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Das Meeting vom 4. Dezember finden Sie online unter hds-bz.it/onlinemagazin.

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Vereint stärker auftreten

Genießen gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeu-

tung. Auf Einladung des hds und von Creative Director, Regisseur und Kulturmanager, Manfred Schweigkofler, haben sich Mitte November rund 50 Südtiroler Künstler und Vertreter von Künstlervereinigungen in einem Onlinetreffen zusammengefunden, um erstmals gemeinsame Anliegen und Ziele zu definieren.

Künstler sind auch systemrelevant

„Auch Kultur- und Kunstschaffende gehören zum vielfältigen Dienstleistungssektor in Südtirol, und haben neben einer wesentlichen gesellschaftlichen auch eine wirtschaftliche Bedeutung“, betont hds-Präsident Philipp Moser in seiner Begrüßung. Von daher ist es naheliegend, dass der Verband hier eine neue Plattform für diesen Bereich schaffen möchte. In Südtirol sind ausgehend von den Ateco-Kodexen über 2700 Künstler erfasst. Lisa Trockner, Direktorin vom Südtiroler Künstlerbund, stellte die bereits geleistete Vorarbeit durch den Bund vor, während Eleonora Psenner vom Institut für Regionalentwicklung der Eurac die Ergebnisse der Studie zur Kreativwirtschaft darlegte. Beide Präsentationen machen deutlich, dass es derzeit in Südtirol eine starke Vertretung für Künstler braucht. Denn auch sie sind systemrelevant. „Vor allem auf Landes- und gesamtstaatlicher Ebene ist es wichtig, als geschlossene Gruppe aufzutreten und mit vereinten Kräften zu arbeiten, um auf den kreativen Künstlerberuf aufmerksam zu machen“, so der Tenor beim Treffen.

Berufsbild anerkennen

Ein weiteres Ziel der Gruppierung ist die Anerkennung des Berufsbildes Künstler. Vergleichsweise könnten hier Nachbarländer wie die Schweiz, Österreich und Deutschland zu Rate gezogen werden. Mittels spezifischer Kriterien soll die Unterscheidung der vielfältigen künstlerischen Bereiche geschaffen werden. Die Präsidentin der Eventdienstleister im hds, Katrin Trafoier, bestärkte die Künstler in ihrer Intention, eine Fachgruppe im Verband zu gründen. Gerade die derzeitige Krise zeige die Bedeutung einer Interessenvertretung. Ohne den Einsatz dieser, hätte es keine Förderungen für diese Berufsgruppe gegeben. Arnold Malfertheiner, Präsident der Werbefachleute Target im hds, unterstützt das Vorhaben, die Kräfte in der Kultur- und Kreativwirtschaft zu bündeln. Immerhin beläuft sich der jährliche Gesamtumsatz in der Südtiroler Kreativwirtschaft auf 600 bis 800 Millionen Euro.

Weitere Themen und Anliegen der Künstlergruppe sind spezielle Fördersysteme, Selbstständigkeit und Neugründer oder angemessene Veranstaltungsorte auch im ländlichen Raum. Bei einem Treffen Anfang Dezember wurden die Weichen für die Gründung einer neuen Fachgruppe gestellt.

kgutgsell@hds-bz.it

HANDELSAGENTEN UND -VERTRETER ANSPRUCH AUF VERLUSTBEITRÄGE

Jene Handelsagenten und -vertreter haben Anspruch auf Verlustbeiträge, die am 25. Oktober im Besitz einer aktiven MwSt.-Nummer waren, als Haupttätigkeit eine der im Dekret „Ristori“ genannten ATECO-Codes ausüben und deren Umsatz im April 2020 um mindestens 33 Prozent unter dem Umsatz vom April 2019 lag.

cwalzl@hds-bz.it

Die Bäcker bei der Vorstellung der Spendenaktion im bischöflichen Ordinariat in Bozen.

BÄCKER

Zu Gast bei Bischof Ivo Muser

Spendenaktion vorgestellt, Weihnachtsbrot überreicht. Im bischöflichen Ordinariat in Bozen fand Anfang Dezember das zur Tradition gewordene Treffen statt, das die Bäckerinnung im hds jedes Jahr mit Bischof Ivo Muser zum Nikolaustag organisiert. Dabei haben die Bäcker dem Diözesanbischof die Spendenaktion der Innung Helfen Sie mit – jeder Cent zählt! vorgestellt. Auch das herausfordernde und schwierige Jahr 2020 stand ganz im Zeichen der Solidarität und der Spenden. Während der Adventszeit wurden in Südtirols Backstuben verschiedene Weihnachtsbrote gebacken und mit jedem verkauften Brot 50 Cent an die Hilfsorganisation „Südtirol hilft“ gespendet. Ein solches Weihnachtsbrot, das mit einer entsprechenden Banderole gekennzeichnet war, wurde dem Bischof überreicht. „Die Aktion ist eine gute Gelegenheit, die Armut in unserem Land nicht zu vergessen. Ganz besonders heuer“, betont Landesinnungsmeister Hans Trenker. „Die Bäckerinnung ist jedes Jahr fleißig und aktiv mit dabei, wenn es darum geht, gemeinnützige Initiativen zu unterstützen. Die Spendenaktion kommt vielen notleidenden Südtirolern zugute. Dafür möchte ich Danke sagen“, lobt Bischof Ivo Muser die Aktion.

kgutgsell@hds-bz.it

BÄCKER

Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte

Eine wertvolle Aktion. „Südtirol erlebt wie ganz Europa im Jahr 2020 im Sog der Corona-Pandemie eine tiefe Krise im Zusammenleben, die leider auch durch viele Anzeichen von Gewalt, insbesondere im Familienkreis, geprägt ist“, sagt die Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit für Frauen, Ulrike Oberhammer. Die Struktur hat deshalb gemeinsam mit der Südtiroler Bäckerinnung eine besondere Aktion für mehr Aufmerksamkeit gegenüber häuslicher Gewalt organisiert. Vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember kamen zahlreiche Brotsäckchen mit der Aufschrift „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“ über den Ladentisch. „Wir unterstützen seit Jahren diese wertvolle Aktion und sind überzeugt von der wichtigen Botschaft Nein zu Gewalt an Frauen“, argumentiert Landesinnungsmeister Johann Trenker. Landesweit haben über 200 Bäckereien, Lebensmittelgeschäfte aber auch Metzgereien mitgewirkt. Der hds gratuliert zur gelungenen Sensibilisierungsaktion.

hds-bz.it/wanderhaendler hds-bz.it/ onlinemagazin - - - - - - - - - - - - - - - - Unter Video der Livestream mit Philipp Achammer zum Thema Wanderhandel und Märkte.

WANDERHÄNDLER

Schwächen kennen, Stärken nutzen

Mit viel Schwung und neuen Ideen. Das letzte Jahr hatte es in sich, Corona hat den Alltag verändert und bestimmt. „Durch die Erfahrungen sind wir gewachsen, wir haben unsere Schwächen erkannt und unsere Stärken ausgelotet. So zählen die außergewöhnliche Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu unseren Stärken, wie die Abhängigkeit von der Politik zu unseren großen Schwachpunkten gehört. Mit gesundem Menschenverstand kaum nachvollziehbare Entscheidungen wurden getroffen und haben uns vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt Präsident Andreas Jobstreibizer.

Strategisches Markt-Management

Vielleicht haben die Kollegen in Deutschland nicht ganz unrecht. Bereits seit vielen Jahren gibt es dort die Marktgilde. Sie ist Ansprechpartner für die Gemeinden, übernimmt die Organisation der Märkte und auch alle damit zusammenhängenden Verpflichtungen in Eigenregie. „Es liegt auf der Hand, dass dies große Vorteile mit sich bringt, nicht zuletzt den Gemeinden. Man denke da etwa an die Gemeindepolizei, die bei uns zumeist für die Überwachung der Märkte zuständig ist und nun für wichtigere gemeinnützige Tätigkeiten herangezogen werden könnte“, betont Jobstreibizer.

Vorteile einer Marktgilde

Die Marktgilde ist in Deutschland ein Geschäftspartner der Gemeinden und kein Antragsteller. Dabei entstehen den Gemeinden keine Kosten für Fakturierung, Zahlungsverkehr, Reinigung und Abfallentsorgung. Durch die Vermietung des Marktplatzes erhalten sie dagegen regelmäßige Einnahmen. Auch auf Verwaltungsebene ist die Marktgilde eine große Entlastung, da sie als Ansprechpartner immer erreichbar ist. Für die Händler der Gilde bedeutet dies, zusätzliche Werbung und zentral organisierte Initiativen, aber auch wichtige Aspekte wie den Abschluss von Haftpflichtversicherungen.

„Wir sind uns bewusst, dass die Gesetzeslage in Italien eine andere ist, dennoch sollten wir einige Überlegungen vertiefen, die in diese Richtung gehen, und in Form eines zukunftsträchtigen Projektes formulieren“, fordert Jobstreibizer abschließend.

cwalzl@hds-bz.it

„Es ist an der Zeit neue Wege zu gehen und unsere Stärken zu bündeln. Wir benötigen frische und neue Ideen, die wir gemeinsam umsetzen wollen. Wir müssen den Markt 4.0 gestalten und ins Leben rufen - Für uns und unsere berufliche Zukunft!“

Andreas Jobstreibizer

hds-bz.it/50plus hds-bz.it/einrichter

VEREINIGUNG 50+ IM hds

Marschroute 2021

Ein neues Jahr bringt neue Hoffnung. 2020 war eine schwierige und für alle herausfordernde Zeit. „Jedoch nichts ist hilfreicher als eine Herausforderung, um das Beste in einem Menschen hervorzubringen.“ Sean Connery hat mit diesen Worten die Mission und das Leitbild der Vereinigung 50+ im hds für 2021 geprägt. Der Vorstand mit an der Spitze Präsidentin Christine Fuchsberger (im Bild) stellt sich dieser Herausforderung und plant mit viel Herzblut die heurigen Aktionen, verbunden mit der Hoffnung, dass sie auch wirklich stattfinden können. Auf dem Jahresprogramm stehen neben den klassischen Events Winterausflug, Sommerwanderung, Herbstausflug und Törggelen, auch Infoveranstaltungen zu interessanten Themen sowie kulturelle und kulinarische Ausflüge, die die Gruppe auch nach Ligurien führen wird. Im Terminkalender eintragen können sich die Mitglieder bereits jetzt die Vollversammlung im März mit der Prämierung der „Maestri del Commercio“. Die Details dazu bzw. zu weiteren Reise- und Ausflugszielen in einem zweiten Moment. Alle Infos sind außerdem auf hds-bz.it/50plus zu finden.

EINRICHTER UND MÖBELHÄNDLER

Bonus für Möbelkauf

Neuerungen für 2021. Mit Inkrafttreten des Haushaltsrahmengesetzes 2021 wurde auch für heuer der so genannte „Möbel-Bonus“ bestätigt. Neu ist, dass Kunden nun den Einkommensteuerabzug von 50 Prozent auf Ausgaben bis maximal 16.000 Euro – bisher 10.000 Euro – geltend machen können. Die Bedingungen für die Inanspruchnahme des Bonus bleiben unverändert. Der Steuerabzug kann von Personen beantragt werden, die im Jahr 2021 Ausgaben für den Ankauf von Möbeln und/oder großen Elektrohaushaltsgeräten für die Ausstattung von Immobilien tätigen, in denen Wiedergewinnungs- und Sanierungsarbeiten mit Baubeginn nach dem 1. Jänner 2020 durchgeführt wurden. „Seit seiner Einführung hat sich der MöbelBonus als erfolgreiches Instrument erwiesen, das bei den Bürgern und natürlich auch bei den Unternehmen der betreffenden Branchen gut ankommt. Die Anhebung der finanziellen Obergrenze von 10.000 auf 16.000 Euro ist ein großer Erfolg“, stellt Egon Rauch, Präsident der Einrichter und Möbelhändler im hds, fest. „Zu diesem Anstieg beigetragen hat teilweise auch der neue Stellenwert, den die eigene Wohnung nun hat; diese wird nun plötzlich auch als Büro, Klassenraum und gemeinsamer Raum für alle Familienmitglieder genutzt. Oft sind Familien ja gezwungen, ihre Wohnung neu zu organisieren oder die Einrichtung zu ändern, um sie an die neuen Erfordernisse anzupassen“, erklärt Rauch abschließend.

cwalzl@hds-bz.it

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