hds magazin 12/16-1/17: Gekommen um zu bleiben

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Italienische Post AG – Versand im Postabonnement– G.D. 353/2003 (konv. Ges. Nr. 46, 27.02.2004) Art. 1, Abs. 1, CNS BOZEN · Jahrgang LXIV · 12/2016-1/2017 · monatlich · IP

hds magazin


Das wahre Geheimnis des Erfolgs ist die Begeisterung. Walter Percy Chrysler

Der hds wünscht frohe Weihnachten und viel Glück im Neuen Jahr!

handels- und dienstleistungsverband Südtirol

Walter Amort

Dado Duzzi

Bernhard Hilpold

Präsident

Vizepräsident

Direktor


editorial

Sich auf das Wesentliche konzentrieren 100: So viele Betriebsinhaber, die meisten davon Familienbetriebe, hat der hds im laufenden Jahr für ihre langjährige Mitgliedschaft im Verband geehrt. 2016 weisen diese treuen Handels- und Dienstleistungsbetriebe jeweils 60, 50, 40 oder 30 Jahre Mitgliedschaft auf. Eine so lange Zeit, Mitglied eines Verbandes zu sein, ist nicht selbstverständlich, vor allem in der heutigen Zeit. Aber gerade diese Prämierungen zeigen uns, dass viele Südtiroler Betriebe auf den hds zählen, ihm vertrauen, sich gut vertreten fühlen und die verschiedenen Dienstleistungen und Hilfestellungen des Verbandes zu schätzen wissen. Und diese Hilfestellungen braucht der Unternehmer mehr denn je. Denken wir nur an die vielen Auflagen, wie im Bereich der Arbeitssicherheit, der Abfallbewirtschaftung oder der Hygiene: Hier und in vielen anderen rechtlichen Bereichen sind die Unternehmer zu unterstützen, damit sie sich auf das Wesentliche – auf ihre Arbeit im Betrieb und auf ihre Kunden – konzentrieren können. Zufriedene Kunden und Mitglieder sind aber auch Verpflichtung für uns, in diese Richtung weiterzugehen, unsere Angebote weiter auszubauen und laufend zu verbessern. Zudem gilt es, sich in Bozen oder Rom für Vereinfachungen einzusetzen, wie zuletzt bei der neuen Meldepflicht bei den Vouchern. Verpflichtet fühlen wir uns zudem, dass Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft für unternehmerfreundliche Rahmenbedingungen sorgen und garantieren. Die vielen Unternehmen in ihrem Werdegang zu begleiten, ist und bleibt der Auftrag des Verbandes. Sie sorgen für einen starken Wirtschaftsstandort, für Wohlstand, Lebensqualität in den Orten und gesicherte, zukunftsfähige Arbeitsplätze.

Walter Amort, hds-Präsident

titelgeschichte Omnichannel als Chance sehen

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aktuelles Resümee Tag des Handels 2016

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trends Umweltfreundliche Verpackungen

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bezirke Neue Ortsobfrau in Lüsen

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fachgruppen Mehr zum Thema Etikettierung

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bildung Marketing und PR: Tolle Kurse im Jänner

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betriebe informieren Völs: Elektro Planer feiert

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betriebsberatung Hintergrundmusik und Urheberrecht

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steuerberatung Weihnachtsgeschenke und -essen

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Redaktion, Verwaltung und Werbung: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, F 0471 310 396, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes und Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Mauro Stoffella (Bereichsleiter Kommunikation) Redaktion: Dr. Sergio Colombi, Dr. Martina Reinstadler, Manuela Seebacher Grafisches Konzept: Gruppe Gut – www.gruppegut.it titelbild: istockphoto Grafik: Stefano Hochkofler Fotos: freeimages, istockphoto, Christian Oberkofler, Helmuth Rier, Shutterstock Druckerei: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen Aufgegeben am 30. NOVEMBER 2016 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Herausgeber: Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol Genossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana

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titelgeschichte

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Gekommen, um zu bleiben Omnichannel als Chance für das traditionelle Geschäft

Der Kunde mag es oft bequem. Deshalb bieten Händler das nahtlose Einkaufen über verschiedene Kanäle an. Derzeit vieldiskutierte Themen im Handel sind die Vereinbarkeit von stationärem Geschäft und E-Commerce und die Vorteile, die sich aus einer Verknüpfung ergeben können – oder ob es überhaupt einen Nutzen bringt, diesen Weg zu gehen. Diese Verzahnung der Kanäle nennt sich Cross- oder Omnichannel, je nach Evolutionsstufe der Umsetzung. Es gibt aktuell zwei internationale, groß angelegte Untersuchungen, die den Status quo der Omnichannel-Transformation des Handels ermitteln. Dabei handelt es sich um eine nahtlose Einkaufserfahrung für

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Kunden über alle Kanäle hinweg. Die Verknüpfung von stationärem Geschäft und Onlineshop erlaubt völlig neue Vertriebsvarianten wie Reservierungen und Bestellungen im Onlineshop. Aber auch andersherum können Käufe oder Bestellungen stationär vorgenommen und dem Kunden zugeschickt werden. Bei der Studie des EuroHandelsinstitutes EHI geben die Händler als Gründe für die Implementierung von Mehrkanal-Aktivitäten vor allem die Steigerung des Umsatzes, die Verbesserung des Kundenservices und die Investition in die Zukunft an. Vor allem die Rückgabemöglichkeit von Onlinebestellungen im stationären Geschäft und Click & Collect (also der Vorgang, bei dem eine Onlinebestellung im Geschäft abgeholt


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wird) stehen für Omnichannel-Händler auf der Prioritätenliste ganz oben. Weniger im Fokus liegt der Service, im Laden über eine Onlineshop-Bestellung die Ware nach Hause zu liefern. Im Schnitt nutzt jeder sechste Kunde der befragten OmnichannelHändler kanalübergreifende Angebote. Am beliebtesten ist der Service Click & Collect. Umdenken bei stationären Mitarbeitern. Eine Unternehmenstransformation in Richtung Mehrkanal-Aktivitäten birgt Herausforderungen und Probleme, die nicht immer so – ob stationär oder online – erfolgreich umschnell zu lösen sind, wie es der technolo- gesetzt werden kann, gibt es nicht. Omgische Fortschritt und neue Konkurrenten nichannel ist individuell: Die Unternehmen erfordern würden. Nicht nur für die IT haben sehr unterschiedliche Bedingungen, bedeutet Omnichannel eine Umstellung fahren verschiedene Strategien und je nach der Betriebsstruktur. Insbesondere für Kundengruppe zeigen sich unterschiedlistationäre Mitarbeiter gibt es tiefgreifen- che Bedürfnisse. Die Handelsexperten sind de Veränderungen: Plötzlich gilt es, Pakete sich aber einig: Die Mehrkanal-Aktivität ist anzunehmen, via Tablet Bestellungen im gekommen, um zu bleiben. Onlineshop zu tätigen oder retournierte Online informieren und im Geschäft Onlinebestellungen anzunehmen. Ein allgemeines und für alle gültiges Rezept, kaufen. wie Omnichannel in einem Handelsbetrieb Es überrascht in diesem Zusammenhang ein Trend, der sich mit einer anderen zeitgleich durchgeführten Untersuchung über das Kundenverhalten beim Onlinekauf deckt: Eine große Mehrheit vor allem jun-

ger Verbraucher recherchiert zwar online, kauft aber im Geschäft ein, um die Qualität der Ware mit ihren Händen zu überprüfen – für den stationären Einzelhandel, der seine Produkte auch online präsentiert, ein ermutigendes Ergebnis. Die Studie „Total Retail 2016“ der internationalen Beratungsfirma PwC (pwc.com) hat dabei das Kundenverhalten in 25 Ländern weltweit analysiert. Ein erstaunliches Ergebnis der Analyse ist somit die Einschätzung der Experten, dass die digitale Durchdringung des Konsumalltags keinesfalls das Ende des herkömmlichen Handels bedeuten muss.

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Fortsetzung auf Seite 6

Vorteil für Mitgliedsbetriebe des hds Wenn Sie mit Ihrer Werbebotschaft gezielt rund 7000 Betriebe im Handel, in der Dienstleistung und Gastronomie in Südtirol erreichen möchten, dann bietet Ihnen dafür der hds zwei geeignete Plattformen. Zum einen geben wir Ihrer Anzeige oder Ihrem Artikel den richtigen Platz in einem modernen Fachmagazin: Das hdsmagazin erscheint monatlich in Deutsch und Italienisch und kann online unter hds-bz.it/magazin gelesen werden. Zusätzlich bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Produkte bzw. Ihre Dienstleistungen mit einem Banner auf der Startseite unseres Internetportals hds-bz.it zu bewerben.

In dieser Ausgabe finden Sie in einem Faltblatt alle Informationen zu den Werbemöglichkeiten für 2017. Mitgliedsbetriebe des hds haben dabei einen großen Vorteil, denn sie erhalten einen exklusiven Rabatt von 30 Prozent auf alle Schaltungen. Gerne beraten wir Sie auch persönlich. Kontaktieren Sie uns einfach. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und ein gutes 2017!

Mauro Stoffella, Bereichsleiter Kommunikation mstoffella@hds-bz.it

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titelgeschichte Zwar ändern sich die Verbrauchergewohnheiten. Konsumenten jeden Alters und Geschlechts und jeder sozialen Schicht recherchieren heute regelmäßig im Internet, ehe sie eine Kaufentscheidung fällen. Aber auf die Frage, wo und wie sie am liebsten einkaufen, antworteten 61 Prozent der unter 25-Jährigen: im Geschäft. Das sind deutlich mehr als in den etwas älteren Gruppen und fast so viele wie bei den über Mitte 50.

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E-Commerce erreicht seine Grenzen. Dazu kommt, dass der reine E-Commerce in etlichen Bereichen Wachstumsgrenzen erreicht hat. Die Vorliebe fürs Onlineshopping stagniert bereits in fünf von elf Produktsegmenten auf hohem Niveau, heißt es in der Studie. In einigen sinkt sie auch, wie in der Kategorie Bücher, Musik und Filme. Hier gingen vergangenes Jahr 70 Prozent der Bestellungen online ein. Im Jahr zuvor waren es noch 74 Prozent. Bei Unterhaltungselektronik und Computer fiel der Anteil von 60 auf 52 Prozent. Auch bei Haushaltsgeräten und Spielzeug sinkt das Interesse am Onlinekauf, bei Kleidung und Schuhen tritt es auf der Stelle. Spielraum nach oben bestehe noch bei Sportartikeln, Möbeln und Heimwerkerbedarf – und vor allem bei Lebensmitteln. Hier ist der Onlineanteil mit unter einem Prozent marginal, aber er wächst stetig. Dort, wo im stationären Handel mit rückläufigem Kundenbesuch gerechnet wird, gibt es trotzdem einige Lichtblicke: Denn die Kaufbereitschaft derer, die kommen, ist hoch. Die Kunden messen dem stationären Handel nach wie vor große Bedeutung bei, weil sie Produkte erleben, also fühlen, sehen oder vor Ort ausprobieren möchten, weil sie sich inspirieren und persönlich von qualifizierten Fachpersonen beraten lassen möchten – ein Beweis mehr, dass trotz aller Digitalisierung in der Einkaufswelt der Mensch mit seinen Fähigkeiten, Kenntnissen und Begabungen noch im Vordergrund steht.

Einsatz des Unternehmers mehr berücksichtigen Arbeitssicherheit im Fokus. Die aktuellsten und bevorstehenden Neuheiten für Arbeitgeber im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz standen im Mittelpunkt einer Anfang Oktober abgehaltenen Fachveranstaltung des hds. Am Verbandssitz in Bozen fanden sich rund 100 Unternehmer aus ganz Südtirol ein, um sich aus erster Hand über Pflichten und Risiken zu informieren. Der Direktor des Arbeitsinspektorates des Landes, Sieghart Flader, Pierpaolo Masciocchi, der Verantwortliche für Arbeitssicherheit im gesamtstaatlichen Dachverband Confcommercio, und Lorenzo Fantini, viele Jahre in leitender Position im Arbeitsministerium in Rom tätig, informierten darüber, was in Zukunft auf die Arbeitgeber zukommt. Neu am Gesetzesentwurf ist in erster Linie, dass der Einsatz des Unternehmers bei der Einhaltung aller Sicherheitsaspekte mehr Berücksichtigung finden soll. Die aktuelle Rechtsprechung im Bereich der Arbeitssicherheit geht genau in diese Richtung. Vorgestellt wurde auch das neue Programm für die Bewertung der Risiken bei der Arbeitssicherheit im Handel und im Dienstleistungsbereich. ProVisio wurde von Confcommercio ausgearbeitet und wird in Südtirol auch vom hds angewandt. Für alle Mitgliedsbetriebe besteht die Möglichkeit, das Programm autonom anzuwenden. Mehr Informationen dazu von der hds-Verantwortlichen für Arbeitssicherheit, Magdalena Knoll (T 0471 310 504, mknoll@hdsbz.it).

Die Fachtagung wird zugleich als Auffrischungskurs im Bereich Arbeitssicherheit für Arbeitgeber anerkannt. Am 9. Jänner 2017 findet der zweite Teil statt. mstoffella@hds-bz.it

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Schulbesuch, Expertenunterricht, Betriebsbesichtigung Groß angelegte Infokampagne des hds an Südtirols Schulen.

Der hds besucht auch im Schuljahr 2016/17 im Rahmen einer Informationskampagne Südtirols Schulen. Bis April 2017 stehen rund 40 Schulbesuche, 35 Expertenunterrichte und 25 Betriebsbesichtigungen auf dem Programm. Die Mittelschüler werden über Berufe, Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten der Sektoren Handel und der Dienstleistungen informiert, Unternehmer geben Einblick in ihre Betriebe und Jugendliche erzählen über erste Erfahrungen aus der Arbeitswelt. In den Abschlussklassen der Ober- und Berufsschulen referieren Mitgliedsunternehmen des hds zu Themen wie Marketing, Betriebsgründung oder Bewerbung. Der hds setzt sich damit für die Förderung der Jugend ein. „Wir möchten mit all diesen Aktionen den Schülern zeigen, wie interessant und abwechslungsreich die Berufe im Handels- und Dienstleistungssektor sind und welche Möglichkeiten sie bieten. Zudem sollen diese Berufe aufgewertet werden, um neue Fach- und Nachwuchskräfte für unsere Branchen zu finden“, erklärt hds-Präsident Walter Amort. Tolle Bilder online.

aktuelles

Prämien vergeben EbK belohnt Lehrlinge, Fachschüler und Betriebe. Die Bilaterale Körperschaft für Handel und Dienstleistungen (EbK) prämiert jedes Jahr Südtirols beste Lehrlinge und Fachschüler des Sektors Handel und Verwaltung. So auch heuer wieder. Über eine Prämie in Höhe von 500 Euro durften sich all jene freuen, die am Ende ihrer Schulausbildung eine Endnote von 9,5 und höher hatten. Die Lehrlinge und Fachschüler wurden vor Kurzem im Rahmen der Dienstleistermesse MOCO am Messestand des hds prämiert. Ausgezeichnet wurden: Maria Markart und Barbara Salcher aus Sterzing, Karin De Valiere und Katrin Höllrigl aus Meran, Amire Musliu aus Auer, Corinna Nocker aus Eppan, Miriam Lunger aus Steinegg, Katharina Ebner aus Aldein, Veronika Gatterer, Dominik Knapp und Alex Niederwolfsgruber aus Bruneck, sowie Stefanie Mur aus Lajen. Die Prämie wurde von EbK-Präsident Bernhard Hilpold und Vizepräsidentin Ulrike Egger überreicht. Auch Unternehmen, die das Arbeitsverhältnis des prämierten Lehrlings mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag bestätigt haben, konnten eine Prämie im Wert von 2000 Euro entgegennehmen. Namentlich sind dies: Anjoka Gmbh und Amonn Profi Color aus Bruneck, Unterthurner Kg aus Naturns und Mode Petra aus Auer. Auch der hds gratuliert.

Neu: die Spezialisierungstage für Verkäuferlehrlinge Fachwissen vertiefen und davon profitieren. Im Herbst hat der hds gemeinsam mit den deutschen Landesberufsschulen und der deutschen Berufsbildung Spezialisierungstage für angehende Verkäufer organisiert. Die Spezialisierungstage wurden erstmals durchgeführt und müssen von allen Verkäuferlehrlingen der dritten Klasse, die im Lebensmittelsektor tätig sind, besucht werden. Vertieft wurden die Themen Obst und Gemüse, heimische Getreidesorten, Milch- und Käseprodukte, Wein und Bier, sowie Fleisch- und Wurstwaren. Insgesamt nahmen 24 Verkäuferlehrlinge an den Spezialisierungstagen teil. Stattgefunden haben diese an den Landesberufsschulen in Südtirol.

Die prämierten Schüler und Betriebe mit den Verantwortlichen der EbK.

Finanzspritze für Kinderbetreuung

Die Kinderbetreuungsspesen werden für den Zeitraum 1. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017 im Ausmaß von 65 Prozent rückvergütet. Die Ansuchen können samt der notwendigen Dokumentation innerhalb 30. November eingereicht werden. Weitere Informationen unter www.ebk.bz.it.

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hds-Präsident Walter Amort: „Neue Normen für den Handel und die Raumordnung sorgen für stabilere Rahmenbedingungen“.

Tag des Handels setzt wieder Akzente Thema Kaufentscheidungen im Mittelpunkt. Beim diesjährigen „Tag des Handels“, der Anfang November im Four Points by Sheraton in Bozen stattgefunden hat, haben Südtirols Einzelhändler wertvolle Tipps bekommen, wie sie die Kaufentscheidungen ihrer Kunden besser nachvollziehen und Kundenbedürfnisse verstehen können. Im Mittelpunkt der traditionellen Fachtagung des hds stand heuer das Thema wie Kaufentscheidungen beeinflusst werden. Rund 300 Gäste wollten sich das Event nicht entgehen lassen.

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Mittlerweile wissen Marketing-Experten, dass die Mehrzahl der Kaufentscheidungen auf einer unterbewussten und emotionalen Ebene getroffen werden: Warum kaufen Kunden Produkt A und nicht B, oder warum sind Emotionen beim Kauf so wichtig? Um alle Aspekte der Kundenentscheidungen abzudecken, referierten zu diesem Thema drei internationale Experten. Erich Stekovics 1 , Biobauer aus Frauenkirchen am Neusiedlersee in Österreich und bekannt als „Kaiser der Paradeiser“,


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hds-Vizepräsident Dado Duzzi: „Mehr Einsatz für lebenswerte und attraktive Stadtviertel“.

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Mitgliedsbetriebe geehrt Beim Tag des Handels wurden elf Handelsund Dienstleistungsbetriebe für ihre langjährige hds-Mitgliedschaft geehrt. sprach in Bozen über „Überzeugung und Emotion als Grundpfeiler einer Vision“. Lorenzo Dornetti 2 , Geschäftsführer der Agf group – Psychologie des Verkaufs und Autor zahlreicher Bestseller (u. a. von „Dna und Verkauf“), referierte hingegen über „Warum und wie kauft der Kunde“. Abschließend behandelte Johannes Schneider 3 , einer der angesehensten Markenstrategen in Deutschland, Spezialist für Neuromarketing mit Lehrauftrag für Psychologie an der Uni Mainz, das Thema „Das Bauchgefühl im Kopf – Die Macht des Autopiloten und seine Bedeutung für den Handel“.

Eingeleitet wurde die Fachtagung mit den Grußworten von hds-Präsident Walter Amort und Vizepräsident Dado Duzzi. Amort zeigte sich überzeugt, dass die sich abzeichnenden, neuen Normen in den Bereichen Handel und Raumordnung für stabilere Rahmenbedingungen sorgen werden. Er betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit mit dem Tourismus sei, gerade wenn es darum geht unsere lebendigen Orte zu vermarkten. Duzzi schloss sich hier an und unterstrich, dass es auch Konzepte und Maßnahmen für die Stadtviertel braucht, um diese lebendig und attraktiv zu halten.

60 Jahre Mitgliedschaft:

•B ertoldi Kg aus Lana (im Bild) • Erich Höfler aus Schenna 50 Jahre Mitgliedschaft:

Agostini M. & Co. Gmbh und Mayr & Tomasi Ohg aus Meran, Gebrüder Goller & Co. Kg aus Kastelruth, Immobiliare Fontane Ohg und Tito Manfrin Sgaravatti aus Bozen, J. Oberrauch Kg aus Terlan, Knollenberger Kg aus Sterzing, Albert Pichler Ohg aus St. Martin in P., Zanella & Co. Kg aus Brenner.

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aktuelles

Verkaufstalent Südtirol 2016 Talento commerciale Alto Adige 2016

Die ersten drei v. l. Adelina Musliovska, Gewinnerin Andrea Pardeller und Fabian Hager.

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Andrea Pardeller ist neues Verkaufstalent Südtirols beste Berufs- und Fachschüler aus dem Bereich Handel haben Ende Oktober im Rahmen des Berufswettbewerbes für Verkäufernachwuchs ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Andrea Pardeller aus Welschnofen hat den diesjährigen Wettbewerb gewonnen und darf sich Verkaufstalent Südtirol 2016 nennen. Im Berufsbildungszentrum von Bruneck hat sich die Jungverkäuferin (sie vertritt die Landesberufsschule Gutenberg Bozen) gegen vier weitere Finalisten durchgesetzt. Auf Rang zwei landete Fabian Hager aus Welsberg (Berufsbildungszentrum Bruneck), gefolgt von Adelina Musliovska aus Eppan (LBS Gutenberg Bozen) auf Rang drei. Die weiteren zwei Finalisten waren Martin Huber aus Kastelruth (Berufsbildungszentrum Bruneck) und Manuel Rabensteiner aus Brixen (LBS Brixen). Der Berufswettbewerb Verkaufstalent Südtirol wird jedes Jahr vom hds in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum Bruneck durchgeführt. Allen Finalisten winkte ein Scheck, der von der Bilateralen Körperschaft für den Tertiärsektor (EbK) zur Verfügung gestellt wurde.

ilder Tolle B un t er ts n e v des E t os .i t/f o z b s hd

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Fleißige und aufgeweckte Lehrlinge Ein Ausbildungsbetrieb stellt sich vor. „Lehrlinge sind eine Bereicherung für unser Geschäft. Dadurch finden wir wertvolle Mitarbeiter. Außerdem ist es uns wichtig, den Jugendlichen eine Ausbildungsmöglichkeit zu bieten. Lehrlinge gehören in unserem Betrieb einfach dazu“, sagt Monika Unterthurner. Sie ist Geschäftsführerin des Lebensmittelgeschäftes Unterthurner in Naturns und Kastelbell. Der Familienbetrieb mit 14 Mitarbeitern bildet seit jeher Verkäufer aus. „Zur Zeit meiner Großeltern lebten die Lehrlinge sogar mit der Familie im Haus“, erzählt Unterthurner. Im Betrieb sind zur Zeit zwei Lehrlinge beschäftigt. Eine davon ist die 15-jährige Marilena Holzknecht aus St. Martin am Kofel. Sie arbeitet in Kastelbell. „Ich habe mich für die Lehre entschieden, da ich selbstständig Geld verdienen und mit Menschen in Kontakt sein wollte. Meine Aufgaben sind Kunden an der Theke bedienen, einräumen und aufräumen sowie kassieren. Die Lehre ist abwechslungsreich und spannend“, sagt Marilena.

Fachpersonal ausbilden. Ausbilder brauchen Menschenkenntnis und Feingefühl. „Gerade wenn man junge Lehrlinge ausbildet, profitiert man von diesen Eigenschaften. Als Ausbilder muss man die Fähigkeiten und positiven Eigenschaften der Jugendlichen fördern – und manchmal auch sehr viel Geduld haben. Fleißige und aufgeweckte Lehrlinge werden schon nach kurzer Zeit zu wertvollen Mitarbeitern“, sagt Unterthurner. Von der Wichtigkeit der Ausbildungsbetriebe in Südtirol ist die Ausbilderin deshalb überzeugt: „Wir sind im spezialisierten Handel auf gute Verkäufer angewiesen. Langfristig können wir nur darauf zählen, wenn auch genügend Ausbildungsplätze für Verkäufer angeboten werden. Wir Händler tragen dafür die Verantwortung“. Jeder Tag eine Chance. Allen Jugendlichen, die denselben Berufsweg einschlagen wollen, gibt Lehrling Marilena mit auf den Weg auch wirklich das zu tun, was ihnen gefällt. „Die Ausbildung zum Verkäufer dauert drei Jahre. Je mehr einem die Arbeit gefällt, desto schneller geht die Zeit vorbei“, sagt Marilena. „Ich rate allen Jugendlichen ohne Scheuklappen am Arbeitsmarkt aufzutreten und offen zu sein. Durchbeißen, wenn manchmal auch etwas nicht ganz perfekt ist und jeden Tag als Chance zu sehen, Erfahrungen zu sammeln“, so Unterthurner abschließend.

Lehrmädchen Marilena Holzknecht (r.) und Ausbilderin Monika Unterthurner.


aktuelles

WSV

beginnt am Donnerstag, 5. Jänner 2017 Startschuss für das große Rennen.

Der Winterschlussverkauf 2017 beginnt in Südtirol am Donnerstag, 5. Jänner und dauert sechs Wochen bis zum 18. Februar 2017. Die Termine wurden vom Kammerausschuss der Handelskammer Bozen auf Vorschlag des hds festgelegt.

Die Tourismusgemeinden Tiers, Kastelruth, St. Ulrich, St. Christina, Wolkenstein, Ritten, Sexten, Enneberg, St. Martin in Thurn, Wengen, Abtei und Corvara hingegen starten den Winterschlussverkauf am 11. Februar und beenden ihn am 25. März 2017. Noch später, vom 25. Februar bis 8. April 2017, findet er in Reschen, Stilfs, Kurzras und St. Valentin auf der Haide statt. Mehr Infos über die Themen Sonderverkäufe und Preisauszeichnungen online unter Downloads.

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Sprechstunden

Termine 12.12.

hds vor Ort

• Optiker – Optometristen im hds: Generalversammlung Terlan, Restaurant Oberhauser, Dr.-Weisser-Platz 1, 19:30 Uhr

St. Ulrich montags von 14:30 bis 15:30 Uhr im Gemeindeamt.

26. - 29.01.

Maria-Hilf-Straße 5.

• Messe Klimahouse Bozen, Messe Bozen, Messeplatz 1, von 09:00 bis 18:00 Uhr

bis 10:00 Uhr in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt,

27.01.

Passeirerstraße 3.

• Baustoffhändler im hds: Jahresversammlung Bozen, Messe Bozen (Saal Tribulaun), 17:30 Uhr

Unterstadt 4, H 331 5714 456.

Lana donnerstags von 11:00 bis 13:00 Uhr im Rathaus, St. Leonhard i. P. jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 08:00

Klausen donnerstags von 08:30 bis 12:30 Uhr, Kaffee Nussbaumer, Mühlbach dienstags von 08:00 bis 09:30 Uhr im Gasthof Zur Linde. Mals montags von 08:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindehaus,

D Veraer aktu elle ns k taltu - - - alende ngs --r -- : verahds-bz.i - - - nsta t/ ltun gen

Bahnhofstraße 19. Prad montags von 10:30 bis 12:30 Uhr in der Raiffeisenkasse. Sulden am 14. Dezember, 11. Jänner und 8. Februar von 10:00 bis 12:00 Uhr in der Raiffeisenkasse.

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Rentenberatung Meran am 7., 14., 21. und 28. Dezember, am 11., 18. und 25. Jänner sowie am 1. und 8. Februar von 08:00 bis 12:00 Uhr im hds-Büro. Sterzing am 15. Dezember, am 19. Jänner sowie am 2. Februar von 08:30 bis 09:30 Uhr im hds-Büro. Brixen am 15., 22. und 29. Dezember, am 12., 19. und 26. Jänner sowie am 2. und 9. Februar von 14:30 bis 16:30 Uhr im hds-Büro. Bruneck am 15. Dezember, am 19. Jänner sowie am 2. Februar von 11:00 bis 12:30 Uhr im hds-Büro. Schlanders am 14. und 28. Dezember, am 11. und 25. Jänner sowie am 8. Februar von 14:00 bis 16:00 Uhr im hds-Büro. • PensPlan-Infopoints im hds (nach Vereinbarung) Kostenlose landesweite Vorsorgeberatung für Arbeitnehmer und Selbstständige. Vereinbaren Sie Ihren Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe oder unter T 0471 978 032.

weihnachtsgewinn.it

Klicken, mitmachen, gewinnen in Südtirol

Rechtsbeistand (nach Vereinbarung) Bozen am Montag von 11:00 bis 12:30 Uhr, am Mittwoch von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 458). Meran jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr im hds-Büro (T 0473 272 511).

Tolle Gewinnspiele in der Weihnachtszeit. Ein Einkaufserlebnis bieten und den Einkauf vor Ort belohnen: Mit dem Ziel Kundenbindung und Freude schenken, haben zahlreiche hdsOrtsgruppen in der Vorweihnachtszeit eine Reihe von Initiativen organisiert. Alle Informationen zu den verschiedenen Gewinnspielen in Südtirol werden auf der gemeinsamen Plattform weihnachtsgewinn.it präsentiert. Zu finden sind dort Greif nach den Sternen (Deutschnofen), Kassenbonbon (Burggrafenamt), Rittner Glückszug. Die Webseite bietet einen tollen Überblick zu den Preisen und Teilnahmebedingungen. Einige Aktionen ermöglichen sogar die interaktive Teilnahme. Lassen Sie sich überraschen! Alle Aktionen unter hds-bz.it/weihnachten.

Brixen jeden Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0472 271 411). Sterzing hds-Büro (T 0472 766 070). Schlanders jeden Donnerstag um 14:00 Uhr im hds-Büro (T 0473 730 397). Arbeitssicherheit, Abfallwirtschaft, Umwelt und Energie (nach Vereinbarung) Die Beratungsgespräche finden in allen hds-Bezirksstellen statt. Vereinbaren Sie Ihren individuellen Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe.

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trends

Wozu eine Zusatzrente? „Du kannst jung sein ohne Geld. Aber du kannst ohne Geld nicht alt sein.“ Dieses Zitat von W. Tennessee gibt eigentlich schon die Antwort auf obige Frage. Rechtzeitig an später denken ist ein Muss heutzutage, denn die italienischen Rentenreformen, der demografische Wandel und das niedrige Zinsniveau tragen zunehmend zur Altersarmut auch bei uns in Südtirol bei.

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In einfachen Worten ausgedrückt besteht eine Zusatzvorsorge darin, dass Sie während Ihres Erwerbslebens regelmäßig Zusatzrentenbeiträge einzahlen, auf die Sie im Alter – zusätzlich zur gesetzlichen Rente – zurückgreifen können. Die Höhe der Beitragszahlungen wird vom jeweiligen Kollektivvertrag festgelegt. Für beruflich selbstständige Frauen ist es besonders wichtig, dass sie frühzeitig, also bereits bei der Existenzgründung an eine Zusatzvorsorge denken. Als Freiberuflerin kommt für Sie ein offener Zusatzrentenfonds in Frage, wobei Sie die Höhe der Beiträge selbst und flexibel bestimmen – je nach Geschäftsverlauf. Dabei gilt: je höher und länger die Beitragszahlung, desto mehr Rente können Sie später beanspruchen. In der Ansparphase profitieren Sie auch noch von Steuervorteilen (bis zu 5164 Euro können steuerfrei eingezahlt und komplett vom Einkommen abgezogen werden), der Unpfändbarkeit und der freien Vererbbarkeit der Zusatzrentenposition. Auch zulasten lebende Familienmitglieder können gleich mitversichert werden und den Steuervorteil genießen. Interessant speziell für junge Leute ist, dass die Zusatzrentenposition auch für ein sehr günstiges Bauspardarlehen genutzt werden kann. Die Idee besteht darin, dass man für seine Wohnung mit nicht versteuertem Geld ansparen kann. Nach der Ansparphase wird der Zugang zu einem begünstigen Kredit für den Bau, Kauf oder die Sanierung der Erstwohnung ermöglicht – in der doppelten Höhe des angesparten Kapitals. Unverbindliche und kostenlose Beratung erhalten Sie am Pensplan Infopoint im hds-Hauptsitz am Bozner Boden, Mitterweg oder in den Bezirksbüros. Die vollständige Liste der Pensplan Infopoints finden Sie unter www.pensplan.com/infopoints.

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Umweltfreundliche und praktische Produktverpackungen stehen hoch im Kurs Konsumenten legen Wert auf umweltfreundliche und praktische Produktverpackungen. Das zeigen die Ergebnisse des aktu-

ellen Consumer Barometers von IFH Köln und KPMG. Über alle Produktkategorien hinweg ist für knapp 76 Prozent der rund 520 befragten Konsumenten wichtig, dass Verpackungen umweltfreundlich sind. Bei Getränken (85 Prozent) und Lebensmitteln (82 Prozent) achten Konsumenten am häufigsten darauf, ob Artikel in umweltfreundlichen Flaschen, Tüten oder Kartons stecken. Recycling und Klimaneutralität stehen im Fokus: Mehr als acht von zehn Konsumenten bevorzugen im Allgemeinen wiederverwertbare Produktverpackungen. Auf eine klimaneutrale Herstellung von Kartons, Tüten und Co. achten drei von vier Befragten. Artikel mit praktischen Verpackungen – z. B. Kartons mit Tragegriffen – schätzen rund 72 Prozent der Befragten. Beim Kauf von Elektronikartikeln (88 Prozent), Lebensmitteln sowie Schmuck und Uhren (je 80 Prozent) spielen praktische Verpackungen für Konsumenten sogar eine deutlich größere Rolle. Optik oder Material sind aus Konsumentensicht hingegen nur in bestimmten Warengattungen oder bei besonders hochwertigen Produkten wichtig. Wenn es um Produktverpackungen geht, zeigen sich Frauen deutlich umweltbewusster als Männer. So ist es 78 Prozent der befragten Männer, aber 92 Prozent der Frauen wichtig, dass Getränkeverpackungen die Umwelt schonen. Bei Haushalts- und Dekorationsartikeln sowie Kosmetik zeigen sich ähnlich große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. In punkto Praktikabilität treten die unterschiedlichen Präferenzen von Frauen und Männern teils noch deutlicher hervor. So achten rund 61 Prozent der befragten Männer auf praktische Produktverpackungen bei Haushalts- und Dekorationsartikeln – aber fast acht von zehn Frauen. Bei Kosmetikartikeln und Schuhen liegt der Anteil der Frauen, die praktische Verpackungen wichtig finden, jeweils rund 16 Prozentpunkte über dem Anteil der Männer.


bezirke 2

Eisack- und Wipptal

Treue, Zufriedenheit, Loyalität hds-Ehrendiplom für 40 und 30 Jahre Mitgliedschaft. Langjährige hds-Mitglieder werden mit einem Ehrendiplom gewürdigt. Einige Mitglieder wurden vor Kurzem vom hds-Bezirksleiter Michael Kerschbaumer sowie dem Ortsobmann von Waidbruck, Johann Georg Rabanser, persönlich besucht. Als Dank für Treue und beständige Mitgliedschaft erhielten sie die hds-Urkunde.

Seit 40 Jahren beim hds sind: 1 Electro Schaiter – Schaiter M. & Kg (Sterzing) 2 Intercom Dr. Leitner Gmbh (Freienfeld) und seit 30 Jahren: 3 Caffè Nussbaumer – Josef Fill (Klausen) 4 Gemischtwaren Huber des M. Huber & Co. Kg (Pfunders/Vintl) 5 Kaufhaus Trenkwalder Kg (Ratschings) 6 Peter Tammerle & Co. Kg (Waidbruck)

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K DAN

Vinschgau

Das Weihnachtslicht für Menschen in Not

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Gemeinsame Spendenaktion von hds und HGV. Auch im Vinsch-

gau gibt es viele Menschen, denen das Schicksal arg mitgespielt hat und denen es nicht besonders gut geht. Mit einer gemeinsamen Spendenaktion von hds und HGV will man genau diesen Personen helfen und ihnen ein wenig Licht in den Alltag bringen. Tue Gutes und lasse es wirken – mit diesem Motto begleitet der Verband bereits seit Jahren das „Vinschger Weihnachtslicht“ und lässt in jedem teilnehmenden Betrieb als symbolisches Zeichen vom 1. Dezember bis zum 6. Jänner eine Kerze erstrahlen. Heuer mit im Boot ist erstmals der HGV. Gespendet wird an jedem Adventstag ein Euro und auch die Bevölkerung ist eingeladen, sich an der Initiative zu beteiligen. Die Aktion wird über die Vinzenzgemeinschaft Vinschgau abgewickelt und von den Raiffeisenkassen des Vinschgaus unterstützt.

wholzeisen@hds-bz.it

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bezirke

St. Ulrich

Heimspiel von Giorgio Moroder 16

Ein Rhythmus, der beflügelt. Der Musikproduzent Giorgio Moroder ist wohl der berühmteste Sohn von St. Ulrich. Ihm wurde in diesem Sommer nicht nur eine Ausstellung gewidmet, sondern er wurde auch im Rahmen einer Tribute-Show geehrt. Viele tolle Musikgruppen sorgten für die richtige Stimmung und als Höhepunkt

stand der „Vater der Discomusik“, Giorgio Moroder, höchstpersönlich am Mischpult. Von diesem spektakulären Event haben sich auch die Kaufleute inspirieren lassen. Dem Thema entsprechend wurde ein Schaufensterwettbewerb organisiert. Die drei Erstplatzierten Pienne 74 - Nadia Prinoth, Creative - Manfred und Monika Wanker sowie die Konditorei Perathoner konnten sich über schöne Sachpreise freuen. Der hds gratuliert.

Lüsen

Sterzing

Untertorplatz: ein heißes Eisen Ergebnis aus Umfrage vorgelegt.

Über die Neugestaltung des Untertorplatzes und die damit verbundene Streichung von 28 Oberflächenparkplätzen wurde im hds-Ortsausschuss heftig diskutiert. Der hds begrüßt grundsätzlich jedes Bauvorhaben, das die Erreichbarkeit und Attraktivität der Stadt steigert. Der Verband wünscht sich jedoch von der Gemeindeverwaltung eine stärkere Einbindung bei allen Entscheidungen, die sich auf die Wirtschaftstreibenden auswirken. Die Informationen zum Projekt, das eine Tiefgarage beim Untertorplatz vorsieht, waren und sind immer noch recht spärlich. Um mehr Gewicht bei Verhandlungen mit der Stadtverwaltung zu haben, hat der hds unter seinen Mitgliedern der Innenstadt eine Umfrage zum geplanten Projekt ge-

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macht. Vor Kurzem wurde das Ergebnis der 139 ausgefüllten Fragebögen Bürgermeister Fritz Karl Messner vorgelegt. Die Wirtschaftstreibenden wollen nicht auf ihre Oberflächenparkplätze verzichten, wünschen sich Kurzparkzonen und auch die Busse sollten halten dürfen. hds-Ortsobmann Matthias Knollenberger (r.) überreicht Bürgermeister Fritz Karl Messner das Ergebnis der Umfrage.

Dorothea Kaser ist neue Ortsobfrau Ortsversammlung des hds mit Neuwahlen. Vor Kurzem fand in Lüsen die dies-

jährige hds-Ortsversammlung statt. Auf der Tagesordnung stand die Neuwahl des örtlichen Verbandsgremiums. Die neue Ortsobfrau ist Dorothea Kaser. Ihr zur Seite stehen wird Ortsausschussmitglied Christian Gasser. Kaser folgt auf die langjährige Obfrau Margherita Plaickner (r. im Bild), die über 20 Jahre diese Funktion innehatte. Sie dankte ihren Kollegen und dem anwesenden Bürgermeister Josef Maria Fischnaller für die stets gute Zusammenarbeit und seinen Einsatz zur Sicherung der Nahversorgung im Ort.


bezirke Pustertal

12 Gemeinden ohne Nahversorgung

Bruneck

Verkehr als Hauptthema

Im Gespräch mit WKO Lienz. Vor Kurzem fand in Innichen

hds und HGV treffen Bürgermeister Grießmair. Verschiedene

ein Treffen des Pustertaler Bezirksausschusses des hds mit dem Bezirksstellenausschuss der Wirtschaftskammer WKO Lienz statt. Auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zwischen dem Pustertal und Osttirol in vielen Bereichen unterschiedlich sind, haben beide Bezirke mit der Verbesserung der Erreichbarkeit doch ein gemeinsames Ziel. Neben der Erreichbarkeit durch Straße und Schiene ist die Errichtung bzw. Fortführung des Glasfasernetzes für die Zukunft beider Bezirke ausschlaggebend. hds-Bezirkspräsident Philipp Moser und Bezirksstellenobmann Michael Aichner unterstrichen, dass gerade ein schnelles Internet für die Entwicklungsmöglichkeiten der örtlichen Bevölkerung, der Wirtschaft und aller Seitentäler Grundvoraussetzung ist. Vor allem der Tourismus bildet eine wichtige Säule beider Bezirke. Mit der Verbindung der Skigebiete Helm und Sillian gibt es auch ein aktuelles Beispiel für eine künftige Zusammenarbeit. Gerade Osttirol, so Bezirksstellenobmann Michael Aichner, müsse in Zukunft mehr auf Kooperation mit den umliegenden Regionen setzen, um stärker in einem Netzwerk aus Handel, Handwerk und Industrie Platz zu finden.

verkehrstechnische Themen standen vor Kurzem im Mittelpunkt einer Aussprache zwischen einer Delegation des hds und des HGV von Bruneck mit Bürgermeister Roland Grießmair. Für hdsOrtsobmann Daniel Schönhuber stellt die neue Ausfahrt Mitte eine große Herausforderung dar, da durch die fehlende Realisierung der Tiefgarage mehr Verkehr auf den Knotenpunkt der Reischacher Kreuzung kommen wird. Griessmair erklärte, dass der verstärkte Pkw-Verkehr durch einen gut durchdachten, wenn auch provisorischen Kreisverkehr an der heutigen Reischacher Kreuzung geregelt werden soll. Die Delegationen beider Verbände betonten, dass die Realisierung der neuen Tiefgarage nicht weiter auf sich warten lassen kann. Die Lage der Tiefgarage ist auch deswegen wichtig, da damit sowohl Musikschule als auch Pfarrkirchen-Areal erschlossen werden soll. Bürgermeister Grießmair kündigte an, dass in den kommenden Monaten konkrete Entscheidungen bezüglich Tiefgarage gefasst werden sollen. Als große Errungenschaft bezeichnete der Bürgermeister den Neubau der Zufahrtsstraße von der Pfalzner Straße direkt zum Mobilitätszentrum. Durch diese neue Zufahrt und die Ausfahrt von Reischach ist Bruneck optimal von allen vier Seiten erschlossen, was ein großer Vorteil für das Stadtzentrum ist. HGV-Ortsobmann Thomas Baumgartner unterbreitete abschließend den Vorschlag, auf der Pustertaler Straße Imageschilder vorzusehen, die die historische Prägung Brunecks unterstreichen. Die Schilder sollten die Vorbeifahrenden zu einem Aufenthalt animieren. Bürgermeister Grießmair informierte, dass bisher an digitale Informationsschilder an den Stadteinfahrten gedacht wurde. Er werde sich dazu entsprechende Überlegungen machen.

Osttirol im Vergleich „Die Tiroler Handelslandschaft hat in vergangenen Zeiten große Verkaufsflächen, vor allem in Gewerbegebieten zugelassen. Somit hat sich der Handel auf Einkaufszentren fokussiert. Das Ergebnis dieser Entwicklung: Von den 33 Gemeinden in Osttirol haben bereits 12 Gemeinden keine Nahversorgung mehr“, so Aichner. Philipp Moser unterstrich mit Stolz, dass im Pustertal auf Südtiroler Seite keine einzige Gemeinde ohne Nahversorgung dasteht. Zurückzuführen ist das auf die richtige Handelspolitik des Landes Südtirol und das grundsätzliche Verbot von Detailhandel in Gewerbegebieten

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Die Delegationen von hds und HGV bei Bürgermeister Grießmair.

Die Vertreter des hds und der WKO Lienz im DoloMythos, dem größten Dolomitenmuseum.

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bezirke

Bürgermeister Georg Reden, Philipp Moser und Peter Paul Agstner mit einigen hds-Mitgliedern (v. r).

Olang

Einkaufsort attraktiver machen Ein Bericht zur jüngsten hds-Ortsversammlung. Vor Kurzem fand in Olang die

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jährliche Ortsversammlung des hds statt. Obmann Peter Paul Agstner informierte dabei über die wichtigen Themen des Jahres. Die Zusammenarbeit unter den Wirtschaftssektoren muss noch weiter verstärkt werden, um Olang als Einkaufsort attraktiver

zu machen. Zentrumsnahe Parkplätze sind dabei die große Herausforderung. Eine konkrete Lösung könnte z. B. eine neue Tiefgarage sein. „Im Haushalt 2017 sollen die finanziellen Mittel für die Realisierung der letzten Breitbandmeile vorgesehen werden“, wünschte sich hds-Bezirkspräsident Philipp Moser

von der Gemeindeverwaltung. Bürgermeister Georg Reden versprach, sich für die notwendigen baulichen Maßnahmen einzusetzen und für eine bessere Straßensituation im Zentrum von Olang zu sorgen.

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fachgruppen hds-bz.it/handelsagenten

Handelsagenten und -vertreter

Falls eine Person mehrere Tätigkeiten ausübt, wird in der Entscheidungspraxis der Gerichte und bei der Stiftung Enasarco zunächst anhand der Haupttätigkeit der jeweilige Status der Person ermittelt.

Wissenswertes zum Thema Rente Rentenarten, Voraussetzungen und Renteneintritt Wer muss bei der Stiftung Enasarco angemeldet sein? Auftraggeberfirmen müssen folgende Personen anmelden: Einzelagenten, in Form einer Kapitalgesellschaft tätige Agenten, unbeschränkt haftende Gesellschafter bei in Form einer Personengesellschaft tätigen Agenten, Anlageberater und Agenten in der Finanzbranche sowie selbstständige Mitarbeiter von Agenten der Finanzbranche und von Kreditvermittlern. Die Eintragungspflicht obliegt der Auftraggeberfirma und gilt ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Agenturauftrag oder ein Auftrag für eine Handelsvertretung erteilt wird. Bei der Erstanmeldung richtet die Stiftung ein jeweils auf den Namen des einzelnen Agenten lautendes persönliches Konto ein, auf dem die Zahlungen aller Auftraggeberfirmen eingehen. Wer muss nicht angemeldet werden? Wer eine Vermittlungstätigkeit ausübt, die keine Förderung von Vertragsabschlüssen zum Gegenstand hat und nicht die für Agenturverträge typischen Merkmale „Stabilität und Kontinuität“ aufweist. Keine Anmeldepflicht besteht daher für: Geschäftsvermittler, Akquisiteure, Pharmareferenten, Werbevermittler für Verlage, Produktlieferanten und Produktzulieferer, Versicherungsagenten sowie Kommanditisten von Personengesellschaften. Für diese Berufsgruppen gilt nicht die Enasarco-Regelung, weshalb sie vom Rentensystem der Stiftung ausgeschlossen sind.

Wer hat Anspruch auf die Rente? Die Mitglieder, die die Mindestvoraussetzungen laut geltender Geschäftsordnung der institutionellen Tätigkeiten erfüllen, haben Anspruch auf die Rente. Folgende Anforderungen sind daher zu erfüllen: Beitragszeiten, Alter sowie für das jeweilige Jahr vorgesehene „Quote“, die aus der Summe aus Beitragszeiten und dem Alter resultiert. Alle von der Stiftung ausgezahlten Renten können auf die Hinterbliebenen übertragen werden. Welche Voraussetzungen gelten? Die Geschäftsordnung sieht eine

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schrittweise Anhebung der Quoten laut untenstehender Tabelle vor (Werte in Jahren). Welche Rentenarten gibt es? Enasarco zahlt folgende Rentenleistungen: ordentliche Altersrente, Frührente, Invalidenrente, Berufsunfähigkeitsrente, Hinterbliebenenrente (direkt und indirekt) sowie beitragsbezogene Rente. Ordentliche Altersrente. Für den Anspruch auf die Altersrente müssen folgende Mindestanforderungen erfüllt sein: Im Jahr 2016 müssen Männer mindestens 20 Beitragsjahre nachweisen, 65 Jahre alt sein und die Quote 90 erreichen. Für Frauen gelten ein Renteneintrittsalter von 63 Jahren, 20 Beitragsjahre und eine Quote von 86. Ab dem Jahr 2024 gilt für alle die Quote 92. Wer eine Altersrente bezieht, kann gleichzeitig auch erwerbstätig sein.

Fortsetzung auf Seite 20

Geschlecht Voraussetzungen Beginn 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Männer

Quote

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Die Beitragszeiten (Dienstalter) sind in Jahren angegeben.

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fachgruppen

Frühpension. Ab 2017 können Agenten, die die untenstehenden Mindestanforderungen erfüllen, ein oder zwei Jahre früher die Altersrente beantragen: 65 Jahre alt, 20 Beitragsjahre und Quote 90. Der Betrag der Frührente wird für jedes Jahr, das bis zum Erreichen des Renteneintrittsalters fehlt (das eigentlich für den Anspruch auf die Altersrente vorgeschrieben ist), um 5 Prozent gekürzt.

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Invalidenrente. Die Invalidenrente kann von Agenten beantragt werden, die folgenden Anforderungen genügen: dauernde Invalidität mit einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für die Ausübung der Agententätigkeit von mindestens zwei Dritteln (67 Prozent) und mindestens 5 Beitragsjahre, davon mindestens 3 Jahre (12 Quartale) im Fünfjahreszeitraum vor Beantragung der Invalidenrente. Die Stiftung stellt die Invalidität fest und bewertet dazu die Restarbeitsfähigkeit. Sie kann daher den Rentner regelmäßigen Kontrollen unterziehen. Der Rentner selbst kann eine Neubewertung der Rente beantragen, wenn sich sein Invaliditätszustand verschlechtert. Wer eine Invalidenrente bezieht, kann gleichzeitig auch erwerbstätig sein. Bei Erreichen der Voraussetzungen kann die Invalidenrente in eine Altersrente umgewandelt werden. Wenn letztere allerdings niedriger ist, wird der Betrag der Invalidenrente garantiert. Berufsunfähigkeitsrente. Die Berufsunfähigkeitsrente kann von

Handelsagenten beantragt werden, die folgende Voraussetzungen erfüllen: dauerhafte, absolute Unfähigkeit zur Ausübung irgendeiner Erwerbstätigkeit; mindestens 5 Jahre Pflichtbeiträge, davon mindestens 1 Jahr (4 Quartale) im Fünfjahreszeitraum vor Beantragung der Berufsunfähigkeitsrente; Beendigung des Agenturverhältnisses. Der Betroffene verliert seinen Anspruch, wenn er seine Arbeitstätigkeit wieder aufnimmt. Bei Erreichen der Voraussetzungen kann die Berufsunfähigkeitsrente in eine Altersrente umgewandelt werden. Wenn letztere allerdings niedriger ist, wird der Betrag der Berufsunfähigkeitsrente garantiert. Hinterbliebenenrente. Es kann sich um eine direkte oder indirekte Hinterbliebenenrente handeln, je nachdem, ob der verstorbene Agent bereits eine Enasarco-Rente bezogen hat oder

nicht. Die Hinterbliebenen des Agenten, der bereits eine Alters-, Invaliden- oder Berufsunfähigkeitsrente bezogen hat, haben Anspruch auf einen Prozentsatz der Rente, die anhand der zum Todeszeitpunkt geltenden Berechnungskriterien ermittelt wird. Bei Ableben eines Agenten, der noch nicht im Ruhestand ist, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf eine indirekte jährliche Rente, wenn der Agent die Voraussetzungen für die Altersrente (d. h. 20 Beitragsjahre) erfüllt bzw. stattdessen mindestens 5 Beitragsjahre, davon 1 Jahr im Fünfjahreszeitraum vor dem Ableben, nachweisen kann. Folgende Personen haben Anspruch auf eine indirekte Pension/ Hinterbliebenenrente: der überlebende Ehegatte (auch bei einer Trennung), der geschiedene Ehegatte, die minderjährigen Kinder, die volljährigen dauerhaft arbeitsunfähigen Kinder und die volljährigen studierenden Kinder. Wenn es keine der oben genannten Hinterbliebenen gibt, haben folgende Personen Anspruch: über 65 Jahre alte Eltern, die keine Rente beziehen und zu Lasten des Agenten leben; die unverheirateten Geschwister, die keine Rente beziehen, dauerhaft arbeitsunfähig sind und zu Lasten des Agenten leben. Rentenzuschlag. Der Rentenzuschlag ist eine Erhöhung der bestehenden Rentenbezüge aufgrund von eingezahlten Beiträgen, nach dem Datum der Pensionierung oder nach der Auszahlung eines vorhergehenden Zuschlags. Es gelten folgende Voraussetzungen: Der Rentner muss 72 Jahre alt sein und seit dem Renteneintritt oder seit der letzten Rentenzuschlagzahlung müssen mindestens 5 Jahre vergangen sein. Die Berechnung erfolgt nach dem beitragsbezogenen System unter Berücksichtigung der jährlichen Maximalbeiträge und unter Abzug des Solidaritätsbeitrags. Die neue beitragsbezogene Rente. Ab 2024 können Mitglieder, die nicht die Voraussetzungen für den Bezug einer Rente erfüllen, die Auszahlung einer übertragbaren Rente beantragen, die für jedes bis zur Erreichung der Quote 92 fehlende Jahr um 2 Prozent gekürzt wird. Es gelten folgende Voraussetzungen: 67 Jahre (bereits vollendet) und 5 Beitragsjahre. Die Zahlungstermine und -modalitäten für diese Rente werden von der Stiftung festgelegt. Die Auszahlung erfolgt jeweils ab dem 1. Tag des Folgemonats nach Einreichung des Antrags. Die Berechnung nach dem beitragsbezogenen System erfolgt unter Berücksichtigung des Datums der Antragstellung.

lsala@hds-bz.it

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fachgruppen hds-bz.it/handel

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EINZELHANDEL

SOS Etikettierung: 21

Kennzeichnungspflicht, die große Unbekannte Die Empfehlungen des Verbandes Federazione Moda Italia (Federmoda). Nach jahrelanger Kontrollarbeit seitens des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung haben in den letzten Monaten die mit Inspektionen beauftragten Beamten der Handelskammern und auch der Finanzwache Lokalaugenscheine in Mode-, Bekleidungs- und Schuhgeschäften und in Accessoire-, Sport- und Heimtextiliengeschäften durchgeführt, um zu überprüfen, ob die im Handel angebotenen Waren ordnungsgemäß mit den gesetzlich vorgeschriebenen Etiketten versehen sind. Wenn Textilartikel oder Schuhwaren nicht vorschriftsmäßig gekennzeichnet sind, könnten die mit den Kontrollen beauftragten Beamten Vorhaltungsprotokolle mit hohen Sanktionen zulasten des Einzelhändlers ausstellen; außerdem könnte die Ware – z. B. wegen fehlender Herstellerangaben – sofort beschlagnahmt werden.

Die Etiketten werden natürlich nicht vom Einzelhändler, sondern vom Hersteller oder vom Lieferanten angebracht. Aber dem Händler drohen sehr schwere Sanktionen wegen unterlassener Überwachungs- oder Kontrollpflichten (culpa in vigilando) und wegen des – laut Federmoda – anachronistischen „Prinzips der Nähe“, denn als letztes Glied der Lieferkette steht der Händler in direktem Kontakt zum Verbraucher. Diese Sanktionen sind zu hoch und auf jeden Fall umgekehrt proportional zur Haftung des Kaufmanns im Rahmen der Lieferkette. Dieses Sanktionssystem folgt einer gesetzgeberischen Ratio, der zufolge vorausgesetzt wird, dass der Händler seinerseits den Lieferanten in Regress nimmt. Schade nur, dass das italienische Recht in den Verträgen (Bestellkopien) den Regressverzicht zulässt. Denn Art. 131 des Verbraucherschutzgesetzes sieht vor, dass „der Letztverkäufer, wenn er gegenüber dem Verbraucher wegen eines Konformitätsmangels haftet, der auf eine Handlung oder Unterlassung des Herstellers, eines vorhergehenden Verkäufers derselben vertraglichen Vertriebskette oder irgendeines anderen Zwischenhändlers zurückzuführen ist, Regressansprüche geltend machen kann, soweit nichts anderes vereinbart wird oder nicht gegenüber dem/den dafür verantwortlichen Rechtssubjekten der genannten Vertriebskette darauf verzichtet wird.“

Die Etikettierung muss genau kontrolliert werden. Federmoda fordert alle Händler auf, genau auf die Kennzeichnung von Textilprodukten zu achten, für die eine Reihe von europäischen (EU-Verordnung 1007/2011) und italienischen Rechtsvorschriften (GvD Nr. 206/2005 - Verbraucherschutzgesetz) gelten, um hohe Strafen zu vermeiden. Federmoda weist darauf hin, dass die Etiketten auf folgende Aspekte zu überprüfen sind:

• Die Etiketten müssen in italienischer Sprache (z. B. 100% Cotone und nicht 100% Cotton) verfasst sein. • Die Textilfaserzusammensetzung muss mit der vollen Bezeichnung der Faser („100% Cotone“, nicht „100 CO”) angegeben sein; Gewichtsanteile sind in absteigender Reihenfolge (z. B. „90% Cotone 10% Seta”, „90% Baumwolle 10% Seide”) anzuführen. • Die Angaben müssen denen in den Handelspapieren entsprechen (in den Rechnungen muss z. B. dieselbe prozentuale Zusammensetzung des Fasermaterials ausgewiesen sein wie auf dem Etikett). • Das Etikett muss fest an der zum Verkauf angebotenen Ware befestigt sein.

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fachgruppen

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• Auf dem Etikett müssen der Name, die Firma oder die Marke und der Rechtssitz des Herstellers/Importeurs (Daten des Herstellers laut Art. 104 des GvD Nr. 206/2005 - Verbraucherschutzgesetz) angegeben sein. • Das Etikett muss den Wortlaut „Contiene parti non tessili di origine animale“ (Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs) vorsehen. Diese Vorschrift gilt z. B. für Daunenbekleidung, Pullover mit Lederapplikationen oder Lederbesatz, Knöpfe aus Perlmutt oder Horn. Für Schuhe gelten die Bestimmungen der Richtlinie 94/11/EG, die in Italien mit dem Ministerialdekret 11. April 1996 umgesetzt wurde; die Richtlinie sieht eine Kennzeichnungspflicht mit entsprechenden Symbolen mindestens auf einem der Schuhe (Herstellerdaten laut GvD 206/2005 auf der Schachtel) und die Anbringung eines Schilds im Geschäft mit Informationen zu

den Bestandteilen von Schuherzeugnissen vor (Darauf müssen die Symbole der Teile aufscheinen, für die Kennzeichnungspflicht besteht, sowie die Symbole der Materialien, aus denen die verschiedenen Teile des Schuhs bestehen). Beispiele von Kontrollen und Sanktionsrisiko. In der Provinz Mantova wurde z. B. bei einer Kontrolle der Textilfaserzusammensetzung an zwei Strumpfpaaren von ziemlich bekannten Herstellern festgestellt, dass diese Zusammensetzung nicht den Angaben auf den Hersteller-/Lieferantenetiketten entsprach und dass die Etikettenangaben auch nicht mit den Angaben in der Rechnung übereinstimmten. In diesem Fall hat die Kontrollstelle ein Vorhaltungsprotokoll ausgestellt, das eine Sanktion von mindestens 1032,91 Euro und höchstens 5167,57 Euro vorsah. Diese Sanktion konnte bei Zahlung innerhalb von 60 Tagen ab der Zustellung – je nachdem, welcher Betrag günstiger ist – auf ein Drittel der Höchststrafe bzw. auf den zweifachen Betrag der Mindeststrafe reduziert werden. In diesem Fall ergab dies eine Sanktion von 1721,52 Euro; für die zwei Vergehen (zwei Paar Strümpfe) wurde daher eine Strafe von insgesamt 3443,04 Euro verhängt.

Vor einigen Wochen hat der Generalsekretär von Federazione Moda Italia, Massimo Torti, beim hds am Workshop „SOS Etikettierung: Kennzeichnungspflicht, die große Unbekannte“ teilgenommen und über die Pflichten der Einzelhändler und die Risiken bei mangelhafter Etikettierung aufgeklärt. Des Weiteren hat er Empfehlungen gegeben, wie man sich bei der Unterzeichnung der Bestellungen verhandlungsstark gegenüber den Lieferanten durchsetzen kann, und darüber informiert, wie man schwere Strafen vermeiden kann.

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Im Juli haben hingegen einige Kaufleute gemeldet, dass die Finanzwache von Perugia und Triest in einigen Modegeschäften Etiketten gefunden hat, die nicht den Vorschriften entsprachen, weil die Daten der Hersteller fehlten, weshalb die betreffende Ware beschlagnahmt wurde. Überarbeitung der Haftungsregelung. Angesichts dieser glücklicherweise nur wenigen Fälle, in denen gegen Kaufleute schwere Strafen verhängt wurden, die vor dem Hintergrund der derzeitigen Krise im Modeeinzelhandel als unerträgliche Ungerechtigkeit erlebt werden, sollte der Gesetzgeber näher prüfen, welche Folgen bestimmte Rechtsvorschriften haben und wen diese am meisten belasten. Daher setzt sich Federmoda für die Überarbeitung der Haftungsregelung und der damit verbundenen Sanktionen ein. Es ist schlichtweg untragbar und inakzeptabel, dass ein Einzelhändler als Hauptverpflichteter für die Nachlässigkeit oder Unterlassungen anderer Wirtschaftsteilnehmer (Hersteller/Importeure) haften muss und gleichzeitig oft Klauseln unterliegt, die ihm keine Regressansprüche gegenüber den Lieferanten einräumen.


fachgruppen

Kit „SOS Etikettierung“. Um einerseits das Bewusstsein der Unternehmer für vermeidbare Risiken zu schärfen und andererseits die Anwendung guter, bewährter Praktiken zu fördern, mit denen Sanktionen gegen Kaufleute vermieden werden können, hat Federmoda das mehrteilige Kit „SOS Etikettierung“ ausgearbeitet, der aus folgenden Unterlagen besteht: • Handbuch zu den geltenden Rechtsvorschriften unter besonderer Berücksichtigung der Pflichten und Haftung des Händlers, • Leitfaden mit praktischen Ratschlägen, wie Kaufleute die hohen Sanktionen vermeiden können und wie sie sich gegen

Lieferanten absichern können, wenn nicht gesetzeskonform gekennzeichnete Ware geliefert wird, • Vorlage eines Schreibens mit den Ratschlägen des Anwalts für den Schriftverkehr mit dem Lieferanten für den Fall, dass ein Konformitätsfehler in der Kennzeichnung festgestellt wird, und eine weitere Vorlage eines Schreibens, mit dem nach einer etwaigen Kontrolle der bevorstehende Schaden und der entgangene Gewinn mitgeteilt werden können, • ein Schild mit der Übersetzung der Textilfasern, das im Geschäft und in den Umkleidekabinen ausgehängt werden kann,

• ein von Federmoda unterzeichneter Stempel, der zur Absicherung des Einzelhändlers auf den Bestellungen angebracht wird und mit dem man bei Unterzeichnung der Bestellkopien darauf hinweisen kann, dass die Ware bereits mit gesetzeskonformer Kennzeichnung in italienischer Sprache geliefert werden muss.

Massimo Torti, Federmoda

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fachgruppen hds-bz.it/lebensmittelgewerbe

1 B enjamin Sellemond mit dem Vizepräsidenten der Konditoren im hds Heinrich Unterhofer, Präsident Renzo Zanolini und Vizepräsident Christian Abfalterer (v. l.). 2 D ie Vertreter der Bäckerinnung im hds feierten mit den Lehrlingen ihre Freisprechung.

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Lebensmittelgewerbe

Qualität, die begeistert Hotel 2016 ein großer Erfolg. Mit einem abwechslungsreichen Programm und vielen regionalen Feinkostspezialitäten präsentierte sich das Lebensmittelgewerbe im hds auf der Fachmesse für das Hotel- und Gastgewerbe. Konditoren, Eishersteller, Bäcker und Metzger stellten ihre Produkte zur Schau, Fachschüler und Lehrlinge der Landesberufsschule Emma Hellenstainer in Brixen zeigten ihr Können. Jeder Tag war einer anderen Berufsgruppe gewidmet. Publikumsmagnet waren heuer der Wettbewerb der Jungkonditoren und die Goldene Spachtel. Auch die Freisprechungsfeier der Bäckergesellen stand auf dem Programm. Patisserie-Fachschüler verwöhnten die Messebesucher mit ihren köstlichen Kreationen. Die Eishersteller überzeugten mit der unvergleichbaren Qualität von handwerklich hergestelltem Spei-

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seeis. Der Südtiroler Getränkering versorgte die Messebesucher mit heimischem Bier und frischen Getränken. Außerdem wurden Weißwurst und frisch gebackene Brezen serviert. Am Stand wurde eine Spendenaktion für Südtirol hilft organisiert, der Erlös kommt notleidenden Menschen zugute. Kunstwerke aus Zucker Der Tag der Konditoren war heuer dem Nachwuchs gewidmet. Vier junge Zuckerbäcker kämpften in einem Wettbewerb um den Titel Jungkonditor des Jahres. Der Nachwuchs der süßen Zunft musste eine Schautorte, Marzipanfiguren und ein Blumenarrangement herstellen. Der schöpferischen Phantasie und Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. Die Jury überzeugt hat Benjamin Sellemond (Bäckerei/Konditorei Sellemond in Feldthurns). Er erhielt den ersten Preis. Der zweite Platz ging an Deborah Federspiel (Bäckerei/Konditorei Fritz in Mals), gefolgt von Franz Wieser (Bäckerei/Konditorei I dolci di Ricky in Abtei) und Sabine Sinner (Bäckerei/Konditorei Amhof in Gsies).


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25 otos ten F e. s n ö ch n Die s esse onli der M 3 D ie Jury hat entschieden: Christian Zanella von der Eisdiele Eccetera in Bozen stellt das beste Erdbeereis her. 4 D ie Metzgerlehrlinge bei der Arbeit.

Eismacher kämpfen um Goldene Spachtel Der traditionelle Wettstreit um die Goldene Spachtel wurde am Tag der Speiseeishersteller ausgetragen. Prämiert wurde das beste Erdbeereis. Eine Jury hat 16 Eismuster verkostet und nach den Kriterien Geschmack, Konsistenz und Aussehen bewertet. Der erste Preis und somit die Goldene Spachtel ging an die Eisdiele Eccetera aus Bozen. Der zweite Platz ging an die Eisdiele Brivido aus Bozen und Bronze an die Eisdiele Sabine aus Dorf Tirol.

Höchste Qualität und Verarbeitung Der letzte Messetag war den Metzgern gewidmet. Ihr Können unter Beweis stellten die Metzgerlehrlinge der Berufsfachschule Emma Hellenstainer. Sie zeigten wie verschiedene Fleischspezialitäten hergestellt werden. Anschließen wurden die Delikatessen dem Messepublikum zur Verkostung angeboten.

Freisprechungsfeier für 23 Bäckerlehrlinge Mit rund 120 Mitgliedern gehört die Südtiroler Bäckerinnung zu einer der bedeutendsten und traditionsreichsten Berufsgruppen in Südtirol. Sie trafen sich am Tag der Bäcker zur alljährlichen Generalversammlung. Bei der Freisprechungsfeier der Bäckerlehrlinge wurden 23 Gesellenbriefe überreicht und die drei besten Schüler der diesjährigen Abschlussklasse mit tollen Sachpreisen prämiert. Bester Lehrling war Martina Spögler, gefolgt von Nikolas Seppi, Fabian Ilmer und Florian Goller.

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fachgruppen hds-bz.it/baustoffhaendler hds-bz.it/junge hds-bz.it/eishersteller

Junge im hds

Neue Führung Baustoffhändler

Bauphysik: Planung und Anwendung

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Fachvorträge bei Jahresversammlung

Gruppe hat gewählt. Die Jungen im hds haben seit Kurzem ein neues Führungsduo: Johannes Winkler (Südtiroler Wollwelt, Lana und Bruneck) wurde vom Vorstand zum neuen Präsidenten gewählt, während Philip Platino (Platin Lux, Burgstall) neuer Vizepräsident ist. Die Vorstandsmitglieder heißen Luca Cantisani (Sanitär Heinze, Bozen), Nadia Micheli (Got ya Kids und morgenrot, Kaltern), Christian Giuliani (ProFire, Frangart), Martin Psenner (Bäckerei Psenner, Naturns), Lukas Silbernagl (Webalm, Bozen) und Monika Unterthurner (Lebensmittel Unterthurner, Naturns). Der hds wünscht viel Erfolg. In den nächsten Ausgaben werden die Vorstandsmitglieder ausführlich vorgestellt.

2017. Die Baustoffhändler im hds sind auch

im kommenden Jahr Partner und Aussteller der Messe Klimahouse in Bozen. Ebenso und bereits seit einigen Jahren findet im Rahmen der Fachmesse die Jahresversammlung der Berufsgruppe statt. Der Termin ist Freitag, 27. Jänner um 17:30 Uhr in der Messe Bozen (Saal Tribulaun). „Der Baustofffachhandel ist ein wichtiger Wirtschaftszweig und bietet viele interessante Arbeitsplätze. Spitzenprodukte, qualifiziertes Fachpersonal sind das Markenzeichen der Baustoffhändler – sie sind kompetente Zulieferer für Unternehmen und Bauherren“, unterstreicht Brigitte Schönthaler, Präsidentin der Baustoffhändler im hds. Bei der Versammlung referiert Andrea Gasparella der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik der Freien Universität Bozen über das Thema „Advanced Applications of Building Physics“, Vertreter des nationalen Dachverbandes Federcomated und der Fachpresse „Il commercio edile“ und „Tecniche nuove“ berichten hingegen über die Neuigkeiten und Erfahrungen auf nationaler Ebene.

Mess Bozen e Klimaho us v von 0 om 26. bis e 29.01. 9:00 b is 18:0 0 Uhr hdsmagazin #12/16-1/17

Speiseeishersteller

Ein stiller Gruß RIP. „Ein lieber Berufskollege und treuer Freund ist von uns gegangen. Mein Herz ist erfüllt von Schmerz und Liebe für Franco Risatti, den der Tod nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von nur 63 Jahren zu sich geholt hat. In der Hoffnung auf ein Wiedersehen, lieber Franco, verabschiede ich mich von dir“, so die bewegenden Worte von Antonio Munaretto, dem langjährigen Präsidenten der Eishersteller im hds. Er gedenkt dem Berufskollegen, der ihm über 25 Jahre als Vizepräsident zur Seite gestanden hat. In ganz Bozen und weit über die Stadtgrenzen hinaus, war die Eisdiele Dani von Franco Risatti und Frau Daniela bekannt. Mango-, Schoko-, Vanilleeis – das Credo Risattis seit jeher lautete: Es dürfen nur frische Zutaten wie Eier, Milch und Milchprodukte verwendet werden. Das zeichnet das handwerklich hergestellte Eis aus. So lag ihm und seinen Berufskollegen besonders am Herzen, genau diese Kriterien zur Qualitätssicherung in der Handwerksordnung gesetzlich verankert zu sehen. An ihn geht unser Dank. Er ruhe in Frieden.


weiterbildung hds-bz.it/kurse

Für mehr Erfolg im Beruf Facebook richtig nutzen und mit gezielter PR-Arbeit punkten. Wie wird Ihr Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen, wie kommunizieren Sie mit Ihren Kunden? Lernen Sie die Vorteile des Internets für Ihr Geschäft kennen. Suchmaschinenoptimierung, Webseitengestaltung und Social-Media. Wer sein Unternehmen erfolgreich führen will, muss Marketing und PR-Arbeit betreiben und dabei auf die richtigen Kommunikationskanäle setzen. In das Weiterbildungsprogramm des hds wurden viele innovative Kurse aufgenommen. So organisiert der Verband beispielsweise Schulungen zum Thema Marketing, Onlinemarketing und Kommunikation. Die Macht der Öffentlichkeitsarbeit für Dienstleister Mit der richtigen PR kann gezielt Vertrauen bei Kunden aufgebaut werden. Dienstleister lernen in einem Marketingseminar Mittel und Wege kennen, um den guten Ruf ihres Betriebes zu stärken. Dazu gehört ein einheitlicher visueller Auftritt, besondere PR-Akti-

onen sowie tolle Veranstaltungen. Auf die Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit wird in einem Seminar in Bozen ausführlich eingegangen. Dieses findet am 10. Jänner von 09:00 bis 17:00 Uhr statt.

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Richtig kommunizieren mit Facebook Sie haben eine Fanseite auf Facebook und möchten sie für Ihr Unternehmen sinnvoll einsetzen. Über das soziale Netzwerk können Sie sofort über Neuigkeiten informieren und neue Ware präsentieren. In diesem hds-Seminar erfahren Sie alle wichtigen Onlinemarketing-Elemente, die für Ihr Unternehmen zielführend sind. Auf das richtige Konzept kommt es an. Sie erhöhen damit die Reichweite Ihrer Website, gewinnen und binden Kunden. Der Kurs findet in Bozen am 25. Jänner von 14:00 bis 18:00 Uhr statt.

Das hds-Weiterbildungsteam freut sich auf Ihre Anmeldung: T 0471 310 323/324, bildung@hds-bz.it bzw. online.

hds-bz.it/ arbeitssicherheit Der direkte und exklusive Zugang zu Ihrer Dienstleistung

Machen Sie sich schlau für mehr Sicherheit und Gesundheit in Ihrem Betrieb. Nähere Infos: Magdalena Knoll, T 0471 310 504, mknoll@hds-bz.it.

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betriebe informieren

40 Jahre Elektro Planer Kompetente Beratung und effizienter

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Service. Das Elektrofachgeschäft Planer wurde 1976 in Völs am Schlern von Margit und Fritz Planer eröffnet. Die beiden haben somit heuer gleich zwei Gründe zum Feiern: Zum einen ihr 40-jähriges Bestehen auf dem Markt, zum anderen die anstehende Betriebsübernahme durch Tochter Nadia mit Partner Hannes. „Das Schönste ist für mich, treue und zufriedene Kunden zu haben, die mit unserer Beratung und

Ein strahlendes und starkes Team: v. l. Hannes, Nadia, Margit und Fritz Planer.

Dienstleistung zufrieden sind. So haben bei uns neben dem Verkauf von Geräten, deren Inbetriebnahme, die Wartung und der Service einen hohen Stellenwert“, meint die Geschäftsinhaberin und hds-Ortsobfrau Margit Planer. Tochter Nadia will neben einem breiten Sortiment in Zukunft auch auf eine ständige Weiterbildung setzen - durch Informationen mittels Internet, durch den

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Als Mitglied des Weißen Kreuzes dazugehören

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Kontakt und die Aufklärung seitens der verschiedenen Firmenvertreter, durch den Besuch von Fachmessen und Kursen. Der hds wünscht der Familie alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Dazugehören, das ist das Motto der Mitgliederaktion 2017 des Weißen Kreuzes. Denn mit dem Mitgliedsbeitrag sichert sich jedes Mitglied nicht nur Vorteile bei In- und Auslandsaufenthalten, sondern unterstützt auch tatkräftig die inzwischen mehr als 3.000 Freiwilligen des Landesrettungsvereins. Das Weiße Kreuz bietet seinen Jahresmitgliedern auch heuer wieder etwas Neues an: die Rückholung eines in Not Geratenen auch aus Italien. Damit wird jedes Mitglied WELTWEIT und WELTWEIT PLUS sicher und professionell aus allen Gegenden der Welt heimgeholt. Auf WELTWEIT PLUS-Mitglieder warten zusätzliche Vorteile wie etwa die Rückholung bei medizinischer Notwendigkeit schon nach dem ersten Tag (14 Tage für WELTWEIT-Mitglieder) oder nach drei Tagen auf persönlichem Wunsch u.a.m. Näheres zu den drei verschiedenen Jahresmitgliedschaften erfährt man über mitglieder.wk-cb.bz.it/de/ oder 0471 444 310. Man kann den Jahresbeitrag in jeder Bank, dem Postamt, über Internet oder direkt in den Sektionssitzen des Weißen Kreuzes einzahlen.


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Erwin’s Frischteigwaren in Meran Umbauarbeiten abgeschlossen. Seit 1991 befindet sich der Familienbetrieb Erwin’s Frischteigwaren in der Meraner Matteottistraße. Nun wurde vor Kurzem erfolgreich der Umbau des Geschäftes abgeschlossen und gefeiert. Gastronomische Törggele-Spezialitäten wurden dabei von den geladenen Gästen verkostet. „Unsere Produkte werden ausschließlich mit besten Rohstoffen, so weit als möglich frischem Gemüse und einheimischem Fleisch zubereitet. Außerdem verwenden wir keine Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker oder Ähnliches“, sagt Erwin Zöggeler. Das erweiterte Sortiment umfasst heute Ravioli, Knödel, verschiedene Lasagne und Fertiggerichte, Fisch- und Fleischgerichte, Suppen, Salate, Desserts aber auch Pesto oder Brotaufstriche. Der hds wünscht der Familie Erwin, Rosi, Werner und Lukas Zöggeler weiterhin viel Erfolg. Hier im Bild Bezirksleiter Walter Zorzi übergibt als Gastgeschenk die hds-Wanduhr. 1

Der charmante Veranstaltungsort für Ihr Event

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Das Schlössl Perif in Brixen – Zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Johann Rifesser erbaut und seit kurzem auch die fixe Adresse für alle, die einen diskreten Ort für stilvolle Veranstaltung suchen. Schon beim Betreten des idyllischen, denkmalgeschützten Gebäudes spürt man das einzigartige, unvergleichliche „SchlösslFlair“. Jegliche Art von stilvollen Events, Feiern und kleine kulturelle Veranstaltungen aus Kunst, Literatur und Musik können in diesem exklusiven Ambiente organisiert, und so zu einem besonderen Ereignis gemacht werden. Die Möglichkeiten gehen von der geselligen Firmenweihnachtsfeier mit Livemusik und Catering, SpezialitätenVerköstigungen, Seminare, Kurse und Tagungen bis hin zu eleganten Hochzeitsaperitifs. Das Schlössl Perif, mit dem schönen Saal und der Lounge-Bar, ist der ideale Ort für ungestörtes Beisammensein in einer charmanten Atmosphäre. So verschieden die Anlässe und Wünsche auch sein können, so individuell ist die persönliche Betreuung von Patrizia Rifesser selbst. Die Urenkelin des Erbauers unterstützt Sie ganzheitlich bei der Ausrichtung Ihres Events, um es so zu einem besonderen Highlight zu machen. Informationen: info@perif.it, Tel. +39 339 3607 279, www.perif.it

Siebenförchers Fleischexperten Zwei diplomierte Fleischsommeliers im Team. Das Familienunternehmen G. Siebenförcher, 1930 in Meran gegründet, legt seit jeher Wert auf eine Unternehmenskultur, die den Mitarbeitern eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ermöglicht. Um beste Beratung bieten zu können, ließ das Unternehmen vor Kurzem zwei Mitarbeiter der Fachgeschäfte in Meran und Brixen zum Diplom-Fleischsommelier ausbilden. Martha Tauber und Fritz Waldner vertieften ihre Kenntnisse über die Verwendung von Fleisch, von der Herstellung bis hin zur Weiterverarbeitung und dem Verkauf. Als Experten stehen nun Martha Tauber in der „Metzgerei & Feinkost G. Siebenförcher“ in Brixen und Fritz Waldner in der „Spezialitätenmetzgerei G. Siebenförcher“ in Meran den Kunden mit ihrem Fachwissen zur Verfügung.

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rechtsberatung hds-bz.it/abfallwirtschaft

CONAI und die immerwährende Frage der Eintragung 30

Produzenten und Anwender von Verpackungsmaterialien müssen sich in das nationale Konsortium der Verpackungsmaterialien (CONAI) eintragen (GvD 152/2006). Von dieser Pflicht befreit sind hingegen die Endnutzer von Verpackungen.

Die einzelnen Kategorien

Produzent • Import/Herstellung von Grundstoff oder halbfertigem Material, das zur weiteren Herstellung von Verpackungsmaterialien benötigt wird. • Import/Herstellung von leeren Verpackungen. Anwender • Ankauf und Befüllen mit Ware von leeren Verpackungen, die in Italien gekauft wurden. • Vertrieb von verpackter Ware, die in Italien angekauft wurde. • Importeure von verpackter Ware aus dem Ausland, die in Italien weiterverkauft wird. • An- und Verkauf von leeren Verpackungen innerhalb Italiens. • Herstellung von Verpackungen aus Grundstoff und halbfertigen Verpackungen sowie Reparieren von Verpackungen, um die eigenen Waren zu verpacken. Endnutzer • Ankauf von verpackter Ware aus Italien (nicht aus dem Ausland), die nicht weiterverkauft wird, sondern ausschließlich zur Ausübung der eigenen Tätigkeit dient. Was zählt alles zur Verpackung? Dazu gehören beispielsweise Flaschen, Getränke- und Spraydosen, Plastikbehälter, Getränkekisten, Flacons, Noppenfolie, Kleiderbügel, Big Bags, Eimer, Einkaufstüten. Online unter conai.org im Verzeichnis „Cos’è imballaggio“ ist eine Liste aller Verpackungsprodukte sowie der Nichtverpackungen zu finden.

Mehr Infos: Magdalena Knoll, hds-Verantwortliche für Abfallwirtschaft, T 0471 310 504, mknoll@hds-bz.it.

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betriebsberatung hds-bz.it/beratung

Hintergrundmusik Urheberrechte und die zur Erhebung der Vergütung berechtigten Stellen. Das Gesetz Nr. 633 vom 22. April 1941, das im Laufe

der Zeit mehrfach geändert und ergänzt wurde, sieht den Schutz von kreativen Werken in den Bereichen Literatur, Musik, bildende Künste, Architektur, Theater, Kino vor. Der Schutz besteht aus einer Reihe von wirtschaftlichen Verwertungsrechten (Urhebervermögensrechte) und von moralischen Rechten zum Schutz der Urheberpersönlichkeit, die zusammen das „Urheberrecht“ bilden. In Italien nimmt die Verwertungsgesellschaft SIAE (Società Italiana degli Autori ed Editori - Italienische Gesellschaft der Urheber und Verleger) die Urheberrechte wahr. Die SIAE erteilt die Genehmigungen für die Nutzung von geschützten Werken, erhebt die Entgelte für die Urheberrechte und verteilt die Erträge daraus. Neben der Gesellschaft SIAE gibt es noch ein anderes Subjekt, das Konsortium SCF (Konsortium der Tonträgerhersteller), das vor allem die Rechte auf Musikaufnahmen, d. h. die Gebühren an die Tonträgerhersteller (Plattenfirma/Label), verwaltet. Hintergrundmusik in Geschäften und Lokalen. Der Handel verwendet üblicherweise Hintergrundmusik, um den Kunden den Aufenthalt im Geschäft möglichst angenehm zu gestalten. Die italienische Verwertungsgesellschaft SIAE sieht je nach Nutzung des Werks auch eine Genehmigung für „Hintergrundmusik“ vor. In diesem Fall kommt aber auch das Konsortium SCF ins Spiel, zumal es sich um Musikaufnahmen handelt. Die Vergütung an die Tonträgerhersteller ist unabhängig von der Form der Wiedergabe zu zahlen: Radio, TV, CD, MP3, Server oder Datenbank, In-store-Radio, Wiederausstrahlung von Hörfunk- oder Fernsehsendungen.

Der Inhaber eines Geschäfts oder eines Gastbetriebs (hier werden auch Friseurläden, Schönheitssalons, Barbiersalons erfasst) muss daher über die SIAE Gebühren für die Urheberrechte (Urheber,

Verleger) entrichten; gleichzeitig muss er aber auch eine Vergütung an die Tonträgerhersteller, d. h. an das Konsortium SCF, zahlen. Wer öffentlich Musikaufnahmen wiedergibt, muss beiden Stellen eine Vergütung zahlen, unabhängig von der Form der Wiedergabe. Für die Hintergrundmusik wird die Vergütung für die Urheberrechte über ein Jahresabonnement oder ein Abonnement mit periodischer Zahlung entrichtet; der Betrag richtet sich nach der Art und der Zahl der verwendeten Geräte und der Größe des Raums, in dem die Musikwiedergabe erfolgt. Für die Mitglieder von Berufsverbänden, die spezifische Vereinbarungen mit der Gesellschaft SIAE abgeschlossen haben, darunter auch der Dachverband Confcommercio, werden Tarifbegünstigungen vorgesehen.

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Bei den Gebühren für Tonträger wird die Höhe des Betrags jedes Jahr vom Konsortium SCF festgelegt; dabei wird nach Art des Geschäfts und im Rahmen der Warenkategorie nach weiteren Faktoren unterschieden (Bei Gastbetrieben richtet sich die Höhe der Vergütung z. B. nach der Fläche der Lokale usw.). Auch das Konsortium SCF sieht einen Nachlass für Mitglieder des Dachverbandes Confcommercio vor. Freiberuflerkanzleien. Auch Freiberuflerkanzleien nutzen immer öfter Hintergrundmusik, um ihren Kunden die Wartezeit angenehmer zu gestalten, oder direkt für die eigenen Angestellten, um ein positives Arbeitsklima zu schaffen. Auch in diesem Fall sind wie bei Gastbetrieben oder Geschäften Urhebergebühren und Tonträgergebühren zu entrichten. Sonstige Betriebe. Von der Genehmigung für Hintergrundmusik ausgeschlossen sind andere Formen der Musiknutzung, die in Gastbetrieben oder Geschäften im Rahmen von außerordentlichen Veranstaltungen, z. B. bei Festen, erfolgt. In diesen Fällen dient die Wiedergabe der Werke (eventuell auch mit Live-Konzert) nicht der reinen Beschallung der Räume, sondern versteht sich als Kundenattraktion.

Carla Vedovelli, Betriebsberatung, T 0471 310 322, cvedovelli@hds-bz.it

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steuerberatung hds-bz.it/steuern

Einkommensteuer (Irpef, Ires) Geschenke gelten als Repräsentationsausgaben und sind wie folgt absetzbar: a) Weihnachtsgeschenke mit einem Wert nicht höher als 50,00 Euro sind steuerlich voll absetzbar. b) Wird der Stückwert überschritten, ist die Absetzbarkeit hingegen nur innerhalb der Schwellenwerte für die Repräsentationsausgaben (z. B. 1,5 Prozent bei Umsatzerlösen bis zu 10 Millionen Euro) gegeben.

2. Weihnachtsgeschenke an Arbeitnehmer

32 Geschenke, Essen

und Steuern

Alle Informationen zur steuerlichen Behandlung von Weihnachtsgeschenken und -essen. Die Weihnachtszeit ist für die Firmen auch die Zeit des Schenkens. Dabei werden Kunden und Mitarbeiter beschenkt und auch Weihnachtsessen abgehalten. Nachfolgend ein Überblick zur steuerlichen Handhabung von Ausgaben für Weihnachtsgeschenke an Kunden und Mitarbeiter sowie für das Weihnachtsessen.

1. Weihnachtsgeschenke an Kunden Weihnachtsgeschenke, außer jene an die Angestellten, gelten im Allgemeinen als Repräsentationsspesen und unterliegen somit steuerlichen Einschränkungen. Abziehbarkeit der Mehrwertsteuer Hier gilt zu unterscheiden zwischen Fremdgütern, die nicht Gegenstand der eigenen Produktion bzw. der eigenen Handelstätigkeit sind, und Gütern, die Gegenstand der eigenen Herstellung oder der eigenen Handelstätigkeit des Unternehmens darstellen. a) Fremdgüter (nicht Gegenstand der eigenen Tätigkeit) Die Mehrwertsteuer ist abziehbar, sofern die „Stückkosten“ den Betrag von 50,00 Euro nicht übersteigen. Achtung: Beim Einkauf von Geschenkkörben ist nicht auf die Stückkosten des einzelnen Gutes, sondern auf jene der gesamten Packung zu achten. b) Güter, die Gegenstand der eigenen Tätigkeit sind Bei Gütern, die Gegenstand der eigenen Tätigkeit sind, ist die Grenze von 50,00 Euro für Zwecke der Mehrwertsteuer bedeutungslos. Es gilt hierbei folgendes Prinzip: Zieht das Unternehmen beim Ankauf die Mehrwertsteuer ab, dann muss der geschenkte Gegenstand der Mehrwertsteuer unterworfen werden, außer das Unternehmen verzichtet beim Ankauf auf den Abzug der Mehrwertsteuer.

hdsmagazin #12/16-1/17

Geschenke an lohnabhängige Mitarbeiter stellen keine Repräsentationsausgaben dar. Abziehbarkeit der Mehrwertsteuer Für Fremdgüter kann die Mehrwertsteuer im Einkauf, unabhängig von der Höhe der Kosten, nicht abgezogen werden. Für Güter, die Gegenstand der eigenen Tätigkeit sind, kann entschieden werden, ob die Mehrwertsteuer abgezogen wird (In diesem Fall muss bei der Verschenkung derselben Güter die MwSt. berechnet werden). Andernfalls kann entschieden werden, die Mehrwertsteuer im Einkauf nicht abzuziehen; in diesem Fall muss bei der Verschenkung derselben Güter die Mehrwertsteuer nicht mehr berechnet werden. Einkommensteuer (Irpef, Ires) Die Ausgaben für Geschenke an Arbeitnehmer sind steuerlich absetzbar. Achtung: Die Geschenke stellen für den Mitarbeiter eine steuerpflichtige Sachentlohnung dar, wenn im Jahr der Betrag von 258,23 Euro überschritten wird. Bei Überschreiten des Grenzwertes ist der gesamte Betrag als Sachentlohnung steuerpflichtig.

3. Weihnachtsessen Die steuerliche Behandlung des Weihnachtsessens ist unterschiedlich, je nachdem, ob das Weihnachtsessen nur für Mitarbeiter oder auch für Dritte organisiert wird. Die Mehrwertsteuer ist niemals abziehbar. Findet das Weihnachtsessen ausschließlich für Mitarbeiter statt, sind die Ausgaben im Ausmaß von 75 Prozent absetzbar, wobei allerdings zusätzlich die Obergrenze von 0,5 Prozent der gesamten Personalkosten gilt. Werden beim Weihnachtsessen auch Dritte eingeladen, sind die Ausgaben im Ausmaß von 75 Prozent und im Rahmen der Schwellen für die Repräsentationsspesen absetzbar.

Gerd Zozin, Steuerberatung, T 0471 310 404, gzozin@hds-bz.it



info arbeit hds-bz.it/gewerkschaftsangelegenheiten hds-bz.it/arbeit

Neue Regelungen beim Arbeitsverhältnis 34

Landeszusatzabkommen unterzeichnet.

Nach langen und intensiven Verhandlungen haben der hds und die Landesgewerkschaften das neue Abkommen unterzeichnet, das den Landeszusatzvertrag vom 13. Februar 2009 ersetzt. Das Abkommen regelt, unter Berücksichtigung der territorialen Besonderheiten, verschiedene rechtliche und praktische Aspekte eines Arbeitsverhältnisses.

Befristete Verträge/Saisonverträge

Neben den üblichen befristeten Verträgen können auch so genannte Saisonverträge abgeschlossen werden, auch von Betrieben mit Jahrestätigkeit. Die Saisonverträge unterliegen nicht den Zeit- bzw. Mengeneinschränkungen der normalen befristeten Verträge (max. 36 Monate und nicht mehr als 20 Prozent des unbefristeten Personals).

Saisonverträge können abgeschlossen werden: - in allen Gemeinden der Provinz während der Saisonschlussverkäufe (inkl. 5 Tage vorEntlohnung der Krankheit her und nachher) und während des WeihDiese Regelung wurde weitestgehend an die gesamtstaatlichen Bestimmungen angepasst. nachtszeitraums (20. November – 6. Jänner), Demnach wird nun auch auf territorialer - in den 25 stark touristischen Gemeinden, die ausdrücklich im Abkommen festgelegt sind Ebene die Karenzzeit (die ersten 3 Tage) nur für die ersten beiden Krankheitsfälle im Lau- und zwar das ganze Jahr über. fe des Jahres zu 100 Prozent bezahlt, für den 3. zu 66 Prozent, für den 4. Krankheitsfall Die Saisonverträge dürfen insgesamt nicht zu 50 Prozent, um dann, ab dem 5. ganz zu 270 Kalendertage im Laufe des Jahres überschreiten. entfallen. Die Ergänzung der NISF/INPS-Entschädi- Für die Saisonverträge muss eine „Saisongung zulasten des Arbeitgebers, sodass vom Entschädigung“ im Ausmaß von 8 Prozent 4. bis zum 20. Tag der Krankheit schon 100 gezahlt werden. Prozent der normalen Entlohnung erreicht werden, bleibt weiterhin bestehen. Danach Sonntags- und Feiertagsarbeit tritt bekanntlich die Entschädigung zulas- Vorausgeschickt, dass sich die Parteien weiten des NISF/INPS ein. terhin gegen eine verallgemeinerte SonnMitarbeiter mit über 10 Jahren Dienstalter und Feiertagsöffnung aussprechen, wurden haben weiterhin Anrecht auf den Erhalt des im Vergleich zum vorangegangenen LandesArbeitsplatzes und einer Entlohnung von 50 abkommen die Zuschläge für die Sonn- und Prozent vom 181. bis zum 270. Tag der Krank- Feiertagsarbeit, insbesondere für die 25 heit. touristischen Gemeinden, gesenkt, um den Marktgegebenheiten Rechnung zu tragen (vorher Sonn- und Feiertage: 50 Prozent; Sonntag als normaler Arbeitstag: 30 Prozent). Zusammengefasst die wichtigsten Punkte, die neu geregelt wurden:

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Demzufolge finden nun nachstehende Prozentsätze Anwendung: - Goldener Sonntag, Silberner Sonntag und 8. Dezember: 95 Prozent Zuschlag, - „normale“ Verträge in „normalen“ Gemeinden: • Sonn- und Feiertage: 40 Prozent, • f alls der Sonntag normaler wöchentlicher Arbeitstag ist: 30 Prozent, - touristische Gemeinden und Saisonverträge: • Sonntag oder anderer Ruhetag, Feiertag: 30 Prozent (darin bereits enthalten 8 Prozent Saisonentschädigung). Stundenbank

In der so genannten neu eingeführten Stundenbank können die geleisteten Überstunden einfließen. Die Verrechnung der Stunden erfolgt hierbei ohne Aufschlag, mit Ausnahme der an Feiertagen geleisteten Überstunden bzw. Zusatzarbeit. Die zum 30. Juni des Folgejahres verbliebenen nicht genossenen Stunden müssen mit dem jeweiligen Aufschlag ausbezahlt werden. Führerscheinentzug

Im Falle eines Führerscheinentzugs, kann das Personal, das für die Ausführung seiner Arbeit einer Fahrerlaubnis bedarf, für die Dauer des Führerscheinentzugs, vom Dienst, der Entlohnung und der Dienstaltersanreifung suspendiert werden. Bei einem Führerscheinentzug von über 6 Monaten kann das Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber aufgelöst werden. Auf Antrag einer der beiden Parteien muss die Schlichtungskommission einberufen werden, die versuchen wird, eine Alternative zu finden. Entlohnte Freistunden

Arbeitnehmern wird, für das Anreifen der entlohnten Freistunden, das in den vorangegangenen 4 Jahren bei Arbeitgebern im Anwendungsbereich desselben Kollektivvertrags erreichte Dienstalter anerkannt. In Ermangelung des genannten Dienstalters, werden die Bestimmungen des gesamtstaatlichen Kollektivvertrags angewandt (Art. 146, Abs. 8).


info arbeit INFO

Elternzeit auf Stundenbasis

Arbeitgeber und Arbeitnehmer können eine Inanspruchnahme der Elternzeit auch auf Stundenbasis vereinbaren. Bei nicht erreichter Übereinkunft bleibt jedenfalls die Möglichkeit der Elternzeit auf Tages- oder Halbtagesbasis, wie vom Gesetz vorgesehen, bestehen. Weitere im Landeszusatzabkommen geregelte Aspekte sind die Parttime-Verträge, die befristeten Sommerverträge, der ZusatzPensionsfond, die Verwaltung der Ferien und noch einige weitere.

ein spezifisches Abkommen diesbezüglich fortgesetzt. Für das Lehrlingswesen hingegen wird, in Ermangelung eines territorialen Abkommens, das gesamtstaatliche, von Confcommercio am 19. Oktober 2016 unterzeichnete Abkommen, das die im nationalen Kollektivvertrag enthaltene Regelung zum Lehrlingswesen ergänzt, Anwendung finden.

Was die Produktivitätsprämie und die damit verbundenen gesetzlichen Steuerbegünstigungen anbelangt, wird der Austausch über

RA Sabine Mayr Arbeitsrecht und Gewerkschaftsangelegenheiten, T 0471 310 559, smayr@hds-bz.it

B Istatwert betreffend die Konsumpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78). - Nationale Veränderung September 2015 – 2016 ist gleich + 0,1 % 75 % = + 0,075) und Oktober 2015 – 2016 ist gleich - 0,1 % (75 % = - 0,075). - Veränderung in Bozen September 2015 – 2016 ist gleich + 0,5 % (75 % = + 0,375) und Oktober 2015 – 2016 ist gleich + 0,5 % (75 % = + 0,375).

B Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im September 1,195093 und im Oktober 1,320093.

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Südtiroler Handelsunternehmen: Sie zu schützen, liegt in unserer Natur!

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Christian Baun Art Director, GreyWorks Copenhagen

Hiltrud Thöne Editorial and Communications Design Hamm am Rhein

Ilga Tick Creative Director, Gala Hamburg

Reinhard Sorger Creative Director, Publicis Publishing Erlangen

Meike Quentin General Manager, Das Amt Kiel

Birgit Leifhelm Designer Editorial Design, Coop Presse, Basel

Jörg Hunner Head of Layout and Production, Crain Communications Oberpfaffenhofen, Germany

Michael Adams Editorial Design Zurich

Eberhard Wolf Professor Visual Communication, AMD Munich

Katharina Reitan, Journalist video. blogging. wording. training. Vienna

Awards of Excellence are given in twentytwo categories: employee magazines, image brochures, annual reports, books, company logos, corporate design, magazines, customer magazines B2B, customer magazines B2C, trade magazines, cover and coverstory, typography, photography, photo-report, visual storytelling, visualization, alternative storytelling, infographics, illustration, online and crossmedia and iPad apps.

411 publications participated in the sixth icma – International Creative Media Award. The competition has been founded in 2010 and is organized by the International Editorial-Design and Research Forum, Germany. The competition aims to support the exchange of creative ideas at the international platform.

Typography · Layout

with the icma Award of Excellence for exemplary design and concept in the category

hds magazin Handels- und Dienstleistungsverband

We hereby honour the

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