Quell Ausgabe 25

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Die Kundenzeitung für nachhaltiges Leben Herbst 2012

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www.quell-online.de

Feuer

Erde

Wasser

Luft

Holzvergaser: Beitrag zur Energiewende.

Haarpflege: Probleme einfach wegbürsten.

Sensoriktest: Das richtige Wasser finden.

Reisen auf den Spuren großer Denker.

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Comeback der Naturfasern

Fotos: Feuer - ©agnion | Erde - Michael Rogall | Wasser - goodluz - Fotolia.de | Luft - © Fondazione Hermann Hesse Montagnola | Cover - Sebastian Bruell für Kaethe Maerz

Lange Zeit wurden Naturfasern von synthetischen Textilien zurückgedrängt. Nun erhalten sie wieder mehr Aufmerksamkeit – zu Recht.

Das Düsseldorfer Modelabel Kaethe Maerz verbindet Naturfasern mit modernem, tragbaren und innovativem Design. www.kaethemaerz.de

Funktionskleidung ade? Während in den vergangenen Jahren sogenannte Funktionskleidung aus synthetischen Kunststoffen der große Renner war, scheint man sich wieder mehr und mehr den Vorzügen natürlicher Materialien und bewährter Techniken zuzuwenden: Wollsocken mit gewalkter Sohle zum Beispiel vermeiden Blasen und Fußgeruch gleichermaßen, lange Skiunterwäsche aus Angorawolle bekommt den perfekten Temperaturausgleich hin und fühlt sich zudem angenehm auf der Haut an. Natürliche Materialien aus ökologischer Herstellung haben in Bezug auf Tragekomfort und Nachhaltigkeit überzeugende Vorteile zu bieten und sie werden deshalb wieder verstärkt von engagierten Verkäufern empfohlen. Doch noch immer dominiert die chemische Konkurrenz die Ladenregale. „Gut die Hälfte aller Fasern für Kleidung stammt gegenwärtig aus der Chemiefabrik“, schreibt Kirsten Brodde in

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ihrem Buch „Saubere Sachen“. In den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begannen Kunstfasern wie Lycra, Polyester oder Viskose den Markt zu überschwemmen. Mittlerweile können synthetisch hergestellte Stoffe wie Fleece genauso wärmen wie Wolle, sie sind leicht, kratzen nicht, können in der Waschmaschine gewaschen werden, ohne zu verfilzen. Und: sie sind billig. Schließlich werden sie zum Teil aus Erdöl gefertigt. Ausgediente Plastikflaschen werden heutzutage nach China transportiert, um daraus Textilprodukte zu produzieren. „Ich war eine Plastikflasche“ ist auf manchem TShirt zu lesen. Als Folge des dadurch entstehenden Preisdrucks waren „immer weniger Farmer bereit, auch in Zukunft Wolle zu erzeugen“, so klagt die internationale Woll-Organisation I.W.T.O. in ihrer Image-Broschüre. >>Fortsetzung auf Seite 2

Seltener Waschen Wolle hat aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften auch in Sachen Pflege Besonderes zu bieten: Das Haar der Schafe ist wegen seiner komplexen Zellstruktur schmutzabweisend und muss deswegen auch nicht so oft wie andere Materialien gewaschen werden. Oft genügt es, einen Wollpullover zum Lüften ans Fenster zu hängen, um sich dann wieder an einem angenehm riechenden Kleidungsstück freuen zu können. i QC25E06

07.08.12 12:44


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