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INHALTSVERZEICHNIS 1.

Komptech ....................................................................................................... 3

2.

Österreich....................................................................................................... 6 2.1

3.

Erneuerbare Energien .................................................................................. 6

Deutschland ................................................................................................... 7 3.1

4.

Erneuerbare Energien .................................................................................. 7 Europäische Union ........................................................................................ 8

4.1 4.2 4.3 5.

Gesetze........................................................................................................ 8 Abfallwirtschaft ........................................................................................... 14 Erneuerbare Energien ................................................................................ 15 Welt ............................................................................................................... 22

5.2 5.3

Abfallwirtschaft ........................................................................................... 22 Erneuerbare Energien ................................................................................ 26

IMPRINT: Komptech GmbH, Kühau 37, 8130 Frohnleiten, Österreich, Tel. +43 3126 505 - 0, Fax +43 3126 505 - 505 Autor: Joachim Hirtenfellner


Komptech Waste Abstracts Februar / February 2011

1.

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Komptech

KOMPTECH TRIFFT DEN TERMINATOR Treffen mit Arnold Schwarzenegger auf dessen Klima-Gipfel Seit Jahren steht Kalifornien unter den US-Bundesstaaten beim Schutz der Umwelt an führender Stelle. Beim „Governors‘ Global Climate Summit“, der von 15. bis 17. November 2010 in Davis (Kalifornien/USA) stattfand, wurde eindrucksvoll dargestellt, dass Umweltschutz zugleich Klimaschutz und Job-Motor in einer neuen Branche sein kann. Anlass war der Start eines von Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger initiierten Umwelt-Aktionsplans, der die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und Wirtschaft auf eine neue Basis stellt. Während internationale und nationale Umwelt-Politik je nach politischem Klima einem Auf und Ab unterworfen ist, werden auf regionaler Ebene durchaus Fortschritte erzielt. Eine Stärke des föderalistischen Prinzips der Vereinigten Staaten liegt darin, dass jeder Bundesstaat seine Vorgehensweise selbst bestimmen kann, und so die regional am besten geeignete Strategie zum Zug kommt. Ein Beispiel hierfür bietet Kalifornien mit seiner Förderung der Umwelttechnik. Dank der Anstrengungen Schwarzeneggers und der Stimmen der kalifornischen Wähler wurde die Umwelttechnik zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. ”CleanTechnology“ ist zurzeit der wichtigste Motor zur Schaffung neuer Jobs und hat sich zudem als äußerst robust gegen die Rezession erwiesen. Dieser Umstand erklärt auch die Teilnahme weiterer Bundesstaaten am Klimagipfel, die diese positiven Erfahrungen in ihre eigene nationale Strategie einbinden wollen. Auch Komptech war es ein Anliegen, an diesem Gipfel teilzunehmen. Umweltschutz und Umwelttechnik orientieren sich grundsätzlich an regionalen Verhältnissen – jedes Land und jeder Staat hat in der Abfallwirtschaft seine eigenen Vorstellungen und Ziele. Dasselbe gilt auch für die in diesem Business tätigen Unternehmen. Von Beginn an haben wir bei Komptech gelernt, damit umzugehen und diese Fähigkeit, auf diese lokalen und regionalen Bedürfnisse einzugehen, quasi in unsere DNA aufgenommen. Eine Eigenschaft, die Komptech geholfen hat, in vielen Märkten – wie auch Kalifornien - bei unterschiedlichsten Anforderungen zu wachsen. „Jedes Geschäft erfolgt lokal, auch das Green Business ist keine Ausnahme“, so die Aussage von Gouverneur Arnold Schwarzenegger am Klimagipfel. „Mit oder ohne internationale Zustimmung, die grüne Revolution schreitet in den Regionen und Provinzen mit hoher Geschwindigkeit voran. Ich habe die Energie gespürt, mit der regionale Behörden neue Ideen entwickeln, die grüne Innovationen vorantreiben, die Emissionen reduzieren und die neue Jobs schaffen, und dieser Gipfel ist eine


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einmalige Gelegenheit, unsere Erfolge auf regionaler Ebene weiter auszubauen. Gemeinsam wollen wir den Weg in eine sauberere, bessere und erfolgreichere Zukunft einleiten, die wir mit Stolz an unsere Nachkommen übergeben können“, so Schwarzenegger weiter. Notiz am Rande: Im Rahmen des Gipfels hatten Komptech-Geschäftsführer Josef Imp und Komptech USA-Geschäftsführer Johannes Pohl die Gelegenheit, Arnold Schwarzenegger persönlich kennenzulernen. Arnold Schwarzenegger zeigte sich an den unseren Produkten sehr interessiert, vor allem natürlich am Terminator von Komptech. Weitere Informationen: Andreas Kunter

KOMPTECH MEETS THE TERMINATOR On November 15-16 2010, California Governor Arnold Schwarzenegger held a Governor’s Summit in Davis, CA, accompanied by such luminaries as British Prime Minister David Cameron, Prince Charles, James Cameron, Harrison Ford and former Secretary of State George Schultz. The summit was convened to kick off Schwarzenegger’s R20 partnership of regional governments and business. Regional action is an important part of the effort to save the environment. Top-down international and national policy efforts ebb and flow depending on the political climate, but in the meantime regional progress continues. In fact, one of the great strengths of the US federal system is that individual states can try different approaches to see what works best, so that later other states or the country as a whole can adopt the best practices. California is a perfect example of this state-level approach in the clean technology field. Thanks to Schwarzenegger’s efforts and to California voters, the state has become a major force in clean technology. Currently clean tech is the state’s major job creation motor, and environmental technology has proven extremely resilient coming out of the recession. Of course other states are moving ahead as well, and so the summit was co-sponsored by the states of Michigan, Washington, Wisconsin and Oregon. Komptech was also at the summit. Komptech’s business is fundamentally local – each state, each county has its own waste treatment and other regulations, and each customer has a specific set of issues they must address. Coming from a small country like Austria that depends on serving many other markets, the ability to respond to local and regional needs is ingrained in Komptech’s DNA, and has helped us grow across the diverse US market – as well as in California.


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“All business is local, and green business is no exception”, as Governor Schwarzenegger put it at the summit. “With or without international agreements, the green revolution is moving full-speed ahead in states, regions and provinces. I have seen the power these regional governments carry in influencing and creating the new ideas that spur clean innovation, reduce emissions and create jobs, and this summit is an incredible opportunity to build on our sub national successes. Together, we are ushering in a cleaner, brighter and more prosperous future that we can be proud to pass on to the next generation.” PS: Schwarzenegger was the Terminator - and he was also the inspiration for the name of the “Terminator” shredder. Both are made in Austria, and both are green! Further Information: Andreas Kunter


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2.

Österreich

2.1

Erneuerbare Energien

-6-

ANTEIL ERNEUERBARER 2009 AUF 30,1 PROZENT GESTIEGEN: Der Rückgang des Energieverbrauchs hat in Österreich im vergangenen Jahr zu einem Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch auf mehr als 30 Prozent geführt. Der relative Zuwachs habe sich allerdings gegenüber 2008 von 4,2 Prozent auf 1,9 Prozent verringert, heißt es in einer Mitteilung von Statistik Austria. In den letzten Jahren sei der Einsatz der erneuerbaren Energien überproportional gestiegen. Die Entwicklung 2009 zeige, dass das Erreichen des von der EU vorgegebenen Ziels von 34 Prozent Anteil bis 2020 durch einen Rückgang des Gesamtenergieeinsatzes „deutlich erleichtert wird“.1

1

EUWID, S. 37, 01.12.2010


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3. 3.1

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Deutschland

Erneuerbare Energien

STUDIE: BIOENERGIEZIELE DER BUNDESREGIERUNG SIND ERREICHBAR Das Biomassepotenzial in Deutschland reicht aus, um den Endenergiebedarf an biogenen Brennstoffen abzudecken, der sich aus den Zielen der Bundesregierung ergibt. Mittels Stoffstromanalysen auf Grundlage statistischer Daten ergibt sich demnach für Deutschland im Jahr 2020 ein technisches Brennstoffpotenzial von land- und forstwirtschaftlichen Biomassen sowie Reststoffen von insgesamt ca. 1,5 bis 1,8 Exajoule (EJ) pro Jahr. Unter den getroffenen Annahmen ist in allen drei untersuchten Szenarien der Studie eine Überfüllung der Ziele des integrierten Energie- und Klimaprogramms (IEKP) für Strom und Wärme mit einheimischer Biomasse zu verzeichnen. Im Strombereich könnte Bioenergie den Autoren zufolge bis 2020 einen Anteil von 16 bis 20 Prozent erreichen. Damit würde das IEKP-Ziel von 8 Prozent deutlich übertroffen. Der Anteil von Bioenergie am Wärmeverbrauch könnte bis 2020 sogar bei 22 bis 26 Prozent liegen, während gegenwärtig nur 9,7 Prozent vorgesehen sind. Das Kraftstoffziel von 12 Prozent könne jedoch höchstens zu zwei Dritteln erfüllt werden, heißt es in der Studie.2

STROMVERSORGUNG ZU 100 PROZENT AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN MÖGLICH Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat im Rahmen eines umfangreichen Sondergutachtens bestätigt, dass eine Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien in Deutschland bereits im Jahr 2030, spätestens aber bis zum Jahr 2050 in allen betrachteten Szenarien eine herausragende Bedeutung zukommt, steigt der Anteil der Biomasse an der Stromerzeugung in den zugrunde gelegten Szenarien vor allem wegen möglicher Landnutzungskonflikte und relativ hoher Kosten nicht über etwa sieben Prozent. Die Solarenergie kommt in Abhängigkeit von der Stromnachfrage und der Höhe der Importe in den verschiedenen Szenarien unterschiedlich stark zum Einsatz.

2

EUWID, S. 1, 12.01.2011


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4. 4.1

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Europäische Union

Gesetze

BIO-WASTE STRATEGY OF THE EUROPEAN COMMISSION: On the 21st September 2010 DG Environment of the European Commission published a new working document with the title „Sludge and Biowaste“. The document is based on to changes of the bio-waste and sludge policy outlined in the Communication from the Commission on "Future steps in bio-waste management in the European Union" adopted on 18. May 2010. It aims to structure the further discussion with Member States and key stakeholders as well as to enable the Commission for a better preparation of the revision of the Directive on the use of sewage sludge in agriculture. In this context the key question of the Commission is whether this extension of the sewage sludge directive onto biowaste is justified or not? The aim of the Commission is to set minimum standards for the use of bio-wastes and sewage sludge on agricultural soils following the objective of the Soil Thematic Strategy to ensure the maximum benefit from the recovery of nutrients and parallel to limit the release of dangerous substances into the soil. In its Communication on the future steps in bio-waste management the Commission rejected the idea of a stand-alone legislation for bio-waste. Alternatively better management of bio-waste may be addressed by the revision of existing legislation: •

expansion of the recycling targets for bio-wastes in the course of the revision of the Waste Framework Directive,

definition of End-of-waste criteria for composts/digestates in the context of the Waste Framework Directive in 2011, and

revision of the EC Sewage Sludge Directive including bio-wastes by setting minimum standards for biowaste used on agricultural soils, which do not meet the End-of-waste criteria.

Commission proposes a three category system The three categories of the Commission differentiate between a product class for compost/digestates, which is freely tradable (even over boarders), a waste class for sludges and bio-wastes, suitable for the application in agriculture and a third class below the minimum quality limits, which can't be used in agriculture any more.


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The Commission emphasizes that the use of high quality compost/digestate (e.g. source-separated bio-waste) would be subject to rigorous product and production control. Manufactured products are subject to the free market and unrestricted in their use which requires a safe and low risk application. In contrary to the product class all biowastes and sludges of the waste class used in agriculture would be subject to waste permits (if relevant), soil tests and monitoring, limits of contaminations in the materials as well as maximum limits for pollutants introduced into soil over a 3-year average. Biodegradable wastes which do not meet the minimum quality for the use in agriculture shall be regulated under national legislation. The draft proposal of the Commission should be seen as a very first concept which shall be worked out in detail during the discussion with the Member States and stakeholders. Work on End-of-waste criteria for compost has started The work on the elaboration of a product standard for compost already began. Assigned, like already in the past, is the Institute for Prospective Technological Studies (IPTS) at the Joint Research Centre of the European Commission in Seville. So far the range of applicable biodegradable materials (digestates, sludges, biowaste (source segregated, mixed municipal waste) for the product standard is open. Like in the already available 2008 studies on End-of-waste criteria for compost, in which the European Compost Network was involved, we expect that the requirements for the product standard will include a list of suitable and clean input materials, requirements for the production process and product quality (nutrients, impurities, pollutants) and their declaration. The combination of the product standard with quality assurance as a monitoring tool is regarded as obligatory.


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Sewage sludge and biowaste strategy of the Commission The European Commission clearly expressed that a stand-alone regulation on biowaste is not feasible. Based on the outcome on the activated discussion on the new working document “Sludge & Biowaste” the Commission will decide until the end of 2010 whether minimum standards are included in the revision of the EC Sludge directive or not. Statements of ECN The statement of the European Compost Network ECN on the „Communication on future steps in bio-waste management in the European Union“ and on the lately published working document „Sludge & Biowaste“ can be downloaded from the ECN website www.compostnetwork.info . First expert meeting for EoW JRC/IPTS has schedules a first expert meeting on End-of-waste criteria with Member States and stakeholders for the 2nd of March 2011 in Seville. As preparation for this event ECN organises an ECN working group meeting on “Biowaste Policy” for its members on 26 January 2011 in Mechelen (Belgium).3

BIOABFALL - WELCHE STRATEGIE VERFOLGT DIE EU-KOMMISSION: Bericht von Humuswirtschaft & Kompost aktuell - Ende September hat die EUKommission ein neues Arbeitspapier zum Thema „Klärschlamm und Bioabfall“ zur Diskussion gestellt. Das Papier greift die Ergebnisse der jüngst von der Kommission veröffentlichten Mitteilung über Bioabfälle auf und dient der Meinungsbildung bei den europäischen Interessensvertretern und den Mitgliedstaaten. Im Vordergrund der Sondierung steht die Frage, ob die EU-Klärschlammrichtlinie zukünftig auch Anforderungen für die landwirtschaftliche Anwendung von solchen Bioabfällen haben soll, die einem künftigen europäischen Produktstandard für Komposte oder Gärprodukte nicht entsprechen. Nachdem die Kommission in ihrer „Mitteilung über die zukünftigen Schritte über die Behandlung von Bioabfall in der Europäischen Union“ dargelegt hat, dass eine EUweite eigenständige Bioabfallrichtlinie nicht erforderlich ist und durch die Revision bestehender EU-Richtlinien die Bewirtschaftung von Bioabfällen in Europa verbessert werden kann, setzt die Kommission auf folgende Gesetzgebungsverfahren: •

Ausweitung der Recyclingziele auf separat gesammelte Bioabfälle im Zuge der Revision der Abfallrahmenrichtlinie,

Definition des Endes der Abfalleigenschaft für Komposte und Gärrückstände im Rahmen der Abfallrahmenrichtlinie in 2011 und

Revision der EU-Klärschlammrichtlinie unter Einbeziehung der Behandlung von Bioabfällen, die nicht den Produktstandard erfüllen und in der Landwirtschaft zur Anwendung kommen.

In dem von der Kommission vorgeschlagenen Drei-Klassen-Modell unterscheidet die Kommission zwischen • 3

der Produktklasse für Kompost und Gärprodukt, die frei handelbar ist, ECN_NEWS No. 03_2010


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einer Abfallklasse für Schlämme und Bioabfälle, die in der Landwirtschaft zur Anwendung kommen können, und

einer weiteren Abfallklasse, deren stoffliche Verwertung einer restriktiven Anwendung (z.B. nur zur Deponieabdeckung) unterliegt.

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Hervorzuheben ist, dass für die Produktklasse nur Komposte und Gärprodukte aus getrennt gesammelten Bioabfällen in Frage kommen. Die Produkte unterlägen dann ohne weitere Beschränkungen dem freien Markt. Unter die Abfallklasse fallen alle sonstigen biologisch abbaubaren Abfälle, wie Klärschlämme und gemischte Siedlungsabfälle, die die Produktkriterien nicht erfüllen und daher im nationalen Abfallrecht verbleiben. Bei dem Vorschlag der Kommission handelt es sich zunächst um ein 'Gerüst', das im Zuge der Diskussion mit den Mitgliedstaaten und den Interessensvertretern weiterentwickelt werden soll. Die Arbeiten an der Ausarbeitung eines Produktstandards für Kompost haben bereits begonnen. Beauftragt, ist das Joint Research Center der EU-Kommission in Sevilla. Bisher ist offen, welche Materialien (Gärrückstände, saubere Klärschlämme, Bioabfälle) für den Produktstandard in Frage kommen. Wie aus den bereits vorliegenden Studien hervorgeht, werden für den Produktstandard Anforderungen an die Ausgangsmaterialien (Inputliste), an den Herstellungsprozess und die Produktqualität (Nährstoffe, Fremdstoffe, Schadstoffe) und ihrer Deklaration definiert. Die Bindung des Produktstandards an eine Qualitätssicherung wird als obligat angesehen. Bis 2012 soll ein Vorschlag ausgearbeitet werden.4

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VÖEB intern Nr. 193, S. 12-13, 13.12.2010


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COMMISSION LAUNCHES CONSULTATION ON MINIMUM BIOWASTE RECYCLING TARGET (EU) – The added value of setting targets for the separate collection and recycling of biowaste is one of the topics which the European Commission hopes to clarify with a new consultation. The institution’s DG Environment seeks opinions on a 36.5 per cent minimum target as a possible option in its consultation document. Stakeholder opinion is also sought on topics such as barriers to separate collection and the functioning of compost markets. The minimum target of 36.5 per cent up for discussion is derived from a scenario laid out in an annex (SEC [2010] 577) to the European Commission’s May 2010 Communication on biowaste management. The figure was the calculated midpoint between the weighted average rates of biological treatment in the EU27 (19 per cent) and the rate reported for the member state with the highest treatment level (Denmark, with a separate collection rate of 57 per cent). In a question directed primarily to the member states, the EU Commission asks what impacts would be anticipated from the imposition of the 36.5 per cent target, and specifically if studies or reports addressing this issue is available. The member states are also asked if and how this minimum target would improve or harm the implementation of the current legislation.5

BIOABFALL: EU-FÖRDERUNG IST NICHT NACHVOLLZIEHBAR Bioabfall ist ein wertvoller Sekundärrohstoff und als Kompost und im alternativen Energiemix der Zukunft zunehmend gefragt. Jedes Jahr fallen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zwischen 118 und 138 Millionen Tonnen Bioabfall an. Zwar gilt ein gemeinsames Abfallrecht, doch die Realität in den einzelnen EU-Ländern unterscheidet sich zum Teil sehr stark. Einige Länder sollen daher für ihre Abfallwirtschaftung von Brüssel finanziell unterstützt werden. Für die Autoren der CEP-Studie, die wissenschaftlichen Referenten Dr. Jan S. Voßwinkel und Dr. Götz Reichert, macht das keinen Sinn: „Die EU-Kommission will in Zukunft wesentlich stärker auf eine bessere Umsetzung des EU-Abfallrechts durch die Mitgliedsstaaten achten. Nach der Abfallrahmenrichtlinie muss sie die Bewirtschaftung von Bioabfall bewerten und nötigenfalls Maßnahmenvorschläge machen. Ihrer Auffassung nach ist das bestehende EU-Abfallrecht zwar ausreichend, wird jedoch von einigen Mitgliedsstaaten mangelhaft umgesetzt. Diese Mitgliedsstaaten sollen durch die EU im Rahmen der EU-Regionalpolitik finanziell unterstützt werden. Bis Ende 2010 will die Kommission zudem Vorschläge für Leitlinien für die Vermeidung von Bioabfall vorlegen, um die Verbreitung bewährter Praktiken zu fördern. Außerdem will sie Indikatoren entwickeln, um zu beurteilen, ob Abfallvermeidungsziele auf EU-Ebene festgesetzt werden sollten. Die Kommission fordert die Mitgliedsstaaten auf, die getrennte Sammlung von unvermeidbaren Bioabfällen mit Nachdruck zu verfolgen, um Recycling und biologische Behandlung von hoher Qualität zu ermöglichen.

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EUWID, S. 13, 15.12.2010


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- 13 -

Die Abfallpolitiken der Mitgliedsstaaten divergieren deutlich. Dies liegt einerseits an unterschiedlichen Ausgangsbedingungen, andererseits an unterschiedlich starkem Engagement in der Abfallpolitik. Einige Mitgliedsstaaten erfüllen noch immer nicht die Mindestanforderungen der Abfallrahmenrichtlinie, während andere weit darüber hinausgehen. Beispielsweise ist in Bulgarien, Estland, Griechenland, Irland, Lettland und Rumänien derzeit nicht einmal eine Sammlung aller Abfälle gewährleistet. Dies wird voraussichtlich erst zwischen 2011 (Bulgarien) und nach 2020 (Lettland) der Fall sein. Vorrangiges Ziel der Abfallpolitik in der EU muss daher, wie von der Kommission gefordert, die Einhaltung der bereits geltenden Regelungen in allen Mitgliedsstaaten sein. Eine zusätzliche neue Regulierung kann – so auch die zutreffende Auffassung der Kommission – die mangelhafte Umsetzung oder zu laxe Durchsetzung der bestehenden Rechtsvorschriften nicht ausgleichen.6

EU-KOMMISSION MAHNT 22 STAATEN ZUR UMSETZUNG DER ABFALLRAHMENRICHTLINIE Die EU-Kommission hat nach eigenen Angaben fast allen Mitgliedstaaten ein Aufforderungsschreiben wegen der Nichtumsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie geschickt. In Deutschland und in 21 weiteren EU-Staaten sei die zum 12. Dezember vorgeschriebene nationale Umsetzung noch nicht erfolgt, erklärte die EUKommission auf Anfrage von EUWID. Nur Dänemark, Österreich, Italien, Finnland und die Tschechische Republik konnten nach Auskunft der Kommission bislang eine vollständige Umsetzung melden. Der Stand der Umsetzung ist in den Mitgliedstaaten unterschiedlich. Einige Länder dürften im Frühjahr die Richtlinie in nationales Recht überführt haben, hieß es im Dezember nach einer Abfrage der EU-Kommission. Zwar hat die Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission bereits im Vorfeld signalisiert, den Mitgliedstaaten Zeit bis zum Frühjahr 2011 zu geben, um die Abfallrahmenrichtlinie umzusetzen. Spätestens ab Sommer 2011 will sie jedoch die neuen Sanktionsmöglichkeiten, die ihr der Lissabonner Vertrag einräumt, nutzen. Demnach kann die Kommission nunmehr ein Vertragverletzungsverfahren wegen Nichtumsetzung gegen einen Mitgliedstaat unmittelbar mit einem Antrag verbinden, eine Strafzahlung zu verhängen. Darüber muss zwar weiterhin der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheiden. Doch hinsichtlich der Höchstgrenze ist der EuGH an den Vorschlag der Kommission gebunden. Ziel des neuen Verfahrens ist es, das Gemeinschaftsrecht rascher umzusetzen.7

6 7

EU-Recycling und Sekundär-Rohstoffe, S. 10. 02-2011 EUWID, S. 23, 15.02.2011


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4.2

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Abfallwirtschaft

EUROPÄISCHER RECYCLINGMAKRT WEITER AUF DEM VORMARSCH: Europa behält seine starke Position innerhalb des globalen Recyclingmarktes. Nachdem die Nachfrage nach Recyclingmaterial im letzten Jahr infolge der Wirtschaftskrise rückläufig war, erhält der Recyclingmarkt in diesem Jahr durch die anziehende Konjunktur, etwa in Deutschland und Frankreich, wieder Auftrieb. Dieses Wachstum wird sich in den kommenden Jahren dank der abfallrechtlichen Vorgaben in der EU fortsetzen. Laut Schätzungen des Beratungsunternehmens Frost & Sullivan wird der Gesamtumsatz des europäischen Marktes für Abfallrecycling von 6,1 Mrd. US-Dollar im Jahr 2009 auf 7,47 Mrd. USD in 2016 ansteigen. Zu den wichtigsten Wachstumsmärkten zähle dabei Großbritannien, während die Recyclingmärkte Deutschland, Österreich und Schweiz aufgrund des höheren Entwicklungsstandes moderatere Zuwächse verzeichnen werden. Mit Abstand größter europäischer Markt für Recycling von Siedlungsabfällen ist und bleibt Deutschland. Laut Frost & Sullivan entfielen 2009 knapp 41 Prozent des Gesamtumsatzes bzw. 2,53 Mrd. USD auf Deutschland. Für 2010 wird ein Wachstum um zwei Prozent auf 2,62 Mrd. USD prognostiziert, bis 2016 soll das Marktvolumen auf rund 3,34 Mrd. USD anwachsen. Der zweitgrößte europäische Recyclingmarkt ist laut der Studie Frankreich mit einem Umsatzvolumen von rund 670 Mio. USD (2009). Dieses soll bis 2016 auf etwa 850 Mio. USD zunehmen. Hier sind die wichtigsten Player derzeit Sita mit einem Umsatzanteil von 27 Prozent und Veolia (22 Prozent). Auf den öffentlichen Sektor entfielen 2009 knapp 26 Prozent des Umsatzes. Großbritanniens markt für Dienstleistungen im Recyclingsektor machte 2009 den Angaben zufolge 710 Mio. USD Umsatz. Da das Land bei der Umsetzung der eigenen Recyclingziele zurückhänge, verspricht dieser Markt laut Frost & Sullivan langfristig gute Wachstumspotenziale. Bis 2016 wird ein Anstieg des Marktvolumens auf rund 880 Mio. USD vorhergesagt. Ebenfalls weiter kräftige Umsatzzuwächse, obgleich der Markt bereits deutlich ausgereifter ist, werden für Skandinavien vorhergesagt. Laut Frost & Sullivan machte die Region 2009 Umsätze im Recyclingsektor in Höhe von 430 Mio. USD, die bis 2016 auf etwa 540 Mio. USD ansteigen sollen. Für Spaniens und Portugals Recyclingsektor wird ein Umsatzanstie3g bis 2016 von 330 auf 390 Mio. USD prognostiziert. Ein stetiger, aber geringerer jährlicher Anstieg wird für die Alpenländer Österreich und Schweiz vorhergesagt. Hier soll sich das Marktvolumen im Betrachtungszeitraum von 450 auf 530 Mio. USD erhöhen. In den Benelux-Staaten wird sich das Marktvolumen 2016 den Schätzungen zufolge auf 550 Mio. USD belaufen, verglichen mit 470 Mio. USD im Jahr 2009.8

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EUWID, S. 13, 14.12.2010


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EU MEMBER STATES HAVE AMBITIOUS PLANS TO UP BIOGAS GENERATION (EU) – European Union member states would likely fall short of the European Commission’s targets for 2010, even though the biogas sector continued to grow at a rapid pace. In its latest “Biogas Barometer”, Eurobserver anticipated that Europe’s biogas producers would supply 8.7m tonnes of oil equivalent (Mtoe) of energy in 2010. In a White Paper issued in 1997, the European Commission set a target of 15 Mtoe for 2010. Eurobserver thus also raised doubts about EU member states’ new national long-term targets that have recently been developed. According to the Biogas Barometer, the growth prospects are particularly strong for Italy. This country only held fourth place in 2009 with 0.044 Mtoe of energy generated from biogas, but Italy is planning to expand its installed output by 2,000 MWe over the next five years. As part of efforts to achieve this target, the country’s government has fixed the feed-in tariff for biogas electricity generated from energy crops at €0.28/kWh for plants with a capacity of up to 1 MWe. Larger plants will be eligible for green certificates. Italy’s feed-in tariffs are the highest in the EU and will likely not be lowered in 2011, either. However, Eurobserver anticipates that tariffs might decline in 2012 after a review.9

4.3

Erneuerbare Energien

STROM UND WÄRME AUS FESTER BIOMASSE IN DER EU WEITER AUF WACHSTUMSKURS: Die Strom- und Wärmeerzeugung aus fester Biomasse hat EU-weit auch 2009 weiter zugelegt. Während die Stromproduktion aus fester Biomasse auf 62,2 TWh (2008: 57,9 TWh) kletterte, erhöhte sich die Primärenergieproduktion auf 72,8 Mtoe (Megatonne Öleinheit) – nach knapp 70,3 Mtoe im Jahr 2008. EU-weit bedeutendste Stromerzeugernationen aus fester Biomasse bleich Deutschland mit rund 11,4 TWh, gefolgt von Schweden mit 10,1 TWh und Finnland mit 8,4 TWh, die die Plätze zwei und drei getauscht haben. Auf platz vier liegt Polen mit 4,9 TWh. Insgesamt ist die Stromproduktion seit 2001 um durchschnittlich 14,7 Prozent pro Jahr von 28,8 TWh auf jetzt 62,2 TWh gestiegen, auch wenn sich die Wachstumsrate 2009 auf 7,4 Prozent verringert hat. Mit 62,5 Prozent stammt der meiste Strom aus fester Biomasse in der EU aus KWK-Anlagen. In Deutschland dagegen liegt der Anteil von ausschließlich stromgeführten Anlagen bei knapp 70 Prozent. Und derzeit seien EU-weit etwa 800 Biomasse-Anlagen mit einer Kapazität von rund 7,1 GW in Betrieb, wobei die installierte Kapazität auf 10 GW noch vor Ende 2013 steigen werde. Nicht in diesen Zahlen enthalten sei die vor allem in Deutschland und Großbritannien verbreitete Mitverbrennung von fester Biomasse in konventionellen Kraftwerken.

9

EUWID, S. 3, 26.01.2011


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Im Hinblick auf die Entwicklung bei Nahwärmenetzen erwartet das Marktforschungsinstitut einen moderaten Anstieg der aus fester Biomasse erzeugten Wärme. Nach 5,34 Mtoe im Jahr 2008 sei für 2009 schätzungsweise ein Volumen von 5,74 Mtoe zu erwarten. Dominiert wird dieser Markt nach wie vor von Schweden mit 2,1 Mtoe, Finnland mit 1,13 Mtoe und Dänemark mit 0,61 Mtoe. Allerdings sind in den für die EU genannten Zahlen Länder wie Frankreich, Großbritannien, Spanien und Portugal nicht enthalten. Weiterhin größter Erzeuger von Primärenergie aus fester Biomasse in der EU bleibt Deutschland mit einem Zuwachs von über 12 Prozent auf 11,2 Mtoe im Jahr 2009. Auf den Plätzen folgen Frankreich (9,8 Mtoe) und Schweden (8,6 Mtoe). Unter Berufung auf Zahlen des Bundesumweltministeriums beziffert Eurobserver die Umsätze im Sektor feste Biomasse im vergangen Jahr auf bundesweit 9,4 Mrd. € nach 7,3 Mrd. € im Jahr 2008. Insgesamt waren in Deutschland im vergangenen Jahr in diesem Sektor 79.100 Menschen beschäftigt, 500 mehr als 2008.10

EU-LÄNDER HABEN AMBITIONIERTE PLÄNE FÜR DEN BIOGAS-BEREICH Auch wenn der Biogassektor in der EU deutlich gewachsen ist, werden die Ziele der Europäischen Kommission für 2010 nicht erreicht. Eurobserver geht in seinem neusten Biogas-Barometer davon aus, dass die europäischen Biogasproduzenten im laufenden Jahr Energie liefern werden, die 8,7 Mio. Tonnen Öläquivalenten (Mtoe) entspricht. Die Europäische Kommission hatte im Jahr 1997 in einem Weißbuch das Ziel von 15 Mtoe für 2010 formuliert. Daher zieht Eurobserver auch aktuell formulierte, langfristige Ziele der einzelnen EU-Länder in Zweifel. Die EU-Länder mussten in Nationalen Aktionsplänen aufzeigen, wie sie die Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien bis 2020 erreichen wollen. Die Auswertung von 21 Plänen, die bis zum 1. Oktober bei der EU-Kommission eingereicht wurden, zeugt von ambitionierten Ausbauzielen im Biogas-Bereich. Demnach soll sich die Stromerzeugung in diesen Ländern bis 2020 nahezu verdoppeln. Während die Stromerzeugung aus Biogas im Jahr 2010 auf 27,8 TWh beziffert wird, sehen die Pläne bis 2020 eine Zunahme auf 56,4 TWh vor. Das entspricht einer jährlichen Steigerung von 7,3 Prozent. In derselben Zeitspanne wollen die Länder die Wärmeerzeugung von 1,4 Mtoe auf 3,8 Mtoe steigern. Laut Biogas-Barometer sind die Wachstumsaussichten insbesondere für Italien hoch. 2009 lag das Land mit 0,044 Mtoe Energie aus Biogas zwar nur auf dem vierten Platz, in den nächsten fünf Jahren will Italien seine installierte Leistung jedoch um 2.000 MWel ausbauen. Um dieses Ziel zu erreichen, liegt die Einspeisevergütung für Strom aus der Vergärung von Energiepflanzen bei 28 Cent je kWh für Anlagen mit einer Leistung von bis zu 1 MWel, größere Anlagen erhalten grüne Zertifikate. Damit verfügt Italien über die höchste Einspeisevergütung in der EU, die voraussichtlich auch 2011 nicht verringert wird. Eurobserver rechnet allerdings damit, dass die Vergütung 2010 durch eine Revision sinken könnte.

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EUWID, S. 15, 14.12.2010, EUWID, S. 3, 12.01.2011


Komptech Waste Abstracts Februar / February 2011

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ERNEUERBAREN-BRANCHE WARNT VOR HARMONISIERUNG DER FÖRDERSYSTEME Die Diskussion um die Zukunft der Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland wird zunehmend von einer Harmonisierungsdebatte bestimmt. EU-Energiekommissar Günther Oettinger plant, über eine Vereinheitlichung der Förderinstrumente auf EUEbene die Grundlagen für eine optimierte Erzeugungsstruktur zu legen. Dabei soll etwa Wind- und Solarenergie dort in das europäische Netz eingespeist werden, wo die klimatischen Bedingungen eine kosteneffiziente Produktion ermöglichen. Die Harmonisierungsdebatte selbst ist nicht neu. So hatte das den großen Versorgern nahe stehende Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln (EWI) im Frühjahr 2010 eine Studie veröffentlicht, die sich mit den aus Sicht der Kritiker offenkundigen Ineffizienzen des bestehenden Förderregimes für erneuerbare Energien in Europa auseinandersetzt. Die Tatsache, dass der Gro0teil der Photovoltaik-Anlagen in Deutschland errichtet wird, weil dort die Förderung besonders hoch ist, „treibt die Kosten für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in die Höhe oder verhindert, dass bei gleich hoher Investitionssumme so viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird wie es möglich wäre, wenn an den besten Standorten gebaut würde“, heißt es in dem EWI-Papier. Durch eine EU-weit harmonisierte Förderung könnten nach Berechnungen des Instituts zwischen 2008 und 2020 Kosten in Höhe von 118 Mrd. € eingespart werden.

STUDIE: 20 PROZENT BIOENERGIE BIS 2050 MÖGLICH, ABER NICHT OHNE RISIKEN Energie aus Pflanzen kann bis zu 20 Prozent des weltweiten Bedarfs an Strom und Wärme im Jahr 2050 decken, davon rund die Hälfte aus Biomasseplantagen - dies aber nur um den Preis einer deutlichen Ausweitung der Anbauflächen zu Lasten der Natur. Das ist das Ergebnis einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die nach Angaben der Autoren „erstmals das Potenzial und die Risiken der Energiegewinnung aus Biomasseplantagen in einer aufwändigen biogeochemischen Computersimulation“ ermittelt hat. Die vom Menschen genutzte Landfläche würde sich je nach Szenario um zehn bis dreißig Prozent gegenüber dem heutigen Wert vergrößern, die nötige Bewässerung könnte ich nach Auffassung der Autoren im Extremfall verdoppeln. Die Forscher rechneten verschiedene Szenarien für Biomasseplantagen durch und ermittelten Energieerträge zwischen 25 und 175 Exajoule jährlich. Während bei einem strikten Schutz von Flächen und Verzicht auf Bewässerung nur geringe Werte erreicht werden, kann die Energieproduktion bei geringerem Flächenschutz und starker Bewässerung erhöht werden. Ein mittleres Szenario brächte rund 100 Exajoule, bei einer geschätzten Verdoppelung des weltweiten Energiebedarfs von heute 500 auf 1.000 Exajoule im Jahr 2050. Zu der Energie aus Biomasseplantagen käme nach Einschätzung der Autoren voraussichtlich eine vergleichbare Menge etwa aus landwirtschaftlichen Abfällen.11

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EUWID, S. 1 und 4, 26.01.2011


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HOLZNACHFRAGE IN DER EU KÖNNTE 2030 ANGEBOT UM 400 MIO CBM ÜBERSTEIGEN Der Gesamtholzbedarf für die stoffliche sowie die energetische Nutzung steigt in den Jahren 2010 bis 2030 voraussichtlich deutlich schneller als das entsprechende Rohstoffangebot. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Rahmen des EUProjekts „Euwood“, das von der Universität Hamburg koordiniert wird. Je nachdem welche Entwicklungsszenarien auf Angebots- und Bedarfsseite zu Grunde gelegt werden, könnte die Nachfrage nach Holz in einigen Regionen der EU bereits ab dem Jahr 2015 das Angebot übersteigen. Bis zum Jahr 2030 könnte dann das potenzielle Rohholzaufkommen europaweit sogar um über 400 Mio m³ geringer ausfallen als der Bedarf. Für 2010 ermittelten die Verfasser der Studie über alle Sortimente hinweg ein potenzielles Rohholzaufkommen aus dem Forstbereich innerhalb der derzeitigen EULänder in Höhe von 686 Mio m³, einschließlich Nichtderbholz und Rinde. Verglichen mit den jüngsten Schätzungen der UNECE/FAO über den tatsächlich erfolgten Holzeinschlag im Jahr 2010 innerhalb Europas zwischen 430 und 440 Mio M³ vermittelt die Studie damit theoretisch noch große ungenutzte forstliche Potenziale. Angebotsseitig kommen weitere 308 Mio m³ Potenzial hinzu, unter anderem aus den Bereichen Landschaftspflegehölzer, Sägeresthölzer oder auch Altholz. Insgesamt belief sich demnach das realistische, potenzielle Holzaufkommen im letzten Jahr auf rund 994 Mio m³. Auf der Nachfrageseite wurde ein Rohholzbedarf in Höhe von insgesamt 825 Mio m³ ermittelt, davon 368 Mio m³ für die energetische und 457 Mio m³ für die stoffliche Nutzung. Der Hausbrand war dabei mit einem Bedarf von 155 Mio m³ größter energetischer Holzverwerter. Insgesamt lag das rechnerisch mögliche Rohholzaufkommen damit um rund 169 Mio m³ über der Nachfrage. Der Studie zufolge könnte sich die Situation allerdings bereits bis 2020 merklich zuspitzen, wenn sich der Holzbedarf auf Seiten der energetischen Nutzung auf insgesamt 573 Mio m³ bzw. um rund zwei Drittel im Vergleich zu 2010 erhöht. Mit einem geschätzten Bedarf in Höhe von 242 Mio m³ könnten dabei Biomassekraftwerke bereits über 42 Prozent des Holzbedarfs aus dem energetischen Bereich auf sich vereinen. Weitere zehn Jahre später könnte der Holzbedarf für die energetische Verwertung EU-weit sogar auf 752 Mio m³ ansteigen, davon würden mit 377 Mio m³ allein rund die Hälfte auf Kraftwerke entfallen. Neben der energetischen Verwertung oll laut der Studie aber auch der Rohstoffbedarf der stofflichen Verwertung in den kommenden zwanzig Jahren weiter ansteigen. Demnach könnte der Bedarf in diesem Bereich bereits bis 2020 um rund 16 Prozent auf 529 Mio m³ und bis 2030 insgesamt um rund 36 Prozent auf 620 Mio m³ steigen. Verglichen mit dem Ausgangswert für 2010 wird damit für die stoffliche Verwertung bis 2030 mit einem Mehrbedarf in Höhe von 162 Mio m³ gerechnet. Insgesamt errechnet die Studie damit einen Holzbedarf einschließlich Pellets in Höhe von 1,425 Mrd m³. Ausgehend von einem mittleren Mobilisierungsszenario könnte das potenzielle Derbholzaufkommen demzufolge bis 2030europaweit um rund 1,4 Prozent auf knapp 537 Mio m³ zurückgehen, entsprechend reduziert sich dadurch auch das Aufkommen an Rinde. Ein Anstieg des potenziellen Holzaufkommens wird dagegen in den Bereichen Nichtderb- und Landschaftspflegeholz erwartet, so dass letztlich mit einem realistischen Holzaufkommenspotenzial aus dem Forstbereich in Höhe von 747 Mio m³ gerechnet wird.


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Außerhalb der forstlichen Nutzung werde zudem ein Anstieg des Sägerestholzaufkommens um 21,2 Mio m³ bzw. rund 25 Prozent sowie des sonstigen industriellen Restholzaufkommens um 12 Mio m³ auf 41,7 Mio m³ erwartet. Hinzu kämen deutliche Zuwächse auch beim Aufkommen von Black Liquor (+26 Mio m³) und beim Altholzaufkommen (+15 Mio m³). Das Rohholzpotenzial innerhalb der EU könnte bei einem mittleren Mobilisierungsszenario dadurch bis 2030 über alle Quellen hinweg um rund 116 Mio m³ bzw. knapp 12 Prozent auf 1,109 Mrd m³ ansteigen. Beim Vergleich der beiden mittleren Bedarfs- und Aufkommensszenarien kommt die Studie letztlich auf eine Fehlmenge in Höhe von rund 316 Mio m³ Rohholz im Jahr 2030. Diese Differenz könnte sich bei einer geringen Mobilisierungsrate auf bis zu 424 Mio m³ erhöhen, bzw. bei einer vergleichsweise hohen Mobilisierungsrate auf 153 Mio m³ verringern.12

BIOGASERZEUGUNG BOOMT VOR ALLEM IN TSCHECHIEN UND ITALIEN Der Bau von Biogasanlagen boomt derzeit insbesondere in Tschechien und Italien. Wie hoch der Einfluss der Politik auf die Entwicklung des Biogasmarktes ist, zeigt das Beispiel Tschechien. Dort gibt es die Wahl zwischen einer Prämie zusätzlich zum Strompreis und einem festen Einspeisetarif. Beide sind für Tschechien recht hoch und haben einen Boom ausgelöst. Wellinger zufolge liegt der jährliche Zubau in Tschechien bei rund 40 Biogasanlagen. Insgesamt gebe es zurzeit 264 Biogasanlagen mit einer jährlichen Stromerzeugung von rund 1.510 GWh. Davon handele es sich bi ungefähr der Hälfte um landwirtschaftliche Anlagen. Auch in Italien haben die Einspeisetarife 2009/2010 einen Boom ausgelöst. Wellinger zufolge gibt es bereits 607 Biogasanlagen, die 5.360 GWh Strom erzeugen. Derzeit machen landwirtschaftliche Anlagen auch in Italien rund die Hälfte aller Biogasanlagen aus, den größten Anteil an der Stromerzeugung haben jedoch 141 Deponiegasanlagen mit 4.200 GWh. Hemmnisse für einen weiteren Ausbau der Biogaserzeugung sieht Piero Gattoni vom italienischen Biogasverband vor allem in der langen Genehmigungsdauer und dem unzureichenden Ausbau des Stromnetzes insbesondere in Süditalien. Das größte Ausbaupotenzial besitzt Wellinger zufolge Ungarn. Dort sei gegenwärtig die erste Großanlage mit Biogasaufbereitung und -einspeisung im Bau. Bislang existieren in Ungarn nur 47 Biogasanlagen mit einer Stromerzeugung von 181,5 GWh, allerdings wird deutliches Wachstum erwartet. Gegenwärtig sind die Einspeisetarife zwar für 20 Jahre garantiert, aber nach Einschätzung von Wellinger noch viel zu niedrig. Zudem könne die Regierung festlegen, wie viel Strom zum hohen Tarif eingespeist werden darf. Das gelte auch für Frankreich, so Wellinger weiter, wenn auch schon seit Jahren. Endlich habe das Land jedoch neue Tarife eingeführt, die nach Ansicht des EBAPräsidenten zum Bau neuer Anlagen führen sollten. Allerdings seien die administrativen Hürden immer noch zu hoch. In Frankreich befinden sich Wellinger zufolge derzeit rund 274 Anlagen mit einer Stromerzeugung von jährlich 3.300 GWh in Betrieb. In Frankreich sind, wie auch in Großbritannien rund doppelt so viele 12

EUWID, S. 11, 25.01.2011


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Biogasanlagen wie in Frankreich und auch hier wird mit deutlichem Wachstum gerechnet. Für eine gute Entwicklung des europäischen Biogasmarktes sprechen auch die Ziele der Länder in ihren Nationalen Aktionsplänen.

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MORE ELECTRICITY AND HEAT GENERATED FROM SOLID BIOMASS IN THE EU (EU) – The generation of electricity and heat from solid biomass made further progress throughout the EU again in 2009. While the generation of electricity from solid biomass jumped to 62.2 TWh (2008: 57.9 TWh), primary energy production rose to 72.8 mtoe (million tonnes of oil equivalent) compared with nearly 70.3 mtoe in 2008.

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EUWID, S. 3, 15.12.2010


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Germany remains the EU’s leading producer of electricity from solid biomass with around 11.4 TWh, followed by Sweden with 10.1 TWh and Finland with 8.4 TWh, which hat swapped second and third places. Poland was ranked fourth with 4.9 TWh. All in all, electricity generation has grown from 28.8 TWh to 62.2 TWh since the year 2001 at an average annual rate of 14.7 per cent, although the growth rate slowed to 7.4 per cent in 2009. Combined heat and power plants generated most electricity from solid biomass in the EU, accounting for some 62.5 per cent of the total. However, in Germany total electricity plants held a share of close to 70 per cent. Germany remained the EU’s largest producer of primary energy from solid biomass with a growth of more than 12 per cent to 11.2 mtoe in 2009. Next in line were France (9.8 mtoe) and Sweden (8.6 mtoe).14

HARMONISIERUNG DER FÖRDERSYSTEME FÜR ERNEUERBARE VORERST VOM TISCH Eine zügige Harmonisierung der Systeme zur Förderung erneuerbarer Energien in der EU ist offenbar vom Tisch. Bereits im Vorfeld des von den aktuellen Entwicklungen in Nordafrika und im Nahen Osten bestimmten Energiegipfels am vergangenen Freitag in Brüssel wurde deutlich, dass Deutschland entsprechende Pläne zum jetzigen Zeitpunkt nicht mittragen will. In einem Papier der Bundesregierung heißt es hierzu: „Ein EU-Fördersystem für erneuerbare Energien mit EU-weit einheitlichen Förderpreisen sieht die Bundesregierung nicht als geeignete Option an.“ Bis 2014 solle zunächst die Wirkung der im Jahr 2009 in Kraft getretenen EU-Richtlinie für erneuerbare Energien abgewartet werden. Im Fortschrittsbericht zur Bewertung der Erneuerbaren-Ziele in der EU hält auch die Kommission fest, dass weitere Investitionen in erneuerbare Energien in „erheblichem Umfang“ auf nationale Fördersysteme zurückgreifen müssten. In dem Ende Januar präsentierten Bericht merkt die Brüsseler Behörde an, dass eine Verdoppelung der Kapitalinvestitionen von derzeit 35 Mrd. € auf 70 Mrd. € pro Jahr erforderlich sei, um das 20-Prozent-Ziel bis 2020 zu erreichen. Die nationalen Fördersysteme und andere Instrumente auf EU-Ebene sollten gleichzeitig „so kosteneffektiv wie möglich“ ausgestaltet werden. „Die Konvergenz der Förderregelungen und die Marktintegration müssen verstärkt werden, um sicherzustellen, dass die erneuerbaren Energien und die dazugehörigen Technologien so bald wie möglich wirtschaftlich wettbewerbsfähig werden“.15

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EUWID, S. 3, 12.01.2011 EUWID, S. 31, 09.02.2011


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5. 5.1

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Welt

Abfallwirtschaft

DREI ZIELE FEST IM BLICK: Schon 1999 hatte sich die norwegische Regierung das ehrgeizige Ziel gesteckt, die Abfallquote unter die des Bruttoinlandsprodukts zu drücken. Damals und genauer gesagt seit 1995 stieg das Abfallaufkommen in Norwegen um 41 Prozent und das Bruttoinlandsprodukt um 40 Prozent. Haushaltsabfälle reduzierten sich erst von 2008 zu 2009 um zwei Prozent, während Industriemüll zur gleichen Zeit um fünf Prozent abnahm. Haushaltsabfälle liegen heute bei 21 Prozent. Deponierte Materialen fielen im letzten Jahr um elf Prozent auf 1,9 Millionen Tonnen, darunter auch 1,3 Tonnen an schwach belasteten Abfällen aus der Bauwirtschaft sowie Beton, Glas und Kunststoffe. Eine halbe Million bestand aus organischen Stoffen, deren Ablagerung um 18 Prozent sank – zurückzuführen auf ein Deponierverbot für biologisch abbaubare Substanzen, das im Juli 2009 in Kraft trat, und verstärkten Exporten nach Schweden zur Verbrennung. Insgesamt wurden 78 Prozent der gesammelten Abfälle nachweislich recycelt. Der Recyclinganteil an der gesamten Verwertung fiel jedoch 2009 leicht ab, während andere Behandlungsarten entsprechend zulegten. Nasse organische Abfälle stellten mit 1,7 Millionen Tonnen die größte Masse, nahmen im letzten Jahr allerdings um drei Prozent ab und wurden um 21 Prozent weniger deponiert. Der Anteil belasteter Abfälle stieg zwar seit 1995 um 67 Prozent, fiel aber im letzten Jahr um sechs Prozent; hieran dürften einen unvollständige Registrierung und die vorläufige, noch ungesicherte Schätzung Schuld tragen.16

ES FEHLT AN EINER STRATEGIE Russland braucht ein effizientes Abfallmanagement. Für die Entsorgung und Verwertung von 90 Milliarden Tonnen Abfälle sind beträchtliche Investitionen und Anstrengungen notwendig. Der russische Markt für Abfallmanagement ist in Bewegung geraten. Um den beginnenden Aufschwung im Bereich der bestehenden Entsorgung sowie beim Recycling und den thermischen Verwertungsmethoden zu fördern, müssen jedoch die veralteten Technologien der russischen Entsorgungsbetriebe erneuert, das spezifische Know-how verbessert und die Dienstleistungen diversifiziert werden. Die Technik stößt an ihre Grenzen Einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan über die strategischen Chancen auf dem russischen Markt für Abfallmanagement ist zu entnehmen, dass der Markt im Jahr 2009 Umsätze im Wert von 1.277 Millionen US-Dollar erwirtschaftet hat, und die Umsätze bis zum Jahr 2016 auf bis zu 2.166 Millionen US-Dollar klettern sollen. Zugleich gehen in Russland die Tarife für Abfallentsorgungsdienste in die Höhe und steigern damit jedes Jahr die Marktumsätze. Im Jahr 2009 erhöhten sich die Tarife 16

Sekundär Rohstoffe, S. 8, 12-2010


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abhängig von der Region um circa zehn Prozent und beeinflussten damit direkt die Umsätze der branchenspezifischen Marktteilnehmer. Wichtigste Herausforderung auf dem Markt ist derzeit, dass die Abfallverwertungsanlagen aufgrund der veralteten Technologien nicht in der Lage sind, die enormen Mengen an Abfall zu entsorgen. Der Abfall wird oft auf nicht genehmigten Deponien illegal gelagert, mit weitreichenden Folgen für die Umwelt. In Russland haben sich bis heute etwa 90 Milliarden Tonnen Abfälle gesammelt. Ein unorganisierter Markt Die russische Verbraucherzentrale informiert, dass es derzeit in Russland fünf Betriebe für die Abfallverbrennung und -verarbeitung, 39 Anlagen zur Abfallsortierung und 11.699 Schrottplätze gibt, die aus jährlich anfallenden 40 Millionen kommunalen und 2,7 Milliarden Tonnen industriellen Abfällen nur 15 und 60 Prozent jeder Kategorie entsprechend verarbeiten. Bislang ist keine wirkliche Strategie bei der Modernisierung der Abfallwirtschaft des Landes zu erkennen. Probleme bereiten nach wie vor industrielle Abfälle, die durch die Stadtwerke nicht getrennt und verwertet werden. Partnerschaften zeigen neue Wege Hoffnung verbreiten indes staatliche Programme und Investitionen von privaten Marktteilnehmern, die die technologische Entwicklung soweit vorantreiben könnten, dass Abfall einerseits die Umwelt nicht weiter verschmutzt, andererseits effizient genutzt beziehungsweise wiederverwertet wird – als Energiequelle, Dünger oder in Form recycelter Nebenprodukte, wie dies in Europa oder Nordamerika längst geschieht.17

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EU-Recycling und Sekundär-Rohstoffe, S. 30-31, 01-2011


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BioCycle, S.54-55, 12-2010


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5.2

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Erneuerbare Energien

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Die Türkei hat sehr gute natürliche Bedingungen für die Nutzung von erneuerbaren Energien. Zusätzlich wurden die rechtlichen Grundlagen für den Ausbau der erneuerbaren Energien in den letzten Jahren stetig verbessert. Das lang erwartete Gesetz für Erneuerbare Energien wurde nunmehr vergangenen Mittwoch vom türkischen Parlament verabschiedet. Es soll Investitionen fördern und neue Jobs aus dem Boden stampfen. Dennoch ist es weit davon entfernt, den Fokus der Türkei von Energieressourcen wie Kohle, Gas und Kernkraft zu ändern. "Ein Gesetz, das in einer Zeit, in der UN Vorgaben einzelne Staaten dazu antreiben, sich mehr auf den erneuerbaren Energiesektor zu konzentrieren, herausgegeben wird, sollte klarere Akzente setzen und motivierender sein." - So zumindest Energieexperte Tanay Sidki Uyar der Marmara Universität. Das Gesetz limitiert die Gesamtproduktion von lizenzierten Solarunternehmen auf 600 MW jährlich bis Dezember 2013. Was danach geschieht, darf das Kabinett bestimmen. Ein garantierter Mindestpreis von 7,3 US Cent für Windenergie und Hydroelektrik pro KW/h, 10,5 US Cent für Geothermal Energie und 13,3 US Cent für Solarenergie und Energie aus Abfallprodukten wurde durch das Gesetz garantiert. 19

Renewable Energy World Magazine, S. 10, 12-2010


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Diese Preise gelten f端r Unternehmen, die zwischen 13. Mai 2005 und 31. Dezember 2015 etabliert wurden. http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StId=591334&DstID=585


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