hds magazin 5/2017: Offen sein und Neues wagen

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Italienische Post AG – Versand im Postabonnement– G.D. 353/2003 (konv. Ges. Nr. 46, 27.02.2004) Art. 1, Abs. 1, CNS BOZEN · Jahrgang LXIV · 5/2017 · monatlich · IR/IP

hds magazin #5/17 Monatsmagazin des Handelsund Dienstleistungsverbandes Südtirol hds-bz.it facebook.com/hds.unione

Offen sein und Neues wagen Wie Lebensqualität in Südtirols Orten erhalten bleibt

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Die K


Handel und Ortskerne quo vadis? hds-Hauptversammlung 2017 Mittwoch, 24. Mai hds-Hauptsitz, Bozen, Mitterweg 5,Bozner Boden Beginn: 18:30 Uhr

Programm

•G ruß: hds-Präsident Walter Amort und hds-Vizepräsident Dado Duzzi •H andel und Ortskerne - quo vadis? Stefan Lettner, CIMA Österreich, Ortsentwicklung und Handelsforschung •D as neue Leitbild des Verbandes – Kompetenzzentrum für Orts- und Stadtentwicklung Bernhard Hilpold, hds-Direktor •E hrung: 70 Jahre hds-Mitgliedschaft handels- und dienstleistungsverband Südtirol

• Ausklang mit Buffet Simultanübersetzung Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen! Anmeldung innerhalb Montag, 22. Mai: reception@hds-bz.it, T 0471 310 311


editorial

Einiges für unsere Mitglieder erreicht In den vergangenen Wochen und Monaten konnten wir einige Erfolge für unsere Mitgliedsbetriebe einfahren. Aber fangen wir der Reihe nach an:

titelgeschichte Die Lebensqualität bewahren

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Im Bereich Kollektivvertrag konnten wir das neue Landeszusatzabkommen im Handels- und Dienstleistungssektor unterzeichnen. Zusammengefasst konnten wir erreichen, dass die Flexibilität bei den Arbeitszeiten erhöht wurde, Saisonverträge neu vorgesehen sind, bei kurzfristigen Krankheitsfällen strengere Regeln gelten und die Prozentsätze bei der Sonntags- und Feiertagsarbeit gesenkt wurden.

aktuelles hds und SBB kooperieren

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Daraufhin konnten wir ein neues Abkommen zur Steuerbegünstigung von Produktivitätsprämien abschließen: Dieses sieht vor, dass Betriebe bei der Auszahlung von Produktivitätsprämien die Ersatzbesteuerung oder gänzlich steuerbefreite Welfare-Dienstleistungen in Anspruch nehmen können. Jüngste Errungenschaft ist das neue Abkommen im Lehrlingswesen (siehe dazu auch den nützlichen Leitfaden auf den Seiten 32 und 33). Dabei konnten wir die Lohnkosten für einen Lehrling wesentlich senken. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der beiden letztgenannten Abkommen ist die Anwendung und Einhaltung des gesamtstaatlichen Kollektivvertrags und des Landeszusatzabkommens. Auf nationaler Ebene wird der Vertrag wiederum von unserem Dachverband Confcommercio abgeschlossen, wobei wir bei der Aushandlung des Vertrages direkt einwirken können. Aber auch aus handelspolitischer Sicht gibt es Erfreuliches zu berichten: Es gibt wieder eine klare Rechtslage was die Ausübung von Einzelhandel in den Gewerbegebieten anbelangt. Auch darüber haben wir ausführlich berichtet. Doch die Arbeit geht weiter, und es stehen weitere wichtige Entscheidungen bevor. Es wartet z. B. die Ausarbeitung und Verabschiedung des neuen Landesgesetzes für Raum und Landschaft. Hier will der hds lebendige Ortszentren durch Mischnutzungen der Betriebe (z. B. Handel und Ausschank) in den neuen Mischzonen forcieren. Weiter beschreiten wir somit unseren Weg, wenn es darum geht, die Interessen unserer Mitglieder bestmöglich zu vertreten.

Bernhard Hilpold, hds-Direktor

trends Studie über Kaufgewohnheiten

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bezirke Die hds-Bezirksversammlungen 2017

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fachgruppen Resümee der FNAARC-Vollversammlung

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bildung Warenkunde und Verkaufsgespräche

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betriebe informieren Wieder zurück, Schuhe Sonja’s

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betriebsberatung News zur Wirtschaftsförderung

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info arbeit Das neue Abkommen im Lehrlingswesen

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Redaktion, Verwaltung und Werbung: 39100 Bozen, Mitterweg 5, Bozner Boden, T 0471 310 308/309, F 0471 310 396, pr@hds-bz.it, www.hds-bz.it Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes und Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Mauro Stoffella (Bereichsleiter Kommunikation) Redaktion: Dr. Sergio Colombi, Dr. Martina Reinstadler, Manuela Seebacher Grafisches Konzept: Gruppe Gut – www.gruppegut.it titelbild: gettyimages, Stefano Hochkofler Grafik: Stefano Hochkofler Fotos: freeimages, gettyimages, istockphoto, Helmuth Rier, Shutterstock Druckerei: Athesia Druck GmbH – Weinbergweg 7 – 39100 Bozen Aufgegeben am 5. Mai 2017 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Herausgeber: Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol Genossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen, Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Angeschlossen der USPI Unione Stampa Periodica Italiana

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titelgeschichte

Offen sein und Neues wagen Wie Lebensqualität in Südtirols Orten erhalten bleibt

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Mit Mischnutzungen lebendige und attraktive Orte garantieren

Der Vorschlag des hds sieht für die Wohngebiete Mischnutzungen in den Betrieben vor.

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Ein vielfältiges Handelsangebot, eine tolle Architektur und Zentrumsgestaltung sowie zielgerichtetes Marketing garantieren attraktive Innenstädte und Ortskerne. Dazu leisten die vielen Handels- und Dienstleistungsbetriebe in Südtirol einen wesentlichen Beitrag. Die positive Ausstrahlung unserer Orte gilt es zu bewahren und weiterzuentwickeln. Stefan Lettner ist Geschäftsführer der CIMA Stadtmarketing GmbH in Österreich und Experte für Stadtmarketing und Regionalentwicklung. Im Rahmen

der diesjährigen hds-Hauptversammlung spricht er über die Entwicklung von Handel und Ortszentren, das richtige Marketing und was jeder Einzelne beitragen kann. Wir haben uns vorab mit ihm unterhalten. Herr Lettner, wie wichtig ist Ortsmarketing? In den letzten Jahren hat sich Ortsmarketing zu einem professionellen Instrument entwickelt. Um Innenstädte und Ortszentren lebendig zu halten, ist es in mittelgroßen

hds für innovative Geschäftsmodelle in der neuen Raumordnung. Einen innovativen Vorschlag bringt der hds in der Diskussion um die neue Raumordnung ein. Für die gemischten Wohngebiete (Mischgebiete) soll eine neue Nutzungskategorie vorgesehen werden: Diese soll Mischnutzung heißen. „Dabei geht es darum, in Wohngebieten die Möglichkeit zu schaffen, dass in einem Betrieb verschiedene Tätigkeiten wie Einzelhandel, Speis- und Schanktätigkeit, Dienstleistung und emissionsarmes Handwerk (z. B. Schuster, Friseur, Schönheitspflege) gleichzeitig ausgeübt werden können. Auf jeden Fall müssen dabei die technischen/ hygienischen und beruflichen Voraussetzungen eingehalten werden“, erklärt hds-Präsident Walter Amort den Vorstoß des Verbandes. Derzeit wird der Entwurf für ein neues Landesgesetz für Raum und Landschaft diskutiert. Dieser Vorschlag trägt den neuen und innovativen Geschäftsmodellen Rech-

nung, die vermehrt eine Kombination von Tätigkeiten auf einer Fläche vorsehen. „Um die Vielseitigkeit unserer vielen Betriebe zu stärken und zugleich den heutigen Kundenbedürfnissen immer mehr zu entsprechen, braucht es für unsere Unternehmen auch neue Instrumente im Verkauf“, so Amort. Handel und Handwerk können mit Schankund Speisangeboten für alle Beteiligten einen Mehrwert schaffen, so wie auch umgekehrt ein Schank- und Restaurantbetrieb mit einer Handelstätigkeit. Bisher waren derartige Geschäftsmodelle nur mit einer aufwändigen und teuren Umwidmung der Zweckbestimmung verbunden und mit einer bei der Gemeinde zu beantragenden Baukonzession möglich. Dieser innovative Ansatz zur Realisierung neuer Geschäftsmodelle kombiniert nicht nur den Genuss und das Einkaufserlebnis, sondern trägt auch dazu bei, Städte und Orte zu beleben und weiterzuentwickeln.


titelgeschichte

Somit braucht es in jedem Ort einen Experten? Einen Fachmann ja, mehr ist aber die organisatorische Komponente bei diesem Berufsbild wichtig. Es braucht einen Türklinkenputzer, der von Betrieb zu Betrieb geht, Gemeinschaftsprojekte, Kundenbindungsprojekte aber auch Verschönerungsmaßnahmen im Ort organisiert. Die Zeiten der Ehrenamtlichkeit in diesem Bereich sind vorbei. Kaufmannschaften oder Werbegemeinschaften stoßen sehr schnell an die Grenzen des Machbaren.

Gemeinden und Städten unverzichtbar geworden. Um erfolgreiches Ortsmarketing zu betreiben braucht es jedoch Strukturen, sprich Personal und Budget. Es braucht einen Kümmerer, der Bindeglied zwischen Betrieben, Immobilieneigentümern und Gemeinden ist. Zudem geht das Aufgabengebiet von Ortsmarketing inzwischen weit über das reine Marketing hinaus und umfasst auch die Angebots- und Immobilienentwicklung in den Ortskernen.

Wie bewerten Sie die Situation in Südtirol? Der Begriff Orts- und Stadtmarketing wird in Südtirol häufig anders verstanden als in Österreich und Deutschland. Meistens verbindet man damit Marketing im engeren Sinn, also Werbung und Events. Diese Aufgaben werden hier stark von den Tourismusverbänden wahrgenommen. Das mag auch ein Hauptgrund dafür sein, dass sich Orts- und Stadtmarketinginitiativen nur spärlich entwickelt haben. Die aktive Kundenbindung des einheimischen Publikums bleibt dabei meist auf der Strecke. Es fehlt weitestgehend die professionelle Umsetzungsbegleitung. Viele Prozesse blieben in der Konzeptphase stecken.

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Wie wichtig ist dabei Innovation? Es gibt einen Fundus an Standardaktivitäten, die sich von Gemeinde zu Gemeinde nicht großartig unterscheiden. Aber natürlich braucht es auch immer wieder neue und frische Ideen. Aktionen oder Veranstaltungen laufen sich auch irgendwann tot und dann ist kreativer Input gefragt. Verkaufsoffene Abende und Kundenbindungsaktionen wie Einkaufssammelpässe, digitale Kundenkarten oder Rabattierungsinitiativen würde ich inzwischen als Standard bezeichnen. Die haben sich jedoch bewährt und können auch über einen längeren Zeitraum laufen.

Fortsetzung auf Seite 6

Ohne Menschen kein Geschäft Die hochfliegenden Pläne des kassenlosen Supermarkts vom weltweit größten Onlinehändler sind doch nicht so schwerelos. Dieser hat Probleme mit der Kundenmenge: Die komplizierte Technik, die den Kunden beim Einkauf im Geschäft verfolgt, kann derzeit nicht mehr als 20 Kunden gleichzeitig verarbeiten, berichtete vor Kurzem das renommierte Blatt des Wall Street Journal. Bei einem größeren Ansturm streikt das System. Das Geschäft soll mithilfe von Kameras und Sensoren erkennen, welche Waren die Kunden mitnehmen. Doch derzeit funktioniert das nur mit bis zu 20 Leuten im Laden oder wenn sich die Menschen langsam bewegen. Somit gibt es die langen Schlangen nicht an der

Kasse, sondern vor der Tür. Die offizielle Eröffnung dieser Geschäfte, die ohne Kassierer auskommen sollen, verzögert sich deshalb auf unbestimmte Zeit. Ursprünglich wollte der Onlinehändler den Supermarkt der Zukunft mit nur drei Mitarbeitern betreiben. Ein Beweis mehr, dass trotz aller Digitalisierung in der Einkaufswelt der Mensch mit seinen Fähigkeiten, Kenntnissen und Begabungen noch im Vordergrund steht.

Mauro Stoffella, Bereichsleiter Kommunikation mstoffella@hds-bz.it

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titelgeschichte Können Sie ein Vorzeigebeispiel für erfolgreiches Ortsmarketing nennen? In Österreich funktioniert auf städtischer Ebene Hall in Tirol sehr gut. Hier hat man Tourismus und Stadtmarketing in eine Organisation zusammengelegt. Besonders innovativ ist eine neue digitale Einkaufsplattform der Stadt. Lienz in Osttirol oder auf kleiner Ebene St. Johann in Tirol sind auch sehr erfolgreich. Dies liegt jedoch ganz klar an der Person bzw. am Manager, der sich um das Ortsmarketing kümmert.

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Was braucht ein Ort überhaupt, um zu funktionieren? Hier müssen mehrere Faktoren zusammenspielen. Die Gemeinde muss den Ort gestalterisch auf Vordermann bringen. Durch Möblierung und Begrünung wird ein schönes Ambiente geschaffen. Dazu gehören auch gute Verkehrslösungen und ausreichend Parkplatz. Die zweite Komponente, die es braucht, ist das Angebot. Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Ärzte, Dienstleister, Schulen und Kindergärten sowie Gemeindeämter – alles was Frequenz generiert, muss im Ort angesiedelt werden. Die dritte Komponente ist das Marketing. Wie verkaufe ich den Ort der regionalen Bevölkerung und den Touristen, damit sie verstärkt ins Ortszentrum gehen. Wie ist Ihre Vision von einem Ort der Zukunft? Wenn die drei Bausteine Gestaltung, Angebot und Marketing passen, so hat ein Ort die optimalen Voraussetzungen, um sich gut zu entwickeln. Genau das ist meine Vision, dann wird ein Ort auch lebendig. Der hds beginnt aktiv Leerstandsmanagement zu betreiben. Was muss dabei beachtet werden? Der Schlüssel zum Erfolg ist der Kontakt zum Immobilieneigentümer. Wenn es gelingt die Immobilieneigentürmer in einem längeren Prozess zu motivieren und zu involvieren, dann werden sie auch in ihre Objekte investieren und neue Nutzungen zulassen. Man muss reden, überzeugen, Nutzungskonzepte vorlegen, neue Ideen vorbringen und schmackhaft machen. Auch die Gestaltung des Ortes ist dabei wesentlich.

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Stefan Lettner ... ... ist geschäftsführender Gesellschafter und Projektleiter der Cima Österreich GmbH. Er hat an der Universität Linz Betriebswirtschaft studiert und anschließend als Kommunalbeamter für die oberösterreichische Landesregierung gearbeitet. Danach war er Geschäftsführer der Kur & Thermenregion Innviertel. 1993 hat Lettner gemeinsam mit Roland Murauer die Cima Österreich gegründet. Neben den traditionell starken Beratungsfeldern Orts-, Stadt- und Regionalentwicklung sowie Orts-, Stadt- und Citymarketing hat die Cima Österreich insbesondere im Bereich der Handelsforschung eine besondere Marktposition. Fast alle Bundesländer in Österreich vertrauen auf die Erfahrung und das Know-how der Cima bei der Durchführung landesweiter Kaufkraftstromanalysen, Einzelhandelsstruktur- oder Einzelhandelspotenzialuntersuchungen.

Spielt die Digitalisierung auch bei der Entwicklung von Orten eine Rolle? Zweifelsohne wird das Einkaufen im Internet immer beliebter, vor allem bei den Generationen, die mit Laptop und Smartphone aufwachsen. Um den Vertriebsweg Internet nicht kampflos den großen Konzernen zu überlassen, wird an Lösungen getüftelt, um auch kleinen Handelsbetrieben auf einer gemeinsamen Innenstadtplattform einen attraktiven Zugang zu ermöglichen. Insbesondere die Verbindung der digitalen Möglichkeiten mit den Vorteilen des stationären Handels sind dabei herauszuarbeiten. Die wahren Vorteile des lokalen Fachbetriebes werden aber auch in Zukunft die Faktoren Persönlichkeit, Qualität, Service und Freundlichkeit bleiben. Was hat die Landesregierung bezüglich der Ortsentwicklung gut gemacht? Die Südtiroler Raumordnungspolitik gilt als Vorzeigemodell. Sie hat dazu geführt, dass es vor allem im ländlichen Raum kaum größere Handelsagglomerationen in der Peripherie gibt. Während in Österreich beinahe jede halbwegs größere Gemeinde ihr eigenes Fachmarktzentrum am Ortseingang besitzt, sind in Südtirol die meisten Verkaufsflächen in den Ortszentren situiert. Der Strukturwandel im Einzelhandel ist jedoch ein globales Phänomen. Die Kaufkraftabflüsse über die Landesgrenze und der

Onlineeinkauf sind in manchen Branchen enorm. In Summe ist die Situation in Südtirols Orten noch deutlich besser als in Österreich, jedoch federt der starke Tourismus in vielen Gemeinden die Problematik ab. Welche Tipps möchten Sie den Kaufleuten und Dienstleistern in Südtirol mit auf den Weg geben? Der Einzelhandel ist ein Bereich, der durch den Strukturwandel sehr stark unter Druck kommt. Hier spielen sehr viele Faktoren eine Rolle: einerseits die Einkaufszentren auf der grünen Wiese, Kaufkraftabflüsse über die Landesgrenzen oder Onlinehandel. Letztendlich entscheidet der Konsument, wo er einkauft. Händler, aber auch Dienstleister, müssen versuchen, sich zu spezialisieren und bewusst anders anzubieten, als die großen Einkaufszentren. Regionale Qualität sollte vermehrt in den Mittelpunkt gestellt werden. Die althergebrachten Tugenden wie Persönlichkeit, Freundlichkeit und Service müssen gut funktionieren.

Interview: Martina Reinstadler


aktuelles

Wollen die regionalen Kreisläufe stärken: v. l. hds-Präsident Walter Amort, Kaufmann Walter Rauch, Landwirt Daniel Rottensteiner und Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.

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Wer weit denkt, kauft nah ein. hds und SBB starten Gemeinschaftsaktion. Qualität, lokale Produkte und Kreisläufe, kurze Transportwege, Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit der Produkte, Transparenz sowie persönlicher Kontakt – kurzum Vertrauen gegenüber Produkt, Händler und Produzent werden bei den Konsumenten immer wichtiger, auch in Südtirol. Ausgehend von dieser Entwicklung haben der hds und der Bauernbund eine neue, gemeinsame Initiative lanciert. Bei der Aktion „Wer weit denkt, kauft nah ein.“ geht es darum, Südtirols Lebensmitteleinzelhändler und einheimische Bauern zusammenzubringen, um somit der steigenden Nachfrage der Kundschaft gerecht zu werden. Und um auf diese Produkte im Warensortiment hinzuweisen und damit sowohl auf deren Herkunft/Produzenten wie auch auf die Inhaltsstoffe, wird in den Geschäften eine einheitliche Produktkennzeichnung angewandt. Für den Kassen- und Thekenbereich gibt es zusätzlich eigene Informationsschilder. Landesweit beteiligen sich über 300 Lebensmittelgeschäfte an der Aktion, vornehmlich Klein- und Familienbetriebe.

Wer weit denkt, kauft nah ein. Chi pensa globale compra locale.

Produkt/Prodotto:

Wer weit denkt, kauft nah ein. Chi pensa globale compra locale.

Preis/Prezzo:

Hof - Ort/Maso - Località:

Frische Produkte von Südtiroler Bauern bei uns erhältlich Da noi trovate prodotti freschi dai contadini dell’Alto Adige

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aktuelles

Zu Gast in Südtirols Schulen Spannende Jobs mit Zukunft. Informationen aus erster Hand haben Mittelschüler auch in diesem Schuljahr, im Rahmen einer landesweiten Informationskampagne, erhalten. Rund 40 Schulbesuche standen auf dem Programm. Die Mittelschüler wurden über Berufe, Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im Handel und den Dienstleistungen informiert. „Wir möchten mit dieser Aktion den Schülern zeigen, wie toll die Berufe im Handels- und Dienstleistungssektor sind. Sie bieten jungen Nachwuchskräften einen modernen Arbeitsplatz, viel Anerkennung und Raum, um sich persönlich weiterzubilden. Bei der Berufswahl der jungen Generation werden diese Faktoren immer wichtiger. Zudem sollen diese Berufe aufgewertet werden, um neue Fach- und Nachwuchskräfte für Schlüsselbranchen zu finden“, erklärt hds-Präsident Walter Amort.

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In den Lehrstunden, die vom hds gestaltet werden, präsentiert Projektleiterin Petra Blasbichler die Berufsinformationsseite myjobmylfe.it. Die Homepage stellt die spannenden Berufe im Handel und der Dienstleistung in den Mittelpunkt. Junge Berufstätige und Unternehmer teilen ihre ersten Arbeitserfahrungen. All jene, die den gleichen Berufsweg einschlagen wollen, erhalten viele Tipps und Ratschläge. Der hds möchte Mittler zwischen Schule und Arbeitswelt sein. Daher setzt er sich für eine praxisorientierte, zeitgerechte Ausbildung und vor allem für die Aufwertung der Berufe in den Sektoren des Handels und der Dienstleistungen aktiv ein. Auf facebook.com/hds.myjobmylife wird laufend über Aktuelles aus der Berufswelt, Events und noch vieles mehr berichtet.

1 Zu Gast in der Mittelschule in Laurein. 2 Die Schüler der dritten Klasse der Mittelschule Mals. 3 Die Mittelschüler in Leifers waren vom Schulbesuch begeistert. 4 Interessiert verfolgen die Schüler und Lehrer in Sterzing die hds-Unterrichtsstunde. 5 Interessiert und gut informiert, die Mittelschüler von Innichen.

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Sprechstunden

Termine

hds vor Ort

08. - 11.05. • Messe Tuttofood, Mailand, Fiera Milano

St. Ulrich montags von 14:30 bis 15:30 Uhr im Gemeindeamt.

10. - 12.05.

Lana donnerstags von 11:00 bis 13:00 Uhr im Rathaus,

• Messe Macfrut, Rimini

Maria-Hilf-Straße 5. St. Leonhard i. P. jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 08:00

10.05.

bis 10:00 Uhr in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt,

• Verkaufstalent Südtirol: Vorausscheidung Bruneck, Mittelschule „Don Milani“, J.-Ferrari-Straße 16

Passeirerstraße 3.

16.05.

Unterstadt 4, H 331 5714 456.

• Konditoren: Vollversammlung mit Workshop Bozen, hds-Hauptsitz, Mitterweg 5, Bozner Boden, 14:30 Uhr

Zur Linde.

Klausen donnerstags von 08:30 bis 12:30 Uhr, Kaffee Nussbaumer, Mühlbach dienstags von 08:00 bis 09:30 Uhr im Gasthof Mals montags von 08:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindehaus,

18.05. • Symposium Handel, Bozen, Freiheitsstraße

Bahnhofstraße 19. Prad montags von 10:30 bis 12:30 Uhr in der Raiffeisenkasse.

24.05.

Sulden am 12. Juli und 9. August von 10:00 bis 12:00 Uhr in

• hds-Hauptversammlung Bozen, hds-Hauptsitz, Mitterweg 5, Bozner Boden, 18:30 Uhr

der Raiffeisenkasse.

06.07.

Rentenberatung

• Tagung Franchising, Bozen, Turiner Straße

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Meran am 10., 17., 24. und 31. Mai sowie am 7. und 14. Juni von 08:00 bis 12:00 Uhr im hds-Büro.

10.08.

Sterzing am 18. Mai sowie am 1. und 15. Juni von 08:30 bis

• Lorenzinacht, Bozen

09:30 Uhr im hds-Büro.

08.09.

Brixen am 11., 18. und 25. Mai sowie am 1., 8. und 15. Juni von

• Modeschau Flower and Fashion Eppan, Gartenwelt Platter

14:30 bis 16:30 Uhr im hds-Büro.

11. - 15.09.

12:30 Uhr im hds-Büro.

Bruneck am 18. Mai sowie am 1. und 15. Juni von 11:00 bis Schlanders am 10. und 24. Mai sowie am 14. Juni von 14:00 bis

• Messe Drinktec, München (D)

16:00 Uhr im hds-Büro.

29.09. - 01.10.

• PensPlan-Infopoints im hds (nach Vereinbarung)

• Südtiroler Brot- und Strudelmarkt Brixen, Domplatz

Kostenlose landesweite Vorsorgeberatung für Arbeitnehmer und Selbstständige. Vereinbaren Sie Ihren Gesprächstermin mit dem hds-Büro in Ihrer Nähe oder unter T 0471 978 032. Rechtsbeistand (nach Vereinbarung)

D Veraer aktu elle ns k taltu - - - alende ngs --r -- : verahds-bz.i - - - nsta t/ ltun gen

Bozen am Montag von 11:00 bis 12:30 Uhr, am Mittwoch von 15:00 bis 16:30 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 422). Meran jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr im hds-Büro (T 0471 310 422). Brixen jeden Dienstag von 14:00 bis 15:00 Uhr im hds-Büro (T 0471 310 422). Sterzing hds-Büro (T 0471 310 422). Schlanders jeden Donnerstag um 14:00 Uhr im hds-Büro (T 0471 310 422). Arbeitssicherheit und Umwelt (nach Vereinbarung) Die Beratungsgespräche finden in allen hds-Bezirksstellen statt. Vereinbaren Sie Ihren individuellen Gesprächstermin: T 0471 310 504.

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trends

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Ausgaben für Lebensmittel steigen wieder Laut einer Studie geben die Italiener nach dem krisenbedingten Rückgang seit Kurzem wieder mehr für Lebensmittel aus. Die Verbraucher sind nach wie vor zurückhaltend, seit Beginn der Krise haben sie vorsichtshalber Rücklagen in Höhe von 133 Milliarden Euro gebildet; nun steigt aber wieder die Kauflaune, und diese zeigt sich gerade bei Lebensmitteln. Die Ausgaben für Lebensmittel, die wegen der Wirtschaftskrise stark gesunken waren, haben in den letzten Jahren wieder zugenommen und machen nun 14,3 Prozent des Gesamtkonsums der privaten Haushalte aus; mit diesem Ausgabenanteil liegt Italien signifikant über dem Durchschnittswert der wichtigsten Länder in Europa (11,4 Prozent). Zu dieser Erkenntnis gelangt die Studie des Censis über die Zukunft der Ernährung und moderne Lifestyles und neue Gewohnheiten. Essen steht wieder im Mittelpunkt: Über 91 Prozent der Italiener geben

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an, sich dafür zu interessieren. Anders als in der restlichen Welt treffen italienische Verbraucher ihre Kaufentscheidung nicht aufgrund des Preises, sondern anhand von Qualitätsfaktoren wie Transparenz der Informationen (94,4 Prozent), Funktionalität (88,4 Prozent), Gesundheit (84,6 Prozent) und Ethik (83,5 Prozent). Hinzu kommt die Präferenz für italienische Erzeugnisse, für die italienische Verbraucher auch zu Mehrausgaben bereit sind (85,5 Prozent). Dieses Ergebnis entspricht dem weltweiten Trend zu einer verstärkten Nachfrage nach italienischen Lebensmitteln, die weltweit von 2010 bis 2015 um 36,5 Prozent gestiegen ist. Die Kombination dieser Faktoren ist vollkommen subjektiv und pragmatisch und führt damit zu einer Vielfalt von Kaufentscheidungen und zu einem bunten Mix an Einkaufslösungen und Vertriebswegen: Fertig- oder Halbfertiggerichte (beliebt bei über 31 Millionen Italienern), Gesundheitsessen (26 Millionen), online erworbene Gerichte zum Mitnehmen (19,4 Millionen), Lebensmittel und Getränke aus Automaten (25,3 Millionen). Die Zahl derer, die Essen im Internet kaufen, ist noch gering, aber der Trend geht insgesamt in diese Richtung. Ein wichtiger weiterer Faktor ist die Marke: 67,3 Prozent sind bereit, für Produkte der Marke ihres Vertrauens mehr auszugeben.


bezirke

Bozen

Für ein sauberes und gepflegtes Stadtbild Abkommen mit SEAB unterzeichnet.

Nach jahrelangen, ergebnislosen Diskussionen und Verhandlungen mit der Gemeinde Bozen hat vor Kurzem der hds ein Abkommen mit der SEAB Energie-Umweltbetriebe Bozen Ag abgeschlossen. Die Gemeindeverwaltung garantiert heute eine tägliche Reinigung der Lauben und der Sterngalerie. Leider nicht genug. Mit diesem neuen Abkommen werden zusätzlich während des ganzen Jahres zwei Nassreinigungen am Dienstag und am Freitag vorgenommen und eine dritte am Mittwoch während der Zeit des Christkindlmarktes. Für die Kosten des Zusatzdienstes werden die Kaufleute aufkommen, obwohl aufgrund der bestehenden Zwangsdienstbarkeit als öffentlicher Durchgang die Gemeinde für die Instandhaltung und somit auch die entsprechende Reinigung zuständig wäre. Dem hds ist es gelungen, dass das ausgehandelte Abkommen mit der SEAB vorteilhafte Konditionen vorsieht.

Bozen

Relaunch Dominikanerplatz Mehr Frequenz schaffen. Das vergangene Jahr stellte die Betriebe am Dominikanerplatz in Bozen vor große Herausforderungen. „Die Straße wurde neu gepflastert und somit die Bushaltestelle am Dominikanerplatz während der Sommermonate geschlossen. Im Winter hingegen, nach einem Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt, wurde auch noch aus Sicherheitsgründen ein Durchfahrtsverbot bis zum 7. Jänner erlassen. Dies hat zu einer deutlichen Abnahme der Kunden am Dominikanerplatz geführt“, erklärt Pietro Perez, hds-Verantwortlicher für die Stadt Bozen.

Gemeinsame Ideen und Vorschläge Der hds hat sich vor Kurzem mit einigen Betriebsinhabern am Dominikanerplatz getroffen (hier im Bild). Dabei wurden Ideen und Vorschläge zur Aufwertung des Platzes ausgearbeitet. Vor allem für die Weihnachts-

zeit haben die Geschäftsleute frische Ideen, die nun dem Verkehrsamt und der Gemeinde Bozen vorgebracht werden sollen. Ein weihnachtliches Lichtspiel auf die Fassade der Dominikanerkirche, eine Erweiterung der Pferdekutschenroute bis über die Talferbrücke sowie einige Weihnachtsstände mit Gastronomieprodukten der Marke Südtirol. Dies sind nur einige der vielen Vorschläge. Eine Idee, die besonderen Zuspruch erfahren hat, ist die Errichtung eines Eislaufplatzes mit dem dazugehörigen Angebot für Kinder. Ein Parcours, der über den Pfarrplatz, Dominikanerplatz und die Adolph-Kolping-Straße zum Museion führen soll, könnte für mehr Bewegung auch außerhalb der Weihnachtszeit sorgen.

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pperez@hds-bz.it

Bozen

„Vor allem kleinere Geschäfte im Stadtzentrum besitzen keine ausreichende Entlüftung und sind deshalb gezwungen, die Türen offen zu halten. Viele Kaufleute in Bozen setzen auf die Wirkung der so genannten Wärmeluftvorhänge. Dabei Vieles spricht dafür. Die Gemein- strömt warme Luft von oben nach unten deverwaltung von Bozen hat Anfang April und verhindert somit den Temperaturauseine Norm erlassen, die vorsieht, dass die tausch. Dass die Türen aus UmweltgrünGeschäfte im Ortszentrum der Landes- den geschlossen bleiben müssen, kann deshauptstadt ihre Türen im Winter als auch halb so nicht gelten. Denn auch elektrische im Sommer geschlossen halten müssen. Türen, die ständig auf und zu gehen, stellen Dadurch soll Energie eingespart und die die gleiche Belastung für die Umwelt dar“, Umwelt geschützt werden. Der hds steht erklärt der Verband. dieser neuen Auflage negativ gegenüber.

Für offene Ladentüren

Die Vertreter der Kaufleute und der SEAB unter den Lauben: v. l. Thomas von Bosio, Präsident von Bzheartbeat, die beiden Bozner hds-Ortsobleute, Thomas Rizzolli und Simone Buratti, sowie SEAB-Präsident Rupert Rosanelli.

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bezirke

1 E isack-/Wipptal: Josef Alpögger aus Pflersch und Schuhe Schatzer Kg aus Brixen. 2 Meran/Burggrafenamt: Midefa GmbH aus Lana. 3 B ozen Stadt und Land: Kellereigenossenschaft Girlan, Elektro Haller und Brennerei Walcher aus Eppan sowie Mode Laden Kg, Optik Dollinger Ohg und Sportler Ag aus Bozen. 4 V inschgau: Christina Antonia Thöni vom Kiosk Stilfserjoch. 5 P ustertal: Sport Mode Kiniger aus Sexten und Kaufhaus Mittermair aus Welsberg.

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t os z .i t /f o hds-b ke aus allen indr üc Tolle E f B ezirken. f ün

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Südtirol

Zahlen ohne Bargeld Topthema der Bezirksversammlungen. Bargeldloses Bezahlen und Gutscheinsysteme waren die Aufhänger bei den heurigen Bezirksversammlungen des hds. Die Gastgeber, die hds-Bezirkspräsidenten Werner Schmid, Sandro Pellegrini, Philipp Moser, Johann Unterthurner sowie Vizebezirkspräsidentin Martina Gamper Tschenett und der Präsident Walter Amort, Vizepräsident Dado Duzzi mit Direktor Bernhard Hilpold begrüßten die vielen geladenen Gäste. Es wurde informiert, diskutiert und zum Schluss bei einem Glas Wein geplaudert. Ein großer Dank ging an die geehrten Mitglieder für ihre 40-jährige Treue zum Verband.

Direktor Bernhard Hilpold sprach in seinem Referat über das kartenunterstützte Bezahlen. „Statistisch gesehen geht der Trend ungebrochen hin in Richtung Kartenzahlung. Die Umsätze mit Kartenzahlung steigen stetig, in Folge setzen auch immer mehr Händler Kartenzahlungsterminals ein“, sagt Hilpold. Dieser Tendenz hat der hds sofort Rechnung getragen und vor Kurzem den digitalen Geschenkgutschein monni card auf den Markt gebracht. Er funktioniert über ein eigenes Pos-Gerät, das der hds seinen Mitgliedern zu vorteilhaften Bedingungen und mit multifunktionalen Zusatzleistungen zur Verfügung stellt. Mehr Informationen zum neuen hds-Projekt sind unter monni.bz.it zu finden. Stolz auf Erreichtes Im Bereich Einzelhandel im Gewerbegebiet herrscht wieder eine klare Rechtslage. Der Südtiroler Landtag hatte im Dezember einer entsprechenden Anpassung des Raumordnungsgesetzes

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Stimmen aus Ihrem Gebiet Den hds-Bezirkspräsidenten das Wort. „Es gilt aufzuzeigen, wie wichtig die Bereiche Handel und Dienstleistung, aber auch die Gastronomie für die Entwicklung und die Leben-

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digkeit unserer Orte sind. Wir wollen Verständnis schaffen für die vielen Klein- und Familienbetriebe, auch in den Gemeinden“, sagt Walter Amort. „Die vielen Initiativen der Kaufleute finden großen Anklang, besonders das Kaufleutefest in Dorf Tirol aber auch die Aktionen in Marling und St. Leonhard. Diese Events sorgen für Attraktivität, Lebensqualität und lebendige Orte“, unterstreicht Johann Unterthurner. „Ein großer Dank an die Verbandsführung für ihren konstanten und

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jahrelangen Einsatz zum Wohle der Betriebe in unseren Dörfern und Städten“, lobt Werner Schmid. „Wir müssen optimistisch bleiben, auch wenn uns schwierige Zeiten bevorstehen. Der hds wird seine Mitglieder auch und vornehmlich in diesen Momenten unterstützen

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und begleiten“, betont Sandro Pellegrini. „Die Förderkriterien des Landes für die Nahversorgung konnten dank des Einsatzes des Verbandes verbessert werden. Die Bedeutung des Handels für unsere Orte soll auch in einem grenzüberschreitenden Interreg-Projekt mit den Nordtiroler Gemeinden Nauders und Landeck ihren Niederschlag“, sagt Martina Gamper Tschenett. „Wir wollen Jugendlichen eine Orientierungshilfe bei der Berufswahl geben. Das ist uns wichtig, und wir möchten ihnen auch das Berufsbild des Verkäufers und die Berufe im Dienstleistungssektor schmackhaft machen. Im Pustertal startet im Herbst ein Pilotprojekt, bei dem 20 Praktikumsplätze vermittelt und Jugendliche mit speziellen Trainings auf die Berufswelt vorbereitet werden sollen“, informiert Philipp Moser.

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zugestimmt. „Sie wird dem Prinzip gerecht, dass Einzelhandel vornehmlich in den Orten und bewohnten Gebieten ausgeübt werden kann und nur in bestimmten Ausnahmefällen in den Gewerbegebieten“, sagt Präsident Walter Amort. Der Ministerrat hat Ende Februar diese Anpassung gutgeheißen. Amort berichtete in seinem Statement auch über die vielen Vorteile für Betriebe, die dank der Landesabkommen zu den Arbeitsverträgen, Produktivitätsprämien und den Lehrlingen hervorgegangen sind. Wichtig für unser Land Vizepräsident Dado Duzzi hob die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Handel und Dienstleistung für Südtirol hervor. Mit rund 18.000 Betrieben und etwa 60.000 Beschäftigten sorgen sie dafür, dass die Nahversorgung und auch die soziale Funktion im Ort garantiert werden.

Ihr direkter Draht für Fragen und Infos rund um das neue Angebot sind die hds-Bezirksleiter. Mehr unter: monni.bz.it

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bezirke

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Eisack- und Wipptal

Treue, Zufriedenheit, Loyalität 2 hds-Ehrendiplom für 40 und 30 Jahre Mitgliedschaft. Langjährige hds-Mitglieder werden mit einem Ehrendiplom gewürdigt. Einige Mitglieder wurden vor Kurzem vom hds-Bezirksleiter Michael Kerschbaumer besucht. Als Dank für Treue und beständige Mitgliedschaft erhielten sie die hds-Urkunde.

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Seit 40 Jahren beim hds sind: 1 Gebhard Seppi Kg (Natz-Schabs) und seit 30 Jahren: 2 Erwin Schölzhorn & Co. Ohg (Ratschings)

Leifers

Zwischenbilanz: 18.000 Kassenzettel

Die Vertreter des hds, der Gemeinde Leifers und der Schulen bei der Vorstellung der ersten Bilanz der Aktion: v. l. Pietro Perez, Elda Paolazzi, Michela Bassi, Christian Bianchi, Claudia Furlani, Sieglinde Fauster und Andrea Mezzanato.

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K DAN

E

Ein Kassenbon für die Schule läuft noch bis 21. Mai. Der hds hat im Februar das Pilotprojekt Ein Kassenbon für die Schule lanciert. Es ist am 13. Februar gestartet, soll Nahversorgungsbetriebe unterstützen und die Bevölkerung für den Kauf im Ort sensibilisieren. Was ist zu tun? In einem der 35 teilnehmenden Betriebe einkaufen und den Kassenbon den Schülern der Grund- und Mittelschulen in Leifers, St. Jakob und Steinmannwald mitgeben. Dort stehen die Aktionsboxen für das Einsammeln der Kassenzettel bereit. Die Schule mit den meisten Bons (im Verhältnis zur Schüleranzahl) gewinnt tolle Preise, zur Verfügung gestellt von den Kaufleuten vor Ort. Anfang April wurde eine erste Bilanz gezogen. „Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen: Im ersten Monat sind von den 1526 Schülern der 85 Klassen rund 18.000 Kassenbons gesammelt worden. Auf Platz eins befindet sich zurzeit die deutsche Grundschule Astrid Lindgren“, sagt Projektleiterin und Ortsausschussmitglied, Michela Bassi. Die Aktion wird vom hds in Zusammenarbeit mit den Schulen und Betrieben in Leifers durchgeführt sowie von der Raiffeisenkasse Unterland und der Stadtgemeinde Leifers unterstützt.

Die Prämierung der Gewinner-Schule findet am 8. Juni um 08:30 Uhr im Theater Gino Coseri in Leifers statt. Weitere Infos unter hds-bz.it/kassenbon.


bezirke

Mehrere Bürgerforen sind geplant: v. l. Hans Zelger (Vizebürgermeister von Terlan), Dieter Pinggera, Thomas Haberer (Initiator Ortsmarketing Terlan), Karin Meister, Klaus Runer und Elmar Dorigatti (Initiator Ortsmarketing Terlan).

Terlan

Marketing ist Chefsache

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Sterzing

Der Countdown läuft. In den Räum-

lichkeiten der Kellerei Terlan trafen sich Mitte März an die 35 Wirtschaftstreibende Kaltern zu einem Infoabend über Ortsmarketing. Vorort informiert hat sich auch hds-Bezirksleiter Peter Zelger. Über ihre Erfahrungen aus der Praxis von Schlanders Marketing berichteten Bürgermeister Dieter Pinggera und die Verantwortliche Karin Meister. Schlanders Marketing besteht seit 2014 als Die langen Einkaufssamstage begingemeindeeigene, neutrale und unabhängige nen. Die Frühlingssamstage in Kaltern laStelle. Die Leiterin ist dem Bürgermeister den zum Einkaufen und Genießen ein. Von inhaltlich und personell dem Sekretär un- April bis Juni halten die Geschäftsleute ihre terstellt. Marketing ist somit Chefsache und Tore auch am Samstagnachmittag geöffnet. wird von oben getragen. Höchste Priorität Zum Start haben die Besucher am 8. April in hat das Involvieren aller Sparten, übergrei- den teilnehmenden Geschäften einen frühfend auch auf die soziale Komponente und lingshaften Blumengruß erhalten. Begleitet die Jugend. Ähnlich wie im Zukunftsbuch werden die langen Einkaufssamstage von „Schlanders 2020“ will nun auch Terlan in Platzkonzerten verschiedener MusikkapelBürgerforen Themen und Schwerpunkte len. Den Auftakt machte dabei die Albeinsammeln und besprechen. Wichtig für eine ser Böhmische. Der Kalterer Bauernmarkt offene Kommunikation ist die Mitarbeit ei- begleitet die Frühlingssamstage ebenfalls, mit Produkten frisch vom Bauern. An den nes externen Moderators. Nach dem Best Practice-Referat gab es eine Samstagen in Kaltern ein verlängertes Einoffene Gesprächsrunde. Auch Klaus Runer, kaufsvergnügen genießen, gemütlich durch Bürgermeister von Terlan, ist von der Not- die malerischen Gassen schlendern und sich wendigkeit und Sinnhaftigkeit eines konzep- von den gastronomischen Betrieben kulituell gut durchdachten Ortsmarketings über- narisch verwöhnen lassen – dazu laden die zeugt. Fazit: Alle Wege sind offen, konkrete Frühlingssamstage im Weindorf Kaltern ein. Schritte werden nun gesetzt. Dazu braucht „Eine gelungene Initiative im Rahmen des Ortsmarketings, die zur nachhaltigen Belees die Mitarbeit aller Akteure. bung des Weindorfes beiträgt“, freut sich der Präsident des Tourismusvereins Kaltern am See, Sighard Rainer.

Das Warten hat ein Ende

Einkaufsgutscheine immer beliebter Eine kleine Erfolgsgeschichte. Als man vor acht Jahren in der damaligen Kulturhauptstadt Linz sich im Rahmen eines Stadtmarketing-Treffens die Idee von Einkaufsgutscheinen holte, war man sich nicht sicher, ob sich diese Idee auch in einer Kleinstadt wie Sterzing umsetzen lässt. Die Aktion wurde jedoch ein Erfolg und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Aus einem jährlichen Umsatz von 80.000 Euro, sind es nun bereits 175.000 Euro, die im Bezirk ausgegeben werden. Jedes Jahr werden mehr solcher Gutscheine gekauft und somit bleibt immer mehr Geld im Einzugsgebiet des Tourismusvereins Sterzing/Freienfeld/Pfitsch und auch darüber hinaus. Eingelöst können die Gutscheine in allen Mitgliedsbetrieben. Dazu gehören Hotels, Restaurants und Bars sowie Geschäfte. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe im Tourismusverein rund um hds-Ortsobmann Matthias Knollenberger zeigen sich sehr erfreut über ihre kleine Erfolgsgeschichte. Der hds gratuliert.

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bezirke Partschins

Meran

Kavernengarage und Standseilbahn 16

Einmalige Chance für die Stadt. Vor Kurzem fand in Meran die hds-Ortsversammlung statt. Neben vielen Mitgliedern konnten auch zahlreiche Ehrengäste begrüßt werden: Bürgermeister Paul Rösch, Stadtrat Stefan Frötscher, IDM-Präsident Thomas Aichner sowie die beiden Referenten, Ing. Helmuth Moroder und Ing. Manfred Ebner.

Bauprojekte in Meran „Wir versuchen den Wirtschaftstreibenden von Meran die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre Tätigkeit zu geben“, sagt Bürgermeister Paul Rösch. In Bezug auf den Bau der Kavernengarage und der Aufwertung der Stadt meinte er, dass im gleichen Ausmaß wie Parkplätze in der Kavernengarage entstehen, Kurzzeitparkplätze an der Oberfläche verschwinden werden. „Den so gewonnenen Raum können wir zur Schaffung und Erweiterung von Radwegen und Gehsteigen nutzen.“ Ing. Manfred Ebner stellte statistische Daten über die Nord-WestUmfahrung vor. Die Verkehrsreduzierung durch das erste Baulos hat sich fast ausschließlich auf die Gampen- und Goethestraße konzentriert. Um verkehrstechnisch die gesamte Stadt zu entlasten, bedarf es des zweiten Bauloses der Umfahrung. „Durch den Bau der Kavernengarage können die Besucher in die Stadt gebracht werden, ohne Meran verkehrstechnisch zusätzlich zu belasten“, meint hingegen Ingenieur Helmuth Moroder. Mit dem Bau der Kavernengarage wird voraussichtlich Mitte 2019 begonnen. Zu einer spürbaren Verkehrsberuhigung für die Stadt könnte es allerdings nur mit der geplanten Standseilbahn nach Schenna kommen.

Engagiert und mit vielen Ideen Ortsversammlung der Kaufleute und Dienstleister. Bei der vor Kurzem stattgefundenen Ortsversammlung des hds berichtete Ortsobfrau Inge Schnitzer über die vielen Aktivitäten der Ortsgruppe und dankte der Gemeindeverwaltung für die gute Unterstützung. Bürgermeister Albert Gögele lobte die Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftstreibenden und unterstrich die Bereitschaft der Gemeinde, gemeinsame Initiativen zu fördern und zu unterstützen. In der Gemeinde gibt es zwar einige Leerstände, aber „die Nahversorgung wird bestens gewährleistet. Partschins ist nach wie vor ein wachsendes Dorf. Von der Abwanderungsproblematik sind wir nicht betroffen“, betont Bürgermeister Gögele. Er kündigte an, dass das Schleusen-Areal auf der Töll aufgewertet wird. Das Angebot der Standbetreiber wird attraktiver, sanitäre Anlagen errichtet und der Parkplatz neu gestaltet. Das Projekt wird gemeinsam mit den Gemeinden Algund und Marling durchgeführt. Am Dorfentwicklungskonzept „Lebendiger Ort und Lebensraum Partschins“ wird nach wie vor gearbeitet. Viele Maßnahmen konnten bereits umgesetzt werden, einige stehen noch aus.

Aktiv und betriebsam: v. l. Albert Gögele, hds-Bezirksleiter Walter Zorzi, Inge Schnitzer und Bezirkspräsident Johann Unterthurner.

Raumordnung und gute Zusammenarbeit hds-Direktor Bernhard Hilpold betonte die vielen Fortschritte, die in Südtirols Handels- und Raumordnungspolitik erreicht worden sind. „Endlich gibt es klare Richtlinien. In den Gewerbegebieten ist nur mehr Einzelhandel mit sperrigen Gütern erlaubt“, sagt Hilpold. Auch hds-Bezirkspräsident Johann Unterthurner ist überzeugt, dass der Einzelhandel in die Ortszentren gehört, um den hohen und gesellschaftlichen Wert der lebendigen Orte sichern und weiterentwickeln zu können. hds-Ortsobmann Gundolf Wegleiter dankte dagegen der Gemeinde Meran für die gute Zusammenarbeit. Lobende Worte fand er vornehmlich für die vielen baulichen Projekte und die gute Organisation der Weihnachtsbeleuchtung. Viele Informationen aus erster Hand: v. l. Johann Unterthurner, Stefan Frötscher, Manfred Ebner, Helmuth Moroder, BM Paul Rösch, Gundolf Wegleiter und hds-Bezirksleiter Walter Zorzi. hdsmagazin #5/17


bezirke

Inputs und neue Ideen: v. l. Felix Lanpacher, Walter Franz Mairhofer, Renate Kostner, Franz Inderst, hds Bezirkspräsident Johann Unterthurner und Bezirksleiter Walter Zorzi.

Pustertal

Marling

Ein lebendiger und lebenswerter Ort hds-Ortsversammlung im Weindorf Marling. Ein ereignisreiches Jahr mit zahlrei-

chen Aktivitäten stellte der hds-Ortsobmann Franz Inderst bei der vor Kurzem stattgefundenen Ortsversammlung Marling vor. Dazu zählen die Stammtische, die monatlichen Treffen von Lebendiger Ort Marling und das Weihnachtsgewinnspiel Kassenbonbon. Er dankte Josef Matzoll für sein langjähriges aktives Mitwirken im Ausschuss sowie für 28 Jahre treue Mitgliedschaft beim hds. Die Zusammenarbeit der Wirtschaftstreibenden ist für den Standort Marling sehr wichtig, betonte Bürgermeister Walter Mairhofer. Durch das aktive Mitwirken der Kaufleute

können viele Aktionen in der Gemeinde stattfinden und dadurch neue Akzente gesetzt werden. Wirtschaftsreferent Felix Lanpacher berichtete über die Fortschritte im Ausbau des Glasfasernetzes. Neue Initiativen rund um die Weinkultur soll Tagestouristen in die Gemeinde locken. Renate Kostner von der Bilateralen Körperschaft (EbK) zeigte die vielen Vorteile einer Mitgliedschaft sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer auf. „Vor allem die Spesenrückvergütung von 65 Prozent für Kinderbetreuungsspesen in konventionierten Partnereinrichtungen wird stark genutzt“, meint Kostner. Alle Infos unter ebk.bz.it

Bruneck

Bettelei, ein soziales Problem Aufschlussreiche Studie. Bettelei ist in erster Linie ein soziales Problem, das zum Störfaktor werden kann. In Bruneck wurde diesbezüglich eine Studie durchgeführt und vor Kurzem den Kaufleuten vorgestellt. Am Tag sind durchschnittlich zwei Bettler im Zentrum anzutreffen, zu Spitzenzeiten auch sieben. Vor allem gehen Afrikaner und Osteuropäer der Bettelei nach. Fast alle sind nicht in Bruneck ansässig, deshalb ist von organisierten Bettlergruppen auszugehen. Die Brunecker spenden gerne, im Durchschnitt sogar mehr als in anderen Südtiroler Gemeinden. Zielführender wäre es jedoch,

die lokalen Hilfsorganisationen zu unterstützen, die diese Mittel an der richtigen Stelle auch einsetzen. Nun geht es darum, gemeinsame Wege zu finden, um das organisierte Betteln aufzuhalten. Die Untersuchung wurde von der Gemeinde Bruneck, dem Pfarrgemeinderat, der Bezirksgemeinschaft Pustertal, von den Vertretern der Kaufleute und dem Streetworker Francesco Campana durchgeführt.

Neue Kooperation mit VPS Nahversorgung stärken, Orte beleben. Bei einem Treffen zwischen dem

Verband der Südtiroler Privatvermieter (VPS) und dem hds wurde die Möglichkeit einer verstärkten Zusammenarbeit im Bezirk gesprochen. An einem Tisch saßen hds-Bezirkspräsident Philipp Moser und VPS-Präsidentin Esther Mutschlechner Seeber (im Bild). „Die Gäste unserer Mitglieder sollen vor allem im Lebensmittelbereich Angebote in der unmittelbaren Umgebung vorfinden. Leider wird dies vor allem am Samstagnachmittag, dem traditionellen Anreisetag, nicht das ganze Jahr über gewährleistet“, meint Mutschlechner Seeber. Laut einer Erhebung betrifft das vornehmlich die Gemeinden Abtei/Badia, Antholz, Corvara/Kolfuschg, Gsies, Niederdorf, Prags, St. Martin in Thurn und Terenten. Ziel ist es nun und dank der neuen Kooperation, pro Gemeinde mindestens einen Nahversorger zur ganzjährigen Abdeckung des Samstagnachmittags zu bewegen. Mehr Infos: hneuhauser@hds-bz.it.

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hneuhauser@hds-bz.it

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fachgruppen hds-bz.it/handelsagenten

18 e die Onlin der der l g en Bi best sammlun r e v l l Vo 2017.

Handelsagenten und -vertreter

Erfolgreiche Vollversammlung Spitzenvertreter des FNAARC und der Stiftung ENASARCO nehmen an der Vollversammlung in Bozen teil: Neuer Aktionsplan der Pensionskasse vorgestellt, Hinweise auf die bevorstehende Wachablöse im gesamtstaatlichen FNAARC-Verband. Mitte März fand am hds-Hauptsitz in Bozen die 54. Vollversammlung des Landesverbandes der Handelsagenten und -vertreter (FNAARC) im hds statt. Auf großes Interesse stieß vor allem das Programm der Zusatzleistungen 2017 der Stiftung ENASARCO, das vom Generaldirektor Carlo Bravi und vom neuen FNAARC-Vertreter im Verwaltungsrat Alberto Petranzan vorgestellt wurde. Petranzan berichtete über den neuen Verwaltungsrat, der Ende des Jahres nach den ersten Direktwahlen der Pensionskasse der Handelsagenten eingesetzt wurde.

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Investieren in die Realwirtschaft Petranzan bestätigte die Aussagen von Gianroberto Costa, des neuen Präsidenten der Stiftung ENASARCO, der nach den katastrophalen Fehlinvestitionen in toxische Titel darauf hinwies, dass die Stiftung nun unbedingt „in die Realwirtschaft investieren und von den vielversprechenden Erfolgen der KMU profitieren soll. Diese Unternehmen haben die Chance, als Hauptakteure auf dem Markt aufzutreten; sie sind gerüstet für einen Quantensprung und können unseren Mitgliedern eine angemessene Investitionsrendite sichern. Schließlich müssen wir ihre Altersversorgung für die nächsten 50 Jahre absichern.“ Offene, fruchtbare Debatte Auch der Präsident der Handelsagenten und -vertreter im hds, Mirko Gandolfi, äußerte sich zufrieden über die Berichte der Referenten, zu denen neben Petranzan auch der Präsident des nationalen Verbands, Adalberto Corsi, und RA Agostino Petriello gehörten. „Eine aufschlussreiche Debatte, eine wichtige Plattform mit wertvollen Informationen für alle Teilnehmer. Wir haben tatsächlich die neue Energie und Aufbruchstimmung gespürt, sowohl im


Handelsagenten und -vertreter

Kollektivvereinbarung geändert

Vorteilstarif nutzen und erfolgreich sparen

Elektronische Geräte für Kurzparkzonen in Bozen. Alle Handelsagenten, die ordnungsgemäß ihren Mitgliedsbeitrag eingezahlt haben, können im Rahmen eines neuen mit SEAB abgeschlossenen Abkommens elektronische Geräte für die blauen Kurzparkzonen in Bozen zu einem Vorteilspreis beziehen. Informieren, bestellen, abholen: Lorena Sala, Fachgruppenleiterin, T 0471 310 512, lsala@hds-bz.it

Verband als auch in der Stiftung ENASARCO. Wir sind überzeugt, dass das neue umsichtige Management alles unternehmen wird, um den Erhalt des Vermögens unserer Pensionskasse zu sichern, und die Fehler der Vergangenheit beheben wird.“ Im Mittelpunkt der Versammlung standen auch die Inhalte der Verhandlungen über die Erneuerung der Kollektivvereinbarungen für den Handel und die nächsten Herausforderungen, die der Verband angesichts des Endes der Amtszeit von Präsident Corsi und der bevorstehenden Wahlen in Angriff nehmen muss.

lsala@hds-bz.it

Seit 1. April in Kraft. Vor Kurzem wurde am Sitz des Dachverbandes Confcommercio in Rom das Abkommen unterzeichnet, das den Anspruch auf die Kundenstockentschädigung (indennità suppletiva di clientela) auch dann zuerkennt, wenn der Agent kündigt, weil er die Voraussetzungen für den Bezug der vorzeitigen Altersrente des NISF/INPS und/oder der Stiftung ENASARCO und/ oder des Pensionsvorschusses (anticipo pensionistico - APE) erfüllt. Damit hat der gesamtstaatliche Verband der Handelsagenten und -vertreter (FNAARC) nach langen zähen Verhandlungen, die im vergangenen Jänner mit der Einberufung aller betroffenen Interessenvertretungen begannen und dann in mehreren Gesprächen fortgeführt und mit einer langen Schlussrunde abgeschlossen wurden, ein wichtiges angestrebtes Ziel erreicht. Das Abkommen wurde vom Dachverband Confcommercio – von Confcooperative – Confesercenti und FNAARC – FIARC – USARCI – FISASACT CISL – UIL – in Anwesenheit von Präsident Corsi, des stellvertretenden Vizepräsidenten Petranzan und des Generalsekretärs Coletti unterzeichnet.

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Kundenstockentschädigung. Das Abkommen, das seit 1. April in Kraft ist, beinhaltet eine wesentliche Änderung gegenüber der alten Fassung der Kollektivvereinbarung für den Handel vom 16. Februar 2009, die vor allem Art. 13, Abschnitt II), Kundenstockentschädigung, Abs. 3 betrifft, der wie folgt ersetzt wird: Vorausgesetzt, dass das Agenturverhältnis seit mindestens einem Jahr besteht, wird die Kundenstockentschädigung auch bei einer Kündigung des Agenten aus den nachstehenden Gründen gezahlt - dauernde Vollinvalidität, - Erkrankung und/oder Krankheit, die eine Fortsetzung des Agenturvertrags zumutbarerweise nicht ermöglicht, - Erreichen der Voraussetzungen für den Bezug der Altersrente und/ oder der Frührente und/oder des Pensionsvorschusses (APE) der Stiftung Enasarco und/oder des NISF/INPS, - aufgrund von Umständen, die der Auftraggeberfirma anzulasten sind (Art. 1751 Zivilgesetzbuch), - bei Todesfall. In diesem Fall werden die Entschädigungsbeträge an die gesetzlichen oder testamentarischen Erben ausgezahlt.

Das Abkommen verpflichtet alle Parteien, in Kürze eine paritätische Kommission einzusetzen, die sich mit den Themen der Kollektivvereinbarung 2009 befassen müssen, die einer Klärung bedürfen; dazu gehört auch die Frage der Aus- und Weiterbildung. Das Ende dieser Gespräche ist für 31. Oktober 2018 angesetzt; auf der Grundlage dieser Gesprächsergebnisse soll das Verfahren zur Erneuerung der Kollektivvereinbarung eingeleitet werden.

lsala@hds-bz.it

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fachgruppen hds-bz-it/werbefachleute

Werbefachleute

20 Technik dient dem

Menschen – oder umgekehrt?

Das Südtiroler Wirtschaftsforum 2017 ist wieder Vergangenheit.

Und wie schon in den vorangegangenen Jahren war es wieder ein interessanter und aufschlussreicher Nachmittag mit hochkarätigen Referenten. Für die Werbefachleute TARGET im hds hat Arnold Malfertheiner, Geschäftsführer der InternetManufaktur teamblau, die Veranstaltung beobachtet. Die digitale Herausforderung, so lautete das Thema des diesjährigen Wirtschaftsforums. Im Forum Brixen trafen sich dazu über 500 interessierte Teilnehmer aus allen Bereichen der Südtiroler Wirtschaft. Wie Landeshauptmann Arno Kompatscher in seiner Eröffnung anmerkte, werden sich, wie er selbst auch, wohl viele Teilnehmer beim Durchlesen der Einladung gedacht haben „Schon wieder Digitalisierung? Ist dieses Thema nicht langsam durch?“

Silvia Vianello, Professorin für E-Marketing & E-Commerce an der Bocconi University School of Management, eröffnete als erste Rednerin und bestätigte sofort, dass das Thema Digitalisierung kein zeitweiliger Trend ist, sondern eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Realität, die das Leben aller Menschen in den kommenden Jahrzehnten immer stärker maßgeblich beeinflussen und verändern wird. Dies konnte Christian Liensberger, der junge Brixner, der seit acht Jahren in Seattle/Redmond wohnt, aus seiner Arbeitspraxis bei Microsoft heraus nur unterstreichen. Der Software-Ingenieur beschäftigt sich als Leiter von Cortana at Work mit Spracherkennung und digitalen Sprachassistenten. Diese, so seine Überzeugung, werden sehr bald in allen Lebenslagen zum Einsatz kommen und den Zugang zur digitalen Welt in ungeahnter Weise revolutionieren. Hap Klopp, über 20 Jahre lang CEO der The North Face Company und heute Vorstandsvorsitzender von Obscura Digital, einer in San Francisco angesiedelten Firma für Datenvisualisierung, schlägt in seinem Vortrag eine Brücke zwischen den Menschen und der digitalen Welt. Er ist überzeugt, dass die Digitalisierung nur dann gut und erfolgreich sein kann, wenn sie am Ende dem Menschen dient. Er wirft dabei die Frage auf, ob die weltweit führenden IT-Giganten wie Google, Facebook & Co. auch den Menschen im Fokus ihrer Bemühungen haben oder doch vielmehr kurzfristige wirtschaftliche Ziele im Vordergrund stehen, mit den Daten der Menschen als Ware? Für den wohl emotionalsten Moment des Nachmittags sorgte zum Abschluss Robert Tibbo, seines Zeichens Menschenrechtsanwalt und zu weltweiter Berühmtheit gelangt als Rechtsbeistand und Fluchthelfer des Whistleblower Edward Snowden. Er schilderte bildhaft, wie er Snowden bei Flüchtlingen aus Sri Lanka in Hongkong versteckt und ihm dadurch als meistgesuchtesten Mann der Welt das Leben rettete. Sein Appell an die Regierungen der Welt, sich wieder mehr für die Gerechtigkeit und Menschenrechte einzusetzen und diese zu respektieren, schloss den Kreis, vor allen politischen und wirtschaftlichen Zielen den Menschen wieder in den Vordergrund jeglichen Handelns zu stellen.

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fachgruppen hds-bz.it/dienstleister

Dienstleister

Barbara Jäger ist neue Präsidentin Sprach- und Sozialkompetenzen sind wichtig. Barbara Jäger (Firma Business Pool, Bozen/Innsbruck) ist die neue Präsidentin der Dienstleister im hds. Die Recruiting-, Organisations- und Personalentwicklungsexpertin wurde im Rahmen der letzten Ausschusssitzung zur neuen Präsidentin gewählt. Jäger folgt auf Christoph Rainer, der dieses

Amt die vergangenen sieben Jahre innehatte. Er wird weiterhin im Ausschuss tätig sein. Neben der Forcierung der Digitalisierung mit flächendeckend schnellem Internet legt die neue Präsidentin sehr großen Wert auf die Verbesserung von Qualifikationen bei den Mitarbeitern insbesondere der Sprachkenntnisse sowie der Sozialkompetenzen.

Gerade hier sieht Jäger einen großen Handlungsbedarf, damit der Dienstleistungssektor in Südtirol auch in Zukunft attraktive Rahmenbedingungen vorfinden kann.

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gsommia@hds-bz.it

für einen besonderen Lebens- und Bekleidungsstil betonen und die Lust wecken, sich mit cK zu kleiden.

PR

LONGO druckt Campaign books für Calvin Klein Wenn hohe Druckqualität und ModeHimmel zueinander finden. Persönlichkeiten aus der internationalen Mode-, Musik- und Filmwelt haben kürzlich zwei Campaign books und weitere Kataloge des weltbekannten amerikanischen Modeschöpfers Calvin Klein (cK), wertvoll verpackt samt cK-Accessoires, ins Haus geschickt bekommen. Damit wollte das Modeunternehmen das Gefühl

Das besonders Bemerkenswerte dieser Kampagne aus Südtiroler Sicht ist, dass die genannten Werbeprodukte im Bozner Druckhaus LONGO AG der Brüder Harald und Günther Longo hergestellt wurden. Der Hauptkatalog hat ein Überformat von 30 x 47 cm mit 92 Seiten; die restlichen Kataloge wurden im A5-Format gedruckt. Wichtig für den Kunden war es, mit hohen Dichten und sehr kontrastreich zu drucken. Bei jedem Katalog wurde zusätzlich noch eine definitive Qualitätskontrolle vor dem Versand durchgeführt. Dies, um kurz zu beschreiben, wie exakt und bis in jedes Detail ausgereift die Firma LONGO AG ihre Aufträge ausführt, ob sie nun lokal oder international in Auftrag gegeben werden. Letztlich bleibt es aber immer eine Frage der Qualität.

www.longo.media

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fachgruppen hds-bz.it/junge hds-bz.it/verleger

Die Vertreter der „Jungen Wirtschaft Südtirol“ bei der Klausurtagung.

Junge im hds

Sprachrohr der Jungen Wirtschaft

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Arbeitsschwerpunkte 2017 definiert. Anfang Februar traf sich die Junge Wirtschaft Südtirol, um die Ziele und Schwerpunkte für 2017 zu definieren. Neben den wirtschaftlichen und politischen Inhalten, war man sich einig, das Netzwerk durch regelmäßige Treffen und gemeinsame Lehrfahrten auszubauen.

Sich für die Interessen der Südtiroler Jungunternehmer einzusetzen, das hat sich die Junge Wirtschaft Südtirol zum Ziel gesetzt. Die Jugendorganisationen der Wirtschaftsverbände Südtirols haben sich dazu in Bozen zu ihrer jährlichen Klausurtagung getroffen. Es wurde auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und über mögliche Projekte für 2017 gesprochen. In einem waren sich alle einig: „Wir wollen ein ausdrucksstarkes Sprachrohr für wirtschaftliche, politische und soziale Themen sein.“ Deshalb waren sie auch für die Wiederholung der Gesprächsarena: Dort treffen die Vertreter der jungen Wirtschaftsverbände auf Landeshauptmann und Landesräte und können all jene Fragen stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen.

Fachkräftemangel und Imageaufwertung Konkret angehen möchte man heuer das branchenübergreifende Problem des Fachkräftemangels. Hier will man sich verstärkt für die Qualifizierung und Weiterbildung der Südtiroler Jugend einsetzen und dem Imageproblem der praktischen Berufe entgegenwirken. Das Angebot an verschiedenen Tätigkeitsfeldern und Karrierechancen ist vielfältig. Das gilt es nun verstärkt nach außen zu kommunizieren. Um die Aufwertung der Lehrberufe voranzutreiben, will man sich auch mit den zuständigen Politikern treffen, um zielführende Maßnahmen auszuarbeiten. Netzwerk stärken Die Junge Wirtschaft will junge Unternehmer zusammenbringen, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten, die Bekanntheit der Gruppe erhöhen, Schwerpunkte setzen und verfolgen. Vor allem gemeinsame Lehrfahrten und Betriebsbesichtigungen sind eine ideale Kombination, bei denen beide Aspekte unter einen Hut gebracht werden können.

pblasbichler@hds-bz.it

Verleger Junge im hds

Schöne Bücher zu günstigen Preisen

New on Facebook Die Gruppe Junge im hds ist seit Kurzem auf Facebook zu finden. Regelmäßig werden Infos zu verschiedenen Aktionen, Events und Updates gepostet. Sie ist Weblounge und Infokanal zugleich. „Unsere neue Seite auf Facebook ist eine dynamische Plattform für den Austausch zu verschiedenen Themen. Wir wollen zuhören und involvieren. Ich freue mich auf viele likes und das Feedback unserer Fans“, sagt Johannes Winkler, Präsident der Jungen im hds. Werden auch Sie Teil der Community und liken Sie die Fanpage auf facebook.com/junge.giovani.

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BücherBazar in Bozen. Tolle und preiswerte Bücher wurden auch heuer wieder im Frühjahr am Waltherplatz in Bozen angeboten. Alpha-Beta, Athesia-Tappeiner, Folio, Edition Raetia und Weger holen für diese Initiative ihre Restseller aus den Lagern und bieten sie für wenige Euro an. Das Sortiment des BücherBazars ist jedes Jahr ein neues. Literatur, hochwertige Bildbände, Witzebücher, Freizeitführer und Bücher zur Zeitgeschichte. Für jedes Alter und jeden Geschmack ist immer etwas dabei. Im Herbst wird BücherBazar in Brixen Halt machen.


fachgruppen hds-bz-it/getraenke

Junge im hds

#mybusiness and #myideas

Südtiroler Getränke Ring

Fachgruppe präsentiert sich neu Kompetenz und Kontinuität als Markenzeichen. Der Südtiroler Getränke Ring hat sein Logo und seine Homepage überarbeitet. Seit Kurzem präsentiert er sich in einem schönen und zeitlosen Design. „Bei der Neugestaltung unseres Corporate Designs war uns vor allem Klarheit, Wiedererkennung und Einzigartigkeit wichtig. Dies konnten wir erfolgreich umsetzen“, erklärt SGR-Geschäftsführer Reinhold Grunser. Auf sgr.bz.it sind alle Details und Infos rund um die 14 Mitgliedsbetriebe und Partner des Südtiroler Getränke Rings zu finden. Außerdem werden regelmäßig interessante Neuigkeiten aus der Welt des Getränkehandels veröffentlicht.

Der SGR wurde 2003 als Konsortium gegründet. Auftrag der Vereinigung ist es, die Marktposition der einzelnen Mitglieder durch Synergien in der Geschäftstätigkeit zu stärken und zu nutzen. Die Mitglieder des SGR verbindet somit das besondere Interesse, einheimische Produkte zu fördern, unterstützen und in den Verkauf zu bringen. Sie sind von einer homogenen Unternehmensstruktur gekennzeichnet, unabhängig und werden weder von Großkonzernen noch von Getränkeherstellern geführt oder gelenkt.

Junge im hds stellen sich vor. Kreativer Schwung, junger Elan und viele Ideen sind das Markenzeichen der Jungen im hds. Seit Kurzem bieten sie ihren Berufskollegen aus allen Branchen an, sich im Rahmen dieser Rubrik zu präsentieren. Falls auch Sie interessiert sind, sich und Ihr Business vorzustellen, melden Sie sich bitte bei Petra Blasbichler, T 0471 310 318, pblasbichler@hds-bz.it. Sie nimmt die Anfragen entgegen. Diesmal an der Reihe ist Vorstandsmitglied Monika Unterthurner.

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• Junge Führungskraft sein, bedeutet für mich: In vorhandenen Rahmenbedingungen Bestehendes zu erhalten und Neues zu schaffen. Seine Rolle im Betrieb zu finden und ihm stückweise auch die eigene Handschrift zu geben. • hds-Mitglied bin ich ... Um als Händler täglich bestehen zu können schadet etwas Unterstützung, aber vor allem Solidarität und Zusammenarbeit mit Kollegen aus derselben Branche nicht. • Die Arbeit im Handel bereitet mir Freude, weil man ein 360° Unternehmer sein muss. Es braucht Feingefühl im Umgang mit Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten, ebenso Zahlen und Situationen sowie viel Fachkompetenz beim zu verkaufenden Produkt.

Monika Unterthurner Alter: 35 Jahre Unternehmensname/Branche: Unterthurner der Anna Martin & Co. KG | LebensmittelGemischtwarenhandel

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fachgruppen hds-bz.it/tankstellen hds-bz.it/grosshandel

Tankstellenbetreiber

Schlag gegen Dieselschmuggel Berufsgruppe begrüßt Kontrollen. Die Finanzpolizei hat Anfang März im Vinschgau über 63.000 Liter geschmuggelten Diesel und zwei Tankwagen beschlagnahmt, zwei Personen wurden angezeigt. Transporte von nicht deklariertem Treibstoff seien keine Seltenheit. Sie machen in Italien immerhin rund zehn Prozent des gesamten Marktes aus. Die Tankstellenpächter und die Freien Tankstellen im hds begrüßen solch gezielte Kontrollen der Behörden. „Die illegale Verbreitung von Treibstoffen sind ein großer Schaden für die gesamte Kategorie. Der Wettbewerb wird in erheblichem Maße verzerrt“, erklären die Präsidenten der Tankstellenpächter, Wolfgang Angerer, und der Freien Tankstellen, Haimo Staffler. Auch dem Staat würden etliche Steuereinnahmen entgehen. Nicht zuletzt wird auch den Autofahrern mit dem Verkauf von verunreinigtem Treibstoff Schaden zugefügt.

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Tankstellenbetreiber

Angestrebtes Ziel: Verhaltenskodex für Europa Fachvertreter treffen sich. Die Tankstellenbetreiber im hds haben vor Kurzem an einem von der Wirtschaftskammer Innsbruck organisierten Treffen teilgenommen. Vertreten waren Südtirol, Tirol, Italien und Deutschland. Im Mittelpunkt stand der Verhaltenskodex des Tankstellengeschäftes, der 2015 in Deutschland von mehreren Mineralöl- und Tankstellenverbänden unterzeichnet wurde. Eine faire, auf transparenter Kommunikation basierende Zusammenarbeit sichert das Tankstellennetz und erleichtert den Pächtern unternehmerisches Handeln – so der Grundgedanke des Abkommens. Nun möchte man diesen Verhaltenskodex europaweit etablieren. Ausgemacht wurde, eine Kurzform desselben zu erarbeiten und diese mit den Akteuren zu besprechen. Es wurde bereits ein weiteres Treffen im Mai vereinbart. Nach dem Erfahrungsaustausch wurden in Innsbruck verschiedenste Tankstellen besichtigt. Dabei wurde der klare Trend erkennbar, Zusatzprodukte und -dienstleistungen anzubieten.

gsommia@hds-bz.it

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gsommia@hds-bz.it

t Lkw-Fahr verbo in Südtirol

hat vor kommissariat Das Regier ungs ltenden ge 17 das Jahr 20 Kurzem die für agen tw af kr st La e für Verkehrs verbot rkehrsUm besser e Ve veröffentlicht. nsivem te in Tagen mit bedingungen an leishr wä ge men zu Verkehrsaufkom ugze hr Fa d un e hr zeug ten, dürfen Fa it m terbeför derung komplexe zur Gü r eh m n vo degewicht einem Höchstla t ch ni n ge Ta an einigen als 7,5 Tonnen raßen, St d sin n ffe betro fahr en. Davon Or tgeschlossenen r de b al rh ße au Br ennere di dtirol sowie schaften in Sü s hds de al rt po ternet autobahn. Im In stet, an eli fg au ge Ta en sind die einzeln Fahr verbot gilt. wLk s da n ne de

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fachgruppen hds-bz.it/baecker

Bäcker

Sportliche Highlights Semmelmedaillen und Geschenkkörbe. Bei strahlend schönem Wetter fand

Mitte März im Skigebiet Schwemmalm der diesjährige Wintersporttag der Südtiroler Bäckerinnung statt. Über 100 Bäckermeister, Mitarbeiter, Familien und Freunde nahmen am Gaudirodelrennen teil. Die Preisverleihung fand nach einem gemütlichen

Abendessen im Restaurant Kuppelwies statt. Die reibungslose Organisation der Veranstaltung ist in diesem Jahr der Bäckerinnung des Bezirks Meran zu verdanken, allen voran den Hausherren Johannes Schwienbacher und Joachim Tauber. Die schönsten Eindrücke online unter hds-bz.it/fotos.

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Grüne Energie für die Zukunft Ihres Unternehmens Dank des Rahmenabkommens zwischen hds und Alperia profitieren Sie von vorteilhaften Angeboten und haben einen lokalen Energiepartner an Ihrer Seite, der Sie mit grüner Energie aus Südtiroler Wasserkraft versorgt. Kontaktieren Sie uns! 800 110 055 service@alperiaenergy.eu

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weiterbildung hds-bz.it/kurse

Das Verkaufsgespräch ist nicht ein Aufschwatzen von Produkten

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Kursreferentin und Kauffrau Monika Unterthurner im Gespräch zum Thema Warenkunde

Welche wesentlichen Aspekte zählen heute beim Thema Warenkunde? Jährlich finden wir eine Flut von neuen Produkten

am Markt. Da muss man sich schon ins Zeug legen, um einigermaßen mithalten zu können. Der Kunde war noch nie so gut informiert. Noch nie war die Verfügbarkeit von den unterschiedlichsten Lebensmitteln weltweit so gut. Der Kunde ist teilweise überfordert von der großen Auswahl, hier muss der Verkäufer eine Entscheidungshilfe geben. Gleichzeitig ist es sehr schwer geworden, gute Qualitäten von bestimmten Produkten erkennen und auch anbieten zu können. Richtiges Fachwissen ist entscheidend für eine gezielte Auswahl des Warensortiments. Warenkunde ist nötig, um Qualität einschätzen zu können. Außerdem ist es gerade bei den heute so wichtigen Nahrungsergänzungsprodukten und speziellen Ernährungsbedürfnissen unmöglich, alle Produkte zu listen. Warenkunde ist hier entscheidend, um eventuell Alternativen anbieten zu können. Genauso braucht es Warenkunde, um bestimmte Trends und die dabei nachgefragten Produkte erkennen zu können. Wo liegen noch Schwachstellen aus der Sicht des Verkaufens?

Das Schulwissen reicht nicht aus. Viele Verkäufer kennen die einfachsten Unterschiede z. B. beim Olivenöl nicht oder wissen nicht, dass Ricotta und Quark zwei sehr unterschiedliche Frischkäse sind. Das klingt jetzt vielleicht sehr banal, aber Kunden sind heute gut vorbereitet und erwarten sich vom Verkäufer dasselbe. Teilweise kommen sie auch mit Kochrezepten ins Geschäft und suchen Produkte, von denen sie bisher nichts gehört haben. Da muss ich als Verkäufer schon gut informiert sein, um

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nicht dumm dazustehen. Fachkundige und vor allem glaubwürdige Beratung des Kunden ist nicht möglich, ohne die nötige Fachkenntnis. Es ist ein Genuss, richtig gute Verkäufer im Umgang mit dem Kunden zu beobachten. Den großen Unterschied macht das Menschliche und die Professionalität im Verkaufsgespräch. Aber die Warenkunde ist die Basis dafür. Uns muss bewusst sein, dass ein Verkaufsgespräch nicht ein Aufschwatzen von Produkten ist, sondern ein Beratungsgespräch bei dem sich der Kunde von Besonderheiten des Produktes selbst überzeugen kann. Worauf schauen die Konsumenten im Jahr 2017 und was erwarten sie sich vom Verkaufspersonal?

Abgesehen von Schnäppchenjägern und Kunden, die rein über den Preis ihre Standardprodukte kaufen, sind Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis heute entscheidend. Doch nicht nur, Ernährung und Genuss sind ein so genannter Megatrend. Darüber definieren sich heute viele Menschen und der Einkauf bietet uns die Möglichkeit, uns dahingehend zu profilieren. Häufig ist es sehr schwierig für den Kunden, Qualitäten richtig einzuschätzen. Der Verkäufer muss hier Berater und vor allem Vertrauensperson sein. Einem kompetenten Mitarbeiter, der mir durch sein Fachwissen eine gewisse Sicherheit gibt, vertraue ich eher beim Griff zu auch teureren Produkten. Wenn mir ein Verkäufer erklären kann, warum ein bestimmter Speck aus artgerechter Haltung 15 Euro mehr kostet, ein spezieller Käse 25 Euro das Kilogramm oder warum die Flugmango doppelt so teuer ist als eine normale, kann ich ihren Wert erkennen. Kunden sind


Finanzierte Weiterbildung über den Fonds For.te Die Ausschreibung 2017 ist mit zwei Fälligkeiten offen: 11. Juli und 21. November. Reichen Sie Ihr individuelles Weiterbildungsprojekt für Ihre Mitarbeiter ein, wir unterstützen Sie gerne! Infos: Patrizia Anhof, T 0471 310 324 panhof@hds-bz.it

Was Sie sonst noch erwartet Ein Auszug aus dem hds-Kursangebot Schulung für Erste Hilfe-Beauftragte

Risikogruppe B und C. Das Erkennen eines Notfalls und die Erstversorgung werden in der Praxis geübt. Ihr Termin in Meran: 22. Mai.

Hygiene und HACCP

EU-Hygienepaket. Die Auswirkungen fehlender Hygiene auf die Qualität und Sicherheit eines Produktes, alles rund um das Thema HACCP und welche Risiken zu beachten sind. Holen Sie sich die Tipps und Infos direkt vom hds-Experten Stefan Kuhn. Ihr Kurs am 29. Mai in Bozen. hierfür oft wirklich dankbar. Genauso gilt dies für Bekleidung und andere Branchen. Der Kunde will und braucht heute mehr Hintergrundinformation als noch vor 20 Jahren. Was ist Ihnen wichtig, dass die Teilnehmer Ihrer Kurse mitnehmen?

Wie wichtig es ist, Hintergrundwissen über Produkte zu haben. Nur so kann richtige Qualität von Bauernfängern unterschieden werden. Erst mit einer bestimmten Fachkenntnis werden Lebensmittel oder Bekleidungsstücke interessant und ihr Verkauf zum Erlebnis. Richtige Verkäufer sind heute hochqualifizierte Fachberater. Das beginnt schon beim richtigen Lesen von Etiketten. Teilweise geben Etiketten viele nützliche Informationen. Man wäre überrascht, was in bestimmten Produkten so alles zu finden ist.

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Crowdfunding

Internet bringt Menschen zusammen ... vielleicht auch jene, die an ein Produkt oder ein Projekt glauben. Gemeinsam können sie das umsetzen, was eine einzelne Person finanziell schwer schaffen kann. Ein wesentlicher Aspekt für Entwickler und Kreative, das Crowdfunding. Anhand eines erfolgreichen Kickstarter-Projekts wird gezeigt, wie ein Projekt vorbereitet wird, was beachtet und welche Dinge vermieden werden sollen. Der Weiterbildungstermin ist am 18. Mai in Bozen.

Ihr Kontakt für Infos und Anmeldung: T 0471 310 323/325, bildung@hds-bz.it.

Gibt es Produkte, die unerwartet zu einem Renner geworden sind?

Auf bestimmte Produkte muss hingewiesen werden. Auf gut Glück ist es riskant, ein teures Öl um 24 Euro den Liter zu kaufen. Wird es mir vom Verkäufer „meines Vertrauens“ empfohlen und schmackhaft gemacht, bin ich eher bereit dazu, das Geld zu investieren. In unserem Geschäft ist ein solches heute eines der am besten verkauften Öle. Ein weiteres, spezielles Beispiel diesmal aus der Körperpflege sind Ohrenkerzen, ein absolutes Nischenprodukt. Eine Verkäuferin war so begeistert davon, dass sie viele Kunden gezielt darauf hingewiesen hat und die Anwendung genau erklärte. Mittlerweile werden sie gut verkauft.

Interview: Mauro Stoffella

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hds-bz.it/kurse

weiterbildung

Erfolgreich verkaufen: nützliche Tipps 28

Die Kunden von heute sind selbstbewusster. Sie sind informierter geworden, und die Erwartungen gegenüber einem Fachgeschäft sind gestiegen. Sei es zur Beratungskompetenz, Umgang mit Reklamationen sowie zur Auswahl der Produkte. Und sie brauchen eine gute Orientierung im Geschäft. Karl Kirchler (im Bild), Fachbereichsleiter für Handel und Verwaltung am Berufsbildungszentrum Bruneck sowie Fachlehrer und Erwachsenentrainer für Waren- und Verkaufskunde/Werbetechnik gibt nützliche Tipps, welche Aspekte heute beim Verkaufsgespräch zählen.

Am Anfang des Verkaufsgespräches geht es vor allem darum, mit dem Kunden eine gute Beziehung aufzubauen und einen guten ersten Eindruck herzustellen. Das gelingt, indem ich mich als Verkäufer selbst in eine verkaufsförderliche Stimmung bringe. Ich baue Beziehung zum Kunden durch Blickkontakt, ein freundliches, echtes Lächeln, eine offene, gerade Körperhaltung sowie eine namentliche Begrüßung auf. Durch die freundliche Mimik bekomme ich eine freundliche Stimme. Durch diese erzeuge ich eine positive Stimmung. Auch wenn der Kunde diese Stimmung nur unbewusst wahrnimmt, hat er das Gefühl wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Dies ist ein Zeichen von Achtsamkeit. Fragetechnik. Wenn eine erste gute Beziehung hergestellt ist, geht es den Bedarf des Kunden zu erfahren. Hier ist eine gute Fragetechnik ein wichtiges Instrument, um die Wünsche, Kaufmotive und Bedürf-

Erfolgreich im Verkauf Grundlagen vertiefen und erweitern. Basics für Verkaufsgespräche, Kunden zum Kauf anregen, Beziehung zum Kunden verbessern – all diese Themen bilden bereits eine geschlossene Einheit und werden somit an drei verschiedenen Kurstagen analysiert und vertieft. Verfeinern Sie Ihre eigenen Kenntnisse. Termin: 31. Mai, 15. September und 7. November in Bozen. hdsmagazin #5/17

nisse des Kunden zu ermitteln. Durch Fragen zeige ich Interesse am Menschen. Des Weiteren ist es wichtig, dem Kunden aktiv zuzuhören, die körpersprachlichen Signale zu beobachten, richtig zu interpretieren und daraus die richtigen Schlüsse für das weitere Vorgehen im Verkaufsgespräch zu ziehen. So ist es möglich, die „richtigen“ Produkte vorzulegen und zu demonstrieren. Bei der Produktvorlage ist es wichtig, auf Details und besondere Merkmale hinzuweisen sowie die Sinne des Kunden so oft wie möglich anzusprechen. Bei den Produkten sollen der Geschmacksinn durch Kostproben, der Geruchsinn durch Geruchsproben, der Sehsinn indirekt durch eine wirkungsvolle Produktpräsentation oder durch die richtige anschauliche Präsentation sowie direkt durch einen liebevollen Umgang mit dem Produkt vor dem Kunden erlangt werden. Der Sehsinn ist beim Verkaufen am stärksten ausgeprägt. Zeitgleich soll während der Warenvorlage kunden- und motivbezogen argumentiert werden. Für ein gutes Beratungsgespräch sind fundierte Produkt- bzw. Warenkenntnisse Voraussetzung. Es geht aber nicht darum, dem Kunden alles über das Produkt, wie bei einem Vortrag zu erzählen, sondern den Kunden auf das Wesentliche und auf den Kundennutzen hinzuweisen und auf Fragen gezielt einzugehen. Bei der Argumentation geht es um emotionale und wertorientierte Argumente und Nutzen, die die Produkte auszeichnen. Wir wissen inzwischen aus der Hirnforschung, dass der Kunde zu 70 Prozent emotional und nicht rational einkauft. Verkaufsabschluss. Nach der Beratungsphase geht es darum, einen guten Verkaufsabschluss zu erzielen, durch Einengung der Warenauswahl, Stellen von geschlossenen Fragen sowie das Zusammenfassen der Informationen, die der Verkäufer während des Verkaufsgespräches erfahren hat. Dadurch erreicht der Verkäufer einen erfolgreichen Verkaufsabschluss. Zum Schluss gibt man dem Kunden eine Kaufbestätigung, bedankt sich für den Einkauf, verabschiedet den Kunden namentlich und hinterlässt so einen guten, letzten Eindruck.

mstoffella@hds-bz.it


betriebe informieren Im Firmenbesitz von A. Weger befindet sich unter anderen historischen Schätzen auch eine der ältesten Druckerpressen der Welt. Auf der Maschine, die aus dem 16. Jahrhundert stammt, wurde 1564 das erste Buch Südtirols gedruckt.

Druckerpresse im TV vorgestellt Ein halbes Jahrtausend Druck-, Verlags- und Buchhandelsgeschichte. Wussten Sie, wer das erste Buch in Südtirol gedruckt hat? Es war Donatus Faetius und er stammte aus Termenago. 1550 hat Faetius die Druckerei A. Weger in Brixen gegründet. Viele Schätze zeugen von der jahrhundertelangen Geschichte der Druckerei, des Verlages und der Universitätsbuchhandlung, allen voran eine der ältesten Druckerpressen der Welt und die älteste in Italien, die im Besitz der Druckerei und in der gleichnamigen Buchhandlung ausgestellt ist. Diese hölzerne Presse war bis 1829 in Betrieb. Für diese historische Maschine interessieren sich heute zahlreiche internationale Sammler und Historiker, aber auch die Medien. So wurde vor Kurzem darüber in der Kultursendung „Petrarca“ von RAI 3 berichtet. Der TV-Bericht fand großes Echo in ganz Italien.

Neues Softwarehaus INFOMINDS Standort in Brixen. Im Herbst 2016 wurde die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens zwischen Ergo Software und dem Bereich Software von ACS Data Systems angekündigt. Anfang April fiel der offizielle Startschuss für das eigenständige Unternehmen INFOMINDS. „Im neuen gemeinsamen Unternehmen werden alle Softwarelösungen weitergeführt und weiterentwickelt“, erklären Paul Schäfer und Peter Nestl, die beiden Geschäftsführer von INFOMINDS (im Bild v. l.). Die Gründung des neuen Unternehmens bringt den bestehenden 2000 Kunden große Vorteile: „Wir konzentrieren die Stärken auf ein gemeinsames Unternehmen und wollen Synergien nutzen, von denen die Kunden profitieren“, sagt Schäfer. „Unsere Kunden

brauchen die Sicherheit, dass ihre BusinessSoftware langfristig weiterbesteht“, erklärt Nestl, „und ein Softwarehaus braucht eine gewisse Dimension, um sicherzustellen, dass die Produkte innovativ bleiben und ständig weiterentwickelt werden“. Das Unternehmen INFOMINDS setzt sich aus einem 80-köpfigen Team zusammen. Der Firmensitz befindet sich in Brixen, die weiteren Standorte sind Klausen, Bozen, Trient, Curtatone bei Mantova sowie Marcon bei Venedig. Infos unter www.infominds.eu.

Sonja’s Schuhmode wieder geöffnet

Bewährt und stark

Kastelbeller freuen sich. Nach einer eineinhalbjährigen Babypause hat das Schuhgeschäft Sonja’s in Kastelbell zur Freude aller wieder geöffnet. Die Kunden erwartet, nach einem kleineren Geschäftsumbau, ein neues, ansprechendes und modernes Ambiente mit toller, pfiffiger Ware. Betriebsinhaberin Sonja Raffeiner und Mitarbeiterin Rebekka Jennewein begrüßten bei einer Feier ihre vielen Stammgäste und Kunden. Eingeladen waren auch hds-Ortsobfrau Doris Gstrein und Bezirksleiter Walter Holzeisen, die die Glückwünsche des hds überbrachten (hier im Bild).

Eine Firma schreibt Geschichte und präsentiert sich neu. Ganz im neuen Glanz präsentiert sich der DrinkShop von Getränke Holzknecht in Welschnofen. Der in die Jahre gekommene Getränke-Abholmarkt am Ortseingang wurde im vergangenen Jahr komplett renoviert und in kürzester Zeit ein innovatives, attraktives Ambiente auf zwei Etagen geschaffen. Ganz an die Bedürfnisse der Kunden angepasst, bietet der DrinkShop ein umfangreiches Sortiment, persönliche Beratung und guten Service. Infos unter www.getraenke-holzknecht.it

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rechtsberatung hds-bz.it/recht

Videoüberwachung:

worauf ist zu achten? 30

hds informiert über rechtliche Grundlagen. Die Installation einer Videoüberwachungsanlage in den eigenen Geschäftsräumen und Arbeitsstätten könnte – oft auch durch ihre abschreckende Wirkung – als einfache Lösung erscheinen, um Sicherheitsproblemen entgegenzuwirken. Dennoch ist die Durchführung einer Videoüberwachung an zahlreiche Pflichten gebunden, die vielfach bereits vor der eigentlichen Installation erfüllt werden müssen. Gründe angeben, Genehmigung einholen Sobald durch die Videoüberwachung potenziell auch die Tätigkeit von Arbeitnehmern fernüberwacht werden kann, darf die Installation ausschließlich aus einem der drei folgenden Gründe erfolgen: für organisatorische und produktionstechnische

d zur s-Schil Das hd wachung ber Videoü te r nlos un ng. e t s o k llu e t .it/bes hds -bz

Videoüberwachte Zone Area videosorvegliata Art. 13 des Datenschutzkodex (GvD. Nr. 196/2003) Art. 13 del Codice in materia di protezione dei dati personali (D.Lgs. n. 196/2003)

Die Aufnahme wird durchgeführt von / La registrazione è effettuata da:

zum / per:

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Erfordernisse, aus Gründen der Arbeitssicherheit oder für den Schutz des Betriebsvermögens (Art. 4 Arbeitnehmerstatut, Gesetz Nr. 300/1970). Keinesfalls erlaubt ist die Videoüberwachung zur Kontrolle der Arbeitstätigkeit, sowie zur Überwachung von Räumen, die ausschließlich den Angestellten vorbehalten sind (wie Umkleideräume oder Toiletten). Vor Installation der Anlage, muss mittels Antrag eine entsprechende Genehmigung des Arbeitsinspektorats der Provinz Bozen eingeholt werden. Diese Pflicht besteht auch dann, wenn die Aufnahmen nicht gespeichert werden. Alternativ zum Antrag, kann das Unternehmen eine Vereinbarung mit den Gewerkschaftsvertretungen abschließen. Sollten die Bilder gespeichert werden, ist eine Aufnahme im Normalfall für höchstens 24 Stunden erlaubt. Nach Ablauf dieser Frist, müssen die Aufnahmen automatisch gelöscht oder überschrieben werden. Nur in Sonderfällen, sind längere Aufzeichnungszeiten möglich. Für einen ausreichenden Schutz der Aufnahmen sollte das Unternehmen durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen sorgen (beispielsweise durch Verschlüsselungsverfahren und die Vermeidung von Cloud-Speichersystemen). Eine Aufzeichnung der Bilder wäre zu vermeiden, wenn ein reines Live-Monitoring für den beabsichtigten Zweck ausreichend ist. Die Sichtung und die Verarbeitung der Bildaufnahmen, sollte immer nur durch eine begrenzte Anzahl von Personen möglich sein, die dazu schriftlich beauftragt wurden. Hinweisschilder vorsehen Vor dem Sichtbereich der Videokamera müssen Hinweisschilder mit Mindestinformationen angebracht werden, die in jeder Situation erkennbar sein sollten. Außerdem muss

eine ausführliche Datenschutzerklärung, die die in Art. 13, Abs. 1 des Datenschutzkodex genannten Angaben enthält, an betroffene Personen einfach und kostenlos an einem zugänglichen Ort zur Verfügung gestellt werden. Empfehlenswert wäre auch eine zusätzliche schriftliche Mitteilung an die Angestellten (beispielsweise mittels E-Mail), mit der diese über die Aktivierung der Videoüberwachungsanlage sowie über deren Positionierung und Betriebsart informiert werden. Bei Nichteinhaltung der Bestimmungen zur Videoüberwachung, können verschiedene Geldbußen und Strafen verhängt werden. Wenn beispielsweise die Anlage ohne Genehmigung des Arbeitsinspektorats installiert wird, kann eine Geldstrafe von 154 bis 1549 Euro oder eine Haftstrafe von 15 Tagen bis zu einem Jahr verhängt werden, sofern die Tat keine schwerwiegendere Straftat darstellt. Wurden hingegen vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Aufnahmen verletzt (etwa, indem auch nicht autorisierte Personen freien Zugang zu den Aufnahmen erhalten), kann eine Geldstrafe zwischen 30.000 und 180.000 Euro folgen. Für ausführliche Informationen und für eine rechtliche Analyse Ihrer Videoüberwachungsanlage steht Ihnen die hds-Rechtsberatung zur Verfügung.

Stephanie Maffei Rechtsberatung, T 0471 310 422, smaffei@hds-bz.it


betriebsberatung

hds-bz.it/beitraege

Wirtschaftsförderung neu ausgerichtet Wettbewerbsverfahren genehmigt.

Die Landesregierung bewegt sich weg vom Gießkannenprinzip. Die neue Ausrichtung der Wirtschaftsförderung zielt darauf ab, Unternehmen selektiv bei Erfüllung bestimmter Kriterien zu fördern. Die Landesregierung hat die Richtlinien für ein Wettbewerbsverfahren für betriebliche Investitionsbeiträge genehmigt (Beschluss 353 vom 28.03.2017). Die Wirtschaftsverbände wurden in den Prozess zur Festlegung der Kriterien miteinbezogen. Dabei wurden wesentliche Vorschläge des hds berücksichtigt. Voraussetzungen, Umfang, Procedere Die neue Förderung kommt ausschließlich den kleinen und Kleinstunternehmen in den Sektoren Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistungen zugute. Den Antrag für das Wettbewerbsverfahren können Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern stellen und muss vor Beginn der Investition eingereicht werden. Der Wettbewerb sieht eine Bezuschussung im Ausmaß von 20 Prozent für Investitionen in bewegliche Güter, beispielsweise in Maschinen, Anlagen, Einrichtung oder den Fuhrpark, aber auch in Hard- und Basissoftware vor. Nicht gefördert werden reine Ersatzinvestitionen. Der Investitionsrahmen ist auf mindestens 20.000 und höchstens 500.000 Euro begrenzt. Daraus ergibt sich ein maximaler Beitrag von 100.000 Euro. Gefördert werden Investitionen, die im Jahr 2017 getätigt werden. Eingereicht werden kann ein einziger Antrag. Berücksichtigt werden Anträge, die innerhalb 31. Juli 2017 eingereicht werden. Jeder Antrag wird mit Punkten bewertet. Pluspunkte erhält man beispielsweise für Investitionen in strukturell benachteiligten Gebieten in Südtirol, die Nutzung bestehender Baukubatur,

Kooperation oder der stärkeren Internationalisierung, falls das Unternehmen ISO-zertifiziert ist oder Lehrlinge beschäftigt oder der Inhaber bzw. seine Mitarbeiter über besondere berufliche oder akademische Qualifikationen verfügen. Pluspunkte gibt es ebenso für das Zertifikat „Familie & Beruf“ oder weil die Antragstellerin als Frauenunternehmen gilt. Bis 30. September 2017 wird eine Rangordnung auf Basis der vergebenen Punkte erstellt. Diese wird in zwei Kategorien eingeteilt: eine für Unternehmen mit bis zu 9 Mitarbeitern, eine zweite für Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern. Bei Punktegleichstand von Antragstellern wird jenem der Vorrang eingeräumt, der die höhere Investition tätigt. Insgesamt stehen für diese Initiative 6 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Sollten bei einer Rangliste nicht die gesamten Mittel aufgebraucht werden, können diese auf die andere Rangliste verschoben werden. Es ist keine Mindestpunktezahl vorgesehen. Die Erfolgsquote hängt jedoch von der Anzahl der eingereichten Anträge bzw. der Höhe der von den Antragstellern jeweils getätigten Investitionen ab.

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Termin für 2018 steht fest Im nächsten Jahr wird der Wettbewerb bereits im Jänner 2018 starten. Es ist vorgesehen, dass die Kriterien für die Zukunft, falls notwendig, auf der Grundlage der bis dahin gesammelten Erfahrungen angepasst werden.

Für weitere Informationen und Hilfestellungen zum Beihilferegime durch Wettbewerb für betriebliche Investitionen von Kleinunternehmen steht Ihnen der hds gerne zur Verfügung. Vereinbaren Sie einen Termin.

Franz Josef Dorfmann, Betriebsberatung, T 0471 310 424, fdorfmann@hds-bz.it

hen sansuc Beitrag inreichen. Juli e bis 31.

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info arbeit hds-bz.it/gewerkschaftsangelegenheiten hds-bz.it/arbeit

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Lehrlinge ausbilden und einstellen: ein nützlicher Leitfaden Wer kann Lehrling sein?

Ein Lehrverhältnis der traditionellen Lehre eingehen können Jugendliche, die zwischen 15 und 24 Jahre alt sind und wenn minderjährig, die Mittelschule positiv abgeschlossen haben. Die Lehre dauert je nach Beruf drei oder vier Jahre und endet mit der Lehrabschlussprüfung. Grundsätzlich ist es auch für Lehrlinge möglich, die staatliche Abschlussprüfung (Matura) zu erreichen. Arbeitsverhältnis

Die Lehre zum Erwerb einer Qualifikation und eines Berufsbildungsdiploms (traditionelle Lehre) bietet jungen Menschen die Möglichkeit, nach der Mittelschule einen praktischen Beruf zu erlernen und die Bildungspflicht zu erfüllen. Die Lehre ist dual aufgebaut: Die Ausbildung des Lehrlings erfolgt am Arbeitsplatz und zusätzlich im Unterricht an den Berufsschulen (10 Wochen Blockunterricht). Die Unterrichtszeit ist somit integrierender Teil des Lehrverhältnisses und wird entlohnt.

Die Arbeitszeit für minderjährige Lehrlinge darf bei Jugendlichen zwischen 15 und 16 Jahren nicht mehr als 7 Stunden täglich und nicht mehr als 35 Stunden wöchentlich betragen. Für Jugendliche zwischen 17 und 18 Jahren darf die tägliche Arbeitsdauer 8 Stunden und die wöchentliche Arbeitszeit 40 Stunden nicht überschreiten. Nachtarbeit ist Jugendlichen untersagt. Überstunden für minderjährige Lehrlinge sind verboten. Außerdem haben Minderjährige Anrecht auf zwei zusammenhängende Ruhetage, von denen einer der Sonntag ist. Meldung

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Einstellung eines Lehrlings spätestens einen Tag vor Arbeitsbeginn dem Amt für Arbeitsmarktbeobachtung zu melden (telematische Meldung über das System ProNotel2). Dabei werden gleichzeitig auch alle Daten erfasst, die das Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung für die Einschreibung der Lehrlinge an der Berufsschule benötigt. Wer kann einen Lehrling aufnehmen?

Möchte ein Betrieb zum ersten Mal einen Lehrling in einem bestimmten Beruf ausbilden, muss der Inhaber oder gesetzliche Vertreter vor der Einstellung des Lehrlings, dem Landesamt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung, anhand einer Eigenerklärung mitteilen, dass er die Standards für die betriebliche Lehrlingsausbildung erfüllt. Der Ausbilder muss eine entsprechende Qualifikation (Diplom, Lehrabschluss, Berufserfahrung usw.) nachweisen und eine vom Land

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anerkannte berufspädagogische Kompetenz mitbringen bzw. diese innerhalb von 6 Monaten nach Einstellung des Lehrlings nachholen (der Grundkurs für Lehrlingsausbilder hat ein Ausmaß von 16 Stunden). Der Ausbilder muss 75 Prozent der Arbeitszeit in der Ausbildungsstätte des Lehrlings anwesend sein und bei Minderjährigen muss bei Abwesenheit des Ausbilders auf jeden Fall eine erwachsene Person anwesend sein. Die Anzahl, der in einem Betrieb beschäftigten Lehrlinge, darf 100 Prozent der beschäftigten qualifizierten Arbeitnehmer nicht überschreiten. Arbeitgeber, die keinen oder weniger als 3 qualifizierte Arbeitnehmer beschäftigen, dürfen nicht mehr als 3 Lehrlinge einstellen (gesamtstaatlicher Kollektivvertrag Tertiärsektor, Vertrieb und Dienstleistungen). Vorteile für den Unternehmer

Die traditionelle Lehre ermöglicht es Arbeitgebern, Jugendliche nach den jeweiligen unternehmerischen Werten und Bedürfnissen auszubilden und sich somit für die Zukunft qualifizierte Arbeitskräfte zu sichern, die im Betrieb bereits gut integriert sind. Entlohnung

Die Entlohnung der Lehrlinge wird zumeist von den jeweiligen Kollektivverträgen geregelt. Aufgrund der Besonderheiten und der Ausbildungspflichten, die ein Lehrvertrag mit sich bringt, haben Lehrlinge, im Vergleich zu einer bereits ausgebildeten Fachkraft, eine geringere Entlohnung.


info arbeit

Voucher abgeschaff t Für den Handels- und Dienstleistungsbereich in Südtirol gilt bei der traditionellen Lehre, dass die Entlohnung prozentual am Lohn der qualifizierten Arbeitskraft bemessen wird. Für die Lohnbemessung, deren Grundlage also der Bruttolohn der Zieleinstufung ist, gelten demnach für die ab 1. März 2017 abgeschlossenen traditionellen Lehrverträge, folgende Prozentsätze: - 1. Lehrjahr: 45 Prozent, - 2. Lehrjahr: 60 Prozent, - 3. Lehrjahr: 75 Prozent. Mit diesen Prozentsätzen wird sowohl die Arbeits- und Ausbildungstätigkeit im Betrieb als auch die externe Ausbildungszeit in der Berufsschule entlohnt. Außerdem fallen für Lehrlinge geringere Sozialabgaben an. Die Sozialbeiträge zulasten des Arbeitgebers betragen bei Lehrlingen 10 Prozent + 1,61 Prozent Pflichtbeiträge zur Finanzierung der Naspi. Eine besondere zusätzliche Beitragsbegünstigung gilt für Betriebe mit maximal 9 Mitarbeitern, die für die ersten beiden Jahre der Lehre nochmals reduziertere Sozialabgaben zahlen (1,5 Prozent im ersten Jahr, 3 Prozent im zweiten Jahr + jeweils 1,61 Prozent Naspi). Eine weitere Beitragsreduzierung für die traditionelle Lehre, die auch für 2017 verlängert wurde, sieht eine Reduzierung der Sozialbeiträge von 10 auf 5 Prozent und eine Befreiung von der Zahlung des Einmalbetrages und der Pflichtbeiträge zur Finanzierung der Naspi vor. Allerdings fehlen hier für die konkrete Anwendung immer noch die operativen

Anleitungen durch das NISF/INPS, weshalb diese Möglichkeit der Beitragsbegünstigung bisher noch keine Anwendung findet. Falls der Lehrling, nach Abschluss des Lehrverhältnisses mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag eingestellt wird, gelten für die darauffolgenden 12 Monate weiterhin die Sozialabgaben für Lehrlinge. Außerdem sind die Lohnkosten von der Berechnungsgrundlage der Regionalen Wertschöpfungssteuer IRAP absetzbar.

ne für r Lohngutschei Das System de abgetsarbeit wur de die Gelegenhei vom 25 . Nr zesdekret schaff t (Geset und te uf ka ge Bereits 17. Mär z 20 17 ). cheine, tz te Lohnguts noch nicht genu 20 17 r m 31. Dezembe können bis zu den. verwendet wer

smay r@ hds- bz

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.it

Vorteile im Vergabewesen

Im neuen Landesvergabegesetz ist vorgesehen, dass Betriebe, die Lehrlinge der traditionellen Lehre beschäftigen, bei der Vergabe von Aufträgen bevorzugt berücksichtigt werden. Für die Beschäftigung von Lehrlingen können demnach bis zu 5 Prozent der Gesamtpunktezahl betreffend alle Qualitätskriterien vergeben werden. Staatliche Beiträge

RA Sabine Mayr Stellvertretende Bereichsleiterin Arbeitsrecht und Gewerkschaftsangelegenheiten, T 0471 310 559, smayr@hds-bz.it

Um die Lehrlingsausbildung in Italien zu fördern, stellt das Arbeitsministerium 8.000.000 Euro in Form von Beiträgen von bis zu 3000 Euro pro Lehrling bereit (Projekt FIxO). Zielgruppe sind private Unternehmen, die mit eigenem Personal (Ausbilder) Lehrlinge der Lehre zum Erwerb einer Qualifikation und eines Berufsbildungsdiploms ausbilden.

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steuerberatung hds-bz.it/steuern

Fälligkeiten

en Tageseinnahm n von Automate er veralle Unternehm Ab 1. April sind inse ge Ta r re ten ih pflichtet, die Da eichern sp zu en at m to nahmen von Au eln. h zu übermitt isc at m le te d un er es di odalitäten Die genauen M d in sin t ch fli Sendep Speicher- und agenen m ah nn Ei r e de der Maßnahm Mehr n. ni 20 16 zu finde tur vom 30. Ju . .it bz savilla@hd Infos: ssomm

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Elektronische Rechnungsmeldung 2017 ... ... und MwSt.-Quartalsmeldung an die Agentur der Einnahmen. Mit Begleitverordnung zum Haushaltsgesetz 193/2016 sind ab 2017 zwei neue Meldepflichten eingeführt worden: 1) e lektronische Meldung der Einzeldaten aller ausgestellten und erhaltenen Rechnungen (Kunden-/Lieferantenliste - spesometro), 2) M wSt.-Quartalsmeldung.

Bezugszeitraum

MwSt.Einzahlung

Januar

16. Februar

MwSt.-Quartalsmeldung innerhalb 31.05. und Kunden-/Lieferantenliste innerhalb 18.09.

MwSt.-Quartalsmeldung und spesometro

Februar

16. März

/

März

16. April

/

1. Trimester

16. Mai

Nur MwSt.-Quartalsmeldung innerhalb 31.05.

April

16. Mai

MwSt.-Quartalsmeldung und Kunden-/ Lieferantenliste innerhalb 18.09.

Mai

16. Juni

/

Juni

16. Juli

/

2. Trimester

25. Juli

MwSt.-Quartalsmeldung und erste Kunden-/ Lieferantenliste innerhalb 18.09.

Juli

16. August

MwSt.-Quartalsmeldung und Kunden-/ Lieferantenliste innerhalb 18.09.

August

16. September

/

September

16. Oktober

/

3. Trimester

30. November

Nur MwSt.-Quartalsmeldung innerhalb 30.11.

Oktober

16. November

MwSt.-Quartalsmeldung und Kunden-/ Lieferantenliste innerhalb 28. Februar 2018

November

16. Dezember

/

Dezember

16. Jänner 2018

/

4. Trimester

28. Februar 2018

MwSt.-Quartalsmeldung und zweite Kunden-/ Lieferantenliste innerhalb 28. Februar 2018

Im ersten Jahr der Verpflichtung der MwSt.-Quartalsmeldung ist die Fälligkeit halbjährlich, innerhalb 18. September 2017 und 28. Februar 2018. Einmal eingeführt, ist die MwSt.-Quartalsmeldung im Mai, September, November und Februar fällig. Strafen

Die neuen Bestimmungen sind genau einzuhalten, da sehr hohe Verwaltungsstrafen drohen. Die Daten betreffend die Meldung der Einzeldaten aller aus- - Unterlassene oder verspätete Übermittlung der Meldung der gestellten und erhaltenen Rechnungen (Kunden-/Lieferanten- Einzeldaten aller ausgestellten und erhaltenen Rechnungen: liste) sind: Mindeststrafe 2 Euro pro Rechnung mit einem Maximalbetrag - Eckdaten der Beteiligten, von 1000 Euro pro Trimester. - Datum und Rechnungsnummer, -U nterlassene oder verspätete Übermittlung der MwSt.-Quartals- Bemessungsgrundlage, meldung: Mindeststrafe 500 Euro, Maximalstrafe von 2000 Euro. - MwSt.-Satz, Die Strafe wird um 50 Prozent reduziert, wenn die Übermittlung - Mehrwertsteuer, innerhalb 15 Tagen ab vorgesehener Fälligkeit oder innerhalb die- Art der Operation. sem Zeitraum die korrekte Übermittlung der Daten erfolgt. Die Daten betreffend die MwSt.-Quartalsmeldung sind: -d ie Eckdaten der monatlichen MwSt.-Abrechnung bei monatlicher MwSt.-Abrechnung oder der trimestralen MwSt.-Abrechnung bei trimestraler MwSt.-Abrechnung. Die Meldung muss auch bei MwSt.-Guthaben gemacht werden. Für Steuersubjekte mit mehreren Aktivitäten und getrennter Buchführung besteht die Pflicht, für jedes Trimester nur eine Mitteilung zu schicken. Diese enthält zusammenfassend alle Aktivitäten.

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Olivia Holzner, Gesellschaftsberatung und Steuerrecht, T 0471 310 413, oholzner@hds-bz.it


info aktuelles INFO

hds-bz.it/recht

B Istatwert betreffend die Konsumpreise für die Angleichung der Mieten (Gesetz 392/78). - Nationale Veränderung Februar 2016 – 2017 ist gleich + 1,5 % (75 % = + 1,125) und März 2016 – 2017 ist gleich + 1,4 % (75 % = + 1,05). - Veränderung in Bozen Februar 2016 – 2017 ist gleich + 1,7 % (75 % = + 1,275) und März 2016 – 2017 ist gleich + 1,7 % (75 % = + 1,275).

Achtung vor falschen Einzahlungsscheinen Der hds informiert. In letzter Zeit haben einige hds-Mitgliedsbetriebe per Post eine Zahlungsaufforderung erhalten. Sie erweckt den Eindruck, von der Handelskammer (Casellario Unico Telematico Imprese) zu stammen und verpflichtend zu sein. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Mittei-

lung der Handelskammer, sondern um einen Betrugsversuch. Der hds rät, den Betrag auf keinen Fall zu bezahlen.

B Die Indexzahl für die Abfindungen beträgt im Februar 0,773430 und im März 0,898430.

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recht@hds-bz.it

Datenschutz Der Service des hds

hds-bz.it/recht

• Datenschutzerklärungen • Beratung zur Videoüberwachung • Datenübermittlung zwischen Unternehmen • Hosting und Cloud Computing Terminvereinbarung und Infos: Stephanie Maffei, Rechtsberatung, T 0471 310 422, smaffei@hds-bz.it handels- und dienstleistungsverband Südtirol

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handels- und dienstleistungsverband Südtirol


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