Monatszeitung für Wädenswil und Richterswil 12. Jahrgang
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Monatszeitung für Wädenswil und Richterswil 12. Jahrgang
Ernährung, Ernährungssicherheit – ein gewichtiges Thema. In Wädenswil, wo Essen und Trinken und deren Genuss, Herstellung und Forschung schon immer grossen Stellenwert hatte, wird aktiv an der Zukunft dazu mitgearbeitet.
Text & Bilder: Stefan BaumgartnerAnfang Oktober starteten die schweizweit abgehaltenen «Tage der Agrarökologie» mit einer Podiumsdiskussion im Campus Grüental. Hier wurde über eine Veränderung in der Produktion von Lebensmitteln diskutiert. Teilnehme -
rinnen und Teilnehmer aus allen Sparten von Konsumenten, Produzenten und Bund waren sich einig, dass ein Wandel des Ernährungssystems notwendig ist. Und im November gaben Agroscope, das dem Bundesamt für Landwirtschaft angegliederte Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung, und
die ZHAW, die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, bekannt, dass sie ihre Zusammenarbeit in der Lebensmittelforschung intensivieren und haben dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel sei es, gemeinsam und ergänzend für gesunde Ernährung zu forschen. (Der Wädenswiler Anzeiger berichtete in der Oktober- und November-Ausgabe darüber.) Ende November nun gab das Wädenswiler ZHAW-Departement Life Sciences und Facility Management bekannt, dass es eine Partner-
schaft mit dem Food Campus Berlin eingeht. Der Food Campus Berlin und das Wädenswiler ZHAW-Departement Life Sciences und Facility Management engagieren sich gemeinsam für Planetary Health, also für den Gesundheitszustand der menschlichen Zivilisation und der sie umgebenden Umwelt, von der sie abhängt.
Das Ziel ist, Aktivitäten auf dem Gebiet regenerativer Agro-Food-Systeme international zu verstärken und gemeinsam an der Zukunft der Lebensmittelproduktion und einer gesunden und nachhaltigen Ernährung zu arbeiten. Die Partnerschaft wurde Anfang November 2022 anlässlich der Berlin Science Week unterzeichnet.
Planetary Health ist ein von der Rockefeller Foundation und The Lancet entwickeltes Konzept, das den Gesundheitszustand der menschlichen Zivilisation und der sie umgebenden Umwelt thematisiert. Die ökologischen Grenzen unseres Planeten sind überschritten, und Lösungen für eine regenerative Zukunft können nur gemeinsam erarbeitet werden. Als ersten
Schritt der Zusammenarbeit haben Jörg Reuter, Geschäftsführer des Food Campus Berlin, und Urs Hilber, Direktor der ZHAW in Wädenswil, im Rahmen der Berlin Science Week Anfang November ein Memorandum of Understanding unterzeichnet und die Zusammenarbeit damit formalisiert. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die gemeinsamen Aktivitäten auf den Gebieten regenerativer Agro-Food Systeme, Planetary Health und Planetary Diet zu vertiefen, die internationale Vernetzung zu stärken und die Attraktivität beider Partner und Standorte zu erhöhen. So sollen konkrete gemeinsame Aktivitäten zu neuen Angeboten in den Bereichen Bildung und Weiterbildung führen, wie beispielsweise eine Summer School. Gemeinsame, internationale Forschung und Entwicklung sollen den Praxistransfer in innovative Produkte und Dienstleistungen ermöglichen.
Und schliesslich fand – als weiterer Mosaikstein für Wädenswil – die Veranstaltung «Netzwerk Food Kanton Zürich» in den Räumlichkeiten der ZHAW statt.
Dabei haben der Kanton Zürich und die Denkfabrik Food Visionaries Vertreterinnen und Vertreter des kantonalen Food-Ökosystems zusammengebracht. Bei dieser Netzwerkveranstaltung in den ZHAW-Räumlichkeiten auf dem ehemaligen Seifen-Sträuli-Areal referierten und diskutierten verschiedene Persönlichkeiten zum Thema, zudem wurde eine aktuelle Studie zu den Bedürfnissen der Szene vorgestellt und diskutiert.
Das Netzwerk Food Kanton Zürich startete 2021 mit virtuellen Round Tables und wurde nun auf Initiative der Standortförderung des
Kantons und der Denkfabrik Food Visionaries greifbar in einen grösseren Kontext und nach Wädenswil gebracht. So soll die regionale Innovationskraft im Bereich Food gestärkt werden. «Die Food-Branche spielt unbestritten eine zentrale Rolle, wie die wachsenden Probleme in der Ernährung gelöst werden können», sagte Anne Schmidt, Projektleiterin Food bei der Standortförderung des Kantons. In den letzten Jahren habe die Anzahl Betriebe und Unternehmen in der ganzen Wertschöpfungskette des Kantons Zürich stark zugenommen und man habe hervorragende Hochschulen in Zürich, um die regionale Innovationskraft im Bereich Food weiter zu stärken. Und Wädenswil sei nicht nur ein idyllischer Ort am Zürichsee. Wädenswil sei auch ein wichtiger Ort im Food-Ökosystem, mit kleinen und grossen Betrieben, die innerhalb der ganzen Food-Wertschöpfungskette gut vernetzt sind, und man habe hervorragende Ausund Weiterbildungsmöglichkeiten.
In der Folge stellte Michael Kleinert, Leiter des ZHAW-Instituts für Lebensmittel- und Getränkeinnovation sein Institut wie auch Entwicklungen von «Forschung und Lehre zwischen Genuss
Michael Kleinert, Leiter des ZHAW-Instituts für Lebensmittel- und Getränkeinnovation. Bild: stb
und regenerativer Lebensmittelherstellung» vor. Er erwähnte auch das neue Gebäude weiter oben an der Einsiedlerstrasse, welches das Thema «Future of Foods» beheimatet; berichtete von Forschungen, etwa an Fermentierungen oder aber auch – ganz wichtig – an den Verpackungen oder der Verwertung von Abfallprodukten. «Wie können wir Kleie, die früher in die Tierfütterung ging, in die Lebensmittelproduktion geben?» ist etwa eine der Fragen, mit der sich Kleinerts Institut befasst. Er erwähnte auch, dass der neue ZHAW-Studiengang Preneurship for Regenerative Food Systems (PREFS) der erfolgreichste neugeschaffene Studiengang wurde.
Vorgestellt wurden auch die Ergebnisse einer Studie zu den Bedürfnissen der verschiedenen Interessengruppen im Food-Ökosystem, durchgeführt im Auftrag der Standortförderung des Kantons Zürich. Gemäss der Studie zählen über 10 800 Firmen aus den Bereichen Produktion, Verarbeitung, Handel, Detailhandel und Konsumation zum Ökosystem. Dabei ist in den letzten fünf Jahren eine ganze Reihe neuer Unternehmen im Detailhandel und in der Verarbeitung entstanden. Als Ansatzpunkte für Hilfestellungen identifiziert die Studie unter anderem den Mangel an Produktionsstandorten oder regulatorische Hürden. «Produktionsplätze sind schwieriger zu finden als Büroarbeitsplätze», weiss Lucas Grob von Swiss Food Research. Und Peter Braun, ebenfalls Swiss Food Research, stellte fest, dass sich Konsumentinnen und Konsumenten nicht kongruent verhalten: «Was sie sagen und tun ist nicht deckungsgleich!», was heisst, dass zwar mehr Bio-Qualität verlangt wird, tatsächlich dann aber konventionell eingekauft wird. Das Food- und Agro-Tech ein neuer Wirtschaftsschwerpunkt in der Schweiz werden kann, und auch wie entsprechende Start-ups finanziert werden können, behandelten die zwei folgenden Referate.
In der abschliessenden Paneldiskussion erörterten Fachleute, was die grössten Herausforderungen der Branche sind. So wurde die Notwendigkeit stärkerer staatlicher Förderung genannt, auch einen institutionellen Dialog im Ökosystem wurde gewünscht. Ein starkes Wort kam von Ferdi Hodel, Geschäftsführer des Zürcher Bauernverbandes: «Wir müssen Nahrungsmitteln wieder einen Wert geben – momentan definieren wir sie über den Preis!» Wie sagte auch Jörg Reuter vom Food Campus Berlin? «Die Schlacht um eine nachhaltige Zukunft wird auf dem Teller entschieden!»
Und wie kann sich hier die Stadt Wädenswil einbringen? Die Netzwerk-Veranstaltung haben auch Stadträtin Astrid Furrer und Stadtpräsident Philipp Kutter besucht. Nebst den bestehenden Angeboten für Forschung und Lehre haben sich in Wädenswil auch bereits Firmen aus dem Food-Tech angesiedelt. Herausforderung wird sein, diesen Firmen hier auch entsprechend Entwicklungspotenzial zur Verfügung zu stellen. So kann aus der Bildungs- und Forschungsstadt dereinst wieder ein valabler Produktionsstandort werden.n
Der Verein Eisbahn Wädenswil geht per sofort eine Zusammenarbeit mit der Energie Genossenschaft Zimmerberg ein und bezieht für die Eisbahn ein Solarstrom-Zertifikat. Mit dem Kauf eines Solarstrom-Zertifikats von der Energie Genossenschaft Zimmerberg wird der gesamte Strombedarf für den Betrieb der Eisbahn mit hundert Prozent Solarstrom gedeckt. Die EGZ garantiert mit Herkunftsnachweisen (HKN), dass die elektrische Energie von verschiedenen Solaranlagen aus der Region stammt und in das Stromnetz eingespeist wird. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit liegen im starken Interesse des Vereins Eisbahn Wädenswil. Der Verein beteiligt sich darum an der Projektausschreibung 1816 der Sparcassa Wädenswil für eine finanzielle Unterstützung in weitere Solarstromzertifikate für die kommenden Eisbahn-Saisons. Der Verein Eisbahn freut sich mit diesem Entscheid eine weitere Massnahme zur Nachhaltigkeit leisten zu können. e
«Corona sei vorüber», liest man allenthalben. Ist das so? Tatsächlich liegen kranke Menschen wieder vermehr mit Grippe denn mit Covid-19 im Bett. (An dieser Stelle allen gute Besserung!) Und was ist mit den Erkenntnissen aus der Pandemie und den guten Vorsätzen? Flugbewegungen nähern sich wieder dem Vor-PandemieStand, und ein Wädenswiler Bauer mit eigenem Hofladen bemerkte, dass die Umsätze «schon nicht mehr so hoch seien wie während der Pandemie». Gilt also lokal kaufen, lokal denken schon wieder nichts mehr? Das wäre schade, denn der Wädenswiler Mikrokosmos ist sehr lebenswert. Unterstützen wir ihn!
Nach Jahren ohne Chlauseinzug am ersten Advent konnten Samichlaus mit Gefolge dieses Jahr wieder durch die beleuchtete Zugerstrasse ziehen. Viele Kinder erwarteten am Strassenrand den Chlaus und seine Helfer, wussten ein Sprüchli (mehr oder weniger) auswendig und bekamen dafür ein prall gefülltes Chlaussäckli.
In den Tagen darauf machten Samichlaus und Schmutzli Schul- und Hausbesuche – rund 150 an der Zahl.
Nun ist die Chlaussaison 2022 für die Chlauszunft bereits wieder vorbei; Samichlaus und der Schmutzli haben sich wieder tiefer in den Wald zurückgezogen und geniessen die ruhigen Stunden am Feuer mit ein paar Tassen Tee im Chlaushüüsli. Vielleicht kommt ja das Christkind noch vorbei ... wa
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Frohe Festtage und herzliche Grüsse Stefan Baumgartner, Verleger Wädenswiler Anzeiger
An der Budgetdebatte des Wädenswiler Gemeinderats, die am 12. Dezember abgehalten wurde, folgte das Parlament dem Antrag des Stadtrats, den Steuerfuss um 1% anzuheben. Mit der Senkung des Steuerfusses der Oberstufenschule, den deren Gemeindeversammlung am 29. November beschloss, resultiert so ein unveränderter Gesamtsteuerfuss von 105%.
Text & Bild: Stefan Baumgartner
Mit einer halbstündigen Verspätung – der Stadtpräsident wie auch der Präsident der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission befanden sich von Zürich herkommend in einem verspäteten Zug – begann die wohl intensivste Sitzung im Jahreskalender des Wädenswiler Parlaments. Und bis Ratspräsident Lukas Wiederkehr etwas nach 22.30 Uhr und nach vierstündiger Diskussion das Ende verkünden konnte, wurde um einige Budgetposten gefeilscht. In den meisten Abstimmungen machte sich die seit dieser Legislatur herrschende bürgerliche Mehrheit bemerkbar, und die neuen Stadträte Rappazzo (GLP) und Wolfer (FDP) erfuhren so, wie es wirkt, wenn Parteimitglieder gegen ihre eigenen Stadträte stimmen. Jedoch gelang den bürgerlichen Parteien die angestrebte Steuersenkung (bzw. auf Gemeindeebene die Beibehaltung des bisherigen Steuerfusses von 85%) nicht – auch aufgrund der Stimmenthaltung von GLP-Frau Monika Tanner Imfeld. So beschloss das Parlament, den Stadtrat in seinen Bemühungen um Mehreinnahmen und Schuldenabbau zu unterstützen.
Begonnen wurde die Ratssitzung mit der Fragestunde. Urs Hauser (EVP) wollte wissen, ob der Stadtrat gedenke, für die Besetzung der vakanten Stellen in der Schulverwaltung eine externe Stelle zu beauftragen. Da Personal in der Schulverwaltung vom Stadtrat angestellt wird, gab Philipp Kutter die Antwort, dass dies denkbar sei.
Aktuell sei man noch in Gesprächen, es sei aber grundsätzlich sehr anspruchsvoll, geeignetes Personal zu finden.
Angelo Minutella (GLP) hatte einen Fragekatalog zu Freitagen, die die Stadt, etwa über Weihnachten, ihren Mitarbeitenden gewährt. Auch hier konnte der Stadtpräsident mitteilen, dass man an der gewohnten und langjährigen Praxis, die auch der Kanton so pflege, festhalten wolle, während Minutella als Replik auf die Antwort Kutters die Verschwendung von Steuergeldern witterte. Da Mona Fahmy (SP) per Ende Jahr den Gemeinderat verlässt, wurde neu Karin Signer (SP) in die Raumplanungskommission gewählt.
Ulrich Reiter, Präsident der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission, konnte für das Budget 2023 einen eigentlich erfreulichen Ertragsüberschuss von 2,8 Mio. Franken verkünden. Das helfe aber nur in geringem Ausmass, das mittel- und langfristige Anwachsen der Verschuldung zu verlangsamen. Es würden jährlich rund 5 Mio. Franken im Cashflow fehlen, um die notwendigen Investitionen zu finanzieren. Für die Verbesserung des Cashflow gäbe es zwei Möglichkeiten: Erträge erhöhen oder Aufwand reduzieren. Oder eben – wie es der Stadtrat Finanzen formuliert habe – beides tun. Über den Weg seien sich aber Stadtrat und Gemeinderat seit Jahren nicht einig. Christoph Wolfer als Stadtrat Finanzen betonte die Wichtigkeit, eine langfristige Finanzpolitik auf-
zubauen. Schulden müssten abgebaut werden, und das gehe nur gemeinsam. «In der Beurteilung des Weges dorthin haben wir noch Differenzen, zumindest mit Teilen der GRPK», liess der Finanzchef der Stadt den Gemeinderat wissen. Zur verabschiedeten Finanzstrategie der Stadt gehöre eine Leistungsüberprüfung, dieser Prozess sei aber nicht in einem Jahr abgeschlossen, und auf die Leistungsüberprüfung folge ein politischer Prozess.
In der Folge wurde über Anträge der GRPK zu den einzelnen Abteilungen beraten. Da auch die GRPK eine bürgerliche Mehrheit aufweist, standen einige Kürzungsanträge auf der Traktandenliste.
So kürzte der Rat die Löhne des Verwaltungs- und Betriebspersonal um CHF 100 000 und verhinderte so die Schaffung einer neuen Stelle in der Präsidialabteilung. Angelo Minutella befand, es sei nicht nachvollziehbar, wieso jetzt neue Stellen geschaffen würden, während Stadtpräsident Philipp Kutter darzulegen versuchte, dass seine Abteilung diese Stelle zur Bewältigung der Aufgaben benötige. So generiere etwa auch jeder Vorstoss aus dem Parlament Aufwand. Kutter wies darauf hin, dass die Infos zur gewünschten Stelle der GRPK zur Verfügung gestanden haben. «Aufgaben sind an gewisse Profile geknüpft. Es ist nicht möglich, dass die Arbeiten mit den bestehen Mitarbeitern ausgeführt werden», appellierte der Stadtpräsident. Thomas Koch (FDP) hingegen bezweifelte, dass die Stadt ohne die geforderte Stelle ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen könne. Urs Hauser (EVP) meinte an die Mehrheit der GRPK gerichtet: «Es wird
einfach gestrichen, ohne nach dem Grund zu fragen. Einfach nur Kosten senken, ist nicht zielführend.» Vergebens: Die Kürzung um CHF 100 000 wurde angenommen. Ebenso gekürzt wurde ein Budgetposten beim Personalaufwand. «Individuelle Lohnsteigerungen» sollen von 0,6 auf 0,2 Lohnprozente gesenkt werden, was rund 240 000 Franken ausmache. Beat Lüthi (FDP) befand in seinen Ausführungen zu Teuerungsausgleich und Lohnerhöhungen, man müsse den Vorgaben des Kantons nicht sklavisch folgen, sondern müsse auch auf die Finanzlage der Stadt Rücksicht nehmen. Und so folgte das Parlament diesen Ausführungen und kürzte auch diesen Budgetposten.
Auch eine auf zwei Jahre befristete Stelle bei der Abteilung Planen und Bauen wurde von der GRPK «kritisch angeschaut», da diese mehr zusätzlichen Aufwand und wenig Ertrag bringen würde. Hier handelte es sich um einen Globalkredit: «Da über Flag-Ziele nicht verhandelt werden kann, kann nur der Weg über den Nettoaufwand gegangen werden», erläuterte Marco Kronauer von der SVP. Und auch wenn die Stadträtin Planen und Bauen, Astrid Furrer (FDP), den Vergleich mit Horgen anstellte, das für ein ähnlich grosses Gebiet doppelt so viel Personal in der Vermessung wie Wädenswil beschäftigt, wurde die Nettoaufwandreduktion angenommen.
Die von Stadtrat Daniel Tanner (SP) geführte Abteilung Gesellschaft muss ebenso Federn lassen: André Zürrer (SVP) wies darauf hin, dass auf Aufwandseite die Kosten um 2,4 Mio. Franken steigen würden, auch wegen der Eingliederung der Abteilung Soziokultur. Bei den Bädern wurde der Globalkredit um CHF
100 000 gekürzt, man solle hier erst die Leistungsüberprüfung abwarten. Da nützte nichts, dass Tanner darauf hinwies, dass Bäder an dritter Stelle der beliebtesten Freizeitangebote stünden und ein Hallenbad immer Teil des Service public sei. Die Budgetkürzung wird Auswirkungen auf die Öffnungszeiten und damit auch wieder auf den Kostendeckungsgrad der Bäder haben. Auch bei der Dienststelle Soziokultur wurde der Rotstift angesetzt. «Die hohen Belastungen des städtischen Budgets sollen sich stabilisieren und nicht weiter steigen», monierte Zürrer. Auch hier zeigten die Worte der Ratslinken wenig Wirkung: Urs Hauser befand, dass die Dienststelle Soziokultur ein Leuchtturmprojekt für Wädenswil
sei; wer langfristig denke, lehne den Kürzungsantrag ab. Ins gleiche Horn stiess Parteikollegin Gaby Bachmann: «Das ist ein Antrag, wo es nur drum geht zu zeigen ‹so und so viel haben wir heute eingespart.› Lange war nur die Freizeitanlage der Prügelknabe, nun ist es die ganze Soziokultur.» Und Urs Hauser doppelte nach und warnte: «Wenn wir das genehmigen, stoppen wir die Entwicklung der Soziokultur!»
Seit Jahren ist die Primarschule beliebtes Kürzungs-Ziel bei der rechten Ratsseite. So konstatierte Nadia Schüpbach (FDP) auch dieses Jahr, dass das Budget um CHF 800 000 höher liege als letztes Jahr und meinte, es sei unklar, wieso der
Aufwand in der Schulverwaltung stetig steige. Ebenso die Personalkosten. Positiv wertete sie, dass die Schulbusfahrten nun mit eigenen Bussen geführt werden können, was die Transportkosten frappant gesenkt hätten.
Eine Mehrheit der GRPK verlangte ein Kürzung um 100 000 Franken bei den Löhnen der Lehrpersonen. «Bevor zusätzliche Ausgaben im Bereich Schulassistenzen getätigt werden, soll zuerst die Überarbeitung des sonderpädagogischen Konzepts abgeschlossen werden», war die Begründung der GRPK zum Antrag zur Budgetkürzung. Judith Fürst befand, dass es Aufgabe der Schulpflege sei, diese Ressourcen zu bestimmen. «Genau dort den Geldhahn zuzudrehen, ist
sehr kurzfristig gedacht und auch ein Zeichen gewisser Gemeinderäte, dass sie ihren eigenen Schulpflegern nicht zutrauen, die richtigen Entscheidungen zu treffen!», brachte sie es auf den Punkt. Auch der neue Schulpräsident befand, dass die Zitrone ausgepresst sei und stellte bei Annahme des Antrags die Beendigung der Begabtenförderung in Aussicht. Joel Utiger (Mitte) konnte sich nach den Ausführungen Rappazzos einen Seitenhieb nicht verkneifen und gratulierte dem neuen Schulpräsidenten zum Seitenwechsel: Er und seine Partei hätten in der vergangenen Legislatur jeweils genau gegenteilig gestimmt, als was er jetzt vertrete. Für einmal lehnte der Rat die Kürzung ab, der Antrag scheiterte auf-
grund einer Stimmenthaltung und des Stichentscheids des Ratspräsidenten. Gestrichen wurden jedoch CHF 700 00 für die Förderung von eigenständigem Lernen, was für Urs Hauser ein erneuter Tritt des Gemeinderats gegen die Schulpflege darstellt.
Wie vor einem Jahr gab die Sanierung des Trainingsplatzes in der Beichlen zu reden. Hier wollte «die Mitte» eine Budgeterhöhung von CHF 350 000 auf CHF 600 000 erwirken, um sofort mit der Sanierung beginnen zu können. Der Rat stellte sich auf die Linie des Stadtrats, der dazu erst eine Weisung ins Parlament bringen wird. Die Sanierung wird so frühestens im Herbst 2023, eher 2024, beginnen können.
Ein letztes Mal entbrannten die Diskussionen um den Steuerfuss. Eine Mehrheit der GRPK wollte diesen – entgegen dem Antrag des Stadtrats, der eine einprozentige Erhöhung beantragte – auf dem aktuellen Niveau von 85% belassen. Ulrich Reiter, der die Minderheit der GRPK vertrat, verstand diesen Antrag nicht: «Wir brauchen beide Seiten; Kosten senken und Ertrag steigern.» Beat Lüthi hingegen verwies auf die verabschiedete Finanzstrategie und die Leistungsüberprüfung. Er erwartet eine konsequente Umsetzung von Spar- und Verbesserungspotenzialen. Sollte dies dann auch nicht zum Erfolg führen, würden sich die Bürgerlichen nicht weiter gegen eine Steuererhöhung aussprechen. Stadtrat Christof Wolfer wies darauf hin, dass der Stadtrat einen konstanten Steuerfuss möchte. Es würde nicht verstanden, jetzt die Steuern zu senken, um sie dann wieder erhöhen zu müssen. Er persönlich gehe auch davon aus, dass künftig die Steuerkraft der Wädenswiler in Relation zum Kanton steige. Weiter hält er es auch für ein falsches Zeichen, während der Budgetdebatte eine halbe Million Franken einzusparen, und mit der Steuerfussbestimmung wieder mit einem Streich auf 900 000 Franken zu verzichten.
Schliesslich wurde der Antrag der Mehrheit der GRPK, den Steuerfuss unverändert bei 85% zu belassen, knapp abgelehnt. Da sich zwei Ratsmitglieder der Stimme enthielten, setze sich hier der Stadtrat (und Mitte-Links) durch. n
Am 3. Dezember eröffneten Regierungsrätin Natalie Rickli und Regierungspräsident Ernst Stocker den SVP-Wahlkampf für die Legislatur 2023–2027. Sie luden zum Frühschoppen ins «Rössli» Schönenberg. Begleitet wurden die beiden vom abtretenden Bundesrat Ueli Maurer.
«D Stube isch volle», meinte Ernst Stocker anerkennend, als er sich im Säli des «Rösslis» umblickte. Tatsächlich zog das hochkarätige Trio viele Interessierte an, und auch der Gesprächsleiter war mit Stadtpräsident und Nationalrat Philipp Kutter alles andere als ein Unbekannter, auch im «schönen Berg» nicht. Kutter wollte sodann von Natalie Rickli wissen, ob sie eine Bundesratskandidatur nicht «gejuckt» hätte. Ueli Maurer habe nicht noch mal vier Jahre warten wollen, meinte Rickli. Für sie sei sofort klar gewesen, dass sie sich nochmals als Zürcher Regierungsrätin zur Verfügung stellen wolle, auch weil dem strapazierten Gesundheitswesen Kontinuität gut tun würde. Wie wichtig die Herkunft eines Bundesrats sei, wollte Kutter in der Folge vom abtretenden Magistraten wissen. «Der Kanton spielt weniger eine Rolle als das Gebiet oder die Herkunft von Stadt oder Land», sagte Maurer. Tatsächlich sei er aktuell der einzige Bundesrat eines Geber-Kantons, alle anderen Bundesräte vertreten Kantone, die vom Finanzausgleich profitieren würden. Und so sei es schon wichtig, dass auch die Seite vertreten sei, die Steuern nach Bern abliefere. Ob es ihn wurme, dass seine Kasse während der Corona-Pandemie so geplündert wurde, wollte Kutter weiter wissen. «Diese Mittel wurden schon gut eingesetzt», sagte Maurer, «im Nachhinein hätte man vielleicht etwas sparsamer sein können. Nun müssen die gemachten Schulden wieder abgebaut wer-
den, das gibt das Gesetz vor.» Man werde künftig auf vieles verzichten müssen: «Es ging uns so lange gut, nun müssen wir den Gürtel wieder etwas enger schnallen!» Der Zürcher Finanzdirektor Ernst Stocker erwähnte seinerseits die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Finanzminister in Bern, gerade während der Pandemie-Zeit. Von den Corona-Milliarden schwenkte die Gesprächsrunde über zum in dieser Zeit arg strapazierten Gesundheitswesen. Hier bedauerte Rickli, dass das Volk ein Ja zur Pflegeinitiative in die Urne einlegte und nicht Ja zum Gegenvorschlag stimmte, der eine schnellere Umsetzung ermöglich hätte. Eine Frage aus dem Publikum betraf die Unruhe im Universitätsspital, das der Zürcher Gesundheitsministerin untersteht: «Wenn es in einem Unternehmen oben nicht mehr stimmt, stimmt es auch unten nicht mehr. Ob man nicht Angst haben müsse, dass die ganze Medizin hinterherhinke?», wollte der Fragesteller wissen. Rickli machte darauf aufmerksam, dass das UniSpital 8000 Mitarbeitende habe, und bestätigte, es habe früher Verfehlungen gegeben. An der Spitze des Spitalrats stehe nun mit André Zemp ein neuer Mann, dem man nun aber Zeit geben müsse, damit die medizinische Versorgung gewährleistet sei. Der Spagat des UniSpitals sei, dass es von der Grundversorgung bis zur Spitzenmedizin alles anbiete. Man habe 43 verschiedene Kliniken am Unispital! Ein anderes Problem und Kostentreiber im Gesundheitswesen ortet Rickli auch im Umstand, dass viele
Leute keinen Hausarzt mehr hätten und darum viel schneller ein Spital aufsuchen würden.
Aus aktuellem Anlass fragte Kutter die beiden Finanzminister nach einer Einschätzung zur serbelnden Credit Suisse – «ob man sich Sorgen machen müsse». Maurer befand, dass die CS mit einem schlechten Management zwar schlechte Jahre gehabt habe, aber mit der Aufstockung um vier Milliarden Franken gehöre die CS künftig zu den Banken mit dem höchsten Eigenkapital. Der Aktienkurs werde noch lange im Keller bleiben, aber die Bank werde wieder Fuss fassen. Zudem habe sie im Ausland viel den besseren Ruf als bei uns. Ernst Stocker schloss sich dieser Meinung an, befand jedoch die Situation der Bank als «himmeltraurig». Es sei sowieso nicht mehr so attraktiv, Banker zu sein: «Zu sagen man sei Bauer, sei fast besser», sagte der Meisterlandwirt – und hatte so die Lacher auf seiner Seite.
Ein Gast fragte Bundesrat Maurer nach dem schönsten und traurigsten Erlebnis in seiner Amtszeit: Er habe nur schöne Erinnerungen, antwortete Ueli Maurer, erwähnte aber den Behindertensporttag in Magglingen, der ihn jeweils besonders berührte.
Auf Fragen zur Ernährungssicherheit und zur Energiewirtschaft antworteten die drei Regierungsvertreter, dass gewisse Strömungen korrigiert werden müssten, dass einige Ideologien nicht aufgehen würden. Das Volk habe es aber an den Wahlen selbst im Griff, solches zu korrigieren. «Es habe ja niemand ganz recht, und auch niemand liege ganz falsch», sagte der Bundesrat, aber jetzt brauche es eine Korrektur: «Wieder etwas bodenständiger und etwas pragmatischer», riet er dem Publikum.
Abschliessend wollte Philipp Kutter vom abtretenden Bundesrat wissen, wie er seine Zukunft plane. Mitte Februar wolle er nach Sizilien und dann mit dem Velo heimfahren, den Frühling in Italien geniessen. Im Sommer plane er eine viermonatige Reise zu seinem Sohn nach Kanada und schliesslich wolle er den nächsten Winter in Norwegen erleben, wohin ein weiterer Sohn ausgewandert ist. «Das Auto voll Bücher und ein Paar Langlaufskis – und danach schaue ich weiter!»
… war ein Wädenswiler an der Spitze der Agroscope vorgesehen. Michael Gysi, der in den Zollingerhüser aufwuchs und bis zum Studium in Wädenswil wohnte, führte ab Anfang 2013 die drei bisher eigenständigen Forschungsanstalten von Agroscope unter einem Dach zusammen. Der Wädenswiler Standort als solcher, hiess es, sei nicht gefährdet. Wie man sich doch irren kann …
Anfang Dezember 2012 feierten die Verantwortlichen den Abschluss der ersten Etappe des FrohmattUmbaus, das Haus 3 und der Wirtschaftstrakt konnten zur Benützung freigegeben werden. Auch der Samichlaus mit Schmutzli und Esel zogen durch die vorweihnächtliche Stadt und beglückten bei winterlichem Schneefall zahlreiche Kinder und Junggebliebene im Zentrum von Wädenswil mit einem Chlaussäckli. ott
Vom 9. bis am 11. Dezember zeigte Inés Mantel ihre Kunst in der Wädenswiler Kulturgarage unter dem Titel «sic erat scriptum». Eine schöne und stimmige Ergänzung dazu sind die Skulpturen von Christof Suter.
Text & Bilder: Ingrid Eva LiedtkeInés Mantel, die auf eine langjährige Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland zurückblicken kann, sieht ihre Ausstellung in der Kunstgarage als eine Art logische Konsequenz eines Kontinuums.
«Es ist das erste Mal, dass ich in der Kulturgarage ausstelle, doch dieses Projekt ist aus vorausgegangenen entstanden. Vor Jahren hatte ich ein Atelier in der Metallwarenfabrik Blattmann. Dann haben wir als Kulturkommission immer wieder Events für Wädenswiler Künstler organisiert, zum Beispiel die ‹Blauen Tage›, dann führte ich eine Werkstatt, die aus den ‹Blauen Tagen› entstanden ist, wo ich Schmuckkurse gab. Kunst und Kommunikation. Schliesslich hat sich dieses Thema als mein Hauptthema herauskristallisiert, welches mich immer noch beschäftigt. Ich bewege mich gerne Fabrikbrachen entlang, suche und finde immer wieder neue, alternative Schaffensorte».
Inés Mantel hatte schon Ateliers in Südfrankreich und Venedig. «Zu diesem Atelier in Venedig kam ich, weil mein Atelier in Frankreich sich zu einem Wohnsitz für meine Tochter entwickelt hatte.
Und dann entdeckte Inés Mantel Palermo. «In diesem Frühling bin ich mit meinem Mann nach Sizilien gereist. Vielleicht war es eine Art Spurensuche.
Palermo hat mich umgehauen – im wahrsten Sinne des Wortes. In Palermo ist ein Feuer in mir entfacht worden. Die Stadt hat eine
faszinierende barocke Patina, ist vielerorts auch stehen geblieben und strahlt doch eine aktuelle Präsenz und Lebendigkeit aus. Es geht mir auch darum, mein italienisches Ich noch weiter zu erforschen.»
Das genannte Feuer brennt ganz offensichtlich in den sehr farbintensiven Bildern.
Diese Ausstellung ist für Inés Mantel, wie immer, wenn sie eine Ausstellung macht, der Abschluss einer Schaffensphase. Dies heisst «Postfeminismus», was Folgendes bedeutet: Das Erwachsenwerden des Feminismus, imstande sein, Unterschiede zu tolerieren und über seine Verortung in Bezug auf andere intellektuelle und politische Bewegungen zu reflektieren. Praktisch gesehen habe ich meine Bilder in verschiedene Themenbereiche unterteilt. Da sind «Die Fluiden». Sie stehen am Anfang dieses Zyklus. Dann werden Bilder zu «Weltentoren» und Nachfolgende realisieren sich konkret. Einzelne schwenken ins Informelle, werden zu Abstraktionen von Gefühlen, von Intuition und Erfahrung.»
Den Prozess des Malens beschreibt die Künstlerin folgendermassen: «Ein gemaltes Bild bringt etwas Unkonkretes in mir ins Konkrete und Erfahrbare, ins Sichtbare. Die Natur wird übersetzt in Kultur. Kunst ist für mich Sprache. Visuelle Sprache als eine Art Vorsprache die erlebbar wird und dabei spielt
auch die Betrachterin, der Betrachter eine entscheidende Rolle, da ein Dialog entsteht.»
Inés Mantel spricht immer wieder von Suche, was nicht erstaunt, denn sind wir nicht alle auf der Suche und brauchen wir nicht die Kunst, um darin unsere Innenwelten gespiegelt zu sehen?
Mantel sucht, wie sie es ausdrückt, nach Etwas in ihr, welches nur in Kunst und Literatur eine Entsprechung findet.
Es scheint als kristallisiere sich ihr Grundthema folgendermassen heraus: «Meine Bilder sind Wegweiser, sind Artefakte im Experiment, Fragmente und neue Ausgangspunkte. Mit dem Abenteuer Kunst werden Seelenaspekte ins Licht gebracht.»
Hat man als Künstlerin Erwartungen an seine Ausstellung, auch wenn man möglichst keine haben möchte? Diese konkret zu benennen ist sicher schwierig. «Poetische Schönheit ist meine Motivation.» dazu bekennt sich die Künstlerin. Sie freut sich über Reaktionen und zitiert Rosa Luxemburg, die sagte: «Die Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersden kenden.» Möglicherweise meint sie auch die Anderssehenden.
«Die Erwartung an diese Ausstellung bezieht sich wohl eher auf mich selber und darauf, dass ich zufrieden sein will mit meiner Arbeit.»
Auch die Neugier ist wichtig. Umgesetzt in Form lasse sie sich mit dem Betrachter überprüfen und diskutieren. «Meine Hoffnung, ja
vielleicht meine Erwartung, ist die, dass der Betrachter sich einlässt.»
Zusammen mit Mantels Bildern zeigt Christof Suter Skulpturen, die einen sehr weiblichen und auch spirituellen Duktus haben. Da steht «Gaia», die Urgöttin, mit einem Heiligenschein – oder ist es eine Krone?
Eine weitere Figur auf Rädern wirft einen langen Schatten an die weisse Galeriewand. Ihnen scheinen schamanische Energien zu entströmen.
«Wir haben eine eigenartige geistige Verwandtschaft, darum passt unsere Kunst gut zusammen. Christof Suters Werke sind eine Ergänzung und harmonieren mit den meinen. Ich mag es, wenn meine Bilder im Dialog stehen», sagt Inés Mantel.
Das kreative Schaffen begleitet Inés Mantel schon ein Leben lang. An der ZHdK hat sie sich einst zur Dekorationsgestalterin ausbilden lassen. Mit der Kunst sind dann lyrisches Schreiben und Tiefenpsychologie als Teil des künstlerischen Forschens dazugekommen.
Der Besuch der Summeracademy Venice of fine arts and media in der jüngsten Zeit, nennt die Künstlerin als prägend. Dozenten von verschiedenen Kunstschulen unterrichten da jeweils in Sommerkursen, und als Abschluss entsteht eine Ausstellung in einem antiken italienischen Palazzo.
Ja, es hat sich gelohnt, sich einzulassen auf diese Welten, die Inés Mantel der Betrachterin und dem Betrachter eröffnet und dazu auffordert sie auf ihrer Entdeckungsreise zu begleiten. n
Weitherum bekannt, stark beachtet und gerne gehört ist Bachs Weihnachtsoratorium. Die beiden Aufführungen in der Reformierten Kirche waren stark besucht, zeugten vom verdient hohen Bekanntheitsgrad, den die sechs Teile zu Recht geniessen.
Unter der Leitung von Felix Schudel, dem Kirchen- und Oratorienchor Wädenswil, dem Neuen Glarner Musikkollegium und den Solisten Szabina Schnöller, Sopran; Claudia Iten, Alt; Tino Brütsch, Tenor und Marcus Niedermeyr, Bass (für den indisponierten Hubert Michael Saladin), kam es zu einem enorm gehaltvollen, erfüllenden Begegnen. Bekanntestes bietet oft die Gefahr des Überzeichnens, des unwillkommenen Akzentuierens, sei es durch die Wahl schneller Tempi, des Zerdehnens, des Setzens von Kunstpausen. Dem wurde in kluger Art ausgewichen. Es ist allen
ein verdientes Kompliment fürs erfüllende Gelingen auszusprechen. Felix Schudel dirigierte mit enormer Übersicht, mit zurückhaltender Gestik, klarem Andeuten, guter Direktheit. Seine Intentionen wurden derart aufgenommen, dass es für die Hinhörenden zu genussvollem Erleben kam. Die leuchtende Kraft der Violine, die warmen Töne der Oboe, die wirbligen, festlichen Klänge der Trompeten, das warme Mittragen der Hörner – alles fügte sich zum Ganzen, das aus Details bestand, die im Textheft nachzulesen waren. Ein verdienter Dank geht an die Chormitglieder, die ihr grosses Pensum mit spür-
barer Beseeltheit und Kraft meisterten. Es sind die Solistinnen und Solisten einzuschliessen. Sie gestalteten mit inniger Kraft.
Tino Brütsch, Tenor, hatte einen riesigen Part zu bewältigen. Er tat dies immens kraftvoll, ungemein überzeugend. Marcus Niedermeyr sprang für Hubert Michael Saladin ein. Er hatte sein Pensum auf ganz besondere Weise zu bewältigen und setzte dies mit hohem Einfühlungsvermögen um.
Es ist beinahe vermessen, aus dieser Gesamtheit Details rauszunehmen, darauf vertiefend einzugehen. Die innige Frömmigkeit, das Herbeisehnen und Begrüssen des Erlösers, das Verurteilen der höllischen Mächte, das Feiern des tiefen, fast kindlichen Glaubens, das Verharren bei der Krippe, das Leben im Heute und im Jenseits mit Worten
aus
Zeit,
in der heutigen Sprache nicht mehr zählen. Oft verdeutlichten und untermalten die
Instrumentalisten in anmutiger, virtuoser Art Teile der zahlreichen Aussagen.
In verfügbaren Unterlagen ist nachzulesen, dass Bach für jeden Feiertag rund ums Weihnachtsfest eine Kantate geschrieben hat. Dies für die damals üblichen drei Weihnachtstage, für Neujahr, den darauf folgenden Sonntag und das Fest der Heiligen drei Könige. Bach hat
diese Oratorium-Musik von bereits aufgeführten Kompositionen verwendet. In Wädenswil wurden die Teile 3 bis 6 aufgeführt, einer gängigen Praxis aus vergangenen Zeiten folgend.
Die innige, strahlende Reichhaltigkeit wurde mit herzlichem, langem Applaus verdankt.
Text: Peter Meier Fotos: André Springer
10. Januar 2023, 19.30 Uhr, beginnen im Kirchgemeinde-
Rosenmatt in Wädenswil die Chorproben fürs Konzert 2023.
2023: Samstag, 25., und Sonntag, 26. November 2023:
Mendelsohn Bartholdy-Paulus
Am Konzert des Kammerorchesters Wädenswil vom Sonntag, 11. September, in der reformierten Kirche Wädenswil unter der bewährten Leitung von Felix Schudel war das zahlreiche Publikum zu einer Standing Ovation mit langanhaltendem Applaus hingerissen. Auslöser für den Begeisterungssturm war der junge Geigengensolist Marvin Naef aus Stäfa.
Mit ihm zusammen führte das Orchester das bekannte und grandiose Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn auf. Das war der erste grosse Auftritt des Solisten mit einem ganzen Konzertstück in Zusammenarbeit mit einem Orchester. Und er brillierte mit auswendigem Spiel von hoher Klasse sowohl im Violinkonzert von Mendelssohn als auch in einer Solo-Zugabe von Johann Sebastian Bach. Nicht dass ihm das alles einfach in den Schoss gefallen wäre. Auch als musikalisches «Wunderkind» hat er mit seinem Geigenlehrer Xiaoming Wang, stellvertretender Konzertmeister der Philharmonia Zürich (Opernhaus-Orchester), intensiv während fast einem Jahr auf den Konzertauftritt hingearbeitet.
Und üben und nochmals üben gehört dazu. Dies gilt für den Solisten und das Orchester. Neben
Dirigent waren gefordert mit dem Stück und in der subtilen Zusammenarbeit mit dem Solisten. Von Beginn weg gelang eine gute Interaktion mit dem Solisten in musikalischer und menschlicher Hinsicht. So kann gegenseitig Vertrauen
hören, gespielt von der Stammformation des Kammerorchesters ohne Bläser. Darunter das festliche «Air», gut passend zur Advents- und Vorweihnachtszeit.
Dirigent Felix Schudel ist aber stets für musikalische Kontraste zu haben. Hier kommt seine didaktische Ader zum Zug, denn sowohl für das Orchester als auch für das Publikum sind Kontraste wertvoll und führen heraus aus einer seichten Komfortzone hin zu einer anspruchsvollen Auseinandersetzung mit den Dimensionen der Musik. Dieser Kontrast wurde mit der Streicherserenade von Paul Juon denn auch geboten, wobei auch hier differenziert werden sollte. Denn das Werk selber ist in sich sehr kontrastreich. Vorbild des Enkels eines aus dem Bündnerland nach Russland ausgewanderten Schweizers, der von 1872 bis 1940 lebte, war Tschaikowsky. Entsprechend konnte das Orchester hier volle Energie entfalten, aber eben auch feine und leise Töne schwingen lassen. Es gibt eine internationale Juon-Gesellschaft (www.juon.org) mit Sitz in Winterthur, welche sich auch für das Bekanntmachen dieses Komponisten und dessen
Kontraste, Höhepunkte und Genuss am erfolgreichen Konzert des Kammerorchesters Wädenswil, das nächstes Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiern wird mit einem Jubiläumskonzert am 1. Oktober, wieder in der geräumigen reformierten Kirche. Dieses Konzert wird auch den Abschluss bilden des dannzumal 47-jährigen Wirkens von Felix Schudel als Dirigent des e
Immer am Tage vor St. Othmar, dem 15. November, findet hoch über dem Ägerisee das historische Morgartenschiessen statt, heuer zum 108. Mal. Der Schützenverein Wädenswil gehört zu den anno 1912 aufgenommenen Stammsektionen des Morgartenschützenverbandes.
Geschossen wird auf 300 m auf freiem Feld unmittelbar neben dem historischen Denkmal und ausschliesslich mit Ordonnanzwaffen. Während exakt vier Minuten sind unter gestrengem Kommando zehn Schüsse auf die A5-Scheibe abzufeuern. Das Programm besteht aus einem Einzelschuss in einer Minute und zwei Serien zu drei bzw. sechs Schüssen in einer bzw. zwei Minuten. Probeschüsse gibt es keine. Das mögliche Punktemaximum pro Schütze beträgt somit 50 Punkte bzw. pro Gruppe mit zehn Schiessenden 500 Punkte.
Der SVW konnte dank Verstärkung aus dem Feldschützenverein Schönenberg und dem Schützenverein Meilen mit zwei Gruppen antreten. Beide Mannschaften vermochten sich im guten Mittelfeld zu platzieren, denn am Morgarten
herrschen eigene Gesetze, wozu Wind, Witterung und Sichtverhältnisse jeweils das Ihre beitragen. Die Gruppe «Johanniter» erreichte mit 377 Punkten den 55. Rang. Auf Rang 62 folgt die Gruppe «Zürichsee» mit 370 Punkten.
Zwei Höhepunkte durften die Wädenswiler bei den Einzelresultaten verzeichnen: Ernst Gyr (FSV Schönenberg) platzierte sich mit ausgezeichneten 48 Punkten auf Rang 7 und Isidor Stirnimann mit sehr guten 47 Punkten auf Rang 24 von insgesamt 1239 Plätzen. Beide Schützenkameraden durften für ihre hervorragende sportliche Leistung den begehrten Morgartenkranz entgegennehmen.
Beste Wädenswiler Dame ist Sandra Berchem mit 44 Punkten im 199. Rang. Den Landsknechtsbe -
cher, welcher an den besten Gruppenschützen geht, der ihn noch nicht hat, gewann in der Gruppe «Johanniter» Morgarten-Newcomer Hanspeter Steinemann mit ebenfalls sehr guten 43 Punkten (Rang
253) und in der Gruppe «Zürichsee» Felix Angst vom SV Meilen mit 42 Punkten (Rang 331). e
Weitere Resultate und Berichte unter: www.svwaedenswil.ch
Der Verein hat vier arbeitsreiche und erfolgreiche Wochen hinter sich: Die Schwimmerinnen und Schwimmer haben Wädenswil fast jedes Wochenende bei verschiedenen regionalen und nationalen Wettkämpfen vertreten.
Die Masters Schweizermeisterschaft fand am 5. November in Brugg statt, mit zwei Schwimmern der Seniorenmannschaft: Stefan Karasek und Cheftrainer Tony Aitchison. Karasek gewann glänzendes Silber im Rückenschwimmen, während Tony Aitchison sowohl über 100 m als auch über 200 m Lagen Schweizer Meister wurde. Weiter ging es im November mit dem Bank Thalwil Cup beim Nachbarverein, wo sich Schwimmer von klein bis gross in 50 m Einzelläufen in allen Disziplinen messen konnten. Das Highlight des Tages (gemessen an der Lautstärke des Jubels) waren wohl die gemischten Staffeln, bei denen es den Wädenswiler Vereinsteams zweimal gelang, ganz oben auf dem Podium zu stehen. Die Schwimmer brachten insgesamt 22 Medaillen mit nach Hause: 5 Gold, 10, Silber und 7 Bronze.
Am 18. November jubelte das gesamte Freitagabend-Trainingsteam Leona Papp zu, die es an der Kurzbahn-Schweizermeisterschaft in Sion über 50 m Rücken ins Finale schaffte – mit neuem Vereinsrekord!
Und kürzlich reisten die Nachwuchs-, Elite-Bund Elite-A-Teams nach Aarau zum Aargau Open. Dieser Wettkampf enttäuscht nie: Aa-
refisch, der organisierende Club, sorgt für eine lustige und freundliche Atmosphäre, einen reibungslosen Zeitplan und viele Geschenke, um die jungen Teilnehmer zum Lächeln zu bringen. Und die beste Augenweide für Trainer und Eltern ist wahrscheinlich, eine Wädi-Schwimmerin oder einen Wädi-Schwimmer auf allen drei Stufen des Podiums zu sehen.
Mit insgesamt 12 Gold, 10 Silber, 4 Bronzemedaillen belegte der Club den eleganten 3. Platz im Medaillenspiegel.
Eine weitere Spezialität dieses Wettkampfs ist das sogenannte «Elimination Race», bei dem sich die vier besten 10- bis 12-Jährigen in einem spannenden 200-m-Medley-Rennen messen können, wobei nach jeweils 50 m der «Langsamste» gestoppt wird. Matteo Baumann überliess nichts dem Glück: er gewann mit einem beachtlichen Abstand den ersten Platz mit 100 CHF Geldprämie.
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Da die Entsorgungspärke gut besucht seien und sich insbesondere an Samstagen lange Schlangen bilden würden, will der Zweckverband Entsorgung Zimmerberg (EZI) mittels einer Benutzungsgebühr von fünf Franken erreichen, dass die Einwohnerinnen und Einwohner nur noch Fahrten zum Entsorgungspark machen, wenn sie Abfälle haben, die sie nicht über die kostenlosen Angebote, wie Strassensammlung und Quartiersammelstelle, entsorgen können. In Wädenswil betrifft dies den Entsorgungspark an der Rütibüelstrasse.
Die Entsorgungspärke in Adliswil, Horgen (KVA) und in Wädenswil sind gut besucht, insbesondere an Samstagen bilden sich lange Schlangen. Das ist einerseits erfreulich, weil viel Material ins Recycling gelangt. Andererseits würde die Nutzung der Strassensammlung, bei denen ein Fahrzeug vor der Haustüre die Abfälle abholt, und der Sammelstellen im Quartier, weniger Verkehr aufkommen lassen. Entsorgung Zimmerberg versucht nun mit einer Benutzungsgebühr von fünf Franken einen Anreiz zu schaffen, dass die Einwohnerinnen und Einwohner nicht ausschliesslich wegen Glas, Dosen, Papier oder Elektrogeräten mit dem Auto zu den Entsorgungsparks fahren. Dies dürfte auch die Wartezeiten verkürzen. Wenn die Gebühr Wirkung zeigt und weniger Fahrten zum Entsorgungspark resultieren, so kann dies die Entsorgungspärke entlasten und für die Nutzerinnen und Nutzer zu weniger Wartezeiten führen. Romano Wild, Geschäftsführer von Entsorgung Zimmerberg, sagt: «Wir wollen Recycling und Entsorgung nicht weniger attraktiv machen, im Gegenteil, wir möchten ein rasches Abladen sowie Unterstützung durch unsere Mitarbeitenden ermöglichen.» Wer beispielsweise Sperrgut bringt und ohnehin einen Betrag zahlen muss, erhält die fünf Franken angerechnet.
Auf Social Media wird die neue Benutzungsgebühr bereits rege diskutiert: Während die einen «Raubrittertum» befürchten und im Wädenswiler Fall beschreiben, dass man «für ein Vermögen einen Entsorgungspark gebaut hat, der dann aber gefälligst nicht benutzt werden soll», begrüssen andere die Gebühr und verweisen auf die Wegwerfmentalität, und das alles Überdrüssige möglichst schnell aus
dem Weg soll. Ein weiterer User wittert zudem Stoff für FasnachtsSchnitzelbänke.
Ein neues Entsorgungsunternehmen geht
Ab dem 1. Januar 2023 wird ausserdem im Gebiet des Zweckverbandes Entsorgung Zimmerberg ein neues Entsorgungsunternehmen die Sammeltouren für Kehricht, Grüngut etc. übernehmen. Für die Einwohnerinnen und Einwohner sowie für die Gewerbebetriebe ändert sich nichts, die Abfälle können gleich wie bisher bereitgestellt werden. In Thalwil und Wädenswil sammeln weiterhin die gemeindeeigenen Sammeldienste mit Unterstützung des neuen Transporteurs. Die Dienstleistungen für Gemeinden müssen aufgrund der Submissionsverordnung von Zeit zu Zeit neu ausgeschrieben werden. Dies hat der Zweckverband Entsorgung Zimmerberg dieses Jahr gemacht. Dabei hat ein neuer Anbieter als bisher den Zuschlag erhalten: Obrist Transport + Recycling AG aus 5432 Neuenhof. Das Unternehmen wird ab dem 1. Januar 2023 während drei Jahren die Abfallfraktionen Siedlungsabfall inklusive Sperrgut, Betriebskehricht, biogene Abfälle (Grüngut), Karton, Metall sowie Grubengut einsammeln. In Thalwil und Wädenswil sammeln weiterhin die gemeindeeigenen Sammeldienste mit Unterstützung des neuen Transporteurs. wa
Entsorgung Zimmerberg ist es ein Anliegen, dass die Einwohnerinnen und Einwohner mit den Entsorgungsdienstleistungen zufrieden sind. Anregungen und Fragen können sie an info@ezi.ch oder die Telefonnummer 044 718 24 24 richten. Infos finden sie unter www. entsorgungzimmerberg.ch oder im Entsorgungskalender, der an alle Haushalte verschickt wurde.
Nach drei Jahren Coronapause findet endlich wieder der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt in Schönenberg statt. Wie auf Bestellung hat es am Vorabend begonnen zu schneien, was dem Anlass den gebührenden weihnachtlichen Wetterrahmen bescherte.
Leise, sachte, fallen die Schneeflocken. Die Welt ist weiss geworden und die Temperaturen sind gefallen. Es ist der 10. Dezember, bald ist Weihnachten, und endlich ist so etwas wie Vorfreude, die richtige Stimmung und sogar das passende Wetter dazu vorhanden. In Schönenberg auf dem Dorfhuusplatz reihen sich die Stände des Weihnachtsmarktes aneinander. Durch die schneematschigen Gassen drängeln sich Leute. Sie bleiben vor den einzelnen Ständen stehen, schauen sich die Auslagen an, kaufen, stehen zusammen, schwatzen, lachen. Man trifft sich, man kennt sich und man freut sich.
Von weiter vorne, nahe der Strasse, ertönen die Alphörner. Vier Bläser haben ihre riesigen Hörner vor sich aufgestellt. Sie tragen mit ihrem dunklen, sonoren Tönen das weihnächtliche Geschehen. Über einem Feuer wird in einem grossen, schwarzen Metalltopf Glühwein gekocht. Leute versammeln sich davor, wärmen ihre Hände am Feuer und ihren Bauch mit heissem Glühwein. Es riecht nach Raclette, nach Bratwürsten und Suppe. An manchen Ständen kann man sich verpflegen und wärmen, wenn
auch die Kälte langsam die Beine hochsteigt.
Doch man will auch das viele bestaunen, das an diesem Samstag an den verschiedenen Ständen feilgeboten wird, denn da ist viel Handwerk, viel Fleiss, viel Kreativität zusammengekommen und daraus sind wunderbare Produkte entstanden. Klein, aber fein – so ist dieser Markt, so sind die dargebotenen Produkte. Der Naturschutzverein Schönenberg verkauft Birnengelée
mit einem Fruchtanteil von 74%, wovon ein Teil des Erlöses den Vögeln zugutekommt. Beim Puur 8825 gibt es Salametti, Schüblig, Landjäger und Mostbröckli, sowie selbstgebraute Schnäpse und Liköre. Weiter vorne ist der wunderschöne Stand mit handgemachter Keramik und Schmuck, wovor sich eine grosse Traube von Frauen in dicken Daunenmänteln und wollenen Mützen gebildet hat. Sie halten sich gegenseitig Armbänder und Ketten hin, begutachten Handgelenke und beraten sich gegenseitig. Die Auswahl ist gross, vieles gefällt. Schräg vis-à-vis kann man bei Mägi Hitz eine Thermomix-Beratung bekommen. Sie steht gerade mit einer Schneeschaufel vor ihrem Stand und versucht den Schnee vom Dach zu schieben. Er ist nass
und schwer, und er macht nasse Füsse. Aber das kümmert die Leute wenig. Irgendwann werden sie sich alle im Feuerwehrdepot einfinden, wo es warm ist und ein Kafi Lutz das Übrige tut. Am Abend dann wird Raphi Fuchs mit seiner Combo den Fondueplausch begleiten.
Fröhliche Besucher und ein kleines, feines Angebot
Fragt man herum, sind alle Besucher sehr fröhlich und zufrieden darüber, dass es wieder einen Weihnachtsmarkt gibt. Man ist sich einig, dass «unser» Markt ein besonderer ist, zwar klein, aber mit einem sehr schönen, qualitativ hochstehenden Angebot.
Nicole Vassella, unterstützt ihre Mutter an deren Stand voller Weihnachtsschmuck. Sie sagt: «Es ist einfach perfekt. Es ‹schneielet › leise, ist kalt, aber windet nicht und die Leute sind gut drauf. Endlich ist wieder einmal Wiehnachtsmärt!»
Mit so viel Hingabe und Leidenschaft habe man die Produkte kreiert, die Stände aufgebaut.
Nadja Dougans Kommentar ist: «Der Markt ist einfach reizend.» Und Carola Schuler sagt: «Alles ist sehr dezent geschmackvoll und auf hohem Niveau.»
Die Dorfbewohner sind sich mal so richtig einig: Dieser Weihnachtsmarkt ist sehr schön und die Stimmung feierlich – so, wie es sein sollte!
Advent! Eine Zeit der Besinnung und der Feierlichkeit. Auch dieses Jahr zaubert Christin Brodbeck mit den weihnächtlich gestalteten Dorfhuus-Fenstern Weihnachtsstimmung ins Schönenberger Dorfzentrum.
Text & Bild: Ingrid Eva LiedtkeViele Menschen fahren und hasten am Dorfhuus vorbei, in dieser festlichen Zeit, die eher selten besinnlich, dafür umso mehr geprägt ist von so vielem, das noch zu erledigen wäre vor dem grossen Weihnachtsfest.
Es dämmert früh ein, um fünf Uhr ist es dunkel. Aber bei aller Hast gibt es diese Möglichkeit dieses kurzen Moments der feierlichen Stimmung, wenn man an den grossen Fenstern des Dorfhuus vorbeikommt.
Auch dieses Jahr ist Christin Brodbeck für die Gestaltung der Adventsfenster verantwortlich. Sie hat den Kunstfenstern auch für den Advent 2022 ein Festkleid verpasst. Einmal mehr tragen sie Blau. Vielleicht ist es für die Künstlerin die Farbe des Advents. Sicher ist es die Farbe des Himmels und somit der genau passende Hintergrund für die vielen Sterne, die heuer da leuchten. Jeden Tag tut sich ein neues Türchen an diesem riesigen Adventskalender auf, und mit jedem Tag erhellt ein weiterer Stern das Dorf.
Hat sich im letzten Jahr die Passantin an verschiedenen Weihnachtsszenen erfreut, richtet sich jetzt der Blick ganz nach oben in den sternenbesetzten Nachthimmel. Und an jedem Tag blitzt ein neues Licht auf und ein weiterer Stern erglüht.
Schon im Jahr zuvor wollte Brodbeck nicht einfach die üblichen Sternchen, Mond, Engel und
Tannenbäumchen abbilden und hat uns diese wunderbaren, an Linolschnitte erinnernde, Szenen gezeigt. Jetzt sind es Sterne, wohl 24 an der Zahl, und jeder davon ist einzigartig, ist ein Meisterstück in seiner feinen Ausarbeitung mit buntem, zart durchscheinendem Papier, das hinterleuchtet wird.
Wenn auch vielleicht nur kurz, so vermögen die Weihnachtsfenster von Schönenberg in uns eine feierliche Stimmung zu erwecken und die Vorfreude auf die kommende «heilige» Zeit. Halten Sie kurz inne, schauen und staunen Sie! n
Nun ist also dieser Tag gekommen, an dem ich meine letzte Kolumne für Sie schreibe. Ich tue dies mit Bedauern, weil ich denke, dass ich in Zukunft nicht mehr so direkt mit «meinen» Lesern in Kontakt treten kann.
Es ist natürlich so, dass die wenigstens von Ihnen je wirklich mit mir in Kontakt standen, mir je geantwortet haben. Doch es gab ein paar! Es hat mich immer wahnsinnig gefreut. Eine Karte da, ein Kompliment dort. «Ich lese immer gerne Deine Texte» oder «Sie sprechen mir aus dem Herzen».
Man hört und liest es gerne; meint dann, etwas zu sagen zu haben, etwas, wovon die Leserinnen und Leser auch hören, beziehungsweise lesen wollen. Und immer hofft man als Schreibende nicht nur von Dingen erzählen zu können, die sich abgespielt haben, sondern auch etwas von sich selbst mitgeben zu können, etwas, das einen Wert hat, das auch emotional berührt. Damit meint man, ja hofft man, die Menschen da draussen zu erreichen.
Dies geschieht leichter, so meine ich, wenn man auch von sich erzählt, etwas preisgibt, die eigenen Gefühle oder Überzeugungen offenlegt. Dadurch ist man anfechtbar, dadurch wird man verletzlich. Dadurch eckt man sicher auch immer wieder an.
Obwohl ich Ablehnung nur schwer ertragen kann, habe ich sie immer wieder in Kauf genommen, denn es ist mir wichtig, in einen Dialog zu kommen.
Irgendwie weiss ich dann doch nie genau, was Sie da draussen wirklich denken. Schütteln Sie den Kopf über meine philosophischen Ergüsse oder lassen sie sich anstecken von meiner Liebe zur Natur und meinem Bemühen um Erkenntnis, um Verlangsamung, um Achtsamkeit und Zufriedenheit. Können oder konnten Sie meinen Gedankensträngen folgen? Waren diese in irgendeiner Form schlüssig, wenigstens nachvollziehbar, vielleicht manchmal sogar ein wenig erhellend?
Ach, ich weiss es nicht!
Trotzdem habe ich Sie mit Ihnen geteilt und mich so mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, verbunden gefühlt.
Dies wird zukünftig in dieser Form nicht mehr möglich sein.
Trotzdem hoffe ich, Sie lesen weiter meine Beiträge im Wädenswiler Anzeiger und erfahren auch so ein wenig von mir und vor allem, was in unserer Gegend so läuft.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und wünsche Ihnen wunderschöne Festtage und ein für Sie erfolgreiches, erkenntnisreiches, achtsames und zufriedenes Neues Jahr!
Ihre Ingrid Eva Liedtke
Ich heisse Danilo Lecca und arbeite seit Mai 2022 bei der Valiant Bank AG in Wädenswil als Privatkundenberater.
Ein herkömmlicher Berater? Keineswegs. Durch meine langjährige Erfahrung in verschiedenen Bereichen des Bankings, darunter Retail- und Private Banking sowie in exotischeren Gebieten wie Blockchain, unterstütze ich Sie gerne mit meinem Wissen in verschieden Themen rund um Ihre finanziellen Angelegenheiten. Als passionierter Hobby-Kunstmaler bin ich es gewohnt, mein Auge auf sämtliche Details zu richten. Ich nehme mir Zeit, eine Idee auszuarbeiten, die passenden Farben und die richtigen Werkzeuge auszuwählen, damit ich am Ende ein einmaliges und stimmiges Bild erschaffen kann.
Mit der gleichen Einstellung gehe ich Ihre Bedürfnisse an: Jeder Kunde ist einzigartig und hat individuelle Ziele. Meine Aufgabe ist es, diese zu erkennen und dazu passende Lösungen zu erarbeiten, damit Sie zufrieden sind und ich stolz auf meine Arbeitsleistung zurückblicken kann - wie bei einem Gemälde.
Wollen Sie gemeinsam mit mir Ihre finanzielle Zukunft skizzieren und nach Ihren Wünschen gestalten?
Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme unter 044 783 47 05 oder danilo.lecca@valiant.ch!
Immer vor Beginn des 1. Adventssonntags feiern die Schülerinnen und Schüler aus allen Klassen und den Kindergärten der Schuleinheit Glärnisch die «Christbaum Azündete». Der traditionelle Anlass wird jeweils zusammen mit dem Elternrat organisiert. Vorgängig basteln und kreieren die Kinder den Christbaumschmuck, mit dem sie dann die Tanne im Freien schmücken.
Nach einem kleinen Konzert mit verschiedenen Liedern – in Begleitung von Akkordeon, Ukulele und Klavier –, werden die Lichter des Baumes angezündet … und eine ganz besondere, stimmungsvolle Atmosphäre breitet sich aus ...
… derweil haben die Schülerinnen und Schüler in Schönenberg-Hütten den wohl schönsten Adventskalender der Welt … … und während sich in der Schuleinheit Gerberacher alle Engel versammeln …
… im Schulhaus Ort sind in der Zwischenzeit alle Geschenke kunstvoll verpackt und zum Bestaunen in der Vitrine ausgestellt …
… und die Schülerinnen und Schüler versammeln sich, um gemeinsam zu singen und zu musizieren.
Die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer sowie alle übrigen Mitarbeitenden der Primarschule Wädenswil wünschen den Leserinnen und Lesern von Herzen ein besinnliches, frohes Fest.
… liest der Eidmatt-Samichlaus, eskortiert vom Schmutzli, draussen im Wald und am Lagerfeuer den Kindern aus seinem grossen, goldenen Buch vor, was sie in diesem Jahr besonders toll gemacht haben …Die Lectio Divina (wörtlich «göttliche Lesung») ist ein betrachtendes Gebet mit der Bibel. Dieser meditative Umgang mit dem Wort Gottes wird seit der Entstehung der ersten Schriften des Neuen Testaments praktiziert. Auch in späteren Jahrhunderten inspirierte die Methode Klostergemeinschaften und bedeutende Christinnen und Christen, wie beispielsweise Bernhard von Clairvaux, Theresa von Avila und Ignatius von Loyola.
In jüngerer Zeit wurde die Praxis des meditierenden Schriftgebets vermehrt auch ausserhalb von geistlichen Gemeinschaften praktiziert. Auch das Zweite Vatikanische Konzil ermunterte zu einem bewussteren und häufigeren Umgang mit der Bibel als Inspirationsquelle und Wegbegleiter im Alltag. Das betrachtende Gebet kann es uns erlauben, Gott auf ganz persönliche, ja intime Art und Weise, kennen und lieben zu lernen. Zudem ist die Lectio Divina ein sehr einfacher, ansprechender Weg, die Bibel (neu) kennenzulernen. In unserer Pfarrei wollen wir an diese alte und bewährte Tradition anknüpfen und sie neu für unseren Alltag ent-
decken. Ab Januar treffen sich Interessierte und Neugierige jeden ersten Montagabend des Monats um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche, um unterstützt mit anregenden Impulsen in biblische Erzählungen einzutauchen. Die Treffen dauern rund 45 Minuten und münden in das persönliche Gebet und in die Stille. Ein gemeinsamer Austausch ist nicht vorgesehen. Voraussetzungen für die Teilnahme an dieser Entdeckungsreise sind einzig Offenheit und Freude, sich mit einem biblischen Text auseinanderzusetzen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Schnuppern ist willkommen.
Claude Del Don, Mitglied Pfarreirat
Kürzlich wurde der grösste Schweizer Publikumspreis Best of Swiss Gastro verliehen. In sieben Kategorien wurden die Besten der Besten der Schweizer Gastronomie gekürt. In der Kategorie «Classic» holte sich das Wädi-Brau-Huus den grossartigen 2. Platz.
Die Fachjury hatte insgesamt 93 innovative Schweizer Lokale nominiert, die mit einem überzeugenden Konzept punkten konnten. Während dreier Monate haben sich diese Restaurants, Bars, Cafés oder Take-Away-Betriebe anschliessend dem Urteil des Publikums gestellt. Zehntausende Bewertungen wurden online abgegeben. Zusammen mit der Note der Fachjury hat ihr Urteil die Gesamtwertung ergeben.
«Wir sind sehr stolz auf den Gewinn dieser Auszeichnung, aber auch stolz auf das gesamte Team, welches wesentlich zum Erfolg beigetragen hat», sagen die Geschwister Georg und Bianca Schiegl, welche sich die Leitung Gastronomie des Wädi-Brau-Huus teilen. «Unser Dank gilt zudem all unseren Gästen, die uns regelmässig besuchen und uns mit ihren Bewertungen zum 2. Platz gebracht haben.»
Ausruhen wollen sich Bianca und Georg Schiegl auf diesem Erfolg aber nicht. Im Gegenteil: Er sporne sie an, weiterhin ihr Bestes zu geben und auf Trends und die sich verändernden Be -
dürfnisse der Gäste zu reagieren. Auch der Geschäftsführer der Wädi-Brau-Huus AG, Thomas Wullschleger, ist mächtig stolz: «Dies ist für uns alle eine grossartige Auszeichnung, die uns mit grosser Freude erfüllt. Alle unsere Mitarbeitenden im Restaurant haben fantastische Arbeit geleistet. Der Award ist der Verdienst für ihre enormen Anstrengungen und den Fleiss, den sie jeden Tag erbringen.» Er sei allen Beteiligten –insbesondere Bianca und Georg Schiegel – zu grossem Dank verpflichtet.
Die Gastro-Awards von Best of Swiss Gastro sind der grösste Schweizer Publikumspreis und der einzige Award der Schweizer Gastronomie. Seit 2004 werden jedes Jahr die besten Gastronomiebetriebe ausgezeichnet. 2022 in diesen sieben Kategorien: Fine Dining (Gourmet), Classic (Traditionell), International (Landestypisch), Coffee&Bistro (Café & Teestuben), Activity (Freizeit & Sport), Casual Dining (Innovativ urban) und Bar&Lounge (Nightlife).
Die Verleihung 2022, mit rund 600 begeisterten Gastronomen und Partnern fand im Zirkus «Ohlàlà» in Kloten statt und wurde zum fünften Mal von Sven Epiney präsentiert. e
Das ganze Team des «Wädi Bräu» freut sich über die tolle Auszeichnung. Insbesondere Thomas Wullschleger (links, sitzend) und die Geschwister Bianca und Georg Schiegel (Mitte, mit Award), welche das Restaurant führen.
Langeweile im Sockengestell gehört endlich der Vergangenheit an! Nun gibt es die bunten, lustigen und auch ein bisschen frechen DillySocks bei Engel + Bengel Kindermode in Wädenswil.
Eine riesige Auswahl an farbenfrohen Socken in allen Grössen und Designs und für die ganze Familie bei Engel + Bengel Kindermode. Ob zum Geschäftstermin, für den Kindergarten oder ein rauschendes Fest: Je nach Anlass findet man die passenden Socken, die gezielt das Outfit betonen und pure Lebensfreude ausstrahlen. DillySocks gibt es in den schönsten Farben und einer unendlichen Vielfalt an Formen. Ob mit Rauten, Streifen, mit Herzen, Blumen, Tieren oder Blättern: Niemals sind die farbenfrohen Socken eintönig, sondern ziehen alle Blicke auf sich. Die bunten Socken werden in der Schweiz entworfen und in Portugal unter fairen Bedingungen produziert. DillySocks legt grossen Wert auf gerechte Arbeitsbedingungen in der ganzen Produktionskette und arbeitet eng mit den Produzenten zusammen. Schliesslich gibt es laufend neue Ideen und Kollektionen, die bestmöglich umgesetzt werden wollen. Auch wird jedes limitierte Sockenpaar konsequent nach Oeko-Tex-Standard 100 hergestellt.
Der Bio-Baumwoll-Anteil in den Socken wird so hoch wie möglich gehalten, denn die Naturfaser ist ein echter Powerplayer: Sie sorgt für ein angenehm weiches Tragegefühl, ist ein nachwachsender Rohstoff und biologisch abbaubar. Ein Anteil von rund 80% hat sich als optimal erwiesen, doch leider lassen sich nicht alle Styles damit umsetzen. Für besonders aufwändige Motive werden die wertvollen Eigenschaften von Polyamid und Elastan benötigt.
Suchen Sie ein passendes Geschenk? Bunte Socken sind eine persönliche Art, der Familie oder Freunden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und Freude zu bereiten. Ob zum Hochzeitstag mit Herzenmotiv oder zum Geburtstag mit Marienkäfern: von megabunt bis abgewogen klassisch ist alles dabei. Nur keine Langeweile!
Engel + Bengel Kindermode Florhofstrasse 7, 8820 Wädenswil Tel. 043 477 88 55
Immer mehr Hunde, aber auch Katzen, leiden an Unverträglichkeiten. Dank der biologisch artgerechten Rohfütterung (BARF) weiss Sina Bachmann die Leiden der Tiere zu lindern und ihnen zu mehr Lebensfreude und Energie zu verhelfen.
«Hunde und Katzen sind Fleischfresser, daran gibt es nichts zu rütteln», erklärt Sina, «wobei Hunde sehr gerne Gemüse, Früchte, Eier und (laktosefreie) Milchprodukte, wie Frischkäse, mögen». Die Ursache einer Unverträglichkeit kann am Zucker in Fertigfutter oder dem Zusatz von Getreide liegen. Die Tiere reagieren mit Allergien, wie Hautausschlag, stumpfem Fell, werden lethargisch oder dick, was wiederum zu Folgekrankheiten, wie Nieren- und Kreislaufbeschwerden, sowie entzündeten Gelenken, führen kann. Um einer solchen Leidensgeschichte vorzubeugen oder sie zu beheben, empfiehlt die gelernte Tierarztgehilfin eine Futterumstellung, am besten eignet sich die BARF-Ernährung: diese gilt als besonders naturnah und gibt der Besitzerin, dem Besitzer die absolute Kontrolle über das, was das Tier frisst, weil man es selber zubereitet.
Damit Sina Bachmann einen Ernährungsplan zusammenstellen kann, ist es wichtig, die Geschichte des zu behan-
delnden Tieres, sein Fressverhalten, die Bewegungsmöglichkeiten sowie das Tier selbst kennenzulernen. Sie sagt: «Als Aussenstehende nehme ich andere Dinge wahr als jemand, der ständig um das Tier herum ist». Deshalb soll der Hund beim Beratungstermin in ihrem Ladengeschäft anwesend sein.
Auf Grund der Krankheit, Rasse und ihrer Beobachtung, stellt Sina die Futterrationen sowie entsprechende Beigaben zusammen und erklärt den Kunden, wie sie diese zubereiten müssen. Entsprechende Zutaten stehen zum Kauf in mehreren Tiefkühlschränken als abgepackte Portionen bereit – von durchwachsenem Fleisch, Innereien, Muskelfleisch bis zu Knochen – alles aus artgerechter Haltung, teilweise auch Bio. Es kommt von Schweizer Metzgern sowie einem Fleischlieferanten, der sich auf Rohfütterung spezialisiert hat. «Ich könnte auch noch Gemüse vorbereiten und tiefkühlen, doch das macht meiner Meinung nach wenig Sinn, wenn jeder Hundebesitzer die Ware saisonal und frisch auf dem nächsten Hof oder im
Bioladen kaufen kann». Sina empfiehlt ihren Kunden, sich mit den Kräutern im Garten vertraut zu machen, wo viel Gutes für den Hund wächst. Gerade jetzt bieten sich reife Hagebutte zur Ernte und Trocknung an, denn die Früchte stärken in kleinen Mengen das Immunsystem des Tieres: «Auch vor Impfungen ist es ideal!» Doch Achtung: die Dosierung ist äusserst wichtig, und muss von der Fachfrau zum Vornherein berechnet werden!
Die Ernährungsberaterin lehnt Fertigfutter nicht von vornherein ab, bietet solches auch in ihrem Laden an: «Es gibt ein paar gute Sorten, und es ist möglich,
dem Futter ein Nahrungsergänzungsmittel beizumischen – natürlich nur in der vorgeschriebenen Menge». Das reiche manchmal schon zu mehr Vitalität beim Tier.
Gut vorbereitet in Urlaub fahren Nebst der aufmerksamen Begleitung bis zur Gesundung des Tieres, hilfreichem Infomaterial sowie dem Verkauf des passenden Futters und den entsprechenden Zusätzen, möchte Sina den Kundinnen und Kunden ermöglichen, sich rasch selbständig und sicher zu fühlen, wenn es um die Fütterung ihrer pelzigen Lieblinge geht.
Die Fachfrau hat viele hilfreiche Tipps, etwa wenn ein Urlaub ansteht, um den Hundebesitzern ein sicheres Gefühl zu geben – zur Freude aller Beteiligten.
In ihrem Laden können auch Fertigfutter, Leckerlies und Zubehör erstanden werden. Als abwechslungsreiches, gesundes Goody stellt die BARF-Beraterin derzeit auf Anfrage einen Adventskalender für Hunde zusammen. rb
Wild Dogs – Sina Bachmann BARF, Tiernahrung, Zubehör, Ernährungsberatung für Hunde und Katzen Bergstrasse 172, Samstagern, Tel. 079 582 65 79, www.wilddogsbarf.ch
Anfang 2022 hat die Garage Streuli in Wädenswil und Altendorf ihre Produktepalette um die wieder erstarkte Traditionsmarke Alpine erweitert. Die französische Sportwagenschmiede steht sinnbildlich für Sportlichkeit, Eleganz, Tradition und Fahrspass. Der Wädenswiler Anzeiger durfte mit einer Alpine A110 auf Probefahrt.
«Ein schnelles, leichtes Auto, welches Fahrspass und Fahrkomfort vereint und unsere Emotionen in einzigartige Bahnen lenkt» – so beschreibt sich Alpine selbst. Und tat-
Die Geschichte von Alpine begann im Jahr 1955, als Jean Rédélé die Marke in der französischen Küstenstadt Dieppe ins Leben rief. Der Gründer und Rennfahrer hatte eine klare Vision, wie sein perfektes Auto aussehen soll und setzte seine Träume in die Realität um. Heute ist Alpine eine Marke, die sinnbildlich für Sportlichkeit, Eleganz, Tradition und Fahrspass steht. Alpine gehört heute zu 100% der Renault Group.
Die Streuli AG verkauft, repariert, pflegt und wartet in Wädenswil seit 60 Jahren Autos der Marke Renault. 2010 wurde die Filiale in Altendorf eröffnet. Später kam die Marke Dacia dazu, und seit 2022 ist die Garage stolzer Vertreter der Traditionsmarke Alpine. Das Angebot der Dienstleistungen umfasst Service, sämtliche Reparaturen (auch von Frontscheiben und Carrosserieschäden), Notfall-Assistance, Radwechsel inklusive Reifenlagerung, Winterund Sommercheck mit Klimaservice, Bereitstellung und Vorführung für die Motorfahrzeugkontrolle und sämtliche Fahrzeugreinigungen.
sächlich ist dieser Beschrieb nicht übertrieben. Äusserlich besticht der Alpine A110 durch französische Eleganz und erinnert an die legendäre, bis 1977 gebaute Vorgängerin, kombiniert mit modernen Designelementen. Und nebst Sportlichkeit – die getestete Version 1,8 Turbo S bringt 300 PS auf die Strasse – vermittelt die kleine, starke Gallierin aus der Normandie viel Bequemlichkeit. Eine 7-GangAutomatik sorgt dafür, dass sich die Fahrerin oder der Fahrer ganz auf die Strasse konzentrieren kann, ohne auf Sportlichkeit verzichten zu müssen. So lässt sich die A110 auch im Stadtverkehr mühelos pilotieren. Die wahren Qualitäten aber zeigt sie gerne ausserhalb der Stadtmauern. Der Mittelmotor mit 1798 ccm schafft es in nur gerade 4,2 Sekunden auf 100 km/h – ein Wert, dem wir dem offiziellen Beschrieb entnommen haben und nicht selbst ausgetestet haben. Ausgetestet haben wir jedoch mit Freude das
LED-Anzeige im Cockpit: Immer wieder taucht die Trikolore auf!
Fahrverhalten. Nach Fahrzeugübernahme in der Streuli-Zweigstelle in Altendorf ging’s zügig über die Sattel- und anschliessend über die Ibergeregg. Hat man sich mal vorne links installiert (nicht ganz einfach bei einem Fahrzeug, das einem durchschnittslangen Mann gerade mal bis Brustkorb-Unterkante kommt), sitzt man gut eingepasst, mit gutem Überblick auf die davorliegende Strasse. Das kleine Lenkrad liegt gut in der Hand und bietet direkten Blick auf die dahinterliegende Instrumentenanzeige. Das Fahrzeug nimmt Bewegungen am Steuer und Gaspedal sofort auf, der im Rücken sitzende Vierzylindermotor quittiert je nachdem mit begeistertem Glucksen oder Brüllen. Durch die engen Kurven auf dem Weg in die Innerschweiz fährt es sich jedenfalls wie auf Schienen. Das schnell schaltende SiebengangDoppelkupplungsgetriebe macht schon im Normalbetrieb Freude, wer’s ruppiger mag, schaltet den Sportmodus zu – und wer auch richtig arbeiten möchte, kann das Gefährt auch manuell über Schaltwippen hinter dem Lenkrad im richtigen Tourenbereich bewegen. Während sich der Mutterkonzern Renault immer mehr der Elektromobilität zuwendet, ist die Alpine eine wertvolle Ergänzung im Sportwagensegment. Sie ist eine valable Option gegenüber den schweren Sportwagen deutscher oder italienischer Bauart, die viel Gewicht mit viel Motor kompensieren müssen. Dass schneller Fahrspass nicht an der Anzahl Zylinder hängt, beweist die Alpine mit etwas mehr als 1100 Kilo Leergewicht, angetrieben von vier Zylindern mit Turboaufladung.
Die Neuauflage der A110 hat den Sprung in die Neuzeit geschafft: alle gängigen Ausstattungsmerkmale und Assistenzsysteme sind vorhanden – entweder bereits in der Basisversion, oder gegen Aufpreis. Witziges Detail: die meisten der LED-Anzeigen sind in blauweiss-rot gehalten. Ihre französische Herkunft will die Alpine nicht verbergen! Muss sie auch nicht. Mit Preisen, die bei CHF 64 750 beginnen, bietet die Alpine den germanischen Kraftmeiern auch da die Stirn. Die kleine, starke, flinke und leichte Gallierin setzt jedenfalls willkommene Farbtupfer auf unseren Strassen! n
Walter Streuli AG
Schönenbergstrasse 139 8820 Wädenswil Tel. +41 44 789 89 99 WhatsApp +41 79 715 89 49 info-waedenswil@auto-streuli.ch www.auto-streuli.ch
Churerstrasse 66, 8852 Altendorf Tel. +41 55 450 77 11 WhatsApp +41 79 750 23 32 info-altendorf@auto-streuli.ch www.auto-streuli.ch
Motor: 1798 ccm, 4-ZylinderBenziner, Turbolader (0,4 bar). Leistung: 300 PS bei 6300 U/min; 340 Nm bei 2000-6400 U/min. Getriebe/Antrieb: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Heckantrieb. Fahrleistungen: 0-100 km/h in 4,2 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 275 km/h.
Haben Sie Lust auf eine Veränderung oder Auffrischung Ihres Looks? Hier geben wir Ihnen einen Einblick in die Frisuren- und Farbentrends der Saison.
Kaum eine andere Frisur ist gleichermassen wandelbar und vielseitig wie der Bob. In den letzten Monaten dominierte er vor allem als Stufen-Haarschnitt, nun meldet sich die elegante Version zurück. Der sogenannte Blunt Bob wird jetzt kürzer getragen, so dass die Spitzen die Wangenknochen oder die Kinnlinie umspielen. Kennzeichnend für den Short Blunt Bob ist aber nicht nur seine kurze Länge, sondern auch sein stumpfes («blunt») Finish. Heisst, die Spitzen enden exakt auf einer Linie und werden so geschnitten, dass diese besonders kompakt und kantig wirken.
Der Pony ist in dieser Saison ein Muss. Er kann locker fallen, aber auch ganz akkurat und geometrisch daherkommen.
Monaten immer eine beliebte Wahl, in diesem Jahr aber ein absolutes Muss. Getragen werden kann er in den verschiedensten Varianten. Das geht von locker fallenden Ponys, die betont un -
perfekt sind, über Stirnfransen, die das Gesicht auf beiden Seiten in sanften Wellen umrahmen bis hin zum akkurat geschnittenen Mikro-Pony. Auch lang und asymmetrisch geschnitten bildet der Pony ein eindrückliches Statement.
Bei den Haarfarben darf es auch wieder etwas kräftiger sein. Kurzhaar-Schnitte, wie ein Pixie, fallen besonders durch Hingucker-Farben, wie ein kräftiges Pink, auf. Auch eine Neon- oder Pastellfarbe kann als Highlight oder Farbflash einen besonderen Akzent setzen. Angesagt sind auch starke Kontraste und laute, geometrische Effekte. Zum Beispiel ein Colorblocking aus dunklen Nuancen und einem exzentrisch leuchtenden Blond.
Wem die neusten Trends zu extravagant sind, den können wir beruhigen. Wir richten uns in unserem Alltag zwar oft und gerne nach ihnen, setzen sie aber in den meisten Fällen in viel sanfteren Varianten um, als man sie auf den Laufstegen sieht. So werden sie für unsere Kundinnen tragbar und verleihen einen subtil-modernen Look. In unserem Salon verraten wir Ihnen gerne, welcher Trend Ihnen am besten stehen würde. Intercoiffure Les Artistes
Die elegante Version des Bobs kehrt zurück. Hier enden die Spitzen exakt auf einer Linie und werden so geschnitten, dass die Frisur besonders kompakt und kantig wirkt.
Dieser neue Bob ist sehr schmeichelhaft und setzt jede Gesichtsform schön in Szene. Ein rundes Gesicht wirkt durch ihn konturierter, schmalen Gesichtern verleiht der kompakte Haarschnitt hingegen einen weichen Rahmen. Besonders vorteilhaft ist der neue Bob ausserdem für feines Haar, denn der stumpfe Schnitt lässt dieses fülliger und voluminöser aussehen.
Eine kleine Veränderung gehört zum Jahreszeitenwechsel einfach dazu. Eine einfache Möglichkeit dazu ist der Pony. Er ist in den kühleren
Die Kombination aus den verschiedensten Trends: Ein asymmetrischer Pony in einer Kontrastfarbe, gepaart mit einem stumpfen Bob.
Unabhängige Monatszeitung für Wädenswil und Umgebung
Herausgeberin: Buchstabenfabrik GmbH 8820 Wädenswil Telefon 044 680 22 26
Verleger: Stefan Baumgartner (stb)
Ständige Mitarbeit: Noëmi Lea Hermann (noe), Lea Imhof (lim), Susi Klausner (kl), Sarah Ott (ott), Susanna Valentin (suv)
Redaktion Richterswil: Reni Bircher (rb) reni.bircher@ waedenswiler-anzeiger.ch
Redaktion Schönenberg und Hütten: Ingrid Eva Liedtke (iel) ingrid.liedtke@ waedenswiler-anzeiger.ch
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Verteilung: Post CH AG
Die Rubriken «Schaufenster», «Life & Style», «Auto & Motor», «Xund und Fit» sowie «Gartenfreuden» können nicht speziell gekennzeichnete Publireportagen enthalten.
Erscheint monatlich in allen Haushaltungen in Wädenswil mit Au, Hütten und Schönenberg sowie in Richterswil und Samstagern. Zusätzlich liegen die Zeitungen in Wädenswil im Hotel Engel und bei Engel + Bengel Kindermode auf.
Teenager sind seit jeher eine Herausforderung. Für die betroffenen Kinder selbst wie auch für deren Umfeld. Der Weg zum Erwachsenwerden ist heute bestimmt nicht einfacher als früher. Im Gegenteil.
Junge Menschen strotzen normalerweise vor Energie. Die wird auch dringend benötigt. Zuerst für das Wachstum und die Organausreifung, später für die Bewältigung der Lernprozesse und somit auch für die Anpassungsfähigkeit an die Umwelt. Ab dem Alter von 12 Jahren erfahren die Kinder einen kräftigen Schub in deren Entwicklung –bald beginnt die Geschlechtsreife, die Hormone schlagen Purzelbäume. Dies wirkt sich unterschiedlich auf den Körper aus. Ein typisches Anzeichen von Pubertät ist die Jugendakne. Bei den einen läuft die Entwicklung fast ganz ohne «Bibelis» und Pickel ab, andere hingegen machen schwere Formen durch. So schwer, dass sie sich in ihrer Haut unwohl fühlen, was häufig auf das Selbstwertgefühl drückt und bis hin zu Depressionen führen kann.
Es gibt zwei Wege dagegen anzugehen. Im Gegensatz zu den Wechseljahren kommt es glücklicherweise niemanden in den Sinn, die Pubertät als Krankheit zu verstehen und sie somit verhindern zu wollen. Ein erster Weg besteht im Einsatz von Vitalstoffen. Die Geschlechtshormone verbrauchen deutlich mehr Zink. Steht dem restlichen Stoffwechsel zu wenig Zink zur Verfügung, können entzündliche Prozesse verstärkt auftreten und so einer starken Akne Vorschub leisten. Es macht Sinn, dem Körper in dieser Zeit Vitalstoffe wie Zink oder auch
natürliches Vitamin E vermehrt zuzuführen.
Ein weiterer Weg besteht darin, dem Körper mittels pflanzlicher Heilmittel auf die Sprünge zu helfen. Durch das ganzheitliche Verständnis in der Naturheilkunde sind alle Ebenen untereinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig. So können spagyrische Essenzen oder Urtinkturen die Funktionen bei der Ausreifung unterstützen oder helfen, ein zu viel an «Feuer» besser zu bewältigen. Denn der Wechsel vom Kind zum geschlechtsreifen Menschen geschieht nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der psychischen Ebene. Deshalb bringt Pubertät auch die Kraft mit sich, gegebene Strukturen zu durchbrechen oder zumindest zu hinterfragen.
Dialog ist wichtig
Heute sind Jugendliche einem starken Leistungsdruck in der Schule und während der Lehre ausgesetzt. Auch der gesellschaftliche Druck in den sozialen Medien stiftet mehr Verunsicherung, zumal oft der Schein einer übertrieben perfekten Körperkultur suggeriert wird. Heute kommen Jugendliche viel früher und intensiver mit dem Thema Sexualität in Kontakt als jemals zuvor. Das ist für die Entwicklung eines gesunden «Ich» auf der mentalen, psychischen Ebene kaum förderlich, denn diese Entwicklung ist weit komplexer als die menschlichen Urtriebe und
deren Entwicklung. Nicht zuletzt aus diesem Grund sollte der Fähigkeit, sich zwischenmenschlich mit den Sorgen und Nöten von heranwachsenden Jugendlichen mittels Dialog auseinander zu setzen, verstärkt Beachtung geschenkt werden – und das läuft definitiv nicht über Whatsapp, TikTok, Instagramm oder Facebook.
Oft beginnt das bei den familiären Strukturen. Die pubertäre Phase geht mit einem Löseprozess vom Elternhaus einher und darf durchaus geprägt sein von Neugierde, neuen Interessen und Entdeckungen. Damit dieses Aufbrechen –diese neue Definition des «Ichs» – nicht ausufert und einen valablen «Gegenspieler» hat, ist es wichtig, dass auch im Umfeld genügend «Feuer» herrscht. Oder, um es in der Sprache der Traditionellen Chinesischen Medizin auszudrücken, genügend Yang-Energie präsent ist. Diese Phase führt häufig zu handfesten Streitgesprächen – dies ist aber wichtig für die Entwicklung.
Heute ist das Vorhandensein beider Elternteile nicht mehr selbstverständlich – für pubertierende Kinder ist das nicht von Vorteil. In dieser Phase relativer Orientierungslosigkeit können zum Beispiel Bachblüten sehr gut helfen. Die zum Teil erstaunlichen Wirkungen – auch auf der körperlichen Ebene – werden schnell verständlich, wenn man die Philosophie von Dr. Eduard Bach kennt, die auf der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen beruht. Dr. Bach ging aufgrund seiner Beobachtungen davon aus, dass praktisch alle Beschwerden ihren Ursprung in einer «Verletzung» auf der seelischen Ebene haben. Die Bachblüten-Essenzen setzen deshalb auf dieser Ebene an und wirken so auch auf den Körper. Die vorgefertigte Mischung «Ado» des Schweizer Blütenessenzen-Herstellers Odin, wird bei typisch pubertären Problemen angewendet. Aber auch mit spagyrischen Essenzen oder Urtinkturen, welche wir für Sie individuell mischen, stehen wunderbare Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
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Pünktlich zur Adventszeit haben wir uns gefreut Marco Bisig als neuen Leiter für die Jugi Au zu gewinnen. Für den Turnverein und die Bubenriege ist das wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Die Jungs trainieren jeweils am Montag ab 18.30 Uhr in der Turnhalle Steinacher. Marco freut sich über alle Buben, welche eine polysportive Abwechslung zum Fussball, Handball, Volleyball oder Unihockey o.ä. suchen.
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gestreckt als Ausgang. Sowohl am Boden als auch an den Ringen war Riesco mit 12,60 der beste Schweizer. Fässler sprang einen sehr hohen Kasamatsu. Die 13,20 waren verdient und die Schweizer Höchstnote. Eindrücklich war Fässlers Fortschritte am Barren. Der sichere Ausgang mit Doppelsalto gebückt war entscheidend für die Traumnote 13,25.
Bei der Mädchenriege gibt Joëlle Seitz alles, um über 50 Mädchen Ende der Woche ein sportliches Highlight zu bieten. Nach den Weihnachtsferien wechselt die Mädchenriege in der Au vom Freitagabend auf den Montag und trifft sich ab 17.00 Uhr NEU im Steinacher.
In unseren Riegen wird viel geboten: Geräteturnen, Bewegungslandschaften, Parcours, Spielelektionen, Leichtathletik, Wasserspiele, Events draussen und vor allem herrscht in jeder Lektion Action!
Turnen ist eine polyvalente Sportart und bietet neben verschiedenen Übungsformen auch Raum für Trends.
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Das Suchen nach Leitenden ist auch im TVW ein permanentes Thema. Immer wieder steht der Vorstand vor dem Entscheid, Riegen mit topmotivierten Kindern vorübergehend zu schliessen, weil
sich keine Ehrenamtlichen finden lassen. Ein schwieriges Thema für den TVW. Wir wollen eine wichtige soziale Rolle wahrnehmen und bringen Jugendliche auf eine unkonventionelle einfache Art den Gemeinschaftssinn bei. Nur schaffen wir das nicht alleine. Wir brauchen Deine Unterstützung und zwar jetzt!
Vor allem die Bubenriege Wädenswil braucht dringend eine Riegenleitung. Melde Dich umgehend bei Marvin.
Die Kunstturner Carlo Riesco und Janic Fässler turnten innerhalb nur einer Woche gleich an zwei Länderkämpfen im Team Schweiz mit. Beide überzeugten bei ihren ersten Einsätzen für das Junioren-Team. Am Freitag, 25. November, fand in Wallisellen als Bestandteil des Swiss Cups der U16-Wettkampf zwischen der Schweiz, Italien, den Niederlanden und Belgien statt. Hinter einem extrem starken Italien platzierte sich die Schweiz – unterstützt von vielen Wädenswiler Fans – hoch verdient auf Platz zwei. Riesco zeigte am Boden einen tadellosen Tsukahara. Am Reck gelang ihm eine perfekte Übung mit Einarmriesen, Katchev-Grätsche und dem Doppeltsukahara
Nach Wallisellen und einer weiteren Vorbereitungswoche in Magglingen reiste das Schweizer U16-Team direkt nach Lilleshall (England). Diesmal waren sogar fünf der Europäischen Topnationen am Start. Es gewann England vor Frankreich, Italien, der Schweiz und Deutschland. Anders als eine Woche zuvor turnte hier jeder einen Sechskampf. Fässler brillierte mit dem Mehrkampftotal von 75,45, knapp dahinter Riesco mit 73,95. Erfreulich, dass Riesco nach Knieproblemen erstmals wieder wettkampfmässig einen Sprung absolvieren konnte.
Den gleich hohen Stellenwert wie der Swiss Cup für die Deutschweizer hat in Chiasso das Einladungsturnier Memorial Gander. Es war eine grosse Ehre für den Wädenswiler Dominic Tamsel, dass er zusammen mit Taha Serhani die Schweiz vertreten durfte. Bei Showlicht und Live-TV turnten Welt- und Europameister sowie Olympiamedaillengewinner wie Yul Moldauer, Illia Kovtun oder Alice D’Amato. Mit 13,75 erzielte Tamsel die höchste PauschenpferdNote seiner Karriere. tvw
Die dritte von fünf Doppelrunden in der Nationalliga A der Frauen ermöglichte den Wädenswilerinnen den erhofften Befreiungsschlag. Noch tags zuvor den Tabellenführerinnen aus Genf unglücklich unterlegen, bestätigten Cristina Tugui, Romana Förstel und Svenja Holzinger ihre Stärke mit einem 6:0-Kantersieg gegen das bis dahin punktgleiche Zürich-Affoltern.
Gleich zu Beginn machte Tugui im Duell der beiden Teamleaderinnen klar, dass sie sich nicht geschlagen geben wollte. Trotz Rückenproblemen setzte sie sich in drei Sätzen problemlos durch. Gleich agierten auch Holzinger und Förstel, die in der zweiten Einzelrunde dann gar über sich hinauswuchs und in einem epischen Duell die stärkste Gegnerin ebenfalls bezwang: Mit 17:15 hatte die durch ihren grossen Kampfgeist begeisternde Verteidigerin schliesslich im entscheidenden fünften Satz glücklicherweise den längeren Schnauf als ihre favorisierte Gegnerin.
Auch in der Nationalliga B konnten die Wädenswilerinnen einen wichtigen Erfolg erringen. Die als Qualifikation ausgetragene Vorrunde beendeten Spielertrainerin Sonja Wicki, Julia Bodmer und Ersatz Silke Holzinger mit einer Punkteteilung gegen die zweitplatzierten Ustermerinnen. Damit werden die Grünschwarzen den zweiten Teil der Mannschaftsmeisterschaft in der erstmals als solche definierten Aufstiegsrunde bestreiten. Nebst Uster und Kloten werden sie nun neu auch auf die Teams von Münsingen, Thun und Lausanne treffen. Zu verlieren
haben die Linksufrigen eigentlich nichts und werden befreit aufspielen können.
Die letzten beiden Vorrundenpartien bescherten dem erstmals wieder mit dem genesenen Leon Widmer angetretenen Fanionteam nochmals zwei Niederlagen. Diese besiegelten für ihn und die mit ihm
eingesetzten Lukas Ott und Manrico Riesco den weiteren Fortgang der Meisterschaft. Das Trio wird sich in der zweiten Meisterschaftsrunde zusammen mit sieben anderen Mannschaften um vier Plätze in der Nationalliga B streiten. Vier Teams werden den Weg in die Nationalliga C antreten müssen. Die Aufgabe des Wädenswiler Trios wird keine leichte sein: Eines der gegnerischen Teams wird sicher Rio Star Muttenz sein, das die Wädenswiler gleich mit 9:1 deklassierte. Widmer konnte nur gerade noch den Ehrenpunkt erspielen. Umstrittener war die Heimpartie gegen das für die Aufstiegsrunde qualifizierte Rapid Luzern: Das beim Stand von 3:3 ausgetragene
Doppel liess die Begegnung zu Gunsten der Innerschweizer kippen. Ott/Widmer begegneten den Luzernern lange auf Augenhöhe, ja, führten sogar im Entscheidungssatz vermeintlich vorentscheidend. Am Schluss setzten sich die Gäste aber mit 10:12 durch. Und auch in der Endabrechnung lautete das Verdikt mit 4:6 zu Ungunsten der Platzmannschaft. Es bleibt nun viel Arbeit für Trainer Pino Keller, um seine Schützlinge wieder zu trimmen.
Trotz grosser Konkurrenz schafften anfangs Monat in St. Gallen drei Wädenswiler Nachwuchslizenzierte die Qualifikation für das im Februar in der Sporthalle Glärnisch stattfindende Finalturnier ihrer Altersserien. Die beste Rangierung erreichte dabei Alba Orzati bei den U13-Mädchen. Sie unterlag nur gerade der Favoritin aus Neuhausen. In die Top-8 schafften es auch Leon Widmer (U17) und Lukas Ott (U19). Beide hatten dabei aber mehr zu kämpfen und werden im kommenden Jahr als Aussenseiter starten. Nach vier Jahren findet der neben der Schweizermeisterschaft wichtigste nationale Nachwuchswettkampf erstmals wieder in Wädenswil statt. 2021 musste der ansonsten jeweils in den ungeraden Jahren am Zürichsee stattfindende Anlass aufgrund der Corona-Restriktionen leider abgesagt werden.
Der Tischtennis-Club Wädenswil bedankt sich an dieser Stelle einmal mehr ganz herzlich bei allen Sponsoren, Gönnern und sonstigen dem Verein zugewandten Firmen, Institutionen und Personen für die auch im Jahr 2022 erfahrene Treue. Damit verbunden sind die besten Wünsche zum Jahreswechsel und die Hoffnung auf einen für alle erfolgreichen Start ins neue Jahr. Einen besonderen Dank richten Vorstand und Mitglieder an die Hallenwartungen und das Reinigungspersonal der genutzten Räumlichkeiten. Ihre umsichtige und sorgfältige Arbeit, wie auch das entgegengebrachte Vertrauen, werden im TTC Wädenswil sehr geschätzt. ttcw
Während sich die Stäfner auch dank des verdient gewonnenen Seederby ʼs gegen die SG Wädenswil/ Horgen an der Spitze mit vier Punkten absetzen konnten, kam es auf den Plätzen 2 bis 5 zum grossen Zusammenschluss. Die SG, welche dank des besseren Torverhältnisses die Weihnachtspause verdientermassen auf Rang Zwei verbringen wird, hat es am 18. Dezember in eigenen Händen, einen der direkten Kontrahenten noch etwas zu distanzieren. Der Gegner heisst CS Chênois Genève Handball. Es ist das Auswärtsspiel, das kein Verein liebt, insbesondere die SG Wädenswil/Horgen-Spieler haben nicht gerade die besten Erinnerungen an die Genfer. An der Spielstätte Sous-Moulin in Genf vergab die SG im letzten Saisonspiel vor zwei Jahren den schon fast sicher geglaubten NLA-Aufstieg.
Einbruch nach SuperSaisonstart
Kommt die Weihnachtspause für die Seebuben zu spät? Klar ist, dass
das Team von Trainer Pedja Milicic von den letzten fünf Begegnungen nur gerade gegen Aufsteiger Emmen einen Vollerfolg feiern konnte.
Vor allem beim letzten Heimspiel vergab man gegen den TSV Fortitudo Gossau schon fast leichtfertig einen sicher geglaubten Sieg und
musste in der letzten Sekunde das 30:30 hinnehmen.
«Mir war klar dass es einen Einbruch geben würde, wir haben mehr erreicht als wir uns erhoffen konnten», das die Worte vom teamverantwortlichen Trainer Milicic. Die sechs Wochen Pause nach dem letzten Spiel 2022 in Genf
kommt sicher allen gelegen, denn auch Milicic wirkte in den letzten Spielen eher etwas nervös und teilweise ratlos.
Die Männer des 2. Liga Leistungsteams können davon ein Lied singen: Letzte Saison denkbar knapp die Aufstiegsrunde verpasst, folgte der Abstieg in die 2. Liga; die Negativspirale ist oft schwer zu stoppen.
Doch unterdessen sieht die Sache wieder besser aus, und die Männer um Trainer Stephan Nelius stehen zu Saisonhälfte auf einem Aufstiegsrundenplatz.
Leider ist es den Frauen auch dieses Jahr nicht gelungen das längerfristig angestrebte Ziel 1. Liga zu erreichen. Auf dem undankbaren 3. Tabellenrang in der 2. Liga muss Frau sich ab Januar in der Abstiegsrunde beweisen, ein nicht immer leichtes Unterfangen.
Hans StapferMit einem Jahr Verspätung geht am 4. Februar 2023 das Wädi Pipes n′ Drums über die Bühne. Dudelsackklänge, Trommelwirbel und Tanz werden in der Sporthalle Glärnisch in einem farbenfrohen Spektakel zu sehen sein. Ab sofort ist der Vorverkauf offen.
Der Anlass war im ablaufenden Jahr 2022 als Filetstück der Jubiläumsveranstaltungen der Neuen Fasnachtsgesellschaft gedacht. Doch wie so viele Veranstaltungen musste auch dieses Highlight nicht abgesagt, aber zumindest verschoben werden. Am 4. Februar des kommenden Jahres ist nun alles bereit für diese einmalige Aufführung.
Wer schon mal an einem Tattoo, zum Beispiel in Basel oder beim Original auf der Esplanade des Edinburgh Castle war, kennt die besondere Atmosphäre, die Dudelsackklänge, Trommelwirbel und die anmutigen Tänze bewirken: Hühnerhaut, wohliges Schaudern und eine unwiderstehliche Faszination.
Diese Atmosphäre wird nun nach Wädenswil geholt. Dafür sorgt die Zurich Caledonian Pipe Band. Unter dem Motto «Let ʼs pipe and drum and make People happy» freut sich diese Formation das Publikum musikalisch zu verwöhnen und einen Hauch Schottland verspüren zu lassen. Die Zurich Caledonian Pipe Band entstand
im Jahr 2007 in Gockhausen, heute sind über 20 aktive Musiker in der Band.
Die Tambouren Wädenswil vorzustellen, wäre Wasser in der Zürichsee getragen, überzeugen
die Trommler doch schweizweit mit ihrem Können und sind auch fester Bestandteil der Wädenswiler Fasnacht.
Ebenfalls einen Auftritt hat der Chor der Zouft Fäldchuchi 39 Wättischwil – hier darf man besonders gespannt sein, was die singenden Kochzöifter zu diesem Anlass einstudiert haben. Fürs Auge gedacht sind die Einlagen der Tanzgruppe Bewegung & Begegnung – auch solches darf nicht fehlen. Und schliesslich wird die einheimische Sopranistin Selina Schiesser – unterstützt von Ralph Peter und Christian Enzler – für den gesanglichen Rahmen sorgen. Schottland in Wädenswil – ein Anlass, den man sich nicht entgehen lassen darf! stb
Wädi Pipes n‘ Drums: Samstag, 4. Februar 2023, Sporthalle Glärnisch.
Türöffnung 18.00 Uhr / Konzertbeginn 19.00 Uhr Kulinarikangebot auf dem Areal.
Mitwirkende: Zurich Caledonian Pipe Band, Tambouren Wädenswil, Selina Schiesser mit Ralph Peter und Christian Enzler, Tanzgruppe Bewegung & Begegnung, Chor Zouft Fäldchuchi 39 Wättischwil.
Unbedingt Vorverkauf ab 16. Dezember 2022 im PaBa-Markt im Einkaufszentrum «di alt Fabrik» benutzen!
Ticketpreise: Tribüne CHF 35 / Galerie Sitzplatz CHF 25, Galerie Stehplatz CHF 15.
Live-Reportage von Christian Zimmermann.
Im Jahr 2016 durchquerte Christian Zimmermann mit seinem Einkaufswagen den gesamten australischen Kontinent. Über dieses Abenteuer schrieb er bereits das Buch «TransAustralia». Diese Reiseform begeisterte ihn dermassen, dass er sich am Ende dieses Trips nicht von seinem ganz speziellen Transportmittel trennen konnte. Kurzentschlossen schiffte er seine «Mrs. Mol-ly» ein. Nach drei Monaten kam sie via Singapur und Hamburg zu ihm in die Schweiz. Im Frühling 2019 packt ihn das Wanderfieber wieder! Am 5. Mai startet er vor seiner Haustür in Flumenthal und wandert Richtung Osten. Die Strecke führt den Autor über 3392 Kilometer durch acht Länder bis nach Moskau. In 111 Tagen marschiert er so durch vier Zeitzonen und meistert über 30 000 Höhenmeter. In den ersten Tagen kämpft er mit eisigen Temperaturen und viel Regen.
Durch Österreich, Tschechien und Polen schwitzt er über Wochen bei schwülheisser Hitze. Jeden Tag schüttet der Wandersmann da bis zu sieben Liter Trinkwasser in seinen Körper. Durch die baltischen Staaten ist das Wetter perfekt. Er wird mit angenehmen Tempera-
turen verwöhnt, dafür muss der Abenteurer öfters mit ziemlich üblen Pisten vorliebnehmen. In Russland ist auf der Hauptstrasse höchste Konzentration gefordert, da die Fahrweise der Einheimischen diplomatisch ausgedrückt, ziemlich gewöhnungsbedürftig ist.
Was Christian Zimmermann auf den 3392 Kilometern alles erlebt,
erzählt er in seiner spannenden Live-Reportage. Er nimmt Sie für zwei Stunden auf eine humorvolle Reise mit. Wer noch immer nicht genug von dieser irrwitzigen Expedition hat, kann alle Geschichten ausführlich in seinem neuen Buch «Wanderfieber» nachlesen. e
Info und Tickets: www.dieweltentdecker.ch Mittwoch, 04.01.23, 19.30 Uhr, Winterthur, Mülisaal
Donnerstag, 05.01.23, 19.30 Uhr, Wädenswil, Etzelsaal Freitag, 06.01.23, 19.30 Uhr, Uster, Kulturhaus Central Mittwoch, 11.01.23, 19.30 Uhr, Jona, kath. Kirchgemeindehaus Freitag, 13.01.23, 19.30 Uhr, Zürich, Theater im Seefeld Dienstag, 17.01.23, 19.30 Uhr, Bülach, Ref. Kirchgemeindehaus Montag, 23.01.23, 19.30 Uhr, Baden, Aula Kantonsschule Donnerstag, 23.02.23, 19.30 Uhr, Effretikon, Stadthaussaal
Am Freitag, 6. Januar 2023, veranstaltet die Mitte Wädenswil ihr beliebtes Dreikönigskuchenbacken. Kommen Sie vorbei und backen Sie Ihren eigenen Dreikönigskuchen mit dem feinen Teig der Bäckerei Gantner. Als Special Guest wird dieses Jahr Regierungsrätin Silvia Steiner mitbacken.
Das Dreikönigskuchenbacken der Mitte Wädenswil hat längst Tradition. Viele Kinder mit ihren Eltern, Grosseltern, Gottis, Göttis oder Freunden versammelten sich jeweils in der ersten Januarwoche im «Haus zur Sonne» zu diesem feinen und kreativen Start ins Jahr.
Auf einen Schwatz mit Silvia Steiner
Zahlreiche Helferinnen und Helfer – unter ihnen die Wädenswiler Kantonsratskandidatinnen Alexia Bischof und Nadine Putscher, Kantonsratskandidat Joël Utiger sowie Stadtpräsident Philipp Kutter – sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Dieses Mal darf die Mitte am 6. Januar sogar einen besonderen Gast begrüssen: Die Zürcher Regierungsrätin und Vorsteherin der Bildungsdirektion, Silvia Steiner, schaut in Wädenswil vorbei und steht für Fragen oder einen Schwatz gerne zur Verfügung.
Nach dem Formen des feinen Teigs der Bäckerei Gantner, der von der Mitte Wädenswil zur Verfügung gestellt wird, findet jeder Kuchen einen Platz auf einem der grossen Bleche. Und während die Kuchen in der Backstube langsam ihre typische goldgelbe Farbe bekommen, dürfen die Kinder unter kundiger Anleitung ihre eigene Krone basteln oder im Stübli spielen.
Auch für diejenigen, die nicht selber backen möchten, lohnt sich ein Spaziergang im Stadtzentrum. An der Zugerstrasse werden nämlich von den Kantonsratskandidat:innen einzelne Kuchenstücke verteilt. Ob Sie wohl den König erwischen? e
Gemeinsames Dreikönigskuchenbacken mit Regierungsrätin Silvia Steiner: Freitag, 6. Januar 2023, 14.00–17.00 Uhr, im «Haus zur Sonne», Schönenbergstr. 4, 8820 Wädenswil. Es hät solang’s hät!
Die Lesegesellschaft Wädenswil lädt am 15. Januar zur Kinderaufführung ins Theater Ticino in Wädenswil ein. Der Vorhang geht auf für «Maximilians Zauberschau», eine Aufführung von Christoph Walt.
Mit schwarzem Frack, Zylinder und gestreifter Hose tritt Maximilian, der Grosse, auf. Aus seiner Zauberkiste erscheinen verschwundene Eier, indische Seilwunder und magische Würfel. Bald sprengt er Ketten, schluckt Feuer, hypnotisiert und
versetzt so Gross und Klein in eine Welt des Staunens und der Wunder. Mit seiner Zauberschau, fünfzig Tonnen Gepäck, einer Menagerie und einem Tross Personal bereist er die Kontinente der Erde. Besonders gern zaubert er für die Jüngsten. e
Veranstaltung: 15. Januar 2022, 15 Uhr, Theater Ticino, Wädenswil, für alle ab 5 Jahren.
Anmeldung: Theater Ticino, Tel. 044 780 93 58 oder www.theater-ticino.ch
FR, 23.12.2022
«COME TOGETHER» Wädensville Skyline / The Biattels Eintritt: 20.–/25.–, nur Abendkasse. 20.30 Uhr, Fabrikbeiz
MO, 02.01.2023
NEUJAHRSKONZERT: ÄNET EM HAAG
Evang.-ref. Kirchgemeinde Jodellieder, alte und neue Ländler, Eigenkompositionen von Thomi Erb und Ruth Felix oder ein alter Schlager, von vorgestern bis übermorgen, spannt die Musik einen vielseitigen Bogen. 17.00 Uhr, ref. Kirche Wädenswil
DO, 05.01.2023
STAMMTISCH JAHRGANG 1955 Stadt Wädenswil Hier trifft sich der Jahrgang 1955 für ein gemütliches Beisammensein. 15.00–17.00 Uhr, Einkaufszentrum «di alt Fabrik», Wädi-Brau-Huus, Wädenswil
LIVE-REPORTAGE «WANDERFIEBER: 3392 KM ZU FUSS VON FLUMENTHAL NACH MOSKAU» Christian Zimmermann In 111 Tagen marschierte Christian Zimmermann mit seinem Einkaufswagen von Flumenthal nach Moskau. Er erzählt live in seiner Reportage, was er alles auf dieser irrwitzigen Reise erlebt hat. www.dieweltentdecker.ch 19.30 Uhr, Etzelsaal, Etzelstrasse 3, Wädenswil
FR, 06.01.2023
PLAKETTENVERNISSAGE
Neue Fasnachtsgesellschaft Countdown und Enthüllung Fasnachtsplakette 2023 18.30 Uhr, Einkaufszentrum «di alt Fabrik», Wädenswil
STAMMTISCH JAHRGANG 1954 Stadt Wädenswil Hier trifft sich der Jahrgang 1954 für ein gemütliches Beisammensein.
15.00–17.00 Uhr, Einkaufszentrum «di alt Fabrik», Wädi-Brau-Huus, Wädenswil
DI, 10.01.2023
STAMMTISCH JAHRGANG 1953
Stadt Wädenswil Hier trifft sich der Jahrgang 1953 für ein gemütliches Beisammensein.
15.00–17.00 Uhr, Einkaufszentrum «di alt Fabrik», Wädi-Brau-Huus, Wädenswil
MI, 11.01.2023
AUF DEM OFFENEN ZUGWAGGON VON SÜDAFRIKA NACH TANZANIA
Aktive Senioren Wädenswil Vortrag von Erwin Zehnder Bericht über eine Reise von Kapstadt nach Dar Es Salaam 14.30 Uhr
Gemeinderatsaal Untermosen, Gulmenstr. 6, Wädenswil
DO, 12.01.2023
TANZ-CAFÉ MIT LIVE MUSIK
Pro Senectute Kanton Zürich Ortsvertretungen Wädenswil/ Richterswil Musiker: Geri Knobel. 14.30–16.30 Uhr, Restaurant Wädi-Brau-Huus (Einkaufszentrum «di alt Fabrik»), Wädenswil
SINGEN & KLINGEN BEI KERZENLICHT
Evang.-ref. Kirchgemeinde Wir feiern in der Kirche eine schlichte Abendandacht und singen einfache, meditative Lieder. Die meisten Lieder entstammen der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé im Burgund. Die Kirche wird von vielen Kerzen erhellt und ist in ein stimmungsvolles Licht getaucht.
Zum Durchatmen, zum Hinhören, zum Klingen, zum Singen. Seien Sie herzlich willkommen. 19.45 Uhr, ref. Kirche Wädenswil
SO, 15.01.2023
«MAXIMILIANS ZAUBERSCHAU»
Lesegesellschaft Wädenswil Eine Aufführung von Christoph Walt Für alle ab 5 Jahren. 15.00 Uhr
Theater Ticino, Wädenswil
Spielerisch und mit starker Ausdruckskraft bereiteten die leuchtenden Kunstwerke dem Publikum viel Freude. Zauberhafte Lichtwesen bevölkerten das Horn, einzelne Projekte weckten den Hang zur Spielerei oder machten auf Wünsche sowie Probleme aufmerksam. Für die Realisierung der Objekte hatten die Kunstschaffenden drei Monate Zeit.
Text & Bilder: Reni Bircher
Gespenstisch muteten die «Submarines» an, die über den Hügel verteilt dunkelblau beleuchtet
unheimlich mit dem Wind schaukelten, während sich die Jahreszeiten des «Windows of Seasons» an die Mauern der Jugendherberge im Hintergrund projiziert immerwährend ver-
änderten. Dank etwas Muskelkraft und Ausdauer konnte man das «Seemonster» durch die Sichtlöcher betrachten, welches sicher verwahrt im stählernen Gehäuse hockt: Abfall, vom Menschen achtlos ins Wasser geworfen.
Als Gegenpol glitten beinahe sinnlich die Finger zweier riesiger Hände ineinander oder umfassten den Stamm eines Baumes, und der «Tree of Reflection» wuchs dank der darin aufgehängten Spiegel in weitere Dimensionen.
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Verzaubern mochten auch die aus Pet-Flaschen hergestellten und mit fluoreszendierenden Farben bemalten «Wunschblumen» der Kindergärten Richterswil-Samstagern. Die Idee dafür stammt von Freistil-Vereinspräsidentin Andrea Quandt: «Diese Installation hat sich im Laufe der Zeit entwickelt», erzählt sie. «Erst hatte ich mir eine kleine Ansammlung von Blumen vorgestellt und fragte im Kindergarten unserer Tochter nach, ob ein paar Kinder Lust hätten, Blumen zu kreieren». Kindergärtnerin Heidi Gross war von der Freiluftausstellung sofort begeistert und holte noch andere Kindergärten ins Boot, und so entstand ein wunderbares Gemeinschaftsprojekt. «Es war schön zu sehen, wie stolz die Kinder an der IlluminArt durch den Blumengarten spaziert sind und den Besuchenden jeweils freudig mitteilten, dass sie diese Blumen gestaltet haben».
Dank der treibenden Kraft des Richterswiler Vereins Freistil verwandelten 17 solcher Licht-
installationen von Schweizer Künstlern während vier Abenden das Horn in einen magischen Ort. Andrea Quandt erklärt, dass sich sehr viele Künstlerinnen und Künstler auf die Ausschreibung gemeldet und einen Projektentwurf eingereicht haben. Im Team hätten sie dann die passenden Objekte ausgesucht. Inzwischen wurden die Kunstwerke wieder entfernt. Einige Objekte, wie zum Beispiel der Fisch oder der Regenbogen, wurden komplett demontiert. Das Material wird für ein neues Objekt wiederverwertet. Andere Objekte, wie die Hände, werden eingelagert oder gehen auf Tour.
Fazit? «Wir haben unglaublich viele positive Rückmeldungen erhalten. Auch die allgemein schöne Stimmung am Horn wurde sehr oft erwähnt», freut sich Quandt. Sie würden immer wieder gefragt, ob die IlluminArt im nächsten Jahr wieder durchgeführt werde, weil eine solch schöne Veranstaltung in der dunklen Winterzeit gut täte … Dann vielleicht bis nächstes Jahr. n
www.illuminart.ch
Am Samstag und Sonntag, 3. und 4. Dezember, fand das interne Chlausturnier des FC Richterswil mit gesamthaft 190 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.
Gespielt wurde in durchmischten Teams der Fbis D-Juniorinnen und -Junioren, erstmals bekamen auch die C-Junioren ein eigenes Turnier. Die Spielerinnen und Spieler trugen Trikots von grossen europäischen Vereinen. Die vielen Zuschauer bekamen viele spannende Spiele zu sehen und auch technische Kabinett-Stücke. Einsatz und Spielfreude machten das Turnier zu einer gelungenen Veranstaltung. Erstmals wurde auch ein Livestream angeboten.
Das OK-Team freut sich sehr über die Beliebtheit dieses Turnieres. Nächstes Jahr wird das Turnier am Samstag und Sonntag, den 25. und
Die Gemeindeversammlung am 7. Dezember erforderte von den 522 Anwesenden Sitzfleisch.
Das erste Traktandum, die Einzelinitiative von Kathrin Schnellmann und Mitunterzeichnenden, welche bezahlbare Alterswohnungen auf dem Areal sehen möchte und die Feuerwehr beispielsweise auf dem 200 Meter weiter entfernten gelegenen und sowieso schon lärmbelasteten Kerag-Areal, wurde von Schnellmann nochmals erläutert.
Die Initianten bemängeln vor allem die nicht optimale Bodenausnützung, die fehlende Zusammenarbeit des Gemeinderats mit der Bevölkerung, und dass dieser die Schaffung von bezahlbaren Alterswohnungen trotz der Zunahme von älteren Bewohnerinnen und Bewohnern, welche keine Wohnungen in Dorfnähe finden, nicht als Aufgabe sieht. «Der Trend, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben, bis es nicht mehr anders geht, ist gross».
Ausserdem würden mit entsprechenden Möglichkeiten für einen rechtzeitigen Umzug grössere, noch zahlbare Wohnungen für Familien frei. Auch wurde die Frage aufgeworfen, ob der Gemeinderat
eher Verantwortung für Parkplätze denn für zahlbare Alterswohnungen trage.
Für Unmut sorgt auch der Umstand, dass die Baubewilligung noch vor der Kreditsprechung eingereicht worden ist.
Dass die Feuerwehr dringend einen Ersatzbau benötig, ist unbestritten. Aber: «Ein Neubau mit Feuerwehr und hindernisfreien Gemeinderäumlichkeiten wäre auf dem Kerag-Areal noch optimaler». Bei dieser Lösung bräuchte es auch keine Anmietung eines Provisoriums, und die Feuerwehr könnte direkt ins neue Depot einziehen.
Von Gemeinderat und InitiativeGegnern wurde betont, wie dringlich der Startschuss erwartet werde, sobald dem Projekt der Segen an der Urnenabstimmung im März 2023 erteilt werde. Das Baugesuch sei bereits bewilligt worden, so dass mit dem Abriss und Neubau von Feuerwehrgebäude und Vierfachkindergarten, welche unterirdisch mit einer teils öffentlichen Tiefga-
rage verbunden werden, begonnen werden kann. Die Gebäudeversicherung (GVZ) würde ab kommendem Jahr auch neue Regeln einführen, welche den Verbleib im alten Depot zusätzlich erschweren würden. Zudem sei der jetzige Standort von der Nachbarschaft akzeptiert, und die Annahme der Einzelinitiative bedeute eine mehrjährige Verzögerung und koste Geld. (Details siehe auch Artikel im Richterswiler Anzeiger vom November 2022.)
Zahlreiche Wortmeldungen, von Parteivertretern sowie Privaten sorgten für eine hitzige Diskussion. Zwar attestierten die Meisten den Bedarf an bezahlbaren Wohnungen, aber die Dringlichkeit des neuen Feuerwehrgebäudes wurde wiederholt betont. Die emotionalen Reden förderten aber auch zutage, dass es so gut wie immer Schwierigkeiten bereitet, sich von festgefahrenen Meinungen und Standpunkten zu lösen, oder auch nur, einer gegnerischen Partei richtig zuzuhören. So trieben ein paar dieser vorgebrachten Argumente gar seltsame Blüten, welche vorgängig weder in Ansprache noch in einem vorgefassten Text zu finden waren.
Ein Anwesender meinte, dass die Entscheidung leichter fallen würde,
wenn auf dem Areal eine Raketenabschussrampe geplant wäre, und sprach vermutlich ein Dilemma aus, das viele verspürten. Nach knapp anderthalb Stunden konnte abgestimmt werden und die Einzelinitiative mit 70 «Ja»- gegen 433 «Nein»-Stimmen abgelehnt.
In ihrem Nachwort gestand Kathrin Schnellmann, dass sie und ihre Mitstreiter mit einer Ablehnung gerechnet hätten, dass sie jedoch drei wichtige Themen aufs öffentliche Parkett bringen konnten: Dass Richterswil mehr zahlbarer Wohnraum für Ältere und Familien sowie eine weitsichtige Liegenschaftenstrategie mit nachvollziehbaren Entscheidungsprozessen braucht und dass in Richterswil mehr Mitwirkung und frühzeitige Projektabstimmungen gewünscht sind. «Ich hoffe, dass der Gemeinderat diese Anliegen heute Abend gehört hat und in seine Legislatur mitnimmt».
Nach diesem heftig diskutierten Traktandum konnte sich Finanzvorsteher Willy Nüesch eher ruhig an die nächsten Traktanden wagen, dem Budget und dem Antrag, den Steuerfuss zu senken. Das diesjährige Budget 2022 schliesst mit einem Plus von CHF 34 900, bei einem Gesamtaufwand von 103,2 Millionen Franken, was unter anderem den vielen Steuereinnahmen sowie hohen Einnahmen durch die Grundstückgewinnsteuern zuzuschreiben sei. Für das Budget 2023 rechnet Nüesch damit, dass die Gemeindeausgaben die Einnahmen in den nächsten Jahren übersteigen werden, aber «Normalerweise wird’s dann doch besser als gedacht». Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stimmten dann dem Budget auch mit grossem Mehr zu.
Bei der Senkung des Steuerfusses waren sich Parteien und Bevölkerung nicht ganz so grün. Sorgen bereitet vor allem die wirtschaftliche Lage und die damit verbundenen steigenden Kosten sowie die geplanten (nötigen) Projekte der Gemeinde. Die Schlussabstimmung verschaffte der Bevölkerung jedoch einen Steuerfuss von 99 Prozent –für mehrere Jahre, wie Willy Nüesch sicher ist.
Die Ortsvertretungen der Pro Senectute organisiert in manchen Gemeinden ein Seniorenessen, dort wo es gewünscht ist. Gäste bezahlen einen gewissen Betrag –in Richterswil sind das 20 Franken, für die nicht gedeckten Kosten kommt die Pro Senectute auf. Im neuen Jahr findet nun ein Wechsel bei der Leitung der Ortsvertretung statt.
Text & Bilder: Reni BircherVor sieben Jahren haben Ruth (72) und Hans Diem (77) die Leitung der Pro-Senectute-Ortsvertretung Richterswil-Samstagern übernommen und waren als Gastgeberpaar und Organisatoren für den monatlich stattfindenden Mittagstisch zuständig. Auf das neue Jahr geben die beiden dieses Amt weiter an Fredi (Alfred) Reist.
Der Richterswiler Anzeiger war beim Dezember-Mittagstisch zu Besuch: Ruth und Hans Diem, was war Ihr Antrieb, sich dieser Aufgabe zu stellen?
Nach unserer Pensionierung wollten wir uns für unsere Mitmenschen engagieren, etwas Sinnvolles, Befriedigendes machen. Von der Ortsvertretung angefragt, beschlossen wir – unseren Ressourcen und Interessen entsprechend – eine Co-Leitung. Es bereitet uns grosse Freude, mit diesem motivierten und fröhlichen Team zu arbeiten. Spass und Humor haben einen grossen Stellenwert bei unserer Tätigkeit!
Mit wie viel Personal wird der Mittagstisch durchgeführt?
Mit elf Personen, und dabei wird abwechslungsweise mit zwei Cateringfirmen zusammengearbeitet, welche für uns kochen. Wir bieten auch einen Fahrdienst an. Nicht mobile Personen werden also zu Hause abgeholt und wieder zurück gefahren.
Kommen Sie beide aus dem Gastgewerbe? Nein, Hans ist pensionierter Maschineningenieur, Ruth pensionierte Heimleiterin.
Wie viele Menschen besuchen im Durchschnitt den Mittagstisch? 60–70 Personen. Davon kommen etwa 55–60 Personen so gut wie jeden Monat zu uns.
Gibt es besondere Anlässe, die bei diesen Mittagessen speziell begangen werden?
Ja klar, etwa im Advent, an der Fasnacht mit Chüechli, Ostern usw. Die Dekoration wird den jeweiligen Anlässen und Jahreszeiten angepasst.
Worin sehen Sie persönlich den Nutzen eines solchen Angebotes?
Vor allem im Sozialen: Man trifft sich, führt Gespräche und tauscht sich aus, ein Essen in Gesellschaft und danach einen interessanten Film ansehen. Der gesellschaftliche Zusammenhalt und die soziale Zugehörigkeit haben grossen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Guter Zusammenhalt vermittelt Sicherheit und Gebor-
genheit. Dieser Anlass ist auch ein Angebot zur Förderung der Selbstständigkeit, Autonomie und Lebensqualität von Seniorinnen und Senioren.
Welche Aufgaben fielen Ihnen beiden sonst noch zu?
Nebst dem Mittagstisch gibt es weitere spannende Aufgaben zu erledigen: Etwa die Kassenführung, etwa 300 briefliche Gratulationen zu Jubiläen und Geburtstagen in Richterswil und Samstagern, auf Wunsch besuchen wir die Seniorinnen und Senioren auch zu Hause. Bis 2020 wurde jedes Jahr ein Tagesausflug organisiert und durchgeführt, dann findet einmal im Monat zusammen mit Wädenswil das Tanz-Café statt. Zudem gibt es Teamentwicklungen mit gemeinsamen Anlässen und Ausflügen.
Engagieren Sie sich noch oder wieder bei einem anderen Projekt oder möchten Sie nun einfach Ihren Ruhestand geniessen? Wir geniessen sehr wohl unseren Ruhestand, auch wenn wir uns weiterhin für weitere Projekte engagieren, die uns Freude bereiten, wie zum Beispiel gegen Lebensmittelverschwendung mit «Aufgetischt statt weggeworfen» oder «Lokal vernetzt». Zudem geniessen wir die Zeit mit der Familie und fünf Enkelkindern.
Werden Sie möglicherweise den Mittagstisch künftig als Gäste besuchen? Aber sicher, wir freuen uns darauf!
Fredi Reist (65) besitzt das Flugbrevet für Gleitschirm, Segel- und Motorflugzeuge und Motorsegler – bis heute sind gut 1000 Flugstunden zusammen gekommen –, ist gerne sportlich unterwegs, reist und kocht gerne. Am 5. Januar 2023 übernimmt der «Vielflieger» dann die Aufgaben des Ehepaares Diem.
Herr Reist, wie ist es dazu gekommen, dass Sie den Mittagstisch ab kommendem Jahr übernehmen?
Seit Dezember 2018 bin ich Mitglied in der ProSenectute-Ortsvertretung Richterswil. Bereits beim Eintritt wurde das Thema einer späteren
OV-Leitungsübernahme angesprochen. Seitdem arbeite ich im Mittagstisch-Team mit. Nach dem Mittagessen zeige ich jeweils einen selbst gemachten Film von meinen Ferienreisen und der Fliegerei.
Was trieb Sie dabei an? Nach vielen Jahren harter Arbeit geniesse ich es, nur noch das zu machen, was Freude macht. Der Mittagstisch ist ein Anlass, bei welchem sich ältere Leute im Dorf treffen, sich unterhalten und oft auch für einige Zeit aus der Einsamkeit raus kommen. Gemeinsam ein Essen geniessen und am Ende des Anlasses die Freude in den Gesichtern der Leute zu sehen, spornt mich an und gibt auch mir Zufriedenheit.
Kennen Sie sich denn in diesem Metier an sich aus?
Ja, ich habe sowohl im Geschäftsleben wie privat vieles organisiert und durchgeführt. Seit über 25 Jahren koche ich in einer Gruppe der «Johanniterchuchi» in Wädenswil mit. Seit Januar 2019 bin ich als Freiwilliger bei der Pro Senectute im Treuhanddienst tätig. Dort vertrete ich vier Personen in all ihren finanziellen- und administrativen Belangen.
Gab es in die Arbeiten beim Mittagstisch eine Einführung für Sie?
Ich durfte in den letzten vier Jahren das Umfeld vom Mittagstisch mitgestalten. Alles, was jetzt für die Leitung der Ortsvertretung noch anfällt, kann ich von Ruth und Hans Diem übernehmen. Zudem gibt es regelmässige Ortsvertretungs-Leiter-Meetings von Pro Senectute (PS), und das Dienstleistungszentrum Horgen bietet bei Bedarf Unterstützung. Im Weiteren hat PS ein Extranet, von dem alle notwendigen Formulare und Informationen bezogen werden können. Bezüglich meiner Treuhand-Tätigkeiten habe ich zusätzlich Grundkurse rund um das Alter bei PS besucht.
Was sind die Herausforderungen, welche auf Sie zukommen?
Neu für mich wird die Koordination aller anfallenden Tätigkeiten in der Ortsvertretung sein. Neben dem monatlichen Mittagstisch das bereits erwähnte Tanz-Café im Wädi-Brau-Huus, ebenso sind die Gratulationskarten an die
Jubilare in ganz Richterswil-Samstagern zu organisieren. Die Kassenführung ist neu für mich im PS-Ortsvertretungsumfeld.
Wofür gibt es eine Gratulationskarte?
Zum 80., 85. und 90. Geburtstag, ab dem 95. gibt es jedes Jahr eine. Bei den 80-Jährigen legen wir einen Gutschein für ein Mittagstisch-Essen bei. Dann Hochzeitstagen: 50., 60., 65., 70. Jahre und höher, falls vorhanden. Für das Jahr 2023 gibt es in der Gemeinde Richterswil-Samstagern 305 Gratulationen.
Steht Ihnen beim Mittagstisch das Team zur Seite, das Sie bereits kennen?
Ja, das Team der Ortsvertretung Richterswil kenne ich seit vier Jahren. Abgänge in den letzten Jahren konnten jeweils wieder durch neue, motivierte Leute ersetzt werden.
Sie sind aber auch anderweitig noch sehr engagiert …
Ende 2018 habe ich mich nach einem Jobverlust mit 61 frühzeitig pensionieren lassen.
Seither mache ich, was Freude macht. Dies sind neben den Pro-Senectute-Tätigkeiten das Wandern oder Schneeschuhlaufen, Kochen, Reisen oder eben die Fliegerei (Passagierflüge ab Schänis mit Segel- oder Motorflugzeug).
Wie stehen Sie Ihrer künftigen Aufgabe gegenüber?
Positiv, mein Ziel ist, dass der Mittagstisch und die restlichen Tätigkeiten in der Ortsvertretung mehr oder weniger unverändert weiterlaufen können. Ruth und Hans Diem haben dies in den letzten Jahren sehr gut gemacht.
Der letzte Mittagstisch, den Ruth und Hans Diem ausgerichtet haben, wurde sehr festlich mit Klavier- und Chorbegleitung begangen. Die Verabschiedung des Ehepaares war voll des Lobes und Dankesworten, auch seitens der Organisatoren an das Team, welches ihnen engagiert und humorvoll zur Seite gestanden hatte. n
Der nächste Mittagstisch findet am 5. Januar statt, wie üblich im schönen Rosengarten-Saal an der Dorfstrasse 75. Kontakt und Anmeldung: Fredi Reist, Tel. 044 784 88 52, ov.richterswil@ pszh.ch
Der Vertrag über das Plakatwesen mit der Firma APG/SGA hat geändert und hat Auswirkungen auf den Wechsel bzw. den Aushang der A3-Plakate an den Kulturständern in der Gemeinde.
Ab 1. Januar 2023 erfolgt der Aushang der Plakate alle 14 Tage (statt wöchentlich). Der Wechsel wird weiterhin am Donnerstag stattfinden. Der erste Aushang wird in der Kalenderwoche 2 stattfinden. Die künftigen Wechsel erfolgen gemäss APG/SGA immer in den geraden Kalenderwochen.
Wir bitten Sie, Ihre Plakate frühzeitig abzugeben, damit der Aushang mit der APG/SGA koordiniert werden kann.
Die A3-Plakate müssen jeweils bis spätestens am Montagnachmittag dem Einwohnerwesen (Gemeindehaus 1, 1. OG) abgegeben werden, damit sie am Donnerstag durch die APG/SGA ausgehängt werden können. Zu spät abgegebene Plakate können nicht berücksichtigt werden. Ri
Wie alle Jahre findet im November das Turnerchränzli des Turnvereins Samstagern statt. Da der Vorverkauf super verlief und die drei Vorführungen ausverkauft waren, war die Vorfreude bei allen Turnerinnen und Turnern noch viel grösser. Pünktlich um 18.30 Uhr am 18. November öffneten die Türen zum Haaggeri-Saal für das Turnerchränzli 2022. Gestartet wurde jedoch nicht wie gewohnt mit der Ansprache des Präsidenten Daniel Wüest, sondern mit einer Stufenbarrenvorführung der Aktiven Frauen. Sie zeigten dem Publikum ihre Wettkampfübung und wurden mit grossem Applaus belohnt.
Unter dem Motto «Alpenspass» studierten die Leiterinnen und Leiter für gross und klein verschiede Reigen für den Saisonhöhepunkt ein. Den Besucherinnen und Besuchern wurde eine unterhaltsame Vorführung geboten. Unter anderem brauten die Berghexen einen Zaubertrank, es wurde eine Après-Ski-Party gefeiert, man konnte die Berggeissen und Steinböcke bewundern, und das Turnerchränzli wurde auch von ein paar Influencer besucht.
Durch den Abend führt das Team vom roten Faden mit lustigen Sketches. Die drei Jungs, Andrin Bisig, Jannis Reichenstein und Vasco Wüst machten ihre Arbeit hervorragend und brachten das Publikum zum Lachen. Dieses Jahr bekamen sie Unterstützung von Moana Mazenauer und Andreas Trippel, die kleinere Rollen übernahmen.
Am Schluss durfte die OK-Präsidentin noch drei OK-Mitglieder für ihre Jubiläen oder Rücktritte ehren und verdanken. Speziell zu erwähnen ist die Arbeit von unserem Küchenchef Fabian Mahrer. Er versorgt uns seit fünf Jahren das ganze Wochenende mit Speis und Trank und steht von früh bis spät in der Küche.
Die Stimmung war ausgelassen und es konnte von allen ein gelungenes Chränzli genossen werden. Das Feedback des Publikums war sehr positiv, worüber sich alle sehr freuten. Der Turnverein Samstagern kann auf drei gelungene Vorführungen zurückblicken, welche so schnell nicht in Vergessenheit geraten. e
Jedes Jahr findet der RTLSpendenmarathon in Köln statt. Am 17. November 2022 war auch die in Richterswil wohnhafte Sabine Lengfeld dabei, als in Köln ein zweifacher Weltrekord aufgestellt wurde.
Seit 1996 gibt es den RTL-Spendenmarathon, der es sich zum Ziel gemacht hat, weltweit Kinderhilfsprojekte zu unterstützen. Jede dieser Benefizveranstaltungen dauert 24 Stunden, in denen eine bestimmte Challenge gemeistert werden muss. Spenden werden über ein Callcenter – in denen auch Prominente die Anrufe entgegennehmen – und durch Versteigerungen persönlicher Gegenstände von Prominenten gesammelt. Seit der Gründung des Spendenmarathons wurden über 248 Millionen Euro gesammelt, welche von der «Stiftung RTL – Wir helfen Kindern» e.V. zweckgebunden verteilt werden.
Die diesjährige Herausforderung bestand in dem Versuch, einen Tag und eine Nacht am Stück auf einem Stairmaster, ein Fitnessgerät zum Treppensteigen, 410 000 Höhenmeter zu ersteigen. Das entspricht in etwa der Entfernung von der Erde zur Raumstation ISS.
Seit 2003 nimmt Joey Kelly – vierfacher Familienvater, Extremsportler und Angehöriger der bekannten Kelly-Family – an jeder Challenge teil und trat am 17. November gemeinsam mit 19 Firmenteams an.
Kelly musste allein auf dem Fitnessgerät die Stufen hochlaufen, die Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen durften sich auf dem Stairmaster abwechseln.
Sabine Lengfeld nahm mit einem dreissigköpfigen «Bemer Group*»Team teil, welches massgeblich an dieser Erfolgsgeschichte beteiligt ist.
Sabine Lengfeld betreibt ein Personal-Training- und Pilates-Studio und lebt seit 11 Jahren in Richterswil. Als «Bemer»-Vertriebspartnerin hat sie am Bewerbungsprozess für den Spendenmarathon teilgenommen und wurde ausgewählt. Für die Vorbereitung standen bloss drei Wochen zur Verfügung. «Somit habe ich mich auf ein mir unbekanntes Treppensteigegerät vorbereitet. Obwohl ich viel Velo,
Langlauf und Ski fahre, empfand ich dieses Training als sehr herausfordernd – zumal wir ja so viele Stufen wie möglich erklimmen sollten», führt sie aus. «Auf dem Weg nach Köln habe ich mich zwar gefragt, warum ich mir das ‹antue›, aber diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen. Ich wollte raus aus der Komfortzone!» Nach kurzer Instruktion kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Donnerstagabend zu einer grossen Halle, wo die Challenge stattfand. Die Fitnessgeräte standen sich in zwei Reihen gegenüber, Joey Kellys Gerät stand alleine mittig am Ende der Reihen, er fungierte nebst Treppensteiger als Motivator. Während der ganzen Zeit wurde von einer Live-Band oder einem DJ für Musik gesorgt, zwischendurch fanden auch Übertragungen ins Fernsehen statt. «Von den Kameras und der LiveÜbertragung habe ich nichts mitbekommen, man war wie in einer ‹Glocke›». «Wir haben unsere Leute in drei Gruppen eingeteilt, eine jede musste acht Stunden am Stück durchhalten», erklärt Sabine. «Ich war in der ersten Schicht von 18.00 bis 02.00 Uhr». Eine Übungsphase vor dem Startschuss gab es nicht, die Teams mussten während der Challenge verschiedenen Techniken ausprobieren. «Wir hatten uns vorgängig gedacht, dass diejenigen, welche eh sportlich gut trainiert sind, so eine halbe Stunde durchmachen, aber das war schlicht zu viel. Somit änderten wir ziemlich rasch unsere Strategie und führten kurze Intervalle von 5–10 Minuten ein, denn bei höchster Intensität kommt der Körper schnell in den anaeroben Stoffwechsel, sprich einem Sauerstoffmangel».
Das Team entwickelte den «fliegenden» Wechsel der Teilnehmer: damit das Gerät nicht langsamer geschaltet werden musste, unterstützten Umstehende die Person auf dem Stairmaster beim Herabsteigen auf der linken, während der nächste Teilnehmer von rechts bereits auf das Fitnessgerät «geschoben» wurde und weiterlaufen konnte. So kam es nie zu einem
Unterbruch. «Das war ein unglaubliches Teamwork und hat richtig Spass gemacht», erinnert sich Sabine begeistert.
Das sei besonders erstaunlich, da sie alle selbstständige Partner der «Bemer Group» seien und sich vorher nicht kannten. Einen solchen Zusammenhalt hätte sie noch nie erlebt. Das gemeinsame Ziel, das Möglichste zu geben, die Stufenanzahl zu schaffen und so viele Spenden zu sammeln wie möglich, trieb diese Leute an. Ziel war es, mit allen Teams und Joey den Weltrekord von 2 Millionen Stufen zu knacken – wir haben sogar 3,2 Millionen geschafft!»
Wenn Sabine und ihre Teamkollegen sich nicht gerade am oder auf dem Fitnessgerät engagierten, nutzten sie die «Bemer»-Geräte in ihrem Zelt. Selbst als deren Schicht zu Ende ging und das nächste Team den Platz am Stairmaster übernahmen, belieben viele Vorgänger, um die neuen und auch Joey Kelly anzufeuern und zu motivieren. «Man war so vollgepumpt mit Adrenalin, da war Schlaf ‹völlig überbewer-
tet›», muss Sabine lachen, als könne sie ihre Verhaltensweise kaum fassen.
«Ich war mit einer Kollegin im Zimmer, sind um 4 Uhr schlafen gegangen, aber bereits um 8 Uhr wieder auf den Beinen», lacht sie. «Wir haben nicht mal gefrühstückt, sondern sind gleich zum nahegelegenen Gelände von RTL Deutschland gegangen.»
Nach diesem 24-Stunden-Marathon habe ihre Gruppe am Freitag einen ruhigen Abend verbracht, im Hotel etwas gegessen, die Sauna genutzt … und hatte endlich Zeit, miteinander zu reden, sich etwas kennenzulernen, zu schlafen.
Die Teilnahme war für alle sensationell. «Wir zehren noch immer von diesem Erlebnis, dem Zusammenhalt und dieser grossartigen Leistung, welche auch zu dieser unglaublichen Spendensumme geführt hat – und das in einer Zeit, wo bei vielen Menschen Sparen angesagt ist».
Die Gelder gehen zu 100 Prozent an «Kinder in Not», denn alle Beteiligten haben ihre Anreise und Übernachtung selber bezahlt, und die Produktionskosten und Verpflegung vor Ort usw. hat der Fernsehsender übernommen.
Nach dem Event war Sabine Lengfeld nicht etwa völlig ausgepumpt, sondern euphorisch und aufgekratzt. Daher war sie froh, einen Teil der Zugreise von Köln nach Hause mit einer «Bemer»-Kollegin gemeinsam zu machen: «Ich hätte mit dieser Begeisterung über das Erlebte nicht mehrere Stunden schweigend im Zug sitzen wollen.» Und obwohl diese Zeit wahnsinnig anstrengend und kaum Schlaf möglich war, ist die 53-jährige in Richterswil erst eine Stunde joggen
gegangen. Nächstes Jahr möchte sie sich wieder für den Spendenmarathon bewerben.
An der «24-Stunden-ClimbingChallenge» haben die Teams 3 259 484 Stufen geschafft, das entspricht 3,5 Aufstiegen zum Mount Everest oder auch einmal zu Fuss von Köln bis ins Weltall zur Raumstation ISS – ein Weltrekord. Ein weiterer Weltrekord liegt in der un -
glaublichen Spendenhöhe von über 41 Millionen Euro, welche vollumfänglich an die Aktionsgruppe «Kinder in Not e.V.» geht.
* Die «Bemer Group» in Liechtenstein ist in der Medizintechnik unterwegs und entwickelt Geräte zur Steigerung der Mikrozirkulation, was die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren soll.
www.wirhelfenkindern.rtl.de > aktuelles > news
Am Montagabend, 5. Dezember, war der Haaggeri-Saal prall gefüllt. Es fand die Würdigung der Freiwilligenarbeit und Sportlerehrung 2022 statt. Die Sportmoderatorin Regula Späni, die durch eine krankheitsbedingte Absenz netterweise kurzfristig einsprang, moderierte auf der Bühne. Ebenfalls sprach der Gemeindepräsident Marcel Tanner und führte durch den Abend.
Text & Bilder: Britt Berg
Der Abend war eingeteilt in drei Blöcke von Sportlerehrungen und der als Überraschung geplanten Freiwilligenehrung des Richterswiler Verkehrsvereins als Debüt des Abends. Um die Überraschung als solche zu feiern, wurden die Broschüren absichtlich nicht zu Beginn aufgelegt.
In der Sportlerehrung gab es jeweils mehrere Teilnehmer, jeder Einzelne würde einen vollen Artikel verdienen. Dafür fehlt leider der Platz.
Als erste Gruppe wurde der Richterswiler Verkehrsverein (VVRS) auf die Bühne gebeten, für die Würdigung der Freiwilligenarbeit. Die Broschüren lagen bis dahin nicht auf – es war eine gelungene Überraschung! Der Verein wurde zu Recht geehrt, denn schliesslich arbeiten die Helferinnen und Helfer freiwillig zum Wohle der Einwohnerinnen und Einwohner von Richterswil und Samstagern und
führen nicht nur die Pedalovermietung, sondern organisieren auch Blumenschmuck für unser schönes Dorf, den Markt, die Dorf- sowie Räbechilbi, die 1. Augustfeier und diese Jahreswende zum ersten Mal auch den Richterswiler NeujahrsApéro am 8. Januar 2023 auf dem Wisshusplatz!
Anschliessend folgten die Sportlerehrungen. Von jung (unter 13) bis älter (stolze 75 Jahre) waren viele sportliche Richterswilerinnen und Richterswiler auf der Bühne. Im 1. Block wurden folgende Personen geehrt: Elias Bieri (Eishockey), der Jüngste der Geehrten, erst 12 Jahre alt und schon ein Sternchen am Eishockey-Himmel. Frank Seckleman (Bodybuilding), ebenfalls mit seinen 18 Jahren noch sehr jung. Er erzählte von seinen Kompromissen, die er schliessen muss, um erfolgreich zu sein: vor einem Wettkampf darf er für ca. fünf Monate nur noch Reis und Poulet essen, was auf die Dauer dann etwas langweilig sein kann, es ihm aber
wert ist. Dank gebührt auch seinem Vater, der alles mit ihm mitmacht, vom Essen über Training, was sehr motivierend ist. Respekt! Ebenfalls im 1. Block folgte dann noch der älteste Teilnehmer, Richard Gerster (Marathon). Das beeindruckende ist, dass er erst mit über 50 Jahren angefangen hat, zu joggen, um dann später an Marathons mitzurennen. Er wirkt topfit, sagt aber auch, dass es ihn im Winter auch manchmal Überwindung kostet, in der Frühe im Dunkeln nach draussen zu gehen, aber ohne Fleiss kein Preis.
Im zweiten Block folgte dann das Team vom Rudern U17: Lars Elsener, Constantin Feuerstein, Damian Heuss und Ivar Reinacher sowie die RGM-Juniorinnen U15 Annik Heuss und Eileen Meyer. Auch sie plauderten aus dem «Nähchäschtli» mit Frau Späni und verrieten, dass sie ihr Training jeweils etwas den vielen «Böötlern» anpassen mussten im Sommer, da es natürlich alleine am Schönsten auf dem See wäre. Vor allem, wenn es um Sport geht und nicht ums Geniessen. Der dritte, abschliessende, Block der Ehrungen wurde von der Slalom-Fahrerin Sille Krause-Thoré, die bereits mit 2 Jahren auf den Skiern stand, und dem Snowboarder Dia Balmer gemacht. Für ihn erschien sein Grossvater auf der Bühne, da er verhindert war. Auch hier war wieder sehr schön und klar ersichtlich, wie wichtig die Familien im Hintergrund waren. Last but not least wurde Hansueli Gegenschatz, der bisherige, langjährige IRS-Präsident und auch Mitglied der Sportkommission durch Marcel Tanner verabschiedet. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge meinte er zu seiner «neuen» Zukunft, er freue sich auf neue Ufer, auf Reisen und auf etwas mehr Zeit mit seinen Liebsten, was wundervolle Worte zum Schluss waren. Trotzdem war der Abend nicht einfach fertig, die Gäste kamen in den Genuss, das Turnchränzli in mehreren Nummern auf der Bühne bestaunen zu dürfen. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: es gab anschliessend und auch abschliessend für diesen tollen Abend noch ein Raclette-Service, kreiert durch das ortsansässige Delikatessengeschäft Preisig Käse und Wein. n
Zwölf Jahre hatte Lies Meyer die Leitung der Gemeindebibliothek Richterswil inne, nun übergibt sie ihr Amt ab kommendem Jahr ihrer Teamkollegin Susanna Ricklin – mit Freuden.
Text & Bild: Reni Bircher
Lies, wie kamst Du zur Bibliotheksleitung?
Lies: Ich bin da eher reingerutscht, weil die damalige Leiterin aufhören wollte und wenn niemand aus dem Team übernommen hätte, dann wäre es an jemand Externes gegangen. Das wollte ich nicht.
Warum gibst Du Dein Amt ab?
Lies: Es wurde langsam Zeit *Gelächter bricht aus* Nein, ehrlich, es ist an der Zeit, dass jemand Jüngeres übernimmt. Aber ich springe sehr gerne ein – wenn sie mich denn lassen –, wenn Not an der Frau ist – ich bin wirklich extrem gerne hier.
Was hat Dir bei dieser Tätigkeit denn besonders Freude gemacht?
Lies: Mir gefällt das Organisatorische daran. Aber ich bin stolz darauf, dass ich erreicht habe, dass die Mitarbeiterinnen einen Arbeitsvertrag bekommen haben, so dass sie zum Beispiel Krankentaggeld bekommen. Mir war ein grosses Anliegen, dass diese Arbeit dieses «Hausfrauenjob»-Image ablegen kann.
Abgesehen vom Administrativen war es eigentlich kein «Leiter-Job», das steht nur auf dem Papier so, denn wir besprechen und entscheiden alles im Team.
Hattest Du während Deiner Zeit in der Bibliothek ein besonderes Erlebnis?
Lies: Meistens bleiben einem ja nur die Katastrophen im Kopf hängen … Susanna, hilf mir mal! (Diese schaut nur ratlos.)
Also, als besonders kommt mir das Jahr 2022 in den Sinn: das, was wir jetzt bezüglich der Gemeinde mit dem Ausbau erarbeitet haben, das war wirklich ausserordentlich. Auch dass wir am Herbstfest oder am Markt dabei waren, war toll.
Susanna: Wir waren schon mal an einem Frühlingsmarkt, aber das war eine traurige Sache, ein totaler Flop. Ich glaube, anders war diesmal unsere Euphorie, wegen der bevorstehenden Abstimmung über die Erweiterung der Bibliothek.
Lies: Diesmal haben wir einen Wettbewerb gemacht und Buchstabensuppe ausgegeben, das kam bei den Besucherinnen und Besuchern gut an.
Susanna: Allerdings, wir haben ganz viele Neuzugänge gewinnen können.
Dann wird dieser neue Abschnitt nicht viel an Deinem Leben ändern?
Lies: Doch, sehr viel! Die Bibliotheks-Leitung beinhaltet viele kleine Dinge und Aufgaben, über die man den Überblick behalten muss, man muss viele Anfragen stellen für spezifische statistische Werte und, und, und. Das ständige Gefühl im Hinterkopf, dass noch dies und das erledigt werden muss, das fällt einfach weg. Wenn jetzt ein Brief hereinflattert, denke ich nur: «Bwah, das geht mich nichts mehr an – so schön». (Lies wirft einen vorsichtigen Blick Richtung Susanna, bevor sie zu Schmunzeln anfängt).
Nein, ehrlich, es ist eine echte Erleichterung für mich und ich habe auch kein Problem damit, hier als quasi Untergebene zu arbeiten.
Bist Du froh, dass jemand aus dem Team künftig die Leitung übernimmt?
Lies: Sehr! Denn dieses Team harmoniert derart gut, und ich finde es schön, dass niemand von aussen gesucht werden musste. Das wäre viel Wissen, das nicht vorhanden ist.
Susanna, Du bist schon seit längerem ein Mitglied des Biblio-Teams …
Susanna: Ich bin schon seit 15 Jahren dabei.
Wie stehst Du Deiner neuen Aufgabe gegenüber?
Susanna: Ich freue mich – auf all diese tausend Sächelchen (Augenzwinkern Richtung Lies) Inzwischen habe ich den Bibliotheks-Managementkurs abgeschlossen und bin parat für meine neue Aufgabe.
Und Du hast ein Team, das hinter Dir steht …
Susanna: Das denke ich zumindest *lacht* Bisher hat niemand etwas anderes gesagt.
Strebst Du Veränderungen an, so wie das Lies auch schon gemacht hat?
Susanna: Ich möchte sowohl die Vernetzung im Dorf als auch unter den Bibliotheken vorantreiben. Dies gibt unserem Beruf mehr Gewicht, das finde ich ganz wichtig. Es hat lange gedauert, bis er zustande kam, aber es gibt inzwischen einen sogenannten Medio-Pass. Dieser berechtigt unsere Bibliothekskundschaft in 45 Bibliotheken Medien auszuleihen.
Lies: Ich glaube, wir können gemeinsam mehr erreichen.
Susanna: Mir ist auch das Marketing wichtig, dass wir mehr nach aussen treten. Davon handelt auch meine Abschlussarbeit der Managementausbildung, welche ich erfolgreich abgeschlossen habe, am 13. Dezember war die Diplomübergabe.
Du hast vor einiger Zeit das Shared Reading in Richterswil eingeführt, ein gemeinsames Lesen von Kurzgeschichten und dem Austausch darüber. Machst Du das weiterhin?
Susanna: Unbedingt. Ich führe noch immer solche Leserunden durch, vor Ort und auch am Bildschirm. Aufgrund der Corona-Situation habe ich ein Online-Format ins Leben gerufen, welches viele Interessierte genutzt haben. Ich habe den Bibliotheken im Bezirk sogar ein gemeinsames, exklusives Projekt vorgeschlagen. Gestartet sind wir mit fünf, in der nächsten Session werden sich alle neun Bibliotheken anschliessend, und an
den Kosten beteiligen. Es gibt sogar Leute von Bern, Aarau und St. Gallen, die extra eine Mitgliedschaft in einer beteiligten Bibliothek lösen, um online dabei sein zu können.
Was war Eure Reaktion auf das «Ja» der Stimmbevölkerung zur Annahme der BibliothekErweiterung?
Susanna: Super!
Lies: Und mit einer solchen Deutlichkeit – das hat Freude gemacht.
Susanna: Hattest Du Zweifel?
Lies: Eigentlich nicht, aber man kennt ja diese Phasen, etwa vor dem Einschlafen, wenn alles rotiert im Kopf. Da hatte ich plötzlich das Gefühl, dass wir in einer Blase leben, weil wir von den Meinungen der Leute, die nicht bei uns Mitglied sind, eigentlich keine Ahnung haben …
Das «Ja» war eine Erleichterung, denn es ermöglicht so vieles. Alles andere wäre extrem deprimierend gewesen.
Susanna: Allerdings.
Lies: Vermutlich hätte man einfach weitergemacht, aber …
Susanna: Einen Plan B hatten wir nicht, und ich weiss nicht, wie ich bei einem «Nein» reagiert hätte.
Lies: Wir hätten dann hier eine Klagemauer errichtet … *Gelächter*
Susanna: Ja, wahrscheinlich. Nein, ich denke nicht, dass ich dann klein beigegeben hätte.
Wann werden die Umbauten in Angriff genommen?
Susanna: Hoffentlich bald, einen konkreten Termin gibt es noch nicht …
Lies: … doch wir stehen mehr oder weniger schon mit unseren (imaginären) Spitzhaken in den Startlöchern.
Was für Einschränkungen für den Betrieb werden damit verbunden sein?
Wir rechnen nicht mit allzugrossen Einschränkungen, denn die Arbeiten in den Räumlichkeiten an der
Dorfstrasse können angegangen werden, bevor der Durchbruch zur Bibliothek gemacht wird. Und ab diesem Zeitpunkt kann mit einem Bauvorhang gearbeitet werden, so wie das schon bei der Erweiterung 2017 gemacht wurde.
Dann wünsche ich Euch für die künftigen Unternehmungen viel Erfolg! n
Weihnachtsferien vom 21. Dezember 2022 bis 6. Januar 2023
Ab Samstag, 7. Januar 2023, sind wir wieder für Sie da! Montag, Donnerstag und Freitag 15.00–19.00 Uhr Dienstag geschlossen Mittwoch 9.00–11.00 Uhr und 15.00–19.00 Uhr Samstag 9.00–12.00 Uhr
«Zita the Butler» ist Butlerin mit Leib und Seele. In der Gemeindebibliothek hat sie vor vollen Rängen von dem weiten Weg, den sie für diesen Berufsstand zurückgelegt hat, ihren Aufgaben und Erlebnissen erzählt, was bei den Zuschauern für Begeisterung und Erheiterung sorgte.
Text & Bild: Reni BircherBraucht es denn noch Butler? Die ungefähr 800 Butler, welche jedes Jahr europaweit ihre Ausbildung beenden, decken nicht einmal den Bedarf in der Schweiz. Nur erzählt man sich das hierzulande kaum, dass jemand im Haushalt arbeitet, welcher stets zum Rechten schaut. Ganz anders in Grossbritannien, wo sich die Leute eher wundern, wenn jemand keinen Bediensteten hat. Aber in Gstaad oder St. Moritz ist der Bedarf an Butlern gross, genauso wie am Zürichsee. Nebst ihrer Tätigkeit als Leiterin Weiterbildung beim Verband für Hotellerie und Restauration, der GastroSuisse, hat Zita Langenstein seit vielen Jahren einen privaten Zürcher Haushalt als Butlerin zu leiten.
Zita Langenstein wurde in eine Bauernfamilie in Nidwalden hineingeboren. «Ich war etwa sechs Jahre alt, als ich meiner Mutter eröffnete, dass ich Butler werden will». Das kam nicht von ungefähr, denn ihre Mutter war ein Fan der Queen, die etwa im gleichen Alter war. «Ich glaube, für eine Bauersfrau auf dem Land wirkte deren Leben wie ein Traum». Und durch alle Generationen bis heute, waren vermutlich vor allem die Dramen und Klatschgeschichten von höchstem Interesse. So hätten doch alle etwas von der Royalen Familie, scherzt die 60-jährige.
Der Film «Das Haus am Eaton Place» beeindruckte und befeuerte ihren Berufswunsch immens. Der Butler dort leitete und führte zwei Familiensysteme, die des Hausherrn und die der Bediensteten. «Er hat das in für Grossbritannien besonders schwierigen Jahren hervorragend gemeistert».
Wir sollten aber nicht denken, sie würde den ganzen Tag nur fernsehen. Tatsächlich müsse man als Butler aber lernen, Wartezeiten auszuhalten. Das sei vermutlich etwas vom schwierigsten, doch in der Butlerschule lerne man, «sinnvoll» zu warten. «Man darf Gesprächen der Leute, bei denen man angestellt ist, nicht
zuhören, muss aber immer präsent sein und sofort reagieren können, wenn es die Situation erfordert». Zählen sei eine gute Beschäftigung für den Kopf, während man ruhig dastehen und warten muss: «Hier würde ich jetzt anfangen die Bücher zu zählen», sagt Zita, «und als Sie in die Bibliothek gekommen sind, habe ich Sie gezählt», erklärt die Butlerin den Anwesenden. Ein Pokerface sei gefragt, man dürfe auch nicht lachen, «was mir besonders schwer fällt».
Mit 16 zog Zita aus und schloss zwei Berufslehren ab, in der Gastronomie und in der Hotellerie. In der Schweiz gibt es keine Ausbildung für Butler, es ist allerdings möglich, dass sich dies bald ändern wird. Mit 20 war sie im Schweizerhof in Bern tätig, wo sie sowohl im Betrieb wie auch für die Inhaberfamilie arbeitete. Dort lernte sie eines Tages einen englischen Butler kennen, und dieser erzählte ihr, dass es in Grossbritannien eine Butlerschule gebe. «Kurz darauf
habe ich mich dort das erste Mal beworben –und wurde 20 Jahre lang abgelehnt». Das sei ein unrühmliches Kapitel in ihrem Leben, ihre Mutter hätte ihr schon gesagt, dass es langsam peinlich wäre, so oft abgelehnt zu werden. «Aber ich wollte nicht aufgeben». Mit jeder Absage sei ihr aber eine Aufgabe gestellt worden, «ziemlich schöne», etwa im Fernen Osten und Amerika arbeiten gehen, um die Kultur kennenzulernen. Das hat sie getan, arbeitete, lernte, kam zurück und bewarb sich erneut in London – und wurde abgewiesen.
«Damals entging mir die Doppeldeutigkeit in der Sprache, denn diese Auflagen waren bloss «Hinhaltechnik». «Im Jahr 2000 haben sie mir dann geschrieben und gefragt, ob ich die Ausbildung machen wolle … sie würden jetzt auch Frauen aufnehmen». Doch dieser Schritt war ihr erst 2005 möglich.
Am ersten Tag an der Butlerschule, der «Ivor Spencer School» in London, bekam Zita Langenstein einen Säbel, den sie der Zuhörerschaft stolz präsentiert. Mit diesem lernt man Schaumwein zu entkorken, das sogenannten sabrieren. Das sei vor allem Inszenierung bei schönen Anlässen, dann sei das schon ein besonderer Anblick, wenn mehrere Butler gleichzeitig eine Magnumflasche entkorken würden.
Am Griff hängt eine rote Kordel, ein Zeichen, dass Zita im Buckingham Palace bereits über 1000 Flaschen damit entkorkt hat, was ein Raunen und Geklatsche im Raum hervorruft. «Ich erzähle meinen Kollegen immer, dass bei dieser Aussage in der Schweiz applaudiert werde. Aber in Grossbritannien ist diese Anzahl eher bescheiden, denn bei meinen Kolleginnen und Kollegen bringt man fast die Finger nicht mehr in den Griff, dort hängen derart viele Kordeln dran», schmunzelte sie.
Die Ausbildung dauerte für Zita zwei Monate im Intensivkurs, weil sie schon viel Erfahrung mitbrachte, normalerweise dauert die Ausbildung zwei Jahre. Ivor Spencer hat noch immer jeden Tag unterrichtet, worüber Zita überglücklich ist. «Er ist schlicht brillant in der Rhetorik, hat eine enorme Präsenz und weiss alles über interkulturelle Kompetenz, vermittelte wertvolle Lösungsansätze für schwierige Situationen
– ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so jemanden getroffen und werde es vermutlich auch nicht mehr.»
Wunderbare Beispiele über den Ausbildungsalltag folgten, über gebügelte Zeitungen, ungeschriebenen Gesetzen und jährlichen Ritualen, welche einstudierten Szenarien gleichen und doch zur Zufriedenheit aller beitragen – sehr spannend, lustig und manchmal auch absurd und wohl abseits von allem, was die Anwesenden jemals zuvor gehört haben.
Am Ende der Ausbildungszeit folgte ein Prüfung und diese bestand darin, eine kleine Arbeit über ein zugelostes Thema zu verfassen. Die Enttäuschung war gross, als Zita den in Grossbritannien fast heiligen «Traditional Afternoon Tea» zog, denn darüber sei bereits alles gesagt und geschrieben worden. «Der ist schon perfekt, da kann man nichts mehr dazu sagen», war Zita damals betrübt. Sie rief ihren Mann an, berichtete von ihrer Not und bekam einen wertvollen Typ: «Afternoon Tea Swiss Style». So bestand Zitas Nachmittagszeremonie aus vielen typisch schweizerischen Erzeugnissen, aber im englischen Stil angerichtet. «Die Scones wollte ich lassen, denn die sind heilig, aber es gab keine Erdbeermarmelade, sondern verschiedenen Konfitüren, wie wir sie hier in der Schweiz machen, und Greyerzer Doppelrahm». Dies alles schrieb Zita in einem Booklet samt Rezepten nieder und servierte das auch so – und gewann damit den ersten Preis.
Dies hatte zur Folge, dass dieser Afternoon Tea der Queen serviert werden sollte, und das ausgerechnet an deren 80. Geburtstag. «Ich schwankte zwischen Freude und Panik, und ein Jahr später war es dann soweit: ich sollte meine Kreationen für 70 geladene Gäste bereiten – Frauen von Vereinen, bei denen die Queen den Vorsitz innehatte». Alle nötigen Produkte wurden aus der Schweiz importiert und zu jedem Produkt servierte Zita eine Geschichte aus der Schweiz. Das gefiel der Queen so gut, dass sie verfügte, ab sofort an jedem ihrer Geburtstage einen Schweizer Nachmittagstee von Zita zu bekommen. Das letzte Mal im Mai 2022.
Auch an anderen Anlässen mochte die Queen die Anwesenheit und Dienste von Zita. «Stil und Klasse lernt man von der Queen», ist sie überzeugt.
Dass die Queen verstorben ist, kann Zita noch nicht wirklich fassen. Obwohl sie an deren Sarg gestanden hat. «Ich stand 13 Stunden in der Queue (Reihe), um persönlich von ihr Abschied zu nehmen».
Unter dem Motto «Masken» servierte der Musikverein Richterswil-Samstagern (MRS) am 4. Dezember den zahlreich Erschienenen in der reformierten Kirche einen abwechslungsreichen Ohrenschmaus.
Text & Bilder: Reni Bircher
Zu Beginn wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer mitgenommen in die Düsternis der Bat Cave, folgten alsbald den Tanzenden in bunt bestickten Gewändern übers Parkett oder sahen vor dem inneren Auge lustige Wasserfontänen springen, dank einem wunderbaren Walzer, welcher leicht und herrlich von den Musikerinnen und Musikern vorgetragen wurde. Zwischen den Stücken präsentierte Vorstandsmitglied Severin Bachmann einiges an Wissenswertem –und plauderte etwas aus dem Nähkästchen. Die Musikstücke wurden einmal mehr in breitem Spektrum ausgewählt und sorgten damit für ein abwechslungsreiches Programm; vom Klassiker bis zu Neuentdeckungen für die Zuhörerschaft, vom MRS nicht nur absolut professionell in der Ausführung, sondern immer auch mit Humor und Leidenschaft vorgetragen.
Der vierteiligen Auswahl aus der Suite «Karneval der Tiere», welche erst 2008 für eine Blasmusikformation arrangiert wurde, folgten Michael Jacksons tanzende Zombies, die bei dieser sonntäglichen Umsetzung bedeutend swingender die Glieder geschüttelt hätten. Ein Medley aus einem elf Stücke starken Musicalfilm sorgte für wohlige Gefühle, bevor man sich auf dem Rücken eines schwarzen Hengstes auf einen wilden Ritt durch die kalifornische Hitze begab.
nannte ihn einen «Pfundstyp», er sei zuverlässig, motivierend und gab der Hoffnung des gesamten Vereins Ausdruck, dass er ihnen als Taktgeber lange erhalten bleibe. Dankesworte gab es auch für die Unterstützung durch den Vorstand und natürlich allen Musikerkolleginnen und -kollegen. «Es tut gut, zu wissen, dass mich so viele Leute unterstützen.»
Die Ausführungen über das, was Dienen überhaupt bedeutet, weitere wunderbare Episoden und eine Fragerunde förderte so viele Eindrücke und Einblicke zutage, dass die Anwesenden sehr zufrieden den Abend mit schweizerischbritischem Apéro und sabriertem Prosecco beschliessen durften.
www.zitathebutler.ch www.ivorspencer.co.uk, www.butlerschool.com
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Der offizielle Schluss bildete ein rassig-leichtes Stück, welches seinen Ursprung in jüdischen und deutschen Volkstänzen hat und viel Freude und Lebenslust versprühte – in diesen schwierigen Zeiten eine Wohltat für die Seele.
Vereinspräsident Tobias Bachmann stellte mit grosser Freude den seit diesem Sommer amtierenden Dirigenten Christian Bachmann vor. Er
Verständlicherweise wollte das Publikum den Musikverein nicht gleich ziehen lassen, sondern forderte mit langanhaltendem Klatschen eine Zugabe. Diese führte erneut hinab in dunkle Gewölbe, diesmal unter der Pariser Oper, bevor der «neue» Dirigent Christian Bachmann den Takt zu einem leichten, weihnächtlichen Stück anschlug und die begeisterte Zuhörerschaft in die Adventszeit entliess. n www.mrs-online.ch
Die Stiftung Natur & Wirtschaft zeichnet Areale mit einem Zertifikat für naturnahe Umgebungsgestaltung aus. Die Anlagestiftung der Migros Pensionskasse erhielt das Zertifikat für die über 2600 Quadratmeter Naturfläche der Wohnsiedlung Sidefade in Richterswil.
Wiesenflächen, einheimische Hecken und Wildsträucher … hier lässt sich wohnen! Die Siedlung Sidefade ist ein schönes Beispiel dafür, wie die Natur in unserem Wohnraum integriert und gefördert werden kann. Total entstand eine über 2600 Quadratmeter grosse Naturfläche und damit wertvoller Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, aber auch wichtige Aufenthalts- und Erholungsorte für Anwohnerinnen und Anwohner.
Die Stiftung Natur & Wirtschaft fördert die naturnahe Planung und Gestaltung von Firmenarealen, Wohnsiedlungen, Schulanlagen, Kiesabbaustellen und Privatgärten. Sie zeichnet vorbildliche Areale mit einem national anerkannten Label aus und unterstützt Interessierte
bei der Planung und Realisierung ihres naturnahen Areals. Mehr als 500 Institutionen aus allen Branchen sind aktuell zertifiziert. Das ergibt eine Naturfläche von rund 40 Millionen Quadratmetern.
Naturnah gestaltete Areale sind von grosser Wichtigkeit für die einheimische Biodiversität. Viele der ausgezeichneten Flächen sind wahre Hot-Spots der Artenviel falt. So sind beispielsweise sämtliche bedrohten Amphibienarten der Schweiz auf den zertifizierten Arealen zu finden. e
Interessiert? Wir helfen gerne weiter: Stiftung Natur & Wirtschaft, Telefon 041 249 40 00, info@naturundwirtschaft.ch
Zur Bedeutung der Landwirtschaft für den Naturschutz in der Region diskutierten zahlreiche Mitglieder des Vereins Naturschutz Richterswil-Samstagern mit Martin Steiner vom Oberschwandenhof Samstagern und zwei weiteren Landwirten aus Samstagern. Familie Steiner unternimmt auf ihrem Hof viel für die Förderung der Biodiversität, bewirtschaftet sie doch über 250 Hochstamm-Obstbäume, pflegt artenreiche Hecken, mäht Streuwiesen und schafft mit Asthaufen Unterschlupf für allerlei Tierarten. Ein beträchtlicher Anteil der betriebseigenen Wiesen und Weiden wird extensiv bewirtschaftet. Das heisst, dass eine Reihe von Vorschriften eingehalten werden muss, damit die Wiesen nur wenig gedüngt und so geschnitten werden, dass Blumen versamen können und Kleinlebewesen Unterschlupf finden.
Zwei Aspekte konnten Martin Steiner und seine Kollegen den Zuhörenden gut aufzeigen. Zuerst einmal sind Direktzahlungen für Biodiversitätsförderung an einen sehr detaillierten Katalog von Massnahmen gekoppelt, die umgesetzt werden müssen und die auch kontrolliert werden. Es braucht viel eigenes Wissen und eine gute Beratung, um den vielen Vorschriften gerecht zu werden. Dann wurde auch klar, dass die Bauern aus dieser Region, wo Landwirtschaftsflächen und Siedlungsgebiete oft eng ineinander verzahnt sind, niemals allen Ansprüchen gerecht werden können. Es braucht schon sehr viel Geduld, um zum Beispiel Pollenallergikern klar zu machen, dass blühende Gräser auf einer extensiven Wiese neben einer Überbauung aus Sicht der Biodiversität eben positiv sind, oder dass der Rückschnitt von Stauden und Büschen
in Hecken neuen einheimischen Pflanzenarten Platz und Licht verschaffen kann.
Die Diskussionen haben gezeigt, dass Biodiversitätsförderung auch mit Produkteabsatz und Konsum zusammenhängen. Um die für Insekten und Vögel wertvollen Hochstamm-Obstbäume zu erhalten, braucht es letztlich auch einen Absatzkanal für die Früchte. Wenn dann für ein Kilo Mostbirnen nur noch 10 Rappen oder allenfalls knapp 30 Rappen für Bio-Qualität bezahlt werden, lässt sich der Aufwand für Baumschnitt und Ernte trotz Direktzahlungen kaum noch decken.
Martin Steiner, seine Kollegen und die Naturschützer waren sich am Ende der Diskussion einig, dass Biodiversitätsförderung und Naturschutz in der Region nur gemeinsam mit den Landwirten erreicht werden können. Landwirtschaftliche Nutzflächen und die angrenzenden Landstreifen bieten viele Möglichkeiten, wenn die Biodiversitätsförderung für die Bauern umsetzbar ist. Dabei sind Fortschritte nicht immer nur eine Frage des Geldes, sondern vielmehr das Resultat der gemeinsamen Suche nach der bestmöglichen Lösung für konkrete lokale Situationen. Eine wichtige Rolle kommt auch Gemeindebehörden und der kantonalen Verwaltung zu, welche neben Projektfinanzierungen mit Koordination und Planung wichtige Unterstützung leisten können. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass so ein Diskussionsabend inspirierend und Ausgangspunkt für viele neue Aktivitäten zu Gunsten des Naturschutzes sein kann.
Am 30. November hat die Präsidentin der FDP RichterswilSamstagern dem Gemeindepräsidenten im Namen der Partei ihre Initiative für bezahlbaren Wohnraum für Familien in Richterswil überreicht.
Im Namen der FDP RichterswilSamstagern wollen neun unterzeichnende Initianten erreichen, dass der Gemeinderat drei grosse Parzellen im Walder in Samstagern, welche sich im Eigentum der Gemeinde befinden, im Baurecht an eine Baugenossenschaft in Richterswil oder Samstagern vergibt. Diese soll auf diesem Grund bezahlbaren Wohnraum für Familien erstellen.
Die Gemeinde Richterswil geriet im August 2021 in den Fokus nationalen Interesses, nachdem über die Schwierigkeiten einer normalen Mittelstandsfamilie mit drei Kindern bei der Wohnungssuche in Richterswil im Schweizer Fernsehen (eco Talk, vom 16. August 2021 bei SRF, ab 16. Minute) berichtet wurde. Tatsächlich ist der stetige Anstieg von Wohnungspreisen und damit einhergehend ein völlig ausgetrockneter Markt für bezahlbaren Wohnraum seit längerem feststellbar. Normal verdienende mittelständische Familien haben es immer schwerer in Richterswil zu bleiben oder Fuss zu fassen. Eine sinnvolle und erwünschte Durchmischung unserer Richterswiler Bevölkerung ist damit bedroht.
Die FDP Richterswil-Samstagern will dagegen aktiv etwas unternehmen. Die teilweise provisorisch überbaute, aber mehrheitlich brachliegende Landreserve soll für die nächste Generation sinnvoll genutzt werden. Wichtig dabei ist, dass die Gemeinde nicht mittels Kreditvorlage aktiv wird, sondern das Land lediglich im Baurecht
zur Verfügung stellt. Das hat zwei Vorteile. Einerseits muss sich die Gemeinde finanziell nicht am Bauvorhaben beteiligen, was den Gemeindehaushalt langfristig entlastet. Andererseits können unsere Nachfahren nach Ablauf der Baurechtsdauer erneut darüber befinden, wie das Grundstück sinnvoll genutzt werden kann.
Die Grundstücke Kat.-Nr. 8515, Kat.-Nr. 8514 und Kat.-Nr. 7187 im Walder in Samstagern ergeben zusammenhängend eine grosse Fläche an guter Lage, in Nähe von Schule, Einkaufsmöglichkeiten und dem öffentlichen Verkehr. Für den bereits eingezonten Teil des Areals Walder besteht Gestaltungsplanpflicht, womit die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Einfluss auf die Art und Weise der Überbauung nehmen können. Die Initianten fordern einen ausgewogenen und optimalen Mix an Wohnungsgrössen primär für Familien, wobei der Gemeinderat zusätzlich eine Anzahl von eigentlichen Alters- und Behindertenwohnungen festlegen kann. Die Wohnungen müssen gemäss der Initiative zum Prinzip der Kostenmiete vergeben werden, womit sie in einem moderaten Preissegment für Familien erhältlich werden.
Die FDP Richterswil-Samstagern will eine gute Durchmischung der Bevölkerung in Richterswil und Samstagern, damit es der Richterswiler Jugend auch künftig möglich bleibt, eine eigene Familie in Richterswil zu gründen und hier wohnen zu können. e
Gemeindepräsident Marcel Tanner empfängt Esther Baumann, Präsidentin der FDP Richterswil-Samstagern, und Kathrin Weidenmann-Wengle, Aktuarin derselben Partei, zur Überreichung der Initiative.
Das Zitat stammt aus «Grund- & Boden-Sätze» von Werner Mitsch, und über den Jahreswechsel liesse sich trefflich darüber philosophieren. Jedenfalls leuchten die Augen der in Richterswil aufgewachsenen Seniorinnen und Senioren, wenn sie von den Wintern ihrer Kindheit erzählen: Von wilden Schlittenfahrten auf der Kirchstrasse durchs Dorf, vom erstaunlich oft ganz oder teilweise zugefrorenen See, von der endlosen Abfahrt auf Skiern vom Rossberg bis an die Etzelstrasse. In den Hintergrund treten die mühsamen Aufstiege zu Fuss, die schneeverkrusteten Riemen der Kandaharbindung und die ebenfalls mit Eis überzogenen Knoten der Schuhbändel, welche man mit den klammen Händen kaum
SO, 31.12.2022
ÖKUM. FEIER ZUM JAHRESWECHSEL
Reformierte und katholische Kirchen Richterswil Nach der Feier laden wir Sie herzlich zum Apéro ein. 18.00 Uhr, Haus zum Bären
SO, 01.01.2023
OFFENE TÜREN UND NEUJAHRSAPÉRO
Verein Ortsmuseum 10.00-12.00 Uhr, Ortsmuseum, Dorfbachstrasse 12, Richterswil
DI, 03.01.2023
JASSNACHMITTAG
reformiert_katholisch Kirchen in Richterswil Anmeldung bis Sonntagabend an: Tel. 044 784 19 52, kurt.leuenberger@gmx.ch. ab 14.00 Uhr, kath. Jugendheim, Erlenstrasse 32, Richterswil
DO, 05.01.2023
MITTAGESSEN
Pro Senectute Kontakt/Anmeldung: Tel. 044 784 88 52, ov.richterswil@ pszh.ch, Fredi Reist, Speerstrasse 126, Richterswil. 12.00 Uhr, Ref. Kirchgemeindehaus Rosengarten, Dorfstrasse 75, Richterswil
öffnen konnte. Das Ortsmuseum zeigt an Neujahr Bilder, Fotos und Gegenstände aus der Zeit vor Zugerstrasse, Autobahn und Klimaerwärmung. Daneben bietet sich Gelegenheit, auf ein glückliches 2023 anzustossen und vielleicht auch über aktuelle gute Vorsätze im Energiebereich oder in anderen Belangen zu diskutieren. Dazu eine Anregung von Werner Mitsch: «Wer abnehmen möchte, sollte die Vorspeise weglassen, und statt des Hauptgerichts kein Dessert nehmen». Der Vorstand freut sich auf zahlreiche Gäste. e
Offene Türen und Neujahrsapéro: Sonntag, 1. Januar 2023, 10.00-12.00 Uhr, Ortsmuseum, Dorfbachstrasse 12, Richterswil
SO, 08.01.2023
RICHTERSWILER NEUJAHRSAPÉRO
Gemeinde Richterswil und Verkehrsverein RichterswilSamstagern 12.00–15.00 Uhr, Wisshusplatz
DI, 17.01.2023
ERZÄHLNACHMITTAG
reformiert_katholisch Kirchen in Richterswil Ein Überraschungsgast erzählt aus seinem Leben oder gibt Einblick in ein Thema, mit dem er oder sie sehr verbunden ist. Anmeldung bis Sonntagabend: Tel. 044 784 19 52, kurt.leuenberger@gmx.ch. ab 14.00 Uhr , ref. Kirchgemeindehaus Rosengarten, Dorfstrasse 75, Richterswil
DO, 19.01.2023
DV IRS 19.00–21.00 Uhr
SA, 21.01.2023
TOBIAS HEINEMANN: HIDDEN Kulturforum Richterswil/Samstagern
Der bekannte Mentalist und gebürtige Richterswiler Tobias Heinemann kehrt zurück mit seinem Programm «Hidden». 20.00 Uhr, Katholisches Pfarreiheim Richterswil
«Erinnerungen sind Fluchthelfer aus der Gegenwart» - Richterswiler Winterbilder