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ANREISE
BRÜNN
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SEHENSWERT
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MUSIK & THEATER
KIRCHEN
MUSEEN
IGNIS BRUNENSIS
ÖBB NIGHTJET 360°
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IMPRESSUM
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ANREISE
BRÜNN
SEHENSWERT
MUSIK & THEATER
KIRCHEN
MUSEEN
IGNIS BRUNENSIS
ÖBB NIGHTJET 360°
IMPRESSUM
Die Bahnlinie von Graz über Wien nach Berlin führt direkt durch Brünn. Der komfortable ÖBB-Railjet fährt weiter bis nach Prag und Berlin. Von Wien kommend erreicht die Bahn die Stadt Brünn in weniger als 90 Minuten.
leben etwa 380.000 Einwohner. Die Burg Brünn, die ungefähr von 1021 bis 1034 erbaut wurde, gab der Siedlung ihren Namen.
Im Jahr 1243 gründete Wenzel I. Brünn als mit besonderen Privilegien ausgestattete Königsstadt. Die Festung Spielberg, eine beliebte Sehenswürdigkeit Brünns, wurde 1277 erstmals urkundlich erwähnt. Von 1349 an war Brünn Sitz der Markgrafen von Mähren. Hauptstadt von Mähren wurde Brünn im Jahr 1641.
durch Kriege in Mitleidenschaft gezogen. Die Schweden belagerten die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges zweimal, und im Ersten Schlesischen Krieg zogen die preußischen Truppen gegen die Stadt.
In der Nähe von Brünn fand 1805 die Schlacht bei Austerlitz, die sogenannte “Drei-Kaiser-Schlacht”, statt, in der sowohl die österreichische als auch die russische Armee von Napoleon I. besiegt wurde.
Das alte Rathaus von Brno war von 1373 bis 1935 der Sitz der Stadtverwaltung. Es ist das älteste weltliche Gebäude der Stadt. Die Geschichte des Rathauses reicht bis ins Jahr 1240, in dem ein einstöckiges Gebäude mit einem Turm errichtet wurde. Im Laufe der Zeit wurde der Turm immer wieder erhöht, und es wurden weitere Objekte zugebaut.
Das mittlere Türmchen (Fiale) des spätgotischen Eingangsportals sieht aus, als ob es absichtlich leicht verbogen worden wäre.
Der Drache, der die Umgebung heimsuchte und dem Rad, welches in nur einem Tag und ohne einen einzigen Nagel gebaut wurde.
Im Jahr 1424 wollte ein Ratsherr das Stadttor für die feindlichen Truppen öffnen. Daraufhin mauerten ihn die erbosten Bürger als “Dank” in die Rathausmauer ein.
nám. Svobody
602 00 Brno-střed
Täglich um 11:00, zeitgleich zu den “Mittagsglocken” der Kathedrale Petrov, erklingt in der astronomischen Uhr ein Glockenspiel. Aus dem Inneren der einem Geschoss nachempfundenen Uhr rollt dann ein Glaskugel, die ein glücklicher Fänger als Andenken mitnehmen kann. Die Form der Glaskugel erinnert an die Verteidigung gegen die Schweden.
nám. Svobody 602 00 Brno-střed
Die Pestsäule wurde 1679 erbaut. Als Sockel wurde ein künstliche Grotte geschaffen, in der St. Rosalia (Patronin von Palermo) ruht. Die Heilige gilt in der katholischen Kirche als Schutzherrin gegen die Pest. Auf dem Kapitell der Säule befindet sich eine beeindruckende Statue der Jungfrau Maria.
Moravské nám. 602 00 Brno-střed
2015 wurde die vom tschechischen Bildhauer Jaroslav Róna geschaffene Statue des mährischen Markgrafen Jobst aufgestellt. Die langen Beine des Pferdes haben etwas “Giraffenartiges” an sich. Das Visier des Reiters ist geschlossen, wodurch die Statue sehr geheimnisvoll wirkt.
Zelný trh
602 00 Brno-střed
Der Kohlmarkt dient bereits seit dem 13. Jahrhundert als Markt der Stadt. Bis zum 15. Jahrhundert war er als “Oberer Markt” bekannt. Rund um den barocken Parnas-Brunnen von Fischer von Erlach stellen die Händler ihre Waren zu Schau. Unter dem Platz befindet sich ein riesiges Labyrinth.
Der barocke Brunnen wurde 1690 bis 1695 erbaut. Er wurde von Johann Bernhard Fischer von Erlach entworfen. Auf der Spitze des Brunnens steht eine Statue der Europa.
Der obere Teil des Krautmarktes wird von einer Dreifaltigkeitssäule aus dem Jahr 1729 beherrscht.
Dominikánské
náměstí 196/1
602 00 Brno-střed
Hier tagte bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts das Parlament der mährischen Stände. In den Innenhöfen fallen besonders der Brunnen mit der Allegorie der zwölf Monate und der riesige Wasserspeier auf. Auch die prunkvollen Räumlichkeiten sind einen Besuch wert.
Špilberk 210/1 602 00 Brno-střed
König Přemysl Otakar II. ließ die Burg auf dem Spielberg im Jahr 1250 erbauen; damals war er noch ein mährischer Landgraf. Schon seit frühester Zeit diente die Burg als militärische Befestigungsanlage. Heute ist sie Austragungsort eines umfangreichen kulturellen Programms.
Die erste Erwähnung der Burg Eichhorn fit in das Jahr 1222 zurück. Die als böhmische Königsburg errichtete Burg wurde aufwändig renoviert und sollte auf jeden Fall besucht werden. Die Hrad Veveří liegt am Brünner Stausee. Winston Churchill besuchte die Burg einige Male.
Bereits 1935 wurde ein Verein gegründet der sich die Errichtung eines Tiergartens in Brünn zum Ziel gesetzt hat. Die feierliche Eröffnung des Zoos erfolgt dann im Jahr 1953. Heute beherbergt der Zoo fast 1.700 Tiere und 370 Arten.
An dieser Stelle wird bereits seit 1733 Theater gespielt. Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude jedoch auch als Lazarett und sogar als Markthalle in Anspruch genommen. Das Nationaltheater Brünn – Theater Reduta wurde von 2002 bis 2005 unter Berücksichtigung des ursprünglichen Aussehens renoviert. Vor dem Theater steht eine Statue, die an W. A. Mozart erinnert.
Rooseveltova 31/7 602 00 Brno-střed
Als das Janáček-Theater 1965 eröffnet wurde, war es das größte und technisch modernste Theatergebäude der damaligen Tschechoslowakei. Das Nationaltheater Brünn – Janáček-Theater führt seit 1965 hauptsächlich Opern- und Balletwerke auf.
Malinovského náměstí 1
602 00 Brno-střed
Das Mahen-Theater wurde von 1881 bis 1883 als deutsches Stadttheater erbaut. Es war das erste vollständig elektrifizierte Theatergebäude von Brünn. 1919 wurde es zur Bühne des Nationaltheaters Brünn. Hier fanden Uraufführungen der Opern von Leoš Janáček statt. Seit seiner Eröffnung erfreut sich dieses Theater hoher Beliebtheit.
Dominikánské náměstí 1A 602 00 Brno-střed
Die St. Michael-Kirche ist eng mit der Arbeit des Dominikanerordens in Brünn verbunden. Bereits im 13. Jahrhundert war das Gotteshaus ein fester Bestandteil des Dominikanerklosters. Die Barockterrasse des Doms ist mit Steinfiguren von Heiligen verziert. Die Kirche ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die Anfänge des Gotteshauses gehen auf das Jahr 1180 zurück; damals gab Markgraf Konrad Otto den Auftrag zum Bau der Kirche. In den Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges wurde das Gebäude stark beschädigt und von 1743 bis 1745 umfangreich erneuert. 1777 wurde St. Peter und Paul zur Bischofskirche des Bistums Brünn.
MITTAGSLÄUTEN SCHON UM 11 UHR
Das Mittagsläuten vom Brünner Dom hört man nicht wie üblich um 12 Uhr, sondern bereits um 11 Uhr. Die Erklärung für diese Besonderheit lässt sich in einer Legende aus dem Dreißigjährigen Krieg finden:
Die Stadt Brünn wurde unter dem Befehl eines sehr klugen Feldherren, Jean-Louis Raduit de Souches, gegen die Schweden verteidigt. Vom 4. Mai bis zum 15. August 1645 belagerte das schwedische Heer unter Lennart Torstensson, Graf von Ortala die Stadt. Trotz schwerem Beschuss war es den Schweden nicht möglich, das wehrhafte Brünn einzunehmen.
Schlussendlich versprach der bereits ungeduldig gewordene Torstensson seinen Soldaten, die Belagerung aufzugeben, wenn er es nicht schaffen würde, Brünn bis zum Läuten der Mittagsglocken am 15. August einzunehmen. An besagtem Tag – die Schlacht war voll im Gange – gab Souches den Befehl, die Mittagsglocken bereits eine Stunde früher läuten zu lassen.
Die Schweden zogen ab, und seitdem ist Brünn allen anderen um „eine Stunde voraus” – zumindest was das Mittagsgeläute betrifft.
Komenského nám. 4
602 00 Brno-střed
Die „Christuskirche” wurde 1867 eingeweiht. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Gotteshaus an die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder und wurde in „Jan-Ámos-Komenský-Kirche” umgetauft. Aufgrund der roten Backsteine wird das Bauwerk im Volksmund als „Rote Kirche” bezeichnet.
Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen gehen auf das Jahr 1228 zurück. Hier feierten die Kolonisten aus Deutschland und Flandern ihre Messen. Die Kirche in ihrer heutigen Form wurde 1592 vollendet. Hier findet man auch das Grabmal von Jean-Louis Raduit de Souches, der die Stadt gegen die Schweden verteidigte.
1350 beauftragte Markgraf Johann Heinrich von Luxemburg den Bruder von Kaiser Karl IV. mit dem Bau eines Augustinerklosters. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Kirche zerstört und von 1665 bis 1675 erneuert. Das Gemälde der Offenbarung Christi an die Apostel ist einer der großen Kunstschätze der Kirche.
Jakubské náměstí 602 00 Brno-střed
Das Beinhaus unter der St. Jakobs-Kirche ist mit seinen mehr als fünfzigtausend Gebeinen eines der größten Europas. Die Knochen stammen aus der Kirche von Petrov, die 1784 aufgelöst wurde. Im Laufe der Jahrhunderte geriet das Gewölbe in Vergessenheit und wurde 2001 zufällig wiederentdeckt. Seit 2012 steht es Besuchern offen.
Das Labyrinth unterhalb des Kohlmarkts besteht aus den Überresten der Kellerräume ehemaliger Häuser. Einerseits diente das etwa 6 bis 8 Meter unter dem Platz liegende komplexe System von Räumen und Gängen zur Lagerung von Lebensmitteln, andererseits auch als Schutzraum bei Gefahr.
Die Bunkeranlage wurde in der Zeit des Nationalsozialismus erbaut. Nach dem Krieg wurde der Schutzraum, der sich im Felsen unterhalb der Festung Spielberg befindet, von einem Weingroßhändler verwendet. Von 1948 bis 1959 baute das kommunistische Regime den Bunker zum Schutz vor Atomwaffenangriffen aus.
Kapucínské
náměstí 303/5
602 00 Brno-střed
Die Kapuziner sind bereits seit 1604 in Brünn. In diesem Jahr begann auch der Bau des ersten Kapuzinerklosters der Stadt. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts dient die Krypta als Gruft des Klosters. Hier trockneten die Toten auf natürlichem Wege aus und mumifizierten ohne Balsamierung. Kaiser Josef II. verbot diese Art der Bestattung im Jahr 1784.
Kapucínské
náměstí 303/5
602 00 Brno-střed
Eigentlich lautet der gesamte Titel der Ausstellung “Mährisches Dorf und die Krippe”. Was 1983 als einfaches Spielzeug für den Sohn des Erbauers gedacht war, führte zu einem Modell eines mährischen Dorfes mit etwa 560 Figuren, von denen sich 180 bewegen. Zusätzlich findet man hier ein fast 10 Meter langes Modell von Betlehem.
Bethlehem
Das Modell von Bethlehem zeigt Pilger, die zur Grippe streben. Hier stehen insgesamt 470 Figuren; 250 von ihnen bewegen sich.
Das Stadtmuseum Brünn ist in mehreren Gebäuden untergebracht. Die Festung Spielberg beinhaltet neben dem Museum auch die Verwaltung und das Archiv. Weitere zum Verbund gehörende Museen sind das “Menin Tor” und die “Villa Tugendhat”, ein wichtiges Bauwerk des deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe.
Die uneinnehmbare Festung entwickelte sich zu einem der berüchtigtsten Gefängnisse Europas, dem sogenannten "Kerker der Nationen".
Im Diözesanmuseum kann man die Dauerausstellung “Vita Christi – Das Leben Christi” bewundern. Hier befinden sich gotische und barocke Ausstellungsstücke aus den Kirchen und Pfarren der Brünner Diözese. Besonders Stolz ist man auf das Gemälde “Madonna aus Eichhorn”, das aus den vierziger Jahren des 14. Jahrhunderts stammt.
In Brünn finden jährlich große Feuerwerkfestivals statt. Die internationalen Wettbewerbe der besten Feuerwerke werden am Brünner Stausee ausgetragen. Das Abschlussfeuerwerk findet in der Stadt auf der Hrad Spielberk statt. Der Eintritt zu den Feuerwerken ist frei.
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Das Team
Dieses eBook wurde durch die freundliche Unterstützung des regionalen Tourismusbüros und der ÖBB ermöglicht.
Deutsches Lektorat: Teresa Petrovitz.
Quellenangabe
Texte, Videos und Fotos von Rudolf J. Strutz. Fahrpläne und Reiseinformationen: ÖBB.
Copyright
Das Buch wurde unter der Creative Commons Lizenz lizensiert: Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen ausschließlich als Gesamtwerk! Verwendung einzelner Fotos und Text ist ausdrücklich nicht gestattet.
Verkauf des eBooks
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