golf #8

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8 2017

MATHIAS EGGENBERGER • BUNKERSPIEL • GOLFER-NAHRUNG • TOUR-PROETTE & DESIGNERIN SWISS SENIORS OPEN • HICKORY-GOLF • MUST HAVES • JEAN-CLAUDE ZURFLÜH • LADIES OPEN


ALDUSBLATT

eine reine Herzensangelegenheit Herzog Loibner Fine Jewelry präsentiert stolz die Aldusblatt Kollektion. Inspiriert von der Natur vermittelt sie Tradition und Beständigkeit. Pur und klar in ihrer Form, verspielt in ihrer Fassung. Mit Liebe und Sorgfalt werden die Kostbarkeiten aus edelsten Materialien und seltenen Juwelen gefertigt. Eine Kollektion von Frauen für Frauen, zur Erfüllung der ganz persönlichen Wünsche.

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Goldfarben. Gewählt werden kann zwischen weissen oder braunen Diamanten. Unabhängig vom Ohrschmuck kann der Aldusblatt Anhänger vielfach getragen werden. Dazu ist er praktisch mit einer Klappöse versehen und in drei Grössen erhältlich. Das verspielte Design und die goldene Fassung umschmeicheln die prachtvollen Farbnuancen. Die Aldusblatt Kollektion verbindet gekonnt die Leichtigkeit des Alltags mit elegantem Stil für jeden Augenblick. Die pulsierenden Farbwelten setzen ein klares Statement und werden zum garantierten Blickfänger. Herzog Loibner· Fine Jewelry Lounge Fürstentum Liechtenstein· Aeulestrasse 20 · 9490 Vaduz T +423 230 3000· F +423 230 3002 Di-Fr 09.30 - 18.30 Uhr, Sa 09.30 - 16.00 Uhr Sonn- und Feiertage geschlossen


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inhalt

12 Mathias Eggenberger

24 Golf und Mode

35 Bunkerspiel

32 Must Haves

52 Golfer-Nahrung Wir wünschen eine schöne

sommer:ze

-EDIENBUERO ,OGO 0ANTONE # # SCHWARZ

46 Hickory-Golf

58 VP Bank Ladies Open

IMPRESSUM 8. Ausgabe HERAUSGEBER: Medienbuero Oehri & Kaiser AG, Essanestrasse 116, 9492 Eschen VERLAG: Zeit-Verlag Anstalt, Eschen PROJEKTLEITUNG: Johannes Kaiser (Medienbuero Oehri & Kaiser AG) REDAKTIONSLEITUNG: Michael Benvenuti REDAKTION: Mirjam Fassold, Michael Benvenuti INSERATE: Vera Oehri-Kindle 0

be Oktober 201 (Medienbuero Oehri & Kaiser AG) GRAFIK: Medienbuero Oehri & Kaiser AG FOTOS: Michael Zanghellini, ZVG TITELBILD: Marcel Giger DRUCK: BVD Nächste Ausga

Druck +Verlag AG, Landstrasse 153, 9494 Schaan ERSCHEINUNG: Juni 2017 LESERSCHAFT: 55'000

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Liebe Leserin, lieber Leser

Z

urück zum Ursprung. Dieses Motto gilt nicht nur in der Nahrungsmittelindustrie, wo plötzlich alte Getreidearten, Gemüse und Obstsorten wiederentdeckt und Begriffe wie Herkunft, Heimat und Tradition neu belebt werden. Das Rückbesinnen auf die

Wurzeln hat auch im Golfsport Einzug gehalten. Hickory-Golf ist zwar noch eine Nische des Golfsports, wird jedoch immer populärer. Was genau so reizvoll daran ist, multifunktionale Kleidung und hochpräzise Schläger gegen Knickebocker, Schiebermütze und Golfschläger aus Hickoryholz mit Ledergriffen auszutauschen, erzählt Richard Fischer, Präsident und Eigentümer des Golfparks Rankweil. Wussten Sie, dass es in Liechtenstein eine Versicherung für Hole-in-ones gibt? Kilian Pfister,­ Generalagent der Mobiliar-Versicherung in Vaduz, erzählt im Interview die Hintergründe ­dieser aussergewöhnlichen Idee und verrät, wie viel Risiko er selbst eingeht – im Leben wie auf dem Golfplatz. Das Golf-Magazin widmet sich zudem vielen weiteren Menschen, die sich auf satten Greens am wohlsten fühlen, macht sich auf die Suche nach der optimalen Ernährung für Golfer, ­testet rassige Autos und gibt wertvolle Tipps fürs Bunkerspiel. Geniessen Sie mit uns die achte Ausgabe des Golf-Magazins für Liechtenstein und die Region! Mit sportlichen Grüssen

Michael Benvenuti Redaktion

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«Die Erinnerung an ein herzliches Lächeln bleibt für immer. Gesunde und strahlende Zähne bedeuten Lebensfreude und Lebensgefühl pur. Ihnen zu einem strahlenden Lächeln verhelfen zu dürfen, ist meine Passion.» Dr. med. Dr. med. dent. Michael Meier Eidg. dipl. Arzt und Zahnarzt

Perfect Smile Swiss Dental Care Bad Ragaz Tel. +41 (0)81 303 38 95 perfectsmile@resortragaz.ch www.perfectsmileragaz.com


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Lachend Zähne zeigen hält gesund Golf ist ein lustiges Spiel, bei dem man mit Hilfe gänzlich ungeeigneten Werkzeugs einen Ball über viel zu lange Distanz in ein viel zu kleines Loch zu spielen versucht – und trotzdem gibt’s dabei viel zu ­lachen. Erst recht, wenn Michael Meier zur Perfect Smile Golf Trophy lädt. Der Zahnmediziner weiss, wie er seine Gäste zum Zähnezeigen animiert – und das ist gut so, Lachen hält gesund.

Dr. Meier, Ihr Unternehmen heisst «Perfect Smi-

Bei der Perfect Smile Golf Trophy gibt es viel zu

le» – als Mediziner wissen Sie, welche Auswir-

lachen. Macht Humor den Golfsport erträgli-

kungen Lächeln auf die menschliche Psyche hat.

cher?

Dr. Michael Meier: Lachen wirkt sich unmittelbar

(lacht) Das fragen Sie ausgerechnet mich, der ich

auf unser Wohlbefinden aus und verschafft ein

seit fünf Jahren bei jeder Perfect Smile Golf Tro-

besseres Lebensgefühl. Wer lacht, strahlt positive

phy verspreche, im nächsten Jahr mitzuspielen,

Energie aus und wird von der Umwelt entspre-

und dann doch immer wieder eine Ausrede fin-

chend wahrgenommen. Ein lachender Mensch

de, die Platzreifeprüfung hinauszuschieben. Aber

signalisiert, dass er mit sich selbst im Reinen ist –

klar, als «seit Jahren angehender Golfer» kenne ich

das wirkt attraktiv.

mich natürlich aus – Humor hilft beim Golfspielen, vor allem an Tagen, an denen es nicht so läuft.

Wer lacht, zeigt Zähne.

In den letzten Jahren habe ich feststellen dürfen,

Genau. Nicht nur beim Lachen, sondern in der

dass Golf keine so todernste Angelegenheit ist,

zwischenmenschlichen Kommunikation generell

wie ich ursprünglich glaubte. Viele meiner Gäste

spielen Zähne eine grosse Rolle, werden sie doch

kommen gut gelaunt und lachend von der Run-

bereits in den ersten Augenblicken eines Zusam-

de zurück.

Viel Humor und ein schönes Lachen: «Mister Perfect Smile» Dr. Dr. Michael Meier und Comedian Gögi zaubern jedem Golfer ein Lächeln ins Gesicht.

mentreffens gezeigt – wer den Mund zum Gruss öffnet, gibt den Blick auf sein Gebiss frei. Hoffent-

… und werden im Clubhaus von Comedian Gögi

lich auf ein möglichst makelloses, ebenmässiges

bei Laune gehalten. Was mögen Sie an Gögis

und strahlend weisses. Studien beweisen, wie sich

Humor?

gerade sehr weisse Zähne auf die Psyche auswir-

Er ist als Künstler äusserst vielfältig und kann in

ken. Menschen mit schönen Zähnen fühlen sich

unterschiedlichste Rollen schlüpfen. Was mir bei

besser und sind im Umgang mit anderen frei-

seinen Auftritten besonders imponiert, ist die Art,

er. Wer dagegen eine Zahnlücke, schräge oder

wie Gögi Atmosphäre und Stimmung aufnehmen

gelbliche Zähne hat, versucht dies häufig zu ver-

und seine Auftritte der Situation anpassen kann.

stecken. Das hemmt. Für mich als Arzt ist es fas-

Und: Er hat ein herzliches, ehrliches Lachen.

Begehrter Goldzahn: der Wanderpreis der Perfect Smile Golf Trophy.

zinierend zu beobachten, wie sich Menschen verändern und aufblühen, wenn sie sich die Zähne

Sie verlinken die 5. Perfect Smile Golf Trophy am

richten lassen. Häufig geht die Zahnkorrektur mit

20. Mai erstmals auf Social Media. Warum?

einem neuen Outfit oder einem flotteren Haar-

Der ästhetische Auftritt des Golf-Magazins weckt

schnitt einher – dem eigenen Äusseren wird mehr

ein Wohlgefühl – genau gleich wie das Wissen

Aufmerksamkeit zuteil.

um ein ebenmässiges Gebiss und weisse Zähne. In den sozialen Netzwerken werden wir die

Wie viel zu lachen braucht der Mensch, um ge-

Möglichkeit nutzen, neben dem Sehen noch ei-

sund zu bleiben?

nen zweiten Sinn, das Hören, einzubeziehen. Un-

Gute Frage. Lachen ist definitiv die beste Medizin.

ter www.facebook.com/perfectsmileragaz/ kann

Und wohl auch die beste Prävention. Lachen Sie

man sich die lustigsten Momente des Tages zu

täglich, dann bleiben Sie und Ihre Psyche gesund.

Hause noch einmal ansehen und anhören.

Perfect Smile Dr. med. Dr. med. dent. Michael Meier Grand Resort Bad Ragaz Medizinisches Zentrum Hans-Albrecht-Strasse 7310 Bad Ragaz Tel. +41 (0)81 303 38 95 perfectsmile@resortragaz.ch www.perfectsmileragaz.com

PERFEC T SMILE golf

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5. Perfect-Smile-Golf-Trophy 10

Fotos Daniel Stauffer Marc Brogle

Happy 46th birthday, Mister Perfect Smile! Patt Meier und Dr. Dr. Michael Meier.

Herman Beck

Ralph Polligkeit, Director of Golf & Sports beim Grand Alfons Thöny, Captain GC Bad Ragaz Resort Bad Ragaz, und Gastgeber Dr. Dr. Michael Meier.

Rolf Mannhart

Arthur Beck

Toni Putzi

Dr. Dr. Michael Meier wird von SRF-Reporter «Gögi» interviewt.

Ursula Leuzinger und Schimun Murk mögen’s farbenfroh.

Reto Fintschin, Präsident GC Bad Ragaz, und Gastgeber Michael Meier.

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Manche Plätze haben 18 Löcher. Unsere haben kein einziges.

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«Ich trainiere wirklich viel im Gym, auch sehr intensiv.»

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Athlet

am Abschlag Seit November 2016 ist Mathias Eggenberger Pro. Der erste mit Liechtensteiner Pass. Der 25-Jährige hat ein klares Ziel und kennt den Weg dorthin – dieser ist steinig und schweisstreibend. ­ Das Berufsbild eines Playing Professionals ist zwar vielseitig, das Leben auf der Tour aber kein Z­uckerschlecken. Motivation findet der Golfer unter anderem beim Training mit dem Rotor Team. TE X T M IR JAM FA SSO LD · FOTOS M ICHAEL Z ANG HELLINI, ED DY R ISCH

W

enn Mathias Eggenberger etwas macht, macht er es richtig.

gen Monaten arbeitet er mit einem Mental Coach zusammen. Den Winter

Halbe Sachen sind nicht sein Ding. Ausbildung und Sport

hat der Golfer genutzt, um seinen Körper optimal auf eine lange, harte

hat er diszipliniert unter einen Hut gebracht – erst die Ma-

Turniersaison vorzubereiten. Denn Mathias Eggenbergers Beruf ist kör-

tura am Sportgymnasium in Davos, dann das Studium in Marketing und

perlich wie mental kräftezehrend. Ein Klick in seinen Instagram-Account

Business Management an der University of Stirling in Schottland. Zügig hat

(mathias_eggenberger) eröffnet nicht nur Einblicke ins Leben eines Playing

er diese Ausbildungen durchlaufen und vor einem Jahr seine «zivile Aus-

Professionals, sondern verrät das Geheimnis hinter dem muskulösen Kör-

bildung» mit der Bachelorarbeit abgeschlossen. Das eigentliche Berufsziel

per des Schaaners: Den Hashtag «gym» verwendet Mathias Eggenberger

des Schaaners aber war längst klar: Golfprofessional!

beinahe so häufig wie #golf. Die Video-Postings sind eindrücklich. Eggenberger schindet sich im Training bis zum Äussersten. Nein, nicht (nur) auf

Seit rund einem Jahr nun dreht sich in Mathias Eggenbergers Leben (fast)

der Driving Range und dem Putting Green, auch im Fitnessstudio. Sein

alles um Golf. Vergangenen Sommer spielte er als ASG-Nationalspieler die

Workout ringt Sportskollegen Bewunderung ab. «#animal» schrieb ein Fol-

letzten Amateurturniere seiner Karriere, im November vollzog er offiziell

lower im März unter ein Video-Posting – mehr Lob geht kaum.

den Wechsel zu den Professionals: «Es war wirklich Zeit, hier einen Schritt vorwärts zu gehen und etwas Neues zu machen.» Erst die Ausbildung,

«Ich trainiere wirklich viel im Gym, auch sehr intensiv. Für mich ist das wich-

dann die Sportkarriere – so typisch schweizerisch-liechtensteinisch Eggen-

tig und richtig. Ich will meine Muskeln stärken, um verletzungsfrei durch

bergers Weg bisher gewesen ist, die Klarheit, mit welcher der 25-Jährige

die Saison zu kommen», erklärt der Golfprofessional. Seine weiblichen Fans

heute seine Ziele als Profisportler benennt, ist im Schweizer Golf selten:

beglückt er auf Instagram zwar ab und zu mit einem Foto seines nackten

«Ich will auf die European Tour. Und dort um den Sieg spielen.» Dass er das

Oberkörpers – Stichwort #toosexyformyshirt –, doch wolle er nicht wie

Zeug dazu hat, weiss er längst. Als Amateur hat er auf der Challenge Tour

ein Bodybuilder Muskelmasse aufbauen. «Mir geht es nicht um die Optik,

in Sempach bereits einen dritten Platz erreicht, vergangenen September

sondern um die Funktionalität.»

auf der European Tour in Crans-sur-Sierre den Cut geschafft. Der Einstieg bei den Professionals bei der Q-School in Bogogno (Italien) ist dann leider

Schwitzen im Team – zweimal täglich!

weniger erfolgreich verlaufen – Cut verpasst. Nochmals ein Jahr warten

Während Spitzenamateure in Nationalkadern oder Universitätsteams von

bis zur nächsten Chance auf die Tourkarte. Oder doch nicht? «Ich bekom-

Verbands- und Vereinsstrukturen profitieren, ist der Playing Professional

me diese Saison acht Wild Cards für Challenge-Tour-Turniere. Eines davon

beim Training auf sich alleine gestellt. «In Schottland trainierte ich zusam-

will ich gewinnen, dann bekomme ich die Spielberechtigung sofort», sagt

men mit den Teamkollegen. Egal, ob auf der Range oder im Gym, da war

Mathias Eggenberger.

immer jemand, mit dem ich mich austauschen konnte», sagt Eggenberger. In Liechtenstein hat er sich fürs Fitness- und Krafttraining dem Rotor Team

Starke Muskeln für einen stabilen Schwung

angeschlossen: «Das Team ist voller Energie, wir Athleten motivieren uns

Diese Zuversicht und Selbstsicherheit kommen nicht von ungefähr.­ gegenseitig.» Unter der Anleitung der Trainer Micha Eder und Marco Bü­Eggenberger ist fitter denn je, sein Golf technisch einwandfrei, seit eini-

chel schwitzt der Golfer Seite an Seite mit Skicrossern und Alpinskifahrern,

MATHIAS EGGENBERGER golf

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mit einer Tennisspielerin und einem Judoka. Wie passt das zusammen? «Wir haben alle das gleiche Ziel: an die Spitze kommen! Auf dem Weg dorthin pushen wir uns gegenseitig.» Jeder Athlet wird individuell betreut. «Wir befinden uns nicht alle am gleichen Zeitpunkt der Saison – wenn sie für den einen ausklingt, startet sie beim andern erst.» Entsprechend werden die Trainingspläne massgeschneidert. Manches wird dennoch gemeinsam gemacht, gewisse Muskelpartien sind für alle Sportler wichtig. Eggenbergers Workout-Videos wirken mal spielerisch leicht, mal strotzen sie vor Intensität. Sich Schinden ist «part of the game». Ein nicht allzu kleiner Teil, übrigens, wie ein typischer Arbeitstag von Mathias Eggenberger im letzten Winter zeigt: Der Tag startet früh – 6.30 Uhr wecken und Frühstück. «Vor dem Training etwas in den Magen zu bekommen, ist mir wichtig, dafür stehe ich gerne etwas früher auf», sagt der Sportler. 7.30 Uhr ist Abfahrt ins Fitnesscenter, nach der Ankunft in Balzers werden die Muskeln aufgewärmt. Um 8.30 Uhr startet das Rotor Team unter der Anleitung von Micha Eder die Vormittagssession. Und die kann ganz schön «heavy» sein. «Heute waren die Beine dran – sechs unterschiedliche Übungen, unter anderem ‹Kniebeugen tief›. Sechs Wiederholungen. Startgewicht 120 Kilo. Danach 140 Kilo», erzählt Eggenberger bei unserem Treffen. Eine starke Bein- und Rumpfmuskulatur ist für den 25-Jährigen essentiell. «Hier benötigen Golfer Stabilität.» Das Vormittagstraining dauert zweieinhalb Stunden, danach geht’s zurück nach Hause. Zum Mittagessen. «Früher habe ich mich Mittags eine Stunde hingelegt, das liegt mittlerweile aber nicht mehr drin.» Am Nachmittag steht nochmals eine Trainingssession an – Schwerpunkt Ausdauer. Auf dem Golfplatz ein Einzelkämpfer Inzwischen befinden wir uns mitten in der Turniersaison, Mathias Eggenberger ist seit Monaten schon auf der Pro Golf Tour und der Challenge Tour unterwegs. Jetzt macht sich die Schinderei des Winters bezahlt, trainiert wird wieder vorwiegend mit Golfclubs statt mit Hanteln. Wenn er alleine auf der Driving Range steht, zehrt Mathias Eggenberger auch von den Erinnerungen an die energiegeladene Atmosphäre im Rotor Team – Motivation pur. Einen Coach, der Tipps gibt und korrigiert, hat Mathias Eggenberger nicht (mehr). «Ich weiss, wie ich trainieren muss. Von André Bossert habe ich mir abgeschaut, ein Trainingstagebuch zu schreiben. In diesem notiere ich Übungen und Drills ebenso wie Änderungen beim Schwung und deren Auswirkungen auf den Ballflug.» Wenn er sich dennoch einmal mit jemandem austauschen will, ruft er in Schottland an. «An der Uni habe ich mit einem Coach gearbeitet, der mittlerweile eher zu einem Berater geworden ist.» Auch auf einen Caddie verzichtet Mathias Eggenberger in seinem ersten Profijahr. Hauptsächlich aus finanziellen Gründen. Gänzlich auf sich allein gestellt ist der Rookie dennoch nicht. Trotzdem bleibt neben dem Training viel Arbeit an ihm hängen. «Die Sponsorensuche habe ich von Anfang an selbst übernommen und werde das bis auf Weiteres beibehalten.» Den Turnierkalender stellt sich der Schaaner ebenfalls selbst zusammen – maximal drei Turniere in Serie. Einzig bei der Organisation der Reisen greift er dankbar auf die Unterstützung der Eltern und eines Sponsors zurück: «Die optimale Reiseroute, den billigsten Flug oder noch besser den günstigsten Direktflug zu finden, ist manchmal sehr zeitaufwendig und kompliziert.» Da schindet er lieber seinen Körper beim Krafttraining – just another day in the #gym.

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Interview Mario Calligri

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«Wir wollen in Bulgarien

eine Medaille»

Im Leistungssportbereich hat sich in der Liechtensteiner Golfszene in den vergangenen beiden Jahren viel getan. Ein Nationalteam wurde aufgebaut und hat sich auf internationaler Bühne etabliert, zudem ist die Landesmeisterschaft zu einem internationalen Turnier über drei Runden angewachsen, bei dem es Weltranglistenpunkte zu gewinnen gibt. Massgeblichen Anteil an den Erfolgen der GVL-Kadermitglieder hat Nationalcoach Mario Caligari. I NTE RV I E W M IR JAM FA SSO LD · FOTOS M ICHAEL Z ANG HELLINI

Herr Caligari, Sie sind seit drei Jahren Nationalcoach

Sie sind ein erfahrener Golflehrer und Teamcoach.

des Golfverbands Liechtenstein (GVL). Was ha-

Was war die bisher grösste Herausforderung bei

ben Sie mit dem Team in dieser Zeit erreicht?

der Arbeit mit dem GVL-Nationalteam?

Mario Caligari: Als der Golfverband 2014 den

Ich hatte sicher den Vorteil, jedes einzelne Team-

Startschuss zur Bildung eines Nationalteams

mitglied bereits vor der Rekrutierung des Natio-

gegeben hat, lautete das erste Ziel, ein Team

nalteams zu kennen. Die meisten hatte ich zuvor

zu formieren, das 2015 an den Kleinstaaten-

schon als Golflehrer, Trainer oder Coach betreut.

spielen in Island teilnehmen sollte – und auch

Die grösste Herausforderung war für mich das Zu-

teilgenommen hat. Gut einen Monat nach die-

sammenführen von damals sechs oder sieben Einzel-

sem ersten internationalen Auftritt des Liechtenstei-

sportlern zu einem Team. Golf ist an sich ein Einzelsport, nun aber mussten diese Einzelkämpfer zu einer Mannschaft

ner Golfnational­teams reiste die Herrenmannschaft zur European Team Shield Championship (ETSC) nach Bulgarien und

zusammenwachsen und einen Teamspirit finden. Daneben ging es

erreichte dort den starken vierten Rang. Bei der zweiten European Team

aber stets auch darum, golftechnisch weiterzukommen. Daran haben wir

Shield Championship 2016 in Ungarn verteidigten unsere Herren diesen

laufend gearbeitet und tun dies nach wie vor. Die Früchte­unserer Bemü-

vierten Platz erfolgreich und wurden im Herbst vom LOC zur Wahl als

hungen haben wir erstmals bei der ETSC 2015 in Bulgarien ernten können.

Liechtensteins «Mannschaft des Jahres» vorgeschlagen. Für die Damen

Für mich als Nationalcoach ist es eine Befriedigung zu ­sehen, dass sich die

wurde 2016 erstmals eine ETSC ausgeschrieben, unser Team erreichte

Kaderspieler nicht nur technisch und taktisch weiterentwickeln, sondern

dabei den guten siebten Rang.

auch zu einem echten Team zusammengewachsen sind. In diesem Zusammenhang war die letztjährige ETSC in Ungarn ein absolutes Highlight – wie

Sie haben den Aufbau des Nationalteams 2014 begonnen und waren

die Mannschaft da zusammengehalten und j­eder für jeden gekämpft hat,

ein gutes Jahr später beim zweiten internationalen Antreten bereits

war toll.

recht erfolgreich. Wie führt man eine Mannschaft so rasch zum Erfolg?

Können Sie sich an «Meilensteine» erinnern, die einen grossen

Wir haben vor allem in der Anfangsphase enorm vom Liechtenstein Olym-

Schritt vorwärts auf dem Weg zur Teambildung respektive in der

pic Committee (LOC) und dessen Bemühungen bei den Vorbereitungen

Teamentwicklung markierten?

auf die Kleinstaatenspiele 2015 in Island profitieren können. Wir Golfer wa-

Blenden wir nochmals zurück zu unserem ersten internationalen Auftritt

ren dabei in die nationalen Vorbereitungen eingebunden, haben unter an-

bei den Kleinstaatenspielen 2015. Damals sind wir mit grossen Hoffnungen

derem an sportartenübergreifenden Trainingslagern und Leistungstests

und Zielen nach Island gereist – und haben Lehrgeld bezahlen müssen.

teilgenommen. All das, was das LOC als Vorbereitung auf diese Kleinstaa-

Das gehört dazu. In Island sind im Team Fehler passiert, die uns heute nicht

tenspiele angeboten hat, hat den Mitgliedern des GVL-Nationalkaders auch

mehr unterlaufen würden. Ob man das als Meilenstein bezeichnen soll?

geholfen, innert kürzester Zeit einen Teamspirit aufzubauen und zu einer

Sicher ist, dass die Erfahrungen, die wir bei den Kleinstaatenspielen 2015

Mannschaft zusammenzuwachsen.

gesammelt haben, uns als Team sehr gestärkt haben.

INTERVIEW golf

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Nun haben Sie aber nicht jede Woche Kleinstaatenspiele, um

Welche weiteren Ziele hat sich das GVL-Nationalteam bzw. haben S ­ ie

die Teambildung voranzutreiben. Wie arbeiten Sie während des

sich als Nationaltrainer für das laufende Jahr gesteckt?

­Jahres?

Wenn es in Bulgarien mit der Medaille klappt, dann sollte das Team in der

Das Nationalteam trainiert regelmässig zusammen – in der Wintersaison­

Folge nicht nur nominiert, sondern auch zu «Liechtensteins Mannschaft des

sind das drei oder vier gemeinsame Indoor-Trainingseinheiten. Seit letz-

Jahres» gewählt werden. Ich werde mein Bestes geben, unsere Mannschaft

tem Jahr startet das Nationalkader mit einem Trainingswochenende in

so einzustellen und zu motivieren, dass diese Ziele erreicht werden. (lacht)

Norditalien gemeinsam in die Saison. Mit von der Partie sind dort auch

Ende August werden Elias Schreiber sowie Sebastian und Fabian Schredt

die beiden Captains Ferdi Sele und Christine Tinner-Rampone sowie ei-

Liechtenstein bei der Universiade in Taiwan vertreten. Bei dieser Premiere

nige Vorstandsmitglieder. Die Kadermitglieder trainieren zusammen, auf

hoffen wir auf ein gutes Resultat. Für die Spieler wird das Turnier eine grosse­

dem Platz findet ein internes Trainingsturnier statt, das eine Wettkampfsi-

Sache, wertvolle Erfahrungen sind garantiert. Aber zurück zum gesamten

tuation simuliert und so wertvolle Erfahrungen bringt. Bei diesem Season

Kader: Golf ist ein Einzelsport, deshalb haben wir beim Season Opening mit

Opening sind wir jeden Tag rund neun Stunden auf dem Golfgelände –

jedem einzelnen Teammitglied auch persönliche golferische Ziele für die

vormittags auf der Driving Range und dem Kurzspielgelände, nachmit-

Saison formuliert, auf welche die Golferinnen und Golfer hinarbeiten. Als

tags auf dem Platz. Im Sommer bereiten wir uns gemeinsam auf die an-

Nationalcoach erwarte ich, dass unsere Spielerinnen und Spieler sowohl

stehenden Turniere vor, wobei die Trainings relativ kurzfristig festgesetzt

bei der Landesmeisterschaft bzw. der Liechtenstein Open als auch bei den

werden, je nachdem, welche Turniere anstehen. 2017 hat der Golfver-

diversen ASG-Turnieren im Laufe der Saison um Spitzenplätze spielen.

band Liechtenstein für seine Mitglieder erstmals ein Season Matchplay ausgeschrieben, sowohl als Einzel- wie auch als Foursome-Bewerb. Auch

Wenn wir über die aktuelle Saison hinausblicken, wohin wollen Sie

dies ist für die Mitglieder des Nationalkaders eine willkommene Mög-

das GVL-Nationalteam in den nächsten fünf Jahren führen?

lichkeit zur Vorbereitung auf die European Team Shield Championship

Das aktuelle Team ist leider nicht das allerjüngste. Natürlich werden wir die

Anfang August – dort geht es ab Tag zwei nämlich im Matchplay-Modus

gegenwärtigen Kadermitglieder weiter fördern und hoffen, sie möglichst

ums Weiterkommen oder Ausscheiden. Wer eine ­Medaille will, muss auch

lange im Team behalten zu können, so dass wir eine starke Basis haben.

in dieser Disziplin reüssieren.

Längerfristig muss es dem Golfverband aber gelingen, junge Spielerinnen und Spieler ins Kader zu integrieren.

Und Liechtenstein will 2017 eine Medaille. Ja, nach zwei vierten Plätzen muss es das Ziel unserer Herrenmannschaft

Wo wird angesetzt, um junge Talente ins Nationalkader zu führen?

sein, dieses Mal in Bulgarien auf dem Podest zu stehen. Von den Damen

Der Golfverband hat vergangenes Jahr damit begonnen, junge Liechten-

erwarte ich ein gutes Resultat und hoffe, sie qualifizieren sich für die Match-

steiner Golferinnen und Golfer zu einem sogenannten Sichtungstag ein-

play-Runden.

zuladen. Dies mit dem Ziel, Talente früh zu erkennen, zu motivieren und zu

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golf INTERVIEW


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fördern. Leider aber ist die Anzahl junger Golferinnen und Golfer in Liech-

Ein solches Turnier auf dem Heimplatz zu haben, ist eine super Gelegen-

tenstein ziemlich «überschaubar».

heit, sich mit den besten Spielern Europas zu messen. Für jeden unserer Nationalspieler ist die Liechtenstein Open auch eine Standortbestimmung

Das ist kein typisch liechtensteinisches Problem. Golf ist auch in der

auf internationaler Ebene – und die Möglichkeit, seine eigenen Ziele und

weiteren Region kein typischer Sport für Kinder und Teenager, oder?

Möglichkeiten realistisch einzuschätzen.

Richtig, das ist ein gesellschaftliches Problem. Ein Patentrezept, Golf für Kinder und Jugendliche attraktiver zu machen, respektive mehr sehr

Nochmals zurück zu Ihnen persönlich. Was war Ihre bislang schönste

junge­Menschen für unseren Sport zu begeistern, gibt es nicht. Wichtig

Erfahrung als Nationalcoach?

ist s­ icher, Hemmschwellen abzubauen und den Sport einer breiten Bevöl-

Ganz eindeutig – und nicht nur für mich als Coach, sondern für das gesamte­

kerungsschicht zugänglich zu machen – denn Golf ist nicht elitär, sondern

Team: die Teilnahme an den Kleinstaatenspielen in Island! Ein Wettkampf im

in erster Linie Sport. Vergangenes Jahr hat sich der Golfverband an der

Zeichen der fünf Ringe, eingebunden in einen polysportiven Event. Teil von

LIHGA präsentiert, aktuell laufen Bestrebungen für eine Zusammenarbeit

solch einem Ereignis sein zu dürfen, ist ein einmaliges Erlebnis. Die Olympi-

mit Liechtensteiner Schulen. Sportlehrer sollen die Möglichkeit haben, Golf-

schen Ringe lösen besonders grosse Emotionen aus.

Schnupperlektionen in den Unterricht zu integrieren. Und was man auch nicht vergessen darf: Der Golfverband Liechtenstein und die Golfplatzbetreiber in der Region bieten zahlreiche Möglichkeiten, unkompliziert und mit überschaubarem finanziellen Aufwand Golf zu spielen.

Mario Caligari Beruf: Golflehrer / Head Professional GC Bad Ragaz

Die Liechtensteiner Golflandesmeisterschaft hat sich in den letzten

Wohnort: Bad Ragaz

Jahren stark entwickelt. Mittlerweile ist sie zu einem internationalen

Geboren: 2. Februar 1949

Turnier herangewachsen. Seit 2016 kann man bei der Liechtenstein

GVL-Nationalcoach seit: 2014

Open Punkte für die Amateurweltrangliste gewinnen. Wie wichtig ist

Pro seit: 1973

es für Liechtensteins Nationalspieler, bei so gut dotierten Turnieren­

Hole-in-one: 3

anzutreten?

Werden Sie Mitglied im GVL und unterstützen Sie den Golfsport in Liechtenstein.

www.golf.li 22

golf EDITORIAL


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Von der Tour ans

DESIGNERPULT Golf und Mode sind die zwei Leidenschaften von Elisabeth Esterl. Beides hat sich die Bayerin zum ­Beruf gemacht – 2003 gewann sie mit dem europäischen Team den Solheim Cup, 2012 gründete s­ ie mit ihrem Lebenspartner Neil Webb ihr eigenes Golfmode-Unternehmen. «E2 by Elisabeth Esterl» ist wie «Lisl» selbst – fröhlich, sportlich, feminin und unkompliziert. TE X T M IR JAM FA SSO LD · FOTOS Z VG

G

olffans ist der Name Elisabeth «Lisl» Esterl ein Begriff. Nicht nur,

noch eines besitzt, ist einem glücklichen Zufall zu verdanken. 2008 lernte

weil die heute 40-Jährige unter anderem einen Solheim-Cup-

sie in Dubai den PGA Professional Neil Webb kennen und lieben. Ein Jahr

Sieg und zwei Titel auf der Ladies European Tour im Palmarès

später zog sie zu ihm in die Emirate, wo er für eine Firma arbeitete, die

stehen hat. Die Deutsche brachte bereits vor zwanzig Jahren Farbe ins

Corporate Shirts herstellte. Die im Modeaffine Deutsche wurde angefragt,

professionelle Turniergolf und fröhliche Muster auf die Fairways. «Mir war

eine Damenkollektion zu entwerfen, welche sich dann auch sehr gut ver-

die konventionelle Golfmode zu langweilig und spiessig, deshalb habe ich

kaufte. Bloss: «Wir hatten eine Abmachung, trotzdem bekam ich keinen

mir schon am Beginn meiner Karriere immer wieder extravagante Stoffe

Cent», sagt Esterl. Gemeinsam mit Webb beschloss sie 2012 in Dubai auf

gekauft und daraus Röcke nähen lassen», erinnert sich Esterl an ihre ersten

eigene Faust Golfmode zu produzieren. «Wir starteten mit winzigen Men-

Schritte im Designbereich. Rasch war die Bayerin auf der Tour bekannt wie

gen, stellten gerade mal fünf Stück pro Design her.» Vor allem für sie selbst.

ein bunter Hund – und allseits beliebt. So fröhlich wie ihr Kleidungsstil ist

­Esterl trug die fröhlichen Shirts, die frechen Kleider und witzigen Röcke

auch Esterls Wesen. Herzlich, offen und stets gut gelaunt, so kennen und

auf der Tour. «Die restlichen vier Teile pro Design verkaufte ich an Freunde

lieben sie ihre Fans; mit ihrer charmanten Art und Hilfsbereitschaft gewinnt

und Bekannte.» Wer 2012 bei der letzten Austragung der Deutsche Bank

sie bis heute bei jedem ProAm die Sympathien ihrer Mitspieler. Von einem

Ladies Swiss Open in Losone dabei gewesen ist, mag sich vielleicht noch

eigenen Modelabel hat Elisabeth Esterl nie geträumt. Dass sie heute den-

an die Verkaufsparty in der Damengarderobe erinnern, wo sich Proetten

24

golf DESIGNERMODE


und Volunteers um die ex-

Das Markenzeichen des Labels sind – wenig überraschend – bedruckte Stof-

klusiven Teile balgten. «Mode

fe. «Wir machen dafür nicht jeden Farbtrend mit, unsere Kollektionen sind

war zum damaligen Zeitpunkt

stets in ‹Feel-Good-Farben› gehalten.» Fürs Design ist die ehemalige Tour-

mehr Hobby denn Broterwerb.»

Proette persönlich verantwortlich, die Auswahl der Stoffe und Muster trifft

Im Hauptberuf war Esterl nach

sie gemeinsam mit ihrem Partner. «Die portugiesischen Webereien liefern

wie vor Tourspielerin. Drei Jah-

hochwertige Stoffe respektive fertigen diese nach unseren Vorstellungen an.

re lang versuchte sie den Spa-

Fashion und Performance gehen in der Golfmode je länger je mehr Hand

gat zwischen Playing Proette

in Hand, Textilien mit UV-Schutz sind ein grosses Thema», sagt Esterl. Die

und Golfmodeunternehmerin.

gelieferte Qualität überzeuge, sowohl bei den Stoffen wie bei der Verarbei-

«Die beiden Jobs lassen sich

tung. «Ein weiterer Vorteil sind die relativ kurzen Wege und die rasche Ver-

aber kaum miteinander ver-

fügbarkeit.» Und wie die bisherigen Kollektionen bewiesen haben, klappt

einbaren, irgendwas kommt

auch die Zusammenarbeit mit der portugiesischen Schneiderin, die Esterls

immer zu kurz.» Nach 17 Jah-

Entwürfe und Ideen in Schnittmuster überträgt, einwandfrei. Die Kollekti-

ren auf der Tour trat Elisabeth

on 2017 umfasst allein bei den Poloshirts zwölf verschiedene Muster, die in

Esterl Ende 2014 zurück. «Sehr schweren Herzens, denn ich hatte noch im-

mehreren Schnittvarianten umgesetzt wurden. «Gerade bei Damenpolos ist

mer das Gefühl, in der nächsten Woche ein Turnier gewinnen zu können.»

es wichtig, verschiedene Schnitte zu haben – ärmellos, mit kurzem bezie-

So schwierig der Entscheid gewesen ist, bereut hat sie ihn nicht. Der neue

hungsweise etwas längerem Arm, stärker tailliert oder weiter geschnitten –,

Beruf als Designerin – «ich habe in der Richtung keine Ausbildung, aber

damit für jede Kundin etwas dabei ist.» Erhätlich ist die «E2 by Elisabeth

eine Vision» – und Mitinhaberin eines kleinen Golfmode-Unternehmens

Esterl»-Kollektion bei On- und Off-Course-Events sowie im Webshop des La-

bereitet ihr Spass. Mittlerweile können sie und Neil Webb von diesem Ge-

bels. «Dieser Direktvertrieb erlaubt es, die Kollektion exklusiv zu halten und

schäft leben. Die Arbeit ist vielseitig, das Team klein. «Nur Neil und ich.»

trotzdem in einem für den Kunden attraktiven Preissegment zu bleiben.»

Ihren Produktionsstandort haben die beiden von Dubai nach Portugal verlagert. Dort lebt und arbeitet das Paar in den Wintermonaten, im Sommer sind sie in Niederbayern stationiert.

Die Zukunft ihres Golfmodeunternehmens sieht die Deutsche zwar in ­Europa, trotzdem prüft sie Optionen für den Sprung über den grossen Teich und spielt mit dem Gedanken, sich in Florida ein zweites Standbein

Portugal und «E2 by Elisabeth Esterl», das passt zusammen. «Hier geht man

aufzubauen. «In Amerika ist Golf gross. Ich staune immer wieder, wie be-

auf unsere Bedürfnisse ein, auch wenn wir nur ein kleiner Fisch sind.» Die Mo-

kannt ich dort als ehemalige Solheim-Cup-Siegerin bin. Im Gegensatz zu

deunternehmerin produziert nach wie vor nur in kleinen Mengen – L­ imited

Europa, wo ich von meiner sportlichen Vergangenheit kaum profitiere.

Editions sozusagen. «Pro Stoff bzw. Druck und Schnitt stellen wir fünfzig Tei-

Hier sind die Kunden stärker markenorientiert.»

le her. Damit können wir unseren Kunden exklusive Kleidungsstücke anbieten, die es nicht in hunderten ProShops zu kaufen gibt.» Den Kunden etwas

Neuland betritt die Modunternehmerin im Sommer 2017 auch mit der

Spezielles zu bieten, ist Esterls Ziel. So, wie sie früher auf der Tour gespielt hat,

Präsentation von Corporate-Fashion-Shirts. Für «Ladies for Ladies» –­

designt sie heute Mode: mit Passion. «Egal was man macht, es braucht Lei-

Elisabeth Esterl ist seit drei Jahren Botschafterin dieser Turnierserie – hat

denschaft, um Erfolg zu haben.»

sie Poloshirts in den Farben der Charity entworfen. Der Verkaufserlös wird dem Charity-Zweck (Frauenthemen innerhalb der Krebsliga Schweiz) zugeführt. In Portugal habe sie die Strukturen und Partner gefunden, um kurzfristig, individuell und in kleinen Mengen produzieren zu können, sagt Esterl. «Für die Ladies-for-Ladies-Charity lassen wir den Stoff mit einem speziellen Muster bedrucken. Das macht das Shirt einzigartig.» E2 by Elisabeth Esterl, www.elisabethesterl.com

DESIGNERMODE golf

25


Täglich grüsst das

Murmeltier ... K

ennen Sie den «Groundhog Day»?

Blasen an den Händen hole ich mir heute zwar nicht

«… Und täglich grüsst das Murmeltier»

mehr, das liegt aber weniger am lockereren Griff,

lautet der deutsche Titel des Films,

als an der kürzeren Zeitspanne, die ich auf der

der den Murmeltiertag auch hierzulande

Range verbringe. Was gleich geblieben ist:

bekannt gemacht hat. Manchmal fühle

Der ersten Trainingseinheit der neuen Sai-

ich mich so ähnlich wie Bill Murray in der

son wohnt nach wie vor ein Zauber inne.

Hauptrolle dieses Films; mit Handicap 7 ist

Für die ersten Schwünge nach der Win-

Murray übrigens ein ganz ordentlicher Gol-

terpause verwandle ich mich mit schöner

fer – im realen Leben, nicht im Film. Zurück

Regelmässigkeit zurück in einen «bloody

zu meinen Déjà-vus. Ich muss glücklicher-

beginner». Nervosität inklusive. Diese ist be-

weise nicht zigmal den gleichen Tag erleben,

rechtigt. Und es gibt gute Gründe, dass mein

meine «Repetitionen» ereignen sich im Jahres-

«Golf-Re-Start» jeweils an einem regnerischen

rythmus, werden aber weder von geschmückten

Frühlingsmorgen mitten in der Woche stattfindet. Ich möchte wenigstens keine Zeugen dabeihaben,

Tannenbäumen noch von Schokoladehasen ausgelöst. Es ist das Wiedersehen mit meinen Golfschlägern, wenn ich

wenn ich steif und ungelenk auf der Matte stehe, die Bewe-

diese im Frühling aus dem Keller hole. Wenn ich dann mein Bag schultere

gung eher unkoordiniert, den Schläger fest umklammert, und verzweifelt

und topmotiviert in Richtung Driving Range trabe, kribbelt die Vorfreude

versuche mich zu erinnern, was der Pro geraten hat. Bloss: Das liegt ein

im ganzen Körper.

halbes Jahr zurück! Was soll’s, beginne ich eben auch diese Saison wie die meisten zuvor – mit einem … Luftschlag! Drücken Sie mir die Daumen,

Mir ist in diesen Momenten, als wär’s gestern gewesen, dass ich das ers-

dass es der einzige im 2017 bleiben wird.

te Mal mit meinem neuen Schatz über einen Golfplatz marschierte – er mit 20-Kilo-Tourbag auf der Schulter, ich die Handtasche am Arm und die Füsse in modischen Sneakers steckend, bemüht, Schritt zu halten und mir die Anstrengung nicht anmerken zu lassen. Zwei Jahrzehnte ist’s her. Am nächsten Morgen erhielt ich auf der Driving Range meine erste Golflektion. Keinen anderen Sport habe ich so unbedingt lernen wollen wie Golf, und keiner, den ich ausprobiert habe, hat sich als so schwierig entpuppt. Es lag nicht nur daran, dass ich das genuschelte Italienisch des Golflehrers

Mirjam Fassold

schlicht nicht verstanden habe. Wie ein Kind versuchte ich deshalb einfach seinen Schwung zu imitieren – allein, ich war schon damals nicht mehr

Generalsekretärin Golfverband Liechtenstein

so beweglich. Dafür verfügte ich über einen Klammergriff – die Blasen an

und Golf-Bloggerin

meinen Händen erinnerten tagelang an meine Golfpremiere.

26

golf KOLUMNE



Vom Plastikschläger zur

Tour-Karte Früh übt sich – gilt das auch im Golfsport? Nun, wer an die Weltspitze will, tut sich leichter, wenn er den Golfschwung bereits als Kind erlernt hat. So wie Österreichs Vorzeigegolfer Bernd Wiesberger, der sozusagen auf dem Golfplatz aufgewachsen ist. Die Driving Range war sein Spielzimmer, der Übungsbunker sein Sandkasten. T E X T M I R JA M FA SS O L D · FO TO S G EPA

B

ei der Frage, in welchem Alter Kinder mit dem Golfsport beginnen und ab welcher Altersstufe sie ein gezieltes sportarten-

spezifisches Golftraining absolvieren sollten, scheiden sich die Geister. In der Schweiz

und in Liechtenstein will man Kinder möglichst polysportiv aufwachsen lassen. «Mit ein Grund, dass der Schweizer Golfverband erst ab Kategorie U13/U14 die Elitekader zusammenzieht», sagt ASG-Elite-Coach Marc Chatelain. «Jüngere Golferinnen und Golfer sollen über die Juniorenabteilungen der Clubs gefördert werden, die Förderung generell sollte im jungen Alter möglichst polysportiv bleiben.» Wann aber ist der richtige Zeitpunkt, seinem Sprössling einen Golfschläger in die Hand zu drücken, um ein allenfalls vorhandenes Talent früh zu erkennen? Tiger Woods soll angeblich bereits im Alter von sechs Monaten (sic!) die Golfschwünge seines Vaters nachgeahmt haben. Belegt ist, dass Klein-Eldrick kurz vor seinem zweiten Geburtstag in der «Mike Douglas Show» als Windeln

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golf EDITORIAL


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tragendes Wunderkind präsentiert worden ist, volle

den Junior mehrmals pro Woche von Bad Tatzmanns-

Schwünge demonstrierte und gemeinsam mit dem

dorf nach Baden bei Wien ins Training – eine Stunde

Komiker Bob Hope puttete. Dass er nicht nur eine Golf-

hin, eine Stunde zurück. Der Einsatz sollte sich lohnen,

Show abziehen, sondern auch scoren kann, bewies der

Bernd Wiesberger sammelte als Amateur die nationalen

Tiger einer grösseren Öffentlichkeit erstmals, als er mit

Titel geradezu, darunter die Austrian Boys Champion-

acht Jahren die Junior World Golf Championship der 9-

ship (1997), die Austrian Amateur Match Play Champi-

bis 10-Jährigen gewonnen hat.

onship (2004 bis 2006), die Austrian Amateur Stroke Play Championship (2004) und die Austrian Youth Champi-

Und andere Achtjährige? Liechtensteins erster Golf

onship (2005 und 2006).

Professional, Mathias Eggenberger, besuchte in diesem Alter erstmals das Juniorentraining des GC Bad Ra-

Ende 2006 wechselte er mit 21 Jahren zu den Professi-

gaz. «Nach den clubinternen Regeln war ich eigentlich

onals, beschritt den steinigen Weg über die Challenge

noch zu jung», erinnert sich Eggenberger. Seine ersten

Tour und die Q-School. Auf der European Tour konnte er

Golfschwünge hatte er als Dreijähriger gemacht – an

sich erst im zweiten Anlauf 2011 behaupten – vier Top-

einem italienischen Sandstrand und mit Plas-

10-Klassierungen, darunter zwei zweite Plätze, brachten ihn in der Jahresrangliste

tikschlägern, die ihm die Grossmutter

auf Platz 64. Ein Jahr später platzte

geschenkt hatte.

der Knoten, Ende April 2012 triWer im Golfsport erfolgreich

umphierte Bernd Wiesberger

werden will, braucht neben

in Südkorea erstmals auf der

Talent, Fleiss und Durchhal-

European Tour, zwei Monate

tewillen auch Glück – das

später doppelte er zu Hause

Glück, Eltern zu haben, die

bei der Lyoness Open in At-

einen unterstützen, einen

zenbrugg (Niederösterreich)

Zugang zum Golfsport schaf-

nach. Sein dritter Sieg auf der

fen und die Türen offen halten,

European Tour bei der Open

indem sie den Nachwuchs zum

de France im Juli 2015 (Bild S. 26) brachte den gross gewachsenen Bur-

Training und zu Turnieren chauffieren.

genländer in der Weltrangliste (kurzzeitig) Einem glücklichen Zufall ist es auch zu verdanken, dass

auf Platz 23. Mittlerweile hat er sich in den Top 50 der

Österreichs bester Golfer zu diesem Sport gefunden

Weltrangliste etabliert und damit einen Startplatz bei

hat. Denn hätten die Eltern von Bernd Wiesberger da-

den Majors auf sicher. Ende April gewann er in China in

mals nicht den Proshop in Bad Tatzmannsdorf im südli-

einem dramatischen Play-off seinen vierten European-

chen Burgenland übernommen, wäre der Sohnemann

Tour-Titel.

womöglich doch Skirennfahrer geworden. So aber kam Bernd Wiesberger als Achtjähriger auf den Golfplatz –

Früh übt sich, davon ist Bernd Wiesberger nach wie vor

und ist in der Folge mehr oder weniger auf diesem auf-

überzeugt. Er hat das Patronat der Austrian Juniors Golf

gewachsen. Die Zeit in der Schule natürlich ausgenom-

Tour des Österreichischen Golf Verbands (ÖGV) über-

men. Seine Freizeit verbrachte Klein-Bernd fortan auf

nommen, bei der sich Mädchen und Burschen in den

der Driving Range: «Wenn er zum Spielen nach draus-

Kategorien U12, U14, U16, U18 und U21 bei sechs Qua-

sen geschickt wurde, schnappte er sich einen Golf-

lifikationsturnieren, einer Matchplay-Meisterschaft und

schläger», erinnert sich ein langjähriges Clubmitglied.

der Bernd Wiesberger AJGT Tour Championship messen. Beim Finale wird das grosse Vorbild mit seinen jun-

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Wiesberger besuchte die Golf-HAK (Handelsakademie)

gen Fans auf dem Platz stehen. Und weil man in Ös-

in Stegersbach, die seit 1998 eine optimale Ausbildung

terreich überzeugt ist, dass Talente früh entdeckt und

in Wirtschaft und Golf ermöglicht. Die Eltern blieben

gefördert gehören, gibt’s bei der Schüler- und Jugend-

eingebunden: Damit ihr Sohn bei Claude Grenier im

meisterschaft auch eine Kategorie U10. Es ist nie zu früh

GC Fontana trainieren konnte, fuhr Claudia Wiesberger

und keiner zu jung, die «Schläger» zu schwingen.

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Frühling ist die schönste Zeit im Paul‘s

Das Widnauer Haubenlokal ist das kulinarische Zentrum der Region

«Wenn draussen alles zu blühen beginnt und

Kennengelernt haben sich Jackie und Bernd in St.

«Ob in Jeans oder im Anzug - im Paul’s ist traditi-

wir unsere Gäste auch wieder auf der Terras-

Moritz, wo es Schützelhofer im Kronenhof Pon-

onell jeder willkommen», sagt Bernd Schützelho-

se begrüssen können, ist für mich immer eine

tresina u. a. zum Schweizer Hotelkoch des Jah-

fer. Entsprechend vielfältig ist auch die Karte: «Wir

wunderschöne Zeit im Paul’s», sagt Jacqueline

res brachte. Davor kann er auf zahlreiche weitere

haben für jeden etwas im Angebot. Alles ist frisch

«Jackie» Pedregal. Die Küche ist das Reich ihres

Stationen in der internationalen Spitzengastro-

und aus erstklassigen Produkten saisonal zube-

Lebensgefährten Bernd Schützelhofer. Die sym-

nomie verweisen. Das Paul’s ist gleichbedeutend

reitet. Von traditionellen Klassikern über hausge-

pathische Mexikanerin ist als Gastgeberin dafür

mit dem Weg zurück in die Heimat: Bernd Schüt-

machte Spezialitäten bis hin zu raffiniert interpre-

verantwortlich, dass auch abseits vom Kulinari-

zelhofer ist in Hard am Bodensee aufgewachsen.

tierten Kreationen spannt sich der Bogen.»

Ausgezeichnet

Kleiner Ausblick auf den Sommer: Das Paul’s

Im Paul’s konnte er nahtlos an alte Erfolge an-

liegt gerade einmal 20 Minuten von der welt-

Jackie Pedregal ist als Tochter mexikanischer El-

schliessen. «Davidoff-CigarMan of the year» und

berühmten Bregenzer Seebühne entfernt. Den

tern in Los Angeles geboren. Sie verkörpert eine

auf Anhieb 16 Gault Millau-Punkte sind der Be-

Festspielabend im Paul’s beginnen zu lassen –

Mischung aus amerikanischem «Big Smile» und

weis dafür. Und die Resonanz seiner Gäste, die in

das ist Musik in den Ohren aller Feinschmecker.

südamerikanischer Lebensfreude. «Das ist ein Teil

Scharen das wunderbare Ambiente in einem idyl-

von mir, ist Ausdruck meiner Begeisterung für

lischen kleinen Park in der Widnauer Parkstrasse

das, was ich tue», sagt sie. Dieses positive Gefühl

geniessen.

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golf EDITORIAL


«Souverän aus dem Sand» Fotografen lieben sie, der Durchschnittsgolfer hasst sie – die Rede ist von Sandbunkern auf dem Golfplatz. Für den amtierenden GolfLandesmeister Elias Schreiber ist ein Bunker kein Problem. Hier verrät er, wie man souverän und sicher aus dem Sand aufs Grün spielt. TE X T M IR JAM FA SSO LD · FOTOS M ICHAEL Z ANG HELLINI

«W

enn ich in den Bunker reingehe,­höre ich auf meine Füsse. Sie spüren den Sand

und verraten mir, wie viel davon im Bunker liegt», erklärt Elias Schreiber. Für den 20-Jährigen stellt ein Sandbunker auf dem Golfplatz kein Problem dar und ist auch nicht furchteinflössend. Im Gegenteil. Wie man die Aufgabe Bunkerschlag am besten angeht, sie unaufgeregt löst und den Ball mit einem ruhigen, aber explosiven vollen Schlag aus dem Sand aufs Grün und möglichst nahe an die Fahne platziert, erklärt der amtierende Liechtensteiner Golflandesmeister hier. Es gebe beim Bunkerschlag ein paar wenige Punkte zu beachten, aber im Grunde genommen gehöre das Spiel aus dem Sand zu den einfacheren Schlägen im Golf – «man muss dabei noch nicht einmal den Ball treffen, dieser wird nämlich vom Sand in die Höhe und aus dem Bunker katapuliert», sagt Schreiber.

Bunker-Tipps golf

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Von grosser Wichtigkeit ist es, im Bunker einen stabilen Stand zu haben. Ich stehe etwas breiter als bei einem normalen vollen Schwung, die Füsse werden leicht eingegraben, dabei spürt man noch einmal genau, ob sich viel oder wenig Sand im Bunker befin-

1

det. Beim Ansprechen des Balls gehe ich etwas in die Knie, so dass der Körperschwerpunkt nach unten wandert, was zusätzlich Stabilität verleiht. Ganz wichtig: Beim Bunkerschlag bleibt die Hüfte an Ort, die Rotationsbewegung wird nur aus Oberkörper und Armen erzielt. Bei mir als Rechtshänder bleibt das Körpergewicht im Bunker während des gesamten Schwungs auf der linken Körperseite. Das hilft, den Sand zu komprimieren; der Schlägerkopf erzeugt viel Druck, was den Ball rasch in die Luft steigen lässt.

2 Die Ausrichtung von Körper und Schlagfläche ist wichtig, im Bunker verlaufen diese Linien aber nicht parallel, sondern öffnen sich zu einem Dreieck (siehe Sticks im Sand). Füsse, Hüfte und Schulter sind parallel und etwas links von der Fahne ausgerichtet. Die Schlagfläche («club face») dagegen zeigt zur Fahne bzw. leicht rechts davon.

2a

36

Im Bunker mache ich fast einen vollen Schwung. Die Schwungbahn verläuft parallel zur Linie von Füssen, Hüften und Schultern; das heisst, ich schwinge den Schläger zum Ziel, das etwas links von der Fahne liegt. Durch die offene Schlagfläche zeigt das «club face» zur Fahne, und der Ball fliegt mit viel Spin in diese Richtung.

golf TECHNIK


3

Damit der Ball rascher steigt, weicher landet und schneller liegen bleibt, öffne ich bei einem kurzen Schlag aus dem Grünbunker das Schlägerblatt leicht. Bitte nicht übertreiben, ein gewisser Loft ist

notwendig, um den Ball in die Luft zu befördern. Im Bunker ist die Schwungebene etwas flacher, speziell, wenn sich viel Sand darin befindet. Ist wenig Sand im Bunker, kann die Schwungebene dagegen etwas steiler sein. Weil die Gefahr, mit dem Schlägerkopf im Sand hängen zu bleiben, geringer ist, kann man «aggressiver» beziehungsweise steiler auf den Ball schlagen.

4 Der Bunkerschlag gehört zu den einfacheren Golfschlägen, weil man den Ball gar nicht zu treffen braucht. Der Schläger trifft zwei oder drei Zentimeter hinter dem Ball im Sand auf, die Schwungebene führt unter dem Ball durch zum Ziel. Der Schlägerkopf berührt den Ball beim Schlag nicht, vielmehr wird der Ball vom aufspritzenden Sand in die Luft und Richtung Fahne katapultiert.

TECHNIK golf

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Mit hohem Einsatz und Herzblut Kilian Pfister ist seit 15 Jahren Generalagent der Mobiliar-Versicherung in Vaduz. Der 45-Jährige, der immer schon ein Faible für Ballsportarten hatte, geht beruflich und privat auf Nummer sicher, nur auf dem Golfplatz regiert manchmal das Motto «No risk, no fun». TEXT MICHAEL BENVENUTI · FOTOS MICHAEL ZANGHELLINI

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golf EDITORIAL


Herr Pfister, Sie sind Generalagent der Mobiliarversicherung in Va-

Schlosswaldes gelöst hatte, war ins Wohngebiet gedonnert und prallte

duz. Gehen Sie gerne ein Risiko ein, weil Sie ja bestens versichert

mit voller Wucht in ein parkiertes Fahrzeug. Es entstand Totalschaden! Als

sind? Oder sind Sie doch jemand, der lieber auf Nummer sicher

wir am Montag im Büro die Zeitung durchblätterten und das Foto des

geht?

Felsbrockens und des Autos sahen, waren wir uns einig, wie viel Glück die

Ich bin schon eher der sicherheitsorientierte Typ. Wichtig ist immer, dass

Bewohner des Hauses hatten, dass der Felsbrocken ins Auto reingedon-

im Leben die Risiken und deren mögliche Konsequenzen überhaupt er-

nert war und so abgebremst wurde. Kurze Zeit später traf dann mein Aus-

kannt werden. Danach kann man abschätzen, ob und wie man sich absi-

sendienstmitarbeiter im Büro ein. Er war zu Fuss – und berichtete, dass es

chern will.

sich um sein Fahrzeug handelte. Zum Glück war es nur ein Blechschaden, der bei uns bestens versichert war!

Wie viele Versicherungen haben Sie für sich selbst und Ihre Liebsten abgeschlossen, und auf welche würden Sie als letztes verzichten?

Sie haben mit Ihrer Generalagentur ein Angebot geschaffen, das

Ich stehe voll und ganz hinter den Produkten der Mobiliar-Versicherung.

zumindest bei Golfern für Aufsehen sorgt: Sie bieten eine «Hole in

So sind ich und meine Familie rundum sehr gut abgesichert, woraus sich

one»-Versicherung an. Wie genau funktioniert diese?

so ziemlich viele Policen ergeben. Unverzichtbar sind natürlich obligatori-

Die «Hole-in-one»-Versicherung gilt für alle Mitglieder des Liechtenstei-

sche Versicherungen wie z. B. die Motorfahrzeug-Haftpflicht. Ohne diese

nischen Golfverbandes. Ein Mitglied, das an einem offiziellen Golfturnier

Deckung würde ich keinen Meter fahren! Weiter sind ganz wichtig die Pri-

ein Hole in one spielt, kann sich im Anschluss an das Turnier im Clubhaus

vathaftpflicht und die Sparversicherung für das Alter.

feiern lassen. Als Versicherung beteiligen wir uns bis maximal 1‘000 Franken an den Kosten.

Die Versicherungsbranche geniesst den zweifelhaften Ruf, eher trocken und langweilig zu sein. Was ist dran an diesem Vorurteil? Gar nichts! In der Versicherungsbranche zu arbeiten, ist sogar span-

Haben Sie selbst schon einmal ein Hole-in-one geschafft? Ja, mir ist dieses Kunststück schon mal geglückt. Passiert ist es auf einer privaten Runde auf dem Golfplatz Gams-Werdenberg – an

nend und abwechslungsreich. Langeweile kommt bei uns garantiert nicht auf! Natürlich hat man kein Produkt, das

Loch 7. Vor mir spielten vier Greenkeeper eines anderen

man herzeigen kann. Nichts, das sich anfassen und

Clubs. Sie liefen dann vom Green weg und beobach-

herumreichen lässt. Bei der Mobiliar heben wir uns

teten mich von der Seite. Ich war damals noch blu-

durch eine persönliche, rasche und unkompli-

tiger Anfänger und wurde durch die vielen Blicke

zierte Servicequalität ab. Wir haben täglich sehr

noch nervöser. Nachdem mir der «Glücksschlag»

viele Kundenkontakte sowie viele Anfragen zu

gelungen war, erhielt ich sogar noch Applaus

bearbeiten. Ebenso hält die Digitalisierung Ein-

von den «Zuschauern». Dass es ausgerechnet an

zug. Da gilt es, richtig zu priorisieren und täglich

Loch 7 gelang, macht das Hole in one für mich noch wertvoller: Denn bei diesem Loch muss man

mit hohem Einsatz und Herzblut für die Kund-

über einen Teich spielen, und dort habe ich bei spä-

schaft da zu sein.

teren Runden schon Dutzende Bälle versenkt … Inwiefern empfinden Sie Ihre Arbeit als Versicherer interessant und herausfordernd?

In Ihrem Beruf und als Familienvater gehen Sie auf Num-

Meine tägliche Arbeit ist sehr abwechslungsreich und vielseitig. Zusam-

mer sicher, machen keine Schnellschüsse. Und auf dem Golfplatz?

men mit meinem 18-köpfigen Team habe ich viele Kundenkontakte. In

Ab und zu wäre auf dem Golfplatz ein Schnellschuss gar nicht so falsch.

jeder Situation heisst es, Risiken aufzuzeigen, die Kundenbedürfnisse zu

Wenn man beim Golfen vor dem Schlag zu viel Zeit hat, gehen einem

erkennen und die richtigen individuellen Versicherungslösungen zu prä-

manchmal Tausend Sachen durch den Kopf und man trifft dann den Ball

sentieren. Wir regulieren direkt vor Ort persönlich über 90 % aller Scha-

nicht wie gewünscht. Taktisches Spielen ist beim Golfen im Prinzip das

densfälle und sind somit auch im Ernstfall persönlich und rasch zur Stelle.

A und O, um Erfolg zu haben. Aber zwischendurch muss man auch mal

Als Inhaber der Generalagentur Vaduz gehören auch viele Führungs- und

etwas riskieren – «no risk, no fun». Daraus ergeben sich dann spannende

Planungsarbeiten zu meinem Aufgabengebiet.

Situationen, worüber man im Clubhaus anschliessend diskutieren und erzählen kann.

Die Werbespots «Liebe Mobiliar …» sind mittlerweile Kult. Gibt es solche kuriosen Fälle tatsächlich?

Sie waren mehrmaliger Landesmeister im Badminton, Erfolg war

Es gibt immer wieder kuriose Schadensfälle. Oft passiert es, dass Kundin-

Ihnen sehr wichtig. Sind Sie auf dem Golfplatz ebenso ehrgeizig

nen und Kunden zu einer Schadenmeldung gleich eine lustig gezeichnete

wie früher auf dem Badminton-Court?

Schadenskizze mitschicken.

Ich bin schon eine ehrgeizige Person, doch heute stehen eher Bewegung und Ausgleich für mich im Fokus. Ich spiele im Durchschnitt pro Woche

Erinnern Sie sich an ein besonders kurioses Beispiel?

weniger als eine Runde Golf. Für ein wirklich tiefes Handicap ist das mei-

Ja. Vor einigen Jahren stürmte es an einem Wochenende sehr stark in un-

nes Erachtens viel zu wenig – das muss man realistisch sehen. Wenn ich

serer Region. Ein riesiger, tonnenschwerer Stein, der sich im Gebiet des

mal eine schlechte Runde erwische, aber einige ganz tolle Schläge hatte

MOBILIAR golf

39


Schadenskizze

Was immer kommt – wir helfen Ihnen rasch und unkompliziert. mobiliar.ch

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golf EDITORIAL

Generalagentur Vaduz Kilian Pfister Postfach 633 Zollstrasse 5 9490 Vaduz T 00423 237 65 55 vaduz@mobiliar.ch


oder Birdies spielen konnte, freue ich mich auch. Wäre ich im Golf gleich

anderen Golfern schätze ich ebenfalls sehr. Ich spiele pro Jahr fünf bis sie-

erfolgreich wie früher beim Badminton, wäre ich sicher ein Single-Handi-

ben Turniere.

cap-Spieler. Mit wem würden Sie am liebsten einen Flight spielen? Als Badmintonspieler standen Geschwindigkeit und kurze Reak-

Eine Runde mit meiner Frau, meiner zehnjährigen Tochter und meinem

tionszeiten im Mittelpunkt, nun spielen Sie Golf. Wie passt das

Vater: Das gäbe dann einen tollen Familien-Flight. Das hört sich jetzt ein-

zusammen?

fach an, aber da müsste ich zuerst Frau und Tochter fürs Golfen begeistern

Die beiden Sportarten lassen sich eigentlich nicht gross vergleichen. Beim

können (lacht).

Badminton konnte ich viel mit Kampfgeist und guter Kondition erreichen. Beim Golfen kämpfe ich manchmal auch, das wirkt sich auf das Resultat

Gibt es sonst noch Träume, die Sie sich gerne erfüllen möchten?

aber eher nicht so positiv aus (lacht). Mir liegen alle Sportarten, die mit

Mit meiner Familie in einem Wohnmobil während einiger Wochen den

Bällen zu tun haben, recht gut. Das begann schon als Kind, wo ich häu-

Norden Europas bereisen und erkunden. Und natürlich wäre mal wieder

fig Unihockey spielte und zudem im Fussballclub und Handballclub aktiv

ein Hole-in-one fällig.

war. Der Badmintonsport war dann aber meine grosse Leidenschaft. Hier brauchte es vor allem eine gute Kondition. Als meine Frau schwanger war, und wir kurz vor der Geburt noch einige Tage Urlaub machten, habe ich mich spontan für einen Golfkurs angemeldet und anschliessend auch die Platzreife gemacht. Ein Jahr später wurde dann der Golfplatz Gams-Werdenberg gebaut. Da mein Vater auch Golf spielt, und ich zum Golfplatz nur wenige Minuten Fahrweg habe, drängte sich dieser Sport regelrecht für mich auf. Ist für Sie das Golfspielen in erster Linie Abschalten vom Beruf, vom Alltag, ein Treffen mit Freunden oder steht der Wettbewerb im Vordergrund? Im Vordergrund steht ganz klar der private Ausgleich in der Natur. Das muss nicht immer bei einer Golfrunde sein, man trifft mich auch des Öfteren bei der Driving Range an. Ich bin geschäftlich oft sehr eingespannt, so dass ich nicht so viel Zeit für den Golfsport aufwenden kann. Da drängt sich die Driving Range auf, wo man eine Stunde üben kann, was für mich bereits entspannend wirkt. Den geselligen Teil und die Kameradschaft mit

MOBILIAR golf

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verbindet Radio L live am SWISS SENIORS OPEN 7. bis 9. Juli 2017

FM

radio.li DAB+


E

s waren bange Minuten in der Sommerhitze von Bad Ragaz, als Tim Thelen am 3. Juli 2016 um halb vier am Nachmittag die Finalrunde des Swiss Seniors Open beendet hatte und

nach dem Unterschreiben der Scorekarte als Zuschauer auf Abschlag 1 stehend die Rückkehr des letzten Flights abwartete. Ein wenig angespannt, aber ruhig wirkte der 55-Jährige. Äusserlich war dem Bad-Ragaz-Sieger von 2012 nichts anzumerken, vom ernsten Gesichtsausdruck abgesehen. Thelen hatte sein Möglichstes getan, sich mit Birdies auf den Löchern 17 und 18 an die Spitze des Leaderboards gespielt und war nun mit einem Gesamtscore von Zehn unter Par fürs Turnier «Leader im Clubhaus». Auf dem Platz waren nur noch drei Konkurrenten, wobei Lokalmatador André Bossert und Peter O’Malley bereits im Verlauf der Finalrunde weit zurückgefallen waren und der einzig verbliebene Konkurrent um den Sieg, Miguel Angel Martin, auf Loch 17 soeben ein Bogey hatte hinnehmen müssen. Der Spanier würde auf der letzten Bahn ein Birdie spielen müssen, um Thelen noch in ein Play-off zwingen zu können.

«ICH MÖCHTE DEN Hattrick»

Für Lucinda Thelen, die ihren Gatten jeweils als Caddie zu den Turnieren begleitet, eine nervenaufreibende Situation. Mit gekreuzten Fingern, eine andere Spielerfrau umarmend, konnte sie kaum ruhig stehen – so sehr wünschte sie ihrem Gatten den Sieg. Entsprechend erleichtert schnaufte sie auf, als Miguel Angel Martin den Birdie-Putt verschob. Dann ein kurzer Jubelschrei und die strah-

15 Spieler haben sich bislang in die Siegerliste des Swiss Seniors Open eingetragen – Carl Mason gleich dreimal, Titelverteidiger Tim Thelen, Horacio Carbonetti und David Huish je zweimal. Anfang Juli, wenn die European Senior Tour zum 21. Mal in Bad Ragaz zu Gast ist, wird die grosse Frage lauten: André Bossert zum ersten oder Tim Thelen zum dritten?

lende Amerikanerin schloss den frischgebackenen Swiss-SeniorsOpen-Sieger 2016 in die Arme – und gleich danach Edith Tschirky, Gattin von Grand-Resort-Bad-Ragaz-CEO Peter Tschirky. Die beiden Frauen waren vier Tage zuvor zusammen in der Tamina-

schlucht gewesen hatten die Schönheit der Region genossen, und freuten sich nun gemeinsam, dass Tim Thelen gleich den Kristallpokal würde entgegennehmen dürfen … und das Ehepaar Thelen im

Juli 2017 erneut im Grand Resort einchecken. Die Woche im SpaTower des Grand Resort ist ein Privileg, das dem Titelverteidiger der Swiss Seniors

TE X T M IR JAM FA SSO LD · FOTOS SWISS SENI O R S O PEN

Open zuteil wird.

SENIORS OPEN golf

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Neun Monate nach diesem heissen Sonntag im Juli 2016 hat Golf mit Tim Thelen gesprochen:

Sieg beim Travis Perkins in Woburn im letzten Herbst André Bossert viel Selbstvertrauen gegeben hat, dass er nun auch daran glaubt, auf dieser Tour erneut gewinnen zu können. Man muss sich als Zuschauer aber auch vor Augen halten, dass ein Sieg vor eigenem Publikum besonders schwierig ist – zu Hause ist der Erwartungsdruck einen Zacken grösser.

Herr Thelen, Sie haben sechsmal beim Swiss Se-

Sie werden Ihr Bestes geben, um ein drittes Mal

niors Open gespielt – und das Turnier zweimal

in der Schweiz zu gewinnen. Wer zählt neben

gewonnen. Sie müssen gute Erinnerungen an

Ihnen zu den heissesten Sieganwärtern in Bad

Bad Ragaz haben. Was mögen Sie an diesem

Ragaz?

Ort und an diesem Turnier besonders?

Namen zu nennen, ist extrem schwierig. Die Euro-

Tim Thelen: Gibt es etwas, das man in Bad Ragaz

pean Senior Tour ist sehr ausgeglichen, jeder der

nicht mögen könnte? Mir fiele beim besten Willen

54 Spieler im Feld hat gute Chancen, ein Turnier zu

nichts ein. Die Lage von Bad Ragaz – sowohl des

gewinnen.

Dorfes wie auch des Platzes – ist wunderschön. Das Die Tour ist dieses Jahr mit einem neuen Turnier

Essen ist fantastisch und das Turnier hervorragend orga-

in den Vereinigten Arabischen Emiraten in die Saison

nisiert. Hier funktioniert einfach alles. Und nicht zu vergessen: Die freiwilligen Helfer, das ganze Greenkeeper-Team, die Restaurant-

gestartet. Wächst die European Senior Tour nach schwierigen

Crew und die Küchen-Equipe, sie alle geben sich Mühe, uns Spielern und

Jahren wieder?

den ProAm-Gästen eine grossartige Show zu liefern. Ausserdem hat’s im-

Ja, das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung – unter der Leitung von David

mer viele Zuschauer, die rauskommen auf den Platz, um ein grosses Golf-

MacLaren und seinem Team wächst die Tour wieder. Wir haben dieses Jahr

turnier zu sehen. Und: Das Hotel und die Gesellschaft, die wir in Bad Ragaz

zumindest zwei, eventuell sogar drei neue Turniere im Kalender.

erleben dürfen, sind einzigartig! Kommen wir nochmals auf Bad Ragaz zurück. Wie gefällt Ihnen der Sie geraten ja richtiggehend ins Schwärmen. Im Juli werden Sie

Platz, respektive, was unterscheidet ihn von anderen Kursen auf der

erneut als Titelverteidiger nach Bad Ragaz kommen. Wie fühlen Sie

Tour?

sich in dieser Rolle?

Es ist irgendwie witzig, denn das Layout des Parcours von Bad Ragaz passt

Als Titelverteidiger zu einem Turnier zu reisen, ist immer eine spezielle Situ-

eigentlich gar nicht zu meinem Spiel. Zwar kommen die schmalen Fairways

ation – es ist Herausforderung und Belohnung zugleich. Es ist nicht von der

und kleinen Grüns meiner Art zu spielen entgegen, aber in Bad Ragaz gibt

Hand zu weisen – als Titelverteidiger muss man sich der Herausforderung

es zahlreiche Spielbahnen mit einer Rechts-Links-Kurve, das liegt mir gar

stellen –, dass die Erwartungen hoch sind – sowohl jene, welche die Zu-

nicht. Den Platz von Bad Ragaz mit anderen Parcours, die wir auf der Tour

schauer an einen stellen, wie auch jene der Amateure in den ProAms. Und

spielen, zu vergleichen, ist schwierig – jeder dieser Plätze ist auf seine eigene

nicht zuletzt tritt man auch selbst mit gewissen Erwartungen an. Es ist aber

Art schwierig und herausfordernd.

auch eine Belohnung und Befriedigung, auf einen wunderschönen Golfplatz zurückzukommen, mit dem man tolle Erinnerungen verbindet und wo die Gefühle vom letztjährigen Sieg nochmals aufleben. Mit welchen Erwartungen steigen Sie ins Swiss Seniors Open 2017? Ich will natürlich immer gut spielen, aber Golf ist ein sehr wankelmütiges

Swiss Seniors Open

Spiel, bei dem alles passieren kann. Ich fühle mich sehr wohl in Bad Ragaz,

7. bis 9. Juli 2017

bin mir aber durchaus bewusst, dass am Platz Veränderungen vorgenom-

Golf Club Bad Ragaz

men wurden. Aber ganz klar, ich würde dieses Jahr gerne in Bad Ragaz

Preisgeld: 300'000 Euro

gewinnen und so einen Hattrick feiern.

Titelverteidiger: Tim Thelen (USA) Frühere Turniersieger am Start: Carl Mason (England / 2007,

Der Schweizer André Bossert ist Botschafter des Turniers, das Swiss Seniors Open ist sein Heimturnier und die Zuschauer wünschen sich seit 21 Jahren einen Schweizer Sieg. Die letzten beiden Jahre hat «Bossy» jeweils zwei gute Runden gespielt, aber nicht gewin-

2008, 2010), Gordon Manson (Österreich / 2015), Paul Wesselingh (England / 2013), Peter Fowler (Australien / 2011) Topstars: Ian Wosnam (Wales / Masters-Sieger 1991), André

nen können. Im Herbst siegte er erstmals auf der Senior Tour. Glau-

Bossert (Schweiz / 3. der Order of Merit der Senior Tour 2016),

ben Sie, dass er nun bereit ist, auch in Bad Ragaz zu gewinnen?

Costantino Rocca (Italien / Ryder-Cup-Held 1997), Chris Williams

«Bossy» ist ein grossartiger Golfer und durch und durch Profi. Keiner ar-

(Gewinner Sarajah Senior Golf Masters 2017). Eintritt frei

beitet härter als er. Aber man muss auch wissen, dass es auf jeder Tour

Web: www.swiss-seniors-open.ch Twitter: @SeniorsOpen

sehr schwierig ist, ein Turnier zu gewinnen. Ich bin überzeugt, dass der

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golf EDITORIAL


Mineralheilbad St. Margrethen

Nach dem Golfen

die Entspannung G

olf vereint Individualismus und Gemeinschaftssinn gleichermassen. Persönliche Ziele und gemeinsame Erlebnisse stehen sich nicht im Weg. Durchaus könnte man hier eine Parallele zum Mi-

neralheilbad St. Margrethen herstellen: in der modernen Bade- und Saunawelt finden die Besucherinnen und Besucher individuelle Entspannung oder Vitalisierung, während das Gemeinsame und Verbindende nicht zu kurz kommt. In jedem Fall lohnt sich ein Besuch des Mineralheilbads St. Margrethen, ob vor oder nach dem Spiel, bleibt der persönlichen Vorliebe überlassen. Vielseitige Badewelt Das Mineralheilbad St. Margrethen verfügt über eine Vielzahl an Becken im Innen- und Aussenbereich. Nicht nur die Temperatur des 36 Grad Celsius warmen Wassers verspricht dabei Wohlbefinden. Massagedüsen, Sprudelliegen, ein Fliessbad und Schwallbrausen sorgen für pure Vitalisierung und innere Einkehr. Ruheräume, ein Atrium und das Bistro «Ad Rhenum»

Erlebnisse für die Gäste

dienen ausserdem der Entspannung und Stärkung.

Über das ganze Jahr bietet das Mineralheilbad seinen Gästen spannende Erlebnisse in vielseitigen Events. Teils konzentrieren sich diese auf das Bad,

Saunawelt vom Feinsten

teils auf die Sauna. Oft ist aber auch das ganze Mineralheilbad einem ganz

Wer die Abfolge von Hitze und Kälte zu schätzen weiss, findet im Mineral-

bestimmten Thema gewidmet. So erhalten beispielsweise der Nationalfei-

heilbad St. Margrethen eine Saunawelt, die bezüglich Vielseitigkeit ihres-

ertag oder Halloween ihr ganz eigenes Gesicht, während Themenaufgüsse

gleichen sucht. In zwei Saunabereichen finden sich Dampfbäder, Biosau-

und Auftritte von Musikern die Sauna- und Badegäste begeistern. Mit Si-

nen, finnische Saunen, Erlebnisduschen, Fussbäder, Tauchbecken und ein

cherheit ist für jeden Geschmack etwas dabei. Grundsätzlich gibt es auch

Eisraum. Ruheräume, Trinkbrunnen, ein Terrassenbereich mit Aussendu-

immer Bereiche, in die man sich auch während Events zurückziehen und

schen und eine Lounge unterstützen den angenehmen Aufenthalt in der

die Ruhe geniessen kann.

Saunawelt. Saunameister bieten vielseitige Aufgusszeremonien an. Weitere Informationen zum Mineralheilbad St. Margrethen finden sich auf der Homepage www.mineralheilbad.ch.

Mineralheilbad St. Margrethen Walzenhauserstrasse 2 9430 St. Margrethen Tel. +41 71 747 40 00

MINERALHEILBAD golf

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golf EDITORIAL

Joe B. Lauber


Zeitreise

auf dem Golfplatz Wer die Damen in weiten Röcken und viktorianischen Hüten, die Herren mit Schiebermütze, in klassischen Knickerbockern, Kniestrümpfen im Rautenmuster und mit Fliege spielen sieht, fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Dr. Richard Fischer, Präsident und Eigentümer des Golfparks Rankweil, spielt seit Jahren begeistert Hickory-Golf, die traditionelle Variante des klassischen Golfsports. TEXT MICHEAL BENVENUTI · FOTOS ZGV

«Es ist wie bei Autos aus der Vorkriegszeit: Es ist unglaublich, mit welch ein-

Originalschläger von St. Andrews

fachen Mitteln, aber gleichzeitig mit wie viel Geschick und Eleganz damals

Doch wie kam Richard Fischer überhaupt mit Hickory-Golf in Berührung?

zu Werke gegangen wurde», beschreibt Richard Fischer die Faszination

«Über die Gestaltung unseres Clubhauses, bei dem ich zum modernen

von Hickory-Golf. Vor rund drei Jahren trat der erfolgreiche Unternehmer

Gebäude die Verbindung zur Historie des Golfsports herstellen wollte»,

aus Rankweil erstmals die Zeitreise in die Vergangenheit des Golfsports

erinnert sich der heute 61-Jährige. Joe B. Lauber aus Davos, Gründer und

an. Er verzichtete auf elektronische Distanzmesser und fehlerverzeihende,

Präsident des Swiss Hickory Golf Clubs und Hersteller exklusiver Hickory-

moderne Schläger und griff stattdessen zu edlen Exemplaren aus Hickory-

Schläger, organisierte und restaurierte Originalschläger von St. Andrews,

holz mit Ledergriffen. Der Hickorybaum gehört zur Gattung der Walnuss-

dazu zusätzlich 100 Jahre alte Bälle und ein antikes Bag. «Mittlerweile ziert

gewächse, sein Holz gilt als extrem hart und zäh, gleichzeitig aber auch

eine ganze authentische Hickory-Wand unser Clubrestaurant», erzählt Fi-

als sehr elastisch. Diese Schläger tragen übrigens keine schnöden Num-

scher mit Stolz.

mern wie die heutigen Modelle, sondern haben so klangvolle Namen wie Spoon, Cleek, Driving Iron, Mid Iron, Mashie, Mashie-Niblick, Niblick und

Wichtiger als die Erinnerungsstücke ist aber das Spielen selbst oder viel-

Putter. Als Golfbälle werden die klassischen «Guttys» aus kautschukähn-

mehr der Genuss. Denn anders als beim modernen Golf steht bei der tra-

lichem «Guttapercha» verwendet oder aber in alten Formen hergestellte

ditionellen Variante nicht der Wettkampf im Vordergrund. Das Motto lau-

moderne, möglichst weiche Golfbälle.

tet «Enjoy the walk». «Zählen kann, wer will. Es muss aber niemand», lacht

HICKORY golf

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Fischer. Mit Ausnahme bei Turnieren, versteht sich. Besondere Highlights

erhältlich. «Wobei Kleidung ein spannendes Thema ist», wie Fischer an-

sind für den passionierten Hickory-Fan Veranstaltungen, bei denen einzel-

merkt, «von selber Schneidern über Spezialshops bis hin zu antiquarischen

ne Mitglieder mit historisch passenden Vorkriegsautos anreisen, die Da-

Märkten besteht hier ein breites Suchfeld.» Und wie gross ist die Umstel-

men in weiten Röcken elegant schwingen, auf dem Green die ehrwürdi-

lung von den Hightech-Golfschlägern auf die Hickory-Modelle? «Gross. Für

gen dreieckigen Fahnen mit dem Hickory-Logo stecken, am Start von den

Männer wie ich, die nicht ohne Kraft spielen können, ist das ein nur fall-

Herren in Knickebockern der damals übliche Nipp aus dem Flachmann

weise gelingendes Unterfangen», gesteht Fischer, der immerhin ein Han-

genommen und am Ende der Runde eine schöne Zigarre auf der Clubter-

dicap von 12.0 vorweisen kann. Entscheidend seien beim Hickory-Golf Prä-

rasse genossen wird. «Spätestens dann weiss man, dass einige schon vor

zision und Kraftlosigkeit: «Das ist schon mit modernen Geräten schwer

100 Jahren zu leben wussten», sinniert Richard Fischer.

genug und hier eine noch grössere Herausforderung.» Umso erfüllender sei deshalb ein perfekt getroffenes, altes originales Hickory-Eisen, kraftlos

Präzision und Kraftlosigkeit

gespielt und mit toller Flugbahn. So gern Fischer mittlerweile zum alten

Aktuell frönen beim GC Montfort Rankweil zehn Athleten dem Hickory-

Eisen greift, empfindet er nach wie vor einen langen Drive mit modernen

Golf, Tendenz steigend. Um die Beschaffung der Schläger kümmert sich

Geräten als sehr schönes Erlebnis, «das ich in den wenigen gelingenden

in der Regel Joe B. Lauber, Bags und Kleidung sind in speziellen Shops

Fällen nicht missen möchte».

Hickory-Event Am 3. September 2017 steigt beim Golfclub Montfort Rankweil ein spezieller HickoryEvent, um das Golfspiel der vergangener Zeiten hochleben zu lassen. Die Veranstaltung ist auch gedacht für solche, die Hickory-Golf einmal kennenlernen und selbst ausprobieren wollen, ganz ohne Zählstress. Nähere Infos auf www.golfclub-montfort.com

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golf HICKORY


Kleines SCHLÄGER

LEXIKON Bis zur Legalisierung der Stahlschäfte 1929 waren Schläger aus dem Holz des Hickorybaums der Standard beim Golfspiel. Für den Einstieg in das Hickory-Spiel reicht für den Anfang ein Satz aus Brassie, Mashie, Mashie-Niblick, Niblick und Putter völlig aus. Je nach spielerischer Fähigkeit und Interesse kann dann dieser Grundstock ergänzt werden. Hier einige der gängigsten Modelle.

Der BRASSIE ist vom Aufbau dem Treiber sehr

Der MASHIE wurde in den 1880er-Jahren entwi-

ähnlich, hat jedoch zum Schutz des Schlägerkop-

ckelt und gilt als technische Revolution des Eisen-

fes eine Metallplatte (meist aus Messing) im Bo-

schlägerbaus jener Jahre. Die Kopfform ist deut-

den, wodurch er sich gegenüber dem Treiber auch

lich kürzer und tiefer als die des Cleek. Es zeigte

für ungünstigeres Gelände anbietet. Der Brassie ist

sich schnell, dass dieser Schläger von seinem

das Arbeitstier in der Reihe der Golfschläger. Seine

Schlagspektrum her in jedes Bag musste. Mit ihm

Stärke ist das Spiel auf dem Fairway, wenn der Ball

waren auch für ungeübtere Spieler sowohl Schlä-

nicht in zu hohem Gras liegt und der Schlag eine

ge von grosser Länge wie auch gefühlvolle kur-

grosse Distanz überwinden soll.

ze Annäherungsschläge möglich. Dieser Schläger war im Spiel so effektiv und unersetzlich, dass die

Der SPOON ist vergleichbar mit den zeitgenös-

Profispieler jener Tage oft einen zweiten als Bruch-

sischen Hölzern 3 bis 5. Der Loft beträgt 15 bis 22

ersatz im Bag hatten.

Grad. Wie beim Treiber und Brassie kommt auch Der TREIBER (DRIVER) wurde in diversen Aus-

der Spoon in allen Formen und Grössen vor. Die

Der MASHIENIBLICK liegt spieltechnisch zwi-

führungen hergestellt. Neben einem Hickory-

Unterseite des Spoon ist leicht konvex zum Gras

schen dem Mashie und dem Niblick. Dieser Schlä-

Schaft bestand der Schlägerkopf auch aus Holz,

hin. Ein Spoon mit grossem Kopf ist recht einfach

ger ist besonders für das Pitching und Chipping

meist war es Persimmon-Holz. In den Schläger-

zu schlagen. Ein Spoon mit kleinem, flachen Kopf

geeignet. Die Grundkopfform des Mashieniblick

boden war in der vorderen Hälfte eine Platte aus

ist dagegen schwierig zu beherrschen, recht anfäl-

ist eiförmig. Es gibt diverse Formen und Grössen

Horn eingearbeitet. Der Treiber ist der Schläger,

lig und kann folglich auch mal brechen.

dieses Schlägers.

kann auch auf dem Weg zum Loch für Schläge ge-

Der BULLDOG ist ein Fairway-Holz. Der Loft be-

Der NIBLICK war das Sand-Wegde der Hickory-

nutzt werden.

trägt 18 bis 24 Grad. Der Kopf ist etwa doppelt so

Ära. Neben den Schlägen aus dem Bunker rette-

gross wie ein Golfball. Die Unterseite ist stark ge-

te der Niblick so manchen misslich liegenden Ball.

bogen. Somit eignet sich der Bulldog besonders

In der Regel hat das Niblick einen Loft von ca. 52

für Stellen, an denen der Ball sehr schlecht liegt.

Grad, jedoch keinen, in einigen Fällen sogar einen

Wer die Möglichkeiten dieses Schlägers einmal

«Minus»-Bounds. Dadurch konnte das Schläger-

live gesehen hat, der will einen solchen besitzen,

blatt problemlos bis zu einem Loft von 60 Grad

doch dieser Schläger ist insbesondere in spielba-

und mehr «geöffnet» werden. Seine Bandbreite

rem Zustand sehr, sehr schwer zu finden.

reicht vom heutigen Pitching Wedge bis zum Lob

mit dem in der Regel abgeschlagen wird, doch er

Wedge. Der CLEEK steht mit seinem Namen für eine spezielle Form des Schlägerkopfes. Er hat eine flache

Der PUTTER dient dazu, den auf dem Grün lie-

und recht lange Schlagfläche. Sein Loft beträgt

genden Ball einzulochen. Durch die um 1900 noch

etwa 19 Grad. Der Cleek wurde etwa bis um die

«hohen Greens» waren Putter mit Lofts von bis zu

1910er-Jahre gespielt und durch Schläger wie Dri-

10 Grad üblich. Gegen 1930 wurden die Greens

ving Iron und Driving Mashie ersetzt, da er nicht

schon so perfekt, dass mit heute vergleichbaren

ganz einfach zu spielen war. Man fand ihn zu Be-

Lofts gearbeitet wurde. Der Ideenreichtum der

ginn des 20. Jahrhunderts eigentlich nur noch in

Schlägerbauer scheint gerade bei diesem Schlä-

den Bags der besseren Spieler.

ger unbegrenzt. Quelle: Swiss Hickory Golf Club

Hickory-Clubs hand made in Davos: Kostbarkeiten aus der JBL Hickory Golf Club Manufactury von Joe B. Lauber.

HICKORY golf

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JAGUAR F-PACE TEXT JAGUAR SCHWEIZ · FOTOS OLIVER HARTMANN

AUF DEM

SPRUNG Der Jaguar F‑PACE ist ein Performance-SUV und bietet maximalen Fahrspass – bei hoher Effizienz. Der bis in alle Details technologisch ausgereifte Jaguar F‑PACE sorgt dafür, dass Sie sicher unterwegs, vernetzt und gut unterhalten sind. Er bewältigt jede Strasse und bietet Raum für jede Aktivität. Der Jaguar F‑PACE ist ein Jaguar für Sie und Ihre Familie.

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golf JAGUAR F-PACE


L

eistung, Power, fortschrittliche Fahrdynamik sowie sportlicher Luxus vereinen sich im F-PACE S zu einem Jaguar mit unwiderstehlichem Erscheinungsbild und Gehalt. Die Innenausstattung ergänzt die Leis-

tungsmerkmale dieses Jaguar und bietet gleichzeitig eine brillante Vielseitigkeit. Die innovativen Jaguar Gear-Technologien, die jede Fahrt zu etwas ganz Besonderem machen, runden das Bild dieses Luxus-Performance-SUV ab. LEICHTE ALUMINIUM-ARCHITEKTUR Die leichte Aluminium-Architektur des Jaguar F‑PACE ist steif und robust. Sie bietet allen Insassen ausgezeichneten Schutz und ihr geringeres Gewicht steigert

Der Gepäckraumboden des F‑PACE hat zwei unterschiedliche Oberflächen und kann im Handumdrehen von einem strapazierfähigen Teppich in eine leicht zu reinigende Gummimatte verwandelt werden.

die Effizienz und verbessert Handling und Bremsverhalten. Der Jaguar F‑PACE gehört zu den leichtesten Fahrzeugen seiner Klasse*. Mit einer Gewichtsverteilung von fast 50:50* bietet er eine sportliche Performance und ein hervorragendes Fahrerlebnis.

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8 Gang-Automatik, Allradantrieb 5,5 s

0-100 KM/H HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT

250 km/h 8,9 l/100 km

VERBRAUCH

209 g/km

CO2

LEISTUNGSSTARKE MOTOREN

LÄNGE

4,731 m

Beim F-PACE S haben Sie die Wahl zwischen zwei leis-

RADSTAND

2,874 m

tungsstarken Motoren. Der 3,0 Liter V6 Kompressor be-

HÖHE

1,652 m

schleunigt dank 380 PS und einem Drehmoment von

LEERGEWICHT

1.861 kg

450 Nm in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der leis-

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650 –1.740 l

tungsstarke 3,0 Liter V6 Turbodiesel glänzt mit einer

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Der F-PACE S ist auf der Strasse unverwechselbar. Das

J-Blade LED-Tagfahrleuchten und Abblendautomatik

äussere Erscheinungsbild betont die kraftvollen Pro-

verleihen dem F-PACE ein unverwechselbares Erschei-

portionen des F-PACE und erzeugt eine Form, deren

nungsbild. Das adaptive Beleuchtungssystem zeichnet

Dynamik dem Fahrgefühl entspricht. 20" Leichtme-

sich durch dynamische Scheinwerfer aus, die sich an

tallfelgen, Bremssättel in Rot sowie das einzigartige S-

die Fahrgeschwindigkeit und Fahrweise anpassen. Sie

Emblem lassen keinen Zweifel daran, dass dieser SUV

können das Licht um bis zu 15 Grad umlenken, um Kur-

Power im Herzen trägt.

ven besser auszuleuchten.

JAGUAR F-PACE golf

51


Trockenfleisch Banane? ODER

Auf alle Fälle viel Wasser! Was versorgt Golfer auf dem Platz rasch mit Energie? Auf der amerikanischen PGA-Tour schwören Pros und Caddies auf Beef Jerky. Das getrocknete Rindfleisch entwickelte sich auch in Europa zu einem Trend-Snack. Die Schweizer Playing Professionals Fabienne In-Albon (Ladies European Tour) und André Bossert (European Senior Tour) packen dagegen andere Kraftnahrung ins Tour-Bag.

B

TE X T M IR JAM FA SSO LD · FOTOS Z VG

eef Jerky ist auf der

der turnierfreien Zeit zu Hause in McKinney (Texas) Beef Jerky

PGA-Tour buchstäb-

herzustellen. Seine Rezeptur mundete den Pros derart gut, dass

lich in aller Munde

allein die Mund-zu-Mund-Propaganda auf der PGA-Tour und der

– kaum ein Profes-

LPGA-Tour die Nachfrage nach Kings Trockenfleisch explodie-

sional, der sich die

ren liess – Pros und Caddies begannen den Snack zu bestellen.

getrockneten

Rind-

«Zur Byron Nelson Classic habe ich einmal 170 Pfund Beef Jerky

fleischstückchen auf

mitgebracht», erinnert sich King an die Anfänge. Matt Kuchar

der Runde nicht ab

sei es dann gewesen, der den

und zu zwischen die

Stein ins Rollen gebracht und

Zähne schiebt. Her-

aus einem Hobby ein richti-

gestellt werden

ges Geschäft habe werden

die schmack-

lassen. «Er sagte, ich solle die

haften Proteinbomben aus mariniertem oder gesalze-

Ware in die Läden bringen,

nem, in dünne Scheiben oder Streifen geschnittenem

er wolle sie in den Regalen

Rindfleisch. Welchen Anteil die Kraftnahrung an den Er-

sehen.» Dabei hatte King

folgen von Rickie Fowler, Davis Love III, Tiger Woods und

weder einen Schimmer

Greame McDowell hat, sei dahingestellt. Dass Beef Jerky

vom Aufbau eines Unter-

Tourgeschichte geschrieben hat, ist dagegen erwiesen.

nehmens noch Ambitio-

Und die Story passt perfekt in die USA, in das Land, wo Tellerwäscherkarrieren nach wie vor möglich sind.

nen, vom Caddie zum Geschäftsmann zu werden. Erst als er am Rande des AT&T Pebble

52

Beef Jerky ist die Erfolgsgeschichte von Jeff King – einem

Beach National ProAm einem

engagierten Tour-Caddie, der aus Versehen zum Unternehmer

alten Freund von der Beliebt-

und einer «Beef Jerky Legende» geworden ist. King schwor seit

heit seines Beef Jerky erzählte,

jeher auf das Trockenfleisch, war aber mit der Qualität, die er auf

nahm das Ganze Fahrt auf – King brachte das Wissen

seinen beruflichen Reisen in den Läden fand, nicht zufrieden.

um die Produktion des tourerprobten Beef Jerky, sein Freund

Also kaufte er sich 2008 einen Fleischtrockner und begann in

Adam Papazian das Marketing- und Unternehmer-Know-how

golf ERNÄHRUNG


mit – die Erfolgsgeschichte von «Kingmade Jerky» nahm ihren Anfang.

In-Albon: Genau, gesund und ausgewogen muss die Ernährung sein, viel

2013 streifte King das Caddie-Shirt ab und wurde Pro – allerdings nicht bei

Protein, gute Fette sowie leicht verdauliche Kohlenhydrate enthalten. Zu-

den Golfern, sondern bei den Beef-Jerky-Produzenten.

cker versuche ich zu vermeiden, da er meine Leistungsfähigkeit hemmt. Und ich trinke keinen Alkohol.

Was die Pros und Proetten in den USA begeistert, hat sich auf dem alten Kontinent (noch) nicht ganz durchsetzen können. Bislang fristet Beef Jer-

Was frühstücken Sie, wenn Sie beim Turnier eine Startzeit am

ky hierzulande ein Dasein als Trendsetter-Food. Ob sich das bald ändern

Vormittag haben?

wird? Zwar beschäftigen sich auch Schweizer Playing Professionals einge-

In-Albon: Während Turnieren frühstücke ich immer das Gleiche: gluten-

hend mit dem Thema Ernährung und achten genau darauf, was sie vor

freie Haferflocken mit heissem Wasser angemacht, dazu Früchte, Nüsse

und während der Arbeit zu sich nehmen. Doch Trockenfleisch findet sich

und Chia-Samen. Danach gibt es ein Rührei sowie schwarzen Kaffee.

in den Tour-Bags unserer Gesprächspartner nicht. Dafür verraten Fabienne In-Albon und André Bossert im Gespräch mit Golf, wie ein ausgewogenes

Bossert: Ich bin flexibel, schaue, was es im Hotel gibt. Ich weiss, welche

Golfer-Frühstück und eine leichte Kraftnahrung auf dem Platz ausschauen.

Lebensmittel Eiweiss und welche Kohlenhydrate enthalten, entsprechend stelle ich mir einen guten Mix zusammen: Joghurt, Eier, frische Früchte,

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die Performance am Golfplatz? Fabienne In-Albon: Für mich hat sie sehr grossen Einfluss. Es ist sehr wichtig herauszufinden, welche Nahrungsmittel dem Körper Höchstleistungen ermöglichen und welche eher hemmend wirken. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, was meinem Körper guttut. Aufgrund einer Allergie ernähre ich mich zudem seit gut acht Jahren glutenfrei.

Müesli. Dazu trinke ich Wasser. Und wenn Sie erst am Nachmittag ins Turniergeschehen eingreifen? Bossert: Wenn ich um 13 Uhr abschlage, esse ich Frühstück und einen Light-Lunch. Grundsätzlich esse ich vor dem Spielen nicht viel. In-Albon: Das halte ich auch so. Wenn ich «richtig» mittagesse, braucht mein Körper viel zu lange, um wieder auf Touren zu kommen, deshalb gibt

André Bossert: Bei mir ist das unproblematisch, ich achte schlicht nur auf

es bei mir ein zweites Frühstück.

eine ausgewogene Ernährung.

«Wenn ich um 13 Uhr abschlage, esse ich Frühstück und einen Light-Lunch. Grundsätzlich esse ich vor dem Spielen nicht viel.» André Bossert

ERNÄHRUNG golf

53


Was essen Sie auf der Runde? In-Albon: Da habe ich eine strikte Routine: An Loch 6, 9, 12 und 15 esse ich jeweils einen Viertel eines Multipower-50%-Proteinriegels, an Loch 10 gönne ich mir einen Guarana-Shot von Multipower. Daneben habe ich immer einen Multicarbo-Riegel im Bag, der im Bedarfsfall sehr schnell Energie liefert. Zudem trinke ich Wasser und 7,5 Deziliter Iso-Drink. Bossert: Wasser ist für mich das Wichtigste, es verhindert das Dehydrieren des Körpers. Je nach klimatischen Bedingungen trinke ich einen bis zwei Liter pro Runde. Im Sommer mische ich mir gerne einen elektrolytischen Kohlenhydrate-Drink von WinForce, der dem Körper die Stoffe zuführt, die er beim Schwitzen verliert. Das Pulver ist in kleine Säckchen abgepackt, die ich problemlos im Bag mitführen kann. Ausserdem habe ich immer verschiedene Nüsse und getrocknete Preiselbeeren dabei – sie liefern Proteine und enthalten lebenswichtige Öle. Ab und zu esse ich auch eine Frucht, achte aber darauf, dass diese einen tiefen glykämischen Index hat, so dass der Zucker langsamer abgebaut und das Energieniveau länger konstant bleibt. In-Albon: Das ist ganz wichtig. Oft sehe ich Amateure, die nach neun Tour-Proette Fabienne In-Albon ernährt sich glutenfrei und isst während des Spiels Proteinriegel – die Bratwurst gibt’s für sie erst am 19. Loch.

Löchern ein Sandwich essen und sich dann fragen, weshalb sie auf den zweiten neun schlecht spielen. Ein Sandwich ist sehr schwer verdaulich, entsprechend lange dauert es, bis der Körper das Gegessene in Energie umwandeln kann.

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Wenn du eine Vision hast, hast du auch eine Zukunft. Willi Müller

EDITORIAL golf

55


Turnier Wert

von hohem sportlichen

10. Golf-Landes­ meisterschaft/Liechtenstein Open 2017 2./3. September 2017 GC Gams-Werdenberg

Im September findet die 10. Austragung der Liechtensteiner Golflandesmeisterschaft statt. Unter dem Titel Liechtenstein Open hat das Turnier an internationaler Bedeutung gewonnen. Heuer wird dabei zum zweiten Mal um Weltranglistenpunkte gekämpft. Ein Karrieresprungbrett war das Turnier aber bereits 2008 – die damaligen Sieger Mathias Eggenberger und Melanie Mätzler sind mittlerweile Professionals. TE X T M IR JAM FA SSO LD · FOTOS Z VG

N

ach dem 50-Jahr-Jubiläum im vergangenen Jahr gibt’s

Sprungbrett für die Tour

beim Golfverband Liechtenstein (GVL) auch 2017 wieder

Den Turniersieg bei den Damen holte sich 2008 eine Spielerin, die sich

einen «runden Geburtstag» zu feiern: die zehnte Austra-

dem Golfsport mit Haut und Haaren verschrieben hat und heute als Pro-

gung der Liechtensteiner Golflandesmeisterschaft An-

ette auf der Ladies European Tour (LET) spielt: Melanie Mätzler aus Bad Ra-

fang September auf dem GVL-Heimplatz in Gams. Ein

gaz. Wie Eggenberger hat sie das Turnier zwei Jahre später erneut gewon-

Turnier, das von Beginn an hohen sportlichen Stellenwert genoss, in den

nen. 2010 führte der Weg zum Sieg allerdings schon über zwei Runden,

vergangenen beiden Jahren aber richtig gross geworden ist. Dies kommt

welche Mätzler und Eggenberger allesamt unter Platzstandard absolvier-

unter anderem auch im zweiten Namen des Turniers zum Ausdruck, offizi-

ten. Sechs Jahre danach, im November 2016, ist auch Mathias Eggenberger

ell firmiert die Veranstaltung unter dem Titel «Liechtenstein Open / Liech-

zu den Professionals gewechselt; aktuell spielt er seine erste Saison auf der

tensteinische Golf-Landesmeisterschaft». Seit 2016 erhalten die Besten

Pro Golf und der Challenge Tour.

Punkte für die Amateur-Golf-Weltrangliste (WAGR), entsprechend begehrt sind die Startplätze bei internationalen Topamateuren.

Das Liechtensteiner Turnier als Sprungbrett zur grossen Karriere? Ein Schritt auf dem Weg zum Berufsgolfer bestimmt! Auch die Turniersiegerinnen

Landesmeisterschaft als «Turnier im Turnier»

von 2011, Jamila Jaxaliyeva aus Kasachstan, und 2012, Linda Roos (Schweiz),

Die Anfänge des Turniers waren bescheiden. 2008 organisierte der Golf-

verdienen ihren Lebensunterhalt als Proetten. Nicolas Thommen (Schweiz,

verband Liechtenstein erstmals Landesmeisterschaften – 18 Löcher

Sieger 2012) und Markus Habeler (Österreich, Sieger 2015) haben Golf

Strokeplay. Ein Tag, eine Runde auf dem GVL-Heimplatz in Gams, und die

ebenfalls zum Beruf gemacht.

ersten Meister standen fest: Lisa Sele und Mathias Eggenberger. Der damals 16-jährige Eggenberger hatte mit einer 2-unter-Par-Runde an diesem

Zwei Platzrekorde an einem Wochenende

Tag mit neun Schlägen Vorsprung auf den heutigen GVL-Ehrenpräsidenten

Vor zwei Jahren machte das Turnier erneut einen Sprung nach vorn, wurde

und ehemaligen ASG-Nationalspieler Carlo Rampone nicht nur die Lan-

noch internationaler, das Teilnehmerfeld noch kompetitiver. Der Weg zum

desmeisterwertung für sich entschieden, sondern auch das Turnier ge-

Sieg führt nun über drei Runden, wobei nach der ersten ein Cut erfolgt.

wonnen. Dieses war von Beginn an international ausgeschrieben, einzig

Am zweiten Tag werden 36 Löcher gespielt, sowohl bei den Damen wie

die Landesmeistertitel waren und sind Golferinnen und Golfern mit Liech-

bei den Herren sind fünf Startplätze für die bestklassierten Einheimischen

tensteiner Staatsbürgerschaft bzw. seit einem Jahr im Fürstentum wohn-

reserviert, die um den Landesmeistertitel kämpfen. Seit die Liechtenstein

haften GVL-Mitgliedern vorbehalten.

Open in den WAGR-Kalender aufgenommen wurden, purzeln in Gams die

56

golf LIECHTENSTEIN OPEN


Die ersten Liechtensteiner Golflandesmeister sind dem Sport bis heute

Die Sieger von 2016: Anna Kristina Eggenberger (Landesmeisterin), Tur-

treu geblieben: Lisa Sele als GVL-Nationalspielerin, Mathias Eggenberger als

niersieger Gerold Folk, Turniersiegerin Vanessa Knecht und Elias Schreiber

Playing Professional auf verschiedenen europäischen Tours.

(Landesmeister, v. l. n. r.).

Scores. 2016 fiel der Platzrekord bei den Damen und bei den Herren. ASG-

Mit positiven Erlebnissen verbindet auch die erst 14-jährige Lily Hürlimann

Nationalspielerin Vanessa Knecht hatte am Samstag mit 67 Schlägen die

das Turnier: «Toll organisiert – und alle waren freundlich und fröhlich. Die

Basis für ihren Turniersieg geschaffen. Der Steirer Gerold Folk liess es am

Proberunde spielte ich mit einem Mitglied, das mir viele Tipps gab.» Die

Sonntagvormittag mit einer 62er-Runde krachen. Die Konkurrenz schien

Zugerin, die in Deutschland lebt und für den renommierten GC St. Le-

geschockt, Folk konnte am Nachmittag den Sieg mit einer Par-Runde nach

on-Rot, Deutschlands Golf-Kaderschmiede Nummer eins, spielt, freut sich

Hause spielen und trotzdem mit acht Schlägen Vorsprung auf den Titel-

aber noch aus einem weiteren Grund auf den September: «Meine Gross-

verteidiger gewinnen.

eltern leben in Bad Ragaz, während der Liechtenstein Open kann ich bei ihnen wohnen und meine Schweizer Freunde treffen.» Zu sehr vom Golf

Ähnlich deutlich, nämlich um sieben Schläge, distanzierte Knecht den

ablenken lassen will sich die Dritte der Girls-Wertung von 2016 aber nicht:

weiblichen Runner-up, Katharina Mühlbauer. Doch die Österreicherin sinnt

«Ich habe mir fest vorgenommen, am zweiten Loch nicht noch einmal drei

auf Revanche: «Ich freue mich jedes Jahr auf dieses Turnier, weil es hervor-

Bälle im Wasserhindernis zu versenken.»

ragend organisiert ist und mir der Platz gefällt. Erst recht, wenn ich wie letztes Jahr meine Leistung abrufen und gute Scores spielen kann. Die Liechtenstein Open 2016 war für mich ein sehr wichtiges Turnier, nicht nur der WAGR-Punkte wegen, sondern auch für mein Selbstvertrauen. Mit

Liechtensteiner Landesmeister

zwei Unter-Par-Runden im Hinterkopf kehre ich umso lieber zurück», sagt

2008: Lisa Sele und Mathias Eggenberger

Mühlbauer.

2009: Christine Rampone und Pieter van Eck 2010: Anna Kristina Eggenberger und Mathias Eggenberger 2011: Anna Kristina Eggenberger und Ferdi Sele 2012: Lisa Sele und Lukas Schäper

Talentiert: Die 14-jährige Lily Hürlimann ist bereits Scratch-Golferin und will bei der FL Open 2017 ihre Platzkenntnis vom Vorjahr nutzen.

2013: Christine Tinner-Rampone und Sebastian Schredt 2014: Anna Kristina Eggenberger und Christian Walch 2015: Anna Kristina Eggenberger und Sebastian Schredt 2016: Anna Kristina Eggenberger und Elias Schreiber

Turniersieger Liechtenstein Open 2008: Melanie Mätzler und Mathias Eggenberger 2009: Christine Rampone und Pieter van Eck 2010: Melanie Mätzler und Mathias Eggenberger 2011: Jamila Jaxaliyeva und André Draslar 2012: Linda Roos und Nicolas Thommen 2013: Christine Tinner-Rampone und Janes Lombardo 2014: Annabella Hofer und Stefan Still 2015: Anna Kristina Eggenberger und Markus Habeler 2016: Vanessa Knecht und Gerold Folk

LIECHTENSTEIN OPEN golf

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Erst Bauchschmerzen, dann Kribbeln TE X T M IR JAM FA SSO LD · FOTOS M ICHAEL Z ANG HELLINI

Ann-Kathrin Maier hat eine Vision: ­Sie will auf der Ladies European Tour (LET) am 18. Grün den Putt zum Sieg ein­ lochen. «Diese Vision verfolgt mich, ­ seit ich die Leidenschaft zum Golfen für mich entdeckt habe», sagt die 23-jährige Salzburgerin. Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, arbeitet sie hart, nimmt Doppelbelastungen in Kauf und geht den steinigen Weg über die LET Access Series (LETAS), wo die Turniere zwar zahlreicher, aber auch kleiner (sprich niedriger dotiert) sind als auf der LET.

58

golf EDITORIAL


2016 ist Maier zu den Professionals gewechselt und

belastung und als Folge davon zwei Entzündungen

seither auf der LETAS unterwegs. Auf dieser Tour spiel-

diagnostiziert. Die einzige Chance auf Heilung: die

te sie im Mai 2015 – damals noch als Amateurin – ihr

Hand ruhig stellen, die Saison vorzeitig beenden. «Un-

erstes Profiturnier. Einen Tag nach ihrem 21. Geburts-

günstig, so konnte ich die Top 50 der Order of Merit

Finnischer Sieg bei der VP Bank Ladies Open 2017

tag. In Gams. Den Cut hatte sie vor zwei Jahren zwar

und die volle LETAS-Tourkarte für 2017 nicht mehr er-

deutlich verpasst, doch entmutigen konnte das die

reichen.» Die Salzburgerin ist deshalb in dieser Saison

zielstrebige Österreicherin nicht. Ann-Kathrin Maier

öfters auf eine Wild Card des Veranstalters angewie-

hat aus den Erfahrungen gelernt, ist 2016 nach Gams

sen – charmant und höflich wie sie ist, wird man ihr

Die zur LET Access Series

zurückgekehrt und hat hier erneut «debütiert» – dies-

diese aber wohl stets gerne gewähren.

zählende­VP Bank Ladies Open

mal als Proette. Nach einer missglückten Auftaktrun-

wurde vom 4. bis 6. Mai zum vier-

de bewies sie am zweiten Tag Kämpferqualitäten,

Golf und Ann-Kathrin Maier, das war keine Liebe auf

ten Mal auf dem Parcours des GC

steigerte sich mit einer Unter-Par-Runde markant, ver-

den ersten Blick. Als die Familie vor 15 Jahren die-

Gams-Werdenberg gespielt. Am

passte den Cut aber dennoch. Diesmal knapp. Anfang

sen Sport entdeckte, brauchte es reichlich Überzeu-

Start waren 107 Proetten und 19

Mai diesen Jahres kam sie zum dritten Mal nach Gams

gungsarbeit der Eltern, um dem Nachwuchs Golf

Amateurinnen aus 27 Nationen.

– noch stärker, noch zielstrebiger als in den beiden

schmackhaft zu machen. «Ann-Kathrin hatte immer

Im Preisgeldtopf lagen 40‘000

Jahren zuvor. Sie wollte am Finaltag, dem 6. Mai, in

Bauchweh, wenn wir zum Golfen wollten», erinnert

Euro; den Siegercheck über 6400

sich Mutter Christine Maier. Anfangs eher

Euro sicherte sich die 27-jährige

widerwillig habe die Tochter die

Finnin Linda Henriksson. Sie tri-

Schläger geschwungen und an

umphierte im Play-off mit einem

Gams nicht nur ihren 23. Geburtstag feiern, sondern auch Turniergolf spielen. Und zwar um den Sieg.

Juniorenturnieren

Birdie am ersten Extraloch über

Beim ProAm am Dienstag plau-

teilgenommen. Dass just eine

die Russin Nina Pegova. Bestklas-

derte sie auf der Runde über

verpasste Startzeit – «wir wa-

sierte Schweizerin war Caroline

ihre Erfahrungen im Rookie-

ren im Verkehr stecken geblie-

Rominger auf Rang 11. Turnier-

Jahr. So bequem wie bei der

ben» – eine Wendung einlei-

botschafterin Melanie Mätzler

VP Bank Ladies Open hat sie es

tete, ist Schicksal. «Ann-Kathrin

wurde mit GVL-Nationalspieler

selten. Zum ersten Turnier der Sai-

durfte nicht mehr starten, sie hat

Sebastian Schredt am Bag 14.

son wird die Proette von ihrer Mut-

deshalb auf der Range Bälle ge-

kleineren

ter nach Gams begleitet. Christine Maier chauffierte die Sportlerin frühmorgens vom

schlagen, wo ihr Talent von einem Trainer des Landeskaders entdeckt wurde.» Die

heimischen Neukirchen bei Zell am See über noch

Einladung ins Trainingslager des Verbandes freute

schneenasse Strassen in die Ostschweiz und leistete

die Mutter, die Tochter weniger. «Wir versprachen ihr,

im Turnier als Caddie wertvolle Dienste. Die meisten

dass sie es nur einmal probieren müsse, und wenn

Turniere aber sind nur per Flugzeug erreichbar, ge-

Golf wirklich nicht ihr Ding sein sollte, wäre das Thema

wohnt wird nicht im Hotel, sondern mit Berufskolle-

erledigt», sagt Christine Maier. «Als sie vom Trainings-

ginnen in einem möglichst günstigen Appartment.

lager zurückkam, wünschte sich Ann-Kathrin neue

Da sei es ratsam, vor dem Buchen genau nachzufra-

Golfschläger».

gen: «Im letzten Sommer spielten wir vier Wochen in Folge in Skandinavien. Ich war happy, als ich für die

Was folgte, war ein steiler Aufstieg vom Landes- ins

dritte Woche eine günstige Unterkunft direkt am

Nationalkader und bereits ein Jahr später der Wechsel

Golfplatz gefunden hatte – bloss, dass sich da 16 Mä-

zu den Pros. Von Preisgeld und Sponsorenbeiträgen

dels das Haus mit vier Schlaf- und nur zwei Badezim-

leben kann Ann-Kathrin Maier noch nicht. «Im Winter

mern teilen mussten.» Bei aller Freundschaft, die es

arbeite ich 60 Prozent im Büro der Skischule meiner

trotz Wettkampf auf der LETAS gebe, da sei die Privat-

Eltern. Dank flexibler Arbeitszeiten kann ich nebenbei

sphäre doch etwas zu kurz gekommen.

mein Studium in Sport- und Eventmanagement weiterverfolgen und mich im Süden auf die Golfsaison

Dabei hätte Ann-Kathrin Maier genau zu dieser Zeit

vorbereiten.» Als ob ihre Agenda nicht schon über-

nicht nur etwas Abstand zur Konkurrenz, sondern

voll wäre, hat Ann-Kathrin Maier im letzten Winter

wohl gar eine Pause vom Golfsport gebraucht. «Ich

auch die ersten beiden Module der dreiteiligen Aus-

bin nicht schmerzempfindlich, aber im August habe

bildung zur Landesskilehrerin absolviert. Für den un-

ich plötzlich mein linkes Handgelenk gespürt», erin-

wahrscheinlichen Fall, dass ihr Golf eines Tages wieder

nert sie sich. Zurück in Österreich wurden eine Über-

Bauchschmerzen bereiten sollte.

VP Bank Ladies Open, Gams-Werdenberg, Par 72; LETAS, 40’000 Euro: 1. Linda Henriksson (FIN) 212 Schläge/ PO; 2. Nina Pegova (RUS) 212; 3. Meghan MacLaren (SCO) 213. Ferner: 11. Caroline Rominger (SWI) 220; 14. Melanie Mätzler (SWI) 221; 22. Christine Wolf (AUT) und Elena Moosmann (SWI/Am) je 223; 32. Emma Spitz (AUT/Am) 224; 37. Chiara Tamburlini (SWI/Am) und Anaïs Maggetti (SWI) je 225; 42. Victoria Monod (SWI/Am) 226. Cut (147) verpasst: 53. Lily Hürlimann (SWI/Am) 148; 61. Nadine Dreher (AUT) und Nina Mühl (AUT) je 149; 72. Clara Pietri (SWI), Gioia Carpenelli (SWI/Am) und Katharina Mühlbauer (AUT/Am) je 151; 85. Fabienne In-Albon (SWI) 153; 90. Julia Unterweger (AUT/Am) 154; 96. Tiffany Arafi (SWI/Am) 155; 99. Klara Wildhaber (SWI/ Am) und Natalie Armbrüster (SWI/Am) je 156; 107. Eva Baraschi (SWI) 157; 114. Valeria Martinoli (SWI) und Eva-Maria Möhwald (SWI) je 159; RETD Ann-Kathrin Maier (AUT) und Rachel Rossel (SWI/ Am) .

www.spaf-golf.ch

LETAS golf

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1

2

ProAm-Impressionen von der VP Bank Ladies Open

FOTOS MICHAEL ZANGHELLINI

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golf EDITORIAL

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1 | Stilvoll, elegant und mit perfekter­ Körperspannung: Gastgeber Christoph Mauchle auf dem ­ersten Tee.

2 | Sportliches Team: Peter Bruggmann, Peter Wick, Turnierbotschafterin Melanie Mätzler und Heinrich Michel (von links).

3| Skeptischer Blick, perfekter Finish: Markus Hilti.

4 | «Gott sei Dank ist dieser Putt gefallen», denkt sich die spanische Proette Marta Silva.

5 | Puttlinie genau studieren, dann den Ball sorgfältig hinlegen:­ Patrick Indra.

6 | Skeptisch: Wetterfrosch Peter Wick.

7 | Die Olympionikin Christine Wolf (Österreich) ging mit dem Titelsponsor Christoph Mauchle­ (Mitglied des Group Executive­ Management der VP Bank Gruppe),­auf die Runde.

11

8 | Christine Maier als Caddie ihrer Tochter, der österreichischen Proette Ann-Kathrin Maier, ExGC-Davos-Präsident Patrik Wagner und GVL-Generalsekretärin Mirjam Fassold beobachten den Abschlag ihres Mitspielers.

9 | Wolfgang Strub mit viel Gefühl auf dem Grün.

10 | Viel Spass auf dem Platz: Christian Dubler, Thuri Hofmann, Proette Marta Silva und Eugen Mätzler.

11 | So macht ProAm Spass: geteilte

12

Freude nach einem gelochten Putt.

12 | Für einmal auf der LET Access Series: Hans Eggenberger, die Vorjahres-Zweite Tonje Daffinrud (Norwegen), Robert Schädler und Hanspeter Büttiker (von links).

13

13 | Kraftvoll, dynamisch, fokussiert: LET-Proette Christine Wolf auf dem ersten Abschlag.

EDITORIAL golf

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STREBEN NACH

PERFEKTION

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Golf Club Bad Ragaz, 7310 Bad Ragaz Telefon +41 81 303 37 17, www.golfclubragaz.ch EDITORIAL golf

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ANTWORTEN

Sonnencreme

&WEIZENBIER Jean-Claude Zurflüh, Mitglied der Geschäftsleitung und Verwaltungsrat der Joseph Wohlwend AG in Vaduz, ist seit drei Jahren Mitglied im Golfclub Gams. Sein aktuelles Handicap ist 24.4. TEXT MICHAEL BENVENUTI · FOTOS MICHAEL ZANGHELLINI

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Interview

Jean-Claude Zurflüh

Welche Ziele haben Sie sich beim Golf noch

Was ist für Sie das Wichtigste beim Golf?

gesteckt?

Ruhe, Spass und sich etwas aus dem

Ich möchte mir in Zukunft viel mehr Zeit zum Golf-

Alltag ausklinken.

spielen nehmen, dann wird auch mein Handicap sinken.

Was ist Ihr Lieblingsgericht im Club-

Was nervt Sie am meisten bei Flightpartnern?

restaurant?

Klugscheisser und Wichtigtuer.

Ein Weizenbier und eine Zigarre. Welches ist Ihr Lieblingsgolfplatz? Was war Ihr witzigstes Erlebnis auf dem Golfplatz?

Natürlich Gams, ich bin ja dort Clubmitglied (lacht).

Ein Rabe klaute meinen Ball vom Green weg. Welchen Golfplatz wollen Sie unbedingt noch spielen? Welches war Ihr peinlichster Moment?

Den Muirfield Golf Course in Schottland, der bereits 1744 eröff-

Ich schlug von Tee 1 mit einem Driver ab, doch anstatt 200 Meter

net wurde und einer der ältesten Golfplätze der Welt ist.

weiter zu fliegen, sprang der Ball einen Meter hinter mich. Wie häufig spielen Sie pro Woche Golf? Mit wem gehen Sie am liebsten auf die Runde?

Wenn es die Zeit erlaubt, möchte ich dieses Jahr dreimal pro Wo-

Mit netten Leuten, die Golf nicht todernst nehmen.

che spielen. Ich habe es mir zumindest vorgenommen.

Was ist für Sie ein absolutes No-Go auf dem Golfplatz?

Welcher ist Ihr bester Schlag?

Unehrlichkeit.

Der gute nach einem schlechten.

Wie viele Hole-in-ones haben Sie schon erzielt?

Haben Sie auf dem Golfplatz schon wichtige Geschäfte

Leider noch keines.

abgeschlossen? Das hat für mich zwar keine Priorität, ist aber tatsächlich schon

Welchen Golfspieler bewundern Sie?

geschehen.

Den Spanier Miguel Angel Jimenez. Er liebt schnelle Autos, Rotwein und Zigarren – genauso wie ich.

Was fasziniert Sie am Golfsport? Das Unglaubliche an Golf ist, und das habe ich bisher in keiner

Was war Ihr bisher schönster Erfolg?

anderen Sportart erlebt: Du glaubst, du hättest alles im Griff und

Obwohl ich erst vor drei Jahren mit dem Sport begonnen habe,

schon wirst du wieder eines Besseren belehrt.

spiele ich einigermassen «salonfähig» Golf. Trotzdem betrachte ich mich noch als Anfänger.

Was darf auf dem Golfplatz auf keinen Fall fehlen? Sonnencreme, denn nach über vierzig Jahren Allwettersportler bin ich zum Schönwettergolfer mutiert.

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Sie sind reif.

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Begeisterung

W

zwischen Berg & See

enn man vieles gesehen und das Grosse scheinbar

DAS KRONTHALER-Lebensluxus am Tiroler Achensee so einzig-

bereits erlebt hat, sind es Erlebnisse, die das Leben reich machen:

artig. In beneidenswerter Alleinlage mitten im Naturpark Kar-

ein Segeltörn zwischen Bergmajestäten. Ein Golfabenteuer im

wendel verbindet sich hier das Innen mit dem Aussen: bei wohl-

Naturpark Karwendel. Eine Spritztour auf aufregenden Alpen-

verdienten Momenten in der natur[e].spa.BOXX. Im Indoor- und

passstrassen.

Outdoor-Pool. Auf der Dachterrasse der BAR HimmelNAH 999 und in den Zimmern, Suiten und Chalets, die wie jede persön-

Eine Biophilia-Wanderung, die völlig neue Einblicke in die Welt

liche Begegnung die unvergleichliche Hotelpersönlichkeit spü-

des Waldes bietet. Und endlich: ein Gipfelsieg. All das macht den

ren lassen.

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