hds Magazin 12/14 - 1/15: „Der Charme des Regionalen“

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Italienische Post AG – Versand im Postabonnement– G.D. 353/2003 (konv. Ges. Nr. 46, 27.02.2004) Art. 1, Abs. 1, CNS BOZEN · Jahrgang LXII · 12/2014 - 1/2015

hds magazin

#12/14 - 1/15

Monatsmagazin des Handelsund Dienstleistungsverbandes Südtirol www.hds-bz.it

Der Charme

des Regionalen


Südtirol • Alto Adige


editorial

Förderung des Nachwuchses ist oberste Priorität In den vergangenen zehn Jahren ist im Südtiroler Handel die Zahl der neuen Lehrverträge um mehr als die Hälfte gesunken. Bis 2004 war der Handel immerhin noch Spitzenreiter bei den Lehrverträgen. Auch um diesem rückläufigen Trend entgegenzuwirken, hat der hds Nachwuchsförderung und Bildung zu Leitthemen gemacht. Sensibilisierungsmaßnahmen bei der Jugend werden durchgeführt. Unter anderem werden Mittelschüler im Rahmen von Schulbesuchen über Berufe, Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten informiert. Der Handels- und Dienstleistungsbereich bietet Berufe, die im direkten Kontakt mit dem Kunden ihren besonderen Wert haben. Bei diesen Maßnahmen spielen die Neuen Medien eine wesentliche Rolle. Die innovative und jugendgerechte Internetseite myjobmylife.it zeigt – auch anhand von Filmen – die vielfältigen Berufsmöglichkeiten. Immerhin gibt es im Handels- und Dienstleistungsbereich rund 30 attraktive Berufsbilder in den Bereichen Lebensmittel, Einzelhandel, Dienstleistungen, Großhandel, Technik und Gesundheit, für die es in Südtirol Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten gibt. Das auf der Seite integrierte Berufsprofil, eine Stärken- und Schwächenanalyse, hilft den Jugendlichen, den richtigen Beruf für sich selbst zu finden. Hier können auch Betriebsbesichtigungen, so genannte „Schnuppertage“, gebucht werden. Dabei können Schüler den Betriebsalltag und die Berufe hautnah erleben. Zudem wird auf der Facebook-Fanseite von myjobmylife (facebook.com/hds. myjobmylife) laufend über Aktuelles aus der Berufswelt, Events und noch vieles mehr berichtet. Die Plattform bietet die Möglichkeit Erfahrungen und Ideen auszutauschen und neue Freunde kennenzulernen. Gefordert ist hier auch die Politik: Die Förderung der Bildung und Maßnahmen zur Nachwuchsförderung gehören heutzutage zu einer innovativen Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik. Der hds versteht sich hier als Mittler zwischen Schule, Politik und Arbeitswelt. Es geht bildungspolitisch darum, zeitgemäße und innovative Ausbildungsmodelle sowie neue Bildungswege und Berufsperspektiven für unsere Jugend einzuführen, wie es beispielsweise die neue Berufsmatura ist. Denn: Jugendliche mit einer qualifizierten Ausbildung haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Walter Amort, hds-Präsident

titelgeschichte Projekt IN0KM abgeschlossen

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aktuelles Neues Portal weihnachtsgewinn.it

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trends Qualität mit Testgerät überprüfen

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bezirke Das Vinschger Weihnachtslicht

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berufsgruppen Baustoffhändler bei Klimahouse 2015

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bildung Ihr Driving Camp-Gutschein

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betriebe informieren 80 Jahre Bäckerei Pardeller

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rechtsberatung B2B-Geschäftsbeziehungen

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info arbeit Der neue Bäcker-Zusatzvertrag

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Redaktion, Verwaltung und Werbung: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, F 0471 310 396, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes und Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Mauro Stoffella (Bereichsleiter Kommunikation) Redaktion: Dr. Sergio Colombi, Dr. Martina Reinstadler, Manuela Seebacher Grafisches Konzept: Gruppe Gut – www.gruppegut.it titelbild: freeimages Grafik: Stefano Hochkofler Fotos: free­ images, istockphoto, Oberkofler, Helmuth Rier, Shutterstock Druckerei: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen Aufgegeben am 4. DEZember 2014 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Herausgeber: Handelsund Dienstleistungsverband Südtirol Genossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana

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Der Charme des Regionalen

In null Kilometer produzieren, vertreiben und verkaufen. Das Projekt „IN0KM“ hat sich die Förderung regionaler Qualitätsprodukte zum Ziel gesetzt. Das vom Europäischen Sozialfonds unterstützte Forschungsprojekt wurde nun abgeschlossen und vor Kurzem im hdsHauptsitz in Bozen vorgestellt.

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Milch von heimischen Kühen, Brot aus lokal angebautem Getreide, Obst und Gemüse aus der Region. Immer mehr Konsumenten erkennen den Wert des Lokalen und kaufen bewusst heimische Produkte. Dies geht aus den Ergebnissen des Forschungsprojektes IN0KM hervor. Das Projekt wurde 2013 in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverband Handwerker und Dienstleister und dem Südtiroler Bauernbund gestartet. Dabei wurden in Südtirol über 1000 Unternehmer aus Handel, Handwerk und Landwirtschaft befragt. „In Zeiten zunehmender globaler Vernetzung wird Regionalität immer wichtiger. Sie bietet heimischen Unternehmen die Chance, sich von der international agierenden Konkurrenz zu unterscheiden. Dies haben uns die Forschungsergebnisse gezeigt. Durch das Projekt soll die Lebensmittelbranche in Südtirol neue Im-

pulse erhalten“, sagt Carla Vedovelli. Die Verantwortliche für den Europa Point im hds betreut das Projekt für den Verband. Regional ist Trend

Nähe, Herkunft und Tradition rücken wieder in den Fokus der Gesellschaft. Schon lange ist Regionalität keine Modeerscheinung mehr, sondern hat sich zum langfristigen Trend etabliert. „Bereits 97 Prozent der Handelsbetriebe haben regionale Produkte in ihrem Sortiment. 87 Prozent der Händler sind sogar davon überzeugt, dass ihre Kunden bereit sind, mehr für heimische Produkte zu bezahlen“, so Vedovelli. Die regionale Herkunft der Ware ist somit für viele Konsumenten bereits zum


titelgeschichte Bei der Vorstellung des Forschungsprojekts: v. l. lvh-Vizedirektor Walter Pöhl, hds-Vizepräsident Dado Duzzi und Karl Framba, Vertreter des Südtiroler Bauernbundes.

5 entscheidenden Kriterium beim Einkauf geworden. Als Kaufgründe werden vor allem Frische und Qualität angegeben. Ein zusätzliches Kriterium, warum sich immer mehr Verbraucher für regionale Produkte entscheiden, ist die bessere Nachvollziehbarkeit, woher die Ware kommt und wie sie produziert wird. Der regionale Bezug und die Nähe zum Hersteller geben dem Verbraucher Sicherheit und schaffen Vertrauen. „Die größte Nachfrage im Handel gibt es bei heimischen Milchprodukten, gefolgt von Speck, Honig und Obst“, sagt Vedovelli.

Idee null Kilometer

Der Abstand zwischen dem Herstellungsort und dem Verbrauchsort eines Produktes wird als Philosophie null Kilometer bezeichnet. Durch die Verkürzung der Transportwege wird die Umwelt geschützt sowie ein frisches, gesundes und saisonales Produkt gewährleistet. In Südtirol gibt es zahlreiche öffentliche und private Initiativen zur Förderung und Unterstützung von lokalen Produkten.

Fortsetzung auf Seite 6

Nachholbedarf bei der Information Immer mehr Verbraucher wollen nachhaltig einkaufen, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Handelsforschung Köln. Das ist gut so. Das Problem: Unternehmen investieren zu wenig in die Kommunikation ihrer entsprechenden Maßnahmen. Beinahe doppelt so viele Kunden wie noch vor drei Jahren achten beim Einkaufen verstärkt auf Nachhaltigkeitsaspekte. Gemeint ist damit das Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als künftig wieder bereitgestellt werden kann. Dabei ist Corporate Social Responsibility (CSR) für viele Handelsunternehmen längst fester Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensführung. Deutlicher Nachholbedarf besteht jedoch in Sachen Kommunikation: Drei Viertel der Verbraucher fühlen sich von Händlern unzureichend über deren Nachhaltigkeitsmaßnahmen informiert.

Händler stehen der Studie zufolge vor der Herausforderung, das teils komplexe Thema Nachhaltigkeit zielgruppengerecht zu kommunizieren. Denn nur wenn die Kunden um das Engagement für Umwelt und Soziales wissen, könnten sich Händler im Wettbewerb positionieren. Der Konsument wünscht sich demnach eine zeit- und ortsnahe Kommunikation direkt im Verkaufsraum, etwa durch Prospekte oder Plakate, aber auch mehr Informationen im Internet. Nachhaltigkeitsaspekte müssten auf den ersten Blick erkennbar sein. Gerade wer in nachhaltige Sortimente investiert, sollte also gleichzeitig nicht an der Kommunikation sparen.

Mauro Stoffella, Bereichsleiter Kommunikation

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titelgeschichte

Herkunft der Marke null Kilometer

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Vorreiter der null Kilometer-Bewegung ist die vom Bauernbund Coldiretti in Venetien lancierte Initiative „km zero“. Produzenten und Verbraucher sollen von regionalen Produkten überzeugt werden. „Gemäß der Philosophie des null Kilometers ist es vorteilhaft, lokale Produkte zu kaufen, da die Verkürzung der Abstände zwischen Produzenten und Verbraucher die Umwelt schützt, regionale Nahrungsmittel fördert und folglich auch die Preise reduziert. Den Konsumenten werden frische, gesunde und saisonale Produkte gewährleistet“, erklärt Luca Motta vom Bauernbund Coldiretti Venetien (im Bild). Die Kampagne wurde 2006 gestartet und kurz darauf gesetzlich verankert (Regionales Gesetz Nr. 7 vom 25. Juli 2008). „Damit km zero zum Gesetz wird, sammelten wir innerhalb von drei Monaten 25.000 Unterschriften. Die ausdrücklich erklärten Ziele des Gesetzes sind die Verwendung von lokalen Produkten in den gastronomischen Dienstleistungen, die an die öffentlichen Behörden übertragen werden, um den Direktverkauf seitens der landwirtschaftlichen Unternehmer zu erhöhen. Das gesamte Projekt ist ein großer Erfolg“, so Motta abschließend.

Im Handel sind rund 30 Prozent der befragten Betriebe Mitglied einer Initiative für die Stärkung und Förderung regionaler Produkte. Besonders erwähnenswert ist die Initiative Regiokorn. An dem 2011 gestarteten Projekt sind viele hds-Mitgliedsbetriebe beteiligt. „Durch Regiokorn wurde der früher in Südtirol stark verbreitete Getreideanbau wiederbelebt, die traditionelle Zusammenarbeit zwischen Bauer, Müller und Bäcker wiederaufgebaut sowie die Vielfalt der Kulturlandschaft durch die goldgelben Kornfelder erhalten“, sagt Vedovelli. Mit IN0KM wurde ein Konzept erarbeitet, um alle Projekte zur Regionalität unter eine Dachmarke zu bringen. „Die Idee war es, regionale Güter für die Konsumenten leichter erkennbar zu machen. Zur leichteren Koordination könnte für Betriebe ein Akkreditierungssystem eingeführt werden. Unsere Befragung ergab, dass fast 90 Prozent der Mitglieder im hds ein solches Projekt unterstützen würden“, erklärt Vedovelli. Das Zukunftspotenzial lokaler Produkte ist groß. 97 Prozent aller befragten Händler sind sich sicher, dass regionale Angebote einen Mehrwert für die Kunden darstellen. Lokal statt global

Regionale Lebensmittel bieten insbesondere die Chance, die Vielfalt der Natur und des Geschmacks zu erhalten. Charakteristisch für regionale Lebensmittel sind, nach Ansicht der Handelsbetriebe, vor allem die Produktion und Veredelung der Produkte in Südtirol. „Das Projekt IN0KM hat uns gezeigt, dass regionales Denken zunimmt und lokale Kreisläufe immer wichtiger werden. Neben der Frische durch kurze Transportwege und der höheren Transparenz während der Produktion wird die Kulturlandschaft erhalten und somit auch ein Stück Tradition. Lokale Kreisläufe sorgen für einen starken Wirtschaftsstandort, Wohlstand, Lebensqualität und gesicherte Arbeitsplätze vor Ort. Lokales unterstützt die heimische Landwirtschaft, das Handwerk und prägt die Landschaftsbilder. Dies kann das Selbstbewusstsein einer Region stärken und zu mehr Lebensmittelsicherheit und -souveränität führen“, so Vedovelli abschließend.

mreinstadler@hds-bz.it

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r n unte er k tione t en, d Alle A h c a n ih e w / .i t z b t/ z.i r h ds h ds - b t unte o p s io R ad audio.

weihnachtsgewinn.it

aktuelles

Klicken, mitmachen, gewinnen in Südtirol Tolle Gewinnspiele in der Weihnachtszeit. Ein Einkaufserlebnis

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bieten und den Einkauf vor Ort belohnen: Mit dem Ziel Kundenbindung und Freude schenken, haben zahlreiche hds-Ortsgruppen in der Vorweihnachtszeit eine Reihe von Initiativen organisiert. Alle Informationen zu den verschiedenen Gewinnspielen in Südtirol werden auf der neuen, gemeinsamen Plattform weihnachtsgewinn.it präsentiert. Zu finden sind dort Wünsch Dir Was (14 Orte im Burggrafenamt und Etschtal), Das große Los im Überetsch (Eppan und Kaltern), Greif nach den Sternen (Deutschnofen), Glücksstern über Völs, Rittner Glückszug, Weihnachtsglück im Unterland (sieben Orte), Einkaufen, rubbeln und gewinnen in Leifers. Die Webseite bietet einen tollen Überblick zu den Preisen und Teilnahmebedingungen. Einige Aktionen ermöglichen sogar die interaktive Teilnahme. Lassen Sie sich überraschen!

<18 Hinweis: Das Abbrennen von Feuerwerken, das Abschießen von Feuerwerkskörpern, das Zünden von Böllern, kleinen Sprengkörpern und Knallfröschen u. Ä. sowie das Abschießen von Raketen, die nicht landwirtschaftlichen Zwecken dienen, ist in ganz Südtirol untersagt. Abweichungen von diesen Bestimmungen können vom zuständigen Bürgermeister auf schriftlichem und begründetem Antrag genehmigt werden. L.G. 20.11.1978, Nr. 66 und D.LH. vom 6. März 1989, Nr. 4

Avviso: L‘accensione di fuochi d‘artificio ed il loro lancio, lo sparo di petardi, bombette, mortaretti e razzi non utilizzati per fini agricoli, sono vietati su tutto il territorio provinciale. Deroghe possono essere concesse, su richiesta scritta e motivata, da parte del Sindaco del comune interessato. L.P. 20.11.1978, n. 66 e D.P.G.P. 6 marzo 1989, n. 4

Verkauf und Verabreichung von Alkohol.

Vendita e somministrazione di alcol.

Der Verkauf und die Verabreichung von alkoholischen Getränken an Minderjährige unter 18 Jahren und an Personen, die offensichtlich betrunken sind, ist verboten.

È vietata la vendita e la somministrazione di bevande alcoliche ai minori di 18 anni e a coloro che si trovano in stato di manifesta ubriachezza.

Art. 14ter Gesetz Nr. 125/2001

Art. 14ter legge n° 125/2001

Kein Alkohol für Minderjährige Jugendliche schützen, Gesetze einhalten. Ein Lebensmittelgeschäft in Meran wurde vor Kurzem für 30 Tage geschlossen, da Alkohol an Minderjährige verkauft wurde. Der Verkauf und die Verabreichung alkoholischer Getränke an Minderjährige unter 18 Jahren ist verboten und wird mit einer Verwaltungsstrafe von 250 bis 1000 Euro geahndet. Die gesetzlichen Bestimmungen sind durch einen deutlich sichtbaren und gut lesbaren Aushang bekannt zu machen. Der hds stellt ein entsprechendes Schild seinen Mitgliedern kostenlos zur Verfügung. Dieses kann unter hds-bz.it/bestellung angefordert werden. Auch die Alkoholtabellen können bestellt oder in den hds-Büros abgeholt werden. Besuchen Sie unsere Homepage: Sie finden dort viel nützliches Bestellmaterial für Ihren Betrieb, so z. B. auch das Schild für den Verkauf von Feuerwerkskörpern und Böllern.

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Begeisterung im Beruf Tag des Handels ein großer Erfolg. Sympathie und Vertrauen sind für erfolgreiche Geschäfte unabdingbar. Dennoch achten viele Verkäufer während Kundengesprächen zu wenig darauf, dass sie Kunden wirklich emotional ansprechen. Verkaufsexperte Ingo Vogel referierte beim diesjährigen Tag des Handels zum Thema emotionales Verkaufen: Mit Begeisterung zu mehr Kunden und Umsatz. Rund 250 Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich auf Schloss Maretsch in Bozen über neue Möglichkeiten im Verkauf zu informieren.

hds-Präsident Walter Amort: „Persönliche Beratung des Kunden ist unsere große Stärke.“

„Der kleinstrukturierte Handel, der in Südtirol vor allem aus Familienbetrieben besteht, hat in der direkten und persönlichen Beratung des Kunden eine große Stärke. Wir wollen die Fähigkeiten unserer Mitglieder in diesem Bereich verbessern“, sagten Präsident Walter Amort und Vizepräsident Dado Duzzi zu Beginn der Veranstaltung. Emotionales Verkaufen stellt Kunden und Verkäufer als Menschen in den Vordergrund und sorgt dafür, dass Kunden auf der kaufentscheidenden emotionalen Ebene angesprochen und überzeugt werden. Vertrauen gewinnen „Emotionales Verkaufen heißt, dass zwei Menschen, die miteinander zu tun haben, Emotionen austauschen. Nur wenn Emotionen ausgetauscht werden, wird eine Beziehung aufgebaut und somit auch etwas verkauft“, sagte Verkaufsexperte Ingo Vogel. „80 bis 90 Prozent der Entscheidungen werden unbewusst gefällt. Als Verkäufer kann man davon profitieren, indem die Entscheidungsprozesse der Kunden positiv angesprochen und

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aktuelles Ingo Vogel: „Südtirols Kaufleute können stolz auf ihre lange Berufstradition sein.“

Die Veranstaltung bot bei einem Buffet Raum für Diskussionen.

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Dado Duzzi, Walter Amort und die Bürgermeisterin von Klausen, Maria Gasser Fink, mit den drei Verkaufstalenten (v. l.).

unterstützt werden. Studien der Hirnforschung belegen, dass der Mensch nur dann kauft, wenn bei ihm emotionale Areale im Hirn aktiviert werden. Gibt es keine Emotionen, so gibt es auch keine Entscheidungen und folglich für den Händler keinen Umsatz“, erklärt Vogel. Motivation leben Die schlimmsten Fehler, die Verkäufer machen können, sind eine negative und unmotivierte Ausstrahlung und kein Interesse an den eigenen Produkten. Wenn sofort nur über das Produkt gesprochen wird, selbst viel geredet und dem Kunden nicht zugehört wird, kann keine emotionale Beziehung aufgebaut werden. Authentisch, empathisch, verbindlich. Diese Eigenschaften werden von Kunden geschätzt. Verkäufer müssen interessiert und vom eigenen Angebot begeistert sein. „Beim emotionalen Verkaufen werden Verkäufer für Kunden zu überzeugenden Persönlichkeiten und authentischen Marken. Die Produkte zu einzigartigen, unvergleichbaren emotionalen Highlights“, sagte Vogel. Südtirols Kaufleute können stolz auf

r er unte en Bild ngen, t s n ö h ltu Die sc ransta z.it/ve nter u hds-b o e das Vid handels. tagdes bit.ly/

ihre lange Berufstradition sein und sollten ihr unglaubliches Fachwissen mit Herz und Verstand vermitteln. Diese Worte gab er den Besuchern abschließend mit auf den Weg. Junge Verkäufer fördern Im Anschluss wurden die drei besten Verkaufstalente Südtirol 2014 geehrt, die vor Kurzem beim landesweiten Berufswettbewerb für Jungverkäufer in Bruneck gekürt wurden. Gewonnen hat den Wettbewerb Silvia Andergassen aus Klausen vor Monika Niederlechner aus Oberwielenbach/Percha und Nancy Fröhlich aus Bruneck. Die drei Jungverkäuferinnen haben sich mit diesem Ergebnis auch für die Teilnahme am internationalen Berufswettbewerb Junior Sales Champion International in Salzburg qualifiziert und belegten ex aequo den vierten Platz. Ein Interview mit dem Gastreferenten Ingo Vogel sowie hds-Präsidenten Walter Amort unter hds-bz.it/audio.

mreinstadler@hds-bz.it

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aktuelles

hds zu Gast in Südtirols Schulen 10

Informationen aus erster Hand. Der hds besucht auch in diesem Schuljahr im Rahmen einer Informationskampagne Südtirols Schulen. Bis März 2015 stehen über 30 Schulbesuche und 20 Expertenunterrichte auf dem Programm. Die Mittelschüler werden über Berufe, Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im Bereich des Handels und der Dienstleistungen informiert, Unternehmer geben Einblick in ihre Betriebe und Jugendliche erzählen über erste Erfahrungen aus der Arbeitswelt. In den Abschlussklassen der Ober- und Berufsschulen referieren Unternehmer zu Themen wie Marketing, Betriebsgründung oder Bewerbung. „Wir möchten mit dieser Aktion den Schülern aufzeigen, wie interessant und abwechslungsreich die Berufe im Handelsund Dienstleistungssektor sind und welche Möglichkeiten sie bieten. Zudem sollen diese Berufe aufgewertet werden, um neue Fach- und Nachwuchskräfte für Schlüsselbranchen zu finden“, erklärt hds-Präsident Walter Amort. Im Rahmen der Schulbesuche wird auch die Berufsinformationsseite myjobmylife.it vorgestellt. Viele Tipps, Infos, aber auch die Schnuppertage sind hier zu finden, die südtirolweit Anfang Februar 2015 stattfinden. Auf facebook.com/hds.myjobmylife wird laufend über Aktuelles aus der Berufswelt, Events und noch vieles mehr berichtet.

Giuliani ist Stellvertreter im Meisterbund Der hds gratuliert. Der Rat des Südtiroler Meisterbundes hat in seiner ersten Sitzung den Obermeister und seine beiden Stellvertreter gewählt. Martin Haller wird dem Meisterbund als Vorsitzender vorstehen. Zu seinen Stellvertretern wurden Christian Giuliani (Meister des Handels) und Ester Brunini (Glasermeisterin) gewählt. Giuliani (im Bild) ist Koordinator der Jungen im hds und Mitglied des Exekutivausschusses des Verbandes. Der Südtiroler Meisterbund wurde 2013 gegründet, zählt 358 Mitglieder und bietet allen Meistern eine Interessenvertretung. Der Meisterbund hat gemeinsam mit dem Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung eine Themenreihe mit Fachvorträgen für 2014/2015 ausgearbeitet. Die einzelnen Termine unter hds-bz.it/veranstaltungen. Für weitere Infos: Petra Blasbichler, T 0471 310 318, pblasbichler@hds-bz.it

Einer von vielen: der Expertenunterricht in der 4. Berufsfachschule Handel und Verwaltung in Bruneck mit Karl Grohe. Er informierte die Schülerinnen über das Onlinemarketing.

Karriere im Handel Artikelserie auf Onlineplattform barfuss.it. Durch verschiedene Aktionen und Kampagnen informiert der hds über Berufe sowie Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im Handels- und Dienstleistungssektor. Um aufzuzeigen, welche einzigartigen Karrieremöglichkeiten diese Sektoren bieten, wurde eine sechswöchige Artikelserie auf dem Onlineportal barfuss.it gestartet. Jede Woche wird eine andere Person porträtiert.

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aktuelles

Geschäftsführer Stefan Dubis mit Sohn Philipp.

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Mit neuen Technologien wachsen Erfolgreicher Onlineshop eines hdsMitgliedsbetriebes. Die Firma Mussner Tex-

tile hat sich bereits 1998 für einen Onlineauftritt entschieden. Mit einer Visitenkarte im Web gestartet, hat sich mussner.com zu einem ausgereiften Onlineshop entwickelt. Marktnische finden „Als Produzent von Textilprodukten mit regionalem Charakter ist das Internet eine interessante Plattform, um Kunden zu erreichen, die in ihrer Umgebung keine ähnlichen Produkte finden“, sagt Geschäftsführer Stefan Dubis. Gute Fotos und eine

Der hds begleitet seine Mitglieder und erleichtert den Einstieg in die Welt des E-Commerce. Ihr Kontakt in Bozen: Valentina Maggio, T 0471 310 420, vmaggio@hds-bz.it, hds-bz.it/beratung.

detaillierte, ansprechende Beschreibung der Produkte sind für einen Onlineshop besonders wichtig. „Um sich von großen Einkaufsportalen abzuheben, muss man sich als Einzelhändler stark differenzieren und etwas Besonderes anbieten“, so Dubis.

book, Twitter, YouTube, Fickr), aber auch die Präsenz in produktspezifischen Foren oder Blogs. Je öfter man im Netz vertreten ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Shop gefunden wird und es zu einem Verkaufsabschluss kommt“, so Dubis

Genauigkeit punktet Je genauer und besser die Produktpräsentation ist, desto attraktiver ist der Kauf im Web. „Vor allem die Schnelligkeit in der Bearbeitung einer Bestellung gehört zum Kundenservice eines E-Shops. Eine große Herausforderung ist hier die interne Kommunikation eines Betriebes. Lagerwirtschaft und Versand müssen optimal aufeinander abgestimmt sein,“ erklärt Dubis.

Kundenwünsche erkennen Die wichtigste Investition bei der Realisierung eines Onlineshops ist die Software. „Sie ist das Herzstück des gesamten WebProjektes und sollte so gewählt werden, dass möglichst alle Bedürfnisse erfüllt werden: Webseite, Produkt-Datenbank, Onlinezahlung, Kommunikation mit dem Kunden, Lagerverwaltung und Versandlogistik. Um einen Shop in Schwung zu halten, braucht es viel Passion und eine ständige Anpassung an Veränderungen der Kundenwünsche,“ erklärt Dubis.

Der richtige Marketing-Mix Ein Onlinestore muss laufend aktualisiert werden. Um Kunden zu gewinnen, müssen viele Marketinginstrumente eingesetzt werden. „Dazu gehören Social Media (Face-

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aktuelles

NEWS VOM EUROPA POINT IM hds

Internet und neue medien

Kredite für Kleinbetriebe

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Investitionshilfe im Rahmen von Progress-Mikrofinanzierung. Über 20.000 Unternehmer haben bereits im Rahmen des europäischen Mikrofinanzierungsinstruments Progress Darlehen und Bürgschaften im Gesamtwert von 182 Millionen Euro in Anspruch genommen. Am meisten genutzt wurde dieses Programm von Handels- und Landwirtschaftsbetrieben. Mit dem 2010 eingerichteten Instrument Progress erhöht sich das Angebot an Mikrokrediten, also Darlehen unter 25.000 Euro für die Gründung und Entwicklung von kleinen Unternehmen. Die Kommission finanziert die Unternehmer nicht direkt, sondern ermöglicht ausgewählten Mikrokreditgebern in der EU, mehr Darlehen zu gewähren, indem sie Bürgschaften übernimmt und damit das Verlustrisiko der Kreditgeber teilweise deckt und Mittel für die Erhöhung des Mikrokreditvolumens bereitstellt.

Mikrokredite werden von ca. 40 Anbietern in 20 EU-Mitgliedsländern, darunter auch Italien, vergeben. Interessierte Unternehmer können bei diesen Kreditgebern Informationen über die Voraussetzungen und Verfahren für den Erhalt einer Finanzierung einholen und einen Finanzierungsantrag einreichen. Mit diesem Instrument soll der Zugang zu Krediten erleichtert und das Volumen von Mikrofinanzierungen erhöht werden, um die verstärkte Nachfrage nach kleineren Krediten zu decken. Diese Finanzierungsform ist bestimmt für Unternehmen mit krisenbedingtem Kreditbedarf, für Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen, sowie Personen, die nur schwer ein herkömmliches Bankdarlehen bekommen und ein Klein- oder Kleinstunternehmen gründen bzw. ausbauen wollen. Mit Progress sollen nicht nur Unternehmen unterstützt werden, damit wird gleichzeitig auch eine Hebelwirkung angestrebt, die zu Gesamtinvestitionen in Höhe von etwa 500 Millionen Euro, d. h. des Fünffachen des EU-Beitrags, führen soll. Das Mikrofinanzierungsinstrument Progress ist Teil der Strategie Europa 2020 - Leitinitiativen für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum und wird seine Tätigkeit bis 2016 fortsetzen. Die auf EU-Ebene und in den einzelnen EU-Ländern verabschiedeten Wirtschaftsförderungsprogramme setzen erneut auf die Förderung des Unternehmertums und von Existenzgründungen als Instrument für die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen und für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Carla Vedovelli, Verantwortliche Europa Point, T 0471 310 322, cvedovelli@hds-bz.it, hds-bz.it/europa

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Der stationäre Handel im Internetzeitalter Neue Confcommercio-Studie. Für ca. 70 Prozent der Verbraucher und der Unternehmer wird der traditionelle Handel auch in zehn Jahren noch eine wichtige Rolle spielen, aber nur wenn es gelingt, dem Kunden ein Einkaufserlebnis zu bieten und ihn auf diese Weise emotional zu binden. Über 55 Prozent der befragten Konsumenten haben nach eigenen Angaben – meistens wegen der günstigeren Preise im Netz – mindestens einmal online eingekauft. Über die Hälfte der Onlinekäufer (51,2 Prozent) wählten für ihre Einkäufe im Netz die E-Commerce-Seiten von Fachhändlern. Das sind kurz zusammengefasst die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie zum stationären Handel im Internetzeitalter, die in Zusammenarbeit mit Format Ricerche von Confcommercio-Imprese in Italien durchgeführt wurde. Auch in Italien gewinnt der elektronische Handel an Bedeutung, was zu einer Veränderung der Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher führt. Wie die Studie zeigt, verzeichnet der elektronische Handel zwar eine Zunahme, die aber nicht dazu führen wird, dass der Onlinehandel den stationären Handel ersetzen wird, vielmehr wird es ein Nebeneinander der beiden Handelsformen geben. Der traditionelle Handel kann nicht zuletzt mit seinen Stärken – wozu in erster Linie die individuelle Beratung gehört – punkten und wird für breite Bevölkerungsschichten der wichtigste Einkaufskanal bleiben. Verbraucher, die noch nie online eingekauft haben (44,4 Prozent), nennen den fehlenden persönlichen Kontakt zu einem Verkäufer oder Berater als größtes Hindernis. Das Internet beeinflusst auf jeden Fall maßgeblich das Verhalten der Verbraucher. Denn auch wer nicht online einkauft, holt sich vor der Kaufentscheidung einschlägige Informationen im Netz: Das beweist der hohe Anteil der Befragten (54,9 Prozent) die angeben, dass sie vor dem Kauf im traditionellen Geschäft Produktinformationen im Internet eingesehen haben.


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handels- und dienstleistungsverband Südtirol


aktuelles Sprechstunden hds vor Ort St. Ulrich montags von 14:30 bis 17:00 Uhr im Gemeindeamt. Lana donnerstags von 11:00 bis 13:00 im Rathaus, Maria-Hilf-Straße 5. St. Leonhard i. P. jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 08:00 bis 10:00 Uhr in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Passeirerstraße 3. Klausen donnerstags von 08:30 bis 12:30 Uhr, Kaffee Nussbaumer, Unterstadt 4, H 331 5714 456. Mühlbach dienstags von 08:00 bis 09:30 Uhr im Gasthof „Zur Linde“. Mals montags von 08:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindehaus, Bahnhofstraße 19. Prad montags von 10:30 bis 12:30 Uhr in der Raiffeisenkasse. Sulden am 10. Dezember, 14. Jänner sowie 11. Februar von 10:00 bis 12:00 Uhr in der Raiffeisenkasse.

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Termine

Rentenberatung

17. – 21.01. • Sigep 2015, Rimini 23.01. • Meisterforum 2014/2015: Innovate or die Unterland

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Meran am 10. und 17. Dezember, am 7., 14., 21. und 28. Jänner sowie am 4. und 11. Februar von 08:00 bis 12:00 Uhr im hds-Büro. Sterzing am 18. Dezember, am 15. Jänner sowie am 5. Februar von 08:30 bis 09:30 Uhr im hds-Büro. Brixen am 11. und 18. Dezember, am 8., 15., 22. und 29. Jänner sowie am 5. Februar von 14:30 bis 16:30 Uhr im hds-Büro. Bruneck am 18. Dezember, am 15. Jänner sowie am 5. Februar von 11:00 bis 12:30 Uhr im hds-Büro. Schlanders am 10. Dezember, am 14. und 28. Jänner sowie am 11. Februar von 14:00 bis 16:00 Uhr im hds-Büro. • PensPlan-Infopoints im hds (nach Vereinbarung) Kostenlose landesweite Vorsorgeberatung für Arbeitnehmer und Selbstständige. Vereinbaren Sie Ihren Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe oder unter T 0471 978 032. Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) Bozen am Montag von 11:00 bis 12:30 Uhr, am Mittwoch von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 458). Meran jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr im hds-Büro (T 0473 272 511). Brixen jeden Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 271 411). Sterzing hds-Büro (T 0472 766 070). Schlanders jeden Donnerstag um 14:00 Uhr im hds-Büro (T 0473 730 397).

Kleinanzeiger Neuwertige Apothekeneinrichtung (designed by MONOVOLUME) zu verkaufen. Kontakt: info@immobilienagentur.it, T 0471 662 042. Wir suchen für den Vertrieb unserer Lebensmittelprodukte für folgende freie Zonen: Bozen-Unterland-Meran-Vinschgau-Schlerngebiet-Sarntal-Passeier, einen freien Vertreter mit Lebensmittelkenntnissen, auf Enasarco-Basis. Kontakt: horvat.willi@dnet.it.

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Arbeitssicherheit, Abfall und Hygiene (nach Vereinbarung) Die Beratungsgespräche finden in allen hds-Bezirksstellen statt. Vereinbaren Sie Ihren individuellen Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe. Beratung in Kondominiumsangelegenheiten (nach Vereinbarung) Bozen jeden 3. Dienstag im Monat im Hauptsitz des hds (T 0471 310 505/508).


trends

Mit Testgerät in den Supermarkt Wissenschaftler der Uni Innsbruck arbeiten an einem Verfahren, mit dem Konsumenten die Qualität von Lebensmitteln überprüfen können. Ziel ist ein kleines Gerät, das Kunden in Lebensmittelgeschäfte mitnehmen und mit dem sie etwa überprüfen können, ob ein Apfel tatsächlich aus Südtirol stammt. Ein Gerät, das an eine Spielzeugpistole erinnert, gibt es bereits, die Wissenschaftler entwickelten nun kleinere Geräte, die auch alltagstauglich sein sollen. Die Geräte arbeiten mithilfe der Nah-Infrarotspektroskopie. Mit dieser Methode können viele physikalische sowie chemische Parameter gemessen werden. Das Gerät sendet Licht im Nah-Infrarotbereich aus. Im zu untersuchenden Objekt wird ein Teil des Lichts absorbiert, der Rest reflektiert. Das Gerät berechnet und analysiert dann die Differenz zwischen dem ausgestrahlten und dem reflektierten Licht. Aus dieser Differenz lassen sich viele Informationen ablesen. Derzeit beschäftigen sich die Wissenschaftler vor allem mit der Untersuchung von Äpfeln. Mit einem speziell für diese Messungen entwickelten und optimierten Gerät kann ein Apfel bis zu 200-mal gemessen werden, was eine sehr genaue Analyse ermöglicht. Die Wissenschaftler haben für ihre Untersuchungen etwa 2000 Äpfel aus der ganzen Welt organisiert, von Chile über Australien und Südafrika bis Japan, um diese zu untersuchen und mit Proben von Äpfeln aus Tirol und Südtirol zu vergleichen. Es konnte aufgezeigt werden, dass sich der Qualitätsstandard der heimischen Äpfel von den anderen Proben deutlich positiv abhebt. Die Wissenschaftler untersuchen auch Käse, Milch und Fleisch. Mit der entwickelten Methode sollen Inhaltsstoffe und die geografische Herkunft des Produkts exakt bestimmt werden können. Ziel der Forscher ist es, ein Gerät zu entwickeln, das für den Einsatz im Lebens-

15 mittelgeschäft finanzierbar und tragbar ist. Bis das Gerät im Alltag von einer breiten Masse eingesetzt werden kann, werden noch fünf bis neun Jahre vergehen, schätzen die Wissenschaftler. Es gibt auch weitere Ideen zur Anwendung dieses Geräts. Angedacht sind etwa Projekte zur Bestimmung von Pilzen beim Sammeln sowie zur Kontrolle von Schnaps. Konsumenten könnten überprüfen, ob der prämierte Schnaps der ist, der verkauft wird und man könnte bestimmen, wie viel Apfel oder Birne im Schnaps drinnen sind.

Small is beautiful Kleine Unternehmen bieten gute Arbeitsbedingungen. Zumindest in Frankreich. Einer Studie der Beobachtungsstelle Alptis zufolge erleben 68 Prozent der Angestellten in Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten keinen Stress am Arbeitsplatz. Rund 80 Prozent freuen sich sogar auf ihre Arbeitszeit im Büro. Dieses Ergebnis erstaunt auch Experten. Denn trotz der im Vergleich zu Großunternehmen eindeutig ungünstigeren Arbeitsbedingungen klagen Arbeitnehmer in kleinen Unternehmen weniger. Worauf kann das zurückgeführt werden? Begründet wird das Wohlbefinden der Arbeitnehmer mit den sehr guten sozialen Beziehungen, die sich typischerweise in Kleinunternehmen entwickeln. In kleinen Betrieben legt man Wert auf gute persönliche Beziehungen, der Dialog wird gefördert, die Solidarität zwischen Kollegen ist stark ausgeprägt. In den meisten Fällen werden Konflikte beigelegt, bevor sich die Situation verschärft, Probleme werden informell gelöst.

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bezirke

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Vinschgau

Naturns

Das Weihnachtslicht 2014

Wine & Music bei Unterthurner

hds-Spendenaktion für Menschen in Not. Auch im Vinschgau gibt es viele Menschen, denen das Schicksal schlimm mitgespielt hat und denen es nicht besonders gut geht. Mit der Spendenaktion „Vinschger Weihnachtslicht“ will der hds genau diesen Personen helfen und ihnen ein wenig Licht in den Alltag bringen. Tue Gutes und lasse es wirken – mit diesem Motto begleitet der Verband die Initiative und lässt in jedem teilnehmenden Betrieb als symbolisches Zeichen vom 1. bis zum 24. Dezember eine Kerze erstrahlen. „Es gibt viele Menschen, die durch ein Unglück, Krankheit oder Verlust des Arbeitsplatzes in Not geraten sind. Mit unserer Aktion möchten wir ein Zeichen setzen und für andere Menschen da sein. Heuer können sich erstmals auch Kunden an der Spendenaktion beteiligen. Dazu befindet sich eine Spendenbox in der Nähe des Kassenbereichs. Betriebe und Kunden können jeden Adventstag einen Euro spenden“, erklärt hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser. Die Spendenaktion wird zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit der Vinschger Vinzenzgemeinschaft durchgeführt und von den Raiffeisenkassen im Tal unterstützt.

Rieslingtage sind immer ein besonderes Highlight. „Wine & Music“, die Rahmenveranstaltung zu den Rieslingtagen in Naturns fand bis vor Kurzem nur in Gastronomiebetrieben statt, heuer erstmals jedoch auch in einem Lebensmittelgeschäft. „Ich fand es eine gute Gelegenheit, unsere Kunden über diesen Abend auf unser umfangreiches Weinsortiment aufmerksam zu machen“, so die Präsidentin des Organisationskomitees und Inhaberin, Monika Unterthurner. Die Kunden und Gäste konnten zehn verschiedene Rieslinge aus den Anbaugebieten Südtirol, Österreich, Deutschland, Frankreich und USA verkosten. Als Käsesommelier reichte Monika Unterthurner dazu auch die passenden Käsesorten. „Zum Riesling passen am besten Weich- und Frischkäse. Generell kann man sagen, dass Weißweine besser zum Käse passen, mit einer Ausnahme, dem Hartkäse. Hier ist ein gutes Glas Rotwein angesagt“, meint Unterthurner bestimmt. Viele nahmen das tolle Angebot wahr und ließen es sich schmecken, mit flotter Livemusik dargeboten von „Queen Laurin“. Der hds gratuliert zur guten Idee und zum Erfolg der Aktion. Im Bild Familie Unterthurner: v. l. Georg, hdsBezirkspräsident Johann, Anna und Monika Unterthurner.

Klausen

Schnell, professionell, individuell Das Autohaus Hofer wirbt mit diesem Slogan für seinen Service sowohl in Klausen als auch in Villanders und das seit gut 25 Jahren. Der hds-Bezirksausschuss Eisack- und Wipptal hat vor Kurzem den Betrieb in Klausen besucht. Seniorchef Sepp Hofer informierte die interessierte Gruppe über Geschichte und Betriebsstrategie des Familienunternehmens, das seit diesem Frühjahr im neuen Firmensitz tätig ist. Als hochmoderner handwerklicher Meisterbetrieb und Servicepartner der Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Skoda und SEAT gibt es nun eine große Verkaufsfläche und einen Showroom auf zwei Etagen. Hier im Bild die hds-Vertreter bei ihrem Besuch in Klausen.

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bezirke

Bozen Stadt und Land, PustertaL, Vinschgau

Treue, Zufriedenheit, Loyalität hds-Ehrendiplom für 30 Jahre Mit-

Bereits seit 30 Jahren beim hds sind:

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gliedschaft. Langjährige hds-Mitglieder

werden mit einem Ehrendiplom gewürdigt. Gar einige Mitglieder wurden vor Kurzem von den hds-Ortsobmännern von Latsch und Prad am Stilferjoch, Horst Egger und Thomas Rungg, sowie den hds-Bezirksleitern Walter Holzeisen, Franz Perkmann und Peter Zelger persönlich besucht. Als Dank für Treue und beständige Mitgliedschaft erhielten sie die hds-Urkunde.

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A lois Fleischmann & Co. Kg (Goldrain/Latsch) K arosseriebau Toni Ohg (Latsch) K untner GmbH (Prad am Stilfserjoch) M odetreff Kg der Renate Hanni & C. (Latsch) P eter Niedermair & Co. Kg – Metallbau (Schlanders) E rich Pircher (Taufers im Münstertal)

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A lbin Platzer (Naturns) R abanser Ohg des Rabanser M. & C. (St. Ulrich) T inkhauser Kg (St. Georgen/Bruneck) T ischlerei H. Kaserer & Co. Ohg (Kastelbell/Tschars) Z immerei Stefan & Joachim Gruber Ohg (Schlanders)

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berufsgruppen hds-bz.it/handelsagenten

Handelsagenten und -vertreter

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UniSalute, Versicherungspolizze verlängert Unfall- und Krankenschutz bis 2015. Zum reichhaltigen Leistungsangebot der Stiftung Enasarco gehört auch der jährliche Abschluss eines Versicherungsvertrages für die bei Enasarco eingetragenen Agenten und Rentner. Seit 1. November 2013 ist der Versicherungsschutz der Gesellschaft UniSalute mit einigen Neuerungen in Kraft, die dem Versicherungsbedarf der Mitglieder entgegenkommen. Am 31. Oktober 2014 wurde die ausgelaufene Polizze mit UniSalute bis zum 31. Oktober 2015 verlängert. Details und Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Versicherung sowie Angaben zu den Leistungen online unter „Nützliche Dokumente“.

Wer kann versichert werden? Der Vertrag sieht zwei Arten von Versicherungsschutz vor, die folgenden Mitgliedergruppen vorbehalten sind: - Versicherungsschutz A: Agenten mit mindestens einem laufenden Auftrag zum Zeitpunkt des Ereignisses, unter der Voraussetzung, dass die Auftraggeberfirmen für sie in den Fonds für Abfindungen bei Vertragsauflösung (FIRR) einzahlen. - Versicherungsschutz B: • Agenten, die zum Zeitpunkt des Ereignisses mindestens einen laufenden Auftrag haben, zum 31.12.2012 mindestens 5 Beitragsjahre hatten und zum selben Zeitpunkt eine Rentenversicherungsposition von mindestens 2582,28 Euro haben; darin müssen auch die Pflichtbeiträge für die Jahre 2010, 2011 und 2012 aufscheinen. Am Ende jedes Kalenderjahres verschieben sich die Jahre, für die die Beitragspflicht nachgewiesen werden muss, automatisch um ein Jahr. • Rentner, die zum Zeitpunkt des Ereignisses eine Agenturtätigkeit ausüben. Personen, die zum Zeitpunkt des Ereignisses über 75 Jahre alt sind, haben keinen Anspruch auf diesen Versicherungsschutz. Neue Entschädigungsregeln Statt des bisherigen Tagegelds bei Krankheit und Unfall wurde mit der neuen seit 1. November 2013 geltenden Versicherung die so genannte Entschädigungsformel eingeführt. In diesem Fall

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werden Entschädigungsleistungen in vorab festgelegter Höhe gezahlt. Künftig erfolgen die Schadenregulierung und die Festsetzung der Entschädigung daher nach vorab festgelegten Klassen und nach der Schwere des schädigenden Ereignisses. Auf diese Weise wird das Risiko eines etwaigen Rechtsstreits auf ein Minimum gesenkt. Erweiterung auf die Familie Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann die Leistungen aus Versicherungsschutz B zu einem jährlichen Preis von 1000 Euro auf die gesamte Familie – Ehepartner und Kinder – erweitern. Fälligkeit Bei der alten Versicherung musste man seine Anträge innerhalb eines Jahres einreichen; jetzt muss der Agent den Antrag auf Entschädigung innerhalb von 90 Tagen nach Eintritt des Ereignisses vorlegen. Diese Änderung wurde eingeführt, um die Schadenregulierung zu beschleunigen und die Abwicklung der Schadenfälle transparenter zu gestalten. Wer seine Unterlagen (Krankenakte usw.) nicht innerhalb von drei Monaten komplett vorliegen hat, kann den Antrag auf jeden Fall stellen und anschließend die fehlenden Bescheinigungen nachreichen. Vordrucke Der Antrag samt der Liste der geforderten Unterlagen muss mittels Einschreiben mit Rückantwort an die Versicherungsgesellschaft gesendet werden: UniSalute SpA, Agenti Enasarco, c/o CMP BO via Zanardi 30, 40131 Bologna. Wie kann ich mich informieren? Für alle Meldungen und Anfragen zu bereits bei der Gesellschaft eingereichten Entschädigungsanträgen kann man die gebührenfreie grüne Nummer 800.009610 von UniSalute anrufen: Montag bis Freitag von 08:30 bis 19:30 Uhr. Ermächtigte Nutzer erhalten außerdem im Mitgliederbereich inEnasarco Einsicht in den Stand der Bearbeitung eines laufenden Schadenfalls.

Lorena Sala, Fachgruppenleiterin, T 0471 310 512, lsala@hds-bz.it


- eine E-Mail an help.agenti@enasarco.it oder help.aziende@enasarco.it schreiben.

Handelsagenten und -vertreter

Neuigkeiten bei den Auszügen der Rentenversicherung Dokumentation kann auch elektronisch eingesehen werden. Seit 30. Oktober 2014

können Agenten, Personen- oder Kapitalgesellschaften und die Auftraggeberfirmen im Mitgliederbereich inEnasarco den Rentenversicherungsauszug online aufrufen. Der Rentenversicherungsauszug ist eine jährliche Zusammenfassung der im Berichtsjahr erfolgten Bewegungen, anhand der der ordnungsgemäße Eingang der Beitragszahlungen überprüft werden kann. Bis vor einem Jahr wurde der Auszug noch zeit- und kostenaufwändig auf Papier mit der Post zugesendet. Welche Angaben zum Rentenversicherungsauszug stehen im Reglement von Enasarco? Im Viermonatszeitraum nach der Genehmigung des Jahresabschlusses übermittelt die Stiftung jedem Agenten eine Aufstellung seiner aktualisierten Rentenversicherungsposition mit den zum 31. Dezember des Vorjahres geleisteten Beitragszahlungen. Innerhalb dieses Datums übermittelt die Stiftung auch den Auftraggeberfirmen eine Aufstellung der eingezahlten Beiträge. Etwaige Beanstandungen zu diesen Aufstellungen müssen – bei sonstiger Nichtigkeit – innerhalb von sechs Monaten eingereicht werden; nach Ablauf dieser Frist gelten die Aufstellungen über die gutgeschriebenen Beiträge als genehmigt (Art. 4, Abs. 4). Was beinhaltet der Rentenversicherungsauszug? Hier handelt es sich um eine jährliche Aufstellung, die folgendes bestätigt: - die Rentenversicherungsposition der Agenten, - die von den Auftraggeberfirmen geleisteten Beitragszahlungen. Auf welchen Zeitraum bezieht sich der Auszug und welche Angaben sind darin enthalten? Der Rentenversicherungsauszug ist

zum 31. Dezember des Vorjahres aktualisiert und enthält folgende Angaben: - Saldo des Auszugs des Vorjahres, - Einzahlungen, die im Laufe des Berichtsjahres des Auszugs verbucht wurden, einschließlich der Einzahlungen, die davor eingingen und verspätet gutgeschrieben oder verbucht wurden, - Auszahlungen des Fonds für Abfindungen bei Vertragsauflösung (FIRR), - f ür die Auftraggeberfirmen werden auch die von der Stiftung festgestellten Belastungen für verspätete oder unterlassene Zahlungen und für ratenweise geleistete Beitragszahlungen angeführt, - Legende mit den nötigen Erklärungen zu den einzelnen Posten. Was kann ich tun, wenn eine Beitragszahlung nicht aufscheint? Die teilweise oder zur Gänze fehlende Eintragung eines Beitrags könnte auf ein Problem bei der Zuordnung zurückzuführen sein, wenn infolge von verspäteten oder unterlassenen Beitragszahlungen Abweichungen zwischen Einzahlungen und Quittungen über die Aufteilung auftreten. Die nach dem 31. Dezember eingezahlten Beträge – wie z. B. die Rückstellungen für den Fonds für Abfindungen bei Vertragsauflösung (FIRR) – werden im Auszug des Folgejahres verbucht. Kann ich einen Rentenversicherungsauszug beanstanden? Ja. Eine etwaige Beanstandung muss innerhalb von sechs Monaten ab der Veröffentlichung des Auszugs im Mitgliederbereich erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist gelten die Aufstellungen über die gutgeschriebenen Beiträge – wie im geltenden Reglement vorgesehen – als genehmigt. Für die Meldung von etwaigen Ungenauigkeiten oder Unregelmäßigkeiten kann man: - das Contact Center unter der Nummer 199.30.30.33 anrufen (von Montag bis Freitag von 08:30 bis 19:00 Uhr),

Wann kann der Auszug eingesehen werden? Der Auszug kann üblicherweise jedes Jahr ab Ende Oktober eingesehen werden. Die Veröffentlichung erfolgt ca. vier Monate nach der Verabschiedung des Jahresabschlusses der Stiftung Enasarco im Juni. Kann der Auszug nur online eingesehen werden? Ja, der Auszug wird nicht mehr auf dem Postweg zugestellt. Kopien der Rentenversicherungsauszüge der Vorjahre vor dem Jahr 2014 können im Dokumentenarchiv (Archivio Documenti) im Abschnitt „Richieste“ (Anfragen) im Mitgliederbereich inEnasarco eingesehen und ausgedruckt werden.

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lsala@hds-bz.it

Handelsagenten und -vertreter

Freiwillige Fortsetzung der Beitragszahlungen Frist endet am 31. Dezember 2014. Agenten, die die Einzahlung der Pflichtbeiträge oder der freiwilligen Beiträge mit mindestens 20 Beitragsjahren beendet haben, können bis zum 31. Dezember 2014 die Zulassung zur Weiterzahlung von freiwilligen Beiträgen beantragen. Diese sind zur Erreichung der Quote nötig, die für den Anspruch auf die Altersrente vorgeschrieben ist. Der Pensionsanspruch wird zu dem Zeitpunkt erreicht, in dem die Summe aus Alter und Beitragsjahren – unter Berücksichtigung der Mindestvoraussetzungen laut Enasarco-Reglement – die geforderte Quote ergibt.

lsala@hds-bz.it

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berufsgruppen hds-bz.it/dienstleister hds-bz.it/eventdienstleister

V. l. die Vorstandsmitglieder der Eventdienstleister, Oskar Stricker und Michaela Kargruber, Christian Kresse, Vizepräsidentin Katrin Trafoier und Alex Ploner.

Eventdienstleister

Branchentalk 20 in Brixen

Dienstleister

Südtiroler EXPO-Stand in Mailand

Inputs erhalten, neue Ideen gesammelt. „Eine Marke muss ein

hds gratuliert zur Auftragserteilung. Die Werbeagentur helios

genaues Wertesystem haben, um von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, und ein konsequentes Handeln danach aufbauen“, betonte der Tourismusexperte und Geschäftsführer von Kärnten Werbung, Christian Kresse, bei der kürzlich im Forum Brixen stattgefundenen Tagung, an der über 70 Akteure und Verantwortliche vieler Südtiroler Großevents und Tourismusorganisationen teilgenommen haben. Die Veranstaltung des Eventsektors findet jährlich im Rahmen des Kiku.International Mountain Summit statt und wird von den Eventdienstleistern im hds organisiert. Heuer ging es vor allem darum, wie Events eine Marke im Tourismus gefährden oder stärken können.

aus Bozen hat den Zuschlag für die vom Land ausgeschriebene Gestaltung des Südtirol-Standes auf der Expo 2015 bekommen. 45 Projekte sind im Rahmen des Ideenwettbewerbs eingereicht worden. Als klarer Favorit ist das Projekt von helios in Zusammenarbeit mit dem Architekten Manuel Benedikter hervorgegangen. Der Präsident der Dienstleister, Christoph Rainer, und der Präsident der Werbefachleute Target, Mario Viganò, freuen sich, dass ein Südtiroler Unternehmen den Wettbewerb gewonnen hat. „Dies ist ein wichtiges Signal der öffentlichen Institutionen, große Aufträge nicht nur bei Produkten, sondern auch bei Dienstleistungen an heimische Betriebe zu vergeben“, so Rainer und Viganò. Im Bild v. l. Mario Viganò, Manuel Benedikter, Günther Innerebner von helios und Christoph Rainer.

Herausforderungen für das heutige Marketing Alex Ploner, Präsident der Eventdienstleister, erklärte in seiner Begrüßung, dass die Herausforderungen an die Markenbetreiber steigen würden und es wichtig sei, auch Events als Kommunikationsmittel aktiv ins eigene Marketing einzubauen. Kärnten hat sich mit dem Projekt „Tourismusmarke Kärnten 2020“ genaue Gedanken gemacht, welche Events den Markenwert steigern und welche Rolle Events als Initialzünder für touristische Angebotsentwicklung spielen. Eine starke Marke ruhe auf zwei Säulen – auf ihrer Begehrlichkeit und den Werten, die die Zielgruppen mit der Marke verbinden, unterstrich Gastreferent Christian Kresse. Mit Events generieren touristische Destinationen nicht nur zusätzliche Nächtigungen und Wertschöpfung, sie können als kraftvolle Markenverstärker wirken. „Eine der wichtigsten Aufgaben des Tourismusmarketing ist es, mit Eventpartnern festzustellen, ob das Event Markenrelevanz hat, ob es in der Vor- oder Nachsaison organisiert wird, ob es einen abrupten Gästewechsel in einem großen Gebiet zur Folge hat und ob es nachhaltige Auswirkungen erzeugt“, so Kresse abschließend.

hneuhauser@hds-bz.it

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berufsgruppen hds-bz.it/baecker hds-bz.it/baustoffhaendler

Baustoffhändler

10 Jahre Klimahouse Bäcker Jahresversammlung am 30. Jänner. Die Baustoffhändler im hds nehmen auch 2015 als Partner und Aussteller an der Klimahouse in Bozen teil. Die Fachmesse beginnt am 29. Jänner und dauert bis 2. Februar 2015. Eine besondere Auflage, denn die Klimahouse feiert ihren 10. Geburtstag. Der Bekanntheitsgrad der Fachmesse ist in den letzten Jahren gestiegen und nimmt bereits internationale Ausmaße an. Auch viele Mitgliedsbetriebe präsentieren sich und ihre Produkte auf der Fachmesse. Die Welt des Baugewerbes „Die Klimahouse ist das Schaufenster in die Welt des Baugewerbes: Produkte und Produktinnovationen, Architekten, Planer, Ingenieure, Geometer, Baufirmen, Baustoffhändler und Installationsbetriebe sowie öffentliche Institutionen. Die Beliebtheitsskala steigt von Jahr zu Jahr, hauptsächlich im italienischsprachigen Raum. Ausschlagend dafür ist sicher das internationale Kongress­ programm und die perfekte Organisation der Fachmesse“, meint überzeugt Brigitte Schönthaler, Vizepräsidentin der Baustoffhändler im hds (im Bild).

tigkeit und Nachhaltigkeit beim Ankauf der Baumaterialen sollte unbedingt geachtet werden, denn je besser das Material umso länger erfreut man sich an seinem Eigenheim“, so Schönthaler abschließend. „Unser Ziel ist es, einen immer besseren Qualitätsstandard zu gewährleisten, um den immer höher werdenden Ansprüchen am Markt gerecht zu werden.“

cwalzl@hds-bz.it

Baustoffhandel in Südtirol: Eckdaten und Umdenken Die Vollversammlung der Baustoffhändler im hds findet am Freitag, 30. Jänner 2015, um 17:30 Uhr, in der Messe Bozen (Vajoletsaal) statt.

Wechsel an der Führungsspitze

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Stefanie Alberti leitet nun den Bezirk. Vor Kurzem hat es einen Wechsel an der Führungsspitze der Bäcker der Bezirksinnung Eisack- und Wipptal gegeben. Stefanie Alberti übernimmt die Bezirksinnung, Benjamin Profanter wird hingegen ihr Stellvertreter. Aus zeitlichen Gründen war es Profanter nicht mehr möglich gewesen, seine Aufgabe vollinhaltlich wahrzunehmen. Gerne wird er weiterhin die Interessen der Bäckerinnung in der Berufsschule Emma Hellenstainer in Brixen vertreten und nun seine Erfahrungen als neues Vorstandsmitglied beim Südtiroler Meisterbund einbringen. Stefanie Alberti betreibt mit ihrem Mann die gleichnamige Bäckerei in Brixen und ist außerdem Tutorin der ersten Südtiroler Brotkönigin. Die schönsten Bilder der Brotkönigin online, das Video ihrer Krönung auf youtube.com/hdsunione.

Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung „Wir als Fachverteiler sind ein wichtiger Baustein im Sektor - alles fängt bei der Auswahl der Materialen an. Auf Hochwer-

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berufsgruppen hds-bz.it/lebensmittelgewerbe

Stolze vier mal vier Meter misst das größte Kastanienherz der Welt.

Lebensmittelgewerbe

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Hotel 2014 ein großer Erfolg Qualität und Originalität. Mit neuen Ideen und landestypischen Feinkostspezialitäten präsentierte sich das Lebensmittelgewerbe im hds auf der diesjährigen Fachmesse Hotel. Bäcker, Eishersteller, Konditoren, Metzger und der Südtiroler Getränke Ring stellten am Gemeinschaftsstand ihre Qualitätsprodukte zur Schau, Fachschüler und Lehrlinge der Landesberufsschule

Kreative Meisterleistung Ein angesehenes Bozner Paar kam im Herbst 1948 in die Backstube Cafè Maria und wollte den Gästen auf seiner Verlobungsfeier etwas Besonderes servieren. Konditorlehrling Ivo Moschen wurde von seinem Meister vor die schwierige Aufgabe gestellt, dem zukünftigen Ehepaar diesen Wunsch zu erfüllen und etwas Neues zu kreieren. Bis spät in die Nacht experimentierte Moschen und stellte schließlich das erste Südtiroler Kastanienherz her. Die Erfolgsgeschichte begann. Mehr zur Geschichte erzählt Agnes, die Frau von Ivo Moschen in einem Interview: hds-bz.it/audio.

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Emma Hellenstainer in Brixen zeigten ihr Können. Das spannende Veranstaltungsprogramm des hds-Standes begeisterte Zuschauer und ließ Gourmets staunen. Erstmals hat der hds eine Spendenaktion für Südtirol hilft organisiert. Eine beachtliche Summe konnte übergeben werden.

Rekord-Kastanienherz, das Highlight der Messe Einen außergewöhnlichen Einfall für den hds-Messestand hatte dieses Jahr der Konditoren-Bezirksobmann von Bozen Stadt und Land, Paul Wojnar. Erstmals stellten die Konditoren das größte Kastanienherz der Welt her und sorgten damit für eine besondere kulinarische Show. Das fertige Herz hatte eine Länge und Breite von vier Metern und wog 600 Kilogramm. Der Kaloriengehalt betrug stolze 1,5 Millionen. Für die leckere Süßspeise wurden 400 Kilogramm Kastanien, 100 Kilogramm Staubzucker, 30 Kilogramm Kuvertüre und 25 Liter Sahne verwendet. Tatkräftig unterstützt wurden die Konditoren im hds von den Fachschülern der Landesberufsschule Emma Hellenstainer. Nach dem feierlichen Anschnitt durch Miss Südtirol 2015 Valentina Campanella und Landeshauptmann Arno Kompatscher wurde das Kastanienherz an die Messebesucher verteilt. Wie es zur Idee des Rekordherzes kam unter hds-bz.it/audio.

Eismacher kämpfen um Goldene Spachtel Passend zum Motto des Messestandes wurde heuer das beste handwerklich hergestellte Kastanieneis prämiert. Es stammt von der Eisdiele Mario aus Bozen. Zu diesem Ergebnis ist eine unabhängige Fachjury beim Wettbewerb Goldene Spachtel gekommen. Der zweite Platz ging an die Eisdiele Eccetera und Bronze ging an die Eisdiele Zanolini (beide aus Bozen). Im Zweijahrestakt organisieren die Speiseeishersteller im hds den Wettbewerb Goldene Spachtel. Bewertet wurde es von einer Fachjury unter Berücksichtigung der Kriterien Geschmack, Festigkeit und Aussehen.


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1 D er Präsident der Speiseeishersteller im hds, Martin Kaufmann, Devis Zanolini (Eisdiele Zanolini), Antonio Munaretto, langjähriger Präsident der Speiseeishersteller, Gewinner Andrea Fogli (Eisdiele Mario) und Christian Zanella (Eisdiele Eccetera) (v. l.). 2 D ie Bäckerlehrlinge mit den Vertretern der Bäckerinnung und des hds bei ihrer Freisprechungsfeier. 3 M ichaela Rainer, Markus Murrau und Martin Runggaldier (v. l.) mit hds-Präsident Walter Amort (zweiter v. l.) und Landesinnungsmeister Johann Trenker.

23 Freisprechungsfeier für 13 Bäckerlehrlinge Mit über 130 Mitgliedern gehört die Südtiroler Bäckerinnung zu den bedeutendsten und traditionsreichsten Berufsgruppen in Südtirol. Sie trafen sich am traditionellen Tag der Bäcker zur alljährlichen Generalversammlung. Landesinnungsmeister Johann Trenker und seine Stellvertreter Sandro Pellegrini und Peter Mutschlechner unterstrichen in ihrem Tätigkeitsbericht,

dass die Berufsgruppe zunehmend mit einer Reihe von bürokratischen Auflagen konfrontiert werde, die das Arbeiten in den Betrieben erschwere. Bei der Freisprechungsfeier der Bäckerlehrlinge wurden 13 Gesellenbriefe überreicht und die drei besten Schüler der diesjährigen Abschlussklasse mit tollen Sachpreisen prämiert. Bester Lehrling war Markus Murrau von der Bäckerei Wörndle aus Kaltern mit der Endnote 8,2.

hds-bz.it/baecker

Bäcker

Erstmals mit dabei Weltmeisterschaft um ein Handwerk reicher. Worldskills

Italy 2014 im Rahmen der Bildungsmesse Futurum Anfang Oktober in Bozen war die offizielle Vorausscheidung für die Berufsweltmeisterschaft in São Paulo (Brasilien) im August 2015. Heuer erstmals mit dabei, der Beruf des Bäckers, der von der internationalen Organisation in das Programm aufgenommen wurde. Matthias Sellemond von der gleichnamigen Bäckerei in Feldthurns holte sich bei der Vorausscheidung Silber, Andrea Marchetti und Beatrice Sarni aus der Emilia Romagna Gold bzw. Bronze (hier im Bild v. l.). Bewertet wurden handwerkliches Geschick, Geschmack, Aussehen der Backwaren, Hygiene und Ordnung. Die Südtiroler Bäckerinnung wünscht Sellemond weiterhin viel Erfolg.

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berufsgruppen hds-bz.it/eishersteller hds-bz.it/baecker hds-bz.it/konditoren

Südtirols neue Meister.

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Bäcker, Konditoren Bäcker, Konditoren, Eishersteller

Neue Meister im hds 84 Meister in ganz Südtirol 1 . Elf Fachkräfte im Lebensmittelgewerbe tragen seit Kurzem den Titel Meister. Im Rahmen einer Meisterfeier erhielten sie ihre Diplome. Die Anwärter haben sich berufsbegleitend mehrere Jahre lang in Meisterkursen darauf vorbereitet. Fachliches Können in Theorie und Praxis musste ebenso unter Beweis gestellt werden wie Wissen in der Unternehmensführung und die Ausbildung von Lehrlingen. Insgesamt erhielten ein Bäcker, vier Konditoren und sechs Speiseeishersteller den begehrten Meisterbrief. Der Meister ist die

höchste Qualifikationsstufe in den praktischen Berufen des Handels, Gastgewerbes und Handwerks. Organisiert werden die Kurse vom Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung gemeinsam mit den Landesberufsschulen. Die Meister 2014 Bäckermeister: Michael Gasser. Konditormeister: Georg Fink, Birgit Glatt, Thomas Heiss, Matthias Thaler. Speiseeismeister: Christoph Fink, Andrea Fogli, Alexander Innerhofer, Martin Kaufmann, Thomas Kostner, Markus Sader. hds-Aufkleber für Meisterbetriebe Professionalität, Kompetenz und Qualität zeichnen Meisterbetriebe aus. Um diesen mehr Sichtbarkeit zu verleihen, hat der hds einen Sticker ausgearbeitet.

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4000 Euro für Südtirol hilft „Helfen Sie uns helfen“ - Schecks überreicht. Neben regionalen Qualitätsprodukten stand der hds-Messestand bei der Hotel 2014 im Zeichen der Solidarität. Im Rahmen der Fachmesse fand heuer erstmals eine große Spendenaktion statt. Vor Kurzem konnten zwei Schecks an Südtirol hilft übergeben werden. 2500 Euro gehen an die Südtiroler Krebshilfe. Übergeben wurde der Scheck von Vertretern der Bäcker, Eishersteller, Metzgerei Steiner, Antonius Bier und Südtiroler Getränkering (SGR) 2 , 1500 Euro gehen an die Caritas, übergeben von Vertretern der Konditoren 3 . Der hds unterstützt seit Jahren die Hilfsaktionen von Südtirol hilft. Zur Organisation haben sich 2006 Caritas, Bäuerlicher Notstandsfond, Südtiroler Krebshilfe, Radio Tirol und der Radiosender Südtirol 1 zusammengeschlossen.



bildung hds-bz.it/bildung hds-bz.it/kurse

Driving Camp Gutschein

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Der hds-Geschenkgutschein ... ... für grenzenlosen Fahrspaß. Sie suchen noch das ideale Geschenk für einen Mitarbeiter oder für ihre Lieben? Ein Fahrsicherheitstraining könnte das Passende sein. Der hds bietet seit Kurzem Driving Camp-Geschenkgutscheine zum Vorteilspreis an. Lernen durch Erleben! So lautet die Devise der Fahrsicherheitstrainings im Safety Park in Pfatten, die der hds auch 2015 in Kooperation mit dem INAIL durchführt. In Übungssituationen werden die Grundlagen der Fahrphysik sowohl routinierten

Vielfahrern, als jenen vermittelt, die nur gelegentlich am Steuer sitzen bzw. mit dem neuen Führerschein richtig durchstarten wollen. Die Termine sind der 22., 23. und 30. Januar in Deutsch sowie 6. und 27. Februar in Italienisch. Melden Sie sich! Gerne stellt Ihnen das hds-Weiterbildungsteam in Bozen den Geschenkgutschein aus und informiert Sie über alles Wissenswerte: T 0471 310 324, bildung@hds-bz.it.

Anonyme Bewerbung als Chance für alle Der bewusste Umgang mit Ressourcen Wissensmanagement, geben oder nehmen? Wie die Persönlichkeit den Wissensaustausch beeinflussen kann, zeigt eine Studie des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM). Ist ein Mensch allgemein bereit zu geben, teilt er auch sein Wissen bereitwilliger. Gehört er zur Kategorie derer, die lieber nehmen als geben, behält er auch sein Wissen lieber für sich. In Unternehmen reiche es also nicht, den Mitarbeitern allein die notwendigen Instrumente zur Verfügung zu stellen. Führungskräfte sollten auch die Persönlichkeit der Mitarbeiter beachten, da gerade Nehmende dazu neigen, wichtige Informationen für sich zu behalten.

Ein anonymer Lebenslauf ist sowohl für arbeitssuchende Personen als auch für Arbeitgeber vorteilhaft. Damit kann zum einen eine etwaige Diskriminierung von Personen ausgeschlossen werden, zum anderen – und das ist eine wichtige neue Erkenntnis – können Unternehmen auch Zeit und Geld sparen. Das ergab eine Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit, in der die Ergebnisse eines vor Kurzem in Baden-Württemberg abgeschlossenen Pilotprojekts veröffentlicht wurden. Elf Unternehmen und öffentliche Verwaltungen haben daran teilgenommen. Über 60 Prozent der Personalchefs geben zu, dass die Personalien der Bewerber einen bestimmten Einfluss auf die Auswahl haben. Wenn man hingegen nur auf die im anonymen Lebenslauf dargelegten Kompetenzen achtet, kann man zu Beginn des Bewerbungsverfahrens leichter eine Vorauswahl treffen. Das hat auch dazu geführt, dass Bewerber, die aufgrund von Alter, Geschlecht und Hautfarbe häufig benachteiligt werden, mehr Chancen auf ein erstes Gespräch erhalten.

Quelle: 10_2014 wirtschaft&weiterbildung

Mattia Rosini

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GRUPPEGUT.IT


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Jubel bei Sport Corones Nahrung für die Welt – Energie für das 28 Leben Ermäßigte Eintrittskarten für die EXPO 2015. Es gibt einen Ort, der schon bald zum Mittelpunkt der Welt wird, ein Ort, an dem durch das Zusammenwirken von 144 Ländern unser aller Zukunft entsteht. Kulinarische Kultur, ein Recht auf Nahrung, eine nachhaltige Zukunft, Ideen, Umwelt, Innovationen und Technologie, das sind die Zutaten der EXPO 2015 in Mailand. Die Weltausstellung öffnet vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2015 ihre Pforten, erwartet werden an die 24 Millionen Besucher. Intesa Sanpaolo ist der Official Global Banking Partner der EXPO und autorisierte Ticket-Verkaufsstelle. Bis zum 30. April 2015 können in allen Filialen der Bank für Trient und Bozen der Gruppe Intesa Sanpaolo Eintrittskarten im Vorverkauf um 20 Prozent ermäßigt erworben werden. Eine originelle Geschenkidee anlässlich der bevorstehenden Festtage.

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Große Ehre für Geschäftsführer Waibl E. Innerhofer im ANGAISA-Ausschuss. Der Großhandelsbetrieb „Innerhofer – Bad und Haustechnik“ ist im Ausschuss des nationalen Verbandes Angaisa vertreten. Innerhofer-Präsident und Geschäftsführer Gunther Waibl (im Bild) wurde als Mitglied des Ausschusses für den Zeitraum 2014 – 2018 wiederbestätigt. Angaisa ist eine Teilorganisation von Confcommerio und der Zusammenschluss der Sanitär-Heizung-Klima-Großhändler in Italien mit rund 260 Mitgliedern sowie zahlreichen unterstützenden Mitgliedern aus Industrie und Einkaufsgruppen. Innerhofer hat bereits eine lange Bindung mit Angaisa. Auf Initiative von Hugo Waibl war der Pusterer Großhändler bereits kurz nach der Gründung 1956 dem Verband beigetreten. Hugo Waibl wurde für seine langjährigen Verdienste im Ausschuss mit der bislang nur zwei Mal verliehenen Ehrenmitgliedschaft geehrt. Nun wird diese Tradition von Sohn Gunther fortgesetzt. Der hds gratuliert.

Betrieb aus Olang gewinnt Schaufensterwettbewerb. Seit 2014 führt der Pusterer Betrieb Sport Corones - IX Trend & Fashion, als erstes Geschäft italienweit, die Unterhosenkollektion von Cristiano Ronaldo. Im Spätsommer wurden nun alle Händler über Facebook zu einem Schaufensterwettbewerb eingeladen. Die urigen Südtiroler Zutaten - olts Fenschto und a Holzscheit - haben die Jury überzeugt. Robert Sagmeister, der Inhaber von Sport Corones, hat den internationalen Wettbewerb gewonnen, und freut sich über den tollen Gewinn, eine Reise nach Madrid. Der hds gratuliert und feiert den Erfolg, dass ein Südtiroler Geschäft sich im internationalen Vergleich durchsetzen konnte.


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80 Jahre Pardeller Sterzinger Bäckerei feiert rundes Jubiläum. Eine der traditionsreichsten Bäckereien des Landes – die Bäckerei Pardeller in Sterzing – feiert ihr 80-jähriges Jubiläum. Anlass genug für eine stimmungsvolle Feier mit über 100 Gästen aus Wirtschaft und Politik und treuen Mitarbeitern. „Die Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Nur durch sie kann ein Unternehmen seine Vision umsetzen und Ziele erreichen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön allen Mitarbeitern in der Produktion, in der Verwaltung und in den Geschäften“, betonte Firmeninhaber Andreas Fleckinger in seiner Eröffnungsrede. Die Bäckerei hatte 1934 unter der Führung von Hans Pardeller und Frau Rosa ihren Firmensitz in der Sterzinger Altstadt. 1969 wurde die Bäckerei von Sohn Robert mit Gattin Margot Neuner übernommen und in die Lahn verlegt. Bereits damals zählte sie zu den modernsten Bäckereien in Südtirol.

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1996 übernahm Andreas Fleckinger mit Frau Elisabeth das Unternehmen seiner Schwiegereltern. 2003 wurde der Betrieb mit einer neuen Produktionshalle im Areal „Grünig“ außerhalb der Stadt ausgestattet. Die Bäckerei Pardeller betreibt heute in Sterzing und im nördlichen Wipptal sieben Filialen und beschäftigt insgesamt an die 90 Mitarbeiter. Der hds gratuliert!

Die Familie Pardeller freut sich über das hds-Ehrendiplom zum runden Juiläum, überreicht vom Bürgermeister und hds-Exekutivausschussmitglied Fritz Karl Messner sowie hds-Büroleiter Christian Schölzhorn.

Driving Camp Gutschein

Das passende Geschenk für jeden Anlass. Buchen Sie beim hds zum Vorteilspreis Ihren Geschenkgutschein für ein PKW-Fahrsicherheitstraining im Safety Park in Pfatten. Infos unter T 0471 310 324, bildung@hds-bz.it, hds-bz.it/kurse.

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hds-bz.it/recht

Gültigkeit n e t k a s s e z o r von P die seit 2013 über Akten können werden resse zugestellt ad st o P te er zi zertifi

30 Seit 24. Mai 2013 haben Rechtsanwälte die Möglichkeit, Prozessakten über die zertifizierte E-Mail-Adresse (PEC) zuzustellen. Mit dem Anlegen einer PEC-Adresse können Einzelfirmen, Gesellschaften, Freiberufler oder die öffentliche Verwaltung auf elektronischem Wege auch Mahndekrete erhalten. Durch diese Verfahren können Personen, die eine Forderung geltend machen möchten, beim Gericht beantragen, dass der Schuldner innerhalb von 40 Tagen ab der Zustellung des Zahlungsbefehls zur Zahlung der Schuld aufgefordert wird. Wenn der Schuldner seine Zahlungspflichten nicht innerhalb dieser Frist erfüllt, kann der Gläubiger die Zwangsvollstreckung der Güter des Schuldners veranlassen. Was passiert, wenn der Anhang der zertifizierten elektronischen Post nicht gelesen wird: der Fall der nicht installierten Software. Die elek­ tronische Zustellung von Prozessakten kann allgemein ausschließlich über eine zertifizierte E-Mail-Adresse erfolgen (Gesetz Nr. 53/1994). Dazu muss der E-Mail-Nachricht das betreffende Dokument als Anhang beigelegt werden. Am 17. Februar 2014 erhält ein Handwerker und Landwirt von einer Rechtsanwaltskanzlei eine Nachricht von einer zertifizierten E-MailAdresse; da der Empfänger den Anhang nicht öffnen kann, erfährt er nicht, dass es sich um ein Mahndekret für eine Forderung eines Angestellten handelt. Die Post konnte nämlich nicht geöffnet werden, weil auf dem Computer kein geeignetes Programm zum Öffnen und Einsehen der Anhänge zertifizierter E-Mails installiert war. Erst nach Installation durch einen Techniker erfährt der Handwerker von der Zustellung des Mahndekrets und legt am 7. April 2014 – lange nach Ablauf der geltenden 40-tägigen Frist – Widerspruch ein.

In diesem verspäteten Einwand wurde auch die Verfassungswidrigkeit von Art. 6, Abs. 2 des DPR 68/2005 für jenen Abschnitt beanstandet, dem zufolge die Zustellung mittels zertifizierter Post zu dem Zeitpunkt als zustande gekommen gilt, in dem für den Zusteller eine „Quittung über den Erhalt“ und für den Empfänger eine „Quittung über die erfolgte Übergabe“ generiert werden – zumal das Gesetz keine Gewissheit darüber fordert, ob der Empfänger volle Kenntnis des

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Inhalts des Akts erlangt hat. Des Weiteren heißt es im Widerspruch, dass die Nichtkenntnis des Zahlungsbefehls auf höhere Gewalt zurückzuführen sei (die Nichtinstallation der Software). Der Rechtsanwalt des Handwerkers, der den Widerspruch erhebt, weist abschließend darauf hin, dass sein Mandant als Handwerker und Landwirt mit den neuen Technologien nicht voll vertraut war. Die Entscheidung des Richters stellt einen günstigen Präzedenzfall für die Zustellung mittels zertifizierter E-Mail-Adresse dar. Das angerufene Gericht (Gericht von Mantua, Urteil Nr. 98 vom 3. Juni 2014) lehnt den Widerspruch des Schuldners als verspätet ab, da die fehlende Installation der zur Öffnung des Anhangs erforderlichen Software nicht als Ursache höherer Gewalt angesehen werden kann, sondern vielmehr ein absichtliches und fahrlässiges Verhalten des Empfängers des Mahndekrets darstellt. Nach Ansicht des Richters gilt als Zustellungsdatum für das Mahndekret der 17. Februar 2014 und nicht der Zeitpunkt der effektiven Kenntnisnahme des Inhalts der Prozessakten durch den Empfänger. Die Frist für die Widerspruchseinlegung beginnt daher ab dem Tag, an dem der absendende Anwalt die Empfangsbestätigung über den erfolgten Versand der zertifizierten E-Mail-Nachricht erhält. Angesichts des Rechtsgrundsatzes „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ (ignorantia legis non excusat), ist es somit auf jeden Fall empfehlenswert, auf den einwandfreien Betrieb der eigenen zertifizierten E-Mail-Adresse und die korrekte Installation der Software für das Öffnen der damit versendeten Anhänge zu achten.

Stephanie Maffei, Rechtsberatung, T 0471 310 422, smaffei@hds-bz.it

tung .it/bera n zur hds-bz ne io t a Inform se re e it e -Adres il W n E-Ma e rt . e ie n z ie onli zertifi nden S (PEC) fi


rechtsberatung

B2B Die schwache Vertragspartei bei Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen. Nicht nur Verbraucher, sondern auch Unternehmer können sich bei Vertragsabschlüssen in einer schwächeren Position als die Gegenpartei befinden. Um den schwächeren Vertragspartner auch in Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen (B2B) zu schützen, sieht Art. 1341 des Zivilgesetzbuchs eine eigene Regelung für die so genannten allgemeinen Geschäftsbedingungen vor. Allgemeine Geschäftsbedingungen

Darunter versteht man die von einer Vertragspartei einseitig vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vielzahl von Verträgen einheitlich regeln sollen. In diesen oft auch als Beitrittsvertrag definierten Verträgen hat der andere Vertragspartner keinen Verhandlungsspielraum und keinen Einfluss auf den Vertragsinhalt. Der Vertragspartner kann nämlich nur darüber entscheiden, ob er dem von der anderen Partei vorgelegten Vertrag beitreten will oder nicht. Die vertraglich schwächere Partei, die aber auf einen bestimmten Dienst oder auf eine bestimmte Zusammenarbeit angewiesen ist – denken wir z. B. an Verträgen mit den Telekommunikationsgesellschaften, mit Versicherungen oder großen Lieferanten – ist daher manchmal gezwungen, für sie teils unvorteilhafte Verträge zu akzeptieren. Um diesem Ungleichgewicht bei Vertragsabschlüssen zumindest teilweise entgegenzuwirken, sieht der Gesetzgeber in Art. 1341,

Absatz 1 Zivilgesetzbuch vor, dass die allge- Welche Klauseln gehören zu den belastenden Klauseln? meinen Geschäftsbedingungen nur dann wirksam sind, wenn die andere Vertragspar- Zur Liste der belastenden Klauseln laut Art. tei zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses 1341 Zivilgesetzbuch gehören: diese kennt oder bei Anwendung der ge- - Klauseln, in denen die Haftung zugunsten wöhnlichen Sorgfalt kennen hätte müssen. des Verfassers der Klausel begrenzt wird. Die Partei, die die allgemeinen Geschäftsbe- Gemeint sind hier etwa die Klauseln, die dingungen festlegt, muss diese also für die zugunsten desjenigen, der sie im Voraus aufGegenpartei erkennbar machen. gestellt hat, Haftungsbeschränkungen im Falle eines Vertragsbruchs vorsehen. - Klauseln, die nur dem Vertragsverfasser die Belastende Klauseln Nach der Festlegung dieser allgemeinen Kri- Befugnis zum Rücktritt vom Vertrag oder zur Aussetzung seiner Ausführung in andeterien der Kenntnis und Erkennbarkeit, sieht ren als den gesetzlich vorgesehenen Fällen der genannte Artikel auch noch eine eigene Regelung für die so genannten besonders be- einräumen. lastenden Klauseln (clausole vessatorie) vor. - K lauseln, die zulasten der anderen Vertragspartei Verwirkungen vorsehen; also Als besonders belastende Klauseln gelten jene Klauseln, die die Position der Partei Klauseln, die eine bestimmte Frist vorsehen, innerhalb der die beitretende Vertragspartei erschweren, die nur dem Vertrag beitreten kann, zumal sie vorteilhafte Vertragsbedin- ein bestimmtes Recht geltend machen muss. gungen für die Vertragspartei vorsehen, die - Klauseln, die Beschränkungen der Befugnis zur Erhebung von Einwendungen vorsehen, sie verfasst hat. Diese in Art. 1341, Absatz 2 genannten Klau- insbesondere in Bezug auf die Einrede des seln müssen daher – um wirksam zu sein – nichterfüllten Vertrags zur Aussetzung der Leistungserbringung. eigens schriftlich genehmigt werden; damit wird das System der doppelten Unterzeich- - Klauseln, die eine Einschränkung der Vertragsfreiheit der beitretenden Partei in den nung eingeführt. Während mit der ersten Unterschrift der Inhalt des Vertrags insge- Beziehungen zu Dritten festlegen (z. B. Wettsamt akzeptiert wird, werden mit der zwei- bewerbsverbot, Vorkaufsrecht usw.). ten Unterschrift etwaige besonders belasten- - Klauseln, die eine stillschweigende Verlängerung oder Erneuerung des Vertrages vorde Klauseln ausdrücklich angenommen. sehen, wenn keine anderslautende WillensHier handelt es sich allerdings nur um einen formalen Schutz, denn diese Klauseln haben, erklärung vorliegt. sofern sie eigens schriftlich angenommen - Schiedsklauseln oder Klauseln, die Abändewurden, volle Gültigkeit und Wirksamkeit, rungen der Zuständigkeit der Gerichte verauch wenn es sich um belastende Klauseln fügen: Klauseln mit denen festgelegt wird, handelt. dass Streitigkeiten aus dem Vertrag von Durch die doppelte Unterzeichnung soll nur Schiedsrichtern entschieden werden, oder die Aufmerksamkeit des Unterzeichners Klauseln, mit denen der Gerichtsstand festgelegt wird. auf die für ihn unvorteilhaftesten Klauseln gelenkt werden, damit er eine bewusste Entscheidung treffen kann. Außerdem wird, was die Wirksamkeit der belastenden Klauseln anbelangt, nicht eine eigene Unterschrift für jede einzelne Klausel gefordert, sondern es reicht eine einzige vom restlichen Vertragstext und von der ersten RA Sabine Mayr, Rechtsberatung, Unterschrift getrennte Unterschrift. Diese T 0471 310 559, zweite Unterschrift kann also für mehrere smayr@hds-bz.it belastende Klauseln gleichzeitig erfolgen, sofern Nummer und Überschrift des Artikels oder deren Inhalt angegeben werden.

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betriebsberatung hds-bz.it/beratung

Internationalisierung wird gefördert 32

Der hds informiert. Strategische Innovation, die Einstellung von hochqualifiziertem Personal, weibliches Unternehmertum, Nahversorgung, Tourismus, Export: All diese Aktionen werden vom Land Südtirol weiterhin gefördert. Zur Exportförderung zugelassen sind Handwerks-, Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe, Freiberufler und selbständige Tätigkeiten sowie Transporttätigkeiten.

Voraussetzungen und Aktivitäten Die geförderten Initiativen und Ausgaben müssen sich auf Betriebsstätten beziehen, die in Südtirol angesiedelt sind. Markterforschung Studien, Untersuchungen und Beratungen, durchgeführt von Beratungs- und Forschungseinrichtungen oder Universitäten zur Erlangung von spezifischen Informationen über Märkte und deren Erschließung innerhalb und außerhalb des europäischen Binnenmarktes. Initiativen zur Markterschließung und Produktinitiativen Kosten für betriebsexterne und betriebsunabhängige Dienstleister und Berater für einen Zeitraum von maximal 12 Monaten zur Markterschließung und zur Anpassung der Produkte an die Zielmärkte. Ausstellungen und Messeveranstaltungen Die Förderungsansuchen können auch für die Teilnahme an Ausstellungen und Messen außerhalb Südtirol sowie an folgenden Messen in Bozen gestellt werden: Alpitec, Prowinter; Klimahouse, Klimaenergy, Klimamobility, Klimainfisso; Interpoma; Hotel; Viatec und Civilprotec. Gefördert werden Platz- und Standmiete, Ausgaben für den Auf- und Abbau des Standes, für die Organisation und Messeteilnahme sowie Teilnahmegebühren. Besondere Produktinszenierung Für besondere Produktinszenierungen wählt eine Expertenkommission halbjährlich die besten Förderanträge aus. Bewertet werden das technische Vermarktungskonzept (Kommunikations- und Marketingkonzept), die Originalität und Wirksamkeit des Absatzförderungsevents, die Kundenreichweite der Inszenierung, der Grad der direkten und indirekten Reflexion auf den Standort Südtirol, das Preis-/Leistungsverhältnis. Versicherungspolizzen für Exportkredite Versicherungspolizzen für Exportkredite in Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU) und in Ländern außerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD): Für die anerkannten Ausgaben werden je nach Initiative und Größe des Betriebes Förderungen im Ausmaß zwischen 50 und 70 Prozent gewährt. Einreichtermin Die Anträge müssen vor Beginn der Initiative eingereicht werden. Initiativen für welche Ausgabenbelege (einschließlich Akontorechnungen und Zahlungen) vor Einreichdatum des Antrages ausgestellt bzw. getätigt wurden, sind von den Förderungen ausgeschlossen. Für dieselben Initiativen können keinerlei andere Beihilfen gewährt werden.

39100 Bolzano / Bozen Via Leonardo da Vinci-Str. 10 10 bb Tel. Tel. 0471 0471 910420 910420 info@otticangelo.com www.otticangelo.com

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Stefanie Fleischmann, Betriebsberatung, T 0471 310 424 sfleischmann@hds-bz.it



steuerberatung hds-bz.it/steuern

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Erleichterung und steuerliche Vereinfachungen Kurz und kompakt die wichtigsten News. Der Ministerrat hat mit 30. Oktober 2014 die Verordnung „decreto semplificazioni“ gutgeheißen. Diese sieht weitere steuerliche Vereinfachungen vor. Hier ein kurzer Überblick:

Datenbank MIAS (VIES): Eintragung ohne Wartezeit MwSt.-Subjekte, die beabsichtigen innergemeinschaftliche Geschäfte (allgemeine Dienstleistungen gemäß Art. 7-ter Dpr 633/1972 inbegriffen) zu tätigen und dies im Zuge des Tätigkeitsbeginns oder zu einem späteren Moment mitteilen, werden ab nun sofort in die diesbezügliche VIES-Datenbank eingetragen. Bisher war eine Frist von 30 Tagen abzuwarten, bis innergemeinschaftliche Geschäfte abgewickelt werden konnten. Werden jedoch in vier aufeinanderfolgenden Quartalen ab der Eintragung keine Instrastat-Meldungen verschickt, so wird die Position im VIES-Register wieder automatisch gelöscht. Intrastat-Meldung für Dienstleistungen vereinfacht Die neuen Intrastat-Vordrucke sehen nur mehr die verpflichtende Angabe der MwSt.IdNr. des Geschäftspartners, des Gesamtbetrags der Operation, des Codes der Art der Dienstleistung sowie des Bestimmungslands der Zahlung vor. Für die Umsetzung dieser Vereinfachung bleibt eine eigene Durchführungsverordnung des Direktors der Zollagentur abzuwarten, welche innerhalb von 90 Tagen erlassen werden soll. Schwelle für Black list-Meldungen erhöht Die jährliche Mitteilung der Umsätze mit Kunden und Lieferanten, die ihren Sitz in einem so genannten Steuerparadies haben, muss nur mehr ab einem jährlichen Gesamtbetrag von 10.000 Euro erfolgen. Bisher lag diese Schwelle bei 500 Euro. Es spricht einiges dafür, dass diese Grenze für den einzelnen Kunden bzw. Lieferanten gilt. Diese Neuerung tritt rückwirkend und somit bereits für 2014 in Kraft. Gesamtschuldnerische Haftung abgeschafft Nach der Abschaffung der solidarischen Haftung für die Einzahlung der Mehrwertsteuer im Hinblick auf Unterwerkverträge durch die Verordnung „del fare“ wurde nun auch die solidarische Haftung zwischen Auftragnehmer und Subunternehmer bezüglich der Lohn-

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INFO B Istatwert betreffend die Konsumpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78). - Nationale Veränderung Oktober 2013 – 2014 ist gleich + 0,1 % (75 % = + 0,075). - Veränderung in Bozen Oktober 2013 – 2014 ist gleich + 1,2 % (75 % = + 0,9).

B Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im Oktober 1,320028.

steuern abgeschafft. Dem Auftraggeber drohten drakonische Strafen, wenn das für die Leistung vereinbarte Entgelt ohne vorherige Prüfung, ob die Lohnsteuern von sämtlichen Subunternehmern ordnungsgemäß eingezahlt wurden, bezahlt wurde. Diese Bestimmung wurde nun ebenso abgeschafft. Weiterhin aufrecht bleibt die Haftung für die Einzahlung der Sozialabgaben. Auftraggeber und Auftragnehmer müssen auch in Zukunft die ordnungsgemäße Einzahlung der genannten Abgaben durch Anforderung des Durc-Formulars überprüfen. Überwachungszeitraum für Gesellschaften mit Verlust auf fünf Jahre ausgedehnt Bisher wurden Gesellschaften als Scheingesellschaften klassifiziert, wenn diese in drei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren: - einen steuerlichen Verlust aufweisen oder - i n zwei Jahren einen Verlust aufweisen und in einem Jahr nicht die für Scheingesellschaften vorgeschriebenen Mindestgewinne erreichen. Die Folgen sind, dass die Körperschaftssteuer Ires und die regionale Wertschöpfungssteuer Irap mittels Schätzung festgelegt und ein etwaiges MwSt.-Guthaben gesperrt wird. Die Vereinfachungsverordnung dehnt nun den Überwachungszeitraum der Jahresergebnisse von drei auf fünf Jahre aus. Als Scheingesellschaften werden zukünftig nur mehr jene Gesellschaften eingestuft, die in fünf aufeinanderfolgenden Jahren: - einen steuerlichen Verlust aufweisen oder - i n vier Jahren einen Verlust aufweisen und in einem Jahr nicht die für Scheingesellschaften vorgeschriebenen Mindestgewinne erreichen.

Moritz Schorn, Steuer- und Betriebsberatung, T 0471 310 407, mschorn@hds-bz.it


rtrag satzve d Der Zu men un r o n te r N e u ll e e b n a li t on ohn e, die L e h c Gesetz ützli u n te r N n t e . e m u k Do

Bäckerhandwerk: Zusatzvertrag unterzeichnet In Südtirol gelangt der gesamtstaatliche FIPPA-Vertrag zur Anwendung. Nach fast zwei Jahren Verhandlungen über die Wahl des Kollektivvertrags, der aus der Reihe der italienischen Kollektivverträge für das Bäckerhandwerk in Südtirol angewendet werden soll, wurde am 11. November 2014 eine Einigung erzielt und ein Abkommen unterzeichnet. Für Südtirol hat man sich nun auf die Anwendung jenes gesamtstaatlichen Kollektivvertrages ab 1. Jänner 2015 geeinigt, der am 13. Februar 2013 auf der Arbeitgeberseite von Federpanificatori (FIPPA) und auf der Arbeitnehmerseite von den Gewerkschaften Flai-Cgil, Fai-Cisl, Uila-Uil unterzeichnet wurde. Mit Inkrafttreten des Abkommens am 1. Jänner 2015 enden alle früheren Landesabkommen mit Ausnahme des Abkommens über die Lehre.

Im Abkommen wird nicht nur der in Südtirol anzuwendende Kollektivvertrag bestimmt. Es werden auch neue Vertragsaspekte festgelegt: Krankengeld, Urlaub, Feiertage (nach Bemessungsgrundlage), Kündigungsfrist (30 bzw. 15 Kalendertage, je nach Einstufung), Disziplinarstrafen, Überstunden und Zuschläge für Arbeitsleistungen an Sonn- und Feiertagen. Für letztere einigte man sich auf einen Zuschlag von 50 Prozent. Ab November 2016 wird schließlich eine Mindestlohnzulage in Höhe von 36,52 Euro für die Gehaltsstufe A2 ausgezahlt, die im Verhältnis auch auf die anderen Gehaltsstufen umgelegt werden muss; ab 1. Jänner 2017 wird außerdem für jede effektiv geleistete Arbeitsstunde eine Anwesenheitsprämie von 0,15 Euro gezahlt. Die Auszahlung des derzeitigen provisorischen Gehaltsbestandteils von 35 Euro endet mit dem Gehalt für den Monat Dezember 2014.

info arbeit hds-bz.it/arbeit

Änderung bei Sondersozialmaßnahmen Das interministerielle Dekret Nr. 83473 (1. August 2014) wurde geändert: In diesem werden die neuen Kriterien für die Sondersozialmaßnahmen (nach Maßgabe des Art. 4, Abs. 2 des Gesetzesdekrets Nr. 54/2013) festgelegt. Die Änderung betrifft Art. 6, Absatz 3, das in der ursprünglichen Fassung für den schrittweisen Übergang zum neuen System ausschließlich auf die Lohnausgleichszahlungen Bezug nimmt. Dieses ermöglicht nun aufgrund der eingeführten Änderung die Anwendung auch auf die Mobilitätsbezüge.

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Zusatzverhandlungen auf zweiter Ebene Anweisungen für die Nutzung der Beitragsentlastung. Das Nisf/Inps hat Anweisungen veröffentlicht, die Arbeitgeber für die Nutzung der Beitragsbegünstigungen beachten müssen. Diese sind in den Bestimmungen über die betrieblichen Zusatzverträge für 2013 ausgezahlte Leistungsprämien vorgesehen (Gesetze Nr. 92/2012 und Nr. 247/2007). Die Anweisungen betreffen die Höhe der Beitragsbegünstigung, Mehrfachprämien, Unternehmensgeschäfte, Schließung von Betrieben, bei Nisf/Inps ehemals Enpals eingetragene Arbeitnehmer und Rückerstattung von zu viel bezahlten Anteilen.

Alberto Petrera, Bereichsleiter Arbeits- und Gewerkschaftsangelegenheiten, T 0471 310 501, apetrera@hds-bz.it apetrera@hds-bz.it

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Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben. Wilhelm von Humboldt

Der hds wünscht Frohe Weihnachten und viel Glück im Neuen Jahr!

handels- und dienstleistungsverband Südtirol

Walter Amort

Dado Duzzi

Präsident

Vizepräsident


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