockschiessen, ein Hallenbad mit Rutsche, Biosauna und Well-
flussaufwärts spazieren und den Rheinfall geniessen. Am Schloss Wörth kann man etwas essen. Weiter dem Rhein folgend steht man schon bald über dem Wasserfall. Zurück zum Ausgangspunkt führt eine Eisenbahnbrücke. Wanderzeit circa 1 Stunde. Haltestelle Schloss Laufen. 8445 Dachsen
Oben angekommen, gibt’s zwar kein Museum, dafür aber Führungen und eine fantastische Aussicht. Ganzjährig geöffnet, im Sommer ab 8 Uhr, im Winter ab 9 Uhr, Imbissbude. Munotstieg 17
sentäli.
ness-Landschaft, im Sommer ein Freibad mit vielfältigen Angeboten. Erwachsene 8 Franken, Kinder bis 16 Jahre 4 Franken, Kinder unter 6 Jahren gratis. Wellness-Landschaft (ab 16 Jahren) 23 Franken. Breitenaustrasse 117
www.rheinfall.ch
2
STADTBUMMEL Wer mit dem Zug anreist, ist im Nu in der autofreien Altstadt, die mit ihren Erkern und verzierten Häusern Gross und Klein zu einem gemütlichen Stadtbummel einlädt. Sucht man mehr Bewegungsfreiheit für die Kinder und Ruhe für sich selbst, erreicht man in kurzer Zeit die StadtparkPromenade mit Spielplätzen und viel Grün. www.schaffhauserland.ch
www.munot.ch
4
NATURLEHRPFAD HALLAU Auf dem 2,6 Kilometer langen Pfad begegnet man einer Vielzahl von Pflanzen. Die Informationstafeln vermitteln Wissen, zum Beispiel, dass die Früchte der Rosskastanie einst eine Medizin für hustende Pferde waren und daher den Namen Rosskastanie tragen. Zudem hat man eine herrliche Aussicht auf den Klettgau. Mit dem Bus/Zug nach Hallau Post, zu Fuss bis zur Picknickstelle «Tisch und Bänk». Kinderwagentauglich. Herrenacker 15 www.hallau-tourismus.ch
6
KLETTERZENTRUM Eine speziell für Kinder entwickelte Kletterwand bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade. Dazu gibt es einen Boulder-Raum und einen Indoor-Hochseil-Klettergarten. Hallenturnschuhe mitnehmen. Erwachsene 24 Franken, bis 20 Jahre 18 Franken, bis 16 Jahre 10 Franken, unter 6 Jahren gratis. Ebnatstrasse 65. www.aranea.ch
7
MUSEUM ZU ALLERHEILIGEN Das kulturelle Highlight der Stadt bietet Ausstellungen zu Archäologie, Geschichte, Kunst und Natur sowie die Sammlung Ebnöther. Kinder lieben vor allem die naturkundliche Abteilung. Erwachsene 12 Franken, bis 25 Jahre gratis, erster Samstag im Monat für alle gratis. Klosterstrasse 16 a www.allerheiligen.ch
# 11 ~ 2016
www.kss.ch
9
KAFFEEMACHEREI BOHNENBLÜHN Wer sich vor oder nach der Stadtbesichtigung stärken will, kann das im charmanten Café Bohnenblühn tun, das nur 3 Minuten Fussmarsch vom Bahnhof entfernt liegt. Es gibt Kaffee, Salsizplättli, selbst gebackenen Kuchen sowie Babyccino und warme Schoggi oder Sirup für die Kleinen. www.bohnenbluehn.ch
Mehr Informationen: www.schaffhauserland.ch
~ Service ~ UNTERWEGS
60
Gefaltetes Gestein Der ausgeschilderte Rundweg Gole della Breggia gibt faszinierende Einblicke in die Geologie des Südtessins. Von TONI KAISER (Text und Foto) START/ZIEL Balerna/Centro Breggia
CHARAKTERISTIK Rundweg mit Infotafeln
AN-/RÜCKREISE Zug nach Balerna und Bus oder ¼ h zu Fuss Richtung Castel San Pietro
ZEIT 3 Stunden
ROUTE Vom Info Center/Mulino del Ghitello auf der orogr. rechten Bachseite zum See, weiter bis Punta dal Farügn, über den Bach, orogr. links bis Punta da Canaan queren (vorher kurz zur zerfallenen Mühle), hinauf nach Castel San Pietro zur berühmten Chiesa Rossa aus dem 14.Jh., wieder hinunter zur Punta da Canaan, zurück zur Punta dala Chiusa, zum historischen Zementwerk und zur Punta Bira, und auf dem gleichen Weg zurück zum Info Center.
HÖHENDIFFERENZ Auf-und Abstieg je 300 Höhenmeter
AUSRÜSTUNG Schuhe mit fester Sohle
EINKEHREN
G
ut 100 Millionen Jahre – das ist eine unvorstellbar lange Zeit. Und doch gibt es in der Schweiz einen Ort, wo man diese in den Gesteinsschichten dokumentierte Zeitspanne der Erdgeschichte lückenlos sehen kann. Der ausgeschilderte Rundweg Gole della Breggia mit Start und Ziel in Balerna/Centro Breggia gibt faszinierende Einblicke in die Geologie des Südtessins. Denken würde man das ja nicht, wenn man im verkehrsgeplagten Chiasso an der Grenze steht. Denn hätte man die Autobahn kurz vorher in Balerna verlassen, stünde man schon nach wenigen hundert Metern vor einer Schlucht, die genau das zeigt – vor der Gole della Breggia. Hier hat sich das Wasser aus dem Valle di Muggio in Jahrmillionen tief in den Boden eingegraben. Und das so eindrücklich, dass auch der nicht speziell an Geologie interessierte Wanderer sich angesichts der eigenwillig geschichteten Felsstrukturen verwundert
Mulino del Ghitello, 091 682 20 61
die Augen reibt. Aus dem Bach erheben sich Felsen, die in dünne Scheiben aufgeschnitten sind. Es sind Formationen, die erdgeschichtlich die Zeit vom Jura bis zum Tertiär, also über gut 100 Millionen Jahre, in ihrer Vollständigkeit so einzigartig dokumentieren, dass hier 2001 der erste Geopark der Schweiz eröffnet wurde. Er gibt auf rund 12 Kilometern markierten Wegen mit gut zwei Dutzend Geostops faszinierende Einblicke in die Geologie des Südtessins. Und dazu findet der Besucher in der Breggia-Schlucht auch eine faszinierende Flora und Fauna mit Wasseramseln, Forellen, Fröschen, seltenen Amphibien und Reptilien. •
# 11 ~ 2016
WANDERKARTE LK 1:25000, 1373 Mendrisio
INFOS Fondazione Parco delle Gole della Breggia, Morbio Inferiore, 091 690 10 29; im Info Center am Parkeingang gibts Gratisbroschüren mit dem Wegnetz. Für Führungen: 091 682 20 16.
TIPPS Die renovierte und zeitweise wieder in Betrieb genommene Mulino del Ghitello beim Info Center am Parkeingang besichtigen. Zementpfad (geführte Tour): zeigt alles vom Brechen des Kalksteins in den Stollen über dessen Bearbeitung bis zur Lagerung des fertigen Zements in Silos. www.parcobreggia.ch
Weitere Wandertipps finden Sie im Wandermagazin SCHWEIZ. Gerne senden wir Ihnen ein kostenloses Probeexemplar zu, bitte Stichwort «Grosseltern» angeben. Tel. 032 626 40 30, E-Mail: wandermagazin@rothus.ch oder www.wandermagazin.ch
~ Service ~ UNTERWEGS
61
~ Agenda ~
DATEN UND TERMINE ZUM MERKEN
~ Brauchtum ~
GANSABHAUET Die Gansabhauet in Sursee ist ein Überbleibsel eines ehemals in ganz Europa verbreiteten Brauchtums und Spiels mit dem Federvieh. Frauen und Männer jeden Alters versuchen mit verbundenen Augen, mit einer Sonnenmaske und einem roten Mantel bekleidet, eine aufgehängte tote Gans in einem einzigen Säbelhieb herunterzuhauen. Zwischen den einzelnen Schlägen können sich die Kinder beim «Stangechlädere» ein Geschenk sichern, beim «Sackgompe» gegeneinander antreten oder sich beim «Chäszänne» mit einer möglichst verrückten Grimasse ein Stück Käse verdienen. ~MB Freitag, 11. November Programm: 15 Uhr Einzug, 15.15 Uhr «Gansabhauet», «Stangechlädere», «Sackgompe» und «Chäszänne», 17.15 Uhr «Räbeliechtliumzug». www.sursee.ch
~ Sonderausstellung ~
TEDDYBÄREN «Für Kinder nur das Beste» Unter diesem Titel läuft eine Sonderausstellung im Teddybär Museum Baden. Sie zeigt einen Blick auf die Kindheit der aussergewöhnlichen Margarete Steiff, der Erfinderin des Teddybären. Ausserdem sind im ganzen Museum auf drei Stockwerken Hunderte von Teddybären und antiken Spielsachen ausgestellt. Und für alle, die nicht nur mit den Augen schauen wollen, hat es neu eine Bärenspielwand. ~MB Teddybär Museum, Obere Halde 24, Baden. Öffnungszeiten: Mittwoch, Samstag und Sonntag 13.30 bis 17 Uhr. www.teddybaermuseum.ch
29.10.16 – Frauenfeld
13.11.16 – Chur
KRIMI IM SCHLOSS
DIE GROSSE REISE
Klein und Gross gehen geheimnisvollen Fährten im Schloss nach. Mit den richtigen Indizien aus dem Mittelalter können die mysteriösen Fälle gelöst werbden. Familienworkshop für Familien mit Kindern ab 9 Jahren. Preis 18 Franken pro Familie (max. 2 Erw. und 3 Kinder). 14-16 Uhr. Anmeldung: 058 345 73 80. Historisches Museum Thurgau, Schloss Frauenfeld
Ein umgebauter Amsterdamer Linienbus nimmt die Kinder mit auf eine Reise um die ganze Welt. Als Kind reiste Judith Nab mit ihren Eltern ein halbes Jahr mit einem Bus umher. Dieses Erlebnis hat die niederländische Künstlerin in «Die grosse Reise» verarbeitet. Preis: 20 Fr., um 11, 14 und 15 Uhr. Theater Chur
www.historisches-museum.tg.ch 6.11.16 – Solothurn
FRISCHE FISCHE Mit Tempo und Witz erzählt Simone Wyss eine afrikanische Geschichte über Freundschaft, Gier und Versöhnung. Sie spielt mit Tischmarionetten und ist, zusammen mit dem Musiker Drissa Sanon, selbst Teil der Geschichte. Ab 4 Jahren. Preis: 25 Fr., Kinder 10 Fr.. 11 Uhr , Altes Spital, Oberer Winkel 2. Weitere Vorstellungen: 11.12.16, 15.1.und 5.3.17
www.altesspital.ch 6.11.16 – Zürich
WORKSHOP MITTELALTER Wie schwer ist ein Schwert? Wie funktioniert eine Armbrust? Womit hat man sich geschminkt? Das und mehr erfährt man beim Workshop für Familien und Kinder ab 7 Jahren. Preis 10 Fr., Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre gratis. 15.15 - 16.45 Uhr, Landesmuseum Zürich. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, Reservation: 058 466 66 00, reservationen@snm.admin.ch
www.theaterchur.ch 16.11.16 – St.Gallen
BESUCH BEI DER POLIZEI Was macht ein Polizist den ganzen Tag? Wie sieht ein Polizeiauto von innen aus? Die Führung bei der Stadtpolizei St.Gallen liefert die Antworten. Für Kinder ab 4 Jahren mit einer Begleitperson. Preis: 15 Fr. pro Familie. Treffpunkt: Eingang Stadtpolizei, Vadianstr. 57, St.Gallen. Anmeldung bis 9.11.: events@ekidz.ch, 071 543 00 75
www.ekidz.ch 20.11.16 – Liestal
BUCH, REIM UND SPIEL Mit der Leseanimatorin Fabienne Iten-Steiner. Für Kinder von 1-3 Jahren mit erwachsener Begleitperson. Kollekte. 11 bis 11.30 Uhr. Kantonsbibliothek Baselland
www.kbl.ch 23.11.16 – Zürich
KINDERDISCO
11.11.-13.11.16 – Mendrisio
Die Musik ist melodiös und in kindergerechter Lautstärke: Kinderlieder, Worldmusic, Oldies, Funstyle mit DJ Chris. Für Kinder von 2-8 Jahren mit erwachsener Begleitperson. Preis: 10 Fr., Kinder 8 Fr., Familien 25 Fr., 14.3016.30 Uhr. Volkshaus Zürich
SAN-MARTINO-FEST
www.kinderdisco.ch
www.nationalmuseum.ch
Die «Fiera di San Martino» ist ein Treffpunkt – und dies seit fast 400 Jahren. Zwischen Marktständen mit landwirtschaftlichen Produkten und den Braunkühen treffen sich die Bauern, um zu handeln und zu plaudern. Die Atmosphäre ist fröhlich festlich, vor allem wenn die Sonne wärmt. Freitag bis Sonntag tutto il giorno (ganztägig).
www.ticino.ch
# 11 ~ 2016
23. bis 27.11.16 – Bern
DI WILLI DI NIT Das Theater Sgaramusch macht Theater, das Gefühle und Fragen herauskitzelt: «Die kniffligsten Fragen stellen neugierige Kinder. Die besten Antworten gibt man sich selbst.» Für Kinder ab 5 Jahren. Preis: 20 Fr., Kinder 10 Fr. Schlachthaus Theater Bern
www.schlachthaus.ch
~ Service ~ OUTDOOR-TIPP
62
Beim Gitterfeuer legt man Holzschichten quer aufeinander.
Ein Feuer im Regen Es regnet – nichts wie raus! Auch bei nassem Wetter kann man ein Feuer machen und viel erleben.
E
in Regenspaziergang mit den En-
in FSC-Qualität, Streichhölzer, kleine Äste,
legen Sie die Anzündhilfe auf den Turm,
kelkindern kann richtig spannend sein. Wie schmecken Regentropfen? Was hört man, wenn es regnet? Welcher Stein sieht besonders schön aus, wenn er nass ist? Wie verhalten sich die Tiere bei Regenwetter? Und wie schafft man es, trotz Nässe ein wärmendes Feuer zu entfachen? Für Letzteres eignet sich besonders das Gitterfeuer (oder Blockfeuer). Damit das Holz brennt, brauchen Sie Anzündhilfen
Holzspäne oder Birkenrinde als Zunder (alles wasserdicht verpackt) und einen alten Schirm. Suchen Sie in der Nähe von Bäumen nach möglichst trockenem Holz. Trocken ist es, wenn es beim Zerbrechen knackt. Legen Sie für die erste Schicht die Äste nicht zu dicht nebeneinander. Dann folgt die zweite Schicht quer dazu, so dass eine Art Gitter entsteht. Verfahren Sie so weiter und lassen Sie den Turm gegen oben hin schmaler werden. Gegen Schluss
bedecken sie mit Zunder sowie ein paar dickeren Ästchen. Zünden Sie das Feuer nun an. Halten Sie beim Anzünden den alten Schirm über das Feuer. So lässt es sich besser entfachen. Übrigens: Da der Holzstapel oben angezündet wird, entwickelt sich weniger Rauch. Wenn es also das nächste Mal regnet: Viel Spass beim Abenteuer in der Natur! •
Nur wer die Natur kennt und liebt, ist auch bereit, sie zu schützen. Fördern Sie als Grosseltern deshalb Naturerfahrungen und Umweltwissen Ihrer Enkelkinder, gehen Sie zusammen raus in die Natur! Zusammen mit dem WWF bieten wir Ihnen an dieser Stelle Ideen. Weiterführende Informationen Foto: Daniele Espinoza / WWF Schweiz finden Sie unter www.wwf.ch/grosseltern
Anzeige
DIE JUNGE MESSE FÜR ALLE – WEIL ALTER ZUKUNFT HAT Do Auss ppelte telle rzah l
11. – 13. NOVEMBER 2016
2x
MESSE LUZERN
•
D Auss oppelte telle rfläc he
WWW.ALTERSMESSE-LUZERN.CH
DIE MESSETHEMEN: FINANZEN | VORSORGE Foto: Daniele Espinoza / WWF Schweiz PENSIONSPLANUNG
NEU
Halle 1
BAUEN | IMMOBILIEN WOHNEN IM ALTER
LIFESTYLE50PLUS FREIZEIT | FERIEN | KULTUR # 11 ~ 2016
GESUNDHEIT UND WOHLBEFINDEN
ENGAGEMENT | SOZIALES INSTITUTIONEN
~ Service ~ REZEPT
SELBST GERÖSTETE MARRONI Von MARKUS FUETER (Text und Foto)
63 dann haben sie keine Luft zum Atmen. Wichtig ist es, die Marroni der Länge nach aufzuschneiden, sodass ein kleiner Spalt entsteht. Dieser wird sich während dem Rösten mehr öffnen. Passen Sie auf Ihre Finger auf, denn es braucht ein scharfes Messer und ziemlich viel Kraft, um die Marroni aufzuschneiden. Wer es einfacher haben will, kauft rohe eingeschnittene Marroni direkt beim Marronimann. Ein zusätzlicher Tipp ist, die Marroni vor dem Einschneiden eine Stunde in kaltes Wasser einzulegen. Dann ziehen sie zusätzlich Feuchtigkeit auf und garen je nach Sorte etwas schneller. NUR EINE LAGE IN DIE PFANNE Nach der Vorbereitung werden die Kastanien in der Marronipfanne verteilt. Wichtig
B
ei uns gehört es zur Tradition, dass wir dem Grossvater im Herbst beim Holzsammeln helfen. Wir müssen das gefällte, gespaltene und über den Sommer getrocknete Feuerholz aus dem Wald holen und im Holzschopf nach einer klar definierten Ordnung einräumen. Es ist wichtig, dass an einer Wand das Anfeuerholz, an der anderen die groben Scheite aus hartem Holz für eisige Wintertage und an der dritten Wand das leichtere Holz gestapelt ist. Der Grossvater meint jeweils, dass ein ordentlicher Holzschuppen beinahe gleich viel Freude bereitet wie ein guter Weinkeller. Keinesfalls darf bei dieser Tätigkeit ein schön loderndes Feuer im Freien mit selbst zubereiteten Marroni fehlen. Wir lieben es, ins Feuer zu schauen und den feinen
ist, sie nicht doppellagig einzufüllen: In die Pfanne passt maximal eine Schicht. Nun stellt man die Pfanne in die Glut hinein. Achten Sie darauf, dass Sie die Marroni bei dieser grossen Hitze häufig wenden, damit die Schale nicht verkohlt. Nach rund fünf Minuten oder sobald die meisten Schalen aufgeplatzt sind, entfernen Sie die Pfanne von der direkten Hitze und garen die Marroni am Feuerrand gut zehn Minuten bei regelmässigem Wenden weiter. Sind die Marroni richtig zubereitet, sollte sich die Schale ganz leicht lösen lassen. Wir wünschen «En Guete»! • Duft von Rauch und den Röstaromen der Marroni zu riechen. Das ist jeweils ein zauberhafter Moment für uns alle. SO WIRD ES GEMACHT Für die Zubereitung kaufen wir jeweils 150 bis 200 Gramm Marroni pro Person. Richtig gemacht, schmecken sie fantastisch – wie vom Marronimann. Als einzige Werkzeuge benötigt man ein scharfes Messer und eine Marronipfanne. Die Pfanne kann man beim Grossisten oder, mit etwas Glück, antik in einem Brockenhaus kaufen. Wie man das Feuer macht, kann jeder selbst entscheiden. Wer will, kann ein Gitterfeuer aufschichten (siehe Seite nebenan) und warten, bis es genug Glut hat. Die frischen Marroni sollten nicht einfach so über die Glut gehalten werden, denn # 11 ~ 2016
Markus Fueter ist gelernter Koch und kocht mit seinen Liebsten für seine Liebsten. Die hier von ihm vorgestellten Rezepte haben seine Grossmutter und seine Mutter an ihn weitergegeben.
64
BUNTSCHNECKEN Im Herbst findet man viele leere Schneckenhäuser. Mit Modelliermasse, Farbe und Pfeifenputzern haucht man ihnen im Handumdrehen neues Leben ein. Von MARIE-ANNE SPROSS (Text & Zeichnungen) und GEORG GINDELY (Foto)
# 11 ~ 2016
~ Service ~ BASTELN
Anzeige
SO GEHT'S
DAS BRAUCHT'S
Basteln Basteln Wolle Wolle Basteln Farben Wolle Farben
Farben www.bastelprofi.ch
www.bastelprofi.ch www.bastelprofi.ch
Ihr Schweizer Ihr Schweizer Ihr Schweizer Online Online Online Bastelshop Bastelshop Bastelshop
# 11 ~ 2016
~ Service ~ HÄKELN
66
KÖNIGLICHE TEELICHTER In der kühleren Jahrezeit ist es gemütlich, Teelichter auf den Tisch zu stellen. Besonders edel sind sie, wenn sie mit gehäkelten Kronen geschmückt sind. Von BEA BORNER (Text) und CHRISTIAN M. WESTERMANN (Foto)
MATERIAL, WERKZEUG • 1 Knäuel feines Baumwollgarn oder dünne Wolle, 50 g/180 m • Häkelnadel Nr. 2.5 • Wollnadel zum Vernähen • Textilhärter, z.B. Powertex-Textilhärter farblos • Pinsel • Teelichtglas, hier passend auf GALEJ von Ikea
ALLGEMEIN Mit dem Boden der Krone beginnen. Man arbeitet das ganze Häkelstück bis zu den Kronenspitzen stets in Runden (= Rd). Zu Beginn einer Rd werden 3 Luftmaschen (= Lftm) gehäkelt, am Ende der Rd 1 Kettmasche (= Km) in die 3. Anfangsluftmasche häkeln und so den Kreis schliessen. Dies zählt als ein Stäbchen (= Stb). Stets von * bis * wiederholen.
ARBEITSABLAUF 1. Erste Runde: In einen Fadenkreis 12 Stb häkeln, den Fadenkreis zusammenziehen. 2. Zweite Runde: In jedes Stb der Vorrunde 2 Stb häkeln. 3. Dritte Runde: *1 Stb, in die nächste Masche 2 Stb häkeln*. Von *zu* wiederholen. 4. Vierte Runde: *2 Stb, in die nächste Masche 2 Stb häkeln* (= 48 Stb). 5. Fünfte Runde: In jedes Stb der Vorrunde 1 Stb häkeln. 6. Sechste und siebte Runde: *4 Stb, 1 Lftm*. 7. Achte bis elfte Runde: *4 Stb, 2 Lftm*. 8. Zwölfte Runde: *4 Stb, 3 Lftm*.
9. 13. Runde: *6 Lftm, in die Lftm der Vorrunde 2 fM*. 10. 14. Runde: *In den Lftm-Bogen 1 fM, 1 halbes Stb, 3 Stb, 1 halbes Stb, 1 fM häkeln. 1 fM zwischen die beiden fM der Vorrunde*. 11. 15. Runde: *In das mittlere Stb der Vorrunde 4 Stb, 1 Pikot, 4 Stb häkeln. (Pikot = 4 Lftm, 1 fM in die zweite Lftm, 1 halbes Stb in die dritte Lftm, 1 Stb in die vierte Lftm). 1 fM in die fM der Vorrunde*. 12. Die Fäden vernähen. 13. Ausarbeiten: Die Häkelkrone mit dem Textilhärter einstreichen, über das Teelichtglas stülpen und trocknen lassen.
SCHWIERIGKEIT Mittel
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift «manuell». Das Magazin für Textilarbeit und Werken erscheint zehnmal jährlich. Abos und Einzelhefte: Tel. 058 344 95 25 oder www.manuell.ch # 11 ~ 2016
~ Service ~ DIGITAL
67
~ Tipps von Swisscom Academy ~
~ Dubsmash ~
VIDEOS MIT SYNCHRONSTIMMEN
NOTIZEN-APPS: IHR DIGITALES GEDÄCHTNIS
Die App «Dubsmash» erstellt kurze Videos, in denen man selbst, das Enkelkind oder andere Familienmitglieder zu sehen sind. Zu hören sind allerdings die Stimmen von berühmten Sängern, Schauspielerinnen oder Tieren. Die App unterstützt einen dabei, die Mundbewegung perfekt zu imitieren, so dass es tatsächlich wirkt, als würde man selbst, der Enkel oder besser noch die ganze Familie das Lied, den Spruch oder das Tiergeräusch von sich geben. Ein grosser Spass – nicht nur für Kinder. ~MT
Gedanken sind flüchtig. Ohne Stift und Notizbuch hält man Ideen, Einkaufsund To-Do-Listen am besten auf dem Smartphone fest, das man immer dabei hat. Vorinstallierte Notizen-Apps gibt es auf iPhones (Notizen) und AndroidGeräten (Memo). Sie bieten viele Vorteile gegenüber dem klassischen Notizzettel:
«Dubsmash», für iOS und Android. Gratis und werbefrei, aber mit Registrierungspflicht.
Sicher speichern: Digitale Notizen werden in der Cloud gespeichert. Somit können sie bequem auf dem Tablet oder Computer zuhause abgerufen werden – auch bei Verlust des Smartphones. Mit der Familie teilen: Übernimmt der Ehemann spontan den Wocheneinkauf, lässt sich die Einkaufsliste von unterwegs via SMS, WhatsApp oder E-Mail verschicken. Bilder und mehr einbauen: Das Rezept von Freunden kann in der App mit einem Foto illustriert werden. Ist Ihnen das Tippen zu umständlich? Dann nehmen Sie Ihre Notiz als Sprachnachricht auf. Nichts mehr vergessen: Notizen lassen sich mit Erinnerungen verknüpfen. So vergessen Sie nicht, das Geburtstagsgeschenk für den Schwager zu kaufen.
~ Best Fiends ~
PUZZLEN Best Fiends ist ein logisches Puzzlespiel, in dem man zusammenpassende Objekte miteinander kombiniert, damit sie verschwinden. Dazu legt man seinen Finger auf das Objekt und fährt anschließend über alle dazu passenden Objekte. Dies alles geschieht in einer bunt animierten Welt, in der man mit Insekten befreundet ist und und mit ihnen gegen bösartige Schnecken kämpft. ~MT «Best fiends», für iOS und Android. Ab 4 Jahren. Gratis.
Wollen Sie Ihr Smartphone noch besser kennenlernen und die Funktionen Schritt für Schritt entdecken? Besuchen Sie die Grundkurse Digital von Swisscom Academy. Anmeldung und weitere Infos unter www.swisscom.ch/kursangebot oder 0800 33 55 77.
Ein Artikel in Zusammenarbeit mit
# 11 ~ 2016
~ Service ~ SPIELEN
68
~ Aus alter Zeit ~
Öchslistupfa
~ Gedächtnisspiel ~
DER LANGSAME LÖWE LEO
von PETER GRAF (Text) und PAULA TROXLER (Illustration)
Pünktlich um acht Uhr morgens macht sich Löwe Leo
B
ekannt war dieses Spiel fast überall, nicht nur in der Schweiz. Aber hierzulande war es besonders verbreitet, zum Beispiel unter den Namen Öchslistupfa (im Schanfigg), Bocksfutter (in Appenzell), Chelle kriege (in Bern) oder Jeu du corbeau (im Val de Bagnes). Um das Spiel zu spielen, braucht es Holzstäbe und Schnüre. Zwei Spieler gehen in die Hocke, und man schiebt ihnen einen
Stab quer in die Kniekehlen. Die Arme umschliessen den Stab ausserhalb der Oberschenkel und in Höhe der Armbeugen. Dann werden den Spielern vor den Knien die Hände zusammengebunden. Anschliessend schiebt man beiden je einen Stock in die Handflächen. Wenn das Spiel beginnt, versuchen sie sich mit diesem Stock gegenseitig umzustossen. Wer umfällt, hat verloren. •
Aus: «Tumme, Böckli, Stigeligumpe: 50 Schweizer Spiele aus alter Zeit», Applaus Verlag, 144 Seiten, 48 Franken.
# 11 ~ 2016
auf den Weg zum Coiffeur. Affe Bobo schliesst seinen Salon erst abends um acht Uhr, doch Leo plaudert fürs Leben gern mit anderen Tieren und verplempert ständig wertvolle Zeit. Die Spieler überlegen gemeinsam, wie sie es schaffen, dass der Löwe dennoch rechtzeitig ankommt. Um die passenden Wegkarten aufzudecken, müssen sie die richtigen Handkarten ausspielen, was gar nicht so einfach ist. Das für das Kinderspiel des Jahres 2016 nominierte Spiel entfaltet seinen vollen Reiz oft erst im zweiten oder dritten Durchgang, wenn ein gutes Gedächtnis und vorausschauendes Denken gefragt sind. Dann wird diskutiert und beratschlagt, gelacht und gestöhnt, wenn Leo mal wieder seine Zeit verplempert. ~MT «Leo muss zum Frisör», Abacusspiele, für 2 bis 5 Spieler, ab 6 Jahren, Spieldauer 30 Minuten, ca. 25 Franken.
~ Service ~ SPIELEN
~Kartenspiel ~
SCHUMMELN ERLAUBT Kinder lieben es, ein bisschen zu schummeln. Gleichzeitig finden sie es wichtig, dass Regeln eingehalten werden. Geht beides? Ja, es geht: im Spiel «Mogelmotte». Die Spieler versuchen, ihre Handkarten loszuwerden, indem sie eine Karte ablegen, deren Wert um eins höher oder niedriger ist als die oberste Karte des Spielstapels. Neben den Zahlenkarten gibt es Tierkarten, bei denen besondere Aktionen gefordert sind. Bei der Mücke beispielsweise müssen alle Spieler so schnell wie möglich mit der flachen Hand auf die Karte schlagen. Wer zu langsam ist, bekommt von jedem Spieler eine Karte geschenkt. Dies hat zur Folge, dass fast alle Aktionen allen Spielern Aufmerksamkeit abverlangen. Genau an dieser Stelle kommt der Mogelfaktor ins Spiel. Während alle gleichzeitig auf die Mückenkarte schlagen, kann ein Spieler ganz dezent eine Karte fallen lassen, im Ärmel verstecken, hinter sich werfen oder was auch immer ihm einfällt. Schwupps, und schon hat er eine oder zwei Karten weniger. Dies ist ausdrücklich erlaubt. Aber Achtung: Ein Spieler ist die Wächterwanze. Er darf
selbst nicht mogeln, sondern muss versuchen, die anderen Spieler beim Mogeln zu erwischen. Gelingt ihm dies, darf er dem erwischten Spieler eine Karte von seiner Hand schenken und ihm sein Wächteramt übergeben. Ein spannendes und witziges Spiel für Zwischendurch. Übrigens: Das Spiel wurde von zwei Kindern, Emily und Lukas Brand, erfunden. ~MT «Mogelmotte», Schmidt Spiele/Drei Magier, 3 bis 6 Spieler, ab 7 Jahren, ca. 14 Franken
Anzeige
BERNEXPO, 12.–15.10.2017 an der / à la
www.famexpobaby.ch Veranstalter
Organisationspartner
Partner
# 11 ~ 2016
69
~ Service ~ BUCHTIPPS
70 ~ Familiensaga ~
VIER STARKE FRAUEN UND EIN SEIDENTUCH Als ich die Erinnerungen von Lorenz und Tresa Tomaschett aus der Surselva las (siehe Seite 34), kam mir das Buch «Das grüne Seidentuch» in den Sinn, das ich vor einigen Jahren gelesen hatte. In der Familiensaga werden ebenfalls vergangene Zeiten im Bünderland lebendig. Marcella Maier schildert die Lebensgeschichten ihrer Ururgrossmutter Alma, die im Bergell lebte, ihrer Urgrossmutter Lisabetta, die ins Engadin zog, ihrer Grossmutter Maria und ihrer Mutter Nina. Zusammengehalten werden sie vom titelgebenden grünen Seidentuch, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Marcella Maier schildert ihre Vorfahrinnen als tapfere Frauen, die ihren Lebensmut allen Widrigkeiten und Entbehrungen zum Trotz nie verloren haben. Dabei wird nicht nur die Geschichte der Familie, sondern auch die des Engadins und des Bergells lebendig. ~GG «Das grüne Seidentuch», Marcella Maier, Piper Verlag (Taschenbuch), Montabella Verlag (gebundene Ausgabe). 238 Seiten, 15.50 Franken (Taschenbuch) resp. 29.50 Franken (Hardcover). Auch als Hörbuch erhältlich, Chinderwält Verlag, ab 39 Franken.
~ Bilderbuch ~
BÖSE TIERE, LIEBE TIERE Die Bauernhoftiere versuchen, sich mit kleinen Gemeinheiten zu übertrumpfen. Nur das Pferd scheint selbst dafür zu brav. Doch als eine Maus vorbeihuscht, hebt das Pferd den Huf und tritt auf die Maus. Alle sind fassungslos: Eine Maus zu zertreten ist nicht nur böse, sondern furchtbar gemein. Das Pferd aber sieht die Katze funkelnd an und verlangt, dass sie das Mausen in Zukunft bleiben lässt. Die Katze nickt und geht. Dann hebt das Pferd den Huf: «Danke!», fiept die Maus, die sich im Hufeisen verstecken konnte. Zum wiederholten Mal arbeiten Lorenz Pauli und Kathrin Schärer zusammen, ihr bisher bekanntestes Werk ist «Mutig, mutig». Ihr neues Buch «Böse» erzählt erneut eine zeitlose Geschichte mit überraschenden Wendungen und ist wunderbar illustriert. ~GG «Böse», Lorenz Pauli & Kathrin Schärer, Atlantis Verlag, 32 Seiten, ab 4 Jahren, 24.90 Franken.
Anzeige
Engagement
Für Pro Senectute Aargau können sich alle engagieren! Ob in Form eines freiwilligen Engagements oder als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter, um ältere Menschen im Alltag ganz direkt mit konkreten Dienstleistungen zu unterstützen, ob als Spenderin oder Spender, um die tägliche Arbeit unserer Organisation möglich zu machen, oder als Strickerin oder Stricker bei der Charity-Aktion «Das Grosse Stricken». Und Sie? Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!
# 11 ~ 2016
• Ortsvertretungen in den Gemeinden • Mittagstischleitungen • Leiterinnen und Leiter von Freizeitund Feriengruppen • Mithilfe bei «Generationen im Klassenzimmer» • Sportgruppenleitungen / Erwachsenensportleitungen • Kursleitungen • Mitarbeitende im Bereich Hilfe zu Hause www.ag.pro-senectute.ch Telefon 062 837 50 70 Mail info@ag.pro-senectute.ch Postkonto 50-1012-0
~ Service ~ TIPPS VOM KINDERARZT
71
Fernsehsüchtig Von PAUL W. MEIER, THOMAS BAUMANN (Text) und DESCIENCE (Illustration)
Der Fernseher fasziniert Kinder. Aber er hat grosse Nachteile – zehn davon haben wir aufgelistet.
F
ernsehbilder sind nie wirkungslos. Je jünger die Kinder sind, desto weniger durchschauen sie filmische Tricks, desto eher erschrecken sie über dramatische Szenen, Gewalt und Bedrohungen. Bis zum sechsten Lebensjahr sind Kinder nicht in der Lage, zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu unterscheiden. Erst mit etwa sieben Jahren stellen sie den Zusammenhang zwischen einzelnen Szenen her und begreifen den Handlungsstrang. Und erst um das zwölfte Lebensjahr verfolgen sie filmische Handlungen ähnlich wie Erwachsene. Kinder unter drei Jahren sollten gar nicht fernsehen. Zwischen dem vierten und fünften Lebensjahr sollten es höchstens 35 Minuten täglich sein. Ab dem sechsten Lebensjahr sollte es nicht mehr als höchstens eine Stunde täglich sein. Vorschulkinder sollten mindestens zwei fernsehfreie Tage pro Woche einhalten. ZEHN NACHTEILE DES FERNSEHENS
• Fernsehen macht dick! Je mehr Kinder fernsehen, desto dicker werden sie. • Fernsehen verhindert aktives Spiel mit Gleichaltrigen oder Erwachsenen. • Fernsehen zerstört die Kommunikation. • Fernsehen verhindert das Lesen. Lesen braucht viel mehr Nachdenken und för-
•
•
•
•
•
dert dies auch. Der Wortschatz eines Kindes, das viel liest, ist viel grösser als der anderer Kinder. Fernsehen im Übermass führt zu Schulschwierigkeiten. Durch das viele Fernsehen bleibt zu wenig Zeit für Hausaufgaben, Lesen und Verarbeiten des Schulstoffes. Fernsehen verhindert sportliche Betätigung. Sport ist im Kindesalter sehr wichtig. Wenn die Zeit dazu wegen des Fernsehens fehlt, kann die Gesundheit leiden. Die Überflutung mit Werbung führt zu unnötigen materiellen Wünschen. Die Eltern und Grosseltern werden gedrängt, irgendwelchen Schrott einzukaufen. Fernsehen führt zu grösserer Gewaltbereitschaft des Kindes. Die Serienhelden lösen ihre Konflikte kaum nach differenzierten Überlegungen. Zusätzlich wird der Schein erweckt, als gäbe es für jedes Problem eine einfache Lösung. Fernsehen kann die Konzentrationsfähigkeit deutlich schmälern. # 11 ~ 2016
• Fernsehen führt zum «Montagssyndrom». Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen klagen, dass die Kleinen montags kaum zu beruhigen und ohne Konzentration sind, und sie führen das auf ein allzu opulentes Fernsehwochenende zurück. ALTERNATIVEN GIBT ES GENUG Wie nun aber mit dem Enkelkind umgehen, das fernsehen will? Es empfiehlt sich, die Sendungen zusammen auszuwählen und klar abzumachen, wie lange ferngesehen werden darf. Vorschulkinder sollten nie alleine vor dem Fernseher sitzen, und über das Gesehene sollte gemeinsam gesprochen werden. Noch ein Tipp: Alternativen zum Fernseher gibt es genug. Spielen Sie mit Ihrem Enkelkind, lesen Sie ihm vor, machen Sie einen Ausflug mit ihm! Daran haben das Kind und Sie letztlich viel mehr Spass als an einem Fernsehnachmittag. Je aktiver und intensiver jemand sein Leben lebt, desto unattraktiver wird der TV – für Kinder wie für Erwachsene. • Die Autoren sind Kinderärzte in Solothurn. Der Text stammt aus dem Buch «Informationen vom Kinderarzt», Verlag Hans Huber, und ist ungekürzt auch auf der Webseite www.paediatrieinfo.ch zu finden.
~ Service ~ GESUNDHEITSKOLUMNE
72
Wenn der Arzt Witze macht Humor ist auch in der Arztpraxis und selbst auf dem Sterbebett nicht verboten. Im Gegenteil: Humor kann entspannen, Schmerzen lindern und trösten.
Von EDY RIESEN (Text) und SOPHIE STIEGER (Foto)
D
iesen Sommer ist Dimitri gestorben, und einer meiner alten humorvollen Weggefährten ist pensioniert worden. An die beiden denke ich jetzt gerade. Dimitri war ein Poet mit Körper und Seele, mit Pinsel und Worten. Mein Kollege war ein Hausarzt wie aus dem Bilderbuch, ein Naturtalent in verschiedenen Sparten, und er erzählte seinen Patienten – wenn es passte – gerne einmal Witze in der Sprechstunde und bekam auch ab und zu welche zurück. Beide verstanden den feinen Humor, der nicht verletzt, sondern heilt. Der Duden definiert Humor als Fähigkeit und Gabe, den Unzulänglichkeiten der Welt, den Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen, sie nicht tragisch zu nehmen und über sie lachen zu können. Ich füge hinzu, dass humorvolle Menschen vor allem auch über sich selbst lachen können. DIE GESCHMÄCKER SIND VERSCHIEDEN Wie steht es mit dem Humor in der Sprechstunde und im Team der Praxis, auf dem Hausbesuch, unter Kollegen, im Pflegeheim, mit der Spitex, im Notfalldienst? Es könnte ja sein, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, finden, es gäbe nichts zu lachen in der Medizin. Der Geschmack für das, was man als Humor empfindet, ist sehr individuell ausgeprägt und auch von der Herkunft geprägt. Wenn ich schon nur an die alte, nicht ganz ernst gemeinte Rivalität zwischen Basel und Zürich denke (die Basler sind natürlich überzeugt, sie seien humorvoller), kann ich mir vorstellen, dass
ein Basler mit seinem Humor in Zürich ganz schön daneben liegen könnte. Noch viel delikater ist der Humor zwischen den «grossen Kulturen». Eine Britin hat nicht dieselbe Vorstellung von Humor wie eine Griechin, ein Deutscher empfindet nicht so wie ein Spanier. Wenn es nun um den Humor in der Sprechstunde geht, müssen sich Patient und Arzt gemeinsam auf die Suche machen. Es sind nicht nur Worte, es gibt auch die Körpersprache (die absichtliche oder unabsichtliche Pantomime). Wenn der Humor keine Resonanz findet beim Gegenüber, wenn es nicht zum Schwingen kommt, dann sollte man lieber darauf verzichten. Alle, die schon auf einer Bühne gestanden sind als Redner, Schauspieler, Sänger oder Kabarettist, kennen das schreckliche Gefühl, wenn nichts zurückkommt, und umgekehrt das Glücksgefühl, wenn das Publikum beginnt mitzuspielen. In diesem Sinne kann der Arzt auf authentische Art ein Angebot machen, Humor einzubringen oder den Humor des Patienten aufzunehmen. Einseitiger Humor funktioniert nicht. ES MÜSSEN KEINE GROSSEN SPRÜCHE HER Selbst beim Notfallpatienten, beim Sterbenden oder in Krisen ist Humor nicht verboten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Menschen gerade in Ausnahmesituationen ausgesprochen empfänglich sind für eine feine Prise Humor. Lächeln entspannt. Humor macht Hoffnung, lindert Schmerzen und Leid, baut # 11 ~ 2016
Edy Riesen, 67, ist als Hausarzt in Ziefen BL tätig. Er führt seine Praxis mit seinem Schwiegersohn und ist mehrfacher Grossvater.
73
Brücken zwischen den Menschen und tröstet. Es müssen keine grossen Sprüche her, die Situation alleine kann so komisch sein, dass alle erleichtert lächeln. Eine meiner lieben Patientinnen, «Madame Bonjour», begeistert mich immer wieder mit ihrem komischen Talent. Wie sie mir letzthin humorvoll eine Tagesreise mit dem GA per Zug, Bus und Schiff durch Täler und über Seen schilderte, war einmal mehr unübertrefflich. Für den Arzt gilt es in einer solchen Situation, lediglich den Humor aufzunehmen und sich mit dem Glücksbringer zusammen zu freuen.
Humor kann man nicht konstruieren. Er entsteht spontan, aus dem Moment heraus. Er ist einmalig und gerade dadurch so kostbar. Schon wenn man Stunden später die Situation zu schildern versucht,
die banalsten Handlungen wie das Aufstellen eines Liegestuhles humoristisch vergolden konnte. Und das war das Talent meines Arzt-Freundes, der im richtigen Moment einen Witz platzierte wie früher die Geschichtenerzähler im Orient ihre Gleichnisse, mit denen sie heilten. Wir müssen und können das nicht kopieren, aber ich glaube fest, dass wir von den grossen Clowns und Erzählern beim Zuhören, Zuschauen und Mitlesen viel lernen können. Sie beherrschen das Spiel an der Grenze zwischen Lachen und Weinen, zwischen kindlicher Freude und Traurigkeit. Befinden sich nicht viele Patienten genau in dieser Grenzsituation, wo sie diesseits und jenseits einer Gefühlsscheide einmal lachen und hoffen, dann wieder weinen und verzweifeln? Immanuel Kant meinte schon im 18. Jahrhundert, dass drei Dinge helfen würden, die Mühseligkeiten
ist der Zauber meist verflogen, und es gelingt nur den Poeten und Künstlern, diesen raren Schmetterling mit Namen Humor einzufangen in Szenen, Bildern und Texten. Das war die Meisterschaft Dimitris, der
des Lebens zu ertragen: die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen. Liebe Leserinnen und Leser, der grosse Philosoph gibt uns damit eine wunderbare Aufgabe, an der wir ein Leben lang arbeiten können. •
HUMOR ENTSTEHT SPONTAN
Anzeige
ember 2016
. Nov 29. Oktober bis 6
Messe Basel | Halle 2 | www.herbstwarenmesse.ch
Tiere am Äquator Weihnachtsbaum schmücken mit Johann Wanner
Medienpartner
Weitere Parallelveranstaltungen
~ 11/ 2016 ~ WETTBEWERB
Gewinnen Sie ein Wochenende (Fr–So) in einem Familienzimmer (2+2 Kinder) inkl. Frühstück und Spa-Eintritt während der Wintersaison 2016
HERZLICH WILLKOMMEN ZU HAUSE! Die grosse Tradition eines 5-Sterne-Hauses an traumhafter Lage in familiärer Atmosphäre. Kulinarische Genüsse und ein Alpin-Spa für Körper, Seele und Geist. Gastfreundschaft, unkompliziert und luxuriös. Das Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa liegt auf 1850 Metern Höhe und ist umgeben von imposanter Schweizer Berglandschaft. Entdecken Sie dieses Naturparadies auch im Winter. Ski- und Snowboardfreunde fühlen sich hier genauso wohl wie Langläufer. Erkunden Sie die Bergwelt von Arosa zu Fuss beim Winterwandern und Schneeschuhlaufen – über 60 Kilometer Wanderwege laden dazu ein. Oder Sie fahren doch einmal genüsslich mit dem Schlitten durch die weisse Pracht. Welches Vergnügen Sie sich auch gönnen – das Arosa Kulm Hotel freut sich auf Sie.
www.arosakulm.ch
~ Verlosung ~
SO KÖNNEN SIE GEWINNEN Schicken Sie bis am 25. November 2016 ein Mail oder eine Postkarte mit dem Betreff «Arosa Kulm» an wettbewerb@grosseltern-magazin.ch oder an Grosseltern-Magazin, Kronengasse 4, 5400 Baden.
~ Marktplatz ~ EMPFEHLUNGEN UNSERER KUNDEN & PARTNER
~ Agrotourismus Schweiz ~
WARUM DENN IN DIE FERNE SCHWEIFEN? Ferienstimmung kommt bereits bei der Planung des bevorstehenden Urlaubs auf. Warum nicht einmal als Alternative zu Städten, Strand oder Bergen einen Erlebnis-, Erholungs- oder Schlemmerurlaub auf einem Bauernhof in der Schweiz planen? Ferien auf dem Bauernhof eignen sich hervorragend für die ganze Familie. Die Anreise ist kurz, und es gibt für alle viel zu entdecken. Wann sind die Aprikosen reif? Wieviele Eier legt eine Henne pro Tag? Wohin bringt der Bauer die Milch seiner Kühe? Für Abenteurer und Hobbyforscher gibt es viel zu entdecken und auszuprobieren. Schliesslich sind die Landwirte nicht nur Gastgeber, sondern auch stolze Betriebsleiter, die sich gerne im Stall oder auf dem Feld über die Schultern schauen lassen. Gerne kann man auch selbst aktiv werden und den Gastgebern helfen. Wer Lust hat, Ziegen zu füttern, mit den hofeigenen Pferden einen Ausritt zu unternehmen oder das trockene Heu zu wenden, ist auf dem Bauernhof an der richtigen Adresse. Es gibt immer etwas zu tun. Das Fitnessprogramm in der Natur und ein tiefer Schlaf in der Nacht tragen zum geistigen und körperlichen Wohlbefinden bei. Idyllische Umgebung, frische Luft und spannende Diskussionen regen die Sinne an. Dazu gehört auch eine währschafte Verpflegung mit Produkten, welche aus dem hofeigenen Betrieb gewonnen werden. Noch ein feines Glas Wein aus dem eigenen Rebberg, und das Glück ist perfekt. Agrotourismus Schweiz, Brunnmattstr. 21 3007 Bern, Tel. 031 359 50 30 www.agrotourismus.ch
~ Franz Carl Weber~
DIE SCHÖNSTEN GESCHENKIDEEN FÜR WEIHNACHTEN Wir Spezialisten von Franz Carl Weber erforschen das ganze Jahr über die bunte Welt der Spielwaren. Dabei überlegen wir uns, welche Spielsachen die lustigsten, unterhaltsamsten und spannendsten sind. Und natürlich auch, welche Produkte pädagogisch wertvoll sind und abwechslungsreiches Lernen fördern. Zehn Spielzeuge legen wir unseren Kundinnen und Kunden besonders ans Herz: die «Top 10 Toys»! Es sind Neuheiten, innovative Produkte sowie trendige Spielsachen oder Klassiker, wie zum Beispiel die Trauffer Edition 1938. Trauffer ist bekannt für seine traditionellen Holzspielwaren und sorgt seit drei Generationen für strahlende Kinderaugen. Von 1927 bis 1929 erlernte Alfred Trauffer das Handwerk des Holzbildhauers, und so lautete sein Lehrbrief auf die heute längst verschwundene Berufsbezeichnung «Bären-Schnitzler». Alfred Trauffer entwickelte und zeichnete ab 1938 Spielwaren für Kleinkinder mit leicht verständlichen und konkreten Formen: zeitlos schön und absolut einzigartig. Heute setzen gelernte Holzbildhauer die Details der Holztiere und -figuren Schritt für Schritt um – liebevoll, hochkonzentriert und der Tradition und Idee des Spielzeugerfinders verpflichtet. So entstehen nicht einfach Spielwaren – es sind kleine hölzerne Denkmale für einen Pionier seiner Zeit. Erhältlich bei Franz Carl Weber. Diverse Produkte, Preis ab CHF 17.95 www.fcw.ch
Die auf dieser Seite publizierten Texte stammen von unseren Anzeigenkunden und Partnern.
75
~ Service ~ FOTO-RATGEBER MIT FUJI.CH
76
Kindergeschichten-Fotobuch mit eigenen Bildern Kinder lieben es, sich zu verkleiden, sich Geschichten auszudenken und mit ihren Grosseltern Bilderbücher anzuschauen. Weshalb also nicht alles kombinieren und ein ganz persönliches Bilderbuch mit eigenen Fotos erstellen? Von FABIAN MÜLLER (Mediengestalter bei FUJI.CH)
V
iele Kinder mögen Figuren aus Kinderbüchern oder Fernsehsendungen und spielen deren Abenteuer nach. Zur Fasnacht können sie sich sogar als ihre Helden und Idole verkleiden und die wildesten Fantasieland-Abenteuer erleben. Was würde Ihr Enkelkind wohl dazu sagen, im nächsten Kinderbuch, das Sie gemeinsam anschauen, sich selbst als Zauberlehrling, Prinzessin oder Cowboy zu sehen? Ein solches Fotobuch lässt sich gut als Wochenend-Projekt realisieren und ist ein Riesenspass für alle. Am besten, Sie spannen auch die Freunde Ihres Enkelkindes mit ein und machen ein grosses
Spiel daraus. Gerne zeigen wir Ihnen in diesem Artikel, wie Sie ein solches Projekt am besten angehen und was es dabei zu beachten gilt. KOSTÜME UND REQUISITEN BASTELN Basteln Sie Kostüme und Requisiten und lassen Sie Ihr Enkelkind sich verkleiden. Denken Sie sich gemeinsam eine dazu passende, aufregende Geschichte aus und inszenieren Sie spielerisch einige Stationen daraus. Halten Sie diese Szenen fotografisch fest und erstellen Sie mit diesen Bildern anschliessend ein Fotobuch. Beispielsweise als Gutenachtgeschichte können Sie dieses Abenteuer dann im# 11 ~ 2016
mer wieder anschauen und gemeinsam erleben. Es ist natürlich Ihnen überlassen, wieviel Aufwand Sie betreiben möchten, doch das gemeinsame Basteln von Kostümen und Requisiten gehört genauso zu einem solchen Projekt wie das Spielen, das Fotografieren und das anschliessende Gestalten des Fotobuches. Beispiel: «Der Astronaut auf dem fremden Planeten» Aus einem weissen Kinder-Maleroverall wird mit selbstgezeichneten Papierabzeichen im Handumdrehen ein erstklassiger Raumanzug. Einen Astronauten-Helm basteln Sie ganz einfach aus einem mit Zeitungsschnipseln beklebten Luftballon, den
~ Service ~ FOTO-RATGEBER MIT FUJI.CH Sie weiss bemalen und die Visier-Öffnung ausschneiden. Zwei grosse PET-Flaschen werden mit etwas silbernem Panzerband und Plastikschläuchen schnell zu einem Astronautenrucksack. Ein paar Umzugskisten werden zur Rakete, und für ein Foto sieht Ihr Enkel hinter dem Armaturenbrett Ihres Autos wie ein richtiger Astronaut aus. Stopfen Sie ein paar Kissen in den grünen Camping-Schlafsack, befestigen
Sie provisorisch Augen und Zähne aus Karton daran. Schon haben Sie einen furchterregenden Ausserirdischen, und das Abenteuer kann beginnen. GESCHICHTEN AUSDENKEN Heute – mit Kinofilmen, Fernsehserien und Internet – ist die Liste an Figuren, mit denen sich Ihr Enkelkind identifizieren kann, länger denn je. Verkleidet sich Ihre Enkelin beispielsweise als Schneewittchen, ist es natürlich naheliegend, diese allseits bekannte Geschichte nachzuspielen. Vielleicht spielt Mama ja die böse Königin, und die Lieblingsplüschtiere Ihrer Enkelin könnten die sieben Zwerge sein. Bei diesem Vorgehen inszenieren Sie ganz bewusst nur die Passagen der Geschichte, die Sie später für die Illustration des Fotobuches verwenden möchten. Sie kennen die Figur nicht, als die sich Ihr Enkelkind verkleiden möchte? Dann lassen Sie sich von ihm erzählen, weshalb es diese Figur so toll findet und was sie macht. Nach und nach wird so ganz von alleine eine spannende Geschichte entstehen. Eine ganz andere Herangehensweise ist, erst die Fotos aufzunehmen: Lassen Sie die Kinder einfach spielen und begleiten Sie sie mit der Kamera. Spontane Schnappschüsse wirken oft viel lebendiger als gestellte Fotos. Anschliessend schauen Sie
77
die Bilder zusammen an, bringen sie in eine sinnvolle Reihenfolge und denken sich aus, was dazwischen geschehen sein könnte. FOTOS AUFNEHMEN Sie benötigen keine grosse Ausrüstung und müssen auch kein Profifotograf sein. Eine einfache Digitalkamera und vielleicht ein Stativ reichen vollkommen aus. Ohnehin geht es bei einem solchen Projekt mehr um die Erinnerung als um das «perfekte» Foto. Nichtsdestotrotz sollen die Bilder schön anzuschauen sein, deshalb nachfolgend die allerwichtigste Regel: Gehen Sie nach draussen! Natürlich könnten Sie auch alle Bilder im Kinderzimmer aufnehmen, doch viele Geschichten leben von den Orten, an denen sie spielen. Zudem ist die Lichtstimmung draussen meist interessanter. Stellen Sie das Tipi Ihres Indianer-Enkels also nicht auf dem Vorplatz auf, sondern fahren Sie an einen Fluss und machen Sie ein Lagerfeuer. Verkleidet sich Ihre Enkelin als Prinzessin, verbinden Sie das doch mit einem Familienausflug in eine Burg.
Will Ihr Enkel ein Drache sein, gehen Sie mit ihm in den frühen Morgenstunden in den nebligen Wald oder in die kleine Höhle, die Sie beim letzten gemeinsamen Spaziergang entdeckt haben. Unter www.fuji.ch/create/fototipps finden Sie viele weitere praktische Anleitungen zum Gestalten und Aufnehmen von Fotos.
die Sie mit nur wenigen Klicks Ihren eigenen Wünschen anpassen können. Die Fotobuch-Software lässt sich unter www.fuji.ch/software ganz einfach herunterladen und installieren. Und unter www.fuji.ch/create/gestalten-mit-fuji
finden Sie viele nützliche Tipps zum Gestalten von Fotobüchern. Orientieren Sie sich bei der Gestaltung doch an im Handel erhältlichen Bilderbüchern. Oftmals sind diese nämlich ziemlich einfach aufgebaut: Textfeld links, formatfüllendes Bild rechts, fertig. Für ein Kinderbuch bietet es sich aber natürlich an, ein etwas bunteres und thematisch passendes Layout zu erstellen. Am besten wählen Sie nicht ein Fotobuch mit echtem Fotopapier, sondern eines, das im Digitaldruck gefertigt wird. Diese sind etwas unempfindlicher und somit besser geeignet für Kinderhände. •
Bestellen Sie jetzt Ihr mit eigenen Fotos gestaltetes Bilderbuch!
AUF AL FOTOB LE ÜCHER
20% R A B AT
T
FOTOBUCH GESTALTEN Ein Fotobuch zu erstellen ist heute so einfach wie noch nie. Die Gestaltungs-Software von FUJI.CH bietet hierfür eine Vielzahl an praktischen Funktionen sowie vorgefertigte Gestaltungsvorschläge, # 11 ~ 2016
GROFB2016 Ihr Gutscheincode ist gültig bis am 31.12. 2016 Weitere Infos zur Einlösung Ihres Gutscheincodes finden Sie auf www.fuji.ch/coupons
~ Service ~ RÄTSEL
78
Viel Spass beim Rätseln wünscht Sudoku
Binoxxo
Schwierigkeit: mittel
Schwierigkeit: leicht
2
5 8 1
3 6 1 9
7
3
7 3 6 1
9
5 4
8 2 9
5 4 8
Conceptis Puzzles
8 9 7
2 9
6
www.binoxxo.ch
06010031776
3
1 4
1
1 9
2
4
8 6
Conceptis Puzzles
Füllen Sie das Rätselgitter mit den Zeichen O und X vollständig aus. Es dürfen nicht mehr als zwei aufeinanderfolgende X und O in einer Reihe oder Spalte vorkommen. In jeder Zeile oder Spalte stehen vier X und vier O. Alle Zeilen und Spalten sind einzigartig.
3
Bimaru
Schwierigkeit: schwer
3
Anleitung Binoxxo:
4 9
7 2
Schwierigkeit: leicht
Conceptis Puzzles
7 5
08010000621
5
So lösen Sie Bimaru:
2
• Die Nummer am Ende jeder Zeile oder Spalte sagt Ihnen, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind.
2 2
1
4 1 0 4
06010030272
4
0
3
2
2
3
3
3
So lösen Sie Sudoku: Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 x 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen.
1 Frachter 3 Kutter
2 Yachten 4 Jollen
Finde die 8 Unterschiede Die Lösungen der Rätsel auf dieser Seite finden Sie auf unserer Webseite www.grosseltern-magazin.ch/raetsel # 11 ~ 2016
Finden Sie die vorgegebene Anzahl Schiffe. Dabei gilt:
• Schiffe dürfen sich nicht berühren, weder horizontal oder vertikal noch diagonal. Das heisst, jedes Schiff ist vollständig von Wasser umgeben, sofern es nicht am Rand liegt. Unsere Tipps zu Bimaru: • 0er Zeilen und 0er Spalten als Wasser markieren • Um Schiffe rundherum das Wasser einzeichnen • Zuerst grosse Schiffe platzieren • Gefundene Schiffe abkreuzen
~ Service ~ RÄTSEL VON CHRISTA CAMPONOVO
79
Folge der Immobilienblase?
1
6
3
2
7
8
9
13
16
20
22
24
23
25
26
27
28
30
33
12
17
19
21
38
11
10
5
14
15
18
4
29
31
34
32
35
36
37
39
waagrecht y=i
Gewinnen Sie einen Gutschein im Wert von 200 Franken von www.fcw.ch
6 Abendspaziergangslichtquelle 13 Z.B. Tinguelys oder Luginbühls Werk. 15 Füllt hiesige Mägen oder Politspalten. 17 Was der Bauer nicht kennt, … er nicht. 18 Ohne Sozialkontakte. 20 Der Schädel ..., kopflos. 21 Kleinstes bedeutungstragendes Bauelement der gesprochenen Sprache. 22 Geben honey. 23 Der Beginn des Tals der Wetterfrösche. 24 Macht Emine zum durchsichtigen Gewebe. 25 Waldgeist, beinahe deren Bewohnerschaft. 26 Mit good: Wohlbefinden 27 Wenn die Lagerhalle zum Wohnraum wird. 28 Dies und cher gibt Politikerin † 29 Macht den Zettel zum mystischen Tänzer. 30 …wal, …sau , Hauptsache Topf. 31 Hosenträger zeigen ihnen den richtigen Weg zum Örtchen. 33 Aus einem verdrehten kurzen Studentenausweis entstandenes Tier. 35 Von diesem Schmelzüberzug sind nur die Vokale übrig geblieben. 36 Fliesst dort, wo alle Wege hinführen. 38 Weiblicher Vorname (Löwin) ist auch Stadt in Texas. 39 Lassen sich um Gewinde drehen.
senkrecht 1 Wiederholen von sprachlichen Äußerungen oder motorischen Abläufen. 2 Diese tierischen Händchen sollen Glück bringen. 3 Der einzige Kanton, dessen Wappen ein Mensch ziert. 4 Möglicher Zustand nach x Jahren Behördenarbeit. 5 Prickelt, mit e am Schluss eher nicht. 7 Wurde im Sommer vom Sport heimgesucht. 8 Wurzeln schlagend. 9 ..ack, ..ugli, ..ob 10 Kurzes Ursprungsland von dem mit dem laufenden Band. 11 Wenn sich die Hälften nicht gleichen. 12 Diese Waffe wird beigezogen, wenn es um schnelle Antworten geht. 14 Nelken- oder Jamaikapfeffer. 16 Darüber wird nicht gesprochen. 17 Nach Orwell das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. 19 Macht Palm zur kolumbianischen Stadt oder zur Frau. 26 Bringt Tessiner ÖV in Fahrt. 27 Zeichnet Organisationen aus, aber klar. 31 ..ab: verschwinde! 32 Grossvater im Steinbockkanton. 34 Liegt zwischen so und ti. 37 Macht aus osamen keinen Laib.
Das Lösungswort ergibt sich aus den eingefärbten Feldern fortlaufend. Schicken Sie uns dieses zusammen mit Ihrer Postadresse per E-Mail an raetsel@grosseltern-magazin.ch oder via Post an 3G Media GmbH, Grosseltern, Kronengasse 4, 5400 Baden. Einsendeschluss ist der 14.11.2016. Die Lösung des September-Rätsels finden Sie auf Seite 81. # 11 ~ 2016
80
~ Service ~ CARTOON VON RENATE ALF
Grosselternsein oder nicht
# 11 ~ 2016
~ Service ~ IMPRESSUM / VORSCHAU
Impressum Ausgabe 11/2016 Erscheinungsweise monatlich, 10-mal im Jahr Auflage 20 000 Exemplare Preise EINZELPREIS CHF 9.50 JAHRESABO CHF 85.– (10 Ausgaben) 2-JAHRESABO CHF 160.– (20 Ausgaben) PROBEABO CHF 20.– (3 Ausgaben) JAHRESABO EUROPA CHF 120.– (10 Ausgaben) Copyright Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangte Einsendungen wird jegliche Haftung abgelehnt. Herausgeberin 3G MEDIA GMBH Kronengasse 4 CH-5400 Baden +41 56 558 91 77 info@3g-media.ch Druck & Vertrieb AVD GOLDACH AG www.avd.ch
81
Vorschau #12 / 2016
Verlag GROSSELTERN-MAGAZIN www.grosseltern-magazin.ch
Erscheint am 25.11.2016
Verleger DOMINIK ACHERMANN Redaktion GEORG GINDELY –GG Chefredaktor +41 56 558 91 77 georg.gindely@grosseltern-magazin.ch MELANIE BORTER –MB Stv. Chefredaktorin melanie.borter@grosseltern-magazin.ch PIUS ACHERMANN –PA Redaktor pius.achermann@grosseltern-magazin.ch Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe: Hans Abplanalp, Thomas Baumann, Bea Borner, Margot Bryner, Christa Camponovo, Ruth Frei, Marlis Friedrich Baumgartner, Markus Fueter, Beat Gloor, Toni Kaiser, Katharina Ley, Paul W. Meier, Fabian Müller, Edy Riesen, Elisabeth Schlumpf, Viviane Schwizer, Susanne Stöcklin-Meier, Marie-Anne Spross, Liz Sutter (LS), Maren Tromm (MT), Cornelia Vinzens, Eli Wilhelm Layout BÜRO HAEBERLI www.buerohaeberli.ch Fotografie Thomas Burla, Sophie Stieger, Thomas Studacher, Cornelia Vinzens Illustrationen Renate Alf, Descience, Gerhard Haderer, Marie-Anne Spross, Paula Troxler
BASTELN MIT DEN ENKELKINDERN Die Vorweihnachtszeit eignet sich perfekt, um mit den Enkelkindern zusammen zu basteln. Wir liefern Ihnen einige leicht umsetzbare Ideen für das gemeinsame Bastelvergnügen. SCHENKEN UND SPENDEN Herzig, lustig, ausgefallen: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verraten, was sie ihren Enkeln schenken.
GERECHT HÜTEN Meist betreut man nicht alle Enkelkinder gleich häufig. Das kann zu Streit und Eifersucht führen, gerade auch unter den eigenen Kindern.
Korrektorat Martin Hug Verkauf & Vermarktung DOMINIK ACHERMANN +41 76 394 23 26 dominik.achermann@grosseltern-magazin.ch
~ #11 / 2016 ~
MICHAELA SCHRÖDER +41 76 380 92 00 michaela.schroeder@grosseltern-magazin.ch
3 Haushalt 9 Hilfe 12 Arbeitspensum 15 Biologie 17 Tumb 18 Sao 19 Bras 21 Memo 22 Entgleisen 24 Mild 25 Lecken 28 Kaffer 29 Boa 30 Baschi 33 Reo 36 Kennedi 37 Hasta 38 Titan 39 Ilos 41 CIST 42 Geld 43 Nasch 44 Mio 45 Verlies
11
GABRIELA BENZ +41 76 566 08 48 gabriela.benz@grosseltern-magazin.ch
DES RÄTSELS LÖSUNG waagrecht
senkrecht
1 Elsi 2 Tintenfisch 3 Hab 4 Ariane 5 Uboot 6 Selig 7 Hiob 8 AT 9 Helme 10 Fumoir 11 Embolo 13 Pessach 14 Summertime 16 Grenadine 18 Selektive 20 Aik 23 Lebendig 26 Conter 27 Kanal 29 Beige 31 Silas 32 Hasch 34 Easi 35 Otto 40 Os
FERNANDO PALENCIAS +41 79 332 82 65 fernando.palencias@grosseltern-magazin.ch Abonnemente ABODIENST GROSSELTERN-MAGAZIN Industriestrasse 37, CH-3178 Bösingen +41 31 740 97 53 abo@grosseltern-magazin.ch
Lösungswort Hirnbildschoner
Gewinnerin
Corinne Zulliger aus Wohlen bei Bern
# 11 ~ 2016
~ ~ Kolumne Kolumne ~ ~ SCHLUSSWORT SCHLUSSWORT
82
FRAU BESUCHT BAUER
V
or einem Jahr landete meine Frau
läuft eben wieder in Deutschland. Die
Ebenso erfolgreich sind momentan
zufällig in der RTL-Sendung «Bauer sucht Frau». Sie erzählte mir anderntags davon: «Das musst du dir unbedingt einmal ansehen.» Was ich dann auch tat – mehrere Male. Und ich litt mit den armen Kerlen von deutschen Schweinemästern, Milchproduzenten, Schaf- oder Ziegenzüchtern, welche eine Frau suchten. Dank der «gütigen» Vermittlung des eigennützigen Privatsenders konnten sie eine Woche lang eine Interessentin auf ihrem Hof testen – natürlich sie auch ihn.
ZuschauerInnenquoten sind einmal mehr der Beweis dafür, wie anfällig wir immer wieder sind, uns billig auf Kosten anderer zu amüsieren.
ähnliche Sendungen, welche kochende Landfrauen, campingplatzfanatische Familien, den Landschaft streichelnden Nik Hartmann, aber auch ausgewanderte Schweizer in kanadischen Wäldern oder an südostasiatischen Küsten zeigen.
Warum ich litt? Viele dieser frausuchenden Landwirte wären bei einer Schönheitskonkurrenz auf den hintersten Rängen gelandet, ebenso einige ihrer Betriebe. Ihre einstudierten Sätze vor der Kamera waren oftmals peinlich, ihre Rolle als Gastgeber oftmals unbeholfen. Ich litt und litt und litt und missfiel mir in meiner Rolle als unanständiger Voyeur. Und immer wieder dachte ich: Was lassen Menschen mit sich machen? Wie lassen sich Menschen vor einem grossen Publikum blossstellen? Wie kann ein Fernsehsender Menschen dazu ausnützen, sich dermassen zu prostituieren? Aber die Sendereihe ist ein Erfolg – in unzähligen Ländern, auch in der Schweiz,
Natürlich können wir auch mitfiebern, ob die Hofwoche zwei Menschen einander nä her bringt. Natürlich können wir uns freuen, wenn Stadtfrauen ihre anfängliche Angst vor Schweinen, Traktoren oder Kuhscheisse verlieren. Natürlich können wir schmunzeln, wie einsame Landwirte ihrer Hofdame einen Aperitif auf einer Strohballe servieren oder diese mit der Traktorschaufel vom Bahnhof abholen. Das Sendeformat behauptet sich wohl auch, weil da ein Bauernhof zur Verfügung steht, mit genügend Platz und Räumlichkeiten, mit Tieren, mit Maschinen, mit Landschaft, mit Natur, übrigens meist nur mit schönem Wetter! Eine städtische Dreizimmerwohnung in einem mehrstöckigen Häuserblock an einer stark befahren Strasse mit einem kleinen Balkon wäre keine sendetaugliche Alternative. Die Sehnsucht einer vielfach städtisch geprägten Zuschauerschaft, ein bisschen Land(wirtschaft) zu schnuppern, ohne 7-Tage-Woche, ohne Regen und Kälte, ohne täglichen Mist im wahrsten Sinne des Wortes entspricht offensichtlich einem Bedürfnis. # #11 11 ~~ 2016 2016
Warum gibts übrigens keine Sendung «Bäuerin sucht Mann»? Oder «Grossvater sucht Grossmutter»? Oder «Baumarktverkäufer sucht Frau»? Oder «... »? – Weitere Vorschläge direkt an: hans.abplanalp@grosseltern-magazin.ch
HANS ABPLANALP sucht keine Frau, weil er seit 40 Jahren eine hat. Der 68-Jährige war Lehrer und Schulleiter und schrieb über 20 Jahre lang satirische Textbeiträge für Radio SRF 1 (Kaktus, Satiramisu). Er hat drei Kinder und sechs Enkelkinder und lebt in Münsingen.
baumeler Reisen – baumeler Reisen Reisen –– baumeler mehr als 55 Jahre Erfahrung mehr als als 55 55 Jahre Jahre Erfahrung Erfahrung mehr
Unsere konsequent gelebte Spezialisierung auf Aktivreisen schafft Ihnen als Kundinnen und Kunden einengelebte klaren Mehrwert. Getreu nach dem Credo «echtIhnen unterwegs» legen wir Unsere konsequent Spezialisierung auf Aktivreisen schafft als Kundinnen Unsere konsequent gelebte Spezialisierung auf Aktivreisen schafft Ihnen als Kundinnen beiKunden der Reiseplanung grössten WertGetreu auf einzigartige spannende Begegnungen, und einen klaren Mehrwert. nach demRouten, Credo «echt unterwegs» legen wir und Kunden einen klaren Mehrwert. Getreu nach dem Credo «echt unterwegs» legen lokale Spezialitäten, Umweltverträglichkeit, Vermittlung von Hintergrundwissen und wir bei der Reiseplanung grössten Wert auf einzigartige Routen, spannende Begegnungen, bei der Reiseplanung grössten Wert auf einzigartige Routen, spannende Begegnungen, höchst professionelle, der Landesprache mächtige Reisebegleitung. lokale Spezialitäten, Umweltverträglichkeit, Vermittlung von Hintergrundwissen und lokale Spezialitäten, Umweltverträglichkeit, Vermittlung von Hintergrundwissen und höchst professionelle, der Landesprache mächtige Reisebegleitung. höchst professionelle, der Landesprache mächtige Reisebegleitung. Wir laden Sie gerne zu unseren kostenlosen Reiseabenden ein (Anmeldung erforderlich):
Wir laden Sie gerne zu unseren kostenlosen Reiseabenden ein (Anmeldung erforderlich): Wir Sie gerne zu unseren Reiseabenden ein (Anmeldung erforderlich): 22.laden November 2016 Zürich kostenlosen Hotel Krone Unterstrass 23.November November2016 2016 Zürich Bern Kursaal Bern 22. Hotel Krone Unterstrass 22. November 2016 Zürich Hotel Krone Unterstrass 24. November 2016 Luzern Hochschule 23. November 2016 Bern Kursaal Bern Luzern Wirtschaft 23. November 2016 Bern Kursaal Bern 29.November November2016 2016 Luzern Basel Hotel Euler 24. Hochschule Luzern Wirtschaft 24. November 2016 Luzern Hochschule Luzern 30. November 2016 Winterthur Hotel Banana CityWirtschaft 29. November 2016 Basel Hotel Euler 29. November 2016 Basel Hotel Euler 01.November Dezember2016 2016 Winterthur St. Gallen Hotel HotelBanana Wallhalla 30. City 30. November 2016 Winterthur Hotel Banana City 01. Dezember 2016 St. Gallen Hotel Wallhalla 01. Dezember 2016 St.finden Gallen Hotel Wallhalla Weitere Informationen Sie auf unserer Webseite www.baumeler.ch/reiseabend. Sie können sich telefonisch 041 418 65 65 oder per Mail info@baumeler.ch anmelden. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite www.baumeler.ch/reiseabend. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite www.baumeler.ch/reiseabend. Sie können sich telefonisch 041 418 65 65 oder per Mail info@baumeler.ch anmelden. Sie können sich telefonisch 041 418 65 65 oder per Mail info@baumeler.ch anmelden.
Mit Baumeler echt unterwegs: Wandern & Trekking I Velo & Bike I Malen & Erleben I City Explorer I Winterträume
Wie investiere ich auch mit kleinem Einsatz zukunftsorientiert und nachhaltig? UBS Long Term Themes Equity Fund
Schon ab
250
mit dem Franken skonto d n o F S B U Die Welt steht vor grossen Herausforderungen: Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Alterung sind nur einige davon. Zum Glück gibt es bereits Unternehmen, die dafür schon heute erfolgreich Lösungen anbieten und entwickeln. Ausschliesslich in solche Firmen investiert der UBS Long Term Themes Equity Fund. Nach strengen Selektionskriterien, diversifiziert und renditeorientiert. Eröffnen Sie ein UBS Fondskonto und sichern Sie sich mit regelmässigen Einzahlungen Ihren Anteil am Gewinnpotenzial nachhaltiger Anlagethemen. Jetzt Ertragschancen erhöhen und Beratungstermin vereinbaren: Telefon 0800 002 552
ubs.com/ltt Für Marketing- und Informationszwecke von UBS. UBS Fonds nach luxemburgischem Recht. Prospekt, vereinfachter Prospekt bzw. Wesentliche Informationen für den Anleger, Statuten bzw. Vertragsbedingungen sowie Jahresund Halbjahresberichte der UBS Fonds können kostenlos bei UBS AG, Postfach, CH-4002 Basel bzw. bei UBS Fund Management (Switzerland) AG, Postfach, CH-4002 Basel angefordert werden. Investitionen in ein Produkt sollten nur nach gründlichem Studium des aktuellen Prospekts erfolgen. Die genannten Informationen sind weder als Angebot noch als Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf irgendwelcher Wertpapiere oder verwandter Finanzinstrumente zu verstehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Quelle für sämtliche Daten und Grafiken (sofern nicht anders vermerkt): UBS Asset Management. Dieses Dokument enthält «zukunftsgerichtete Aussagen», die unter anderem, aber nicht nur, auch Aussagen über unsere künftige Geschäftsentwicklung beinhalten. Während diese zukunftsgerichteten Aussagen unsere Einschätzung und unsere Geschäftserwartungen ausdrücken, können verschiedene Risiken, Unsicherheiten und andere wichtige Faktoren dazu führen, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Resultate sich von unseren Erwartungen deutlich unterscheiden. Vertreter in der Schweiz für UBS Fonds ausländischen Rechts: UBS Fund Management (Switzerland) AG, Postfach, CH-4002 Basel. Zahlstelle: UBS Switzerland AG, Bahnhofstrasse 45, CH- 8001 Zürich. Prospekt, vereinfachter Prospekt bzw. Wesentliche Informationen für den Anleger, Statuten bzw. Vertragsbedingungen sowie Jahres- und Halbjahresberichte der UBS Fonds können kostenlos bei UBS AG, Postfach, CH-4002 Basel bzw. bei UBS Fund Management (Switzerland) AG, Postfach, CH-4002 Basel angefordert werden. © UBS 2016. Alle Rechte vorbehalten.