Programmheft 2. Orchesterkonzert 2016/17

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Moritz Winkelmann Klavier Boian Videnoff, Dirigent

Programmheft So, 04.12.2016 im Rosengarten Mannheim


Grußwort von Herrn Oberbürgermeister Dr. Kurz zur 7. Saison der Mannheimer Philharmoniker Liebe Musikfreundinnen, liebe Musikfreunde, die Mannheimer Philharmoniker bereichern seit ihrer Gründung im Jahr 2009 mit ihren Konzerten im Rosengarten das Musikleben der Stadt Mannheim und sind ein Garant für sinfonische Erlebnisse der Extraklasse. Die internationalen Mitglieder der Mannheimer Philharmoniker bilden eines der jüngsten klassischen Sinfonieorchester in Europa und stehen für hohe Klangkultur und leidenschaftliche Spielfreude. Begründet wurde der Klangkörper von seinem Künstlerischen Leiter Boian Videnoff, um hochqualifizierten Absolventen europäischer Musikhochschulen unter professionellen Rahmenbedingungen Repertoireerfahrung und Spielpraxis zu ermöglichen. In Mannheim entstand so in den vergangenen Jahren eine innovative Talentschmiede für herausragende Nachwuchsmusiker. Zahlreiche junge Mitglieder der Mannheimer Philharmoniker konnten zwischenzeitlich eine Anstellung in weltweit renommierten Klangkörpern gewinnen. Mein Dank gilt allen Partnern und Förderern, die die Arbeit der Mannheimer Philharmoniker in unserer Stadt und im Rahmen ihrer deutschlandweiten und internationalen Konzertaktivitäten ermöglichen. Ihnen, dem Publikum, wünsche ich anregende und aufregende Stunden bei allen Konzerten der Mannheimer Philharmoniker in der Saison 2016/2017.

Dr. Peter Kurz Oberbürgermeister


Das Programm Edward Elgar (1857-1934)

Serenade fĂźr Streichorchester, op. 20 I. Allegro piacevole II. Larghetto III. Allegretto Ludwig van Beethoven (1770-1827) Klavierkonzert Nr. 3, op. 37 I. Allegro con brio II. Largo III. Rondo: Allegro Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Sinfonie Nr. 40 (KV 550) I. Molto Allegro II. Andante III. Menuetto (Allegretto) IV. Allegro assai


Das Orchester Mit leidenschaftlicher Spielfreunde,

Johannes Moser, Sergei Nakariakov, Igor

mitreißenden Interpretationen und

Levit, Alena Baeva und Julian Steckel

einem hohen Qualitätsanspruch konnte

zusammen.

das junge Ensemble sein einzigartiges Profil als internationale Talentschmiede

Zahlreiche junge Musiker konnten be-

für Musiker sowie als eines der jüngsten

reits im Anschluss an Ihre Tätigkeit bei

professionellen Orchester Europas for-

den Mannheimer Philharmonikern dau-

men und sein Repertoire an ein breites

erhafte oder temporäre Anstellungen in

Publikum auf der ganzen Welt heran-

führenden europäischen Klangkörpern

tragen. So konzertierten die Mannhei-

wie u.a. dem Concertgebouw Amster-

mer Philharmoniker in prominenten

dam, der Staatskapelle Berlin und der

Konzertreihen und Festivals in Europa

Mailänder Scala gewinnen. Die ehema-

und Asien. Sie sind zu Gast in wichtigen

ligen Musiker fühlen sich weiterhin mit

Konzertsälen, wie der Philharmonie im

dem Orchester verbunden und kehren

Gasteig und dem Herkulessaal in Mün-

regelmäßig als Tutoren für einzelne

chen, dem Auditorio Nacional Madrid,

Konzertphasen zurück, um ihre Erfah-

der Stuttgarter Liederhalle sowie der

rungen an die kommende Generation

Meistersingerhalle Nürnberg und arbei-

weiterzugeben.

ten mit Weltstars wie u.a. Mischa Maisky,


Das Sprungbrett Ohne Erfahrung kein Erfolg, ohne Erfolg

Diese einzigartige Plattform bietet

keine Erfahrung. Selbst mit einem exzel-

jungen, hochtalentierten Musikern die

lenten Hochschulabschluss haben es

wertvolle Chance auf Augenhöhe

junge Musiker ohne Orchesterpraxis oft

miteinander zu arbeiten und zugleich

besonders schwer, einen der begehr-

wichtige Erfahrungen im Orchester und

ten Plätze an den Notenpulten großer

in der Zusammenarbeit mit Solisten von

professioneller Klangkörper zu bekom-

Weltrang zu gewinnen. Dabei liegt der

men. Hier Abhilfe zu schaffen, war 2009

Fokus nicht nur auf der künstlerischen

der Ausgangspunkt der Mannheimer

Weiterentwicklung der Musiker, sondern

Philharmoniker. Sie verfolgen in Eigeni-

auch auf der Ausprägung von essenti-

nitiative ein nachhaltiges Konzept der

ellen charakterlichen Merkmalen wie

professionellen Orchester-Nachwuchs-

Verantwortungsübernahme, Teamwork,

förderung und haben das Ziel, heraus-

Mut, Überzeugungskraft und Respekt.

ragenden jungen Musikern als Karrieresprungbrett einen Einstieg in ihre beruflichen Laufbahnen zu ermöglichen.


Edward Elgar Serenade für Streichorchester, op. 20 Allegro piacevole – Larghetto – Allegretto sik in Berührung. Er erlernte zunächst das Spielen verschiedener Instrumente und entschied sich schließlich, den Beruf des Musikers einzuschlagen. Weil eine Ausbildung an einem Konservatorium zu teuer war, brachte er sich den größten Teil seiner musikalisch praktischen und theoretischen Fähigkeiten im Selbststudium bei: „Ich sah und lernte einen Großteil über Musik durch die Flut an Musikstücken, die durch die Firma meines Vaters gingen. Ich las alles, spielte alles und hörte alles, was ich bekommen konnte. Ich bin ein AutoEdward Elgar gilt neben Henry Purcell und Benjamin Britten als einer der erfolgreichsten Komponisten Englands. Doch sowohl im Leben als auch in den Werken des Tondichters zeichnen sich Zwiespältigkeiten ab: Er war ein Komponist des Übergangs. Elgar wurde 1857 als viertes Kind eines Musikalienhändlers in der Nähe von Worcester geboren und kam schon früh mit der Welt der Mu-

didakt auf dem Gebiet der Harmonie, des Kontrapunkts, der Form und, kurz gesagt, bei allem, was das ›Geheimnis‹ der Musik ausmacht.“ Aufgrund seiner ländlichen Herkunft und der fehlenden Ausbildung hatte er allerdings zeitlebens mit einem mangelnden Selbstwertgefühl und dem Ringen um Anerkennung zu kämpfen, denn er fühlte sich stets als Außenseiter. Dabei genoss Elgar ein nicht zu verachtendes Ansehen in der Musikwelt, sowohl in seiner Heimat England als auch im Ausland. Nachdem er 1899 mit seinen „Enigma-Variationen“ den Durchbruch als Komponist geschafft hatte, schrieb er mit dem Trio aus dem ersten Marsch (1902) der „Pomp and Circumstance Marches“ – unterlegt mit dem Text „Land of Hope and Glory“ – eine zweite, inoffizielle Nationalhymne. Zudem komponierte er für die britische


Königsfamilie, wurde 1904 zum Ritter

ckes: Der erste Satz, Allegro piacevole,

geschlagen und erhielt 1924 den Titel

beginnt zunächst mit einem beschwing-

„Master of the King´s Musick“. Vor die-

ten, volkstümlich anmutenden Thema,

ser Zeit allerdings musste sich Elgar mit

das sich in weiten Bögen fortspinnt und

kleineren Kompositionen und Unterhal-

an eine frühlingshafte Natur auf dem

tungsmusik über Wasser halten; der frü-

Lande erinnern könnte. Daran schließt

here Versuch, in London Fuß zu fassen,

sich das verträumte, voller Sehnsucht

scheiterte und er zog 1891 zurück aufs

erfüllte Larghetto an, eine wie in eine

Land, was für ihn glücklicherweise mit

andere Welt entrückte elegische Klage

einem großen Fortschritt seines kompo-

und im Allegretto folgt, wenn man so

sitorischen Schaffens einherging.

will, die Rückkehr in die Realität. Anfäng-

Eines der ersten Werke dieses neuen

lich in G-Dur stehend, als müsste die

Abschnitts ist die Serenade für Strei-

Musik sich erst wieder zurechtfinden,

chorchester, op. 20 in e-Moll. Sie ent-

greift der Satz gegen Ende noch einmal

stand im Frühling 1892, wurde allerdings

das ländliche Kopfthema der Serenade

erst vier Jahre später in Antwerpen

auf. Die Sehnsucht aber überdauert das

vollständig uraufgeführt. Im Jahr 1888

Werk.

komponierte Elgar drei Stücke für Streichorchester („Three Pieces for String Orchestra“), welche die Titel „Spring Song“, „Elegy“ und „Finale“ tragen; allerdings gingen ihre Aufzeichnungen verloren – eventuell weil der Komponist diese zu seiner Streicherserenade, op. 20 umgearbeitet hatte. In die meisten seiner Werke komponierte Elgar seine Gefühle und Befindlichkeiten hinein, denn durch die Musik konnte der stets an sich zweifelnde Tonmaler, der nebenbei ein großer Freund der Verrätselung war, seine Empfindsamkeiten „verschlüsselt“ an die Öffentlichkeit bringen. So beherrschen auch in der Serenade in e-Moll lyrisch-verhaltene und melancholische Stimmungen den Charakter des Stü-


Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 3, op. 37 Allegro con brio – Largo – Rondo: Allegro Genau wie Edward Elgar kann man

Publikum die Uraufführung des in c-Moll

auch Ludwig van Beethoven als einen

stehenden Klavierkonzertes Nr. 3, op.

Komponist des Übergangs betiteln.

37 im Theater an der Wien. Was zumin-

Allerdings war dieser, im Gegensatz zu

dest den Kritikern nicht entging, war,

dem englischen Komponisten, der doch

dass der Komponist einen Großteil des

eher der spätromantischen Tradition

Soloparts improvisierte, denn diesen

treu blieb, ein Revolutionär seiner Zeit:

hatte er wohl zu diesem Zeitpunkt noch

Beethoven wollte neu sein, sich aufleh-

nicht endgültig ausgearbeitet – sehr

nen, hervorheben und zukunftsweisen-

zum Leidwesen seines Freundes Ignaz

de Ideen in der Musik verarbeiten. Er

von Seyfried: „... beym Vortrage seiner

experimentierte mit neuen Formen und

Concert-Sätze lud er mich ein, ihm um-

Gedankenkonstrukten, verwischte die

zuwenden; aber – hilf Himmel! – das war

Grenzen – und schuf dadurch all jene

leichter gesagt als gethan; ich erblickte

Werke, die wir heute so schätzen. Doch

fast lauter leere Blätter ...“

nicht nur das, er war außerdem auch ein

Erste Entwürfe zum dritten Klavierkon-

begabter Pianist und ein Meister der

zert lassen sich schon auf das Jahr 1796

Improvisation. So schrieb er seine fünf

zurückdatieren, in den Druck ging es

Klavierkonzerte in erster Linie für sich

allerdings erst 1804. Beethoven arbei-

selbst, um sich auch als Klaviervirtuose

tete mit Unterbrechungen etwa acht

in der Öffentlichkeit einen Namen zu

Jahre an diesem Werk; zudem wurde die

machen. Am 5. April 1803 präsentier-

Uraufführung immer wieder verschoben.

te Beethoven höchstselbst seinem

Als Vorbilder könnten hierbei die beiden Klavierkonzerte in d-Moll (KV 466) und c-Moll (KV 491) von Wolfgang Amadeus Mozart gedient haben, die Beethoven sehr geschätzt haben soll und die in einer ähnlich tragischen, gedämpften Stimmung komponiert sind. Allerdings ist das Konzert in c-Moll, op. 37 um einiges neuer und symphonischer gedacht als die Mozart´schen Werke: Alleine schon, dass die orchestrale Einleitung


um die 100 Takte umfasst und das Soloinstrument sich mit dem Orchester zu einem großen Ganzen verbindet, geht über die Tradition des Solokonzerts weit hinaus. Düster stellen die Streicher das Kopfthema des ersten Satzes im Unisono vor, das sich in den unterschiedlichen Stimmgruppen durch das Orchester zieht, bevor schließlich das Klavier die Themenvariation mit einem stürmischen Oktavaufgang beginnt. Nachdem ein gesanglicheres zweites Thema erklungen ist und in der Durchführung motivisch ausgearbeitet wurde, folgt gegen Ende die machtvolle Kadenz des Soloinstruments (ursprünglich als Doppelkadenz zusammen mit einer Pauke gedacht), die in die furiose Coda des Allegro con brio mündet. Das Largo dagegen, in einfacher Dreiteiligkeit gehalten und in strahlendem Dur stehend, gehört ganz dem Klavier: Das Orchester begleitet die besinnliche Ruhe, die von dem Thema des Klaviers ausgeht, mit sanftem, gedämpftem Wogen. Hier erkennt man schon deutlich die Richtung, in die sich die Musik in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird. Im dritten Satz stößt man zunächst auf ein betont schlichtes thematisches Modell: „klagend, aber mit naiver Einfachheit“, wie es der Beethoven-Schüler Carl Czerny

beschreibt. Dabei belässt es der Komponist allerdings nicht, denn in der Mitte des Satzes findet sich noch ein Fugato über dem Hauptthema. Der überaus vitale Schluss in C-Dur spricht für sich. Werk.


Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 40 (KV 550) Molto Allegro – Andante – Menuetto (Allegretto) – Allegro assai

kann man wohl nur sagen, dass dies wohl eines der berühmtesten Werke der ausgehenden Klassik ist. Aus Mozarts Aufzeichnungen geht hervor, dass die Sinfonie neben den beiden Sinfonien in Es- und C-Dur (KV 543 und 551) in den Sommermonaten des Jahres 1788 entstanden sein muss; ob die drei Werke allerdings in irgendeiner Verbindung zueinander stehen, gar als Zyklus konzipiert wurden, lässt sich nicht genau belegen: Manche erläutern, es sei eine Hommage an Joseph Haydn, der ein Jahr zuvor drei Sinfonien in den

Die Sinfonie Nr. 40 in g-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart ist eines der wenigen Werke des Komponisten, über das solche Uneinigkeit herrscht wie es hier der Fall ist: Was waren wohl Mozarts Motivation und Intention bei diesem Stück? Die Interpretationen führender Kritiker und Kenner gingen und gehen dabei weit auseinander. Ohne Zweifel

genau gleichen Tonarten herausgab, andere erkennen zyklische Elemente, die sich in allen drei Werken wiederfinden lassen, wieder andere behaupten, der Komponist hätte diese Stücke aus der finanziellen Not heraus geschrieben, ohne dass dabei ein Zusammenhang bestehen würde. Die Sinfonie erhielt nie einen Beinamen, man nannte sie nur bei ihrer Tonart. Allerdings gibt es auch zur Verwendung der Tonart g-Moll verschiedene Meinungen. Mozart nutzte diese Tonart häufig für emotional aufgeladene Werke – auch wenn sie in diesen wiederum eine große Bandbreite an Gefühlen abdeckt. Vielleicht wollte der Komponist die Tonart aber auch nur in all ihren


Ausdrucksmöglichkeiten erforschen,

nicht mehr an einen Tanz erinnern mag,

ein wenig mit Tonarten, Harmonien und

findet auch in dem in Dur stehenden

Chromatik experimentieren? Denn vor

Trio kaum Beruhigung. Mit dem tänzeri-

allem in den Durchführungsteilen der

schen, lebhaften Allegro assai findet die

Sätze scheint eine Grundtonart beinahe

Sinfonie schließlich zu einem würdigen

außer Kraft gesetzt zu sein. Oder wie

Ende – die meisten Fragen aber bleiben

Albert Einstein es so schön beschrieb:

unbeantwortet.

„Diese Durchführungen sind Stürze in Abgründe der Seele, symbolisiert in modulatorischen Kühnheiten, die den Zeitgenossen als Entgleisungen vorkommen mußten, aus denen nur Mozart selber wieder auf den Weg der Vernunft finden konnte.“ Zunächst beginnt die Sinfonie mit der unverkennbar pulsierenden Seufzer-Melodie in den Streichern im Allegro molto, bevor Mozart dieses kleine Motiv durch alle möglichen Tonarten führt und ihnen bis zum Ende des Satzes die unterschiedlichsten Gestalten verleiht. Es folgt das Andante, welches man als den radikalsten Satz ansehen kann: In EsDur stehend und mit seinem lyrischen Stil hebt es sich vom Rest der Sinfonie ab, erinnert beinahe an das Vorspiel zu einer Opernarie, lässt dabei aber keine wirkliche Melodie erklingen, sondern nur die Projektion eines Gedankens im Raum. Der energische Charakter des Menuetts, welches durch seine synkopierte, unregelmäßige Struktur so gar

Texte von Theresa Awiszus


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Moritz Winkelmann Klavier

Moritz Winkelmanns Klavierspiel

„Musik darf die Menschen nicht kaltlas-

zeichnet sich durch seine „enorme

sen“ sagt der 31-jährige, der zweifels-

Ausdruckskraft“ (Stuttgarter Zeitung)

ohne zu den ausdrucksstärksten Mu-

und seine „feine Anschlagskultur“

sikern seiner Generation gehört. Seit

(Die Rheinpfalz) aus. Die Hildesheimer

2015 ist er Preisträger des berühmten

Allgemeine Zeitung schreibt von einem

Bonner Beethoven-Wettbewerbs und

„Ausnahmekünstler“ und einem „gran-

bis vor Kurzem war er langjähriger

diosen Pianist“.

Schüler des legendären Leon Fleishers.

Moritz Winkelmann widmet sich dem Erfassen und Ausdrücken des emoti-

Zuvor wurde er Sieger des

onalen Gehalts der Musik die er spielt.

Richard-Laugs-Wettbewerbs aller

Er konzentriert sich darauf, zum Kern

Deutschen Musikhochschulen. Seit

der Werke zu gelangen. In seinen Wor-

2002 ist er Träger des Mozart-Preises

ten „zu dem, was die Musik im Inners-

der Stuttgarter Mozart-Gesellschaft.

ten zusammenhält“.

Weiter wurde er mit dem Preis der Kunststiftung Baden-Württemberg (2009), dem 1. Preis der


“Harrison Winter” – Competition in

Chicago und Music@Menlo in Kaliforni-

Baltimore (2012) und dem Pauline Favin

en. Rundfunkaufnahmen entstanden

Memorial Award in Piano des Peabody

in Zusammenarbeit mit dem SWR,

Conservatorys (2013) ausgezeichnet.

WDR, WBJC Baltimore Classical Radio

Zahlreiche Preise bei „Jugend musi-

und WFMT Chicago, Fernsehausstrah-

ziert“ und anderen Jugendwettbewer-

lungen mit ZDFneo.

ben stammen aus der Zeit vor dem Klavierstudium.

Moritz Winkelmann erhielt prägenden ersten Klavierunterricht von seinem

Er konzertiert weltweit als Solist

Großvater Prof. Gerhard Wilhelm. Nach

mit Orchester, in Rezitals und als

dem Abitur studierte er zunächst bei

Kammermusiker, wobei er die Bühne

Prof. Michael Hauber an der Musik-

unter anderem mit Stefan Blunier,

hochschule Mannheim und anschlie-

Wolfram Christ, Leon Fleisher und

ßend als Stipendiat des DAAD, der

Itzhak Perlman teilte. Er war Solist

Studienstiftung des Deutschen Volkes

beim Beethovenorchester Bonn, dem

und der Kunststiftung Baden-Würt-

Kurpfälzischen Kammerorchester, den

temberg am Peabody Conservatory of

Mannheimer Philharmonikern, den

Music in Baltimore/USA beim legendär-

New York Classical Players, dem Kölner

en Leon Fleisher. Darüber hinaus arbei-

Kammerorchester, dem Peabody Sym-

tete er mit Richard Goode, Elisabeth

phony Orchestra, dem Varna Sympho-

Leonskaja, Menahem Pressler, Andre

ny Orchestra und dem Orchester des

Watts, John O’Conor, Gilbert Kalish,

Theaters für Niedersachsen.

John Perry, Dominique Merlet und Klaus Hellwig.

Er spielte in der New Yorker Carnegie Hall und war zu Gast beim Rheingau Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Ravinia Festival in




Wir, die Freunde der Mannheimer Philharmoniker, unterstützen mit dem innovativen Orchesterprojekt ein Vorhaben, das in Musik, Kunst und Kultur sowie in Bildung und Sozialem wichtige Arbeit leistet. Nur dank finanzieller Hilfe und ideeller Förderung kann ein gemeinnütziger Verein wie die Mannheimer Philharmoniker bestehen und seine Ziele verwirklichen. Wir geben mit unserer Förderung jungen Orchestermusikern die nötige Freiheit, um sich auf professionellem Niveau künstlerisch zu entwickeln und zu vervollkommnen. Dabei ermöglichen wir ihnen somit einen wertvollen Schritt in ihrer beruflichen Karriere. Zugleich machen wir es möglich, dass die jungen Musiker mit ihrer Spielfreude im Konzert ein junges und jung gebliebenes Publikum für klassische Musik begeistern. Bereits ab einem jährlichen Beitrag von 80 € fördern Sie das Orchester in seiner Arbeit und genießen Einladungen zu exklusiven Probenbesuchen mit erläuternder Moderation durch den Dirigenten. Als Förderer (ab 400 €) unterstützen Sie den Verein bei der Finanzierung eines Musikerplatzes im Orchester für eine Konzertphase. Zusätzlich zu allen Vorteilen der Freunde erhalten Sie Einladungen zu exklusiven VIP-Empfängen, wo Sie sich in entspannter Atmosphäre mit dem Dirigenten, den Solisten und den jungen Musikern nach den Orchesterkonzerten im Rosengarten austauschen können. Als Pate (ab 1.600 €) sichern Sie einen Musikerplatz im Orchester für eine gesamte Saison. Damit gehören Sie zu den wichtigsten privaten Förderern und ermöglichen dem Orchester eine nachhaltige Finanzierung. Auch für Unternehmen bietet der Freundeskreis ein attraktives Vorteilsprogramm.



Boian Videnoff

Künstlerischer Leiter und Dirigent der Mannheimer Philharmoniker Boian Videnoff ist Gründer und Künstle-

Gastengagements

rischer Leiter der Mannheimer Philhar-

zu Orchestern wie der Deutschen Ra-

moniker, dessen künstlerisches Profil er

dio Philharmonie in Saarbrücken, dem

seit 2010 kontinuierlich geformt hat. In

WDR

Zusammenarbeit mit Solisten wie u.a.

Rundfunksinfonieorchester der Italie-

Mischa Maisky, Johannes Moser, Igor

nischen Schweiz, dem Sinfonieorches-

Levit, Julian Steckel und Sergei Naka-

ter Biel-Solothurn, der Slowakischen

riakov hat er das junge Orchester auf

Philharmonie Bratislava, dem Slowaki-

Konzertreisen und Gastspielen in China,

schen Rundfunksinfonieorchester, der

Russland, Spanien und Deutschland,

Basel Sinfonietta, der George Enescu

sowie in wichtigen Konzertsälen wie der

Philharmonie Bukarest, dem Orchestre

Philharmonie im Gasteig München, dem

de Limoges und der Orchestra Sinfonica

Auditorio Nacional Madrid, der Meister-

di Bari.

singerhalle Nürnberg und der Liederhalle Stuttgart geleitet.

führen

Funkhausorchester

Videnoff

Köln,

dem


Videnoff wurde 1987 als Sohn einer

beteiligte er sich maßgeblich an der Kon-

Musikerfamilie in Bulgarien geboren. Er

zeption und Entwicklung von HomeSym-

wuchs in Italien und Deutschland auf,

phony®, der Plattform für Live-Kon-

wo er seine musikalische Ausbildung an

zertübertragungen

der Violine, dem Klavier und im Gesang

Philharmoniker im Internet, sowie der

erhielt, bevor er anschließend Dirigieren

Realisation ihrer videogestützten Kon-

mit Jorma Panula und Gianluigi Gelmet-

zertreihe im Mannheimer Rosengarten.

ti studierte. Weitere Impulse erhielt er von Dirigenten wie Gennady Rozhdestvensky, Günther Herbig und Stanislaw Skrowaczewski. Die Gewinnung eines jungen Publikums für die klassische Musik liegt Videnoff besonders am Herzen. Gemeinsam mit den Mannheimer Philharmonikern initiierte er das Bildungsprojekt „Junior Philharmoniker“, sowie eine Reihe von Bildungskonzerten für Kinder und Gesprächsproben für Familien. Ebenfalls

der

Mannheimer



Roche in Mannheim – hier steckt Vielfalt drin. Bei Roche in Mannheim arbeiten Menschen aus 60 Nationen. Tag für Tag beliefern wir 170 Länder mit wichtigen Produkten für die Gesundheit. Wir sind weltoffen und deshalb erfolgreich. Denn unsere kulturelle Vielfalt und offene Arbeitskultur bilden den idealen Nährboden für Innovationen.



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HomeSymphony® Eine neue Ära der Klassik Es gehört zu den Grundprinzipien der Mannheimer Philharmoniker technische Innovationen in den Konzertsaal zu bringen. Als einziges Orchester weltweit führen sie eine videogestützte Konzertreihe durch. Dank zweier Großleinwände kann das Publikum im Konzertsaal den Detailreichtum einer Fernsehübertragung mit dem einzigartigen Klangerlebnis eines Live-Konzertes verbinden. Mit HomeSymphony®, der eigenen Online-Plattform für klassische Konzerte, tritt das junge Orchester mit jedem Konzert auf eine neuartige und virtuelle Bühne. Live und in atemberaubender HD-Qualität bietet es Zuschauern weltweit ein multimediales Angebot an Konzerten, Hintergrundinformationen, Künstlergesprächen und Interviews an. Mit aktuell über 120.000 Besuchern pro Jahr und einer international steigenden Fangemeinde bieten die Mannheimer Philharmoniker mit HomeSymphony® somit Menschen aller Altersgruppen ein neuartiges Konzerterlebnis im Netz. Das kostenlose Angebot ermöglicht jedem Interessenten einen Einstieg in die klassische Musik und eröffnet gleichzeitig anspruchsvollen Musikliebhabern eine neue Vielfalt an aufregenden Erfahrungsmöglichkeiten. Die Live-Übertragungen und Aufnahmen der Konzerte tragen dazu bei, die jungen Musiker auf den Leistungsdruck eines stets im Rampenlicht stehenden international konzertierenden Spitzenklangkörpers vorzubereiten. HomeSymphony® ist kostenlos und für alle Zuschauer weltweit zugänglich. Probieren Sie es gleich aus auf www.homesymphony.com



Alexander Radulescu Regisseur

Alexander Radulescu arbeitet als freier

arbeitet Alexander Radulescu auch als

Theater- und Fernseh-Regisseur in

Regisseur für Fernsehproduktionen.

Hamburg. Sein Debüt als Opern-Re-

Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt

gisseur machte er 2005 mit der Insze-

hier im Bereich Musik-, Theater-, und

nierung von Die Entführung aus dem

Tanzfilm. Viele TV-Sendungen für arte

Serail in Augsburg. Es folgten zahlreiche

und den SWR sowie DVD-Produktionen

Produktionen im In- und Ausland, dar-

sind seitdem entstanden.

unter die von der Presse hochgelobte Inszenierung von Le Nozze di Figaro

Als Regieassistent arbeitete Alexander

an der Staatsoper Bukarest, Zaide am

Radulescu mit Regisseuren wie Stefan

Opernloft Hamburg, oder die Musicals

Herheim, Jürgen Flimm, Thomas Höft

Oskar und die Groschenbande an der

und Marco Arturo Marelli.

Hamburger Musikhochschule und Ab in

Außerdem verbindet ihn eine langjähri-

die Büsche im Hamburger Sprechwerk.

ge Zusammenarbeit mit dem TV-Regisseur Brian Large, mit dem er zahlreiche

Alexander Radulescu unterrichtet re-

Opern- und Konzert-Übertragungen,

gelmäßig als Schauspiel-Dozent an der

unter anderem aus Salzburg, Wien und

Musikhochschule Hamburg. Seit 2014

Berlin, produziert hat.

hat er ebenfalls einen Lehrauftrag am Hamburger Konservatorium. Seit 2010


Regieleitung

Alexander Radulescu

Director of Photography Thomas Kutschker

Kameraassistenz / 2. Kamera SĂśren Kitzling

Karmen Frankel

Partiturassistenz Jannis KrĂźger Streaming

Jens Breith (In Media Res) Videotechnik

Gunnar Stamm (Epicto) Ton

Daniel Keinath (Bauer Studios Ludwigsburg)


Das Orchester

Wir danken herzlich unseren Orchesterparten: Karin und Carl-Heinrich Esser Stiftung Dr. Josef Zimmermann Alexander Quadt Reiner Mรถwald


Violine 1

Flöte

Matteo Calosci

Eva Jensterle

Luitgard Mayer Aebi

Syrinx Jessen

Aida Petrossian Leila Hairova Nicolas Draps Claudine Rippe Bernadette Puican

Oboe

Lourdes Chulià Marta Hernandez Santosw

Jiae Lee Sung-Yung Wang Klarinette Violine 2

Javier Bruno Augilar

Theresa Fritsche Vasyl Riabitskyi

Katharine Ginkel Virginia Malandra Sophia Heinz Mary Crino Melina Grabert

Fagott

Shunsuke Ohmori Maximilian Braisch

Anne-Sophie Sandner Loanh Mirande

Horn

Assaf Chen Viola

Marco Consoli

Patrizia Messana Marc-Antoine Bier Sergey Bryukhno Nelson Matute Irene Francois

Trompete

Michael Lindner Cornelia Wolf

Zofia Kowalczyk Schlagzeug Violoncello

Fernando Garci-Baro Huarte Domenico Milone Juan Raso Llarás Adrien Michel

Kontrabass

Klaudia Baca Aija Beitika Skohdran Osmanaj

Georgi Tsenov



Premiumpartner

Saisonpartner

Konzertpartner

Produktpartner

Fรถrderpartner


Mannheimer Philharmoniker e.V. N 4, 22 68161 Mannheim Deutschland Tel: +49 (0)621 / 437350 -22 Fax: +49 (0)621 / 437350 -23 info@mannheimer-philharmoniker.de www.mannheimer-philharmoniker.de www.facebook.com/mannheimphil www.twitter.com/mannheimphil www.youtube.com/mannheimphil

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