Ta S t y S E L E C T I O N
DIE MACHT DES DESIGNS
4€ G R AT I S M I T K AC H E N N °4 2
All exzellent Rezept.. FÄ N K T A N E N G E R P E R F E K T GEPLANGTER KICHEN UN.
KICHECHEF ZËNTER 1976.
Op vun Méindes bis Freides vu 10:00 bis 18:30 Auer a Samschdes vu 09:00 bis 18:00 Auer. 69, Parc d’activités Mamer-Cap - L-8308 Capellen - K I C H E C H E F. L U
EDITORIAL
VON GU T EM U ND SCHÖNEM ... U N D DESIGN! W
ir sagen es immer wieder gerne: Bei in Ihrer Küche griffbereit? Immerhin gehen KACHEN dreht sich alles darum, für KACHEN und Küche Hand in Hand … Sie über „alles Gute und Schöne in LuxemDas französische Wörterbuch Larousse defiburg“ zu berichten. Da lag es auf der Hand, in niert Design treffend als „Disziplin, die auf eine diesem Frühlingsspecial etwas tiefer in das Harmonisierung des menschlichen Umfelds Thema Design einzutauchen. abzielt, von der Gestaltung von GebrauchsgeAlles, was uns umgibt, ist Design. Es hat genständen bis hin zur Stadtplanung“. Und so einen positiven (oder negativen) Einfluss haben wir Spezialisten der besten Restaurants auf unsere Gefühlswelt, zieht uns an, wirft Luxemburgs getroffen, um mit ihnen über ihre Fragen auf, fesselt und schockiert uns neuesten Innovationen zu sprechen, darunter manchmal sogar. Design kann für eine Technologien, die dazu beitragen, Stress zu Epoche stehen, einen Trend, einen Lebens- reduzieren und das Wohlbefinden zu steigern, abschnitt. Es kann modern oder nostalgisch sowie über aktuelle Farbpaletten. anmuten, persönlich sein oder aus einem In dieser Ausgabe kommen im GroßherzogPlanungsbüro stammen, zugänglich oder tum lebende Architekten, Innenarchitekten, unnahbar sein, prunkvoll oder schlicht. Vintage-Möbel-Profis und Künstler zu Wort, Seit 2023 berichten wir in unserem die uns in die Trends und Must-haves unseAll Rezept quartalsmäßig erscheinenden Magazin rer Epoche einweihen und uns ihre Sicht auf KACHEN in der Rubrik „Restaurant Design“ die Entwicklung und die Perspektiven des über Dekor, Interieur und Ambiente der Designs vermitteln. Immer vor dem HinterRestaurants des Großherzogtums und stel- grund des wichtigen Themas Nachhaltigkeit, K I C Hder E NGastronomen D E S I G Ndas E RjederZ auf Ë Nseine T EWeise R 1angeht, 9 7 6sei . es durch len den Ideenreichtum ins Rampenlicht. Denn ein Restaurantbe- das Recyceln von Möbeln, die Verwendung such – das ist den Küchenchefs vollkommen von Vintage-Objekten oder die Nutzung orgabewusst – ist auch ein visuelles Erlebnis: Er nischer Farben ... Denn Design ist ein Produkt ist Gaumen- und Augenschmaus zugleich. seiner Zeit und inspiriert sich an aktuellen Ein Best-of der Design-Rubrik erwartet Sie Herausforderungen. Wir hoffen indes nur in dieser Ausgabe. eines: dass alles Gute und Schöne so nachhalApropos Ausgabe: Wo heben Sie eigentlich tig wie möglich sein möge, um Sie zeitlebens Ihre Magazine auf? Halten Sie sie womöglich visuell und geschmacklich zu verwöhnen.
FÄ N K T A N E N G E R P E R F E K T DURCHDUECHTER KICHEN UN.
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I N H A LT
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TRENDS D E S I G N & A R C H I T EK T U R 2 0 2 5
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A EG W I E I N T EL L I G EN T E G ER ÄT E D EN A L LTAG ER L E I C H T ER N
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NEWS D I E N E U E S T EN I D EEN D ER GA S T R O N O M EN
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R E S TAU R A N T- D E S I G N B E S T- O F AU S K AC H EN
IMPRESSUM 20
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R E N OVAT I O N N E U ER LO O K F Ü R L É A L I N S T ER
STYLE E I N M AG A Z I N D E R S E R I E „Ta S t y s e l e c t i o n “
SELEKTION
V E R L AG LU X E TA S T E & S T Y L E S . À R . L .
S EC H S S P I T Z EN KÖ C H E Z E I G EN I H R G E S C H I R R 24
INTERVIEW A M A N D I N E M A R OT E AU X
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INTERVIEW
GESELLSCHAFTER B I B I W I N T E R S D O R F ( 5 0 %) M AU R I Z I O M A F F E I ( 5 0 %) E I N G E T R AG E N E R F I R M E N S I T Z 4A RUE DE CONSDORF L- 6 2 3 0 B EC H
D O M I N I K A WO J T KOW S K A- B A N A S Z EK
B E T R I E B S S TA N D O R T 11 UM LENSTERBIERG L- 6 1 2 5 J U N G L I N S T E R
PORTRAIT
RCS B191218
R O B V I N TAG E
NIEDERL ASSUNGSGENEHMIGUNG 1 0 0 5 1 8 1 3/ 1
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FAVO R I T E N D E S I G N - O B J EK T E , D I E M A N K EN N EN S O L LT E
C H E F R E DA K T I O N BIBI WINTERSDORF
MIELE
L E K T O R AT MY R I A M W E L S C H B I L L I G
1 2 5 JA H R E Q UA L I TÄT U N D I N N OVAT I O N 44
KUNST „ FA L L EN T R EE S “ I N O S A K A
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KUNST C H A R LOT T E PAY E T: AU S P L A S T I K W ER D E K U N S T
ÜBERSETZUNG A N N EG R E T T R I P O D I A R T- D I R E K T O R MARC DOSTERT GRAFIK E N I A H A EC K KO N TA K T I N F O @TA S T Y. LU ANZEIGEN S A L E S @TA S T Y. LU
F Ü R W E I T E R E I N F O R M AT I O N E N B E S U C H E N S I E W W W.TA S T Y. L U I S S N 3 0 8 2- 9 3 6 4 H I N T E R L EG T I N D E R N AT I O N A L B I B L I OT H E K LU X E M B U R G ( B N L ) DRUCK J O H N E N - P R I N T LU X E M B O U R G 20.02. 2025 © 2 0 2 5 LU X E TA S T E & S T Y L E S . À R . L . A L L E R EC H T E VO R B E H A LT E N . U R H E B E R R EC H T S L I Z E N Z E N E R H Ä LT L I C H B E I LU X O R R ( LU X E M B O U R G O R G A N I S AT I O N FOR REPRODUC TION RIGHTS) W W W. L U X O R R . L U
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C A R L O T TA B E N E D E T T I
DESIGN- U N D A RCHI T EK T U RT R EN DS 2025 Carlotta Benedetti ist eine italo-amerikanische Architektin, die seit 20 Jahren in Luxemburg lebt. Ihre Projekte führen sie durch ganz Europa, wo sie Wohnungen, Häuser und öffentliche Gebäude entwirft. Eines ihrer jüngsten Projekte? Die Gestaltung des Uniqlo-Geschäfts an der Grand-Rue in Luxemburg-Stadt, in Zusammenarbeit mit einem globalen Team von Architekten und Ingenieuren. TEXT MARION FINZI
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arlotta beschreibt sich selbst als eine engagierte Architektin, die, nachdem sie die Bedürfnisse ihrer Kunden analysiert hat, diese durch jede Phase ihres Projekts begleitet: „Ich dränge nie meinen eigenen Geschmack auf, sondern helfe meinen Kunden, ihre Bedürfnisse zu verstehen, damit sie den bestmöglichen, maßgeschneiderten Lebensraum erhalten.“ Ein wesentlicher Aspekt ihrer Arbeit ist es, sich mit den neuesten Designtrends auseinanderzusetzen. Ideen findet sie reichlich auf Design-Messen. Ihre Lieblingsmesse? Der „Salone del Mobile“, der jedes Frühjahr in Mailand stattfindet. „Es ist stets eine Gelegenheit, sich inspirieren zu lassen und die neuesten Trends aus aller Welt zu entdecken.“ Carlotta verrät uns sechs Trends, die das Jahr 2025 prägen werden.
TRENDS
T EX TILIEN & REL IEFS Wandverkleidungen wie Holzoder Stoffpaneele werden Ihrem Innenraum Stil verleihen. Decken oder Wände können ebenfalls mit 3D-Ornamenten oder Stuck verziert werden, um dem Raum mehr Tiefe zu verleihen.
© ORAC DECOR
EIN NAC HHALT IG ES INT E R IE U R Im Jahr 2025 wird der Fokus auf der Entdeckung und Förderung der umweltfreundlichsten Materialien liegen. Eines davon ist eine organische Farbe, die ohne chemische Inhaltsstoffe auskommt. In Luxemburg bietet z. B. Peintures Robin in Leudelange hochwertige organische Farben an.
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TRENDS
KURVENL INIEN In diesem Jahr sind rechte Winkel passé; der Trend geht zu geschwungenen Formen. Sofas, Couchtische, Stühle, Türen – alles wird kurvige Formen annehmen und so Komfort und Bewegung in den Raum bringen.
DIE T EC HNIK DE S „CO LO U R DR ENC HING“ Dieser neue Trend besteht darin, eine einzige Farbe für den gesamten Innenraum zu wählen: Wände, Decken und sogar Möbel wie Sofas und Teppiche werden in der gleichen Farbe gehalten. Eine mutige Wahl, die eine ultra-bequeme, immersive Erfahrung schafft, fast wie eine riesige Umarmung, sobald man den Raum betritt.
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TRENDS
B EQUEME MATERIAL IEN Samt kennt jeder – ein zeitloses Material, das einem Innenraum einen eleganten und angenehmen Touch verleiht. In diesem Jahr wird Samt jedoch in einer „TechVariante” erhältlich sein, die ihn ebenso komfortabel, aber widerstandsfähiger gegen Flecken macht. Ein Muss!
EIN INT E LLIG ENT ER WASSER HAHN, DER K AF F EE M AC HT Der Hype um „smarte“ Technologien setzt sich fort und entwickelt sich weiter in unseren Innenräumen, immer mit einem Augenmerk auf Nachhaltigkeit. Die neueste „smarte“ Innovation, entwickelt von Gessi, wird bald in unsere Küchen einziehen: Ein intelligenter Wasserhahn, der die Wassertemperatur anpasst, es mit Kohlensäure versetzt oder es sogar in Kaffee verwandeln kann.
© GESSI
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W IE IN T ELLIGEN T E GER ÄT E DEN A LLTAG ER LEICH T ER N Vernetzte Geräte sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch im Haushalt haben fortschrittliche, praktische und intelligente Technologien längst Einzug gehalten. Gemeinsam mit AEG haben wir uns diese Geräte der neuen Generation einmal genauer angeschaut.
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as Leben im Jahr 2025 ist schnelllebig: Arbeit, Kinder, Haushalt – alles will unter einen Hut gebracht werden. Ein Glück, dass uns intelligente Geräte das Leben leichter machen. Das Stichwort lautet: Konnektivität.
B E N U T Z E R F R EU N D L I C H E G E R ÄT E Das Erste, was man benötigt, um in dieses Abenteuer zu starten, ist ein Smartphone. So weit, so gut. Auch der zweite Schritt ist mit Leichtigkeit zu meistern: Die Haushaltsgeräte-App muss heruntergeladen werden. „Bei uns heißt sie einfach AEG-App“, erklärt Marc Veneziano. Der Account-Manager von AEG ist für Küchenhersteller in Luxemburg verantwortlich. „Als Nächstes muss das Gerät mit dem Haus-WLAN verbunden werden.“ Dann gilt es, herauszufinden, wie das Telefon mit dem jeweiligen Haushaltsgerät gekoppelt wird. „Die Produktnummer ist am Gerät vermerkt
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und im Allgemeinen recht einfach zu finden. Sie können sie manuell in die App eingeben oder den QR-Code scannen, der sich an derselben Stelle befindet.“
EINE INTUITIVE APP Diese Vorarbeit ist praktischerweise nur einmal erforderlich. Sobald alles richtig verbunden ist, geht es weiter mit den sehr einfach zu bedienenden Programmen. „Die App ist intuitiv und unkompliziert“, erklärt der AEGSpezialist. „Man muss nur auf das angeschlossene Gerät klicken, das man verwenden möchte, und sich von der App leiten lassen.“ Und schon bieten sich mit den neuen vernetzten Haushaltsgeräten etliche Möglichkeiten. Bühne frei für mehr Flexibilität, mehr Effizienz ... und weniger Stress!
S T R E S S L A S S N AC H
„DIE APP IST INTUITIV UND U N KO M P L I Z I E R T. M A N M U S S N U R A U F D A S G E R ÄT K L I C K E N U N D S I C H LEI T EN L A S S EN .“ MARC VENEZIANO
Angebranntes, verkochtes oder nicht vollständig gegartes Essen: Mit der neuesten Ofengeneration gehören diese Sorgen nun der Vergangenheit an. Stellen Sie sich folgende Szene vor: Samstagabend, Ihre Gäste kommen schon bald. Als Sie sich oben im Bad fertigmachen, fällt Ihnen ein, dass das Fleisch zwar im Ofen, dieser aber nicht eingeschaltet ist. Ein Glück, dass Sie das Gerät von Ihrer App aus steuern können! Sie starten den Ofen mit Umluft, wählen die Garstufe für Ihren Braten aus (den Kerntemperaturfühler hatten Sie bereits ins Fleisch gesteckt) und die restliche Arbeit, von der Temperatur hin zur Garzeit, übernimmt Ihr Ofen. Ganz entspannt können Sie sich dann wieder Ihren Vorbereitungen widmen. Stress – was war das noch einmal?
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„W I R A R B E I T E N AU C H M I T K Ü N S T L I C H E R INTELLIGENZ. WENN ICH EIN REZEPT IM INTERNET FINDE, OPTIMIERT D E R O F E N E S S E L B S T.“ MARC VENEZIANO
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OPTIMIERUNG VO N R E Z E P T E N Doch das ist längst nicht alles: „Wir arbeiten mittlerweile auch mit künstlicher Intelligenz“, erklärt der AEGReferent. „Wenn ich ein Rezept im Internet finde, zum Beispiel auf der AEG- oder auch der KACHEN-Website, kann ich es in die App eingeben. Diese fragt dann, ob das Rezept an die Funktionen des Ofens angepasst werden soll oder nicht. Wenn man zustimmt, optimiert der Ofen das Rezept selbst. Ein Dampfbackofen fügt zum Beispiel bei Bedarf etwas Dampf hinzu, damit das Gericht noch saftiger wird. Er achtet auf Energieeffizienz, fügt eventuell zehn Minuten Garzeit hinzu oder reduziert die Hitze, immer mit dem Ziel, das Rezept zu optimieren.“ Wer hat noch nicht von solch einer Unterstützung beim Kochen geträumt?
E I N KO M P L E T T V E R N E T Z T E R H AU S H A LT Ein smarter Backofen ist schon eine feine Sache, aber ein Blick auf die kleine AEG-App genügt, um zu wissen, dass da noch viel mehr geht. So weist Sie die App darauf hin, dass Ihnen bald die Geschirrspül-Tabs ausgehen, dass der Kohlefilter der Dunstabzugshaube ausgetauscht werden muss (denn die App zählt, wie oft Sie sie benutzen!). Sie warnt Sie, wenn die Tür des Gefrierschranks im Keller offen steht, achtet darauf, dass Ihre Waschmaschine so läuft, dass am wenigsten Energie verbraucht wird – und sagt Ihnen auch Bescheid, wenn die Wäsche schließlich fertig ist. Kein Wunder, dass AEG die beliebteste Haushaltsgerätemarke Luxemburgs ist! Durch das Haus hetzen, um nachzusehen, ob alles läuft, wie es soll? Damit ist jetzt Schluss. Vernetzte Haushaltsgeräte sind ein echter Zeitgewinn. Sie stehen für mehr Qualität und Effizienz, einen geringeren Energieverbrauch ... und vor allem weniger Stress!
AEG.LU
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NEWS
Z W EI-STER NER ESTAUR A N T SETZT AUF MUR A NO -KUNST Zum Jahresauftakt 2025 gönnen Cyril und Anne-Sophie Molard ihrem Zwei-Sterne-Restaurant „Ma Langue Sourit“ eine behutsame Verjüngungskur. Den Auftakt macht eine besondere Entdeckung im Wintergarten: Die preisgekrönte „Murano Bulb“ des italienischen Designers Marcantonio - eine raffinierte Verschmelzung von Glühbirne und Kronleuchter, die sich beliebig einsetzen lässt und bei der Venice Design Week 2024 für Furore sorgte. Ein Dutzend dieser edlen Leuchten, allesamt in Handarbeit von einem Murano-Meister gefertigt, taucht den Raum jetzt in stimmungsvolles Licht. Mit Blick auf die helle Jahreszeit wollte der Küchenchef auch das übrige Ambiente aufhellen: Die Tische bekommen hellere Lederbezüge, die unteren Wandbereiche im Eingangs- und Hauptraum eine edle Polsterung. „Eine drei Zentimeter starke Stoffverkleidung in hellem Beige sorgt künftig für noch mehr Atmosphäre. Die Stuhlkissen werden im gleichen Material, aber in warmen Terrakotta-Tönen bezogen“, verrät Anne-Sophie Molard.
STA R-DESIGNER TR ISTA N AUER GESTA LTET V ILL A PÉTRUSSE Nach fünfjähriger behutsamer Sanierung öffnet die denkmalgeschützte Villa Baldauff am 1. April als Luxushotel Villa Pétrusse ihre Türen in Luxemburg. Mit der Neugestaltung wurde der renommierte lothringische Innenarchitekt und Designer Tristan Auer beauftragt. Der gefragte Umbauspezialist machte sich bereits mit der Neukonzeption prestigeträchtiger Häuser wie dem Pariser Hôtel de Crillon und dem Carlton in Cannes einen Namen. Für dieses aktuelle Projekt „greift die Einrichtung gekonnt den einzigartigen Charakter des Hauses auf - von liebevoll restaurierten historischen Details wie den kostbaren handgefertigten Tapeten nach Motiven von Sosthène Weis bis hin zu eigens entworfenen Möbelstücken“, heißt es seitens des exklusiven Hauses. Dabei betont man, dass „die Villa Pétrusse trotz ihrer herrschaftlichen Räume die persönliche Atmosphäre einer luxuriösen Privatresidenz bewahrt hat - hier fühlt man sich von der ersten Minute an wie zu Hause, nicht zuletzt dank der warmherzigen und aufmerksamen Betreuung.“
© A M AURY L APARR A
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R E S TA U R A N T- D E S I G N
K ACHEN F Ü R S AUGE! Da wir uns bei KACHEN nicht nur für das Gute, sondern auch für das Schöne in und um Luxemburg interessieren, spüren wir in unserer Rubrik „Restaurant Design“ seit 2023 Restaurants auf, die das gewisse Etwas in Sachen Einrichtung haben. Hier haben wir für Sie ein kleines „Best-of“ dieser Rubrik zusammengestellt und heben dabei jeweils ein Dekorationsoder Designelement hervor, das uns sofort ins Auge gesprungen ist. Ob Objekte von angesagten Designern, Handwerkskunst aus regionalem Holz, Werke von Künstlern, Schätze vom Flohmarkt oder einfache Serienreproduktionen – jedes Detail kann einem Restaurant seine eigene Persönlichkeit und Originalität verleihen. Und genau das lieben wir!
M A LA N G UE SOURIT K ACHEN N °3 4 FRÜHJAHR 202 3
Das Zwei-Sterne-Restaurant in Moutfort gönnt sich zum Frühling eine kleine Auffrischung. Während einige Hängeleuchten durch neue ersetzt wurden (siehe links), kann man hier nach wie vor die Gemälde des Hauskünstlers Toma bewundern. Seine farbenfrohen, von Tieren inspirierten Werke entwickeln sich im Laufe der Jahreszeiten – ganz wie die Gerichte von Cyril Molard.
LA G R A P P E D’O R K ACHEN N °35 SOMMER 202 3
Die Einrichtung dieses SterneRestaurants in Arlon, geführt von Clément Petitjean und Monia Aouini, ist auf jeden Fall einen genaueren Blick wert. Auf dieser Entdeckungsreise durch das sanfte, pastellfarbene Paradies fallen besonders die weißen SelettiWandvasen in Form anatomischer Herzen auf. Die Inneneinrichtung wurde vom luxemburgischen Einrichtungs- und Dekorationsbüro Milkshake orchestriert.
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U M P LAT EAU K ACHEN N °36 HERB S T 202 3
Das Restaurant von Stéphanie Jauquet hat 2023 sein Erscheinungsbild verändert. Besonders hervorzuheben sind die „So Seventies“-Discokugeln – Kunstwerke des niederländischen Kollektivs Rotganzen aus ihrer Kollektion „Quelle Fête!“. Diese Discokugeln wirken etwas verformt oder scheinen zu schmelzen, ähnlich wie Dalís zerfließende Uhren.
CO M E À L A MAISON K ACHEN N °37 WINTER 202 3
Bei 3.000 m 2 Einrichtung, meisterhaft kuratiert vom ehemaligen Dekorateur und heutigen Inhaber der Come-àla-Maison-Gruppe, Séverin Laface, fällt die Auswahl schwer. Unser Augenmerk fiel auf die riesigen HolzFenster, die einen der Räume dieses gewaltigen Restaurants abtrennen. Sie stammen aus einem ehemaligen Eisenbahndepot in Arlon, das vor über 25 Jahren geschlossen wurde und dessen Elemente der Hausherr bei einer Versteigerung ergatterte. Ein Stück Kulturerbe, das hier ein neues Leben gefunden hat – so schön kann nachhaltige Dekoration sein!
G U ILLO U CAM PAG NE K ACHEN N °38 FRÜHJAHR 2024
Rund um die familiären Möbel ist die Dekoration von Guillou Campagne schick und klassisch. Der exzentrische Akzent: kleine, eigens für das Restaurant angefertigte Rahmen mit „besonderen Vögeln“ – Kreationen von Pierre-Yves Dayot, einem befreundeten bretonischen Künstler von Katell Guillou.
R E S TA U R A N T- D E S I G N
NAGA K ACHEN N °39 SOMMER 2024
Ein Hauch von Orient, Asien und Mittelmeer: Auch wenn das Naga in Mondercange bald ein neues Design erhält, beeindruckten uns besonders die eindringlichen Riesenporträts des deutschen Fotografen Mario Gerth, die sich über den Tischen in den Séparées befinden.
LA VIL L A D E CA M ILLE ET JUL IEN K ACHEN N °40 HERB S T 2024
Dieses Sterne-Restaurant besticht durch seine erlesene Einrichtung. Gegenüber dem Eingang verschwindet die große Stahlbar fast völlig unter hausgemachten Arrangements. Um einen imposanten Ast herum, den Camille Tardif während des Lockdowns bei einem Spaziergang Wald gefunden hat, drängen sich große Vasen mit getrockneten Blumen und Gräsern. Ein Beweis dafür, dass auch die Natur auch Prunkstücke fürs Innendesign liefern kann.
OPÉRA K ACHEN N °41 WINTER 2024
Die schlichte Einrichtung des im Oktober 2024 eröffneten Opéra setzt einen spielerischen Akzent durch die gelungene Zusammenarbeit mit einem Künstler: Frank Jons. An den Wänden des Restaurants stellt der Maler, der sich durch seinen ausdrucksstarken Einsatz von Farbe in der luxemburgischen Kunstszene einen Namen gemacht hat, mehrere seiner modernen Werke aus.
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R E N O VAT I O N
NEUER LOOK FÜR LÉA LINSTER Nach der Modernisierung der Küche hat das Restaurant Léa Linster nun auch den Speisesaal neugestaltet. Mit mehr Wärme, besserer Akustik und cleveren Service-Details will man den Gästen gleichzeitig ein besseres Elebnis mit mehr Wohlfühlatmosphäre bieten. TEXT CHAREL HEINEN FOTOS MARC DOSTERT
„V
iele Gäste fanden das Ambiente etwas kalt und unpersönlich. Also haben wir den Saal moderner und gleichzeitig gemütlicher gestaltet“, erklärt uns Njomza Linster, die verantwortungsbewusste Leiterin und zugleich Herz und Seele des Gästebereichs. Ein gewisser Wiedererkennungswert bleibt aber erhalten: „Wir bleiben bei unseren traditionellen Weiß- und Beigetönen.“ Das Innenarchitekturbüro NJOY, das bereits mit mehreren erfolgreichen Projekten in der Gastronomie überzeugen konnte, wurde mit dem neuen Design beauftragt. Die Renovierung lief in Etappen ab, denn das große, alte Gebäude machte die Arbeiten aufwendig. „Wir haben im August während der Sommerpause angefangen und uns Schritt für Schritt vorgearbeitet“, so Linster. Die letzten Dekoelemente folgen voraussichtlich in den Osterferien. „Für unsere Gäste ist das spannend – sie entdecken bei jedem Besuch neue Details.“
OPTIMISIERTE AKUSTIK Der Speisesaal wurde durch einen Durchbruch vergrößert, was den Schall verstärken könnte. Teppichböden und schallabsorbierende Elemente an Wänden und Decken sorgen dafür, dass es angenehm ruhig bleibt. Die
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neue Raumaufteilung bietet zudem mehr Flexibilität: Im Hauptsaal kann ein großer Tisch untergebracht werden, während kleinere Gruppen im Nebensaal ungestört bleiben. Die veränderte Anordnung ermöglicht es, verschiedene Anlässe parallel abzuwickeln – vom großen Familienessen bis zum Geschäftsessen –, alles in angenehmer Atmosphäre. „Form follows function“ – das erste Gebot des guten Designs darf man auch beim Entwurf eines Speisesaals nicht vernachlässigen. Der Umbau soll nämlich den Service optimieren: „Mir war wichtig, dass unser Team möglichst wenig den Saal verlassen muss und die Gäste immer im Blick behält“, erklärt Njomza. Deshalb wurden praktische Stationen für Gläser, Besteck und Getränke direkt im Raum eingerichtet. Diese kleinen Servicestationen sparen nicht nur Wege, sondern sorgen auch für einen ruhigeren Ablauf im Saal.
EINE INTIMERE ATM O S P H Ä R E Auch die Toiletten wurden neu gestaltet. Hier setzte man auf eine intimere Atmosphäre, mit warmer, gedämpfter Belichtung, um einen Kontrast zum Speisesaal zu erzeugen. Während die Damentoiletten mit Pflanzen und Blumen dekoriert sind, schmücken einige humorvolle Bilder des Künstlers SUMO die Herrentoiletten. Mit dem neuen Look bleibt das Léa Linster seiner Linie treu: klassisch, aber jetzt mit mehr Wärme und einem Plus an Funktionalität. Das Restaurant bleibt also, was es immer war: ein Ort für guten Geschmack – und jetzt auch für noch mehr Wohlgefühl.
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D I E WA H L D ER S P I T Z EN KÖ C H E
PER FEKTE TISCHKULTUR Wenn Köche ein Gericht kreieren, spielt die Wahl des perfekten Geschirrs eine entscheidende Rolle, um ihre kulinarischen Kreationen optimal zur Geltung zu bringen. Sechs Spitzenköche haben uns verraten, welche Teller sie verwenden – und warum.
ARCHIBALD DE PRINCE RES TAUR ANT ARCHIBALD DE PRINCE R AK PORCEL AIN
Bei der Wahl seines Geschirrs musste Chef Archibald De Prince nicht lange überlegen. RAK Porzellan, bekannt für seine hohe Qualität und Robustheit, die optimale Langlebigkeit garantiert, in Kombination mit raffinierter Präsentation war die natürliche Wahl. „Wir haben uns für die neue Bone-China-Kollektion entschieden, deren schlichte, edle Gestaltung unsere kulinarischen Kreationen perfekt zur Geltung bringt“, erläutert der Küchenchef.
R E N É M AT H I EU RES TAUR ANT FIELDS * SIMON BENNE Y – KERNOW WOOD ART
Der Chef für pflanzliche Gourmetkost René Mathieu arbeitet für sein Geschirr mit Simon Benney, einem lokalen Kunsthandwerker zusammen, der sich auf Holz spezialisiert hat. Zuerst entwirft der Koch selbst die Schalen und Teller nach seinen Vorstellungen, dann durchstreift der Handwerker die luxemburgischen Wälder, um das Holz zu sammeln, zu schneiden und zu verarbeiten. „Dieses Geschirr verkörpert perfekt unsere Philosophie der Natürlichkeit und Nachhaltigkeit“, verrät der Koch.
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SELEKTION
LO U I S L I N S T E R RES TAUR ANT LÉ A LINS TER * COQUE T, S TOCK M ANS , PERGAY & S TUDIO M AT TES
Louis Linster legt großen Wert auf die Wahl seines Porzellans, das sich harmonisch in das Ambiente seines Restaurants einfügt. Dafür arbeitet er mit verschiedenen Herstellern, wie Coquet, Stockmans, Pergay, Studio Mattes und diverse japanische Marken, um eine hochwertige Präsentation seiner Gerichte zu gewährleisten. Dabei kommen sowohl Serienkollektionen als auch maßgefertigte Stücke zum Einsatz, die speziell an seine Anforderungen angepasst wurden.
CYRIL MOL ARD RES TAUR ANT M A L ANGUE SOURIT ** LOANA SCHMIT – ATELIER M AUSI
Der bevorzugte Teller des Zwei-Sterne-Kochs Cyril Molard stammt aus Belgien und wurde speziell für Ma Langue Sourit von Loana Schmit aus dem Atelier Mausi handgefertigt. Jeder einzelne Teller ist vollständig von Hand geformt und gehämmert, wodurch jedes Stück ein Unikat ist. Diese handgefertigten Keramiken folgen einem umweltfreundlichen Produktionsprozess: „Von der Auswahl der Rohstoffe bis zur Lieferung an den Kunden“, erklärt die Keramikkünstlerin.
RYÔ D Ô K A J I WA R A RES TAUR ANT RYÔDÔ * K ANTA KOZ AKI
Der Lieblingsteller des japanischen Sternekochs Ryôdô Kajiwara stammt aus Deutschland, hat aber eine Geschichte, die tief in Japan verwurzelt ist. Er wurde von Kanta Kozaki, einem in Deutschland lebenden japanischen Keramikkünstler, gefertigt. Jedes Stück ist komplett handgefertigt. „Seine Werke haben eine unverkennbare japanische Ästhetik und bringen gleichzeitig eine einzigartige Originalität mit, die sich von traditionellem japanischem Geschirr abhebt“, erklärt der Koch.
C LOV I S D EG R AV E RES TAUR ANT GRÜNE WALD CHEF’ S TABLE CHARLIE M ARTENS – S TUDIO M AT TE S
Clovis Degrave schätzt besonders einen Teller, der von Charlie Martens, dem Gründer von Studio Mattes in Belgien, entworfen wurde. In seinem Restaurant Grünewald Chef’s Table verwendet er ihn für Gerichte, die nur mit dem Löffel genossen werden sollen. „Durch die tiefe Form können wir die Zutaten schichten und einen Jus oder eine Brühe hinzufügen, ohne dass die Ästhetik des Gerichts verloren geht“, erklärt er.
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INTERVIEW
© L AURA INNOCENTE
K U NST VOLLE LEBENSR ÄUM E In ihrem Büro in einem prächtigen Herrenhaus unweit des Glacis treffen wir Amandine Maroteaux, Gründerin und Kreativdirektorin von Atelier Compostelle, einem Büro für Innenarchitektur und Raumgestaltung, dessen Kreationen bereits seit zehn Jahren begeistern. Gemütlich auf einem blauen Samtsofa sitzend, unterhalten wir uns über ein Renovierungsprojekt, über Arten des „besseren Zusammenlebens“ und die Rolle von Kunst in Innenräumen.
© CHRISTOPHE BUSTIN
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INTERVIEW
TEXT MARION FINZI
Wie würden Sie gutes Design definieren? Geht man davon aus, dass Design die Lebensqualität verbessern möchte, meint gutes Design ein Design, das die Zeit überdauert und eine Lösung für eine bestimmte Problematik bietet. Objekte sollten also langlebig sein und weitergegeben werden können. Mal hinterlässt Design dank seiner ästhetischen Kraft einen bleibenden Eindruck, mal führt es eine neue Nutzung oder Funktionalität ein. Gutes „Design“ sollte immer dem Projekt dienlich sein. Wie sind Innenräume, ganz allgemein, heutzutage konzipiert? Im Atelier leisten wir eine prospektive Arbeit, was die Entwicklung von Lebensstilen betrifft. Je ein Team in Paris und in Luxemburg zu haben, macht es möglich, die teilweise sehr unterschiedlichen Lebensstile zu verbinden – zum Beispiel in Bezug darauf, wie Gäste empfangen werden. Es besteht die Tendenz, Wohnbereiche nicht mehr zu unterteilen, sondern vielmehr zu vermischen. Das Design von Badezimmern beispielsweise orientiert sich an der Hotellerie und ist zum Schlafzimmer und begehbaren Kleiderschrank hin geöffnet. Dabei vermischen sich diese drei Räume und ihre Funktionen gehen ineinander über. Ein Frisiertisch wird vom Schlafzimmer ins Badezimmer gestellt, ein Waschtisch gleitet vom Badezimmer in den begehbaren Kleiderschrank, eine Sitzbank verbindet Kleiderschrank und Badezimmer. Räume, die früher als „funktional“ galten, sind zu Wohnbereichen geworden. Auch die Innenräume werden mit der übergreifenden Idee des „besseren Zusammenlebens“ gestaltet, indem Bereiche für jeden Einzelnen erhalten bleiben. So werden Firmenküchen oder Cafeterias zu Empfangsräumen hin geöffnet. Dabei wird mit in Holz oder Metall gefassten Glaswänden gespielt, um durch visuelle Filter oder Glaseinsätze Privatsphäre zu wahren und das Licht zirkulieren zu lassen, um sich sehen zu können, ohne alles hören zu müssen.
„ R ÄUME, DIE FRÜHER AL S ‚ F U N K T I O N A L‘ G A L T E N , SIND ZU WOHNBEREICHEN G E W O R D E N . “ AMANDINE MAROTEAUX
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© JULIEN PEPY
© JULIEN PEPY
INTERVIEW
Wie verläuft die Renovierung eines öffentlichen Orts? Wenn wir ein Restaurant, einen Hotelbereich oder einen anderen öffentlichen Ort renovieren, ist es unser Ziel, mit der Inneneinrichtung das Anliegen umzusetzen, dem der Ort dient. Wenn wir beispielsweise Büros einrichten, bitten wir unsere Kunden oft, uns nicht ihre „Bedürfnisse“, sondern vielmehr ihre „Arbeitsweise, die Interaktionen zwischen Teams und Kunden und die Unternehmensidentität“ zu beschreiben. Für den Umbau des Restaurants Velvet beispielsweise [Anm. d. Red.: im Tennisclub Howald], mussten wir eine Geschichte und eine Nutzung schaffen, die die Expertise unserer Kunden in Bezug auf Empfang und Küche und unser Fachwissen in Sachen Raumnutzung miteinander vereint. Der Raum hätte einfach ein Restaurant sein können, aber wir sahen das Potenzial für einen Ort, an dem den ganzen Tag über Leben herrscht und der zu einem im Wandel befindlichen Viertel und einem dynamischen Tennisclub passt.
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© L AURA INNOCENTE
Wie verbinden Sie Vergangenheit und Gegenwart bei einer Renovierung eines Ortes miteinander? Manche Orte haben mehr Geschichte als andere, aber alle sind Teil einer Umgebung mit einer eigenen Identität. Bei historischen Gebäuden gehen wir in der Regel von einem architektonischen Detail aus, um ein originelles, kohärentes und harmonisches Konzept zu entwickeln, das unsere Vorliebe für zeitgenössisch gestaltete Innenräume mit Tradition verbindet. Das kann ein Mosaik sein, ein Detail an einem Geländer, Fenster oder Türschloss. Wir müssen den Ankerpunkt für dieses Detail finden, indem wir von der Geschichte des Hauses und sogar der Straße ausgehen und es an unseren heutigen Lebensstil und die Persönlichkeit unserer Kunden anpassen.
Das neue Interieur des Restaurants Velvet in Howald.
INTERVIEW
© ROBIN
© ROBIN
Zusammenarbeit von Amandine Maroteaux und Robin für die Kreation von 10 Farbtönen der Kollektion Ode à la Provence.
Ihr Atelier arbeitet viel mit Künstlern zusammen. Welche Rolle spielen Kunstwerke in Innenräumen, insbesondere in öffentlich zugänglichen? Kunst in situ an einem Ort, der unterschiedliche Gruppen empfängt, wird zu einer Quelle der Inspiration und ermöglicht es, Verbindungen zu schaffen. Dies verleiht den Marken und Unternehmensidentitäten unserer Kunden zusätzliche Kraft. Wir haben das Glück, mit aufstrebenden Künstlern, führenden Galerien und Agenten in Luxemburg, Frankreich und Belgien in Kontakt zu sein. In der Gastronomie herrscht ein starker Wettbewerb zwischen Restaurants. Diese müssen sich von der Masse abheben und sich ihren Platz hart erkämpfen. Ein Ort wird zu einer Destination. Die Kunst unterstützt dieses Anliegen und dient immer häufiger dazu, eine Identität und ein Erlebnis greifbar werden zu lassen. Der Kunst ist es zu verdanken, dass sich verschiedene Netzwerke und Welten treffen. Und außerdem – wer heute zeitgenössische Kunst sammelt, der trägt seinen Teil dazu bei, die Kunstgeschichte von morgen mitzugestalten.
AT E L I E R C O M P O S T E L L E . C O M © CHRISTOPHE BUSTIN
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INTERVIEW
LIVE TOUCH DESIGN
R ÄUM E ZUM LEBEN U N D LER NEN Mit Stil und feinem Gespür kreiert Dominika Wojtkowska-Banaszek Räume, die mehr sind als bloße Funktionsorte. In ihrer polnischen Heimat hinterließ sie bereits deutliche Spuren – vom Chemietechnik-Gebäude der Universität Posen bis zur Zusammenarbeit mit David Lynch am Film Center in Łódź. Seit ihrem Umzug nach Luxemburg gestaltet ihr Büro Livetouch Design vor allem private, aber auch öffentliche Räume. Dominikas Überzeugung: Ein gut durchdachtes Raumdesign kann durch sensorische Erlebnisse die Stimmung heben und unser Wohlbefinden steigern.
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INTERVIEW
TEXT CHAREL HEINEN
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ominika ist die Art von Innenarchitektin, die man an seiner Seite wissen möchte, wenn man nach mehr sucht als nur einem ästhetisch ansprechenden Raum. Für sie ist gutes Design eine ganzheitliche Erfahrung: „Gutes Design sollte immer alle fünf Sinne ansprechen“, erklärt sie ihren Ansatz. „Die Menschen nehmen ihre Umwelt nicht nur durch ihre Sinne wahr, sondern lernen auch durch sie. Dies muss man erforschen, denn nur so lernt man, was einem wirklich gefällt.“ Welche Texturen mag man? Welche Gerüche? Welche Farben? Welches Licht? All das können uns unsere Sinne verraten, wenn wir uns mit ihnen auseinandersetzen, und mit den Antworten kann man sich sein Zuhause so aufbauen, dass man sich wirklich wohl fühlt. Deshalb ist für Dominika die enge Zusammenarbeit mit den Kunden das A und O. „Es ist stets ein gemeinsames Lernen und Entdecken, das nur funktioniert, wenn ich genau auf die Bedürfnisse des Kunden eingehe.“ Dabei war der Umzug nach Luxemburg schon eine größere Umstellung – wir sind immerhin ein sehr multikulturelles Land und die Geschmäcker der Leute können aufgrund dessen sehr stark variieren, was Dominika selbst als große Bereicherung wahrnimmt: „Jeder Kunde bringt aus seiner Kultur etwas Einzigartiges mit, und das finde ich faszinierend. Ich bin immer offen für neue Informationen darüber, wie sie leben, welche Vorlieben sie haben und welche Traditionen sie pflegen.“
„ JEDER KUNDE BRINGT AU S S E I N E R K U LT U R E T WA S EI N Z I GA R T I G E S M I T, U N D DA S F I N D E I C H FA S Z I N I E R E N D .“ DOMINIK A WOJTKOWSK A-BANASZEK
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Dabei denkt sie stets voraus. „Ein Innenraum muss gemeinsam mit seinen Bewohnern wachsen“, betont sie. Sei es bei jungen Paaren mit Kinderwunsch oder Familien, deren Kinder in absehbarer Zukunft ausziehen werden. Gutes Design ist nicht immer offensichtlich, sondern entfaltet sich durch die Nutzung eines Raums.
ES WERDE LICHT Ihr Ausgangspunkt für jeden Raum sind die natürlichen Lichtquellen – also Fenster: „Zunächst folge ich dem natürlichen Licht, das vorhanden ist. Davon ausgehend entscheiden wir dann, ob wir größere Fenster einbauen oder Schatten erzeugen, Rollläden integrieren und zusätzliche Beleuchtungselemente schaffen wollen.“ Dominika betrachtet Licht nicht nur als funktionales Element, sondern als integralen Bestandteil der Raumgestaltung, der Atmosphäre und Wohlbefinden entscheidend beeinflusst. Sie nutzt das Licht, um Räume lebendig zu gestalten und die Stimmung zu steuern, ähnlich einem Regisseur: „Es ist ein wenig wie im Theater, zunächst braucht man Hintergrundbeleuchtung, dann kann man hier und da die Scheinwerfer auf die wichtigen Punkte ausrichten.“ Nach dem Licht sind die verbauten Materialien das Wichtigste. „Wir sollten keine kurzlebigen Produkte schaffen, die nach wenigen Jahren im Müll landen. Stattdessen ist es nachhaltiger, ein durchdachtes Design zu entwickeln und dieses gemeinsam mit dem Kunden Schritt für Schritt umzusetzen und nicht auf schnelle, kurzfristige Lösungen aus zu sein.“ Bevorzugt benutzt sie Holz, Stein, Glas und Stahl – natürlich, hochwertig, langlebig und mit eigenem Charakter. Dabei legt sie besonderen Wert auf Individualität: Möbel, Teppiche, Stoffe oder sogar Waschbecken und Lampen entstehen nach ihren eigenen Entwürfen – maßgeschneidert für den jewei-
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ligen Raum. „Jede Lösung wird mit erfahrenen Handwerkern und spezialisierten Firmen umgesetzt, die meine Designs präzise realisieren. So entstehen wirklich einzigartige Räume.“ Kunststoff hingegen kommt für sie kaum infrage: „Kunststoff hingegen temperiert gleich alles, flacht ab und hat wenig Charakter“, erklärt sie. Auf die Frage hin, welches denn ihr Lieblingsmaterial sei, antwortet sie lächelnd: „Mein Lieblingsmaterial sind die Menschen.“
DESIGN MIT GESCHICHTE Für Dominika bedeutet nachhaltiges Design nicht Verzicht, sondern einen bewussten Umgang mit Materialien und bestehenden Strukturen. „Wir müssen nicht immer Neues schaffen, wenn so viel Gutes bereits existiert“, sagt sie. Statt Möbel und Bauelemente unüberlegt zu ersetzen, sucht sie nach Möglichkeiten, sie sinnvoll weiterzuverwenden. „Alte Gegenstände erzählen Geschichten. Warum sollten wir sie entsorgen, wenn wir sie restaurieren oder umfunktionieren können?“ Als Beispiel nennt sie ein Renovierungsprojekt in Luxemburg, bei der sie sich entschied, eine alte Keramikmosaik-Wand in der Küche zu erhalten, obwohl der Untergrund uneben war. Statt eine moderne, glatte Lösung zu erzwingen, wurde der gesamte Raum so gestaltet, dass das historische Mosaik zum Highlight wurde. Trends und Tendenzen in der Branche sind natürlich wichtig und müssen im Auge behalten werden. Um sich stets weiterzuentwickeln, besucht sie regelmäßig internationale Design- und Kunstmessen wie die Preview-Biennale in Venedig, Art Basel, Milano Design oder das PAD in Paris. Trotzdem hat Dominika klare Prioritäten: „Wir dürfen uns davon nicht zu sehr verblenden lassen – es ist wichtiger, darauf zu achten, was die Kunden wirklich brauchen!“
„ E S I S T N A C H H A LT I G E R , E I N DURCHDACHTES DESIGN ZU ENT WICKELN UND NICHT AUF SCHNELLE, KURZFRISTIGE LÖSUNG EN AUS ZU SEIN .“ DOMINIK A WOJTKOWSK A-BANASZEK
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V I N TA G E
ZEITGENÖSSISCH WA R GESTER N! Gutes Design ist zeitlos – das beweist Rob Vintage, die Vintage-Boutique von Michèle Rob. Was als spontane Idee begann, hat sich zu der Top-Adresse für Vintage-Möbel in Luxemburg entwickelt. Längst sind es nicht mehr nur Sammler oder Architekten, die auf Möbel mit Geschichte setzen.
TEXT CHAREL HEINEN FOTOS MARC DOSTERT
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ie Geschichte von Rob Vintage beginnt eigentlich bereits 1957, als Michèle Robs Vater das erste Designmöbelgeschäft Luxemburgs eröffnete. Der gelernte Schreiner kombinierte seine handwerklichen Fähigkeiten mit seiner Leidenschaft für Design – einige von Nic Robs Kreationen sind heute im Musée National d’Histoire et d’Art zu bewundern. Auch wenn Michèle zunächst Jura studierte, wurde ihr die DesignAffinität quasi in die Wiege gelegt. 1993 übernahm sie das Möbelgeschäft, doch die Idee mit dem Vintage kam erst 2012: Auf der Suche nach einer ausgefallenen Weihnachtsdekoration für das Schaufenster griff sie auf alte Designerstücke aus dem Lager zurück. Mit den Reaktionen hatte sie nicht im Entferntesten gerechnet – plötzlich meldeten sich zahlreiche Architekten, die die Objekte sofort erkannten, und fragten nach Kaufmöglichkeiten. Doch mit dem Vintage-Markt kannte sich Michèle gar nicht aus. „Bei unserem Möbelgeschäft arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, haben klare Preislisten und Kataloge – der Vintage-Markt spielt nach ganz anderen Regeln, da muss man sich erst einmal reindenken!“, erklärt sie lachend. Sie wagte sich
„ D E R V I N TA G E- M A R K T S P I E LT NACH GANZ ANDEREN REGELN, DA MUSS MAN SICH ERST E I N M A L R E I N D E N K E N ! “ MICHÈLE ROB
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trotzdem an die Materie und machte ihre ersten spannenden Deals mit Vintage-Möbeln.
V I N TAG E WO N D E R L A N D Der nächste logische Schritt war die Eröffnung eines eigenen Showrooms im September 2012 – im ehemaligen Apartment ihrer Eltern im Obergeschoss des Ladens, in den 1970er Jahren vom Vater eingerichtet. Beim Eintreten fühlt man sich gleich wie in einer anderen Welt. Filmbegeisterte erinnert es vielleicht an ein Set von Stanley Kubrick, Designfreaks an ein kleines Museum. Die Original-Einrichtung, besonders die Küche, wurde weitgehend erhalten und bildet die perfekte Kulisse für die ausgestellten Vintage-Schätze. „Es war eigentlich offensichtlich“, erinnert sich Michèle an die Umwandlung der elterlichen Wohnung. „Aber manchmal übersieht man das Naheliegendste.“ Ihre Kundschaft beschränkt sich aber längst nicht mehr auf Architekten und Leute aus der Branche. „Zu einem Moment entstand um Vintage ein großer Hype und plötzlich waren alle – ob Jung oder Alt – daran interessiert“, erklärt sie. Während die ältere Generation nostalgische Erinnerungen mit den Möbeln verbindet, entdeckt die jüngere Generation den Zauber einer vergangenen Epoche. Dabei geht es auch nicht allein um den reinen Retro-Charme: Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielen eine zunehmend wichtige Rolle. „Was früher gemacht wurde, hat einfach eine viel höhere Qualität als das, was man heute auf dem Markt findet“, betont Michèle. „Die Verarbeitung, die Materialien – das sind Möbel, die Generationen überdauern.“ Die Kundschaft von Rob Vintage ist so vielfältig wie die ausgestellten Möbel selbst. Die meisten Kunden suchen gezielt nach besonderen Stücken – etwa einem Regal von Charlotte Perriand oder dem zeitlosen Lounge-Chair von Eames.
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„Aktuell habe ich eine Kundin, die nach einem speziellen Perriand-Regal sucht – das ist heute fast nicht mehr zu bezahlen!“, erzählt Rob. Dabei werden die Vintage-Möbel meist als StatementPieces in zeitgenössische Einrichtungen integriert. „Nur vereinzelt gibt es echte Vintage-Freaks, die ihre ganze Wohnung damit ausstatten“, erklärt sie. „Die meisten suchen das besondere Einzelstück, das ihrer Einrichtung das gewisse Etwas verleiht.“
V I N TAG E- MY T H E N A D E !
„WA S F R Ü H ER G E M AC H T W U R D E , H AT E I N E V I E L H Ö H E R E Q UA L I TÄT A L S DA S , WA S M A N H E U T E AU F D E M M A R K T F I N D E T.“ MICHÈLE ROB
Doch der Boom hat auch seine Schattenseiten. Rob warnt vor dem vermeintlichen Schnäppchen auf dem Flohmarkt – ein Mythos, den noch viele Leute im Kopf haben: „Das ist heutzutage quasi unmöglich, auch hier hat man die Preise der Nachfrage angepasst. Besonders für mich als Händler ist dies gar nicht mehr attraktiv.“ Als einzige beglaubigte Gerichtsexpertin für Designobjekte weiß sie auch um die Gefahr von Fälschungen. „Ein Fake kommt bei mir nicht ins Haus!“, betont sie. Ihr geschultes Auge erkennt sofort, wenn etwa bei einem Tisch nur das Gestell original ist, die Platte aber später ersetzt wurde. „Bei einem möglichen Weiterverkauf lege ich solche Details offen, was sich natürlich im Preis widerspiegelt.“ Auf die Frage, was für sie gutes Design ausmache, hat sie eine klare Antwort: „Es muss in erster Linie funktionell sein. Bei einem Stuhl gibt es beim Komfort keine Kompromisse. Natürlich spielt der Look auch eine Rolle – es muss eine gewisse Symmetrie, eine Eleganz darin sein.“ Die Leidenschaft und die Expertise von Michèle Rob haben sich längst herumgesprochen: Rob Vintage ist heute nicht nur Anlaufstelle für Design-Enthusiasten aus Luxemburg, sondern zieht Sammler und Liebhaber aus der ganzen Welt an. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit, Qualität und Authentizität hoch im Kurs stehen, scheint das Konzept zukunftsweisender denn je.
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FAVO R I T E N
DESIGN- OBJEKTE, DIE M A N K ENNEN SOLLTE In unserem Special haben wir Design-Experten gebeten, uns ihre drei absoluten Lieblingsstücke zu verraten – ikonische Designs, die für sie unverzichtbar sind. Ob zeitlose Klassiker, persönliche Erinnerungsstücke oder überraschende Entdeckungen – jedes dieser Must-haves erzählt eine eigene Geschichte und bringt Charakter in den Raum.
R O B V I N TA G E
MICHÈLE ROB
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SERIE UP GA E TA N O PE S C E
THE BALL CHAIR EER O A A R N I O
SERIE BAMBOLE M A R I O B EL L I N I
„The chair that shocked the world! Ein Stuhl, der sich wie ein Schwamm zusammendrücken lässt – damals eine echte Revolution.“
„Ein Meilenstein der Designgeschichte – sowohl in technischer Umsetzung als auch in seinem Charakter.“
„Ein echtes Kultstück – ich hatte als Kind so ein Sofa in meinem Zimmer und habe es geliebt!“
FAVO R I T E N
LIVE TOUCH DESIGN
DOMINIK A WOJ TKOWSK A-BA NA SZEK
E I N A LT E S S P I E L Z EU G AU S D ER K I N D H EI T
LC 4 C H A I S E LO N G U E L E CO R B U S I ER
INDISCHE TEXTILIEN L EI N EN & BAU MWO L L E
„Ein Objekt aus der Kindheit bringt stets etwas sehr Persönliches in einen Raum. Ich persönlich liebe ja Holzspielzeuge wegen der Haptik des Materials.“
„Ein Klassiker des modernen Designs. Die perfekte Kombination aus Form und Funktion – ein Möbelstück, das nie an Eleganz verliert.“
„Ich bin gerade total fasziniert von traditionellen indischen Stoffen. Ihre komplexen Muster, bunten Farben und Texturen machen jeden Raum sofort gemütlich und lebendig.“
AT E L I E R C O M P O S T E L L E
A M A NDINE M A ROTEAU X
P I P I S T R E L LO - L EU C H T E GA E AU L EN T I
A R M E N - L EU C H T E G R ÉG O I R E D E L A FÔ R E T
B O R G H E S E-S O FA L A C H A N C E PA R I S
„Diese Lampe hat die Designwelt maßgeblich geprägt und war für ihre Zeit eine echte Innovation mit einem sehr mutigen Design. Sie war auch die erste Leuchte, deren Höhe sich verstellen ließ.“
„Ein wunderschönes Stück. Armen wirkt wie eine Lichtkugel, die zwischen Kieselsteinen eingefangen ist - inspiriert von der bretonischen Kultur.“
„Ein ausgesprochen markantes, ikonisches Möbelstück. Der Designer Noé Duchaufour Lawrance ließ sich vom Park Borghese inspirieren und verband Metall mit Stoff.“
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EINMAL MIELE, IMMER MIELE
1 25 JA HR E QUA LI TÄT U ND INNOVAT ION Im vergangenen Jahr konnte das Familienunternehmen Miele ein ganz besonderes Jubiläum feiern: sein 125-jähriges Bestehen. „Immer besser“ lautete schon im Gründungsjahr 1899 die Devise, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Seitdem ist Miele seinem Motto treu geblieben. Stets nach neuen Innovationen zu streben, ist Teil der Firmen-DNA.
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eute wird das Traditionsunternehmen in der vierten Generation von den Familien Miele und Zinkann geführt. Bekannt ist die Marke Miele nicht nur für ihre innovativen Geräte für Wäscheund Bodenpflege, sondern auch für ihre modernen Küchengeräte. Zu den Spitzenprodukten zählt der Combi-Dampfgarer DGC, der bereits seit 19 Jahren auf dem Markt ist und sich durch seine überragende Leistung auszeichnet. Kürzlich wurde er mit der automatischen Reinigungsfunktion HydroClean ausgestattet, einer exklusiven Miele-Innovation, und festigt damit seine Position als eines der führenden Küchengeräte. Die aktuelle Unternehmensleitung betont die Wichtigkeit der Verbraucherzufriedenheit: „Die Zufriedenheit unserer Kunden ist unsere absolute Priorität. Wir verpflichten uns, Produkte von höchster Qualität anzubieten und immer weitere Innovationen voranzutreiben, um den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden.“ Miele steht weiterhin für Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation und bietet seinen Kunden Produkte, die fortschrittliche Technologie und elegantes Design vereinen.
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Dabei wird Wert auf einen nachhaltigen Produktionsprozess gelegt, der Ressourcen schont und Geräte produziert, die mit einer langen Lebensdauer beeindrucken und in Sachen Strom-, Wasser- und Reinigungsmittelverbrauch Maßstäbe setzen.
EINMAL MIELE, IMMER MIELE Als treuer Begleiter im Alltag seiner Kunden und dank der kontinuierlichen Suche nach trendigen Designs ist Miele aus Haushalten nicht mehr wegzudenken. Die Qualität, Zuverlässigkeit und intuitive Bedienung der MieleGeräte sprechen für sich. Kunden, die sie einmal erlebt haben, möchten sie in ihrem Alltag nicht mehr missen. Die Geräte ermöglichen es, die Hausarbeit zu harmonisieren und Gästen ein Geschmackserlebnis der besonderen Art zu bieten: Die Kochgeräte machen es möglich, die raffiniertesten Gerichte mit Leichtigkeit zuzubereiten. Mit mehr als 125 Jahren Expertise und Innovation arbeitet Miele unentwegt daran, die Liebesgeschichte zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden fortwähren zu lassen: Darauf basiert auch der heutige Slogan „Einmal Miele, immer Miele“.
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K U LINA R IK M IT K I-U NT E R ST Ü T ZU NG
„W I R V ER P F L I C H T EN U N S , PRODUK TE VON HÖCHSTER Q UA L I TÄT A N Z U B I E T E N U N D I N N O VAT I O N E N V O R A N Z U T R E I B E N , UM DEN BEDÜRFNISSEN UNSERER K UNDEN G ER ECHT ZU WER DEN .“
Mit Miele hält die künstliche Intelligenz Einzug in die Küche. Die Smart-Food-ID-Technologie nutzt eine Kamera im Inneren des Backofens, um Fotos von den Speisen zu machen. Die KI identifiziert das Gericht und passt die nächsten Schritte des Zubereitungsprozesses automatisch an. Diese fortschrittliche Funktion wird derzeit für mehr als 40 Gerichte in zehn Lebensmittelkategorien angeboten. Die Food-ID-Funktion wird dank des kontinuierlichen Innovationsstrebens des Unternehmens fortlaufend um neue Gerichte erweitert. Doch wie genau funktioniert das? Während des Garvorgangs macht die Kamera regelmäßig Fotos, um mithilfe eines intelligenten Algorithmus den Bräunungsgrad Ihres Gerichts zu kontrollieren. Sobald die perfekte Bräunung erkannt wurde, stoppt der Ofen den Garvorgang. Smart Food ID bietet ein intuitives Kocherlebnis, das es Benutzern ermöglicht, sich entspannt zurückzulehnen, im Alltag Zeit zu sparen und jedes Mal perfekte Ergebnisse zu erzielen. Die SmartFood-ID-Technologie kann direkt in der Miele-App aktiviert werden.
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M IELE E X PER IENCE CEN T ER GA SPER ICH Die Marke Miele ist seit 48 Jahren im Viertel Gasperich in Luxemburg-Stadt ansässig. Das anfängliche Konzept des Miele-Showrooms ist einem Verkaufsgeschäft gewichen. Hier werden Kunden von einem freundlichen Team empfangen, das die Geschichte der Miele-Produkte mit Leidenschaft weitergibt. Die Marke ist außerdem im ganzen Land bei Miele-Partnerhändlern vertreten.
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as Miele Experience Center in Gasperich ist jedoch viel mehr als nur ein Geschäft. Ob Sie bereits ein Miele-Gerät besitzen oder kurz vor einem Kauf stehen: Im Miele Experience Center erwarten Sie Kochvorführungen in einem speziell eingerichteten Küchenstudio, bei denen Sie sich auf ein unvergessliches, sinnliches Geschmackserlebnis in bester Gesellschaft freuen dürfen. Zum Beispiel in der von Manuela Lefèvre, die seit zehn Jahren Produktberaterin ist und seit Kurzem auch Kochvorführungen übernimmt. Sie kennt alle Geheimnisse der Miele-Geräte. „Miele begeistert mich durch und durch“, erklärt sie lächelnd. Drei Stunden lang führt Manuela den Kunden die Geräte vor, ganz wie zu Hause. „Ich bereite eine Vorspeise, ein Hauptgericht und ein Dessert vor und erkläre dabei die vielfältigen Möglichkeiten des Dampfgarens.“ Die Kunden machen es sich indes an der Theke mit Blick auf die zahlreichen Küchengeräte bequem und können nicht nur Fragen stellen, sondern sich selbst von der großen Vielfalt der Miele-Technologie überzeugen. „Es geht vor allem darum, ihnen zu zeigen, dass, wenn sie sich einfach von den Grundfunktionen leiten lassen, sich ihnen sehr viele, sehr leicht zu handhabende Möglichkeiten auftun“, erklärt Manuela. „Man muss dem Ofen nur die Zutaten anvertrauen und er übernimmt den Rest.“ Miele-Geräte werden auf eine Lebensdauer von 20 Jahren getestet. Der Kauf eines Combi-Dampfgarers oder eines Induktionskochfelds sollte daher wohlüberlegt sein. „Bei der Kochdemonstration erkläre ich alle Details, damit die Kunden entscheiden können, ob sie diese Investition tätigen wollen oder nicht, und sich sicher sein können, dass das Küchengerät voll und ganz ihren Bedürfnissen entspricht.“
Bei den Vorführungen arbeitet Manuela unter anderem mit dem Combi-Dampfgarer. „Dieses Gerät ist der Inbegriff von Technologie und Innovation, was anfänglich etwas überwältigend sein kann. Ich bereite daher in einem solchen Ofen ein komplettes Menü zu, von der Vorspeise bis zum Dessert, und zeige, wie einfach und intuitiv die Funktionen zu bedienen sind und welch große Zeitersparnis sie in Kombination mit vernetzter Technologie bieten.“ Der spielerische Umgang mit der Miele-Technologie bei diesen Kochvorführungen ermöglicht es, ganz konkret zu zeigen, was vernetzte Geräte im Alltag leisten können. „Wer den Combi-Dampfgarer wie in den Anleitungen beschrieben verwendet, der spart nicht nur Zeit, sondern darf sich auch über garantierte Erfolge freuen. Denn das Gerät wählt entsprechend der im Ofen befindlichen Zutaten die perfekte Temperatur und die optimale Garzeit aus.“
Kunden, die sich lieber im eigenen Zuhause in die Geheimnisse der Produkte einführen lassen möchten, können das zweistündige „Miele Home Program“ nutzen. Beim Kauf von mindestens fünf Küchengeräten, einschließlich eines Miele-Dampfgarers, ist dieses Angebot inbegriffen. Wer bereits Miele-Produkte besitzt und sich detailliertere Erklärungen wünscht, kann das Programm auch online buchen (zwei Stunden zum Preis von 199 Euro). Hier geht es jedoch nicht um eine Kochvorführung zu Hause, sondern darum, eine Unterstützung bei der Inbetriebnahme der Geräte und Erklärungen zu erhalten und, sofern gewünscht, persönliche Profile einzurichten.
Die nächsten Kurstermine finden Sie hier:
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DIE NEUEN TRENDS
„OBSIDI A NSCH WA R Z M AT T “ U ND „ PE A R LBEIGE“ Miele-Küchengeräte zeichnen sich seit jeher durch ihr Produktdesign und ihren Minimalismus aus und fügen sich perfekt in jedes Wohnumfeld ein. Gleiches gilt für die zwei neuen Farben, die Miele nun einführt.
E LEGA NZ IN SC HWA R Z Die neue Farbe „Obsidianschwarz matt“ (benannt nach einem Vulkangestein) wird alle Liebhaber der Farbe Schwarz in ihren Bann ziehen. Die zeitlose Farbe Schwarz, die wie keine andere für Eleganz steht, wird mit einem matten Finish aufgewertet. Auch die Induktionskochfelder hüllen sich mit ihrer MattFinishGlaskeramikoberfläche in Mattschwarz, was ihr minimalistisches Design umso mehr unterstreicht. Die Kochfelder sind sehr kratzfest und Fingerabdrücke zu hinterlassen, ist unmöglich. Diese Kochgeräte der 125 Gala Edition in „Obsidianschwarz matt“ wurden speziell für das 125-jährige Jubiläum von Miele entworfen und bieten eine Garantieverlängerung von 125 Wochen über die gesetzliche Garantie hinaus: Das sind mehr als vier Jahre Seelenfrieden.
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SU BT ILE SC HÖ NHEIT IN „ P EA R LB EIG E“ Die neue Farbe „Pearlbeige“ ist unglaublich anpassungsfähig und vielseitig und wird Designliebhaber begeistern. „Pearlbeige“ ist eine warme Mischung aus Grau und Beige, die eine subtile Eleganz ausstrahlt und zu jedem Einrichtungsstil passt. Die Farbe, die mit Modernität und Langlebigkeit besticht, büßt auch im Laufe der Jahre nichts von ihrer Eleganz ein. Ob Ihre Küche hell und lichtdurchflutet oder in dunklen, komplexen Schattierungen gehalten ist – „Pearlbeige“ verleiht Ihrer Einrichtung den letzten Schliff. Diese neutrale Farbe harmonisiert perfekt mit natürlichen Farbtönen und Holzoberflächen und ist daher ideal, um einen einheitlichen, eleganten Raum zu gestalten. Das „Pearlbeige“-Sortiment gibt es für alle Küchenelektrogeräte: Combi-Dampfgarer, Mikrowellen, Kaffeemaschinen, Weinkeller und sogar Dunstabzugshauben. Alle diese Einbauelemente sind mit Griff (Reihe VitroLine) für mehr Zweckmäßigkeit oder ohne Griff (Reihe ArtLine) für eine noch minimalistischere und elegantere Ästhetik erhältlich.
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KUNST
„ FA L L E N T R E E S “ I N O S A K A
DIE ST ILLE SPR ACHE DER BÄUM E Auf der kommenden Weltausstellung in Osaka wird im Luxemburger Pavillon vom 6. bis zum 20. Mai ein ebenso beeindruckendes wie ambitioniertes Kunstprojekt präsentiert: „Fallen Trees“. Die Vision des luxemburgischen Holzbildhauers Pitt Brandenburger verbindet traditionelles Handwerk mit kulturellem und ökologischem Bewusstsein. Im Zentrum der Ausstellung stehen zwei Skulpturen – dem Holunderstrauch und dem Apfelbaum gewidmet –, entstanden in Zusammenarbeit mit Künstlern und Handwerkern aus verschiedenen Disziplinen.
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KUNST
TEXT CHAREL HEINEN
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it dem Projekt „Fallen Trees“ verbindet der Initiator Pitt Brandenburger seine zwei großen Leidenschaften: die Begeisterung für das traditionelle Handwerk und die Natur – genauer gesagt die Bäume: „Bäume sind nicht nur essenziell für unsere Ökosysteme, sondern auch ein zentrales Element unseres kulturellen Erbes“, erklärt Brandenburger. „Mit jeder Skulptur möchte ich eine Geschichte erzählen und das Bewusstsein für den Wert und die Schönheit der Natur stärken.“ Das Projekt „Fallen Trees“ stellt eine nicht festgelegte Serie von Skulpturen dar, die Brandenburger in Kooperation mit verschiedenen Künstlern und Handwerkern kreiert und die aus gefallenen Bäumen gefertigt werden, ohne dass dafür lebende Bäume zu Schaden kommen. Das Projekt betont die Verantwortung gegenüber der Natur und nutzt die natürlichen Ressourcen, um auf die ökologischen und kulturellen Werte unserer heimischen Bäume aufmerksam zu machen.
KUNST WERKE ZU M E N T D EC K E N Die Skulpturen selbst haben anthropomorphe Formen und beinhalten versteckte Elemente – fast wie ein Puzzle. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich blütenartige Gebilde als fein gearbeitete Bürsten, während sich an anderer Stelle ein Musikinstrument unter einer Abdeckung verbirgt. Dieses spielerische Entdecken ist ein zentrales Element des Konzepts, denn in erster Linie geht es Brandenburger darum, Wissen zu vermitteln.
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KUNST
Die Holunder-Skulptur entstand in Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern und Handwerkern, die spezifische Aspekte des Baumes künstlerisch interpretieren. Ellen van der Woude, eine renommierte Keramikerin, hat beispielsweise Strukturen des Holunders in ihre Keramikarbeiten einfließen lassen. Die Silberschmiedin Birgit Maringer hat Elemente der Holunderblüten in Silber nachgebildet, was die filigranen Details des Baumes hervorhebt. Die Tradition, aus den hohlen Ästen des Holunders Flöten herzustellen, wird vom Flötenbauer Rostislav Žďárský aufgegriffen. Die Filzkünstlerin Carine Mertes hat eine Abdeckung sowie die Plattform für die Skulptur gefertigt. Die Apfelbaum-Skulptur integriert verschiedene handwerkliche Techniken und natürliche Materialien. Maggy Backes, Expertin für pflanzliche Färbetechniken, färbte mit den aus den Blättern des Apfelbaums gewonnenen Pigmenten Stoffe, die in die Skulptur eingearbeitet wurden. Michaela Fedeschin, Bürstenbinderin aus Hannover, steuerte handgefertigte Bürsten mit Griffen aus Apfelbaumholz bei. Zudem gestaltete die Textilkünstlerin Carmen LaigreVazquez aus Olingen einen Quilt, der die Skulptur ergänzt.
Pitt Brandenburger Holzbildhauer
Birgit Maringer Silberschmiedin
Carine Mertes Filzkünstlerin
MEISTERHAFTE LU X E M B U R G I S C H E H A N DW E R K S K U N S T Mit der Weltausstellung in Osaka erhält dieses engagierte und facettenreiche Projekt eine Bühne von höchster Bedeutung. Wenn im Mai die ersten Besucher aus aller Welt die verborgenen Details in den Skulpturen entdecken, erleben sie nicht nur die meisterhafte luxemburgische Handwerkskunst hautnah, sondern auch eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit unserem Verhältnis zur Natur. Ein Projekt, das ganz im Sinne der Tradition der Weltausstellungen steht – geprägt von Innovationsgeist, Originalität und einem feinen Gespür für die drängenden Fragen unserer Zeit.
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Ellen van der Woude Keramikerin
Rostislav Žďárský Flötenbauer
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DAS G EHE IM E LE B EN D E S HO LU NDER ST R AU C HS
„MIT JEDER SKULPTUR MÖCHTE ICH EINE GESCHICHTE ERZÄHLEN UND DAS BEWUSSTSEIN FÜR DEN WERT UND DIE SCHÖNHEIT D E R N AT U R S TÄ R K E N .“ PITT BRANDENBURGER
Zur weiteren Vertiefung seines pädagogischen Ansatzes veröffentlicht Brandenburger ein Kinderbuch zur Holunderblüte, für das er selbst den Text verfasst hat. Die Geschichte handelt von einem Jungen namens Theo, der entdeckt, dass – wie es der Volksmund einst behauptete – Hexen im Holunderstrauch leben. Diese bringen ihm die Vielfalt und Bedeutung des Strauches näher. Die Illustrationen stammen von der Künstlerin Iva Mrázková und das Buch wurde von der Buchbinderin Danièle Köller gebunden. „Das Buch soll insbesondere junge Leser ansprechen und ihnen die Bedeutung von Natur und Handwerk näherbringen“, fügt Brandenburger hinzu.
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AUS PL AS TIK WERDE KUNS T
CH A R LOT T E PAY ET GEW INN T DEN PR I X DE L’A RT ISA NAT D’A RT 202 4 W
enn Charlotte Payet durch die Straßen geht, sieht sie, was andere übersehen: das künstlerische Potenzial in weggeworfenen Plastikflaschen. Die deutsch-luxemburgische Künstlerin verwandelt Alltägliches in Außergewöhnliches – und wurde dafür nun mit dem Prix de l’Artisanat d’Art 2024 ausgezeichnet. In ihrem preisgekrönten Werk „Circulation“ webt Payet gekonnt die Brücke zwischen Tradition und Innovation: Aus recycelten PET- und PETG-Flaschen entstehen kunstvoll gestaltete Teppiche, die traditionelle Webmuster in die Moderne überführen. Die 1993 geborene Künstlerin, die ihre Ausbildung an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und der Bezalel Academy in Jerusalem absolvierte, verbindet dabei meisterhaft Handwerkskunst mit Umweltbewusstsein. Die feierliche Preisverleihung in der Chambre des Métiers, bei der auch Prinz Guillaume und Kultur-
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minister Eric Thill anwesend waren, unterstrich die Bedeutung dieser zukunftsweisenden Kunstform. Thill betonte in seiner Laudatio besonders die gelungene Synthese aus Traditionsbewahrung und Innovation im Kunsthandwerk. Payets Werk geht jedoch über die reine Ästhetik hinaus: Es ist eine eindringliche Reflexion über unseren Umgang mit Ressourcen und die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Aus vermeintlichem Müll schafft sie farbenprächtige Kunstwerke, die zum Nachdenken über Nachhaltigkeit anregen. Ihre Arbeiten werden auch bei der kommenden Biennale De Mains De Maîtres im November 2025 zu bewundern sein – ein weiterer Meilenstein für die aufstrebende Künstlerin, die das Kunsthandwerk in der BENELUX-Region und Deutschland nachhaltig prägt. DEMAINSDEMAITRES.LU