Toolbook für Schüler_innenvertretungen

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das sch端lerInnenvertretungs

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handbuch

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3 Vorwort

LiebeR

Einleitung

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SchülerInnenvertreterIn!

Als SchülerInnenvertreterIn warten viele Aufgaben und Herausforderungen auf dich. Du wurdest gewählt, um die Interessen der SchülerInnen gebenüber der Schulleitung, den LehrerInnen und Eltern zu vertreten. Anfangs ist es schwer, die Möglichkeiten, und Rechte der SchülerInnenvertretung zu überblicken. Was ist der Schulgemeinschaftsausschuss, welche Rechte haben SchülerInnen, was bedeuten Abkürzungen wie zum Beispiel “LSV”, wie kann ich der Schulleitung Paroli bieten, wie funktioniert Teamarbeit und wie kann ich Projekte und Ideen umsetzen? Diese Broschüre soll Antworten auf diese Fragen bieten und eine kompakte Hilfestellung für deine Arbeit in der SchülerInnenvertretung darstellen. Wir, die Aktion Kritischer SchülerInnen, sammeln seit Jahren Know-How für und in der SchülerInnenvertretung und geben dieses an SchülerInnenvertreterInnen weiter. Die Broschüre und ihre Inhalte sollen dir als Werkzeug dienen, die SchülerInnenvertretung erfolgreich zu gestalten. Die Bandbreite dieses „Toolbooks“ reicht von Grundwissen für dich als SchülerInnenvertreterInnen über Rhetorik&Kommunikations-Grundlagen bis hin zu Projektideen und hilfreichen Kontaktadressen. SchülerInnen sitzen leider oft am kürzeren Ast. Die SchülerInnenvertretung bietet jedoch die Möglichkeit das zu verbessern. Zwar hängt oft viel vom guten Willen der Schulleitung und der LehrerInnen ab, wer jedoch die eigenen Rechte und Möglichkeiten kennt, wer geschickt agiert und verhandelt, kann viel erreichen! Gerade als SchülerInnenvertreterIn kannst du das Schulleben aktiv mitgestalten und wir möchten dich dabei unterstützen. Wenn du Fragen, Probleme oder Anregungen hast, stehen wir dir jederzeit zur Verfügung

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}

4 Das Binnen-I Einleitung

Sprache ist männlich Sprache stellt einen zentralen Bereich im Leben eines Menschen dar und beeinflusst unser Denken, denn sie transportiert bestimmte Bilder in unseren Köpfen. Um das zu veranschaulichen, ein kleines Rätsel:

Ein Vater und sein Sohn unternehmen im neuen Sportwagen des Vaters eine Spritztour. Während der Vater zu schnell um die Kurve fährt, gerät das Auto ins Schleudern. Der Vater stirbt sofort, der Sohn wird ins nächste Krankenhaus gebracht, wo die diensthabenden Ärzte schon auf ihn warten. Einer von ihnen eilt zur Bare auf der der Bub liegt, schreckt zurück und schreit auf: „Oh nein, ich kann

Nach kurzer Zeit wird klar: die Mutter sagt das. Mädchen und Frauen erscheint es oft selbstverständlich, von sich in der männlichen Form zu sprechen (”Ich bin Schüler...”) oder sich mitgemeint zu fühlen, wenn männliche Bezeichnungen verwendet werden. Im

nicht operieren! Das ist mein Sohn!“ – wer sagt das?

Unterschied dazu ist es aber unvorstellbar, nur in weiblichen Endungen zu sprechen. Nun zeigt dieses Rätsel jedoch eines sehr deutlich: Sprache transportiert, wie oben erwähnt, Bilder. Doch selbst wenn Frauen in der männlichen Sprachform mitgemeint sind, werden sie nicht mitgedacht. Das Bild, das bei unserem Rätsel entsteht, ist bei fast jedem/jeder eine Gruppe von Männern in weißen Kitteln. Dass es auch Ärtztinnen gibt, wird außer Acht gelassen. Durch ein bewusstes Mitsprechen und –schreiben der weiblichen Formen kann aber besser vor Augen geführt werden, dass (um in einem typischen Rollenbild zu sprechen) z.B. auch Frauen Automechanikerinnen sein können. Frauen und Mädchen werden somit sichtbarer in den Köpfen – werden aus der Passivität geholt und nehmen so eine aktive Rolle in der Gesellschaft ein.

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basics 1. erste schritte 1.1

>> 8

arbeitsvoraussetzungen 1.2

>> 8

klassensprecherInnensitzungen 1.3

>> 9

sv-schülerInnen-kommunikation 1.4

>> 10

who is who in the school 1.5

>> 12

lehrerInnen-schülerInnen-verhältnis 1.6

>> 14

vernetzung & seminare 1.7

>> 15

projekte & ideen 5.

2. skills & know-how

18 >>

2.1 moderationsbasics

20 >>

2.2 projektmanagement

21 >>

2.3 wie delegiere ich?

23 >>

2.4 konfliktmanagement

23 >>

2.5 finanzen

3. schulrecht

29 >>

3.1 rechte der schülerInnenvertretung

33 >>

3.2 rechte der schülerInnen

37 >>

3.3 das schulrechtsservice der aks

4. sga - how to act?

40 >>

4.1 wie funktioniert der sga

44 >>

4.2 möglichkeiten & bedrängnisse

50 >>

4.3 standpunkte durchsetzen

klassenrat 5.1 58

>> 58

schülerInnenvollversammlung 5.2 63

>> 63

schülerInnenzeitung 5.3 66

>> 66

lehrerInnenfeedback 5.4 67

>> 67

alternative leistungsbeurteilung 5.5 71

>> 71

ruf dir doch dein eigenes seminar 5.6 72

>> 72

lebensraum schule 5.7 73

>> 73

more ideas 5.8 74

>> 74

nützliches 7.

5 Inhalt Einleitung

}

6. überschulische vertretung

82 >>

6.1 landesschülerInnenvertretung

84 >>

6.2 bundesschülerInnenvertretung

84 >>

6.3 direktwahl der landes- und bundesschülerInnenvertretung

kontaktadressen 7.1 88 >> 88 glossar 7.2 95 >> 95

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basics

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8 1. Schritte Basics

}

>> 1.1 erste schritte Nach deiner Wahl stellt sich zunächst die Frage, was deine ersten Schritte als neueR SchülerInnenvertreterIn sind. Anfangen solltest du mit einer Vorstellungstour. Wichtige Ansprechpersonen in der Schule sind vor allem DirektorIn, AdministratorIn, die Personalvertretung der LehrerInnen, die ElternvertreterInnen, SchulwartInnen und KlassensprecherInnen. Am einfachsten ist es, sich kurz vorzustellen und die Themen und Projekte anzureißen, mit denen du gewählt worden bist. In diesem Zusammenhang kannst du sie auch durchaus um ihre Unterstützung bitten. Dazu solltest du dir aber davor genau überlegen, wobei dir wer auf welche Art und Weise behilflich sein kann. Wichtig ist bei deinen Projekten neben der Unterstützung oder zumindest Duldung der Schulleitung die Zusammenarbeit mit den KlassensprecherInnen. Sie sind deine direkte Verbindung mit den SchülerInnen, über sie solltest du die wichtigsten Informationen weitergeben und sie natürlich auch in deine Arbeit einbeziehen.

>> 1.2 arbeitsvoraussetzungen Damit deine Arbeit funktionieren kann, musst du dir natürlich auch die technischen Voraussetzungen schaffen. Du solltest mit der Schulleitung ausmachen, in welchem Rahmen du gratis kopieren kannst. Grundsätzlich ist es dir – genau wie der Personalvertretung der LehrerInnen – erlaubt, die Schulausstattung für Zwecke der SchülerInnenvertretung zu nutzen (genaueres im Schulrechts-Teil). An manchen Schulen gibt es sogar eigene Räumlichkeiten für die SchülerInnenvertretung, wo Sprechstunden abgehalten werden können. Auch darüber lässt sich, falls diese noch nicht vorhanden sein sollten, mit deiner/m DirektorIn durchaus diskutieren, wenn gerade Räume ungenutzt sind. Wie in allen Fällen ist es aber auch hier am geschicktesten, dir davor genau zu überlegen, was du an Ressourcen benötigst - so verhandelt es sich leichter.

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Was du auf jeden Fall haben solltest, ist eine Pinnwand oder ein Schwarzes Brett an einer zentralen Stelle der Schule, wo du über die Tätigkeiten der SchülerInnenvertretung berichten kannst. Neben der Kommunikation über die KlassensprecherInnen ist so eine Informationsstelle das zweite wichtige Kommunikationsorgan, das du nutzen solltest. So bleiben die SchülerInnen einerseits über die Aktivitäten ihrer Vertretung am Laufenden, andererseits hast du die Möglichkeit zu Projekten, Veranstaltungen oder Sitzungen einzuladen. Je mehr du es schaffst, SchülerInnen auf verschiedene Art und Weise für die Aktivitäten der SchülerInnenvertretung zu interessieren und in die Planung und Arbeit einzubinden, desto einfacher wird es sein, sie für Projekte zu begeistern. Was deine Post betrifft, solltest du zu Beginn deiner Tätigkeit mit dem Sekretariat einen fixen Platz ausmachen, wo du sie abholen kannst. Wichtig ist, dass auch deine Post dem Postgeheimnis unterliegt, also nur von dir eingesehen werden darf – es sei denn du

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9 1. Schritte Basics

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zeigst sie freiwillig jemand anderem.

>> 1.3 klassensprecherInnensitzung Zur Kommunikation mit den KlassensprecherInnen, die – wie schon erwähnt – Bindeglied zwischen der SchülerInnenvertretung und den SchülerInnen sind, eignet sich eine KlassensprecherInnensitzung am besten. Ziel einer KlassensprecherInnensitzung ist in allererster Linie die gemeinsame Planung von Aktivitäten und Projekten und die Verteilung der zu erledigenden Aufgaben. Für dich ist diese Sitzung die optimale Möglichkeit, die KlassensprecherInnen für deine Ideen und Projekte zu begeistern und sie in die Planung und Durchführung einzubinden. Um die KlassensprecherInnensitzung zu einem wirklich handlungsfähigen Gremium zu machen, solltest du auch versuchen, dem ganzen einen persönlichen Rahmen zu geben. Dabei ist es wichtig zum einen auf die Fragen und Probleme der KlassensprecherInnen einzugehen und zum anderen die Projekte wirklich gemeinsam mit den KlassensprecherInnen zu planen und sie auch in deine Arbeit einzubinden.

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}

10Kommunikation Basics

Als SchülerInnenvertreterIn bist du das Sprachrohr der Schülerinnen und Schüler deiner Schule. Dementsprechend sinnvoll ist es für dich auch, dir bei wichtigen Fragen, die alle SchülerInnen betreffen, die Zustimmung der KlassensprecherInnen zu holen und sie nach ihrer Meinung zu fragen. Gerade bei Streitigkeiten mit den Interessensvertretungen der Eltern und LehrerInnen ist es ein entscheidender Vorteil, sich auf die Betroffenen berufen zu können. Als Unterstützung für deine KlassensprecherInnensitzungen haben wir eine Checklist zusammengestellt.

>> 1.4 sv-schülerInnen-kommunikation

Sie enthält, was du bei der Vorbereitung und Durchführung unbedingt beachten solltest.

Für die Kommunikation mit den SchülerInnen

versuchen die Probleme mit der Lehrperson zu

stehen dir im Wesentlichen zwei Wege zur Ver-

lösen. Schließlich kommt es in solchen Fällen oft

fügung: die Informationsvermittlung über die

zu persönlichen Lösungen für einzelne Schüler-

KlassensprecherInnen und über eine Pinnwand.

Innen, das Verhalten der Lehrperson ändert sich

Daneben bleibt dir die einfachste aller Möglich-

jedoch meist nicht grundsätzlich. Als gewählteR

keiten: persönlicher Kontakt. Ganz wichtig ist, mit

VertreterIn der SchülerInnen vertrittst du die In-

den SchülerInnen persönlich zu sprechen und

teressen aller SchülerInnen und kannst deshalb

auf Probleme oder besondere Vorfälle schnellst-

auch Veränderungen für die ganze Klasse be-

möglich zu reagieren.

wirken und nicht nur für einzelne SchülerInnen. Allerdings ist es hier wieder wichtig, möglichst

Du bist an und für sich die erste Anlaufstelle für

viel gemeinsam mit den KlassenvertreterInnen

SchülerInnen mit Problemen aller Art. Gerade bei

und den SchülerInnen gemeinsam auszuarbe-

Problemen mit einzelnen Lehrpersonen macht

iten. Damit steigt das Gewicht deiner Stimme

es oft mehr Sinn sich als SchülerInnenvertre-

deutlich.

tung einzumischen, als wenn einzelne Eltern

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KlassensprecherInnensitzung

Checklist

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}

11Checklist Basics

Vorbereitung

Datum, Zeit und Dauer fixieren Raum reservieren

Hilfsmittel besorgen (Unterlagen, Flip-Chart, Mikrofon, etc.) Sitzordnung festlegen und Sessel vorbereiten Tagesordnung festlegen Vorbereitung auf die TeilnehmerInnen (Interesse, Informationsstand,etc.)

Einladung

Die Einladung muss rechtzeitig erfolgen, aus ihr soll hervorgehen, wann und wo die Sitzung ist, was besprochen werden soll und wie sich die TeilnehmerInnen vorbereiten können (z.B. in den Klassen Ideen sammeln). Solltet ihr Personen beiziehen wollen (z.B. DirektorIn, einzelne LehrerInnen, externe ReferentInnen) müsst ihr diese ebenfalls rechtzeitig einladen. Überlegt euch gut, bei welchen Punkten ihr aber als SchülerInnen unter euch bleiben wollt.

Eröffnung Begrüßung und Vorstellung Klärung der Zielsetzungen und Erwartungen (z.B. mit einer Kreativtechnik)

Moderation Hintergründe zu den einzelnen Punkten klarlegen (eventuell schriftlich oder mit Einsatz von Medien) Zielsetzungen jedes Tagesordnungs-Punktes klarlegen. Zusammenfassungen und Aufgaben ableiten Deadlines und Termine klar festlegen Frage nach offenen Punkten oder zusätzlichen Wünschen (die nicht auf der Tagesordnung stehen)

Protokoll und Umsetzung Schriftliches Protokoll aushängen Kontrolle der Umsetzung bei der nächsten Sitzung

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}

12who is who Basics

>> 1.5 who is who

der Schule. Dein Verhältnis zu ihnen sollte dementsprechend zumindest korrekt sein. Für viele Aktivitäten benötigst du leider die Zustimmung oder zumindest die Duldung der Schulleitung. Gerade was Sponsoring und andere Unterstützungen betrifft, können dir Direk-

Ähnliches wie für SekretärInnen gilt auch für Schulwar-

DirektorInnen sind formell die wichtigsten Personen in

tInnen, die gerade bei Veranstaltungen am Schulgelän-

DirektorInnen

de oder in der Schule ganz wichtige Ansprechpersonen

handelnden Personen in der Schule bekannt machen:

sein können.

Wie schon erwähnt, solltest du dich zunächst mit den wichtigsten

wartInnen

Schul

torInnen normalerweise als Personen des öffentlichen Lebens einiges an Hilfe zukommen lassen. Das alles bedeutet aber nicht, dass du dich ihnen bedingungs-

verboten sind. Denn auch unangenehme Schulleitungen haben in ihrer Willkür eine Grenze, über die sie nicht hinausgehen können, wenn sie darauf hingewiesen werden: das Gesetz.

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zu verhalten, um als gleichberechtigteR Part-

treterInnen oft verlangt wird, sich erwachsen

zu sein. Gerade weil von SchülerInnenver-

Natürlich ist es wichtig bestens vorbereitet

maßnahmen erlaubt und welche

also nicht davor scheuen nachzufragen.

genau zu wissen welche Sanktions-

Dinge zu schnell gehen, brauchst du dich

Lehrpersonen gibt, hilft es dir sehr,

Wenn dir im Schulgemeinschaftsausschuss

Probleme mit einzelnen ausfälligen

sind und auch die Abläufe genau kennen.

im Hinterkopf hast. Wenn es etwa

machen und dementsprechend eingearbeitet

jeweiligen gesetzlichen Regelungen

nenvertreterInnen das oft über Jahre hinweg

– sachlich korrekt verhältst und die

Die LehrerInnenvertretung

Lehrkörper deiner Schule gewählt. Der große

keiten als SchülerInnenvertreterIn

sie wird in der Regel alle zwei Jahre vom

deine Kompetenzen und Möglich-

genommen die gleiche Aufgabe, wie du:

Streitigkeiten – beispielsweise um

Die LehrerInnenvertretung hat im Grunde

Wichtig ist nur, dass du dich bei

Unterschied besteht darin, dass LehrerIn-

los anpassen musst und nicht mit ihnen streiten darfst.


{

}

Die Elternvertretung

13who is who Basics

Die Elternvertretung macht sich immer

Schulen unterrichtet wird. Grundsätzlich

Sorgen um ihre Kinder. Für sie ist es zum

sind sie aber immer daran interessiert

einen wichtig, dass die SchülerInnen in

die Schul- und die Unterrichtsqualität für

der Schule auch wirklich etwas lernen,

Schülerinnen und Schüler zu verbessern.

andererseits liegt ihnen aber auch das

Wenn du ihnen immer aus der Position

Wohlbefinden der SchülerInnen am Her-

ihrer Kinder heraus vermittelst, welche

zen. Sie laufen manchmal Gefahr über-

Vor- und Nachteile der Schulalltag für

zogene Disziplinierungsmaßnahmen gut

sie hat, kannst du, gerade was Projekte

zu heißen, weil sie permanent vermittelt

zur Verbesserung der Schul- und Unter-

bekommen, wie furchtbar locker in den

richtsqualität betrifft, einiges erreichen.

SekretärInnen

auf die du nicht verzichten kannst. Sie haben mit allen SchulpartnerInnen gleichzeitig zu tun und sind für dich wichtige Verbündete. Gerade bei Problemen mit LehrerInnen oder der Schulleitung gewaltig weiterhelfen.

mentation deiner Vorschläge kann dir also oft

GegnerInnen sein, eine stichhaltige Argu-

besten PartnerInnen, bei anderen die größten

können für manche deiner Projekte die

Innen von großer Bedeutung. LehrerInnen

LehrerInnen- und auch mit Elternvertreter-

und Seriösität für dich gerade im Kontakt mit

nerIn akzeptiert zu werden, ist Sachlichkeit

zu verhalten, um als gleichberechtigteR Part-

treterInnen oft verlangt wird, sich erwachsen

SekretärInnen sind Informationsquellen,

können sie dir oft weiterhelfen, weil sie die handelnden Personen gut kennen. Auch für allerlei technische Dinge – Post, Kopien, Schneidemaschine etc. – kannst du ihre Hilfe brauchen, es gilt also: freundlich sein!

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14LeherInnenSchülerInnen Basics

>> 1.6 lehrerInnen-schülerInnen-verhältnis Das Verhältnis zwischen SchülerInnen und LehrerInnen

die beanstandeten Vorgangsweisen eingestellt werden.

ist in der Regel ganz in Ordnung und für beide erträglich,

Das solltest du aber – wie erwähnt – nur als allerletztes

in manchen Fällen jedoch autoritär und für die Schül-

Druckmittel verwenden, wenn gar nichts anderes mehr

erInnen unzumutbar. Bei solchen Fällen gilt es zual-

hilft. Normalerweise helfen Beschwerden des Elternv-

lererst, juristisch sattelfest zu sein. Die Schulgesetze

ereins in solchen Fällen sehr viel, denn um ihren Ruf

lassen an und für sich keinerlei Spielraum für physis-

kümmern und sorgen sich Schulen wirklich.

che Übergriffe seitens der Lehrpersonen, aber auch nicht für Kollektivstrafen oder demütigende Sanktionen

Generell ist für das gesamte Schulklima ein möglichst

wie das “in-der-Ecke-Stehen”. Auch wenn LehrerInnen

partnerschaftliches, fast schon familiäres Verhältnis

in solchen Fällen damit argumentieren, dass sie Dinge

zwischen SchülerInnen und LehrerInnen nützlich. Ge-

„schon immer so gemacht“ hätten und dass sich noch

meinsame außerschulische Aktivitäten oder größere

nie jemand darüber aufgeregt habe, gilt das Schulunter-

Projekte, an denen auch die LehrerInnen persönliches

richtsgesetz. Wenn die LehrerInnen uneinsichtig sind,

und nicht nur berufliches Interesse haben, fördert ein

ist die erste Anlaufstelle die Schulleitung, dann der

positives Klima. Du solltest das nicht als Ausgangs-

Elternverein und schließlich – wenn das alles nichts

punkt für eine spezielle Aktivität nehmen, allerdings ist

nützt – die Öffentlichkeit. Bei groben Verstößen und

es hilfreich, die positive Idee gemeinsamer außerschu-

Übergriffen oder bei permanenten kleinen Übertretun-

lischer Aktivitäten von LehrerInnen und SchülerInnen

gen geltenden Rechts lassen sich in der Regel alle bis

mit all den angenehmen Begleiteffekten im Hinterkopf

hinauf in den Landesschulrat mit der Drohung an die

zu haben, wenn größere Projekte in Angriff genommen

Öffentlichkeit zu gehen, so unter Druck setzen, dass

werden.

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}

15Seminare Basics

>>1.7 vernetzung & seminare Die aks bietet recht bald nach Schulanfang Seminare an, auf die alle SchülerInnenvertreterInnen eingeladen werden. Zusätzlich kann es sein, dass regionale Treffen mit den VertreterInnen anderer Schulen stattfinden. All diese Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Kennenlernen anderer SchülerInnenvertreterInnen solltest du - wenn möglich - wahrnehmen. Auf Veranstaltungen der gewählten LandesschülerInnenvertretung muss dich deine Schulleitung auf jeden Fall fahren lassen, wenn andere Organisationen Seminare anbieten, bist du auf dein Verhandlungsgeschick angewiesen, kannst aber auch darauf hinweisen, dass das Veranstaltungen im Rahmen deiner Tätigkeit als SchülerInnenvertreterIn (siehe Rechtsteil) sind. Die LandesschülerInnenvertretung leidet strukturell darunter, dass sie immer von den SchülerInnenvertreterInnen des vorangegangenen Schuljahrs gewählt wird und dementsprechend kaum Kontakt mit den aktuellen SchülerInnenvertreterInnen hat. Gerade deshalb ist es für sie wichtig, ihre Leute an den Schulen – also auch dich – kennen zu lernen. Eine LandesschülerInnenvertretung ist nur stark, wenn die Arbeit direkt an den Schulen funktioniert. Gerade größere, regionale Projekte – seien das Seminare für KlassensprecherInnen, Workshops zu bildungspolitischen Themen oder Schulfeste – gewinnen dadurch, dass sie schulübergreifend organisiert werden. Zudem ist die Schlagkraft einer vernetzten SchülerInnenvertretung ganz eine andere, wie die einzelner SchülerInnenvertreterInnen– gerade wenn es um regionale Anliegen geht, die mehrere Schulen mit all ihren SchülerInnen betreffen.

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18Einleitung

Skills & Know-How

} Ideen und Projekte umzusetzen, bringt

neue Farbe und Dynamik in den Schul-

Sk alltag. Um die Umsetzung zu erleichtern,

behandelt dieses Kapitel essentielle

Grundlagen der Moderation bis hin zum

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&K Konfliktmanagement.

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Worauf du besonders achten musst: in einer Gruppe kristallisieren sich schnell die heraus, die besonders

gerne besonders viel reden und sich in den Mittelpunkt stellen. Deine Aufgabe ist es einerseits, diese

eindeutig in die Schranken zu weisen und andererseits, die anderen dazu zu motivieren, aktiv an der

Diskussion teilzunehmen. Je mehr Meinungen einfließen, desto wertvoller ist das Ergebnis eines

Arbeitsprozesses in der Gruppe, das musst du klar vermitteln.

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19Brainstorming

Für die Moderation mit Flipchart-Ständern eignen sich

Skills & Know-How

bunte Kärtchen („Metaplan“) besonders gut. Mit ihrer Hilfe

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kannst du z.B. Fragen zu verschiedenen Themen stellen,

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die dann von den anderen beantwortet werden, indem sie ihre Stichwörter auf die Karten schreiben: z.B. „Was für ein

t

gemeinsames Projekt können die KlassensprecherInnen

einer Form dazu kommen, ihre Meinung kund zu tun, ohne ausgelacht zu werden. Eine weitere Möglichkeit, Ideen zu sammeln, ist das Brainstorming. Wichtig beim Brainstormen ist, der Kreativität freien Lauf zu lassen. Jede Idee ist es wert, festgehalten und verwertet zu werden. Die Beiträge werden nicht sofort besprochen, sondern zuerst gesammelt (unbedingt aufschreiben).

Ein hilfreiches Werkzeug - vor allem in hitzigen Diskussionen - ist eine RednerInnenliste (Wann darf wer reden). So vermeidest du chaotisches Durcheinanderschreien, und jedeR kommt zu Wort. Zusammenfassend bleibt zur Moderation zu sagen: sie ist die beste

4 GRUNDREGELN EINES BRAINSTORMING

nur die Lautesten durchsetzen, sondern dass alle in irgend-

1. Kein Kritisieren fremder Gedanken

Sinn dieser anonymen Abfrage ist, dass sich nicht immer

2. Freies und ungehemmtes Äußern von Gedanken, auch von außergewöhnlichen Ideen

Flipchartständer oder auf einer Pinnwand gesammelt. Der

3. Aufgreifen aller Ideen

starten?“. Die Metaplankärtchen werden dann auf dem

4. Produzieren möglichst vieler Ideen (Quantität vor Qualität)

gemeinsam mit der SchülerInnenvertretung

Möglichkeit, eine kontroverse, scheinbar endlose Diskussion zu Ende zu führen, indem sie wieder in sinnvolle Bahnen gelenkt wird. Und umso früher jemand moderiert, desto weniger wahrscheinlich wird ein komplettes Chaos. Deswegen unser Tipp: keine Diskussion von über sechs Leuten ohne ModeratorIn.

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20projektmanagement Skills & Know-How

}

>> 2.2 projektmanagement Im Grunde ist alles, egal was du auch machst, eine Art Projekt. Ob Schulfest oder das Organisieren eines Vortrages - die Schwierigkeiten und Herausforderungen sind oft die gleichen. Das Um und Auf jedes Projektes ist die Verantwortlichkeit. Du als ProjektleiterIn hast die Verantwortung, was nicht heißt, dass du alles allein machen musst, sondern nur, dass du die handelnden Personen koordinierst und den Überblick hast.

Definitionsphase

Analysephase Stell folgende Überlegungen an: Welche Möglichkeiten habt ihr? Wie stark ist euer Team? Wo liegen eure Stärken, eure Schwächen?

Nachdem die Situation analysiert

Planungsphase

wurde, geht es darum, sich klare

Ein bewährtes Instrument

Ziele abzustecken. Klar formulierte

für die Planung ist der so

Ziele sind entscheidend, denn wenn

genannte Planungsraster.

du weißt, was du erreichen willst,

Er gibt eine Übersicht, wer

wirst du auch konsequenter bei der

für welche Tätigkeit verant-

Umsetzung deiner Vorhaben sein.

wortlich ist, und bis wann

Dein Ziel sollte realistisch, aber

diese geschehen muss.

trotzdem ambitioniert sein. Wenn das Ziel in ein oder zwei Sätzen niederschreibbar ist und sich alle über das Ziel einig sind, wurde ein wichtiger Schritt getan.

Planungsraster

was?

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Text schreiben

Anna

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mit? Franzi

bis? 10.6.

beachte! 1000 Zeichen

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21delegieren

>> 2.3 wie delegiere ich?

Skills & Know-How

Eine der allerwichtigsten Fähigkeiten für deine SchülerInnenvertretungsar-

www

beit ist das Delegieren. Arbeit zu delegieren heißt nicht nur weniger Arbeit

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für dich als SchülervertreterIn, sondern auch mehr begeisterte MitarbeiterInnen für deine Projekte! Macht euch beispielsweise sehr schnell nach der

t

Wahl im SchülerInnenvertretungsteam aus, wer sich ins Schulrecht einliest, wer die KlassensprecherInnensitzungen koordiniert und wer prinzipiell für welches Projekt verantwortlich ist.

Evaluationsphase

Umsetzungsphase

Diese Phase wird oft vergessen, zählt aber

Das Wichtigste bei der eigentlichen Umset-

zu den wichtigsten. Wir lernen aus unseren

zung ist die ständige Kontrolle, weil viele

Fehlern, also müssen wir uns dieser

Aufgaben von der Erfüllung anderer, zeitlich

bewusst werden. Auf der anderen Seite ist

vorgelagerter Aufgaben abhängen. Deshalb

es motivierend zu analysieren, warum das

ist es wichtig, dass Verspätungen, Probleme

Projekt erfolgreich war. Wichtige Punkte

oder Änderungen kommuniziert werden.

bei der Evaluation sind: Endabrechnung

Du solltest immer den Überblick behalten

der Finanzen, Zielerreichung und Proble-

und regelmäßig in Kontakt mit den anderen

manalyse.

treten.

Aber nicht nur in der Zusammenarbeit mit den anderen

jedes Projekts klar sein, wer für welche Tätigkeiten,

SchülervertreterInnen, vor allem in der Projektarbeit

Anrufe, Materialien etc. zuständig ist. Dazu brauchst

ist es eine große Hilfe, wenn du Leute findest, die dir

du bei größeren Projekten immer eine Person, die die

Arbeit abnehmen können. Denk z.B. an ein großes

verschiedenen Arbeitsschritte koordiniert. Bei ihr müs-

Schulfest oder an ein KlassensprecherInnenseminar –

sen alle Fäden zusammenlaufen, sie muss den großen

hier macht es Sinn, eine ganz klare Aufgabenverteilung

Überblick über alle Aktivitäten im Rahmen des Projekts

durchzuführen, aus der sich dann auch eine klare Ve-

haben.

rantwortlichkeitsverteilung ergibt. Es muss im Rahmen

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22 delegieren Skills & Know-How

Die Frage, was du delegierst, ist schon schwieriger. Es geht nicht nur darum, Unangenehmes oder Zeitraubendes zu delegieren – sinnvoller ist folgende Aufteilung der Aufgaben in vier Bereiche: Alles, was unwichtig und nicht

gen, ob die Tätigkeit erledigt worden ist und wenn nicht, selber machen. Je verläss-

aber schnell passieren muss, solltest du entweder – wenn gerade Zeit ist – selber machen, oder an eine verlässliche Person delegieren. Wenn diese es wider füllen, im Nachhinein selber erledigen.

Alles Wichtige und dringende solltest du am besten sofort selbermachen.

wichtig

erwarten nicht schafft, die Aufgabe zu er-

“Papierkorb” Delegieren

Alles, was nicht so wichtig ist,

unwichtig

desto besser.

Ohne Aufschub, selbst erledigen

licher die Person ist, an die du delegierst,

Aufgaben anderen übertragen Aufgaben, die du entweder irgendwann machst oder an jemanden delegierst

vor Ablauf der Frist noch einmal nachfra-

In deine Zeitplanung aufnehmen oder an eine verlässluche Person delegieren

dringend ist, kannst du delegieren, musst du aber im Auge behalten. Besser

Terminieren

Alles, was wichtig, aber nicht so

Sofort machen

einmal eine Lücke ergibt.

nicht dringend

eliste und erledigst du, wenn sich gerade

dringend

dringend ist, schiebst du auf die Wart-

Eisenhower Prinzip

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}

23 Konflikte Skills & Know-How

Bei Konflikten spielt es eine wichtige Rolle, zwischen wem Konflikte ausgetragen werden:

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>> 2.4 konfliktmanagement

aks.a

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SchülerIn-LehrerIn: Manchmal lassen sich auch Lösungen abseits von Disziplinarkonferenzen finreit erklären, den Konflikt miteinander statt gegeneinander auszutragen. Geht es etwa um eine Note oder um eine disziplinäre Angelegenheit, sollte es dein oberstes Ziel sein, zunächst einmal herauszufinden, was sich der/die SchülerIn wünscht. Sinnvoll ist in solchen Fällen immer, konkret nach Lösungen zu fragen. Ein Beispiel: „Was müsste passieren, damit Sie Carina nicht bei der

Hier kannst du die Funktion eines Me-

SchülerIn-SchülerIn:

den, wenn beide Streitparteien sich be-

diators bzw. einer Mediatorin einnehmen. Wenn beide SchülerInnen sich damit einverstanden erklären gemeinsam eine Lösung für den Konflikt zu suchen, kannst du sozusagen als Brücke zwischen ihnen fungieren. Wichtig dabei ist, dass du nicht Partei für eineN der beiden SchülerInnen ergreifen darfst, sondern möglichst neutral versuchst, beiden die Meinung des/ der anderen verständlich zu machen.

Direktorin melden, Herr Professor?“ oder „Welche Leistungen muss Klara noch erbringen, um einer Semesterprüfung zu entgehen?“. Dein Ziel sollte es sein, die Interessen der SchülerInnen bestmöglich zu vertreten und - wenn möglich - zu vermitteln.

>> 2.5 finanzen Leider gibt es immer noch kein fixes, gesetzlich abgesichertes Budget für SchülerInnenvertretungen. Es ist jedoch möglich, selbst Geld zu „erwirtschaften“, beispielsweise durch den Verkauf einer SchülerInnenzeitung oder der Organisation eines Schulfestes. Ist dies bei euch der Fall, solltet ihr ein Konto (oder ein Sparbuch) einrichten (falls es das noch nicht gibt) auf das ihr gemeinsam zugreifen und das ihr verwalten könnt. Als Sicherheit mit mehreren Zeichnungsberechtigten.

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Skills & Know-How

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MÖGLICHE FINANZQUELLEN Das Schulbudget Nur in wenigen Schulen ist es üblich, dass die SchülerInnenvertretung mit Geld aus dem Schulbudget ausgestattet wird. Das hängt zwar oft mit der Geldknappheit zusammen, mit der die Schulen leider ohnehin konfrontiert sind, eine höfliche Anfrage um Unterstützung des einen oder anderen Projektes kann aber nicht schaden. Der Elternverein Etwas zahlungskräftiger und bereitwilliger ist oft der Elternverein, der sich unter anderem aus Mitgliedsbeiträgen finanziert, oft aber das so eingenommene Geld mangels Ideen gar nicht verbraucht. Ein guter Draht und innovative Ideen für Projekte finden beim Elternverein oft durchaus Unterstützung. Die Abhaltung von Veranstaltungen Unterschiedlichste Veranstaltungen können die Kasse der SchülerInnenvertretung rasch füllen. Sei es ein Fest, die Organisation eines Buffets, oder auch die Organisation einer Schulfoto-Aktion (mit Provisions-Einnahmen). Hier ist es wichtig, die sich bietende Gelegenheiten zu ergreifen und die Finanzen sorgfältig zu verwalten. Sponsoring Ein ebenfalls sehr offener Bereich, in dem fast alles möglich ist, ist das Sponsoring. Solltet ihr etwa eine SchülerInnenzeitung in eurer Schule herausgeben, ist es durchaus möglich, dass Firmen oder Lokale dort inserieren. Dafür könnt ihr selbstverständlich Geld verlangen.

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Auf unseren Seminaren kannst

du Fähigkeiten wie Projektman-

agement oder Rhetorik abseits

vom Frontalunterricht der Schule

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erlernen.

Unser Konzept: “Learning by Doing” mit jungen, kompetenten ReferentInnen. Zu den Seminaren der aks gehören aber nicht nur das Erlernen neuer Fähigkeiten sondern auch eine gehörige Portion Spaß.

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28Einleitung Schulrecht

Wer seine Rechte nicht kennt, kann sie nicht nutzen! Deshalb ist es für dich als SchülerInnenvertreterIn wichtig, Bescheid zu wissen, was LehrerInnen bzw SchülerInnen dürfen und was nicht. Die Aktion Kritischer SchülerInnen setzt sich schon seit Jahren für die Rechte der Schülerinnen und Schüler ein und unterstützt dich jederzeit bei schulrechtlichen Problemen! Im folgenden Kapitel bekommst du einen Überblick über Rechte der SchülerInnen, aber auch über die speziellen Rechte der SchülerInnenvertretung. Die Rechte werden erklärt und es werden Orginalabschnitte des Schulunterrichtsgesetzes zitiert. Als SchülervertreterIn hast du die Chance, die Rechte der SchülerInnen zu verteidigen, Missstände aufzuzeigen und Lösungsansätze zu liefern. Damit du deinen Job erledigen kannst, wurde die SchülerInnenvertretung mit speziellen Rechten ausgestattet, die deinE DirektorIn akzeptieren muss! Auf die Frage, wozu eine SchülerInnenvertretung gebraucht wird, liefert das SchUG (Schulunterrichtsgesetz) eine plausible - wenn auch trockene Antwort: „Die Schüler haben das Recht auf Mitverwaltung, auf Interessensvertretung im Rahmen des Schullebens gegenüber Lehrern, dem Schulleiter und den Schulbehörden.“ (SchUG § 58)

Wichtige Abkürzungen, auf die du noch oft stoßen wirst: SchUG / Schulunterrichtsgesetz SV / SchülerInnenvertretung SchOG / Schulorganisationsgesetz weitere Abkürzungen findest du übrigens im Glossar (S. 95/96)

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29SV Rechte Schulrecht

>> 3.1 rechte der schülerInnenvertretung Im Rechtsteil I wird es vor allem um die Rechte der SchülerInnenvertretung gehen: MITWIRKUNGSRECHTE Mit Hilfe dieser Rechte kannst du die Entscheidungen der Schulleitung bzw der LehrerInnen durch dein Handeln bzw. Verhandeln beeinflussen! Sie sind im SchUG § 58 Abs. 2 zu finden. _ Recht auf Anhörung Ihr könnt jederzeit, eure Anliegen vorbringen. Klingt zwar selbstverständlich, aber LehrerInnen wie DirektorInnen weichen oft Diskussionen mit „Das geht dich jetzt nichts an“ oder „Ich hab die ganze Woche leider keine Zeit für dich, ich werde das Problem schon lösen“ aus. Lasst euch solche Reaktionen nicht ohne weiteres gefallen! _ Recht auf Information über alle Angelegenheiten, die die SchülerInnen allgemein betreffen Ihr müsst über alle Angelegenheiten, die SchülerInnen betreffen, informiert werden. Konkrete Vereinbarungen mit der Schulleitung, worüber und wie ihr informiert werdet, sind ein gutes Mittel um den regelmäßigen Informationsfluss an euch sicher zu stellen. _ Recht auf Abgabe von Vorschlägen und Stellungnahmen Ihr habt also das Recht, Lösungsansätze einzubringen und eure Meinung der Schulleitung kundzutun. _ Recht auf Teilnahme an LehrerInnenkonferenzen Ausgenommen sind Beratungen und Beschlussfassungen über Angelegenheiten der Leistungsbeurteilung einzelner SchülerInnen bzw. dienstrechtliche Angelegenheiten der LehrerInnen sowie die Teilnahme an Konferenzen zur Wahl der LehrerInnenvertreterInnen. “Die Einladung zu diesen Konferenzen hat rechtzeitig vor dem anberaumten Termin und nachweislich [per Brief] zu erfolgen.“ (SchUG 57 Abs.11)

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30 Mitbestimmung Schulrecht

_ Recht auf Mitsprache bei der Gestaltung des Unterrichts im Rahmen des Lehrplans Ein wichtiger Punkt, der die Bestrebungen der aks für mehr SchülerInnenmitbestimmung unterstützt. Ideen wie der Klassenrat (der dieses Recht konkretisiert) bauen auf dieser Bestimmung auf. Mehr zum Klassenrat findest du im Kapitel “Projekte & Ideen”. _ Recht auf Beteiligung an der Wahl der Unterrichtsmittel Gute Schulbücher können uns beim Lernen unterstützen, schlechte bewirken leider das Gegenteil. Im Schulgemeinschaftsausschuss wird die Wahl der Unterrichtsmittel beschlossen. Mehr dazu im Kapitel “SGA”.

_ Recht auf Mitentscheidung bei der Anwendung von Erziehungsmittel z.B. Versetzung eines/einer SchülerIn in eine Parallelklasse oder Antrag auf Ausschluss. _ Recht auf Mitentscheidung bei dem Antrag auf Ausschluss eines/einer SchülerIn. Während ihr bei LehrerInnenkonferenzen grundsätzlich kein Rede- und Stimmrecht habt, habt ihr bei einer Sitzung, die über den Antrag auf Ausschluss eines/einer SchülerIn berät, beides: Rede- und Stimmrecht. Gerade in Hinblick

BESTIMMUNGSRECHTE

MIT

auf die Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte soll Folgendes nicht unerwähnt bleiben. Unter SchülervertreterInnen verstehtdas SchUG nicht nur den/ die SchulsprecherIn und seine/ihre StellvertreterInnen sondern auch den/die KlassensprecherIn oder den/die AbteilungssprecherIn. (SchUG § 59, Abs.4). Wobei bestimmte Mitbestimmungsrechte, wie etwa das Recht auf Teilnahme an LehrerInnenkoferenzen und das Recht auf Beteiligung bei der Wahl der Unterrichtsmittel, nur den/die SchulsprecherIn und seine/ihre StellvertreterInnen betreffen.

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31 Post Schulrecht

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POST, FEHLSTUNDEN & SCHULKOPIERER BENÜTZEN Sei misstrauisch wenn die Direktion „so nett“ war, dir die Post zu öffnen. Die Post der SchülerInnenvertretung unterliegt dem Briefgeheimnis. Die Direktion muss jede Postsendung an die SchülerInnenvertretung original-verschlossen weitergeben. Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr die Post zu spät bekommt oder dass sie wegen Zensur nicht bei euch ankommt (kommt leider immer noch an einigen Schulen vor), melde dich bei der aks. Klär ab, dass ihr jederzeit das Telefon und das Faxgerät im Schulsekretariat benützen dürft. Dasselbe gilt für die Benützung des Kopierers. Es ist nicht einzusehen, dass ihr für Kopien im Rahmen eurer SV-Tätigkeit selbst zahlen müsst. Da unbegrenzt gratis kopieren oft auf wenig Gegenliebe stößt, macht zumindest eine sinnvolle Zahl aus (z.B. 60 Kopien pro Klasse und pro Monat). Auch ein Raum, wo ihr euch treffen könnt, kann euch die Arbeit massiv erleichtern, da ihr dort ungestört seid und nicht jedes Mal bevor ihr euch besprechen wollt, erst eine leere Klasse suchen müsst. Eine leider etwas schwammige Unterstützung für Punkte wie Kopierer, Fax und Räumlichkeiten bietet das SchUG im § 58 Abs. 5:

„Die Schulleiter haben die Tätigkeit der Schülervertreter zu unterstützen und zu fördern.“

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32Vertretung Schulrecht

Wenn du für Tätigkeiten im Rahmen der SchülerInnenvertretung im Unterricht fehlst, ist das vom Gesetz her auf jeden Fall erlaubt. Das SchUG regelt im § 45 das Fernbleiben von der Schule. In Abs. 4 wird als Entschuldigungsgrund angeführt: „Als wichtige Gründe sind jedenfalls Tätigkeiten im Rahmen der Schülervertretung zu verstehen.“ Sollte eine Veranstaltung der aks oder der LandesschülerInnenvertretung länger als einen Tag dauern, musst du in der Direktion vorher um Erlaubnis fragen. Eine Teilnahmebestätigung (die dann als Entschuldigung gilt) bekommst du auf diesen Veranstaltungen. Diese müssen dann vom Klassenvorstand / von der Klassenvorständin akzeptiert werden. KLASSENSPRECHERiNNENSITZUNG = VERSAMMLUNG DER SCHÜLERiNNENVERTRETERiNNEN Das Schulunterrichtsgesetz bezeichnet die KlassensprecherInnensitzung als “Versammlung der SchülerInnenvertreterInnen“. Als SchulsprecherIn darfst du die Versammlung der SchülerInnenvertreterInnen einberufen. Zu den KlassensprecherInnensitzungen sind die KlassensprecherInnen und ihre StellvertreterInnen eingeladen. Diese dürfen im Semester die Anzahl von fünf Unterrichtsstunden nicht überschreiten. Die Direktion muss diese Sitzungen formell genehmigen und euch einen Raum für die Versammlung zu Verfügung stellen. UNTERSTUFENSPRECHERiN Die UnterstufensprecherInnen in der AHS heißen im Gesetz auch KlassensprecherInnen-VertreterInnen. Diese VertreterInnen werden von den KlassensprecherInnen der betreffenden Schule - an der AHS nur von den KlassensprecherInnen der Unterstufe gewählt. Eine Direktwahl wurde bisher nicht eingeführt weil eine „Überforderung“ der Betroffenen befürchtet wird. Die aks setzt sich für die Direktwahl der UnterstufenschulsprecherInnen ein. Denn um Demokratie zu erlernen sind UnterstufenschülerInnen nicht zu jung! Im SGA ist der/die VertreterIn der KlassensprecherInnen mit beratender Stimme vertreten. In der AHS muss der/die SchulsprecherIn in allen Angelegenheiten, die die Unterstufe betreffen, mit dem/der UnterstufensprecherIn zusammenarbeiten.

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33 Rechte Schulrecht

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>> 3.2 rechte der schülerInnen Im Rechtsteil II werden wir uns einigen allgemeinen Schulrechtsinfos widmen,die alle SchülerInnen betreffen. Für dich als SchüleInnenrvertreterIn ist es wichtig, die Rechte der SchülerInnen zumindest im Groben zu kennen. So kannst du schnell auf Fragen reagieren! Um dir einen Überblick zu verschaffen sind hier die wichtigsten Rechte zusammengefasst. Die einzelnen SchülerInnen haben das Recht: _ sich nach Maßgabe ihrer Fähigkeiten im Rahmen der Förderung der Unterrichtsarbeit an der Gestaltung des Unterrichtes und _ an der Wahl der Unterrichtsmittel zu beteiligen, _ gehört zu werden und _ Vorschläge und Stellungnahmen (ihre Meinung) abzugeben. Weiters haben die SchülerInnen das Recht: _ Veranstaltungen zu organisieren, die ihrer politischen, staatsbürgerlichen und kulturellen Bildung im Sinne demokratischer Grundsätze dienen, ihr soziales Verhalten entwickeln und festigen und ihren Neigungen entsprechende Betätigungsmöglichkeit in der Freizeit bieten oder _ SchülerInnenzeitungen herauszugeben (SchUG § 58 Abs. 3)

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34 Rechte Schulrecht

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Tätigkeiten wie eine Veranstaltung zu organisieren müssen zwar vom Schulgemeinschaftsausschuss mit einfacher Mehrheit genehmigt werden, unterliegen dann aber keinerlei Aufsichtspflicht der Schule. Der Beschluss des SGA kann zur Hürde werden, aber das Gesetz gibt euch Rückendeckung, wenn ihr Projektwochen, Schulfeste oder Aktionen umsetzen wollt. RECHTE VON EIGENBERECHTIGTEN SCHÜLERiNNEN Ab Beendigung der Schulpflicht (ab der 9. Schulstufe) können deine Erziehungsberechtigten schriftlich auf gewisse Informations- und Vorrechte verzichten und sie dir übertragen, dann bist du eigenberechtigt. Diese „Verzichtserklärung“ kann jederzeit von deinen Erziehungsberechtigten widerrufen oder in einzelnen Punkten eingeschränkt werden! Unter anderem kannst du dann folgende Entscheidungen selbst treffen: _ Benachrichtigung von einer Verhinderung am Schulbesuch („Entschuldigungen selbst unterschreiben“), Ansuchen um Erteilung der Erlaubnis zum Fernbleiben von der Schule; _ Ansuchen um Befreiung vom Besuch einzelner Pflichtgegenstände; _ Anmeldung zu schulbezogenen Veranstaltungen; _ Ansuchen um Stundung (Verschiebung) der Feststellungsprüfung sowie Antrag auf Zulassung zu einer Wiederholung der Nachtragsprüfung; _ Verlangen auf Ausstellung einer Schulbesuchsbestätigung; _ Ansuchen um Aufschub der Aufnahmsprüfung anlässlich des Übertrittes in eine andere Schulart oder eine andere Form oder Fachrichtung einer Schulart; _ Ansuchen um Verlängerung der Höchstdauer für den Abschluss einer höheren Schule; _ Ansuchen um Zulassung zur Wiederholung von Teilprüfungen der abschließenden Prüfung; _ Antrag auf Ausstellung einer Ersatzbestätigung für ein verlorenes Zeugnis

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35 Strafen Schulrecht

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PFLICHTEN DER SCHÜLERiNNEN _ Pünktlicher und regelmäßiger Besuch des Unterrichts _ Teilnahme an Schulveranstaltungen _ Befolgung der Hausordnung _ Unterricht durch Mitarbeit fördern (Hausübungen gehören zur Mitarbeit)

von ihr/ihm vorsätzlich verursachte Verunreinigung entfernen muss. Dies muss aber zumutbar sein und es muss von der Schulleitung oder einem/einer LehrerIn angeordnet werden (§ 43 Abs. 2 SchUG). Kollektivstrafen, also die Bestrafung einer Mehrzahl von Schülerinnen und Schülern, deren Schuld nicht festgestellt wurde bzw Kollektivmaßnahmen mit Folgen (z.B. alle Schülerinnen und Schüler müssen am Nachmittag die Klasse putzen, unabhängig davon, wer die Verunreinigung herbeigeführt hat) sind nicht erlaubt. Das SchUG § 47 Abs. 3 sagt sehr klar: „Körperliche Züchtigung, beleidigende Äußerung und Kollektivstrafen sind verboten“ BESCHLAGNAHME

aks@aks.at

Es kann durchaus zulässig sein, wenn eine Schülerin oder ein Schüler eine

uns!

KOLLEKTIVSTRAFEN & PUTZSTRAFE

Du hast das Gefühl, die Vorgangsweise von LehrerInnen oder der Schulleitung verstößt massiv gegen die Rechte der SchülerInnen? Wenn du Hilfe brauchst, dieses Problem zu lösen, wende dich an

(SchUG § 43)

Nur Gegenstände, die die Sicherheit anderer gefährden oder den Schulbetrieb stören, sind dem/der LehrerIn auf Verlangen zu übergeben. Nach Beendigung des Unterrichts müssen sie grundsätzlich zurückgegeben werden, außer es sind sicherheitsgefährdende Gegenstände. Diese müssen den Erziehungsberechtigten übergeben werden, ausgenommen du bist schon eigenberechtigt. (Also: Wenn du z.B. in der Pause die Kopfhörer deines Walkman aufsetzt, kann man ihn dir nicht wegnehmen.)

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36 BilDoGe Schulrecht

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RELIGIONSABMELDUNG SchülerInnen, die das 14. Lebensjahr noch nicht er-

prinzipiell freiwillig. BILDUNGSDOKUMENTATION Musstest auch du deine Sozialversicherungsnummer an deinen Klassenvorstand abgeben? Im Rahmen des Bildungsdokumentationsgesetzes werden die Daten der SchülerInnen gesammelt, mit der Sozialversicherungsnummer verknüpft und verschlüsselt. Laut Ministerium dient diese Datensammlung der „Bildungsevaluierung“. KritikerInnen jedoch sehen dieses Gesetz im Widerspruch zum Recht auf Datenschutz. Vor allem wird kritisiert, dass die Daten an die Sozialversicherungsnummer gekoppelt werden und es keine Abfragemöglichkeit durch andere öffentliche Institutionen gibt. Mehr Infos zu diesem Gesetz findest auf www.ad.or.at (Homepage der Arbeitsgruppe für Datenschutz) und auf www. aks.at. AUFGABE DER ÖSTERREICHISCHEN SCHULE Laut Gesetz hat auch die Schule als Institution gewisse Aufgaben. Sie sind im so genannten Zielparagraph angeführt. Grundsätzlich ist also jede Handlung (von dir, wie auch von deinen LehrerInnen), die klar gegen diese Bestimmung verstößt,

den gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mitzuwirken.“

Übungen (z.B. Schulgebet) und Veranstaltungen ist

befähigt werden, am Wirtschafts- und Kulturleben Österreichs, Europas und der Welt Anteil zu nehmen und in Freiheits- und Friedensliebe an

Die Teilnahme an Schulgottesdiensten, religiösen

len zu selbständigem Urteil und sozialem Verständnis geführt, dem politischen und weltanschaulichen Denken anderer aufgeschlossen sowie

Schuljahres schriftlich bei der Schulleitung erfolgen.

wußten Gliedern der Gesellschaft und Bürgern der demokratischen und bundesstaatlichen Republik Österreich herangebildet werden. Sie sol-

Anfang (während der ersten zehn Kalendertage) des

selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen. Die jungen Menschen sollen zu gesunden, arbeitstüchtigen, pflichttreuen und verantwortungsbe-

Eltern nicht mehr nötig. Die Abmeldung muss am

richt mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum

(SchOG §2)

lendeten 14. Lebensjahr ist das Einverständnis der

sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unter-

Religionsunterricht abgemeldet werden. Ab dem vol-

„Die österreichische Schule hat die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten

reicht haben, können schriftlich von ihren Eltern vom

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37 Service Schulrecht

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>> 3.3 das schulrechtsservice der aks In deiner Tätigkeit als SchülerInnenvertreterIn wirst du noch weiteren schulrechtlichen Fragen begegnen. Sämtliche Schulrechtliche relevante Fragen zu beantworten, benötigt eine eigene Broschüre. Die aks Broschüre “123 Fragen an das SchUG” liefert einen Überblick rund ums Thema Schulrecht. Die häufigsten Schulrechtsfragen, unter anderem zur Benotung, Schularbeiten und Berufungen sind in dieser Broschüre gesammelt und verständlich aufbereitet (siehe Rücksender). Aufgrund der komplizierten und umfangreichen Materie des Schulrechts, stehen wir dir natürlich bei Fragen jederzeit zur Verfügung. Die e-Mail Adresse unserer Schrechtsservice ist: schulrecht@aks.at

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40 SGA SGA

>> 4.1 wie funktioniert der sga?

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Im SGA sind je 3 VertreterInnen der SchulpartnerInnen sowie die/der SchulleiterIn (mit beratender Stimme, aber ohne Stimmrecht). Den Vorsitz im SGA hat der/die SchulleiterIn, er/sie verfügt jedoch, wie schon gesagt, über kein Stimmrecht. Sollte es jedoch zu Stimmengleichheit bei Abstimmungen kommen, entscheidet der/die DirektorIn. UnterstufensprecherInnen müssen (ohne Stimme) hinzugezogen werden, und auch andere Personen (z.B. Schularzt/Schulärtzin oder ExpertInnen wie etwa LandesschulsprecherInnen) können zu SGA-Sitzungen eingeladen werden. An Privatschulen muss zusätzlich der/die Schuleinige Tipps&Tricks und Argumentationshilfen zusammengestellt.

tel, sowie auf die Möglichkeiten und Gefahren der Schulautonomie gelegt. Zum Schluss haben wir noch

nenvertreterIn im SGA zu erklären. Besonderes Augenmerk wurde auf Stolpersteine wie Erziehungsmit-

chtliche Lage rund um den SGA (Schulgemeinschaftsausschuss) und deine Möglichkeiten als SchülerIn-

die wesentlichen Entscheidungen über viele Belange der Schule treffen. Dieses Kapitel versucht die re-

Der SGA ist das Gremium der Schule in dem die SchulpartnerInnen (SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern)

ZUSAMMENSETZUNG

erhalterIn bei den SGA-Sitzungen dabei sein. An Berufsschulen sind ElternvertreterInnen nicht automatisch im SGA vertreten, sondern nur wenn mindestens 20 % der Eltern (oder der Elternverein) das verlangt. Innerhalb der ersten 3 Monate des Schuljahres wählen die Eltern und LehrerInnen je 3 Mitglieder und 3 StellvertreterInnen. Gibt es einen Elternverein, so entsendet dieser die SGA-Mitglieder.

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41 SGA SGA

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3 Sc hüle

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3 Elte

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3 LehrerInnenvertreterInnen

Vorsitz: DirektorIn Achtung: Wenn nicht genug Personen in den SGA gewählt worden sind (z.B. nur 2 SchülerInnenvertreterInnen, weil zu wenige bei der SchulsprecherInnenwahl kandidiert haben) können trotzdem nur die „tatsächlich gewählten“ VertreterInnen das Stimmrecht im SGA ausüben.

>> Vertretung bei Abwesenheit Die/den DirektorIn vertritt der/die DirektorIn-StellvertreterIn oder einE von ihm/ihr bestimmte LehrerIn. Ist ein Mitglied verhindert, so kann er/sie aus den Reihen der StellvertreterInnen jemanden bestimmen. Passiert das nicht, kann das älteste (anwesende) Mitglied jeder Gruppierung eineN StellvertreterIn bestimmen. >> Einberufung Wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder verlangt, dass eine SGA-Sitzung einberufen wird (und dabei einen Grund oder ein zu diskutierendes Thema nennt) muss der/die SchulleiterIn dieser Forderung innerhalb einer Woche nachkommen. Er/sie kann das aber auch alleine, wenn etwas Wichtiges ansteht. Die erste SGASitzung muss spätestens 2 Wochen, nachdem alle Mitglieder gewählt sind (also maximal dreieinhalb Monate nach Schulbeginn) stattfinden. Pro Jahr müssen mindestens zwei SGA-Sitzungen stattfinden, in Berufsschulen eine. Eine Einladung muss mindestens 2 Wochen vor der Sitzung an alle Mitglieder ergehen, außer alle stimmen einem früheren Temin zu. Jeder Einberufung muss eine Tagesordnung angefügt sein.

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42 SGA SGA

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BESCHLÜSSE Es gibt 3 Kategorien von Beschlüssen bzw. Beratungen im SGA:

ie A

or Kateg

Beschlüsse, für die mindestens 50 % der anwesenden Mitglieder stimmen müssen

Kategorie B Beschlüsse, für die mindestens 2/3 aller Mitglieder (und jeweils ein/e VertreterIn aller 3 SchulpartnerInnen) stimmen müssen Kate gorie C Beratungen Welche Dinge in welche Kategorie fallen, ist aus der Info-Box rechts ersichtlich. >> Beschlußfähigeit und Mehrheiten Der/die SchulleiterIn leitet die Sitzungen. Der SGA ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder und je ein/e VertreterIn aller SchulpartnerInnen anwesend sind. Für einen Beschluss müssen mehr als die Hälfte der anwesenden Personen zustimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet in Fragen der Kategorie A der/die SchulleiterIn, in Fragen der Kategorie C ist der Antrag abgelehnt. Für Beschlüsse, die in die Kategorie B fallen, ist die Anwesenheit von mindestens 2/3 der Mitglieder jeder Gruppierung notwendig, und zusätzlich müssen 2/3 der Mitglieder und mindestens eine Person pro Gruppe mitstimmen. Das nennt man die „paritätische“ Zwei-Drittel-Mehrheit. Wenn am Beginn einer SGA-Sitzung keine Beschlussfähigkeit gegeben ist, muss die/der SchulleiterIn umgehend eine neue Sitzung einberufen. Sind (bei der neuen) Sitzung wieder nicht ausreichend Mitglieder anwesend, kann der SGA eine halbe Stunde warten und ist beschlussfähig, sobald aus jeder Gruppierung mindestens einE VertreterIn da ist.

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43 SGA SGA

Kategorie A _Fragen der Planung von mehrtägigen Schulveranstaltungen _Die Erklärung einer Veranstaltung zu einer schulbezogenen Veranstaltung _Die Durchführung (einschließlich der Terminfestlegung) von Elternsprechtagen _Die Hausordnung (siehe Achtung Erziehungsmittel) _Die Bewilligung zur Durchführung von Sammlungen (z.B. Kopierbeiträge) _Die Bewilligung zur Organisation der Teilnahme von SchülerInnen an schulfremden Veranstaltungen _Die Durchführung von Veranstaltungen zur Schullaufbahnberatung _Die Durchführung von Veranstaltungen betreffend die Schulgesundheitspflege _Vorhaben, die der Mitgestaltung des Schullebens dienen

Kategorie B _Die Erlassung schulautonomer Lehrplanbestimmungen _Die schulautonome Festlegung von Eröffnungs- und Teilungszahlen _Schulautonome Schulzeitregelungen _Die schulautonome Festlegung von Reihungskriterien _Die Erstellung von Richtlinien über die Wiederverwendung von Schulbüchern

Kategorie C - wichtige Fragen des Unterrichts - wichtige Fragen der Erziehung - Fragen der Planung von Schulveranstaltungen (insbesondere von Wandertagen und mehrtägigen Schulveranstaltungen). - die Wahl von Unterrichtsmitteln - die Verwendung von der Schule zur Verwaltung übertragenen Budgetmitteln - Baumaßnahmen im Bereich der Schule - Die Kompetenzen des SGAs sind im SchUG §64 geregelt. Ratschläge zu den Kategorien findest du unter Tipps&Tricks!

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44 SGA SGA

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Über jede SGA-Sitzung muss ein Protokoll geführt werden, das allen Mitgliedern zur Verfügung steht. Im Gesetz ist nicht eindeutig geregelt wer das Protokoll zu schreiben hat. Als SchülerInnenvertreterIn kann es einerseits von Vorteil sein, selbst das Protokoll zu schreiben, andererseits ist es aber auch viel Arbeit. Am besten ihr entscheidet gemeinsam mit den anderen Gruppierungen, wer das Protokoll schreibt. Eine genaue Kontrolle, ob alles richtig festgehalten wurde (bzw. das Fordern einer Korrektur wenn etwas fehlt oder unrichtig ist), ist auf jeden Fall zu empfehlen. Bei Beschwerden über das Protokoll wende dich an den/die DirektorIn oder bring es in der nächsten Sitzung ein.

>> 4.2 möglichkeiten & bedrängnisse ACHTUNG ERZIEHUNGSMITTEL Die so genannten Verhaltensvereinbarungen können im Rahmen der Hausordnung im SGA beschlossen werden. (SchUG § 44) Grundsätzlich sollen die Verhaltensvereinbarungen Regeln für alle 3 SchulpartnerInnen (LehrerInnen, Eltern, SchülerInnen) darstellen. Leider läuft dies in der Praxis anders ab: Die Verhaltensvereinbarungen gelten meist nur für SchülerInnen. Unter ihrem Schleier wird oft versucht neue Disziplinarmaßnahmen für SchülerInnen festzuschreiben, oder sogar Strafen (etwa für den Verstoß gegen die Hausschuhpflicht oder für Unpünktlichkeit) einzuführen.

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45 Erziehungsmittel SGA

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Für den Beschluss reicht eine einfache Mehrheit. Das bedeutet, dass LehrerInnen- und ElternvertreterInnen sich zusammenschließen könnten, die SchülerInnenvertreterInnen überstimmen und somit bewusst übergehen können. Konsequenzen bei einer Nichteinhaltung der Verhaltensvereinbarung kann im schlimmsten Fall der Ausschluss des/der SchülerIn sein (SchUG § 49). Hier ist es wichtig, dass ihr den anderen SGA Mitgliedern klar macht, dass Strafen keine pädagogisch wirksamen Maßnahmen sind, um SchülerInnen zu erziehen. Sie wirken meist kontraproduktiv und machen den ohnehin oft anstrengenden Schulalltag nur noch frustrierender. Ein Hinweis auf rechtlich erlaubte Erziehungsmittel ist sicher hilfreich. Die Schulordnungsverordnung enthält eine Aufzählung dieser. Das heißt, dass alle hier nicht ausdrücklich erwähnten Erziehungsmittel (Strafarbeiten, Nachsitzen, etc.) verboten sind! „(1) Im Rahmen des § 47 Abs. 1 des Schulunterrichtsgesetzes sind folgende Erziehungsmittel anzuwenden: a) bei positivem Verhalten des Schülers: Ermutigung, Anerkennung, Lob, Dank; b) bei einem Fehlverhalten des Schülers: Aufforderung, Zurechtweisung, Erteilung von Aufträgen zur nachträglichen Erfüllung versäumter Pflichten, beratendes bzw. belehrendes Gespräch mit dem Schüler, beratendes bzw. belehrendes Gespräch unter Beiziehung der Erziehungsberechtigten, Verwarnung. Die genannten Erziehungsmittel können vom Lehrer, vom Klassenvorstand und vom Schulleiter, in besonderen Fällen auch von der Schulbehörde erster Instanz, angewendet werden. (2) Erziehungsmaßnahmen sollen möglichst unmittelbar erfolgen und in einem sinnvollen Bezug zum Verhalten des Schülers stehen. Sie sollen dem Schüler einsichtig sein und eine die Erziehung des Schülers fördernde Wirkung haben.“ (SO-VO §8)

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46Autonomie SGA

Sollten LehrerInnen- und Elternvertretung dennoch unangebrachte, für Schüler und Schülerinnen demütigende sowie herabsetzende Verhaltensvereinbarungen beschließen wollen, könnt ihr als letzten Ausweg geschlossen den Sitzungsraum verlassen! Dann ist der SGA nicht mehr beschlussfähig (da aus jeder Gruppe mindestens eine Person anwesend sein muss) und muss vertagt werden. Wichtig hierbei ist allerdings, dass dies nur der letzte Ausweg ist, denn in der nächsten SGA Sitzung werdet ihr natürlich nicht auf euch gegenüber positiv gestimmte Menschen treffen. Solltest du dich für diesen Schritt entscheiden, bedenke dass du unbedingt mit den anderen SchülerInnenvertreterInnen abgesprochen sein musst, denn um den SGA zu blockieren, müsst ihr ihn wirklich geschlossen verlassen. In den meisten Fällen ist es allerdings nicht notwenig zu solch drastischen Maßnahmen zu greifen, da LehrerInnen- und Elternvertretungen in der Regel kooperativ sind. Sollte es längere Diskussionen über die Verhaltensvereinbarungen geben, ist es auch möglich einen Ausschuss einzurichten, der zu gleichen Teilen von SchülerInnen-, LehrerInnen- und ElternvertreterInnen beschickt wird und außerhalb des SGAs einen gemeinsamen Vorschlag ausarbeitet. Das schafft etwas Ruhe abseits des offiziellen Gremiums und kann durchaus Vorteile bringen. SCHULAUTONOMIE Die Schulautonomie hat in den letzten Jahren die Schulen massiv verändert. Neben der Tatsache, dass der SGA - und damit auch wir SchülerInnen - aufgewertet wurden, hat sie aber auch negative Seiten. Eine der größten Gefahren der Schulautonomie ist es, dass seitens des Staates Verantwortung einfach abgegeben wird. Es ist kein Zufall dass SchülerInnen seit einigen Jahren plötzlich „Unkostenbeiträge“ für Kopier- und Unterrichtsmaterialien zahlen mussten und es immer noch müssen. Viele Schulen sind um ihre Kosten zu decken bereits jetzt auf Sponsoring durch Firmen angewiesen. Das birgt selbstverständlich die Gefahr, dass diese Firmen dann auch Einfluss auf das Schulleben bekommen.

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47Autonomie SGA

Aufgrund von Bildungseinsparungen kam es im Jahr 2003 trotz massiver Proteste seitens der LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern zu Stundenkürzungen. Hier wurde es unter dem Deckmantel der Autonomie einfach den Schulen überlassen welche Stunden sie kürzen. Viele autonome Schulschwerpunkte sind dadurch leider verloren gegangen. Es gilt also die Schulautonomie kritisch zu betrachten und sich im Falle von „Unkostenbeiträgen“ dagegen zu wehren, dass schlechte Finanzpolitik seitens der Regierung auf dem Rücken der SchülerInnen ausgetragen wird! Hier ein kurzer Überblick, damit du weißt welche Bereiche der Schule überhaupt in die Schulautonomie fallen: Schulautonome Lehrpläne Die jeweiligen Lehrpläne eines Gegenstandes können an allen Schulen durch den SGA bzw. durch das Schulforum bei Anwesenheit von mindestens 2/3 der Mitglieder jeder Kurie (SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen) und mit Zustimmung von mindesten 2/3 der “abgegebenen Stimmen” pro Kurie abgeändert werden. Die Abänderung der Lehrpläne bedarf nicht der Genehmigung des jeweiligen Landesbzw. Stadtschulrates, und ist ab Kundmachung in der Schule gültig. Folgende Möglichkeiten werden im Rahmen der schulautonomen Lehrplanbestimmungen eröffnet: _Erhöhung und Reduktion der Stundenzahl bestehender Pflichtgegenstände _Schaffung von neuen Pflichtgegenständen _Einführung von Freigegenständen und unverbindlichen Übungen _Gestaltungsmöglichkeiten des Förderunterrichts (ausführlich geregelt im SchOG §6)

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Sp on so de r r S ing We rbe chu de le se m d Zie ndun arf ba vo k, ld g m e nic er n. Ge Ge ö h D ldl s t e t a err r S setz eis ist lte ei G tun rsg be h so no em chisc A da er g nd gen ch e r äß h f an er d sic e C en S den worb h d eren s pro die en / die Sc omp chul ne an ble we Pr S e nv h u n o c m rde ule ter wid du hu au ert a Ve s t k n l f i e l a ret p s t e rei d e r b c i i e sp as ter . Die hw er erI im le, nb me r I e n P n n a Pa U en etc c r hr r g in n S atürl let .) s hen an unge ut b oduk nterr d i i c e od ch zu ich era ind td ha se te re u e ne n (z. e t r t len uc rd en rj be Fra icht hm B. h G aller ie nü b vo ge ein , alle ewe en d e “ t E i eg isp nP ) re eS all Inf iligen zen en ngs n ntw iel e la ch ( c i o r l s c e eis d hü i rm w c F k t tze i w ng katfl ht lun irm tun ati a C eise äc itig lerIn s e g a o rla ge le he . o ne de Ex n Sc nb n ( Da d mpu r S ider klu n un ubt. hli enze vo is c n t mm D i s d e e itu h u i i r v r ü o e r D p ng de ler ft a be zur r rog ver ere Fir ire m I t r w ies n u k rä me a r sz ig n e nen” ten. u v ird g Absc tion s amm ge m ch E e i We en I e n g erh rha h olc z i rbu nfow he ). Da t Firm fluss ind wun luss lte efäh rde ni ge sW de ng V ern au all e m n, s V ertr fd mi . iss n un Ge n (w en d ke äg i e t e e t r ie ie ers ine ea ge tra jew nd e n g c u t Ins e e z w h s!) s r i u r lig aT eib era zu hand Sch e S g zu ae te ü ch ihr vo verla elt, b lerI n un u e n ne d l n n e. i da ine gen st du nen Die nn be ,u m s a n s n l sS Ko u c d r hrä b nk nk urr ei u chül t e n en zu zum rInnte utb rne a hm ren en

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49 5-Tage SGA

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Einführung der 5-Tage Woche Der SGA kann die Einführung der 5-Tage Woche (also

Aufnahmebestimmungen

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idet auch Der SGA entsche ngen unter über die Bedingu in einer Schule denen SchülerInnen ht. rden oder auch nic aufgenommen we Indeutend für Schüler Diese sind sehr be Richwisse festgesetzte nen, weil durch ge gang zu hülerInnen der Zu tlinien manchen Sc rden kann. einfach verwährt we ihrer Wunschschule

Samstag schulfrei) beschließen. SCHULVERANSTALTUNGEN Der SGA kann über Schulveranstaltungen entscheiden. Diese sollen als Ergänzung zum lehrplanmäßigen Unterricht und zur Förderung der SchülerInnen dienen. Schulveranstaltungen sind: _Lehrausgänge und Exkursionen _ Wandertage _Berufspraktische Tage und Wochen _Sportwochen _SchülerInnenaustausch _Abschlusslehrfahrten Grundsätzlich müssen alle SchülerInnen an Schulveranstaltungen teilnehmen. Die Kosten dürfen dafür nicht zu hoch sein. Kostenbeiträge dürfen ausschließlich für Fahrt, Nächtigung, Eintritte, Kurse, Vorträge, Arbeitsmaterialien, oder ähnliches anfallen, aber keinesfalls für LehrerInnenbezahlung eingehoben werden. Für Schulveranstaltungen können SchülerInnen einkommensschwächerer Familien Förderungen beantragen (Siehe Kontaktadressen: Sozialministerium). Die Organisation muss sichergestellt sein und die SchülerInnen dürfen körperlich und “sittlich” nicht gefährdet sein. >> Schulbezogene Veranstaltung Veranstaltungen wie z.B.: Theaterbesuche, Vorträge oder der Besuch von Diskussionsveranstaltungen fallen unter schulbezogeneVeranstaltungen. Diese Veranstaltungen sollen auf dem lehrplanmäßigen Unterricht aufbauen

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50 Tipps & SGA

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und der Erfüllung der „Aufgabe der österreichischen Schule“ (siehe Rechtsteil) dienen. Wenn sich LehrerInnen dazu bereit erklären diese durchzuführen und die Finanzierung sichergestellt ist, kann der SGA eine solche Veranstaltung zu einer schulbezogenen Veranstaltung erklären.

>> 4.3 standpunkte durchsetzen TIPPS UND TRICKS Wenn sich ein SGA-Beschluss gegen eure Interessen deutlich abzeichnet, könnt ihr den SGA verlassen, anstatt eine Abstimmungsniederlage hinzunehmen. Dann kann nichts mehr beschlossen werden. Mit solchen Methoden sollte man allerdings nur sehr vorsichtig umgehen - die anderen Gruppen könnten das nächste Mal das gleiche mit euren Anträgen machen. Wendet dieses Mittel also wirklich nur in Notfällen an. Die SchülerInnen im SGA sollten sich vorher auf alle Fälle immer absprechen und nicht unvorbereitet in eine SGA-Sitzung gehen. Es ist nichts peinlicher, als wenn die SchülerInnen im SGA verschieden abstimmen. Ihr solltet euch immer vor der SGA-Sitzung “intern” zusammensetzen. Wenn ihr dann in den SGA geht, achtet darauf nebeneinander zu sitzen. Dadurch könnt ihr euch auch zwischendurch immer absprechen, ohne dass die anderen Gruppen etwas davon mitbekommen. Wenn es um wichtige Themen geht, trefft euch vorher mit den LehrerInnen und ElternvertreterInnen. Es ist wichtig PartnerInnen für eure Vorschläge zu suchen. Hin und wieder kann man untereinander besser Absprachen und somit Kompromisse finden, wenn der/die DirektorIn nicht dabei ist. Die ElternvertreterInnen können zu wichtigen Verbündeten im SGA werden. Meistens ist der/die Vorsitzende des Elternvereins auch ElternvertreterIn. Die finanzielle Unterstützung des Elternvereins wird oft benötigt um Vorschläge umzusetzen.

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51 Tricks SGA

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Kontrolliere ob die im SGA beschlossenen Punkte auch wirklich von der Schulleitung umgesetzt werden. Hier lohnt es sich, die Protokolle der Sitzungen in einer Mappe zu sammeln. Ihr habt das Recht auf einen Einblick in die Schulfinanzen. Oft weigern sich die DirektorInenn die Schulfinanzen offenzulegen. Zitiert aus einem der aks vorliegenden Rundschreiben: “Dieser dezidiert als besonderer Beratungsgegenstand (Anmk.: Schulfinanzen) hervorgehobenen Angelegenheit kann von den Schulpartnern nur dann sinnvoll nachgekommen werden, wenn ihnen von der Schulleitung auch die entsprechenden Informationen gegeben werden. Unter Budgetmittel sind alle in die Gebarung zu integrierenden finanziellen Mittel einer Schule zu verstehen, somit auch Sponsorenleistungen. Auch die finanziellen Mittel gemäß § 128a und § 128b SchOG sind Teil der Gebarung einer Schule und daher von der genannten Beratungskompetenz der Schulpartner erfasst. Die Offenlegung der einer Schule zur Verwaltung übertragenen Budgetmittel wird innerhalb der Schulgemeinschaft sicher als Zeichen einer guten und zeitgemäßen Schule anerkannt werden.” (Quelle: Rundschreiben Nr. 17/2002 , GZ 26.978/19-V/2/2002 )

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SGA

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Scheut euch nicht bei wichtigen Themen einen

SGA einzuberufen

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Klär mit der Schulleitung ab, dass wenn der/die SchulleiterIn plant einen SGA einzuberufen, ihr vorher gefragt werdet ob ihr einen Tagesordnungspunkt hinzufügen wollt. Es kann zermürbend sein, sämtliche Anliegen der SchülerInnenvertretung immer unter “Allfälliges” zu behandeln, da unter diesem Tagesordnungspunkt keine Beschlüsse mehr gefasst werden können und die meisten TeilnehmerInnen schon ans Heimgehen denken.

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53Checklist

Schulgemeinsachtsausschuss Sitzung

Checklist

SGA

vor der Sitzung

Wünsche, Beschwerden von SchülerInnen einholen Projekte aufbereiten (Gesetztestexte, was will ich eigentlich ...) Tagesordnung lesen (heikle Punkte vorbereiten) Team informieren um gemeinsam hinzugehen Protokoll vom letzten Mal lesen

in der Sitzung Protokoll von der letzten Sitzung abstimmen evtl. beanstanden Beschlussfähigkeit Anträge vorbringen Konzentriert mitdiskutieren und mitdenken, sollte es zuviel werden verlange eine Pause.

nach der Sitzung Protokoll schreiben wenn ihr an der Reihe seit, ansonst lesen und auf Richtigkeit kontrollieren Informationen und Beschlüsse an SchülerInnen weitergeben

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aktuelle informationen, hintergr端nde zu kampagnen, schulrechtsinformationen, presseaussendungen sch端lerInnenzeitungsnetwork, diskussionen, kontakte, links, downloads, aks-frauen online, syntax online, online-shop und vieles mehr.

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58Klassenrat Projekte & Ideen

Im kommenden Kapitel findest du Ideen für Projekte, die man in der SchülerInnenvertretung umsetzen kann. Die Ideen reichen von Verbesserungen der Unterrichtsqualität bis zum Ausbau und zur Stärkung der Schuldemokratie. Hilfreich ist es sicher auch mit einer Umfrage die Bedürfnisse und Ideen der SchülerInnen deiner Schulen zu erheben und dementsprechende Projekte zu initieren.

>> 5.1 der klassenrat Der Klassenrat ist die Versammlung aller SchülerInnen einer Klasse mit dem/der LehrerIn des jeweiligen Faches, die in regelmäßigen Abständen stattfindet (einmal pro Woche, Monat, Semester). Ziel ist es, gemeinsam Konflikte auszudiskutieren, Schwerpunkte im Lehrplan zu setzen und Exkursionen und Projekte zu planen. Außerdem können Vereinbarungen beschlossen werden, die für alle Angehörigen der Klassengemeinschaft (einschließlich der LehrerInnen) einzuhalten sind und gegebenenfalls beim nächsten Klassenrat verändert werden können. Der Klassenrat stellt, sobald LehrerInnen und SchülerInnen hinter der Idee stehen und Unsicherheiten überwunden sind, eine Bereicherung für das Schulleben dar. ANLIEGEN DES KLASSENRATES Leistungsbeurteilung Wie setzt sich die Note zusammen? Welche Kriterien müssen erfüllt werden? Schwerpunkte im Lehrplan Im Lehrplan ist in Kern- und Erweiterungsstoff unterteilt. Der Erweiterungsstoff soll laut SchUG nach Interessen und in Zusammenarbeit mit den SchülerInnen erarbeitet werden. Methoden der Unterrichtsvermittlung Unterricht kann mehr sein als langweiliger Frontalunterricht. Arbeiten mit Flipcharts, Tonband, Videos, CD-Roms, Internetrecherchen oder Projektunterricht würden den Unterricht um einiges interessanter werden lassen. Klassenklima Konflikte und Probleme werden in Schulklassen leider oft unter den Tisch gekehrt. Der Klassenrat bietet die Möglichkeit auf zwischenmenschliche Probleme einzugehen und Lösungsansätze zu erarbeiten.

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59Klassenrat Projekte & Ideen

DURCHSETZUNG DES KLASSENRATES 1) Informelle Vereinbarung mit dem/der LehrerIn 2) SGA-Beschluss Kategorie C (Empfehlung durch den SGA) 3) SGA-Beschluss Kategorie A (Verankerung in der Hausordnung) Den Klassenrat in der Hausordung zu verankern ist zweifellos eine schwierige Aufgabe. Der Zwang könnte negative Auswirkungen auf die Klassenräte haben. Um den Widerstand gegen dieses Projekt zu vermindern, müssen auf jeden Fall alle SchulpartnerInnen informiert und aufgeklärt werden.

ORGANISATION DES KLASSENRATES Im Vorfeld des Klassenrates wir eine Wandtafel in der Klasse aufgehängt, die in drei Bereiche eingeteilt wird:

Ausflugsziel

mehr Bücher lesen in Deutsch

Englisch = zuviel HÜ

Methode für Vektoren

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60Klassenrat Projekte & Ideen

Die eingetragenen Punkte werden dann im Klassenrat diskutiert. Bei den Sitzungen ist immer einE andereR SchülerIn ModeratorIn. Er/Sie hat die Aufgabe die auf der Wandtafel aufgeführte Themen in die Gruppe einzubringen, Probleme die mündlich eingebracht werden niederzuschreiben, um sie später aufgreifen zu können und auf die Einhaltung der RednerInnenliste zu achten. Jeder Punkt wird von der gesamten Gruppe behandelt. Einträge, die nicht die ganze Klasse betreffen (Streitigkeiten zwischen zwei SchülerInnen) werden nicht aufgegriffen. Hier sollte zu anderen Lösungsmöglichkeiten gegriffen werden wie z.B.: MediatorInnen. >> Protokoll Diskussionsbeiträge, Regeln und Abmachungen die von der Klasse getroffen werden, sollten zu Protokoll gebracht werden. Das Protokoll wird in der Klasse aufgehängt. Beschlossenes gilt für den Zeitraum zwischen zwei Klassenräten und ist verbindlich für alle SchülerInnen und den/die LehrerIn. Die Regeln können natürlich jederzeit neu diskutiert und modifiziert werden. >> Abstimmungen Vorschläge können mit einfacher Mehrheit beschlossen werden. Alle haben eine Stimme (auch der/die LehrerIn). Enthaltungen oder Egal ist nicht erlaubt. Jedoch sollte nicht ohne Diskussion über Einzelne hinweg abgestimmt werden. >> Die Funktion der Lehrperson Der Erfolg des Klassenrates hängt stark von der Lehrperson ab. Die Lehrperson darf in Diskussionen nicht zu schnell eingreifen und nicht mit seinen/ihren Vorschlägen die Entscheidungsfindung vorwegnehmen. Der Klassenrat darf auf keinen Fall zu einer Versammlung werden, die nur zur Erstellung von disziplinären Maßnahmen und Sanktionen wird. In der ehrlichen Gesprächsführung liegt die Chance, eine gemeinsame Basis zu finden und kreative, fortschrittliche Lösungen gemeinsam zu erarbeiten.

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Einführung eines Klassenrates

Checklist

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61Checklist Projekte & Ideen

Der Klassenrat (KR) ist grundsätzlich so definiert, wie er individuell in der Klasse vereinbart wird. Das heißt, dass der Ablauf gemeinsam von SchülerInnen und LehrerInnen beschlossen wird. Dabei ist es wichtig, dass der beschlossene Ablauf jedoch immer wieder reflektiert wird, die positiven und negativen Aspekte ausdiskutiert werden und unter Umständen zu einer Änderung des Ablaufes führen. Für den Beginn ist es notwendig einige Dinge zu koordinieren und zu planen:

Information

Über die Notwendigkeit, den Sinn und Zweck eines Klassenrates sollte immer die ganze Klasse Bescheid wissen. Von Beginn an sollten sich alle einig sein worum es geht, um ihre Meinung optimal vertreten zu können. Niemand soll die Bedeutung des bevorstehenden Klassenrates missverstehen.

Rahmenbedingungen

Klärt im Vorhinein ab, wer eventuell euer Gast sein könnte (z.B. DirektorIn, LSV, aks, usw.). Falls es in einer Klasse wichtig sein sollte, kann man sich auch auf eine bestimmte Sitzordnung einigen (wobei der Sesselkreis die kommunikativste Form ist).

Rollenbestimmung

Wer den Klassenrat moderieren möchte, wer das Protokoll schreibt und wer die RednerInnenliste (falls notwendig) führt, bestimmt ihr am Anfang gemeinsam. Bei den weiteren Sitzungen können diese Rollen verändert oder beibehalten werden. Wichtig ist es jedoch, dass der/die ModeratorIn von jedem/r akzeptiert wird und ihn/ihr die Leitung der Gruppe überlassen wird.

Protokoll und Umsetzung Was im Klassenrat besprochen werden kann, ist wie schon gesagt vielfältig. Es ist jedoch ratsam einen Themenspeicher innerhalb der Klasse zu erstellen, wo die Themen, die relevant und aktuell sind, eingetragen werden, um im Klassenrat diskutiert zu werden.

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Blitzlichrunde

Am Beginn jeder KR-Sitzung kann (kein Muss!) jeder und jede sagen was ihm/ihr seit der letzten KR-Sitzung gefallen bzw. nicht gefallen hat (z.B. im Bezug auf Leistungsbeurteilung, Lehrinhalte, Unterrichtsmethodik, soziales Klima, sonstige Vorkommnisse). So kommt gleich zu Beginn jedeR zu Wort und fühlt sich integriert; gleichzeitig werden auch etwaige Probleme gleich am Anfang erwähnt.

Problemsammlung

Auf der Tafel oder einem anderen Medium werden jetzt die Probleme aufgeschrieben, die seit der letzten KR-Sitzung aufgetreten sind. Auch positive Aspekte sollten aufgeschrieben werden, wenn die Tafel zweigeteilt wird (um die Motivation eines funktionierenden Klassenrates zu erhalten).

Problembehandlung

Jetzt werden die aufgeschriebenen Punkte nach der Reihe diskutiert und Lösungsvorschläge dafür gesucht. Wichtig ist , dass der/die ModeratorIn die Meinungen ausgle-

Einführung eines Klassenrates

Checklist

icht und versucht alle zu Wort kommen zu lassen (dabei die Zurückhaltenden auffordert auch ihre Meinung preiszugeben). Auch eine RednerInnenliste kann eingeführt werden, damit kein Chaos entsteht.

Lösungsumsetzung In der Endphase soll versucht werden, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Versteift euch nicht auf ein Problem, das unter Umständen nicht jetzt zu lösen ist, sondern versucht die anderen konstruktiv zu Ende zu führen und Leute zu bestimmen die sich darum kümmern, dass das Geplante auch umgesetzt wird (Ziele definieren und Deadlines festsetzen). Wenn ein Klassenrat erst einmal läuft, entwickelt er meist eine Eigendynamik und man muss sich keine Sorgen mehr machen, dass es funktioniert. Nach einigen Sitzungen wird der Ablauf zur Routine und der KR wird ein Instrument zur besseren Schuldemokratie innerhalb der Klassen Österreichs.

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63 SVV

Projekte & Ideen

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>> 5.2 schülerInnenvollversammlung (svv) Die SchülerInnenvollversammlung (SVV) ist ein Instrument für SchülerInnenverterInnen, die Schülerinnen und Schüler einer Schule besser in die Arbeit der SV miteinzubeziehen. Die SchülerInnen können dort aktiv die Arbeit der SchülerInnenvertretung mitbestimmen und sich auch daran beteiligen. Das bedeutet nicht nur mehr Demokratie für SchülerInnen, sondern steigert vor allem das Interesse der Schülerinnen und Schüler an ihrer SchülerInnenvertretung. Eine SVV läuft so ab, dass die gesamte SchülerInnenvertretung sich mit den Schülerinnen und Schülern zusammensetzt und sowohl über die Positionen der SV im SGA, als auch über die restliche Arbeit der SV (Projekte, SchülerInnenzeitung, etc) diskutiert und darüber abstimmt. Das Ergebnis ist für die SchülerInnenvertretung dann bindend. WAS ALLES IN EINER SVV BESPROCHEN WIRD Das Konzept eurer SVV erstellst du am besten natürlich selbst. Hier sind jedoch einige Vorschläge für dich, wie man eine SVV gestalten kann:

Begrüßung Hier wird erklärt, warum die SchülerInnenvollversammlung überhaupt stattfindet und dass sie sowohl zur Aufgabe hat, dass die SchülerInnen die Arbeit der SV mitbestimmen können, als auch dazu dient, die Wünsche, Probleme und Anliegen der SchülerInnen aufzugreifen und zu lösen.

Bericht der SV Natürlich ist es auch wichtig die Schülerinnen und Schüler ständig am Laufenden darüber zu halten, was die SchülerInnenvertretung gerade macht. Wenn du regelmäßig in den SchülerInnenvollversammlung über die laufende Arbeit der SV berichtest, verlieren die SchülerInnen zum einen nicht das Interesse an der SchülerInnenvertretung, zum anderen kannst du sie vielleicht auch für die Mitarbeit an euren Projekten gewinnen.

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64 How to: Projekte & Ideen

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Einsammeln der Probleme Es sollte auch Platz sein für Probleme und Wünsche die von den SchülerInnen kommen (beispielsweise mit LehrerInnen, Noten, etc). Schreib diese Sachen dann am besten auf eine Tafel oder ein FlipChart, damit sie nicht verloren gehen.

SV Positionen und Anliegen im SGA In einer SVV bekommen die SchülerInnen nicht nur Informationen darüber was gerade im SGA passiert, sondern können sogar selbst entscheiden welche Position die SchülerInnenvertretung im SGA vertreten soll (z.B. 5 oder 6 Tage Woche). Sollten sich nicht alle SchülerInnen einig sein, entscheidet die einfache Mehrheit, also über 50% der Stimmen.

Projekte der SV Die SchülerInnen haben in einer SVV auch die Möglichkeit die Projekte und Tätigkeiten der SchülerInnenvertretung mitzubestimmen. Soll es etwa Workshops an der Schule geben, eine SchülerInnenzeitung gemacht werden, etc. Hierbei ist es sinnvoll einerseits Vorschläge für Projekte von den SchülerInnen einzusammeln, andererseits aber auch die Vorschläge der SchülerInnenvertretung vorzustellen und abzustimmen.

Als Unterstützung für deine KlassensprecherInnensitzungen haben wir eine Checklist zusammengestellt. Sie enthält, was du bei der Vorbereitung und Durchführung unbedingt beachten solltest!

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Organisation einer SVV

Checklist

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65Checklist Projekte & Ideen

Diskussion und Planung

Bei einer KlassensprecherInnensitzung müssen die Ziele und der Sinn klar ausgesprochen werden bzw. können Ideen und Vorstellungen gesammelt und abgeglichen werden.

Konzept für die SVV ausarbeiten

Was soll besprochen werden?

Was muss ich berücksichtigen?

Organisatorisches DirektorIn um Genehmigung bitten, da SchülerInnenvollversammlungenleider nicht gesetzlich verankert sind. Datum, Zeit und Dauer fixieren (Haben alle Klassen Zeit?) Raum reservieren (Aula oder Turnhalle, mit der Direktion vereinbaren) Hilfsmittel besorgen (Overheadprojektor, Transparente, Mikro) Sitz bzw. Stehplätze einteilen Tagesordnung aufhängen (Welche Themen behandelt die SVV)

SchülerInnen einladen Anschlag und Rücksprache mit den KlassensprecherInnen Einladungen an die Pinwand und in den Klassenräumen aufhängen Sofern möglich, während dem Unterricht durch alle Klassen gehen

Moderation

Die Verständlichkeit (Mikrofonanlage) muss gegeben sein, und die TeilnehmerInnen müssen klar instruiert werden, ob - ein Punkt nur zu ihrer Information dient - sie aufgerufen sind, sich zu melden (= zum Mikro zu kommen) - sie aufgerufen sind, abzustimmen.

Protokoll

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse sollte ausgehängt werden, damit sie für alle SchülerInnen frei zugänglich ist. Abstimmungen Wenn Abstimmungen in der SVV eingeplant sind (z.B. zur Frage, wie die SchülerInnenvertretung in einem bestimmten Punkt in der nächsten SGA-Sitzung stimmen soll) muss ein Auszählsystem vorbereitet sein. Hier bietet es sich an, dass jede/r KlassensprecherIn seine/ihre Klasse auszählt und die Ergebnisse dann addiert werden. toolbook.indd 65

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Projekte & Ideen

>> 5.3 schülerInnenzeitung SELBST SCHREIBEN STATT VORSCHREIBEN LASSEN! Medien sind in unserer Gesellschaft fast alleinig für die Informationsaufnahme und -weitergabe zuständig. Wissen wird fast ausschließlich den Medien (Büchern, Zeitungen, Internet, etc.) entnommen. Information die nicht in den Medien publiziert wird, ist praktisch nicht existent und die Weitergabe beschränkt sich auf einen kleinen Kreis dem die Informationen weitergegeben werden können Öffentlichkeit zugänglich zu machen, auf Missstände hinzuweisen, Initiativen durchzusetzen und vieles mehr. Auch an Schulen sind Medien ein geeignetes Mittel um Öffentlichkeit zu schaffen, SchülerInnen eine Stimme zu geben, Missstände aufzuzeigen und sich für Verbesserungen einzusetzen. Egal ob unfaires Verhalten von LehrerInnen, Bildungsabbau oder einfach nur ein Test über das Essen des Schulbuffets. Mit SchülerInnenzeitungen kann mit wenig Aufwand viel erreicht werden. Außerdem bieten SchülerInnenzeitungen die Möglichkeit für SchülerInnen ihre Meinung zu einem aktuellen Thema kund zu tun und nicht immer nur die anderer lesen zu müssen! HOW TO ACT? Wenn du Interesse hast eine SchülerInnenzeitung an deiner Schule herauszugeben, ist es zunächst wichtig weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden. Dann kann es bereist an die Planung gehen. In Redaktionssitzungen werden gemeinsam Artikel und Termine festgelegt. Der Druck muss organisiert werden und ein/eine LayouterIn gefunden werden.

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67Feedback Projekte & Ideen

Das sind im groben die Schritte, die zur Umsetzung einer SchülerInnenzeitung notwendig oder hilfreich sind. Die gesamte Thematik ist allerdings um einiges komplexer. Aus diesem Grund bietet die aks eine SchülerInnenzeitungsbroschüre an, in der du alle Schritte von der 1. Redaktionssitzung bis zu Druck und Sponsoring beschrieben und erklärt findest. Du kannst sie direkt bei der aks bestellen, oder unter www.sz-network.at downloaden, wodu übrigens auch nähere Infos zum SchülerInnenzeitungsnetzwerk der aks findest.

>>5.4 lehrerInnenfeedback Ein Projekt, das SchülerInnenvertretungen seit vielen Jahren landes- oder bundesweit durchsetzen wollen, das aber im Endeffekt bisher immer nur an einzelnen Schulen wirklich möglich war, ist das LehrerInnenfeedback. Der Grundgedanke ist folgender: Wenn Schulnoten und Zeugnisse - wie uns permanent klargemacht wird - nicht der Auswahl der besten SchülerInnen, sondern der Rückmeldung über die eigene Leistung im Sinne ihrer Verbesserung dienen sollen, warum geht das nicht auch in die andere Richtung? Es gibt keinen Unterricht mit dem methodisch oder inhaltlich alle SchülerInnen zufrieden wären. Leider werden die Wenigsten um ihre Meinung gefragt. Unterrichtsqualität hat etwas damit zu tun, wie wohl sich alle Beteiligten im Unterricht fühlen. Die meisten LehrerInnen beschweren sich über desinteressierte Klassen, aber kaum jemand hat sich schon einmal genau bei den SchülerInnen umgehorcht, was denn ihre Verbesserungsvorschläge sind. Zugegeben, die infrastrukturellen Engpässe an unseren Schulen machen zeitgemäßen MultimediaUnterricht schwierig. Aber das ist ja bei weitem nicht alles, was verbessert werden könnte. Wenn du dich entschlossen hast, den SchülerInnen eine Möglichkeit zur Mitbestimmung über den Unterricht zu geben oder zumindest die Chance einer standardisierten, anonymen Rückmeldung, solltest du dir überlegen, wie du das Anliegen an die LehrerInnen heranträgst.

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68Feedback Projekte & Ideen

Deren Abwehrhaltung ist groß, was das Feedback betrifft. Viele LehrerInnen fühlen sich bedroht und haben Angst, die Ergebnisse könnten veröffentlicht werden und die KollegInnen mit schlechten Rückmeldungen wären ihren Job schnell los. Das ist aber nicht Sinn und Zweck des Feedbacks und es ist zuallererst notwendig, den LehrerInnen diese Angst zu nehmen. Was du vermitteln musst, ist dass es um eine gemeinsame Verbesserung der Unterrichtsqualität – trotz teilweiser miserabler Rahmenbedingungen – geht. Und solange das euer Hauptziel als InitiatorInnen des Feedbacks ist, muss sich niemand fürchten. Feedback funktioniert grundsätzlich auf verschiedene Arten, am sinnvollsten ist und bleibt aber ein standardisierter Feedback-Bogen. Dadurch, dass SchülerInnen hier, wie in dem vorliegenden Beispiel, nicht schreiben, sondern nur ankreuzen müssen, bleibt die Anonymität, die so wichtig für ehrliche Rückmeldungen ist, auf jeden Fall gewahrt. Empfehlenswert ist, das Feedback zunächst auf freiwilliger Basis einzuführen, um die LehrerInnen nicht zu verschrecken. Erste positive Erfahrungen einzelner Lehrpersonen können schnell ein positives Image in den Lehrkörper bringen und so kann sich die Feedback-Kultur verbreitern. Es ist aber auch klar, dass du alles Erdenkliche unternehmen musst, damit die ersten Versuche mit dem Feedback gelingen: Kopiert die FeedbackBögen, bereitet die SchülerInnen in einer möglichst groß angelegten Informations- Kampagne darauf vor, dass das Feedback nicht dazu dient um sich an unbeliebten Lehrpersonen zu rächen, sondern dass es rein um die Qualität der Unterrichtsgestaltung geht. Um ein erfolgreiches Feedback zu ermöglichen, solltet ihr mit den genannten kleinen Schritten anfangen. Nur wenn ihr die Sensibilität für die Chancen, die das Feedback in sich birgt schafft, kann sich eine Rückmeldungs-Kultur, die enorm viel zu einem guten Schulklima beiträgt, durchsetzen.

Den Vorschlag wie ein solches LehrerInnenfeedback aussehen könnte, findest du auf den nächsten Seiten!

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Liebe Schülerin, Lieber Schüler! Mit Hilfe dieses Feedbackbogens kannst du deinem/deiner LehrerIn Rückmeldung über Unterrichtsgestaltung, Leistungsbeurteilung und den Umgang mit der Klasse geben. Wichtig ist, dass du ehrlich und konstruktiv bleibst, damit dein/deine LehrerIn mit Hilfe dieses Fragebogens ihren Unterricht auch wirklich verbessern kann. Unterricht und Wissensvermittlung Der/Die LehrerIn gestaltet den Unterricht abwechslungsreich und interessant...

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Der/Die LehrerIn vermittelt den Unterrichtsstoff verständlich...

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Der/Die LehrerIn bringt ausreichend Geduld auf, um den Stoff zu erklären und zu üben...

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Der/die LehrerIn lässt uns Schüler/innen bei der Unterrichtsgestaltung mitbestimmen und mitgestalten...

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Der/Die LehrerIn fördert eigenständiges Denken und kritische Meinungsbildung...

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Der/Die LehrerIn kann uns gut motivieren und für seinen/ihren Unterricht/ sein/ihr Fach begeistern...

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Das hat mir besonders gefallen:

Das fand ich nicht so gut:

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Leistungsbeurteilung Der/Die LehrerIn beurteilt fair, objektiv und nicht emotional...

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Der/Die LehrerIn erklärt und begründet die Beurteilung und das Zustandekommen einer Note zufriedenstellend...

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Der/Die LehrerIn stellt einen realistischen Zeitrahmen für das Lernen auf Schularbeiten, Tests und Prüfungen zur Verfügung...

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Der/Die LehrerIn bevorzugt gewisse Schüler/innen bei der Leistungsbeurteilung...

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Verhalten im Unterricht Der/Die LehrerIn äußert sich nicht beleidigend oder verletzend gegenüber Schüler/innen...

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Der/Die LehrerIn missbraucht teilweise seine/ihre Autorität in der Klasse...

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Was ich sonst noch sagen möchte:

Ich gehe in die Klasse:

Name des/der LehrerIn:

Danke für deine Teilnahme!

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71 noten?! Projekte & Ideen

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>> 5.5 alternative leistungsbeurteilung Von einer Initiative des Wiener Stadtschulrats ausgehend wurde in der österreichischen Öffentlichkeit über Alternativen in der Leistungsbeurteilung diskutiert. Mit diesen Alternativen wird versucht, die Beurteilung praxisorientierter und schülerInnenfreundlicher zu gestalten. Dem eigentlichen Problem, dass Noten oft die Leistung der SchülerInnen behindern anstatt sie zu fördern, können diese Alternativen jedoch keine Abhilfe verschaffen. Wir haben uns einen Vorschlag aus diesem Paket, die Zwei-Phasen-Schularbeit, ausgesucht, um dir die Idee dahinter vorzustellen. DIE ZWEI-PHASEN-SCHULARBEIT Eine Zwei-Phasen-Schularbeit bedeutet eine Aufteilung der Schularbeit in zwei zeitlich getrennte Teile. Die Aufgabenstellung der Schularbeit bleibt trotz der Aufteilung unverändert.

Wie läuft eine Zwei-Phasen-Schularbeit ab? Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein realisierbares Modell wäre (bei einer einstündigen Schularbeit): 40 Minuten Schularbeit, alle geben ihre Schularbeit ab und bekommen sie nach zwei Stunden noch einmal zurück. Dann dürfen sie ihre Schularbeit noch einmal 10 Minuten lang durchschauen. Dabei ist wichtig, dass die Bearbeitung der Schularbeit in der zweiten Phase mit einem andersfarbigen Stift als in der ersten Phase passieren muss. So wird sichtbar, wie viel innerhalb der 10 Minuten ausgebessert wird. Die Vorteile der Zwei-Phasen Schularbeit liegen auf der Hand: Emotionale Distanz JedeR weiß, dass es oft unmöglich ist, während der Schularbeit die Fehler zu entdecken. Durch den zeitlichen Abstand der 10-minütigen Korrekturphase ist es möglich, emotional auf Distanz zu gehen. Gerade nervösen SchülerInnen kann so enorm geholfen werden.

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72 rufseminar Projekte & Ideen

Praxisnähe Muss in der Praxis ein Text innerhalb von 50 Minuten abgegeben werden? Gerade DeutschlehrerInnen empfehlen bei Hausübungen, eine Rohfassung zu schreiben und diese einen Tag später zu überarbeiten, weil so mehr Fehler entdeckt werden. Dieses aufgeteilte und eingeteilte Arbeiten entspricht viel eher der Alltagsrealität als die kurzfristige, einmalige Arbeit unter striktem Zeitdruck. Wo wird die Zwei-Phasen-Schularbeit angewendet? Vor allem die Sprachfächer sind geeignet für Zwei-Phasen Schularbeiten. Eine Probephase wäre sicherlich angebracht. Durch das Verwenden einer anderen Farbe beim nachträglichen kontrollieren durch die SchülerInnen zeigen sich wie schon erwähnt gerade in Sprachen die Vorteile dieser Methode. Gesetzlich möglich? Laut den Aussagen verschiedener Landesschulräte bewegt sich die erwähnte Alternative zur gängigen Leistungsbeurteilung im gesetzlichen Rahmen. Sie kann jederzeit vom SGA den LehrerInnen empfohlen werden.

>> 5.6 ruf dir doch dein eigenes seminar Das Wissen, das in der Schule vermittelt wird, ist oft einseitig ausgerichtet. Die Unterrichtseinheiten gleichen einander und abwechslungsreiche Elemente fehlen. Wichtige technische Skills wie etwa Rhetorik, Projektmanagement oder Konfliktmanagement werden nur in den wenigsten Schulen unterrichtet. Themenbereiche wie Gefahren der Globalisierung, Antirassismus oder Frauendiskriminierung gehen oft unter. Auch kommt es leider nicht selten vor, dass LehrerInnen den Stoff langweilig und ohne viel Motivation und Engagement vortragen. Um diese Lücke auch in deiner Schule zu füllen, veranstaltet die aks gratis Kurzseminare und Diskussionsrunden in ganz Österreich.

Normierter Hilfszettel, Schularbeitsrückgabe ohne Noten, erlaubtes Zusammensprechen während der letzen 5 Minuten bei einer Schularbeit, Portfolio. Wenn du mehr über Alternativen in der Leistungsbeurteilung erfahren willst, wende dich einfach an die aks.

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}

73 lebensraum Projekte & Ideen

Ruf einfach bei uns an und wir kommen an deine Schule und gestalten den Unterricht einmal anders. Ein solches Rufseminar wird meistens von zwei ReferentInnen vorgetragen. Es können auch mehrere Rufseminare parallel an einer Schule angeboten werden. Falls du Fragen zu den Themenbereichen der Rufseminare oder zur Organisation hast oder ein Rufseminar an deiner Schule möchtest, ruf uns einfach an! Die Kontaktadressen findest du auf Seite 88.

>> 5.7 lebensraum schule Jeden Tag verbringen SchülerInnen 6 Stunden oder mehr in der Schule. Schule wird also für die Hälfte des Tages zu unserem Lebensraum. Grund genug für SchülerInnen die Schule auch nach ihren Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten. Im folgenden sind ein paar Vorschläge zur Gestaltung der Klassen- und Schulräume aufgeführt. Deiner Kreativität soll dadurch aber kein Ende gesetzt sein, denn selbstverständlich gibt es unzählige Möglichkeiten die Schulausstattung zu verbessern und damit auch den Schulalltag ein bisschen angenehmer zu gestalten. Couchen für die Klassenzimmer Für gemütliches Zusammensitzen in den Pausen können Couchen sicherlich ein geeignetes Hilfsmittel sein. Über Flohmärkte oder Eltern, die alte Wohnungseinrichtungen loswerden möchten, ist es möglich, preisgünstig an Couchen heran zu kommen. Bezahlt werden kann das ganze etwa von der Klassenkasse oder einem kleinen (!) Beitrag den jede/r SchülerIn hinzugibt. Aufenthaltsraum Besonders in den Pausen ist es angenehm sich mit Schülerinnen und Schülern aus anderen Klassen treffen und unterhalten zu können. Ein Aufenthaltsraum ist nicht nur hierfür ideal, sondern auch ein Raum, in den SchülerInnen, die gerade Freistunde haben, immer gehen können ohne vorher mühselig nach einer leeren Klasse suchen zu müssen.

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74 projekte Projekte & Ideen

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Getränke- oder Snackautomaten Wer kennt das nicht? Nachmittagsunterricht und das Schulbuffet hat nicht mehr offen. Ein Getränkeautomat oder ein Snackautomat können hier Abhilfe schaffen. Solltest du so einen Automaten an deine Schule holen wollen, ist es am besten sich direkt mit den entsprechenden Firmen in Verbindung zu setzen. In der Regel werden diese gratis aufgestellt und beliefert. Internetzugang Nicht alle Schülerinnen und Schüler haben zu Hause Internet. Sollte es in deiner Schule Internet geben, wäre es sicherlich von Vorteil ein paar Computer für Pausen oder Freistunden zur Verfügung zu stellen, damit die SchülerInnen auch Abseits des Unterrichts in der Schule ins Internet gehen können. All diese Projekte musst du vorher vom SGA absegnen lassen. Sollten die Projekte an finanziellen Engpässen scheitern, ist es sicherlich empfehlenswert, sich wie auch früher schon erwähnt, an den Elternverein zu wenden. Dieser unterstützt in der Regel Projekte, die das Schulklima verbessern und steuert vielleicht auch etwas Geld hinzu.

>> 5.8 more ideas Natürlich haben wir noch weitere Ideen und Projektvorschläge, die wir dir vorstellen wollen.

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75 projekte Projekte & Ideen

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Pinwand für die SchülerInnenvertretung ationen für die SchülerInnen Es wäre mühselig, müsstest du, wenn du neue Inform eine Pinwand für SchülerInnenhast, jedes Mal durch alle Klassen rennen. Deshalb ist Informationen für die SchülervertreterInnen (oder auch SV-Infowall) eine Möglichkeit, einer Stelle angebracht sein, die Innen zugänglich zu machen. Die Pinwand sollte an Supplierplan). Die Pinnwand den SchülerInnen ins Auge fällt (am besten neben dem len Informationen aufgefüllt wird, kann sich nur durchsetzen, wenn sie immer mit aktuel Schule und Umgebung so tut, wie z.B.: Infos zu euren Aktivitäten, was sich in der ung, aktuelle Informationen Veranstaltungen, Protokolle der KlassensprecherInnensitz

der LandesschülerInnenvertretung, usw. ststandard für die Arbeit als Die Pinwand für die SchülerInnenvertretung ist ein Minde SchülerInnenvertreterIn.

>> Kummerbriefkasten Eine Schülerin wird von einem Lehrer unter Druck gesetzt, traut sich aber nichts sagen und will anonym bleiben. Hier kann der Kummerbriefkasten hilfreich sein. So kannst du gewährleisten, dass SchülerInnen Beschwerden anonym in den Postkasten werfen können. Vor allem für schüchterne oder junge SchülerInnen ist das eine wichtige Möglichkeit, ihren Problemen Raum zu geben. Wie bei der Pinwand darf der Kummerbriefkasten nicht im Abstellkammerl angebracht sein. Du solltest den Kummerbriefkasten entsprechend bewerben (z.B. bei einer KlassensprecherInnensitzung oder auf einem Infoblatt) damit die SchülerInnen wissen, wo er zu finden ist und wozu sie den Briefkasten nutzen können. Der Briefkasten ist nicht nur für Probleme da, sondern steht auch für Anregungen bzw. Feedback zu deiner Arbeit zur Verfügung.

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76 projekte Projekte & Ideen

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Die „Lig ht“ Vers ion des A4 aus SV-Wa gedruc llpaper kt wird s ist da und au s Infob fgehän latt, da g s auf t SV-Wallpaper bzw. ve rteilt wir d . Um die SchülerInnen deiner Schule über die Arbeit der

SchülerInnenvertretung zu informieren, könnt ihr ein SchülerInnenvertretungs-Wallpaper herausgeben. Auf diesem Wallpaper können Ereignisse der Schule, Ergebnisse der KlassensprecherInnensitzung oder des Schulgemeinschaftausschusses oder Infos über Projekte der SchülerInnenvertretung zu finden sein. Ein SV-Wallpaper bedeutet keinen hohen Aufwand. Einfach im Word oder einem Textverarbeitungsprogramm auf einer A4 Seite im Querformat eure Infos schreiben, ausdrucken und dann vergrößert auf

SchülerInnen haben Probleme mit einem/einer LehrerIn, die Beschwerde dringt aber nicht zu dir durch, weil die SchülerInnen nicht direkt zu dir kommen. Du könntest eine SchülerInnenvertretungssprechstunde einrichten, die monatlich nach der offiziellen Unterrichtszeit oder in der Mittagspause stattfindet. Du brauchst dafür einen Raum, in den man ungestört sprechen kann und eine entsprechende Bewerbung (Infoblatt oder eine Ankündigung bei der KlassensprecherInnensitzung) der SchülerInnenvertretungssprechstunde. Die SchülerInnen müssen wissen, wo, wann und in welchen Angelegenheiten sie zu dir kommen können. Die Sprechstunde bietet die Möglichkeit über Rechtsfragen, LehrerInnenbeschwerden, Hausordnung und Anregungen und Anliegen der SchülerInnen zu reden.

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verständlich.

SchülerInnenvertretungssprechstunde

SchülerInnen. Dieses Argument ist in der Regel auch für LehrerInnen- und ElternvertreterInnen

wenn eine neue Ausgabe erscheint.

nen regelmäßig informiert werden. Das ist eine Grundaufgabe als Interessensvertretung der

A3 Papiers zu wechseln, damit die SchülerInnen merken,

schaftsausschuss ein. Im Sinne der SchulpartnerInnen schaft ist es wichtig, dass die SchülerIn-

Bei mehreren Ausgaben ist es sinnvoll, die Farben des

hohen Kosten“ abzuwürgen, weil sie zu teuer sind, bringt euer Anliegen in den Schulgemein-

Klassen und an anderen geeigneten Plätzen aufhängen.

Sollte der/die DirektorIn sogar versuchen kleinere Projekte wie das SV-Wallpaper wegen „zu

A3 kopieren. Das SV-Wallpaper kannst du dann in den

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77 projekte Projekte & Ideen

}

>> Unterschriftenaktion Drei Stimmen können einiges erreichen, mit hunderten Stimmen im Rücken könnt ihr aber noch viel mehr machen. Eine Unterschriftenaktion kann dazu dienen, den Forderungen der SchülerInnenvertretung beispielsweise nach einem billigeren Buffet, Rückhalt zu verleihen. Die Forderung und eine Tabelle zum Ausfüllen ist schnell zu Papier gebracht und kopiert. Um zu gewährleisten, dass ihr eine Menge Unterschriften bekommt, lohnt es sich durch die Klassen zu gehen, die Listen auszuteilen und selbst wieder einzusammeln. Erfahrungen haben gezeigt, dass bei einer Unterschriftenaktion, die über die KlassensprecherInnen durchgeführt wird, leider oft viele Listen verloren gehen. Auch die aks oder die LandesschülerInnenvertretungen führen des öfteren landes- und bundesweite Unterschriftenaktionen durch, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Du kannst solche Aktionen aktiv unterstützen. >> Umfrage Eine Umfrage kann hilfreich sein, um die Meinung der SchülerInnen zu einem Thema in Erfahrung zu bringen. Die Umfrage kann, wie eine Unterschriftenaktion, die Forderungen der SchülerInnenvertretung untermauern. Die Durchführung erfolgt ähnlich wie bei einer Unterschriftenaktion, nur dass eine Umfrage mehr Aufwand bedeutet. Eine Umfrage muss ausgewertet werden. Wie lange eine Auswertung dauert, hängt natürlich von der/den Fragestellung/en ab. (Ja/Nein-Fragen mit Antwort zum Ankreuzen machen die Auswertung oft einfacher). Themenbeispiel für eine Umfrage: Diskussion zwischen Fünf- oder Sechstagewoche oder welche Freigegenstände eingeführt werden sollen. >> Schulfotoaktion Die Schulfotoaktion kommt fast auf jede SchülerInnenvertretung zu. Schulfotos sind meist beliebt, sei es zur Erinnerung an die Schulzeit oder als Verwendung für Jahresberichte. In den meisten Schulen organisiert die SchülerInnenvertretung eineN SchulfotografIn. Es lohnt sich, verschiedene Angebote einzuholen, denn die Preise zwischen den FotografInnen variieren beträchtlich. Hat man eineN FotografIn im Auge, klärt man im SGA bzw. mit der Direktion ab, wie die Fotoaktion ablaufen soll. Wenn euch der/die AdministratorIn bei der Einteilung hilft, wann welche Klassen fotografieren gehen, ist das eine im-mense Arbeitserleichterung. Um zu viel Stress und andauerndes Auffordern zum Zahlen zu vermeiden, solltet ihr den Klassen die Fotos erst geben, wenn alle bezahlt haben.

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78 projekte Projekte & Ideen

}

Viele FotografInnen bieten der SchülerInnenvertretung eine Provision an. Auf der einen Seite kann die Provision als Lohn für die Organisation der Fotoaktion gesehen werden. Auf der anderen Seite ist die Tätigkeit des/der SchülerInnenvertreterIn eine ehrenamtliche Tätigkeit, und in diesem Sinne wäre es sinnvoll, das Geld für Projekte der SchülerInnenvertretung zu verwenden.

Wie man Projekte erfolgreich

>> Podiumsdiskussion Stundenkürzungen

und

Bildungseinsparungen

sind

The-

men, die die Schule und SchülerInnen massiv betreffen. Die SchülerInnenvertretung kann zu brisanten Themen wie diesen eine Podiumsdiskussion organisieren. Zu dieser Veranstaltung sind alle SchulpartnerInnen (LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen) eingeladen, um über dieses Thema mehr zu erfahren. Auf dem Podium können ExpertInnen, PolitikerInnen und VertreterInnen der jeweiligen SchulpartnerInnen sitzen. Eine Podiumsdiskussion benötigt eine Moderation und eine geeignete Räumlichkeit (im Idealfall stehen Mikros zur Verfügung). Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen werden meist gerne von LehrerInnen, die

organisiert, kannst du dir auf unseren Seminaren aneignen. Im Workshop „Projektmanagement & Kreativität“ lernst du, Projekte im Team zu organisieren und dabei dein kreatives

Politische Bildung unterrichten, unterstützt.

Potential und das

>> Schulfest

auszuschöpfen.

deines Teams voll

Ein Schulfest kann Abwechslung zum einfärbigen Schulalltag sein. Sie sind jedoch mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Bei einem Projekt wie dem Schulfest kommt es auf Teamwork, Time-Management und das richtige Organisieren an. Wer etwas Größeres im Sinn hat, kann versuchen, mit SchülerInnenvertretungen anderer Schulen ein Mega-Schulfest zu organisieren. Schulfeste können auch unter ein Motto gestellt werden, z.B. Rock against Racism oder Tanz der Toleranz ...

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achein N e t e könn ebot ffen, t Ang l a e h c m m r die ers _service hr sa zu v n) fü I e . e f s n l i s la bh nd. rde mA nwa t we en K i r e e l P t e b h h e ö Pro geric en. n ein en h em n ein in d se a werd e dies s n n n a l e e n m I K n m er .U und lerIn nom chül sein ern hrge Schü m für S uer a e n m n t w o u e t v i n n nn erze lerIn eise lefon e ka gsw n jed it Te hhilf Schü u e c z m n n r a n o o e I N r s ice v ht (v hüle t die serv terric n Sc häng n e u d d hilfe e n f n il vo ein u achh rd!) cher d wi für N ä n F u ( n ilige kann jewe ebot g n es A Dies

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ität“

Oder du brauchst Hilfe bei der Umsetzung deiner

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Ideen. Kontaktiere uns, wir stehen jederzeit bereit

ga-

dich zu unterstützen. Aber um unser Service

abei

weiter auszubauen, sind wir auch auf deine Erfahrung bei der Umsetzung von Projekten an-

as

gewiesen. Innovative Projekte sind immer gefragt.

voll

Wir verbreiten deine Idee, damit möglichst viele

.

SchülerInnenvertreterInnen wie SchülerInnen davon profitieren können.

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Ăœberschulische Vertretung toolbook.indd 81

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82 lsv

Überschulische Vertretung

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Dieses Kapitel gibt dir einen Überblick über die überschulische SchülerInnenvertretungen, ihre Aufgaben und ihren Aufbau. Die Landes- wie die BundesschülerInnenvertretung können Projekte starten, Vorschläge einbringen und mit professioneller Pressearbeit Druck auf die politischen EnscheidungsträgerInnen ausüben. Leider kann die überschulische SchülerInnenvertretung bei Entscheidungen letztendlich nur beraten. Du allerdings bist im SGA mit Sitz und Stimme vertreten und kannst an deiner Schule real mitbestimmen!

>> 6.1 landesschülerInnenvertretung (lsv) Wusstest du, dass es nicht nur auf Schulebene eine SchülerInnenvertretung gibt? Jedes Bundesland hat eine LandesschülerInnenvertretung (LSV). Die LSV besteht aus drei Bereichen: AHS, BMHS und Berufschulen, wobei jeder Bereich – je nach Bundesland – vier bis acht Mitglieder hat. Die Aufgabe der LSV ist es zum einen, die Interessen der Schülerinnen und Schüler vor dem Landesschulrat zu vertreten und zum anderen, die einzelnen SchülerInnenvertretungen in ihrer Arbeit zu unterstützen. WIE WIRD DIE LSV GEWÄHLT? Am Ende jedes Schuljahres wählen die SchulsprecherInnen des jeweiligen Bereiches die LandesschülerInnenvertretung. Sollten sie verhindert sein, können stattdessen die StellvertreterInnen wählen – allerdings nur mit einem Bescheid, der von dem/der SchulsprecherIn und des/der DirektorIn unterschrieben wurde. Für die LandesschülerInnenvertretung können die ersten drei SchülerInnenvertreterInnen jeder Schule kandidieren (sofern sie nicht bereits in der letzten Schulstufe sind). LandesschulsprecherIn wird der Kandidat/die Kandidatin mit den meisten Punkten.

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83 lsv

Überschulische Vertretung

}

AUFGABEN DER LSV Die LandesschülerInnenvertretung hat laut Gesetz folgende Aufgaben: Beratung der Schulbehörden in grundsätzlichen Fragen des Unterrichts und der Erziehung Erstattung von Vorschlägen zur Erlassung von Gesetzen und Verordnungen Abgabe von Stellungnahmen zu Gesetz- und Verordnungsentwürfen Erstattung von Vorschlägen in Angelegenheiten von Schulbauten und deren Ausstattung; Beratung in Angelegenheiten der SchülerInnenzeitungen Beratung in Fragen der überregionalen Koordination von schulbezogenen Veranstaltungen, Schulveranstaltungen und in Fragen der Durchführung von Veranstaltungen der Schulbahnberatung Herausgabe von Rundschreiben und von Informationsblättern in schulischen Angelegenheiten Planung und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für SchülerInnenvertreterInnen Vorbringen von Anliegen und Beschwerden.

FÜR EINE AKTIVE LSV! Inwieweit diese Möglichkeiten ausgeschöpft werden, hängt natürlich von den jeweils handelnden Personen ab und ist daher von Bundesland zu Bundesland und von Jahr zu Jahr verschieden.

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Überschulische Vertretung

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SCHÜLERiNNENPARLAMENT - POWER TO THE PUPILS Die LandesschülerInnenvertretung wird immer für das nächste Schuljahr gewählt, nicht also von den SchulsprecherInnen, die gerade aktiv sind. Damit aber gerade diese die Arbeit und Projekte der LSV mitbestimmen können, haben einige LSVen auf Initiative der AKS das SchülerInnenparlament eingerichtet. Auf einem SchülerInnenparlament werdet ihr nämlich nicht nur laufend über die Arbeit der LSV informiert, sondern könnt sie aktiv mitgestalten. Welche Projekte, Themen dann von der LSV behandelt werden, entscheiden dann nicht die LSVlerInnen im stillen Kämmerchen, sondern die SchülerInnenvertreter und SchülerInnenvertreterinnen auf dem SchülerInnenparlament. Somit wird gewährleistet, dass Demokratie in der SchülerInnenvertretung nicht nur ein Schlagwort ist!

>>6.2 bundesschülerInnenvertretung (bsv) Die BundesschülerInnenvertretung setzt sich aus den 3 LandesschulsprecherInnen jedes Bundeslandes und aus 2 VertreterInnen der Zentrallehranstalten (Schulen, die rechtlich keinem Landesschulrat sondern direkt dem Bildungsministerium unterstellt sind) zusammen. Die 29 Mitglieder wählen am Anfang des Schuljahres intern den/ die BundesschulsprecherIn und 3 BereichssprecherInnen (AHS Bereich, BMHS Bereich, Berufschulbereich), die auch gleichzeitig die StellvertreterInnen des/der BundesschulsprecherIn darstellen. Die BundesschülerInnenvertretung hat vom Gesetz her vor allem die Aufgabe die Interessen der SchülerInnen vor dem Bildungsministerium und den diversen Kammern zu vertreten. Mit engagierten VertreterInnen ist es auch hier möglich innovative Projekte zu verwirklichen.

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85 sv lsv bsv

Überschulische Vertretung

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>> 6.3 direktwahl der landes- und bundesschülerInnenvertretung Die Tatsache, dass der/die BundesschulsprecherIn nur noch von 29 SchülerInnen gewählt wird, obwohl er/sie hunderttausende vertritt, wirft die Frage nach fehlender Demokratie auf. Hinzu kommt noch, dass die LandesschulsprecherInnen (weil sie auch gleichzeitig die BundesschülerInnenvertretung darstellen) einer Doppelbelastung ausgesetzt sind und somit ihre Zeit aufteilen müssen. Demokratie heißt, sich in eigene Anliegen einmischen zu können! Würde die Landes- und BundesschülerInnenvertretung voneinander abgekoppelt werden und direkt von den Schülerinnen und Schülern gewählt werden, würde das nicht nur ihre Schlagkraft stärken, sondern auch die oben erwähnte Doppelbelastung aufheben. Demokratie muss erlernt werden und die Schule ist ein idealer Rahmen dafür. Wenn wir aber nicht einmal unsere eigene Interessenvertretung direkt wählen können, ist Demokratie für uns höchstens ein theoretisches Konstrukt, das wir beim nächsten Test erklären müssen – mehr aber nicht. Die Direktwahl von LSV und BSV ist also ein wichtiger Schritt, Demokratie praktisch zu erleben und für das spätere Leben bereits in der Schule Erfahrungen zu sammeln. 1 BundesschulsprecherIn und 3 StellvertreterInnen

verhandeln mit: Bildungsministerium, Nationalrat, Eltern- und LehrerInnenvertreterInnen auf Bundesebene

27 LandesschulsprecherInnen und 2 VertreterInnen der Zentralllehranstalten (und 116 weitere LSVlerInnen) 1.000 SchulsprecherInnen (und deren VertreterInnen)

verhandeln mit: Landesschulrat, Landtagen, Eltern- und LehrerInnenvertreterInnen auf Landesebene. verhandeln mit Direktion, LehrerInnen, Eltern, Schulgemeinschaftsausschuss

400.000 OberstufenschülerInnen

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88kontakt Nützliches

} AKS Vorarlberg

kaernten@aks.at

Viehmarktstr. 3

http://kaernten.aks.at

6650 Dornbirn vorarlberg@aks.at

AKS Salzburg

http://vorarlberg.aks.at

Paris-Lodron-Str. 8b 5020 Salzburg

AKS Bund

salzburg.aks.at

Amthausgasse 4

http://salzburg.aks.at

1050 Wien Tel.: (01) 523 12 43

AKS Steiermark

Fax: (01) 523 1243 85

steiermark@aks.at

aks@aks.at

http://steiermark.aks.at

frauen@aks.at AKS Burgenland

http://www.aks.at

AKS Tirol

Permayerstraße 2

http://www.frauen.aks.at

Viaduktbogen 115 6020 Innsbruck

7000 Eisenstadt burgenland@aks.at

AKS Wien

Tel.: (0512) 57 28 73

http://www.aks-burgenland.at

Schmerlingplatz 2

Fax: (0512) 57 03 97

1050 Wien

tirol@aks.at

AKS Linz

wien@aks.at

http://tirol.aks.at

Kaisergasse 14a

http://wien.aks.at

4020 Linz linz@aks.at

AKS Niederösterreich

http://www.aks-linz.at

Kastelicgasse 2 3100 St. Pölten

AKS Oberösterreich

noe@aks.at

Landstraße 36

http://www.noe.aks.at

4020 Linz ooe@aks.at

AKS Kärtnen

http://www.aks-ooe.at

10.-Oktober-Straße 28 9020 Klagenfurt

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Schulbehörden

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89 Schulrat Nützliches

}

In jedem Landesschulrat stehen so genannte Schulservicestellen für deine Anfragen zur Verfügung. Leider handelt es sich bei den Kontaktpersonen um weisungsgebundene BeamtInnen. Trotzdem können sie in den meisten Fällen gut weiterhelfen.

Schulservicestelle im Landesschulrat für Burgenland 7000 Eisenstadt, Kernausteig 3 Tel.: (02682) 710 152 Mo-Do: 7.30-16.00 Fr: 7.30-13.00 Edda Füzi-Prinke edda.fuezi-prinke@lsr-bgld.gv.at http://www.lsr-bgld.gv.at Schulservicestelle im Landesschulrat für Kärnten 9020 Klagenfurt, 10.-Oktober-Straße 24 Postfach 607 Tel.: (0463) 5812 313 Mag. Roland Arko office@lsr-ktn.gv.at http://www.landesschulrat-kaernten.at Schulservicestelle im Landesschulrat für Niederösterreich 3109 St. Pölten, Rennbahnstrasse 29 Tel.: (02742) 2800

Schulservicestelle im Landesschulrat für Salzburg 5020 Salzburg, Mozartplatz 10 Postfach 530 Tel.: (0662) 8042 2071 www.landesschulrat.salzburg.at Schulservicestelle im Landesschulrat für Steiermark 8011 Graz, Körblergasse 23 Tel.: (0316) 345 lsr@lsr-stmk.gv.at Mo-Do: 7.00-15.00 Fr: 8.00-15.00 http://www.lsr-stmk.gv.at Schulservicestelle im Landesschulrat für Tirol 6020 Innsbruck, Innrain 1 Tel.: (0512) 520 33 113 Mo-Do: 8.00-17.00; Fr: 8.00-12.00 http://www.lsr-t.gv.at

office@lsr-noe.gv.at http://www.lsr-noe.gv.at

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Schulservicestelle im Landesschulrat für Oberösterreich 4040 Linz, Sonnensteinstraße 20 Tel.: (0732) 7071 DW 9121 od. 9122 schulservice@lsr-ooe.gv.at http://www.lsr-ooe.gv.at Schulservicestelle im Landesschulrat für Vorarlberg 6900 Bregenz, Bahnhofstraße 12 Tel.: (05574) 49600 Mo-Do: 8.00-16.00; Fr: 8.00-12.00 schulservice@lsr-vbg.gv.at http://www.lsr-vbg.gv.at Schulservicestelle im Stadtschulrat für Wien 1010 Wien, Wipplingerstraße 28 Tel.: (01) 525 25/77561 bis 77567 Mo, Mi, Do, Fr: 8.00 -15.00 Di: 8.00 -17.00 office@ssr-wien.gv.at

Darüber hinaus gibt es auch eine Schulberatung des Bundesministeriums für Unterricht Kunst und

}

Kultur (kurz BMUKK) die telefonisch zum Ortstarif von ganz Österreich unter (0810) 205220 erreichbar

90 Schulrat

ist. Die Homepage des Bundesministeriums für Bildung ist www.bmukk.gv.at.

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Nützliches

www.stadtschulrat.at

KINDER- UND JUGENDANWALTSCHAFT Im Gegensatz zu den Beratungsstellen der Landes- und Stadtschulräte sind die Kinder- und Jugendanwaltschaften mit weisungsfreien JuristInnen besetzt, was öfters sehr hilfreich ist. Ziel der dieser Institution ist es, Kinder- und Jugendliche über ihre Rechte zu informieren. Die Bundesseite der Kinder- und Jugendanwaltschaft ist http://www.kija.at Von dort kommst du dann zu den jeweiligen Kinder- und Jugendanwaltschaften der jeweiligen Bundesländer.

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91 Beratung

OMBUDSMANN/FRAU SCHÜLERiNNENANWALT / SCHÜLERiNNENANWÄLTIN Zusätzlich wurde im Wiener Stadtschulrat eine

Nützliches

budsmann/Ombudsfrau für SchülerInnen und

DEINE ÜBERSCHULISCHE INTERESSENSVERTRETUNG

Eltern. Dabei handelt es sich um eine/n Juris-

Wenn du dich nicht Paragraphen herumschla-

tIn, der/die sich ausschließlich um die Inter-

gen willst oder du in einer Frage Auskunft von

essen von SchülerInnen und Eltern in Schul-

SchülerIn zu SchülerIn benötigst, dann gibt es

rechtsfragen kümmert. Im Moment nimmt Dra. Monika Schillhammer, diese Funktion

verschiedene Möglichkeiten.

wahr. Sie ist dienstags und donnerstags‚ zwis-

notruf-Nummer 01/52312-43 erfahrene AKS

chen 9 und 15 Uhr unter (01) 52525 77802

SchülerInnenvertreterInnen mit Rat und Tat zur

erreichbar, persönliche Termine sind nach

Seite, ebenfalls sind wir unter erreichbar. Auch

telefonischer Vereinbarung möglich.

die AKS Landesorganisationen (siehe Seite

Forderung der AKS realisiert: Der/die Om-

Zunächst stehen dir unter der SchülerInnen-

88) können dir weiterhelfen. Dann gibt es natürlich auch noch deine LandesschülerInnenvertretung (LSV) in deinem Bundesland und die BundesschülerInnenvertretung (BSV). Kontaktadressen erhältst du bei uns oder in den Landes- bzw. Stadtschulrat.

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92Jugendrat Nützliches

LANDESJUGENDREFERAT Die Finanzierung eines Projektes kann oft zum Problem werden. Diverse Landesjugendreferate bieten Unterstützungen für SchülerInnenzeitung aber auch für andere Bereich an. Landesjugendreferat Burgenland: http://www.ljr.at Landesjugendreferat Kärnten: http://www.jugend.ktn.gv.at Landesjugendreferat Niederösterreich: http://www.noe.gv.at/soziales/jugend.htm Landesjugendreferat Oberösterreich: http://www.landesjugendrefer.at Landesjugendreferat Salzburg: http://www.akzente.net Landesjugendreferat Steiermark: http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/574396/DE Jugendarbeit des Landes Tirol: http://www.tirol.gv.at/themen/gesellschaftundsoziales/kiju/jure/jugend.shtml Landesjugendreferat Vorarlberg: http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/jugend_senioren/jugend/jugend/start.htm Landesjugendrefrat Wien: http://www.lajuwien.at

ANTI-RASSISMUS-KONTAKTADRESSEN

Asylkoordination Österreich, neben uns Kontaktadresse Nr. 1 für Antira-Engagierte. Fakten, Projekte, etc.: http://www.aysl.at Entwicklungspolitsche Bildungs- und Schulstelle BAOBAB. Im Mittelpunkt steht „globales Lernen“, d.h. alle Arten von Projekten, die „die EINE Welt fördern. Mit online-Mediathek, der erwähnten Schulprojektdokumentation, ReferentInnenvermittlung etc.: http://www. baobab.at Schulservice Politische Bildung zweite Anlaufstelle neben BAOBAB – besonders auch für LeherInnen; will Engagierte konkrete Angebote für den Schulunterricht bieten und auch beratend zur Seite stehen.: http://www.politische-bildung.at Unterrichtsreihe, konkrete Projekte etc. die nicht nur in Deutschland durchführbar sind.: http://www.schule-fuer-toleranz.de

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93 Beratung Nützliches

SCHULBERATUNGSSTELLEN FÜR AUSLÄNDERiNNEN UND MIGRANTiNNEN BEI LANDES-/STADTSCHULRÄTEN. Burgenland

Pfarrgasse 7

sim@ssr-wien.gv.at

Gerhard Vitorelli

4020 Linz

serafettin.yildiz@ssr-wien.gv.at

LSR für das Burgenland

Tel.:(0732) 7070/1437

mate.mihaljevic@ssr-wien.gv.at

Kernaustieg 3, Zimmer 112

Fax.:(0732) 7070/1438

mensur.hublic@ssr-wien.gv.at

7001 Eisenstadt

selcuk.herguevenc@lsr-ooe.gv.at

Tel.:(02682) 710 121

Steiermark

Fax.:(02682) 710 79

Salzburg

Dr. G. W. Kerschbaumer

gerhard.vitorelli@lsr-bgld.gv.at

Shaban Topalli

LSR für Steiermark

LSR für Salzburg

Körblergasse 23, Zimmer 514,

Niederösterreich

Mozartplatz 8-10

Postfach 663

Ernst Figl

5010 Salzburg

8011 Graz

LSR für NÖ

Tel.:(0662) 8042 3013

Tel.:(0316) 345 198

Rennbahnstraße 29

Fax.:(0662) 8042 2199

Fax.:(0316) 345 455

3109 St.Pölten

gottfired.kerschbaumer@lsr-stmk.

Tel.:(02742) 280 48 12

Vorarlberg

Fax.:(02742) 280 1111

Dr. Sevki Eker

ernst.figl@lsr-noe.gv.at

LSR für Vorarlberg

Tirol

gv.at

Bahnhofstraße 12, Zimmer 413

Daniela Dupor

Kärnten

6900 Bregenz

Azade Tuncer

derzeit nicht besetzt

Tel.: (05574) 4960/612

LSR für Tirol

LSR für Kärnten

Fax.:(05574) 4960/408

Innrain 1/1.Stock, Zimmer 105

10.-Oktober-Straße 24

sevki.eker@lsr-vbg.gv.at

6010 Innsbruck

9010 Klagenfurt

Tel.:(0512) 52033/ 114 oder 115

Tel.:(0463) 5812 414

Wien

Fax.:(0512) 52033 342

Fax.:(0463) 5812 105

Schulinfo für MigrantInnen

d.dupor@lsr-t.gv.at

thomas.ogris@lsr-ktn.gv.at

Auerspergstraße 15/1.Stock

a.tuncer@lsr-t.gv.at

1080 Wien Oberösterreich

Tel.:(01) 525 25/ 77 859 oder 869

Mag. Dr. Selçuk Hergüvenc

Fax.:(01) 525 25 / 99 77 859 od. 868

BSR Linz-Stadt

od. 869

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{

}

94Beratung Nützliches

REBAS 15 Regionale Beratungsstelle für den 7. und 15. Bezirk Gasgasse 8-10/4/1 Zimmer 134 1150 Wien Tel.:(01) 89 134 15-361 oder 362 Fax.:(01) 89 134 99 15 156 kanzlei-reb@m11.magwien.gv.at B.I.K Magistrat Salzburg OSR Gertrude Schönauer Wolf Dietrichstraße 12 5020 Salzburg Tel.:(0662) 80 72 29 61 gertrude.schoenauer@gmx.at

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>> 7.2 glossar Fährst du mit auf das SIP? Auf was? Du wirst in deiner Tätigkeit als SchülervertreterIn oft vielen

{

95 Glossar Nützliches

}

Abkürzungen begegnen. Dieser Überblick soll zeigen, was diese Abkürzungen bedeuten, um dir den Einstieg zur Erleichtern.

aks

Aktion Kritischer SchülerInnen.

AHS

Allgemeinbildende Höhere Schulen, auch Gymnasien genannt.

Anti-Ra

Anti-Rassismus. Einer der Themenschwerpunkte der aks.

BMHS

Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen. Also alle Berufsbilden Fachschulen und Schulen wie: BHAK(Bundeshandelsakademie), HBLA (Höhere Bundeslehranstalt) für wirtschaftliche Berufe, HTL (Höhrere Technische Lehranstalt) oder BAKIP (Bundesakademie für Kindergartenpädagogik)

BiDoGe

Bildungsdokumentationsgesetz

BiPol

Bildungspolitik

BMUKK

Bundesministerium für Bildung, Unterricht, Kunst und Kulutr Der/die BildungsministerIn ist für die Bildungspolitik verantwortlich

BSV

BundesschülerInnenvertretung. Höchste Vertretung der SchülerInnen

LB-VO

Leistungsbeurteilungsverordnung. Regelt die Notengebung, also die Beurteilung von

LSV

LandesschülerInnenvertretung. Vertretung der SchülerInnen auf Landesebene.

LSR RSVTreffen toolbook.indd 95

Leistungen der SchülerInnen.

Landesschulrat. Der/die amtsführende PräsidentIn führt dieses Amt. Ist die Schulbehörde erster Instanz. Spielt eine Rolle für Berufungen und bei gröberen Beschwerden. Regionale SchulsprecherInnen Treffen. Auch SchulsprecherInnen-Cafe genannt. Treffen der aks oder der LSV direkt in deiner Schulstadt.

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{

96 Glossar Nützliches

}

SchUG

Schulunterrichtsgesetz. Wichtigstes gesetzliches Regelwerk für die Schule.

SchOG

Schulorganisationsgesetz. Regelt die organisatorischen Rahmenbedingungen der

SD

Schuldemokratie.

SIP

Schule.

SchülerInnenparlament. Eine wichtige Veranstaltungen der LandesschülerInnenvertretung bei der die SchülervertreterInnen die Arbeit der LSV mitbestimmen können.

SO-VO

Schulverordnungsverordnung. Behandelt Bereiche wie Erziehungsmittel.

SV

SchülerInnenvertretung.

SVK

SchülerInnenvertretungskongress der aks. Findet zu Beginn des zweiten Semesters an. Lass dir dieses Seminar nicht entgehen

SVV

SchülerInnenvollversammlung.

SIZ

SchülerInnenzeitung. Auch SZ genannt.

Wallpaper Wandzeitung mit aktuellen Informationen. Kann in jeder Klasse aufgehängt werden. WAM

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Wöchentliches AktivistInnen Meeting. Treffen für SchülerInnen die sich in der aks engagieren wollen.

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AKS GRUNDSATZPROGRAMM

97AKS-Stuff

Wer sind wir eigentlich? Wo stehen wir? Wir beziehen Stellung zu Fragen aus Schule, Gesellschaft, Bildung und Politik.

Nützliches

}

SYNTAX

GETACTIVE-BROSCHÜRE

Alle zwei Monate wird die österreichweite AKS-

Wie mache ich ein Projekt? Was muss ich bei

Zeitung “Syntax” an alle Schulen und Interessierten

einer Rede beachten? Wie kann ich möglichst

verschickt. Von bildungs- bis gesellschaftspolitischen

viel aus meinem Team herausholen? Und was ist

Artikeln, über Kultur und alle möglichen Termintipps,

sonst alles zu tun? Get active!

ist für jede/n etwas dabei. Bestell einfach dein kostenloses Abo!

SIZ-BROSCHÜRE Wie mache ich eine SchülerInnenzeitung? Was

ANTIRASSISMUS-BROSCHÜRE

muss ich bei einer Redaktionssitzung beachten?

Die Broschüre gegen Vorurteile und Ras-

Wie layoutiere ich am besten? Und was ist sonst

sismus mit inhaltlichen Infos sowie Ideensam-

alles zu tun? Die SZ-Broschüre hilft dir weiter.

mlungen um das eigene Umfeld aufzuwecken und zum Nachdenken anzuregen

SCHUG-BROSCHÜRE In den “123 Fragen an das SchUG” (Schulunterrichtsgesetz) findest du Antworten auf die häufigst gestellten Anfragen und anderes Wissenswertes über das Schulrecht.

Ich bin

SchülerIn

SIZ-RedakteurIn

SGA-Mitglied

SchulsprecherIn

Ort

SV-Mitglied

Vorname

Nachname

Adresse

PLZ

Telefon

Mobil

Email

Schule

Klasse

Geb.Datum

kleb mir eine wenn du kannst

An die Aktion Kritischer SchülerInnen Amtshausgasse 4 1050 Wien

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FRAUENINITIATIVE FRAUEN.AKS.AT Die aks befasst sich durchgehend mit dem Thema Frausein und Genderfragen im Allgemeinen. In der Frauenbroschüre haben wir zentrale Informationen rund um Sex, Frausein, Verhütung, Abtreibung, Rollenbilder und die wichtigsten Kontaktadressen zusammen getragen. Wenn du

} PULLOVER & T-SHIRTS

Passend zu den jeweiligen Kampagnen gibt’s auch Pullover und T-Shirts - den Antirassismus-Kaputzenpulli gibt’s um 15 Euro, die T-Shirts um jeweils

zehn. Und die Planentasche um 15 Euro.

aks@aks.at

Für nähere Infos kontaktiere uns einfach:

Infos zu eurer aktuellen Kampagne

Infos zu euren Frauenaktivitäten

     

Das AKS Grundsatzprogramm

Die “Get Active”-Broschüre

Die “123 Fragen an das SchUG”-Broschüre

Die “Antirassismus”-Broschüre

Die “Frauen”-Broschüre

Die “SIZ”-Broschüre

Infos zu Homophobie

Infos zu sozialer Selektion

Infos zu Globalisierung und GATS

Infos zur Antirassismus

     

Mitglied werden

In der AKS aktiv werden - ruft mich an!

An einem AKS-Seminar teilnehmen

Ein Seminar in meiner Schule oder Klasse

Ein “Syntax”-Abo

Infos über eure laufenden Aktivitäten

 Das “Frauen”- T-Shirt  Das “Homophobie”- T-Shirt  Den “Cross the Borders”- Pulli      

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dich für das Thema speziell interessierst, wende dich an frauen@aks.at

98 AKS-Stuff

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Nützliches


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ler es iel d nz ng na t端tzu fi t Mi nters U toolbook.indd 100

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