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W. Domej, G. Schwaberger, Th. Valentin, E. Flögel, C. Pietsch, Ch. Guger

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E. Wöhrnschimmel

E. Wöhrnschimmel

Wolfgang Domej, Günther Schwaberger, Thomas Valentin, Erich Flögel, Clemens Pietsch, Christoph Guger

Asthma bronchiale und Höhe – Vorteil oder Risiko?

Bronchial asthma and altitude – benefit or risk?

SUMMARY

It is an old wives' tale that only healthy people can climb high mountains. Asthmatics mostly benefit from a stay at moderate altitudes (1,500–2,500 m). Up to 2,000 m, the reduction of pollen and fine particulate matter seems to be beneficial despite mild altitude hypoxia. The majority of patients with extrinsic asthma feel better at moderate altitudes. Due to an increase in catechola-mine and cortisol secretion, asthma symptoms will decrease with bronchial hyperresponsiveness. It was no coincidence that asthma clinics were built to utilize the benefits of climatic conditions. High-altitude climate therapy for asthmatics has a long tradition in Europe and is the successor to the century-old moun-tain climate therapy for tuberculosis. Depending on the altitude, exposure to hypoxic atmosphere may affect patients with lung disease, and very high altitude can compromise respiratory function in asthmatics. Nevertheless, patients with chronic stable asthmatic disease can enjoy such alpine sports as hiking, mountaineering, and skiing.

Keywords: Asthma bronchiale, moderate altitude, high mountain-climate therapy, rehabilitation

ZUSAMMENFASSUNG

Es ist ein Ammenmärchen, dass nur Gesunde hohe Berge ersteigen können. Asthmatiker profitieren meistens von einem Aufenthalt in mittlerer Höhenlage (1.500–2.500 m). Bis zu einer Höhe von 2.000 m dürfte der Vorteil durch verminderten Pollen- und Partikelflug trotz mäßiger Höhenhypoxie überwiegen. Der Großteil der Patienten mit exogen allergischem Asthma bronchiale empfindet bei einem Höhenaufenthalt eine deutliche subjektive Besserung der

Beschwerden. Die bronchiale Hyperreaktivität und Asthmasymptomatik nehmen mit dem Anstieg der Katecholamin- und Cortisolsekretion ab. Es ist daher kein Zufall, dass sich spezielle Asthmakliniken in mittlerer Höhenlage etablierten, um die Vorteile des Höhenklimas für Patienten therapeutisch nutzbar zu machen. Als adjuvanter Therapieansatz bei Asthma bronchiale hat die höhenklimatische Therapie in Europa eine jahrzehntelange Tradition und folgt der Klimabehandlung der Tuberkulose während des letzten Jahrhunderts. In Abhängigkeit von der Höhe haben Asthmatiker allerdings das Risiko einer Verschlechterung ihrer respiratorischen Funktion. Trotzdem können Asthmatiker im stabilen symptomfreien Intervall alpinen Sportarten wie Wandern, Bergsteigen und Schifahren nachgehen.

Schlüsselwörter:Asthma bronchiale, mittlere Höhe, Höhenklimatherapie, Asthma-Rehabilitation

EINLEITUNG

Bei geschätzt 700.000 Asthmatikern und 1,6 Mio. Alpinwanderern pro Jahr in Österreich sind Menschen mit Asthma bronchiale, die alpine Höhen aufsuchen, keine Seltenheit. In der Höhe überwiegen in der Regel die adrenerge Stimulation sowie aerogene Allergen- und Partikelarmut, die zu einer meist zeitlich begrenzten Abnahme der Asthmasymptomatik und bronchialen Entzündung führen (1, 2). Weltweite Studien bestätigen die deutlich geringere Milben-, Schimmelpilz- und Pollenbelastung mittlerer und großer Höhen, wofür in erster Linie die verminderte Luftfeuchtigkeit verantwortlich ist, die alle 1.000 m um etwa 25 % abnimmt. Ab einer Höhe von 1.500 m sind Hausstaubmilben auch in Innenräumen nicht mehr lebensfähig (3, 4); infolgedessen ist die Asthmaprävalenz mit positivem Hauttest auf Hausstaubmilbe bei Schulkindern, die in alpinen Höhenlagen leben, signifikant niedriger als auf Meeresspiegelniveau (5). In der Regel besteht eine negative Korrelation zwischen Asthmaprävalenz und geographischer Höhe (3). Kinder in einem Lebensraum zwischen 800 und 1.200 m haben im Gegensatz zu Kindern im Tiefland eine zweimal niedrigere Asthmaprävalenz (6). Demzufolge sind in der Höhe lebende Kinder mit Asthma bronchiale auch signifikant weniger symptomatisch. Bei Asthmakindern führt eine Allergenkarenz im Rahmen eines längeren Höhenaufenthaltes nicht nur zu einer Abnahme der unspezifischen bronchialen Reaktivität, sondern auch zu einer Senkung der Allergensensitivität, der asthmatischen Spätreaktion sowie des IgE-Spiegels (7). Ein Höhenaufenthalt senkt die bronchiale Reaktivität auch auf hypoosmolare Aerosolinhalation (Nebel, Niederschlag) (8) und verbessert darüber hinaus die dynamische Lungenfunktion und Belastungstoleranz. Die

Verminderung der bronchialen Reaktivität dürfte in erster Linie mit der Protektion durch höhere Cortisol- und Katecholaminspiegel in Zusammenhang stehen (1). Aber auch Erwachsene mit schwerem persistierendem Asthma und regulärer medikamentöser Behandlung (Tab. 1) zeigten in einem Parallelgruppenvergleich nach mehrwöchigem Höhenaufenthalt einen deutlichen zusätzlichen Benefit bezüglich Entzündungsaktivität und Krankheitskontrolle (9). Ein allergen- und schadstoffarmes Höhenklima bedeutet somit für den Asthmatiker meist eine verbesserte Langzeitkontrolle und in vielen Fällen auch eine Reduktion seines medikamentösen Therapieniveaus.

Grad Symptome Bronchodilatator PEF (%)

intermittierend

mild persistierend keine

< 1x/Woche < 1x/Monat (SABA)

< 1x/Woche (SABA , ICS) 80

80

moderat persistierend

>1x/Woche gelegentliches nächtliches Erwachen

an meisten Tagen (SABA, ICS + LABA) 60 < 80

schwer persistierend regelmäßig nächtliche Symptomatik

4x/Tag (SABA, ICS+ LABA+ OCS) 60

Tab.1: Einteilung von Asthma bronchiale und Therapie

SABA: kurz wirksamer ß2-Agonist, ICS: inhalatives Glukokortikoid, LABA: lang wirksamer ß2-Agonist, OCS: orales Glukokortikoid, PEF: exspiratorischer Spitzenfluss

ASTHMA UND BELASTUNGSBEDINGTE BRONCHOKONSTRIKTION (EIB)

Eine belastungsbedingte bronchokonstriktive Dysfunktion unterscheidet sich pathogenetisch von exogenem Asthma und wirkt sich im Ausdauersport leistungsmindernd aus (10). 80–90 % aller Asthmatiker leiden zugleich an einer Belastungskomponente ihrer Erkrankung (exercise-induced bronchoconstriction, EIB). Aber auch bei 3–10 % der Normalbevölkerung tritt diese mehr oder weniger ausgeprägte, in erster Linie von der Belastungsintensität und -dauer abhängige Bronchokonstriktion auf, wobei höhenklimatische Faktoren modifizierend wirksam sein können (11, 12). Trockenkaltlufthyperventilation und Schleimhautexsikkose sind wesentliche pathogentische Faktoren der EIB (13),

wobei die Kaltluftprovokation eine probate klinische Untersuchungsmethode zur Diagnostik bronchialer Hyperreagibiltät vor allem in der pädiatrischen Pneumologie darstellt (14). Dem Atemwärmeverlust unter belastungsbedingter oraler Hyperventilation folgt nach Wiedererwärmung eine Kongestion der Bronchialschleimhaut, die, wie auch der begleitende Exsikkationseffekt (Erhöhung extrazellulärer Osmolarität, Elektrolytverschiebung, Freisetzung bronchospastisch wirksamer Mediatoren) zu obstruktiver Ventilationseinschränkung führt. Zu EIB prädisponieren vor allem Ausdauersportarten im Freien mit hohen Trainingsintensitäten und exzessiver Kaltlufthyperventilation (Tab. 2), wozu auch fast alle alpinsportlichen Aktivitäten zählen. In diesem Zusammenhang konnte gezeigt werden, dass eine submaximale aerobe Ausdauerbelastung in der Höhe zu signifikanter Aktivierung des Immunsystems führt, was spekulativ auch mit der Entstehung der EIB in Verbindung stehen könnte (15). Flachlandbewohner mit mildem kontrolliertem Asthma zeigten am höchsten Punkt ihres 2-wöchigen Himalayatrekkings einen signifikanten Abfall des exspiratorischen Spitzenflusses (PEF), wobei es nach einer zusätzlichen Laufbelastung zu keinem weiteren Abfall des PEF, jedoch zu einer deutlichen Abnahme der Sauerstoffsättigung kam (16). Auf diese Weise könnte sich der höhere Hypoxämiegrad bei Asthmatikern nachteilig auf die Höhenanpassung auswirken.

* Schilanglauf * Schitourenwettkampf * Radrennsport * Eiskunstlauf * Fußball * Eishockey * Langstreckenlauf * Geländelauf 50-70% 50% 45% 30% 12-50% 19% 17% 14%

Tab.2: Asthmaprävalenz einiger Freiluftsportarten

Unter allen Teilnehmern der Winterspiele in Nagano 1998 ergab sich in den Disziplinen nordische Kombination, Schilanglauf und Eisschnelllauf zusammengenommen eine Asthmaprävalenz von 61 % (17). Dagegen war die Prävalenz im Rahmen der olympischen Sommerspiele in Atlanta in den Disziplinen Radsport und Mountainbiking mit 45 % deutlich geringer (18). Wie Beispiele aus dem Spitzensport immer wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen, ist unter individuell angepasster antiasthmatischer Therapie eine leistungsmäßige Ebenbürtigkeit von Asthmatikern durchaus möglich (19). Auch Österreichs Aushängeschild des alpinen Schirennsportes Hermann Maier benötigte bei den Winterspielen 2006 in Sestriere eine entsprechende medikamentöse Prävention. Als

Asthmatiker musste er seine inhalative Therapie vor seinem ersten Bewerb vom IOC und der FIS genehmigen lassen. Viele Alpinsportler sind sich allerdings ihrer EIB gar nicht bewusst. So entwickelten 15 von 31 wettkampferfahrenen Alpinisten nach einem Schitourenwettkampf eine EIB, ohne dass sich 10 der betroffenen Alpinsportler dieses Problems bewusst waren (20). „Auspowern“ in kalter Umgebungsluft ist bei Alpinsportlern mit Neigung zu EIB daher keinesfalls ratsam (21). Asthma/EIB unter Schifahrern wird wegen der außergewöhnlichen Häufigkeit mitunter bereits als „Schi-Asthma“ bezeichnet. Schlittenhunde stellen dafür ein geeignetes Modell dar (Abb. 1). So konnte im Anschluss an ein Schlittenhunderennen über 1.100 Meilen (Iditarod Trail/Alaska) eine deutliche entzündliche Zellkomposition in der bronchoalveolären Lavageflüssigkeit (BALF) der Tiere nachgewiesen werden (exercise-induced inflammation) (Abb. 2) (22). Noch 4 Monate nach intensivem Wettkampftraining wurde bei den Tieren eine mäßiggradige Obstruktion peripherer Atemwege registriert (23). Es liegt die Vermutung nahe, dass wiederholte Ausdauerbelastungen in kalter Umgebungsluft zu einer peripher bronchokonstriktiven Dysfunktion führen können, die sich auch nach Sistieren des Reizes nicht mehr vollständig zurückbildet. Es ist auch gut vorstellbar, dass bei Menschen mit genetischer Disposition zu Asthma bronchiale die Krankheit durch häufig wiederkehrende Kaltlufthyperventilationsmanöver und unvollständige Atemluftkonditionierung manifest werden kann. Empfehlungen zur Prävention der EIB betreffen neben der regulären Medikation und allgemeinen Maßnahmen eine entsprechende Prämedikation, am besten mit 2 Hüben eines kurzwirksamen ß2-Agonisten (SABA) 15 Minuten vor Belastungsbeginn (Tab. 3). Die meisten Patienten mit EIB erreichen dadurch eine Protektion von mindestens drei Stunden.

Abb.1: Alaska-Schlittenhunde: Tiermodell für „Schi-Asthma“

60

50

40 n. Belastung Ruhe

30

20

10

0

Gesamt MA LY NEU EO Endoscore

Abb.2: „Schi-Asthma“: BALF-Zellanalyse bei ausdauerbelasteten und ruhenden Tieren. MA: Makrophagen, LY: Lymphozyten, NEU: neutrophile GZ., EO: eosinophile GZ. (Zellen/mL x 104) (22)

medikamentös * kurz wirksame ß2-Agonisten (SABA) Fenoterol (Berotec ), Sultanol (Salbutamol ) Terbutalin (Bricanyl ) * Cromone DNCG (Intal , Ditec ) Nedocromil-Natrium (Tilade ) * Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten Montelukast (Singulair ) * inhalative Kortikosteroide (ICS) Fluticason (Flixotide ) Budesonid (Pulmicort , Miflonide ) nicht-medikamentös * ausreichendes Aufwärmen vor körperlicher Belastung * ausreichende Trinkmenge * Meidung unspezifischer Triggerfaktoren * kein „Auspowern“ in kalter Höhenatmosphäre * Atemmuskeltraining (z.B. PowerLung Sport) * Nasenatmung zur Atemluftkonditionierung

* bei großer Kälte evtl. Sturmhaube oder Maske zur Vorwärmung der Inspirationsluft

Tab.3:

Prävention belastungsbedingter Bronchokonstriktion (EIB)

Einen gewissen Schutz vor EIB bieten auch Sturmhauben bzw. Atemluft-Vorwärmemasken, wie sie der Silbermedaillengewinner (Salt Lake City 2002) und Gewinner dreier Weltcupbewerbe im Schilanglauf, Peter Schlickenrieder, bei sehr kalten Außentemperaturen im Training verwendete. Eine einfache Gesichtsmaske kann die Inspirationsluft um 5–10°C vorwärmen und gleichzeitig den respiratorischen Flüssigkeitsverlust reduzieren (24, 25, 26). Masken zur Atemluftvorwärmung sind allerdings in den klassischen Bergsportdisziplinen bisher weitgehend unbekannt geblieben.

ASTHMAMEDIKAMENTE UNTER HÖHENEINFLUSS

Die meisten Medikamente wurden zur Anwendung auf Normalhöhe entwickelt und sollten zwischen 8 und 25°C appliziert werden (27). Leider existieren kaum brauchbare Literaturangaben zur Stabilität von inhalativen ß2-Mimetika oder Kortikoiden unter extremen Umweltbedingungen. Dosieraerosole und Pulverinhalatoren gewährleisten auch noch unter hypobaren Bedingungen der Höhe eine konstante Wirkstoffabgabe; Sprays sind zudem extrem kälteresistent. Dosieraerosole sollten jedoch niemals Temperaturen über 50 °C ausgesetzt werden, da darüber Explosionsgefahr besteht. Es versteht sich von selbst, dass Pulverinhalationssysteme vor Feuchtigkeitseinwirkung und Kondenswasserbildung dauerhaft geschützt werden müssen, da es sonst zur Verklumpung der Wirksubstanz kommen kann, wodurch die inhalative Applikation unter Umständen verunmöglicht wird. Erfahrungen zeigen, dass die in Tab. 3 angeführten Substanzen bis zu extremen Temperaturbereichen (-20/+60°) stabil und wirksam bleiben (27). Inhalationssysteme (z.B. Diskus), bei denen der Wirkstoff verblistert ist, sind gegen Feuchtigkeit weitgehend unempfindlich. Das Mundstück sollte jedoch nach jeder Verwendung gut gereinigt werden, damit keine Laktosereste haften bleiben, die unter Kälteeinfluss eventuell verkleben und die Funktionstüchtigkeit des Systems einschränken können. Für Dosieraerosole gilt dasselbe, wenn auch in eingeschränkter Form, da die Wirkstoffsuspension im Metallbehälter bzgl. Feuchtigkeit und Temperatur auf jeden Fall empfindlicher ist als bei Systemen mit verblisterten Wirkstoffen.

HÖHENHUSTEN – EIN ASTHMAÄQUIVALENT?

Bei Kleinkindern ist Husten oftmals als Asthmaäquivalent zu werten und nicht selten das einzige Symptom, das auf Asthma bronchiale hinweist. Inwieweit der beim Höhenbergsteigen häufig auftretende Höhenhusten (high altitude cough/HAC) (28) ein Äquivalent der EIB oder gar eine eigene Krankheitsentität darstellt, ist zur Zeit nicht bekannt (29, 30). Simulierte Aufstiege in einer Unterdruckkammer bis auf Everesthöhe zeigten jedenfalls, dass Lufttrockenheit und -kälte als Auslöser des HAC gegenüber hypobarer Hypoxie deutlich nachrangig sind.

BRONCHIALE HYPERREAKTIVITÄT UND HÖHE

Erschöpfende Belastungsprofile mit exzessiver Kaltlufthyperventilation (z.B. Berglauf) können auch bei gesunden Sportlern zu einer vorübergehenden Steigerung der bronchialen Reaktivität führen (31). Da tierexperimentell eine

alveoläre Hypoxie die unspezifische bronchiale Reaktivität über Mastzellmediatoren verstärkt (32), wäre auch über diesen Mechanismus eine Zunahme asthmatischer Beschwerden in der Höhe verständlich. Das zytotoxische eosinophile kationische Peptid (ECP), das sowohl Mastzellen als auch basophile Granulozyten zu degranulieren vermag und dessen Serumspiegel mit der individuellen bronchialen Reaktivität eng korreliert, steigt auch bei gesunden, trainierten Personen im Rahmen einer mehrstündigen submaximalen Ausdauerbelastung in mittlerer Höhe signifikant an, wobei dynamische Lungenfunktionsparameter zeitverschoben erst nach beendeter Höhenexposition ähnlich einer asthmatischen Spätreaktion abnehmen (31). In diesem Zusammenhang bestätigen auch BALF-Analysen asthmatischer und nicht asthmatischer Schilangläufer im Anschluss an hohe aerobe Ausdauerbelastung entzündliche Veränderungen peripherer Atemwege (33), wobei vor allem der Lymphozytengehalt deutlich ansteigt (Abb. 3). Unter diesem Aspekt stellt sich die Frage, ob eine belastungsbedingte inflammatorische Steigerung der bronchialen Reaktivität unter den Umgebungsbedingungen der Höhe eher einen physiologischen Abwehrmechanismus darstellt oder ob es sich dabei bereits um ein pathogenes Reaktionsmuster im Vorfeld einer Asthmaerkrankung handelt. Bei kontrolliertem Asthma überwiegt zumindest in mittlerer Höhe der gesundheitliche Vorteil.

Abb.3: BALF-Befunde bei Langläufern mit und ohne „Schi-Asthma“ (Con: gesunde Kontrollen, NBHR: keine bronchiale Hyperreaktivität, NA: Nichtasthmatiker, BHR: bronchiale Hyperreaktivität, SA: Schi-Asthma)(33)

ASTHMA UND HÖHENKLINIKEN

Der Stellenwert des Höhenklimas in der adjuvanten Asthmatherapie ist heute unbestritten (Tab. 4). In der Schweiz, Italien, Deutschland und in östlichen Nachbarstaaten bestehen spezielle Einrichtungen zur Höhenklimatherapie von Asthma bronchiale und allergischen Erkrankungen (Tab. 5) (34, 35, 36, 37). Besonders die Institutionen in Davos haben lange Tradition, entwickelten sich diese doch vielfach aus Heilstätten zur Therapie der Tuberkulose (38).

* Reduktion der bronchialen Hyperreaktivität (BHR) * Abnahme der Entzündungsparameter * Besserung der klinischen Symptomatik * Besserung der Belastungstoleranz * Reduktion des Therapieniveaus * optimierte Bedingungen für das Krankheitsstaging * Akklimatisationseffekte

Tab.4: Positive Faktoren der Höhenklimatherapie bei Asthma bronchiale

Einrichtung * Asthmasanatorium Tadschikistan * Instituto Pio XII, Misurina (Italien) * Zürcher Höhenklinik Davos (Schweiz) * Hochgebirgsklinik Davos (Schweiz) * Alpine Kinderklinik Davos (Schweiz) * Nederlands Astmacentrum Davos (Schweiz) * Luzerner Höhenklinik Montana, Crans Montana (Schweiz) * Klinik Santa Maria – Oberjoch, Allgäu (Deutschland) * Rehabilitationsklinik Mittelberg, Allgäu (Deutschland) * CJD Asthmazentrum Berchtesgaden, Obersalzberg (Deutschland)

Tab.5: Beispiele für Asthmakliniken in Höhenlage

Höhe 3.500 m 1.756 m 1.686 m 1.590 m 1.585 m 1.564 m 1.500 m 1.200 m 1.050 m 1.000 m

ASTHMA UND ALPINSPORT

Sport ist heute ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation von Asthmatikern. Vom medizinischen Standpunkt bestehen bei stabilem Asthma auch gegenüber Alpinsportarten, die im Notfall jederzeit abgebrochen werden können, keine Einwände. Als empfehlenswerte Disziplinen gelten Nordic Walking, Bergwandern, Bergsteigen, Mountainbiking, aber auch Gletschertouren, Hochgebirgswandern, Trekking, Alpin- und Tourenschilauf, Schilanglauf, Snowboarding und Schneeschuhwandern; alle Disziplinen jedoch ohne Wettkampfcharakter.

Bergläufe und Klettertouren sind nur mit Vorbehalt geeignet. Eine stabile Asthmaerkrankung bzw. ein medikamentös gut eingestelltes Asthma stellen selbst in großen Höhen kein größeres Problem als in Normalhöhe dar. Oftmals steht die Angst vor einem Asthmaanfall in keiner Relation zur Erkrankung. Allerdings gibt es eine Reihe sowohl positiver (Bronchodilatation) als auch negativer (Bronchokonstriktion) Provokationsfaktoren (Tab. 6), deren Nettoeffekt auf die Ventilation nicht immer klar abgeschätzt werden kann. Dazu kommt, dass die mechanischen Eigenschaften der Lunge nicht nur durch eine Bronchokonstriktion, sondern auch durch eine verminderte mukoziliäre Clearance oder Kongestion der Atemwege in kalter hypoxischer Umgebung beeinträchtigt werden können (39).

negativer Einfluss * osmotische Reize (Niederschlag) * verminderte Luftfeuchtigkeit * hohe mechanische Belastung * Kaltlufthyperventilation * muskuläre Erschöpfung * Oxidantien/ROS (Ozon) * Exsikkose positiver Einfluss * adrenerger Hypoxiestress * verminderte Outdoor-Allergenbelastung * verminderte aerogene Partikelbelastung * optimale Akklimatisation * verminderte Luftdichte

Tab.6: Einflüsse auf die Atmung in der Höhe

Es gibt Hinweise, dass Asthmatiker trotz regelmäßiger Kontrolle und normaler Alltagsbelastung in großen Höhen mit milder Bronchokonstriktion sowie signifikanter Abnahme des exspiratorischen Spitzenflusses (peak exspiratory flow, PEF) reagieren und in der Folge eine ausgeprägtere Höhenhypoxämie als Gesunde aufweisen (16). Demgegenüber stehen als Indikator einer bevorstehenden Asthmaexazerbation ein vermehrter Bedarf inhalativer Bronchodilatatoren und als Risiko wiederholte erschöpfende Belastungen z.B. während eines Höhentrekkings (40). Ein Peakflowmeter gehört daher in den Rucksack eines jeden alpinen Leistungssportlers und Trekkers mit Asthma. Damit kann auf einfache Art und Weise eine subjektive Verschlechterung der respiratorischen Situation objektiviert werden und danach die Medikation durch den geschulten Asthmatiker selbst angepasst werden (Abb. 4) (Tab. 7) (41). Die Frage, ob im sehr seltenen Extremfall einer Asthmaexazerbation in alpiner Höhenlage ein höheres gesundheitliches Risiko verbunden ist als auf Normalhöhe, ist situationsabhängig. Bereits eine milde Bronchokonstriktion reduziert das Atemminutenvolumen des Alpinsportlers beträchtlich und damit auch seine maximale Performance. Alpines Sport- und Eisklettern, Paragleiten oder Gleitschirmfliegen sind Asthmatikern in Bezug auf einen nicht unmittelbar möglichen notfallmedizinischen Beistand daher nicht zu empfehlen.

Abb.4: Peakflowmetriekontrolle unterwegs

Peakflowmetertypen AFS Low Range Mini-Wright Asthmacheck Peak Flow Meter Ferraris PocketPeak Peak Flow Meter

Micropeak Peak-Flow-Meter Personal Best Peak-Flow-Meter Standard Range Mini-Wright Vitalograph Peak Flow Meter “asmaPLAN+ Pediatric“ Vitalograph Peak Flow Meter “asmaPLAN+“ Vitalograph Peak Flow Meter Standard Model 4300 Atemfluss, L/min 30-400 60-810 60-800

60-900 60-800 60-800 50-280 50-800 50-800 Verwendung Kinder Erwachsene Kinder und Erwachsene Erwachsene Erwachsene Erwachsene Kinder Erwachsene Erwachsene

Tab.7: Einige für den Outdoorbereich geeignete Peakflowmeter

ASTHMA BRONCHIALE UND AKKLIMATISATION

Ab einer Schwellenhöhe von 2.500 m ist eine dauerhafte Anpassung an die Höhe erforderlich, um optimal leistungsfähig zu sein. Die damit verbundenen hypoxiegesteuerten Anpassungsvorgänge unterscheiden sich beim Asthmatiker nicht von jenen gesunder Alpinsportler. Die notwendige Akklimatisation jenseits der Schwellenhöhe sollte allerdings auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Es gibt Hinweise aus der Literatur, dass allein durch prolongierte Hypoxiebedingungen sowohl bei Mensch als auch Tier eine Bronchokonstriktion hervorgerufen werden kann (42). Daher ist es auch vorstellbar, dass bei

Asthmatikern infolge ausgeprägterer hypobarer Hypoxie zusätzlich eine subklinische bronchiale Kongestion eintreten kann, wodurch sich Lungenfunktion und Hypoxämie weiter verschlechtern (43).

ASTHMA BRONCHIALE UND HYPOXIESTRESS

Oxidativer Stress bedeutet ein Ungleichgewicht zwischen oxidativer und antioxidativer Kapazität mit Verschiebung zur Seite reaktiver Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen (ROS/RNS). Sauerstoffradikale können durch verschiedene enzymatische und chemische Prozesse generiert oder auf direktem Wege inhaliert werden und spielen eine bedeutende Rolle in der Pathogenese von Asthma und anderen Atemwegserkrankungen (44). Eine akute Exposition gegenüber hypobarer Hypoxie geht mit erhöhtem plasmatischen Hypoxiestress einher (45), wobei Auswirkungen auf Asthmatiker nicht untersucht sind. So kann z.B. die bronchiale Reaktivität insbesondere von Asthmatikern unter erhöhter troposphärischer Ozonbelastung, von der auch Reinluftgebiete im Gebirge nicht ausgenommen sind, zunehmen. Andererseits führen hohe physische Belastungen und Training in kalter Umgebung zu verstärkter endogener Generation von ROS (46, 47). Gesunde Landarbeiter einschließlich eines Asthmatikers zeigten bei Ozonbelastungen zwischen 30 und 110 µg/m3 in den Schweizer Bergen eine ganzjährig stabile Lungenfunktion (48), sodass der inhalativ-oxidative Stress in den Bergen innerhalb der gegebenen Ozongrenzwerte von untergeordneter Bedeutung sein dürfte.

ASTHMA BRONCHIALE UND HÖHENKRANKHEIT

Obwohl in den seltenen Fällen einer höhenbedingten massiven Verschlechterung asthmatischer Beschwerden ein höherer Hypoxämiegrad als auf Meeresspiegelniveau zu erwarten ist, gibt es dazu weder Daten noch kasuistische Berichte (30). Es existieren auch keinerlei Literaturhinweise, die Asthma bronchiale mit erhöhter Prävalenz für Höhenanpassungsstörungen wie akuter Bergkrankheit (acute mountain sickness, AMS) oder Höhenlungenödem (high altitude pulmonary edema, HAPE) in Verbindung bringen. Im Rahmen einer einzigen Studie wurde bei einer Probandengruppe milder Asthmatiker die Auswirkung von Acetazolamid (Diamox®) über 2 Tage 750 mg zur AMS Prophylaxe im Rahmen eines Aufstieges auf 3.200 m randomisiert und plazebokontrolliert untersucht (49). Danach zeigte die Verumgruppe seltener AMS-Symptome sowie eine signifikant höhere nächtliche Sauerstoffsättigung. Sieben der acht Asthmatiker in der Plazebogruppe entwickelten dagegen AMS-Symptome.

Trotz der hohen Inzidenz wurde im Rahmen dieser Studie nicht geprüft, ob die Inzidenz auch signifikant höher gegenüber einer nichtasthmatischen Kontrollgruppe unter denselben Studienbedingungen liegt. Aus Sicherheitsgründen (Analgetika-Asthma) sollten bei Höhenkopfschmerz keine Salizylate bzw. nicht-steroidalen Antirheumatika zur Anwendung kommen, sondern am besten Analgetika auf Paracetamalolbasis.

* Alpinsport nur bei stabiler, kontrollierter Asthmaerkrankung * keine Unterbrechung der Basismedikation * vertrautes Handling der Notfallmedikamente * Meiden von exzessiver Kaltlufthyperventilation * rechtzeitiges Zurücknehmen körperlicher Aktivität, kein „Auspowern“ * Atemkälteschutz (Sturmhaube, Schal) * bei respiratorischem Infekt große Höhen meiden (Infektasthma) * Peak Flow Meter bei Trekkingtouren mitführen * Trekking in großen Höhen in Gruppe mit Begleitarzt * kein passiver exzessiver Höhenanstieg bei moderat-schwerem Asthma (Seilbahn, Hubschrauber) * bei optimaler Therapie u. unauffälliger Lungenfunktion auch extreme Höhen möglich * Medikamenteninhalation direkt vor Kälteexposition

Tab.8: Empfehlungen für den Alpinsport bei Asthma bronchiale

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