Markus Muntwiler, Leiter Mission & Entwicklung Kürzlich hat die Jugendgruppe der Heilsarmee in Bern dieses Thema aufgegriffen und einen tollen Benefizabend mit Livemusik und Tanz zum Thema "save water, save lives" (Spare Wasser, rette Leben) durchgeführt. An diesem Abend wurden die Besucher auf die schwierige Trinkwassersituation in den Südländern hingewiesen und zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit Wasser angeregt. Ein Heilsarmee-Wasserprojekt an Primarschulen in Kenia wurde vorgestellt, und es wurde dafür gesammelt. Informationen zu diesem Projekt finden Sie ebenfalls in diesem Newsletter. Es war ein gelungener Abend, an dem ganze 2 500 Franken für das Projekt in Kenia zusammengekommen sind. Ich freue mich sehr über tolle Initiativen wie diese. Sie auch?
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Dieser Newsletter erscheint dreimal jährlich. Postkonto: 30-6709-1 (mit entsprechendem Verwendungszweck) Herausgeber Redaktion Fotos Layout / Konzept Druck
Stiftung Heilsarmee Schweiz, Mission & Entwicklung Laupenstrasse 5, 3001 Bern, Schweiz Telefon 031 388 05 91, mission@swi.salvationarmy.org Markus Muntwiler, Doris Droz, Thomas Martin Archiv Mission & Entwicklung Thomas Martin / Martin Stucki Grafik, Heimenschwand, msgrafik.ch Jordi AG, Belp
eine Selbstverständlichkeit?
Wasser
Impressum Sarah Makanjera-Cox musste leider aus medizinischen Gründen ihren Einsatz in Kongo Brazzaville frühzeitig abbrechen. Wiederholte, starke Malariaerkrankungen haben ihren Körper zu stark geschwächt. So ist sie im Juli zusammen mit ihrem Mann Tinashe nach Südafrika umgezogen und wird ihren Missionseinsatz dort beenden. Sarah Makanjera arbeitet nun für die Heilsarmee Südafrika in der Projektarbeit. Claude Huguenin-Nkoko ist Mitte August am Ende seines Einsatzes für die Heilsarmee in Kongo Kinshasa angelangt. Er hat dort die letzten acht Jahre als Verantwortlicher im Bereich Immobilien gearbeitet. Claude Huguenin wird jedoch mit seiner Frau Matty und der Tochter Ambre Thia weiterhin in Kinshasa leben. Markus und Tabea Wipf-Zünd werden im Oktober einen dreijährigen Einsatz für die Heilsarmee in Ecuador beginnen. Sie werden dort als Projektverantwortliche in den Bereichen Immobilien und Sozialprogramme tätig sein. Im Moment sind sie in England und absolvieren einen Intensivkurs in Englisch, damit sie für ihre zukünftige Arbeit gerüstet sind.
News vom Missionsfeld
Wasser ist für den Menschen eines der wertvollsten Güter. So erstaunt es nicht, dass der Zugang zu Wasser sowohl ein Menschenrecht als auch ein international anerkanntes und gefördertes Ziel ist, ein Unterziel der sogenannten MillenniumEntwicklungsziele. Mehr als eine Milliarde Menschen haben jedoch keinen sicheren Zugang zu sauberem Wasser. Dieser Zugang zu Trinkwasser und zu Wasser für die Landwirtschaft ist jedoch grundlegend für die Überwindung der Armut.
Europäisch I Interkulturell I Missional I Gemeindeorientiert I Relevant I Ganzheitlich I Jesuszentriert I Anbetend
www.Mission-Net.org att rrab 1 che 1 hbu kt. 20 ü r O F 15. bis
2. Europäischer Jugend-Missions-Kongress
28. Dezember 2011- 2. Januar 2012 Erfurt, Deutschland
Editorial
Log dich ein und triff Europa
Glaube in Aktion Newsletter Mission & Entwicklung Nr. 10 – Sept. 2011
Die kleine rotblaue Wasserpumpe von Lingwe Samuel Büchi ist Mitglied des Heilsarmee-Korps Zürich Zentral. Im Rahmen von SwiZimAid hat er zusammen mit anderen Schweizer Heilsarmeeangehörigen Simbabwe bereits mehrmals besucht, um zu überprüfen, wie die SwiZimAid-Hilfe vor Ort umgesetzt wird. Dabei spielt auch Wasser immer wieder eine zentrale Rolle. Lingwe, ein kleines Dorf in der Provinz Matabeleland Süd, rund 100 km südlich von Bulawayo, der zweitgrössten Stadt von Simbabwe. Rund um das Dorf nur Sand und karge Bäume, dazwischen dann und wann ein kleiner Bauernhof mit ausgemergelten Rindern und Ziegen. Hier Wasser zu finden, scheint aussichtslos. Ein paar Minuten später durchqueren wir mit dem Auto ein ausgetrocknetes Flussbett. Plötzlich bremst der Fahrer ab und deutet auf ein paar Menschen. Sie versammeln sich um ein kleines Loch mit einem Durchmesser von etwa 50 Zen timetern. Im Loch eine dreckige, trübe Flüssigkeit. Uns verschlägt es den Atem, denn für die Menschen dort ist diese Brühe … Trinkwasser, das einzige Trinkwas ser im Umkreis von mehreren Kilometern. Wieder ein paar Minuten später erreichen wir eine kleine Gebäudegruppe, das lokale Heilsarmeekorps. Ein paar Hütten zum Wohnen und eine etwas grössere Hütte als Versammlungslokal. Das Wichtigste an diesem Ort befindet sich aber wenige hundert Meter davon entfernt. Eine kleine rotblaue Wasserpumpe. Stolz schreitet unser Begleiter auf die Pumpe zu, packt den Hebel und beginnt zu pumpen. Einige Sekunden lang hört man nur das Stöhnen und Ächzen des Metalls, dann aber plötzlich geschieht das Unfassbare. Aus der Pumpe fliesst kühles, glasklares Wasser. Wir füllen unsere leeren PET-Flaschen und nehmen
vorsichtig einen ersten Schluck. Doch unsere Zweifel sind sehr schnell verflogen. Es ist tatsächlich sauberes und gutes Trinkwasser. In weiten Teilen Simbabwes gibt es ausgedehnte Grundwasserströme. Das Wasser fliesst oft nur rund 60 bis 100 Meter unter dem Boden. Die Beschaffen heit des Bodens – Sand und Kies – wirkt wie ein natürlicher Filter, der das Wasser reinigt und ihm nahezu Trinkwasserqualität verleiht. Wasser in Hülle und Fülle, das nur darauf wartet von Hand mit einer dieser kleinen rotblauen Wasserpum pen heraufgepumpt zu werden. Etwa 8 000 Franken kostet der Bau einer solchen Pumpe inklusive Bohrloch. Ein Betrag, der für die Menschen in Simbabwe unerreichbar ist, uns aber – wenn wir ein wenig von unserem Überfluss zusammenlegen – kaum schmerzt. Jedesmal, wenn ich zuhause den Wasserhahn öffne und er stöhnend und äch zend das Wasser freigibt, höre und sehe ich in Gedanken … die kleine rotblaue Wasserpumpe von Lingwe.
SwiZimAid
Samuel Büchi Die Wasserpumpe von Lingwe wurde durch die Heilsarmee erstellt und ist Teil des Matabeleland-Wasserprojekts von SwiZimAid und der Heilsarmee Schweiz. Dieses Projekt ermöglichte in den letzten drei Jahren in 10 Dörfern der Region Matabeleland den Bau von Wasserpumpen und dadurch für hunderte Menschen den Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser.
SwiZimAid ist die Initiative einer Gruppe Heilsarmee mitglieder aus Zürich mit dem Ziel, den Menschen in S imbabwe und der Heilsarmee vor Ort konkrete Hilfe zu leisten. Folgende Ziele stehen für SwiZimAid im Zentrum: • Praktische Hilfe leisten • Zimbabwe besuchen, um zu spüren, wo Hilfe nötig ist • Die bestehenden Heilsarmee-Strukturen nutzen • Unseren Überfluss teilen • Geld für spezifische Projekte sammeln So unterstützt und begleitet SwiZimAid in Zusam menarbeit mit Mission & Entwicklung der Heilsarmee Schweiz verschiedene Projekte in Simbabwe (z.B. im Bereich Wasser oder Musik), sammelt dafür Geld, Instrumente und Kleider und besucht regelmässig Simbabwe, um die Menschen und die Heilsarmee vor Ort zu ermutigen und praktische Hilfe zu leisten.
Informationen zu SwiZimAid und aktuellen Projekten in Simbabwe: www.swizimaid.ch
Wenn Sie die Hilfe durch SwiZimAid finanziell unterstützen möchten: PC 30-6709-1 (mit dem Vermerk: SwiZimAid-Projekte)