hds magazin 3/14: "Das Interview mit dem neuen Landeshauptmann Arno Kompatscher"

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Italienische Post AG – Versand im Postabonnement– G.D. 353/2003 (konv. Ges. Nr. 46, 27.02.2004) Art. 1, Abs. 1, CNS BOZEN · Jahrgang LXII · 3/2014

hds magazin #3/14 Monatsmagazin des Handelsund Dienstleistungsverbandes Südtirol www.hds-bz.it

Das Interview mit dem neuen Landeshauptmann Arno Kompatscher

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Südtirol • Alto Adige


editorial

Ein Dank dem ehrenamtlichen Engagement Der hds wählt in diesen Wochen landesweit neue Vertreter auf Orts- und Bezirksebene sowie bei den über 20 im Verband organisierten Berufsgruppen. Alle vier Jahre wählen die hds-Mitglieder mit der Überzeugung der demokratischen Mitgestaltung die Gremien des Verbandes neu. Den Abschluss dieser Wahlphase bildet die Hauptversammlung am 15. Mai, zu der ich Sie schon jetzt herzlich einlade. Mehr als 600 Unternehmerinnen und Unternehmer engagieren sich im hds - eine große Familie an ehrenamtlichen Personen, die sich und ihre Erfahrung für die wichtige Verbandsarbeit zur Verfügung stellen. Es ist heute nicht immer einfach, Betrieb, Familie und ehrenamtliche Arbeit unter einen Hut zu bringen. Gerade in einer Zeit, in der es schwieriger geworden ist, wirtschaftlichen Erfolg zu ernten. Dafür gebührt den Ehrenamtsträgern ein aufrichtiges Dankeschön. Dank ihres Einsatzes wird es weiterhin möglich sein, die Projekte, Anliegen und Forderungen voranzutreiben und umzusetzen. Wo Unternehmer zusammenarbeiten, entstehen Synergien und Kräfte, die allen zugutekommen. Besonders erfreulich ist der größer werdende Anteil engagierter Unternehmerinnen. 23 der bisher 83 gewählten Ortsgruppen stehen Frauen vor. In vielen Ortsausschüssen sind Frauen tätig. Für den hds ist es ein besonderes Anliegen, dass verstärkt Unternehmerinnen in der Verbandstätigkeit mitwirken und mitentscheiden. Immerhin werden 12.500 Unternehmen von den über 57.000 Betrieben in Südtirol von Frauen geführt. Kooperationen, Belebung der Dörfer und Städte, Ortsmarketing, Gemeindepolitik, Sensibilisierung der Konsumenten oder berufsspezifische Regelungen sind einige der Themen und Anliegen, die unsere ehrenamtlichen Funktionäre vor Ort, im Bezirk und in den jeweiligen Berufsgruppen vorantreiben. Aufgabe des Verbandes auf Landesebene ist es, die geeigneten Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Betriebe, der von uns vertretenen Wirtschaftsbereiche, aber auch unserer Orte zu schaffen. Raumordnung, Handelsrecht und Entlastungen bei Steuern und Bürokratie sind hier wichtige Bereiche. Die Erneuerung der ehrenamtlichen Kraft im hds wird es dringend brauchen, um noch stärker, vor allem die Entwicklung der Familienbetriebe zu unterstützen. Nutzen Sie den hds als Plattform, um Ihre Anliegen weiterzuentwickeln. Das bringt, zusammen mit dem täglichen Engagement in Ihrem Betrieb, den notwendigen Mehrwert für Ihre Zukunft.

Walter Amort, hds-Präsident

titelgeschichte Arno Kompatscher im Interview

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aktuelles Der hds stellt sich vor

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trends Renaissance des klassischen Nahversorgers

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bezirke Die neuen hds-Ortsobleute

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berufsgruppen Bäcker unter neuer Führung

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bildung Die nächsten hds-Kurse

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betriebe informieren Knollenberger baut um

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rechtsberatung Neue Formeln für Immobilienmarkt

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info aktuelles Erasmus auch für Jungunternehmer

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Redaktion, Verwaltung und Werbung: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, F 0471 310 396, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes und Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Mauro Stoffella (Bereichsleiter Kommunikation) Redaktion: Dr. Sergio Colombi, Dr. Martina Reinstadler, Manuela Seebacher Grafisches Konzept: Gruppe Gut – www.gruppegut.it titelbild: Stefano Hochkofler/SXC Grafik: Stefano Hochkofler Fotos: Nicolò Degiorgis, DiKOM/Thomas Ohnewein, Google, Andreas Mariner, Helmuth Rier, Shutterstock, SXC Druckerei: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen Aufgegeben am 27. Februar 2014 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Herausgeber: Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol Genossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana

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2014 wird für Südtirols Wirtschaft ... Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat Arno Kompatscher über Handel, Dienstleistungen, Entlastungen, Bürokratieabbau, Obama und die Geschäfte auf dem Völser Kirchplatz.

Der Einzelhandel verfügt derzeit über kein sicheres Ordnungsgesetz (Stichwort „Einzelhandelsverbot im Gewerbegebiet“): Wie geht es konkret weiter, was sind die nächsten politischen Schritte in Bozen und Rom?

„Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass Herr Landeshauptmann, was verbinden Sie nach der extremen Liberalisierungsoffenpersönlich mit dem Wort „Handel“? sive durch die Regierung Monti auf staat„Das hängt mit meiner persönlichen Biogra- licher Ebene und in vielen Regionen ein fie zusammen: Das erste, was mir hier ein- generelles Umdenken stattfindet. Wir als fällt, ist das Geschäft auf dem Kirchplatz in Land Südtirol sollen die gesetzliche MögVöls bzw. früher die Geschäfte um den Platz. lichkeit haben, speziell den Punkt EinzelLeider sind es jetzt nicht mehr so viele.“ handel in Gewerbegebieten wieder selbst zu

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titelgeschichte

Mit dem Wort „Handel“ verbindet LH Kompatscher die Geschäfte in seiner Heimatgemeinde Völs.

regeln. Dazu sind wir bemüht, eine Durch- und in der Peripherie Arbeitsplätze und führungsbestimmung zum Autonomiesta- Strukturen zu erhalten. Das gilt nicht nur tut über die 12-er Kommission zu erreichen. für den Handel, sondern auch für andere Dies soll zusätzlich bewirken, dass der Staat Bereiche wie Handwerk und Tourismus.“ den behängenden Rekurs vor dem Verfassungsgericht zurückzieht oder zumindest Wie ist die Situation bei den durch Monti vertagt. Im Anschluss müssen wir auf lo- total liberalisierten Öffnungszeiten? kaler Ebene weitere Schritte setzen. Dabei „In den meisten Regionen regt sich hier Wiwerden wir uns mit dem hds abstimmen.“ derstand. Hier werden wir gemeinsam mit unseren Parlamentariern und den anderen Regionen versuchen, wieder eine BeschränWieso ist dieser Punkt für Sie ein so kung einzuführen. wichtiges Anliegen? „Es geht um den Schutz der gewachsenen Handelsstruktur. Unsere bisherige Handelspolitik hat dazu beigetragen, dass dieses Gefüge erhalten werden konnte. Südtirol ist hier ein Erfolgsmodell, gerade weil es bisher gelungen ist, im ländlichen Raum Fortsetzung auf Seite 6

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2014 erfolgreich und gezielt werben Rund 7500 Betriebe im Handel, in der Dienstleistung und Gastronomie in Südtirol erhalten jeden Monat das hdsmagazin, die Fachzeitschrift des Handels- und Dienstleistungsverbandes Südtirol (hds), direkt ins Haus. Das Fachmagazin, das in deutsch- und italienischsprachiger Ausgabe erscheint, kann auch einfach und kostenlos online gelesen werden und erreicht somit ein Vielfaches der über 22.500 Leser. Möchten Sie Ihre Werbebotschaften gezielt an Unternehmer und Mitarbeiter dieser Wirtschaftsbereiche richten? Ob in Form einer Werbeanzeige oder eines PR-Artikels: Wir geben Ihrer Anzeige den richtigen Platz in einem informativen, modernen Fachmagazin. Überzeugen Sie sich selbst

und blättern Sie im hdsmagazin auch unter www.hds-bz.it/magazin. Zusätzlich bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihr Unternehmen, Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung mit einem Werbebanner auf www.hds-bz.it zu bewerben. Gerne beraten wir Sie auch persönlich zu den Werbemöglichkeiten für 2014. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Mauro Stoffella, Bereichsleiter Kommunikation

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titelgeschichte „Es wird notwendig sein, dass Kleinbetriebe innovativ agieren und unter sich stärker zusammenarbeiten, um im Wettbewerb bestehen zu können.“

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Ein entsprechender Vorschlag für eine fläche im Handel pro Einwohner haben, Millionen Euro geplant, wobei 60 Millionen Durchführungsbestimmung ist bereits in war unter der Regierung Letta vorhanden. Euro unmittelbar wirksam werden und die Ausarbeitung, bezugnehmend auf Artikel Ich gehe aber davon aus, dass wir auch in restlichen Millionen im kommenden Jahr.“ 6 der Verfassung zum Minderheitenschutz Renzi einen guten Ansprechpartner finden und mit Verweis auf die Kultur, Traditionen und mit unseren Forderungen und Zielen Langfristig? oder religiösen Bräuche unseres Landes. zum Ausbau der Autonomie wieder ein gu- „Wir werden nicht an der Steuerschraube Es ist nicht so, dass durch verkaufsoffene tes Stück weiterkommen.“ nach oben drehen, sondern es gilt schrittSonntage mehr verkauft wird. Es verschieweise weitere Entlastungen herbeizuführen, ben sich nur die Umsätze. Es kommt zu wie z. B. bei der IMU. Das ist kein leichtes Unsere Leser bzw. unsere Mitglieder einem Verdrängungseffekt und Kannibalis- interessiert in der derzeit schwierigen Phase Unterfangen bei einem Haushalt, dessen mus: Die Großen, die imstande sind, sieben Einnahmen zu einem guten Teil von fixen vor allem eines: Mit welchen konkreten Tage die Woche offen zu halten, schlucken Entlastungen können sie kurzfristig rechnen? oder zumindest längerfristig verplanten die Kleinen, die das eben nicht imstande „Erstens Stichwort IMU: Wir wollen betrieb- Spesen aufgefressen werden. Leider kann sind. Das gilt es aus meiner Sicht zu ver- lich genutzte Immobilien - unabhängig da- der Haushalt nicht von heute auf morgen hindern - ein schwieriger Kampf, aber es ist von, ob sie der Katasterkategorie C oder D radikal geändert werden. Die Vorarbeiten wert, ihn zu führen.“ angehören - entlasten. Zweitens: Wir sehen dazu werden aber bereits jetzt in Angriff eine no tax area für den IRPEF-Zuschlag vor genommen.“ und diese wird alle Einkommen betreffen. Wie sind hier die Erfolgsaussichten in Rom? „Wir hatten derzeit eine Regierung in Rom, Die ersten 20.000 Euro sind steuerfrei. Das Was planen Sie bei der Bürokratie? die sehr offen war für unsere Anliegen. Das betrifft auch Handelstreibende, da viele „Es gibt hier verschiedene Bereiche, wobei Verständnis dafür, dass wir eine besondere Einzelunternehmen sind. Drittens: Bei der die Maßnahmen nicht sofort wirken werTradition haben, aber vor allem, dass wir IRAP haben wir eine Reduzierung für alle den. Wir werden mit Sicherheit ein eigenes im Vergleich zum restlichen Staatsgebiet Betriebe beschlossen. Insgesamt sind Steu- Vergabegesetz im Rahmen der neuen eubereits eine weit höhere Quote an Verkaufs- ersenkungen in einem Ausmaß von rund 93 ropäischen Vergaberichtlinien ausarbeiten,

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titelgeschichte damit auch kleine Betriebe die Möglichkeit erhalten, am Wettbewerb teilzunehmen. Dabei geht es vor allem um die Aufträge vor Ort. Allen voran gilt es, die Riesenaufgabe anzugehen, die Verwaltungsverfahren zu vereinfachen. Hier setzen wir auf die Digitalisierung. Bürokratieabbau findet aber auch dann statt, wenn sich die öffentliche Hand aus gewissen Bereichen zurückzieht. Das bedeutet auch gewisse Beitragsleistungen zu streichen. Es macht nämlich keinen Sinn, dass z. B. drei Jahre nach Gewährung – und das ist derzeit noch der Fall – 1450 Euro an Beitrag ausgezahlt werden, wobei das entsprechende Beitragsgewährungsverfahren wesentlich mehr gekostet hat, als der Beitrag selbst. Mit diesen Geschichten wollen wir aufhören.“ Was ist mit der Arbeitssicherheit?

„Diesbezüglich gibt es große Kritikpunkte. Wir wollen insbesondere in der Staat-Regionen-Konferenz gemeinsam mit den anderen Regionen aktiver werden, um dort das Wort zu erheben und Druck zu machen – mit dem Ziel, Erleichterungen zu erreichen und diesen Bereich auf europäischem Niveau zu führen.“ Klein- und familiengeführte Unternehmen prägten bisher Südtirols Wirtschaft: Wird das in den nächsten 10 bis 15 Jahren auch so sein?

„Ich bin zuversichtlich. Kleinbetriebe sind sehr flexibel und haben die Stärke Südtirols in den letzten 30 bis 40 Jahren ausgemacht. Wir hoffen mit unseren Maßnahmen auch den Konsum und den regionalen Kreislauf in Südtirol wieder ankurbeln zu können. Aber allein eine steigende Binnennachfrage wird nicht ausreichen. Es wird notwendig sein, dass Kleinbetriebe innovativ agieren und unter sich stärker zusammenarbeiten, um im Wettbewerb bestehen zu können. Der Export wird wichtiger, nicht zuletzt um auch unsere authentischen regionalen Produkte nach außen zu bringen.“

hds-Spitze trifft Landeshauptmann Kompatscher Um die Sicherung der Nahversorgung, um eine neue Handelsordnung, um Ladenöffnungszeiten und die Handelsurbanistik ging es Anfang Februar bei einem Gespräch zwischen Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Spitze des hds. Das Wichtigste bei alledem sei, so war man sich einig, die Verteidigung der autonomen Zuständigkeiten. Vor allem die Regierung Monti hatte dem Land bei der Regelung des Einzelhandels arg zugesetzt. So wurden Liberalisierungen in der Handelsurbanistik ebenso durchgesetzt, wie solche bei den Ladenöffnungszeiten. „Der Staat macht uns die Instrumente einer effizienten Handelspolitik streitig“, betont dazu Kompatscher, dem es nun darum geht, die Südtiroler Handelspolitik wieder auf rechtlich solide Beine zu stellen. Erste und wichtigste Baustelle ist dabei die Handelsurbanistik. „Gegen den Südtiroler Versuch einer Regelung, mit der der Einzelhandel im Gewerbegebiet eingeschränkt bleibt, behängt ein gerichtlicher Rekurs“, so Kompatscher. „Es geht uns schließlich nicht um eine Einschränkung um der Einschränkung willen, sondern um die Sicherung der Nahversorgung und den Schutz unserer Ortszentren.“ Neben der Handelsurbanistik kam auch die Forderung des hds nach einer neuen Handelsordnung auf den Tisch. Nur eine solche garantiere den Betrieben die nötige Rechts- und Planungssicherheit. Angesprochen wurde zudem das Thema einer Regelung der Ladenöffnungszeiten: „Auch hier geht es darum, dass wir als Land unseren Handlungsspielraum dem Staat gegenüber wieder zurückgewinnen, damit wir eine Lösung finden können, die Verbrauchern, Betrieben und Mitarbeitern entgegenkommt“, so Kompatscher.

hds-Präsident Walter Amort (l.) im Gespräch mit Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Fortsetzung auf Seite 8

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titelgeschichte

„Nach der extremen Liberalisierungsoffensive durch die Regierung Monti erfolgt auf staatlicher Ebene und in vielen Regionen ein generelles Umdenken.“

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Viele Kleinbetriebe stehen vor einem

Welche Rolle spielt der Verband gegenüber

Generationenwechsel bzw. einer

Gesellschaft und Politik in der heutigen Zeit

Betriebsnachfolge: Wie beurteilen Sie die Lage?

und vor allem in Zukunft?

in den vergangenen Jahren. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf US-Präsident Barack Obama und die Erkenntnis eines Megatrends.“

„Wir überlegen gerade unterstützende Maß- „Öffentliche Verwaltung und Verbände hanahmen bei Unternehmensübergaben, aber ben klar getrennte Rollen und unterschiednicht wieder in Form von Beiträgen, son- liche Aufgaben wahrzunehmen. Verbände Welchen? dern mittels Steuerbegünstigungen in der sind aber wichtige Ansprechpartner für „Obama hat in den letzten Jahren die OffenPhase der Übergabe. Zudem brauchen die die Politik, wenn es darum geht, zu erken- sive ‚Go back and make things‘ gestartet. Es Betriebe die Begleitung und Beratung der nen, welche Bedürfnisse einzelne Sektoren geht dabei darum, wieder wie in ‚alten‘ ZeiVerbände, gerade wenn es beispielsweise haben und wie die Lösungsmöglichkeiten ten das Kleingewerbe zu aktivieren. Es geht darum geht, die Wirtschaftlichkeit eines ausschauen können. Insbesondere im Ge- ums Produzieren vor Ort, ums Reparieren Betriebes zu analysieren und eventuell not- setzgebungsverfahren wollen wir verstärkt und um den Service allgemein rund um wendige Änderungen im Betrieb herbeizu- die Interessenvertretungen miteinbeziehen, das Produkt. Wenn dieser Megatrend zum führen.“ weil einfach dort die spezifischen Kenntnis- Regionalismus, zur Qualität, zum Handgese vorhanden sind.“ machten, zur Erkennbarkeit und zum Nachvollziehen von Produktionsketten wirklich Stichwort Abwanderung: Besteht akute kommt, dann sind wir hervorragend aufgeGefahr? Was sind die Maßnahmen? Der vielfältige Dienstleistungsbereich ist der stellt. Wichtig ist dann die Vernetzung der einzige Sektor, der trotz Krise noch recht stabil „Es gibt keinen Anlass für eine generelle vielen Kleinbetriebe, um gemeinsam Knowist und zum Teil leicht wächst. Wird der Alarmstimmung. Wir haben immer noch how aufzubauen.“ eine Sonderstellung im Alpenraum. Trotz- Wirtschaftslandesrat diesen Bereich besonders dem müssen wir sehr aufpassen. Ziel ist es, berücksichtigen? Infrastrukturen im ländlichen Raum für „Dieser Bereich ist mit einem wachsamen Beenden Sie diesen Satz: 2014 wird für unternehmerische Tätigkeiten zu schaffen. Auge zu begleiten. Zum Teil wächst der Sek- Südtirols Wirtschaft ... Dazu gehört die Breitbandoffensive.“ tor, zum Teil gibt es in manchen Bereichen „... das Jahr des Neustarts.“ Schwierigkeiten, da eine gewisse Sättigung erreicht ist. Ein wesentlicher Schlüssel ist deswegen die Berufsberatung, um jungen Leuten aufzuzeigen, welche Marktchancen bestimmte Berufe in Zukunft haben werden. Ich bin der Meinung, dass der Sektor insgesamt in den nächsten Jahren nicht mehr in diesem Ausmaß wachsen wird, wie Interview: Mauro Stoffella

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aktuelles

Expertenunterricht über Nahversorgung und lokale Kreisläufe Der hds stellt sich vor. Der hds präsentierte sich vor Kurzem im Rahmen eines Expertenunterrichtes den Schülern der 5. Klasse der Lehranstalt für Wirtschaft (LEWIT) in Innichen. Die Bezirksleiter von Pustertal und Meran/Burggrafenamt, Peter Zelger und Günther Sommia, stellten den Verband und die Welt des Handels und der Dienstleistungen vor. Valentina Maggio, Bereichsleiterin der Betriebsberatung, ging hingegen näher auf das Thema Betriebsgründung ein. Auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit hilft der hds jungen Unternehmern bei der Umsetzung und Planung ihrer Geschäftsidee.

70 Jahre im Dienste seiner Mitglieder Der Wirtschaftsverband wurde vor knapp 70 Jahren gegründet und vertritt die Interessen der Unternehmen im Einzelhandel, Großhandel und Dienstleistungsbereich. Mit 7000 Mitgliedsbetrieben, 600 ehrenamtlichen Mitarbeitern, 110 Ortsausschüssen, 25 Landesfachverbänden und Landesfachgruppen ist der hds südtirolweit präsent. Die Förderung und Unterstützung der einzelnen Betriebe, die Nahversorgung und lokalen Kreisläufe sowie Lebendige Orte und Ortsmarketing sind die zentralen Ziele des hds. Der hds unterstützt vor allem die

vielen Klein- und Familienbetriebe im Land, denn mit 18.800 Handels- und Dienstleistungsbetrieben, kann Südtirol eine große Vielfalt dieses Sektors aufweisen. Das Image eines Ortes pflegen und aufwerten Die Nähe zum Kunden, Qualität und Regionalität werden im Handel und in den Dienstleistungen immer wichtiger. Südtirols Innenstädte, Stadtviertel und Dörfer sind mit ihrem vielfältigen Handelsangebot ein Attraktionspunkt und verdienen daher eine besondere Aufmerksamkeit. Durch Ortsmarketing soll die Attraktivität eines Ortes sowie die soziale und wirtschaftliche Effizienz erhöht werden. Die Orts- und Stadtkerne haben in den letzten zehn Jahren im gesamten europäischen Raum einen deutlichen Strukturwandel erfahren. Der hds hat die Zeichen der Zeit erkannt und setzt sich bereits seit Jahren für die Sicherung, Pflege und Weiterentwicklung dieser wertvollen Handels- und Dienstleistungsnetzwerke ein.

Den richtigen Beruf finden

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myjobmylife.it, Internetpräsenz aufgefrischt. Seit einem Jahr ist die Jugendseite my job, my life! online. Aufgrund der großen Nachfrage und Beliebtheit bei Jugendlichen, Eltern und Lehrern wurde sie nun rundum erweitert. Neben einer übersichtlicheren Gestaltung wurde ein Berufsprofil in die Seite integriert, eine Stärken- und Schwächenanalyse, die den Jugendlichen hilft, den richtigen Beruf für sich selbst zu finden. Die eigenen Fähigkeiten erkennen und den passenden Ausbildungsweg zu finden, ist somit das Ziel. 30 Berufe zum Anfassen. Der hds informiert auf myjobmylife.it über die Vielfalt der Berufe im Handel und der Dienstleistungen. Ausführlich wird über die vielfältigen Berufsmöglichkeiten und Ausbildungsangebote in Südtirol berichtet. Jeder Beruf wird von Berufstätigen oder Lehrlingen vorgestellt, die über ihre Erfahrungen im Job und der Ausbildung erzählen.

Mehr Infos zum Expertenunterricht: Petra Blasbichler, Verantwortliche Jugendprojekte, T 0471 310 318, pblasbichler@hds-bz.it.

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aktuelles

EbK vergibt erstmals Stipendium Bozner Studentin freut sich über 1500 Euro. Universitätsstudenten können bei der

Bilateralen Körperschaft für den Handel (EbK) um ein Stipendium ansuchen, wenn deren Diplomarbeiten den Handels- und Dienstleistungssektor betreffen. Das Stipendium der EbK wurde vor Kurzem erstmals vergeben. Die Bozner Studentin Veronica Dalla Lana (im Bild) erhielt für ihre wissenschaftliche Abschlussarbeit 1500 Euro. Dalla Lana promovierte in Betriebswirtschaft an der Universität IULM Mailand. Sie schrieb über „Ressourcen und Fähigkeiten für einen globalen Wettbewerbsvorteil. Der Fall

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Würth.“ Hauptargument der Diplomarbeit ist die immer wichtiger werdende Rolle der Ressourcen und Fähigkeiten eines Unternehmens. „Sie erlauben es einem Betrieb, sich von der Masse abzuheben, um somit einen Wettbewerbsvorteil auf dem globalen Markt zu erreichen,“ sagt Veronica Dalla Lana. Anrecht auf das Stipendium der EbK haben alle Studenten, wenn ein Elternteil im Tertiärsektor tätig ist und die Grundvoraussetzung der regelmäßigen Einzahlungen an die EbK und Ascom/Covelco erfüllt. Die Voraussetzungen für das Stipendium im Detail sind unter www.ebk.bz.it zu finden.

GUTE JOBS T GIBT’S NICH: NUR IM TV Lagerverwalter Kaufberater Modeberater Bäcker Optiker Baustoffhändler Handelsvertreter Metzger Reiseberater ann Speditionskaufm ator Systemadministr r Speiseeisherstellesistent Pharm. kaufm. As Fahrradhändler ufmann Versicherungska uvm.

Eine Aktion des hds, der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol (Abteilung Handwerk, Industrie und Handel) und der Handelskammer

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GRUPPEGUT.IT

myjobmylife.it


aktuelles

Starten Sie den virtuellen Rundgang in Bozen.

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Besuchen Sie den hds virtuell Google Business Photos bietet Einblick in den Verband. Ab sofort können Besucher den hds-Hauptsitz in Bozen auch virtuell besuchen. Der hds ist aufgeschlossen gegenüber innovativen und technologischen Neuerungen und hat als erster Verband in Südtirol den Dienst Google Business Photos in Anspruch genommen. Als Interessensvertretung nimmt er somit eine Vorreiterrolle ein und zeigt auf, welche neuen Möglichkeiten der Onlinemarkt bietet. Google Business Photos schafft ein hochwertiges 360-Grad-Erlebnis. Durch interaktive Funktionen können Sie sich virtuell im Hauptsitz des hds bewegen, das Haus erkunden und wie nie zuvor damit interagieren.

Neue Kunden aktiv einbinden. Durch den Einsatz höchstauflösender Kameras und der Street View Technologie können Kunden einfach und in brillanter Bildqualität durch Geschäftsräume navigieren. Webseiten mit Business Photos profitieren von einem besseren Page-Ranking. Zusätzlich erscheinen sie auf Google Maps, Google+ und Google+ Local. Die virtuelle Tour kann einfach und kostengünstig auch in Ihre Unternehmenswebseite integriert werden. Kunden können sich schon vor dem ersten Besuch ein genaues Bild Ihres Angebots und der Räumlichkeiten machen.

Ihr hds-Mitgliedervorteil. Der hds hat eine Konvention mit dem von Google zertifizierten Fotografen Marco Bonatta (www.bonatta.it) abgeschlossen, der auch die virtuelle Tour durch den hds gemacht hat. Mitgliedsbetriebe erhalten für den Dienst einen Rabatt von 15 Prozent.

Neue Geschäftsführerin für SWR

Seit 20. Jänner hat der Südtiroler Wirtschaftsring SWR mit Alexandra Silvestri eine neue Geschäftsführerin. Silvestri folgt auf Raffael Mooswalder, der beruflich einen neuen Weg eingeschlagen hat. „Ich freue mich gemeinsam mit den Funktionären aller Wirtschaftsverbände Ideen und Vorschläge für eine positive Zukunft der Südtiroler Wirtschaft einzubringen“, so Alexandra Silvestri. Erste Erfahrungen hat sie, hier im Bild mit Präsident Hansi Pichler, in einem SWR-Mitgliedsverband gesammelt.

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aktuelles Internet und neue medien

Eine App begleitet uns beim 12 Einkaufen Google erfasst unser Einkaufsverhalten. Nach unternehmensinternen Informationen arbeitet Google an einem System zur globalen Erfassung der Wege, die Kunden mit ihrem Einkaufsverhalten zurücklegen; dazu wird die Onlinetätigkeit mit dem praktischen Leben verknüpft. Ziel ist es zu überprüfen, ob und inwieweit eine Anzeige am Smartphone bei der Suche nach einem Produkt oder einer Dienstleistung den Kunden effektiv dazu veranlasst, die angezeigten Orte aufzusuchen. Aus der Sicht des Datenschutzes sind diese Pläne sehr bedenklich, vor allem, wenn der Nutzer nicht weiß, dass seine Tätigkeit im Netz mitverfolgt wird. Google erfasst aber jetzt schon die Ortungsdaten der Nutzer, die die GPS-Ortung aktiviert haben; diese neue Form der Überwachung nutzt Google angeblich im Wesentlichen nur dazu, die eigenen Algorithmen weiter zu verbessern. Eine der möglichen Folgen wäre ein erheblicher Verlust der eigenen Privatsphäre. Der Datenschutz musste im digitalen Zeitalter seine Ansprüche bereits mehrfach nach unten korrigieren, trotzdem reagieren die Bürger noch immer sehr empfindlich auf derart massive Eingriffe.

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Bitcoin: die neue Währung Die elektronische Währung kommt nach Italien: Risiken und Vorteile Immer mehr Firmen akzeptieren Bitcoins bei Onlinezahlungen; ihr Wert verzeichnet eine rasante Steigerung von 10 auf 1000 Dollar; in Kürze werden Bitcoins auch in den traditionellen Geschäften Einzug halten. Der Nobelpreisträger für Wirtschaft, Paul Krugmann, hat der elektronischen Währung hingegen ganz entschieden eine Absage erteilt. Die Rede ist von Bitcoin, der 2009 von Satoshi Nakamoto eingeführten elektronischen Währung, die auf zwei Grundsätzen basiert: dezentrale Verwaltung über ein Computernetz und Nachweis des Besitzes von Bitcoins durch kryptogra­ fische Schlüssel, die die Sicherheit jeder Transaktion gewährleisten. Im Übrigen gibt es weder eine zentrale Behörde für die Regulierung der Währung, noch eine Bank, die für die Ausgabe der Währung zuständig ist. Die Währung wird von den Computern selbst generiert. Im Wesentlichen handelt es sich nämlich um verschlüsselte Dateien, die den Betrag des Portfolios bestimmen. Was kann man mit Bitcoins machen, was kann man wo und wie damit kaufen? Im

Internet gibt es natürlich viele Möglichkeiten: Sehr viele Internetseiten bieten Waren und Leistungen in BTC (Abkürzung für Bitcoins) an. Im traditionellen Handel ist der Weg hingegen noch weit, vor allem in Italien, auch wenn die Zahl der Betriebe, die Bitcoins akzeptieren, langsam steigt. Neben den offensichtlichen Vorteilen einer nicht von den Zentralbanken gesteuerten virtuellen Währung birgt das virtuelle Geld aber auch zahlreiche Gefahren. Abgesehen von echten Betrugsfällen, die bereits eingetreten sind, ist auch zu beachten, dass viele Bitcoin-gekoppelte Unternehmen von passionierten Einzelkämpfern gegründet wurden, die vielleicht nicht immer genügend Kapital für die Weiterführung ihres Unternehmens haben. Die Welt ist also im steten Wandel und auch wenn wir es hier vielleicht mit der Währung der Zukunft zu tun haben, so empfiehlt es sich nicht, seine Ersparnisse in dieser virtuellen Währung anzulegen.


Sprechstunden

Termine 12.03.

hds vor Ort

• hds-Ortsausschusssitzung Bruneck Bruneck, 19:30 Uhr

St. Ulrich montags von 14:30 bis 17:00 Uhr im Gemeindeamt.

14. – 19.03.

Maria-Hilf-Straße 5.

• INTERNORGA 2014: Fachmesse für Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Catering, Bäckereien und Konditoreien Hamburg (Deutschland)

bis 10:00 Uhr in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt,

Lana donnerstags von 11:00 bis 13:00 im Rathaus, St. Leonhard i. P. jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 08:00 Passeirerstraße 3.

17.03.

Klausen donnerstags von 08:30 bis 12:30 Uhr, Kaffee

• hds-Bezirksversammlung Pustertal Bruneck, Schloss Bruneck (Tagungssaal im 3. Stock), 20:00 Uhr

Nussbaumer, Unterstadt 4, H 331 5714 456. Mühlbach dienstags von 08:00 bis 09:30 Uhr im Gasthof „Zur Linde“. Mals montags von 08:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindehaus,

18.03. • hds-Bezirksversammlung Meran/Burggrafenamt Meran/Sinich, Rauch Garden & Home, 20:00 Uhr

Bahnhofstraße 19. Prad montags von 10:30 bis 12:30 Uhr in der Raiffeisenkasse. Sulden am 12. März sowie am 9. April von 10:00 bis 12:00 Uhr in

20.03.

der Raiffeisenkasse.

• hds-Bezirksversammlung Eisack- und Wipptal Brixen, Forum Brixen (Saal Regensburg), 20:00 Uhr

Rentenberatung

26.03.

Meran jeden Mittwoch von 08:00 bis 12:00 Uhr im hds-Büro.

• hds-Bezirksversammlung Bozen Stadt und Land Girlan/Eppan, Tannerhof, 20:00 Uhr

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Sterzing am 6. und 20. März sowie am 3. und 17. April von 08:30 bis 09:30 Uhr im hds-Büro.

27.03.

Brixen jeden Donnerstag von 14:30 bis 16:30 Uhr im hds-Büro.

• hds-Bezirksversammlung Vinschgau Bildungshaus Schloss Goldrain, 20:00 Uhr

11:00 bis 12:30 Uhr im hds-Büro.

Bruneck am 6. und 20. März sowie am 3. und 17. April von Schlanders am 12. und 26. März sowie am 9. und 23. April von

15.05.

14:00 bis 16:00 Uhr im hds-Büro.

• hds-Hauptversammlung Bozen, EURAC Convention Center

• PensPlan-Infopoints im hds (nach Vereinbarung) Kostenlose landesweite Vorsorgeberatung für Arbeitnehmer und Selbstständige. Vereinbaren Sie Ihren Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe oder unter T 0471 978 032.

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Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) Bozen am Montag von 11:00 bis 12:30 Uhr, am Mittwoch von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 458). Meran jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr im hds-Büro (T 0473 272 511). Brixen jeden Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 271 411). Sterzing hds-Büro (T 0472 766 070). Schlanders jeden Donnerstag um 14:00 Uhr im hds-Büro (T 0473 730 397). Arbeitssicherheit, Abfall und Hygiene (nach Vereinbarung) Die Beratungsgespräche finden in allen hds-Bezirksstellen statt. Vereinbaren Sie Ihren individuellen Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe. Beratung in Kondominiumsangelegenheiten (nach Vereinbarung) Bozen jeden 3. Dienstag im Monat im Hauptsitz des hds (T 0471 310 505/508).

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trends

Lifestyle statt Schnäppchen 14 Wie kommunizieren und konsu- typischen Homo Oeconomicus zuzurechmieren die Kunden der Zukunft und welche nen sind, sowie der statusorientierte LifeKonsequenzen ergeben sich daraus für den styler. Für jede der acht entwickelten TypoEinzelhandel? Das deutsche Einzelhandels- logien analysierte das EHI-Expertenteam, institut (EHI) hat dazu methodisch fundiert welche Anforderungen und Strategien sich acht Szenarien entwickelt, in denen die Le- daraus für den Handel ergeben. Dafür benswelten der Konsumenten von morgen wurden die Szenarien auch bezüglich ihrer antizipiert werden und entsprechend acht Wahrscheinlichkeit und damit ihrer ReleKonsumententypen herauskristallisiert, vanz für die Zukunft beurteilt. Während die parallel existieren können: Eher hedoni- die Handelskommunikation der Gegenwart stisch veranlagte Schnäppchenjäger, Ge- häufig eher undifferenziert z. B. auf das nusskäufer, Shopping-Queens und Cyber- Konsum- und Kommunikationsverhalten flaneure sind dabei ebenso vertreten wie von Schnäppchenjägern ausgerichtet ist, geWerbeverweigerer und Zeitsparer, die dem hen die Experten davon aus, dass sich die

Händler der Zukunft immer individueller auf unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse einstellen müssen: So erwarten Lifestyler, dass Händler ihrer Wahl sich als Mittelpunkt ihrer Communities positionieren. Cyberflaneure möchten permanent, digital und technologisch innovativ angesprochen werden. Für den Zeitsparer hingegen steht maximaler Service im Fokus. Nähere Informationen: www.ehi.org.

Handel wirbt weiter traditionell

(TV, Funk, Online, Direktmarketing, Instore und Plakat) künftig das Werbebudget gleichmäßig teilen. Allein für Onlinemarketing wird bis 2016 mit einer Steigerung von über 60 Prozent gerechnet. Aber auch dem Direktmarketing (plus 30,5 Prozent) und der guten alten Radiowerbung (plus 24,2 Prozent) werden beachtliche Wachstumsraten bis 2016 vorausgesagt.

Klassische Handelswerbung nimmt nach wie vor den Löwenanteil der Werbebudgets ein, auch wenn sich die Schere zu so genannten additiven Marketingmaßnahmen langsam schließt. Denn der interaktive Dialog mit den Kunden wird in Zukunft deutlich intensiver. Dies sind zentrale Ergebnisse des EHI Marketing Monitors 2013. Nach wie vor

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werden die meisten Werbegelder im Handel für Klassiker ausgegeben. Die Printmedien mit Prospekten/Magazinen (50,9 Prozent) und Anzeigen (8,8 Prozent) dominieren hier mit zusammen knapp 60 Prozent die Werbeaufwendungen. Additive Handelswerbung wie Instore-Marketing (9,7 Prozent), Direktmarketing (8,5 Prozent), Onlinemarketing (7,8 Prozent), TV-Werbung (5,4 Prozent) oder Radio-Werbung (3,3 Prozent) teilen sich die restlichen 40 Prozent des Budgets. Aber die Schere schließt sich - laut Prognose für 2016 werden sich die klassische printbasierte (Prospekte, Kataloge, Magazine und Anzeigen) und die additive Handelswerbung


trends

Mehr als Kinderspiele In der Spielwarenbranche wachsen die Umsätze. Besonders zulegen konnte das Segment Spiele, so der Bundesverband des Spielwareneinzelhandels in Deutschland. Waren es in den vergangenen Jahren eher die Kinderspiele, die sich an die Spitze der höchsten Zuwachsbringer setzten, so werden sie 2013 von den Familien- und Erwachsenenspielen über­ flügelt. Sie sorgen mit einem Plus von zehn bzw. 15 Prozent für Aufsehen. Für die Kinderspiele errechnet sich ein Plus von acht Prozent. Dass auch Klassiker und Dauerbrenner nach wie vor eine tragende Säule der deutschen Spielewelt sind, zeigt die „Hitliste“ der erfolgreichsten Einzeltitel 2013. Hier finden sich oben ganz unterschiedliche Titel wie z. B. Phase 10, Looping Louie, Siedler von Catan, Activity und Obstgarten.

Billig wird teurer Deutschlands Discounter drehen an der Preisschraube. Wie aus einer Marktstudie der GfK hervorgeht, sind in den vergangenen Monaten die Preise bei den bekanntesten Discountern deutlich stärker gestiegen als bei klassischen Supermärkten. Die Gründe dafür sind zum einen der Anstieg der Rohstoffpreise und zum anderen das wachsende Angebot von Marken-, Bio- und Regionalprodukten bei den Discountern. Diese Produkte sind in der Regel etwas teurer. Und nicht zuletzt hätten die Discounter selbst noch einmal an der Preisschraube gedreht. Vorbei sind die Zeiten, als sich die Discounter untereinander und mit den Supermärkten einen Preiskampf lieferten. Mittlerweile haben die Supermärkte erkannt, dass sie einen Preiskrieg gegen die Discounter nicht gewinnen können. Sie setzen lieber auf Frische und Service, um sich zu profilieren. Außerdem sind auch die Discounter nicht an weiteren Rabattschlachten interessiert. Sie benötigen das Geld dringender für die Modernisierung ihrer heimischen Filialen und ihre Expansionspläne im Ausland.

„Geiz ist geil“ verliert an Bedeutung Generell haben die Konsumenten ein gutes Gefühl für das Preisniveau der Händler. Im internationalen Schnitt urteilen Verbraucher in 75 Prozent der Fälle korrekt, welche Händler günstig und welche teuer sind. Dies sind einige zentrale Erkenntnisse der aktuellen „Preisstudie 2013“ von OC&C Strategy Consultants. Die Treffgenauigkeit deutscher Konsumen­ ten ist 2013 mit 84 Prozent internationale Spitze. Dem Thema Preiserhöhungen stehen deutsche Verbraucher weiterhin skeptisch gegenüber. Bemerkenswerte 67 Prozent gehen davon aus, dass Händler Preiserhöhungen dazu nutzen, um die Marge zu verbessern. Die Deutschen sind damit im internationalen Vergleich die kritischsten Konsumenten. Allerdings hat in Deutschland die Akzeptanz von Preiserhöhungen im Vorjahresvergleich zugenommen. Sie liegt 2013 bei 46 Prozent - und damit höher als noch 2012. Dieses Resultat deute verstärkt auf ein Ende der „Geiz ist geil“Mentalität, urteilt die Studie. Die Erwartung der deutschen Konsumenten an die Preisentwicklung liegt 2013 im internationalen Schnitt.

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trends

Social Media: Noch nicht relevant? 16

Soziale Netzwerke nutzen derzeit nur wenige kleine und mittlere Unternehmen - zu Recht, ermittelte eine Studie. Kostenfrei,

zielgruppenadäquat und mit wenig Aufwand zu handhaben: Die Vorteile eines Social Media-Einsatzes für Marketing oder Kundenkommunikation scheinen groß. Doch die Universität Liechtenstein hat in einer gemeinsamen Studie mit der Wirtschaftsuniversität Wien kürzlich herausgefunden, dass kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) Kanäle wie Facebook, Xing, Linkedin oder Twitter zum einen noch nicht zur Kommunikation nutzen, zum anderen aber auch noch keinen Vorteil davon haben. Der Einsatz zahlt sich bisher nur für Großunternehmen aus — und zwar für solche, die Social Media proaktiv, innovativ und mit Risikobereitschaft nutzen, so die Studie. Bei den KMU hingegen seien noch keine Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg festgestellt worden.

47 Prozent der Unternehmen in Deutschland agieren zwar in der ein oder anderen Weise und weitere 15 Prozent scheinen den Einsatz zu planen. Es müssen allerdings drei Nutzergruppen unterschieden werden: Die, die damit experimentieren, andere, die den Einsatz als Alibi betreiben, und wieder andere, die den Kanal nur als Abspielstation für ihre Pressemitteilungen oder Produktinfos nutzen. Nur eine winzige Minderheit von deutschen Unternehmen habe eine klar definierte Strategie für den Umgang mit sozialen Medien. Woran das liegt? Die Autoren der Studie vermuten, dass es mit den schlechteren Rahmenbedingungen zusammenhängt, die bei KMU vorliegen. Geringere personelle Ressourcen oder weniger Knowhow bei den Marketingverantwortlichen gehören dazu. Außerdem, so die Studie weiter, zweifeln die KMU am Nutzen dieser Marketingmaßnahmen und haben Angst vor möglichen Image-Schäden, die bei einer fehlerhaften Nutzung entstehen können. Doch um mit Social Media Erfolg zu haben, brauche es zuerst den Willen, unternehmerisch und vorausschauend zu agieren, danach aber eine effektive Zuteilung der Ressourcen und einen geeigneten Social Media-Verantwortlichen, der über genügend freie Kapazität und entsprechende Erfahrung mit den neuen Medien verfüge. Im Ranking der so genutzten sozialen Netzwerke liegt Facebook (77 Prozent) vor Xing (69 Prozent). Vor allem Unternehmen, die mit ihren Produkten vorwiegend private Konsumenten ansprechen, setzen hauptsächlich auf Facebook. Xing wird dagegen hauptsächlich im Bereich Business to Business (B2B) genutzt. Defizite bei Auswertung und Kontrolle der sozialen Medien zeigen aber ein Großteil der befragten Unternehmen. Eine quantitative Auswertung oder eine Kontrolle von Klicks, Freundschaftsanfragen oder Nutzerkommentaren führt nur ein Drittel der Befragten durch. Die übrigen haben kein Messsystem parat.

Aus Nachbars Garten Der Wunsch der Kunden nach Produkten aus der Region geht einher mit einer Renaissance des klassischen, fußläufigen Nahversorgers für Lebensmittel. Die Zahl ist beeindruckend: 92 Prozent der Konsumenten haben sich in einer Umfrage des Ökobarometers in Deutschland dazu bekannt, beim Einkauf regionale Lebensmittel zu bevorzugen. Laut Befragung des Marktforschungsinstitutes „konkret“ sind rund 70 Prozent der Verbraucher sogar bereit, einen höheren Preis für regionale Produkte zu bezahlen. Parallel zu dieser Hinwendung zu mehr regionalen Produkten haben seit 2008 Prozesse eingesetzt, die die klassische Nahversorgung in den Innenstädten und in dörflichen Gegenden neu auf die Beine stellen. Seitdem werden neue Konzepte der großen Lebensmittelfilialisten umgesetzt, die sich auf eine älter werdende Bevölkerung und den Wunsch nach fußläufiger Versor-

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gung einstellen. Damit hätten die klassischen Supermärkte dem Discount bereits Kunden abgejagt. Zwar herrsche bei den Dorfläden viel „Licht und Schatten“, was den wirtschaftlichen Erfolg angeht, aber in den Städten, vor allem in den Fußgängerzonen, konzentrierten sich neue Konzepte und Formate für den kleinflächigen Lebensmittelhandel zur schnellen Versorgung. Die Handelskonzerne sind vom Erfolg solcher Kleinflächen überzeugt. Diese Entwicklung werde sich verstärken, so die Experten. Zudem sinken die Verkaufsflächen: Bisherige Flächengrößen von 5000 bis 10.000 Quadratmetern wurden auf rund 1500 bis 2000 und sogar 450 Quadratmetern „geschrumpft“ und finden sich seit 2010 auch verstärkt in Fußgängerzonen.


bezirke 1

Eisack- und Wipptal

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Brenner Ortsobmann: Paolo Casazza 1 ; Ortsausschuss: Bruno Antoniol, Simone Pase, Rosmarie Pircher, Marco Teboni, Beatrice Zanella, Nicoletta Zanella Sterzing Ortsobmann: Matthias Knollenberger 2 ; Ortsausschuss: Rosario Coppola, Carmen Forer, Johannes Frick, Janina Graus, Lukas Siller, Welko Unterthiner, Andrea Volgger

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Eine starke Mannschaft hds-Ortsobleute und Ortsausschüsse neu gewählt

Meran/Burggrafenamt Algund Ortsobmann: Joachim Tauber 1 ; Ortsausschuss: Andreas Kienzl, Günther Plunger Lana Ortsobmann: Wilfried Lanz 2 ; Ortsausschuss: Horst Fischnaller, Magnus Fuchsberger, Hannes Hafner, Kristin Knoll, Annemarie Paris, Angelika Reissigl, Susanna Valtiner, Walter Vonach Marling Ortsobmann: Franz Inderst 3 ; Ortsausschuss: Benno Cicolini, Markus Gufler, Thomas Ladurner, Felix Lanpacher Naturns Ortsobmann: Johann Unterthurner 4 ; Ortsausschuss: Florian Alber, Peter Gritsch, Karin Platter, Martin Psenner, Patrick Schgör, Norbert Unterholzner, Gottfried Wohl­ farter St. Martin in Passeier Ortsausschuss: Elisabeth Götsch, Erich Kofler, Herbert Lanthaler, Manfred Pircher, Roman Raffl St. Nikolaus/Ulten Ortsobfrau: Veruschka Pircher 5 ; Ortsausschuss: Hans Berger, Klara Schwarz St. Pankraz/Ulten Ortsobmann: Walter Schönthaler 6

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Pustertal Gsies Ortsobfrau: Juliane Amhof 1 Mühlwald Ortsobmann: Paul Niederbrunner 2 Percha Ortsobfrau: Jacqueline Furtmayr 3 Prags Ortsobmann: Manfred Schmiedhofer

Vinschgau Schluderns Ortsobfrau: Brigitte Stecher; Ortsausschuss: Joachim Pircher, Johann Peter Platzer, Elmar Stecher

In diesen Wochen werden in allen Gemeinden die Verbandsgremien neu gewählt. Alle vier Jahre sind diese neu zu bestellen. Hier nun der dritte Block der neuen Mannschaft in den einzelnen Bezirken. Die aktuelle Liste unter www.hds-bz.it.

Bozen Stadt und Land

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Jenesien Ortsobmann: Nikolaus Plattner Kastelruth Orts­ obmann: Markus Griesser 2 ; Ortsausschuss: Oskar Goller, Christina Gross, Markus Karbon, Anita Rier, Angelika Seebacher, Walter Wörndle Kurtatsch Ortsobmann: Roland Mayr 3 ; Ortsausschuss: Carla Grazia Laurino Tramin Ortsobfrau: Rita Psenner 4 ; Ortsausschuss: Roland Luggin, Kristina Palma

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bezirke

Meran

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Meran / Burggrafenamt

Das neue Bild der Fußgängerzone

1650 Euro für Peter Pan

Freiheitsstraße, erste Bilanz gezogen, neue Projekte geplant. Seit einigen Monaten ist die Freiheitsstraße Teil der Fußgängerzone in Meran. „Die Erweiterung war eine wichtige und zukunftsweisende politische Entscheidung. Die Wohn- und Lebensqualität der Meraner Bürger werden langfristig durch diese Maßnahme erhöht“, so hds-Ortsobmann Gundolf Wegleiter. Er traf sich vor Kurzem mit dem Bürgermeister Günther Januth und den Stadträten Gabi Strohmer, Stefan Frötscher sowie Nerio Zaccaria, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Begleitet wurde er vom hds-Vertreter der Freiheitsstraße, Georg Hager, und Joachim Ellmenreich, Mitglied des hds-Ortsausschusses und Präsident der Altstadtvereinigung.

Bereits seit über zehn Jahren findet die erfolgreiche Weihnachtsaktion „Wünsch dir was“ statt. Kunden bekommen in allen teilnehmenden Betrieben für ihren Einkauf Lose, mit denen sie Einkaufsgutscheine gewinnen können. 2012 wurden Einkaufsgutscheine mit einem Gesamtwert von 1650 Euro nicht eingelöst. Dieser Betrag konnte vor Kurzem an die Vereinigung für krebskranke Kinder Peter Pan gespendet werden. Hier im Bild v. l. Klaus Gufler, Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Schenna, Sybille Tschager, Präsidentin des Vereins Peter Pan, hds-Bezirkspräsident Johann Unterthurner und Bezirksleiter Günther Sommia.

Neue Projekte stehen an Die erste Zwischenbilanz ist sehr positiv. Für die Freiheitsstraße wurde bereits ein Projekt zur Erneuerung der Beleuchtung in Auftrag gegeben. Ein neues Gesicht erhält die Straße außerdem durch 70 Blumentöpfe, die den Straßenrand mit Bäumen und Pflanzen zieren werden. „Erste gestalterische Maßnahmen beginnen bereits im März, im April werden die Erkenntnisse und weitere geplante Maßnahmen veröffentlicht“, so Bürgermeister Januth.

Trafen sich zu einem konstruktiven Gedankenaustausch: v. l. Georg Hager, Gundolf Wegleiter, Günther Januth, Gabriela Strohmer, Stefan Frötscher und Joachim Ellmenreich.

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1.com gent32 w w w.a - - - - - - - - - - - tionale Interna ür ation f Organis genten lsa Hande

berufsgruppen www.hds-bz.it/handelsagenten

Handelsagenten und -vertreter

Internationalisierung und Vorsorge im Mittelpunkt Die neue Pensionsreform und das Verwaltungssystem der Stiftung Enasarco sowie die Internationalisierung des Berufsbildes: Diese aktuellen Themen wurden bei der 51. Vollversammlung der Handels­- agenten und -vertreter FNAARC behandelt. Präsident Mirko Gandolfi (im Bild 2. v. l.) gab einen Rückblick über die Vorstandsarbeit der letzten Jahre und legte den Tätigkeitsbericht 2013 vor. „Es ist uns gelungen, die Aktivitäten des Landesverbandes neu zu organisieren und das Serviceangebot für die Mitglieder zu verbessern. Die erbrachten Beratungsleistungen haben stark zugenommen, darauf sind wir stolz“, so Gandolfi.

Neue Märkte erschließen. Über den Stellenwert und die Internationalisierung der Berufsgruppe referierte Adalberto Corsi, Präsident des gesamtstaatlichen FNAARCVerbandes, sowie Simonetta Maffizzoli, Verantwortliche für das Projekt Internationalisierung im nationalen Verband. Aufgrund der kritischen Wirtschaftslage in Italien müssen Märkte im Ausland erschlossen werden. Der Generaldirektor der Stiftung Enasarco, Carlo Bravi, berichtete über das Management der Pensionskasse, über die 2013 in Kraft getretene Reform und die mittel- bis langfristigen Auswirkungen auf die Berufsgruppe. Er verwies dabei auf das Serviceangebot und die Zusatzleistungen der Stiftung und informierte über die Immobilienverwaltung, die für eine nachhaltige Verwaltung der Pensionskasse von Bedeutung ist.

Vorstand neu gewählt. Im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung wurde auch der Vorstand neu gewählt. Die Vorstandsmitglieder bleiben für die nächsten vier Jahre im Amt. Sie haben im Rahmen der konstituierenden Sitzung die Aufgabe, den Präsidenten und den Vizepräsidenten des Landesverbandes der Handelsagenten und -vertreter zu bestellen.

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lsala@hds-bz.it

Der neue Vorstand Der neue FNAARC-Vorstand: v. l. Adolfo Ziller, Mirko Gandolfi, Günther Grossmann, Bernadette Unterfrauner, Vito De Filippi und Maurizio Degasperi. Das Präsidium wird im Rahmen der konstituierenden Sitzung gewählt.

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berufsgruppen www.hds-bz.it/svv www.hds-bz.it/handelsagenten

Handelsagenten und -vertreter

Enasarco: neue Zusatzleistungen

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Das Programm der Zusatzleistungen 2014 der Stiftung Enasarco enthält einige Neuerungen zur Unterstützung der Familien: 1 Die erste Leistung betrifft Familien mit Kindern unter drei Jahren, die eine Zulage von 1000 Euro als Beitrag für die Kinderhortkosten erhalten. 2 Die zweite Leistung ist für Familien mit behinderten Kindern bestimmt; auch in diesem Fall haben die betroffenen Familien Anspruch auf einen Beitrag von 1000 Euro für Pflege- und Betreuungskosten.

Verleger

Südtiroler Bücher weltweit bekannt machen Jüngste Generalversammlung mit Neu­­-

Wie bisher können hingegen Mitglieder, die die Mindestvoraussetzungen erfüllen, eine Reihe von Leistungen wie Geburten- oder Adoptionsgeld, Mutterschaftsbeitrag, Stipendien, Kur- und Thermenaufenthalte, Prämien für Doktorarbeiten, außerordentliche Zuwendungen und vieles mehr in Anspruch nehmen. Die vollständige Liste der Leistungen mit den detaillierten Informationen für die Inanspruchnahme, die Antragsformulare und die Angaben zu den Fristen können im hds-Internetportal unter Nützliche Dokumente eingesehen werden.

lsala@hds-bz.it

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wahlen. Das Verlagswesen besteht in Süd-

tirol aus einer kleinen Gruppe kulturfördernder Unternehmen. Die betriebliche Tätigkeit ist eng mit der lokalen Kulturszene und -politik verbunden. „Die Verleger erfüllen einen unverzichtbaren Beitrag, wenn es darum geht, die Leistungen Südtiroler Autoren, Wissenschaftler und Künstler der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu dokumentieren“, erklärt Präsident Hermann Gummerer, der bei den Wahlen in seinem Amt wiederbestätigt wurde. Als Herausforderung für die Zukunft bezeichnet Gummerer die Druckkostenbeiträge des Landes, die reformiert bzw. entbürokratisiert werden sollen. Das Programm Um die Südtiroler Bücher weltweit bekannt zu machen, haben die Verleger ein reichhaltiges Jahresprogramm zusammengestellt, das mit der Teilnahme an der internationalen Buchmesse in Frankfurt seinen Höhepunkt hat. Seit zwei Jahren nehmen die Ver-

leger auch bei der Münchner Bücherschau und an den Buchausstellungen in Stuttgart und Karlsruhe teil. Abgerundet wird das Programm auf lokaler Ebene durch die Mitgestaltung der „Buchwelten im Waltherhaus Bozen“ und den Kontakt mit den Bibliotheken im Rahmen der Buch- und Medieninformationstage.

Der neue Vorstand

Präsident: Hermann Gummerer Folio Verlag (r. im Bild) Vizepräsident: Aldo Mazza - Alpha Beta (l. im Bild) Vorstand: Gottfried Solderer - Edition Raetia, Ingrid Marmsoler - AthesiaTappeiner und Andreas von Mörl - A. Weger Verlag


Eventdienstleister www.hds-bz.it/eventdienstleister www.hds-bz.it/informatiker

V. l. HGV-Vizedirektorin Ester Demetz, Fachgruppenleiter Heinz Neuhauser, die Vizepräsidentin der Eventdienstleister Katrin Trafoier, Andreas Schatzer, der Geschäftsführer des Gemeindenverbandes, Benedikt Galler, die beiden Vorstandsmitglieder Oskar Stricker und Marco Buraschi sowie Alex Ploner.

Eventdienstleister

Bürokratie, Steuern und Sicherheit

Gedankenaustausch mit Tiroler Kollegen. Die Vereinfachung der Genehmigungsverfahren und der Sicherheitsvorschriften sowie die Reduzierung der Steuerbelastung waren die Themen des traditionellen Branchentreffens der Tiroler Eventagenturen, das Ende 2013 in Innsbruck stattgefunden hat. Mit dabei war auch eine Delegation der Südtiroler Eventdienstleister. „Diese Themen stehen auch bei uns in Südtirol an der Tagesordnung, sodass der Austausch mit den Tiroler Kollegen sehr wertvoll ist, und wir daher eine verstärkte Zusammenarbeit mit unseren Berufskollegen suchen“, unterstreichen die Vizepräsidentin der Berufsgruppe, Katrin Trafoier, und Bereichsleiter Heinz Neuhauser. Im Bild v. l. Heinz Neuhauser, Katrin Trafoier, der Tiroler Fachgruppenobmann Ferry Polai sowie der Geschäftsführer der Tiroler Eventagenturen, Bernhard Wanner.

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Gemeinden jetzt zuständig für Sicherheit Treffen mit Gemeindenverband. Sicherheitskontrollen auf öffentlichen Veranstaltungen erfolgen künftig nicht mehr durch ein Fachleutegremium des Landes, sondern über die Gemeinden. Darüber wurde ausführlich bei einer Begegnung zwischen dem neuen Präsidenten des Gemeindenverbandes, Andreas Schatzer, und den Eventdienstleistern im hds gesprochen. „Die notwendige Durchführungsbestimmung muss nun erfolgen und klare Rahmenbedingungen geschaffen werden,“ betont Alex Ploner, Präsident der Eventdienstleister. Die Fachgruppe will den Gemeinden beratend zur Seite stehen und ihre Erfahrungen weitergeben. Die Neuerungen sollen nicht zu einer Belastung der Veranstalter werden. Ein weiteres Treffen zum Thema ist bereits mit dem zuständigen Landesrat Arnold Schuler geplant.

Die nline tudie o S t a t s e A ützlich unter N nte . e Dokum

IT- und Internetdienstleister

Glasfaserleitungen bis in die Peripherie Internetnutzung in Südtirol, jüngste Astat-Studie erschienen. „Wir fordern eine Stärkung des ländlichen Raums und bessere Erreichbarkeit der Peripherie. Und dazu gehört das schnelle Internet durch Glaserfaserleitungen – ein entscheidendes Instrument für die vielen Kleinbetriebe in diesen Gebieten“, unterstreichen der Präsident der neuen hds-Fachgruppe IT- und Internet-Dienstleister, Reinhold Erlacher, und Vorstandsmitglied Philipp Moser, und nehmen damit Stellung zur jüngsten AstatStudie über die Internetnutzung in Südtirol. „Es brauche die Anbindung aller Betriebe und Haushalte. Wir fordern vor allem mehr finanzielle Mittel, sei es beim Ausbau des Landesglasfasernetzes wie auch bei der letzten Meile. Die Gemeinden, die sich in das sehr komplexe Thema erst einarbeiten müssen, sollen vom Land mehr Unterstützung bekommen“, so die beiden hds-Vertreter. Beispielsweise könnte die Rundfunkanstalt RAS die Projektsteuerung bei der Realisierung der letzten Meile übernehmen.

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berufsgruppen www.hds-bz.it/werbefachleute www.hds-bz.it/tankstellen

Werbefachleute

Kennen Land, Kultur und Leute 22

Tourismuswerbung im Vordergrund der Gespräche mit Meran-Marketing Direktor. In Südtirol sind über 120 Unternehmen im Werbe- und Kommunikationssektor tätig. Davon sind gut 54 Betriebe dem Werbefachverband Target angeschlossen. Dank der breit gefächerten Spezialisierung in den Bereichen Werbung und Kommunikation können die Unternehmen den privaten und öffentlichen Verwaltungen eine große Auswahl an Dienstleistungen bieten. Die Werbung im Tourismus war Hauptthema eines kürzlich stattgefundenen Treffens zwischen dem Direktor der Marketing Gesellschaft Meran, Thomas Aichner, und dem Präsidenten der Werbefachleute, Mario Viganò (links im Bild). Dieser hob hervor, dass die touristische Werbung effizienter ist, wenn sie von lokalen Experten gemacht werde, da sie Land, Kultur und Gesellschaft kennen. Direktor Aichner betonte, dass die Marketing Gesellschaft Meran ihre institutionelle Marketingfunktion mit der Förderung der lokalen Wirtschaft ergänze, weshalb Aufträge vorrangig an Betriebe vor Ort übergeben werden. Aichner und Viganò sind sich einig, dass diese Zusammenarbeit beispielhaft für eine gute Entwicklung im Tourismus als auch für die Südtiroler Wirtschaft sei.

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Tankstellenbetreiber

Haimo Staffler ist neuer Präsident Treibstoffmarkt, Zukunftstendenzen, Neuwahlen. Gar einige Themenschwerpunkte gab es im Rahmen der jüngsten Generalversammlung der Freien Tankstellen zu behandeln. Bei den Wahlen ging Haimo Staffler (hier im Bild) als neuer Präsident hervor. Er folgt somit auf den langjährigen Präsidenten Richard Kompatscher, der weiterhin im Vorstand der Berufsgruppe aktiv sein wird. Vizepräsident ist Giovanni Maria Gross. Petra Laimer und Franco Gigli wurden als weitere Vorstandsmitglieder gewählt. „Die Tankstellen spielen gemäß an deren Anzahl zum Unterschied zu vielen anderen Sparten eine überproportional große Rolle bei den Steuereinnahmen Südtirols“, so Haimo Staffler in seiner ersten Rede als Präsident. Wenn man bedenkt, dass der Steueranteil z. B. beim Benzinpreis 0,892 Euro pro Liter ausmacht, so ist nachvollziehbar, wieviel die Tankstellen zu den Steuereinkünften Südtirols beitragen. Das große Problem der Treibstoffpreisunterschiede zwischen Südtirol und Österreich soll in der Legislaturperiode des neuen Präsidenten vorrangig angegangen werden. Diesbezüglich wird es in den nächsten Wochen Aussprachen mit der Südtiroler Landesregierung, der Handelskammer Bozen und weiteren Institutionen geben.


berufsgruppen www.hds-bz.it/junge www.hds-bz.it/baustoffhaendler

Junge Unternehmer

Neuer Arbeitskreis gebildet Baustoffhändler

Nachhaltiges Bauen im Fokus Generalversammlung der Berufsgruppe im Rahmen der Klimahouse 2014. Bei der

diesjährigen Generalversammlung der Baustoffhändler hat Präsident Christian Geier Bilanz des letzten Jahres gezogen und die Ziele für 2014 aufgezeigt. „Eines der zentralen Themen wird die Nachhaltigkeit im Bauwesen sein. Die Sanierung von Gebäuden wird immer wichtiger und nimmt einen hohen Stellenwert gegenüber dem Bau von neuen Strukturen ein“. Gespräche drehten sich auch um Weiterbildung und allgemeine Geschäftsbedingungen. Die Weiterbildung ist ein weiteres Ziel, das die Baustoffhändler auch in diesem Jahr verfolgen möchten. „In den letzten Jahren sind viele neue und innovative Materialien auf den Markt gekommen. Die Mitarbeiter im Baustoffhandel müssen auf dem Laufenden sein, um den Kunden kompetente Auskünfte geben zu können“, so der Präsident weiter. Im Detail wurde auch über die Abänderungen der allgemeinen Geschäftsbedingungen gesprochen, die alle Mitglieder bemüht sind einzuhalten. Der Vorschlag einige Kostenzuschläge, die hauptsächlich den Bereich Transport und Zulieferungskosten betreffen, abzuändern, wurde von allen Anwesenden gutgeheißen.

Ranghohe Gäste bereichern Tagung. Anwesend war auch die Führungsspitze der gesamtstaatlichen Vereinigungen Federcomated und Sercomated, Giuseppe Freri und Luca Berardo. „Die Südtiroler Unternehmen haben es geschafft, ihre Betriebe rechtzeitig zu festigen und versuchen nun diese schwierige Zeit zu meistern,“ stimmten beide Vertreter überein. Abschließend präsentierte Gastreferent Thomas Grasso von der Bank für Trient und Bozen interessante Daten des Sektors Baustoffhandel, und Alexander Benedetti von der Südtiroler Maklervereinigung im hds sprach über die Entwicklung des Immobilienmarktes. Er unterstrich dabei, dass in den letzten Jahren ein klarer Trend zu mehr Nachhaltigkeit im Bauwesen zu erkennen sei.

Förderungskriterien für Neugründer sowie Betriebsübergabe sind die ersten Themen mit denen sich der neu ins Leben gerufene freie Arbeitskreis „Junge Wirtschaft Südtirol“ befasst. Die Gruppe setzt sich aus den Jugendorganisationen der Wirtschaftsverbände hds, HGV, SBB, LVH und Unternehmerverband zusammen. Die Vertreter trafen sich kürzlich zu einer zweitägigen Klausurtagung, beratend stand ihnen die Spitze des Südtiroler Wirtschaftsringes zur Seite. Durch Informationsaustausch und intensive Diskussionen zu aktuellen Wirtschaftsthemen will sich die Junge Wirtschaft Südtirol für die Belange von Jungunternehmern aller Wirtschaftsbranchen einsetzen.

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cwalzl@hds-bz.it

n emeine Die Allg ingungen ftsbed Geschä online unter e steh n kumente zur he Do Nützlic rfügung. Ve

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berufsgruppen www.hds-bz.it/baecker www.hds-bz.it/lebensmittelgewerbe

Lebensmittelgewerbe

Klang und Geschmack Bäcker

Beste Rezepte aus Regiokorn prämiert

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Süße Versuchung und pikante Details. Die Schüler der Hotelfachschule „Kaiserhof“ Meran waren im Rahmen eines Wettbewerbes aufgerufen, Rezepte aus Regiokorn zu kreieren. Ziel war es die Schüler für das regionale Getreide zu sensibilisieren und ihre Kreativität und Experimentierfreude zu fördern. Seit zwei Jahren bauen über 50 Bauern im Rahmen des Regiokorn-Projektes auf rund 80 Hektar Roggen und Dinkel an. Nach der Qualitätskontrolle der Mühle verarbeiten 35 Südtiroler Bäckereien das Mehl zu besonderen Brotsorten. Die Kaiserhof-Rezeptideen und mehr zum Projekt Regio­korn online unter Nützliche Dokumente.

Die Wissenschaft der Sensorik kennenlernen. Um die musikalische Interpretation besonderer Käsesorten, Fruchtaufstriche, Säfte und Weine ging es in der Verkostung „Klang & Geschmack“. Ob Klänge gewisse Geschmäcker darstellen können, erforscht die Wissenschaft der Sensorik. Diese Wissenschaft konnten die Teilnehmer in der Früchtemanufaktur von Alpe Pragas in Prags erleben. Insgesamt wurden sechs Geschmackstrilogien, jeweils eine Käsesorte, der dazu passende Fruchtaufstrich und ein Getränk, verkostet. Musiker interpretierten mit Saxofon und Keyboard die regionalen Spezialitäten.

ÖFFENTLICHE BEKANNTMACHUNG für die Annahme von Interessensbekundungen für die Vergabe mittels Konzession der gemeindeeigenen Liegenschaft im Petrarcapark, 10 (Bp. 4783 K.G. Gries), als gastgewerblicher Betrieb. Die Wirtschaftstreibenden, die interessiert sind, können die Online-Amtstafel auf der Website der Stadtgemeinde Bozen – www.gemeinde.bozen.it befragen und die bezüglichen Dokumente herunterladen. Die Interessensbekundungen können im Sekretariat des Amtes für Vermögen - Lanciastraße 4/A (BZ), 2. Stock, Sektor A, Zimmer Nr. 201 - während der Öffnungszeit für das Publikum hinterlegt werden oder mittels PEC Adresse bz@legalmail.it zugestellt werden; auf jeden Fall müssen besagte Interessensbekundungen innerhalb 21.03.2014 12.00 Uhr eingereicht werden. Die Durchführung dieser Interessensbekundung ist für die Gemeinde Bozen in keiner Hinsicht rechtlich verbindlich. Weitere Auskünfte können telefonisch unter der Nummer 0471/997276912 eingeholt werden. Der Direktor der Abteilung 8 – Vermögen und Wirtschaft Dr. Ulrike Pichler

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Bäcker

12.000 Euro für Südtiroler Lebensmitteltafeln Erfolgreiche Aktion „Jedes Adventbrot hilft“. Für die Bäckerinnung stand Weihnachten 2013 im Zeichen der Solidarität und der Spenden. Die Initiative „Jedes Adventbrot hilft“, in Zusammenarbeit mit der Mühle Rieper, wurde dabei erstmals durchgeführt. Stolze 12.000 Euro konnten gesammelt werden. Die Spendengelder kommen den Südtiroler Lebensmitteltafeln zugute. Die freiwilligen Helfer dieser Organisationen verteilen Grundnahrungsmittel an Not leidende Menschen in verschiedenen Orten unseres Landes. Die Scheckübergabe fand Ende Jänner in der Bäckerei Gasser in Brixen statt: v. l. Wolfgang Aumer, Verkaufsleiter Rieper Mühle, Richard Peer, Vorsitzender der Vinzenzkonferenz Brixen, Katrin Rieper, Unternehmensleitung Rieper Mühle, hds-Fachgruppenleiter Stefan Kuhn, Bäckermeister Christian Gasser und Gianfranco Ferri von der Lebensmitteltafel Sterzing.


www.hds-bz.it/baecker

Das neue Team ...

… und die neue Führung: v. l. Peter Mutschlechner, Johann Trenker und Sandro Pellegrini.

Die neuen Gremien in den Bezirken Bozen Stadt und Land

Bezirksinnungsmeister: Jürgen Pfitscher aus Bozen Stellvertreter: Sandro Pellegrini aus Bozen Vorstand: Horst Tschaikner aus Eppan, Gregor Weissensteiner aus Mölten und Mauro Morandini aus Tramin

Bäcker

Berufsgruppe formiert sich neu Ziele definiert, Ausbildung, Qualität, Regionalität und Modernisierung im Mittelpunkt. Im Rahmen der letzten Landesvor-

standssitzung der Bäckerinnung wurde Johann Trenker aus Toblach einstimmig zum neuen Landesinnungsmeister gewählt. Er folgt somit auf Benjamin Profanter aus Brixen, der die vergangenen vier Jahre die traditionsreiche Berufsgruppe geführt hat und aus beruflichen Gründen nicht mehr für diese Funktion zur Verfügung stand. „In den nächsten vier Jahren möchten wir die bisherige gute Arbeit fortführen und das Image der Bäckerinnung und des Berufes weiter steigern. Themen wie Aus- und Weiterbildung, Qualität, regionale Kreisläufe, aber auch Modernisierungsprozesse stehen im Mittelpunkt“, so Trenker in einer ersten Stellungnahme zu seinen Zielen. Mit über 130 Betrieben und Verkaufspunkten in Südtirol spielen die Bäcker aufgrund der flächendeckenden Präsenz in allen Orten und Tälern vor allem für die Sicherung der Nahversorgung und für die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Lehrstellen vor Ort eine entscheidende Rolle.

Der neue Landesvorstand Landesinnungsmeister: Johann Trenker aus Toblach Stellvertretende Landesinnungsmeister: Peter Mutschlechner aus Enneberg und Sandro Pellegrini aus Bozen Landesvorstand: Benjamin Profanter und Stefanie Torggler Alberti aus Brixen, Horst Tschaikner aus Eppan, Jürgen Pfitscher aus Bozen, Gregor Weissensteiner aus Mölten, Peter Schuster aus Mals, Martin Psenner aus Naturns, Joachim Tauber aus Algund und Hanspeter Zöggeler aus Tisens

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Meran/Burggrafenamt

Bezirksinnungsmeister: Joachim Tauber aus Algund Stellvertreter: Hanspeter Zöggeler aus Tisens Vorstand: Christian Kobler aus St. Leonhard in P., Herbert Psenner aus Naturns, Hannes Schwienbacher aus Ulten und Johannes Schmidt aus Lana Eisack- und Wipptal

Bezirksinnungsmeister: Benjamin Profanter aus Brixen Stellvertreterin: Stefanie Alberti aus Brixen Vorstand: Marius Kerschbaumer aus Vintl und Christoph Häusler aus Sterzing Pustertal

Bezirksinnungsmeister: Hans Trenker aus Toblach Stellvertreter: Peter Mutschlechner aus Enneberg Vorstand: Paul Gatterer aus Kiens, Stefano Gasser aus Stern im Gadertal, Matthias Amhof aus St. Martin im Gsies, Markus Knapp aus Gais sowie Georg Walder aus Toblach und Matthias Happacher aus Sexten Vinschgau

Bezirksinnungsmeister: Peter Schuster aus Mals Stellvertreter: Martin Psenner aus Naturns Vorstand: Roman Fuchs aus Martell, Andreas Tröger aus Laas, Karl Zerzer aus Mals und Astor Niederl aus Prad am Stilfserjoch

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bildung www.hds-bz.it/kursbroschuere

Mit Fokus auf aktuelle

hds-Schulungen

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Neue Weiterbildungsbroschüre erschienen, Arbeitssicherheit wiederum im Mittelpunkt der Organisationsstruktur. Der hds hat für den Frühjahr/Sommer 2014 ein intensives Kurssemester ausgearbeitet, einige dieser Schulungen werden in diesem hdsmagazin vorgestellt. Mehr unter www.hds-bz.it/kurse. Online können Sie sich auch jederzeit gerne zu den einzelnen Schulungen anmelden. Weitere Infos beim hds-Weiterbildungsteam in Bozen: Patrizia Anhof und Verena Kasal (T 0741 310 324/323, bildung@hds-bz.it).

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• Leiter des Arbeitsschutzdienstes (Arbeitgeber, niedriges Risiko)

• Arbeitnehmervertretung für Arbeitssschutz (Sicherheitsssprecher)

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, für seinen Betrieb eine Person zum Leiter der Dienststelle für Arbeitsschutz (LDAS) zu ernennen. Diese Funktion kann bei Handels- und Dienstleistungsbetrieben mit bis zu 200 Mitarbeitern oder bei Handwerks- und Industriebetrieben mit bis zu 30 Mitarbeitern der Arbeitgeber selbst ausüben. Arbeitgeber, die im eigenen Betrieb die Aufgabe des LDAS übernehmen, müssen die gesetzlich vorgesehenen Schulungen besuchen. Der hds organisiert in Bozen zum Thema einen 16-stündigen Abendkurs für das niedrige Risiko. Der Kurs findet am 10., 12., 17. sowie am 20. März von 18:00 bis 22:00 Uhr statt.

Auffrischungskurs zum Thema Erste Hilfe Die Sicherheitssprecher müssen jährlich einen Auffrischungskurs besuchen. Die Dauer dieses Kurses hängt jeweils von der Anzahl der Mitarbeiter im Betrieb ab. Die Kurse können modulartig nach Themenschwerpunkt gebucht werden, aber auch unabhängig voneinander. Am 14. März findet in Bozen ein vierstündiger Erste Hilfe-Kurs in italienischer Sprache statt. Dabei geht es in erster Linie um die Problemstellung „Erste Hilfe“, das Vorgehen beim Auffinden eines Notfallpatienten, die Durchführung der Herz-LungenWiederbelebung und das Training.

• Schulung für Brandschutzbeauftragte

• Arbeitssicherheit für Führungskräfte

Jeder Betrieb ist verpflichtet, je nach Risikoklasse und Betriebsgröße, eine angemessene Anzahl von Brandschutzbeauftragten zu ernennen. Bei Betrieben mit bis zu 5 Arbeitnehmern, in denen der Arbeitergeber selbst als LDAS fungiert, kann der Arbeitgeber auch die Funktion des Brandschutzbeauftragten übernehmen. Die Einstufung des Brandrisikos in einem Betrieb erfolgt auf der Grundlage des Ministerialdekrets vom 10.03.1998. Die Dauer des zu besuchenden Kurses hängt wiederum vom Brandrisiko im Betrieb ab, bei niedrigem Brandrisiko sind dies 4 Stunden. Der hds organisiert am 28. März in Bozen eine vierstündige Pflichtschulung in italienischer Sprache. Mehr Termine online.

Führungskräfte müssen eine von den Arbeitnehmern unabhängige 16-stündige Ausbildung absolvieren. Die spezifische Schulung für Führungskräfte ist für alle Risikostufen gleich. Die Seminare werden in vier Module gegliedert nach Inhalten gesetzlicher Natur, Organisation und Handhabung der Arbeitssicherheit im Betrieb, Risiken feststellen und bewerten sowie Kommunikation, Schulung und Befragung der Mitarbeiter. In Bozen findet am 20. und 21. März eine zweitägige Schulung in italienischer Sprache statt, in Meran am 1. und 7. April in Deutsch.


bildung • Die neue Lebensmittelkennzeichnung

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Welche Auswirkungen die EU-Regelung 1169/2011 zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und Nährwerten auf die bestehenden Produkte hat, erfahren Sie am 31. März in Bozen in einer Weiterbildungsveranstaltung des hds. Die neue Regelung zur Lebensmittelkennzeichnung tritt am 13. Dezember 2014, zur Nährwertkennzeichnung am 13. Dezember 2016 in Kraft. Bis dahin müssen alle Verpackungen umgestellt und die restlichen Mengen aufgebraucht sein. Referent zum Thema ist der hds-Experte Stefan Kuhn, T 0471 310 507, skuhn@hds-bz.it.

• HACCP, notwendiges Übel oder willkommene Chance? Zu diesem Fazit gelangen viele, wenn man bedenkt, dass im Bereich der Lebensmittelhygiene sich seit der Einführung der europäischen Hygieneverordnung vieles verändert hat. Das Hygienerecht ist aufgrund der parallel bestehenden nationalen und europäischen Verordnungen deutlich komplexer geworden. Daraus ergibt sich für Lebensmittelunternehmen zum einen ein erhöhter Informationsbedarf, zum anderen haben sie jetzt mehr Eigenverantwortung, aber auch die Pflicht, regelmäßige Hygieneschulungen zu besuchen. Der hds organisiert am 26. März in Bozen für HACCP-Verantwortliche eine entsprechende Schulung. Melden Sie sich gleich an, die Plätze sind begrenzt.

Der Weg in Die SelbStStändigkeit Der hds hilft. www.hds-bz.it/beratung

Von der Geschäftsidee zu einem konkreten Konzept. Die Experten der hds-Betriebsberatung helfen angehenden Betriebsgründern bei der Umsetzung und Planung ihrer Geschäftsidee. Unverbindliche Terminvereinbarung in den hds-Büros Bozen, Meran, Schlanders, Bruneck, Brixen und Sterzing. handels- und dienstleistungsverband Südtirol

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Zuverlässig, pünktlich und umfassend beraten! In Zusammenarbeit mit dem CAAF 50&PIÙ bietet der hds die Abfassung der Modelle 730/2013 an. Unsere Experten der Steuerberatung stehen Ihnen und Ihren Angestellten in unserem Hauptsitz in Bozen

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und in den Außenstellen von Schlanders, Meran, Brixen, Sterzing und Bruneck zur Verfügung. Für weitere Informationen und detaillierte Kostenvoranschläge: Elena Mosna, Verantwortliche für den Service Modell 730, T 0471 310 406, emosna@hds-bz.it, www.hds-bz.it/steuern.

CAAF 50&PIÙ

handels- und dienstleistungsverband Südtirol


betriebe informieren

Christine Horn behandelt auch Babys.

Supermarkt Knollenberger zieht in Container Neueröffnung des Geschäftes im April. Zur Zeit wird der Supermarkt Knollenberger in Sterzing umgebaut und Mitte April wieder eröffnet. Um die Nahversorgung im Ort bis zur Neueröffnung zu sichern und für die Kunden zur Verfügung zu stehen, ist Geschäftsführer und hds-Ortsobmann Matthias Knollenberger mit seinem Supermarkt vorübergehend in einen Container gezogen. „Der Container war für uns die einzige Möglichkeit, das Geschäft bis nach den Umbauarbeiten offen zu halten. Auf einer Verkaufsfläche von 125 Quadratmetern bieten wir unseren Kunden weiterhin dasselbe Sortiment“, so äußert sich Knollenberger zufrieden in seinem Container-Supermarkt. Die Zwischenlösung im Container wird von den Kunden positiv angenommen.

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Gesundheit und Wohlbefinden von Kopf bis Fuß Physio Horn, neues Konzept nach bewährtem Rezept. Mitte Dezember wurde nach erfolgreicher Erweiterung die Praxis Physio Horn am Brunnenplatz in Meran neueröffnet. Auf 200 Quadratmetern Wohlfühlfläche bietet das sechsköpfige Team rund um Inhaberin Christine Horn alles rund um Gesundheit und Heilung. Horn ist Physiotherapeutin und akademisch IAO ausgebildete Osteopathin. Erst kürzlich hat sie ihre Masterarbeit an der Fachhochschule für Gesundheit in Innsbruck abgeschlossen, das Team selbst besteht aus ausgebildeten Physiotherapeutinnen und Osteopathinnen. Die Praxis bleibt von Montag bis Freitag von 07:00 bis 21:00 Uhr und am Samstag von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Jeder, wie er es mag, zur passenden Zeit. Pfarrer Florian Pitschl segnete bei der Eröffnungsfeier die Räumlichkeiten. Unter den Gästen sah man den Bürgermeister von Meran, Günther Januth, sowie den Präsidenten des FC Südtirol, Walter Baumgartner. Die hds-Vertreter, Bezirksleiter Günther Sommia (r. im Bild) und Peter Kirchlechner, übergaben Christine Horn zum Auftakt die hds-Wanduhr als Geschenk. Kulinarisch gab es ein Freundschaftstreffen zwischen der Heimat der Inhaberin, dem Oberfranken, und Südtiroler Spezialitäten. Für die musikalische Umrahmung sorgte der bekannte Gitarrist Beat Heuberger.

Die hds-Mitgliedervorteile Entdecken auch Sie die große Welt der hds-Mitgliedervorteile. Alle aktuellen Preisvorteile finden Sie unter www.hds-bz.it/mitgliedervorteile. Mehr Informationen: T 0471 310 311, mitgliedervorteile@hds-bz.it.

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Den Immobilienmarkt ankurbeln Neue Formen des Immobilienkaufs und -verkaufs. Immer öfter geraten Bauun-

Der Vorteil beim „rent to buy“ liegt darin, dass der „Verkäufer“ bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises das Eigentum an der Immobilie behält und der zukünftige Käufer die Immobilie zwar sofort nutzen kann, aber den Preis über einen längeren Zeitraum abbezahlt, wobei die gezahlten Mietbeträge nicht verloren gehen, sondern, zumindest teilweise, auf den Kaufpreis angerechnet werden. Abhängig von den jeweiligen Erfordernissen der Vertragsparteien kann dabei der anfängliche Mietvertrag mit einem zweiten Vertrag (z. B. einem Optionsvertrag oder Vorkaufsvertrag) kombiniert werden oder in den Mietvertrag kann eine entsprechende Klausel aufgenommen werden. Die Formel „rent to buy“ besteht also aus zwei miteinander verbundenen Verträgen.

ternehmen oder Privatleute in die Situation, dass sie eine Immobilie verkaufen müssen, aber keine Käufer finden, weil diese zwar eine Wohnung kaufen wollen, aber auch aufgrund der zögernden Kreditvergabe der Banken nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen. Um dieser Krise des Immobilienmarktes entgegenzuwirken, haben sich in der Praxis beim Immobilienkauf und -verkauf zunehmend neue Vertragsformen entwickelt, die dem Käufer die Möglichkeit der Ratenzahlung und dem Verkäufer trotzdem die nötige Sicherheit bieten. Aus der Weiterentwicklung der traditionellen Immobilienverträge sind so die neuen Formeln „rent to buy“, „buy to rent“ und „help to buy“ hervorgegangen. Diese drei Lösungen, die sich untereinander unterscheiden und hier kurz vorgestellt Das Modell „buy to rent“. Beim so genannten werden, weichen vom herkömmlichen Kauf- „buy to rent“ wird hingegen ein Kaufvertrag modell ab, bei dem zeitgleich mit dem Ver- mit sofortiger Eigentumsübertragung abtragsabschluss auch die Zahlung durch geschlossen. In diesem wird festgelegt, den Käufer an den Verkäufer erfolgt. dass der Kaufpreis in einer bestimmten Anzahl von Raten zu zahlen ist und dass bei Das Modell „rent to buy“. Beim „rent to buy“ Nichterfüllung das Eigentum wieder an den wird zunächst ein Mietvertrag abgeschlos- Verkäufer zurückfällt. Das Eigentum geht sen, der sich dann in einen Kaufvertrag also sofort auf den Käufer über, aber wenn umwandelt, wenn die Summe der gezahlten dieser nicht zahlt, wird das Eigentum wieder Mieten den vereinbarten Preis für die Abtre- auf den Verkäufer zurückübertragen. Der Verkäufer, der die Notwendigkeit hat die Imtung des Eigentums erreicht.

hdsmagazin #3/14

mobilie sofort zu verkaufen, hat damit entsprechende Sicherheiten für den ausstehenden Betrag der Ratenzahlungen, die er dem Käufer eingeräumt hat. Diese Lösung kann in zwei verschiedenen Formen umgesetzt werden: Die erste Form ist der Verkauf mit Rückkaufsrecht, bei dem sich der Verkäufer also das Recht vorbehält, das Eigentum an der verkauften Sache durch Rückzahlung des erhaltenen Kaufpreises wiederzuerlangen. Die zweite Form ist der Verkauf unter auflösender Bedingung bei Nichterfüllung des Käufers, d. h. wenn der Käufer den vereinbarten Kaufpreis nicht zahlt, wird der Verkauf rückgängig gemacht und der Verkäufer erlangt das Eigentum an der verkauften Sache zurück. Das Modell „help to buy“. Die Formel „help to buy“ ist eine Art Hilfe, die den Zugang zur Finanzierung erleichtern soll. Dabei wird ein Vorkaufsvertrag abgeschlossen, der Anzahlungen in Höhe von bis zu 20 bis 30 Prozent des vereinbarten Kaufpreises vorsieht, die vom Käufer in Raten an den Verkäufer zu entrichten sind. Für den Restbetrag nimmt der Käufer einen Kredit bei der Bank auf. Nach Erhalt der Finanzierung zahlt der Käufer den Restbetrag an den Verkäufer und schließt den endgültigen Kaufvertrag ab.

Diese neuen Kaufmodelle, die zweifellos eine Alternative darstellen können, sind jedoch auch mit Vorsicht zu genießen. Einerseits handelt es sich um innovative Vertragsformen, deren zivil- und steuerrechtlichen Aspekte noch genau geregelt werden müssen, und andererseits gibt es auch hier wie bei allen Verträgen Vor- und Nachteile. Deshalb gilt es, den jeweiligen Vertragsinhalt stets genau zu prüfen und den Interessen der Parteien anzupassen.

RA Sabine Mayr, Rechtsberatung, T 0471 310 559, smayr@hds-bz.it


betriebsberatung www.hds-bz.it/beratung

Alkohol, bestellen Sie kostenlos das hds-Schild

UTIF-Lizenz

für den Verkauf alkoholischer Produkte Alle Betriebe, die Alkohol herstellen, verwenden und/ oder verkaufen (gastgewerbliche Betriebe, Geschäfte, Parfümerien, Friseure usw.) brauchen dafür eine eigene Lizenz. Die UTIF-Lizenz wird von der Agentur für Zollwesen ausgestellt und muss gut sichtbar im Betrieb ausgehängt werden.

Der Verkauf und die Verabreichung alkoholischer Getränke ist an gesetzliche Altersgrenzen und -gruppen gekoppelt: Der Verkauf und die Verabreichung von Alkohol an Minderjährige unter 18 Jahren ist verboten und wird mit einer Verwaltungsstrafe von 250 bis 1000 Euro bestraft. Die gesetzlichen Bestimmungen sind durch einen deutlich sichtbaren und gut lesbaren Aushang bekannt zu machen. Der hds stellt ein entsprechendes Schild seinen Mitgliedern kostenlos zur Verfügung: dieses kann unter www.hds-bz.it/ bestellung angefordert werden. Auch die Alkoholtabellen können online bestellt oder im hds-Büro in Ihrer Nähe abgeholt werden.

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Die Anfrage stellen, aber wie? Das Ansuchen um die UTIFLizenz für den Verkauf alkoholischer Produkte muss als Einschreiben mit Rückantwort übermittelt bzw. persönlich an das Zollamt Bruneck übergeben werden. Der entsprechende Vordruck ist auf www.hds-bz.it/beratung unter Nützliche Dokumente zu finden. Nicht genutzte UTIF-Lizenz zurückgeben? Dem Zollamt Bruneck müssen sämtliche Änderungen über Adresse, Übernahmen usw. schriftlich mitgeteilt werden. Bei Auflassung der Tätigkeit muss die Lizenz, samt Begleitschreiben der Schließung, dem Zollamt zurückgegeben werden.

Mehr Informationen: Alessandra Mezzanato, Betriebsberatung, T 0471 310 408, amezzanato@hds-bz.it

e-commerce Das neue hds-Beratungsangebot Mehr Infos bei den hds-Betriebsberatern vor Ort. www.hds-bz.it/beratung

hdsmagazin #3/14


steuerberatung www.hds-bz.it/steuern

Mit dem so genannten IMU-Dekret (GD Nr. 102/2013) wurde die zulässige Ausgabengrenze für die Absetzbeträge auf Versicherungen (Lebens-, Unfallversicherungen, Versicherungen für den Todesfall, dauerhafte Invalidität) wesentlich reduziert, und zwar von 1291,14 Euro auf: - 630 Euro für das Jahr 2013 und - 530 Euro für das Jahr 2014. IMU

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Weitere steuerliche Neuerungen ... ... für Unternehmer, Freiberufler und natürliche Personen Registergebühren bei Übertragung von

Sonderverwaltung NISF/INPS –

landwirtschaftlichen Gründen

Beitragssätze

Die fixe Registergebühr bei einem Ankauf von landwirtschaftlichen Grundstücken durch die Landwirte wurde zum 1. Jänner 2014 wieder eingeführt. Mit der Reformierung der Register-, Hypothekarund Katastergebühren war diese Begünstigung ursprünglich abgeschafft worden (siehe hdsmagazin 11/13 auf Seite 28/29). Der Ankauf von landwirtschaftlichen Grundstücken durch Landwirte bleibt nun begünstigt, da die Register- und Hypothekargebühr weiterhin in Form eines Fixbetrages und nur die Katastergebühr in Höhe von 1 Prozent geschuldet ist.

Für Rentner und anderweitig Versicherte, die einer freiberuflichen Tätigkeit mit Eintragungspflicht bei der NISF/INPS-Son- derverwaltung nachgehen, erhöhen sich 2014 die Betragssätze von 21 auf 22 Prozent. Für Freiberufler mit einer MwSt.Position ohne anderweitige Pensionsversicherung liegen 2014 die Beitragssätze unverändert bei 27,72 Prozent. Auf 28,72 Prozent erhöht wird der Beitragssatz hingegen für freiberuflich tätige Personen, die über keine MwSt.-Position verfügen.

IRAP-Abzugsbetrag für zusätzliche Neuanstellungen

Ab 2014 können Arbeitgeber einen weiteren Abzugsbetrag von der IRAP-Bemessungsgrundlage für jeden, mit unbefristetem Arbeitsvertrag neu angestellten Mitarbeiter in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist, dass die Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt erhöht wurde. Der Abzugsbetrag steht im Jahr der Anstellung und in den beiden Folgejahren in einer maximalen Höhe von 15.000 Euro zu.

hdsmagazin #3/14

Das Haushaltsrahmengesetz 2014 sieht eine Abzugsfähigkeit der IMU auf gewerblich genutzte Immobilien von unternehmerischen bzw. freiberuflichen Einkommen im Ausmaß von 30 Prozent für das Jahr 2013 vor. 2014 verringert sich die Abzugsfähigkeit auf 20 Prozent. Im Hinblick auf die IRAP bleibt die IMU weiterhin nicht abzugsfähig. Rückwirkend für das Steuerjahr 2013 und zusätzlich zur IMU sind wiederum die Einkommensteuer IRPEF und die diesbezüglichen Zusatzsteuern im Ausmaß von 50 Prozent auf nicht vermietete Wohnungen geschuldet, welche: - von Privatpersonen besessen werden, - in der gleichen Gemeinde liegen, in welcher der Eigentümer seine Hauptwohnung hat.

Überarbeitung der Steuerabsetzbeträge

Die Neuordnung der Absetzbeträge im Hin- blick auf die Einkommensteuer IRPEF wurde von der Regierung verschoben und an das Parlament delegiert. Dieses wird demnächst einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschieden. Die im Haushaltsrahmengesetz 2014 festgelegten Kürzungen werden somit (zunächst) nicht umgesetzt. Vorgesehen war ursprünglich, die zur Zeit geltenden Steuerabsetzbeträge mittels eigener Verordnungen zu überarbeiten. Wären diese nicht innerhalb 31. Jänner 2014 erlassen worden, so wären die Absetzbeträge in der Höhe von 19 Prozent wie folgt reduziert worden: - auf 18 Prozent für das Jahr 2013 und - auf 17 Prozent im Jahr 2014.

Moritz Schorn, Steuer- und Betriebsberatung, T 0471 310 407, mschorn@hds-bz.it



info arbeit www.hds-bz.it/arbeit

/ bz.it .hdsw w w ratung n e tione b orma d Inf zier ten in s r Hie r zer tifi se zu zu r es il-Ad E-Ma finden.

Einreichung von Anträgen mittels zertifizierter E-Mail-Adresse

Wenn keine eigenen telematischen Dienste angeboten werden, muss laut geltendem Gesetz die zertifizierte E-Mail-Adresse (PEC) benutzt werden. Auch wenn der telematische Dienst wegen eines Fehlers im Informatiksystem ausfällt, kann der Nutzer mit einer Nachricht über die PEC-Adresse seine Meldepflicht innerhalb der gesetzlichen Fristen erfüllen. Als Beweis, dass die Meldung nicht über den Onlinedienst gemacht werden konnte, muss der Nutzer eine Kopie des auf dem Bildschirm angezeigten Systemfehlers beilegen. Kontaktzentrum

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neue Dienste nur noch online Der Informatisierungsprozess der Unfallversicherungsanstalt geht weiter. Im Rahmen des Ausbaus der telematischen Dienste für die Kommunikation mit den Unternehmen hat INAIL jüngst bekanntgegeben, dass folgende Anträge ausschließlich online über die angebotenen Webdienste eingereicht werden können:

Weitere Auskünfte unter 803 164 für Anrufe aus dem Festnetz und unter 06 164 164 für Mobilfunk-Anrufe (gebührenpflichtig). Informationen zur Benutzung der Onlinedienste und zu Bestimmungen und Verfahren können auch unter www.inail.it („INAIL risponde/INAIL anwortet“) eingeholt werden.

Alberto Petrera, Bereichsleiter Arbeits- und Gewerkschaftsangelegenheiten, T 0471 310 501, apetrera@hds-bz.it

• Rekurse wegen einer Änderung des mittleren Prämiensatzes

für Unfallverhütungsmaßnahmen in den ersten zwei Unternehmensjahren, wegen einer Änderung des mittleren Prämiensatzes aufgrund der Unfallzahlen nach den ersten zwei Unternehmensjahren und wegen der Änderung des Prämienaufschlags für die Silikose-Versicherung. Die Rekurse müssen innerhalb von 30 Tagen ab der vollen Kenntnis der angefochtenen Maßnahmen eingereicht werden; dazu muss der unter www.inail.it/ricorsionline eingerichtete Onlinedienst genutzt werden. • Einreichung von begründeten Anträgen für eine Korrektur der Einstufung in die Tarifklassen und/oder für eine Korrektur der Klassifizierung der im Betrieb ausgeführten Arbeiten. Sowohl bei der Erstanwendung als auch bei nachträglichen Änderungen muss der Antrag über den dafür vorgesehenen Onlinedienst unter www.inail.it/denunce eingereicht werden. • A ntrag auf Berechtigung zur Vidimierung des einheitlichen Arbeitsbuchs während des Laserdrucks. Im Vidimierungsantrag muss die Firma das von der Softwarefirma erstellte Layout (tracciato) des einheitlichen Arbeitsbuchs angeben (von INAIL bereits vorab genehmigt oder noch zu genehmigen). Bei einem vorab genehmigten Layout gibt die Firma im Antrag die Nummer und das Datum der Genehmigung an, die von der Unfallversicherungsanstalt INAIL bereits an die Softwarefirma ausgestellt wurde, die das Arbeitsbuch ausdruckt. Wenn das Layout noch genehmigt werden muss, ist dem Antrag die Datei des Layouts beizulegen. Der Antrag muss über den dafür vorgesehenen Onlinedienst unter www.inail.it/ libro unico-autorizzazione stampa laser beantragt werden.

hdsmagazin #3/14

Sozialbeiträge müssen immer gezahlt werden Unternehmer müssen - im Falle von finanziellen Schwierigkeiten - die verfügbaren Geldmittel zum Zeitpunkt der Entlohnungszahlungen aufteilen. Das sieht ein aktuelles Urteil des Kassationsgerichts (Urteil Nr. 3705 vom 28. Jänner 2014) vor. Auf diese Weise soll die Einzahlung der geschuldeten Sozialbeiträge auf jeden Fall sichergestellt werden, auch wenn der Unternehmer dadurch nicht die volle Entlohnung zahlen kann. Die Pflicht, die Sozialabgaben zu zahlen, entfällt nicht einmal im Falle einer späteren Konkurserklärung.

apetrera@hds-bz.it


info aktuelles www.hds-bz.it/europa www.hds-bz.it/arbeit

NEWS VOM EUROPA POINT IM hds Wichtige Informationen im Netz

Erasmus für Jungunternehmer Von der EU-Kommission kofinanziertes Programm. Sind Sie ein angehender Unternehmer? Wollen Sie neue Kompetenzen für eine Unternehmensgründung oder für die erfolgreiche Leitung eines Unternehmens erwerben? Mit dem Programm „Erasmus für Jungunternehmer“ können Sie an einem grenzüberschreitenden Austausch teilnehmen; für den Aufenthalt beim Gastunternehmen und die Reisekosten gibt es finanzielle Unterstützung von der Kommission. Ihr Gastunternehmen können Sie aus einer umfassenden Reihe von KMUs aus verschiedenen Branchen und aus allen EU-Ländern auswählen. Die Aufenthaltsdauer kann ein bis sechs Monate betragen, der Aufenthalt muss nicht durchgehend erfolgen, zulässig sind auch einzelne Zeitfenster von jeweils mindestens einer Woche. Am Programm teilnehmen können Neuunternehmer jeglichen Alters, die auf der Grundlage eines tragfähigen Geschäftsplans ein Unternehmen gründen wollen oder deren Unternehmensgründung nicht länger als drei Jahre zurückliegt.

Neue Partner und neue Kooperationsmöglichkeiten. Hier handelt es sich um ein Projekt, von dem beide Seiten - sowohl der „Neuunternehmer“ als auch der Gastunternehmer - profitieren: Sie lernen neue Märkte und Geschäftspartner kennen und werden in neue Geschäftspraktiken eingeführt. Auf lange Sicht bietet Ihnen das Programm viele Kooperationsmöglichkeiten, und vielleicht entscheiden Sie sich ja auch dazu, die Zusammenarbeit fortzuführen. Im Rahmen des Auslandsaufenthalts lernen Sie andere Kulturund Organisationssysteme kennen, Sie erhalten Einblick in die Funktionsweise von Unternehmen anderer Länder und können gleichzeitig Ihre Sprachkenntnisse verbessern. Das Modell basiert auf dem Erasmus-Programm für Studierende. Das Programm, das versuchsweise 2009 gestartet wurde und auf den Methoden und Erfahrungen des Erasmus-Programms für Universitäten aufbaut, ist höchst erfolgreich; viele Unternehmer haben bereits mitgemacht und planen eine weitere Teilnahme. Lassen Sie sich diese Chance, Ihr Wissen und Können im Ausland auszutauschen und auszubauen und neue Märkte zu erschließen, nicht entgehen! Oder bieten Sie sich selbst als Gastunternehmen an!

Für weitere Informationen: Carla Vedovelli, Leiterin Europa Point, T 0471 310 322, cvedovelli@hds-bz.it.

Online unter Nützliche Dokumente ist die Lohntabelle zu finden sowie das Landesabkommen zur Regelung der Lehre im Handels- und Dienstleistungsbereich. Das Abkommen betrifft alle Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren, die mit einem Lehrvertrag zum Erwerb einer Qualifikation und eines Berufsdiploms eingestellt sind. Das Gewerkschaftsabkommen zur traditionellen Lehre – Typ A wurde vor Kurzem von den Gewerkschaften des Tertiärsektors und dem hds unterzeichnet.

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Achtung vor

irreführenden Geschäftspraktiken

Zahlreiche Südtiroler Betriebe erhalten in letzter Zeit Posterlagscheine für die Eintragung in verschiedene Verzeichnisse und Register, die den Eindruck erwecken, sie seien verpflichtend und von der Handelskammer oder anderen Behörden vorgeschrieben. Bei den betroffenen Betrieben handelt es sich meist um neu gegründete bzw. Unternehmen, die gerade eine Änderung im Handelsregister vorgenommen haben. Diese Zahlungsaufforderungen erfolgen nicht im Auftrag der Handelskammer Bozen und es gibt auch keinerlei Pflicht, die angegebenen Beträge zu bezahlen. Weitere Informationen erteilt die Handelskammer Bozen: Ivo Morelato, T 0471 945 629, ivo.morelato@handelskammer.bz.it.

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