Impressum
Herausgeberin
Druck
Druckhaus
Welldone AG
Papier
Papyrus PlanoJet®
Auflage 150
Redaktion
Sabrina Busse
Design
POP
Fabian Buser
Fotografie
Andrin Fretz,
Herausgeberin
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Welldone AG
Papier
Papyrus PlanoJet®
Auflage 150
Redaktion
Sabrina Busse
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POP
Fabian Buser
Fotografie
Andrin Fretz,
Sechs Tage lang zeigten die 27. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur das aktuelle Schweizer und internationale Kurzfilmschaffen in seiner ganzen Bandbreite: Von 100 Jahre alten Disney-Filmen über eine Ovo-Werbung von 1948 auf 16mm-Film, «Das satanische Dickicht» von Willy Hans und politischen Gay-Porn-Filmen von Bruce LaBruce bis zu JujuStories.
Der Grosse Fokus zu Kanada und das Land im Fokus Nigeria haben auf den ersten Blick nicht allzu viel gemeinsam. In den Fokusprogrammen liessen sich dann aber schnell globale Fragen und universelle Themen ausmachen, gerade weil sich die jungen Filmtalente der Nigerian New Wave von den melodramatischen Nollywood-Klischees abwenden und stärker für ein internationales Publikum produzieren: «Auch wenn ich mich glücklich schätze, in einem Land zu leben, das eine eigene Filmindustrie hat – viele Länder in Afrika und in der Welt haben dies nicht –, gibt es einen Drang, andere Geschichten zu erzählen. Geschichten, die Nigeria treu bleiben, aber auch universal verstanden und geschätzt werden können», so der nigerianische Regisseur Michael Omonua, der Teil der internationalen Jury war. Genauso stiessen die Programme beim Grossen Fokus O Canada auf reges Publikumsinteresse mit sehr gut besuchten Screenings und anregenden Q&As mit Regisseur:innen und dem Publikum. Entsprechend zufrieden zeigte sich Michael Omonua: «Die Kurzfilmtage sind ein Ort für Filmemacher:innen, die eine eigene Stimme und etwas zu sagen haben. Sie sind eine Feier der Einzigartigkeit jeder:jedes einzelnen Filmschaffenden».
Neben unterhaltsamen Programmen und Partys bringen wir immer neue Perspektiven nach Winterthur, die nicht nur neue visuelle Erlebnisse mit sich bringen, sondern auch viele offene Fragen oder Widersprüche, die es auszuhalten gilt. Das fällt natürlich leichter im Rahmen eines Festivals in einer Gemeinschaft von Filmschaffenden und Filmfans. Das war dieses Jahr besonders spürbar. Das Festival bot aber auch eine willkommene Flucht aus dem Alltag, beispielsweise beim Ausflug ins Bear Country mit dem kanadischen Experimentalfilmer Matthew Ranking und Musiker Nico Feer. Und am Freitagabend gab es Late-Night-Aerobic bei der zweiten Ausgabe von Sport ist Mord.
An den diesjährigen Industry Events war Künstliche Intelligenz (KI) ein zentrales Thema: Während sich in Hollywood nun ein Ende des Streiks abzeichnet, nachdem die Schauspieler:innen und Autor:innen sich mit den Studios geeinigt haben, wie sie besser vor dem Einsatz von KI geschützt werden sollen, fasste der Film- und TV-Produzent Patrick Karpiczenko in seiner Keynote in Winterthur unterhaltsam zusammen, was KI bereits kann und wohin die Entwicklung in Zukunft gehen könnte. Die Arbeitsbedingungen in der Branche werden sich wohl massgeblich verändern und erstrebenswerte Arbeitserleichterungen mit sich bringen, aber eben auch die Gefahren einer manipulativen Industrie-Maschine.
Durch unser Vermittlungsangebot für Schulen konnten wir dieses Jahr zudem rund 2000 Schüler:innen erreichen, was einer Verdopplung im Vergleich zu den Vorjahren entspricht. Dieses Wachstum unterstreicht nicht nur die Relevanz unseres Bildungsangebots, sondern auch das kontinuierliche Bestreben, junge Menschen durch den Zugang zu kreativem Filmgut zu inspirieren und zu bereichern.
Mit rund 18 000 Eintritten und über 600 akkreditierten Personen aus der nationalen und internationalen Kurzfilmbranche sind wir sehr zufrieden mit der diesjährigen Ausgabe. Neben den sehr guten Eintrittszahlen, womit wir sogar 2019 übertreffen konnten, freuten uns dieses Jahr besonders die generell vollen Kinos. Die kleinen Special-Interest-Programme, aber auch die grossen Säle waren mehrheitlich gut gefüllt. Wir hatten noch nie so viele ausverkaufte Vorstellungen. Und auch ausserhalb der Kinosäle waren die gute Festivalstimmung und die verbindende Filmbegeisterung unter Besucher:innen und Filmschaffenden bis spät in die Nacht spürbar.
Wir bedanken uns bei unseren treuen Sponsor:innen, Partner:innen und Freund:innen, unseren Spielstellenpartner:innen und ihren Mitarbeitenden, dem Kurzfilmtage-Team, dem Vorstand, den unzähligen ehrenamtlichen Herlfer:innen und unserem Publikum.
Bettina Spoerri, Präsidentin
Stefan Dobler, Kaufmännischer Leiter
John Canciani, Künstlerischer Leiter
Wir danken allen unseren Partner:innen für das Vertrauen und die grosszügige Unterstützung.
Hauptsponsorin
Medienpartner:innen
Öffentliche Hand
Öffentliche Hand
· Bildungsdirektion Kanton Zürich
· Kanton Appenzell Ausserrhoden
· Kanton Graubünden
· Kanton Schwyz
· Kanton St. Gallen Kanton Thurgau
· Kanton Wallis
· Kanton Zug
Partner:innen
· Appenzeller Bier
· Biotta AG
· Boilerroom
· Escargot Rouge Jingle Jungle Tonstudios
· La Semeuse
· Migros Kulturprozent
· nooba
· Reseda
· Stadtbus Winterthur
· Yooji’s
· Zürcher Verkehrsverbund
Medienpartner:innen
· 451° F
· Cinébulletin
· Cinergy AG
· Coucou – Kulturmagazin Winterthur
· Daily Movies
· Filmbulletin
· Filmexplorer Radio Stadtfilter
· WOZ Die Wochenzeitung
Kommunikationspartner:innen
· APG I SGA
· Druckhaus Winterthur
· House of Winterthur
· Welldone AG
Stiftungen
· Giuseppe Kaiser Stiftung
· Johann Jacob Rieter-Stiftung Markant-Stiftung Oertli-Stiftung
· S. Eustachius-Stiftung
· SSA
· SUISSIMAGE
· SWISSPERFORM
· Volkart Stiftung
· Zürcher Filmstiftung
Spielstellenpartner:innen
· blue Cinema Maxx Winterthur
· Alte Kaserne Kulturzentrum
· Kino Cameo
· Kraftfeld
· Museum Schaffen
Hotelpartner:innen
· Hostel Depot 195
· Hotel Banana City
· Park Hotel
Programmpartner:innen
· Además
· Die Zauberlaterne
· Embassy of Canada
· European Film Academy
· European Short Pitch
· FOCAL
· German Films
· kunstkasten Winterthur
· Locarno Film Festival
· Memoriav
· oxyd – Kunsträume
· Pro Short
· Riffraff/Houdini
· SODEC
· SWISS FILMS Telefilm Canada
· Villa Sträuli
· Zurich Film Festival
Förder:innen
· Alois Beerli, Winterthur
· Angela Magni Andreoli, Basel
· art.I.schock GmbH, Zürich
· Blumen Müller, Winterthur
· Bosshard Goldschmied, Winterthur
· Christian Schaffner, Zürich
· Dahinden Heim Architekten, Winterthur
· Daniel Walser, Winterthur
· Eliane Brown, Winterthur
Greti und Bernhard Schaffner-Aebi, Basel
· Isler Architekten AG, Winterthur
· János Blum, Zürich
· Jeannine Jeanneret, Cortaillod
· Karin und Andreas Schoellhorn, Winterthur
· Kaspar Geiser, Winterthur
· Marietta Barman, Zürich
· Maag Recycling, Winterthur
· Planforum GmbH, Winterthur
· Qwestion, Zürich
· Sibylle und Kaspar Müller, Winterthur
· Silvia Schaffner, Rheinfelden
· Sotronik GmbH, Winterthur
Ursula Dobler und H.-J. Germann, Bauma
· Vollenweider Chocolatier Confiseur AG, Winterthur
Gönner:innen
Adelheid Walser-Marty, Amriswil
· Andreas Baumgartner, Winterthur
· Benjamin Wohlwend, Winterthur
· Cécile Ledergerber, Zürich
· Christian Götz, Winterthur
· Daniel Fuchs, Zürich
· Daniel Weiss, Zürich
Detlef Tschritter, Winterthur
· Eliane Kreuzer, Winterthur
· Elisabeth Mundwiler, Winterthur
· Esther Reber, Winterthur
· Franziska Gohl, Winterthur
· Heinz Schafroth, Winterthur
· Jacqueline Engler, Winterthur
· Kathrin Bänziger, Winterthur
· Lena Martina Mader, Zürich
· Marcel Weiss, Winterthur
· Marcel Weidmann, Winterthur
· Marianne Wernigk, Winterthur
· Marianne Ott, Winterthur
· Marlies Bänziger, Winterthur
· Martin Stauch, Winterthur
· Martina Hofer, Greifensee
· Martina Reichert, Wila
· Maureen Canciani, Minusio
· Melanie Zumbrunn, Winterthur
· Rainer Ott, Winterthur
· Ralph Henn, Rämismühle
· Regula Hauser, Zürich
· Roland Rüegg, Winterthur
· Silvio Foscan, Winterthur
· Susan Wiederkehr, Winterthur
Thoms Iseli, Zürich
Thomas Widmer, Winterthur
Timothy Zemp, Winterthur
Tristan Rohrbach, Winterthur
· Ueli Renz, Winterthur
· Ursula Künsch, Winterthur
· Werner Reber, Winterthur
· Yvonne Lenzlinger, Winterthur
Institutionen und Firmen
· Admeira, Zürich
· Ballet Mécanique, Kopenhagen
· Cinématte, Bern
· Festival cinémas d’Afrique, Lausanne
· Genossenschaft Dreieck, Zürich
· HAKO Getränke, Winterthur
· Hofkino, Zürich
· Kinemathek Lichtspiel, Bern
· Kortfilmfestivalen Grimstad, Norwegen
· Musikfestwochen, Winterthur
· National Film Board Canada
· Neugass Kino AG, Zürich
· Open Doors, Locarno Film Festival
· Play Suisse, Bern
· Pro Short, Zürich
· Salzhaus, Winterthur
· Schweizer Filmakademie, Zürich
· Stadtbibliothek, Winterthur
· Stadtmuur Café, Winterthur
· Toolbar, Winterthur
· Verwaltungspolizei, Winterthur
· Villa Sträuli, Winterthur
· Waldbachmedien, Winterthur
Unterstützer:innen
Herzlichen Dank an alle, die unser Festival mit ihrer Hilfe und ihrem Wissen unterstützen.
Alexander Bindig, Trübli, Winterthur
· Eddie Bertozzi, Locarno Film Festival
· Emilie Poirier, Nouveau Cinema, Kanada
· Eva Schweizer, Schweizer Radio und Fernsehen, Zürich
Gerald Weber, sixpackfilm, Österreich
· Laurent Baumann, Memoriav, Bern
· Matthew Rankin, Canada
· Michael Künzle, Stadtpräsident, Winterthur
· Nico Grüninger, Volksschulamt, Kanton Zürich
· Serge Abiaad, Canada
· Sven Wälti, SRG SSR, Bern
Tom Hafner, Papiermanufaktur, Winterthur
23 Institutionen und Firmen
64
Freund:innen der Kurzfilmtage
82 Partner:innen
12 Unterstützer:innen
Die Kurzfilmtage werden von rund 60 Mitgliedern des nicht gewinnorientierten Vereins «Internationale Kurzfilmtage Winterthur» organisiert. Das Team setzt sich aus Filmexpert:innen und Spezialist:innen für die verschiedenen Bereiche des Festivals zusammen. Der Verein ist ganzjährig aktiv und arbeitet bei der Organisation, Durchführung und Weiterentwicklung des Festivals mit.
Die Geschäftsstelle des Vereins hat ihren Sitz in Winterthur und beschäftig aktuell 10 Festangestellte, zwei Praktikant:innen und wird während 17 Wochen im Jahr durch eine:n Zivildienstleistende:n unterstützt.
Stefan Dobler, Kaufmännischer Leiter (90 %)
Stefan Dobler ist seit Dezember 2018 Kaufmännischer Leiter und Co-Direktor der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur. Bis 2019 war er neun Jahre in den Bereichen Helfer:innenkoordination, Kuration von Einzelprogrammen und im Vorstand aktiv. Er studiert seit Anfang 2019 Kulturmanagement an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur. Vor seiner Tätigkeit bei den Kurzfilmtagen arbeitete er als Primarlehrer. In dieser Zeit hat Dobler verschiedene Führungsfunktionen wie Stufenleitung und Schulleitung ad interim übernommen. Parallel dazu engagierte er sich viele Jahre ehrenamtlich für diverse Kulturinstitutionen.
John Canciani, Künstlerischer Leiter (90 %)
John Canciani hat einen Master of Advanced Studies ZHdK in Curating absolviert. Seit 2009 ist er Mitglied der Kurzfilmtage, seit 2010 Kurator und Programmator des Internationalen Wettbewerbs. Seit 2013 ist er Künstlerischer Leiter und Co-Direktor der Kurzfilmtage. Davor war er vier Jahre Programmleiter und im Vorstand bei «Kurz und Knapp» sowie drei Jahre in der Auswahlkommission Internationaler Wettbewerb und im Vorstand der Schweizer Jugendfilmtage. Seit 2013 ist er Mitglied der Schweizer Filmakademie und Filmkurator im Kino Cameo Winterthur.
Fundraising, kaufm. Assistenz (60 %)
Sabrina Busse
Kommunikation (55 %)
Marlene Buchser, Ivana Frigo
Buchhaltung/Personal (40 %)
Anne Dauberschmidt
Filmlogistik (40 %)
Matthias Sahli
Programmkoordination (50 %)
Alexandra Götz
Head of Industry Events (30 %)
Gabriela Seidel-Hollaender
Praktikum Festival (100 %, Juli – November)
Sara Sabatelli
Praktikum Kommunikation (100 %, Juli – November)
Dominique Dussling
Zivildienstleistende (100 %, insg. 2 Einsätze à 9 Wochen)
Raphael Stüdeli, Yannick Bach
Head Office Kurzfilmnacht-Tour Projektleitung und Programmation (15 %)
Lynn Gerlach
Organisation und Medienarbeit (30 %)
Lea Heuer
Präsidentin
Bettina Spoerri
Vorstand/Board
Marius Beerli, Josephine Tedder, Eliane Jaberg, Aline Juchler, Delphine Lyner, Tiziana Pelusi, Bettina Spoerri
Auswahl Internationaler Wettbewerb
John Canciani, Carmen Gray, Lea Heuer, Delphine Jeanneret, Sanne Jehoul, Kyros Kikos, Tiziana Pelusi, Valentina Zingg
Auswahl Schweizer Wettbewerb
John Canciani, Lynn Gerlach, Christof Hächler, Andrée Barmann
Kuratierte Programme
John Canciani, Angela Di Filippo, Alexandra Götz, Sebastian Henn, Lea Heuer, Delphine Jeanneret, Kyros Kikos, Anita Magni, Matthias Sahli, Senta van de Weetering, Laura Walde
Sparks
Inken, Blum, Annina Canciani, Norma Giannetta, Alexandra Götz, Milena Hügli, Nina Kühne, Dorothea Schaffner, David Walgis
Expanded Cinema
John Canciani, Lorenz Hubacher
Industry Events
Inken Blum, Liam Erlach, Norma Giannetta, Alexandra Götz, Christof Hächler, Milena Hügli, Janika Imwinkelried, Gabriela Seidel-Hollaender, Senta van de Weetering
Eröffnung, Preisverleihung
Sabrina Busse, Milena Hügli, Inken Blum
Festival-Produktion
Dominik Gaull
Spielstellenverantwortung
Bernhard Michel, Florian Lanz
Saal-Verantwortung
Andrée Barman, Marius Beerli, Inken Blum, Anna Berger, Sabrina Busse, Anne Dauberschmidt, Sebastian Henn, Lorenz Hubacher Janis Huber, Milena Hügli, Kyros Kikos, Nina Kühne, Pascal Kurtansky, Florian Lanz, Delphine Lyner Anita Magni, Tiziana Pelusi, Dustin Rees, Matthias Sahli, Dorothea Schaffner, Ramon Schnider, Christine Sima, Senta van de Weetering, Simone Winkler
Gästebetreuung
Inken Blum, Annina Canciani, Alexandra Götz, Christof Hächler, Sara Sabatelli, Laura Walde, David Waglis, Senta van de Weetering, Simone Winkler
Meet the Festival
Stefan Dobler
Akkreditierung
Lynn Gerlach, Norma Giannetta, Alexandra Götz, Christof Hächler, Milena Hügli, Anita Magni, Lucy Power, Sara Sabatelli, Christian Stark, David Walgis
Gastronomie und Verpflegung
Marius Beerli, Anna Berger, Noemi Bertet, Alessandro De Feminis, Angela Di Filippo, Tony Dütschler, Sebastian Henn, Lea Heuer, Lorenz Hubacher, Kilian Lilienfeld
Helfer:innenkoordination
Jessica Giovanardi
Info Desk
Kevin Hold, Philipp Zavodsky
Jurybetreuung
Annina Canciani, Norma Giannetta
Geldabwicklung
Anne Dauberschmidt, Liam Erlach, Alexandra Götz, Michael Müller, Dorothea Schaffner, Florian Lanz
Dekoration
Anna Berger, Rolf Breer, Angela Di Filippo, Alexandra Götz, Sebastian Henn, Stefan Sigrist, Claudius Thür
Medienarbeit
Philine Erni
Video
Andrin Fretz
Fotografie
Andrin Fretz, Laura Rubli
Filmvermittlung für Jugendliche
Sabrina Busse, Norma Giannetta, Sebastian Henn, Dustin Rees, Dorothea Schaffner, Stefanie Schlüter, Simone Winkler, Lea Heuer, Nadine Vafi
Infrastruktur und Technik
Dominik Gaull, Bernhard Michel
Ticketing
Kevin Hold, Philipp Zavodsky
Koordination Trailer-Produktion
Sebastian Henn
Untertitel
Matthias Sahli, Yannick Bach
Externe Kurator:innen
Vincent Adatte, Antonella Barone, Tanja Breu, Eve Hübscher, C.J. Obasi, Michael Omonua, Brigitte Paulowitz, Laurence Reymond, Die Zauberlaterne
Datenbank
Andrew Blackwell (Ballet Méchanique), Ewald Nater (Freelenz)
Digitales Filmarchiv
Kurt Gehring, Ewald Nater
IT-Betreuung
Beat Flachmüller
Catering
Suzan Vis (Stadtmuur)
Grafik
Michi Benz, Roli Hofer (POP Creative Services)
Trailer Nefeli Avgeris
Übersetzungen
Stéphanie Klebetsanis, Susie Trenka
Simultanübersetzungen
ZHAW Angewandte Linguistik
Treuhand
Consultive Treuhand AG, Nunzio Scioscia
Revisionsstelle
Consultive Revisions AG, Martin Graf
Website
Taylan Baslangic (waldbach medien)
Die Kurzfilmtage schätzen sich glücklich, seit Jahren auf eine Vielzahl von Spielstellenpartner:innen zählen zu können. Darüber hinaus pflegen sie langjährige Partnerschaften zur Winterthurer Hotellerie und Gastronomie für die Unterbringung ihrer Gäste und die Durchführung von Apéros und Essen.
1 blue Cinema Maxx: Zürcherstrasse 1
2 kunstkasten: Katharina-Sulzer-Platz
3 Museum Schaffen: Lagerplatz 9
4 Kraftfeld: Lagerplatz 18
5 Kino Cameo: Lagerplatz 19
6 oxyd – Kunsträume: Untere Vogelsangstrasse 4
7 Alte Kaserne: Technikumstrasse 8
blue Cinema Maxx
· Daniela Biegel, Betriebsleitung
Jan Bosshard, Fachspezialist Technik blue Cinema
· Eliza Eckhart, Projektion
· Samuel Kreyenbühl, Projektion
· Beni Eschenlohr, Stv. Betriebsleitung
· Stefan Keller, Projektion
Beatrice Loosli, Stv. Leitung Kinotechnik blue Cinema
· Oliver Peter, Projektion
· Jordi Rahm, Projektion
· Yanis Senn, Projektion
Matti Schildknecht, Leiter Technik blue Cinema
Barbara Spycher, Teamleitung und Projektion
Luciano Trümpler, Technikverantwortung blue Cinema Zürich
· Alexander Aschwanden, Projektion
· Melinda Wyler, Projektion
Museum Schaffen
· Annina Eugster
Café-Bar & Besucher:innenservice
· Leitung a.i. Museum Schaffen
· Führungsausschuss Vorstand HVW
· Rita Borner, Anja Huber, Chris Huggenberg
Kraftfeld
Tanya Yurova, Reinigung
· Sina Reinhart, Bar
· Joshua Schneider, Produktion
· Basil Schmucki, Bar
· Zoë Prager, Bar
· Svenja Matz, Produktion
· Florian Hochstrasser, Bar
· Can Cinar, Bar
· Andrina Haldner, Leitung Produktion
· Simon Brunner, Leitung Produktion
· Manuel Eugster, Bar
· Joe Dellenbach, Bar und Produktion
· Matthias Menzi, Programmation
Thomas Brunner, Programmation
· Jonathan Wenger, Bar
· Jill Busato, Bar
· Alexandra Götz, PR
· Philip Steden, PR
· Dylan Wiedler, Leitung Bar
· Honoré Moundo
· Marco Pfeiffer, Eingang
· Rahel Knobel, Eingang
· Flurin Bosshard, Papierkram
· Carlo Schwager, Garderobe
Tamara Tarantini, Garderobe
Kino Cameo
· Rachel Duc, Chefoperatrice
· André Fritschi, Operateur
· Barbara Fruet, Gastroteam
· Ursula Gfeller, Operatrice
· Liliane Hollinger, Kinoleitung
· Mirijam Inauen, Gastro / Helfer:innenkoordination
Anne Koch, Gastro-Team
· Antonia Krämer, Operatrice
Alice Müller, Gastro-Team
· Virginia Rusch, Operatrice
· Nele Schweichel, Operatrice
· Stephanie Werder, Assistenz Kinoleitung
oxyd – Kunsträume
Franca Bernhart, Co-Präsidentin
· Rolf Baumgarner, Facility Manager
· Brigitte Berginz, Aufsicht
Stefanie Frey, Co-Präsidentin
Lorenz Hubacher, Co-Kurator
Eve Hübscher, Co-Kuratorin & Künstlerische Leitung
· Anja Hürlimann, Eventcrew
· Sarah Hablützel, Administrative Leitung
· Nils Lange, Aufsicht
· Carolin Schaffhauser, Aufsicht
· Anja Mengotti, Eventcrew
· Pascal Mettler, Vorstand
· Elsbeth Neumeyer, Aufsicht
· Monze Montero, Facility Managerin
· Helene Schütz, Aufsicht
· Fant Wenger, Vorstand
Alte Kaserne
· Daniel Flachsmann, Koch
· Andreas Gröber, Leitung Alte Kaserne
· Philipp Hardmeyer, Vermietung / Koordination
· Franco Marceca, STV Leitung Alte Kaserne / Vermietung
· Liano Molinari, Lernender Fachmann Betriebsunterhalt EFZ / Hausdienst
· José Moreira, Lernender Fachmann Betriebsunterhalt EFZ / Hausdienst
· Dominik Morf, Hausdienst / Technik
· Jessica Motzer, Leitung Gastronomie
· Narges Sakhizaha, Praktikantin Hausdienst
· Kilian Schmid, Leiter Hausdienst / Technik
· Daniel Schöpf / Leitung Gastronomie
· Parikshit Sharma, Hausdienst Dogu Tok, Lernender Koch EFZ
· Barbara Tribelhorn, Kommunikation / Familienprogramm
Salzhaus Winterthur
· Rahel Rutzer, Gastroleitung / AV
· Oliver Meier, Barchef
· Kunz Gabriela, Bar Quentin Testi, Produktionsleitung Martin Döbeli, Technik
· Hasan Tas, Reinigung
Filmprogramme
44 Programme, 90 Screenings
Wettbewerbe
Internationaler
Wettbewerb
· 7 Programme
· 14 Screenings
Schweizer
Wettbewerb
· 3 Programme
· 9 Screenings
Schweizer Filmschulentag
· 4 Programme
· 4 Screenings
Sparks · 2 Programme
· 7 Screenings
Kuratierte Programme
Gala-Events
· 5 Programme 6 Screenings
Grosser Fokus:
O Canada
· 8 Programme 16 Screenings
Land im Fokus:
Nigerian New Wave
· 4 Programme
· 10 Screenings
Person im Fokus:
Willy Hans
· 2 Programme
· 3 Screenings
· 1 Masterclass
Hors Concours
· 3 Programme
· 3 Screenings
Spezialprogramme
· 4 Programme
· 5 Screenings
1 Kontext-Talk
Familienprogramme
· 2 Programme 6 Screenings
Rahmenprogramme
Industry Events
Non-Public Events
Expanded Cinema
· 5 Installationen
· 1 Performance
· 1 Vernissage
· 1 Rundgang
Kontext-Talks 4 Talks
Workshops & Weiteres
6 Events
Konzerte & Partys
· 8 Events
Industry Lab
· 11 Formate
Creators’ Room
· 9 Formate
Meet the Festival & Partner:innenanlässe
· 4 Anlässe
Apéros, Essen und Empfänge 6 Anlässe
Juryvorstellung
· 1 Vorstellung
Vermittlung
Kurzfilmnacht-Tour
· 25 Städte
· 124 Screenings
Expert:innenbesuche
· 21 Besuche
Festivalbesuch mit Jugendprogramm 1600 Besucher: innen
Jugendjury
Deutschschweiz
· 12 Städte 63 Screenings
Romandie
· 11 Städte
· 53 Screenings
Tessin
· 2 Städte
· 8 Screenings
Residency
@ Villa Sträuli
Externe Kooperationen
Digitalisiertes Kurzfilmarchiv über 80 000 Titel
Meet the Artist National · 8 Events Rechercheplattform
Online Video Library am Festival
Kurzfilmpolitik & Lobbyarbeit
Durch ihre Fokusprogramme, wie den Grossen Fokus, das Land im Fokus und die Person im Fokus, präsentieren die Kurzfilmtage sorgfältig kuratierte Kurzfilmprogramme. Dabei steht die Einbettung von Themen in einen umfassenderen kulturellen Kontext im Mittelpunkt. Sowohl historische Bezüge zur Filmgeschichte als auch zeitgenössische Entwicklungen im Filmschaffen, gesellschaftliche Aspekte, Einblicke in Institutionen sowie das Gesamtwerk von Filmschaffenden und Künstler:innen werden dabei berücksichtigt.
Kanada, ein ausgedehntes und vielfältiges Land, weist trotz seiner enormen Grösse nur eine Landgrenze zu den USA auf. Über Jahrtausende hinweg von indigenen Völkern bewohnt, wurde es im 16. Jahrhundert von britischen und französischen Kolonist:innen geprägt. Die Bevölkerung ist ethnisch äusserst vielfältig, wobei zahlreiche indigene Gruppen vertreten sind. Amtssprachen sind Englisch und Französisch, aber es werden mehr als 60 indigene Sprachen gesprochen, was das kanadische Filmschaffen äusserst facettenreich gestaltet. Die acht sorgfältig kuratierten Programme im Grossen Fokus werfen Licht auf diese Diversität und die historische Entwicklung des kanadischen Kinos.
Eine zentrale Rolle in der kanadischen Filmgeschichte nimmt das National Film Board (NFB) ein, insbesondere im Bereich des Dokumentarfilms, der Animation und der interaktiven Erlebnisse. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte es innovative Abteilungen, die wegweisende Arbeiten von Animationskünstler Norman McLaren sowie das Direct Cinema von Pierre Perrault und Michel Brault hervorbrachten. In jüngerer Zeit hat sich das NFB zu einem bedeutenden Produzenten und Verleiher von Filmen und digitalen Medien in der Öffentlichkeit entwickelt.
In den 1970er Jahren wandten sich französischsprachige Filmschaffende in Quebec verstärkt dem Spielfilm zu, erkundeten persönliche Geschichten und thematisierten politische Desillusionierung. Die Referenden von 1980 und
1995 über die Abspaltung von Quebec prägten diese Ära, und Künstler:innen wie Denys Arcand schufen existenzielle Werke, welche die Gesellschaft von Quebec reflektierten.
Abseits der Metropolen Montreal, Toronto und Vancouver entstand in Winnipeg ein bemerkenswertes Zentrum für unabhängiges Kino. Die Winnipeg Film Group produzierte und unterstützte Filme finanziell, darunter Werke von Regisseur:innen wie Guy Maddin, Deco Dawson und Caroline Monnet. Trotz seiner komplexen Historie präsentiert sich Kanada als Gesellschaft, die Werte wie Toleranz, Redefreiheit und Respekt hochhält. Diese Werte haben ein kühnes Kino mit einem rebellischen Geist hervorgebracht, welches eine Vielzahl von Perspektiven, Stimmen und kreativem Ausdruck aus unterschiedlichen und marginalisierten Gemeinschaften zutage fördert.
In den frühen 1990er-Jahren erlebte das nigerianische Kino seinen ersten grossen kommerziellen Erfolg. Liebe, Geiz, Spiritualität und Erlösung wurden zu den tragenden Themen des nigerianischen Kinos und fanden quer durch das Land und den Kontinent Anklang. Heute gehen junge Filmschaffende mit einer Prise Respektlosigkeit an diese Stoffe heran und setzen dabei oft auf Kurzfilme. Diese zeugen vom einzigartigen Ehrgeiz und der Kreativität der neuen Generation und stellen eine bewusste Abkehr vom Nollywood-Mainstream dar.
Willy Hans wurde 1982 in Freiburg, Deutschland, geboren. Er studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) bei Angela Schanelec und Wim Wenders sowie bei Andreas Slominski. 2014 war er Mitbegründer des Künstlerkollektivs Spengemann, Eichberg, Goldkamp, Hans. Seine Kurzfilmtrilogie «Das satanische Dickicht» wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Derzeit arbeitet Hans an seinem ersten Spielfilm «Der Fleck». 6
Die Kurzfilmtage konnten 2023 so viele ausverkaufte Vorstellungen wie noch nie verzeichnen. Hier staunt das Publikum über «Terra Mater» von Kantarama Gahigiri im Schweizer Wettbewerb.
Rund um das Festivalzentrum auf dem Sulzerareal machen Ausstellungen, Installationen, Performances und weitere Specials audiovisuelle Formen in ihrer ganzen Vielfalt erlebbar. Die Ausstellung im oxyd – Kunsträume wurde während dem Festival mit einer Vernissage eröffnet und lief bis am 3.12. Am 11.11. wurde dem Publikum ein Rundgang der gesamten Ausstellungen angeboten.
Die Kurzfilmtage zeigten in Zusammenarbeit mit oxyd –Kunsträume in deren Räumlichkeiten eine Ausstellung mit audiovisuellen Werken ausgewählter Künstler:innen. Wie nehmen Menschen die Natur in ihrer Umgebung wahr und wie gehen sie mit ihr um? Diese Frage verbindet die Arbeiten von Ursula Biemann, Baron Lanteigne und Marc Lee, die im oxyd–Kunsträume zu sehen waren.
Die audiovisuellen Beiträge der Ausstellung rücken das Verlorengegangene und das Mögliche in den Fokus und fragen, wie und was wir von der Natur lernen können. Ursula Biemanns 2-Kanal-Videoinstallation «Forest Mind» ist ein Resultat einer Feldforschung in den Amazonaswäldern Kolumbiens und vereint verschiedene Wissensstränge über die Metaphysik von Pflanzen sowie die Beziehungen zwischen Pflanze und Mensch. Marc Lee’s Experiement «Used to Be My Home Too» zeigt Fotos von Pflanzen, Pilzen und Tieren, die anonyme Nutzer:innen im Moment via Mobiltelefon auf iNaturalist.org hochladen. Auf Google Earth werden diese exakt an dem Ort kartiert, an dem sie fotografiert wurden. Dazu werden in Echtzeit via RedList.org taxonomisch ähnliche Arten hinzugefügt, die im selben Land vorkamen, die aber innerhalb der letzten 30 Jahre ausgestorben sind.
«hyper.inversion» von Pascal Pendel war eine interaktive Freilicht-Projektion. Mithilfe KI-unterstützter Performance Capture konnten die Besucher:innen eine Auswahl an 3D-Avataren in Echtzeit steuern und aufzeichnen, während sie über einen Monitor auf den virtuellen Lagerplatz hinabschauten. Dazu liess sich die virtuelle Umgebung des Avatars verändern.
Aus den Aufnahmen entstand nach und nach eine zufällige, schnelle Montage, die nachts in voller Höhe an die Wand gegenüber vom Kraftfeld projiziert wurde. So schauten die Avatare auf ihre realen Schöpfer:innen herunter genau wie diese auf den virtuellen Lagerplatz. Licht und Ton in der Gartenbeiz reagierten auf die Umgebung des Avatars auf der Wand gegenüber.
«Forms of Representation» von Céline Brunko und Moritz Holenstein setzt sich mittels Fotografie, Film-, Text- und Archivmaterial mit dem historisch aufgeladenen Ort Chișinău auseinander. Zudem befragten sie die Architektin Ala Kirichenko, die fast ihr ganzes Leben in der Hauptstadt der Republik Moldau verbrachte, über ihre Arbeit. Kirichenko prägte Chișinău als Architektin mit. Aus den Spannungen zwischen rumänisch beeinflusster Kultur und russischen Idealvorstellungen entstand eine Art Musterstadt, gespalten von einer fortwährenden Identitätskrise.
In den renommierten Wettbewerben der Kurzfilmtage steht das zeitgenössische Kino im Vordergrund. Es geht um das Zelebrieren des Kinos als Institution und um die Entdeckung neuer Trends in der Filmwelt – in inhaltlicher genauso wie in technischer Hinsicht.
In diesem Jahr wurden 35 Filme für den Internationalen Wettbewerb und 17 Filme für den Schweizer Wettbewerb selektioniert.
Inhaltlich ist es uns ein Anliegen, ein Fenster zur Welt zu öffnen und so diverse Stimmen einzufangen sowie uns so gut wie möglich vom westlichen Blick loszulösen. Wie bei jeder Ausgabe war es auch dieses Jahr entscheidend, Filme auszuwählen, die im Hinblick auf Ästhetik, Form, Erzählweise und aktuelle Themen fesselnd und relevant sind. Die Kurzfilmtage streben danach, dem Publikum eine Alternative zu Fernsehen, Streaming und dem üblichen Kinoprogramm zu bieten. Denn die Filmwelt ist vielfältig, divers und vor allem eigenwillig –insbesondere im Bereich des Kurzfilms.
Nominationsberechtigungen
Die Filme aus dem Internationalen und dem Schweizer Wettbewerb sind unter bestimmten Bedingungen nominationsberechtigt für den OSCAR®, den British Academy Film Award BAFTA, den European Film Award EFA (Kandidatur) sowie für den Schweizer Filmpreis Quartz.
Sparks steht für den Funken, der überspringen soll, um ein Feuer der Begeisterung für das Format Kurzfilm zu entfachen. Die Programme eignen sich perfekt als Einstieg in die Welt des Kurzfilms, mit Highlights aus den aktuellen Wettbewerbseinreichungen, die eine vielfältige Filmkultur jenseits von gängigem Mainstream und YouTube-Clips abbilden. Sparks I und II sind auf Jugendliche ab 12 resp. ab 16 Jahren zugeschnitten und sollen die Interessengebiete der jeweiligen Altersgruppe spiegeln. Die Filmprogramme werden sowohl im Rahmen der «Angebote für Schulen» als Schulvorstellungen als auch öffentlich gezeigt. Der Preis in der Sektion wird von einer Jugendjury vergeben.
Seit 2008 wird der Schweizer Filmschulentag im Rahmen der Kurzfilmtage durchgeführt. Bewertet werden die Filme von der Jury des Schweizer Wettbewerbs. Ziel dieses Tages ist es, die Vernetzung unter den Studierenden zu fördern und den Schweizer Filmschulen, die wichtige Kurzfilmproduzent:innen sind, eine Plattform zu bieten, um ihr aktuelles Filmschaffen internationalen und Schweizer Branchenvertreter:innen, aber auch angehenden Filmstudierenden sowie einem interessierten Publikum vorzustellen. Die Schulen nehmen die Auswahl ihrer Filme selbst vor.
Am Ende der Industry Events wird im Rahmen der IndustryPreisverleihung der Preis für den besten Schweizer Schulfilm gekürt.
Die Preise für die Kurzfilmtage-Wettbewerbe werden von drei verschiedenen Jurys verliehen. Die Internationale Jury besteht aus fünf sorgfältig ausgewählten Expert:innen, während die Jury für den Schweizer Wettbewerb und den Schweizer Filmschulentag aus drei Expert:innen besteht. Bei der Auswahl der Jurymitglieder stehen bestimmte Kriterien im Vordergrund: Neben ihrer Fachkompetenz sollten die Mitglieder eine breite Vielfalt an beruflichen und künstlerischen Hintergründen repräsentieren und den Filmschaffenden bei der Filmverwertung von Nutzen sein. Die Jury strebt ausserdem nach Geschlechtervielfalt und internationaler Besetzung. Da alle Filme entweder auf Englisch gesprochen oder untertitelt sind, können auch Fachleute ausserhalb des deutschsprachigen Raums Teil der Jury sein. Für die Wettbewerbsprogramme in der Sektion «Sparks» setzt sich die Jury aus drei Jugendlichen zusammen, die sich zuvor für diese Aufgabe beworben haben.
Céline Roustan (FR)
Céline Roustan ist Expertin in der Auswahl und leidenschaftliche Konsumentin von Kurzfilmen. Seit 2017 kuratiert und verfasst sie Kritiken für die Website «Short of the Week». Céline ist derzeit Programmgestalterin für die Festivals SXSW Film & TV und Palm Springs ShortFest. Zuvor hatte sie die gleiche Funktion bei internationalen Festivals wie San Francisco, Palm Springs, Dublin International Film Festivals und ist seit mehreren Jahren auch Mitglied im Auswahlkomitee des Toronto International Film Festivals. Neben der Programmgestaltung war Céline auch Jurymitglied und Branchenreferentin bei verschiedenen internationalen Filmfestivals und Märkten.
Clara Helbig (DE)
Clara Helbig ist eine aufstrebende Dokumentarfilmregisseurin. Ihr Kurzfilmdebüt «disjointed» kam 2020 auf die Leinwand. Während ihres Anthropologiestudium begann sie sich für die Auswirkungen der Transformationen und Industrialisierung unseres globalen Lebensmittelmarkts zu interessieren. Ihre Arbeitsfokus liegt hierbei besonders in der Erforschung von Machtverhältnissen zwischen Mensch, Tier und Natur. Sie ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Derzeit lebt sie abwechselnd in Dresden und London und arbeitet als freischaffende Filmkuratorin.
Michael Omonua (GB, NG)
Michael Omonua ist ein Filmregisseur und Drehbuchautor aus Lagos, Nigeria, und Absolvent des University College of the Creative Arts. Der Film «Rehearsal» (2021) wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hauptpreis der Kurzfilmtage. Sein Segment in dem dreiteiligen übernatürlichen Anthologiefilm «Juju Stories» (2021) feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb des 74. Locarno Film Festivals.
Manuel Asín (ES)
Manuel Asín ist künstlerischer Leiter des Punto de Vista International Film Festivals und Leiter der Filmabteilung im Círculo de Bellas Artes de Madrid. Er hat Programme für Institutionen wie die Spanische Cinematheque, das Museum Reina Sofía und das Moreira Salles Institute kuratiert. Er hat Texte und Interviews in Magazinen wie Trafic und Caimán veröffentlicht, wo er Teil des Redaktionsausschusses ist. Er unterrichtet an der Elías Querejeta Film School (San Sebastián).
Willy Hans (DE)
Willy Hans wurde 1982 in Freiburg, Deutschland, geboren. Er studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) bei Angela Schanelec und Wim Wenders sowie bei Andreas Slominski. 2014 war er Mitbegründer des Künstlerkollektivs Spengemann, Eichberg, Goldkamp, Hans. Seine Kurzfilmtrilogie «Das satanische Dickicht» wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Derzeit arbeitet Hans an seinem ersten Spielfilm «Der Fleck».
Émilie Poirier (CA)
Émilie Poirier ist seit 2017 im Bereich Programmgestaltung des Festival du nouveau cinéma (FNC) Montreal tätig. Sie ist derzeit Leiterin der Kurzfilm- und Spielfilmprogrammierung. Zudem ist sie Mitglied im Vorauswahlkomitee des Busan International Short Film Festivals sowie eine unabhängige Kuratorin, Moderatorin und Autorin. Poirier hat einen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaften (internationale Beziehungen) und ein Zertifikat in Kunstgeschichte.
Pierre-Yves Walder (CH)
Geboren in Neuenburg, begann Pierre-Yves Walder seine Karriere in Paris im Bereich Medienbeziehungen. Anschliessend arbeitete er bei verschiedenen Schweizer Festivals (Cinéma Tous Ecrans, Visions du Réel, Zurich Film Festival, Festival de Locarno), während er regelmässig mit der RTS zusammenarbeitete. Er war 2 Jahre lang für die schweizerische Kulturstiftung Pro Helvetia in Zürich aktiv. Im Jahr 2008 stiess er zum Team des NIFFF und war zunächst in der Kommunikation, dann als Koordinator für die Programmgestaltung (bis 2015) tätig.
Stefano Knuchel (CH)
Stefano Knuchel ist Regisseur von Dokumentarfilmen, die auf bedeutenden internationalen Festivals gezeigt werden. Seit elf Jahren kuratiert er die renommierte Filmmakers Academy beim Locarno Film Festival, einem Nährboden für junge Talente im internationalen Kino. Seit 2019 leitet er auch das von ihm konzipierte BaseCamp-Projekt, das darauf abzielt, originäre Dialoge zwischen dem Film und anderen Formen künstlerischer Schöpfung beim Locarno Film Festival zu schaffen. Insbesondere konzentriert sich seine Arbeit darauf, neue Formen der Kreation zu erkunden und aufstrebende Stimmen zu entdecken.
· Noa Kündig
Seraina Lendfers-Berndonner
· Lars Antoni Weber
· Nina Cutkovic (Audio Engineer bei Jingle Jungle)
Christoph Hächler (Programmer der Internationale Kurzfilmtage Winterthur)
Eva Schweizer (Programmerin Kurzfilme SRF Schweizer Radio und Fernsehen)
· Eddie Bertozzi (Leiter von Pardi di domani Selection Committee bei Locarno Filmfestival)
· Linn Löffler (Programmkoordinatorin von Berlinale Shorts)
Sari Volanen (Redaktorin & Produzentin bei Yle - The Finnish Br21.oadcasting Company)
· Ruth Baettig (Mitbegründerin von Filmexplorer), Alice Gachot (Teammitglied der Solothurner Filmtage)
· Reta Guetg (Leitung Programme & Industry am Zurich Film Festival)
Insgesamt gibt es an den Kurzfilmtagen Geld- und Sachpreise im Wert von CHF 69 000.– zu gewinnen. Die fünfköpfige Jury des Internationalen Wettbewerbs vergibt den Hauptpreis, den Förderpreis, den Prix George sowie die EFA Kandidatur.
«Oyu» (Frankreich, Japan 2023) von Atsushi Hirai
CHF 12 000.–, gestiftet von den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur
Dieser feinfühlige Film beeindruckte uns mit seiner emotionalen Tiefe und einer komplexen Auseinandersetzung mit Trauer und Gemeinschaft. Subtil, rätselhaft und mit einem Hauch von Humor hat uns «Oyu» mit seiner Universalität und einer magnetischen Performance berührt.
«Blinded by Centuries» (USA/Thailand 2023) von Parinda Mai
CHF 10 000.–, gestiftet von der Stadt Winterthur
Dieser Kurzfilm sprengt die Grenzen dessen, was im Kino möglich ist. Kühn, energiegeladen und mit einem überraschenden Augenzwinkern stellt der Film – inspiriert von der alten buddhistischen Erzählung von den zwölf Schwestern –die Modernisierung infrage und regt zum Nachdenken an. Wir hoffen, dass Parinda Mai weiterhin solch gewagte, abenteuerliche Geschichten auf ebenso leidenschaftliche Weise erzählen wird.
Prix George für die beste dokumentarische Form des Internationalen Wettbewerbs
«Pacific Club» (Katar/Frankreich 2023) von Valentin Noujaïm
CHF 10 000.–, gestiftet von der Volkart Stiftung
Wie lässt sich ein nicht mehr existierender, unterirdischer Raum und die mit ihm verschwundene Atmosphäre darstellen? Dieser hybride Dokumentarfilm bedient sich einer breiten Palette von Formen, um einen solchen Ort einzufangen. Das Werk zeugt von der Macht des Archivierens, die mit Blick auf aktuelle Fragen der Selbstdarstellung marginalisierter Gemeinschaften besonders dringlich erscheint. Valentin Noujaïm hat ein retro-futuristisches Dokument geschaffen, das von innen leuchtet und gleichzeitig verträumt, dystopisch und fesselnd ist.
«Dildotectònica» (Portugal 2023) von Tomás Paula Marques Zwei zeitlich voneinander getrennte Geschichten. Die eine handelt von zwei Personen, die von der Inquisition verurteilt wurden. Die andere von einer kunstschaffenden Person, die Keramik-Dildos jenseits von cis-normativen Standards herstellt. Der Jury gefiel der subtile Widerhall zwischen den beiden Epochen, verbunden durch die Suche nach Lust.
«Out of the Blue» (Schweiz 2023) von Morgane Frund
Die Regisseurin Morgane Frund beleuchtet einen vieldiskutierten Film aus ihrer ganz persönlichen Perspektive. Damit schafft sie einen kathartischen, hochemotionalen Essayfilm, der mit Sicherheit Eindruck hinterlassen wird. Mit gezielten Abstraktionen und Auslassungen zieht «Out of the Blue» die Zuschauer:innen in den Bann und regt zum Nachdenken darüber an, dass das Persönliche auch in den intimsten Momenten politisch bleibt.
«2720» (Schweiz, Portugal 2023) von Basil da Cunha
CHF 10 000.–, gestiftet von SUISSIMAGE und SSA
In diesem Kurzfilm bewegt sich Basil Da Cunha mit viel Empathie in einer Realität, die er seit Jahren in seinen Filmen zelebriert. Das intensive Zusammenspiel zwischen dem Filmemacher und den vielen Bewohner:innen des Viertels, das er unermüdlich durchstreift, überbrückt die Grenze zwischen Ballade und Ballett und fasst eine lange künstlerische Reise perfekt zusammen.
«Searching for the 5th Direction» (Schweiz 2023) von Matthias Schüpbach und «Tropeau» (Schweiz 2023) von Victor Cateau
Wir möchten den Preis an einen etablierten Schweizer Filmemacher mit zwei gleichwertigen lobenden Erwähnungen ergänzen: Diese gelten zwei vielversprechenden Talenten, die sich in völlig unterschiedlichen Stilen und Techniken ausdrücken und ihre je eigene Welt meisterhaft beherrschen.
«And Me, I’m Dancing Too» (Iran, Tschechien, Deutschland 2023) von Mohammad Valizadegan CHF 10 000.–, gestiftet von der Zürcher Kantonalbank
«Beutset (L’Aurore)» (Schweiz, Senegal 2023) von Alicia Mendy, HEAD
CHF 5000.–, gestiftet von der SRG SSR
Die Thematisierung von realen, zeitgenössischen Problemen mithilfe von Sci-Fi- und anderen Genre-Kino-Elementen, eindrucksvoll inszenierte Tanzmomente und eine ausdrucksstarke Musik: In diesem Film haben wir alle Anzeichen einer einzigartigen und relevanten Stimme entdeckt. Wir sind gespannt, wie sich diese vielversprechende Filmemacherin weiterentwickelt.
«Summer Rain» (Schweiz 2023) von Marlene Low, Julia Krummenacher, Johanna Kern
Wie den besten Haikus gelingt es diesem kurzen Animationsfilm, auf einfühlsame und prägnante Weise komplexe Gefühle hervorzurufen und Bilder zu schaffen, die lange haften bleiben.
«A Monster Called Love» (Schweiz 2023) von Sophia Lara Nimue Schweizer
Für die Erschaffung ihres eigenen, einzigartigen Universums mit gekonnten Underground-Anspielungen.
«Been There» (Schweiz 2023) von Corina Schwingruber Ilić CHF 2000.–, gestiftet von den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur
Der Film übt auf eindrücklich unverschämte Art Kritik am Tourismus. Spannende Shots zeigen den zunehmenden Verlust von Kultur und Individualität auf. Die Kamera gibt die ungeschminkte Realität wieder, der einzige Kommentar erfolgt über die Musik.
«Wild Summon» (Grossbritannien, 2022) von Saul Freed, Karni Arieli
Lobend erwähnen wollen wir den Film «Wild Summon». Auffallend ist die Darstellung des Lachses als Menschen, wodurch man sich gut mit ihm identifizieren kann. Der Film reflektiert aus einer ungewöhnlichen Perspektive darüber, welche Auswirkungen unsere Taten auf die Natur haben.
«Blu Cipresso» (Schweiz 2023) von Laura Gönczy CHF 10 000.–, Sachpreis, gestiftet von Jingle Jungle Das Projekt «Blu cipresso» überzeugt auf verschiedenen Ebenen: Zu nennen ist die starke Präsenz der Laienschauspielerin Rosina Danner als Nina, der sorgfältige Umgang mit dem Thema Behinderung, die gelungene visuelle Umsetzung (etwa in Bezug auf das spätsommerliche Licht) und die stimmige Erzählweise. Dank dem Postproduktions-Preis für die Ton-Nachbearbeitung lassen sich all diese Aspekte und die Atmosphäre noch stärker hervorheben, um das Publikum in die Welt des Films zu entführen. Es freut uns, dass wir das im Migros-Kulturprozent Story Lab entwickelte Projekt weiter begleiten dürfen.
«The Veil of Senses» von Elisa Baccolo Wir wollen diesen Versuch unterstützen, konventionelle sensorische Formen des Kinos infrage zu stellen. Die Regisseurin will den Schleier zerreissen, der unsere Wahrnehmung von der Erfahrung von blinden Menschen trennt.
«Yasmeen Ghauri» von Youssef Youssef Wir schicken dich, Youssef, in ein Paradiesli ausserhalb deiner Komfortzone, um deine Reise auf der Suche nach deinem filmischen Ausdruck fortzusetzen. Wir sind beeindruckt von deinem Mut und Drang, von deinem Kampf um Selbstakzeptanz zu erzählen. Wir hoffen daher, dass diese siebenwöchige Residenz dich dem Ziel näherbringt, deine Geschichte mit anderen Kunstschaffenden und letztlich einem Publikum zu teilen.
Für ausführliche Angaben zu den einzelnen Programmen und Filmen konsultieren Sie bitte unsere Website: kurzfilmtage.ch/archiv/festivalarchiv
Die Industry Events fungierten auch im Jahr 2023 als Plattform für den Austausch und die Vernetzung von Filmschaffenden und Branchenvertreter:innen und bildeten somit einen integralen Bestandteil der Kurzfilmtage.
Das Hauptziel der Industry Events besteht darin, Filmschaffende zu informieren und individuelle Weiterbildungs- sowie Networking-Möglichkeiten zu bieten. Zusätzlich sollen aktuelle Diskurse und Trends aufgegriffen werden, wobei der Rahmen des Festivals mit seinen zahlreichen internationalen Gästen genutzt wird, um produktive Gespräche zu initiieren. Dabei stehen Information und Inspiration gleichermassen im Fokus.
Als bedeutende Institution für die Verbreitung von Kurzfilmen bieten die Kurzfilmtage mit den Industry Events, bestehend aus dem Schweizer Filmschulentag, dem Industry Lab und dem Creators’ Room, die Gelegenheit, Fachleute zusammenzubringen, den Austausch auf theoretischer Ebene zu pflegen, die Vernetzung innerhalb der Branche zu fördern und Informationen über kreative Methoden sowie ästhetische Tendenzen zu vermitteln.
Neu wurden die Industry Events mit einer Industry Preisverleihung beendet. Vergeben wurden die Preise für den besten Film des Schweizer Filmschulentag, Postproduktions-Preis, European Short Pitch 23/24 und Residency @ P.Air.S.
Die Kurzfilmtage bieten den Filmschulen als wichtige Schweizer Kurzfilmproduzent:innen eine Plattform, um ihre Filme der Öffentlichkeit zu präsentieren und um sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen. Die Filmschulen präsentieren ihre Filme in gemischten, schulübergreifenden «Sessions». Damit wird eine stärkere inhaltliche und vergleichende Auseinandersetzung mit den einzelnen Werken möglich. Im Zentrum steht ein Live-Feedback der Schweizer Jury an die anwesenden Filmschaffenden und die Diskussion des Werkes. Dies ermöglicht das praktische Training eines wichtigen Teils der künftigen Arbeit der Filmschaffenden, nämlich den Umgang mit der vorhandenen Konkurrenzsituation im sprachübergreifenden nationalen und internationalen Markt.
Das Industry Lab ist der Begegnungsort für alle Vertreter:innen der Kurzfilmbranche und bietet mit verschiedenen Veranstaltungsformen ein reiches Informations- und Vernetzungsangebot. Es findet traditionell am Freitag des Festivals statt. Der Tag startete offiziell mit der Swiss Industry Information: «Present and Future of Short Film Funding». Film i Väst Analysis, eine Abteilung der schwedischen Regionalförderungsagentur Film i Väst, hat ein dreiteiliges Forschungsprojekt mit Die Industry-Events der Kurzfilmtage bieten ein reiches Informations- und Vernetzungsangebot. Hier an einer Podiumsdiskussion zum künftigen Zweck und zur Bedeutung der öffentlichen Filmförderung.
dem Titel «Public Film Funding at a Crossroads» gestartet, das den künftigen Zweck und die Bedeutung der öffentlichen Filmförderung untersucht und diskutiert. Jenny Luukkonen (Film i Väst) hat den neuesten Teil der Studienreihe «All That Is Solid Melts into Air» mit dem Schwerpunkt Kurzfilm vorgestellt. In der anschliessenden Gesprächsrunde diskutieren Vertreter:innen von Förderorganisationen und Verbänden aus verschiedenen Ländern über die Studie. Parallel wurden Sales Agents und Festivals Programmers von SWISS FILMS zum Preview exklusiv eingeladen, um neue Schweizer Projekte zu entdecken.
Die Keynote Speech «Human-Machine» von Karpi Karpiczenko thematisierte unterhaltsam aber zugleich inspirierend das Thema der Künstlichen Intelligenz. KI ist in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend präsent. Von der Aufregung um den bemerkenswerten ChatGPT abgesehen, ist das Thema auch für die Filmindustrie von wachsender Bedeutung. KI verspricht, Drehbücher und Filmkritiken schreiben zu können und tote Schauspielende wieder zum Leben zu erwecken und damit die Arbeitsbedingungen innerhalb der Branche erheblich zu verändern: Sie wird die Arbeit erleichtern, aber sie ist auch eine manipulative Maschine ohne Herz und Gefühle – Fluch und Segen zugleich. Die Keynote führte direkt über zum Roundtable mit dem Titel «Rage Against the Machine?». Giuseppe di Salvatore (Filmexplorer) diskutierte mit Yun-Hua Chen (Filmkritikerin/Kuratorin), Gloria Gammer (Künstlerin-Filmemacherin) und Margaritha Windisch (ETH Zürich) über die Verwendung von KI im Kontext der Filmproduktion und -rezeption, sowie der Frage des Urheberrechts.
Am Mittag konnten sich die Teilnehmer:innen beim Soup’n’Group in Kooperation mit Pro Short und dem ARF/ FDS austauschen und stärken.
Anlässlich der Veröffentlichung von studentischen Essays im Internetmagazin Talking Shorts, die im Rahmen eines Seminars an der Universität Zürich entstanden waren, wurde beim Format «The Future of Shorts: Leave the Bubble, Unleash the Shorts!» über die Förderung des Diskurses über Kurzfilm auch ausserhalb ihrer eigenen Reihen gesprochen. Analysiert wurden die wenigen bestehenden Formate und auch die Debatten innerhalb der Filmwissenschaft. Im Anschluss folgte «Introducing Audience Design». Unter dem Begriff «Audience Design» versteht man die Einbindung des potenziellen Publikums eines Films von Beginn des Entwicklungsprozesses an mit dem Ziel, den Absatz durch gezielte Kommunikation über wichtige Aspekte des Projekts zu steigern. Nach einem Vortrag von Paul Rieth, Experte für Audience Design, berichten Profis aus Produktion und Vertrieb über ihre Erfahrungen mit der Praxis des Audience Design.
Mit «M4: Market Meetings / Meet & Mingle» konnten Filmschaffende und internationale Branchenleute sich an verschiedenen Tischen austauschen. Die Tische wurden in die 4 Themen «Ko-Produktion», «Festivals», «Distribution/Sales» und «Finanzierung/Schweizer Filmförderung» aufgeteilt. Der Tag wurde mit dem Networking-Apéro beendet.
Der Creators’ Room widmete sich mit praktischer Beratung, einer Masterclass und Workshops den konkreten Arbeitsprozessen in der Filmproduktion – dieses Jahr mit einer Case Study zum Thema Finanzierung und Produktion anhand von zwei Kurzfilmen.
In Zusammenarbeit mit Unifrance, SODEC Québec und Wallonie Bruxelles Images lud SWISS FILMS Fachleute zum Networking bei einem Industry Brunch mit internationalen Festivaldelegierten, ausgewählten Schweizer und internationalen Filmemacher:innen und Produzent:innen.
Mit «The Reel Thing – Working with Analogue Film» und «From Computer Game to Virtual Film Set: Shooting an Animated Film in Real Time» standen Filmschaffenden zwei Workshops zur Verfügung. Der erste Workshop bot den Teilnehmenden eine Einführung in die Bearbeitung von analogem Film. Das DIY-Kollektiv LaborBerlin führte die Teilnehmenden Schritt für Schritt durch den Entwicklungsprozess. Das hyper. space.studio in Winterthur bot im Workshop die Möglichkeit, die Kombination aus Motion Capture und Game Engine kennenzulernen. Dies ermöglichte den Teilnehmenden, Schauspiel, Kamera, Beleuchtung und Kulisse eines Animationsfilms im Studio zu simulieren und zu drehen.
Bei «Reasons to Buy a Film» haben sich drei geladene Branchenvertreter:innen aus den Bereichen Einkauf, Sales und Festivals ausgewählte Kurzfilme angesehen. Die Expert:innen gaben Tipps zur sinnvollsten Vertriebs- und Vermarktungsstrategie für diese Werke. Regisseur Willy Hans, diesjährige Person im Fokus der Kurzfilmtage, ist unter anderem Gründungsmitglied des Filmkollektivs Spengemann, Eichberg, Goldkamp, Hans. In einer moderierten Masterclass sprach er über seine Arbeit als Regisseur sowie als Teil des Kollektivs. Erneut boten die Kurzfilmtage die Gelegenheit für ein Schweizer Projekt in der Postproduktion, am European Short Pitch Coproduction Forum teilzunehmen. Vier Projektpitches wuden dem Publikum präsentiert. Die von der Jury ausgewählte Gewinnerin wurde zur Teilnahme am European Short Pitch 23/24 eingeladen.
Parallel wurden die Focal Script Coachings, sowie die Pitches für das neue Residenzprogramm Residency @ P.AiR.S durchgeführt. Am Abend wurden die Industry Events mit einer Preisverleihung gefeiert. Vergeben wurden die Preise für den Schweizer Filmschulentag, Postproduktions-Preis, European Short Pitch 23/24 und Residency @ P.AiR.S.
Das ausführliche Programm finden Sie im Festivalarchiv unter: kurzfilmtage.ch/archiv/festivalarchiv
Die Kurzfilmtage begeistern und verzeichneten im 2023 rund 18 000 Eintritte und davon 10 000 Filmeintritte.
Ausland 6 %
Übrige Schweiz 20 %
Kanton ZH 34 %
Genderstatistik:
Einreichungen & Selektion
Winterthur
40 %
Die Kurzfilmtage sind sowohl ein Publikums- als auch ein Branchenfestival, das sich als Plattform für Filmschaffende und Branchenkenner:innen in Europa etabliert hat. Für die 27. Ausgabe des Festivals haben sich rund 600 Personen aus dem In- und Ausland akkreditiert.
Filmschulen, Universitäten 15 % Einkauf, Distribution 5 %
Finanzierung, Förderung 8 % Medien 5 %
Filmschaffende, Produzent:innen
37 %
Filmauswertung 30 %
Alle Einreichungen
Selektion: Alle Wettbewerbe
Selektion: Internationaler Wettbewerb
Selektion: Schweizer Wettbewerb
Selektion: Sparks
weiblich männlich divers
Die Werte auf der Karte beziehen sich auf die Herkunft der an den Filmen beteiligten Regisseur:innen. Europa
5752 Filme aus
Die Werte auf der Karte beziehen sich auf die Herkunft der an den Filmen beteiligten Regisseur:innen.
Dank der Unterstützung unserer Medienpartner:innen SRG
SSR, Tages-Anzeiger, WOZ, Radio Stadtfilter, Coucou, Daily Movies, Filmbulletin, Filmexplorer, Cineman, Cinébulletin und 451.ch konnten wir unsere Präsenz auf verschiedensten Kanälen verstärken.
Print/Aussenwerbung
· Programmheft (14 000)
Flyer (16 000)
· Plakate, Hängekartons (1500)
· Diverse Inserate weltweit
Radio/TV/Kino
· Radio Trailer (25 Ausstrahlungen auf Radio Stadtfilter)
TV Trailer von Nefeli Chrysa Avgeris (100 Ausstrahlungen auf SRF 1, SRF 2, SRF info, RTS 1, RTS 2)
· Kinodias (schweizweit)
Digital/Online
· Mailings (47 873 Empfänger:innen)
· eBoards/ePanels (4 189 187 Ausstrahlungen)
· Online Banners
· Website (282 854 Page Visits)
Sampling/Merchandising
Taschen, T-Shirts, Kugelschreiber, Lanyards, Zuckersäckli, Getränkeuntersetzer (45 000 Stück)
Schaufenster- und Ladendekorationen in Winterthur
Social Media
10 266
Follower:innen
8546
Tiktok views
Presseecho
Das Medien-Monitoring Argus der Presse AG erfasste zum Stichwort «Kurzfilm» im Jahr 2023 in der Schweiz insgesamt 343 Artikel und Beiträge in Print, Online und Radio/TV, die nach Prüfung definitiv den Kurzfilmtagen und/oder der Kurzfilmnacht zugeordnet werden konnten.
151
Print-Artikel
17
Radio-/TVBeiträge
Pressestimmen
175
Online-Artikel
343
Artikel Total
«27. Internationale Kurzfilmtage Winterthur: Eine Feier der Einzigartigkeit aller Filmschaffenden.»
451.ch, 13. November 2023
5711
Follower:innen
«27. Internationale Kurzfilmtage Winterthur: Eine Feier der Kreativität und Vielfalt des Kurzfilms. In einer Welt, in der unsere Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer zu werden scheint, sind Kurzfilme eine kraftvolle Form der Kommunikation. Die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur (7. – 12. November) erinnern uns daran, wie ein kurzer Film in der Lage ist, uns zu bewegen, zu inspirieren und zum Nachdenken anzuregen.»
cineman.ch, 06. November 2023
«Volvo gleicht Vulva: Wie Schweizer Regietalente unsere Welt sehen Knackiges Kinofutter aus nah und fern: Zwischen dem 7. und 12. November feiert Winterthur wieder die Kunstform Kurzfilm.»
SRF, 6.11.2023
«A set of Nigerian new wave filmmakers made their bow in Switzerland, at the 27th edition of Internationale Kurzfilmtage Winterthur, one of the top festivals on the shorts map, as Michael Omonua puts it in a statement.»
What Kept Me Up, 5. Dezember 2023
«Mit den langen Novembernächten kommen auch die Internationalen Kurzfilmtage nach Winterthur. Sie ziehen jährlich tausende Filmfans in ihren Bann. Die Kurzfilmtage gelten als bedeutendstes Kurzfilmfestival der Schweiz und präsentieren neben hochkarätigen Kurzfilmen auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Konzerten, Kunst und Partys.»
TeleTop, 15. November 2023
Die Kurzfilmtage, als führendes «Schweizer Kompetenzzentrum für den Kurzfilm», setzen sich intensiv für die Förderung und Verbreitung des Kurzfilms ein. Ihr Engagement umfasst die Organisation von Projekten und Programmen für andere Festivals, Institutionen und Privatpersonen sowie die Durchführung einer landesweiten Kurzfilmnacht-Tour und Bildungsinitiativen für Schulen. Zusätzlich betreiben sie das umfangreichste digitalisierte Kurzfilm-Archiv der Schweiz, das Fachleuten für Recherchezwecke zugänglich ist.
Die Kurzfilmnacht-Tour ist die einzige gesamtschweizerische, sprachenübergreifende Veranstaltung, die dem Kurzfilm eine Kinoauswertung ausserhalb eines Festivalkontextes ermöglicht. Die 2003 von SWISS FILMS gegründete Veranstaltungsreihe wird seit 2015 von den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur organisiert. 2023 feierte sie mit grossartigen Publikumszahlen ihr 20-jähriges Jubiläum. Die Tour führt insgesamt durch 25 Städte und durch alle Sprachregionen der Schweiz. Als neue Spielstätte kam 2023 Locarno dazu. Für die Umsetzung der Tour in der Romandie kooperieren die Kurzfilmtage mit Base-Court, der Institution für die Vermittlung und Promotion des Kurzfilms in der Westschweiz, im Tessin mit der Animationsfilmerin und Kulturschaffenden Milly Milijkovic.
Folgende Städte wurden 2023 bespielt: Basel, Zürich, Chur, Uster, Luzern, St.Gallen, Bern, Biel, Winterthur, Schaffhausen, Baden-Wettingen, Aarau, Genf, Morges, Yverdons-les-Bains, Fribourg, Vevey, Locarno, Massagno, Neuenburg, La Chauxde-Fonds, Sierre, Delémont, Martigny und Lausanne.
Die Tour erzielte 2023 über alle Städte über 11 707 Eintritte.
Vier thematische Programme sowie interessante Einblicke in das lokale Filmschaffen
In vier thematisch kuratierten Programmen brachte die Tour das vielfältige nationale und internationale Kurzfilmschaffen in die Kinos. Die Programme standen 2023 unter dem Motto des Jubiläumsjahrs. Eröffnet wurde jede Stadt mit einer lokalen Premiere von Filmschaffenden aus der jeweiligen Region. Ein anschliessendes Gespräch mit Fragen aus dem Publikum ist fester Bestandteil der Tour, wobei ein anregender Diskurs entsteht.
Das detaillierte Programm (inkl. Lokalpremieren) ist auf unserer Website einsehbar: kurzfilmtage.ch/archiv/festivalarchiv
Die Kurzfilmtage bieten Schulen ein niederschwelliges Angebot für einen medienpädagogischen Einstieg in die Welt des Bewegtbildes. Das Angebot existiert seit 2010 und umfasst einen Festivalbesuch mit ausgewählten Jugendprogrammen, welches mit einem Expert:innenbesuch im Unterricht kombiniert werden kann. Dabei ist die Förderung einer bewussten Wahrnehmung, des kritischen Denkens sowie einer Stärkung der Medienkompetenzen ein zentrales Anliegen.
Mit dem Ausbau des Angebots 2021 durch die Einbindung der Zauberlaterne in das Projekt und durch die Schaffung eines Programmes für die Mittelstufe (Sparks Junior / 9+) deckt das Vermittlungsangebot nun alle Schulstufen von der Unterstufe bis zur Sek II ab.
Zahlen und Fakten Insgesamt konnten rund 1700 Kinder und Jugendliche vom Festivalbesuch mit Jugendprogramm und rund 500 Kinder und Jugendliche von einem Expert:innenbesuch profitieren. Damit konnten wir für 2023 einen Zuwachs von 100 % verzeichnen.
Seit dem Beginn des Projekts im Jahre 2010 haben insgesamt über 13 300 Jugendliche teilgenommen. Weitere Informationen zu den Angeboten gibt es unter: kurzfilmtage.ch/schule
Die Kurzfilmtage unterhalten das grösste digitalisierte Kurzfilmarchiv der Schweiz mit über 85 000 Filmtiteln. Das Archiv steht dem Fachpublikum sowie der Forschung und Wissenschaft ganzjährig für Recherchezwecke zur Verfügung. Während des Festivals konnten Akkreditierte sämtliche FestivalProgramme sichten.
Die Kurzfilmtage haben sich heute zu einem der bedeutendsten Kurzfilmfestivals in Europa und weltweit entwickelt. Sie fungieren als zentraler Treffpunkt für Festivaldelegierte und Institutionen. Die Einladungsstrategie zielt darauf ab, das internationale Netzwerk weiter zu festigen. Diese Einladungsstrategie fördert regelmässige Kooperationen und Juryeinsätze sowohl in der Schweiz als auch im Ausland.
Play Suisse SRG
In der von John Canciani zusammengestellten kuratierten Playlist mit vierzehn Filmen der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur wurden auf Play Suisse beliebte Schweizer Werke sowie Preisträger:innen präsentiert. Dazu gehören Festivalhits wie «Der Molchkongress» von Matthias Sahli und Immanuel Esser, «Pipes» von Jessica Meier, Kilian Feusi und Sujanth Ravichandran sowie «Flores del otro Patio» von Jorge Cadena. Alle drei Filme hatten neben den Kurzfilmtagen auch eine bedeutende Präsenz auf Festivals wie zum Beispiel Annecy, Guanajato IFF, Indilisboa, Palm Springs, Tallinn PÖFF, Sitges, Sundance und SXSW. «Flores del otro Patio» war ausserdem für den Europäischen Filmpreis nominiert. Die Filme sind für ein ganzes Jahr online.
Kortfilmfestivalen Grimstad
Das Programm beruht auf der Idee eines Austausches zwischen Brieffreunden. Der Dialog beginnt mit einer E-Mail von John Canciani an Oleksiy Radynski (ukrainischer Filmemacher, Autor und Aktivist), die eine Filmempfehlung und seine Gedanken dazu enthält. Radynski wiederum reagiert mit einer Nachricht und einem Filmtipp. Es entsteht ein pingpongartiges Gespräch, sowohl per E-Mail als auch im Filmprogramm. Dieses Experiment zeigt auf, dass ein Filmprogramm ebenso intuitiv wie kollaborativ entstehen kann.
Hofkino im Landesmuseum
Die Kurzfilmtage waren im Juni zu Gast im Hofkino im Landesmuseum Zürich. Im wunderschönen Innenhof präsentierten sie das Programm «Züri Shorts» und schufen eine Plattform für das Zürcher Filmschaffen. Sieben Kurzfilme wurden in Anwesenheit von Filmschaffenden auf der Grossleinwand gezeigt.
Die Kurzfilmtage kuratierten im Rahmen der langjährigen Festival-Partnerschaft einmal mehr einen Kurzfilmblock zum Programm der Reihe «Neue Welt Sicht».
Die Koreanische Neue Welle erfreute sich in den letzten Jahren grosser Beliebtheit. Der historische Oscar für den Besten Film, der 2020 an Bong Joonho’s «Parasite» ging, untermauert diesen Trend. Die fünf ausgewählten Kurzfilme sind perfekte Beispiele für den erfinderischen Ansatz aufstrebender südkoreanischer Filmemacher:innen bei der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen, den komplizierten Beziehungen zu unseren Mitmenschen, der Verbreitung von Technologie in unserem Leben oder einem besonders anspruchsvollen Job. Kuratiert wurden die Kurzfilme von den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur.
Im Rahmen des Tags der Frau am 8. März kuratierten die Kurzfilmtage für die Reformierte Kirche Töss ein Kurzfilmprogramm. Drei Filme, die anlässlich des besonderen Tags, die Stärke von Frauen betonen, insbesondere die Verbindung von Frauen miteinander.
Die Kurzfilmtage kuratieren für private Anlässe von Institutionen Kurzfilmprogramme, welche einen Einblick ins Programm des Festivals geben. Im Rahmen von drei Mitarbeiter:innenAnlässe wurden Filme ausgewählt, welche die Vielfalt der Festivalprogramme darlegen. Bei solchen Anfragen legen die Kurzfilmtage Wert darauf, dem Schweizer Film eine Plattform zu geben. 2023 wurden für den Mitarbeiter:innen-Anlass der Winterthurer Bibliotheken, den Lawyers’ Day Ausflug der Anwaltskanzlei CMS und dem Winterthurer Besuch der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektor:innen Kurzfilme ausgewählt.
Best of Kurzfilmtage 2023
Nach den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur erlebten eine Reihe von Siegerfilmen und Publikumslieblingen eine erneute Aufführung in den Kinos Cameo Winterthur, Cinématte Bern und RiffRaff Zürich. Das «Best of»-Programm bestand aus sorgfältig ausgewählten Preisträgerfilmen der Festivalausgabe 2023.
Festival cinémas d’Afrique – Lausanne – Carte Blanche KFTW
Das Festival cinémas d’Afrique - Lausanne ist eine jährliche Veranstaltung, die in der Schweiz einzigartig ist und ein originelles Programm mit Filmen aus oder über afrikanische Länder bietet. Die Kurzfilmtage waren Gastkurator:innen eines Kurzfilmblockes mit afrikanischen Kurzfilmen, welche in den letzten Jahren im Internationalen Wettbewerb gezeigt wurden.
Projekt mit Stadt Winterthur Extremismus im Zoom Extremismus, Radikalisierung und Jihad. Ob nun politische oder religiöse Formen von Extremismus angesprochen sind, neben dem ökologischen Klimawandel wird das politische und soziale Klima die Agenda der Zukunft bestimmen. Mit «Extremismus im Zoom» wird mit zwei bis drei Kurzfilmen eine Auseinandersetzung zum Thema eröffnet, die in einem anschliessenden Podiumsgespräch diskutiert wird.
Kortfilmfestivalen Grimstad, Norwegen: John Canciani
· Jury Semaine de la Critique – Locarno Film Festival, Schweiz: John Canciani
Die Kurzfilmtage sind Mitglied in folgenden Vereinen und Verbänden:
• Short Film Conference: Vorstandsmitglied
• Pro Short: Vorstandsmitglied
• Conférence des festivals: Vorstandsmitglied
• Vision Sud Est: Vorstandsmitglied
• European Film Academy: Mitglied
• Schweizer Filmakademie: Mitglied
• Zürich für den Film: Mitglied
• Pro Kultur Kanton Zürich: Mitglied
• Kulturlobby Winterthur: Mitglied
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Zweck des Organisationskapitals
Das Organisationskapital wird ausschliesslich für den Zweck gemäss Vereinsstatuten verwendet.
Die Jahresrechnung 2023 wurde gemäss der Fachempfehlung «SWISS GAAP FER 21» - Rechnungslegung für gemeinnützige, soziale Nonprofit-Organisationen erstellt. Es wurden die Bestimmungen für kleine Organisationen angewendet und nach der Methode «accrual basis» bilanziert.
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Abschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Grundsätze werden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
Aktiven
Die Bilanzierung der flüssigen Mittel und Forderungen erfolgt zu Nominalwerten.
Das Redaktionstool wird linear über vier Jahre abgeschrieben.
Bei den immateriellen Anlagen handelt es sich um ein digitales Archiv von Filmen. Eine Bewertung dieses Aktivum ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, da die zukünftigen Einnahmen und der Nutzen aus diesem Archiv nicht bekannt sind. Daher wird es mit einem Pro-Memoria-Franken bilanziert.
Passiven
Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Nominalwerten respektive zum erwarteten Mittelabfluss.
Im Berichtsjahr sind den Mitgliedern des Vorstandes, ausser allgemeinen Spesenvergütungen, keine Entschädigungen ausgerichtet worden. Die gesamte Geschäftsleitung hat im Jahr 2023 eine Entschädigung von CHF 192 560 (Vorjahr CHF 212 497) erhalten.
Für die Geschäftsleitung wird ein Kontokorrent in der Bilanz geführt. Es wurden keine weiteren Transaktionen mit Nahestehenden durchgeführt.
Im Geschäftsjahr leistete der ehrenamtliche Vorstand unentgeltliche Leistungen im Umfang von insgesamt rund 329 Stunden (Vorjahr 297 Stunden). Die unentgeltlichen Leistungen der Vereinsmitglieder belief sich im Berichtsjahr auf 3 494 Stunden (Vorjahr 3 960 Stunden). Für die Auslagen der Vorstands- und Vereinsmitglieder wurden eine Spesenentschädigung von rund CHF 33 900 (Vorjahr CHF 39 000) ausgerichtet.
Die Anzahl Vollzeitstellen liegt im Jahresdurchschnitt, wie im Vorjahr auch, nicht über 10 Mitarbeitenden.
Zweck des Organisationskapitals
Das Organisationskapital wird ausschliesslich für den Zweck gemäss Vereinsstatuten verwendet.
Die 28. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur finden vom 5.–10. November 2024 statt.
Das Festival hat das Ziel, eine lebendige und professionelle Plattform für vielfältige Kurzfilme zu bieten. Filmschaffende haben hier die Gelegenheit, sich zu vernetzen, auszutauschen und bedeutende Kontakte für ihre berufliche Entwicklung zu knüpfen. Die Eröffnung des Festivals ist für den Dienstagabend geplant, gefolgt von verschiedenen Programmen ab Mittwochvormittag bis hin zur abschliessenden Preisverleihung am Sonntagabend.
Preise
Preise des Internationalen Wettbewerbs
· Hauptpreis CHF 12 000.–
· Förderpreis CHF 10 000.–
· Prix George für die beste dokumentarische Form CHF 10 000.–
Preis des Schweizer Wettbewerbs
· Preis für den besten Schweizer Film CHF 10 000.–
Preis des Internationalen und Schweizer Wettbewerbs
· ZKB Publikumspreis CHF 10 000.–
Weitere Preise
· Preis für den besten Film der Sektion Sparks CHF 2000.–Preis für den besten Schweizer Schulfilm CHF 5000.–Postproduktions-Preis CHF 10 000.– (Sachpreis)
Die Fokusprogramme sind das viel beachtete Forum für Experimente, Retrospektiven und themenspezifische Programme. Folgendes erwartet uns 2024:
Grosser Fokus
Der grosse Fokus ist noch in der Findungsphase. Das Programm wird sich in Kooperation mit der Stiftung Oskar Reinhart Am Römerholz und deren Sammlung auseinandersetzen und in den Dialog treten.
Land im Fokus
Ägypten
Diverse wiederkehrende Veranstaltungen, Filmgespräche, Masterclasses, Podien und Workshops werden die Filmprogramme begleiten, die aufgegriffenen Themen und gezeigten Filme kontextualisieren und damit Raum für Diskussionen schaffen.
Die Kurzfilmtage sind mitten im Prozess der Analyse und Findung der Rahmenbedingungen für die Angestellten, Mandatierten und Vereinsmitglieder. Ein zentraler Punkt sind die Entlöhnungen, Sozialleitungen und Stellenprozente. Die Situation hat sich durch die Teuerung und Sozialleistungsabfall der Pensionskassen noch verschärft. Die Post-Corona-Folgen sind zusätzlich spürbar und werden auch mittelfristig weiterhin ein Thema sein. In diesem Zusammenhang ist der rege Austausch mit Partner:innen zentral und ein wichtiger Teil für die Planungssicherheit einer Kulturveranstaltung wie die Kurzfilmtage. Wir sind überzeugt, diese erschwerte Situation zu meistern und gestärkt nach vorne zu schauen.