Italienische Post AG – Versand im Postabonnement– G.D. 353/2003 (konv. Ges. Nr. 46, 27.02.2004) Art. 1, Abs. 1, CNS BOZEN · Jahrgang LXIII · 11/2015 · IR
hds magazin
#11/15 am
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Monatsmagazin des Handelsund Dienstleistungsverbandes Südtirol hds-bz.it
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handels- und dienstleistungsverband Südtirol
editorial
Öffentliche Auftragsvergabe: ein Schritt weiter Der Gesetzentwurf zur öffentlichen Auftragsvergabe liegt seit Mitte Oktober vor. Die Landesregierung hat den Entwurf verabschiedet und dem Landtag zur Diskussion und endgültigen Verabschiedung übermittelt. Von einer eigenständigen Vergaberegelung verspricht sich nicht nur die Landesregierung, sondern auch der hds nachhaltige Impulse für die heimische Wirtschaft, insbesondere indem auch kleineren Unternehmen ein leichterer Zugang zum öffentlichen Markt ermöglicht wird. Der hds hat sich von Beginn an mit diesem Thema beschäftigt und immer wieder seine Verbesserungsvorschläge den zuständigen Stellen vorgebracht. Es war dem Verband besonders wichtig, den Besonderheiten der vielen lokalen Familien- und Kleinbetriebe Rechnung zu tragen. Dem hohen Qualitätsstandard der Südtiroler Produkte und Dienstleistungen soll nun Rechnung getragen werden, indem bei Auswahlverfahren unter dem Schwellenwert (zwei Millionen Euro bei Bauaufträgen und 207.000 Euro bei Lieferungen und Dienstleistungen) eine beschränkte Anzahl von Betrieben eingeladen werden, ein Angebot einzureichen, bei denen die Qualitätsstandards garantiert sind. Bei Ausschreibungen über dem Schwellenwert hingegen sieht der Gesetzentwurf vor, dass öffentliche Auftraggeber den Zuschlag vorzugsweise auf Grundlage des wirtschaftlich günstigsten Angebots erteilen. Ausschlaggebend für die Zuschlagserteilung soll daher nicht der billigere Preis, sondern das Preis-Leistungs-Verhältnis des Produktes oder der Dienstleistung sein. Des Weiteren sieht der Gesetzesentwurf bürokratische Entlastungen vor, wie beispielsweise, dass das Einreichen der eigenverantwortlichen Erklärung nur durch den Zuschlagsempfänger oder die Befreiung von der telematischen Abwicklung für Direktaufträge auch weiterhin beibehalten werden. Die elektronische Vergabe ist also erst ab einem Betrag von 40.000 Euro verpflichtend, sowohl für die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen, als auch von Bauaufträgen. Unternehmen, die kurze Transportwege zurücklegen müssen, sollen bevorzugt behandelt werden. Die Rahmenbedingungen stimmen. Wir hoffen aber, dass jetzt die öffentlichen Vergabestellen alle Möglichkeiten ausloten und die Ausschreibungen so gestalten, dass Südtiroler Betriebe eine reelle Zugangschance haben. Für den hds braucht es hier ein Umdenken und ein klares Bekenntnis zum örtlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gefüge.
Bernhard Hilpold, hds-Direktor
titelgeschichte Mein Geschäft in Szene setzen
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aktuelles Das neue Verkaufstalent 2015
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trends Kleidung vor Schuhe
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bezirke Merans Kaufleute rechtzeitig informieren
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berufsgruppen Das Resümee Hotel 2015
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bildung Ernährungstipps für kalte Tage
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betriebe informieren Farben Demattia feiert rundes Jubiläum
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rechtsberatung Mehr zum Verkauf an Messeständen
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info aktuelles Die Termine zum Winterschlussverkauf
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Redaktion, Verwaltung und Werbung: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, F 0471 310 396, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes und Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Mauro Stoffella (Bereichsleiter Kommunikation) Redaktion: Dr. Sergio Colombi, Dr. Martina Reinstadler, Manuela Seebacher Grafisches Konzept: Gruppe Gut – www.gruppegut.it titelbild: istockphoto Grafik: Stefano Hochkofler Fotos: Pablo Acero, freeimages, istockphoto, Helmuth Rier, Shutterstock Druckerei: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen Aufgegeben am 3. November 2015 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Herausgeber: Handelsund Dienstleistungsverband Südtirol Genossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana
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„Als Stilelement ist im Eingangsbereich der recipe table von besonderer Bedeutung. Dieser zentrale Feature Point dient der Präsentation aktueller Ware, unterstützt bei der Entscheidung für das richtige Outfit und rückt als Orientierungshilfe die Kundenbeziehung in den Mittelpunkt“, erklärt Wolfgang Gruschwitz.
Pimp your shop Sich richtig in Szene setzen Einladende Verkaufsräume, moderne Warenpräsentation und ein innovativer Webauftritt: Die Anforderung der Kunden an den Einzelhandel steigt, genauso wie die Konkurrenz. Umso wichtiger ist es, die Einzigartigkeit seines Betriebes zu unterstreichen und aus der Masse herauszustechen. Denn ein Alleinstellungsmerkmal trägt zunehmend zum Erfolgsfaktor bei. Beim diesjährigen Tag des Handels am 12. November bekommen Sie wertvolle Tipps, wie Sie Ihren Laden perfekt in Szene setzen können – online und offline. Um alle Aspekte der Geschäftspräsentation abzudecken, referieren drei internationale Experten zu den Themen Onlinepräsenz, Ladendesign und Schaufenstergestaltung.
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Durch die Globalisierung, die steigende binden. Raumplanung, Innenarchitektur Konkurrenz und die hohen Ansprüche der und Präsentation der Waren sind Teil davon. Konsumenten hat die Ladengestaltung im „Der Einzelhandel hat erkannt, dass der Einzelhandel eine neue Definition bekom- Besuch vor Ort den Kunden etwas Einmen. Retail Design bedeutet mehr als die zigartiges bieten kann: ein ganzheitliches attraktive Gestaltung eines Verkaufsraums. Einkaufserlebnis,“ sagt Gruschwitz. Dies Es bedeutet, die Idee eines Ladens für die zu vermitteln, ist sein Job. Durch die VerKäufer sichtbar und erlebbar zu machen. bindung von Funktionalität und Emotion Das Verkaufslokal soll Kunden zum Kauf kreiert er Innenräume, die sich vom Mainmotivieren, die Philosophie des Unterneh- stream abheben und den Kunden zum Wiemers widerspiegeln und Trends berücksich- derkehren anregen. tigen. Wie kann das gelingen? Der Architekt Wolfgang Gruschwitz gehört zu den renom- Function follows Emotion miertesten Ladendesignern in Deutschland. Emotionen im Handel zu vermitteln, ist Als Hauptreferent spricht er beim Tag des das Ziel eines tollen Store Designs. Die Handels über Emotional Retail Design, der Funktionalität eines Ladens muss bei der Kunst Funktionalität mit Emotionen zu ver- Konzeption einer neuen Ladengestaltung
titelgeschichte
Im Münchner Orsay Store kreierte Gruschwitz eine Wohlfühlatmosphäre, die den Kunden Sicherheit und Halt vermittelt.
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stets im Kopf behalten werden. Gruschwitz hat das Prinzip function follows emotion geprägt und hält sich in seiner Arbeit stets daran. „Design lebt von Funktionalität und wird durch Emotionalität belebt. Ein gutes Design ist jedoch nichts wert, wenn die Funktion nicht stimmt. Wir müssen immer die Funktion im Kopf haben, die Emotion wird dann oben drauf gesetzt“, erklärt Gruschwitz. Gute Gefühle können durch Licht, Duft und digitaler Technik inszeniert
werden. Emotionalität wird auch dadurch vermittelt, indem man eine Wohlfühlatmosphäre oder Überraschungsbereiche für die Kunden schafft. Dabei muss Retail Design nicht immer mit hohen Umbaukosten verbunden sein. „Bereits durch eine neue Farbgebung oder einen Wandaustausch kann viel erreicht werden“, so der Designer. Merchandising nimmt im Ladenbau eine immer wichtigere Rolle ein. „Eine einladende Warenpräsentation ist oft entscheidend
über Erfolg oder Misserfolg von Produkten. Der Kunde möchte wissen, wie Waren kombiniert oder eingesetzt werden können. Design schafft Einzigartigkeit und steigert die Wertschätzung. Gutes Design reflektiert auch auf die Ware, wodurch sie mehr Wertigkeit bekommt“, sagt Gruschwitz.
Fortsetzung auf Seite 6
Von Mund zu Mund Die Wege zum Endverbraucher sind in der Werbung vielfältig. Die Kommunikationswege vermehren sich ständig. Welche ist nun die beste Werbung? Die Antwort ist: Jene, mit der der Unternehmer einen zufriedenen Kunden für sich gewinnt. Dabei wird allzu oft vergessen, dass der Kunde und Konsument zum besten Werbeträger gehören. Einer Umfrage eines weltweit führenden Anbieters von Informationen und Erkenntnissen zum Verbraucherverhalten zufolge, gaben 88 Prozent der Befragten in Deutschland an, die Empfehlung von Bekannten sei die Werbe- bzw. Kommunikationsform, der sie am meisten vertrauen. Und hier hat der Einzelhandel einen großen Vorteil gegen über anderen Bereichen: die Kundennähe. Je mehr Gespräche geführt
werden und eine kontaktreiche, vertrauensvolle Zusammenarbeit gepflegt wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde seinen Einkauf oder eine andere Dienstleistung auch bei diesen Betrieben tätigt bzw. beansprucht. Der persönliche Kontakt ist ein großer Wettbewerbsvorteil – gerade in einer Welt der Anonymisierung und Austauschbarkeit. Wenn wir so wollen, ist Mundwerbung nach wie vor die nachhaltigste Form der Werbung.
Mauro Stoffella, Bereichsleiter Kommunikation
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Goldene Regeln
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Gruschwitz hat einige Leitlinien, die er bei der Verwirklichung seiner Projekte beachtet. „Eine klare Strukturierung ist beim Grundriss eines Geschäftes entscheidend. Dies nennt man Funktion. Dazu gehören auch tote Winkel, die vermieden werden sollten. Wege und Gänge sollten nicht zu eng bzw. zu breit sein. Das Design soll immer auf die Zielgruppe des Geschäftes abgestimmt sein. Wichtig ist auch eine gute Inszenierung des Lichtes. Man muss auf ein Lichtverhältnis von 1:3 achten. Bei der Regalhöhe gilt das Arenaprinzip, nach hinten wird man immer höher und erreicht so eine Fernwirkung. Auch die Blickachsen müssen beachtet werden, sie sollen die Leute automatisch von Punkt zu Punkt führen“, sagt der Experte. Geschäfte mit kleinen Verkaufsflächen können durch ihre Individualität punkten. „Gerade bei älteren Häusern kann man die Architektur sprechen lassen. Möbel können viele Geschichten erzählen. Zum Beispiel eine alte, schön dekorierte Kommode oder ein Melkschemel. Hier gilt es die Individualität mit witzigen Elementen nach vorne zu bringen. Spiegel können sehr viel vergrößern oder verändern“, so Gruschwitz.
1 Wolfgang Gruschwitz ... ... studierte Bauingenieurwesen an der TU München. Schon früh setzte er sich mit den Themen Gastronomie, Handel und Verkaufsförderung auseinander, arbeitete zwei Jahre lang als Lichtplaner. 12 Jahre lang leitete er Projekte im elterlichen Architektenbüro. Seit 2003 führt Gruschwitz sein eigenes Unternehmen mit Sitz in München und Moskau. Zu seinen Kunden zählen unter anderem der FC Bayern, Red Bull, Mango und Zara. Mehr Infos gruschwitz.de, Twitter: @WGruschwitz. 2 Monica Gagliardi ... ... Expertin für E-Commerce, Customer-Relationship-Management, Web und Digital Marketing. Monica Gagliardi ist seit mehr als 17 Jahren im Bereich Marketing tätig. Sie hat Erfahrungen im Lebensmittelhandel bei Coop Italia und Interdis gesammelt und ist derzeit CRM und E-Commerce Direktorin im Modebereich bei OVS. 3 Günter Nowodworski ... ... gründete vor 20 Jahren die Werbeagentur Now Communication im bayerischen Aichach. Der Kommunikationswirt ist gelernter Verlagskaufmann und Journalist. Seit 15 Jahren leitet er MarketingWorkshops und doziert an der Dualen Hochschule in Heilbronn. Seit 2014 ist Günter Nowodworski zudem Marketingleiter der Area Management GmbH, Xanten. Ab 2016 engagiert er sich als Referent der Umdasch Academy zum Thema Neukundenturbo E-Communication.
Den Trends voraus
Digitalisierung ist in aller Munde und beeinflusst auch das Retail Design. Click und collect ist hier das Stichwort. „Der Kunde sucht sich online die Waren aus und holt sie anschließend im Geschäft ab. Für den Kunden hat das den Vorteil, dass er sich die Kosten für den Versand spart und nicht zu Hause sein muss, wenn die bestellten Produkte ankommen. Der Händler hat die Möglichkeit cross-selling zu betreiben. Er kann den Kunden in den Laden holen, zusätzliche Produkte anbieten und somit
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mehr verkaufen. Bei diesem Trend spielt der Counter eine entscheidende Rolle. Die Verkaufstheke muss entweder unabhängig von den Ladenöffnungszeiten konzipiert werden oder im Kassenbereich integriert werden. Oder es kann dadurch ein VIPBereich geschaffen werden. Der Trend ist da, dass man die Leute länger im Geschäft halten will und durch Store Design sie emotional beeinflusst. Dies gelingt am besten mit Platz und Ambiente“, sagt Gruschwitz.
Ein weiterer Trend, der nicht fremd ist, ist jener der Nachhaltigkeit. „Dieser langfristige Trend bedeutet flexibel zu sein mit den Möbeln. Auch deshalb, weil man nicht weiß, wie es mit der On- und Offlinewelt im Handel weitergeht und wohin sie sich entwickelt. Viele Händler sind sich unsicher, welche Investitionen in Zukunft getätigt werden müssen. Durch die passenden Möbel kann man sich sehr schnell an Veränderungen anpassen und kann flexibel sein.“
titelgeschichte Motivierte Verkäufer begeistern
Die Kaufentscheidung, geht einher mit gut geschultem und serviceorientiertem Personal. „Egal wie gut ein Storekonzept ist, ein sehr gutes Personal kann ein schlechtes Store Design auffangen. Umgekehrt ist es so, dass ein schlechtes Personal ein gutes Store Design ziemlich schnell kaputt machen kann. Das Lachen im Gesicht und die Freundlichkeit sind immer noch die wichtigsten Aspekte im Verkauf. Auch die Beratung ist ein Hauptaugenmerk, auf das sich der Händler konzentrieren muss. Store Design ist nur eine Unterstützung und bildet einen schönen Rahmen das Personal zu motivieren,“ so Gruschwitz abschließend. Ein offener Blick
Durch Serviceorientiertheit und Originalität punkten, dies will Gruschwitz den Südtiroler Kaufleuten mit auf den Weg geben. Sauberkeit, Ordnung, Freiheiten und Flächen schaffen, gilt es in der Ladengestaltung umzusetzen. „Der Eingangsbereich soll ein Gefühl des Willkommenseins und sofort einen Wow-Effekt vermitteln. Sitzgelegenheiten sollte es geben, der Blick immer in das Geschäft gerichtet. Bereits im Eingangsbereich soll die schön dekorierte Ware gleich ins Auge stechen. Gehen Sie selbst mit einem offenen Blick durch Ihr Geschäft und Sie werden so manches anders sehen“, so die Tipps des Experten.
TAG DES HANDELS 2015 Die Fachtagung findet am 12. November 2015 im Hotel Four Points by Sheraton (Saal Elena Walch) in Bozen statt. Drei Expertenvorträge zu den Themen Schaufenstergestaltung, E-Commerce und Retail Design stehen auf dem Programm. Beginn der Veranstaltung ist 18:30 Uhr.
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Günter Nowodworski Starke Außenwirkung – Das 1 x 1 innovativer Schaufenstergestaltung Monica Gagliardi Emotional Journey – Wenn Gefühle das Kaufverhalten im Netz beeinflussen Wolfgang Gruschwitz Emotional Retail Design – Nichts ist beständig außer der Wandel Simultanübersetzung Anmeldung:
reception@hds-bz.it, T 0471 310 311
Martina Reinstadler, Kommunikation, T 0471 310 309, mreinstadler@hds-bz.it
Die Atmosphäre am POS wird geprägt durch die Spitzenqualität des Angebots, verbunden mit traditioneller Handwerkskunst und hochwertigen Materialien: Der Lloyds Shoes Store in Berlin.
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Bargeldgrenze bei 3000 Euro
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Gut gemeint, falsch getroffen
Mehr Wertschöpfung für Grenzregion Südtirol. Der hds Neues Gesetz zu Sonn- und Feiertagsschließungen. Im begrüßt den Willen des Ministerpräsidenten Matteo Renzi, im römischen Senat wird derzeit über einen Gesetzesentwurf disHaushaltsgesetz 2016 die Anhebung der Obergrenze für Bargeld- kutiert, der in Italien die Einführung von 12 Sonn- und Feiertagszahlungen vorzusehen. „Die Anhebung von 1000 auf 3000 Euro schließungen vorsieht. Der hds zeigt sich vom derzeitigen Entwurf ist ein Schritt in die richtige Richtung und sorgt für mehr Wett- enttäuscht. „Der aktuelle Vorschlag, 12 Pflichtschließungen im bewerbsfähigkeit vor allem im Südtiroler Einzelhandel“, erklärt Jahr einzuführen, wobei der Handelsbetrieb die Möglichkeit hat, hds-Präsident Walter Amort. Mit diesem Schritt gleicht Italien sei- diese auf sechs zu reduzieren, ist nur eine Augenauswischerei“, krine Bestimmung jenen der anderen europäischen Länder an. Das tisiert hds-Präsident Walter Amort. Haushaltsgesetz wird dem Parlament vorgelegt. „Die vorgesehenen 12 Feiertags-Pflichtschließungen im Jahr könIn den vergangenen Monaten hat es immer wieder Versuche und nen auf bis zu sechs reduziert werden. Dabei soll der Unternehmer Vorschläge gegeben, um diesen offensichtlichen Wettbewerbsnach- selbst entscheiden können, an welchen sechs Feiertagen er sein teil gegenüber anderen Ländern, wo die Bargeldgrenze weit höher Geschäft öffnen möchte. Im Grunde ändert das kaum die jetzige liegt, auszumerzen. „Hoffentlich folgt nun auch die definitive Situation, in der wir die totale Liberalisierung haben“, meint Amort. Umsetzung. Für Südtirol wäre diese Harmonisierung mit den Be- Es bräuchte mindestens 20 Sonn- und Feiertage, an denen alle Gestimmungen in anderen europäischen Ländern eine bedeutende schäfte verpflichtend geschlossen sein sollten. In anderen europäMaßnahme, denn sie schafft mehr Wertschöpfung besonders in ischen Staaten wie Deutschland und Österreich ist die SonntagsGrenzregionen, wo im benachbarten Ausland wie in Österreich schließung die Regel und nicht die Ausnahme. und der Schweiz andere Bestimmungen gelten“, sagt der hds-Prä- Der hds hofft nun, dass sich der Senat für eine angemessene Ansident. zahl an Sonn- und Feiertagsschließungen ausspricht.
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aktuelles
Lieferten sich ein spannendes Finale: v. l. die Gewinnerin Samanta Giersch, Norbert Oberlechner, Michael Payrer, Nadine Aichholzer und Elisa Schwienbacher
Verkaufen mit Talent und Freude Südtirols neues Verkaufstalent heißt Samanta Giersch. Südtirols beste Berufs- und Fachschüler aus dem Bereich Handel und Verwaltung haben am Freitag, 23. Oktober im Rahmen des siebten Berufswettbewerbes für Verkäuferlehrlinge ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Samanta Giersch aus Dorf Tirol hat den diesjährigen Wettbewerb gewonnen und darf sich Verkaufstalent Südtirol 2015 nennen. Im Berufsbildungszentrum von Bruneck hat sich die Jungverkäuferin gegen vier weitere Finalisten durchgesetzt. Auf Rang zwei landete Norbert Oberlechner aus St. Lorenzen, gefolgt von Michael Payrer aus Ratschings auf Rang drei. Die weiteren zwei Finalisten waren Nadine Aichholzer aus Algund und Elisa Schwienbacher aus
Burgstall. Der Berufswettbewerb Verkaufstalent Südtirol wird vom hds in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum Bruneck durchgeführt. Der Bereichsdirektor für Deutsche Berufsbildung, Hartwig Gerstgrasser, der Bezirkspräsident des hds, Philipp Moser, und der EbK-Verwaltungsrat Raimund Schifferegger gratulierten den jungen Nachwuchskräften zum tollen Erfolg.
shoot, cut and win: noch Zeit bis 13. November!
Ein toller Videowettbewerb gezeichnet my job, my life! Den jungen Erwachsenen bieten die Berufe des Handels und der Dienstleistungen Vielseitigkeit und Abwechslung. Faktoren, die bei der Berufswahl der jungen Generation immer wichtiger werden. Mit einer neuen landesweiten Sensibilisierungskampagne in Form eines Videowettbewerbs werden diese Berufe in das Rampenlicht gerückt.
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Die nächste Etappe
Gewinnerin Samanta Giersch, Michael Payrer und Nadine Aichholzer werden am 11. November 2015 in Salzburg am internationalen Berufswettbewerb Junior Sales Champion International teilnehmen.
Details and facts
my job, m
mach mity ,life! mit deinem V
ideo
t das der coolen Job und wills ive, Du hast einen tollen, deinem Clip: be creat Dann mach mit, mit ganzen Welt zeigen. Wir freuen vor. f Beru n e uns deine . 2015 mber nove be successful - Stell 13. ist der ag. Einsendeschluss uns auf deinen Beitr
Mach mit, mit deinem Video: Unter diesem Slogan können die Teilnehmer kurze Filmclips einsenden, die ihren Berufsalltag zeigen und ihren Job näher vorstellen. Zu gewinnen gibt es drei Reisegutscheine im Wert von 2.000, 1.000 und 500 Euro. Teilnehmen können junge Berufstätige (Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Lehrlinge) im Alter von 15 bis 32 Jahren. Einsendeschluss der Videos ist der 13. November 2015. Der Anmeldeschein für die Teilnahme und die Einsendekriterien sind auf myjobmylife.it zu finden. Der Wettbewerb wird vom hds mit Unterstützung der Bilateralen Körperschaft für den Tertiärsektor (EbK) durchgeführt.
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aktuelles Internet und neue medien
Big Selling Days immer beliebter
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Große Onlineverkaufsaktionen immer erfolgreicher. Im E-Commerce gibt es keinen Saisonschlussverkauf im engeren Sinne. Einem Abverkauf am nächsten kommen die so genannten Big Selling Days: An einigen ausgewählten Tagen locken die wichtigsten E-Commerce-Betreiber, aber auch traditionelle Händler, mit besonders günstigen Preisen. In Europa ist der Black Friday, d. h. der Freitag nach dem Thanks Giving Day, am bekanntesten, mit dem die Saison der Weihnachtseinkäufe eröffnet wird. Aber es gibt auch den Cyber Monday, den Montag nach dem Schwarzen Freitag, an dem vor allem elektronische Geräte günstig angeboten werden; der Small Business Saturday fällt hingegen auf den Samstag nach dem Thanks Giving Day. Am letzten Cyber Monday wurde an einem Tag ein Umsatz vom 2,3 Milliarden Dollar verzeichnet, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am 11. November, dem wichtigsten Big Selling Day in China, hat der E-Commerce-Koloss Alibaba in weniger als zwei Stunden einen Umsatz von zwei Milliarden Dollar erzielt, am Ende des Tages waren es über neun Milliarden.
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Aus Google wird Alphabet Google kündigt Konzernumbau an.
Eine Holding soll als Dachfirma für die verschiedenen Dienste und Tochterfirmen fungieren. Die neue Gesellschaft heißt Alphabet, und Google ist die größte von ihr kontrollierte Gesellschaft. Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin werden auch CEO und Präsident von Alphabet sein. Die Entscheidung, Ordnung in die Welt von Google zu bringen, zu der Firmen verschiedenster Branchen – Informatik, Gesundheit, Transport – gehören, wurde vom Markt sehr begrüßt. Alphabet ist auch der Name der Gesellschaft, deren Aktien man nun – anstelle von GoogleAktien – an der Börse kaufen und verkaufen kann. Die Unternehmensergebnisse von Google werden nun getrennt von den allgemeinen Zahlen von Alphabet veröffentlicht, in denen die Resultate von Google zusammen mit denen der anderen kontrollierten Gesellschaften ausgewiesen werden. Ziel der Umstrukturierung – erklärt Larry Page – sei es, zu vermeiden, dass die Unternehmen mit der Zeit sich auf ihre bewährte Routinetätigkeit beschränken und sich nur zahlenmäßig steigern. Man wollte daher die Verantwortlichkeiten in den Unternehmen klarer definieren und den Leitern der ein-
zelnen Geschäftsfelder größeren Spielraum gewähren. Die renommierte Wirtschaftszeitung Wall Street Journal schreibt, „diese Entscheidung zeige, dass nach Ansicht der zwei Gründer die Steuerung des Unternehmens – das heute ca. 445 Milliarden Dollar wert ist – immer komplexer wird, da Ziele in sehr unterschiedlichen Branchen angestrebt werden, die inhaltlich weit entfernt sind von der reinen Suchmaschinentätigkeit. Als Grund für diese Neuaufstellung des Konzerns können auch die relativ enttäuschenden Ergebnisse von Google auf dem Aktienmarkt in den ersten Monaten des laufenden Jahres genannt werden; damit soll den Anlegern gezeigt werden, dass das Unternehmen das Heft in die Hand nimmt und sich nicht auf den Lorbeeren vergangener Erfolge ausruht.
scolombi@hds-bz.it
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Termine
Sprechstunden
01.10. - 26.11.
hds vor Ort
• Shopping & Aperitivo Bozen, Geschäfte und Bars der Altstadt
St. Ulrich montags von 14:30 bis 17:00 Uhr im Gemeindeamt. Lana donnerstags von 11:00 bis 13:00 Uhr im Rathaus, Maria-Hilf-Straße 5. St. Leonhard i. P. jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 08:00 bis 10:00 Uhr in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Passeirerstraße 3. Klausen donnerstags von 08:30 bis 12:30 Uhr, Kaffee Nussbaumer, Unterstadt 4, H 331 5714 456. Mühlbach dienstags von 08:00 bis 09:30 Uhr im Gasthof Zur Linde. Mals montags von 08:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindehaus, Bahnhofstraße 19. Prad montags von 10:30 bis 12:30 Uhr in der Raiffeisenkasse. Sulden am 9. Dezember von 10:00 bis 12:00 Uhr in der Raiffeisenkasse.
04.11. • Eventdienstleister: Generalversammlung Bozen, hds-Hauptsitz (Saal Fachgruppen), 11:00 Uhr 12.11. • Tag des Handels Bozen, Four Points by Sheraton (Saal Elena Walch), 18:30 Uhr 12.11. • Internationaler Rentensprechtag Bozen, Nisf/Inps-Sitz, Dominikanerplatz 30 (4. Stock), 09:00 Uhr 19.11. • Seminar: Europäische Fonds zur Förderung von Unternehmen Bozen, TIS, 14:30 Uhr 20.11. • Handelsvertreter-Meeting Bozen, Handelskammer, Südtiroler Straße 58, 10:30 Uhr
Weihnachten / natale 2015
Foto: Sxc - iR
Öffnungszeiten. Orari d’apertura.
hds-bz.it, unione-bz.it
Jeden Samstag im Advent Tutti i sabati d’Avvento
09:30 -
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18:30
29.11.
1. Advent-Sonntag 1a Domenica d’Avvento
10:30 -
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17:30
06.12.
2. Advent-Sonntag 2a Domenica d’Avvento
10:30 -
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17:30
08.12.
Mariä Empfängnis Immacolata Concezione
10:30 -
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17:30
13.12.
Silberner Sonntag Domenica d’argento
10:30 -
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17:30
20.12.
Goldener Sonntag Domenica d’oro
10:30 -
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17:30
24.12.
Heiliger Abend Vigilia di Natale
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25.12.
Weihnachten Natale
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26.12.
Stephanstag S. Stefano
27.12.
Sonntag Domenica
31.12.
Silvester San Silvestro
03.01.
Sonntag Domenica
06.01.
Heilige Drei Könige Epifania
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handels- und dienstleistungsverband Südtirol/ unione commercio turismo servizi Alto Adige
Öffnungszeitenschilder für Weihnachten 2015 Für die Sonderöffnungszeiten während der Weihnachtszeit stellt der hds seinen Mitgliedern entsprechende Schilder zur Verfügung. Ein Exemplar davon ist dieser Ausgabe beigelegt. Weitere Schilder können Sie unter hds-bz.it/bestellung anfordern oder im hds-Büro in Ihrer Nähe abholen. Dieses Jahr haben wir auch wieder Weihnachtsschilder ohne Beschriftung anfertigen lassen und neu Schilder mit empfohlenen Öffnungszeiten. Diese liegen in unseren Büros zum Abholen bereit.
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Rentenberatung Meran am 4., 11., 18. und 25. November sowie am 2. und 9. Dezember von 08:00 bis 12:00 Uhr im hds-Büro. Sterzing am 5. und 19. November sowie am 3. Dezember von 08:30 bis 09:30 Uhr im hds-Büro. Brixen am 5., 12., 19. und 26. November sowie am 3. und 10. Dezember von 14:30 bis 16:30 Uhr im hds-Büro. Bruneck am 5. und 19. November sowie am 3. Dezember von 11:00 bis 12:30 Uhr im hds-Büro. Schlanders am 11. und 25. November sowie am 9. Dezember von 14:00 bis 16:00 Uhr im hds-Büro. • PensPlan-Infopoints im hds (nach Vereinbarung) Kostenlose landesweite Vorsorgeberatung für Arbeitnehmer und Selbstständige. Vereinbaren Sie Ihren Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe oder unter T 0471 978 032. Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) Bozen am Montag von 11:00 bis 12:30 Uhr, am Mittwoch von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 458). Meran jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr im hds-Büro (T 0473 272 511). Brixen jeden Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 271 411). Sterzing hds-Büro (T 0472 766 070). Schlanders jeden Donnerstag um 14:00 Uhr im hds-Büro (T 0473 730 397). Arbeitssicherheit, Abfallwirtschaft, Umwelt und Energie (nach Vereinbarung) Die Beratungsgespräche finden in allen hds-Bezirksstellen statt. Vereinbaren Sie Ihren individuellen Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe. Beratung in Kondominiumsangelegenheiten (nach Vereinbarung) Bozen jeden 3. Dienstag im Monat im Hauptsitz des hds (T 0471 310 505/508).
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trends
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Frauen kaufen lieber Kleidung als Schuhe Das Vorurteil, dass Frauen am liebsten Schuhe kaufen, gerät ins Wanken: Gerade einmal vier Prozent von ihnen würden ein Shoppingbudget von 500 Euro am ehesten für Stiefel, Pumps, High Heels und Co. ausgeben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Versandhändlers QVC, durchgeführt in Deutschland durch das Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov. Kleidung steht ganz oben auf dem Shopping-Wunschzettel von Frauen. Hierfür würden mehr als ein Viertel (27 Prozent) das geschenkte Geld am liebsten ausgeben. Auf Platz zwei der weiblichen Shoppingliste stehen für 17 Prozent technische Geräte wie Smartphones oder Tablets. Erst auf Platz drei folgt „ein Geschenk für den Partner“: Jede Zehnte würde am ehesten den Partner mit einem Geschenk beglücken. Männer zeigen sich in dieser Hinsicht deut-
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lich romantischer: Immerhin jeder Fünfte (21 Prozent) würde am ehesten ein Geschenk für die Partnerin kaufen. Das Geschenk für die Freundin nimmt damit Platz zwei auf der männlichen Shoppingliste ein. Klar auf dem ersten Platz aus Männersicht: Technik (32 Prozent). Kleidung kommt mit 16 Prozent erst an dritter Stelle des männlichen Einkaufszettels. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Für deutsche Frauen ist die Freundin die beliebteste Einkaufsbegleiterin. So geben 55 Prozent aller befragten Frauen an, in Begleitung einer Freundin zumindest gelegentlich einzukaufen und sind damit in der Regel „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Im Mittelpunkt dabei: Spaß am gemeinsamen Einkauf und ehrliche Beratung. Viele Frauen verlassen sich auch in Stilfragen auf das modische Gespür der
Freundin: Fast jede Zweite gibt an, den Kaufempfehlungen der Shoppingbegleiterin zu folgen. Und nicht nur das: Mehr als jede Dritte tauscht oder teilt gekaufte Gegenstände im Nachhinein mit ihrer Freundin. Dass es beim Shopping um weit mehr als nüchternes Einkaufen geht, zeigt ein weiterer Blick in die Studie. Denn egal wie die Shopping-Tour aussieht, ob Onlinekauf oder Besuch der Innenstadt: Für jede vierte Frau gehört ein Essen mit der Begleitung während oder nach dem Shopping dazu.
trends
Einkaufen mit der Apple Watch Mit der brandaktuellen Apple Watch können Kunden ab sofort in allen Geschäften eines bekannten österreichischen Lebensmittelhändlers per Barcode bezahlen. Möglich wird das durch die Zahlungstechnologie „Blue Code“, einer simplen, sicheren und schnellen Methode des bargeldlosen Bezahlens, die in Verbindung mit Smartphones schon länger in diesem Handelsbetrieb eingesetzt wird. Anstatt vom Handy-Display wird bei der Apple Watch der Barcode direkt vom Uhr-Display gescannt. Für die Nutzung der Bezahlmethode per „Blue Code“ laden sich Kunden eine App herunter, registrieren sich für ein kostenloses Blue Code-Konto und verknüpfen es mit ihrem Girokonto. Dabei fallen keine Gebühren an. Die App generiert dann automatisch einen Barcode, mit dem an der Kassa bezahlt werden kann. Der Dienst ist direkt in die Software der Kassa integriert und übermittelt das Token an die Bank, die die Zahlung dann verbucht. Die Bezahlung erfolgt anonym: Weder „Blue Code“ noch der Lebensmittelhändler erfahren, wer eigentlich bezahlt hat.
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Kinder an der Macht
Flugblatt ja oder nein? Die „Flugblattstudie 2015“ belegt, dass sich trotz der digitalen Veränderungen die große Mehrheit der Empfänger von Prospekten in Österreich die Flugblätter, die ins Haus flattern, ansieht. Die Hälfte der Befragten empfindet es zwar als Prospektflut, dennoch sind es nur 3,2 Prozent, die sich überhaupt nicht für Flugblätter interessieren. 51,3 Prozent der Empfänger sieht sich Flugblätter grundsätzlich an, um zu sehen, ob etwas Interessantes dabei ist. Ein Drittel (33,3 Prozent) sieht sich zumindest Prospekte von bestimmten Anbietern bzw. Branchen an und jeder Achte (12,2 Prozent) wirft nur bei einem konkreten Bedarf einen Blick darauf. Kurz gesagt: Beachtliche 96,8 Prozent der Empfänger schenken Werbeprospekten Beachtung. In Sachen Bezugsquellen ist das zugestellte Flugblatt im Briefkasten unschlagbar. Etwa zwei Drittel der Empfänger (65,2 Prozent) bevorzugen die postalische Zusendung des Prospektes. Nur 7,3 Prozent lesen es lieber als Zeitungsbeilage und fünf Prozent sammeln es bevorzugt direkt im Geschäft ein. Das regelmäßige Lesen von Flugblättern bindet die Konsumenten an das jeweilige Unternehmen: 13,1 Prozent empfinden auf jeden Fall eine stärkere Bindung zum Unternehmen aufgrund vom Lesen des jeweiligen Prospektes, weitere 29,2 Prozent eher schon.
Kinder bestimmen zu einem hohen Grad mit, was Eltern kaufen, wohin die Familie auf Urlaub fährt und welches Auto angeschafft wird – das zeigt die Studie „Familien-Insights – Kaufentscheidungen in Familien“, der bislang umfassendsten Studie zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum. Besonders großen Einfluss haben Kinder als Impulsgeber bei der Anschaffung von Konsumgütern des täglichen Bedarfs und elektronischen Kinderartikeln sowie bei der Urlaubswahl. Beim Autokauf liefern insbesondere jüngere Kinder häufig Anregungen. Auch in der Nachkaufphase – also bei der Verwendung des Produkts und der damit zusammenhängenden Akzeptanz – spielen Kinder aufgrund ihrer neugierigen, intuitiven Herangehensweise eine große Rolle. Während für Eltern die wesentlichste Informationsquelle bei Anschaffungen das Internet ist, sind für Kinder die Empfehlungen aus dem Freundeskreis der wichtigste Ideenlieferant. Mehr als drei Viertel der befragten Eltern gaben an, ihre Kinder bei Kaufentscheidungen um ihre Meinung zu fragen. Die Letztentscheidung bleibt allerdings den Eltern vorbehalten. Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren bekommen die meisten Anregungen für Neues bzw. für die Anschaffung von neuen Produkten aus ihrem Freundeskreis. Nur bei Gütern des täglichen Bedarfs spielt die Werbung eine vergleichsweise größere Rolle. Bei Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren sind die Eltern die wichtigsten Ansprechpartner bei der Informationsbeschaffung.
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bezirke Motiviert und voller Tatendrang: die Teilnehmer beim Infotreffen in Eppan
Bozen
Zone um Busbahnhof aufwerten
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Die Prämissen des hds. Grundsätzlich positiv sieht der hds die Wiederaufnahme der Diskussion und die Neubewertung der Situation rund um die Aufwertung des Areals Busbahnhof in Bozen. „Unser Ziel bleibt die Wiederbelebung dieser strategisch wichtigen Zone. Die Einberufung der zuständigen Dienststellenkonferenz darf ausschließlich unter zwei Bedingungen erfolgen“, betont hds-Präsident Walter Amort.
Erste Voraussetzung Nicht nur das Projekt Kaufhaus Bozen, sondern auch weitere Projekte sollen zugelassen und neu geprüft werden. „Wesentlich ist, neue, nachhaltige Projektvorschläge zu finden, von dem alle profitieren“, meint Amort. Ein neues Projekt soll sich in das sozialwirtschaftliche Stadtbild einfügen, das bestehende wirtschaftliche Gleichgewicht festigen und auch die Unternehmerschaft vor Ort einbinden. Zweite Voraussetzung Die vom Stadtrat festgelegten Ausschreibungskriterien sind einzuhalten. Dies sei die primäre Aufgabe der Dienststellenkonferenz. „Vor allem müssen die von den Projektanten vorgesehenen Handelsflächen den Kriterien entsprechen – d. h. die festgelegten 22.000 Quadratmeter Verkaufsfläche müssen auch alle sonstigen für den Einzelhandel vorgesehenen Nebenflächen beinhalten. Dazu zählen auch Flurgänge, Magazine, Stiegen, Rolltreppen oder Aufzüge.“
„Die Umgestaltung und Aufwertung des Areals Busbahnhof ist wichtig. Der hds erwartet sich jedoch nun von Politik und Technikern eine konsequente und gesetzeskonforme Vorgangsweise“, sagt abschließend Walter Amort.
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Eine Initiative des / Un’iniziativa di
GUtschEIn für EIn GlAs ProsEcco* BUono PEr Un flUtE dI ProsEcco* Gültig vom 01.10. bis 26.11.2015 Valido dal 01.10. fino al 26.11.2015 * oder/oppure softdrink
Bozen
Nähe schaffen, Kunden binden
Eppan
Weihnachten steht vor der Tür
Eine tolle Aktion in der Landeshaupt-
Ziele und Vorhaben auf den Tisch
stadt. Auch heuer laden die Kaufleute und Gastwirte von Bozen zu einem Glas Prosecco oder Softdrink ein. Shopping & Aperitivo ist eine Gemeinschaftsaktion des hds und HGV. Die Kooperation verbindet beide Berufsbilder für ein gemeinsames Ziel: die Kundenbindung. Noch bis zum 26. November erhalten die Geschäftskunden nach eigenem Ermessen der Betriebsführung für ihre jahrelange Treue ein kleines Geschenk. Der Apertif-Gutschein kann in einem der teilnehmenden Gastbetriebe genossen werden.
gebracht. Zusammenhalt und geschlossenes Auftreten sind wichtig, vornehmlich bei ortsübergreifenden Initiativen wie den Eppaner Advent. Um über die geplanten Vorhaben der Gemeinde zu informieren, hatte der Bürgermeister Wilfried Trettl die hds-Ortsgruppe eingeladen. Er betonte dabei die Wichtigkeit des Zusammenhalts und der Zusammenarbeit mit den Partnern. Ortsobmann Sebastian Amberger sprach sich für ein gemeinsames Auftreten der Kaufmannschaft aus, auch bei den gemeinsam bereits abgestimmten Öffnungszeiten in der Weihnachtszeit. Beim Meinungsaustausch konnten einige Themen vertieft und neue Ideen auf den Tisch gebracht werden.
Meran
Umbauarbeiten dank Intervention des hds verschoben Kaufleute rechtzeitig informieren. Vor Kurzem hat BautenStadtrat Diego Zanella die Vertreter des Handels über die bevorstehenden Umbauarbeiten am Pfarrplatz informiert. Diese sollen voraussichtlich im November 2016 beginnen. Im Vorfeld zu dieser Vorstellung hat es in der Leonardo Da VinciStraße ein Treffen mit den Kaufleuten gegeben, um über die geplanten Arbeiten auch in dieser Straße zu sprechen. Die Umbauarbeiten, die ab Mitte Oktober rund drei Wochen hätten dauern sollen, hatten heftige Reaktionen bei den Handelstreibenden ausgelöst. hds-Ortsausschussmitglied Peter Wenter und Bezirksleiter Günther Sommia, die bei diesem Treffen anwesend waren, konnten gemeinsam mit den Kaufleuten erwirken, dass die Umbauarbeiten auf nächstes Jahr verschoben wurden. Der hds setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die Händler rechtzeitig über bevorstehende Arbeiten informiert und dass diese zwischen Mitte Jänner und Mitte März durchgeführt werden.
Bozen Stadt und Land
Treue, Zufriedenheit, Loyalität hds-Ehrendiplom für 30 Jahre Mitgliedschaft. Langjährige hds-Mitglieder werden mit einem Ehrendiplom gewürdigt. Vor Kurzem wurde ein Mitglied vom hds-Bezirksleiter Franz Perkmann besucht. Als Dank für Treue und beständige Mitgliedschaft erhielt er die hds-Urkunde.
Bereits seit 30 Jahren beim hds ist: 1 Rabanser Kg (St. Ulrich)
K DAN
Stadtrat Zanella informiert über die Umbauarbeiten.
Algund | Marling
Toller Erfolg für erste gemeinsame Wirtschaftsschau
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Immenses Sortiment aus allen Bereichen. Das reichhaltige
Angebot nach außen hin zu vermitteln, das war der Sinn und Zweck der ersten gemeinsamen Wirtschaftsschau der Kaufleute und Handwerker von Algund und Marling. Die Veranstaltung ging im Peter Thalguterhaus in Algund Mitte September über die Bühne. Zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft wohnten der Eröffnungsfeier bei. Algunds Bürgermeister Ulrich Gamper hat mit seiner Aussage, dass es in beiden Gemeinden viele Betriebe gibt, die im Stillen gut arbeiten, und bei dieser Gelegenheit ihre Arbeit präsentieren können, den Nagel auf den Kopf getroffen. Höhepunkte der Schau waren diverse branchenspezifische Vorträge, sowie eine Modenschau. Den Veranstaltern dieser einmaligen Initiative kann bereits jetzt eine erfolgreiche Wiederholung vorausgesagt werden. Angedacht wird alle zwei Jahre abwechselnd in den Gemeinden die Wirtschaftsschau abzuhalten. So hat jede Gemeinde nur alle vier Jahre diesen enormen organisatorischen Aufwand zu bewältigen. Zu den Gratulanten gehörten auch der hds-Bezirkspräsident Johann Unterthurner sowie Vertreter des hds-Bezirksbüros.
Zufriedene Gesichter: unten v. l. der Wirtschaftsreferent von Marling Felix Lanpacher, die Mitglieder des Organisationskomitees von Algund und Marling Peter Tissot sowie Roland Strimmer; oben v. l. die hds-Ortsobmänner von Algund und Marling, Joachim Tauber und Franz Inderst, sowie Bürgermeister Ulrich Gamper.
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bezirke
Sterzing
Mode, Musik und Leckerbissen
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Großer Erfolg für Roten Teppich in der Fuggerstadt. In Sterzing ist das Einkaufen
Enneberg
Vom MMM Corones begeistert
Sand in Taufers
Hilfe für Kinder
Eine wahre Bereicherung für das Pus-
Modegeschäft Beikircher organisiert Be-
tertal. Rund 60 Kaufleute und Dienstleister des Bezirks haben vor Kurzem – unter der Leitung von Bezirkspräsident Philipp Moser, Präsident Walter Amort und Direktor Bernhard Hilpold – das neue Messner Mountain Museum MMM „Corones“ besichtigt (im Bild). Die Unternehmer waren vom Bergmuseum beeindruckt, das mit seinem Angebot das Messner Bergmuseum-Projekt abrundet. Im letzten der sechs Museen geht es um den traditionellen Alpinismus, von den Anfängen bis hin zur Moderne. „Der Kronplatz gehört zu den stärksten Motoren der Pusterer Wirtschaft. Unsere Destination ist mit dem Bau des MMM Corones um eine Faszination reicher geworden“, freut sich Philipp Moser. „Um eine erfolgreiche Destination aufbauen zu können, braucht es neben unseren landschaftlichen und derartigen Attraktionen auch die Zusammenarbeit in unserem Bereich sowie zwischen den einzelnen Wirtschaftssektoren. Vorteile für alle Sektoren – somit auch dem Handel – bringt dieses Projekt allemal“, so abschließend ein begeisterter Bezirkspräsident.
nefizfest. Zahlreiche Besucher angezogen hat vor Kurzem eine Benefizveranstaltung, die von Kaufmann Martin Beikircher und seinem Team ermöglicht wurde. Der Parkplatz neben dem Modegeschäft wurde dabei zur Bühne des Mini Chors aus Bruneck. Zugunsten einer armen rumänischen Familie, die kürzlich ihren ältesten Sohn verloren hat, wurden über 1400 Euro an Spendengelder gesammelt. Partner des Festes war die Hilfsorganisation Aktive Hilfe für Kinder aus dem Passeiertal. Sie hilft der Familie vor Ort.
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ein besonderes Erlebnis: Malerische Lauben unter erkerbestückten Bürgerhäusern der Altstadt, elegante Geschäfte unter dem Zwölferturm, alte Wirtshäuser und herrliche Häuserfassaden sorgen für eine unverwechselbare Shopping-Kulisse. Der hds und der Tourismusverein Sterzing luden im September und Oktober ein zur Aktion Roter Teppich. An vier Samstagen verwandelten sich die Alt- und Neustadt, die Frundsberg-, Dantestraße, die Geizkofler- sowie Bahnhofstraße, die Ralsergasse, der Untertorplatz, Nordparkplatz und das City Center zu einer einzigartigen Gastronomie- und Shoppingmeile. Mode, Musik, Leckerbissen – den Besuchern wurde im wahrsten Sinne des Wortes ein roter Teppich in der Länge von 1500 Metern ausgelegt, der sie durch die Stadt hin zu gastronomischen Ständen und Geschäften mit speziellem Warenangebot führte.
E I N H ES C ORIS H I ST E I G N I S . ER
berufsgruppen hds-bz.it/handelsagenten
Handelsagenten und -vertreter
Enasarco: erste direkte Wahl Grundlegende Erneuerung der Stiftung steht bevor. Zum ersten Mal werden die Handelsagenten und -vertreter und die Auftraggeberfirmen aufgefordert, direkt die Spitzenvertreter der Pensionskasse Enasarco zu wählen. Die Wahl zur Einsetzung der Delegiertenversammlung findet im Zeitraum vom 1. bis 14. April 2016 statt. Die Wahlen dauern laut Wahlordnung vierzehn Tage von 09:00 bis 18:00 Uhr von Montag bis Freitag und von 09:00 bis 20:00 Uhr am Samstag und Sonntag.
Selbstkontrolle und Transparenz. Die Wahlen sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr Selbstkontrolle und Transparenz – ein Prozess, den die Stiftung Enasarco vor einiger Zeit eingeleitet hat. Ein Höhepunkt dieses Veränderungsprozesses war die Verabschiedung der neuen Satzung, die sich auf drei wesentliche Kriterien stützt: - Bezeichnung der Mitglieder des Verwaltungsrats seitens der Mitglieder, die die Delegiertenversammlung wählen, - Festlegung der Anforderungskriterien – Professionalität, Kompetenz und Unbescholtenheit –, welche die Mitglieder der Delegiertenversammlung, des Verwaltungsrats und des Aufsichtsrats sowie die Inhaber von leitenden Aufgaben in der Stiftung erfüllen müssen, - erneuerte und transparente Veranlagung der Finanzanlagen und des Vermögens. Die Wahlordnung. Diese wurde im Mai 2015 vom Verwaltungsrat verabschiedet, mit einer Note der zuständigen Ministerien genehmigt und im Amtsblatt vom 30. Juli 2015 veröffentlicht. Sie regelt die Wahl der Mitglieder der Delegiertenversammlung und des Verwaltungsrats und die Benennung der Mitglieder des Aufsichtsrats. Auf www.enasarco.it sind alle Informationen zu diesem wichtigen Ereignis zu finden (z. B. Kundmachung mit dem Beschluss über die Wahlanberaumung oder die Bekanntgabe der Fristen für die Einreichung von Beschwerden oder von Wahllisten.)
Die Südtiroler Delegation in Mailand: v. l. Vito De Filippi, Adolfo Ziller, Präsident Adalberto Corsi und Maurizio Degasperi.
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70 Jahre FNAARC Feiern zum Verbandsjubiläum und Buchpräsentation. Mitte September wurde in Mailand das Buch von Fabio Majocchi „70 anni di FNAARC (1945-2015)“ vorgestellt. Die Geschichte und das Engagement des gesamtstaatlichen Verbandes wurden vom Autor in packenden Worten niedergeschrieben. Zahlreiche Bilder und Dokumente ergänzen den Text und dokumentieren die geleistete Arbeit. An der Feier haben die Vorstandsmitglieder des Landesverbandes FNAARC, Vito De Filippi, Adolfo Ziller und Maurizio Degasperi, teilgenommen. Sehr positiv beurteilten sie vor allem die von Maurizio Bernardo, dem Präsidenten der Kommission für Finanzen in der Abgeordnetenkammer, in Aussicht gestellte Unterstützung für die Berufsgruppe.
Provisorische Verzeichnisse der Wahlberechtigten veröffentlicht. Laut Wahlordnung der Stiftung können die Enasarco-Mitglieder ihre eigenen Vertreter wählen, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Auf der Website der Stiftung kann man überprüfen, ob die Anforderungen für die Teilnahme an den Wahlen erfüllt sind.
Die versprochenen Reformen. Zunächst geht es um eine Anhebung des Absetzbetrages für den Kauf eines Pkw. Ein Fahrzeug ist schließlich unerlässlich für die Ausübung des Berufs. Die steuerliche Absetzbarkeit der Anschaffungskosten ist seit jeher ein zentrales Thema der Anstrengungen des FNAARC auf politischer Ebene. Der zulässige Absetzbetrag sollte von derzeit 25.000 auf 40.000 Euro angehoben werden. Der zweite Aspekt betrifft die Lösung der immer noch offenen Frage der Wertschöpfungssteuer durch die Festlegung von eindeutigen Parametern. Dadurch könnten ein für alle Mal die Kriterien einer eigenständigen Organisation geklärt werden. Es wurde sogar angedeutet, dass die Regierung eine schrittweise Abschaffung dieser Steuer plane.
lsala@hds-bz.it
lsala@hds-bz.it
Wahlvoraussetzungen. Das Wahlverfahren wird in der Satzung und in der Wahlordnung der Stiftung genau geregelt. Beide Dokumente sind im Internet unter hds-bz.it/handelsagenten (Downloads) zu finden.
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berufsgruppen hds-bz.it/handelsagenten
Handelsagenten und -vertreter
Eigenständigkeit in Gefahr
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Wie moderne Technologien unsere Privatsphäre gefährden Handelsagenten werden aufgrund ihrer Tätigkeit immer als Selbstständige eingestuft und sind bei der Handelskammer als Kleinunternehmer eingetragen. In diesem Zusammenhang wurde in den Kollektivvereinbarungen festgelegt, dass „Handelsagenten oder -vertreter ihre Tätigkeit eigenständig und unabhängig (...) ohne Weisungsgebundenheit bezüglich der Arbeitszeiten und der Kundenbesuche ausüben. Im Rahmen der in Art. 1746 Zivilgesetzbuch vorgesehenen Weisungserteilung an den Handelsagenten ist die operative Eigenständigkeit des Handelsagenten bzw. -vertreters zu berücksichtigen. Letzterer ist verpflichtet, die Auftraggeberfirma laufend über die Marktlage in dem ihm zugewiesenen Gebiet zu informieren; aber er muss nicht zu vorab festgelegten Terminen über die geleistete Tätigkeit informieren.“
Das Gesetz schützt die Eigenständigkeit des Agenten. Da er nicht weisungsgebunden ist, kann der Agent seine Arbeit frei nach eigenem Ermessen ohne zeitliche Begrenzung, ohne feste Vorgaben bezüglich der Kundenbesuchstouren oder der Arbeitszeiten organisieren. Auftraggeberfirmen haben immer wieder versucht, diese Bestimmung zu umgehen; dazu haben sie von den Agenten tägliche
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oder wöchentliche Berichte sowie wöchentliche Kundenbesuchsprogramme angefordert. Juristisch gesehen hat das Gericht immer die Eigenständigkeit der Handelsagenten anerkannt und Kündigungen wegen fehlender regelmäßiger Berichterstattung für nichtig erklärt.
nen die Freizeit-Gewohnheiten des Agenten überwacht werden. Sollte der Agent zur regelmäßigen Berichterstattung verpflichtet sein, kann die Auftraggeberfirma die Angaben im Bericht mit der vom Gerät gemeldeten Route vergleichen und so die Richtigkeit der Angaben überprüfen.
Technologiegestützte Kontrollversuche.
Die Privatsphäre darf aber auf keinen Fall verletzt werden.
Unternehmen, vor allem jene in der Pharmaindustrie, belohnen ihre Agenten mit Instrumenten wie iPod, iPad, Tablet oder iPhone oder stellen diese Geräte im Rahmen einer Gebrauchsleihe für die Übermittlung der Bestellungen zur Verfügung. Die Agenten freuen sich über die Geschenke, sind sich aber nicht bewusst, dass sie von ihren Auftraggeberfirmen damit ein Instrument zum Ausspähen erhalten. Denn die Unternehmen können über eine eigene in diesen Geräten eingebaute Geolokalisierungs-Software den genauen Standort des Verkäufers mit nur wenigen Metern Fehlerabweichung erfahren. Auf diese Weise weiß die Auftraggeberfirma jederzeit, wie lange sich der Handelsagent an einem bestimmten Ort aufhält, alle seine Standortwechsel können im Detail nachvollzogen werden. Und damit ist noch nicht genug, denn auch über die normale Arbeitszeit hinaus kön-
Diese Daten nutzen die Betriebe, um die Leistungsstärke der einzelnen Agenten, ihr berufliches Engagement, ihre Stärken und Defizite – ganz unabhängig vom erzielten Umsatz – zu erfassen; dank dieser Erkenntnisse können Auftraggeberfirmen mit dem Hinweis auf die Kenntnis aller seiner Standortbewegungen einen Agenten auch unter Druck setzen. Berichten zufolge hat ein Hersteller von Geräten für Turnhallen und Fitnessstudios – bei sonstiger Auflösung des Agenturverhältnisses – sogar die schriftliche Genehmigung des Agenten zur Geolokalisierung eingefordert. Diese Praxis wurde aber von der Datenschutzbehörde für unselbstständig Beschäftigte als rechtswidrig eingestuft.
lsala@hds-bz.it
berufsgruppen hds-bz.it/baecker
Bäcker
Schüttelbrot und Vinschger Paarln Begehrte Köstlichkeiten und neue Brotkönigin. Anfang Oktober war die Bischofsstadt Schauplatz für Südtiroler Spezialitäten. Tausende Besucher strömten zum Südtiroler Brot- und Strudelmarkt auf den Domplatz und konnten vor Ort Südtirols Backtradition kennenlernen. Zahlreiche Bäcker und Konditoren boten lokale Spezialitäten aus den verschiedenen Tälern des Landes an. Neben kulinarischen Genüssen gab es eine breite Palette an Informationen rund um die Geschichte und die Zubereitung des Südtiroler Brotes. Backmeistern konnte bei den Backvorführungen über die Schultern geschaut werden und in der Brotwerkstatt sich jeder selbst am Brotbacken versuchen. Im Rahmen des Brot- und Strudelmarktes wurde auch die neue Brotkönigin gekürt. Sie heißt Erika Rainer und kommt aus Pfitsch (hier im Bild).
Bäcker
Südtiroler Brot auf Expo
Die Vertreter der Südtiroler Bäckerinnung – v. l. Karl Mutschlechner, Landesinnungsmeister Johann Trenker und Stefanie Alberti – sind vor Kurzem nach Mailand gereist, um auf der Expo das Südtiroler Qualitätsbrot zu präsentieren. Nachhaltigkeit in der Produktion, der Schutz der Umwelt und die Wichtigkeit des Brotes in den Weltreligionen waren die Themen eines außergewöhnlichen Events. Gemeinsam mit dem Brot anderer Kulturen, wurde das Südtiroler Brot von Vertretern verschiedener Religionen gesegnet. Tolle Fotos online.
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Die Brotkönigin 2016/17
Die Bäckerinnung hat vor Kurzem eine neue Brotkönigin gewählt: Erika Rainer stammt aus St. Jakob/Pfitsch und wird in den kommenden zwei Jahren das Brot des Landes und das traditionelle Bäckerhandwerk repräsentieren. Rainer arbeitet als Verkäuferin in der Bäckerei Volgger in St. Jakob in Pfitsch. Überzeugt hat die 33-Jährige den Vorstand der Bäcker innung mit ihrem freundlichen Auftreten und ihrer Liebe zum Beruf. „Ich bin überglücklich und freue mich schon auf meine neuen Aufgaben als Brotkönigin“, so ihre erste Reaktion nach der Verkündung. Rainer hatte sich zuvor aus einer Vielzahl von Bewerberinnen durchgesetzt. „Ich bin offen, flexibel, kann gut auf Menschen zugehen und sie motivieren. Eigenschaften, die meiner Meinung nach, eine Brotkönigin mitbringen sollte“, sagt Rainer. Die Idee zur Brotkönigin hatte das Vorstandsmitglied der Innung, Stefanie Alberti. Sie wird der jungen Königin zur Seite stehen und sie in ihren Aufgaben begleiten.
Mome Tolle n auf hd taufnahme n s-bz.i t/foto s.
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berufsgruppen hds-bz.it/lebensmittelgewerbe
Ein In Alexa terview m nder it Peter Holzner un Sölva d un hds-b z.it/a ter udio.
Die Lehrlinge der LBS Hellenstainer bei der Arbeit. Metzgermeister Alexander Holzner
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Lebensmittelgewerbe
Qualität,
die begeistert Hotel 2015 ein großer Erfolg. Mit einem abwechslungsreichen Programm und vielen regionalen Feinkostspezialitäten präsentierte sich das Lebensmittelgewerbe im hds auf der Hotel, der Fachmesse für das Hotel- und Gastgewerbe. Das Wirken und Schaffen auf dem Gemeinschaftsstand ist bereits zum Pflichttermin geworden. Konditoren, Metzger, Bäcker und Eishersteller stellten ihre Produkte zur Schau, Fachschüler und Lehrlinge der Landesberufsschule Emma Hellenstainer in Brixen zeigten ihr Können. Jeder Tag war einer anderen Berufsgruppe gewidmet. Publikumsmagnet waren heuer die Metzger. Sie vermittelten den Messebesuchern eine wichtige Botschaft: Die vollständige Nutzung der Tiere. Damit verbunden, eine Rückbesinnung im Fleischkonsum. Der Südtiroler Getränkering versorgte die Messebesucher mit frischen Getränken. hds-Mitgliedsbetriebe stellten Weißwurst, Brezen und heimisches Bier zur Verfügung. Am Stand wurde eine Spendenaktion für Südtirol hilft organisiert, der Erlös kommt notleidenden Menschen zugute.
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Den Wert wieder schätzen lernen Heimisches Fleisch steht für beste Qualität. Dies brachten die Metzgermeister und -lehrlinge am Messestand bestens zum Ausdruck. Sie machten auf die Qualität von regionalem Fleisch aufmerksam und wiesen auf eine ganzheitliche Verwertung der Tiere hin. „Nur wenn die Tiere vollständig verarbeitet werden, kann die Nachfrage an regionalem Fleisch gedeckt und lokale Kreisläufe unterstützt werden“, sagt der Metzgermeister aus Lana Alexander Holzner. Er setzt sich besonders dafür ein. Um den Messebesuchern das Konzept der ganzheitlichen Verwertung von Fleisch besser verständlich zu machen, kreierte der bekannte Südtiroler Koch Peter Sölva leckere Gerichte aus selten verwendeten Fleischteilen. Geschmorte Rinderbrust, Flat-Iron-Steak geschnitten aus der Schulter des Rindes sowie ein schmackhaftes Tartar standen auf der Speisekarte. Online unter Downloads ein Flyer mit allen Details zur ganzheitlichen Verwertung von Fleisch.
2 1 D ie Bäcker sorgten für einen spannenden Wettbewerb. 2 M artin Kaufmann 3 J ohann Trenker, Landesinnungsmeister der Bäcker
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4 B enjamin Sellemond
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Renzo Zanolini, Präsident der Konditoren
Brezen formen in Rekordzeit
Süß und verführerisch Der Tag der Konditoren war heuer dem Nachwuchs gewidmet. Die Patisserie-Fachschüler der Landesberufsschule Emma Hellenstainer verwöhnten die Messebesucher mit ihren köstlichen Kreationen. Sein Können unter Beweis gestellt hat auch Benjamin Sellemond, Viertplatzierter bei der Berufsweltmeisterschaft World Skills in Sao Paolo. Er kreierte die Schaustücke der Meisterschaft noch einmal. Die Eishersteller überzeugten bei dem von ihnen gestalteten Tag mit der unvergleichbaren Qualität von handwerklich hergestelltem Speiseeis. Ihr Motto: Von den Früchten zum Speiseeis. „Wenn man frische Früchte zur Herstellung von Fruchteis verwendet, wird das Eis nicht nur unvergleichlich besser, sondern ist in der Herstellung auch billiger“, sagt Martin Kaufmann, Präsident der Speiseeishersteller. Die Messebesucher konnten den Eisherstellern bei ihrer Arbeit zuschauen und vom leckeren Eis kosten. Gezeigt wurden verschiedene alte und neue Eismaschinen. Eine handbetriebene Eismaschine aus dem 19. Jahrhundert zeigte, wie traditionelles Eis hergestellt wurde.
Organisiert von der Bäckerinnung wurde heuer erstmals ein internationaler Brezenwettbewerb. Über 30 Bäcker aus Südtirol, Österreich und Deutschland sind in einem spannenden Wettkampf gegeneinander angetreten. Unter ihnen wurden die schnellsten Brezenbäcker ermittelt. Die Messebesucher konnten die Akrobatik der Bäcker in der offenen Backstube mitverfolgen. Die Teilnehmer wurden in die Kategorien Inhaber, Mitarbeiter und Lehrlinge unterteilt. Bewertungskriterien waren die Anzahl der hergestellten Brezen sowie ihr Aussehen. Gewonnen haben den Wettbewerb in der Kategorie Inhaber Sandra Salcher (Bäckerei Salcher, Lenningen, Baden-Württemberg), gefolgt von Horst Tschaikner (Bäckerei Plazotta, Eppan) und Helmuth Profanter (Bäckerei Profanter Backstube, Brixen). Erstplatzierter der Kategorie Mitarbeiter ist Peter Amplatz (Bäckerei Näckler, Welschnofen), auf Platz zwei Gerhard Ankreuz (Der Bäcker Ruetz, Kematen in Tirol) und den dritten Platz belegt Erich Draxl (Der Bäcker Ruetz, Kematen in Tirol). Bei den Lehrlingen gewann Martin Sotsas (Bäckerei Profanter Backstube, Brixen), vor Riccardo Boba (Bäckerei Erb, Meran) und Lukas Risser (Bäckerei Franziskaner, Bozen).
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berufsgruppen hds-bz.it/reisebuero hds-bz.it/verleger
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Reisebüros
Strengere Kontrollen an Flughäfen Neue EU-Vorschrift in Kraft. Seit dem 1. September müssen sich Flugreisende innerhalb der Europäischen Union auf gründlichere Checks einstellen. Laut neuer EU-Vorschrift muss das Handgepäck der Passagiere stichprobenartig mit Sprengstoffspuren-Detektionsgeräten kontrolliert werden. Zusätzlich werden in unvorhersehbarer Weise auch Proben an Passagieren selbst, an Händen und im Taillen-Bereich, genommen und auf Sprengstoff untersucht.
Sicherheit geht vor „Die neue Regelung soll dazu beitragen Sprengstoffe künftig noch besser finden zu können. Die Kontrollen garantieren mehr Sicherheit im Flugverkehr. Wichtig ist, dass man als Fluggast nicht im letzten Moment am Flughafen eintrifft, da es zu längeren Wartezeiten kommen kann“, sagt Martin Pichler, Präsident der Reisebüros (im Bild). Wie die unterschiedlichen europäischen Flughäfen diese Kontrollen vornehmen werden, kann variieren.
hneuhauser@hds-bz.it
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Reisebüros
Verleger
BücherBazar Flug gebucht, immer versichert in Meran Auch das Kleingedruckte lesen.
Südtiroler Verlage feiern den Herbst.
Reisen im Internet zu buchen geht schnell und ist unkompliziert. Auch Reiseversicherungen können ohne Probleme abgeschlossen werden. Viel zu oft wird jedoch nicht das Kleingedruckte gelesen. So hat ein Herr aus Bozen einen Kurztrip online gebucht und dazu eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. Er hat jedoch nicht beachtet, dass sie sich jedes Jahr automatisch verlängert und ihm eine sehr viel höhere Folgeprämie angelastet wird.
Schöne Bücher zu günstigen Preisen gab es Mitte September für über eine Woche am Thermenplatz in Meran. Nach dem großen Erfolg des ersten Bücherbazars in Bozen, wurde auch in Meran einer organisiert. Die Verlage Athesia-Tappeiner, Folio, Edition Raetia, Weger und alphabeta boten Bücher aus ihrem Fundus für wenige Euro an. Kochbücher, Wanderführer, Tirolensien, zeitgeschichtliche Bücher und Belletristik sollten bei den zahlreichen Besuchern Lesefreude und die Liebe zu Büchern wecken.
Auf der Hut sein „Natürlich raten wir all unseren Kunden eine Reiseversicherung gegen unvorhersehbare Ereignisse abzuschließen. Von einem Abschluss im Internet raten wir jedoch ab. Bei einem Schadensfall oder einer Stornierung braucht man einen Ansprechpartner, den man in einem solchen Fall nicht findet. Zudem ist die Abwicklung bei einem Schadensfall meist sehr kompliziert“, sagt Martin Pichler, Präsident der Reisebüros. Die Reisebüros raten deshalb zu großer Vorsicht, wenn Füge und Versicherungen online gebucht werden.
berufsgruppen hds-bz.it/einrichter hds-bz.it/kondominiumsverwalter
Einrichter und Möbelhändler
Kreativität, Beratung und Kommunikation Infos und konstruktiver Austausch: v. l. die Vertreter der Berufsgruppe Alexander Frei, Gianantonio Zanirato und Marco Lombardozzi mit Florian Zerzer, Ulrich Santa und Petra Seppi.
Kondominiums- und Immobilienverwalter
Renovierung wird gefördert Treffen mit Ressortdirektor Zerzer. Die Landesförderung für Energiesparmaßnahmen wird überarbeitet. Zu diesem Thema traf sich vor Kurzem eine Delegation der Kondominiumsund Immobilienverwalter Anaci mit dem Ressortdirektor für Raumentwicklung, Umwelt und Energie, Florian Zerzer. Beim Gespräch dabei waren auch die Direktorin des Amtes für Energieeinsparung, Petra Seppi, sowie der Direktor der Klimahaus Agentur, Ulrich Santa. Ziel ist die verstärkte Energieeinsparung „Die Richtlinien zu den Förderungen für Energiesparmaßnahmen werden zurzeit von der Landesverwaltung überarbeitet. Sie sollen im Herbst in Kraft treten“, sagt Petra Seppi. Damit die Förderungen am bestmöglichsten eingesetzt werden können, werden die Kondominiums- und Immobilienverwalter vor Inkrafttreten ausführlich darüber informiert. „Auch wenn Energieeinsparungen garantiert werden, ist es in einem Kondominium oft schwierig, alle Wohnungseigentümer für eine Renovierung zu überzeugen. Viele zögern sehr lange, bis sie ihr Einverständnis geben“, sagt Marco Lombardozzi, Präsident des Anaci Bozen. Aus diesem Grund plant Ressortdirektor Florian Zerzer auch eine Sensibilisierungskampagne. Zudem wird das Land Anfang 2016 gemeinsam mit den Vertretern der Berufsgruppe eine Schulung zum Thema Förderung und Energieeinsparung organisieren.
Lehrgang erfolgreich abgeschlossen. Die Absolventen des Lehrgangs zur Fachkraft für Einrichtungsberater haben vor Kurzem ihre Diplome an der Landesberufsschule für Handel, Handwerk und Industrie „Christian Josef Tschuggmall“ in Brixen entgegengenommen. In einer feierlichen Veranstaltung wurden sie in Anwesenheit von Jürgen Planer, Vizepräsident der Einrichter und Möbelhändler, und Vorstandsmitglied Andreas Jungmann geehrt.
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Neue Fachkräfte gewonnen „Unsere Berufssparte braucht gut ausgebildete Fachkräfte, um den Kunden die bestmöglichste Beratung gewährleisten zu können. Durch den Lehrgang haben die Einrichtungsberater in Südtirol an großer Qualität gewonnen“, sagen Planer und Jungmann. Kreativität und eigene Ideen für die Einrichtungsplanung, das Eingehen auf Kundenwünsche unter Berücksichtigung von Trends, bewusster Einsatz von gestalterischen Mitteln wie Form, Licht und Material sind nur einige der Ziele des Lehrgangs zur Fachkraft für Einrichtungsberatung. Kommunikation und Kundenberatung sind zusätzliche Schwerpunkte der Ausbildung.
cwalzl@hds-bz.it
Die Absolventen des Lehrgangs mit Landesrat Philipp Achammer und den Vertretern der Einrichter und Möbelhändler.
hneuhauser@hds-bz.it
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weiterbildung hds-bz.it/kursbroschuere
www.fondoforte.it
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Ihr Erfolg im Internet Einstieg mit Strategie. E-Commerce hat sich weltweit als zusätzlicher Weg der Vermarktung etabliert. Auch für lokale Händler kann es erfolgsentscheidend sein, mithilfe des Internets neue Märkte und Kunden zu erschließen bzw. bestehende Kunden zu binden. Dabei muss der Onlinehandel den stationären Handel nicht verdrängen, ganz im Gegenteil: Im Idealfall können sich Online- und stationärer Handel sogar ergänzen und aufwerten. Eine Reihe von Faktoren sind dabei zu berücksichtigen, um eine ausgeklügelte Strategie zu entwickeln. Um Südtiroler Händlern den Einstieg in den Onlinehandel zu erleichtern, organisiert der hds gemeinsam mit dem Internetmarketing-Experten Stefan Plaschke am 24. November den ersten Web-Innovations-Aperitif in Bozen. Mehr Infos und Anmeldung unter bildung@hds-bz.it bzw. hds-bz.it/kurse.
Erst prüfen, dann handeln. Die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter wird vom Fonds For.te gefördert. Ergreifen Sie Ihre Chance! Die nächste Ausschreibung ist am 29. November und steht somit bereits vor der Tür. Ihre Weiterbildungsprojekte werden beim hds in Bozen geprüft. Eine Erstberatung erfolgt direkt beim Infoschalter, wo Sie auch kompetente Unterstützung bei der Planung, Einreichung und Durchführung der beruflichen Weiterbildung sowie bei der Abrechnung der Projekte erhalten. Ihr Kontakt: Patrizia Anhof, T 0471 310 324, panhof@hds-bz.it.
Tipps für kalte Tage Hier frischen Sie Ihre Erste Hilfe-Kenntnisse auf Ein Aufruf. Erste Hilfe-Beauftragte aufgepasst – Ihr Grundkurs ist in Südtirol für 10 Jahre gültig, im restlichen Staatsgebiet 3 Jahre. Die nächsten Auffrischungskurse, die der hds organisiert, finden an folgenden Tagen statt: in deutscher Sprache am 16. Dezember in Bozen, am 1. Februar in Meran und am 6. April in Brixen sowie in italienischer Sprache am 30. März in Bozen. Infos und Anmeldung: hds-bz.it/kurse.
hdsmagazin #11/15
Ein Beitrag von Ernährungswissenschaftlerin Ivonne Daurú Malsiner. Draußen wird es kälter und eine warme Schokolade kann am Nachmittag aufwärmen. Milch und Milchprodukte (Käse, Joghurt, Sauermilch) sind wertvolle Nahrungsmittel, reich an Kalzium und Vitamin B2. Milchprodukte enthalten auch Thyrosin, eine Aminosäure, die für die Bildung von Nervenbotenstoffen notwendig ist und deshalb die Aufmerksamkeit bei der Arbeit steigert. Tipp: Nehmen Sie sich einen Joghurt für die Zwischenjause mit!
Das Rezept für einen schmackhaften Linseneintopf mit Joghurtsauce finden Sie unter hds-bz.it/arbeitssicherheit beim Thema Gesund und fit.
betriebe informieren
Modern und neu
Freuten sich über die hds-Wanduhr: v. l. Bezirksleiter Günther Sommia, Klaus und Inge Schnitzer, Ortsobmann Joachim Tauber und Pfarrer Harald Kössler.
Schuhe Schik eröffnet in Algund. Bereits vor 15 Jahren in Partschins gegründet, hat vor Kurzem Schuhe Schik neue Räumlichkeiten in Algund bezogen. „Wir wollten das Angebot für unsere Kunden erweitern. Das war in den Geschäftsräumen von Partschins nicht mehr möglich. Wir hatten nach Alternativen gesucht und sind hier in Algund fündig geworden“, so Inge und Klaus Schnitzer. Auf rund 70 Quadratmetern Verkaufsfläche bieten die beiden Geschwister qualitativ hochwertige Schuhmode an. Die Reparaturen finden weiterhin in Partschins statt, der Verkauf konzentriert sich jedoch künftig auf Algund und Dorf Tirol, wo sie eine Filiale führen. Der hds wünscht viel Erfolg.
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50 Jahre Demattia Erfolgreich gelebte Familientradition. Der Name Farben Demattia geht auf den Gründer Veit Demattia zurück, der 1965 einen Farbenhandel in Bruneck übernahm und aufbaute. Man beschränkte sich auf den Einzelhandel von Künstler- und Malerbedarf. 1977 übernahm Wilhelm Plank, der Enkel von Veit Demattia, mit seiner Ehefrau Margareth den Betrieb. Nach zwei Jahren wechselte der Betrieb in die Hintergasse, von wo er 1989 in die Michael-Pacher-Straße verlegt wurde. Hier befindet sich bis heute der Hauptsitz des Unternehmens. Der hds gratuliert zum runden Jubiläum. Willy und Margareth Plank, in der Mitte die Tochter Marion, die das Geschäft seit Kurzem übernommen hat.
Die hds-Mitgliedervorteile Entdecken auch Sie die große Welt der hds-Mitgliedervorteile. Alle aktuellen Preisvorteile finden Sie unter hds-bz.it/mitgliedervorteile. Mehr Informationen: T 0471 310 311, mitgliedervorteile@hds-bz.it.
hdsmagazin #11/15
rechtsberatung hds-bz.it/recht
Verkauf an Messeständen Laut Urteil werden diese Verkäufe denen im stationären Handel gleichgestellt
26 Bei Messen oder Ausstellungen abgeschlossene Verträge gehören nicht zu den „außerhalb von Geschäftsräumen abgeschlossenen Verträgen“. Dies hat das Kassationsgericht mit einem Urteil (Nr. 22863 vom 28. Oktober 2014) festgelegt. Damals ging es um einen Rechtsstreit über den Kauf eines Schlauchboots seitens eines Verbrauchers am Stand einer Bootsmesse.
men gleichzustellen sei, da – auch wenn es sich nicht um den gewöhnlichen Sitz des Unternehmens handle – es sich auf jeden Fall um einen geschlossenen Raum handle, der ausdrücklich für die Ausstellung und den Verkauf von Produkten bestimmt ist. Der Käufer habe mit dem Kauf eines Eintrittstickets aus freier eigener Initiative den Zugang zur Messe gesucht.
Kauf bei einer Messe und Widerrufsrecht. Wie muss man vorgehen? Nachdem der Käufer die Fehlfunktion des Motors des Schlauchboots festgestellt hatte, ging er gerichtlich vor und wies darauf hin, dass der Vertrag außerhalb der Geschäftsräume des Unternehmens geschlossen wurde und forderte als Lösung den Rücktritt vom Vertrag. Dieses Recht ist laut Art. 52 Verbrauchergesetz (codice del consumo) für den Kauf von Waren im Rahmen von „Fernabsatzverträgen“ (contratti a distanza), zu denen auch Onlineverkaufsverträge zählen, bzw. im Rahmen von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen vorgesehen und erlaubt dem Verbraucher innerhalb von 14 Tagen nach Aushändigung der Ware, ohne Angabe von Gründen, vom Vertrag zurückzutreten. Wenn der Händler den Verbraucher nicht über dieses Widerrufsrecht aufklärt, endet diese Widerrufsfrist nach 12 Monaten ab dem Ende der anfänglichen Widerrufsfrist. Der Verkäufer seinerseits ist der Ansicht, dass ein Messestand bei der Bootsmesse vielmehr seinen Geschäftsräu-
Was sieht das Verbrauchergesetz vor? Laut Art. 45, lit. i) gelten als Geschäftsräume a) alle unbeweglichen Gewerberäume, in denen der Unternehmer seine Tätigkeit dauerhaft ausübt, bzw. b) alle beweglichen für den Einzelhandel bestimmten Geschäftsräume, in denen der Unternehmer seine Tätigkeit für gewöhnlich ausübt. Diese Begriffsbestimmung ergänzt die Definition des „außerhalb von Geschäftsräumen abgeschlossenen Vertrages“, die in lit. h) des genannten Absatzes vorgesehen ist. Demnach tritt diese Vertragsform unter anderem immer dann ein, wenn der Unternehmer und der Verbraucher sich gleichzeitig an einem anderen Ort außerhalb der Geschäftsräume des Unternehmers aufhalten. Laut Erwägungspunkt Nr. 22 der Verbraucherrechte-Richtlinie 2011/83/EU wird die Definition von Geschäftsräumen hingegen auf jegliche Art von Räumlichkeit – auch auf Kioske oder Lkws – ausgedehnt, wenn diese vom Unternehmer dauerhaft oder für gewöhnlich für seine Verkaufstätigkeit genutzt werden. Auch Märkte und Messen werden ausdrücklich mit eingeschlossen.
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Der Überraschungseffekt spielt keine Rolle. Die viel diskutierte Frage, ob Verkaufsabschlüsse bei Messen als außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge einzustufen sind, wurde schließlich in genannten Urteil behandelt. Laut diesem Urteil stellt der Messestand – für die Dauer der Veranstaltung – einen Raum dar, an dem für gewöhnlich ein Teil der Tätigkeiten und Geschäfte des Unternehmens abgewickelt werden. Daher werden der Überraschungseffekt und der damit verbundene Verbraucherschutz ausgeschlossen, denn mit dem Betreten des Stands trifft der Verbraucher eine bewusste, gezielte Entscheidung auf der Suche nach den ausgestellten Produkten, an denen er potenziell Interesse hat; diese Suche führt ihn so an einen der Orte, der vom Unternehmen rechtmäßig für die Präsentation und den Vertrieb dieser Produkte ausgewählt wurde. Nachvollziehbar ist daher die Schlussfolgerung, zu der das Oberste Gericht gelangte, wonach Vertragsabschlüsse an Messeständen „grundsätzlich“ nicht der Regelung unterliegen, die für außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge gilt.
Stephanie Maffei, Rechtsberatung, T 0471 310 422, smaffei@hds-bz.it
betriebsberatung hds-bz.it/beratung hds-bz.it/beitraege
Die Unternehmensnachfolge richtig und rechtzeitig angehen
Beiträge von Staat und Land vereinbar
Es gibt kein Patentrezept, jeder Fall muss individuell angegangen werden. Die Unternehmensnachfolge ist für jeden Betrieb ein
zentraler Meilenstein. Mit ihr werden die Weichen für den Fortbestand des Betriebes gestellt. Je nachdem wie glatt sich die Übergabe gestaltet, kann die Zukunftsfähigkeit des Betriebes gesichert oder aber gefährdet werden. Unternehmensnachfolge als Prozess Loslassen können ist nicht die Eigenschaft eines jeden Unternehmers. Dies ist verständlich, wenn man bedenkt, dass der Unternehmer all seine Energie in den Betrieb gesteckt hat, ihn selbst aufgebaut bzw. weiterentwickelt hat und er somit zu seinem Lebensinhalt geworden ist. Jedoch sind Ängste darüber unberechtigt, einmal nicht mehr gebraucht zu werden oder all das aufgeben zu müssen, was mit so viel Überzeugung, Mühe und Fleiß geschaffen wurde. Vielmehr gilt es, die richtigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der Unternehmer auch dann, wenn er nicht mehr an vorderster Front ist, mit Genugtuung auf das blicken kann, was der Betrieb leistet und sein Wissen weiterhin positiv einbringen kann. Die Unternehmensnachfolge ist als Prozess anzusehen und sollte früh genug angegangen werden – besser mit 55 als mit 60 und noch besser, wenn man schon vorher richtungsweisende Ansätze getroffen hat. Gerade in inhabergeführten Unternehmen sind frühzeitige Gespräche innerhalb der Familie wichtig. Die Übertragung selbst erstreckt sich dann normalerweise über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren. Wer ist der richtige Nachfolger? Es liegt auf der Hand, dass bei Familienbetrieben der Nachfolger aus der eigenen Familie stammen sollte. Jedoch haben die Kinder oft einen unterschiedlichen Bezug zum Betrieb. Manche arbeiten vielleicht schon im Unternehmen mit und zeigen auch Interesse am Betrieb. Doch was, wenn die Kinder andere Wege gehen wollen? Wenn die Kinder andere Ziele verfolgen? Gerade in Zeiten, wo Unternehmer sein nicht immer ein Privileg ist, wo eine halbherzige Bekenntnis zum Betrieb zu wenig ist, oder wenn der Betrieb Schulden hat, wird das Übernehmen für viele als Last empfunden. Dann gilt es für den Übergebenden genau zu hinterfragen: Wer in meiner Familie hat die notwendigen Voraussetzungen? Wer hat die richtige Motivation? Nur auf Biegen und Brechen die Kinder mit dem Betrieb zu beerben, kann fatale Folgen haben. Schließlich gibt es auch andere Möglichkeiten: Gibt es etwa Verwandte oder Bekannte, die ich mir als Nachfolger vorstellen könnte? Kommt jemand aus den Reihen der Mitarbeiter in Frage? Verkaufe ich an ein anderes Unternehmen? Liquidiere ich das Unternehmen?
Unternehmen können die st aatlichen Förder ungen mit jenen de s Landes kombinier en. Dies hat die La nd esre gier ung in ihre r Sitzung vom 6. Ok tober beschlosse n. Dadurch w ird eine op timale Au ss chöp fung de r W irtschaft sf ör deru ngen er möglic ht. Der Beschluss wird in Kürze verö ff entlicht. Mehr da zu online.
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Beratung für die ideale Nachfolgeregelung Jede Unternehmensnachfolge hat seine Eigenheiten. Es gibt kein Patentrezept, jeder Fall muss individuell angegangen werden. Bei jeder Nachfolge stellen sich betriebswirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Fragen, die im Vorfeld geklärt werden müssen. Daher kann es nur von Vorteil sein, wenn der Nachfolgeprozess an der Seite von fachlich kompetenten Begleitern erfolgt. Der unabhängige Berater bringt die oft emotional geführten Diskussionen auf eine sachliche Ebene und gibt die richtigen Antworten. Die Betriebsberatung im hds begleitet die Mitglieder bei der Unternehmensübergabe und zeigt die verschiedenen Handlungsoptionen und deren betriebliche und steuerliche Auswirkungen auf. Der hds begleitet den Übergabeprozess umfassend und bereitet die vorzunehmenden Handlungen wie Schenkungen, Quotenabtretungen, Verkaufsverträge usw. vor.
Vereinbaren Sie einen Termin mit der Betriebsberatung im hds.
Franz Josef Dorfmann, Betriebsberatung, T 0471 310 424, fdorfmann@hds-bz.it
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steuerberatung hds-bz.it/steuern
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Kosten von Umbauarbeiten Reduzierter Mehrwertsteuersatz und Wert von „bedeutenden Gütern“. Mit dem Beschluss Nr. 25/E vom 6. März 2015 hat die Agentur der Einnahmen den Anwendungsbereich der Mehrwertsteuer bei den so genannten „bedeutenden Gütern“ (beni significativi) genau geklärt, die im Rahmen von ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten an privaten Wohngebäuden zum Einbau gelangen. Definition des Begriffs. Zu den so genannten „bedeutenden Gütern“ gehören (laut Definition im Ministerialdekret 29.12.1999): Personen- und Lastenaufzüge; Türen, Fenster und deren Rahmen; Heizkessel; Gegensprechanlagen; Klima- und Umluftanlagen; Sanitäranlagen und Armaturen; Sicherheitsanlagen. Die oben genannten Begriffe dienen der Beschreibung der „bedeutenden Güter“, sie sind daher als allgemeine Bezeichnungen im weiteren Sinne und nicht als Fachbegriffe im engeren Sinne zu verstehen. Damit sind also auch Güter inbegriffen, die dieselbe Funktion haben wie die ausdrücklich erwähnten Bauteile und Geräte, die aber wegen bestimmter Merkmale oder aus kommerziellen Gründen unter einer anderen Bezeichnung geführt werden. Zu den Klimageräten müssen zum
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Beispiel auch Klimatisierungsgeräte gezählt werden; zu den Heizkesseln zählen auch Pelletöfen, wenn diese neben der Brauchwarmwassererzeugung auch für die Erzeugung von Warmwasser für das Heizsystem eingesetzt werden. Der Pelletofen selbst gilt als Teil der Montageleistung und wird mit dem herabgesetzten Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent besteuert, wenn dieser Ofen nur für die Heizung des Raums verwendet wird, in dem er eingebaut wird. Wann kommt der reduzierte Steuersatz zur Anwendung? Der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent im Baugewerbe für die Lieferung von „bedeutenden Gütern“ bei ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten gelangt immer zur Anwendung, unabhängig davon, mit welcher Vertragsform die Bauarbeiten ausgeführt werden. Dies hat die Agentur der Einnahmen vor Kurzem mit dem Bescluss Nr. 25/E vom 6. März festgelegt, in der eine Frage geklärt wurde, die beim Steuerberatungszentrum für Handwerker und Kleinunternehmen eingegangen war. Die Lieferung von Fenstern und Türen gilt – im Hinblick auf die Bestimmung des anwendbaren Mehrwertsteuersatzes – immer als Lieferung von „bedeutenden Gütern“, sowohl wenn die Durchführung der
Arbeiten im Rahmen eines Kaufvertrags mit Verlegung/Einbau erfolgt, als auch bei Abschluss eines Werkvertrags. Für die so genannten „bedeutenden Güter“ gilt der herabgesetzte Steuersatz nur im Umfang der Arbeitsleistung. Der Betrag, bis zu dem der herabgesetzte Steuersatz gilt, wird berechnet indem vom Gesamtbetrag der Leistung – der den vom Auftraggeber zu zahlenden Gesamtkosten entspricht – der Wert der „bedeutenden Güter“ abgezogen wird. Der Wert der Rohstoffe und Halbfabrikate, die im Rahmen einer steuerbegünstigten Leistung geliefert werden, darf nicht getrennt berechnet werden, zumal dieser Betrag Teil der Arbeitskosten ist. Wie erfolgt die Berechnung? Im Wesentlichen muss: 1) der Gesamtwert der Leistung berücksichtigt werden, 2) der Wert der „bedeutenden Güter“ ermittelt und vom Gesamtwert abgezogen werden, 3) die Differenz entspricht der Obergrenze, bis zu der auch die Lieferung von „bedeutenden Gütern“ mit dem herabgesetzten Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent besteuert wird, 4) der Restwert unterliegt dem ordentlichen Mehrwertsteuersatz. In der Rechnung müssen der Gesamtwert der Leistung, einschließlich des Werts der „bedeutenden Güter“, und der Wert der „bedeutenden Güter“ getrennt ausgewiesen werden; außerdem muss angeführt werden, bis zu welchem Betrag der herabgesetzte Mehrwertsteuersatz angewendet wurde und welcher Betrag mit dem ordentlichen Mehrwertsteuersatz von 22 Prozent besteuert wurde.
Fabiana Mancabelli, Steuerberatung, T 0471 310 403, fmancabelli@hds-bz.it
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Sich DAO – der Conad-Vertriebszentrale für die Region Trentino-Südtirol – anzuschließen, bedeutet Teil einer Genossenschaft zu werden, die in der Region seit geraumer Zeit tief verwurzelt ist und deren Mitglieder bzw. die gesamte Genossenschaftsfamilie zu einer starken, wirtschaftlichen Gruppe zusammenwachsen. Dank der kontinuierlichen Verbindung zwischen Zentrale und Einzelhändler und nicht zuletzt auch dank der mitwirkenden Einzelpersonen, entsteht eine persönliche Beziehung - unser Mehrwert für hochwertigen Service. DAO eine große Unternehmensgruppe. Werde einer von uns.
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info arbeit hds-bz.it/arbeit
Arbeitsbereiche neu geregelt 30
Der Jobs Act und seine Auswirkungen auf unselbstständig Beschäftigte. Arbeitnehmer müssen im Allgemeinen für jene Aufga-
ben eingesetzt werden, für die sie eingestellt wurden, d. h. für jene Arbeiten, die im Arbeitsvertrag von den Vertragsparteien festgelegt wurden. Am 25. Juni 2015 ist ein Durchführungsdekret zum Jobs Act (GvD Nr. 81/2015) in Kraft getreten, mit dem Art. 2103 des Zivilgesetzbuchs geändert und die Arbeitsbereiche von unselbstständig Beschäftigten neu geregelt werden. Eine der wichtigsten Neuheiten betrifft die Änderung der zugewiesenen Aufgabenbereiche im Laufe des Vertragsverhältnisses. a) Einseitige Änderungen seitens des Arbeitgebers
Im Laufe des Vertragsverhältnisses kann der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer anderen Arbeitsbereichen zuweisen, soweit Niveau und Art der neuen Aufgaben auf die des bisherigen Tätigkeitsbereichs zurückgeführt werden können bzw. der später erworbenen höheren Einstufung entsprechen. Alle anderslautenden Vereinbarungen sind mit Ausnahme der gesetzlich geregelten Fälle oder entsprechender Vereinbarungen zwischen den Vertragsparteien nichtig. 1. Höhere Aufgaben Als höhere Aufgaben gelten solche mit fachlich höheren Anforderungen, für die daher auch eine höhere Einstufung vorgesehen ist. Der Arbeitgeber kann vorübergehend einem Beschäftigten höhere Aufgaben zuweisen und ihm dafür die entsprechende Vergütung zahlen: - bei Ersetzung eines anderen Arbeitnehmers bis zu dessen Rückkehr. Die automatische Beförderung ist ausgeschlossen, - aus allen anderen Gründen für einen begrenzten Zeitraum; nach Ablauf dieses Zeitraums hat der Arbeitnehmer Anspruch auf die höhere Einstufung. Die vorübergehende Zuweisung ist zulässig für die im Kollektivvertrag vorgesehene Dauer; andernfalls gilt eine Höchstdauer von sechs aufeinanderfolgenden Monaten. Erfolgt die Zuweisung zu höheren Aufgaben für einen darüber hinausgehenden Zeitraum, gilt diese Zuweisung samt der dafür vorgesehenen Entlohnung als definitiv.
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2. Niedrigere Aufgaben Die Zuweisung zu niedrigeren Aufgaben ist im Allgemeinen verboten und nur in folgenden Ausnahmefällen erlaubt: - bei einer Änderung der Organisationsstruktur des Unternehmens, die sich auf die Position des Arbeitnehmers auswirkt, und/ oder - in den laut Kollektivvertrag vorgesehenen Fällen. Der Arbeitgeber teilt dem Arbeitnehmer bei sonstiger Nichtigkeit die Zuweisung zu niedrigeren Aufgaben schriftlich mit. Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Beibehaltung der bereits erworbenen Einstufung und Entlohnung, die er vor der Zuweisung zu den niedrigeren Aufgaben bezog. Ausgeschlossen sind hingegen die Gehaltselemente, die für besondere Modalitäten der Ausführung von bestimmten zuvor erfüllten Arbeitsaufgaben – z. B. Kassenzulage – vorgesehen sind und zu deren Beibehaltung der Arbeitgeber nicht verpflichtet ist. b) Änderungen im Einvernehmen beider Parteien
Arbeitgeber und Arbeitnehmer können mit der Unterzeichnung einer individuellen Vereinbarung folgende Aspekte des Vertrags ändern: - die Aufgabenbereiche, - die gesetzliche Kategorie (leitender Angestellter, Führungskraft, Angestellter, Arbeiter), - die Einstufung, - die Entlohnung. Änderungen sind nur zulässig, wenn sie mit einem erheblichen Interesse des Arbeitnehmers aufgrund folgender Umstände begründet werden können: - Erhaltung der Beschäftigung, - Erwerb einer anderen Berufsqualifikation, - Verbesserung der Lebensbedingungen. Unter den oben genannten Umständen können nicht nur die Zuweisung zu niedrigeren Aufgaben (auch um mehr als eine Stufe niedriger), sondern auch die Reduzierung der Entlohnung oder der Wechsel z. B. von der Kategorie der Angestellten in die Arbeiterkategorie gerechtfertigt werden. Eine solche Vereinbarung kann in geschütztem Rahmen, d. h. vor einer Schlichtungskommission bei der Gewerkschaft oder vor einer Schlichtungskommission beim Arbeitsamt bzw. vor einer Zertifizierungskommission abgeschlossen werden.
Alberto Petrera, Bereichsleiter Arbeits- und Gewerkschaftsangelegenheiten, T 0471 310 501, apetrera@hds-bz.it
info aktuelles
Der erkauf chlussv . s r e m li So m am 2. Ju s ta r te t
hds-bz.it/beitraege hds-bz.it/arbeitssicherheit
INFO
WSV beginnt am Dienstag, 5. Jänner 2016 Startschuss für das große Rennen. Der Winterschlussverkauf 2016 beginnt in Südtirol am Dienstag, 5. Jänner und dauert sechs Wochen bis zum 15. Februar 2016. Die Termine wurden vom Kammerausschuss der Handelskammer Bozen auf Vorschlag des hds festgelegt.
Die Tourismusgemeinden Tiers, Kastelruth, St. Ulrich, St. Christina, Wolkenstein, Ritten, Sexten, Enneberg, St. Martin in Thurn, Wengen, Abtei und Corvara hingegen starten den Winterschlussverkauf am 13. Februar und beenden ihn am 25. März 2016. Noch später, vom 27. Februar bis 9. April 2016, findet er in Reschen, Stilfs, Kurzras und St. Valentin auf der Haide statt. Sonderverkäufe und Preisauszeichnungen: Mehr Infos sind in einem Nützlichen Dokument unter hds-bz.it/recht zu finden.
B Istatwert betreffend die Konsumpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78). - Nationale Veränderung August 2014 – 2015 ist gleich - 0,1 % (75 % = - 0,075) und September 2014 – 2015 ist gleich - 0,1 % (75 % = - 0,075). - Veränderung in Bozen August 2014 – 2015 ist gleich + 0,5 % (75 % = + 0,375) und September 2014 – 2015 ist gleich + 0,4 % (75 % = + 0,3).
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Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im August 1,280374 und im September 1,125000.
Achtung Betrugsgefahr Förderung für Hochqualifizierte Eine tolle Chance. Unternehmen, die hochqualifizierte Mitarbeiter einstellen, werden gefördert. Dafür wird eine Million Euro bereitgestellt. Dies hat die Landesregierung vor Kurzem beschlossen. Aufgrund der großen Resonanz auf die Ende August 2014 beschlossene Förderung wurden die Mittel nun rasch aufgestockt. Diese Maßnahme soll Betrieben einen Anreiz bieten, damit
sie nicht nur in Strukturen, sondern auch in Arbeitskräfte investieren, die Innovation in die Unternehmen bringen. Auch zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen sollen unterstützt werden. Die Personalkosten für hochqualifizierte Mitarbeiter werden für zwei Jahre bis zur Hälfte von der öffentlichen Hand bezahlt. Die Förderung gilt nur für neu geschaffene Arbeitsplätze. Mehr Infos bei der hds-Betriebsberatung in Bozen: Franz Josef Dorfmann, T 0471 310 424, fdorfmann@hds-bz.it.
Falsche Kontrolleure von Feuerlöschern. In einigen italienischen Regionen häufen sich in letzter Zeit Meldungen über Betrugsversuche von falschen Feuerlöscher-Kontrolleuren in Modegeschäften. Die Betrugsmasche ist immer dieselbe: Eine Person gibt sich im Geschäft als Mitarbeiter der mit der Wartung und Kontrolle der Feuerlöscher beauftragten Firma aus und simuliert eine Instandhaltung, die ja gesetzlich einmal im Jahr vorgeschrieben ist. Der Betrugsfall tritt ein, sobald der falsche Kontrolleur eine fingierte Quittung für die angeblich erbrachte Leistung ausstellt und der Geschäftsinhaber zur Zahlung verpflichtet ist.
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Südtirol • Alto Adige