Robert Treviño & Baskisches Nationalorchester | 06.02.2024

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Musikalische

Choreografien 6. FEBRUAR 2024 DAS GROSSE ABONNEMENT VI SAISON 2023/24


KOMMENDE HIGHLIGHTS SAISON 2023/24 MI 14 FEB 19:30 MITTLERER SAAL

Tomasi-Musso Gitarrenduo

MO 11 MAR 19:30 GROSSER SAAL

Gianandrea Noseda | Dirigent

DO 14 MAR 19:30 MITTLERER SAAL

Maurice Steger | Blockflöte

DO 16 MAR 19:30 MITTLERER SAAL Elitsa Desseva & Mikhail Timoshenko

TOMASI-MUSSO GITARRENDUO Das Duo überreicht am Valentinstag ein prächtiges Bouquet aus temperamentvollen spanischen und latein­ amerikanischen Tänzen.

GIANANDREA NOSEDA & MÜNCHNER PHILHARMONIKER Ein Fest für Smetana zum 200. Gebutstag – mit der Ouvertüre zu Die verkaufte Braut sowie Die Moldau und anderen Teilen aus dem Zyklus Mein Vaterland

MAURICE STEGER AND FRIENDS Vier herausragende Musiker*innen begeben sich auf eine höchst un­ter­ haltsame Reise durch Die tan­zen­den Nationen – mit Musik von Antonio Vivaldi, Georg Philipp Telemann u. a.

MIKHAIL TIMOSHENKO & ELITSA DESSEVA Mit Mussorgskis Liedern und Tänzen des Todes, mit Liedern sowie mit Zyklen von Ravel und Ibert kehrt das bereits 2022 bejubelte Duo ins Brucknerhaus zurück.

Karten und Infos: +43 (0) 732 77 52 30 | kassa@liva.linz.at | brucknerhaus.at

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Musikalische Choreografien Dienstag, 6. Februar 2024, 19:30 Uhr Großer Saal, Brucknerhaus Linz

Xavier de Maistre | Harfe Basque National Orchestra Robert Treviño | Dirigent

Saison 2023/24 – Das Große Abonnement VI 6. von 10 Konzerten im Abonnement


Programm Maurice Ravel (1875–1937) La Valse. Poème chorégraphique M. 72 (1919–20) Alberto Ginastera (1916–1983) Konzert für Harfe und Orchester op. 25 (1956–65, rev. 1968) I Allegro giusto II Molto moderato III Liberamente capriccioso – Vivace

– Pause – Maurice Ravel Alborada del gracioso M. 43, Nr. 4 (1904–05, 1918) Rapsodie espagnole M. 54 (1895, 1907–08) I Prélude à la nuit. Très modéré – II Malagueña. Assez vif III Habanera. Assez lent et d’un rythme las IV Feria. Assez animé

Pavane pour une infante défunte M. 19 (1899, 1910) Bolero M. 81 (1928)

Konzertende ca. 21:30

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alla breve Das Programm auf einen Blick

Als „eine Art Hommage an den großen Strauß“ entwarf Maurice Ravel sein Orchesterstück La Valse, von dem er selbst sagte: „Es ist eine tanzende, kreisende, halluzinierende Ekstase, ein Wirbel von Tänzerinnen, die sich mit letzter Leidenschaft bis zur Erschöpfung ausschließlich durch den Walzer mitreißen lassen.“ Im heutigen Konzert bildet das Werk gewissermaßen die Ouvertüre für einen ganzen Reigen mitreißender Tänze, darunter Alborada del gracioso, ein Klavierstück, das Ravel 1916 für die berühmten Ballets Russes orchestrierte, die von spanischen Volkstänzen durchzogene Rapsodie espagnole und natürlich der weltberühmte Bolero, den der Komponist ursprünglich ebenfalls als Ballettmusik zu Papier brachte. „Hilfe, ein Verrückter, ein Verrückter, ein Verrückter“, soll eine Frau nach der Uraufführung des radikal neuartigen Stücks am 22. November 1928 entsetzt ausgerufen haben, worauf Ravel, als ihm sein Bruder Edouard davon erzählte, erwiderte: „Die … die hat es verstanden!“ Diesem klingenden Tanzkosmos aus der Feder Ravels steht das zwischen 1956 und 1965 komponierte Harfenkonzert von Alberto Ginastera gegenüber. Das nicht zuletzt mit seiner umfang- und farbenreichen Schlagwerkbesetzung auffallende Werk – darunter lateinamerikanische Instrumente wie Güiro, Bongos und Maracas –, in dessen erstem und drittem Satz ein argentinischer Malambo erklingt, entstand in einer Zeit, als sich der argentinische Komponist verstärkt mit der Volks- und Tanzmusik seiner Heimat auseinandersetzte.


Musikalische Choreografien

„WIR TANZEN AUF EINEM VULKAN“ Bereits im Jahr 1906 beschäftigte sich Maurice Ravel erstmals mit Plänen zu seinem 1920 vollendeten Poème chorégraphique mit dem Titel La Valse. Anfangs als „eine Art Hommage an den großen Strauß“ konzipiert, stand die Idee des Werkes ursprünglich in einer Reihe mit dem 1909 komponierten Menuet sur le nom d’Haydn sowie den zwei Jahre darauf vollendeten Valses nobles et sentimentales, in denen Ravel die Tanzmusik vergangener Zeiten durchaus ironisch und mit Hang zu verspielter Melodik und Rhythmik wiederaufleben ließ. Den Arbeitstitel Wien ließ er dabei bereits 1914 fallen, ehe er in den Wirren des Ersten Weltkriegs schließlich das gesamte Werk aus den Augen verlor. Erst 1919, als ihn Sergei Djagilew, der berühmte Gründer und Choreograf der Ballets Russes mit der Komposition eines Balletts beauftragte, griff er die Idee wieder auf und änderte dabei nicht nur den Titel und die Gattungsbezeichnung, sondern auch die Konzeption des gesamten Werkes. „Eine Art Apotheose des Wiener Walzers“ war es, was ihm nunmehr vorschwebte, die im Verlauf der Komposition immer mehr in den Sog „eines phantastischen und verhängnisvollen Wirbelns“ geraten sollte. Seine dezidierten programmatischen Vorstellungen notierte er auf der ersten Seite der Partitur: „Flüchtig lassen sich durch schwebende Nebelschleier hindurch tanzende Walzerpaare erkennen. Nach und nach lösen sich die Schleier auf: man erblickt einen riesigen Saal mit zahllosen im Kreise wirbelnden 6


Maurice Ravel La Valse

Maurice Ravel, Fotografie des Studios Lipnitzki, um 1930

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Maurice Ravel Alborada del gracioso

Menschen. Die Bühne erhellt sich zunehmend. Die Kronleuchter erstrahlen in hellem Glanz beim ff. Eine kaiserliche Residenz, um 1855.“ Als Ravel das Stück Djagilew im April 1920 gemeinsam mit der Pianistin Marcelle Meyer in einer Fassung für zwei Klaviere vorstellte, war dieser jedoch enttäuscht, da er darin zwar „ein Meisterwerk“, in Ermangelung einer konkreten Handlung aber lediglich „das Abbild eines Balletts“ erkannte. Während zahlreiche Zeitgenoss*innen die zwischen Walzerseligkeit und heftigen Fortissimo-Ausbrüchen changierende Tonsprache als Totentanz und Abgesang auf die glanzvolle Epoche der Strauß-Dynastie interpretierten und darin sogar eine Vorausahnung und Auseinandersetzung mit den Kriegen des 20. Jahrhunderts zu erkennen meinten, bestritt Ravel derartige Zusammenhänge und betonte: „Ich habe den Titel ,Wien‘ in ,La Valse‘ geändert, weil er dem ästhetischen Charakter des Werkes besser genügt. Es ist eine tanzende, kreisende, halluzinierende Ekstase, ein Wirbel von Tänzerinnen, die sich mit letzter Leidenschaft bis zur Erschöpfung ausschließlich durch den Walzer mitreißen lassen.“ Andreas Meier

EIN SPANISCHER FRANZOSE Seine „zweite musikalische Heimat“ sei Spanien, hat Ravel einmal gesagt – und diesen Herzensbezug zum Herkunftsland seiner baskischen Mutter in etlichen Werken bewiesen. Dazu zählt unter anderem ein Stück aus seinem Zyklus Miroirs: Die rund siebenminütige Alborada del gracioso (gemeinhin als Morgenlied des Narren übersetzt) ist unzweifelhaft spanisch getönt, am offensichtlichsten durch das Kastagnetten-Geklacker in der Orchesterfassung. Es wäre jedoch nicht Musik von Maurice Ravel, würden hier bereitwillig touristische Hörerwartungen erfüllt: Auf einen drahtigen, schelmisch leisen Beginn folgt ein unverhoffter Fortissimo-Ausbruch; im Mittelteil vermittelt ein ätherisch feiner Schwebeklang Frieden, bevor sich die Musik am Ende wieder zum anfänglichen Energiepegel steigert und in einem frappanten D-Dur-Schluss gipfelt. 8


Maurice Ravel Alborada del graciosoa

Titelseite der Erstausgabe der Pavane pour une infante défunte in der Klavierfassung, 1899

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Manuskript der vierhändigen Klavierfassung von Ravels Bolero, 1929

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Maurice Ravel Rapsodie espagnole, Pavane pour une infante défunte & Bolero

Ravels Rapsodie espagnole, 1908 in einem Orchesterkonzert aus der Taufe gehoben, reitet ebenfalls nicht auf ‚Olé!-Klischees‘ herum: Der Schallpegel steigert sich in den ersten drei Stücken nur selten über die Piano-Region hinaus, erst in der abschließenden Feria (Jahrmarkt) bricht sich Lebensfreude lautstark Bahn. Davor gibt weitgehend eine delikate Sinnlichkeit, meisterhaft orchestriert, den Ton an: Ein säuselndes, absteigendes Streichermotiv (das in den Folgesätzen wiederkehrt) und träumerisch schillernde Klangfarben prägen das Prélude à la nuit; im Satz mit dem Titel Malaguena (ein spanischer Volkstanz) berücken sanfte Holzbläser, auch in der Habanera vermittelt sich die Tanzstimmung mit feiner Klinge. Wer genau hinhört, kann in der Mitte der überschwänglichen Feria bereits ein melodisches Bruchstück des Bolero entdecken. Apropos Bolero: Ravel stand seinen zugkräftigsten Werken skeptisch gegenüber. Das galt schon für die Pavane pour une infante défunte. Das kleine Klavierstück verdankt sich einem Auftrag der Mäzenin und Nähmaschinen-Millionärin Winnaretta Singer und entfaltete ab 1899 rasch unverhofft große Wirkung – nämlich als Verkaufsschlager bei jungen Klavierschüler*innen. Ravels Reaktion? 1910 erstellte er, durchaus geschäftstüchtig, eine Orchesterfassung, zwei Jahre später verdammte er den Ohrwurm, dessen atmosphärischer Titel mit einem alten, höfischen Spanien kokettiert (Pavane für ein verstorbene Infantin), in deutlichen Worten: „Ich sehe nicht mehr, was den Wert der ‚Pavane‘ ausmachen könnte, umso deutlicher erkenne ich ihre Mängel; sie ist allzu offenkundig von [Emmanuel] Chabrier beeinflusst“. Die breite Öffentlichkeit betrachtet es bis heute anders: Das bittersüße Rondo hat es 2012 sogar bis nach Hollywood geschafft, genauer gesagt in Christopher Nolans Batman-Film The Dark Knight Rises. Gleichwohl steht auch dieser Erfolg im Schatten von Ravels Über-Hit, dem Bolero – jenem Triumph, der dem Franzosen im Jahr 1928 mehr oder minder unverhofft ‚passiert‘ ist. Eigentlich hätte es nur „ein Experiment in einer sehr speziellen und begrenzten Richtung sein“ sollen, erklärte Ravel im Nachhinein glaubhaft. Tatsächlich steht hinter seinem Bolero ein Konzept, das keineswegs einen Kommerzerfolg versprach: 12


Alberto Ginastera Konzert für Harfe und Orchester

Zwei Melodien wiederholen sich, mehr oder minder mechanisch begleitet, unablässig in der Form AABB. Allein die Orchestrierung sorgt für Abwechslung, im Verlauf des Stücks treten polytonale Effekte hinzu: Nachdem unterschiedliche Soloinstrumente die Melodien ‚gesungen‘ haben, kommen Piccoloflöten, Horn und Celesta gemeinsam an die Reihe – und das in drei verschiedenen Tonarten parallel. Gleichwohl: Die Sogwirkung, die dieses großräumige Crescendo entwickelt, die hypnotisch-erotische Kraft seines gleichförmigen Rhythmus bis hin zum donnernden Kollaps suchen ihresgleichen – und haben den Bolero in den Rang eines Werks gehievt, das in keiner „Best of Klassik“Sammlung fehlen darf. Nicht unbedingt zu Ravels Freude, wie gesagt. „Mein Meisterwerk? Der ‚Bolero‘ natürlich“, pflegte er auf entsprechende Fragen angeblich zu antworten – mit dem doppelbödigen Nachsatz: „Schade nur, dass er überhaupt keine Musik enthält.“ „EIN NATÜRLICHES TALENT“ „Kein Bericht über die Musik Argentiniens wäre komplett ohne die Erwähnung seines Namens“, streute Aaron Copland 1942 in einem viel zitierten Artikel seinem noch jungen Kollegen Alberto Ginastera Rosen. Der 25-Jährige aus Buenos Aires, so schwärmte Copland, besitze „ein natürliches Talent, brillant wirkungsvolle Musik zu schreiben“, und ein „Geschick für leuchtend klingende Orchestrierungen“. Die Lobeshymne hatte ihre Berechtigung: Ginastera sollte sich zu einer Zentralgestalt der südamerikanischen Musikszene entwickeln. 1916 in der argentinischen Hauptstadt geboren und an verschiedenen Konservatorien ausgebildet, nahm seine Karriere im Jahr 1938 Fahrt auf, als der bekannte Dirigent und Komponist Juan José Castro eine Ballettmusik-Suite aus seiner Feder dirigierte. Ginastera stieg in der Folge nicht nur zu einem gefragten und produktiven Komponisten auf, sondern auch zu einem prägenden Pädagogen: Er unterrichtete am Conservatorio National in Buenos Aires und organisierte zudem Kompositionskurse, für die er Schwergewichte der Avantgarde wie Iannis Xenakis und Luigi Nono gewann. Ginastera selbst schuf ein reichhaltiges und vielfältiges Gesamtwerk, das intime Kammermusiken ebenso umfasst wie abendfüllende Opern – ein Œuvre, das die Tonalität nicht ausschloss, aber auch zu scharfen, expressiven Dissonanzen fand. 13


Alberto Ginastera Konzert für Harfe und Orchester

Alberto Ginastera, Fotografie von Annemarie Heinrich, 1951

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Alberto Ginastera Konzert für Harfe und Orchester

Stilistisch bezog Ginastera Anregungen aus der rhythmisch lebhaften Folklore seiner Heimat, aber ebenso aus der avancierten Harmonik der europäischen Moderne und aus der Avantgarde. Dabei wehrte er sich gegen eine Schubladisierung als Vertreter eines „musikalischen Nationalismus“. Ginasteras Konzert für Harfe und Orchester op. 25 – beauftragt 1956, fertiggestellt jedoch erst etliche Jahre später und uraufgeführt 1965 – hebt sich wohltuend von anderen Stücken aus diesem Fach ab: Anstatt die sattsam bekannten Engelstöne der Harfe ins Rampenlicht zu rücken, setzt Ginastera das Zupfinstrument stark rhythmisch ein. Der Kopfsatz, ein Allegro giusto, wechselt zwischen pastellzarten Klangflächen und pochenden, tänzerischen Rhythmen mit folkloristischer Note. Das Molto moderato beginnt im Anschluss mit kontrapunktisch verflochtenen Streicherlinien und erinnert mit seinen irisierenden, mysteriösen Farbenspielen streckenweise an Béla Bartóks Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta. Das Finale startet mit einem ausgedehnten, versonnenen Harfensolo, das schlagartig einem drängenden Orchesterrhythmus weicht. Die Harfe stimmt dazu ein schlichtes pentatonisches Thema an, die Bläsergruppe greift dieses begierig auf. Während die Musik an Wucht gewinnt (nicht zuletzt durch die Tom-Tom-Trommeln), steigert sich auch die Dissonanz-Spannung in den Akkorden; eine letzte Steigerung reißt scharf ab – und dem Publikum den Applaus aus den Händen. Christoph Irrgeher

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Biografie

Xavier de Maistre Harfe

Xavier de Maistre ist einer der führenden Harfenisten der Gegenwart und ein zutiefst innovativer Musiker. Als leidenschaftlicher Verfechter seines Instruments hat er das Harfenrepertoire erweitert und bei Kom­ ponist*innen neue Werke in Auftrag gegeben. Außerdem erstellt er Transkriptionen von wichtigen Instrumentalwerken. Er begann seine Saison 2023/24 mit der Eröffnung der Konzert­sai­son des Atlanta Symphony Orchestra unter Nathalie Stutzmann. Mehrere Aufführungen des ersten Harfenkonzerts von Péter Eötvös, das ei­gens für ihn geschrieben wurde, führen ihn zum Orchestre Philharmonique de Radio France, zum Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, zum Or­ques­ tra Sinfónica do Porto Casa da Música, zum Or­ches­tre de la Suisse Romande, zum NHK Symphony Orchestra und zum ORF Radio-Sym­ phonieorchester Wien. Mit seinem Duoprogramm Serenata Latina mit Rolando Villazón tritt er an renommierten Orten und bei Festivals wie der Philharmonie de Paris, dem Lincoln Center in New York, dem Mo­zar­teum Salzburg und dem „Yerevan Perspectives“ International Music Festival auf. Zu den weiteren Höhepunkten zählen Einladungen zum George Enescu Festival, zum Singapore und zum Sydney Symphony Orchestra so­wie zum Luzerner Sinfonieorchester. Als Solist war Xavier de Maistre bei vielen hochkarätigen Festivals zu Gast, außerdem arbeitet er regelmäßig mit Diana Damrau, Arabella Steinbacher, Daniel Müller-Schott, Baiba Skride, Antoine Tamestit und Mojca Erdmann zusammen. Der in Toulon geborene Musiker stu­dier­ te Harfe am dortigen Konservatorium, bevor er seine Technik bei Catherine Michel und Jacqueline Borot in Paris perfektionierte. 1998 erhielt er den 1. Preis bei der USA International Harp Competition und wurde im selben Jahr als erster französischer Musiker bei den Wie­ ner Philharmonikern aufgenommen. Seit 2001 unterrichtet er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Xavier de Maistre spielt auf einem Instrument von Lyon & Healy. 16


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Biografie

Basque National Orchestra

Das Basque National Orchestra ist heute eines der führenden Sin­ fonieorchester Spaniens. 1982 von Enrique Jordá gegründet, spielt es vier Sinfoniezyklen in den Städten Vitoria, Bilbao, San Sebastián und Pamplona sowie zwei weitere mit Kammermusik und Musik für Kinder. Außerdem tritt es bei Sommerfestivals und Opernaufführun­ gen auf. Tourneen führten es nach Deutschland, in die Schweiz, ins Ver­einigte Königreich, nach Frankreich, Italien, Polen, Argentinien, Bra­silien und Chile. Seit 2017 ist Robert Treviño Chefdirigent des Or­ chesters. Frühere musikalische Leiter waren unter anderem Andrés Orozco-Estrada, Gilbert Varga und Hans Graf. Die Liste seiner Gast­ dirigenten reicht von Yehudi Menuhin und Krzysztof Penderecki über Christopher Hogwood bis Giovanni Antonini und Pinchas Steinberg, jene der Solist*innen von Hélène Grimaud über Elisabeth Leonskaja und Maria João Pires bis Pinchas Zukerman. 18


Biografie

Robert Treviño Dirigent

Robert Treviño entwickelte sich rasch zu einer Größe unter den ame­ri­ kanischen Dirigenten. Er ist Chefdirigent des Basque National Orchestra und Erster Gastdirigent des Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai. In der Saison 2023/24 folgte er bereits einer Wiedereinladung der Dresdner Philharmonie und der NDR Radiophilharmonie, wird sein Debüt an der Oper Zürich sowie am Teatro La Fenice geben sowie zum Sinfonieorchester Basel, zum SWR Sinfonieorchester, zum Gürzenich Orchester Köln und zum Orchestre National du Capitole de Toulouse zurückkehren. Das Basque National Orchestra führt er nun nach Linz und Salzburg. In jüngerer Zeit hat er mit namhaften europäischen Orchestern zusammengearbeitet, außer­dem hat er die großen Orchester von Cleveland, Baltimore und San Francisco dirigiert. Weiters trat er als Gastdirigent bei führenden Fes­ti­vals auf, darunter die Mahler-Festivals von Leipzig und Mailand so­wie das Puccini Festival in Torre del Lago. 19


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HIGHLIGHTS BRUCKNER-JAHR 2024 DI 10 SEP 19:30 GROSSER SAAL Philippe Herreweghe

DI 17 SEP 19:30 GROSSER SAAL Marc Minkowski

SO 22 SEP 18:00 STIFTSBASILIKA ST. FLORIAN Thomas Hengelbrock

DO 10 OKT 19:30 GROSSER SAAL

ab

200 jahre

PHILIPPE HERREWEGHE & ORCHESTRE DES CHAMPS-ÉLYSÉES Übersteigern – Bruckners 8. Sinfonie im Originalklang

MARC MINKOWSKI & LES MUSICIENS DU LOUVRE Entgrenzen – Bruckners 6. Sinfonie im Originalklang

THOMAS HENGELBROCK & MÜNCHNER PHILHARMONIKER Bruckners f-Moll-Messe

FRANÇOIS-XAVIER ROTH & LES SIÈCLES Vergöttern – Bruckners 9. Sinfonie im Originalklang

François-Xavier Roth

Karten und Infos: +43 (0) 732 77 52 30 | kassa@liva.linz.at | brucknerhaus.at

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VORSCHAU: Das Große Abonnement in der Saison 2023/24

Gianandrea Noseda & Münchner Philharmoniker Bedřich Smetana zum 200. Geburtstag

Montag, 11. März 2024, 19:30 Uhr Großer Saal, Brucknerhaus Linz Werke von Bedřich Smetana Münchner Philharmoniker Gianandrea Noseda | Dirigent

Karten und Info: +43 (0) 732 77 52 30 | kassa@liva.linz.at | brucknerhaus.at Herausgeberin: Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH, Brucknerhaus Linz, Untere Donaulände 7, 4010 Linz CEO: Mag. Dietmar Kerschbaum, Künstlerischer Vorstandsdirektor LIVA, Intendant Brucknerhaus Linz; Dr. Rainer Stadler, Kaufmännischer Vorstandsdirektor LIVA Redaktion: Andreas Meier | Texte: Christoph Irrgeher, Andreas Meier | Biografien: Romana Gillesberger Lektorat: Mag. Claudia Werner | Gestaltung: Anett Lysann Kraml, Lukas Eckerstorfer Leiter Programmplanung, Dramaturgie und szeni­sche Projekte: Mag. Jan David Schmitz Abbildungen: M. Fabricci (S. 2 [1. v. o.]), S. Pasqualetti (S. 2 [2. v. o.]), Millot (S. 2 [3. v. o.]), M. Cessat-Bégler (S. 2 [4. v. o.]), privat (S. 7, 9 & 14), British Library, London (S. 10–11),N. Lund (S. 17), J. Egaña (S. 18), C. Dirksen (S. 19), M. Hendryckx (S. 21 [1. v. o.]), B. Chelly (S. 21 [2. v. o.]), F. Grandidier (S. 21 [3. v. o.]), H. Talinski (S. 21 [4. v. o.]), S. Pasqualetti (S. 22) Programm-, Termin- und Besetzungsänderungen vorbehalten LIVA – Ein Mitglied der Unternehmensgruppe Stadt Linz


Yumeka Nakagawa Werke von Mozart, Debussy, Schumann, Liszt und Gounod

Foto: Susanne Diesner

C. BECHSTEIN KLAVIERABEND 15. Februar 2024 · 19:30 Uhr VERANSTALTUNGSORT UND KARTEN

Brucknerhaus Linz · Untere Donaulände 7 · 4010 Linz +43 (0) 732 77 52 30 · kassa@liva.linz.at C. Bechstein Centrum Linz / Klaviersalon Merta GmbH Bethlehemstraße 24 · A-4020 Linz · +43 (0) 732 77 80 05 20 linz@bechstein.de · bechstein-linz.de


HAPPY DIAMONDS


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