23. Jänner 2025
19:30 Uhr, Mittlerer Saal
23. Jänner 2025
19:30 Uhr, Mittlerer Saal
Saison 24–25
Karten und Infos:
+43 (0) 732 77 52 30 brucknerhaus.at
Mi, 29. Jän 2025, 19:30
Mittlerer Saal
Chaos String Quartet
Geordnetes Chaos
Den eigenen Ensemblenamen zum Programm macht das Chaos String Quartet. Unter dem Titel Geordnetes Chaos verschränkt es unter anderem Die Vorstellung des Chaos aus Haydns Schöpfung mit modernen Werken.
Do, 20. Mär 2025, 19:30
Mittlerer Saal
Beethoven Septett
Sieben international renommierte Solist:innen, darunter der Klarinettist Sebastian Manz und der Hornist Felix Klieser, finden sich zusammen, um unter anderem Beethovens klangprächtiges Septett in Es-Dur auf die Bühne zu bringen.
Di, 25. Mär 2025, 19:30
Mittlerer Saal
Paul Lewis
Der Pianist Paul Lewis verbindet Werke von Beethoven und Brahms mit der Österreichischen Erstaufführung einer neuen Klaviersonate aus der Feder von Thomas Larcher.
Das Programm auf einen Blick
Johann Sebastian Bachs berühmte ›GoldbergVariationen‹ geben so manches Rätsel auf: Ursprünglich von Bach in betonter Bescheidenheit als »ClavierÜbung« publiziert, gehören sie zu den technisch herausforderndsten Kompositionen für das Cembalo. Bei aller Virtuosität vereint die Komposition zugleich architektonische Vollkommenheit mit einem ganzen Kosmos musikalischer Ausdrucksformen. Mit diesem ebenso intimen wie monumentalen Meisterwerk feiert
Jean Rondeau, einer der spannendsten BachInterpreten unserer Zeit, sein Debüt am Brucknerhaus Linz.
Jean Rondeau | Cembalo
Johann Sebastian Bach 1685–1750
›Goldberg-Variationen‹. Aria mit verschiedenen Veränderungen für Cembalo mit 2 Manualen BWV 988 // 1741
Aria
Variation 1
Variation 2
Variation 3. Canone all’Unisono
Variation 4
Variation 5
Variation 6. Canone alla Seconda
Variation 7. Al tempo di Giga
Variation 8
Variation 9. Canone alla Terza
Variation 10. Fugetta
Variation 11
Variation 12. Canone alla Quarta
Variation 13
Variation 14
Variation 15. Canone alla Quinta
Konzertende ca. 21:15 Uhr
Brucknerhaus-Debüt
Variation 16. Ouverture
Variation 17
Variation 18. Canone alla Sexta
Variation 19
Variation 20
Variation 21. Canone alla Settima
Variation 22
Variation 23
Variation 24. Canone all’Ottava
Variation 25. Adagio
Variation 26
Variation 27. Canone alla Nona
Variation 28
Variation 29
Variation 30. Quodlibet
Aria
Johann Sebastian Bach // ›Goldberg-Variationen‹ BWV 988
Johann Sebastian Bachs »Aria mit verschiedenen Veränderungen für Cembalo mit 2 Manualen« – seit dem 19. Jahrhundert besser bekannt als ›Goldberg-Variationen‹ – setzte der österreichische Autor Thomas Bernhard in seinem Roman Der Untergeher ein ganz besonderes literarisches Denkmal, in dem Realität und Fiktion eng miteinander verwoben sind. Darin lernen drei Pianisten – der Erzähler, sein Freund Wertheimer und Glenn Gould – einander bei einem Klavierkurs am Salzburger Mozarteum kennen. Die Begegnung mit dem Tastengenie Gould hat allerdings für die zwei anderen Pianisten fatale Konsequenzen: Beide werden in ihrem eigenen Musizieren so sehr gelähmt, dass sie danach ihre Karrierepläne an den Nagel hängen müssen. Goulds musikalisches Ausnahmetalent, das den Ich-Erzähler in eine tiefe Krise und Wertheimer schließlich sogar in den Suizid treibt, erkennen die beiden zum ersten Mal, während er Bachs ›Goldberg-Variationen‹ für sie spielt. Das Werk fungiert in Bernhards Roman allerdings nicht nur als symbolisches Motiv. Die Erzählung weist zugleich auch quasi-musikalische Formmerkmale auf, die der Struktur der ›Goldberg-Variationen‹ ähneln.
Thomas Bernhards literarische Hommage und Glenn Goulds originelle, durchaus kontroverse Interpretationen der ›Goldberg-Variationen‹, die 1956 und 1982 auf Schallplatte erschienen, sorgten im 20. Jahrhundert ohne Zweifel für eine Popularisierung des Werks – und verstärkten zugleich noch die geheimnisumwobene Aura der Komposition, die von Bach ursprünglich in demonstrativer Bescheidenheit als »Clavier-Übung« publiziert worden war. Selbstverständlich war damit nicht der moderne Konzertflügel gemeint, auf dem Gould Jahrhunderte später brillieren sollte. Bach komponierte das Werk für das »Clavicimbal«, ein zweimanualiges Cembalo. Viele komplizierte Stimmkreuzungen in den Variationen lassen sich sogar nur auf zwei Manualen problemlos ausführen, an einer modernen Klaviatur sind sie nahezu unspielbar. Der Titel ›Goldberg-Variationen‹ geht wiederum auf den Musikforscher Johann Nikolaus Forkel
zurück, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts die erste Bach-Biografie verfasste: Über die Entstehungshintergründe der Komposition wusste er eine Anekdote über den russischen Botschafter am Kursächsischen Hofe, Graf Hermann Carl von Keyserlingk, zu berichten. Dieser hielt sich regelmäßig in Leipzig auf und brachte zu diesen Gelegenheiten den jungen Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg mit, damit dieser von Bach unterrichtet werden konnte.
»Der Graf kränkelte viel und hatte dann schlaflose Nächte. Goldberg, der bey ihm im Hause wohnte, mußte in solchen Zeiten in einem Nebenzimmer die Nacht zubringen, um ihm während der Schlaflosigkeit etwas vorzuspielen. Einst äußerte der Graf gegen Bach, daß er gern einige Clavierstücke für seinen Goldberg haben möchte, die so sanften und etwas muntern Charakters wären, daß er dadurch in seinen schlaflosen Nächten ein wenig aufgeheitert werden könnte. Bach glaubte, diesen Wunsch am besten durch Variationen erfüllen zu können, die er bisher, der stets gleichen Grundharmonie wegen, für eine undankbare Arbeit gehalten hatte. Aber so wie um diese Zeit alle seine Werke schon Kunstmuster waren, so wurden auch diese Variationen unter seiner Hand dazu. […] Der Graf nannte sie hernach nur seine Variationen. Er konnte sich nicht satt daran hören, und lange Zeit hindurch hieß es nun, wenn schlaflose Nächte kamen: Lieber Goldberg, spiele mir doch eine von meinen Variationen.«
Musik als Schlafmittel?
Ob Graf Keyserlingk sich die ›Goldberg-Variationen‹ wirklich bei Bach bestellte, ist schwer zu sagen: Forkels Anekdote lässt sich weder eindeutig beweisen noch widerlegen. Die Komposition trägt – wie alle »ClavierÜbungen« von Bach – keine Widmung. Zugleich steht fest, dass Bach mit Keyserlingk spätestens seit 1736 gut bekannt war, als dieser sich für seine Ernennung zum »Königlich Pohlnischen und Churfürstlich Saechsischen Hof-Compositeur« einsetzte. Bei den regelmäßigen Treffen, zu denen es auch im Jahr 1741 einige Gelegenheiten gab, hätte Bach dem Grafen problemlos eine selbstgeschriebene Kopie oder ein Druckexemplar mit handschriftlicher Widmung überreichen können. Am Wahrheitsgehalt
Titelblatt des Erstdrucks der ›Goldberg-Variationen‹, 1741
Johann Sebastian Bach // ›Goldberg-Variationen‹
von Forkels Anekdote zweifeln lässt wiederum das Alter des Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg, dem die ›Goldberg-Variationen‹ ihren Namen verdanken: Dieser war im Erscheinungsjahr der Komposition 1741 erst 14 Jahre alt, bei deren Entstehungsbeginn 12 oder 13. Ob Bach wohl wirklich einen so jungen Schüler mit einem spieltechnisch anspruchsvollen Werk wie den ›Goldberg-Variationen‹ konfrontierte? Ein weiterer Aspekt der Forkel’schen Anekdote wurde häufig missverstanden: Keineswegs bestellte der Graf die Musik bei Bach als ›musikalisches Schlafmittel‹, sondern zur Aufheiterung und Unterhaltung während seiner schlafl osen Nächte. Das passt zum Musikverständnis der Barockzeit, in der man in Anlehnung an die biblische Erzählung von David, der durch sein Harfenspiel König Saul vom bösen Geist befreit, in der Musik ein potentes Mittel gegen Melancholie, Wahnsinn und Jähzorn sah.
Was aber könnte Bach neben den angeblichen Schlafproblemen von Graf Keyserlingk zur Komposition eines so strukturell komplexen und zugleich so ausdrucksstarken Werks wie den ›Goldberg-Variationen‹ bewogen haben? Wie der Titel des Erstdrucks sagt, ist die von Balthasar Schmid verlegte Komposition die letzte von insgesamt vier »Clavier-Übungen«, die Bach im Zeitraum zwischen 1731 und 1741 publizierte. Es handelt sich dabei um eine vierteilige Sammlung von Kompositionen für verschiedene Tasteninstrumente, die damals alle unter dem Sammelbegriff »Clavier« zusammengefasst wurden. Bach berücksichtigte dabei systematisch alle Instrumente mit Klaviatur: das ein- oder zweimanualige Cembalo im ersten Teil, Orgel mit und ohne Pedal im dritten Teil und das Cembalo mit zwei Manualen im zweiten und vierten Teil der Sammlung. Nachdem er in den vorherigen drei Teilen unter anderem mehrere Partiten, das Italienische Konzert oder Orgelpräludien herausgegeben hatte, realisierte er nun eine besondere Abwandlung der Suite: die Variationspartita, auch Aria variata genannt; eine Hybridform, in der die Variationssätze zugleich zeitgenössischen Gattungstypen aus der Instrumentalmusik von Polonaise bis Quodlibet entsprechen. Bachs vier »Clavier-Übungen« lassen sich insofern auch als systematische kompositorische Auseinandersetzung mit der Gattung der Klaviersuite verstehen, die er mit den ›GoldbergVariationen‹ zu einem krönenden Abschluss brachte.
Johann Sebastian Bach // ›Goldberg-Variationen‹ BWV 988
Herzstück, Ausgangs- und Schlusspunkt der ›Goldberg-Variationen‹ ist die 32 Takte umfassende Aria, die jeder einzelnen der dreißig Variationen zugrunde liegt. Variiert wird allerdings nicht die mit kunstvollen Umspielungen ausgeschmückte Melodie, sondern der Bass, das harmonische Fundament. Die ersten acht Takte im Bass der Aria entsprechen einem altbekannten Ostinato-Modell, das auch in Kompositionen von Claudio Monteverdi, Henry Purcell oder Georg Friedrich Händel vorkommt: In den ersten vier Takten folgt der Bass einer gleichmäßig in Sekundschritten absteigenden Linie, um in den nächsten drei Takten wieder nach demselben Prinzip aufzusteigen, bevor sich der für die Kadenz charakteristische Quintfall anschließt. Reduziert man jeden der 32 Takte auf seinen harmonischen Grundton im Bass, ergibt sich so eine Abfolge von 32 »Fundamental-Noten«, die sich – freilich in abgewandelter Form – in jeder der 30 Variationen wiederfinden lässt. Die 32 Takte umfassende Aria lässt sich so auch zahlensymbolisch deuten: Jede dieser 32 »Fundamental-Noten« steht für eine der insgesamt 32 Nummern der ›Goldberg-Variationen‹ (zählt man die Aria zu Beginn und am Schluss der Komposition mit). Wenn man so will, sind also auf Mikroebene der Aria alle Variationen bereits enthalten. Die Bezeichnung der »Fundamental-Noten« stammt übrigens von Bach selbst: Im Jahr 1974 wurde sein persönliches Handexemplar der ›Goldberg-Variationen‹ wiederentdeckt, in dem neben zusätzlichen Tempovorschriften, Verzierungen, Artikulations- und Vorzeichen auch eine Reinschrift von vierzehn Kanons enthalten war, betitelt als »Verschiedene Canones über die ersten acht Fundamental-Noten vorheriger Arie«. Dieselben acht Noten, die die charakteristische Basslinie zu Beginn der Aria ausmachen, befinden sich zudem in der untersten Zeile des Notenblatts, das Bach auf dem Ölgemälde von Elias Gottlob Haußmann in der Hand hält – hier als Teil eines sechsstimmigen Canon triplex
Ostinato eine sich stetig wiederholende musikalische Figur
Johann Sebastian Bach // ›Goldberg-Variationen‹
Kanon und Quodlibet: die Architektur der ›GoldbergVariationen‹
Der formale Aufbau der ›Goldberg-Variationen‹ ist auf den ersten Blick vergleichsweise simpel: Die zugrundeliegende Aria, die zu Beginn und am Ende der Komposition erklingt, rahmt insgesamt 30 Variationen ein, die sich wiederum in zehn Dreiergruppen unterteilen lassen. Die erste Variation jeder Dreiergruppe ist meist eine Charaktervariation. Bach zeigt hier seinen Ausdrucksreichtum und seine Spielfreude in vielen abwechslungsreichen Facetten. Die zweite Variation jeder Dreiergruppe zeichnet sich durch hohe Virtuosität aus und erfordert häufig das zweite Manual des Cembalos, während die dritte Variation stets als Kanon aufgebaut ist. Das Einsatzintervall der Kanonstimme wächst dabei sukzessive von der Prime in Variation 3 bis zur None in Variation 27. Zusätzlich zu dieser regelmäßigen Binnenstruktur lassen sich die 30 Einzelvariationen in zwei Hälften à 15 Variationen unterteilen. Diese Zäsur nach Variation 15 entsteht auch dadurch, dass Variation 16 explizit als Ouvertüre konzipiert ist, welche den zweiten Teil des Variationszyklus einleitet. Diese systematische Struktur der Variationen besaß auch eine ›Copyright‹-Funktion. Variationspartiten wurden im 17. und 18. Jahrhundert häufig nur unvollständig überliefert und musiziert. Bach sicherte seine ›Goldberg-Variationen‹ dagegen ab: Das Fehlen einzelner Nummern würde die regelmäßige Struktur der Komposition aus dem Gleichgewicht bringen und daher sofort auffallen.
Nichtsdestotrotz lässt sich die künstlerische Brillanz der ›Goldberg-Variationen‹ nicht nur in ihrer mathematischen Vollkommenheit erkennen. Sie liegt gerade in der scheinbar mühelosen Integration kontrapunktischer Elemente in Suitensätze, deren Ideenreichtum und überbordender künstlerischer Ausdruck jede technische Raffinesse in den Schatten stellen. Exemplarisch dafür ist vor allem die 30. Variation: Bach bricht hier mit seinem Ordnungsprinzip und komponiert nicht den zu erwartenden Kanon im Abstand einer Dezime, sondern ein wildes Quodlibet, in dem er zwei Volkslieder gleichzeitig zitiert. Über dem Bass der Aria erklingt im Tenor der Anfang des Liedes »Ich bin so lang nicht bei dir g‘west«,
Quodlibet lat. »was beliebt«; meist scherzhaftes Musikstück, bei dem mehrere Melodien zu einem gemeinsamen Tonsatz kombiniert werden
»Da tritt der Baron […] auf mich zu und sagt: ›O bester Herr Kapellmeister, Sie sollen ganz himmlisch phantasieren; o phantasieren Sie uns doch eins! nur ein wenig! ich bitte!‹ Ich versetzte ganz trocken, die Phantasie sei mir heute rein ausgegangen; und indem wir so darüber sprechen, hat ein Teufel in der Gestalt eines Elegants mit zwei Westen im Nebenzimmer unter meinem
Hut die Bachschen Variationen ausgewittert; der denkt, es sind so Variatiönchen: nel cor mi non più sento – Ah vous diraije, maman etc. und will haben, ich soll darauf losspielen. Ich weigere mich: da fallen sie alle über mich her. ›Nun so hört zu und berstet vor Langweile,‹ denk’ ich und arbeite drauf los. Bei Nro. 3. entfernten sich mehrere Damen, verfolgt von Titusköpfen.
Die Röderleins, weil der Lehrer spielte, hielten nicht ohne Qual aus bis Nro. 12. Nro. 15. schlug den Zweiwesten-Mann in die Flucht. Aus ganz übertriebener Höflichkeit blieb der Baron bis Nro. 30. und trank bloß viel Punsch aus, den Gottlieb für mich auf den Flügel stellte. Ich hätte glücklich geendet, aber diese Nro. 30. das Thema, riß mich unaufhaltsam fort. Die Quartblätter dehnten sich plötzlich aus zu einem Riesenfolio, wo tausend Imitationen und Ausführungen jenes Themas geschrieben standen, die ich abspielen mußte. Die Noten wurden lebendig und flimmerten und hüpften um mich her – elektrisches Feuer fuhr durch die Fingerspitzen in die Tasten – der Geist, von dem es ausströmte, überflügelte die Gedanken […]«
E. T. A. Hoffmann, Kreisleriana, Teil 1: Johannes Kreisler’s, des Kapellmeisters, musikalische Leiden, 1810
Johann Sebastian Bach // ›Goldberg-Variationen‹ BWV 988
Variation 30 der ›Goldberg-Variationen‹ im Erstdruck, 1741
während gleichzeitig der Beginn von »Kraut und Rüben haben mich ver trieben« im Alt zitiert wird. Eine weitere Liedzeile aus letzterem Lied, »Hätt‘ meine Mutter Fleisch gekocht, so wär’ ich länger blieben«, taucht später in den Mittelstimmen auf. Ein musikalischer Scherz zum Kehraus? Oder womöglich doch eher ein »arroganter Hinweis des Komponisten an seine Zeitgenossen, dass das Wesen seines Werkes durch musikalische Logik, intellektuellen Scharfsinn und konsequente Berechnung allein nicht zu fassen ist?« (Siegberg Rampe). Dieser esoterische Aspekt der ›Goldberg-Variationen‹ taucht bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Literatur auf:
Im ersten Teil von E. T. A. Hoffmanns Kreisleriana spielt der Protagonist Kapellmeister Kreisler einer Abendgesellschaft widerwillig die »Johann Sebastian Bachschen Variationen für das Klavier« vor. Nachdem die Anwesenden – unfähig, die Qualität der Darbietung zu erkennen – nach und nach überfordert den Raum verlassen, spielt sich Kreisler immer mehr in einen regelrechten Rausch.
Paula Schlüter
Cembalo
Jean Rondeau ist ein weltweiter Botschafter für sein Instrument. Sein herausragendes Talent und seine innovative Herangehensweise machen ihn zu einem der führenden Cembalisten unserer Zeit.
Die ›Goldberg-Variationen‹ von Johann Sebastian Bach wird er 2024/25 auch im Wiener Konzerthaus und im Museo nazionale della scienza e della tecnologia Leonardo da Vinci in Mailand aufführen. Seine Aufnahme dieses Meisterwerks (2022) wurde von der internationalen Kritik gelobt, von Gramophone als »hypnotisierend« bezeichnet und vom BBC Music Magazine mit 5 Sternen bewertet. Ebenso herausragend ist sein neues Improvisationsprogramm Sisyphus, mit dem er in Berlin, London, Innsbruck und Madrid auftritt. Französische Cembalowerke bestimmen auch die Recitals in der Wigmore Hall in London, beim Festival Alte Musik Zürich, bei Músicas Cercadas in Zamora und beim Bachfest Leipzig. Nordamerika- und Europatourneen mit dem Ensemble Nevermind sowie Konzerte im Concertgebouw Amsterdam mit Thomas Dunford, im Muziekgebouw aan 't IJ mit Nicolas Altstaedt und beim Haydneum Festival in Budapest mit Anna Besson stehen ebenfalls auf dem Programm. Zudem wird UNDR aufgeführt, ein neues Werk, das von den ›Goldberg-Variationen‹ inspiriert und von Jean Rondeau in Zusammenarbeit mit dem Schlagzeuger Tancrède Kummer komponiert wurde. Es ist Rondeaus jüngster Ausflug in die Welt der Neuen Musik, nachdem er 2016 seine erste Filmmusik für Christian Schwochows Paula beim Locarno Film Festival und 2018 Eve Rissers Furakèla für Cembalo solo bei den BBC Proms uraufgeführt hat.
Jean Rondeau studierte Cembalo am Conservatoire de Paris, gefolgt von Continuo, Orgel, Klavier, Jazz und Improvisation sowie Dirigieren. Er schloss seine Studien an der Guildhall School of Music and Drama in London ab. 2012 gewann er im Alter von 21 Jahren als einer der jüngsten Interpreten den 1. Preis beim Internationalen Cembalowettbewerb in Brügge.
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Impressum
Herausgeberin
Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH, Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz
Redaktion
Paula Schlüter, MA
Biografie & Lektorat
Romana Gillesberger
Gestaltung
Anett Lysann Kraml
Abbildungen
K. Kikkas (S. 2), gemeinfrei (S. 7 & 12–13), Stadtgeschichtliches Museum Leipzig (S. 10), C. Vayssieres (S. 15)
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19.März 2025 · 19:30 Uhr
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