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Ausbildung: Sie sind zielorientiert, leidenschaftlich und kreativ

Sie sind zielorientiert, leidenschaftlich und kreativ

Er kocht mit Leidenschaft, sie hilft in Sachen Gesundheit. Andere beraten, wenn es um Mode oder tolle Frisuren geht. Die Rede ist von jungen Menschen, die in der Thuner Innenstadt ihre berufliche Zukunft angehen.

Nicht immer ist es einfach, eine Ausbildungsmöglichkeit zu finden. Insbesondere dann, wenn es um die Berufswahl geht, stellt sich die Frage nach einer geeigneten Lehrstelle. Bekanntlich ist die Thuner Innenstadt weitherum als abwechslungsreiches Einkaufsparadies beliebt. Dank der grossen Vielfältigkeit bietet die Innenstadt eben auch zahlreiche Möglichkeiten, um in eine Berufsausbildung einzusteigen. Das Thun-Magazin hat Lernende und ihre Ausbildenden in der Kyburgstadt besucht und ist auf kreative Menschen gestossen.

Ein Gefühl für die Kunden entwickeln «Die Arbeit gefällt mir sehr», sagt Noemi Brigante aus Thun. Tagtäglich ist die

«Jeder Tag ist anders und immer wieder von neuem interessant.»

Noemi Brigante, angehende Detailhandelsfachfrau

21-Jährige in der Kyburgstadt. Im Modehaus Oesch AG im Bälliz 45 lässt sie sich zur Detailhandelsfachfrau ausbilden. Die Ausbildung hat Noemi Brigante vor knapp einem Jahr begonnen und kann im Modehaus Oesch AG bereits Verantwortung übernehmen. «Ich habe gelernt, ein Gefühl für die Kunden zu entwickeln», erläutert die angehende Detailhandelsfachfrau. Was so viel bedeutet wie Kundinnen in Sachen Mode

Oben: Noemi Brigante lässt sich im Modehaus Oesch AG von Filialleiterin Tanja Zanoni zur Detailhandelsfachfrau ausbilden. Rechts oben: Während ihrer Ausbildung zur Pharmaassistentin erhält Manuela Sigrist (Mitte) Unterstützung von Nadja Schmid (rechts) und Dania Frei. Rechts unten: Der angehende Koch Schamsulhag Rayiszada aus Burgistein bereitet in der Küche des Hotels und Restaurants Freienhof ein Dessert mit Beeren und Schoggimousse vor…

fachgerecht und individuell zu beraten. Entgegen kommt Noemi Brigante dabei das grosse Sortiment an Freizeit-, Business- wie auch sportlicher und festlicher Mode für Damen. «Wir führen trendige Mode für Jung und Alt», erklärt die Lernende.

Eigentlich konnte sich die Thunerin ursprünglich gar nicht vorstellen, in den Detailhandel einzusteigen. «Ich bin davon ausgegangen, dass es sich vorab um Einräumen und Aufräumen handelt», sagt sie. Dieses Vorurteil hat sich aber rasch zerschlagen. «Jeder Tag ist anders und immer wieder von neuem interessant», sagt sie.

Im Modehaus Oesch ist so oder so Vielfältigkeit zu finden. «Wir führen ein breites Sortiment an auserwählter Mode für Damen», erläutert Tanja Zanoni, Filialleiterin und Lehrlingsbeauftragte. So führt das Thuner Modehaus zum Beispiel exklusiv in Thun die trendigen Marken Annette Görtz und High. Zudem betreibt das Modehaus in Thun auch ein Schneideratelier. «Hier können wir Anpassungen gleich vor Ort und auf Kundenwunsch vornehmen», sagt Tanja Zanoni. Für Noemi Brigante jedenfalls ist klar: «Es macht grossen Spass, in der Thuner Innenstadt eine Lehre zu absolvieren», sagt sie und hat weitere Pläne: «Nach der Lehre möchte ich mich weiterbilden, um vielleicht einmal ein Rayon oder eine Filiale leiten zu können.»

Es ist faszinierend

Manuela Sigrist reist jeden Morgen in der Früh ins Bälliz 34. Dort bereitet sich die 17-Jährige auf die Lehrabschlussprüfung als Pharmaassistentin vor. Doch sie hat noch etwas Zeit. Mitten im zweiten Lehrjahr, dauert es jetzt noch ungefähr ein Jahr, bis es so weit ist. «Es ist faszinierend, wenn ich den Leuten mit meinem gelernten Wissen helfen kann», sagt Manuela Sigrist. Die junge Frau aus Aeschi wirkt in der Central Apotheke Thun von Janine und Markus Messerli und fügt gleich an: «Es war immer mein Ziel, einen Beruf im Gesund-

«Wir dürfen keine Fehler machen.»

heitsbereich zu lernen.» Nicht zuletzt, weil es eben um Menschen geht, denen man helfen kann. Angesprochen ist damit auch die Verantwortung, welche mit der Berufslehre verbunden ist. «Wir dürfen keine Fehler machen», betont Manuela Sigrist. Unterstützt wird sie dabei von den beiden Lehrlingsverantwortlichen Dania Frei und Nadja Schmid. Die Central Apotheke Thun bildet regelmässig Lernende aus. «Die Ausbildung ist ein gutes Sprungbrett für Berufe im Gesundheitsbereich», erläutert Nadja Schmid. Und weiter: «Unsere Stärke ist die objektive und neutrale Beratung in allen pharmazeutischen Belangen.» Bei gesundheitlichen Problemen ist die Central Apotheke Thun im Bälliz 34 die richtige Adresse.

Manuela Sigrist jedenfalls hat nach dem Abschluss der Lehre weitere Pläne. «Ich werde bestimmt noch ein paar Jahre auf dem Beruf bleiben und später gerne auch eine Familie gründen.»

Neugierig in der Küche

«Ich bin neugierig.» Schamsulhag Rayiszada steht in der Küche des Hotels und Restaurants Freienhof an der Freienhofgasse 3 in Thun. Er ist gerade damit beschäftigt, einen feinen Salatteller herzurichten und gleich auch noch ein Dessert mit Beeren und Schoggimousse.

Links: …währenddem sich Lehrmeister und Küchenchef Christian Helbig ums Gemüse kümmert. Rechts: Lehrmeisterin Ursula Wyssmann gibt Shania Steiner Tipps in Sachen Haarschnitt.

«Ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit und den Kontakt mit den Menschen.»

Shania Steiner, Lernende Coiffeuse EFZ

Der 19-Jährige aus Burgistein hat die dreijährige Ausbildung zum Koch letzten Sommer begonnen. «Ich schätze das selbstständige Arbeiten und wenn in der Küche etwas läuft», sagt er. Schamsulhag Rayiszada stammt aus Afghanistan und lebt seit vier Jahren in der Schweiz. Bevor er seine Lehre als Koch im Hotel Freienhof begann, hat er dort ein Praktikum mit Erfolg absolviert. «Wir haben uns sehr gefreut, dass er bei uns die Lehre beginnen konnte», sagt Küchenchef Christian Helbig, der ihn während der Ausbildung unterstützt. Er führt ein Team von zehn Mitarbeitenden mit mehreren Lernenden. «Wir setzen auf traditionelle und moderne Küche», umschreibt Christian Helbig sein Credo. So finden Gäste im Restaurant Freienhof Klassiker wie zum Beispiel das Cordon bleu «Freienhof» in vier Varianten. Ab Mitte Juni stehen zudem verschiedene Tatarvariationen für Geniesser bereit.

Ganz nach dem Motto: Regionale und nachhaltige Küche mit kreativem Touch frech und frisch interpretiert. Für Schamsulhag Rayiszada jedenfalls ist klar: «Die Ausbildung macht mir sehr viel Spass.» Auch wenn die Arbeitszeiten zu Beginn der Lehre etwas gewöhnungsbedürftig waren. «Für Freizeit reicht es aber immer», meint er. Und nennt auch sein Lieblingsgericht. «Kartoffelgratin mit Brokkoli und Lammfleisch.» Und wer weiss, vielleicht steht das Gericht im Restaurant Freienhof auch bald einmal auf der Speisekarte.

«Einfach cool»

«Die Arbeit macht mir sehr viel Spass.» Shania Steiner pflegt im Coiffeur-Salon Glamour Motion Beauty Hair an der Frutigenstrasse 4 in Thun gerade einer Kundin die Haare. «Ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit und den Kontakt mit den Menschen», sagt die 18-Jährige, die in der Thuner Innenstadt derzeit die Ausbildung zur Coiffeuse EFZ für Damen und Herren absolviert. Auf den Beruf zur Haarstylistin gekommen ist Shania Steiner durch die Schnupperlehre. «Zuvor hatte ich einige andere Ideen», so die Lernende weiter. Besonders wertvoll findet Shania Steiner die Tatsache, dass sie in der Ausbildung Kundinnen und Kunden von A bis Z begleiten und beraten kann. «Ich freue mich, wenn ich die Leute glücklich machen kann, die zu uns in den Salon kommen.»

Im Glamour Motion Beauty Hair Coiffeur-Salon wartet denn auch ein Rundumservice. «Wir sind bereit für alles», sagt Inhaberin Ursula Wyssmann. Eines jedenfalls ist klar: Bei Ursula Wyssmann und ihrem Team sind Kundinnen und Kunden in Sachen persönliche Dienstleistungen rund ums Haar besonders gut aufgehoben. Für Shania Steiner jedenfalls ist die Ausbildung zur Coiffeuse in der Thuner Innenstadt mehr als nur ein Beruf. «Es ist einfach cool», betont sie. Und freut sich auf das dritte Lehrjahr, das im Sommer beginnt und dann, wie sollte es anders sein, nicht zuletzt mit spannenden Ideen für die Berufsprüfung gespickt sein wird.

Text und Bilder: Stefan Kammermann

Thun nimmt Platz in der Innenstadt

Von Mai bis Ende Oktober bereichern 50 von Thunerinnen und Thunern gestaltete Sitzbänke die Innenstadt. Sie sind das Resultat der Aktion «Thun nimmt Platz», welche die Stadt Thun und die Innenstadt-Genossenschaft lancierten.

Die Stadt Thun und die Innenstadt-Genossenschaft (IGT) setzen gemeinsam mit Vereinen, Schulen, Unternehmen und Privatpersonen aus Thun sommerliche Farbtupfer in die Innenstadt. Ab Mai bis Ende Oktober stehen im Rahmen der Aktion «Thun nimmt Platz» 50 bunte Bänke im Bälliz, in der Oberen Hauptgasse, am Aarequai und rund ums Rathaus. Damit sollen die Attraktivität der Innenstadt erhöht und die Fussgängerzone besser wahrnehmbar werden.

Öffentlicher Wettbewerb

Für die Gestaltung der Sitzbänke gab es einen öffentlichen Wettbewerb, bei dem sich Privatpersonen, Vereine, Schulen und Unternehmen aus Thun bewerben konnten. Die Aktion stiess auf reges Interesse: Innerhalb von nur drei Wochen nach der Lancierung des Wettbewerbs erhielt die Stadt rund 120 konkrete Gestaltungsvorschläge. Aufgrund der vielen tollen Ideen entschieden die Organisatoren anfangs März, die Zahl der zur Verfügung gestellten Bank-Rohlinge von damals 30 auf 50 zu erhöhen. Eine Jury wählte aus den zahlreichen Gestaltungsvorschlägen 50 Sieger-Projekte aus. «Die Kreativität der Bewerberinnen und Bewerber war eindrücklich; teilweise kannte sie kaum Grenzen», sagt Peter Jost, Leiter der Abteilung Stadtmarketing und Kommunikation. Stadtpräsident Raphael Lanz hat den Gestaltungsprozess mitverfolgt. «Das Engagement ist beeindruckend, die Gestalterinnen und Gestalter scheuten keinen Aufwand», sagt er. Gut zwei Monate hatten die Gestalterinnen und Gestalter anschliessend Zeit, um ihre Ideen umzusetzen. 19 Projekte stammen von Vereinen, 15 von Unternehmen, 12 von Privatpersonen und 4 von Schulen.

Grosse Vielfalt an Sitzbänken

Bei der Gestaltung der Bank-Rohlinge waren keine Grenzen gesetzt. Die Bänke konnten nicht nur bemalt, sondern auch zugesägt oder mit zusätzlichen Objekten ergänzt werden. Entstanden sind sehr verschiedene Sitzbänke, die sich sowohl in ihrem Sujet als auch in ihrer Form oder Gestaltungstechnik unterscheiden. Und manche laden nicht nur zum Sitzen, sondern auch zur Interaktion ein. Wer wissen will, welche Sitzbank wo steht, findet auf der Webseite der Stadt Thun einen detaillierten Situationsplan (www.thun.ch/thunnimmtplatz).

Versteigerung für guten Zweck

Nachdem die Sitzbänke während mehreren Monaten die Fussgängerzone der Thuner Innenstadt bunter gemacht haben, werden die Objekte für einen guten Zweck versteigert. Weitere temporäre Aktionen unter Einbezug der Bevölkerung sind geplant.

Text: Fabio Burri Bild: Cilia Julen

Bild: Farbige Sitzbänke der Aktion «Thun nimmt Platz» bereichern bis Ende Oktober die Thuner Innenstadt.

Der «Donnschtig-Jass» kommt nach Thun

Am 4. Juli findet auf dem Thuner Rathausplatz der «Donnschtig-Jass» von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) statt. Als Showacts treten der Schlagersänger Roland Kaiser und der Berner Musiker Ritschi auf. Ebenfalls zu Gast ist Hanspeter Latour.

Jassbegeisterte dürfen sich freuen. Am 4. Juli macht die beliebte Sendung «Donnschtig-Jass» von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) Halt auf dem Rathausplatz in Thun. In der Sendung treten jeweils zwei Gemeinden aus einem Kanton gegeneinander an und jassen um die Austragung in ihrer Gemeinde der darauffolgenden Sendung. In Thun heissen die Konkurrenten Giswil und Kerns aus dem Kanton Obwalden.

Jass, Musik und Fussball

Das SRF-Format ist neben dem Jassen auch für musikalische Grössen bekannt. Mit dem deutschen Schlagersänger Roland Kaiser und Ritschi, ehemaligem Frontman der Band Plüsch, hat das SRF

Bild: Das Trio Büsser, Salzgeber und Kälin moderiert in Thun seine erste «Donnschtig-Jass»-Sendung. seine eigenen Trümpfe in der Hand. Teil des «Donnschtig-Jass» ist jeweils auch ein Gast aus der Region, der eine knifflige Aufgabe meistern muss. In Thun wird sich Hanspeter Latour einer Herausforderung stellen, die auf seine Trainerkarriere anspielt.

Erste Sendung mit Salzgeber

Nach dem Abgang von Roman Kilchsperger übernimmt Rainer Maria Salzgeber die Moderation des Events. Die Sendung in Thun wird für den Sportmoderator die erste sein. Unterstützt wird er von Komiker und Radiomoderator Stefan Büsser und der vierfachen Schwingerkönigin Sonia Kälin, die am Jass-Tisch das Zepter in der Hand hat.

Ein langes Warten

Bereits im Jahr 2017 stand fest, dass Thun Teil der Sendung ist. Im Juli 2018 jasste die Stadt gegen Zweisimmen in Klingnau (AG) um die Austragung, konnte dieses Duell jedoch nicht gewinnen. Im August 2018 erhielt die Stadt als einer der beiden besten Verlierer eine zweite Chance in Heiden (AR). Das Thuner Jass-Quintett gewann dieses Duell gegen Binningen (BL) und sicherte sich dadurch die erste Austragung im Jahr 2019.

Text: Fabio Burri Bild: zvg

«Donnschtig-Jass» 4. Juli 2019 ab 18.00 Uhr

Rathausplatz Die Sendung beginnt um 20.05 Uhr. Die öffentliche Hautprobe startet um 13.30 Uhr, wobei die Festwirtschaft bereits um 12.00 Uhr öffnet. Der Eintritt ist frei.

Nachhaltige Legislaturziele für noch mehr Lebensqualität in Thun

Der Gemeinderat hat 11 Legislaturziele festgelegt. In den nächsten vier Jahren will er die nachhaltige Entwicklung der Stadt Thun stärken, Thun noch attraktiver machen und eine Balance zwischen Wachstum, Lebensqualität und Klimaschutz anstreben.

Am 1. Januar 2019 ist der Thuner Gemeinderat in die neue Legislatur gestartet. Er befasste sich an mehreren Klausursitzungen intensiv mit der Erarbeitung der Legislaturziele (vgl. Infobox). Gemäss Stadtverfassung ist der Gemeinderat das führende, planende und vollziehende Organ der Stadt und entwickelt Strategien für die Zukunft. Politische Gesamtplanung ist Teil der Staatsführung. Ihr Wesen liegt in der Frühwarnung, in der Steuerung und in der Koordination. Die politische Gesamtplanung soll helfen, in komplexen Wirkungszusammenhängen Probleme aufzuzeigen und zu lösen. Sie hat die Aufgabe, das staatliche Handeln aus einer Gesamtsicht heraus zu steuern.

Strategien und Konzepte

Mit der Strategie Stadtentwicklung verfügt die Stadt Thun über ein langfristiges Steuerungsinstrument mit einem Planungshorizont von zehn bis 15 Jahren. Die Strategie Stadtentwicklung bildete für den Gemeinderat eine wichtige Grundlage für die Erarbeitung der Legislaturziele. Weitere wichtige Grundlagen, aus denen die Legislaturziele abgeleitet werden konnten, waren das Stadtentwicklungskonzept STEK 2035 und das Gesamtverkehrskonzept GVK 2035, die der Gemeinderat am 5. Dezember 2018 – gemeinsam und aufeinander abgestimmt – verabschiedet hatte.

11 Legislaturziele

Für den Gemeinderat stehen in dieser Legislatur die folgenden 11 Ziele im Zentrum: 1. Thun hat das Angebot als Wohnstadt optimiert. 2. Die Beteiligung aller Generationen und das gesellschaftliche Miteinander sind gestärkt. 3. Die Attraktivität als Wirtschaftsstandort hat sich verbessert. 4. Die Innenstadt ist als Zentrum und

Begegnungsort attraktiver. 5. Aussenräume und Lebensräume sind aufgewertet. 6. Die Verkehrssituation hat sich verbessert. 7. Thun ist auf dem Weg zur Energiestadt Gold. 8. Thun hat das Profil als attraktive

Stadt am Wasser gestärkt. 9. Wichtige kommunale Infrastrukturen sind saniert, erstellt oder im Bau. 10. Die regionale Zusammenarbeit ist gestärkt. 11. Thun ist Smart City.

Prioritäten setzen

Für den Gemeinderat war es wichtig, dass nicht für alle Aufgabenbereiche Legislaturziele formuliert werden müssen. Der Gemeinderat wollte sich beschränken und Prioritäten setzen. Die Legislaturziele müssen immer zusammen mit der Stadtverfassung und insbe-

Was sind Legislaturziele?

Legislaturziele sind das Regierungsprogramm der Stadtregierung. Mit den Legislaturzielen gibt der Gemeinderat Auskunft über seine politischen Schwerpunkte, Ziele und Absichten: Welche politischen Ziele will der Gemeinderat als Gesamtbehörde in den nächsten vier Jahren mit welchen Mitteln erreichen? Der Stadtrat nimmt die Legislaturziele zur Kenntnis, muss sie aber nicht genehmigen. Für die Umsetzung ist der Gemeinderat aber auf die Unterstützung des Stadtrates angewiesen.

Die gesamte Darstellung der Legislaturziele (inkl. Massnahmen) ist unter www.thun.ch/legislaturziele abrufbar.

sondere mit der Strategie Stadtentwicklung betrachtet werden. Für Bereiche, zu denen für die Legislatur 2019–2022 keine ausdrücklichen Legislaturziele formuliert worden sind, gelten damit die Zielsetzungen aus der Strategie Stadtentwicklung.

40 Massnahmen

Für die Erreichung der 11 Ziele hat der Gemeinderat 40 Massnahmen festgelegt. Die Erfüllung der Legislaturziele hat für den Gemeinderat Priorität. Er hat die Abteilungen der Stadtverwaltung deshalb beauftragt, ihre Kräfte auf die Erfüllung der Legislaturziele auszurichten, die entsprechenden Priorisierungen vorzunehmen und die Massnahmen in ihrem Bereich umzusetzen. Die Umsetzung aller 40 Massnahmen ist allerdings ein ambitioniertes Ziel. Grundsätzlich stehen die Legislaturziele deshalb unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit und der finanziellen Tragbarkeit. Der Gemeinderat wird die Ressourcenfrage in den nächsten Wochen und Monaten vertieft prüfen und dem Stadtrat mit dem Budget 2020 entsprechende Anträge stellen.

Nachhaltige Entwicklung

Der Gemeinderat will mit den vorliegenden Legislaturzielen seine Zukunftsverantwortung wahrnehmen und die nachhaltige Entwicklung stärken. Die nachhaltige Entwicklung wird als Grundmaxime der gemeinderätlichen Tätigkeit verstanden. Wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen sollen angenommen und aufeinander abgestimmt werden. Mit der nachhaltigen Entwicklung ist letztlich ein Konzept des langfristigen Gleichgewichtes gemeint. Die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generationen sollen erfüllt werden, zugleich sollen aber auch die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Ansprüche künfti-

Links: Der Gemeinderat will Thuns Profil als Stadt am Wasser stärken. Oben: Der Thuner Gemeinderat (v.l.n.r.): Roman Gimmel, Andrea de Meuron, Raphael Lanz, Peter Siegenthaler, Konrad Hädener sowie Stadtschreiber Bruno Huwyler Müller.

ger Generationen nicht gefährdet werden. Der Gemeinderat hat sich bei der Formulierung der Legislaturziele an den Grundsätzen der nachhaltigen Entwicklung orientiert. So soll z.B. mit dem Konzept «Smart City» angestrebt werden, die Ressourcen dank digitaler Vernetzung intelligent und schonend zu nutzen.

Wie entwickelt sich Thuns Wohnraum?

Thun wächst, der zur Verfügung stehende Raum ist aber begrenzt. Die Stadt soll sich deshalb primär innerhalb des Siedlungsgebiets entwickeln, auch hinsichtlich des Wohnraums. Ein Beispiel dafür ist die geplante Überbauung Talacker im Neufeld.

Thun soll sich weiterentwickeln und dabei eine attraktive Wohn- und Arbeitsstadt bleiben. Das Stadtentwicklungskonzept STEK 2035 definiert dazu Ziele und Massnahmen. Die Strategie «Wohnen» des STEK zeigt auf, welche Siedlungsgebiete sich speziell eignen, um das erwartete Bevölkerungswachstum aufzunehmen. Eine wichtige Voraussetzung bildet die Siedlungsentwicklung nach innen: Die Stadt Thun soll sich primär innerhalb des überbauten Raums entwickeln. Wohnquartiere sollen ausserdem lebendig, verschiedenartig und durchgrünt sein sowie eine hohe Lebensqualität für alle Bevölkerungsgruppen und Generationen bieten.

Überbauung Talacker als Beispiel

Ein gutes Beispiel für die angestrebte Entwicklung ist die geplante Überbauung Talacker im Thuner Neufeldquartier: Hier will die Bernische Pensionskasse (BPK) einen Neubau realisieren. Die Überbauung kombiniert attraktiven Wohnraum, Spielflächen und naturnahe Begegnungszonen. Vorgesehen ist ein sechsgeschossiges Gebäude, das mit drei unterschiedlich langen Flügeln in den Grünraum greift. Geplant sind 72 Miet- und drei Atelierwohnungen. Mit der vieleckigen Form, der Höhenstaffelung und unterschiedlichen Ausrichtungen entsteht eine Wohnsiedlung, die vielfältige Ausblicke in die Umgebung ermöglicht. Die geplante Überbauung hat eine hohe städtebauliche Qualität, nutzt das verfügbare Areal optimal und schafft so zusätzlichen Wohnraum.

Weitere Schritte

Damit eine höhere Ausnutzung des Areals möglich ist, braucht es eine Zonenplanänderung. Nach Abschluss der öffentlichen Planauflage befindet nun der Thuner Stadtrat über die neue Überbauungsordnung, danach gehen die Unterlagen zur Genehmigung an das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR). Das Projekt durchläuft anschliessend ein ordentliches Baubewilligungsverfahren.

Text: Felix Adank, Cilia Julen Bild: zvg

Stadtentwicklungskonzept STEK 2035

Das STEK 2035 mit den fünf Strategiebereichen «Wohnen», «Arbeiten», «Mischgebiete und Zentren», «Landschaft und Freiräume» sowie «Stadtraum und Mobilität» ist die Basis für das neue Baureglement und den Zonenplan, welche die Stadt Thun im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision (OPR) erarbeitet. Die Thuner Bevölkerung wird sich im Herbst 2019 zur OPR äussern können.

Bild: Wie wird sich Thun entwickeln? Das Stadtentwicklungskonzept STEK 2035 definiert dazu Ziele und Massnahmen.

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Das Solarschiff fährt wieder seine Runden

Das Solarschiff gehört schon beinahe zum festen Bild im sommerlichen Thun. Bis Ende Herbstferien fährt es wieder jedes Wochenende seine stündlichen Nachmittags-Runden ab Strandbad über Hünibach und den Schadaupark zum Aarequai (Ländte Hofstetten).

Bereits zum dritten Mal können Einheimische und Touristen sich diesen Sommer mit Sonnenenergie über das Wasser im unteren Seebecken chauffieren lassen. Dank einer Initiative der Stadt Thun und der Unterstützung durch Sponsoren fährt das beliebte Solarschiff an Wochenenden einen stündlichen Rundkurs ab Strandbad via Hünibach, Schadau zur Ländte Hofstetten beim Casino. Bis zu zwölf Personen finden auf dem Boot Platz, auch die Mitnahme von Velos und Kinderwagen ist problemlos möglich.

Technik ist erneuert

Mussten die Passagiere letztes Jahr noch bei der Bootsvermietung im Strandbadgelände einsteigen, erfolgt der Zustieg nun bequem und hindernisfrei über den Solarschiff-Steg direkt vor dem Strandbadeingang. Die Betreiber haben über die Wintermonate wieder viel in ihr Boot investiert. Der Rumpf des Schiffes wurde revidiert und die gesamte Technik komplett erneuert, um noch mehr Effizienz und Sicherheit zu schaffen. Dank dieser Verbesserung kann die Schadau nun sowohl

Solarschiff Shuttle 8. Juni bis 13. Oktober 2019, jeweils Samstag und Sonntag

Stundentakt: Erste Fahrt ab Strandbad 12.45, letzte Fahrt 16.45 Uhr bis 6 Jahre gratis, bis 16 Jahre halber Preis Informationen über solarschiffshuttle.ch oder Tel. 079 704 70 60 flussauf- wie auch flussabwärts angefahren werden.

Betrieb bis Ende Herbstferien

Besonders im Herbst, wenn der Thunersee langsam zu kalt wird zum Baden, aber die Tage noch angenehm warm sind, zieht es viele Ausflügler und Spaziergänger gerne auf statt ins Wasser. In dieser Jahreszeit war die Auslastung in den letzten beiden Jahren besonders gut. Deshalb fährt der Solarschiff-Shuttle

Text: Ines Attinger Bild und Grafik: Johannes Charrois

Bild: Bis Mitte Oktober dreht das Solarschiff jedes Wochenende stündliche Nachmittagsrunden auf dem Thunersee.

Preise: Pro Station CHF 3.–, Rundkurs CHF 15.–, GA und Halbtax nicht gültig, Kinder heuer bis Mitte Oktober.

Thun wird neuer Austragungsort des Ironman Switzerland

Im Sommer 2020 findet in Thun erstmals der Langdistanz-Triathlon Ironman Switzerland statt. Die Standortpartner haben unter der Federführung der Stadt Thun mit der Ironman Switzerland AG eine langfristige Vereinbarung abgeschlossen.

Am Sonntag, 12. Juli 2020, wird erstmals ein Langdistanz-Triathlon der Ironman-Serie in Thun ausgetragen. Die fünf Standortpartner Stadt Thun, Kanton Bern, BE! Tourismus AG, Tourismusorganisation Interlaken und Thun-Thunersee Tourismus haben sich mit der Ironman Switzerland AG auf eine bis 2024 gültige Vereinbarung geeinigt. Diese sieht vor, ab 2020 in der Region Thun jährlich einen Ironman-Triathlon über die klassische Distanz von 3,86 km Schwimmen, 180,2km Radfahren und 42,195km Laufen durchzuführen. Thun löst Zürich damit als Austragungsort ab. In Zürich hatte der Ironman seit 1997 stattgefunden.

Region eignet sich

Der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz und alle weiteren Vertragspartner

Bild: Stadtpräsident Raphael Lanz, Nico Aeschimann, Geschäftsleiter Ironman Switzerland AG, und Roman Gimmel, Gemeinderat und Präsident von Thun-Thunersee Tourismus, freuen sich auf den Ironman in Thun.

freuen sich auf den internationalen Sportanlass in der Region. «Der Ironman passt hervorragend in die wunderbare Gegend um Thun und zu den strategischen Zielen der Stadt», so Raphael Lanz. Roman Gimmel, Thuner Gemeinderat und Präsident von Thun-Thunersee Tourismus betont: «Der Ironman ist eine fantastische Gelegenheit, um sich dem internationalen Publikum als erlebnisreiche Gegend zu präsentieren.» Frank Heinzmann, Chef des Thuner Amts für Bildung und Sport, hatte die Federführung in den Gesprächen mit den Organisatoren inne und blickt zurück: «Die ersten Kontakte erfolgten bereits 2014. Mit der Vereinbarung konnten umfangreiche und anspruchsvolle Verhandlungen zwischen der Stadt Thun, dem Kanton und den Tourismusorganisationen erfolgreich abgeschlossen werden. Darauf sind wir sehr stolz.»

Sportlicher Grossanlass

Die Organisatoren erwarten rund 2000 Athletinnen und Athleten aus aller Welt in Thun. Diese kämpfen auf einer reizvollen Strecke um 40 Qualifikationsplätze für die Ironman-WM in Kona/Hawaii (USA). Gegen 1000 freiwillige Helfer werden für die Durchführung des sportlichen Grossanlasses im Einsatz stehen. Die Organisatoren rechnen mit rund 50000 Zuschauern entlang der Strecke. Die Basis des Wettkampfs liegt im Thuner Lachenareal. Die Schwimmstrecke startet im Strandbad und wird mit Blick auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau in einem Rundkurs im Thunersee absolviert. Die Radstrecke führt in zwei Runden via Gwatt, Zwieselberg, Thierachern, Seftigen nach Belp, anschliessend via Mühlethurnen nach Riggisberg, Mamishaus, Rüti bei Riggisberg und über Wattenwil und durchs Stockental zurück nach Thun. Detailinformationen zu möglichen Zufahrtsbeschränkungen und Verkehrsbehinderungen werden die Organisatoren frühzeitig zur Verfügung stellen.

Text: Simone Tanner Bild: zvg

Ironman Switzerland in Thun 12. Juli 2020

Mehr Informationen: www.ironman.com/switzerlandthun

«Auch ungewöhnliche Themen sollen im Ferienpass Platz finden»

Der Thuner Ferienpass steht vor der Tür. Wie jedes Jahr erwarten die Kinder und Jugendlichen abwechslungsreiche Angebote voller Spass und Action. Der Ferienpass versucht sich dieses Jahr aber auch an unkonventionellen Kursangeboten.

Zum 40-jährigen Bestehen im letzten Jahr wartete der Thuner Ferienpass mit verschiedenen Neuerungen auf. Die Angebotspalette wurde erweitert, der Auftritt des Ferienpasses rundum neu gestaltet und das Projekt Jugendreporter 2.0 ins Leben gerufen, wobei Jugendliche als Nachwuchsjournalisten einen reflektierten Umgang mit neuen Medien lernen. Auch in diesem Jahr bietet der Ferienpass Neuheiten. Der Verein Thuner Ferienpass mit Geschäftsführerin Silvia Wyss hat sich dafür entschieden, in diesem Sommer auch Kurse anzubieten, die schwierigere oder auf den ersten Blick für Kinder eher untypische Inhalte thematisieren. «Auch diese Themen sollen im Ferienpass Platz finden», sagt sie. «Wir freuen uns auf ein neues spezielles Angebot

Thuner Ferienpass 6. Juli–11. August 2019

Mehr Informationen: www.thunerferienpass.ch und sind sehr gespannt, wie Kinder und Eltern darauf reagieren werden.»

Achtsamen Umgang lernen

Im Sarg-Atelier von Alice Hofer haben Schülerinnen und Schüler in Gruppen ab dem 3. Schuljahr neu die Gelegenheit, sich dem Alter entsprechend mit Themen rund um den Tod zu beschäftigen. Zum Beispiel sollen die Jugendlichen beim Gestalten eines individuellen «Särgli» für das geliebte Haustier einen persönlichen Umgang mit Verlust und Trauer sowie verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten kennenlernen. Ein solches oder ähnliches Angebot hat Silvia Wyss während den über zehn Jahren, die sie beim Ferienpass wirkt, noch nie ausgeschrieben.

Yoga und meditatives Malen

Bei einem anderen Angebot erleben Kinder auf eine spielerische und kreative Weise konzentrierte Bewegungserfahrungen. Im Kurs «Yoga und meditatives Malen» haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, achtsam zu sein, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, die eigenen Sinne zu stärken und zur Ruhe zu kommen.

Die Surfskis kommen

Neue actiongeladene Angebote dürfen aber nicht fehlen und sollen auch weiterhin die Kinder begeistern. In Australien und Südafrika gibt es die Surfskis, die hauptsächlich zur Rettung von Surfern und ertrinkenden Menschen eingesetzt werden, schon lange. Die neue Trendsportart hat nun den Weg auf den Thunersee und in den Thuner Ferienpass gefunden. Im Juli kann das leichtgewichtige Kajak ausprobiert und entspannt über den Thunersee «gefloatet» werden.

Text: Lena Pritz, Silvia Wyss Bild: zvg

Bild: In einem neuen Ferienpassangebot setzen sich Kinder und Jugendliche im Sarg-Atelier von Alice Hofer mit Verlust auseinander.

ARCHITEKTUR ERWANDERN

Architektonische Trouvaillen inmitten schöner Landschaften können einen interessanten Spannungsbogen zwischen Natur und Siedlungsraum schlagen. Das zeigen verschiedene in den letzten Jahren realisierte Projekte in der Schweiz und im angrenzenden Ausland. Dieses Buch führt Sie zu Fuss an diese Objekte heran. Es sind eigenständige Bauten – zum Teil aus der Feder bekannter Architekten – mit einer modernen Architektursprache, die regionale Traditionen neu interpretiert. Dieses Buch bildet die passende Grundlage für alle wanderbegeisterten Liebhaber und Liebhaberinnen zeitgenössischer Architektur!

Autoren: Reto Westermann und Üsé Meyer 268 Seiten, 21,5 × 25,5 cm, gebunden, Softcover ISBN 978-3-85932-906-5

CHF 49.–

Üsé Meyer (*1968) ist Journalist BR und dipl. Journalist MAZ. Während zehn Jahren arbeitete er in der Reisebranche im In- und Ausland. Seit 1999 ist er als Buchautor und freier Journalist in den Bereichen Tourismus, Bergsport und Wandern für grosse Zeitungen und Magazine tätig. Er ist Mitinhaber des Medienunternehmens Alpha Media AG in Winterthur.

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Talon einsenden/faxen an: Werd & Weber Verlag AG, Gwattstrasse 144, 3645 Thun/Gwatt, Fax 033 336 55 56 oder bestellen Sie online oder per Mail: www.weberverlag.ch, mail@weberag.ch Name/Vorname

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PLZ / Ort

E-Mail

Datum Reto Westermann (*1970) ist diplomierter Architekt ETH und Journalist BR. Seit 1998 arbeitet er als Buchautor und freier Journalist für grosse Tages- und Wochenzeitungen sowie Fachzeitschriften in den Bereichen Architektur und Bau. Er ist Mitinhaber des Medienunternehmens Alpha Media AG in Winterthur.

Unterschrift

Am Anfang vom «Am Schluss» singt Steff la Cheffe

Mit ihrem Album «Härz Schritt Macherin» und dem Swiss Music Award in der Tasche kommt Steff la Cheffe am 24. Juli nach Thun. Persönlich, einfühlsam und direkt erzählt sie von Liebe, Trennung, Schmerz und Versöhnung – eine emotionale Achterbahnfahrt.

STEFF LA CHEFFE, Ihr aktuelles Album ist sehr persönlich und klingt anders als die vorherigen. Was war Ihnen bei der Arbeit daran besonders wichtig? Ich wusste, das Album wird von Liebe handeln, von einem persönlichen Erlebnis. Und ich wollte alle Akte in ihren verschiedenen Nuancen ausleuchten – das Verliebtsein mit rosaroter Brille, die Romantik, den Bruch, das Drama der Trennung und die Versöhnung zum Schluss. Das bildet den Bogen des Albums. Beim Schreiben der Liedzeilen wollte ich mich in diese Emotionen zurück-

Festival am Schluss 24. Juli bis 4. August 2019

Mühleplatz Komplettes Programm unter www.amschluss.ch Steff la Cheffe: Mittwoch, 24. Juli, 20.00 Uhr versetzen und nicht daran denken, dass das ja mal veröffentlicht wird. Ehrlich und roh. Zu einzelnen Texten hatte ich da schon Ideen, wie die Musik klingen könnte, Melodiebögen, Stimmungen, Klangbilder. Fertig entwickelt haben wir die Songs dann zu dritt. Ausschlaggebend für den Klang des gesamten Albums waren die Soundskizzen mit Akustikgitarre unseres Bandmitglieds Benjamin Noti.

Bei all den neuen Seiten, die man von Ihnen auf «Härz Schritt Macherin» zu hören bekommt, wo sind die Kontinuitäten

zur früheren Steff la Cheffe? Meine musikalische Herkunft ist nicht zu überhören. Ich singe auf «Härz Schritt Macherin» zwar deutlich mehr als früher. Aber die Rapperin bringt man nun mal nicht aus mir raus. Das hört man im Flow meiner Texte, in der Wortwahl und den Bildern, die ich verwende. Nach wie vor arbeite ich sehr gerne mit Brüchen und Widersprüchen. Ich kann etwas sehr sensibel umschreiben, aber dieselbe Sache auch fadegraad, vielleicht gnadenlos ausdrücken. Das habe ich beibehalten.

Was erwartet das Publikum in Thun?

Eine emotionale Achterbahnfahrt. Primär mit Songs meines aktuellen Albums und einige frühere Hits. Ausserdem haben wir einige Songs im Repertoire, die man nur live zu hören bekommt. Und nicht zuletzt eine super eingespielte Liveband – da geht was, das kann gehörig donnern.

Interview: Jan Miluška Bild: Andrin Fretz

Bild: Steffe la Cheffe wird bei ihrem Auftritt am Festival «Am Schluss» neue Seiten zeigen.

Ein Korb voller Geschichten

Was verbirgt sich wohl alles unter der Thuner Fahne, welche Iris Kochers Korb bedeckt? Auf einem neuen Rundgang erzählt die erfahrene Stadtführerin Geschichten aus allen Epochen und zaubert zu jeder einen passenden Gegenstand aus dem Korb.

Iris Kocher liebt die Stadt Thun, sie liebt Geschichten, sie liebt den Umgang mit Kindern – und sie ist eine begeisterte Puppentheater-Spielerin. Alle diese Leidenschaften kann sie auf dem neuen Stadtrundgang von Thun-Thunersee Tourismus «Unterwägs mit em Thuner Gschichte-Chorb» verbinden.

Vom Wasser…

Der Rundgang beginnt an der Schifflang. Unter den neugierigen Blicken der Kinder nimmt Iris Kocher zwei kleine Gummistiefel aus ihrem mit einer Thuner Fahne verhüllten Korb. «In Thun kann es schon einmal nasse Füsse geben. Seit der Entlastungsstollen gebaut wurde, gibt es aber viel weniger Hochwasser», sagt sie und zeigt auf den Stolleneingang. «Der ist so gross, dass ein Bus hindurchfahren könnte», beschreibt sie bildhaft. Das Thema Wasser wird auf der Führung in verschiedenen Zusammenhängen aufgegriffen, sei es als Naturgewalt, als rettendes Löschwasser – oder als bevorzugtes Element von Röbeli, der Wasserratte. Die Figur aus Iris Kochers Puppentheater begleitet die Kinder auf dem Spaziergang durch die Stadt. Weil Röbeli seit langer Zeit in Thun lebt, aber nur alle paar Jahrhunderte erwacht, wundert er sich über die

ländte und führt zunächst der Aare ent-

«Unterwägs mit em Thuner Gschichte-Chorb»

Die Führung dauert ca. zwei Stunden inkl. Pause mit Verpflegung und kann für Gruppen von max. 20 Personen gebucht werden. Am 11. September 2019 ab 14 Uhr findet eine öffentliche Führung statt. Mehr Informationen und Anmeldung: Tel. 033 225 90 00 oder www.thunersee.ch vielen Veränderungen und erzählt den Kindern, wie es früher aussah.

…zum Schloss…

Die Kinder machen begeistert mit, stellen und beantworten Fragen. Die mutigeren versuchen immer wieder, einen Blick in den Korb zu erhaschen, was Iris Kocher freundlich, aber bestimmt zu verhindern weiss. Während der ZvieriPause auf dem Schlossberg erzählt die Stadtführerin, wie der Fulehung zu seinem Namen und der Stern auf dem Thuner Wappen zu seiner goldenen Farbe kam. Im Schlosshof fordert sie die Kinder auf, mit dem Rücken an den Turm zu lehnen und nach oben zu schauen. «So hoch, wie der Turm ist, so tief ist der Brunnen», veranschaulicht sie die Grössenverhältnisse.

…und wieder ans Wasser.

Die Führung endet auf dem Mühleplatz an der Aare. Die Kinder hören gespannt zu, wie Röbeli sich an die grosse Mühle erinnert, die für ihn und seine Rattenfreunde ein wahres Paradies war. Ein Mädchen antwortet auf die Frage, was ihr am besten gefallen habe, kurz und

Text: Gabriela Meister Bild: zvg

Bild: Iris Kocher bringt Kindern die Stadt Thun näher mit Geschichten, Rätseln und einem Korb voller Gegenstände.

bündig: «Alles.»

Thunfest legt den Grundstein für eine gesicherte Zukunft

Das Thunfest setzt 2019 auf Bewährtes: Auf dem Rathausplatz spielen musikalische Topshots, in der Innenstadt gibts Musik, Poetryslam, Unterhaltung für die Familie, DJs und Gastronomie. Neu ist aber der Zutritt zum ganzen Festgelände kostenpflichtig.

Trotz grosser Anstrengungen in Marketing und Verkauf, bisweilen perfekten Wetters und ansprechender musikalischer Programme stagnierten die Verkäufe von Konzertbändeln am Thunfest in den letzten Jahren. Bei den Plaketten – dem freiwilligen Zeichen der Verbundenheit mit dem Thunfest – sind die Zahlen gar rückläufig. Der Verein hat deshalb reagiert.

Ganzes Festgelände kostenpflichtig

«Wir haben die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln – Logistik, Sicherheit, Finanzen – analysiert und wandten uns an die Stadt Thun», sagt Susanna Ernst, Präsidentin des Vereins Thunfest. «Dass die Stadt Thun einen ersten Versuch unterstützt, freut mich sehr.» Kern ist die Bändelipflicht in der ganzen Innenstadt. Die Energie-Thun-Aktivzone wird in den Raum Oberbälliz-Waisenhaus-Stadthofplatz verlegt, sodass das Thunfest vom 9. bis 11. August 2019 ausschliesslich in der Innenstadt stattfindet. Am Freitag und Samstag ist der Zutritt zum Festgelände ab Ladenschluss bis Festschluss um 2 Uhr kostenpflichtig – ausser in der Oberen Hauptgasse, die als Ausgleichszone dient. Erstmals läuft der Festbetrieb schon am Freitag auch im Bälliz; Markt und Thunfest laufen am Samstag parallel.

Anpassung als Versuch

Bei dieser Lösung handelt es sich um einen Versuch. Die Auswirkungen werden nach dem Thunfest 2019 ausgewertet und dienen als Entscheidungsgrundlage für die Durchführung 2020. Mit dem Festbändel kann für acht Franken an zwei Tagen die Bühne im Bälliz, die Energie-Thun-Aktivzone, die Partyzone auf dem Mühleplatz mit DJs , die Marktgasse und der Rathausquai oder die Konzerte von NacNecc, Modern Day Heroes oder Nils Burri auf der Waisenhausbühne besucht werden. Anwohner und Geschäftsinhaber erhalten kostenlose Festbändel. Tiefer in die Taschen

Thunfest 9. August bis 11. August 2019

Freitag/Samstag: Gastronomie, Konzerte, Unterhaltung in der ganzen Thuner Innenstadt. Sonntag: Gottesdienst auf dem Rathausplatz. Konzertbändel für den Rathausplatz: 48 Franken 1 Tag, 80 Franken 2 Tage. Infos, Tickets: www.thunfest.ch greifen muss, wer grössen wie SoulQueen Gabriele (UK), Seven, Stress oder Baschi auf dem Rathausplatz besuchen will. Der Konzertbändel kostet

Bild: Auf dem Rathausplatz ist Thunfestbesucherinnen und -besuchern mit dem Ticket neu ein Platz garantiert.

im Vorverkauf 48 Franken für einen oder 80 Franken für zwei Tage. «Dafür werden wir pro Abend nur so viele Tickets verkaufen, wie auf dem Rathausplatz Leute Platz finden», sagt Susanna Ernst. Mit anderen Worten: Wer einen Konzertbändel kauft, dem ist anders als in der Vergangenheit heuer ein Platz am

Text: Verein Thunfest Bild: Dominic Brügger

Preise: Festbändel 8 Franken. Konzert garantiert.

Kavallerie, Kampfpanzer und Käseschnitten

Am Samstag, 17. August feiert in Thun der älteste Waffenplatz der Schweiz seinen 200. Geburtstag. Ausstellungen und Demonstrationen zeigen seine lange und bewegte Geschichte.

Am 1. August 1819 eröffnete in Thun die erste eidgenössische Militärschule. Sie diente der Ausbildung von Kadern sowie grossen Übungs- und Feldlagern. Mitunter durch die zentrale Lage bot sich Thun für die Truppenzusammenzüge an und die Allmend eignete sich bestens als Übungsgelände. Seit 1819 haben sich der Thuner Waffenplatz und seine Nutzungen weitreichend verändert. Im Rahmen des 200-Jahr-Jubiläums wird die Entwicklung des Waffenplatzes in Ausstellungen und Demonstrationen beleuchtet.

Kavallerie und Panzer

wie die elektronische Kriegsführung oder Cyber Defence», sagt Hans Jörg Diener, Kommandant des Waffenplatzes Thun. So zeigt die Schweizer Kavallerieschwadron die Traditionen der berittenen militärischen Einheiten, während die Funkaufklärer die Mittel der elektronischen Nachrichtenübermittlung demonstrieren und auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters eingehen. Eine Ausstellung historischer Panzer steht ebenso auf dem Programm wie historische Militäraviatik inklusive Vorführungen und Rundflügen. «Zusammen mit allen militärischen Nutzern zeigen wir das ganze Spektrum der Schweizer Armee von gestern bis heute», sagt Waffenplatzkommandant Hans Jörg Diener. «Natürlich darf auch die Militärkäseschnitte nicht fehlen», ergänzt er. Sie ist eines von vielen Ver-

«Die Kavallerie wird ebenso Thema sein pflegungsangeboten.

Wie die Armee die Stadt prägte

Die Geschichte des Waffenplatzes ist auch mit jener der Stadt Thun verbunden. Eine Ausstellung der Stiftung Historisches Material der Schweizer Armee (HAM) geht darauf ein, wie sich die Ar-

200 Jahre Thuner Waffenplatz Samstag, 17. August 2019, 9 bis 17 Uhr

Waffenplatzareal Die historischen Vereine (AIR THUN) verlängern das Jubiläumsfest und sind auch am Sonntag, 18. August 2019 auf der Allmend. www.vtg.admin.ch mee und Thun in 200 Jahren veränderten. Auch die Stadt Thun beleuchtet an einem Infostand die gemeinsame Geschichte der Stadt und der Armee.

Bau und Umbau der Kaserne

Den Thuner Waffenplatz beschäftigt aktuell nicht nur das Jubiläum, sondern auch die aufwändige Sanierung der historischen Mannschaftskaserne I. Der Umbau des Gebäudes kann während des Jubiläumsfestes besichtigt werden. Eine Ausstellung zeigt die Baugeschichte der bedeutenden Kaserne, die älter ist als das Bundeshaus.

Text: Cilia Julen Bild: zvg

Bild: Die Thuner Allmend eignete sich für grosse Feldlager wie jenes im Jahr 1842.

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