Ein Magazin wie das f79 herzustellen kostet viel Geld. Wenn da keiner etwas dazugeben würde, müsste das Schülermagazin sehr teuer verkauft werden. Für viele Jugendliche wäre es dann zu teuer. Daher suchen wir immer Firmen, die das Projekt toll finden und uns finanziell unterstützen. So eine Partnerschaft beruht immer auf Gegenseitigkeit. f79 bekommt Geld und der Partner erhält dafür ein Logo oder er kann sich ein Redaktionsmodul wünschen. Letzteres nennen wir ein „Testimonial“. Unser Jobstarter ist in Zusammenarbeit mit dem „Jugend & Beruf“ der Badischen Zeitung erstellt worden.
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Lebenslauf-Lügen
Viele flunkern bei Bewerbungen
Ich will die Stelle unbedingt. Also gebe ich mein Bestes, um mich außerordentlich gut zu präsentieren. Wird dabei auch mal übertrieben? Oder sogar gelogen? Ja, zeigt eine Umfrage des Karriereportals cvapp.de. Männer tun das häufiger als Frauen.
So mancher Arbeitsplatz ist in Deutschland bedroht. Teilweise durch die Übernahme von KI, teilweise durch wirtschaftliche Kürzungen. Aber wie weit gehen Bewerbende aus Baden-Württemberg, um sich eine Stelle zu sichern? Eine Umfrage zeigt, dass 60,22 Prozent der Bewerbenden zugeben, in ihrem Lebenslauf gelogen zu haben. Herausgefunden hat das das Karriereportal cvapp.de. Es hat 3000 Deutsche befragt, ob und worüber sie in ihrem Lebenslauf gelogen haben. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Mehr als 60 Prozent der Befragten aus BaWü haben in ihren Lebensläufen gelogen. Das ist bundesweit der sechste Platz. Die häufigste Lüge in Baden-Württemberg betrifft die Fähigkeiten (76,19 Prozent). Der zweite Platz ist das aktuelle Gehalt (71,43 Prozent). Gefolgt von persönlichen Interessen (55,36 Prozent).
Pikant: Männer lügen häufiger als Frauen.
70,96 Prozent geben an, geflunkert zu haben. Das sind 54 Prozent mehr als bei den Frauen.
Der Gedanke beim Flunkern: Arbeitgebende haben möglicherweise nicht immer die Ressourcen oder die Zeit, um die in jedem erhaltenen Lebenslauf aufgeführten Zeug -
Foto // pixabay.com
Vielleicht doch ein bisschen aufpeppen?
nisse gründlich zu überprüfen. Manche Arbeitssuchende fühlen sich möglicherweise auch unter Druck gesetzt, qualifizierter zu erscheinen als sie es sind.
Unser f79-Tipp: Bleibt lieber bei der Wahrheit – und versucht, euch da zu bewerben, wo euer Lebenslauf passt. Der Jobstarter gibt euch Einblicke in spannende Berufe sowie Tipps und Tricks, wie die Karriereplanung klappen kann.
Till Neumann
Foto // Alexander-Limbach-stock.adobe.com
Hand in Hand: Neben Menschen kann auch KI bei Bewerbungen die Hand im Spiel haben.
Beim Bewerben die KI überzeugen
Maschine, übernehmen Sie! Immer mehr Betriebe setzen bei der MitarbeiterAkquise auf den Kollegen Computer. Was das für Bewerber*innen ändert.
Bewerben, das ging lange Zeit so: Zeugnisse raussuchen, Lebenslauf aktualisieren und ein möglichst kreatives und charmantes Anschreiben formulieren, abschicken. Doch bevor eine Vorgesetzte die Bewerbung zu Gesicht bekommt, muss manchmal erst der Computer überzeugt werden.
Künstliche Intelligenz (KI) ist auch in diesem Bereich unseres Arbeitslebens auf dem Vormarsch. „Theoretisch kann KI den kompletten Recruiting-Prozess allein durchführen“, sagt Annika von Mutius, Gründerin eines HR-Tech-Start-ups, das KI-basierte Lösungen anbietet. „Die KI findet heraus, wie der ideale Bewerber für die Stelle aussieht, wie potenzielle Bewerber erreicht und angesprochen werden.“
Ist die Bewerbungsfrist abgelaufen, filtert KI die besten Bewerbenden aus den Unterlagen. Sie könnte sogar Vorstellungsgespräche führen, Mimik und Gestik des Gegenübers analysieren und schlussendlich eine Entscheidung fällen. Theoretisch zumindest. Aber das ist dann doch eher visionär.
Üblicherweise wird die KI derzeit nur in Teilbereichen des Recruitings eingesetzt. Besonders bewährt ist sie im Sourcing und Screening. „Sourcing bedeutet: Wen will ich
Bewerbung
Beispielen.“ Mit dieser Taktik machen Bewerbende auf keinen Fall etwas falsch. Denn: „Direkt zum Punkt kommen und nicht zu verspielt formulieren, das ist in Bewerbungen ohnehin eine gute Idee“, so Weber. „Die Anzahl relevanter Informationen im Verhältnis zum Gesamttext sollte möglichst hoch sein.“
Kai Helfritz von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung rät: „Schreiben Sie in einfachen Sätzen, gliedern sie die wichtigen Informationen gut. Unter Umständen sind sogar Stichpunkte sinnvoll.“ Und von Mutius empfiehlt, beim Beschreiben der eigenen Fähigkeiten auch Persönliches zu teilen, Wertvorstellungen etwa.
Der Leitfaden der Expert*innen ist nachvollziehbar. Aber was die KI gut findet, weiß vor allem sie selbst. Deshalb wurde ChatGPT gefragt: „Wie sollten Bewerbungen aussehen, damit sie einer KI positiv auffallen?“ Das Programm ist mit den Antworten der Fachleute einverstanden und hat noch Tipps: „Vermeiden Sie Bilder und Grafiken, diese könnten schlecht ausgelesen werden.“ Und: „Verwenden Sie gängige Dateiformate wie Word oder PDF, die von KI-Systemen gut verarbeitet werden können.“
Zudem rät ChatGPT dem Fragenden: „Denken Sie daran, dass KI-Systeme nicht nur nach Schlüsselwörtern suchen, sondern auch nach Mustern und Kontext. Daher ist es wichtig, Ihre Bewerbungsunterlagen sowohl für KI-Systeme als auch für menschliche Leser ansprechend zu gestalten.“
Fest steht: Bewerbende müssen sich nicht vor der KI in der Personalabteilung fürchten. Eine gute, klar gegliederte Bewerbung ist auch für die KI eine gute Bewerbung. In den meisten Unternehmen ist der Einsatz von KI zudem mit der Vorauswahl beendet. Dann geht es im persönlichen Gespräch wieder klassisch darum, worum es immer schon ging: Passt es menschlich zwischen uns?
Wer bis dahin auf Nummer sicher gehen will, kann den Computer mit seinen eigenen Waffen schlagen: Denn KI schreibt auch klaglos Bewerbungen. Garantiert KI-optimiert. Nur die Fakten, die muss wie immer der Mensch im Blick behalten.
Marie von der Tann (dpa/BZ)
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„Ich
bin selbstbewusster geworden“
René und Valentin über ihr FSJ bei der Caritas
René (24) und Valentin (22) haben ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Einrichtung der Wohnungslosenhilfe beim Caritasverband Freiburg-Stadt e. V. absolviert. Kurz vor Ablauf ihres Freiwilligendienstes haben wir mit ihnen über ihre Erfahrungen gesprochen.
VALENTIN, WARUM ABSOLVIEREN SIE EIN FSJ?
Valentin: Ich möchte Soziale Arbeit studieren, aber bevor ich ins Studium starte, wollte ich erst sichergehen, dass der soziale Bereich auch für mich passt.
WIE SIND SIE AUF DEN BEREICH WOHNUNGSLOSENHILFE GEKOMMEN?
Valentin: Ich hab mich zuerst im Internet informiert, was man machen kann, und bin auf der der Seite des Caritasverbandes FreiburgStadt gelandet. Und hab mich da einfach mal beworben. Dann wurde ich eingeladen, da gab‘s dann verschiedene Möglichkeiten, und Wohnungslosenhilfe hat sich gleich sehr spannend angehört. Deshalb hab ich im Haus St. Gabriel hospitiert und dann war schnell klar, dass ich das machen will. Ich hab gespürt, dass das ein Ort ist, an dem ich auch was für mich, fürs Leben, mitnehmen kann.
RENÉ UND VALENTIN, WAS SIND IHRE AUFGABEN IM HAUS ST. GABRIEL?
René: In erster Linie sind wir den ganzen Tag präsent und ansprechbar. Konkret unterstützen wir die Bewohnerinnen und Bewohner bei bestimmten Arbeiten, zum Beispiel bei Putzdiensten. Dann kümmert sich immer einer von uns ums Frühstück, vom Einkaufen bis Vorbereiten. Da gibt’s dann
Kaffee und Weckle und alles, was man so braucht. Und wir organisieren den Nachmittagskaffee, da können alle bei Kaffee und Süßem zusammenkommen und reden.
Valentin: Und dann versuchen wir ab und zu auch, was außer der Reihe zu machen: Pizza zu backen, einfach mal etwas Besonderes, damit die Leute spüren, dass sich etwas tut im Haus, wir uns Gedanken machen. Gemeinsam mit dem Arbeitsanleiter arbeiten wir mit den Bewohnern auch in einer Werkstatt. Da können die Leute mit Holz arbeiten, sich zum Beispiel selbst Möbel für ihre Zimmer bauen oder handwerklich kleine Dinge herstellen, zum Beispiel Sterne für Weihnachten.
HABEN SIE BEI IHREN AUFGABEN EIGENEN GESTALTUNGSSPIELRAUM?
René: Ja, wir bekommen da großen Freiraum. Das ist super. Wir versuchen auch, die Bewohner mal in die Küche zu locken und mit einzubinden. Auch da passieren coole Dinge. Wenn jemand nach Jahren zum ersten Mal wieder in einer ordentlichen Küche steht,
Foto // Caritasverband Freiburg-Stadt
selbst etwas zubereitet und merkt: Hey, da geht ja was. Ich kann für mich und andere was kochen.
VALENTIN, HABEN SIE DURCH IHRE ARBEIT IM HAUS ST. GABRIEL ETWAS GELERNT ODER ÜBER SICH HERAUSGEFUNDEN?
Valentin: Ich bin auf jeden Fall sicherer geworden, selbstbewusster würde ich sagen. Im Kontakt mit anderen Menschen. Auch so dieses Gefühl: Was soll noch kommen? Also, das Gefühl, dass ich mit jeder Situation irgendwie umgehen kann.
UND HAT SICH DURCH DAS FSJ IHR STUDIENODER BERUFSWUNSCH VERÄNDERT ODER KONKRETISIERT?
Valentin: Ja, ich kann mir jetzt sehr gut vorstellen, Soziale Arbeit zu studieren.
UND RENÉ, WIE GEHT ES FÜR SIE DANACH WEITER?
René: Ich möchte auf jeden Fall weiter mit Menschen arbeiten. Aber eher im Tourismus. Ich habe mich schon beworben und warte auf eine Zusage. f79
„100 Jahre in den Händen halten“
Johanna macht eine dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft
Als Kind wollte Johanna Sommerfeld Scharfschützin oder Kampfjetpilotin werden. Zunächst lernte sie Hotelkauffrau in Hotels und Restaurants und war im Einzelhandel tätig. Während der Coronakrise wurde die Hotelbranche stark getroffen. Johanna startete also nochmal neu durch: In der Pflege hat sie nun das Gefühl, angekommen zu sein.
Johannas‘ Mutter ist gelernte Kinderkrankenschwester. Ihr Traum war es, dass eines ihrer Kinder auch einmal in der Pflege arbeiten wird. Dass Johanna diese Erwartungen mit der Ausbildung zur Pflegefachkraft an der BDH-Klinik in Waldkirch einmal erfüllen würde, hätte sie selbst nicht gedacht: „Ich dachte immer, so blöd bin ich nicht. Wer tut sich das denn freiwillig an?“, sagt Johanna lachend. Heute ist sie im zweiten Lehrjahr.
Davor hatte sie Vorurteile: Da mache man doch nichts als Hintern abwischen. Sie habe auch Angst gehabt, beim Anblick von Blut umzukippen. Diese Bedenken haben sich schon am zweiten Tag der Ausbildung von selbst erledigt: Johanna durfte eine Operation begleiten. Aus den Latschen gekippt ist sie nicht. Und das mit den Hintern? „Das gehört dazu, aber das ist ein ganz kleiner Teil der Arbeit“, sagt Johanna. Medikamente vorbereiten, Infusionen legen, Wunden versorgen, Kompressionsstrümpfe anlegen – als angehende Fachkraft hat Johanna viele Aufgaben. „Dazu kommt noch der emotionale Teil unserer Arbeit. Die Leute gehen nicht zum Spaß in ein Akutkrankenhaus. Trösten gehört dazu. Auch die Angehörigen“, sagt die 31-Jährige. In ihrer Ausbildung sollen angehende Pflegefachkräfte alles einmal gesehen haben. Deswegen arbeitet Johanna nicht nur an den beiden Ausbildungsstandorten der BDH-Kliniken in Elzach und Waldkirch. Sie hat Außeneinsätze in verschiedenen Betrieben mit unterschiedlichen Fachrichtungen: ambulante Pflege, psychiatrische Pflege, Kinderpflege. Neben all der Praxis gehört natürlich auch die Theorie zur Ausbildung. Anatomie, Ethik,
Angekommen: Am meisten mag Johanna den Kontakt zu den Patientinnen und Patienten.
Patientenkommunikation. Im Blockunterricht wird den Azubis der Lernstoff „einmal ins Hirn gepresst“, dann muss man am Ball bleiben und Lernphasen einplanen. Johanna ist praktisch veranlagt. Ein Bürojob wäre nichts für sie. „Auf Station mag ich die Herausforderungen, neue Dinge zu lernen, und den guten Stress“, sagt die Azubine.
Obwohl Johanna manchmal schwierige Nachrichten überbringen muss, schätzt sie an ihrem Beruf am meisten den Kontakt zu den Patientinnen und Patienten: „Ich erlebe so tolle Sachen mit denen. So viele Hände von Hundertjährigen, die ich schon angefasst habe. Es ist unglaublich, was die so zu erzählen haben.“
Für Johanna ist gerade Halbzeit: Die praktische und mündliche Zwischenprüfung ist geschafft. Fehlt noch die schriftliche Zwischenprüfung, und dann kommt schon die Examensvorbereitung. Im Juli 2026 hat sie es geschafft. Johanna weiß auch schon, was sie danach machen will: Eine Weiterbildung zur
Palliativpflegerin. Dann wird sie zum Beispiel Menschen mit unheilbaren Erkrankungen körperlich und seelisch unterstützen, um ihnen eine bestmögliche Lebensqualität bis zu ihrem Lebensende zu ermöglichen.
David Pister
INFO
Pflegefachkraft
Dauer // drei Jahre
Beginn // zum 1. August 2025 in Waldkirch oder Elzach
Ausbildungsplätze // 6 in Waldkirch; 20 in Elzach
Mehr Info // www.bdh-klinik-elzach.de
Oder direkt Bewerben
Foto // Larissa Bellina
Ausbildungs-
Azubis geben Tipps zum Berufseinstieg
Folge 36: Effektive Prüfungsvorbereitung
Foto // privat
Name // Felix Fries
Alter // 22 Jahre
Beruf // Auszubildender zum Finanzassistenten
Betrieb // Volksbank Freiburg
Die Abschlussprüfungen stehen bald vor der Tür. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du ohne Stress die Klausurenphase überstehen. Das sagt Azubi Felix Fries von der Volksbank Freiburg. Hier sind seine Tipps:
Plane genug Zeit ein! Ich starte früh mit meiner Vorbereitung und nehme mir vor der Prüfung, wenn möglich, ein bis zwei Wochen Urlaub. Es ist wichtig, genug Zeit zu haben, um den Lernstoff in Ruhe durchzugehen.
Strukturierte Lernphasen! Ich teile mein Lernpensum in mehrere Blöcke auf. Ich lerne morgens, nachmittags und abends jeweils ein bis zwei Stunden. Dazwischen mache ich Pausen, um die Informationen zu verarbeiten.
Freizeit ist genauso wichtig! Egal, ob ich ins Fitnessstudio gehe oder etwas mit Freunden unternehme – ich brauche regelmäßige Auszeiten, um den Kopf freizubekommen. Reflektiere deinen Fortschritt! Ich reflektiere regelmäßig, welche Lernmethoden für mich am besten funktionieren. Lernzettel und Karteikarten finde ich besonders hilfreich, um den Stoff zu strukturieren und kompakt zu wiederholen. Wenn etwas nicht funktioniert, passe ich meine Lernmethoden an. Austausch mit anderen! Gemeinsam können wir Wissen teilen, Verständnisfragen klären und uns gegenseitig motivieren. Lerngruppen sind oft effektiver, als allein zu lernen. Ablenkungen vermeiden! Ich schalte mein Handy auf „Nicht stören“ und vermeide andere Störfaktoren. Ich richte mir einen ruhigen Arbeitsplatz ein, an dem ich mich gut konzentrieren kann. Oftmals hilft es auch, einen Szenenwechsel zu haben, indem ich zum Beispiel in der Uni-Bibliothek lerne.
Fazit: Eine gute Prüfungsvorbereitung erfordert Planung, Durchhaltevermögen und die richtige Balance zwischen Lernen und Erholung. Denk daran: Jeder Schritt bringt dich dem Ziel näher.
PS: Nach jeder Lernphase gibt‘s ein Stück Schokolade :) f79
Studieren, aber wo?
Universität, Fachhochschule oder duales Studium
Hast du dich für den Weg des Studiums entschieden, stellt sich eine weitere große Frage: Studierst du an einer klassischen Universität, gehst du lieber an eine Fachhochschule (FH) oder bevorzugst du den Weg des dualen Studiums? Die groben Unterschiede kurz erklärt:
UNI VS. FH
Ein wichtiger Punkt ist wohl, dass an einer Universität rein theoretisch und wissenschaftlich gearbeitet wird. Der Fokus liegt auf der Forschung. Eine Fachhochschule dagegen ist sehr anwendungsorientiert. Du wirst dort sehr stark auf eine bestimmte berufliche Richtung vorbereitet und arbeitest eher praktisch. Oft ist dort im Laufe des Studiums auch ein festes Praxissemester integriert, das die Möglichkeit bietet, ein ganzes Semester lang in einem Unternehmen mitzuarbeiten.
Zudem besteht eine Universität aus verschiedenen Fakultäten, wodurch unter-
schiedliche Fächer miteinander kombinierbar sind. Da die meisten Fachhochschulen sich einen Schwerpunkt gesetzt haben, gibt es dort einen festen Stundenplan, Inhalte sind also nicht so frei wählbar wie an einer Uni. Auch wichtig zu erwähnen ist, dass an einer Universität nur mit der Hochschulreife, also dem Abitur, studiert werden kann. Für ein Studium an einer Fachhochschule braucht es lediglich die Fachhochschulreife.
DUALES STUDIUM
Bei einem dualen Studium hingegen sind Praxis und Theorie vereint – meistens wechseln die beiden Bereiche sich im Abstand von jeweils drei Monaten ab. Du arbeitest also drei Monate im Unternehmen mit, lernst dort die internen Abläufe und Arbeitsweisen kennen, wirst praktisch in einen Beruf eingearbeitet. Andererseits gibt es regelmäßig Theoriephasen an der Hochschule, in denen akademisch und wissenschaftlich gearbeitet
wird. Es ist also eine Kombination aus praktischem und theoretischem Lernen. Die Zulassungsvoraussetzungen werden meistens von den Unternehmen bestimmt: Du bewirbst dich dort, und wenn du die Zusage hast, nimmt dich die kooperierende Hochschule automatisch an. Auch hier sind die Inhalte des Studiums festgeschrieben, da es ja auf den Beruf zugeschnitten sein muss, der im Unternehmen erlernt wird. Ein weiteres Argument für ein duales Studium ist, dass du eine Ausbildungsvergütung bekommst, was beim „normalen“ Studieren nicht der Fall ist. Du musst aber bedenken, dass ein duales Studium weniger Freizeit bedeutet. Du hast, wie ein normaler Arbeitnehmer, eine gewisse Anzahl an Urlaubstagen. Semesterferien gibt es nicht. Letztlich hat jede Studienform ihre Vor- und Nachteile. Du wirst deinen eigenen Weg finden, ganz egal, für welche Variante des Studierens du dich entscheidest.
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Im Beruf begleiten
Arbeitserzieher*innen unterstützen
Menschen, die Hilfe brauchen
Nicht jeder kommt allein in seinem Beruf klar. Es gibt Menschen, die benötigen aufgrund körperlicher oder geistiger Handicaps Support. Genau da kommen Arbeitserzieher*innen ins Spiel. Ein Team der Carlo Schmid Schule Freiburg hat dazu einen Artikel fürs f79-verfasst.
WAS MACHEN ARBEITSERZIEHER*INNEN?
Die Arbeit ist mehr als die reine Vermittlung von beruflichen Fähigkeiten. Sie ist eine zutiefst menschliche und emotionale Aufgabe. Arbeitserzieher*innen begleiten Menschen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Einschränkungen Unterstützung benötigen, um (wieder) am Arbeitsleben teilzunehmen. Ihr Ziel ist es, diesen Menschen Perspektiven zu eröffnen, Selbstvertrauen aufzubauen und ihnen den Weg in eine sinnstiftende Tätigkeit zu ebnen.
Dabei verbindet der Arbeitserzieher pädagogische, therapeutische und praktische Ansätze, um den Einzelnen in seiner gesamten Lebenssituation zu fördern. In einer Werkstatt, einem Bildungszentrum oder auch direkt im Unternehmen entwickeln sie individuell abgestimmte Trainingsprogramme, unterstützen beim Erlernen von Fähigkeiten und fördern die soziale Integration. Aber die Arbeit geht weit darüber hinaus: Arbeitserzieher*innen bieten emotionale Unterstützung, schaffen Vertrauen und geben Menschen die Kraft, ihren persönlichen Weg zu finden.
Die Arbeit kann dabei sehr erfüllend, aber auch herausfordernd sein. Oft begleitet man Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die von Unsicherheiten, Ängsten oder Rückschlägen geprägt sind. Die Erfolge – sei es das Erlernen einer neuen Fertigkeit oder das Bewältigen eines Tages im Arbeitsalltag – sind jedoch umso wertvoller. Für die Klienten wie auch für den Arbeitserzieher selbst ist dies eine Berufung, die tiefgreifende Veränderungen und positive Entwicklungen ermöglicht.
WER KANN DAS WERDEN?
Personen, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung verfügen, können den Weg der Arbeitserzieherin einschlagen. Die Weiterbildung dauert in der Regel zwei bis drei Jahre und vermittelt umfassende Kenntnisse in den Bereichen Pädagogik, Psychologie und Arbeitsmethodik. Besonders Menschen, die eine soziale Ader haben und sich für die Förderung anderer begeistern, finden hier das Richtige.
Die Weiterbildung dauert in Vollzeit zwei Jahre, woran sich ein einjähriges Berufspraktikum zur staatlichen Anerkennung anschließt. In der berufsbegleitenden Teilzeitform dauert die Weiterbildung einschließlich berufspraktischer Abschnitte 3 Jahre. Es ist fachliches Können gefragt. Genau wie Geduld, Einfühlungsvermögen und ein hohes Maß an Engagement. Wer sich im Beruf des Arbeitserziehers engagiert, tut dies nicht nur für seine Klienten, sondern findet selbst eine sinnstiftende Aufgabe, die tagtäglich neue Herausforderungen und wertvolle Momente bereithält.
Marketing-Schüler*innen der Carlo Schmid Schule Freiburg
Nix
wie weg
Ein Auslandspraktikum erweitert den Horizont
Ein Praktikum im Ausland? Da kommen bestimmt bunte Assoziationen in den Sinn: ferne Länder, fremde Kulturen, leckeres Essen, andere Sprachen, neue Menschen. Und tatsächlich ist es so: Ein Auslandsaufenthalt eröffnet neue Blickwinkel auf sich selbst und die Welt. Du machst völlig frische Erfahrungen, lernst dich selbst auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Vermutlich einer der überzeugendsten Gründe, sich für ein Auslandspraktikum zu entscheiden, ist das intensive Lernen einer neuen Sprache.
Ein weiterer Grund ist das Kennenlernen einer fremden Kultur. Egal, wie viele Bücher du über ein anderes Land, dessen Leute und ihre Lebensweise liest, du wirst es niemals so verinnerlichen und verstehen, wie wenn du es selbst erlebst und mit eigenen Augen siehst. Außerdem macht sich ein Auslandsaufenthalt immer gut im Lebenslauf. Nicht zu
vergessen, dass ein Praktikum natürlich immer gut ist für den beruflichen Lebensweg, da man Arbeitserfahrung sammelt und Einblicke in die Praxis erlangt. Die vielen unterschiedlichen Menschen, die man während dieser Zeit kennenlernen wird, machen die Zeit natürlich ebenfalls zu etwas ganz Unersetzlichem.
MITNEHMEN, WAS GEHT
Darüber hinaus wird man unabhängiger und selbstsicherer – das persönliche Wachstum ist nicht zu unterschätzen. Ein Auslandsaufenthalt ist zweifellos eine Herausforderung, du bist oft auf dich selbst gestellt und kommst manchmal vielleicht auch an deine Grenzen. Aber du wächst daran und erweiterst deinen Horizont auf viel fältige Weise. Der Aufwand lohnt sich. Du erlebst viel und nimmst beruflich und
persönlich so viel mit, dass du das nicht verpassen solltest. YO LO – du lebst nur einmal, also nimm so viel mit, wie geht!
MACH PRAKTIKA
Du hast noch keine Ahnung, in welche berufliche Richtung dich das Leben führen könnte? Ein Tipp: Mach Praktika! Das ist nicht nur eine hervorragende Möglichkeit, verschiedene Berufsbilder kennenzulernen, sondern macht sich auch super in deinem Lebenslauf. Außerdem ist ein Praktikum ein guter Weg zum Sammeln von Erfahrungen. Betriebe finden es toll, wenn du viele Praktika gemacht hast. Das zeigt, dass du dich früh damit auseinandergesetzt hast, was du machen möchtest und wo deine Stärken liegen.
Foto // freepik.com
Ab ins Ausland: Wer in fremde Länder möchte, kann das auch mit einem beruflichen Einblick verbinden.
Kommen und finden
Drei Bildungsmessen in der Region
Wer wissen will, welche Möglichkeiten es in Sachen Studium, Ausbildung und Jobs gibt, der könnte auf einer Messe fündig werden. Gleich drei davon stehen vor der Tür.
CULT
LÖRRACH | 28. MÄRZ
Zwei Tage, 130 Unternehmen, Institutionen, Bildungsanbieter, Hochschulen und Akademien aus der Region. Die Job- und Bildungsmesse Cult bietet von 9 bis 16 Uhr eine tolle Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Fragen zu stellen und sich für seine berufliche Zukunft inspirieren zu lassen. Bei zahlreichen Vorträgen gibt es wertvolle Infos und praxisnahe Tipps. Bei den Mitmachangeboten kann man unterschiedliche Berufe und im bewegten Messe-Quiz einige Arbeitgeber besser kennenlernen.
Mehr auf: cult-loerrach.de
EINSTIEG FREIBURG
FREIBURG | 22. MÄRZ
Bei der Bildungsmesse „Einstieg Freiburg“ (ehemals Horizon) erhalten Jugendliche die Gelegenheit, sich über die vielfältigen Berufs-
und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Ausbildungsplatzsuchende können direkt mit Unternehmen, Hochschulen, Institutionen und Expert*innen sprechen.
Vertreten sind rund 50 Ausstellende. Darunter die Evangelische Hochschule Freiburg, die Pädagogische Hochschule Freiburg und das Deutsch-Französische Hochschulinstitut.
Zu den Unternehmen zählen SAP SE, Haufe-Lexware Services oder die BMW Group München. Zudem suchen die Bundeswehr, die Generalzolldirektion, die Landespolizei und der Caritasverband Nachwuchs.
Mehr auf: einstieg.com/freiburg
BERUFSINFOMESSE BIM
OFFENBURG | 9. & 10. MAI
Die Berufsinfomesse (BIM) bietet am 9. und 10. Mai jeweils von 9 bis 17 Uhr einen umfassenden Einblick in Berufswege. Vertreten sind 430 Ausstellende mit nahezu 2700 Angeboten zu Ausbildung und Weiterbildung, Berufen, Studium und Praktika im In- und Ausland. Am Start sind regionale und überregionale Ausstellende. Wer kommt, kann Erstkontakte zu einem möglichen neuen Arbeitgeber aufbauen. Ein möglicher erster Schritt in eine neue berufliche Zukunft. Die BIM gilt als die größte Bildungsmesse Süddeutschlands.
Mehr auf: berufsinfomesse.de
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BIM
Sicher doch!
Beamt*innen genießen Vorteile
Der öffentliche Dienst hat zwar vielleicht ein angestaubtes Image. Doch in puncto Arbeitsplatzsicherheit liegen Beamte ganz weit vorne – auch bei der krisengebeutelten jungen Generation.
Klimakrise und Kriege: Das lässt viele junge Menschen nicht gerade optimistisch in die Zukunft blicken – und schlägt sich womöglich in der Berufswahl nieder. „Arbeitsplatz- und Gehaltssicherheit sind bei jungen Bewerbern ganz oben auf die Prioritätenliste gerückt“, sagt Svenja Rausch von der Praktikums- und Stellenbörse Jobteaser für die Generation Z. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
WELCHE KARRIEREWEGE?
Staatsdienst ist nicht gleich Staatsdienst, es gibt große Unterschiede, etwa zwischen Beamten und Angestellten. „Im öffentlichen Dienst arbeiten Beamte sowie Arbeitnehmer. Richter und Soldaten haben einen eigenen beamtenähnlichen Status“, erklärt Matthias Neyer, Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit Hamburg.
So sind Arbeitnehmer auf der Basis eines privatrechtlichen Vertragsverhältnisses beschäftigt, das beidseitig gekündigt werden kann. Die Verbeamtung führt zu einem besonderen Dienst- und Treueverhältnis gegenüber dem Staat. Das gelte ein ganzes Berufsleben lang, so Neyer, aber könne auch bedeuten, dass eine Versetzung an einen anderen Dienstort eher akzeptiert werden müsse.
STIMMEN LOHN UND FAMILIENFREUNDLICHKEIT?
Auch Lohngerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie würden für die Generation Z eine wichtige Rolle spielen. Gerade hier könnten Behörden gegenüber der freien Wirtschaft bei der jungen Generation punkten.
„Für Beamte gilt das Laufbahnprinzip, Karriereschritte und die dafür erforderlichen Qualifikationen sind klar definiert“, so Neyer. Das Gleiche gelte bei der Besoldung. Sie ist öffentlich einsehbar und unabhängig von Geschlecht oder Alter. „Das bietet viel Planungssicherheit.“ Vergleichbar seien die Bedingungen auch für die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, die als Tarifbeschäftigte nicht in Laufbahnen, sondern in Entgeltgruppen eingruppiert sind.
Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf funktioniere im Staatsdienst bereits sehr gut, da sind sich Rausch und Neyer einig. „Mittlerweile gibt es bei den Behörden viele Arbeitszeitmodelle und auch Homeoffice“, sagt Berufsberater Neyer. „Allerdings unterscheiden sich die Bedingungen in den einzelnen Behörden da teilweise sehr.“
WELCHE VORAUSSETZUNGEN?
„In vielen Punkten sind die Qualitätsmerkmale nicht anders als in der freien Wirtschaft“, sagt Neyer. Die Schulabschlüsse müssten zur Einstiegsposition passen und es werden gute Noten in Mathematik, Deutsch, Sozialkunde und gegebenenfalls in Englisch gefordert.
Auf die Plätze: Wer sich für eine Beamtenlaufbahn entscheidet, kann auf geregelte Verhältnisse hoffen.
Außerdem sollte man eine hohe Sozialkompetenz und eine Neigung zu administrativen Aufgaben mitbringen. Sich mündlich wie schriftlich gut ausdrücken zu können, logisches Denken und Zuverlässigkeit seien ebenfalls wichtig. Je nach Stelle gibt es auch bestimmte gesundheitliche Voraussetzungen; so erfordert der Polizeidienst etwa besondere Fitness. Trotz der Ähnlichkeiten gibt es aber einen wesentlichen Unterschied: „Die Arbeit in einer Behörde ist oft stärker rechtlich geprägt als in der freien Wirtschaft“, sagt Neyer. „Dabei orientieren sie sich am Gesetz, vorhandenes Recht wird ausgelegt und angewandt.“ Bewerber sollten sich also für rechtliche und gesellschaftliche Zusammenhänge interessieren.
AUSBILDUNG ODER STUDIUM?
Der Eintritt in den mittleren Dienst erfolgt über eine Ausbildung als Fachangestellter oder direkt über eine Beamtenausbildung. Der gehobene Dienst erfordert mindestens einen Bachelor-Abschluss oder ein Fachhochschulstudium. Aber es gibt auch duale Studiengänge in den Behörden, die entweder in ein Beamten- oder Angestelltenverhältnis im öffentlichen Dienst münden. Für den höheren Dienst braucht man einen Master-Abschluss.
Vom Forstamt bis zum Zoll, vom Stadtarchiv bis zur Bundesbank, das Jobangebot im Staatsdienst ist groß. Am besten informiert man sich bei den Behörden direkt, was gefordert ist. Allein die Bundesverwaltung bildet in über 130 staatlich anerkannten Berufen aus – Verwaltungsfachangestellte, Fachinformatiker wie auch Gärtner.
Victoria Vosseberg (dpa/BZ)
Gesucht: Traumjob
Vier Tipps, wie du ihn finden kannst
Man hört oft, dass die Gen-Z kreative Arbeit, Selbstverwirklichung und WorkLife-Balance anstrebt. Vor allem Letzteres unterscheidet sie von anderen Generationen. Die Expert*innen der Karriereplattform JobLeads haben vier Tipps zusammengestelt, die den Gen-Zs helfen sollen, ihren Traumjob zu finden.
1. ERKENNE DEINE STÄRKEN UND INTERESSEN
Die erste Aufgabe ist die Identifizierung deiner Stärken und Leidenschaften. Was treibt dich an?
Studien zeigen, dass Menschen, die ihre Stärken täglich nutzen, dreimal häufiger eine ausgezeichnete Lebensqualität aufweisen, sechsmal häufiger bei der Arbeit engagiert sind und 15 Prozent seltener ihren Job kündigen. Denke an Hobbys, die dir Freude bereiten, an Fähigkeiten, die du besonders gut beherrschst, oder an Themen, über die du immer wieder sprichst. Wenn du dich beispielsweise ständig zu kreativen Projekten hingezogen fühlst und gerne Grafiken entwirfst, könnte eine Karriere im Bereich
Grafikdesign oder digitales Marketing gut zu dir passen.
Es kann auch hilfreich sein, Feedback von Freunden und Familie einzuholen. Welchen Beruf könnte sich dein Umfeld für dich vorstellen? Überlege, was du gut kannst und was dir Spaß macht. Welche Leistungen machen dich stolz?
2. ÜBERDENKE DEINE EIGENEN WERTE UND ZIELE
Denke über die täglichen Aufgaben eines Jobs hinaus und finde heraus, was dir an deiner Karriere wirklich wichtig ist. Ist Flexibilität deine oberste Priorität oder möchtest du lieber die Karriereleiter erklimmen? Stell dir
Wo liegen deine Stärken? Wer den perfekten Job sucht, sollte sich einige Fragen stellen. Foto
deinen Traumjob vor: Würdest du dich in einer anspruchsvollen Position mit einem hohen Gehalt wohlfühlen? Oder wärst du zufriedener in einer stabilen Position mit vorhersehbarer Routine und geringerem Gehalt?
Um ein klareres Bild zu bekommen, erstelle eine Liste von Berufen, die dein Interesse geweckt haben. Vergleiche sie mit deinen bisherigen Erfahrungen. Überlege, welche Tätigkeiten dir in der Vergangenheit am meisten Spaß gemacht haben, welche Erfahrungen du gesammelt hast und welche übertragbaren Fähigkeiten du erworben hast. So kannst du deine Prioritäten besser erkennen und eine Karriere wählen, die deinen Werten und Zielen entspricht.
3. ERWEITERE DEINEN HORIZONT UND SCHLIESSE QUALIFIKATIONSLÜCKEN
Beschränke dich nicht nur auf bekannte Bereiche. Wage dich auch an Branchen heran, die deine Neugier wecken. Falls du dich für technische Berufe interessierst, aber nicht genau weißt, was sie beinhalten, besuche Tech-Meet-ups oder erkunde Online-Foren zu Themen wie Cybersicherheit, Datenanalyse oder Softwareentwicklung. So kannst du wertvolle Einblicke gewinnen und deine Entscheidungsfindung verbessern.
Erkenne, welche Fähigkeiten für deine Wunschpositionen erforderlich sind und schließe eventuelle Lücken. Weiterbildung verschafft dir nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern zeigt auch dein Engagement. Sammle zudem praktische Erfahrungen durch Praktika oder Freiwilligenarbeit, um einen Einblick in den Beruf zu bekommen, bevor du dich dafür entscheidest.
4. BAUE EIN WERTVOLLES NETZWERK AUF – NICHT NUR EINE KONTAKTLISTE
Um dir deinen Traumjob zu sichern, kommt es nicht nur darauf an, was du weißt, sondern auch, wen du kennst. Konzentriere dich darauf, authentische, bedeutungsvolle Beziehungen zu knüpfen. Ende Dezember 2024 wurden bei JobLeads deutschlandweit über 1,1 Millionen Stellenanzeigen gezählt. 80 Prozent dieser Stellen werden in der Regel über persönliche und berufliche Netzwerke besetzt. Nimm an Workshops teil, um mit anderen in Kontakt zu treten und dein Netzwerk auszubauen. Beteilige dich aktiv an Gesprächen, bringe eigene Einblicke ein und hinterlasse einen bleibenden Eindruck. Nutze die Plattform LinkedIn, um dein Fachwissen zu präsentieren –berichte über deine Projekte, Ideen und engagiere dich. Je aktiver du bist, desto sichtbarer wirst du für potenzielle Arbeitgeber. f79
MEHR INFOS: jobleads.com/de
Einsatz mit Blaulicht
Viktoria macht eine duale Ausbildung zur Notfallsanitäterin
Im Notfall zur Stelle: Das ist der Alltag von Viktoria Steiner. Im Job-Protokoll erzählt sie, was ihren Beruf so herausfordernd macht – und warum sie trotzdem darin aufblüht.
BERUFSWUNSCH
„Als junges Mädchen hatte ich mir den Arm gebrochen. In dem Moment war ich sehr aufgeregt. Als dann der Rettungswagen kam und mir geholfen wurde, war die Erleichterung und Dankbarkeit immens. Schon während des Einsatzes ging mir durch den Kopf, dass mir die Arbeit einer Notfallsanitäterin gefallen könnte.
AUSBILDUNG
Ich habe eine dreijährige duale Ausbildung zur Notfallsanitäterin durchlaufen, die teils an der Berufsfachschule und teils im Krankenhaus stattfand. Im Krankenhaus war ich in verschiedenen Abteilungen tätig – in der Notaufnahme, der Intensivmedizin, im
Anästhesie- und OP-Bereich sowie in der psychiatrischen Fachabteilung.
ALLTAG
Jeder Tag ist anders. Man weiß morgens nicht, was die nächsten Stunden bringen. Der Dienst beginnt morgens um 7 Uhr, wir haben 24-Stunden-Schichten. Ich bin auf der Rettungswache und warte nach der Morgenübergabe auf einen Einsatz. In ländlichen Regionen kommt es im Schnitt zu vier bis fünf Einsätzen pro Tag, in der Stadt sind es im Schnitt 14 Einsätze täglich. Es gibt auf der Rettungswache für jeden einen Ruheraum. Über einen Meldeempfänger am Gürtel werde ich informiert, wenn irgendwo etwas passiert ist und ich ausrücken soll. Tagsüber muss ich
Arbeit auf Abruf: Viktoria lernt als Notfallsanitäterin, schnell da zu sein, um zu helfen.
innerhalb einer Minute, nachts innerhalb von zwei Minuten startklar sein. Wir fahren mitunter mit Blaulicht und Martinshorn los. Vor Ort geht es darum, Erste Hilfe zu leisten und den Gesundheitszustand der Erkrankten oder Verletzten zu überprüfen. Sind sie in Lebensgefahr? Muss ein Notarzt hinzugezogen werden? Ist dies der Fall, müssen Notärzte alarmiert und bis zu ihrem Eintreffen medizinische Notfallmaßnahmen durchgeführt werden. Dazu gehört die Beatmung von Patienten oder Wiederbelebungsmaßnahmen. Sobald der uns auch darum, im Bedarfsfall Patienten fachgerecht und sicher in ein Krankenhaus zu transportieren. Wir befördern sie zum Einsatzfahrzeug, lagern sie dort und überwachen während der Fahrt die Vitalfunktionen. An der Klinik liefern wir den Patienten ab, übergeben Patientenunterlagen und schildern den zurückliegenden Einsatz, den wir anschließend
EMOTIONALES UND BELASTENDES
Ja, mein Job ist mitunter psychisch sehr belastend. Man wird manchmal mit viel Leid konfrontiert. Wenn es darum geht, etwa ein schwer verletztes Kind zu versorgen, geht mir das sehr nahe. Aber wir Notfallsanitäter sind ein Team, wir reden über das Erlebte viel miteinander, und das hilft ungemein. Ein guter Ausgleich für die Arbeit ist für mich Sport. Ich jogge und mache Cheer-Dance. So bekomme ich den Kopf frei – und es ist auch körperlich ein Ausgleich für meinen Beruf, bei dem ich oft schwer heben muss.
NACHTEILE UND FREUDEN
Feiertage und ein freies Wochenende von Freitag bis Sonntag kennen wir in der Regel nicht – an irgendeinem Tag muss ich mit großer Wahrscheinlichkeit arbeiten.
Mein Beruf ist sehr abwechslungsreich, er gibt mir wirklich sehr viel. Ich empfinde es als ein Privileg, in einer Notsituation Hilfe leisten zu dürfen. Das sorgt für ein gutes Gefühl. Auch das Arbeiten im Team und der Austausch untereinander macht mir Freude. Ich möchte meinen Beruf nicht missen.“
Sabine Meuter (dpa)
Fortbildung zum Bachelor Professional
Neuer Karrierepfad für die Versicherungsbranche
In der Versicherungs- und Finanzbranche steht ab sofort ein neuer attraktiver Karrierepfad zur Verfügung. Nachdem im Jahr 2022 die Berufsausbildung der Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen modernisiert wurde, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung und gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien den aufbauenden Fortbildungsabschluss „Bachelor Professional in Versicherungen und Finanzanlagen“ erarbeitet.
Die neue Fortbildung löst den bisherigen Abschluss der Geprüften Fachwirte für Versicherungen und Finanzen ab und greift mit einer breiteren Ausrichtung die aktuellen Markt- und Branchenanforderungen auf. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Bachelor Professionals in Versicherungen und Finanzanlagen arbeiten zum Beispiel als betriebliche Führungskräfte im Versicherungsund Finanzdienstleistungsgewerbe sowie dort in verschiedenen Bereichen und Tätigkeitsfeldern oder sie sind als Selbstständige tätig.
Der neue Abschluss wurde erarbeitet, weil die Transformation der Versicherungsbranche und damit verbundene Aspekte wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz, New Work und Nachhaltigkeit das Tätigkeitsspektrum des mittleren Managements erweitert und zu neuen Anforderungen an die Kompetenzprofile der Beschäftigten geführt haben. Unter dem Begriff „Leadership“ wurden daher zukunftsweisende Kompetenzen zum professionellen Führen, Begleiten und Unterstützen der Mitarbeitenden in Veränderungsprozessen, zur Personalentwicklung sowie betrieblichen Ausbildung verankert. Ergänzt wird das Kompetenz-Portfolio durch das Analysieren von Unternehmensprozessen auf Veränderungspotenziale und die nachhaltige, digitale Gestaltung von Arbeitsprozessen
Durchblick: Die Welt der Versicherungen und Finanzanlagen kann begeistern.
sowie das Initiieren, Konzipieren und Organisieren von Projekten.
Der neue Abschluss befähigt darüber hinaus zur Übernahme komplexer Aufgaben in den betrieblichen Kernprozessen Produktmanagement, Kundenmanagement sowie Schaden- und Leistungsmanagement und zum Entwickeln von kundenorientierten Lösungen in den Bereichen Sach- und Vermögensschutz oder Vorsorge. Hierbei werden insbesondere Beratungskompetenzen speziell für Firmen- und Gewerbekunden erweitert.
Für die Fortbildungsprüfung wurden die beiden Prüfungsteile „Kundenbedarfsfelder“ und „Kernprozesse, Steuerung und Zusammenarbeit“ geschaffen. Innovativ hierbei sind insbesondere Form und Ablauf des zweiten Prüfungsteils, der neben einer schriftlichen Prüfung auch eine dreiteilige praxisbezogene Prüfung vorsieht. Diese umfasst eine schriftliche Praxistransferarbeit, eine Präsentation sowie ein Fachgespräch. Auch die Ausbildereignungsprüfung wurde in die neue Fortbildungsverordnung integriert. Gabriele Jordanski/bibb
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Abitur an der Paula Fürst Schule
An der dreijährigen Oberstufe zur allgemeinen Hochschulreife / Brückenklasse der Jahrgangsstufe 11
Die dreijährige Oberstufe der Gemeinschaftsschule in Freiburg führt Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichsten Schullaufbahnen zur allgemeinen Hochschulreife.
Aufgenommen werden:
• Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss, 10. Klasse der Real- oder Gemeinschaftsschule
• Schülerinnen und Schüler mit Versetzungszeugnis in Klasse 10 (G8) oder Klasse 11 (G8 und G9)
• Quereinsteigerinnen und -einsteiger aus der Oberstufe anderer G8- und G9-Gymnasien
• Schülerinnen und Schüler von freien Schulen und Waldorfschulen
• Wiedereinsteigerinnen und -einsteiger nach einer Schulunterbrechung
Die Schülerinnen und Schüler kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die dreijährige Oberstufe. Daher werden in der
Brückenklasse der Jahrgangsstufe 11 die Unterrichtsinhalte und Methoden gezielt vertieft und wiederholt. So findet eine optimale Vorbereitung auf die Anforderungen in der Kursstufe statt.
Die Kurse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden in Klasse 11 geteilt und in Lerngruppen von maximal 15 Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Als weitere Besonderheit wird in Mathematik wöchentlich eine zusätzliche Stunde (Mathe-Plus) angeboten, um Grundlagen aufzuarbeiten und Gelerntes zu vertiefen.
In der Kursstufe kommen Leistungskurse und Basisfächer bereits für Lerngruppen ab fünf Teilnehmenden zustande, was individuelle Förderung und Beratung ermöglicht.
Schülerinnen und Schüler, die besonderen Förderbedarf in den Fächern Mathematik, Deutsch oder Englisch haben, können ein individuelles Nachhilfeangebot von Studierenden an der Paula Fürst Schule wahrnehmen.
Neben dem Erlernen von schulischen Inhalten werden die Persönlichkeitsbildung sowie die Teamfähigkeit und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler gleichermaßen gefördert. Ein Team aus einer Sozialpädagogin und einem Sozialpädagogen unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei persönlichen Belangen, Leistungskrisen oder Konflikten.
Die Paula Fürst Schule ist Lern- und Lebensraum. Die Jugendlichen können Computerräume, iPads, zwei Schülerküchen und verschiedene Aufenthalts- und Arbeitsbereiche nutzen.
Anmeldungen und Beratungstermine für die Gymnasiale Oberstufe der Paula Fürst Schule, Basler Straße 61, 1. OG, sind jederzeit möglich. Weitere Infos: Tel.: 0761 / 888 57 05 0 E-Mail: info@paula-fuerst-schule.de