DAS KONZERT- UND OPERNMAGAZIN
Mit Regionalteil west
426 Konzert- UNd Operntermine
Maria José Siri Das Vulkan-Temperament Lisa Batiashvili Blind gehört: »Das muss ein Mann sein!«
Alison Balsom
»Um Klassik zu hören, braucht man kein Diplom«
Dezember 2016
camille saint-saëns saint-saëns suite Werke von Camille Saint-Saëns und Philippe Manoury 09. Dez 16, 20 Uhr Wallraf-Richartz-Museum, Stiftersaal
sinfoniekonzert04
Saint-Saëns »Danse macabre« Klavierkonzert Nr. 5 »Ägyptisches Konzert« Sinfonie Nr. 3 »Orgelsinfonie« Jean-François Heisser Klavier Daniel Roth Orgel François-Xavier Roth Dirigent 11. Dez 16, 11 Uhr 12./13. Dez 16, 20 Uhr Kölner Philharmonie
Kartenbestellung (0221) 280 282 guerzenich-orchester.de
First Global Partner
Foto: © Thomas Chapuzot
Portrait
Editorial
Fotos: Ivo von Renner, avarand/shutterstock; Titelfoto: Jason Joyce/Warner Classics
Liebe Leserin, lieber Leser, Trompetenmusik hat in der Weihnachtszeit Hochkonjunktur. Jedoch ist das nicht der Grund, weshalb wir mit Alison Balsom sprachen. Genau genommen unterhielt sich unsere Autorin Dagmar Leischow mit ihr über alles, was mit Musik zu tun hat, nur nicht über Weihnachten – mit einer Ausnahme: Gregor Burgenmeister Als es um ihr neues Album Herausgeber/Chefredakteur „Jubilo“ ging, betonte die Trompeterin kurz und bündig, dass es eine CD für jede Jahreszeit ist und nicht nur für den Dezember. Dennoch widmen wir uns natürlich auch den Festtagen und haben für Sie die schönsten Neuveröffentlichungen zu Weihnachten herausgesucht. Falls sich also auch in diesem Jahr wieder einmal Regen mit Schnee vermischen und als Matsch auf den Straßen liegen sollte, kann man die eigenen vier Wände in einen weihnachtlichen Konzertsaal verwandeln. Ganz bequem von zuhause aus kann man auch die TV-Übertragung der Eröffnung der Mailänder Scala am 7. Dezember mit Puccinis Madama Butterfly erleben. Die Hauptrolle übernimmt Maria José Siri, die wir für unser Künstlerpoträt trafen: eine erstaunlich meinungsstarke und mutige Person, die auch kritische Töne über die italienische Opernszene verlauten ließ. Doch egal, ob Sie nun über die Feiertage in die Winterlandschaft ausschwärmen oder es sich lieber im Wohnzimmer gemütlich machen: Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen gelungenen Start ins neue Jahr. Ihr
AUS DER REDAKTION Nach vielen Nachtschichten, rauchenden Köpfen und mancher hitzigen Diskussion haben wir das Onlineangebot auf concerti.de neu für Sie in Szene gesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei eine lesefreundliche Optik, schnellstmögliche Ladezeiten, eine konsequente Optimierung für Mobilgeräte – und vor allem neue redaktionelle Formate, die in den kommenden Wochen die bewährten Inhalte ergänzen und bereichern. In der neuen concerti Lounge widmen wir uns auch den lukullischen Aspekten des Musiklebens, etwa der Frage, wo man nach dem Konzert noch
einen Absacker zu sich nehmen kann. Nach München und Hamburg folgen nun Köln und Dresden. Werfen Sie also gerne einen Blick auf concerti.de und teilen uns Ihre Meinung mit – wir freuen uns auf Ihr Feedback!
Dezember 2016 concerti 3
Inhalt
Konzert
8 78 Stunden bis Moskau
Porträt Vom hintersten Sibirien aus eroberte Denis Matsuev weltweit die Herzen der Klavierfans – auch dasjenige eines ganz besonderen Enkelkinds
10 »Um Klassik zu hören,
8
Denis Matsuev ... verströmt sein Temperament
braucht man kein Diplom« Interview Zuviel Perfektion tötet die Musik – sagt Trompeterin Alison Balsom. Vielleicht liegt auch genau darin der Grund, weshalb ihr Spiel so unfassbar lebendig klingt
Oper
16 Das Vulkan-Temperament
10
Alison Balsom ... sucht den Gegenwartsbezug
Porträt Uruguays Sopranstern Maria José Siri mischt meinungsstark und mutig die verkrustete Opernszene ihrer Wahlheimat Italien auf
Regionalseiten An dieser Stelle finden Sie die interessantesten Klassikgeschichten des Monats sowie alle Konzert- und Operntermine Ihrer Region
Die Welt der Klassik
16
Maria José Siri ... fühlt sich mit Verdi wohl
Rubriken 3 Editorial | 6 Kurz & Knapp | 18 Opern-Kritiken 20 Opern-Tipps | 28 CD-Rezensionen 33 Top 20 Klassik-Charts | 34 Weihnachts-CDs 40 Multimedia-Tipps | 42 Vorschau & Impressum 4 concerti Dezember 2016
Festivalguide Die Osterfestspiele Salzburg sind fest zwischen den großen Sommerfestspielen an der Salzach und im Bewusstsein der Musikwelt platziert
26 Gestern wie heute
Festivalguide Streng genommen sind Schubertiaden gar keine Festivals – sie sind eine wundervolle Tradition, die nun auch die Schubertiade Bayerischer Wald fortsetzt
36 »Das muss ein Mann sein!«
Blind Gehört Geigerin Lisa Batiashvili
hört und kommentiert CDs von Kollegen, ohne dass sie erfährt, wer spielt
Fotos: Evgeny Evtuhow, Jason Joyce/Warner Classics, Victor Santiago
24 Salzburger Filetstücke
Hörgenuss bis zum letzten Ton. Ganz ohne Räuspern oder Husten.
• Schnell spürbare Hilfe • Befeuchtender Schutzfilm • Lang anhaltende Linderung
kurz & knapp
Mein Lieblingsstück
Gluck: Tanz der seligen Geister Das berühmte Zwischenballett im 2. Akt von Glucks Orfeo ed Euridice gehört zu den Stücken, die man immer Xavier de Maistre wieder neu für sich entdecken kann. Dabei ist es egal, ob es original mit Flöte oder einem alternativen Soloinstrument interpretiert wird. Auch wenn es klischeehaft klingt: Dieses Stück möchte ich im Himmel hören.
Diesen Euro-Betrag haben die Kölner Bühnen im November für die Sanierung der Oper und des Schauspielhauses vorgeschlagen. Der Stadtrat muss über den Vorschlag noch entscheiden.
Eine Vorstellung in der New Yorker Met musste abgebrochen werden, nachdem ein Zuschauer den Boden des Orchestergrabens mit weißem Pulver besudelte. Kokain? Anthrax? Nicht ganz: Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Täter nur den letzten Willen seines Bekannten vollstreckte: Der Opernfan wollte, dass nach dem Tod die Asche seines Leichnams im Opernhaus ausgestreut wird.
... Musik ist Stenografie des Gefühls ... Leo Tolstoi, russischer Schriftsteller
STIL-NOTEN mit Siems Luckwaldt
6 concerti Dezember 2016
An Silvester selbst wage ich mich schon seit Jahren nicht mehr raus. Nicht aus Angst vor Horror-Clowns, Terror-Attacken oder ungünstig abgesetztem Erbrochenen. Obwohl … Nein, die angebliche Nacht der Nächte fällt mir definitiv zu sehr in die Kategorien: zu viele Menschen, zu teuer, zu kalt – und zu viele angetrunkene Mitbürger, die auf dem Trottoir lallend und Prosecco-benebelt kurz mal mit mir die Welt ordnen wollen. Meist erscheinen diese Menschen in Aufzügen, die zwischen Ü40-Abtanzball, Halloween 1983 und „Ich geh kurz Kippen kaufen“ schwanken. Das haben weder 2016 noch 2017 verdient! Stattdessen freue ich mich im fußbodenbe-
heizten Salon daheim auf eine ganze Staffel House of Cards, während unser Welpe einen Knallbonbon zerkaut. Auf eigene Gefahr. Den musikalischen Kulturgenuss verschiebe ich auf das Neujahrskonzert, diesmal Beethovens Neunte mit den Symphonikern Hamburg. Die Kleiderfrage ist da rasch geklärt. Sonntag, 19 Uhr, da darf es ein schmal geschnittener blauer Doppelreiher sein, als Anzug oder zur Jeans. Weißes Hemd, Wollkrawatte in meliertem Denimblau, ein weißes Einstecktuch, nachtblaue Schnürschuhe, vielleicht Budapester mit Sneakersohle. Tradition trifft Moderne. Das passt. Frohes Neues!
Fotos: Gregor Hohenberg, Jonathan Tichler/Metropolitan Opera, gemeinfrei, Sonymusic/Soulkitchen GmbH
404 Mio.
WeiSSes Pulver in der Met
3 Fragen an ... Max Mutzke
SAFT IN SEINER FEINSTEN FORM
Klangfarben »Mit Klassik stellst du nichts an, sondern die Klassik stellt etwas mit dir an« – Max Mutzke
Für Ihr neues Album »Experience« arbeiteten Sie mit der NDR Radiophilharmonie zusammen. Welche Herausforderungen kamen da auf Sie zu? In der U-Musik ist der Groove sehr wichtig, während es in der klassischen Musik vor allem um den Klang des ganzen Orchesters geht. Wenn dann achtzig Mann ganz leise spielen, hat man trotzdem einen unglaublichen Druck, weil alle Frequenzen ausgefüllt sind. Außerdem gibt kein Schlagzeuger den Takt an, sondern der Dirigent. Was da an Tempowandlungen möglich ist, das war schon eine krasse Erfahrung.
Wie war es für Sie, als Sie das erste Mal vor das Orchester traten? Ich bin angereist – und das Orchester stand tatsächlich schon auf der Bühne! Da kommen schon die romantischen Vorstellungen vergangener Zeiten auf, als Sänger wie Ray Charles oder Frank Sinatra gigantische Begleitorchester hinter sich versammelten.
Gab es für Sie während der Arbeiten ein bestimmtes Aha-Erlebnis? Mich hat erstaunt, wie wundervoll die Internationalität innerhalb des Orchesters funktioniert. Kommunikationsbarrieren gibt es genauso wenig wie Anfeindungen oder Diskreditierungen. Da fragt man sich schon, warum das im Orchester so gut funktioniert und überall sonst auf der Welt nicht.
W W W.NI EHOFFS -VAI HI NGER.DE
porträt
78 Stunden bis Moskau Vom hintersten Sibirien aus eroberte Denis Matsuev weltweit die Herzen der Klavierfans – auch dasjenige eines ganz besonderen Enkelkinds. Von Teresa Pieschacón Raphael
8 concerti Dezember 2016
Und Ivetta Woronowa von der internationalen Stiftung „Neue Namen“. 1991 war sie nach Irkutsk gekommen, auf der Suche nach begabtem Nachwuchs. Beeindruckt von Matsuevs Talent, verschaffte sie ihm ein Stipendium für das Moskauer Konservatorium. Doch der damals 15-Jährige weigerte sich, ins fast 5 200 Kilometer entfernte „schrrreckliche“ Moskau zu ziehen, 78 Stunden Transib(irische Eisenbahn)Fahrt von seiner Heimat, „den Freunden“ entfernt. „Ich fand das furchtbar. Doch meine Eltern sagten: Was bist du doof! Du kannst doch in Moskau deine Lieblingsmannschaft Spartak im Stadion sehen! Das
war entscheidend. Ich bin nach Moskau gezogen, um Fußball zu sehen“, lacht er. Matsuev kam auf seine Kosten, besonders dort, wo man es am wenigsten vermutete, am Konservatorium in Moskau, denn sein Professor in Moskau outete sich ebenfalls als großer Fußballfan. „Zu Beginn des Unterrichts wurden immer erst die Ergebnisse der Fußballspiele ausdiskutiert. Fußball ist sehr emotional. Ein Spektakel, eine Show, sie spielen für das Publikum, besonders Spartak Moskau. Ich spiele ja auch fürs Publikum.“ Matsuevs glänzender Sieg beim 11. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in
Spartak-Fan Matsuev ist auch Botschafter der Fußball-WM in Russland
Foto: Andrey Mastafaev
D
enis Leonidowitsch Mazujew ist ein sehr t e m p e r a m e n t vo l l e r Mann. Wild purzeln die Worte übereinander, zischt und rollt das berühmte russische R: Die Dolmetscherin kommt mit der Übersetzung kaum nach. Und auch am Instrument lässt sich Denis Matsuev, wie er sich im Westen nennt, seinen Elan nicht nehmen, wagt es, dem zweiten gleich das dritte Klavierkonzert von Rachmaninow nachzuschieben, und dies an einem Abend. Nichts Ungewöhnliches in Sibirien, meint er. Schon gar nicht in Irkutsk, wo er aufwuchs, einer Universitätsstadt mit mehr als einer halben Million Einwohnern, etwa 70 Kilometer entfernt vom südwestlichen Ende des Baikalsees. Die Mutter gab an der Pädagogischen Hochschule Klavierunterricht, der Vater, Pianist und Komponist, leitete die Musikabteilung am Schauspieltheater. Und so fiel es gleich auf, dass der kleine Denis, noch bevor er das Laufen lernte, bereits die TV-Fanfare der Wetternachrichten mit einem Finger auf dem Klavier nachspielen konnte. Ersten Unterricht bekam Denis vom Vater. Seinen Erfolg, sagt er, verdankt er größtenteils seiner „etwas verrückten, aber immer optimistischen Familie“.
Moskau 1998 öffnete alle Türen. Seitdem ist er ein weltweit gefragter Pianist, tritt mit allen berühmten Orchestern auf, wurde vielfach ausgezeichnet und ist auch in den Institutionen bestens verankert, sei es als Honorarprofessor der Moskauer Staatsuniversität oder als Vorsitzender des Öffentlichen Rats des Ministeriums für Kultur der Russischen Föderation. Seit 2004 organisiert er die „Stars on Baikal“ in Irkutsk, seit 2005 ist er Künstlerischer Leiter des Musikfestivals „Crescendo“, und seit 2010 wirkt er in derselben Position beim Annecy Classic Festival. Tausche Zigarettensucht gegen Rachmaninow-Noten
Eines Tages, nach einem Konzert in Paris, während sich Matsuev eine Zigarette ansteckte, sprach ihn ein älterer Herr an. Er sei Alexander Rachmaninow, ein Enkel des Komponisten, und habe für ihn ein Geschenk, allerdings nur unter der Bedingung, dass er das Rauchen aufgebe. Schließlich sei sein berühmter Großvater an Lungenkrebs gestorben. Matsuev versprach, sich zu bessern, und bekam Noten in die Hand, Fugen und eine Suite des jungen Rachmaninow, die noch niemand gespielt hatte. „Eine seltsame Musik. Insbesondere die Suite.“ Angeblich hatte Rachmaninow, seinerzeit noch Student, die Noten zur Bewertung an Pjotr Tschaikowsky geschickt, die dieser allerdings nie zu Augen bekam. Auf dem Flügel Rachmaninows in dessen Haus, der „Villa Senar“ bei Luzern, zeichnete Matsuev die unbekannten Werke auf CD auf und wurde prompt von der Kritik hoch-
gelobt. Dennoch bleibt er kritisch: „Manchmal gibt es Standing Ovations nach meinem Auftritt, acht Zugaben und 2 000 Autogramme auf den verkauften CDs, sowie eine herausragende Kritik in der Zeitung am nächsten Tag. Und dennoch war nichts in dem Konzert los. Der äußere Erfolg und der innere stimmen nicht immer überein.“ Konzert-TIPPs
Frankfurt Sa. 10.12., 20:00 Uhr Alte Oper Denis Matsuev (Klavier). Tschaikowsky: Die Jahreszeiten op. 37a, Schumann: Kreisleriana op. 16, Strawinsky: Drei Sätze aus dem Ballett „Petruschka“
Weitere Termine: Stuttgart So. 11.12., 19:00 Uhr Liederhalle (Beethoven-Saal) Düsseldorf Mo. 12.12., 20:00 Uhr Tonhalle Hannover Sa. 17.12., 20:00 Uhr HCC (Kuppelsaal)
DAS NEUE ALBUM Brillante Flötenkonzerte aus Potsdam
CPE
BACH
Berlin Mo. 19.12., 20:00 Uhr Konzerthaus
FLÖTENKONZERTE
Leipzig Di. 20.12., 20:00 Uhr Gewandhaus
EMMANUEL
online-Tipp
Denis Matsuevs Version von „Rhapsody in Blue“ Video & Termine: concerti.de/matsuev
PAHUD
KAMMERAKADEMIE POTSDAM TREVOR PINNOCK
CD-Tipps
Schtschedrin, Strawinsky & Rachmaninow: Klavierkonzerte Denis Matsuev (Klavier), Valery Gergiev (Ltg). Mariinsky Rhapsody. Werke von Chabrier, Gershwin u. a. Denis Matsuev (Klavier), SO des BR, Mariss Jansons (Ltg). BR Klassik
IM KONZERT 15.01. Potsdam · 16.01. Berlin 22.01. Köln · 27.01. Stuttgart 30.01. Genf · 31.01. München 01.02. Regensburg 02.02. Wien · 05.02. Essen
emmanuel-pahud.de
MEINE KLASSIK
Interview
»Um Klassik zu hören, braucht man kein Diplom« Zuviel Perfektion tötet die Musik – sagt Trompeterin Alison Balsom . Vielleicht liegt auch genau darin der Grund, weshalb ihr Spiel so unfassbar lebendig klingt. Von Dagmar Leischow
Na ja, wir haben doch alle diese Bilder von Engeln im Kopf, die Trompete spielen. In meiner Heimat England kommt noch etwas anderes hinzu: Wir Briten lieben Brassbands, vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit.
Frau Balsom, haben Sie eine Erklärung dafür, warum so viele Menschen die Trompete automatisch mit Weihnachtsmusik assoziieren?
Für die drei Stücke dieser Komponisten haben Sie zur Naturtrompete gegriffen.
10 concerti Dezember 2016
»Manchmal klingt die Naturtrompete fast wie Gesang« Hat Sie das auf die Idee gebracht, Ihre Hörer mit Ihrer neuen CD „Jubilo“ in Weihnachtsstimmung zu bringen?
Eins vorweg: Ich habe kein traditionelles Weihnachtsalbum aufgenommen. Bachs Choräle haben mich schon ewig fasziniert – deswegen wollte ich sie unbedingt einspielen. Aber das allein genügte mir nicht. Also habe ich Barockmusik von Fascher, Torelli und Corelli zu Bachs Werken gestellt.
Genau. Die Naturtrompete kommt der menschlichen Stim-
me näher als die moderne Trompete. Wenn man sie laut spielt, entstehen zwar recht heroische Töne. In den leisen Passagen klingt sie dagegen fast wie Gesang. Andererseits zeigt sich die Naturtrompete weniger vielseitig als die moderne Trompete.
Sie ist natürlich kein chromatisches Instrument und besitzt keine Ventile. Für die BachChoräle hätte ich sie niemals in Betracht gezogen. Darum bin ich das Wagnis eingegangen, bei meiner Aufnahme zwischen moderner Trompete und Naturtrompete hin und her zu wechseln. Wie zufrieden sind Sie jetzt mit dem Ergebnis?
Wenn ich meine CD nun mit Ihnen hören würde, könnte ich Ihnen etliche Details nennen, die besser sein könnten. Ich halte nichts davon, ein Stück unzählige Male zu bearbeiten, bevor die Endfassung steht. Meiner Ansicht nach würde die Musik bei so einem Prozess irgendwann sterben. Das fände ich fatal. In der Konsequenz strebe ich nicht nach absoluter Perfektion, sondern versuche,
Foto: Jason Joyce/Warner Classics
A
uch wenn ihre stets glamourösen Fotos einen ganz anderen Eindruck vermitteln: Die britische Trompeterin Alison Balsom (38) ist eigentlich ein unprätentiöser Typ. Zum Interview in einem Hamburger Hotel erscheint sie ungeschminkt mit nachlässig zusammengebundenen Haaren, zur Jeans trägt sie einen Pullover. Für sie stehen keine Äußerlichkeiten im Vordergrund, sondern ihre Musik. Stets ist sie auf der Suche nach ihrem individuellen Klang – und hat dabei Erfolg, bedenkt man ihre Auszeichnungen mit einem Classic Brit Award oder dem Klassik-Echo. Ihr umfangreiches Repertoire erstreckt sich von Albinoni über Haydn und Satie bis zur Moderne. Balsom arrangiert auch regelmäßig selbst Stücke um, die eigentlich gar nicht für die Trompete geschrieben wurden. Oder bringt neue Werke zur Uraufführung. Die moderne Trompete beherrscht sie genauso wie die Naturtrompete.
zur Person
Durch alle Epochen: Alison Balsom scheut weder alte noch zeitgenössische Werke, ob nun für Trompete geschrieben oder nicht. 1978 in Hertfordshire geboren, studierte sie in London und Paris. Als Dozentin unterrichtet die Trompeterin an den weltbesten Adressen: an der Londoner Guildhall School, der New Yorker Juillard School sowie dem Curtis Institute in Philadelphia.
bei meinen Einspielungen lieber ein bisschen was von der Live-Atmosphäre eines Konzerts einzufangen. Dabei treten Sie heute nicht mehr so oft wie früher auf.
Als Mutter setze ich meine Prioritäten anders als vorher. Es muss einen wirklich guten Grund dafür geben, dass ich nicht zuhause bei meinem Sohn bin. Schließlich möchte ich nicht seine komplette Kindheit verpassen. Ich wähle meine Projekte inzwischen sehr viel bewusster aus. Nur wenn ich hundertprozentig hinter etwas stehe, gehe ich auf Tournee oder ins Studio.
Was Ihr Repertoire angeht, scheinen Sie für moderne Musik ebenso offen zu sein wie für Werke aus vergangenen Jahrhunderten.
Auf jeden Fall. Ich denke, die Trompete hat einen wichtigen Platz in der modernen Musik. Das motiviert mich, immer wieder neue Werke in Auftrag zu geben. 2017 werde ich zum Beispiel ein Stück in der Londoner Royal Albert Hall zur Uraufführung bringen, das die Trompete mit elektronischer Musik vereinigt. Reizt es Sie, künftig stärker in Richtung Pop oder Jazz zu gehen?
Ich bin offen für die unterschiedlichsten Einflüsse. Allerdings mag ich keine halben Sachen. Es käme mir nicht in den Sinn, mich mit einem Popmusiker oder einem Jazzer messen zu wollen. Diese Leute sind auf ihrem Gebiet schlichtweg kompetenter als ich. Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen, mit ihnen zu kollaborieren. Manchmal genügt sogar schon ein Gespräch mit einem Musiker aus einem anderen Genre, um als Künstler neue Inspirationen zu finden. Ist nicht die Auseinander setzung mit dem eigenen Dezember 2016 concerti 11
Interview
an. Statt Kollegen zu kopieren, bin ich stets auf der Suche nach meinem eigenen Sound. Wenn ich den gefunden habe, gehe ich keine Kompromisse mehr ein – unabhängig davon, was andere sagen. Als Instrumentalistin sind Sie in erster Linie Interpretin. Was bedeutet das für Sie?
Ich bin den Intentionen des Komponisten verpflichtet. Und muss versuchen, den Geist eines Stücks zum Leben zu erwecken. Für mich ist klassische Musik keine Kunstform aus der Vergangenheit, ich betrachte sie als etwas sehr Gegenwärtiges. Es spielt für mich keine Rolle, ob ein Konzert bereits vor 300 Jahren geschrieben wurde. Vor allem kommt es darauf an, welche Gefühle die Musik im Augenblick erzeugt.
Instrument das Allerwichtigste?
Selbstverständlich kommt ein Musiker ohne ernsthafte Hingabe an sein Instrument nicht vorwärts. Das tägliche Üben genügt indes nicht. Von meinen Lehrern Håkan Hardenberg, John Miller und John Wallace habe ich gelernt, über den Tellerrand zu gucken. Es empfiehlt sich, Konzerte zu besuchen – nicht nur von Trompetern, auch von anderen Instrumentalisten. Das erweitert nämlich den eigenen musikalischen Horizont. 12 concerti Dezember 2016
Geben Sie diese Philosophie an Ihre Schüler an der Guildhall School weiter?
Ich unterrichte dort nicht sehr oft, manchmal übernehme ich Meisterklassen. Wobei ich durchaus streng bin. Es gibt eigentlich kaum jemanden, bei dem man nicht etwas korrigieren könnte. Sie selbst eingeschlossen?
Sicher. Mein letzter Lehrer Håkan Hardenberg hat mir beigebracht, wie ich mein eigenes Korrektiv werden kann. Ich lege hohe Maßstäbe an mich
Lassen Sie es mich so formulieren: Eine Komposition ist ja nicht wie ein Theaterstück, bei dem jedes Wort fest vorgeschrieben ist. Ich würde sie eher mit einem abstrakten Gemälde oder sogar mit einer leeren Leinwand vergleichen. Das bedeutet, ich kann mir mein eigenes Bild zu den Klängen kreieren. Indem ich meine ganz persönlichen Empfindungen ausleuchte. Heißt das, Gefühle haben bei Ihnen absolute Priorität?
Ohne eine entsprechende Technik könnte ich sie gar nicht in meine Musik legen. Eine gute Ausbildung ist also unabdingbar. Das gilt jedoch nur für einen Instrumentalisten, nicht
Foto: Jason Joyce/Warner Classics
Als »Artist of the Year« kürte die Zeitschrift »Gramophone« Alison Balsom 2013 – eine der höchsten Auszeichnungen überhaupt
Entsteht nie ein Konflikt zwischen Ihren Emotionen und dem Bestreben eines Komponisten?
fürs Publikum. Um Klassik zu gen – und nicht voneinander hören, brauchen Sie kein Mu- zu trennen. Dementsprechend sikdiplom. Es genügt, wenn Sie bin ich derzeit als britische die Musik berührt. Das funkti- Botschafterin in ganz Europa oniert bei einem Erwachsenen unterwegs. Mit der Nachricht: genauso wie bei einem Kind. „Wir Briten wünschen uns eine harmonische Beziehung zu Sehen Sie das an Ihrem Sohn? anderen Nationen. Weil wir Er wurde schon vor seiner Ge- wissen, dass wir gemeinsam burt mit Klassik konfrontiert. stärker sind.“ Während meiner SchwangerKonzert-TIPPs schaft habe ich James MacMillans ziemlich verrücktes Trom- Osnabrück petenkonzert Seraph einstu- Mo. 12.12.16, 20:00 Uhr Osnabrück diert. Ich weiß nicht, inwiefern halle (Europa-Saal). In dulci jubilo. Alison Balsom (Trompete & Leitung), das die Persönlichkeit meines The Balsom Ensemble. Werke von Kindes beeinflusst hat. (lacht) Corelli, Purcell, Bach u. a. Gegenwärtig setzen Sie sich mit einer Neukomposition des französisch-chinesischen Komponisten Qigang Chen auseinander.
Ich werde es 2017 mit den New Yorker Philharmonikern interpretieren. Das ist eine spannende Aufgabe, weil chinesische Tradition auf europäische Musik trifft. Wie sehr hat Sie eigentlich Ihre britische Herkunft als Künstlerin geprägt?
Ich halte mich nicht für eine typisch britische Trompeterin. Für uns klassische Musiker gilt eh: Wir sprechen alle eine gemeinsame Sprache, die überhaupt nichts mit Ländergrenzen zu tun hat.
Über 70.000 Veranstaltungen Karten unter: www.reservix.de
Weitere Termine: Nürnberg Di. 13.12.16, 20:00 Uhr Meistersingerhalle Hamburg Mi. 14.12.16, 19:30 Uhr Laeiszhalle Braunschweig Fr. 16.12.16, 20:00 Uhr Stadthalle Hannover Sa. 17.12.16, 19:30 Uhr NDR Landesfunkhaus (Großer Saal) Düsseldorf So. 18.12.16, 20:00 Uhr Tonhalle Berlin Fr. 10.2.17, 20:00 Uhr Komische Oper Alison Balsom (Trompete), Orchester der Komischen Oper Berlin, Kristiina Poska (Leitung). Tartini: Trompetenkonzert D-Dur, Strawinsky: Pulcinella-Suite, Vivaldi: Trompetenkonzert op. 3/9 D-Dur RV 230, Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“ online-Tipp
Ich wette, Sie haben gegen den Brexit gestimmt.
Ja. Ich weigere mich normalerweise, öffentlich über Politik zu sprechen. Aber Großbritanniens bevorstehenden Ausstieg aus der Europäischen Union möchte ich nicht völlig unkommentiert lassen. Als Musikerin sehe ich meine Aufgabe darin, Menschen zusammenzubrin-
Lust auf Klassik?
Barock mit Alison Balsom Video & Termine: concerti.de/balsom CD-Tipp
Jubilo - Werke von Bach, Corelli, Fasch & Torelli Alison Balsom (Trompete), Academy of Ancient Music. Warner
DIE GROSSE VERDI NACHT
Cristian Lanza & Milano Festival Opera 21.01.17 Mannheim 22.01.17 Wuppertal 24.01.17 Berlin 26.01.17 Bonn 30.01.17 Hamburg 04.02.17 Bamberg ... und weitere Termine
Der Nussknacker P. I. Tschaikowski
23.12.16 Mönchengladb. 26.12.16 Frankfurt a.M. 07.01.17 Würzburg 07.01.17 Stuttgart 08.01.17 Berlin ... und weitere Termine
Ein Wintermärchen WEIHNACHTSLIEDER AUS DEUTSCHLAND
TRADITIONELLE WEIHNACHTSLIEDER - SO AUFREGEND ANDERS, WIE NIE ZUVOR! ARRANGIERT VON CHRISTOPH ISRAEL INSTRUMENTIERT VOM DEUTSCHEN FILMORCHESTER BABELSBERG MIT HOCHKARATIGEN GASTEN WIE
MAX RAABE GREGOR MEYLE KATHARINA THALBACH CASSANDRA STEEN THOMAS QUASTHOFF ALBRECHT MAYER AB 25.11. UBERALL ERHALTLICH
Oper
Die interessantesten Inszenierungen und Künstler – wir stellen Ihnen das Wichtigste aus der Welt der Oper vor
Foto: Monika Rittershaus
Furiose Gattenmörderin: Waltraud Meier als Klytämnestra an der Staatsoper Berlin
16_Porträt Das Vulkan-Temperament Uruguays Sopranstern Maria José Siri mischt mei
nungsstark und mutig die verkrustete Opernszene ihrer Wahlheimat Italien auf 18_Kurz besprochen Online-Kritiken Auszüge aus unseren tagesaktuellen Musiktheater- Rezensionen 20_Operntipps Die besten Musiktheaterproduktionen – ausgewählt von
unserem Experten Peter Krause Dezember 2016 concerti 15
Porträt
Das Vulkan-Temperament Uruguays Sopranstern Maria José Siri mischt meinungsstark und mutig die verkrustete Opernszene ihrer Wahlheimat Italien auf. Von Peter Krause
Würde gerne mal einen Monat mit Madonna tauschen: Maria José Siri
Publikum solle man zudem an die Millionen von Touristen denken, die Jahr für Jahr in den Stiefelstaat strömten: „Wer auf seiner Kreuzfahrt in Neapel ankommt, muss doch unbedingt auch ins wunderschöne Teatro San Carlo gelockt werden.“
D
ie Wahlitalienerin aus italienische Oper als ein Erbe Uruguay ist ein Sopran- der Menschheit erkannt und Vulkan. Das merkt der geschätzt werden? Überall in Gesprächspartner nicht erst in der Welt wird diese Kunst der Vorstellung von Bellinis schließlich reproduziert.“ Sie Norma am Tag nach dem Inter- und ihre Kollegen müssten view, sondern sofort, als Maria wirklich etwas unternehmen, José Siri bei einem Glas „bitte sie habe schon eine Petition unbedingt kalten“ Biers von gestartet. ihrer Leidenschaft für die Oper „In diesem Land bezahlen viele spricht – jener Kunstform, die Theater jahrelang die Gage es just im Land ihrer Erfindung nicht, weil sie nahe an der Pleiderzeit so schwer hat. Die Kür- te stehen. Aber es geht nicht zungen im Kulturetat sprechen nur um Investitionen in die Bände: „Der Büffelmozzarella Institutionen, wir müssen die gilt hier als ganz hohes Kultur- Opernhäuser zudem engagiert gut, die Oper nicht. Natürlich für die Jugend öffnen, sonst liebe ich exzellentes Essen, sind die Theater hier in 20 Jahaber muss denn nicht auch die ren komplett leer.“ Als neues 16 concerti Dezember 2016
Meinungsstark und mutig mischt sich die Sängerin nicht nur politisch ein und scherzt, dass nun hoffentlich nicht all ihre Verträge gekündigt würden, sie bezieht auch in ästhetischen Fragen klar Stellung. Denn der verbreiteten szenischen Statik im Traditionsland der Oper im Gegensatz zu den oft gewagten Regieexperimenten in Deutschland kann die engagierte Darstellerin wenig abgewinnen: „Oper muss für mich auch Schauspiel sein, wir singen zwar anstatt zu sprechen, können deshalb aber nicht einfach unbeweglich an der Rampe stehen. Wir musizieren doch nicht nur mit unseren Stimmbändern, sondern auch mit unserem Herzen und unserem Körper. Zudem sind die Erwartungen in einer visuell geprägten Welt einfach zu hoch. Ich bin bereit, auch physisch bis an die eigenen Grenzen zu gehen, ich schätze es,
Foto: Victor Santiago, Tabocchini/Macerata Opera Festival
Wie sich das Traditionsland der Oper verändern muss
herausgefordert zu werden.“ Schließlich will sie sich nicht auf Erfolgen ausruhen, sondern strebt ihr stetiges künstlerisches Wachstum an. Schicksalhafte Begegnung
Ein entscheidender Wendepunkt ihrer Entwicklung war die Begegnung mit Ileana Cotrubas, der Sopranlegende aus Rumänien. Denn nachdem Siri sich im Studium als lyrischer Sopran mit Koloratur zunächst den Partien der Lucia, der Sonnambula und der Königin der Nacht zugewandt hat, die sie freilich nie auf der Bühne sang, wurde ihr von einer der ganz Großen des Sopranfachs angeboten, sie beim Wechsel des Repertoires zu unterstützen: „Ich hatte zunächst meine Zweifel, habe mich aber der berühmten Sängerin anvertraut. Das war ein Prozess von etwa einem Jahr, in dem ich Verdis Il Trovatore und Aida oder Puccinis Tosca studiert habe. Die Cotrubas empfahl mir, als lyrischer Sopran langsam hineinzuwachsen in diese dramatischeren Partien.“ Dieses Vorgehen zahlt sich heute aus. Siri sang eine Donna Elvira in der Arena von Verona, debütierte als Norma beim Festival in Macerata und bleibt daneben ihren internationalen Paraderollen treu – das sind just die von der Cotrubas anempfohlenen Partien der Aida und der Tosca. Die Möglichkeiten ihrer expansions- und wandlungsfähigen Stimme sind enorm. Im Sommer wurde dies wunderbar deutlich, als sie sich – von Verdi und Puccini aus gleichsam zurückgehend – erstmals dem Zentralgestirn des Belcanto annäherte, der Norma
von Vincenzo Bellini. Da spürte sie jeder Nuance der Worte mit ausgeprägtem Bewusstsein für Zwischentöne und Farben nach, ihr Konzept des Schöngesangs folgte ganz dem Desiderat der Wahrheit des Ausdrucks. Ein veristisches Temperament auf Belcanto-Pfaden
Ihr Primadonnenton klang ausladend, majestätisch und vi bratosatt, er wurde begleitet von einer hoch konzentrierten Mimik, einer auch dezidiert körperlichen Durchdringung der Figur. „Ich wollte meine Norma auf die Bühne bringen, mit meinen vokalen Qualitäten, habe mir deshalb in der Vorbereitung überhaupt keine Aufnahmen von Kolleginnen angehört.“ In der Tat singen heute meist leichte Stimmen die Druidenpriesterin, gilt es hier doch, das Belcanto-Ideal der Schönheit des Klangs umzusetzen. „Generell ist mir aber
Maria José Siri als Norma bei den Festpielen Macerata
beim Singen auch das Wort wichtig. Gelegentlich opfern Sängerinnen die Bedeutung des Wortes für den schönen Klang.“ Das Schwierige und ganz Wichtige sei für sie, beide Dinge unter einen Hut zu bringen. Wenn La Siri also den Belcanto mit ihrer reichen Verdi-Erfahrung angeht, bringt sie ein stimmliches Gewicht ein, das im Zeitalter lyrisch leichter und auf das Fach spezialisierter Besetzungen durchaus ungewohnt ist. Lachend gibt sie zu, „ein sehr veristisches Temperament“ zu besitzen, das sie eben bereits in ihren leidenschaftlich vorgetragenen Überlegungen zum Singen so charmant verströmt. Konzert- & opernTIPPs
Berlin Do. 12.1.17 & So. 15.1.17, 20:00 Uhr & Sa. 14.1.17, 19:00 Uhr Philharmonie Verdi: Messa da Requiem (konzertant). Maria José Siri (Sopran), Daniela Barcellona (Mezzosopran), Roberto Aronica (Tenor), Riccardo Zanellato (Bass), Berliner Philharmoniker, Rundfunkchor Berlin, Riccardo Chailly (Leitung)
Sa. 13.5.17, 19:30 Uhr Deutsche Oper Giordano: Andrea Chénier. Ivan Repusic (Leitung), John Dew (Regie) Weitere Termine: 17., 21. & 25.5.17 So. 28.5.17, 18:00 Uhr Deutsche Oper Puccini: Tosca. Ivan Repusic (Leitung), Boleslaw Barlog (Regie) Mailand Mi. 7.12.16, 20 Uhr (Premiere) Teatro alla Scala Puccini: Madama Butterfly. Riccardo Chailly (Leitung), Alvis Hermanis (Regie)
Weitere Termine: 10., 13., 16., 18., 23.12.16, 3. & 8.1.17 online-Tipp
Maria José Siri als Norma Video & Termine: concerti.de/siri
Dezember 2016 concerti 17
Kurz Besprochen
Opern-Kritiken Auszüge aus unseren tagesaktuellen Musiktheater-Rezensionen. Weitere finden Sie unter: www.concerti.de/oper
Meiningen 14.10.2016
Berlin 23.10.2016
Musikalische Entdeckungen
Turbodrive und Turbulenzen
Die Demut der Details
Mozart: Die Zauberflöte Hessisches Staatstheater. Konrad Junghänel (Leitung), Carsten Kochan (Regie). Weitere Termine: 7., 26. & 29.12.16, 7.1.17
Rossini: Der Barbier von Sevilla Das Meininger Theater. Stefano Seghedoni (Leitung), Lars Wernecke (Regie). Weitere Termine: 8.12.16, 6. & 14.1.17
R. Strauss: Elektra Staatsoper. Daniel Barenboim (Leitung), Patrice Chéreau (Regie). Weitere Termine in Barcelona: 7., 11., 15., 19. & 23.12.16
Oper Im hochgefahrenen Graben waltet Konrad Junghänel. Er hat eine eher kleine Orchesterbesetzung gewählt, was in der Ouvertüre gewöhnungsbedürftig, gar ein wenig strohig klingt. Hat man sich aber eingehört, beeindruckt vor allem das dramaturgische Gespür des Dirigenten für Tempo und Dynamik, was zu echten Entdeckungen führt. Da wird aus dem sonst pseudo-weihevoll gesprochenen Dialog eine fast absurd entspannte Konversationsszene, Taminos Wie stark ist nicht dein Zauberton schließt sich als leises, fröhliches Intermezzo an, woraus wiederum der für Sarastros Auftritt benötigte dramatische Zug mühelos entwickelt wird. Das lustvoll musizierende Hessische Staatsorchester wird gefeiert. Carsten Kochan sorgt für bunte Bilder und lässt vor allem – Theater spielen. (AF)
Oper Was schiebt Figaro für einen Frust, dass er Menschen oder Kunden nur als aufgezogene Automatenfiguren wahrnimmt? Mit überzogenen Commedia-dell’Arte-Bewegungen tänzeln und gestikulieren menschliche Hülsen dahin. Gefühle: Fehlanzeige. Die Komödie schnurrt durch, Situationswitz wird gerade deshalb stellenweise ausgebremst. Offenbar sucht Lars Wernecke in Rossinis Opera buffa Entspannung von den ihn umtreibenden Powerthemen. Unsere Gegenwart bricht in das Jahrmarktbuden-Spanien von Figaros Traum, wenn Almaviva mit Munitionsweste und -gürtel an der Spitze einer Soldateska aus dem Nahen Osten zur wie eine aufgezogene Ballerina agierenden Rosina eindringt. Tatsächlich ist der Meininger Barbier von Sevilla ein abendfüllendes Tanz- und Straßentheater. (RD)
Oper Den internationalen Siegeszug seiner letzten Inszenierung kann der Jahrhundertregisseur von Schauspiel, Film und Oper nicht mehr miterleben. Patrice Chéreau, der nicht klüger sein will als das Werk, kann nicht mehr selbst feilen an der Präzision der Personenführung, die so gänzlich anti-modernistisch nicht auf Mätzchen, denn auf Menschen, auf Charakterköpfe setzt. Es ist die Demut der Details, die Liebe zu den Figuren, die das Vermächtnis des Regisseurs so berührend machen. Zwei Sängerdarstellerinnen tragen den Abend: Waltraud Meier und Evelyn Herlitzius als Klytämnestra und Elektra. Den Geist Chéreaus aufgreifend, spürt Daniel Barenboim der ungeahnten Zärtlichkeit dieser Musik nach, die hier das Rohe, Fleischige, brutal Archaische des Stoffs zu transzendieren scheint. (PK)
18 concerti Dezember 2016
Fotos: Paul Leclaire (2), Marie Liebig, Monika Rittershaus
Wiesbaden 14.10.2016
Köln 30.10.2016
Hochgenuss aus einem Guss Verdi: Falstaff Oper Köln. Will Humburg (Leitung), Dietrich W. Hilsdorf (Regie), Lucio Gallo, Natalie Karl, Nicholas Pallesen, Dalia Schaechter u. a.
Oper „Tutto nel Mondo é Burla – alles ist Spaß auf Erden“, heißt es am Ende der berühmten Schlussfuge. Dieser Spaß vergeht einem schon mal beim Besuch von Verdis letzter, größter Genie-Tat, weil die Anforderungen an Sänger, Musiker und den Dirigenten besonders in dieser Keimzelle des Werkes beträchtliche sind. Nicht so in Köln. Hier perlte dieser Schluss wie ein guter Sekt. Will Humburg legte mit seinem Orchester die komplexe Struktur offen, ohne dass der Klang zerfiel, und Dietrich W. Hilsdorf sorgte dafür, dass das Publikum jeder Figur in die Seele schauen durfte. Diese Kölner Falstaff-Inszenierung gerät zum Hochgenuss aus einem Guss. Dieter Richter macht aus der schwierigen Raumsituation im Kölner Staatenhaus das Bestmögliche. Er setzt einerseits auf Einfachheit und verzahnt andererseits mit wunderbar rationell eingesetzten Mitteln Bühnen- und
BB Promotion GmbH in association with Sundance Productions, Inc. NY presents a production of Michael Brenner
DER ORIGINAL BROADWAY-KLASSIKER
Zuschauerraum. Dietrich W. Hilsdorf vermittelt die komplexe Handlung souverän und detailliert, lässt die vielen komischen Momente mal wie selbstverständlich mitlaufen, mal drastisch ausagieren, stets traumwandlerisch sicher im Timing. Vor allem aber gelingt es dem Regisseur bei aller handwerklichen Meisterschaft, Haken im Jetzt und Hier einzuschlagen, ohne die Substanz des Werkes anzutasten. Die Inszenierung kann auf diesem Niveau nur gelingen, weil die musikalische Seite internationales Format hat. Hellwach und lebendig musiziert das Gürzenich-Orchester unter Will Humburg, der teilweise extreme, aber immer organische Tempi vorgibt. Besonders die Streicher klingen sinnlich und flexibel wie selten. Auch das Kölner Ensemble begeistert. Wäre Oper immer so wie diese ausgefeilte und lebendige Aufführung, wäre sie tatsächlich stets einer der größten Späße auf Erden! (AF)
17. – 20.11.16 MUSICAL THEATER BREMEN 22. – 27.11.16 MUSICAL THEATER BASEL 14. – 18.12.16 WIENER STADTHALLE, HALLE F 21. – 31.12.16 COLOSSEUM THEATER ESSEN 03. – 15.01.17 THEATER 11 ZÜRICH 11. – 22.04.17 ALTE OPER FRANKFURT 25.04. – 14.05.17 DEUTSCHES THEATER MÜNCHEN www.westsidestory.de
Dezember 2016 concerti 19
OPERN-Tipps Ausgewählt von unserem Experten Peter Krause
Essen So. 4.12.2016
Wenigstens der Tod verspricht Erlösung Oper Das Wunderbare bricht
Wagner: Lohengrin Aalto Theater. Tomáš Netopil (Ltg), Tatjana Gürbaca (Regie). Weitere Termine: 9., 11., 22., 28 & 30.12.16, 7. & 11.1.17
Tatjana Gürbaca wagt Wagner 20 concerti Dezember 2016
Sprunghaft, sinnenprall, knallbunt: Bernsteins Operette Candide Köln So. 4.12.2016
Bunt böse Wolfswelt Operette Londons West-End-Star Adam Cooper
inszeniert Leonard Bernsteins Candide
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enn schon, denn schon: Der große Voltaire als Vorlage musste es sein, als Leonard Bernstein seine Comic Operetta Candide konzipierte. Im sofort verbotenen, gar öffentlich verbrannten Roman von 1759 entlarvt der philosophische Spötter der Aufklärung satirisch die Weisheiten seiner Zeitgenossen, stellt dem optimistischen Geschwafel eines Gottfried Wilhelm Leibniz von der „besten aller Welten“ die Erkenntnis eines Thomas Hobbes gegenüber: „Der Mensch ist den Menschen Wolf.“ Mit bösem Humor, aber nie bierernst geht es nun in
Bernsteins viel zu selten gespieltem grandiosem Opus zu. Auf seiner Weltreise erlebt der wohlerzogene Candide Naturkatastrophen, politische und religiöse Auseinandersetzungen, Verrat und Missbrauch. Der einstige Londoner WestEnd-Star Adam Cooper bringt die Geschichte in all ihrer Sprunghaftigkeit als knallbunt sinnenpralles Spektakel mit rasanten Szenenwechseln auf die Bühne. Bernstein: Candide Oper Köln. Benjamin Schwartz (Leitung), Adam Cooper (Regie). Weitere Termine: 7., 9., 11., 15., 20., 22., 29. & 31.12.16, 4., 8. & 12.1.17
Fotos: Martina Pipprich, Thomas Dashuber, Christian POGO Zach, Balmer & Dixon
in die wahre Welt ein. Der Schwanenritter Lohengrin, ferner Schützer des Heiligen Grals, sucht die menschliche Liebe, findet sie in der unschuldig beklagten Elsa und scheitert tragisch. Wagner erzählt von einer ersehnten Humanisierung des Göttlichen in einer kriegerisch aufgerauten Welt, wissend um den Konflikt des Heiligen, des Glaubens und der Liebe, die Vertrauen verlangt und doch nach Erkenntnis strebt. Lohengrin markiert den Wendepunkt von der romantischen Oper hin zum Musikdrama, in dem wenigstens der Tod eine utopische Erlösung durch Liebe verspricht.
Dresden So. 4.12.2016
Weitere Tipps
Bedrohliche Realität Oper Johannes Erath deutet das
Dichterleben E. T. A. Hoffmanns
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er Dichter selbst erscheint auf der Bühne. Jacques Offenbach macht E. T. A Hoffmann, die ideale Verkörperung der deutschen Schauerromantik, zum Protagonisten seiner letzten Oper. Da verfließen dem Dichter alsbald die Grenzen zwischen Realität, Traum, Albtraum und Imagination – gerade wie die Novellen aus seiner Feder surreal, irrational und magisch daherkommen. Sind die drei Frauen Hoffmanns – Olympia, die Puppe, Antonia, die Künstlerin, Giuli-
etta, die Hure – überhaupt aus Fleisch und Blut oder nur Projektionen männlicher Fantasie? Johannes Erath geht in seiner assoziations- und illusionsreichen Regiesprache dem Schicksal eines Mannes nach, der die Hand sehnsüchtig nach der Liebe ausstreckt und der doch zurückzuckt, bevor sie bedrohlich real werden kann.
Hybrid der Gattungen Semi-Oper Choreograf Karl Alfred Schreiner und
Regisseur Torsten Fischer beleben Purcell önig Arthur zieht in die Schlacht gegen den Sachsenkönig Oswald, um sein Reich vor heidnischer Herrschaft zu bewahren. Doch zwischen den feindlichen Fürsten stehen nicht nur politische und religiöse Konflikte, beide begehren auch dieselbe Frau: Prinzessin Emmeline von Cornwall. Mit der 1691 in London uraufgeführten Semi-Oper King Arthur erreichten der Theaterdichter John Dryden Purcell: King Arthur Gärtnerplatztheater. Marco Comin (Leitung), Torsten Fischer (Regie). Weitere Termine: 10., 11., 13., 14., 16. & 18.12.16
Der Graf von Luxemburg
Sa. 3.12., 19:30 Uhr Deutsche Oper am Rhein Nach vielen Erfolgen im ernsten Repertoire von Oper und Schauspiel inszeniert Jens-Daniel Herzog erstmals eine Operette, Bo Skovhus (Foto) singt die Titelpartie. Berlin
Offenbach: Hoffmanns Erzählungen Semperoper. Frédéric Chaslin (Ltg), Johannes Erath (R). Weitere Termine: 7., 10., 16., 19. & 23.12.16, 2. & 7.1.17
München Do. 8.12.2016
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Düsseldorf
und der Komponist Henry Purcell ein gelungenes Zusammenwirken von Oper, Schauspiel und Tanz, setzten so neue Maßstäbe für die britische Musiktheaterkultur. Als Hybrid der Gattungen zählt das Werk zu den populären Raritäten.
Chefdirigent Marco Comin goes Barock
Weitere Tipps, Termine, Tickets und mehr: www.concerti.de
DIE PERLEN DER KLEOPATRA Sa. 3.12., 19:30 Uhr Komische Oper Wenn Wahnsinn Methode hat: Barrie Kosky, Regisseur des Jahres im Opernwelt-Votum, setzt seine fulminante OperettenSause am eigenen Haus fort. Hamburg
DAS LIED VON DER ERDE So. 4.12., 18:00 Uhr Staatsoper John Neumeier liebt den sinfonischen Kosmos Gustav Mahlers. Nach der Uraufführung in Paris studiert der Choregraf nun mit seiner eigenen Kompanie seine Schöpfung ein. Kassel
Luisa Miller Sa. 17.12., 19:30 Uhr Staatstheater Der gebürtige Schweizer Dominique Mentha war schon oft in Kassel zu Gast, jetzt setzt er Verdis frühe Oper nach Schillers Trauerspiel in Szene.
Die Rezension zum Tipp: Über alle Premieren mit diesem Zeichen berichten wir tagesaktuell. Sie finden diese und weitere Kritiken online: www.concerti.de/oper Dezember 2016 concerti 21
Im Un i ve r s a l Ve r t r i e b
A ndrás Sc hif f Ludwig van Be ethoven The Piano Sonat as
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D i e ko m p l e t t e n K l a v i e r s o n a t e n v o n L u d w i g v a n B e e t h o v e n , l i v e i n d e r To n h a l l e Z ü r i c h a u f g e n o m m e n . M i t b i s h e r u n v e r ö f f e n t l i c h t e n Z u g a b e n „ E n c o r e s a f t e r B e e t h o v e n∑ – We r k e v o n S c h u b e r t , M o z a r t , H a y d n , B e e t h o v e n u n d B a c h . Hochwer tiger Schuber mit elf CDs in sorgfältig gestalteten Klapp c o v e r n u n d e i n e m 25 6 _ s e i t i g e n B u c h m i t G e s p r ä c h e n z w i s c h e n A n d r á s S c h i f f u n d M a r t i n M e y e r s o w i e e i n e m n e u e n Te x t v o n S c h i f f, in dem er über Zugaben reflek tier t. „ En c o r e s a f t e r B e e t h ove n “ i s t au c h a l s Ei n ze l _Ve r ö f fe n t l i c hu n g e r h ä l t l i c h. 11_ C D B ox u n d Ei n ze l _ C D a b 25. 11. i m H a n d e l.
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West
Das Musikleben im Westen im Dezember
2 Bertrand Chamayou
4 Antoine Tamestit
10 Jan Vogler
13 Wiener Sängerknaben
Fotos: Marco Borggreve/Warner Classics, Alescha Birkenholz, Jim Rakete, Ivo von Renner
Unbeschwert
Ausdauernd
Bodenständig
Traditionell
2_Porträt »Bei Ravel bin ich zu Hause« Der französische Pianist Bertrand Chamayou hat sich
international einen Namen erspielt – nicht nur mit Musik seines Lieblingskomponisten 4_Interview Die Bratsche und der süße Zahn Angefangen hat Antoine Tamestit mit der Geige.
Als der Franzose dann vor lauter Begeisterung zum Cello wechseln wollte, riet ihm seine Lehrerin zur Viola 10_Regionale Tipps So klingt der Westen! Die wichtigsten Termine im Dezember, ausgewählt von der concerti-Redaktion 18_ Klassikprogramm concerti 12.16 West 1
Porträt
»Bei Ravel bin ich zu Hause« Der französische Pianist Bertrand Chamayou hat sich international einen Namen erspielt – nicht nur mit Musik seines Lieblingskomponisten. Von Katherina Knees
B
ertrand Chamayou ist ein Erinnerungen an seine unbeleidenschaftlicher Stadt- schwerte Kindheit in Toulouse. mensch. Gerade ist er Frankreichs Süden ist seine aus New York zurückgekom- Heimat, dort hat er noch eine men, die Koffer stehen noch zweite kleine Wohnung am unausgepackt in seiner Pariser Meer, in Saint-Jean-de-Luz, Wohnung, doch trotz Jetlag dem kleinen Örtchen, in dem plaudert er beim Interview Maurice Ravel geboren wurde. fröhlich drauf los. Abends „In der Musik von Maurice Rakommen noch Freunde, dann vel bin ich zu Hause“, schwärmt kocht er – „das mache ich für Chamayou. Die Musik des Immein Leben gern“. Mediterra- ressionisten begleitet den Piane Küche, viel Gemüse, Gewür- nisten seit Kindertagen, vor ze, Fisch: In ihm weckt das zwei Jahren hat er die komplet2 West concerti 12.16
ten Solowerke des französischen Komponisten aufgenommen. Auf die Frage, wann er wusste, dass er sein Leben dem Klavierspiel widmen würde, sprudelt es aus Chamayou nur so heraus: „Mit neun Jahren wollte ich eigentlich Komponist werden. Wenn ich dazu komme, dann schreibe ich auch jetzt hin und wieder noch selbst, ich wünschte, ich hätte mehr Zeit dafür!“ Der Pianist ist sich sicher, dass ihn dies auch als Solist prägt: Sitzt er vor einem Orchester, dann empfinde er sich immer als ein Teil des Ganzen, höre jede einzelne Stimme im Orchester und versuche, seinen Klang zu integrieren und nicht als Solist vorneweg zu spielen. Überhaupt habe er gar nicht unbedingt eine solistische Laufbahn einschlagen wollen, das sei eher ein Zufall gewesen – sein Erfolg lässt ihn denn bis heute noch staunend schmunzeln. Vom Allesspieler zum Ravel-Spezialisten
Damals nämlich, vor mehr als einem Jahrzehnt, spielte Chamayou praktisch alles, was ihm in die Finger kam. Von Mozart, Beethoven, Brahms und Bartók bis hin zu zeitgenössischer Musik, außerdem viel Kammermusik: Duo, Trio, Quartett. Ar-
Foto: Marco Borggreve
Berühmt für seinen leuchtenden Klang – dabei hatte es Bertrand Chamayou immer zu den dunklen Farben gezogen
beitete mit verschiedenen Komponisten zusammen, reiste und schrieb selbst Stücke. „Das war eine tolle Zeit, aber es fehlte mir auch eine Richtung, ein Fokus.“ Dann, mit 27 Jahren, kam die entscheidende Wende in seinem Leben, denn der Mann aus Toulouse erlebte den Albtraum eines jeden Pianisten – er litt unter einem neurologischen Problem in der rechten Hand. In der Krise liegt die Kraft – und die Fokussierung auf das Wesentliche
Eine Krise, die mittlerweile zum Glück Vergangenheit ist – und, so sein selbstkritischer Blick zurück, ihm die große Chance bot, sich auf das zu besinnen, was für ihn im Leben wirklich zählt. Heute, mit 35 Jahren, geht Chamayou besser mit sich selbst um, haushaltet mit seinen Kräften. „Ich spiele weniger Konzerte, bin dafür fokussierter und konzentrierter, lege mehr Wert auf die Qualität.“ Und ihm ist wichtig, dass es auf der Bühne wirklich „klick“ macht – mit dem Publikum und mit den anderen Musikern. In einem richtig guten Konzert müsse etwas passieren, das über das Spielen der Töne hinausgehe: „Es muss eine Energie zwischen Solist und Publikum entstehen.“ Das ist das, was er heute Abend für Abend sucht. Längst hat sich Chamayou bei dieser Suche über Frankreich hinaus einen Namen gemacht, besonders bekannt ist er für seinen ganz eigenen hellen Klang. „Kleine Mädchen mit lockigen Haaren wollen gerne glatte Haare haben, und Mädchen mit glatten Haaren wün-
schen sich Locken“, erklärt der Musiker und lacht. Denn bei ihm waren es früher eben nicht seine Haare, sondern sein Klang, der ihm Kopfzerbrechen bereitete: Setzte er sich an die Tasten, so klang es von Natur aus erstmal hell und klar. Und weil man eben immer das reizvoll findet, was man nicht hat, faszinierte Chamayou bei anderen Pianisten am allermeisten ein dunkler, satter Klang. Den versuchte er nachzuahmen – doch es klang in seinen Ohren gekünstelt und verstellt. In jüngeren Jahren ließ ihn das verzweifeln – heute ist der Mann aus Toulouse sogar froh, diesen besonders hellen und leuchtenden Klang mit seinem hohem Wiedererkennungswert zu haben. „Auch das gehört zum Erwachsenwerden dazu“, findet er. „Man kann sich selbst mehr nehmen, wie man ist.“ Konzert-TIPP
Essen Do. 1.12., 20:00 Uhr Philharmonie (Alfried Krupp Saal) Sol Gabetta (Violoncello), Bertrand Chamayou (Klavier). Beethoven: Cellosonate Nr. 1 F-Dur op. 5/1, Prokofjew: Cellosonate C-Dur op. 119, Chopin: Cellosonate g-Moll op. 65 & Grand duo concertant sur des thèmes de „Robert le diable“ E-Dur online-Tipp
Ravels Pavane pour une infante défunte Video & Termine: concerti.de/chamayou CD-Tipp
Ravel: Sämtliche Solo-Klavierwerke Bertrand Chamayou (Klavier) Erato (2 CDs)
porträt
Die Bratsche und der süße Zahn Angefangen hat Antoine Tamestit mit der Geige. Als der Franzose dann vor lauter Begeisterung zum Cello wechseln wollte, riet ihm seine Lehrerin zur Viola. Von Stefanie Paul
Z
uerst knistert es kurz in der Leitung. Dann sind ein paar dumpfe Klingeltöne zu hören – vier, fünf Mal, typisch für ein Auslandsge-
4 West concerti 12.16
spräch. Schließlich wird am „Hello“. Es ist die Stimme von anderen Ende der Leitung der Antoine Tamestit, einem der Hörer abgenommen, und eine besten Bratschisten unserer sehr freundliche, bestens ge- Zeit. Doch wer mit ihm telefolaunte Stimme meldet sich: niert, bekommt schon nach
Foto: Eric Larrayadieu/Naïve
Antoine Tamestit studierte unter anderem in Berlin bei Tabea Zimmermann
wenigen Sekunden das Gefühl, kunden – und sich neu in sie nicht einen unnahbaren oder verlieben. zurückhaltenden Weltstar zu Paris – das ist aber auch die interviewen. Sondern eher mit Stadt, in der seine Familie und einem guten, alten Freund zu viele seiner engsten Freunde plaudern, den man einfach leben. „Familie war mir schon schon eine ganze Weile nicht immer wichtig“, sagt Tamestit, „aber sie wird immer noch wichmehr gesehen hat. tiger für mich.“ Vor allem, seit Auf dem Boden der Tatsachen: er selbst Vater geworden ist: Die Familie ist der Ruhepol Familie sei das Zentrum eines Antoine Tamestit ist zu Hause, Menschen. Wenn er in einer in Paris, seiner Geburtsstadt. Woche in drei Städte reisen Seit einiger Zeit ist sie auch müsse oder Konzerte in vier wieder seine Heimatstadt: verschiedenen Ländern gebe, Denn nach einigen Jahren im dann sei die Familie als RuheAusland hat er die Metropole punkt enorm wichtig. an der Seine neu entdeckt. „Als Antoine Tamestit, das ist der ich damals wieder aus den USA Franzose mit den kurzen, brauzurückkam, habe ich mich hier nen Locken und dem spitzbüwie ein Tourist gefühlt. Das war bischen Lächeln. Manch einer großartig“, erinnert sich der nennt ihn zurückhaltend – er Musiker. Denn so konnte er die selbst nennt sich einen fröhliStadt seiner Kindheit neu er- chen Menschen. Manchmal
indes auch gestresst und sensibel – auf eine gute und eine schlechte Art, wie er sagt. Doch davon ist im Moment nichts zu merken: Gerade erzählt er lebhaft einen seiner liebsten Bratscher-Witze. Überhaupt liebe er Witze, sagt Tamestit: Er könne sich so ziemlich an jeden erinnern, den er jemals gehört habe. So wie an jenen Witz mit dem Streichquartett, das auf einer einsamen Insel strandet und einen Flaschengeist findet, der jedem Musiker einen Wunsch erfüllt. Die erste Geige will ein berühmter Solist sein. Die zweite Geige wünscht sich, in Zukunft nur noch die erste Geige zu spielen. Der Cellist würde gerne ein berühmter Dirigent sein. Und der Bratscher? Der fühlt sich einfach nur ein bisschen ein-
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porträt
Steht über den Witzen auf Kosten seines Instruments: Antoine Tamestit überzeugt andere gerne von den Möglichkeiten der Bratsche
Franzose schmunzelnd fest. Das beste Kompliment sei, wenn jemand nach einem Konzert auf ihn zukomme und sage: Ich wusste gar nicht, dass die Bratsche so klingen kann. Neben der Musik hat Antoine Tamestit indes noch eine andere große Leidenschaft: das Essen. Eines seiner Lieblingsgerichte ist Pasta – in allen
»Ich glaube, wir Bratscher kennen die Witze über uns am besten« Variationen. Pasta könnte er jeden Tag essen, rund um die Uhr, verrät er. Genauso wie süßen Nachtisch und Kuchen. Er sei einfach ein „sweet tooth“, ein süßer Zahn, sagt der Musiker über sich selbst. Deshalb hat er auch vor einiger Zeit angefangen, selbst zu backen. „Naja, ich versuche es zumindest. Aber Backen ist gar nicht so einfach.“ Konzert-TIPP
Dortmund Fr. 16.12., 20:00 Uhr Konzerthaus Trio Zimmermann. Bach/Sitkovetsky: Goldberg-Variationen BWV 988 online-Tipp
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zart, Beethoven, Dvorˇák, Britten, Schubert oder auch Tschaikowsky.
Antoine Tamestit zusammen mit dem hr-Sinfonieorchester Video & Termine: concerti.de/ tamestit
Tamestit liebt es, musikalische Überzeugungsarbeit zu leisten
Manche Zuhörer – aber auch einige Veranstalter – müssten von der Bratsche und ihren Vorzügen noch überzeugt werden. „Aber ich liebe es, Menschen zu überzeugen“, stellt der
CD-Tipp
Hindemith: Violakonzert & Sonaten Antoine Tamestit, Markus Hadulla, hrSinfonieorchester, Paavo Järvi (Ltg). naïve
Foto: Eric Larrayadieu/naïve
sam und wünscht sich alle seine Kollegen wieder zurück auf die Insel. Antoine Tamestit lacht. Es ist ein Lachen, bei dem man unwillkürlich mitlachen muss. „Ich glaube, wir Bratscher kennen die Witze über uns am besten“, sagt der Musiker und zählt kurz darauf eine ganze Reihe berühmter Komponisten auf, die ebenfalls Bratsche gespielt haben: Mo-
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So Klingt … der Westen. Die wichtigsten Termine im Dezember, ausgewählt von der concerti-Redaktion
Bittet Martin Stadtfeld mit Beethovens Cellosonate zum Dialog auf Augenhöhe: Jan Vogler
Bonn Die lange BeethovenNacht ehrt den großen Klassiker mit gattungsübergreifendem Programm
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o etwas gibt’s sonst wohl nirgends, allenfalls selten: eine Messe, eine Sinfonie, Kammermusik zu acht und obendrein zwei Sonaten für Cello und Klavier – alles von Beethoven. Was früher, etwa bei den Akademien in den Wiener Palais, üblich und immer ein großes gesellschaftliches Ereignis war, ist heute zur Seltenheit verkommen: Programme mit unterschiedlichen Gattungen und von ungewöhn-
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licher Dauer, mit langen Pausen zum Luftholen. Die Bonner „BeethovenNacht“ fügt am Vorabend des Komponisten Tauftags zusammen, was zusammengehört. Zu Gast ist unter anderem der Cellist, Intendant und Wahl-Amerikaner Jan Vogler. Seinem Bruder hatte man als Kind eine Geige an die Hand gegeben, ihm das Cello. Doch statt Frust erwuchs schnell die ganz große Liebe, denn das Cello ist – so Vogler – ein In
strument, das „alles kann: knurren und singen, tanzen und klagen“. Aufgewachsen in der DDR und als Mitglied der Dresdner Staatskapelle durfte er reisen, weil er ein Ausnahmetalent war. Inzwischen lebt Vogler, verheiratet mit einer Chinesin, mit Familie in New York. Ein Kosmopolit ist er geworden, auch musikalisch. In Bonn tritt Vogler mit dem Pianisten Martin Stadtfeld auf, ein Duo, das schon seit Jahren immer wieder zusammenfindet. Christian Lahneck Fr. 16.12., 19:00 Uhr World Conference Center BeethovenNacht. Jan Vogler (Violoncello), Martin Stadtfeld (Klavier), Beethoven Orchester Bonn, Christof Prick (Leitung). Werke von Beethoven
Foto: Jim Rakete
Da bleibt auch noch Zeit zum Luftholen
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Tipps & Termine
Wo früher Palmen wuchsen Von Brahms beseelt: das Florakonzert mit dem Streichsextett des Gürzenich-Orchesters Köln
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anche schwärmen vom Linderhof im Mini-Format. Nun ja, Ludwig-prächtig ist die Kölner Flora nicht ganz, märchenhaft schon, spätestens seit Abschluss der grundlegenden Renovierung 2014. Rund 150 Jahre nach ihrer Grundsteinlegung durch das Who is Who der Kölner Vor-KaiserzeitGesellschaft ist wieder Leben eingekehrt ins einstige Palmenhaus. Unter dem originalgetreu nachgebauten Kuppeldach von 1864, das nach der Kriegszerstörung zunächst durch ein schmuckloses Satteldach ersetzt worden war, sind nun
verschiedene Festräume beherbergt. Darunter befindet sich auch ein kammermusiktauglicher Saal, in dem das Gürzenich-Orchester in dieser Saison zwei Konzerte im Rahmen seines Brahms-Schwerpunktes stattfinden lässt. Kuriosum am Rande: Nur ein Jahr nach der ersten Fertigstellung der Flora war Brahms im Dezember 1865 erstmals in Köln zu Gast – als Solist in einem BeethovenKonzert. Ebenfalls in Köln fand vier Jahre später eine Vor-Uraufführung ausgewählter Sätze aus seinem Deutschen Requiem statt. Christian Lahneck
Spielort mit historischem Charme: die Flora des Botanischen Gartens So. 4.12., 11:00 Uhr Flora (Festsaal) Florakonzert 01. Talia Or (Sopran), Streicher des Gürzenich-Orchesters Köln. Weigl: Ein Stelldichein, Schönberg: Verklärte Nacht, Brahms: Streichsextett Nr. 2 G-Dur
Von Themen inspiriert Köln »Lockenhaus«-Musiker beschreiten in der
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Leitet seit 2011 das Musikfest Lockenhaus: Nicolas Altstaedt Fr. 9.12., 20:00 Uhr Philharmonie Lockenhaus on Tour. Pekka Kuusisto (Violine), Lily Francis (Viola), Nicolas Altstaedt (Violoncello), Knut Erik Sundquist (Kontrabass), Alexander Lonquich (Klavier). Werke von Schubert u. a. 12 West concerti 12.16
or fünf Jahren hat der Cellist Nicolas Altstaedt die Leitung des legendären Kammermusikfests Lockenhaus im sonnenverwöhnten österreichischen Burgenland übernommen. Als Nachfolger von Gidon Kremer, der das Festival einst ins Leben gerufen hatte, war Altstaedt der ausdrückliche Wunschkandidat Kremers. Lockenhaus ist eine einzigartige Experimentierwerkstatt für hochkarätige Instrumentalisten mit Raum für außergewöhnliche Konzertideen. Deshalb gibt es bei diesem Festival auch vorab keine festen Kon-
zertprogramme, sondern lediglich ein Oberthema, für das sich die eingeladenen Musiker dann zu Projektformationen zusammentun und individuell aus der aktuellen Zusammenarbeit heraus die Werkauswahl treffen. Dieses Prinzip bringen Nicolas Altstaedt und seine Kammermusikkollegen nun auch als Gastspiel in die Kölner Philharmonie. Das verbindende Thema ist Franz Schubert, und feststeht dessen Forellenquintett als ein Programmpunkt des Abends. Der Rest bleibt Überraschungspaket. Eckhard Weber
Fotos: CEphoto/Uwe Aranas/Wikimedia Commons, Marco Borggreve, Lukas Beck
Philharmonie neue Wege der Programmgestaltung
Glockenhelles Chorglück Köln u. a. Wiener Sängerknaben
KINOSAISON
stimmen auf die Feiertage ein
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I
n Wien gab es in diesem Jahr tatsächlich den Nationalfeiertag ohne einen gewählten österreichischen Bundespräsidenten. Ohne Wiener Sängerknaben muss man aber nicht auskommen. Dieser Chor gehört zu den Truppen, mit denen Österreich seinen Status als musikalische Weltmacht behauptet. Immerhin kann sich dieser Premium-Knaben-Chor auf das Gründungsjahr 1498 berufen. Und sich mit dem Glanz jener Größen des Musiklebens schmücken, die mit ihnen musiziert haben: von Mozart und Schubert über Bruno Walter und Herbert von Karajan bis Riccardo Muti oder Mariss Jansons. Diese 9- bis 14-jährigen Jungs in ihren traditionellen Matrosenanzügen klingen allemal jugendfrisch heutig und zugleich von weither aus der Vergangenheit zu uns herüber. Wer eins von den 300 Konzerten erleben darf, mit denen die Wiener Sängerknaben jedes Jahr weltweit gastieren, kann sich glücklich schätzen – insbesondere zur Adventszeit. Bei vorweihnachtlichen Programmen kommen zum traditionellen Kanon deutscher Advents- und Weihnachtslieder immer auch Mitbringsel von ihren weltweiten Reisen. Joachim Lange So. 4.12., 17:00 Uhr Kirche Bad Oeynhausen-Eidinghausen Do. 8.12., 19:30 Uhr Hist. Stadthalle Wuppertal Fr. 9.12., 19:30 Uhr Salvatorkirche Duisburg Sa. 10.12., 18:00 Uhr Flora Köln Wiener Sängerknaben, Manolo Cagnin (Leitung)
THE ROYAL BALLET
DER NUSSKNACKER
PETER WRIGHT AFTER LEV IVANOV
8. DEZEMBER 2016 THE ROYAL OPERA
IL TROVATORE GIUSEPPE VERDI
31. JANUAR 2017
Die nächsten Opern- und Balletthighlights live aus dem Royal Opera House London Jetzt auch zum Verschenken! Mit der UCI EVENTS-Geschenkkarte – stilvoll, praktisch, individuell aufladbar
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Nur echt mit Mütze: Wiener Sängerknaben
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Tipps & Termine
Istanbuls Düften lauschen Köln Intensive Stimmungsbilder zeichnet das
WDR Sinfonieorchester zum Jahreswechsel
E
s ist wie bei der Ernährung: Da geht es nicht nur um eine einzelne Qualität.“ Fazıl Say weicht den kritischen Fragen nach fehlender Avantgardistik oder Atonalität nicht aus, sondern bekräftigt den programmatischen Charakter oder vielmehr die tonale Notwendigkeit seiner ersten Sinfonie, der Istanbul Symphony. Sie malt in sieben Sätzen Bilder eines vergangenen und gegenwärtigen Istanbuls und verwendet zum Beispiel türkische Rhythmen, die nur mit Tonalität sinnvoll einhergehen. Dabei ist die Zahl der Sätze kein Zu-
fall, sondern bezieht sich auf die sieben Hügel am Bosporus, die in diesem Werk jeweils für einen Ort oder einen Teil Istanbuls stehen, an den Say den Zuhörer mitnimmt. Es klingt orientalisch, religiös, visionär, energisch und träumerisch, während die türkischen Traditionsinstrumente Ney und Kanun vor einem „Extra Large Orchestra“ stehen. Ein vielschichtiges Erlebnis, bei dem „das Parfüm von Istanbul“ die Sinne gerade deswegen erreicht, weil es aus mehr als nur einer einzelnen Zutat besteht. Hannah Duffek
Seine Istanbul Symphony wurde 2010 uraufgeführt: Fazıl Say Sa. 31.12., 18:00 Uhr Kölner Philharmonie Silvesterkonzert. WDR Sinfonieorchester Köln, Jukka-Pekka Saraste (Ltg). Say: Istanbul Symphony, Liszt: Totentanz, Bernstein: Ouvertüre zu „Candide“
Kontraste auskosten Bochum Das Kammerkonzert der Symphoniker
B
Pianist beim »BoSy Camera Extra«-Konzert: Kit Armstrong So. 11.12., 18:00 Uhr Anneliese Brost Musikforum Ruhr (Kleiner Saal) Kit Armstrong (Klavier), artTone Trio, Bläsersolisten der Bochumer Symphoniker. Mozart: Klavierquartett KV 478 & Bläserquintett KV 452 14 West concerti 12.16
ei ihrem Bochumer MozartKonzert setzen der Pianist Kit Armstrong und seine Mitstreiter auf starke Kontraste: Ein Werk ist für Klavier plus Streicher gesetzt, das andere für Klavier plus Bläserquartett. Das Klavierquartett g-Moll entstand 1785 während der Arbeit an Le nozze di Figaro. Entgegen den damaligen Konventionen hat Mozart in diesem Kammerwerk die Streicher nicht bloß als Hintergrundrauschen zum Klavierpart konzipiert, sondern einen vielschichtigen Dialog auf Augenhöhe gestaltet. Die Zeitgenossen
reagierten irritiert. Erst später setzte sich dieser ambitionierte Vorstoß in ganz neue Dimensionen der Gattung Klavierquartett durch. Sein ein Jahr zuvor komponiertes Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur wiederum hielt Mozart bei der Uraufführung für „das Beste was ich noch in meinem Leben geschrieben habe“ – und damals war immerhin schon Die Entführung aus dem Serail über die Bühne gegangen. Kammermusik vom Feinsten steht also auf dem Programm. Eckhard Weber
Fotos: Marco Borggreve, Neda Navaee
erforscht mit Mozart verschiedene Klangspektren
Konzer tante Oper im KONZERTHAUS DORTMUND 11.02. 2017 Rossinis »La Cenerentola« – Cecilia Bartoli 23.02.2017 Ligetis »Le Grand Macabre« – Sir Simon Rattle, Berliner Philharmoniker 18.03.2017 »Der Mythos Orpheus« – Philippe Jaroussky 29.05.2017 Wagners »Das Rheingold« – Thomas Hengelbrock, NDR Elbphilharmonie Orchester
Tipps & Termine
In Kerzenlicht getaucht Essen Musica Saeculorum sucht den
Originalklang in Bachs Weihnachtsoratorium
D
as Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach hat nicht nur im musikalischen Jahreskreis der Kirche seinen festen Platz. Das, was mit dem „Jauchzet, frohlocket“ so furios beginnt, gehört auch außerhalb seiner eigentlichen Zweckbestimmung zum Populärsten, was der Thomaskantor je geschrieben hat. Aufführungen sind längst nicht mehr an den sakralen Rahmen gebunden. Diese Musik gehört hierzulande, so wie Weihnachten selbst, auch jenseits seiner eigentlichen Bedeutung zum kulturellen Selbstverständnis.
In Essen stehen vier der sechs Kantaten unter dem Titel „Alte Musik bei Kerzenschein“. Dort wird der Dirigent und Cellist Philipp von Steinäcker die Musiker und Sänger des Music Saeculorum dirigieren. Er hat das auf historischen Instrumenten spielende Ensemble 2008 gegründet. Die Musiker aus renommierten Orchestern Europas treffen sich dreimal im Jahr in Südtirol zu intensiven Proben. Die Ergebnisse wird man in der Philharmonie bei den Kantaten I, II, III und VI erleben können. Joachim Lange
Studierte Cello in New York: Dirigent Philipp von Steinäcker Sa. 17.12., 20:00 Uhr Philharmonie Bach: Weihnachtsoratorium I-III & VI Camilla Tilling (Sopran), Katrin Wundsam (Alt), Mauro Peter (Tenor), Peter Harvey (Bass), Musica Saeculorum, Philipp von Steinaecker (Ltg.)
Evergreen mit Schubkraft Gelsenkirchen Mit unverwüstlichen Melodien
F
Setzt Lehárs Operette in Szene: Regisseurin Sandra Wissmann Fr. 16.12., 19:30 Uhr (Premiere) Musiktheater im Revier Lehár: Die lustige Witwe. Rasmus Baumann (Leitung). Weitere Termine: 23., 25. & 31.12.16, 7., 8., 15. & 22.1.17, 3., 10., 19. & 26.2.17, 9. & 16.4.17, 21.5.17 & 5.6.17 16 West concerti 12.16
ranz Lehár hat der Operette mit der Lustigen Witwe Anfang des 20. Jahrhunderts eine veritable Frischzellenkur verpasst. In ihrer Geschichte hatte sie mit Hitler zwar genau den falschen Ober-Fan. Jedoch kann man auch nach über hundert Jahren auf die unverwüstliche Schubkraft dieses Evergreens bauen. Egal mit welchen Einfällen die Regie auf dem Weg ins Maxim oder beim Studium der Weiber dazwischenfunkt. In Gelsenkirchen wird sich Sandra Wissmann des Stücks annehmen. Sie ist nicht nur durch ihre Hospitanzen bei
Christof Loy, Adolf Dresen oder Claus Guth geschult, sondern auch über ein Jahrzehnt als Regieassistentin mit dem Musiktheater im Revier verbunden und wurde 2014 mit dem Gelsenkirchener Theaterpreis ausgezeichnet. Da sie auch für Stücke der eher leichten Muse ein Händchen hat, dürfte bei ihrer Witwe wohl niemand abstürzen. Zumal mit GMD Rasmus Baumann nicht nur ein seit Jahren mit dem Opernorchester des MiR vertrauter, sondern auch auf vielen Feldern versierter Dirigent am Joachim Lange Pult steht.
Fotos: Ben Wright, Pedro Malinowski
wimmelt Die lustige Witwe ihre Freier ab
BESTE MUSIK für ADVENT und WEIHNACHTEN BEI SONY MUSIC LAUTTEN COMPAGNEY WEIHNACHTEN AUS DEM BERLINER DOM Der Staats- und Domchor Berlin und die Lautten Compagney präsentieren festliche weihnachtliche Musik aus dem Berliner Dom. Mit Werken von Praetorius, Eccard, dem Berliner Nikolaikantor Johann Crüger u.a.
CHRISTMAS SURPRISES Eine gelungene Weihnachts-Überraschung ist dieses Album, aufgenommen mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und dem Münchner Rundfunkorchester. Von O Tannenbaum bis White Christmas erklingen alle Titel neu in prächtigen Arrangements des Dirigenten und Chorleiters Howard Arman.
FESTLICHES ADVENTSKONZERT 2015 AUS DER DRESDNER FRAUENKIRCHE Das glanzvolle Konzert aus der berühmten Dresdner Frauenkirche – u.a. mit Star-Sopranistin Sonya Yoncheva, Luca Pisaroni, der Staatskapelle Dresden, dem Chor der Semperoper und erstmals auch mit dem Dresdner Kreuzchor.
CAPPELLA GABETTA CHRISTMAS CONCERTOS Ein stimmungsvolles Weihnachtsalbum mit berühmten italienischen Weihnachtskonzerten von Corelli, Vivaldi und Locatelli sowie selteneren Konzerten von Valentini, Zavateri und Ragazzi.
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Programm Das Klassikprogramm für den Westen im Dezember
1.12. Donnerstag
2.12. Freitag
Bonn
Betzdorf
20:00 Beethoven-Haus (Kammermusiksaal) Aspekte I. Renaud GarciaFons (Kontrabass), David Pena Dorantes (Klavier)
20:00 Stadthalle Emily Newton (Sopran), Philharmonie Südwestfalen, Gabriel Feltz (Leitung). Wagner: Vorspiel & Liebestod aus „Tristan und Isolde“ , Bruckner: Sinfonie Nr. 7
Dortmund
Bonn
19:00 Konzerthaus Happy Hour – Klassik um Sieben. WDR Sinfonieorchester Köln, Jakub Hruša (Leitung). Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88
19:30 Opernhaus Donizetti: Lucia di Lammermoor
Duisburg
19:30 Sommertheater Goggin: Non(n)sens. Peter Stolle (Leitung)
19:30 Theater b.29. George Balanchine, Martin Schläpfer & Jerome Robbins (Choreografie). Balanchine: Mozartiana, Schläpfer: Konzert für Orchester, Robbins: The Concert
Detmold
Dortmund
19:30 Theater (Opernhaus) Tschaikowsky: Schwanensee. Xing Peng Wang (Choreografie)
Mönchengladbach
19:30 Theater Rhapsodie und Rumba. Robert North (Choreografie) Münster
17:00 Theater (Bühneneingang) Theaterführung Siegen
20:00 Apollo-Theater Emily Newton (Sopran), Philharmonie Südwestfalen, Gabriel Feltz (Leitung). Wagner: Vorspiel & Liebestod aus „Tristan und Isolde“, Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur
3.12. Samstag Bad Salzuflen
19:30 Konzerthalle Aron Leijendeckers & Daniel Townsend (Schlagzeug), Nordwestdeutsche Philharmonie, Markus Huber (Leitung). Werke von Rossini, Dorman & Mendelssohn
Düsseldorf
Duisburg
20:00 Tonhalle Weihnachten klingt gold. German Brass. Werke von Bach, Vivaldi u. a.
19:30 Theater Puccini: Turandot. Wen-Pin Chien (Leitung)
Essen
18:00 Deutsche Oper am Rhein Humperdinck: Hänsel und Gretel
20:00 Rudolf-Oetker-Halle (Kleiner Saal) Martin Herzberg (Klavier)
Gelsenkirchen
Bochum
16:30 Musiktheater im Revier Adventssingen
20:00 Anneliese Brost Musikforum Ruhr Aids Gala. Bochumer Symphoniker, Steven Sloane (Leitung)
19:30 Aalto-Musiktheater Archipel. Jiří Kylián (Choreografie) 20:00 Philharmonie Sol Gabetta (Violoncello), Bertrand Chamayou (Klavier). Beethoven: Cellosonate Nr. 1 FDur op. 5/1, Prokofjew: Cellosonate C-Dur op. 119, Chopin: Cellosonate gMoll op. 65 & Grand duo concertant sur des thèmes de „Robert le diable“
Düsseldorf
Hagen
19:30 theaterhagen Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Regina van Berkel, Young Soon Hue & Ricardo Fernando (Choreografie)
Hagen
Herford
19:30 theaterhagen Lopez/Marx: Avenue Q. Steffen Müller-Gabriel (Leitung), Sascha Wienhausen (Regie)
20:00 Stadtpark Schützenhof Aron Leijendeckers & Daniel Townsend (Schlagzeug), Nordwestdeutsche Philharmonie, Markus Huber (Leitung). Rossini: Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“, Dorman: Spices, Perfumes, Toxins, Mendelssohn: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90
Köln
12:30 Kölner Philharmonie PhilharmonieLunch. Kammermusikensemble des WDR, Sinfonieorchester Köln 19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 2) Janáček: Das schlaue Füchslein. Arne Willimczik (Leitung) 20:00 Kölner Philharmonie Krystian Zimerman (Klavier). Werke von Szymanowski & Schubert 18 West concerti 12.16
Köln
20:00 Kölner Philharmonie WDR Sinfonieorchester Köln, Jakub Hrůša (Leitung). Martinů: Sinfonie Nr. 6 „Fantaisies symphoniques“, Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88
Bielefeld
Bonn
17:00 Thomaskirche Schubert: Winterreise. Claudius Muth (Bass), Peter Bortfeldt (Klavier) 18:00 Opernhaus Mozart: Die Zauberflöte Detmold
15:00 Landestheater Prokofjew: Cinderella. Richard Lowe (Choreografie) Dortmund
18:00 Theater (Opernhaus) Humperdinck: Hänsel und Gretel. Gabriel Feltz (Leitung), Erik Petersen (Regie) Duisburg
19:30 Theater b.29. George Balanchine, Martin Schläpfer & Jerome Robbins (Choreografie)
Düsseldorf
19:30 Deutsche Oper am Rhein Lehár: Der Graf von Luxemburg (Premiere). Lukas Beikircher (Leitung), Jens-Daniel Herzog (Regie) Essen
15:00 Philharmonie (RWE Pavillon) Weihnachtskonzert für Menschen mit Demenz. Shiori Doi, Andreas Hebeler, Michael Hufnagel & Matthias Kamleiter (Posaune). Werke von Rossini, Gershwin & Bruckner 19:00 Aalto-Musiktheater Don Quichotte. Ben Van Cauwenbergh (Choreografie) 19:00 Philharmonie Balthasar-Neumann-Chor, Solisten & Ensemble, Thomas Hengelbrock (Leitung). Mendelssohn: Magnificat D-Dur, Choralkantate „Verleih uns Frieden gnädiglich“, 98. Psalm, Kyrie d-Moll, Choralkantate „Vom Himmel hoch“ & Die Geburt Christi aus „Christus“
20:00 Universität (Hörsaal H1) Artemis Quartett. Janáček: Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate’’, Schumann: Streichquartett A-Dur op. 41/3, Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 5
4.12. Sonntag Aachen
18:00 Theater Gluck: Orphée et Eurydice (Premiere). Justus Thorau (Leitung) Bad Oeynhausen
17:00 Kirche Eidinghausen Wiener Sängerknaben, Manolo Cagnin (Leitung)
Bonn
18:00 Opernhaus Puccini: La Bohème Detmold
16:00 Landestheater (KASCHLUPP!) Die Zauberflöte für Kinder 18:00 Landestheater Let’s Rock. Richard Lowe (Choreografie & Regie) Dortmund
11:00 Theater (Operntreff) Evers: Gold. Michaela Dicu (Regie) 18:00 Theater (Opernhaus) Mozart: Die Zauberflöte Düsseldorf
11:00 Tonhalle Weihnachtssingen. Angela Froemer (Mezzosopran), Kinderchor am Rhein, Kinder- und Jugendchor St. Remigius DüsseldorfWittlaer, Anna-Mareike Vohn & Petra Verhoeven (Leitung)
Bielefeld
17:00 & 20:00 Rudolf-Oetker-Halle (Kleiner Saal) Kammerorchester der Neuen Philharmonie Hamburg
Gelsenkirchen
19:30 Musiktheater im Revier Rota: Der Florentiner Hut. Thomas Rimes (Leitung), Sonja Trebes (Regie)
klassik ganz nah
Hagen
18:00 theaterhagen R. Strauss: Der Rosenkavalier Kempen
20:00 Kulturforum Franziskanerkloster (Paterskirche) Kölner Kammerchor, Collegium Cartusianum, Peter Neumann (Leitung). Werke von Bach, Monteverdi & Strawinsky
neujahr 01.01.2017, 16.00 + 19.00 Uhr Opernhaus Dortmund
Köln
14:00 Staatenhaus am Rheinpark Advent in der Oper 19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 2) Janáček: Das schlaue Füchslein. Arne Willimczik (Leitung) 20:00 Kölner Philharmonie Edmar Castañeda Trio
Gabriel Feltz, Dirigent Pablo Garibay, Gitarre
Marl
Mönchengladbach
19:30 Theater Humperdinck: Hänsel und Gretel (Premiere). Diego MartinEtxebarria (Leitung), Hinrich Horstkotte (Regie) Münster
20:00 Theater Benefiz-Tanzgala zugunsten der Aidshilfe Münster e.V. Solistinnen & Solisten des Ballett Zürich, Introdans, Het Nationale Ballett, Dresden SemperOper Ballett, Staatsballett Berlin, Gauthier Dance, Das Ballett im Revier, Ballett der Staatsoper Ankara, TanzTheaterMünster Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de
viva españa! philharmoniker.theaterdo.de doklassik.de Tickets 0231 / 50 22 442
fotos magdalena spinn, privat und rainer sturm/pixelio.de
19:00 Stadttheater Weill: Tom Sawyer und Huckleberry Finn
concerti 12.16 West 19
Klassikprogramm
Tipp
19:00 Beethoven-Haus (Kammermusiksaal) Offene Bühne I
18:30 Deutsche Oper am Rhein Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor. Lukas Beikircher (Leitung)
Dortmund
Essen
16:30 Aalto-Musiktheater Wagner: Lohengrin (Premiere). Tomáš Netopil (Leitung), Tatjana Gürbaca (Regie) 17:00 Philharmonie Isabelle Faust (Violine & Leitung), Mahler Chamber Orchestra. Mendelssohn: Die Hebriden & Violinkonzert e-Moll, Bach: Contrapunctus 1 & 3 aus „Die Kunst der Fuge“ BWV 1080, Schumann: Fantasie C-Dur op. 131 & Streichquartett Nr. 1 a-Moll Gelsenkirchen
16:00 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Kassies: Schaf (Premiere). Askan Geisler (Leitung), Katrin Sedlbauer (Regie) 18:00 Musiktheater im Revier Bock: Anatevka. Yura Wang (Leitung), Peter Hailer (Regie) Gütersloh
Bonn
5.12. montag
20:00 Zeughaus Neuss Elbipolis Barockorchester Hamburg. Lalande: Caprice de Villers-Cottêrets, Troisième Suite pour les soupers du Roy, La grande pièce royale & Caprice que le Roy demandoit souven, Leopold I.: Aria Nono, Balletto à 4 di Sua M. C. fatto li 5. di Marzo l’Anno 1685 & Aria Quinta, Bach: Ouverture I, Richter: Sonata à 7 Grenzüberschreitende Traditionalisten: Als Barockorchester ist das Hamburger Ensemble Elbipolis der alten Musik verpflichtet, experimentieren aber gerne mit neuen und ungewöhnlichen Konzertformen, um das jüngere Publikum für ihre Musik zu begeistern.
19:00 Konzerthaus Konzertkino – Legenden des Taktstocks. Ulrich Schardt (Moderation). Leonard Bernstein dirigiert Bruckners Sinfonie Nr. 9 d-Moll 20:00 Orchesterzentrum NRW Anna Heygster (Violoncello), Markus Beul (Violoncello), Tatiana Prushinskaya (Klavier). Beethoven: Klaviertrio EsDur op. 1/1, Rachmaninow: Klaviertrio élégiaque Nr. 1, Brahms: Klaviertrio H-Dur op. 8 Essen
19:00 Philharmonie Berlin Philharmonic Brass. Werke von Händel, Bach, Dowland, Mozart, Bruckner u. a. Köln
20:00 Kölner Philharmonie Alban Gerhardt (Violoncello), Berliner Barock Solisten, Daniel Gaede (Violine & Leitung). Werke von Albinoni, Vivaldi, Corelli, Geminiani & Gallo
11:00 Theater (Studiobühne) Fidolino - Sternengleiter. Claudia Runde (Leitung)
Mönchengladbach
Neuss
11:00 & 15:00 Theater Pinocchio. Robert North (Choreografie)
Köln
11:00 Theater (Studio) Emir Imerov & Christoph Schlomberg (Violine), Natascha Krumik (Viola), Silke Frantz (Violoncello), Indira Farabi (Klavier). Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 & Klavierquintett g-Moll op. 57
20:00 Zeughaus Elbipolis Barockorchester Hamburg Weitere Infos siehe Tipp
11:00 Flora (Festsaal) Florakonzert01. Talia Or (Sopran), Dylan Naylor (Violine), Toshiko Tamayo (Violine), Maria Scheid (Viola), Alvaro Palmen (Viola), Bonian Tian & Georg Heimbach (Violoncello). Weigl: Ein Stelldichein, Schönberg: Verklärte Nacht, Brahms: Streichsextett Nr. 2 G-Dur 11:00 Kölner Philharmonie Lisa Larsson (Sopran), Daniel Rothert & Philipp Spätling (Blockflöte), Kölner Kammerorchester, Jan Willem de Vriend (Leitung). Werke von Corelli, Mozart, Vivaldi & Haydn 16:00 Kölner Philharmonie Holger Gehring (Orgel), Dresdner Trompeten Consort, Mathias Schmutzler (Trompete & Leitung). Werke von Telemann, Bach, Händel u. a. 18:00 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Bernstein: Candide (Premiere). Benjamin Shwartz (Leitung), Adam Cooper (Regie) 20:00 Kölner Philharmonie Artemis Quartett. Werke von Janáček, Schumann & Schostakowitsch
Münster
19:00 Theater Verdi: Falstaff. Fabrizio Ventura (Leitung), Ulrich Peters (Regie) Remscheid
11:15 Teo Otto Theater Hänsel und Gretel. Uwe Sommer-Sorgente (Erzähler), Bergische Symphoniker, Peter Kuhn (Leitung) Wuppertal
11:00 Historische Stadthalle Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones (Leitung), Christian Schruff (Moderation). Tschaikowsky: Der Nussknacker (Auszüge)
5.12. Montag
Leverkusen
Bielefeld
11:00 Schloss Morsbroich Wintermärchen. Ensemble con Marimba. Werke von Tschaikowsky u. a.
19:30 Rudolf-Oetker-Halle BenefizRudelsingen. Weihnachtslieder aus aller Welt
20 West concerti 12.16
6.12. Dienstag Dortmund
20:00 Konzerthaus Stephen Tharp (Orgel). Carter: Toccata über „Veni Emmanuel“, Mendelssohn: Ouvertüre zu „Paulus“, Baker: Berceuse-Paraphrase & Toccata-Gigue über „Sussex Carol“, Bunk: Pastorale op. 54, Tschaikowsky: Nussknacker-Suite (Auszüge), Langlais: Ave Maria & Ave Maris Stella op. 5, Cochereau/Lombard: Variations sur un Noël Gelsenkirchen
16:00 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Kassies: Schaf. Askan Geisler (Leitung), Katrin Sedlbauer (Regie) Köln
19:00 Museum für Angewandte Kunst Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Die Rheinsänger Leverkusen
19:30 Erholungshaus Sharon Kam (Klarinette), Bayer-Philharmoniker, Bernhard Steiner (Leitung). Mozart: Ouvertüre zu „La Clemenza di Tito“ KV 621 & Klarinettenkonzert A-Dur KV 622, Steingen: Opus Magnum, Sibelius: Finlandia
Foto: Friedrun Reinhold
16:00 Museum Kunstpalast Robert Schumann Saal Soiree. Studierende der Robert Schumann Hochschule
Münster
19:30 Theater Mozart: Die Zauberflöte. Fabrizio Ventura (Leitung)
7.12. Mittwoch Detmold
19:30 Heilig-Kreuz-Kirche Konzert zum 100. Todestag von Reger. UlrikeAnima Mathé (Violine), Tomasz A. Nowak (Orgel) Dortmund
18:00 Theater (Opernhaus) Humperdinck: Hänsel und Gretel. Gabriel Feltz (Leitung), Erik Petersen (Regie) Duisburg
20:00 Philharmonie Mercatorhalle Nikita Boriso-Glebsky (Violine), Roland Maria Stangier (Orgel), Duisburger Philharmoniker, Giordano Bellincampi (Leitung). Ligeti: Atmosphères, Bartók: Violinkonzert Nr. 1, R. Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
20:00 Philharmonie Thomas Hampson (Bariton), Amsterdam Sinfonietta. Beethoven: An die ferne Geliebte op. 98, Schreker: Intermezzo op. 8, Eisler: Ernste Gesänge, Elgar: Introduction and Allegro op. 47, Butterworth/Williams: From a shropshire lad (Auszüge), Bridge: Lament, Foster/van Klaveren: Ah! May the red rose live always, Moore. Oft in the stilly night & The minstel boy
Paderborn
19:30 PaderHalle Aron Leijendeckers & Daniel Townsend (Schlagzeug), Nordwestdeutsche Philharmonie, Markus Huber (Leitung). Rossini: Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“, Dorman: Spices, Perfumes, Toxins, Mendelssohn: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90
8.12. Donnerstag
Gütersloh
Aachen
19:30 Theater Mozart: Don Giovanni. Werner Seitzer (Leitung)
19:30 Theater Verdi: Macbeth
Köln
19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Bernstein: Candide. Benjamin Shwartz (Leitung), Adam Cooper (Regie) 20:00 Kölner Philharmonie Moskauer Kathedralchor
Bochum
20:00 Anneliese Brost Musikforum Ruhr BoSy Symphonie 2: Ein Heldenleben. Kit Armstrong (Klavier), Bochumer Symphoniker, Steven Sloane (Leitung). Grieg: Klavierkonzert a-Moll, R. Strauss: Ein Heldenleben Bonn
Mönchengladbach
19:30 Opernhaus Puccini: La Bohème Dortmund
19:30 Deutsche Oper am Rhein Mozart: Die Zauberflöte
19:30 Theater Humperdinck: Hänsel und Gretel. Diego Martin-Etxebarria (Leitung), Hinrich Horstkotte (Regie)
Essen
Münster
19:30 Theater (Opernhaus) Mozart: Die Zauberflöte. Gabriel Feltz (Leitung), Stefan Huber (Regie)
19:30 Aalto-Musiktheater Rossini: Il barbiere di Siviglia
17:00 Theater (Bühneneingang) Theaterführung
20:00 Konzerthaus Aleksey Igudesman (Violine), Hyung-ki Joo (Klavier)
Düsseldorf
francis poulenc
la voix Humaine Herzog blaubarts burg béla bartók
Wiederaufnahme – Doppelabend ab 13. Januar 2017 tHeaterkasse 0221.221 28400 | www.oper.koeln
Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de
concerti 12.16 West 21
Klassikprogramm
Bielefeld
20:00 Philharmonie Mercatorhalle Nikita Boriso-Glebsky (Violine), Roland Maria Stangier (Orgel), Duisburger Philharmoniker, Giordano Bellincampi (Leitung). Ligeti: Atmosphères, Bartók: Violinkonzert Nr. 1, R. Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
20:00 Rudolf-Oetker-Halle Reinhold Friedrich (Trompete), Matthias Lingenfelder (Violine), Jens Oppermann (Violine), Bielefelder Philharmoniker, Alexander Kalajdzic (Leitung) Weitere Infos siehe Tipp
Düsseldorf
19:30 Deutsche Oper am Rhein Lehár: Der Graf von Luxemburg Essen
19:30 Aalto-Musiktheater Archipel. Jiří Kylián (Choreografie) 20:00 Philharmonie Russische Weihnacht. Moskauer Kathedralchor, Nikolay Azarov (Leitung) Hagen
19:30 theaterhagen Kálmán: Die Csárdásfürstin
Detmold
16:00 Landestheater (KASCHLUPP!) Die kleine Hexe 19:30 Landestheater Kálmán: Die Csárdásfürstin (Premiere). György Mészáros (Leitung), Wolf Widder (Regie) Dortmund
19:30 Theater (Opernhaus) Tschaikowsky: Schwanensee. Xing Peng Wang (Choreografie) Duisburg
Köln
19:30 Theater Puccini: Turandot
12:30 Kölner Philharmonie PhilharmonieLunch. Gürzenich-Orchester Köln, François-Xavier Roth (Leitung) 20:00 Kölner Philharmonie London Brass. Werke von Bach, Corelli u. a.
Duisburg
Wuppertal
19:30 Deutsche Oper am Rhein b.26. August Bournonville, Antony Tudor & Terence Kohler (Choreografie). Bournonville: Bournonville Divertissement, Tudor: Dark Elegies, Kohler: ONE
19:30 Historische Stadthalle Wiener Sängerknaben, Manolo Cagnin (Leitung)
9.12. Freitag Aachen
19:30 Theater Bock: Anatevka. Justus Thorau (Leitung)
Tipp
19:30 Salvatorkirche Wiener Sängerknaben, Manolo Cagnin (Leitung) Düsseldorf
20:00 Tonhalle (Helmut-HentrichSaal) Na hör’n Sie mal. notabu.ensemble neue musik Essen
18:00 Aalto-Musiktheater Wagner: Lohengrin. Tomáš Netopil (Leitung) Gelsenkirchen
16:00 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Das Mädchen mit den Schwefelhölzern. Kevin O’Day (Choreografie) 9.12. freitag
20:00 Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld Reinhold Friedrich (Trompete), Matthias Lingenfelder & Jens Oppermann (Violine), Bielefelder Philharmoniker, Alexander Kalajdzic (Leitung). M. Haydn: Trompetenkonzert D-Dur, Schnittke: MozArt à la Haydn, J. Haydn: Trompetenkonzert Es-Dur, Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur Frühe Entscheidung: Schon im zarten Alter von sieben Jahren teilte Reinhold Friedrich seinen Eltern den Berufswunsch mit –„Trompeter“! Welch‘ Weitsicht ...
22 West concerti 12.16
16:30 Musiktheater im Revier Adventssingen Köln
19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Bernstein: Candide. Benjamin Shwartz (Leitung), Adam Cooper (Regie) 20:00 Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud (Stiftersaal) Jean-François Heisser (Klavier), Ulrike Schäfer (Violoncello), Bruno Feldkircher (Trompete), Demetrius Polyzoides & Elisabeth Polyzoides (Violine), Daniel Raabe (Violoncello), Johannes Seidl (Kontrabass). Saint-Saëns: Cellosuite & Septett Es-Dur, Manoury: Trois Études (DEA)
20:00 Kölner Philharmonie Pekka Kuusisto (Violine), Lily Francis (Viola), Nicolas Altstaedt (Violoncello), Knut Erik Sundquist (Kontrabass), Alexander Lonquich (Klavier). Schubert: Klavierquintett „Forellenquintett“ Leverkusen
16:00 Erholungshaus Schneewitchen und die sieben Zwerge. Bernd Lanzke (Choreografie) Paderborn
19:30 Kirche St. Heinrich Bach: Weihnachtsoratorium IV-VI. Städtischer Musikverein Paderborn, Marbod Kaiser (Leitung) Siegen
20:00 Apollo-Theater Weihnachtskonzert. Philharmonie Südwestfalen, Charles Olivieri-Munroe (Leitung)
10.12. Samstag Bielefeld
20:00 Rudolf-Oetker-Halle (Kleiner Saal) Verdi-Nacht. Solisten der Deutschen Oper, Staatsoper und Komischen Oper Berlin Bonn
19:30 Opernhaus Donizetti: Lucia di Lammermoor Dortmund
18:00 Konzerthaus Weihnachtskonzert der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund 19:30 Theater (Opernhaus) Lloyd Webber: Sunset Boulevard Duisburg
18:00 Theater Humperdinck: Hänsel und Gretel. Axel Kober (Leitung) Düsseldorf
19:30 Deutsche Oper am Rhein Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor. Lukas Beikircher (Leitung) 20:00 Tonhalle Camerata Louis Spohr, Bernd Peter Fugelsang (Leitung). Spohr: Konzertouvertüre D-Dur „Im ernsten Stil“, Respighi: Pini di Roma, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 „Pathétique“ Essen
18:00 Villa Hügel Familienkonzert: Von Kindern und Wundern. Folkwang Kammerorchester, Johannes Klumpp (Leitung), Juri Tetzlaff (Moderation). Mozart: Variationen über „Ah, vous dirai-je Maman“ KV 265, Vivaldi: Konzert für zwei Violoncelli RV 531, Holst: St. Paul’s Suite op. 29 /2
Foto: Rosa Frank
Duisburg
19:00 Aalto-Musiktheater Prokofjew: Die Liebe zu den drei Orangen 19:00 Philharmonie Weihnachtskonzert. Migena Gjata (Sopran), Jörg Dürmüller (Tenor), Marcel Rosca (Bass), Jürgen Kursawa (Orgel), Blechbläserquartett „Classic Brass Ruhr“, Bergische Symphoniker, Essener Damenchor, Frauenchor Hochdahl 1942, Polizeichor Essen, Stephan Peller (Leitung) Gelsenkirchen
19:30 Musiktheater im Revier Bock: Anatevka. Yura Wang (Leitung) Hagen
19:30 theaterhagen Tanzquartett. Marco Goecke, Raimondo Rebeck, Cayetano Soto & Ricardo Fernando (Choreografie) Hamm
19:30 Kurhaus Goggin: Non(n)sens. Herdorf
20:00 Hüttenhaus Vivaldi im Advent. Camerata Villa Musica, Christian Rieger (Cembalo & Leitung) Iserlohn
METROPOLITAN OPERA LIVE: L’AMOUR DE LOIN NUR AM SAMSTAG, 10.12. UM 19 UHR
20:00 Parktheater Ich, Judas. Ben Becker (Schauspiel) Köln
14:00 Staatenhaus am Rheinpark Advent in der Oper
Der musikalische Durchbruch der finnischen Komponistin Kaija Saariaho erobert die Met – eine Entdeckung!
18:00 Flora Wiener Sängerknaben, Manolo Cagnin (Leitung) 18:00 Kölner Philharmonie Händel with care. Ruby Hughes (Sopran), Ian Bostridge (Tenor), WDR Rundfunkchor Köln, WDR Sinfonieorchester Köln, Stefan Parkman (Leitung) Krefeld
19:30 Theater Festliche Operngala: Und es leuchten die Sterne. Mitglieder des Musiktheaterensembles & des Opernstudios, Niederrheinische Sinfoniker, Mihkel Kütson (Leitung)
Infos und Karten unter cinestar.de
11.12. Sonntag Aachen
18:00 Theater Verdi: Macbeth
Münster
Bielefeld
19:30 Theater (U2) Benatzky: Liebe im Schnee
11:00 Rudolf-Oetker-Halle Reinhold Friedrich (Trompete), Matthias Lingenfelder & Jens Oppermann (Violine), Bielefelder Philharmoniker, Alexander Kalajdzic (Leitung)
Steinfurt
20:00 Bagno-Konzertgalerie Michael Endres (Klavier). Schubert: Impromptus op. 90 D 899 & Liedtranskriptionen, Gershwin: Songbook (Auszüge) & Rhapsody in Blue Wuppertal
20:00 Opernhaus Reich/Korot: Three Tales. Jonathan Stockhammer (Leitung), Berthold Schneider (Regie)
18:00 Rudolf-Oetker-Halle Händel with care. Ruby Hughes (Sopran), Ian Bostridge (Tenor), WDR Rundfunkchor Köln, WDR Sinfonieorchester Köln, Stefan Parkman (Leitung). Auszüge aus Händels Feuerwerksmusik, Messias, Judas Maccabaeus, Xerxes & Rinaldo
Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de
Bochum
18:00 Anneliese Brost Musikforum Ruhr (Kleiner Saal) BoSy Camera. Kit Armstrong (Klavier), artTone Trio, Bläsersolisten der Bochumer Symphoniker. Mozart: Klavierquartett g-Moll KV 478 & Quintett für Klavier und Bläser Es-Dur KV 452 Bonn
18:00 Beethoven-Haus (Kammermusiksaal) Young Stars III. Simone Drescher (Violoncello), Frank Dupree (Klavier). Brahms: Cellosonate F-Dur, Dutilleux: Trois Strophes sur le nom de Sacher, Daigger: Neues Werk für Simone Drescher, Schostakowitsch: Cellosonate d-Moll op. 40 18:00 Opernhaus Mozart: Don Giovanni (Premiere) concerti 12.16 West 23
Klassikprogramm
16:00 Landestheater (KASCHLUPP!) Die Zauberflöte für Kinder Dortmund
11:00 & 16:00 Konzerthaus Weihnachtskonzert der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund 15:00 & 19:00 Theater (Opernhaus) Tschaikowsky: Schwanensee. Xing Peng Wang (Choreografie) Duisburg
11:00 & 15:00 Theater (Opernfoyer) Weihnachten in Lied und Wort. blechDACH Düsseldorf
11:00 Deutsche Oper am Rhein (Foyer) Liedermatinee zur Weihnachtszeit. Stephen Harrison (Klavier) 11:00 Palais Wittgenstein Das symphonische Palais. Christiane Tétard (Flöte), Andreas Boege (Oboe), An dreas Oberaigner (Klarinette), Georg Stump (Klarinette), Katharina Groll (Fagott), Caroline Kabuss (Horn). Mozart: Orgelwalzen & Andante F-Dur KV 616 „Für eine Walze in eine kleine Orgel“, Danzi: Bläserquintett g-Moll op. 56/2, Taffanel: Bläserquintett g-Moll, Janáček: Mládí 15:00 Deutsche Oper am Rhein Lehár: Der Graf von Luxemburg 16:30 Tonhalle Ehring geht ins Konzert: Auf der Couch mit Brahms. Breslauer Kammerorchester, Hartmut Rohde (Viola & Leitung), Christian Ehring (Moderation). Kilar: Orawa, Hummel: Fantasie für Viola und Orchester, Weber: Andante und Rondo ungarese cMoll, Brahms: Streichsextett Nr. 2 GDur 17:00 Museum Kunstpalast Robert Schumann Saal erstKlassik! Quatuor Ebène Weitere Infos siehe Tipp Essen
14:00 Lichtburg Folkwang Kammerorchester, Johannes Klumpp (Leitung & Moderation). Mendelssohn: Streichersinfonie Nr. 5 B-Dur, Mozart: Variationen über „Ah, vous dirai-je Maman“ KV 265, Bach: Brich an Du schönes Morgenlicht, Weihnachtslied „Maria durch ein Dornwald ging” 15:00 & 19:30 Philharmonie Migena Gjata (Sopran), Jörg Dürmüller (Tenor), Marcel Rosca (Bass), Jürgen Kursawa (Orgel), Blechbläserquartett „Classic Brass Ruhr“, Bergische Symphoniker, Essener Damenchor, Frauenchor Hochdahl 1942, Polizeichor Essen, Stephan Peller (Leitung). Werke von Händel, Homilius, Mozart u. a. 24 West concerti 12.16
16:30 Aalto-Musiktheater Wagner: Lohengrin. Tomáš Netopil (Leitung) Gelsenkirchen
16:00 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Das Mädchen mit den Schwefelhölzern. Kevin O’Day (Choreografie) 18:00 Musiktheater im Revier Rota: Der Florentiner Hut. Thomas Rimes (Leitung), Sonja Trebes (Regie) Höxter
17:00 Kloster Corvey (Abteikirche) Antonia Bourvé (Sopran), Nordwestdeutsche Philharmonie, Simon Gaudenz (Leitung). Nicolai: Weihnachtsouvertüre, Mozart: Exsultate Jubilate, Humperdinck: Ouvertüre zu „Hänsel und Gretel“, Cornelius: Lieder zur Weihnacht, Tschaikowsky: Nussknacker-Suite Köln
11:00 Kölner Philharmonie JeanFrançois Heisser (Klavier), Daniel Roth (Orgel), Gürzenich-Orchester Köln, François-Xavier Roth (Leitung). Saint-Saëns: Danse macabre g-Moll, Klavierkonzert Nr. 5 F-Dur & Sinfonie Nr. 3 c-Moll „Orgelsinfonie“ 11:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 3) Hoffmann: Die Heinzelmännchen zu Köln (UA). Rainer Mühlbach (Leitung), Brigitta Gillessen (Regie) 16:00 Kölner Philharmonie Horácio Ferreira (Klarinette), Dávid Bekker (Klavier). Werke von Martinů, Debussy, Brahms, Mantovani, Hakola u. a. 18:00 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Bernstein: Candide. Benjamin Shwartz (Leitung), Adam Cooper (Regie) 20:00 Kölner Philharmonie Eric Bibb & 33 Strings
Wuppertal
11:00 Historische Stadthalle Pavel Berman (Violine), Sinfonieorchester Wuppertal, Jonathan Stockhammer (Leitung). Sibelius: Karelia-Suite & Violinkonzert d-Moll, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36 18:00 Opernhaus Reich/Korot: Three Tales. Jonathan Stockhammer (Leitung), Berthold Schneider (Regie)
12.12. Montag Bonn
19:30 Opernhaus Tschaikowsky: Schwanensee 20:00 Beethoven-Haus (Kammermusiksaal) Daniel Hope (Violine), Sebastian Knauer (Klavier). Brahms: Scherzo aus „FAE-Sonate“ & Violinsonate Nr. 1 G-Dur, C. Schumann: Romanze op. 22/1, Pärt: Darf ich …, Joachim: Romanze op. 2/1, Beethoven: Violinsonate A-Dur „Kreutzer-Sonate“ Detmold
17:00 Rathaus (Sitzungssaal) Die Zauberflöte für Kinder Dortmund
18:30 Orchesterzentrum NRW Kopfnoten – Eine kleine Geschichte der Sinfonie. Michael Stegemann (Vortrag) 19:00 Konzerthaus Dortmunder Philharmoniker, Ingo Martin Stadtmüller (Leitung), Marc Romboy (DJ), Namito (Operator) Duisburg
20:00 Theater (Opernfoyer) Max Reger zum 100. Todestag. Mathias Feger (Viola), Hubert Weber (Klavier)
Tipp
Mönchengladbach
19:30 Theater Festliche Operngala: Und es leuchten die Sterne. Mitglieder des Musiktheaterensembles & des Opernstudios, Niederrheinische Sinfoniker, Mihkel Kütson (Leitung) Münster
10:30 & 12:00 Theater (Kleines Haus) Kinderkonzert: Max und Moritz. Sinfonieorchester Münster, Thorsten Schmid-Kapfenburg (Leitung), Hartwig Maag (Moderation) 19:00 Theater Mozart: Die Zauberflöte. Fabrizio Ventura (Leitung) Remscheid
16:00 Teo Otto Theater Weihnachtliches Jazz-Konzert. Les Searle’s Meisterswingers
11.12. sonntag
17:00 Museum Kunstpalast Robert Schumann Saal Düsseldorf erstKlassik! Quatuor Ebène. Beethoven: Streichquartett B-Dur op. 18/6, Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10, Jazz und Crossover Crossover? Mitnichten: Diese Vier spielten schon zu Schulzeiten in Rock-, Pop und Funkbands! Da klingt auch der Jazz-Ausflug aus 2014 mit Stacey Kent ganz natürlich.
Fotos: Julien Mignot, Giorgia Bertazzi
Detmold
Düsseldorf
20:00 Tonhalle Denis Matsuev (Klavier). Tschaikowsky: Die Jahreszeiten op. 37a, Schumann: Kreisleriana, Strawinsky: Drei Sätze aus „Petruschka“
Tipp
Erkelenz
20:00 Stadthalle Xin Wang & Florian Koltun (Klavier), Sinfonieorchester Aachen, Kazem Abdullah (Leitung). Humperdinck: Ouvertüre zu „Hänsel und Gretel“, Mozart: Konzert für zwei Klaviere Es-Dur KV 365, Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90 Gelsenkirchen
19:30 Musiktheater im Revier Wunschkonzert. Matthias Kirschnereit (Klavier), Neue Philharmonie Westfalen, Johannes Wildner (Leitung) Köln
11:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 3) Hoffmann: Die Heinzelmännchen zu Köln 20:00 Kölner Philharmonie JeanFrançois Heisser (Klavier), Daniel Roth (Orgel), Gürzenich-Orchester Köln, François-Xavier Roth (Leitung). Saint-Saëns: Danse macabre g-Moll, Klavierkonzert Nr. 5 F-Dur & Sinfonie Nr. 3 c-Moll „Orgelsinfonie“ Leverkusen
19:30 Erholungshaus Tamar Beraia & Nadia Beraia (Klavier). Mozart: Sonate für zwei Klaviere D-Dur KV 448, Ravel: Ma mère l’Oye & La Valse, Rachmaninow: Suite Nr. 2 op. 17, Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 2 cis-Moll Wuppertal
20:00 Historische Stadthalle Pavel Berman (Violine), Sinfonieorchester Wuppertal, Jonathan Stockhammer (Leitung). Sibelius: Karelia-Suite & Violinkonzert d-Moll op. 47, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36
13.12. Dienstag Bonn
19:30 Opernhaus Tschaikowsky: Schwanensee Coesfeld
19:30 Konzerttheater Prokofjew: Cinderella. Richard Lowe (Choreografie) Detmold
19:30 Konzerthaus Aron Leijendeckers & Daniel Townsend (Schlagzeug), Nordwestdeutsche Philharmonie, Markus Huber (Leitung). Rossini: Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“, Dorman: Spices, Perfumes, Toxins, Mendelssohn: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90
13.12. dienstag
20:00 Seidenweberhaus Krefeld Julian Steckel (Violoncello), Niederrheinische Sinfoniker, Mihkel Kütson (Leitung). Vasks: Musica adventus, Gulda: Konzert für Violoncello und Blasorchester, Pann: Slalom, Tschaikowsky: Nussknacker-Suite op. 71a Olympia-Träume: Einst hatte Julian Steckel als Leichtathlet bei den Olympischen Spielen (auf-)laufen wollen – stattdessen lässt er sich heute auf der Konzertbühne feiern. Duisburg
20:00 Franz Haniel Akademie (Auditorium) 1. Haniel Akademie-Konzert. Arparlando. Werke von Händel, Tschaikowsky, Renié, Debussy u. a. Düsseldorf
19:30 Deutsche Oper am Rhein Lehár: Der Graf von Luxemburg 20:00 Tonhalle Amsterdam Baroque Orchestra & Choir, Ton Koopman (Leitung). Bach: Weihnachtsoratorium I & III, Kantaten „Dazu ist erschienen der Sohn Gottes“ BWV 40 & „Sie werden aus Saba alle kommen“ BWV 65 Essen
15:00 & 17:00 Aalto-Musiktheater Rotkäppchen und der Aufschneider 20:00 Philharmonie Classic meets Cuba. Klazz Brothers & Cuba Percussion, Gütersloh
18:30 Theater Lingling Yu (Pipa), Ming Zeng (Dizi) Hagen
20:00 Stadthalle Kolja Blacher (Violine & Leitung), philharmonisches orchesterhagen. Mozart: Sinfonie Nr. 38 „Prager“, Mendelssohn: Violinkonzert e-Moll, Beethoven: Sinfonie Nr. 4 Kleve
20:00 Stadthalle Wie schön leuchtet der Morgenstern. Harmonie Universelle, Florian Deuter & Mónica Waismann (Violine & Leitung). Werke von Biber, Schmelzer, Buxtehude, Praetorius u. a.
Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de
Köln
11:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 3) Hoffmann: Die Heinzelmännchen zu Köln 20:00 Deutschlandfunk (Kammermusiksaal) Busch Trio. Henze: Kammersonate, Beethoven: Klaviertrio B-Dur op. 97 „Erzherzogtrio“, Tschaikowsky: Klaviertrio a-Moll op. 50 20:00 Kölner Philharmonie JeanFrançois Heisser (Klavier), Daniel Roth (Orgel), Gürzenich-Orchester Köln, François-Xavier Roth (Leitung). Werke von Saint-Saëns Krefeld
20:00 Seidenweberhaus Julian Steckel (Violoncello), Niederrheinische Sinfoniker, Mihkel Kütson (Leitung) Weitere Infos siehe Tipp Münster
19:30 Theater Daniel Müller-Schott (Violoncello), Sinfonieorchester Münster, Fabrice Bollon (Leitung). Sani: SEASCAPE IX – MÜNSTER (UA), Prokofjew: Cellokonzert e-Moll, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Recklinghausen
19:30 Ruhrfestspielhaus Wunschkonzert. Matthias Kirschnereit (Klavier), Neue Philharmonie Westfalen, Johannes Wildner (Leitung)
14.12. Mittwoch Bonn
19:30 Opernhaus Tschaikowsky: Schwanensee Detmold
19:30 Heilig-Kreuz-Kirche Offenes Singen. Studierende der HfM Detmold 19:30 Landestheater Kálmán: Die Csárdásfürstin Dortmund
19:30 Theater (Opernhaus) Mozart: Die Zauberflöte Duisburg
18:00 Theater Tarkmann/Schade: Der Zwerg Nase (UA). Christoph Breidler (Leitung) Düsseldorf
18:00 Deutsche Oper am Rhein Lange:Die Schneekönigin Hagen
19:30 theaterhagen Kálmán: Die Csárdásfürstin Iserlohn
20:00 Parktheater Verdi: Nabucco. Festspieloper Prag concerti 12.16 West 25
Klassikprogramm
19:30 Konzertaula Wunschkonzert. Matthias Kirschnereit (Klavier), Neue Philharmonie Westfalen, Johannes Wildner (Leitung)
Tipp
Mönchengladbach
20:00 Theater (Konzertsaal) Julian Steckel (Violoncello), Niederrheinische Sinfoniker, Mihkel Kütson (Leitung). Werke von Vasks, Gulda, Pann & Tschaikowsky Münster
19:30 Theater Daniel Müller-Schott (Violoncello), Sinfonieorchester Münster, Fabrice Bollon (Leitung). Werke von Sani, Prokofjew & Tschaikowsky
11:00 Opernhaus Prokofjew: Die Liebe zu den drei Orangen 16.12. freitag
20:00 Philharmonie Essen Ronald Brautigam (Klavier), Essener Philharmoniker, Reinhard Goebel (Leitung). Mozart: Chaconne aus „Idomeneo“, Beethoven: Klavierkonzert D-Dur op. 61a, Haydn: Sinfonie Nr. 101 D-Dur Seine Eltern wollten kein Wunderkind aus ihm machen, steckten den Reinhard lieber in die Sandkiste. Goebel lernte dort fürs Leben: „Wegschubsen, sich durchsetzen.“
19:30 Teo Otto Theater Nicolas Altstaedt (Violoncello), Bergische Symphoniker, Peter Kuhn (Leitung). Saygun: Cellokonzert op. 74, Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
20:00 Philharmonie Ronald Brautigam (Klavier), Essener Philharmoniker, Reinhard Goebel (Leitung). Werke von Mozart, Beethoven & Haydn 20:00 Villa Hügel Weihnachtskonzert. Folkwang Kammerorchester, Johannes Klumpp (Leitung). Werke von Mozart, Vivaldi, Bach, Mendelssohn & Holst
Wuppertal
Gelsenkirchen
19:30 Opernhaus Prokofjew: Die Liebe zu den drei Orangen
16:30 Musiktheater im Revier Adventssingen 19:30 Musiktheater im Revier Prosperos Insel. Bridget Breiner (Choreografie)
Remscheid
15.12. Donnerstag Aachen
19:30 Theater Bock: Anatevka. Justus Thorau (Leitung) Bochum
20:00 Anneliese Brost Musikforum Ruhr (Kirche) BoSyBones Detmold
15:00 Landestheater Kálmán: Die Csárdásfürstin Dortmund
19:30 Theater (Opernhaus) Tschaikowsky: Schwanensee. Xing Peng Wang (Choreografie) 20:00 Konzerthaus Götz Alsmann: Broadway. Werke von Porter u. a. Düsseldorf
16.12. Freitag Bonn
19:00 World Conference Center Jan Vogler (Violoncello), Martin Stadtfeld (Klavier), Ute Selbig (Sopran), Ezgi Kutlu (Alt), Eric Stokloßa (Tenor), Friedemann Röhlig (Bass), Philharmonischer Chor der Stadt Bonn, Beethoven Orchester Bonn, Christof Prick (Leitung). Beethoven: Messe C-Dur, Cellosonaten Nr. 2 & 5 u. a. 19:30 Opernhaus Lloyd Webber: Evita Detmold
19:30 Konzerthaus Weihnachtskonzert. hfmBRASS, Solisten & Kammerchor der HfM Detmold Dortmund
19:30 Theater (Opernhaus) Mozart: Die Zauberflöte 20:00 Konzerthaus Trio Zimmermann. Bach/Sitkovetsky: GoldbergVariationen BWV 988 Duisburg
19:00 Lehmbruck Museum Nicolas Altstaedt (Violoncello), Katja Heinrich (Sprecherin). Bach: Solosuiten Nr. 1-6
Hagen
Düsseldorf
17:00 theaterhagen (Theatercafé) It’s Tea Time
19:30 Deutsche Oper am Rhein Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor. Axel Kober (Leitung) 20:00 Tonhalle Debashish Battacharya (Indian Slide Guitar), Düsseldorfer Symphoniker, Christian Lindberg (Leitung). Sibelius: Finlandia, Lindberg: Nilofar Garden, Mussorgsky/Ravel: Bilder einer Ausstellung
Köln
12:30 Kölner Philharmonie PhilharmonieLunch. WDR Sinfonieorchester Köln, Christoph Eschenbach (Leitung) 19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Bernstein: Candide. Benjamin Shwartz (Leitung), Adam Cooper (Regie) 20:00 Kölner Philharmonie Chouchane Siranossian (Violine), Anima Eterna Brugge, Jos van Immerseel (Leitung). Beethoven: Ouvertüre zu „Die Geschöpfe des Prometheus“, Violinkonzert & Sinfonie Nr. 7
19:30 Deutsche Oper am Rhein Mozart: Die Zauberflöte
Leverkusen
Essen
Mönchengladbach
19:30 Aalto-Musiktheater Tschaikowsky: Der Nussknacker. Ben Van Cauwenbergh (Choreografie), Yannis Pouspourikas (Leitung)
20:00 Kaiser-Friedrich-Halle Julian Steckel (Violoncello), Niederrheinische Sinfoniker, Mihkel Kütson (Leitung). Werke von Vasks, Gulda u. a.
26 West concerti 12.16
19:30 Rathaus (Festsaal) Kammermusikabend. Werke von Berger, Spohr, Schmid-Kapfenburg & Brahms Wuppertal
Köln
19:30 HFMT Köln (Aula) Abschlusskonzert des Dirigierkurses. Philharmonie Südwestfalen 20:00 Kölner Philharmonie Jeremy Denk (Klavier). Schubert: Fantasie CDur op. 15 D 760 „Wandererfantasie“, Ives: Klaviersonate Nr. 2
Münster
19:30 Erholungshaus KA MA Quartet
Essen
16:00 & 20:00 Villa Hügel Weihnachtskonzert. Folkwang Kammerorchester, Johannes Klumpp (Leitung). Werke von Mozart, Vivaldi, Bach, Mendelssohn & Holst 17:00 Philharmonie Essen Führung 19:30 Aalto-Musiktheater Tschaikowsky: Der Nussknacker. Ben Van Cauwenbergh (Choreografie) 20:00 Philharmonie Ronald Brautigam (Klavier), Essener Philharmoniker, Reinhard Goebel (Leitung) Weitere Infos siehe Tipp
Fotos: Christina Bleier, Ben Ealovega
Kamen
Gelsenkirchen
Detmold
19:30 Musiktheater im Revier Lehár: Die lustige Witwe (Premiere). Rasmus Baumann (Leitung), Sandra Wissmann (Regie)
16:00 Landestheater Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
Köln
15:00 Theater (Opernfoyer) Kaffeehauskonzert
11:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 3) Hoffmann: Die Heinzelmännchen zu Köln 19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 2) Puccini: La Bohème 20:00 Funkhaus Wallrafplatz Weihnachtskonzert. Paul Phoenix (Tenor), WDR Rundfunkchor & Funkhausorchester Köln, Fawzi Haimor (Leitung) Weitere Infos siehe Tipp 20:00 Kölner Philharmonie HannaElisabeth Müller (Sopran), WDR Sinfonieorchester Köln, Christoph Eschenbach (Leitung). Berg: Sieben frühe Lieder, Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur Krefeld
Dortmund
19:30 Theater (Opernhaus) Tschaikowsky: Schwanensee. Xing Peng Wang (Choreografie) 20:00 Konzerthaus Yannick Nézet-Séguin (Klavier) Duisburg
19:30 Theater b.29. George Balanchine, Martin Schläpfer & Jerome Robbins (Choreografie) Düsseldorf
15:00 Deutsche Oper am Rhein (Foyer) Die Zauberflöte für Kinder 18:00 Tonhalle Adventskonzert. Jugendkantorei und Jugendkammerchor St. Margareta, Polizei-Chor Düsseldorf 1958, Duisburger Sinfonietta u. a.
20:00 Seidenweberhaus Julian Steckel (Violoncello), Niederrheinische Sinfoniker, Mihkel Kütson (Leitung). Werke von Vasks, Gulda, Pann & Tschaikowsky
19:30 Deutsche Oper am Rhein Lehár: Der Graf von Luxemburg
Mönchengladbach
Essen
19:30 Theater Rhapsodie und Rumba. Robert North (Choreografie)
16:00 & 20:00 Villa Hügel Weihnachtskonzert. Folkwang Kammerorchester, Johannes Klumpp (Leitung). Werke von Mozart, Vivaldi, Bach, Mendelssohn & Holst
Münster
19:00 Theater Prokofjew: Romeo und Julia. Hans Henning Paar (Choreografie), Stefan Veselka (Leitung)
17.12. Samstag Aachen
19:30 Theater Bock: Anatevka. Justus Thorau (Leitung) Bad Salzuflen
19:30 Konzerthalle Mira Tujakbajewa (Violine), Nordwestdeutsche Philharmonie, Simon Gaudenz (Leitung). Humperdinck: Ouvertüre zu „Hänsel und Gretel“, Brahms: Violinkonzert, Tschaikowsky: Nussknacker-Suite Bielefeld
18:00 Rudolf-Oetker-Halle Großes Weihnachtssingen. Ehemalige Chormitglieder des Bielefelder Kinderchores, Ingrid’s Chor Billerbeck
19:00 Aalto-Musiktheater Rossini: Il barbiere di Siviglia 20:00 Philharmonie Bach: Weihnachtsoratorium I-III & VI. Camilla Tilling (Sopran), Katrin Wundsam (Alt), Mauro Peter (Tenor), Peter Harvey (Bass), Musica Saeculorum, Philipp von Steinaecker (Leitung)
15:00 Kölner Philharmonie Weihnachtskonzert. Polizeichor Köln 19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Zeller: Der Vogelhändler (Premiere). Alexander Rumpf (Leitung) 20:00 Kölner Philharmonie HannaElisabeth Müller (Sopran), WDR Sinfonieorchester Köln, Christoph Eschenbach (Leitung). Berg: Sieben frühe Lieder, Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur Mönchengladbach
11:00 Theater Pinocchio. Robert North (Choreografie) 19:30 Theater Marlene, Judy, Marilyn – Endstation Hollywood (Premiere). Heinz Hox (Leitung), Roland Hüve (Regie) Münster
19:30 Theater Verdi: Falstaff
18.12. Sonntag Bad Oeynhausen
17:00 Kurpark Mira Tujakbajewa (Violine), Nordwestdeutsche Philharmonie, Simon Gaudenz (Leitung). Humperdinck: Ouvertüre zu „Hänsel und Gretel“, Brahms: Violinkonzert, Tschaikowsky: Nussknacker-Suite op. 71 a Bochum
11:00 Anneliese Brost Musikforum Ruhr BoSy Familie 1: Nussknacker und Mäusekönig. Bochumer Symphoniker, Stephanie Riemenschneider (Erzählerin) 18:00 Anneliese Brost Musikforum Ruhr (Kleiner Saal) BoSy Quartett 2. Viktoria Quartett
Tipp
Gelsenkirchen
19:30 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Barlow: Der Messias. Askan Geisler (Leitung) Hagen
19:30 theaterhagen Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Regina van Berkel, Young Soon Hue & Ricardo Fernando (Choreografie) Iserlohn
20:15 Propsteikirche St. Ludgerus Adventskonzert. Kinderchor der Chorakademie Dortmund, Vokalensemble Kölner Dom, Philharmonie Südwestfalen, Charles Olivieri-Munroe (Leitung)
20:00 Parktheater Weihnachtskonzert. Paul Phoenix (Tenor), WDR Rundfunkchor Köln, WDR Funkhausorchester Köln, Fawzi Haimor (Leitung), Katja Ruppenthal (Moderation)
Bonn
Köln
18:00 Opernhaus Mozart: Die Zauberflöte. Mike Millard (Leitung)
14:00 Staatenhaus am Rheinpark Advent in der Oper
Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de
16.12. freitag
20:00 Funkhaus Wallrafplatz Köln Weihnachtskonzert. Paul Phoenix (Tenor), WDR Rundfunkchor Köln, WDR Funkhausorchester Köln, Fawzi Haimor (Leitung). Berlin: White Christmas, Waldteufel: Les Patineurs, Svoboda: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel u. a. Digital coaching: Tenor Paul Phoenix, langjähriges Mitglied der berühmten King‘s Singers, unterrichtet seine Schüler auch Online über Skype.
concerti 12.16 West 27
Klassikprogramm
Bonn
16:00 Opernhaus Mozart: Don Giovanni. Stephan Zilias (Leitung) Dortmund
15:00 Theater (Opernhaus) Humperdinck: Hänsel und Gretel
16:00 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Kassies: Schaf
Düsseldorf
18:00 theaterhagen Adventskonzert. VIVA VOCE, Florian Ludwig (Leitung)
20:00 Tonhalle Debashish Battacharya (Indian Slide Guitar), Düsseldorfer Symphoniker, Christian Lindberg (Leitung). Werke von Sibelius, Lindberg & Mussorgsky/Ravel
Hagen
Kempen
Gütersloh
18:00 Konzerthaus Jan Lisiecki (Klavier), London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski (Leitung). Glinka: Walzer-Fantasie h-Moll, Chopin: Klavierkonzert Nr. 1, Rachmaninow: Sinfonie Nr. 1
18:00 Kulturforum Franziskanerkloster (Paterskirche) Markus Becker (Klavier). Werke von Reger, Brahms, Haydn & Schumann
18:00 Theater Weihnachtskonzert. Musikschule Kreis Gütersloh e.V.
Duisburg
11:00 Kölner Philharmonie ohrenauf!-Familienkonzert. Annika Treutler (Klavier), Gürzenich-Orchester Köln, Corinna Niemeyer (Leitung), Catharina Starken & Patrick Hahn (Moderation)
15:00 Theater Puccini: Turandot Düsseldorf
11:00 Tonhalle (Helmut-HentrichSaal) Kopfkino. Mussorgsky/Ravel: Bilder einer Ausstellung 11:00 Tonhalle Debashish Battacharya (Indian Slide Guitar), Düsseldorfer Symphoniker, Christian Lindberg (Leitung). Sibelius: Finlandia, Lindberg: Nilofar Garden, Mussorgsky/Ravel: Bilder einer Ausstellung 17:00 Museum Kunstpalast Robert Schumann Saal Miroslav Nemec & Udo Wachtveitl (Rezitation), Streichquintett des Radio-Sinfonieorchesters des SWR. Šima: Weihnachtsgeschichten-Suite, Dickens: Eine Weihnachtsgeschichte
Köln
18:00 Kölner Philharmonie Bach: Weihnachtsoratorium. Anna Dennis (Sopran), Robin Blaze (Countertenor), Jeremy Budd (Tenor), Ashley Riches (Bariton), Choir & Orchestra of the Age of Enlightenment, Masaaki Suzuki (Leitung) 18:00 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 2) Puccini: La Bohème Krefeld
19:30 Theater Mascagni: Cavalleria rusticana & Puccini: Gianni Schicchi Mönchengladbach
18:30 Deutsche Oper am Rhein Humperdinck: Hänsel und Gretel
11:00 Theater Pinocchio. Robert North (Choreografie)
19:30 Maxhaus Konzert der Meisterklasse Gesang Linda Watson
Münster
20:00 Tonhalle The Balsom Ensemble, Alison Balsom (Trompete & Leitung). Werke von Corelli, Purcell, Bach u. a. Essen
11:00 & 16:00 Villa Hügel Weihnachtskonzert. Folkwang Kammerorchester, Johannes Klumpp (Leitung). Werke von Mozart, Vivaldi, Bach, Mendelssohn & Holst 16:00 Philharmonie Essen-Steeler Konzert- und Jugendchor, Vorchor und B-Chor des Essen-Steeler Kinderchores. Gjeilo: Ubi caritas, Willcocks: Herbei, o ihr Gläubigen, Rheinberger: Kyrie aus „Messe Es-Dur“, Chilcott: Gloria aus „Little Jazz Mass“, Whitacre: Five Hebrew Love Songs 16:30 Aalto-Musiktheater Prokofjew: Die Liebe zu den drei Orangen Gelsenkirchen
14:00 & 18:00 Musiktheater im Revier Weihnachtskonzert. Neue Philharmonie Westfalen 28 West concerti 12.16
15:00 Theater (U2) Benatzky: Liebe im Schnee 18:00 Theater Daniel Müller-Schott (Violoncello), Sinfonieorchester Münster, Fabrice Bollon (Leitung). Werke von Sani, Prokofjew & Tschaikowsky Wuppertal
16:00 Opernhaus Offenbach: Hoffmanns Erzählungen
19.12. Montag Bielefeld
20:00 Rudolf-Oetker-Halle (Kleiner Saal) Maurice Steger (Blockflöte), Jermaine Sprosse (Cembalo). Werke von Mancini, Falconiero, Piani, Hasse, A. Scarlatti, Geminiani & Sammartini Dortmund
20:00 Konzerthaus Bach: Weihnachtsoratorium I–III & VI. Jugendkonzertchor der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund, Bochumer Symphoniker, Felix Heitmann (Leitung)
Köln
20:00 Kölner Philharmonie Johanna Mittag & Roland Straumer (Violine), Virtuosi Saxoniae, Ludwig Güttler (Trompete, Corno da caccia & Leitung). Werke von Bach, Händel, Fasch & Mozart
20.12. Dienstag Bielefeld
20:00 Rudolf-Oetker-Halle Norbert Vohn (Trompete), Klassische Philharmonie Bonn. Werke von Vivaldi u. a. Bonn
18:00 Opernhaus Mozart: Die Zauberflöte. Mike Millard (Leitung) Detmold
19:30 Landestheater J. Strauss: Die Fledermaus Dortmund
20:00 Konzerthaus Ein Winter auf Mallorca. Vladimir Mogilevsky (Klavier), Stefania Adomeit (Sprecherin) Düsseldorf
19:30 Deutsche Oper am Rhein Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor. Lukas Beikircher (Leitung) Essen
19:30 Aalto-Musiktheater Tschaikowsky: Der Nussknacker. Ben Van Cauwenbergh (Choreografie) 20:00 Philharmonie Thomas Quasthoff (vocals), Dieter Ilg (bass), Frank Chastenier (piano), Wolfgang Haffner (drums) Hagen
19:30 theaterhagen Kálmán: Die Csárdásfürstin Köln
19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Bernstein: Candide 20:00 Kölner Philharmonie Winterwunderwelt. Götz Alsmann (Gesang), WDR Big Band Köln, Ansgar Striepens (Leitung) Krefeld
19:30 Theater Janáček: Katja Kabanova (Premiere). Mihkel Kütson (Leitung), Helen Malkowsky (Regie)
Unna
Marl
19:00 Stadthalle Weihnachtskonzert. Neue Philharmonie Westfalen, Rasmus Baumann (Leitung)
18:00 Stadttheater Weihnachtskonzert. Neue Philharmonie Westfalen, Rasmus Baumann (Leitung)
21.12. Mittwoch Aachen
19:30 Theater Verdi: Macbeth Dortmund
19:30 Theater (Opernhaus) Tschaikowsky: Schwanensee. Xing Peng Wang (Choreografie) Duisburg
17:00 Theater Opernwerkstatt: Der Graf von Luxemburg Düsseldorf
19:30 Deutsche Oper am Rhein b.26. August Bournonville, Antony Tudor & Terence Kohler (Choreografie) 20:00 Tonhalle Chilli Conzales (Klavier), Kaiser Quartett Essen
19:30 Aalto-Musiktheater Don Quichotte. Ben Van Cauwenbergh (Choreografie) 20:00 Philharmonie Philharmonischer Chor, KammerChor, Kinderchor & Vokalensemble, Blechbläser der Essener Philharmoniker, Patrick Jaskolka (Leitung), Marie-Luise Marjan (Rezitation) Köln
19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 2) Puccini: La Bohème 20:00 Kölner Philharmonie Wiener Philharmoniker, Daniel Barenboim (Leitung). Smetana: Mein Vaterland
Mönchengladbach
19:30 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Barlow: Der Messias. Askan Geisler (Leitung) Köln
19:30 Theater Humperdinck: Hänsel und Gretel. Diego Martin-Etxebarria (Leitung), Hinrich Horstkotte (Regie)
19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Bernstein: Candide 20:00 Kölner Philharmonie Cameron Carpenter (Orgel)
Münster
Mönchengladbach
19:30 Theater Verdi: Falstaff
15:00 Theater Pinocchio. Robert North (Choreografie)
Paderborn
19:30 PaderHalle Verdi: Rigoletto
22.12. Donnerstag Bonn
19:30 Opernhaus Mozart: Don Giovanni. Stephan Zilias (Leitung) Detmold
19:30 Landestheater Verdi: Rigoletto. György Mészáros (Leitung) Dortmund
18:00 Theater (Opernhaus) Humperdinck: Hänsel und Gretel Duisburg
19:30 Theater Lehár: Der Graf von Luxemburg Düsseldorf
18:00 Deutsche Oper am Rhein Humperdinck: Hänsel und Gretel Essen
18:00 Aalto-Musiktheater Wagner: Lohengrin. Tomáš Netopil (Leitung) Gelsenkirchen
19:30 Musiktheater im Revier Rota: Der Florentiner Hut
Recklinghausen
18:00 Ruhrfestspielhaus Weihnachtskonzert. Neue Philharmonie Westfalen, Rasmus Baumann (Leitung) Siegen
20:00 Apollo-Theater Weihnachtskonzert. Philharmonie Südwestfalen, Charles Olivieri-Munroe (Leitung)
23.12. Freitag Aachen
19:30 Theater Gluck: Orphée et Eurydice. Justus Thorau (Leitung) Bielefeld
20:00 Rudolf-Oetker-Halle Bach: Weihnachtsoratorium. Musikverein der Stadt Bielefeld, Bernd Wilden (Leitung) Bochum
20:00 Anneliese Brost Musikforum Ruhr Bach: Weihnachtsoratorium I-III & VI. Meike Leluschko (Sopran), Sonja Koppelhuber (Alt), Stephan Scherpe (Tenor), Jens Hamann (Bass), Chorakademie Dortmund, Bochumer Symphoniker, Felix Heitmann (Leitung)
Weihnachtschorkonzert
In Kooperation mit der Chorakademie Dortmund Fr 23 12 16 20 Uhr Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantaten 1, 2, 3, 6 Meike Leluschko, Sopran Chorakademie Dortmund Sonja Koppelhuber, Alt Bochumer Symphoniker Stephan Scherpe, Tenor Felix Heitmann, Dirigent Jens Hamann, Bass Anneliese Brost Musikforum Ruhr • Großer Saal
bochumer-symphoniker.de – Auch auf facebook Infos und Karten unter: 0234 910 8666
Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de
concerti 12.16 West 29
Klassikprogramm
Bonn
Bonn
Detmold
18:30 Kreuzkirche am Kaiserplatz Weihnachtskonzert. Kinder- und Jugendchor des Theater Bonn, Beethoven Orchester Bonn, Hermann Breuer (Leitung). Werke von Mendelssohn, Bach, Gluck, Cornelius, Respighi u. a.
16:00 Opernhaus Mozart: Die Zauberflöte. Mike Millard (Leitung)
19:30 Landestheater Verdi: Rigoletto. György Mészáros (Leitung)
Detmold
Dortmund
18:00 Landestheater Prokofjew: Cinderella. Richard Lowe (Choreografie)
15:00 Theater (Operntreff) Evers: Gold. Michaela Dicu (Regie)
19:30 Opernhaus Lloyd Webber: Evita Dortmund
19:30 Theater (Opernhaus) Lloyd Webber: Sunset Boulevard Düsseldorf
19:30 Deutsche Oper am Rhein Donizetti: L’elisir d’amore Essen
18:00 Aalto-Musiktheater Mozart: Die Zauberflöte. Johannes Witt (Leitung), Ezio Toffolutti (Regie) Gelsenkirchen
16:00 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Das Mädchen mit den Schwefelhölzern. Kevin O’Day (Choreografie) 16:30 Musiktheater im Revier Adventssingen 19:30 Musiktheater im Revier Lehár: Die lustige Witwe Köln
19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 2) Puccini: La Bohème 20:00 Kölner Philharmonie Festliches Weihnachtssingen. Kartäuserkantorei Köln, Kölner Kurrende, Konzertchor Köln, Rheinischer Kammerchor Köln Mönchengladbach
19:30 Theater Rossini: Der Barbier von Sevilla. Andreas Fellner (Leitung) Recklinghausen
14:00 & 18:00 Ruhrfestspielhaus Weihnachtskonzert. Neue Philharmonie Westfalen, Rasmus Baumann (Leitung)
24.12. Samstag Köln
15:00 Kölner Philharmonie Wir warten aufs Christkind. Blechbläser der Kölner Dommusik, Kölner Domchor, Mädchenchor am Kölner Dom, Christoph Biskupek (Moderation)
25.12. Sonntag Aachen
18:00 Theater Bock: Anatevka. Justus Thorau (Leitung) 30 West concerti 12.16
Dortmund
18:00 Theater (Opernhaus) Tschaikowsky: Schwanensee. Xing Peng Wang (Choreografie)
18:00 Theater (Opernhaus) Mozart: Die Zauberflöte (Premiere). Gabriel Feltz (Leitung), Stefan Huber (Regie) Duisburg
Duisburg
18:30 Theater Lehár: Der Graf von Luxemburg
18:30 Theater Humperdinck: Hänsel und Gretel. Wen-Pin Chien (Leitung)
Düsseldorf
Düsseldorf
18:30 Deutsche Oper am Rhein Mozart: Die Zauberflöte Essen
18:00 Aalto-Musiktheater Tschaikowsky: Der Nussknacker. Ben Van Cauwenbergh (Choreografie) Gelsenkirchen
16:00 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Das Mädchen mit den Schwefelhölzern. Kevin O’Day (Choreografie) 18:00 Musiktheater im Revier Lehár: Die lustige Witwe Köln
18:00 Kölner Philharmonie Ronald Brautigam (Klavier), Die Kölner Akademie, Michael Alexander Willens (Leitung). Mozart: Sinfonie D-Dur nach „Serenade KV 320“, Klavierkonzert B-Dur KV 450, Sinfonie G-Dur KV 129 & Klavierkonzert Es-Dur KV 482
16:00 Deutsche Oper am Rhein Lange: Die Schneekönigin 17:00 Museum Kunstpalast Robert Schumann Saal erstKlassik!. Schumann Quartett, Novus String Quartet. Mendelssohn: Streichquartett D-Dur op. 44/1 & Streichoktett Es-Dur op.20 18:00 Tonhalle Weihnachtskonzert. Lena-Maria Kramer (Sopran), Chor der Landesregierung Düsseldorf e.V., Oratorien-Chor Hilden, Kammerchor Düsseldorf-Urdenbach, Symphonischer Chor Wuppertal, Rumänische Staatsphilharmonie „Dinu Lipatti“ Satu Mare, Franz Lamprecht (Leitung) Essen
14:00 Philharmonie Weihnachtsoratorium für Kinder. Julia Husmann (Alt), Georg Poplutz (Tenor), Harald Martini (Bass), Kettwiger Bach-Ensemble, Instrumentalsolisten 415’, Wolfgang Kläsener (Leitung) 18:00 Aalto-Musiktheater Mozart: Die Zauberflöte
Münster
18:00 Philharmonie Weihnachtsoratorium zum Mitsingen. Merle Bader (Sopran), Julia Husmann (Alt), Georg Poplutz (Tenor), Harald Martini (Bass), Kettwiger Bach-Ensemble, Instrumentalsolisten 415’, Wolfgang Kläsener (Leitung)
19:00 Theater Verdi: Falstaff
Gelsenkirchen
Wuppertal
18:00 Musiktheater im Revier Bock: Anatevka
19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 2) Puccini: La Bohème. Daniel Carter (Leitung), Michael Hampe (Regie)
18:00 Historische Stadthalle Dorothea Brandt (Sopran), Dominik Wortig (Tenor), Robert Bork (Bariton), Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal, Knabenchor der Wuppertaler Kurrende, Hilary Griffiths (Leitung). Vaughan Williams: Hodie, Fantasia on a Theme by Thomas Tallis & Fantasia on Christmas Carols
26.12. Montag Bonn
18:00 Opernhaus Puccini: La Bohème
Hagen
16:00 theaterhagen Mozart: Die Zauberflöte. Florian Ludwig (Leitung) Köln
16:00 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Zeller: Der Vogelhändler 20:00 Kölner Philharmonie Kit Armstrong & Eric Le Sage (Klavier), Andrej Bielow (Violine), Christian Poltéra & Sebastian Klinger (Violoncello), Alec Frank-Gemmill (Horn). Werke von Schumann & Brahms
gegründet 1913
MEISTERKONZERTE KÖLN
Sonntag, 27.11.2016
Dienstag, 29.11.2016
KHATIA ALBRECHT BUNIATISHVILI MAYER
Klavier
Oboe, Englischhorn
TSCHECHISCHE MÜNCHENER PHILHARMONIE KAMMER JIŘÍ BELOHL ÁVEK ORCHESTER
Dirigent
Janáček „Des Spielmanns Kind“ Schumann Klavierkonzert Dvořák Sinfonie Nr. 6
Mozart, Fiala und Hummel
SAISON 2016 | 2017
Kölner Philharmonie | 20 Uhr
Montag, 05.12.2016
Donnerstag, 08.12.2016
ALBAN GERHARDT
LONDON BRASS Weihnachtliche Werke von J.S. Bach und A. Corelli u.a.
Violoncello
BERLINER BAROCK SOLISTEN DANIEL GAEDE
Violine und Leitung
Albinoni, Vivaldi, Corelli, Geminiani und Gallo
/ kau ft au sver tk ar te n ! nu r R es
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Westdeutsche Konzertdirektion . Obenmarspforten 7 -11 . 50667 Köln Tel. 02 21 / 2 58 10 17 . Fax 2 57 89 49 . info@wdk-koeln.de . www.westdeutsche-konzertdirektion.de
Mönchengladbach
Detmold
Menden
16:00 Theater Pinocchio. Robert North (Choreografie)
18:00 Landestheater Lortzing: Zar und Zimmermann. György Mészáros (Leitung), Wolf Widder (Regie)
20:00 Wilhelmshöhe Silvesterkonzert. Neue Philharmonie Westfalen, Valtteri Rauhalammi (Leitung)
Dortmund
Remscheid
18:00 Theater (Opernhaus) Humperdinck: Hänsel und Gretel
19:30 Teo Otto Theater Tschaikowsky: Schwanensee. Moldawisches Nationalballett
Münster
19:00 Theater Prokofjew: Romeo und Julia. Hans Henning Paar (Choreografie), Stefan Veselka (Leitung) Remscheid
Duisburg
18:00 Teo Otto Theater Ina Bijlsma (Horn), Lubomir Fabik (Horn), Bergische Symphoniker, Alexander Hannemann (Leitung). Weber: Ouvertüre zu „Euryanthe“, Haydn: Konzert für zwei Hörner und Orchester Es-Dur, Smetana: Mein Vaterland (Auszüge)
19:30 Theater Lehár: Der Graf von Luxemburg
Wuppertal
18:00 Opernhaus Prokofjew: Die Liebe zu den drei Orangen
27.12. Dienstag Gütersloh
19:30 Theater (Studiobühne) Forum Lied Festival „Zwischen den Jahren“. Sängerinnen und Sänger der Hochschule für Musik Detmold Köln
18:00 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 3) Hoffmann: Die Heinzelmännchen zu Köln 20:00 Kölner Philharmonie And Now Mozart. Aleksey Igudesman (Violine), Hyung-ki Joo (Klavier)
28.12. Mittwoch Bonn
19:30 Opernhaus Donizetti: Lucia di Lammermoor
Essen
18:00 Aalto-Musiktheater Wagner: Lohengrin. Tomáš Netopil (Leitung) 19:00 Philharmonie Russisches Staatsballett, Wjatscheslaw Gordejew (Leitung). Tschaikowsky: Schwanensee Gütersloh
19:30 Theater (Studiobühne) Forum Lied Festival „Zwischen den Jahren“. Sängerinnen und Sänger der Hochschule für Musik Detmold Hagen
19:30 theaterhagen Vivaldi: Die vier Jahreszeiten. Regina van Berkel, Young Soon Hue & Ricardo Fernando (Choreografie) Köln
19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 2) Puccini: La Bohème 20:00 Kölner Philharmonie Classic meets Cuba. Klazz Brothers, Cuba Percussion Krefeld
19:30 Theater Janáček: Katja Kabanova. Mihkel Kütson (Leitung), Helen Malkowsky (Regie)
Termintipps, Tickets und mehr: www.concerti.de
29.12. Donnerstag Detmold
19:30 Landestheater J. Strauss: Die Fledermaus Duisburg
19:30 Theater Puccini: Turandot Essen
19:00 Philharmonie Russisches Staatsballett, Wjatscheslaw Gordejew (Leitung). Tschaikowsky: Schwanensee 19:30 Aalto-Musiktheater Tschaikowsky: Der Nussknacker. Ben Van Cauwenbergh (Choreografie), Yannis Pouspourikas (Leitung) Fröndenberg
19:00 Gesamtschule Fröndenberg (Aula) Silvesterkonzert. Neue Philharmonie Westfalen, Valtteri Rauhalammi (Leitung) Gelsenkirchen
19:30 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Barlow: Der Messias. Askan Geisler (Leitung) Gütersloh
19:30 Theater (Studiobühne) Forum Lied Festival „Zwischen den Jahren“. Sängerinnen und Sänger der Hochschule für Musik Detmold concerti 12.16 West 31
Klassikprogramm
Köln
12:30 Kölner Philharmonie PhilharmonieLunch. WDR Sinfonieorchester Köln, Jukka-Pekka Saraste (Leitung) 19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Bernstein: Candide 20:00 Kölner Philharmonie duo tuba & harfe. Besser ohne Worte Mönchengladbach
19:30 Theater Rossini: Der Barbier von Sevilla. Andreas Fellner (Leitung) Münster
19:30 Theater Mozart: Die Zauberflöte. Fabrizio Ventura (Leitung)
30.12. Freitag Detmold
19:30 Landestheater Let’s Rock. Richard Lowe (Choreografie & Regie) Dortmund
19:30 Theater (Opernhaus) Tschaikowsky: Schwanensee. Xing Peng Wang (Choreografie) Düsseldorf
19:30 Deutsche Oper am Rhein Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor Essen
18:00 Aalto-Musiktheater Wagner: Lohengrin Gelsenkirchen
19:30 Musiktheater im Revier Rota: Der Florentiner Hut Gütersloh
19:30 Theater (Studiobühne) Forum Lied Festival „Zwischen den Jahren“. Studierende der HfM Detmold
31.12. Samstag 18:00 Theater Bock: Anatevka
18:00 Aalto-Musiktheater Kálmán: Die Csárdásfürstin 18:00 Philharmonie Swing Dance Orchestra Andrej Hermlin (Leitung)
Bielefeld
Gelsenkirchen
18:00 Rudolf-Oetker-Halle K&K Philharmoniker & Ballett
19:00 Musiktheater im Revier Lehár: Die lustige Witwe 19:30 Musiktheater im Revier (Kleines Haus) Barlow: Der Messias
Aachen
Bochum
16:30 & 20:00 Anneliese Brost Musikforum Ruhr Beethoven: Sinfonie Nr. 9. Solisten, Philharmonischer Chor Bochum, Stadtkantorei Bochum, Bochumer Symphoniker, Steven Sloane (Leitung) Bonn
15:00 & 19:30 Opernhaus Lloyd Webber: Evita Detmold
19:30 Theater Eine Frau ohne Namen. Robert North (Choreografie) Mönchengladbach
19:30 Theater Marlene, Judy, Marilyn – Endstation Hollywood (Premiere). Heinz Hox (Leitung) 32 West concerti 12.16
Köln
Krefeld
19:00 Deutsche Oper am Rhein Großes Silvester-Konzert. Düsseldorfer Symphoniker, Alexandre Bloch (Leitung) 19:00 Tonhalle Beethoven: Sinfonie Nr. 9. Solisten, Chorus Musicus Köln, Das Neue Orchester, Christoph Spering (Leitung)
17:00 Theater Lincke: Frau Luna (Premiere). Alexander Steinitz (Leitung), Ansgar Weigner (Regie)
Essen
Warendorf
16:00 & 20:00 LIGHTHOUSE Silvesterkonzert: All You Need Is Love
19:00 Theater am Wall Goggin: Non(n)sens. Peter Stolle (Leitung)
Duisburg
Krefeld
19:30 Ev. Kirche Silvesterkonzert
Düsseldorf
19:30 theaterhagen Kálmán: Die Csárdásfürstin
20:00 Kölner Philharmonie Chilly Gonzales (piano), Kaiser Quartett
Hilchenbach
19:00 Theater Lehár: Der Graf von Luxemburg
Dortmund
15:00 & 20:00 Theater (Opernhaus) Lloyd Webber: Sunset Boulevard
19:30 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 2) Puccini: La Bohème
16:00 & 19:30 Kurhaus Bad Hamm Silvesterkonzert. Alexandra Steiner (Sopran), Nordwestdeutsche Philharmonie, Markus Huber (Leitung)
18:00 Kölner Philharmonie Silvesterkonzert. Dominic Chamot (Klavier), Burcu Karadağ (Ney), Hakan Güngör (Qanun Zither), Aykut Köselerli (Percussion), WDR Sinfonieorchester Köln, Jukka-Pekka Saraste (Leitung). Say: Istanbul-Sinfonie, Liszt: Totentanz, Bernstein: Ouvertüre zu „Candide“ 18:00 Staatenhaus am Rheinpark (Saal 1) Bernstein: Candide
17:00 & 21:30 Landestheater Kálmán: Die Csárdásfürstin
Hagen
Köln
Hamm
Münster
19:00 Theater Prokofjew: Romeo und Julia. Hans Henning Paar (Choreografie)
Festivals In Deutschland und Europa – wir stellen Ihnen die interessantesten Programme, Orte und Künstler vor
Ganz schön schräg: Konzerthaus in Blaibach – Spielort der Schubertiade Bayerischer Wald
Foto: NAARO
24_Salzburg Filetstücke aus der Mozartstadt Die Osterfestspiele zwischen den großen Som-
merfestspielen an der Salzach sind inzwischen fest im Bewusstsein der Musikwelt platziert 26_Blaibach Gestern wie heute Streng genommen sind Schubertiaden gar keine Festivals – sie sind eine wundervolle Tradition, die nun auch die Schubertiade Bayerischer Wald fortsetzt 27_Weitere Tipps Die wichtigsten Termine der kommenden Monate Einzeltermine, Details, Tickets und vieles mehr auf www.concerti.de/festivalguide
Dezember 2016 concerti 23
Festivalguide
Salzburger Filetstücke Die Osterfestspiele Salzburg sind fest zwischen den großen Sommerfestspielen an der Salzach und im Bewusstsein der Musikwelt platziert. Von Joachim Lange
D
ie musikalische Leitung blieb auch danach in den Händen seiner Liga: Sir Georg Solti, Claudio Abbado und Sir Simon Rattle haben sich als Philharmoniker-Chefs auch in Salzburg von Karajan inspirieren und an ihm messen lassen. Ob sie wollten oder nicht. Mit ihrem Nobelorchester. Im Prunkrahmen. Für ein eventhungriges und zahlungskräftiges Publikum, dem ein Jahr Wartezeit zwischen dem großen Publikumsauflauf in
der Hofstallgasse einfach zu lange dauerte. Unabhängig von der großen Festspielschwester im Sommer. Aber noch eine Spur elitärer. Mit einer großen Opernproduktion, bei der das Orchester allemal beweisen konnte (und bewies), dass es auch dieses Gerne beherrscht. Dazu ein paar Konzerte im Mozarteum. Das Rezept funktionierte bei Karajan und seinen Nachfolgern zuverlässig. Bei den Preisen (und Sponsoren) mit einer
Eigendeckung von mehr als 90 Prozent. Wer seinen Platz sichern wollte, musste zahlender Förderer werden. Die Welt hatte einen Ort der Hochkultur, der diesen Namen in jeder Hinsicht bediente. So lief der Festspiel-Rolls-Royce, begehrt von den einen, bespöttelt von den anderen, organisatorisch geräuschlos, bis er 2009/10 im Straßengraben eines Finanzskandals landete. Die Neuorganisation als GmbH (an der auch Land und Stadt jetzt beteiligt sind) war das eine, was sich sozusagen hinter den Kulissen abspielte.
Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele: Christian Thielemann
24 concerti Dezember 2016
Der überraschende Wechsel der Berliner Philharmoniker zur ehrgeizigen Konkurrenz ins Festspielhaus nach Baden-Baden brachte dann ab 2013 die Zäsur im Graben. Peter Alward machte aus dem Affront einen Coup und holte Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle Dresden auf den freigewordenen Logenplatz unter den europäischen Nobelterminen. Den Oberwagnerianer samt der „Wunderharfe“ des Meisters. Ein Revirement, das nicht nur von der deutschen Wiedervereinigung profitierte, sondern sie gleichsam auf dem Feld der Kultur voll= Zeitraum
= Künstler
= Ort
Fotos: Matthias Creutziger, Tourismus Salzburg
Wie man aus einem Affront einen Coup macht
ERLEBEN SIE! Eine Stadt, die singt und klingt: Salzburg an der Salzach
endete. Zudem sind die NeuSalzburger schon immer auch ein Opernorchester mit dem entsprechenden Feeling für die Bühne! Da die österlichen Opernproduktionen nun an die Semperoper übernommen werden, nimmt es der ganzen Veranstaltung auch etwas den Nimbus des Verschwenderischen. Alles in allem kann man mit dem allseits geschätzten Peter Ruzicka als Chef optimistisch in die Zukunft der Osterfestspiele blicken. Schließlich gilt’s hier ja auch der Kunst! Wenn der Meister auch gleich selbst inszeniert
Auf dem Programm standen immer schon vor allem die Filetstücke des Repertoires. Bei Karajan nach und nach der ganze Ring, Tristan und die Meistersinger, aber auch Fidelio und La Bohème, Carmen, Tosca oder Don Giovanni. Riskiert wurde da nichts. Inszeniert hat der Meister meistens selbst oder höchstens mal Franco Zefirrelli, Michael Hampe oder Peter Stein. Da waren die Titel und die Namen das Programm. Dagegen wirkten Götz Friedrich (unter Soltis Leitung mit der Frau ohne Schatten) oder Herbert Wernicke (unter Abbado mit Boris
Godunow) wie ein ästhetischer Aufbruch. Doch erst mit Simon Rattle gab es dann auch mal Britten und Debussy, bis Stefan Herheim 2011 dann eine große SalomeShow abziehen durfte. Nach dem Wechsel zur Sächsischen Staatskapelle konnte Thielemann im ersten Jahr beim Parsifal und im zweiten bei der Arabella als Wagner- und Richard-Strauss-Joker erwartungsgemäß punkten. Beim Wechsel ins Italienische aber auch nur mit Wasser kochen. Wenn Vera Nemirova im kommenden Jahr zum 50-jährigen Jubiläum die Karajan-Walküre von 1967 rekonstruiert, darf man auf ein apartes Zusammentreffen einer historischen Reminiszenz mit aktueller Wagnerkompetenz gespannt sein! Dazu gibts Sciarrinos Lohengrin. Mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern geben sich auch die anderen beiden „Salzburger“ Spitzenorchester ein Konzert-Stelldichein. Wo auch sonst, wenn nicht hier! Osterfestspiele Salzburg 8.4.–17.4.2017 Peter Seiffert, Georg Zeppenfeld, Anja Harteros, Daniil Trifonov, Anna Prohaska, Cameron Carpenter u. a. Salzburg
Einzeltermine, Details, Tickets und vieles mehr auf www.concerti.de/festivalguide
Opern Giustino HWV 37, Sosarme, Re di Media HWV 30 Oratorien Esther HWV 50 b , Deborah HWV 51, Messiah HWV 56, Jephtha HWV 70 Festkonzerte mit Ann Hallenberg, Xavier Sabata, Sonia Prina, Vivica Genaux und Juan Sancho u. v. a. m.
26. Mai – 11. Juni 2017
aus.de endelh ww.ha 27 06 und w : ts e 65 Tick allen ) 345 5 +49 (0 undesweit an ellen b st fs u a rk orve entim-V CTS-Ev
Jetzt gratis anfordern: Das Programmheft der Festspiele 2017 +49(0)345 500 90 222 festspiele@haendelhaus.de
Festivalguide
Gestern wie heute Streng genommen sind Schubertiaden gar keine Festivals – sie sind eine wundervolle Tradition, die nun auch die Schubertiade Bayerischer Wald fortsetzt. Von Teresa Pieschacón Raphael
Auf ein paar Pfeifen ins Café Bogner
Anwesend bei diesen „Schubertiaden“ waren meist Maler, Musiker, Literaten und Intellektuelle, mehr oder minder bekannt, wie Franz Grillparzer. Sowie angehende Staatsdiener. Alle mit oder ohne Adelstitel. Offenbar kannte die Liebe zur Musik keine Standesschranken, der Bildungsenthusiasmus des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts keine Grenzen. Frauen durften sitzen, Männer standen, doch jeder hörte an26 concerti Dezember 2016
Für das Konzerthaus in Blaibach erhielt Architekt Peter Haimerl zahlreiche Preise
dächtig zu. Nach der Musik nahm man einen kleinen Imbiss, manchmal auch ein größeres Souper. Manchmal gab es auch Lesungen mit Gedichten. Zu vorgerückter Stunde zogen die Männer noch um die Häuser, zechten und rauchten bis nach Mitternacht, tanzten und alberten herum. So berichtet der spätere Gerichtspräsident Franz von Hartmann, der auf der Zeichnung Schwinds unter einem Wandgemälde zu erkennen ist, in seinem Tagebuch am 12. Januar 1827: „Endlich nahmen wir von unseren freundlichen Wirten Abschied und gingen in hellen Haufen zum [Café] Bogner, wo wir ei-
nige Pfeifen rauchten und auf der Gasse Schwind laufend durch Mantelschwingen das Fliegen [einer Fledermaus] täuschend nachahmten.“ Die Ausgelassenheit verbirgt allerdings, dass das Bürgertum der zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts im „restaurativen“ System des österreichischen Kanzlers Klemens Graf von Metternich lebte: einem Polizeistaat mit Zensur, Unterdrückung und Spitzelwesen. Wenn Künstler, Bürger und Adlige in Privathäusern also zusammentrafen, stand neben der Musik auch die Politik im Zentrum der Gespräche. Die Gastgeber wechselten, mal traf = Zeitraum
= Künstler
= Ort
Foto: NAARO
D
a sitzen und musizieren sie, im Dezember 1826 im bürgerlichen Salon des Wiener Juristen und späteren Direktors der Staatslotterie Josef von Spaun: Franz Schubert, klein und korpulent am Klavier, inmitten seiner vielen Freunde. Neben ihm der Bariton Johann Michael Vogl, der Lieblingsinterpret des Komponisten. Und zur Linken am Türrahmen Moritz von Schwind, der die Sepiazeichnung 1868 anfertigte, vierzig Jahre nach dem Tod des Meisters. „Dem vernünftigen Teil Deutschlands“, schrieb Schwind an Eduard Mörike, sei er „schuldig, meinen trefflichen Freund Schubert am Klavier nebst seinem ZuhörerKreise“ abzubilden.
man sich bei den Sonnleithners, mal im Hause des Bankiers Bruchmann, dann wieder in der Wohnung des Dichters Franz Schober, wo Franz Schubert ein Jahr vor seinem Tod, „einen Kreis schauriger Lieder“ – die Winterreise – präsentierte. Schubertiade ohne fanatische Züge
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verloren diese „Schubertiaden“ ihren intellektuellen Nimbus, wurden belächelt, als typisch „biedermeierlich“ abgetan. Eine Renaissance erlebten sie Mitte der Siebziger, als der damals weltberühmte Liedsänger Hermann Prey sie im österreichischen Hohenems bzw. Schwarzenberg wiederaufleben ließ, mit der Auflage: alle Werke Schuberts im „kleinen Rahmen in chronologischer Reihenfolge zur Aufführung“ zu bringen. Seit einigen Jahren begibt sich die Crème de la crème der Liedszene auch regelmäßig in den Bayerischen Wald auf das Kulturwald-Festival des Intendanten Thomas E. Bauer. Im modernen Konzerthaus in Blaibach, einem monolithischen Bau von Eleganz und zeitgemäßem Minimalismus, lassen die Musiker die Liedkunst Schuberts wieder aufleben. Und die anderer Lied-Komponisten, in der Ahnung, dass Festivals, die sich auf das Schaffen eines einzigen Komponisten beschränken, allzu leicht sektiererhaft-fanatische Züge gewinnen könnten. Schubertiade Bayerischer Wald 17.2.–7.5.2017 Christoph Prégardien, Wolfgang Holzmair, Thomas E. Bauer, Julia Kleiter, Markus Schäfer u. a. Blaibach
Weitere Tipps
Mehr Klangfaszination!
Potsdam
Winteroper 24.11.–3.12.2016 Barockspezialist Konrad Junghänel dirigiert das Händel-Oratorium Israel in Egypt, für die szenische Umsetzung zeichnet Verena Stoiber verantwortlich. Festivalort ist erneut die Friedenskirche Sanssouci, die damit zum vierten Mal zur Bühne für musikdramatische Werke mit biblischen Themen mutiert.
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nuPro® A-300
Stuttgart
ECLAT Festival NEue Musik 2.2.–5.2.2017 Musik von heute und morgen: Auch in diesem Jahr geht es beim ECLAT um Konventionsbrüche, Vermischungen von Genres und Kunstformen sowie Reflexionen auf unsere heutige Zeit. Der besondere Reiz des Festivals liegt auch darin, dass die Veranstalter weniger auf „Stammgäste“ setzen als auf neue Künstler, denen man ein Forum bietet. Winnenden
Konzerttage 5.2.–11.2.2017 Nicht nur die erlesenen Gäste, sondern auch und vor allem die Musiker aus Winnenden selbst stehen im Mittelpunkt der Konzerttage. Ein Höhepunkt ist die Musiknacht, die an zahlreichen Orten der erstaunlich kulturreichen Kleinstadt bei Stuttgart stattfindet. Interlaken
Classics
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Endstufenleistung 250 Watt/Box. Erhältlich in Schwarz oder Weiß. 525 Euro/Box 23.3.–16.4.2017 Das Schweizer Frühlingsfestival war schon öfters ein Podium für junge bzw. jugendliche Orchester. Das Zakhar Bron Festival Orchestra, 2011 vom russischen Violinprofessor Zakhar Bron in Interlaken gegründet, fungiert dabei quasi als Hausorchester der Interlaken Classics.
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Ehrliche Lautsprecher
Rezensionen CDs – ausgewählt und bewertet von der concerti-Redaktion Isabelle Faust spielt nicht nur die Violine, sie lehrt sie auch als Professorin in Berlin
Blick auf die Perfektion CD des Monats Isabelle Faust durchleuchtet die Violinkonzerte von Mozart
28 concerti Dezember 2016
der ewigen Wiederholungsschleife, sondern mischt bekannte Erkenntnisse mit einer regen Lust an Neuentdeckungen bei Details. Dass ihr dies mit einer blitzsauberen Tongebung gelingt, ist die eine Seite. Dass sie einen ideal leichten, schwerelosen Mozart-Ton findet, hebt sie aus einem Großteil an Geigern heraus. Wie sie aber ariose Linien formt, Höhepunkte und Akzente organisch einbindet, und uns wie selbstverständlich historisch infor-
miert, das ist große Kunst. Mit dem Orchester bildet sie eine Einheit. Da gibt es filigrane Dialoge mit Holzbläsern, kraftvolles Miteinander mit den Streichern, kleine harmonische Reibungen und etliches mehr. Die Kadenzen stammen – Überraschung! – von Andreas Staier. Christian Lahneck Mozart: Violinkonzerte Nr. 1-5, Adagio KV 261, Rondos KV 269 & 373 Isabelle Faust (Violine), Il Giardino Armonico, Giovanni Antonini (Leitung). harmonia mundi
Weitere Rezensionen finden Sie auch unter www.concerti.de
Foto: Felix Broede
L
ange, lange hat’s gedauert, nun hat sie sich getraut: Isabelle Faust hat, nach geradezu skrupulöser Vorbereitung, die fünf Violinkonzerte von Mozart aufgenommen, zuzüglich der beiden einzelnen Rondos und des Adagio-Satzes. An ihrer Seite sind Il Giardino Armonico und Giovanni Antonini treue Weggefährten. Faust ist keine Revolutionärin, die alles bislang Dagewesene gegen den Strich bürstet, sie findet sich aber auch nicht in
Blick in die Fremde
Blick auf das Seltene
Blick auf Dresden
Adams: Scheherazade.2 für Violine & Orchester Leila Josefowicz (Violine), Saint Louis Symphony Orchestra, David Robertson (Leitung). Nonesuch
Dusapin: Aufgang, Mantovani: Jeux d’Eau, Rihm: Gedicht des Malers Renaud Capuçon (Violine), Orchestre Philharmonique de Radio France, Myung-Whun Chung (Ltg). Warner
Schumann: Cellokonzert & Sinfonie Nr. 2 Jan Vogler (Violoncello), Dresdner Festspielorchester, Ivor Bolton (Leitung). Sony Classical
Seit vielen Jahren konzentriert sich Leila Josefowicz – einst ein gefeiertes Wunderkind der Klassik-Szene, das bereits mit 18 Jahren das Sibelius-Konzert bei Philips aufnahm – solistisch und kammermusikalisch auf die Musik der Moderne. Dass sie noch immer durchaus zu den führenden Geigerinnen ihrer Generation gehört, belegt sie jetzt aufs Schönste mit John Adams’ Sheherazade.2. Leila Josefowiczs charakteristisches, fast buddhistisch gelassen anmutendes, von starken Energieschüben durchpulstes Spiel erzählt fesselnd von der Orientierung in und der Auseinandersetzung mit einer fremdartigen Ornamentik. Diese spielt – der Titel sagt‘s bereits – auf die orientalische Kultur an, die durch das Cimbalon symbolisiert wird, welches auf dieser Aufnahme fast als zweites, gleichwertiges Soloinstrument hervortritt. Dirigent David Robertson wiederum führt energetisch und transparent durch diesen versöhnlichen und klanglich fantastisch gestalteten KulturkampfEntwurf. (AF)
Wenn die Qualität das Hauptkriterium für Konzertprogramme ist, müsste Pascal Dusapins dreisätziges Violinkonzert Aufgang schleunigst Eingang ins Repertoire finden, und zwar nicht nur, weil Renaud Capuçon, Myung-Whun Chung und das Orchestre de Radio France hier aufregend miteinander musizieren. Geradezu beispielhaft ist hier eine eminent vielfältige Beziehung zwischen Soloinstrument und Orchester gestaltet, entwickelt aus einem HellDunkel-Gegensatz, der im Laufe des Werkes mehr und mehr ins Wanken kommt. Hier wie in Rihms dramatisch aufgeladenem Gedicht des Malers und Mantovanis handwerklich faszinierendem, aber ein wenig substanzarm daherkommenden Jeux d’Eau beeindruckt Renaud Capuçons oftmals recht sachlich wirkendes Spiel durch entspannte Linienführung, ohne auch nur ein Detail auszusparen, und eine fragile, aber zu keiner Zeit gefährdete Sinnlichkeit des Tones, besonders in den hohen und höchsten Lagen. (AF).
Im Jahr 2012 wurde das Dresdner Festspielorchester von Jan Vogler gegründet. Jetzt ist es mit ihm als Solisten und Ivor Bolton als Dirigent mit Schumanns Cellokonzert und dessen zweiter Sinfonie erstmals auf CD hören – Werke mit ureigenem Dresden-Bezug, denn der Komponist lebte dort während der vierziger Jahre des 18. Jahrunderts, als diese Werke entstanden. Übrigens handelt es sich um eine Aufnahme, die durch Crowdfunding finanziert wurde. Vogler hat sein Stradivari-Cello mit Darmsaiten bespannt und meistert den Solopart ohne Mätzchen. Ein schlanker Schumann, sensibel, gedankenschwer. Überzeugender jedoch gerät die Einspielung der Sinfonie, die Bolton kernig und forsch spielen lässt, so unverblümt, als würde er allen Romantizismen von vornherein misstrauen. Mendelssohneskes Scherzo, knirschende Bläser im Finale – es gibt eine Reihe von Entdeckungen zu machen, vor allem mit Blick auf die zwei Seelen in Schumanns Brust, Florestan und Eusebius. (CL)
The Royal balleT
The Royal oPeRa
Peter Wright / nach Lev ivanov
giusePPe verdi
Do., 8. Dez. 2016
Di., 31. Jan. 2017
Der NusskNacker IL TrOVaTOre
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19.10.16 14:43 Dezember 2016 concerti 29
Aris QuArtett neu!
ARiS QuARtett
Streichquartette von ZeMlinSky und BARtók Telos music tlS 224
1. Preis Joseph-Joachim Wettbewerb Weimar, 2016 1. Preis Steels-Wilsing Stiftung, 2016 2. Preis ARD-Wettbewerb samt zahlreicher Sonderpreise, 2016 Musikpreis Jürgen PontoStiftung, 2016
Blick auf Bach
Blick in Mozarts Seele
Bach/Reger: Toccaten BWV 910–916 Christoph Schoener (Orgel St. Michaelis Hamburg) MDG
Mozart: Klaviersonaten Nr. 10, 12, 13 & Rondos KV 485 & 511 Evgeni Koroliov (Klavier) tacet
Womöglich war Max Reger der größte Bach-Verehrer der Musikgeschichte. Zeit seines Lebens stellte er sein Schaffen in den Schatten des Barockkomponisten und bearbeitete zudem zahlreiche Werke von ihm, wobei die Arrangements für Orgel höchste technische Anforderungen an den Interpreten stellen. Christoph Schoener findet in den Toccaten von Bach/Reger die exakte Balance zwischen barocker Strenge und romantischem Bombast. Der Organist der Hamburger Michaeliskirche präsentiert mit dieser CD aber auch den atemberaubenden Klangreichtum der vier Orgeln des „Michel“. (MT)
Evgeni Koroliov ist vielleicht der lauterste unter den bedeutenden Pianisten. Was seine große Kunst ausmacht, zeigt diese CD mit drei Mozartsonaten und den Rondos KV 485 und KV 511 aufs Schönste. Koroliovs Klangkultur, sein Sinn für Form und Maß sind ihm dabei nur Mittel zum Zweck. Er übernimmt hier die Rolle eines Reiseführers in die mozartschen Seelenlandschaften, dem man sich als Hörer rückhaltlos anvertrauen kann. Heiterkeit und Tragik, Witz und Melancholie erscheinen dabei nicht nur als Facetten des mozartschen Genius, sondern als Ausdruck einer umfassenden Humanität. Pures Mozart-Glück. (FA)
Blick aufs Tempo
Bereits veröffentlicht:
ARiS QuARtett
Streichquartette von HAyDn, RegeR und HinDeMitH telos music tlS 214
„Ein neuer Stern am Quartetthimmel Badische Zeitung leuchtet...“ „... Emotionalität und Ausdruckskraft...“ WDR 3
www.arisquartett.de Vertrieb: NAXOS Deutschand
Blick auf Russland
Bruckner: Sinfonie Nr. 8 WDR Sinfonieorchester Köln Jukka-Pekka Saraste (Leitung) Profil Medien
Gubaidulina: Transformation, Glasunow: Quartett op. 109, Firsova: Night u. a. sonic.art Saxophonquartett, Christian Lindberg (Posaune) u. a. Genuin
Jukka-Pekka Saraste und das WDR Sinfonieorchester deuten Anton Bruckners achte Sinfonie entschlossen, wie schon der erste Satz zeigt: Saraste setzt nicht auf lang gedehnte Bögen, sondern deutet die „moderato“-Vorgabe recht zügig. Dadurch tritt das Schroffe noch kantiger hervor, allerdings ohne die lyrischen Momente darüber zu vergessen. Auch beim Adagio meidet Saraste zielstrebig ein „nicht schleppend“, indem er einen Andante-Gestus entwickelt. Das ist vielleicht des Eilens ein wenig zu viel. Der gewählte Ansatz ist konsequent, doch mangelt es dadurch mehrfach an innerem Atem. (CL)
Sehr ambitioniert, diese CD des sonic.art Saxophonquartetts mit Musik russischsprachiger Komponisten: Alexander Glasunows Saxofonquartett glüht mit akzentuierter Melodiegestaltung und schillernden Klangflächen. Für die übrigen Werke wurden Gäste eingeladen: Bei Sofia Gubaidulinas Transformation in Ersteinspielung bieten sich sonic.art vor allem mit dem Starposaunisten Christian Lindberg einen kreativen Schlagaustausch. In Elena Firsovas Night zeigt sich die Sopranistin Evelina Dobračeva wandlungsfähig, bei Dmitri Schos takowitsch werden Elegie und Groteske expressiv ausgekostet. (EW)
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***** = herausragend
Blick auf die Poesie
Blick auf den Affekt
Schumann: Dichterliebe op. 48, 5 Lieder op. 40 u. a. Mauro Peter (Tenor) Helmut Deutsch (Klavier) Sony Classical
Jommelli: Arien aus Bajazette, La Clemenza di Tito, La Schiava Liberata, Pelope u. a. Filippo Mineccia (Countertenor), Nereydas, Javier Ulises Illan (Ltg). Pan
Manche halten ihn für den neuen Fritz Wunderlich: Tatsächlich ist der Schweizer Tenor Mauro Peter einer der vielversprechendsten jungen Sänger mit einer berückend schön timbrierten Stimme, die sowohl im Pianissimo tragen wie im Forte Brillanz entwickeln kann. Warum Peter als exemplarisch guter Liedsänger gilt, wird auf seiner neuen CD mit Liedern Robert Schumanns deutlich. Nicht nur trifft er den poetischen Kern der Lieder, sondern überzeugt auch mit einer geradezu exemplarischen Textverständlichkeit. Sein kongenialer Klavierbegleiter Helmut Deutsch rundet diese Aufnahme ab. (FA)
In wohl einzigartiger Weise verbindet die Musik Niccolo Jommellis (1714–1774) gefühlsintensive Affektgestaltung mit einer Atmosphäre fast träger Gelassenheit. Die spanische Barockbanda Nereydas belebt dieses ästhetische Konzept klang sinnlich und vor allem angenehm unaufgeregt. Der junge Countertenor Filippo Mineccia zeigt sich den enormen Anforderungen an Virtuosität, Expressivität und Linienführung mühelos gewachsen. Er katapultiert sich mit makellosem, kraftvollem aber nie kraftmeierischem oder beliebigem Gesang in die erste Reihe der Countertenöre. (AF)
Blick nach Mannheim
Blick ohne Richtung
C.P.E. Bach: Sinfonien Wq. 183 Nr. 1–4 & Bläsersonaten Wq. 184 Nr. 1–6 Ensemble Resonanz Riccardo Minasi (Leitung) Es-Dur
Winter – Werke von Arnalds, Dale, Pärt, Vasks, Gjeilo, Rachmaninoff u. a. Voces 8 Decca
„Sein Forte ist ein Donner, sein Crescendo ein Catarakt, sein Diminuendo – ein in die Ferne hin plätschernder Krystallfluss, sein Piano ein Frühlingshauch“, schrieb Christian Schubart über die Mannheimer Hofkapelle, und wer heute verstehen will, welche Sensation deren Auftritte gewesen sein müssen und was „Sturm und Drang“ bedeutet, der lausche der CD des Ensemble Resonanz mit Sinfonien und Bläsersonaten C. P. E. Bachs. Auf atemberaubendem Niveau fegen die Hamburger durch die affektgeladenen Sinfonien des berühmten Bach-Sohns, immer der Spannungskurve der Musik auf der Spur. (FA)
Mit zwölf kurzen zeitgenössischen Stücken nähert sich der brillante Kammerchor „Voces 8“ der kalten Jahreszeit. Wesentlicher Höreindruck der zwölf teils neu arrangierten Stücke sind perfekt intonierte, faszinierend schwebende Vokalisen mit fein austariertem Farbspektrum. Auf dynamische Kontraste und interpretatorischen Umgang mit den weich artikulierten Texten wird weitgehend verzichtet. So entsteht ein Eindruck großer Gleichförmigkeit. Stücke wie die Nunc Dimittis-Vertonungen von Rachmaninow und Pärt sind in dieser Form bestenfalls ambitionierte Meditationsmusik. (AF)
**** = sehr gut *** =gut ** =befriedigend * =unbefriedigend
Blick aufs Abseitige
Wense: Musik für Klavier I–V, Musik für Gesang I–III, Musik für Klavier I–V (Orchesterfassung) Steffen Schleiermacher (Klavier), Holger Falk (Bariton), RSB, Johannes Kalitzke (Ltg). ES-Dur
Futurist, Dadaist, Minimalist, radikaler Vertreter einer neuen Musik: Hans Jürgen von der Wense war ein hochorigineller Vertreter der Avantgarde. Seine lakonischen Klavierstücke sind kraftvoll, kompromisslos direkt und treffsicher. Er hat Yeats und Trakl in Liedern vertont und Musik für Klavier, Klarinette und Blechsieb komponiert. Allein die Tatsache, dass diese CD uns diesen fast völlig vergessenen Vertreter der Moderne nahebringt, ist schon sensationell. Dass dies auch noch in höchster Güte eingespielt wurde, erweist sich als Glücksfall und macht unbedingt Lust auf mehr. (EW)
ISBN 978-3-89684-177-3 200 Seiten, mit 15 s/w-Fotos Gebunden mit Schutzumschlag € 18,– (D) Auch als E-Book erhältlich.
»Hingabe ist eine herrliche Gabe!« Das erste Buch mit und über den Jahrhundert-Pianisten Menahem Pressler in deutscher Sprache: ein Gespräch über Leben, Werk und die leidenschaftliche Liebe zur Musik.
Erhältlich im Buchhandel oder über www.edition-koerber-stiftung.de
Blick auf das Gesamtwerk
Kurz Besprochen Milhaud: Sämtliche Violin- & Violasonaten Mauro Tortorelli (Violine & Viola), Angela Meluso (Klavier). Brilliant Classics Die komplette Neuaufnahme von Milhauds Violin- und Violasonaten ist ein überzeugendes Plädoyer dafür, sich auch dessen unbekannteren Werken zu widmen. (JH) Mendelssohn: Variations Serieuses, Grieg: Ballade op. 24, Brahms: Händel-Varia tionen Gunilla Süssmann (Klavier). CAvi Die Norwegerin Gunilla Süssmann hat ein Solo-Programm vorgelegt und erzeugt darin vielfältige Stimmungen, ohne je die Leichtigkeit und Grazie ihres Spiels zu verlieren. (CL) Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 Alexandre Tharaud (Klavier), Royal Liverpool PO, A. Verdnikov (Ltg). Erato Alexandre Tharaud hat Rachmaninows zweites Klavierkonzert aufgenommen. Jedoch fällt diese Aufnahme in vielen Aspekten gegenüber der Konkurrenz ab. (FA)
Braunfels: Orchesterlieder Vol. 2 Genia Kühmeier, Camilla Nylund & Ricarda Merbeth (Sopran), Konzerthausorchester Berlin, Hansjörg Albrecht (Leitung). Oehms Classics
Das ungewöhnliche Aufnahme-Projekt mit sämtlichen Orchesterliedern von Walter Braunfels ist bei Teil zwei angekommen: Hansjörg Albrecht dirigiert diesmal das Konzerthausorchester Berlin und die Solistinnen Camilla Nylund, Genia Kühmeier und Ricarda Merbeth. Allen dreien gelingt ein angemessenes Wort-Ton-Verhältnis, gerade Nylund überzeugt mit höhensicherem, legatoverlässlichem Sopran. Albrecht führt sicher durch die vielen Farbwechsel und feinen Schattierungen, ob Vogeltriller oder Grundrauschen, er meidet künstliche Effekte, lässt die Musik natürlich fließen und sprechen. (CL)
Arche Musik Kalender 2017 – Musiker & ihre Karrieren 60 Blätter / 58 Fotos Arche Kalender Verlag Nicht nur als Weihnachtsgeschenk geeignet: Der Musikkalender bietet Woche für Woche rundum liebevoll gestaltete Porträts von Musikern und ihren Karrieren. (MT) Online-Tipp
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Top 20 Klassik-Charts Monat (7.10.–3.11.2016)
1
Jonas Kaufmann
2
Anna Netrebko
3
Daniil Trifonov
(Neu)
(1)
(Neu)
Dolce Vita Sony Classical
Unerhört, mit welcher Perfektion und Leichtigkeit dieser 25-jährige Pianist die schwersten Werke der Klavierliteratur spielt – wie hier Liszts Études d’exécution transcendante.
4
Jonas Kaufmann
5
Philippe Jaroussky
(6)
(Neu)
Nessun dorma – The Puccini Album Sony Classical
Bach & Telemann: Sacred Arias Erato Philippe Jaroussky wagt sich in sprachlicher Hinsicht auf fremdes Terrain und sang erstmals eine Aufnahme in deutscher Sprache ein. Begleitet wird er vom Freiburger Barockorchester.
6
Murray Perahia
7
Lang Lang
8
Christina Pluhar & L’Arpeggiata
9
Il Volo
(Neu)
(2)
(Neu)
(7)
10
(WE*)
Bach: The French Suites Deutsche Grammophon
New York Rhapsody Sony Classical
Pluhar: Orfeo Chamán Erato
Bachs d-Moll-Toccata samt Fuge als Nummer für Blechbläser? Das funktioniert genauso hervorragend wie bei den anderen Bach-Werken, die Deutschlands beste Brass Band einspielte.
12
Khatia Buniatishvili
13
Fritz Wunderlich
14
Jonas Kaufmann
15
Fritz Wunderlich
16
Ludovico Einaudi
17
Anja Harteros, Jonas Kaufmann, Antonio Pappano
18
Arash Safaian, Sebastian Knauer & ZKO
19
Sistine Chapel Choir & Massimo Palombella
Peter und der Wolf in Hollywood Deutsche Grammophon
Kaleidoscope Sony Classical
(WE*)
The 50 Greatest Tracks Deutsche Grammophon
(4)
Du bist die Welt für mich Sony Classical
(14)
Sämtliche Studioaufnahmen Deutsche Grammophon
(3)
Elements We Love Music
(11)
Verdi: Aida Warner Classics
(WE*)
Überbach Neue Meister
(12)
Palestrina Deutsche Grammophon
(Neu)
Für die Aufzeichnung von Palestrinas Missa Papae Marcelli und anderer Werke des Renaissancekomponisten stellte der Vatikan die Sixtinische Kapelle als „Studio“ zur Verfügung.
Notte Magica – A Tribute to the Three Tenors Masterworks
Campino, Bundesjugendorchester & Alexander Shelley
Bach on Brass Berlin Classics
(WE*)
Verismo Deutsche Grammophon
Transcendental Deutsche Grammophon
German Brass
11
20 (5)
* Wiedereinstieg Ermittelt von GfK Entertainment GmbH im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V.
Jonas Kaufmann, Antonio Pappano
Giordano: Andrea Chénier Warner Classics
Dezember 2016 concerti 33
Rezensionen
Schöne Bescherung CDs zum Fest frisch ausgepackt. Von Maximilian Theiss
W
eihnachtskonzerte sind etwas Wundervolles, haben nur einen Nachteil: Man muss raus durchs matschige Wetter, um sie zu genießen. Eine Alternative sind da die CD-Aufnahmen, mit denen man es sich daheim gemütlich machen kann. Weihnachtsmusik muss nicht zwingend mit Gesang verbunden sein, was die Cappella Gabetta mit ihren Christmas Concertos eindrucks- und stimmungsvoll beweist. Die italienischen Kompositionen aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind aber auch musikalisch hochintelligent interpretiert und eine großartige Erweiterung des klassischen Weihnachtsrepertoires. Dieses wird in England bekanntermaßen von Brassbands gespielt, etwa von Septura, derzeit Ensemble in Residence an der Londoner Royal School of Music. Ave Maria, Es ist ein Ros entsprungen oder die Auszüge aus Händels Messias: Die Lieder sind vielfach gehört, jedoch werden sie selten so perfekt in Szene gesetzt wie auf diesem Album. Inzwischen ist die Brassmusik auch in Deutschland angekommen dank der soeben mit dem Klassik-Echo gekürten Formation German Brass. Ihr Beitrag ist im Vergleich zu Septura noch einen Ticken fetziger. Das Adjektiv passt zwar nicht wirklich zu Weihnachten, aber bisweilen ist man ja der Heimeligkeit auch überdrüssig. 34 concerti Dezember 2016
Christmas Concertos Werke von Corelli, Locatelli, Vivaldi u. a. Cappella Gabetta, Andres Gabetta (Leitung). dhm Christmas with Septura Werke von Bach, Dark, Händel, Palestrina, Praetorius, Schütz u. a. Septura. Naxos Brass Christmas Werke von Bach, Händel, Reger & Vivaldi German Brass. Berlin Classics A Festival of Nine Lessons and Carols Rufus Beck (Erzähler), Neuer Knabenchor Hamburg. Rondeau Weihnachten aus dem Berliner Dom Staats- und Domchor Berlin, lautten compagney. Sony Classical Luthers Weihnachtslieder Veronika Winter, Jan Kobow, Hamburger Ratsmusik, SImone Eckert (Ltg). Carus Christmas Surprises Thomas Hampson, Chor des BR, Münchner Rundfunkorchester, Howard Arman (Ltg). Sony Homilius, Stölzel, Rolle: Weihnachtskantaten Kölner Akademie, Michael Alexander Willens (Leitung). cpo Weihnachtslieder aus Deutschland Max Raabe, Thomas Quasthoff, Katharina Thalbach u. a. Panorama
Doch zurück nach England: Dort sind seit über hundert Jahren die Nine Lessons and Carols, eine besondere Form des Weihnachtsgottesdienstes, Tradition. Jens Bauditz und der Neue Knabenchor Hamburg liefern nun eine deutsche Version davon, die „lessons“, also die Texte, liest Rufus Beck. Und weil Knabenchöre und Weihnachten einfach wunderbar zusammenpassen, präsentiert auch der Staats- und Domchor Berlin eine Auswahl von Weihnachtsliedern – eine ideale Einstimmung auf die Bescherung. Das Lutherjahr beschert auch große Aufnahmen der unbekannteren Lieder des Reformators. Die Hamburger Ratsmusik etwa nimmt Luthers Weihnachtslieder ins Visier mit Sätzen aus der Reformationszeit. Das genaue Gegenteil dazu liefert der BR-Chor mit Christmas Surprises, mit denen er ein großartiges Lollipop-Christmas-Feeling heraufbeschwört. Durch die Gefilde der unbekannteren Kantaten führt wiederum die Kölner Akademie mit Werken aus der Bachzeit. Natürlich gibt es auch die CDs, die man beim Einkauf nebenher noch schnell abgreift. Das endet meist betulich und enttäuschend wie die Weihnachtslieder aus Deutschland mit dem Babelsberger Filmorchester. Manche aber erweitern auch den kulturellen Horizont wie das Album Ukrainische
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Ukrainische Weihnacht Werke von Pavenskyi, Sehin, Volynskyi u. a. Ukrainischer Nationalchor Da capo Christmas with Pavarotti – Werke von Gluck, Gounod u. a. Luciano Pavarotti (Tenor) u. a. Decca Chants for Christmas Capella Antiqua München, Konrad Ruhland (Leitung). MPS Charpentier: Pastorale über die Geburt Jesu Christi Ensemble Correspondances. harmonia mundi Orgelmusik & Lieder von J. S. Bach Britta Schwarz (Alt) Jan Katschke (Orgel). querstand
Und für alle, die an dieser Stelle enttäuscht sind, dass in den Empfehlungen keine Neuaufnahme von Bachs Weihnachtsoratorium auftaucht: Warum soll man nicht mal was Neues wagen? Marc-Antoine Charpentier etwa hat neben mehreren kleineren auch eine große Weihnachts-Pastorale geschrieben. Das Ensemble Correspondances hat sich dieses Werks angenommen und lässt damit das Paris des Grand Siècle zu Zeiten Ludwigs XIV. wieder aufleben. Trotzdem: Ein Bach zur Weihnachtszeit muss sein, wofür sich die Sammlung ausgewählter Orgelstücke des großen Johann Sebastian empfielt. Da lässt Organist Jan Katschke das Weihnachtsoratorium am Ende gar nicht mehr vermissen.
© Julien Mignot
Weihnacht. Andere Alben sind aber auch schlicht überwältigend wie Christmas with Pavarotti, auch wenn solche Archivsammlungen meistens eine sehr geringe Halbwertszeit haben. Die endet in der Regel dann, wenn die nächste Resteverwertung auf den Markt kommt. Bis dahin jedoch kann man sich vor allem Pavarottis Aufnahmen aus den siebziger Jahren auf der Doppel-CD widmen, die zauberhafte Raritäten sind mit einer Legende, die sogar englischsprachige Christmas Carols klingen lässt wie italienische Arien. Ebenfalls ein nostalgischer Rückgriff ist das legendäre Weihnachtsalbum der Capella Antiqua München von 1970, das nun unter dem Titel Chants for Christmas neu aufgelegt wurde.
ALEXANDER
MELNIKOV
CD HMC 902202
Sergej Prokofjew Klaviersonaten Nr. 2, 6, 8 Auf der ersten CD einer Gesamteinspielung der Klaviersonaten von Prokofjew werden von seinem Landsmann Alexander Melnikov drei Hauptwerke vorgestellt. Die brillante Zweite Sonate entstand 1912, als der Komponist noch Student am St. Petersburger Konservatorium war. In der Sechsten (1939) und der Achten (1944) erleben wir den Meister der Reifezeit, die in die dunkelsten Jahre der stalinistischen Schreckensherrschaft und des Krieges fiel.
harmoniamundi.com
D_902202_Concerti.indd 1
Dezember 2016 concerti 35 25/10/2016 11:40
Blind gehört
zur Person
Frohnatur mit Courage: 2014 provozierte Lisa Batiashvili Russland, indem sie das Proteststück Requiem for Ukraine bei zwei Konzerten spielte. 1991 siedelte die georgische Violinistin im Alter von zwölf Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland über. Sie studierte in Hamburg und München, wo sie inzwischen mit ihrem Ehemann, dem Oboisten François Leleux, lebt. Mit ihm zusammen gab sie bereits mehrere Kammerkonzerte.
»Das muss ein Mann sein!«
M
ünchen: im Wohnzimmer der Familie Batiashvili-Leleux. Eine Echo-Klassik-Trophäe steht auf dem Flügel. Zwei davon hat Lisa Batiashvili bereits gewonnen. Bald kommt noch eine neue Statue dazu. „Diesmal bekommt mein Mann (François Leleux) den Echo Klassik“, freut sie sich. Sie sind eben ein Paar, das in die gleiche Richtung blickt, auf gleicher Höhe, im Leben wie in der Kunst. Doch jetzt geht es um sie. Sie soll CDs von Kollegen kommentieren, ohne dass sie weiß, wer spielt. 36 concerti Dezember 2016
Bach: Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004, Chaconne Yehudi Menuhin (Violine). Naxos 2001
Die Aufnahme dürfte aus den fünfziger Jahren stammen … Diese Art, Bach ganz gerade zu spielen. Aber das ist doch nicht Ivry Gitlis? Menuhin soll das sein? Er hatte ja gewisse Probleme in der rechten Hand als Jugendlicher, doch die linke Hand hatte immer viel Ausdruck. Aber das merke ich hier nicht so. Vielleicht liegt es auch an der Auf-
nahme, die von 1934 ist, wie Sie sagen. Warum er so als Genie gefeiert wurde, fragen Sie? Er hatte eine außerordentliche Persönlichkeit, ein sehr unterschiedliches Repertoire, auch im Jazz. Er fing als hochbegabtes Kind an und behielt seine Seele im harten Musikbusiness. Meine Lehrerin Ana Chumachenco hatte bei ihm studiert und erzählte viel von ihm. Es ging eine starke Energie von ihm aus. Man hat großen Respekt vor Bachs Chaconne, sie muss in einem Atemzug gespielt werden. Das ist nicht
Foto: Sammy Hart/DG
Die Geigerin Lisa Batiashvili hört und kommentiert CDs von Kollegen, ohne dass sie erfährt, wer spielt. Von Teresa Pieschacón Raphael
leicht. Ich kann mich an die Einspielung der damals 17-jährigen Hilary Hahn erinnern, die alles ein bisschen im amerikanischen Stil gespielt hat – sehr präzise, aber auch intuitiv die richtige Stimmung und Bedeutung erfassend. Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61, 3. Satz: Rondo – Allegro Hilary Hahn (Violine), Baltimore Symphony Orchestra, David Zinman (Leitung). Sony Classical 1998
BERLIN CLASSICS ESTABLISHED 1947
BAROCK 3.0
Oh, ich hätte mich besser vorbereiten sollen! Ein amerikanischer Künstler? Es klingt nach Hilary Hahn, doch von der Aufnahmequalität meint man, hier spiele ein etwas älterer Künstler. Doch, es ist Hilary? Mich beeindruckt ihre Präzision, ihre Intelligenz. Ich spiele allerdings das Konzert anders, ich würde mehr Leichtigkeit hineinbringen und das Tänzerische im dritten Satz mehr betonen. Für Hilary war es ja nicht einfach. Sie wurde sehr früh als Wunderkind berühmt und musste sich mit Anfang Zwanzig gegen sehr viele Geigerinnen behaupten, die dann aufkamen. Auch die seelische Entwicklung spielt eine Rolle ... Mendelssohn: Violinkonzert e-Moll, 1. Satz David Garrett (Violine), Deutsches Symphonieorchester Berlin, Andrew Litton (Leitung). Decca 2009
Das kann nur ein Mann sein, der da spielt! (lacht) Das merke ich am starken Vibrato, an der nervös geführten Linie, der akzentuierten rechten Hand. Das würde ein Mädchen nicht machen. Das ist David Garrett. Eine neue Aufnahme? Er spielt das Ganze so perkussiv, so draufgängerisch, man kann seine PopKarriere vorausahnen. Sie fragen, wie lange meiner Meinung nach seine Karriere andauern wird? So wie er das macht, könnte das gut gehen. Denn er macht ja beides, Klassik und Pop. Ich hätte am Anfang nicht geglaubt, dass seine Karriere so andauern würde. Doch die Stadien sind voll, er hat verstanden, was die Menschen wollen. Ich selbst würde es nicht so machen. Weil ich ein Werk von Bach oder Mozart nicht so präsentieren möchte
Virtuos, Frei, Kreativ - die musikalischen Maßgaben des Barocks. Concerto Köln, Marina Baranova und German Brass haben sie in die Gegenwart übertragen: ohne Schnitt aufgenommen, kunstfertige improvisiert und neu arrangiert. www.berlin-classics-music.com Dezember 2016 concerti 37
Blind gehört
und könnte.
Waxman: Carmen-Fantasie Jascha Heifetz (Violine), RCA Victor SO, Donald Voorhees (Ltg). RCA 1988
Das ist Waxmann. Und Heifetz! Nur er konnte das so spielen. Seine extrem starke Persönlichkeit hat eine ganze Generation „zerstört“, die alle dachten: Wenn man so schnell und mit einem solchen Vibrato spielt wie er, wird man berühmt. Man hat ihn so oft kopiert. Es gibt so viele schlechte Klone von Heifetz. Chatschaturian: Violinkonzert d-Moll, 1. Satz Ida Haendel (Violine), Hans MüllerKray (Leitung). hänssler CLASSIC 2011
Ida Haendel?! Ich fand es unglaublich, als ich sie mit achtzig Jahren noch hier in München auf der Bühne erlebte. Sie war ja eine der wenigen Geigerinnen der sechziger Jahre. Heute haben Frauen mehr Rechte, deshalb gibt es auch mehr Geigerinnen und Pianistinnen. Clara Schumann war die große Ausnahme. Paganini: Caprice Nr. 1 E-Dur Itzhak Perlman (Violine). Warner Classics 2015
Frank Peter Zimmermann? Nein, er ist es nicht? Die Aufnahme hat eine sehr gute Qualität, die kann nicht so alt sein. Itzhak Perlman, sagen Sie? Ohne Zweifel ein großer Geiger, der trotz seiner Kinderlähmung eine großartige Karriere gemacht hat. Wenn die Psyche 38 concerti Dezember 2016
stabil ist, dann kann man vieles überwinden. Man merkt ihm auch an, dass er ein ausgebildeter Bariton ist. Mit dem Singen ist man als Instrumentalist intuitiv auf der richtigen Spur, viele Lehrer singen dem Schüler vor. Wenn man die Melodie im Kopf hat, dann hat man auch die Atmung und das Legato im Kopf. Haben Sie in Ihrer Auswahl auch deutsche Geiger? Mozart: Streichquartett Es-Dur KV 428, 1. Satz Schneiderhan Quartett. DG / Universal 2006
Ein deutsches Quartett – das Busch-Quartett? Nein? Ich bin als Solistin ausgebildet worden. Damals hieß es: „Wenn deine Technik nicht reicht, dann kannst du ja immer noch Kammermusik machen.“ Heute weiß ich: Als Solistin ist es gar nicht einfach, in diese Rolle zu schlüpfen. Man reagiert anders auf ein Orchester als auf Menschen, die ganz nah bei einem sind. Als Solist ist es klar, wann man führen muss, wann man geführt wird. In der Kammermusik muss man viel flexibler auf den anderen eingehen. Man entwickelt seine Persönlichkeit. Doch wer ist das bloß? Ah! Wolfgang Schneiderhan! Ich habe Aufnahmen von ihm. Er soll auf der Liste der über tausend „gottbegnadeten“ Künstler gestanden haben, die Hitler und Goebbels 1944 zusammenstellte? Alles Deutsche, nehme ich an, und keine Juden. Und keiner, der das System kritisierte. Wenn dies jemand im sowjetischen System tat, hatte der auch keine Chance mehr. Man
spricht nur nicht genug davon. Die Deutschen haben ihre Vergangenheit aufgearbeitet, in den Schulen, Universitäten und Medien. Aber in der Sowjetunion fehlt bis heute dieses Bewusstsein. Deutschland ist genau das Gegenteil von dem geworden, was es in den Vierzigern war, aber in Russland geht es auf eine „modernere“ Weise weiter. Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77, 2. Satz Gidon Kremer (Violine), Wiener Philh., Leonard Bernstein (Ltg). DG 1983
… darf ich schnell an den Oboen vorbeispulen? … Ich mag nur wenige Oboisten, außer meinem Mann natürlich (lacht). Das ist auf keinen Fall russische Schule. Gidon Kremer, sagen Sie? Seltsam. An Gidon mag ich, dass er immer auf der Suche ist, dass er so unglaublich viel Tiefgang hat. Doch mir fehlt hier die Gelassenheit, es klingt alles sehr gewollt. Die Balance zwischen Intellekt und Intuition ist nicht einfach. Ich selbst habe intuitiv angefangen, mit den Jahren erfuhr ich immer mehr und fing an zu analysieren. Doch das bremste mich. Jetzt scheine ich eine Balance zu finden. Wenn nur der Kopf spielt, hat die Interpretation keine Ausstrahlung. Sibelius: Violinkonzert d-Moll, 1. Satz Nigel Kennedy (Violine), CSBO, Simon Rattle (Leitung). EMI Classics 1988
Das kann nur ein Mann sein. Sehr präsent, sehr markant,
sehr voluminös. Mögen Sie diesen Geiger? Sie auch nicht? Das Schimmernde, Subtile, die Naturstimmung fehlt. Dieser Geiger war wohl nicht so oft in Finnland. Dafür in Polen, sagen Sie? Dann ist es wohl Nigel Kennedy. Von dem kenne ich nur die Vier Jahreszeiten … Sibelius war ein hervorragender Geiger. Wenn der Komponist das Instrument kennt, für das er schreibt, dann kennt er auch die Grenzen. Umgekehrt habe ich erlebt, dass Komponisten, die nicht viel von der Geige wissen, oft technisch sehr schwer schreiben. Meist klingt das dann nicht gut, auch wenn man die technischen Schwierigkeiten überwindet. Haydn: Violinkonzert D-Dur, 2. Satz Gottfried von der Goltz (Violine), Freiburger Barockorchester. Harmonia Mundi 2009
Ach, so schön! Das spiele ich auch. Historische Aufführungspraxis ist für mich kein Tabu. Die Musik muss allerdings natürlich, phantasievoll und wahrhaftig klingen. Dann ist es auch egal, welche Geige, welchen Bogen man nimmt. Ich bewundere Christian Tetzlaff sehr, der übrigens auf einer modernen einfachen Geige jedes Repertoire spielt. Jeder Geiger sucht einen bestimmten Klang und auch ich habe lange gesucht. Auch als ich eine Stradivari hatte, war ich nicht sehr glücklich. Jetzt mit meiner Guarneri bin ich es. Da trägt der Klang auch in schlechten Sälen. Ein solcher Klang kann einen süchtig machen. Eine Stradivari macht allerdings aus einem schlechten Geiger keinen guten.
Konzert-TIPPs
Berlin
Sa. 31.12.16, 19:00 Uhr Staatsoper im Schillertheater & Mo. 2.1.17, 19:00 Uhr Philharmonie Lisa Batiashvili (Violine), Till Brönner (Trompete), Till Brönner Orchestra, Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim (Leitung). Tschaikowsky: Violinkonzert D-Dur & Suite zu „Der Nussknacker“ Mi. 3.5.17, 20:00 Uhr Konzerthaus (Kleiner Saal) Lisa Batiashvili (Violine), Sebastian Klinger (Violoncello), Milana Chernyavska (Klavier). Ravel: Klaviertrio a-Moll, Dvořák: Dumky-Trio e-Moll So. 7.5.17, 11:00 Uhr Philharmonie Lisa Batiashvili (Violine), Staatskapelle Berlin, Lahav Shani (Leitung). Prokofjew: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 19, Sinfonien Nr. 1 D-Dur op. 25 & Nr. 5 B-Dur op. 100 Di. 9.5.17, 20:00 Uhr Konzerthaus Programm & Künstler siehe 7.5. Köln Do. 5.1.17, 20:00 Uhr Lisa Batiashvili (Violine), Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, Antonio Pappano (Leitung). Ljadow: Der verzauberte See & Legende, Tschaikowsky: Violinkonzert D-Dur, Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll Frankfurt Do. 12.1. & Fr. 13.1.17, 20:00 Uhr Alte Oper Lisa Batiashvili (Violine), François Leleux (Oboe), Thierry Escaich (Orgel), hr-Sinfonieorchester, Andrés OrozcoEstrada (Leitung) Bach: Doppelkonzert c-Moll BWV 1060R, Escaich: Konzert für Violine und Oboe & Orgelimprovisationen, Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 Bamberg So. 26.3.17, 17:00 Uhr Konzerthalle Von Kammermusik bis Jazz. Lisa Batiashvili (Violine), Mitglieder der JosephKeilberth-Orchesterakademie u. a. Schulhoff: Fünf Sücke, Arensky: Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 35, Tschaikowsky: Streichsextett d-Moll op. 70 „Souvenir de Florence“
Fr. 31.3., 19:30 Uhr & So. 2.4.17, 17:00 Uhr Konzerthalle Programm und Künstler siehe Fürth
online-Tipp
Proben für Schostakowitsch Video & Termine: concerti.de/batiashvili
Do. 27.4.17, 19:00 Uhr Konzerthalle Lisa Batiashvili (Violine), François Leleux (Oboe), Wu Wei (Sheng), Christian Schmitt (Orgel), Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša (Leitung). Chin: Šu, Hosokawa: Orgelkonzert (UA), Escaich: Konzert für Violine und Oboe Fr. 28.4. & Sa. 29.4.17, 19:30 Uhr Konzerthalle Lisa Batiashvili (Violine), François Leleux (Oboe), Christian Schmitt (Orgel), Bamberger Sympho niker, Jakub Hrůša (Leitung). Bach: Doppelkonzert c-Moll BWV 1060R & Passacaglia c-Moll BWV 582, Escaich: Konzert für Violine und Oboe, Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 Fürth Do. 30.3.17, 19:30 Uhr Stadttheater Lisa Batiashvili (Violine), Bamberger Symphoniker, Ingo Metzmacher (Leitung). Rihm: Im Anfang, Dvořák: Violinkonzert a-Moll, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 15, Andre: UA einer Zugabe Schweinfurt Sa. 1.4.17, 19:30 Uhr Theater Programm und Künstler siehe Fürth Baden-Baden Fr. 14.4.17, 18:00 Uhr Osterfestspiele 2017. Lisa Batiashvili (Violine), Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle (Leitung). Dvořák: Slawische Tänze op. 72 (Auswahl) & Violinkonzert a-Moll op. 53, Bartók: Konzert für Orchester Heidelberg Fr. 21.4.17, 19:30 Uhr Stadthalle Heidelberger Frühling: Standpunkte. Begegnungen III – Deutschland und Korea. Han Kim (Klarinette), Lisa Batiashvili (Violine), Daniel Müller-Schott (Violoncello), Igor Levit (Klavier) u. a. Schumann: Märchenbilder op. 113, Yun: Rencontre, Schubert: Forellenquintett A-Dur op. 114 D 667
Sa. 22.4.17, 12:00 Uhr Stadthalle Heidelberger Frühling: Standpunkte. Begegnungen IV – Bauerngesänge und Kunstmusik. Lisa Batiashvili & Benjamin Beilman (Violine), Daniel Müller-Schott (Violoncello), Igor Levit (Klavier). Kodály: Duo op. 7, Dvořák: Dumky-Trio e-Moll
CD-Tipp
Tschaikowsky & Sibelius: Violin konzerte Lisa Batiash vili (Violine), Staatska pelle Berlin, Daniel Barenboim (Ltg). DG Dezember 2016 concerti 39
multimedia Das Beste aus Radio, Fernsehen, Kino und Internet
3Sat
Mythos Beethoven
Kino: L’Amour de Loin
Romanze aus Finnland
Sa. 3.12., 21:00 Uhr Doku In sechs Teilen je 30 Minuten beleuchtet die Doku sechs Geheimnisse jenes Komponisten, dessen Werke man vermeintlich so gut kennt. Folge 1 & 2 am 3.12., 3 & 4 am 10.12. (ab 22:15 Uhr), 5 & 6 am 17.12. (ab 22:30 Uhr). Arte
Madama Butterfly Mi. 7.12., 21:30 Uhr Oper Die Mailänder Scala eröffnet ihre Saison mit Puccinis tragischer japanisch-amerikanischen Liebesgeschichte. Am Pult steht ScalaMusikdirektor Riccardo Chailly, Alvis Hermanis führt Regie. BR
Kissinger Sommer Mo. 12.12., 23:15 Uhr Festival Das Orchestre Philharmonique de Marseille unter der Leitung von Lawrence Foster lieferte 2016 den fulminanten Schlusspunkt der 30. Ausgabe des Festivals im unterfränkischen Kurort. Arte
Weihnachstkantaten
So nah und doch so fern in L’Amour de loin
M
anche zeitgenössischen Opern haken sich eben doch über einen längeren Zeitraum hinweg in den Spielplänen ein. Im Jahr 2000 hatte die Oper L’Amour de loin der finnischen, in Paris lebenden Komponistin Kaija Saariaho bei den Salzburger Festspielen ihre Uraufführung. Von da an
40 concerti Dezember 2016
Sa. 10.12., 19:00 Uhr Met im Kino Kinos in der Nähe: www.metimkino.de/nc/kinos
Online: Neues Album von Ivo Pogorelich
Beethoven ganz digital
W Sa. 24.12., 0:40 Uhr Kirchenmusik Philippe Herreweghe und das Collegium Vocale Gent interpretieren Bachs weihnachtliche Choräle in der Pariser Pfarrkirche Saint-Roch.
wanderte der Vierakter durch zahlreiche Opernhäuser, etwa jene von Helsinki, London oder Toronto. Nun inszeniert der kanadische Theaterregisseur Robert Lepage an der New Yorker Metropolitan Opera die Geschichte zweier Liebender im 12. Jahrhundert, die sich noch nie gesehen, genau genommen auch noch gar nicht kennengelernt haben – und doch so sehr auf ein erstes Treffen hoffen. Dirigentin Susanna Mälkki gibt ihr Debüt am Opernhaus, Susanne Phillips und Eric Owens übernehmen die Hauptrollen.
er seit 1998 Neues von Ivo Pogorelich hören wollte, musste zu ihm ins Konzert gehen, denn der Pianist hat seit 18 Jahren keine Aufnahmen mehr gemacht. Jetzt kehrt der in Lugano lebende Kroate zurück auf die Bühne der konservierten Musik. Mit seiner Veröffentlichung der Beethoven-Sonaten Nr. 22 in F-Dur
und Nr. 24 in Fis-Dur auf der Online-Klassikplattform Idagio leistet er zugleich Pionierarbeit, denn Pogorelich ist der erste klassische Künstler, der eine neue Aufnahme nicht auf haptischem Tonträger, sondern ausschließlich auf digitalem Wege veröffentlicht. Ab sofort auf: www.idagio.com
Fotos: Hannu Kivimäki, Kristian Schuller/Metropolitan Opera, Berliner Philharmoniker, gemeinfrei, Tristram Kenton
TV-Tipps
Online: Live-Stream der Berliner Philharmoniker
Silvester auf Berliner Art
Sa. 3.12., 19:05 Uhr Premiere Marek Janowski beerbte 2016 Kirill Petrenko und dirigierte den Ring des Nibelungen. Die Aufnahme vom 31. Juli dokumentiert nicht nur den letzten Abend der Tetralogie, sondern auch das Finale des späten Bayreuth-Debüts, das der 76-jährige Dirigent gab.
Leitet seit 2002 die Berliner Philharmoniker: Simon Rattle
Neben Rundfunk, Fernsehen und Kino schalten sie mit ihrer Digital Concert Hall auch das Internet als Medium ein, um auch wirklich jeden Fan auf der Welt mit dem Konzert beglücken zu können. Sa. 31.12., 17:15 Uhr Live-Stream unter: www.digitalconcerthall.com
Kino: Übertragung aus dem Royal Opera House
Weihnachtskult aus London
D
ass Tschaikowskys Nussknacker zu Weihnachten gehört wie Glühwein und Feuerzangenbowle, liegt nicht zuletzt an der legendären Produktion des Choreografen Peter Wright, die am Royal Opera House erstmals 1984 über die Bühne ging. Ein riesiger Weihnachtsbaum, lebende Spielzeugsoldaten und mittendrin Clara, der Nussknacker und der böse Mäusekönig – die Idealvorstellung eines heimeligen Weihnachtsfest des 19. Jahrhunderts wurde durch Peter Wright auf der Bühne zur Realität: hart an der Grenze zum Kitsch, aber genau dort will man ja sich zur Weihnachtszeit auch hinbegeben.
Deutschlandradio Kultur
Götterdämmerung
S
pätestens mit seinen Rachmaninow-Interpretationen hat sich Daniil Trifonov in die Riege der größten Pianisten unserer Zeit eingereiht. Zum Jahresausklang wird er mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle das dritte Klavierkonzert des russischen Komponisten spielen, das vielen Pianisten als das schwierigste Werk seiner Gattung gilt. Als Gegengewicht stehen Dvoˇráks Slawische Tänze und Orchesterstücke von William Walton auf dem Programm. Für die Gala ziehen die Philharmoniker, bekanntermaßen in Sachen digitaler Vermarktung sehr ambitioniert, sämtliche multimedialen Register:
Radio-Tipps
Zum 90. Geburtstag des Choreografen – und nicht zuletzt aufgrund der Weihnachtszeit – setzt das Royal Opera House die Kultaufführung wieder auf den Spielplan, Kinoübertragung inklusive.
BRKlassik
Madonna im Erdbeerfeld Do. 8.12., 19:05 Uhr Klassikplus Zahllose Lieder wurden der Jungfrau Maria gewidmet. Eine Sammlung der schönsten, innigsten, ergreifendsten oder auch skurrilsten Werke versammelt der BR anlässlich Mariä Empfängnis. Deutschlandfunk
Auf fremdem Terrain Di. 13.12., 22:05 Uhr Musikszene Dass klassische Werke in eine andere Stilrichtung uminterpretiert werden, ist bekannt. Es gibt aber auch den umgekehrten Weg: elektronische Werke arrangiert für klassische Instrumente. Deutschlandfunk
Mit Luther durchs Jahr
Mo. 26.12., 11:05 Uhr MusikPanorama Christoph Spering nahm mit dem Chorus Musicus Köln alle dreizehn Luther-Kantaten Bachs auf. WDR
Silvesterkonzert Mit Tutu und Spitzchen – so stellt man sich Tschaikowskys Nussknacker vor Do. 8.12., 20:15 Uhr Kinos in der Nähe: www.roh.org.uk/cinemas
Sa. 31.12., 18 Uhr, live aus der Kölner Philharmonie JukkaPekka Saraste und das WDR Sinfonieorchester Köln lassen das Jahr mit türkischen Klangfarben von Fazıl Say ausklingen.
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Vorschau
concerti Abonnenten erhalten die JanuarAusgabe am 16. Dezember
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Christopher Lehmpfuhl Bei Wind und Wetter arbeitet der Künstler im Freien – Pleinairmalerei nennt man diese besondere Kunstform. Warum er ein wichtiger Bestandteil der kommenden Ausgabe ist, hat übrigens mit dem Gebäude im Hintergrund zu tun.
Mirko Erdmann (Leitung Klassikveranstalter, Festivals & Musikindustrie) Tel: 040/22 86 886-16 m.erdmann@concerti.de Gabriele Heesen (Klassikveranstalter & Marken) Tel: 040/22 86 886-32 g.heesen@concerti.de Heidi Meyer (Anzeigen- und Vertriebsassistenz) Tel: 040/22 86 886-18 h.meyer@concerti.de Melanie Berndt (Anzeigendisposition) Tel: 040/22 86 886-27 m.berndt@concerti.de
Business Development & Vertrieb Stefan Brettschneider Abonnement concerti Media GmbH · Postfach 100 544, 20004 Hamburg · Tel: 040/228 688 688 Fax: 040/228 688 617 · abo@concerti.de Standard-Jahresabonnement: 25 € frei Haus
Martin Luther Der Reformator hat nicht nur die Kirchen-, sondern auch die Musikgeschichte maßgeblich beeinflusst.
Emmanuel Pahud Der Flötist hört und kommentiert CDs von Kollegen, ohne dass er erfährt, wer spielt.
concerti – Das Konzert- und Opernmagazin erhalten Sie im Abonnement sowie am Ende des jeweiligen Vormonats an Veranstal-
tungsorten, Konzert- und Theaterkassen, im Fachhandel, Bildungseinrichtungen, Hotels und Gastronomie. 42 concerti Dezember 2016
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Foto: Christopher Lehmpfuhl, gemeinfrei, Fabien Monthubert
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