Mit dem Gesicht zu den Menschen.
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
M채rkische Hefte M채rz 2012
23
Impressum Herausgeber
SPD-Landtagsfraktion Brandenburg | Am Havelblick 8 | 14473 Potsdam
Tel.: 0331 – 966 13 40 | Fax: 0331 – 966 13 41 E-Mail: post@spd-fraktion.brandenburg.de Web: www.spd-fraktion.brandenburg.de
2
Verantwortlich
Mike Bischoff, Parlamentarischer Geschäftsführer
Fotos
SPD-Landtagsfraktion Brandenburg
Satz & Layout
medienlabor – Agentur für Kommunikation und Medienentwicklung KG
Märkische Hefte 23 | März 2012
Liebe Brandenburgerinnen, liebe Brandenburger, immer wieder höre ich die Frage: Was macht Ihr da eigentlich in Potsdam und was ist mit den Wahlversprechen passiert? Diese Frage ist sehr berechtigt. Deshalb möchten wir Ihnen zur Halbzeit der Wahlperiode mit dieser kleinen Broschüre Rechenschaft über unsere Arbeit im Landtag ablegen. Auf den folgenden Seiten berichten wir Ihnen, welche Gesetze wir im Landtag verabschiedet haben, welche Initiativen wir auf den Weg gebracht haben, welche Themen wir diskutiert und in Angriff genommen haben. Zur Mitte der Wahlperiode haben wir schon einiges geschafft: •
Wir investieren mehr Geld in die Kitas.
•
Wir stellen mehr neue Lehrerinnen und Lehrer ein als geplant.
•
Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter und liegt auf dem niedrigsten Niveau seit der Wiedervereinigung.
•
Wir konsolidieren den Haushalt mit sozialem Augenmaß und führen die Verschuldung zurück.
Mit Stolz sagen wir: Brandenburg geht es gut. Das haben wir in erster Linie der harten Arbeit und dem vielfältigen Engagement der Brandenburgerinnen und Brandenburger zu verdanken. Die SPD-Fraktion wird alles dafür tun, dass die positive Entwicklung sich in den kommenden Jahren fortsetzt. Deshalb haben wir eine Diskussion über die Zukunft unseres Landes begonnen. Dazu wollen wir über den Tellerrand hinausschauen und mit Ihnen diskutieren, wie unser Land in ein oder zwei Jahrzehnten aussehen soll. Kommen Sie mit uns ins Gespräch. Die Abgeordneten der SPD-Fraktion stehen Ihnen dafür gerne zur Verfügung.
Ralf Holzschuher MdL Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
3
Die Zwischenbilanz in aller Kürze.
Zur Mitte der Wahlperiode haben wir viel erreicht:
0
8
Im Jahr 2011 wurden aufgenommen.
Ein Mindestlohn von Aufträgen.
Euro an neuen Krediten für den Landeshaushalt
Euro ist Minimum für die Vergabe von öffentlichen
Die Zahl der Arbeitslosen ist mit ca. vergangenen 20 Jahren.
4
Prozent so niedrig wie nie in den
100
Das Schüler-Bafög ist eingeführt. Bis zu Euro monatlich gibt es für über 1.000 Schülerinnen und Schüler in der Abiturstufe.
700
10
neue Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an unseren Schulen.
Die Gruppen in den Kitas sind kleiner geworden. Etwa Kita-Erzieherinnen und -Erzieher wurden eingestellt.
765.000
1.000
neue
Auf , und damit um fast 4 Prozent, ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze gestiegen.
Märkische Hefte 23 | März 2012
Und das haben wir noch vor:
1
Mit der neuen Energiestrategie verteidigen wir den Platz Brandenburgs beim Ausbau erneuerbarer Energien und sichern Arbeitsplätze in Branden burg.
50
Die Ausgaben des Landes für die Kitas bleiben auf Rekordniveau: Um Prozent und damit um über 200 Millionen sind sie gegenüber 2008 gestie gen.
Weitere 1.300 neue Lehrerinnen und Lehrer werden bis 2015 ein gestellt.
50.000
Damit auch in Zukunft Studierende eine moderne Ausbildung erhalten können, wird die Hochschulstruktur des Landes moderni- siert.
Zuversichtlich in die Zukunft Brandenburg ist für die Zukunft gut aufgestellt. Es gibts zwar Probleme in Brandenburg, aber wir schaffen das schon.
62 % 77 %
Brandenburg bewegt sich in die richtige Richtung
73 %
Sind Sie zufrieden mit ihrer Situation?
73 %
Leben Sie gerne in Brandenburg?
97 %
Quelle: Infratest 2012
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
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Bildung und Wissenschaft
Susanne Melior MdL ist Vorsitzende des Arbeitskreises für Bildung, Jugend, Sport, Wissenschaft, Forschung und Kultur. Verbesserung des
der Einschulung. An ihr haben 97 Prozent
Betreuungsschlüssels in den Kitas
der 5-Jährigen teilgenommen. Aufgrund der Diagnose wurden dann rund 20 Prozent der
Um die Rahmenbedingungen und damit die
Kinder in der kompensatorischen Sprachför-
Bildungsqualität in den Kindertagesstätten
derung in den Kindertageseinrichtungen ge-
zu verbessern, haben wir zum Oktober 2010
zielt gefördert. Die Sprachförderung in den
den Betreuungsschlüssel in den Kinderta-
Kitas soll zukünftig ausgeweitet werden.
geseinrichtungen in Brandenburg verbes-
Die SPD-Fraktion hat beschlossen, die frühe
sert. Seitdem betreut eine Fachkraft bei den
Beobachtung der Sprachentwicklung in den
unter 3-Jährigen sechs statt ehemals sieben
Kitas weiterzuentwickeln und die alltagsin-
Kinder. Bei den 3- bis 6-Jährigen ist das Be-
tegrierte Sprachförderung von Anfang an zu
treuungsverhältnis so verbessert worden,
stärken und zu verbessern. Die Haushalts-
dass 12 statt vormals 13 Kinder von einer
mittel für 2012 wurden dafür um 1 Million
Erzieherin oder einem Erzieher betreut wer-
Euro aufgestockt.
den. Die Landesausgaben für die Kindertagesbetreuung sind damit seit dem Jahr 2008
Mehr Personal für die Kitas
von 137 Millionen Euro auf rund 206 Millionen Euro im Jahr 2012 gestiegen: Das ist ein
Zur quantitativen und qualitativen Deckung
Plus von 50 Prozent.
des zukünftigen Fachkräftebedarfs brauchen wir gut ausgebildete und motivierte Kräfte
Sprachförderung in der Kita
für die Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder. Mit der Verabschiedung der neu-
6
Seit zwei Jahren gibt es die verbindliche flä-
en Kita-Personalverordnung ist es gelungen,
chendeckende Sprachstandsfeststellung vor
Quereinsteigern den Berufseinstieg als Kita-
Märkische Hefte 23 | März 2012
Erzieherin oder Kita-Erzieher zu erleichtern.
Zur Qualitätssicherung des Unterrichts an
Für Personen aus verwandten Berufen wie
den Schulen wurden eine Reihe von Maß-
beispielsweise Heilerziehungspflegern ist
nahmen beschlossen: Die Leseförderung
eine entsprechende Weiterbildung vorge-
wurde intensiviert und die verbindliche Lek-
sehen, Seiteneinsteigern wird die berufsbe-
türe eines Kinder- und Jugendbuches in den
gleitende Qualifizierung ermöglicht. Ziel ist
Klassen 3 und 8 eingeführt. Ein Grundwort-
es auch, geeignetes Erzieherpersonal mit un-
schatz für die Klassen 1 bis 4 sowie Basiskom-
terschiedlichem persönlichen oder berufli-
petenzen wurden definiert. Ferner wurden
chen Hintergrund für die Kitas zu gewinnen.
Orientierungsarbeiten in den Klassen 2 und
Das erfolgreiche Modell der Männerqualifi-
4 eingeführt.
zierung wird vor diesem Hintergrund fortgeführt und ausgeweitet.
Mittlerweile wurde bereits die zweite Runde der Schulvisitationen im Land Branden-
Bessere Schulen
burg durchgeführt, die wichtige Erkenntnisse über Stärken, Schwächen aber auch
Wir haben die Lehrer-Schüler-Relation auf
Handlungsbedarfe an den Schulen liefert.
nunmehr 1 : 15,4 verbessert und wollen die-
Die Ergebnisse sind im Internet unter www.
ses Verhältnis von Schülerinnen und Schü-
bildungsserver.berlin-brandenburg.de für je-
lern zu Lehrkräften auch bis zum Ende der
den nachlesbar.
Ausgaben Legislaturperiode halten. des Landes für Kita -Betreuung (in Mio €) Ausgaben des Landes für Kita-Betreuung (in Mio. €) 204
123
123
2005
2006
Quelle: MBJS
137
137
2007
2008
149
2009
206*
158
2010
2011
2012 (*geplant)
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
7
2.000 neue Lehrerinnen und Lehrer Auch die Rahmenbedingungen in den Schu-
Wie viele Lehrerinnen und Lehrer werden pro Jahr in Brandenburg neu eingestellt? 700
len haben wir verändert und bereits 700 zum großen Teil junge Lehrerinnen und Lehrer eingestellt. Bis zum Ende der Legislaturpe-
450
riode werden weitere 1.300 folgen. Die ur-
400 300
250
sprünglich vorgesehene Zahl der Lehrer-Einstellungen wurde damit von 1.250 auf 2.000 aufgestockt. Um den Bedarf an qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern auch in Zukunft zu decken, wurde die Zahl der Plätze im Vorbe-
2010
2011
2012
2013
2014
Quelle: MBJS
reitungsdienst von 600 auf mittlerweile 900
Klassen auf dem Weg zum Abitur vom Schü-
Referendariatsplätze erhöht.
ler-Bafög profitieren. Im kommenden Schuljahr werden dann auch Schülerinnen und
Nach den Ergebnissen des Ländervergleiches
Schüler der 13. Klasse an Oberstufenzentren
wurde eine Fortbildungsoffensive für Eng-
Schüler-Bafög beantragen können.
lischlehrerinnen und -lehrer u. a. mit zweiwöchigen Kursen im englischsprachigen
Schulsozialfonds bleibt
Ausland gestartet. Auch in der Primar- und Sekundarstufe haben Mehr soziale Gerechtigkeit
wir bereits in der letzten Legislaturperiode für Schülerinnen und Schüler aus einkommens-
8
Wir haben die brandenburgische Ausbil-
schwachen Familien eine schnelle und unbü-
dungsförderung, kurz „Schüler-Bafög“ ein-
rokratische Unterstützung geschaffen: den
geführt: Schülerinnen und Schüler aus ein-
Schulsozialfonds. Damit soll allen Schülern eine
kommensschwachen Familien erhalten ab
Teilhabe an den anregungsreichen Bereichen
der elften Klasse bis zum Abitur eine monat-
des schulischen Lebens ermöglicht werden, die
liche Unterstützung von 100 bzw. 50 Euro,
ohne eine Kostenbeteiligung der Eltern nicht
um damit beispielsweise Arbeitsmaterialien,
möglich ist. Der Schulsozialfonds wird auch
Literatur oder die Teilnahme an außerschuli-
in dieser Legislaturperiode fortgeführt. Hohe
schen Bildungsangeboten zu finanzieren. Im
soziale Durchlässigkeit: In Brandenburg haben
Schuljahr 2011/2012 konnten fast 2.000 Schü-
Arbeiterkinder größere Chancen Abitur zu ma-
lerinnen und Schüler der elften und zwölften
chen als anderswo in Deutschland.
Märkische Hefte 23 | März 2012
■■ Zum Schuljahr 2012/13 sollen bis zu 90
Eine Schule für alle
Grundschulen am Pilotprojekt teilnehBildungsstudien zeigen, dass eine „gute
men und Kinder aus den nahegelegenen
Bildung für alle“ besonders gelingt, wenn
Lern-Förderschulen aufnehmen. Die not-
lernstarke und lernschwache Kinder gemein-
wendigen Rahmenbedingungen (Zuwei-
sam in einer anregungsreichen Umgebung
sung von Lehrerstunden, Beschränkung
unterrichtet werden und ein besonderes
der Klassengrößen, Fortbildung und Bera-
Augenmerk auf die individuelle Förderung
tung der Lehrkräfte) werden geschaffen.
im gemeinsamen Unterricht gelegt wird. Im Koalitionsvertrag ist festgelegt, dass der
■■ Eine Fortbildungsoffensive für Lehrerin-
gemeinsame Unterricht von Schülerinnen
nen und Lehrer wird gestartet, mit dem
und Schülern mit und ohne sonderpädago-
Ziel, sie auf die neuen Herausforderungen
gischem Förderbedarf (inklusive Bildung)
wie den Umgang mit heterogenen Klas-
ausgebaut wird, wie es auch die UN-Behin-
sen und eine stärkere individuelle Förde-
dertenrechts-Konvention vorsieht. Aber das
rung vorzubereiten.
gemeinsame Lernen beginnt nicht erst in der Schule. Bereits in den Kindertagesstätten erfahren Kinder mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot.
Relative Chance auf den Gymnasialbesuch von Arbeiterkindern im Vergleich zu Akademikerkindern Berlin
Bereits heute lernen in unserem Land 39 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem
1,7
Brandenburg
2,4
Hessen
2,8
an den Regelschulen – einer der höchsten
Sachsen
2,8
Werte in der Bundesrepublik. Es unterrichten
Saarland
schon heute 427 Sonderpädagoginnen und
Mecklenburg-Vorpommern 4,0
Förderbedarf im gemeinsamen Unterricht
-pädagogen an den 417 Grundschulen. Im Herbst 2011 hat die SPD-Fraktion ein 10
Niedersachsen
beschlossen. Große Teile daraus werden be-
Bayern
reits umgesetzt oder sind in Planung. Die
Deutschland
aus:
4,3
Thüringen
Punkte-Programm für eine „Schule für alle“
nächsten konkreten Schritte sehen wie folgt
3,0
0Quelle: Bertelsmann-Stiftung/ 1 2 3IFS
5,8 6,5 4,5
4
5
6
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
7
8
9
■■ Der Studiengang „Inklusionspädagogik“
Zahl der Studierenden auf Rekordniveau
an der Universität Potsdam wird eingerichtet, um Sonderpädagogen auszubilden aber auch alle anderen Lehramtsstudierenden für inklusiven Unterricht zu qualifizieren.
1992 1996 2000
Jugend Mit der Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre können Jugendliche zukünftig auf kommunaler Ebene aber auch bei der Wahl des Landtags mitbestimmen und auch an
2004 2008 2012
12.000 22.000 33.000 41.000 46.000 50.000
Quelle: MWFK
Volksabstimmungen teilnehmen. Für die qualifizierte Begleitung dieser Maßnahme
Voraussetzung zum Masterstudium verlangt
im schulischen und außerschulischen Kon-
werden dürfen. Die Durchlässigkeit sollte
text wurden 250.000 Euro im Haushalt be-
auch im Studiensystem gewährleistet sein.
reitgestellt: Damit sollen Veranstaltungen
Zudem haben wir das Teilzeitstudium einge-
zur Demokratiebildung und Kooperations-
führt. Studierende, die wegen einer Berufstä-
projekte mit Schulen finanziert werden.
tigkeit oder der Kinderbetreuung nicht Vollzeit studieren können, dürfen sich in Teilzeit
Moderne Hochschulen
an der Hochschule einschreiben. Die Regelstudienzeit wird entsprechend angepasst.
Der Bologna-Prozess zur Reformierung der
Die Koalitionsfraktionen forderten die Lan-
Hochschulen war ein tiefgehender Einschnitt
desregierung auf, die bisherige Umsetzung
in die europäische Hochschullandschaft.
der Bologna-Reform in Brandenburg unter
Wichtigstes Problem war dabei zunächst,
Einbeziehung aller im Hochschulbereich re-
den Übergang vom Bachelor- ins Masterstu-
levanten Gruppen zu überprüfen. Vor allem
dium sinnvoll zu regeln. Unsere Priorität war
die Studierbarkeit der neuen Bachelor-Studi-
klar: Jede und jeder Studierende mit einem
engänge und die Akzeptanz des Abschlusses
Bachelor-Abschluss muss die Chance haben,
auf dem Arbeitsmarkt sollen nach differen-
einen Masterstudiengang zu belegen! Im
zierten Kriterien unter die Lupe genommen
Gesetz steht jetzt, dass in der Regel keine
werden.
Mindestnoten beim Bachelor-Abschluss als
10
Märkische Hefte 23 | März 2012
Lehrkräfteausbildung
1933 bis 1989 als auch die Überwindung der SED-Diktatur in der friedlichen Revolution des
Die Nachwuchsgewinnung von Lehrkräf-
Jahres 1989/90 wider. Mitten in Potsdam zeigt
ten ist angesichts vieler älterer Lehrerinnen
die Gedenkstätte die gesamte Geschichte von
und Lehrer, die bald aus dem Schuldienst
politischer Verfolgung und Überwindung der
ausscheiden werden eine wichtige Aufgabe.
Diktatur. Die Gedenkstätte hatte im Jahr 2010
Deshalb wurde die Zahl der Stellen für Refe-
20.000 Besucher, darunter viele Schulklassen.
rendare im Jahr 2010 von 600 auf 750 erhöht,
Das Land Brandenburg wird diese Einrichtung
2011 wurden noch einmal 150 neue Stellen
2012 erstmals mit 300.000 Euro jährlich för-
geschaffen. Ein besonderer Bedarf besteht
dern, denn die Diskussion von Zeitzeugen und
im Bereich der Sonderpädagogik. Deshalb
die daraus abgeleiteten Handlungsempfeh-
wird zum Wintersemester 2012/13 an der
lungen in der Enquete-Kommission zur Ver-
Universität Potsdam ein Inklusions-Studi-
gangenheitsaufarbeitung haben wichtigen
engang eingerichtet. Außerdem sollen alle
Veränderungsbedarf signalisiert. Im Jahr 2013
Lehramtsstudierenden zukünftig in ihrem
soll das Haus in eine kommunale Stiftung
Studium sonderpädagogische Kenntnisse
überführt und so die Einrichtung auf Dauer
erlangen. Ferner müssen in Zukunft alle Stu-
gesichert werden. Mit den zusätzlichen Mit-
dienanfänger vor Beginn des Lehramts-Stu-
teln soll der Gedenkort weiter aufgewertet
diums ein sogenanntes „Self-Assessment“
werden. Darüber hinaus wird auch die Ge-
durchführen, in dem sie ihre persönliche Eig-
denkstätte im Außenlager Klinkerwerk des
nung für den Beruf als Lehrerin oder Lehrer
KZ Sachsenhausen eine Landesförderung er-
testen. Die Ergebnisse sollen vor allem der
halten. Mit 200.000 Euro werden die bereits
eigenen Orientierung dienen.
begonnenen Arbeiten an einer Ausstellung weiter unterstützt.
Erhaltung unserer Gedenkstätten und Denkmäler
Sorben und Wenden
Die frühere Stasi-Haftanstalt Gedenkstätte
Die
Lindenstraße 54/55 ist ein einzigartiger au-
verpflichtet den Landtag, die wirksame poli-
thentischer Gedenk- und Erinnerungsort im
tische Mitgestaltung des sorbischen (wendi-
Land Brandenburg und in der Bundesrepublik
schen) Volkes zu fördern und in Angelegen-
Deutschland. Er spiegelt sowohl die Geschich-
heiten, die die Sorben (Wenden) betreffen,
te der beiden aufeinanderfolgenden, unter-
ihre Mitwirkung an der Gesetzgebung zu
schiedlichen Diktaturen in Deutschland von
sichern. Mit einer Neufassung der Geschäfts-
brandenburgische
Landesverfassung
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
11
ordnung des Landtages im Jahr 2010 sollten
Mehr Geld für die Musikschulen
daher dem Rat mehr Rechte verliehen werden:
Mit einer Novellierung des Musikschulgesetzes haben wir uns zum Ziel gesetzt, die
■■ Der Vorsitzende des Rates für sorbische
hohe Qualität der musikalischen Erziehung
(wendische) Angelegenheiten hat künftig
an Musikschulen zu sichern und fortzuent-
mindestens einmal im Jahr die Möglich-
wickeln. Dazu soll der Kreis der profitieren-
keit, im Landtag zu Problemen und Erwar-
den Kinder und Jugendlichen kontinuierlich
tungen der Sorben (Wenden) an die Bran-
erweitert werden. Mit zusätzlichen 1,3 Millio-
denburger Landespolitik zu sprechen. Das
nen Euro jährlich wurden die sozialen Aspek-
soll bewirken, dass alle Mitglieder des
te der Musikschularbeit unterstützt. Damit
Landtages auf diesem Wege authentische
erhalten die Musikschulen zu ihren bisheri-
Informationen zur aktuellen Situation der
gen 2,6 Millionen Euro demnach 50 Prozent
in Brandenburg lebenden Minderheit er-
mehr Mittel. Entsprechende Projekte wie die
halten und diese dann in ihre parlamen-
musisch-künstlerische Ausbildung für sozial
tarische Arbeit einbringen können.
benachteiligte Kinder sowie der Ensembleunterricht und die Talentförderung an den
■■ Neu eingeführt wurde ein Anhörungs-
Musikschulen wurden verbessert. Mit diesen
recht des Rates für sorbische (wendische)
Maßnahmen soll die gesetzliche Aufgabe
Angelegenheiten: Berühren Beratungsge-
der Musikschulen, eine musikalische Bildung
genstände die Rechte der Sorben (Wen-
zu vermitteln, Begabungen zu erkennen und
den), hat der Rat künftig das Recht, in den
zu fördern, ausgeweitet und vor allem sozial
zuständigen Fachausschüssen angehört
benachteiligten Kindern der Zugang zu mu-
zu werden. Artikel 25 der Verfassung des
sischer Bildung erleichtert werden.
Landes Brandenburg sichert dem sorbischen Volk die Förderung seiner kulturellen Eigenständigkeit und wirksame politische Mitgestaltung zu.
12
Märkische Hefte 23 | März 2012
Arbeit, Soziales, Familie, Gesundheit und Umwelt
Sylvia Lehmann MdL ist Vorsitzende des Arbeitskreises für Arbeit, Soziales, Familie, Frauen, Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz. Fairer Lohn für gute Arbeit
Grundlage einer Mindestlohnkommission mit Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaf-
Mit dem Brandenburgischen Gesetz über die
ten und Wissenschaft wird in der Zukunft
Mindestanforderungen für die Vergabe von
durch den Landtag die Höhe des Mindest-
öffentlichen Aufträgen wurde die rechtliche
lohns an die wirtschaftliche Entwicklung
Grundlage geschaffen für transparente Ver-
angepasst.
gaben und für faire Löhne mit einer Lohnuntergrenze von derzeit 8 Euro. Mit dem neuen
Ausbau der Sozialpartnerschaft
Gesetz können Aufträge von Land und Kommunen nur vergeben werden, wenn mindes-
Die Arbeitspolitik der SPD-Landtagsfraktion
tens der Mindestlohn gezahlt wird. Auf der
orientiert sich an den Entwicklungen und
Sozialversicherungspflichtige Jobs in Brandenburg seit 2004 748.000 737.000
738.000
2008
2009
765.000
725.000 716.000 706.000 699.000
2004
2005
2006
2007
2010
2011
Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs in Brandenburg seit 2004
Quelle: Bundesanstalt für Arbeit
%
1,4%
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
13
Prognosen des Arbeitsmarktes. Dabei wer-
weiterhin, dass den spezifischen Bedarfen
den Einflussmöglichkeiten auf bundespo-
Langzeitarbeitsloser
litische Entscheidungen genutzt und eine
wird. Bei der Reform der Organisationsstruk-
Ausrichtung der Arbeitspolitik und der ar-
turen im SGB II hat sich die SPD-Fraktion für
beitsmarktpolitischen Instrumente des Lan-
eine bürgerfreundliche, bürokratiearme ge-
des für einen leistungsfähigen sozialen Ar-
meinsame Aufgabenwahrnehmung in der
beitsmarkt unterstützt. Der Dialog mit den
Grundsicherung für Arbeitssuchende durch
Sozialpartnern wird forciert, denn die anste-
die Agenturen für Arbeit und die Kommunen
henden Herausforderungen werden nur in
ausgesprochen.
Rechnung
getragen
gemeinsamer Verantwortung und einer starken Sozialpartnerschaft zu meistern sein.
Leiharbeit begrenzen und sozial gestalten
Vollbeschäftigung statt Langzeitarbeitslo-
Die SPD-Fraktion hat sich dafür eingesetzt,
sigkeit und prekäre Beschäftigung
dass der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ sowie generell gleiche Arbeitsbe-
Die Arbeitslosenquote in Brandenburg ist in
dingungen für die Stammbelegschaften und
den letzten Jahren gesunken, dennoch sind
für Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitneh-
Verfestigungstendenzen nicht zu übersehen,
mer gelten.
von denen überdurchschnittlich schwerbehinderte Menschen und ältere Menschen betroffen sind. Sie und auch Migrantinnen und Migranten sowie Alleinerziehende und
Entwicklung der Arbeitslosigkeit seit 2004
20,3%
18,3%
Geringqualifizierte haben vom wirtschaft-
17,1%
lichen Aufschwung bislang zu wenig profi-
15,0%
tiert. Die SPD-Fraktion hat sich deshalb dafür
12,0%
eingesetzt, dass die Interessen dieser Grup-
11,3%
10,0%
pen und ihre individuellen Problemlagen bei
9,7%
der Reform der Arbeitsförderinstrumente des Bundes berücksichtigt bleiben. Von den Regierungsparteien auf Bundesebene ist
14
Märkische Hefte 23 | März 2012
Quelle: BA
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
Bei der Ausrichtung der Arbeitspolitik des Entwicklung Arbeitslosigkeit 1993 Landesderunterstützt die seit SPD-Fraktion auch
2004
dies allerdings nicht aufgegriffen worden.
Arbeitslosenversicherung als primäre Siche-
auch potentielle Rückkehrer, Fernpendler,
rung stärken
Zuwanderer und ausländische Studierende gehören zur Zielgruppe von Maßnahmen,
Aufgrund der Zunahme befristeter Arbeits-
wie einem Internetportal zur Gewinnung
verhältnisse hat sich die SPD-Fraktion dafür
von Fachkräften aus dem In- und Ausland,
eingesetzt, dass die vom Bund zu regelnden
das auf Beschluss des Landtages entwickelt
Anspruchsvoraussetzungen für Arbeitslo-
und voraussichtlich im Sommer dieses Jah-
sengeld verändert werden und die Arbeitslo-
res freigeschaltet wird.
senversicherung ihre Funktion als primäres soziales Netz für Arbeitslose erfüllt.
Volle Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit seit 1. Mai 2011
Potenziale zur Fachkräftesicherung nutzen Die SPD-Fraktion setzt sich für eine Kultur Die Fachkräftesicherung ist und bleibt
des Willkommens für Arbeitnehmerinnen
Schwerpunkt der Arbeitsmarktpolitik der
und Arbeitnehmer sowie Unternehmen aus
Fraktion. Sie hat Diskussionen mit den Sozi-
den Mitgliedstaaten der Europäischen Union
alpartnern, Unternehmen und anderen Be-
in Brandenburg ein. Sie unterstützt die Zu-
teiligten bei Fachgesprächen und Veranstal-
sammenarbeit im Bereich der Arbeitsmarkt-
tungen geführt und eine Zusammenarbeit
politik und der Beruflichen Bildung.
forciert. Ebenso wichtig wie die verstärkte Übernahme von Eigenverantwortung Bran-
Begrenzte Ladenöffnung an Feiertagen
denburger Unternehmen zur Sicherung des betriebsinternen Fachkräftebedarfs ist die
Bei der Änderung des Brandenburgischen
gezielte Ansprache von jungen und älteren
Ladenöffnungszeitengesetzes hat sich die
Menschen.
SPD-Fraktion besonders für die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Auf Antrag der Fraktion wurden vom Land-
und eine Begrenzung der Öffnungszeiten an
tag Beschlüsse verabschiedet, die auf eine
Feiertagen eingesetzt.
stärkere Nutzung der vorhandenen Potenziale zur Fachkräftesicherung abzielen. Dabei
Sicherung der gesundheitlichen Versorgung
wurde der Fokus sowohl auf die Ausbildung
in allen Regionen des Landes
und den Einsatz junger Menschen als auch auf die Weiterbildung und berufliche Pers-
Die SPD-Landtagsfraktion hat sich im Gesetz-
pektiven älterer Fachkräfte gerichtet. Und
gebungsverfahren zum Versorgungsstruk-
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
15
turgesetz des Bundes für eine kleinräumige
Fraktion ein Gesundheitsmonitoring für den
ambulante und eine sektorenübergreifende
Flughafen Berlin-Brandenburg unterstützt.
Versorgungsplanung eingesetzt. Sie unterstützt die zügige Umsetzung des vom Ge-
Instrumente und Vorschriften zur Kinderge-
sundheitsministerium vorgelegten Konzepts
sundheit
zur künftigen Sicherung der gesundheitlichen Versorgung in Brandenburg. Bei der
Die SPD-Fraktion hat sich dafür eingesetzt,
Fortschreibung der Krankenhausplanung
die Wirksamkeit der Instrumente und Vor-
muss die Öffnung von Krankenhäusern für
schriften zur Kindergesundheit und zum
die ambulante Versorgung ermöglicht wer-
Kinderschutz auf Landesebene zu überprü-
den. Kleinere Einrichtungen sind für die
fen. Ein erster Bericht der Landesregierung
medizinische Versorgung insbesondere in
hat gezeigt, dass die Instrumente zu greifen
ländlichen Regionen zu erhalten. Die SPD-
beginnen.
Fraktion stärkt die Stellung von Patientenfürsprechern, die an Krankenhäusern ehren-
Gemeinsam für ein familien- und kinder-
amtlich tätig sind.
freundliches Brandenburg
Bündnis Gesund Älter werden
Die SPD-Fraktion unterstützte die Landesregierung und alle beteiligten Akteure bei
Die SPD-Fraktion hat die Gründung des
der Weiterentwicklung des Familien- und
„Bündnisses Gesund Älter werden im Land
Kinderpolitischen Programms und Maßnah-
Brandenburg“ angeregt und begleitet. Mit
menpaketes. Eine nachhaltige Wirksamkeit
diesem Teil des Seniorenpolitischen Maß-
von Programm und Maßnahmen ist nur zu
nahmenpaketes der Landesregierung soll
erreichen, wenn sie bei den Familien vor Ort
ein wichtiger Beitrag für Gesundheit und Le-
ankommen.
bensqualität im Alter geleistet werden. Die SPD-Fraktion vertritt ein modernes und Gesundheitsmonitoring für Flughafen Ber-
differenziertes Verständnis vom familiären
lin-Brandenburg
Zusammenleben. Sie setzt sich für starke Kinder und starke Familien ein. Kinder sollen
16
Zur Einschränkung von gesundheitsschädli-
gesund und in sozialer Sicherheit und Gebor-
chen Folgewirkungen durch Fluglärm für die
genheit aufwachsen, ihre Bildungschancen
Bevölkerung, insbesondere zum Schutz von
nutzen und ihre Individualität entwickeln
Kindern im Grundschulalter, hat die SPD-
können.
Märkische Hefte 23 | März 2012
Ausbau und Absicherung des Netzwerkes
Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Fami-
Gesunde Kinder
lienleben
Die SPD-Fraktion hat den flächendeckenden
Die SPD-Fraktion setzt sich dafür ein, dass
Ausbau des Netzwerkes Gesunde Kinder
die Landesverwaltung mit ihrer Vorbildfunk-
und dessen Überführung in eine Regelfinan-
tion für Brandenburger Unternehmen insbe-
zierung auf Grundlage des Bundeskinder-
sondere für ihre Beschäftigten mit Kindern
schutzgesetzes
Mittlerweile
und mit pflegebedürftigen Angehörigen
gibt es die Netzwerke in allen Kreisen des
unterstützt.
ein personalpolitisches Konzept entwickelt
Landes. Sie wurden als eines der besten Sys-
mit konkreten Angeboten und Maßnahmen
teme früher Hilfen bundesweit ausgezeich-
zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die
net.
Berücksichtigung von Arbeitsplatzbedürf-
Netzwerke Gesunde Kinder und Lokale Bündnisse für Familien NordostUckermark
PR
Perleberg
Prenzlau Lychen Wittstock
OHV
OPR
Wittenberge Kyritz
HVL Rathenow
BAR
Eberswalde Bad Freienwalde Wriezen
Oranienburg
Bernau
Nauen
Strausberg Neuenhagen Schöneiche Grünheide
Falkensee Brandenburg
PM Wiesenburg
Potsdam Teltow / Stahnsdorf
Bad Belzig Treuenbrietzen
Jüterbog
Königs Wusterhausen
LOS
Frankfurt (Oder)
Beeskow
Baruther Urstromtal
TF
LDS
Eisenhüttenstadt
Lübben Lübbenau
Guben
KolkwitzCottbus
Lokale Bündnisse für Familie Netzwerk Gesunde Kinder
MOL
Erkner Fürstenwalde
Ludwigsfelde
Niemegk
Schwedt
Angermünde
Zehdenick
Neuruppin
UM
Templin
Herzberg Falkenberg
EE
OSL Drebkau
Spremberg
Forst
SPN
Rückersdorf Senftenberg
Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales und Frauen
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
17
nissen und die Balance zwischen Arbeit und
tion die Erarbeitung einer Studie zur Ermitt-
Privatleben sind entscheidend für die Zufrie-
lung des zukünftigen Pflegebedarfs und der
denheit und Leistungsfähigkeit sowohl von
daraus folgenden notwendigen Maßnah-
Beschäftigten als auch Unternehmen.
men. Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Altenpflege lenkte die SPD-Fraktion den
Lebenspartnerschaften mit Ehe gleichgestellt
Fokus auf die umfassenden Möglichkeiten: Das sind akademische Studienangebote für
Mit dem Lebenspartnerschaftsanpassungs-
Pflege und Gesundheit, die Ausbildung von
gesetz
Pflegefachkräften und die Ausbildung von
werden
eingetragene
gleichge-
schlechtliche Lebenspartnerschaften in al-
Pflegehelferinnen und -helfern.
len Rechtsvorschriften des Landes mit der Ehe gleichgestellt. Das ist ein bedeutender
Gesellschaft und Wirtschaft für die Verein-
Schritt auf dem Weg, die Diskriminierung
barkeit von Pflege und Beruf sensibilisieren
gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu beseitigen.
Die SPD-Fraktion unterstützt die Sensibilisierung von Unternehmen und die Entwick-
Pflegerische Versorgung sichern
lung von beispielhaften Maßnahmen (Ideenwettbewerb INNOPUNKT), damit sich die
Mit der Änderung des Landespflegegeset-
Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit
zes wurde die landesrechtliche Grundlage
von familiärer Pflege- und Erwerbstätigkeit
für die pflegerische Versorgungsstruktur im
verbessern.
Land geschaffen. Dabei ging es um eine Stärkung der ambulanten gegenüber der statio-
Politik des aktiven Alterns
nären Pflege. Die beratende, koordinierende und vernetzende Funktion der Pflegestütz-
Die SPD-Fraktion beteiligte sich an der Fort-
punkte wurde festgelegt. Und es wurde die
schreibung der seniorenpolitischen Leitlini-
Grundlage dafür gelegt, dass die Kommunen
en mit dem ressortübergreifenden Maßnah-
ihre Verantwortung für die pflegerische Ver-
menpaket. Mit den 40 Maßnahmen werden
sorgung übernehmen können, wobei dem
neue Ansätze in der Seniorenpolitik modell-
Land eine grundsätzliche politische Steue-
haft gefördert. Die SPD-Fraktion regte die öf-
rung weiterhin möglich bleibt.
fentliche Debatte und Diskussion an, um für die Potentiale älterer Menschen zu sensibili-
18
Um die pflegerische Versorgung im Land
sieren und ein modernes Bild vom Alter und
langfristig zu sichern, unterstützt die Frak-
Altern durchzusetzen.
Märkische Hefte 23 | März 2012
Politik für Menschen mit Behinderung
sich dafür ein, dass ausländische Flüchtlinge überall in Brandenburg bedarfsgerecht
Mit dem Gesetz zur Ausführung des SGB
untergebracht, beraten und betreut werden.
XII wurde die Aufgabenverteilung zwischen
Dabei sind schutzbedürftige Personen, wie
den örtlichen und den überörtlichen Trägern
z. B. ältere Menschen, Kinder, unbegleitete
der Sozialhilfe landesrechtlich geregelt zur
Minderjährige und traumatisierte Menschen
Erbringung von Leistungen der Eingliede-
verstärkt in den Fokus zu nehmen.
rungshilfe für behinderte Menschen, der Hilfe zur Pflege, der Blindenhilfe und der
Frauen- und Gleichstellungspolitik
Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten.
Mit vielfältigen Veranstaltungen hat die SPD-Fraktion die öffentliche Diskussion zur
Alle inklusive! – Die UN-Konvention und die
Gleichstellung von Frauen und Männern
Teilhabe von Menschen mit Behinderung
geführt. Im Fokus von Ausstellungen und Gesprächsforen stand die Rolle der Frau in
Auf Initiative der SPD-Fraktion hat die Lan-
Politik und Gesellschaft.
desregierung ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Inklusion von Menschen mit
Das 100. Jubiläum des Internationalen Frau-
Behinderung erarbeitet. Einen Schwerpunkt
entages war willkommener Anlass, um Er-
bildet die Teilhabe am Arbeitsleben. Wie
reichtes und das immer noch nötige Ringen
eine volle Partizipation von Menschen mit
der Sozialdemokratie um z. B. Lohngleichheit
Behinderung am Arbeitsmarkt tatsächlich
und gleiche Berufschancen von Frauen und
verwirklicht werden kann, war auch Schwer-
Männern zu thematisieren.
punkt einer Fachveranstaltung der Fraktion. Die SPD-Fraktion hat das GleichstellungsVerbesserung
der
Lebenssituation
von
Flüchtlingen im Land
politische Rahmenprogramm für das Land Brandenburg 2011 bis 2014 „Gute Lebensperspektiven – Faires Miteinander – Neue Chan-
Die Verbesserung der wohnräumlichen Un-
cen“ unterstützt. Besonderes Gewicht legte
terbringung, Betreuung und Beratung von
sie auf die Fortschreibung des Aktionsplanes
Menschen, die im Land Asyl suchen, steht
zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
im Mittelpunkt eines Berichtes der Landes-
und ihren Kindern und auf die Arbeit der
regierung, der auf Beschluss des Landtages
Frauenhäuser.
erarbeitet wurde. Die SPD-Fraktion setzt
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
19
Nachhaltigkeit
Verbraucherschutz
Der Zweck einer Nachhaltigkeitsstrategie
Das Land Brandenburg nimmt bundesweit
ist es, Ziele und verbindliche Schritte für die
im Bereich Verbraucherschutz eine Vorrei-
Landespolitik zu erarbeiten und den Nach-
terrolle ein. Für uns ist wichtig, dass über die
haltigkeitsgedanken in Politik, Wirtschaft
Verbraucherbildung frühzeitig die Weichen
und Gesellschaft fest zu verankern. Dazu
für Verbraucherinformation gestellt werden.
gehört auch, dass Nachhaltigkeit im Verwal-
Verbraucherrechte auszubauen bedeutet für
tungshandeln auf Landes- und kommunaler
uns auch, die Transparenz für die Verbrau-
Ebene als zentrales Kriterium berücksichtigt
cher zu verbessern. Das Verwaltungshandeln
wird. Wir haben im Koalitionsvertrag dafür
muss verbraucherfreundlich ausgerichtet
die Grundlagen gelegt: Das Prinzip der nach-
sein. Das heißt für uns nicht nur verbrau-
haltigen Entwicklung muss in allen Politik-
cherfreundliche Sprechzeiten, sondern auch
bereich Berücksichtigung finden.
die Verwendung von neuen und technischen Möglichkeiten wie Internet oder mobile Ver-
Für uns war es gleich zu Beginn dieser Legis-
waltungen in den ländlichen Räumen.
laturperiode wichtig, einen wissenschaftlichen Beirat als Beratungsgremium zu bestel-
Derzeit erarbeitet die Landesregierung Bran-
len. Gleichfalls wurde die Landesregierung
denburg auf der Grundlage eines von uns
aufgefordert, Eckpunkte für eine Nachhal-
am 3. Juni 2010 verabschiedeten Landtags-
tigkeitsstrategie zu formulieren. Diese soll-
beschlusses eine umfassende und zielorien-
te ressortübergreifend und langfristig aus-
tierte Gesamtstrategie für die Verbraucher-
gerichtet sein, konkrete abrechenbare Ziele
politik.
auch über die laufende Legislaturperiode hinaus benennen und Vorschläge gesellschaftlicher Gruppen einbeziehen. Sie sollte prüfen, ob im Bund verwandte Instrumente (wie z. B. ein Nachhaltigkeitscheck für gesetzliche Regelungen, regelmäßige Fortschrittsberichte oder ein „Green-Kabinett“) auf Landesebene eingeführt werden können.
20
Märkische Hefte 23 | März 2012
Wirtschaft und Finanzen
Manfred Richter MdL ist Vorsitzender des Arbeitskreises für Wirtschaft und Finanzen. Solide Finanzpolitik auf eigenen Füßen
Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus werden wir in Zukunft weniger EU-Mittel erhalten, weil
Brandenburg gehörte bis 2009 zu den we-
Brandenburg mittlerweile zu den erfolgrei-
nigen Ländern, die bereits einen ausgegli-
chen Regionen in Europa gehört. Aufgrund
chenen Landeshaushalt hatten. Die Folgen
des Bevölkerungsrückgangs erhält Branden-
der Weltfinanzkrise und Steuersenkungen
burg auch weniger Geld aus dem Länderfi-
durch die Bundesregierung von CDU/ CSU
nanzausgleich. Deshalb wird das Haushalts-
und FDP führten jedoch 2009/ 2010 zu ei-
volumen von heute 10 Milliarden Euro auf 8
nem dramatischen Einbruch der Landes-
bis 9 Milliarden Euro 2020 zurückgehen. Dies
einnahmen. Diese konnten nicht kurzfristig
erfordert einen sehr ehrgeizigen Sparkurs,
durch entsprechende Ausgabekürzungen
der aber Rücksicht auf die sozialen Interes-
aufgefangen werden. Das Land war daher in
sen der Brandenburgerinnen und Branden-
den Krisenjahren 2009 und 2010 wieder auf
burger nimmt.
die Aufnahme neuer Schulden angewiesen. Bereits 2011 griffen die eingeleiteten Konso-
Umsetzung der Schuldenbremse 2014
lidierungsmaßnahmen, die wieder zu einem ausgeglichenen Haushalt führten.
Die Schuldenbremse im Grundgesetz verpflichtet das Land zwar erst 2020 dazu, ohne
Bis zum Jahr 2019 wird die Sonderförde-
neue Schulden auszukommen. Die rot-rote
rung für den Aufbau Ost schrittweise zu-
Koalition will dieses Ziel jedoch schon in die-
rückgehen. Brandenburg wird damit etwa
ser Legislaturperiode erreichen. Laut Mittel-
vergleichbar viel Geld pro Einwohner zur
fristiger Finanzplanung wird das Land 2014
Verfügung haben wie die Bundesländer
keine neuen Schulden aufnehmen.
Schleswig-Holstein,
Niedersachsen
oder
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
21
Im Haushaltsvollzug schneidet Brandenburg
zent immer noch die zweithöchste deutsch-
zudem immer viel besser ab als in der Haus-
landweit. Das Land investiert damit in die
haltsplanung, weil auch entsprechende Ri-
Grundlagen für die Zukunft und beseitigt die
siken bei der Planung beachtet werden und
letzten von der DDR übernommenen Altlas-
wir sparsam mit Steuermitteln umgehen.
ten. Eine schrittweise Absenkung der Inves-
So haben wir 2010 rund 300 Millionen Euro
titionsquote auf das Niveau vergleichbarer
weniger neue Kredite aufgenommen als
westdeutscher Länder ist aber angesichts
eingeplant. Bereits 2011 kam das Land Bran-
der zurückgehenden Solidarpakt-Mittel, der
denburg wieder ohne die Aufnahme neuer
weitgehenden Abarbeitung der Altlasten
Schulden aus. Für diese solide Finanzpolitik
und des demografischen Wandels verkraft-
erhält das Land viel Lob von den Wirtschafts-
bar und nötig. Brandenburg hat heute eine
instituten und internationalen Finanzmärk-
der modernsten Infrastrukturen der Bundes-
ten und wird daher von den Ratingagentu-
republik. Das Land wird aber auch 2020 die
ren mit der Bestnote belegt.
Infrastruktur auf dem notwendigen Niveau halten und entsprechende Modernisierun-
Investitionen auf hohem Niveau
gen vornehmen.
Trotz der Sparpolitik ist die Investitionsquote
Verringerung des Personals
des Landes Brandenburg mit knapp 15 Pro-
auf 40.000 bis 2022
Solidarpakt-II-Mittel in Millionen Euro Die Mittel aus dem Solidarpakt gehen 2009 Schritt für Schritt zurück. 2010
1.253
2011
1.150
2012
1.040
2013
938
2014
828
2015
725
2016
615
2017
513
2018 300 0
Quelle: MdF
22
gen Sparziele zu erreichen ist eine zurück-
1.363
haltende Personalpolitik. Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Zahl der Landesbediensteten fortlaufend reduziert. Das Landespersonal wird kontinuierlich weiter sozial verträglich abgebaut. Die Zahl der Stellen wird im Laufe der Legislaturperiode auf 45.500 Landesbedienstete sinken, bis 2022 werden es 40.000 sein.
403
2019 2020
Eine wesentliche Maßnahme, die ehrgeizi-
Märkische Hefte 23 | März 2012
Trotzdem wird Brandenburg in den nächsten Jahren aufgrund der hohen Altersfluktuation wieder viele junge und gut ausgebildete
Fachkräfte einstellen können und damit den
stärken. Denn die Länder sind Träger dieser
Personalbestand erheblich verjüngen. Um
Ausgaben. Die SPD-Landtagsfraktion hat
auch mit weniger Personal alle Aufgaben
hier in Abstimmung mit der Bundestags-
erledigen zu können, müssen jedoch auch
fraktion eine Bundesratsinitiative gestartet,
die Verwaltungsstrukturen des Landes fort-
welche als Reaktion auf die Wirtschafts- und
laufend optimiert werden. Daher sind Maß-
Finanzkrise ein sozial gerechtes Steuersys-
nahmen wie die Polizeistrukturreform, die
tem vorsieht und sowohl die Verursacher der
Justizreform, die Forstreform und eine Revi-
Krise als auch die Profiteure der staatlichen
sion der Schulämter unerlässlich, damit sich
Rettungsmaßnahmen an der Konsolidierung
die Landesbediensteten auch tatsächlich mit
der Finanzen beteiligt. Viele Besserverdie-
den Problemen der Menschen im Land be-
nende und Vermögende wären sogar bereit,
fassen können und nicht nur mit der Abstim-
mehr zur Finanzierung der Gemeinschaft
mung mit anderen Behörden.
beizutragen. Unser Konzept enthält folgende Elemente:
Bundesratsinitiative für ein sozial gerechtes Steuersystem
■■ die Anhebung des Spitzensteuersatzes
Die Umsetzung der Schuldenbremse sollte
■■ die Wiedereinführung der Vermögens-
der Einkommenssteuer steuer
aber nicht nur über die Ausgabenseite allein erfolgen. Der Bund bestimmt mit seiner
■■ sozial gerechte Anpassung der Erbschafts-
steuersätze
Steuergesetzgebung und Fördermittelpolitik mehr als 99 Prozent des Einnahmeniveaus
■■ Abschaffung fragwürdiger Privilegien bei
der Mehrwertsteuer und
des Landes. Wer konsolidieren möchte, dabei aber gleichzeitig keine Kürzungen zu Las-
■■ die Einführung der Finanztransaktions-
ten von Bildung und Wissenschaft möchte,
steuer.
der müsste eigentlich die Länderhaushalte 1990
Zahl der Landesbediensteten
2000
57.000
2010
49.000
2014 Quelle: MdF
2022
45.500 40.000
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
23
Für die Umsetzung dieses Konzeptes sind
gärten, Theater und Sporteinrichtungen auf
allerdings ein bundesweiter Politikwechsel
einem guten Niveau zu unterhalten.
und entsprechende Mehrheiten im Bundestag erforderlich. Die guten Zahlen der kommunalen VerschulStabile Kommunalfinanzen
dung können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige Städte und Kreise unter
Die Brandenburger Städte, Gemeinden und
sehr hohen Soziallasten leiden und daher
Kreise sind in ihren Kernhaushalten weit we-
der speziellen Solidarität bedürfen. Einige
niger verschuldet als anderswo in Deutsch-
Städte und Gemeinden leiden außerdem un-
land. Brandenburg bildet mit Ländern wie
ter dem demografischen Wandel, denn auch
Sachsen und Baden-Württemberg die Spit-
der notwendige „Rückbau“ nicht mehr benö-
zengruppe – im positiven Sinne. Die Koaliti-
tigter Infrastruktur bedeutet Zusatzlasten.
onsfraktionen haben darauf geachtet, dass
Mit den Reformen des Kommunalen Finanz-
Konsolidierungspolitik des Landes nicht zu
ausgleiches 2010 und 2011 wurden bereits
Lasten der kommunalen Haushalte geht.
die Grundlagen für eine weiterhin gerecht
Denn die Städte und Gemeinden sind die
ausgestaltete Verteilung der kommunalen
Keimzellen des demokratischen Zusammen-
Finanzmittel gelegt. Die Sicherung und Sta-
lebens der Menschen. Die Kommunen müs-
bilisierung der kommunalen Haushalte wird
sen daher die Kraft haben, Schulen, Kinder-
daher eines der wichtigsten Themen der
Haushalt 2009 und 2020 im Vergleich (in Mio €) 12.000 10.000 8.000 6.000
gesamt: 10,2 Mrd. € 550
400 1.363 2.000
4.000 2.000
5.900
-20 %
gesamt: 8,3 Mrd. € 235 1.000
Neuverschuldung EU-Mittel Solidarpakt II
7.100
Gebühren, Zuweisungen Steuern, Finanzausgleich
0 Quelle: MdF
2009
2020
Haushalt 2009 und 2020 im Vergleich (in Mio €) 24
Märkische Hefte 23 | März 2012
zweiten Hälfte der Legislaturperiode sein.
der Agentur für Erneuerbare Energien aus-
Denn die gute Situation in den Gemeinden
gezeichnet. Diese Vorrangstellung wollen
muss durch eine nachhaltige und frühzeitig
wir behalten und ausbauen. Im Landeshaus-
ansetzende kommunale Finanzpolitik abge-
halt haben wir mehr Mittel für kommunale
sichert werden. Hierbei muss auch geschaut
Energiekonzepte bereitgestellt und das Pro-
werden, wie durch intelligente Strukturen
gramm REN+ zur Förderung des Einsatzes
auf Landes- und Kommunalebene weitere
erneuerbarer Energien und Energieeffizienz
Effizienzreserven der öffentlichen Verwal-
aufgestockt. Die SPD-Fraktion hat ein Positi-
tung in Brandenburg erschlossen werden
onspapier zur Energie- und Klimaschutzpo-
können. Wichtig wäre, dass der Bund sich
litik erarbeitet und dessen zentrale Ideen in
wieder stärker an der Ausfinanzierung der
die neue Energiestrategie 2030 eingebracht.
Soziallasten beteiligt. Die SPD-Fraktion setzt
Die Strategie hat Versorgungssicherheit und
sich deshalb auf Bundesebene für die Inter-
stabile Preise zum Ziel. Neben dem weite-
essen der Kommunen ein.
ren Ausbau der erneuerbaren Energien wird auch die Braunkohle eine wichtige Rolle im
Eine Strategie für Energie
Energiemix spielen.
Brandenburg gilt als bestes Bundesland
In den kommenden Jahren werden wir uns
bei den Erneuerbaren Energien und wurde
vor allem darauf konzentrieren, dass die
zweimal hintereinander mit dem Leitstern
Energiepolitik vor Ort gestärkt wird. Wir wol-
Schulden der Kommunen im Vergleich Schuldenstand pro Einwohner in Euro (ohne Eigenbetriebe) Sachsen
889
Brandenburg
898
Bayern Mecklenburg-V. Bundesdurchschnitt Hessen Saarland
1121 1193 1.629 2.454 2.697
Quelle: Statistisches Bundesamt
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
25
len erreichen, dass jede Kommune in Bran-
Unternehmerregion 2011 gekürt. Diese Aus-
denburg an einem eigenen Energiekonzept
zeichnungen bestätigen unseren Kurs: Kon-
arbeitet und dass durch neue Betreibermo-
zentration auf regionale Kompetenzen und
delle mehr lokale Wertschöpfung entsteht.
sektorale Kooperationen im Rahmen von Branchenclustern.
Starke Wirtschaft Erfolgsmodell Regionale Wachstumskerne Brandenburg ist eine der dynamischsten Wirtschaftsstandorte
Deutschlands.
Das
In den 15 Regionalen Wachstumskernen
wurde uns durch das Bundesländerranking
des Landes wird eine immer professio-
der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
nellere Standortpolitik betrieben. Das hat
bestätigt. Darin belegt Brandenburg 2011
die 2010 durchgeführte Evaluierung der
erneut den 1. Platz. Das bedeutet, dass sich
Wachstumskerne eindrucksvoll bestätigt.
Brandenburg zwischen 2007 und 2010 am
Die Wachstumskerne punkten mit hohem
dynamischsten entwickelt hat. Im Februar
Arbeitsplatzwachstum,
2010 wurde Brandenburg außerdem vom
schöpfung und Investitionsfreundlichkeit.
Ausschuss der Regionen zur Europäischen
In Auswertung der Evaluierungsergebnisse
steigender
Wert-
haben wir einen Vorschlag zur Verstetigung
Wo entwickeln sich Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Wohlstand und Soziales am dynamischsten? Platz / Bundesland
Punkte 65,4
1. Brandenburg 60,1
2. Berlin
tumskernen gemacht. Unser Ziel ist es, dass sich in Brandenburg starke Regionen entwickeln, die durchweg eine professionelle Standortpolitik durchführen.
60
3. Mecklenburg-Vorpommern 4. Sachsen
54,4
5. Sachsen-Anhalt
53,8
Politik trifft Wirtschaft
52,1
6. Thüringen 7. Hamburg
50,5
Jedes Jahr führen wir unser traditionelles
8. Schleswig-Holstein
50,4
Wirtschaftsforum mit jeweils bis zu 300
49
9. Niedersachsen 47
10. Rheinland-Pfalz 11. Bayern
46
12. Hessen
45,3 44,3
13. Bremen 14. Nordrhein-Westfalen 15. Saarland 16. Baden-Württemberg
41,6 40,9 39,1
Quelle: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Quelle: bundeslaenderranking.de
ickelt sich die Wirtschaft am dynamischsten?“
26
des Entwicklungsprozesses in den Wachs-
Märkische Hefte 23 | März 2012
Unternehmerinnen und Unternehmern aus ganz Brandenburg durch und bringen so Wirtschaft und Politik miteinander ins Gespräch. 2010 und 2011 konnten wir Siegmar Gabriel und Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder als Gastredner gewinnen.
Innen-, Rechts- und Kommunalpolitik
Britta Stark MdL ist Vorsitzende des Arbeitskreises für Innen-, Rechts- und Kommunalpolitik. Kampf gegen Rechtsextremismus
Angebote der Mobilen Beratungsteams, der Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Inte-
Der Kampf gegen Rechtsextremismus hat
gration und Demokratie und der Arbeit der
für die SPD-Fraktion unverändert hohe Pri-
Opferperspektive eingesetzt. Auf diesem
orität. Viele Fraktionsmitglieder engagieren
Weg wurden viele Brandenburgerinnen und
sich in lokalen Bündnissen und beteiligen
Brandenburger erreicht.
sich an den Demonstrationen gegen die Aufmärsche der Neonazis beispielsweise in
Wahlalter mit 16 für Land und Kommunen
Neuruppin. Fortlaufend findet ein Austausch mit Vertretern des Aktionsbündnisses Bran-
Im Dezember 2011 haben wir die Landes-
denburg gegen Gewalt, Rechtsextremismus
verfassung geändert, so dass fortan bereits
und Fremdenfeindlichkeit statt.
16- und 17-Jährige an Kommunal- und Landtagswahlen teilnehmen dürfen. Damit ist
Die Umsetzung des bereits im Jahre 1998
Brandenburg das erste Flächenland Deutsch-
beschlossenen Handlungskonzeptes „Tole-
lands, das den jungen Menschen die Teilha-
rantes Brandenburg“ wurde weiter fortge-
be an den Wahlen eines Landesparlamentes
schrieben. Es wird deutlich, dass vielfältige
ermöglicht. Wir sind der Auffassung, dass die
Projekte und Maßnahmen wirken. Infolge-
Jugendlichen die notwendige Reife besitzen,
dessen hat sich die Einstellung zum Kampf
sich an derartigen Entscheidungen zu betei-
gegen Rechtsextremismus und Fremden-
ligen und wollen damit der zunehmenden
feindlichkeit positiv verändert. Mit den 2010
Politikverdrossenheit entgegenwirken.
hinzukommenden lokalen Aktionsplänen konnten Projekte vor Ort durchgeführt werden. Wir haben uns für die Fortsetzung der
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
27
Mehr Demokratie wagen
stellen. Nachdem klar wurde, dass von einem Personalabbau in der Landesverwaltung die
Brandenburg hat bereits heute die niedrigs-
Polizei nicht verschont bleiben kann, hat der
ten Hürden für Volksinitiativen. Gleichwohl
Innenminister
haben wir die Regelungen des Volksabstim-
eingesetzt und mit der Aufgabe betraut, ein
mungsgesetzes intensiv diskutiert und sie
tragfähiges Konzept für die Umgestaltung
im Ergebnis dessen weitreichend novel-
der Organisation der Polizei vorzulegen. Dies
liert. Bisher waren bei Volksentscheiden
ist gelungen. Trotz eines schrittweisen Ab-
ausschließlich Eintragungen in Rathäusern
baus von Polizeibediensteten in einer Grö-
möglich. Nunmehr können die Kommunen
ßenordnung von 1.800 bis zum Jahr 2020
mehrere Amtsräume bestimmen, womit den
wird unsere Polizei im Land flächendeckend
Bürgerinnen und Bürgern die Ausübung des
präsent bleiben. Die Personaleinsparungen
Eintragungsrechtes erleichtert werden soll.
werden insbesondere bei den Führungskräf-
Auch bei den ehrenamtlichen Bürgermeis-
ten erfolgen und die Arbeitsabläufe werden
tern kann man demnächst seine Unterschrift
optimiert. Am Ende hat Brandenburg pro
für Volksbegehren abgeben. Damit ist insbe-
Kopf eine ähnliche Polizeidichte wie Nieder-
sondere auch im ländlichen Raum gewähr-
sachsen oder Rheinland-Pfalz.
leistet, dass ein einfacher Zugang zu den Ab-
Expertenkommission
bei Volksbegehren abgeben. Den Eintra-
Polizisten je 10.000 Einwohner in den finanzschwachen Flächenländern
gungszeitraum haben wir von vier auf sechs
Meckl.-Vorpommern
Monate verlängert. Zusätzlich können jetzt
Brandenburg
stimmungsstellen besteht. In Zukunft kann man auch per „Briefwahl“ seine Unterschrift
auch die 16- und 17-Jährigen an allen Abstimmungen teilnehmen. Mit dem Ausbau der
Sachsen
und Gestaltungsrechte verbinden wir das
Thüringen
entgegenzuwirken. Effektivere Polizeistrukturen Brandenburg hat damit begonnen, die Polizei des Landes Brandenburg zukunftsfest aufzu-
Märkische Hefte 23 | März 2012
39 38 35
Sachsen-Anhalt
bestehenden demokratischen MitwirkungsZiel, der zunehmenden Politikverdrossenheit
28
eine
34 33
Saarland
32
Rheinland-Pfalz
32
Schleswig-Holstein
27
Niedersachsen
27
Quelle: Destatis 2008
Polizisten je 10.000 Einwohner in den finazschwachen Flächenlandern
Getreu dem Motto „Mit dem Gesicht zu den
einen verlässlichen Ausblick bis 2020. Die
Menschen“ hat die SPD-Fraktion nach vielen
Freiwilligen Feuerwehren werden weiter-
und intensiven Gesprächen beschlossen, die
hin konsequent modernisiert. So wurden
namentliche Kennzeichnung von Polizeibe-
beispielweise die Stützpunktfeuerwehren
amten einzuführen. Ein entsprechendes Ge-
mit neuen Einsatzfahrzeugen ausgestattet.
setz ist verabschiedet und die Umsetzung
Da der Brand- und Katastrophenschutz nur
wird vorbereitet.
durch die Hilfe einer Vielzahl von Brandenburgerinnen und Brandenburgern möglich
Aufgrund der Initiative der SPD-Fraktion
ist und wir dies unterstützen wollen, haben
wurde eine unabhängige wissenschaftliche
wir die Möglichkeiten der Würdigung durch
Evaluation der Regelungen des Brandenbur-
die Verleihung von Feuerwehrmedaille und
gischen Polizeigesetzes zur Handy-Ortung,
Ehrenzeichen erweitert. Wir setzen uns wei-
Verkehrsdatenabfragen und Kennzeichen-
terhin für die Förderung des Nachwuchses
erfassung durchgeführt. Im Ergebnis ent-
ein.
schlossen wir uns dazu, diese Befugnisse erneut – befristet für weitere vier Jahre – den
Kommunale Daseinsvorsorge
Brandenburger Polizistinnen und Polizisten zu erteilen. Wir sind uns bewusst, dass
Die SPD-Fraktion bekennt sich klar zur Da-
durch den Einsatz dieser Maßnahmen in die
seinsvorsorge durch die öffentliche Hand
Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger
und hat deshalb die Gestaltungs- und Ent-
eingegriffen wird. Dennoch halten wir diese
scheidungsspielräume der Kommunen mit
Maßnahmen für notwendig, weil Sicherheit
dem Ziel erweitert, die Eigenverantwortung
und Ordnung in unserem Land ein hohes Gut
der Landkreise, Städte und Gemeinden zu er-
sind, welches es auf einem hohen Stand zu
halten. In diesem Zusammenhang haben wir
gewährleisten gilt.
in maßvollem Umfang die wirtschaftliche Betätigung der Kommunen erleichtert.
Unterstützung der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes
Die SPD setzt sich weiterhin für Bürokratieabbau und für größere Handlungsspiel-
Die Koalitionsfraktionen haben die Landes-
räume auf kommunaler Ebene ein. Dies ist
regierung 2010 mit der Erarbeitung eines
notwendig, um den Herausforderungen des
Brand- und Katastrophenschutzkonzeptes
demografischen Wandels vor Ort mit flexi-
beauftragt. Dieses Konzept legt die Rah-
blen und örtlich angepassten Lösungen zu
menbedingungen bis 2014 fest und gibt
begegnen. Wir unterstützen weiterhin die
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
29
interkommunale Zusammenarbeit der Kom-
richt zu klein gewordener Standort erhalten
munen. Seit Beginn des Jahres 2011 evaluie-
bleiben. Zudem wurden die Gerichtsbezirke
ren wir die 2008 erlassene Kommunalverfas-
mit den Kreis- und den Polizeigrenzen har-
sung und die weiteren kommunalrechtlichen
monisiert. Dadurch wurde ein System klarer
Vorschriften.
Ansprechpartner geschaffen und Verfahrensabläufe optimiert. Gerade die Branden-
Verwaltungsmodernisierung als
burgischen Amts-, Arbeits- und Landgerichte
Daueraufgabe
bieten damit auch in Zukunft Rechtsschutz auf hohem Niveau und innerhalb kürzester
Als ein großes Vorhaben stellt sich die Evalu-
Zeit.
ierung der Ergebnisse und der Tragfähigkeit der 2003 durchgeführten Gemeindegebiets-
Gemeinsames Richtergesetz mit Berlin
reform dar. Es zeichnet sich ab, dass die damalige Reform zu kurz gesprungen war. Aus
Die Regierungskoalition hat mit der Verab-
den aktuellen Entwicklungen der Bevölke-
schiedung eines weitgehend einheitlichen
rungsstruktur und der Finanzkraft resultiert
Richtergesetzes mit Berlin den gemeinsa-
die Prüfung zusätzlicher Aufgabenverlage-
men Rechtsraum Berlin-Brandenburg ge-
rungen vom Land auf die Landkreise und von
stärkt und die Kooperation im Justizwesen
den Landkreisen auf die Gemeinden.
weiter ausgebaut. Mit diesem gemeinsamen Richtergesetz wurde die Zusammenarbeit
Gerichtsstandorte gesichert
an den gemeinsamen Obergerichten wesentlich erleichtert.
In der ersten Hälfte der Legislaturperiode haben wir eine Gerichtsreform verabschiedet,
Positive Bilanz der Richterüberprüfung
mit welcher alle bisherigen Gerichtsstand-
30
orte mittelfristig gesichert werden. Alle 25
Im Rechtsausschuss des Landtages hat es
bisherigen Amtsgerichtsstandorte können
intensive Diskussionen über die Übernah-
erhalten werden. Die Brandenburger Justiz
me von DDR-Richtern in den Justizdienst des
wird daher trotz Einwohnerrückgang auch
Landes Brandenburg gegeben. Im Zuge der
in Zukunft bürgernah vor Ort präsent sein
Diskussionen wurde deutlich, dass sich das
können. Um auch die ländlichen Räume ab-
Land Brandenburg bei der Übernahme sehr
decken zu können, wurde ein intelligentes
vorbildlich verhalten hat. Es gab in keinem
Zweigstellenmodell entwickelt. Mit diesem
anderen ostdeutschen Bundesland eine der-
Modell kann auch ein für ein vollwertiges Ge-
art genaue und intensive Überprüfung der
Märkische Hefte 23 | März 2012
Kandidaten hinsichtlich ihrer Eignung für
Resozialisierungsgesetz
den Rechtsstaat, da die gesamte Urteilstätigkeit aus DDR-Zeiten ausgewertet wurde. Die
Die rot-rote Koalition wird in dieser Legis-
Richterwahlausschüsse, die über die Über-
laturperiode den Resozialisierungsgedan-
nahmen entschieden, waren hauptsächlich
ken im Strafvollzug stärken und hierzu ein
mit Vertretern der Bürgerrechtsbewegung
entsprechendes Gesetz verabschieden. Die
besetzt. Brandenburg hat weniger DDR-Rich-
optimale Wiedereingliederung des Täters in
ter übernommen als beispielsweise Sachsen.
die Gesellschaft nach Verbüßung der Tat ist
Allerdings wollte man in den neunziger Jah-
der beste Schutz vor einem Rückfall. Hierfür
ren auch in Brandenburg bewusst wenig be-
müssen Justizvollzugsanstalten und Bewäh-
lasteten Kandidaten mit DDR-Biografie eine
rungshilfe besser zusammenwirken.
Chance einräumen, da ansonsten nur eine rein westdeutsche Justiz über ostdeutsche
Stark rückläufige Gefangenenzahlen
Biografien geurteilt hätte. Insofern konnte der verschiedentlich von der Opposition erho-
In den vergangenen Jahren ist die Krimina-
bene Vorwurf, Brandenburg habe heute eine
lität in Brandenburg stark rückläufig. Die
„Stasi-durchsetzte Justiz“, erfolgreich wider-
Kriminalitätsprognosen der Vergangenheit
legt werden.
haben sich zum Glück als zu hoch erwiesen. Insbesondere die Gewaltkriminalität hat
Kürzere Verfahrensdauern
sehr stark abgenommen. Dies hat zu einem entsprechenden Überhang an Haftplätzen
In der laufenden Legislaturperiode konnten die teilweise überlangen Verfahrensdauern an den Brandenburger Verwaltungsgerich-
Gefangene pro 100.000 Einwohner 46
ten erheblich reduziert werden. Neben den
Schleswig-Holstein
Verwaltungsgerichten wurden auch die Sozi-
Brandenburg
algerichte personell aufgestockt, um die Ver-
Thüringen
fahrensdauer gerade beim Hartz IV-Bereich
Sachsen
84
deutlich zu verkürzen. Brandenburg wird sich
Bundesdurchschnitt
85
in Zukunft dafür einsetzen, dass Bescheide
Mecklenburg-Vorpommern
85
verständlicher formuliert und Entscheidun-
Nordrhein-Westfalen
gen durch die Verwaltung besser erklärt wer-
Bayern
den. Damit soll vermieden werden, dass Prozesse überhaupt notwendig werden.
56 78
95 97
Berlin
139
Stand 31.08.2011 / Quelle: Statistisches Bundesamt
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
31
in den Brandenburger Gefängnissen ge-
Legislaturperiode ein neues Strafvollzugs-
führt. Von den über 2.100 Haftplätzen sind
konzept für Brandenburg beschließen.
nur noch etwa 1.400 belegt. Brandenburg hat damit nach Schleswig-Holstein die nied-
Reform der Sicherungsverwahrung
rigste Quote an Strafgefangenen in der Bundesrepublik. Die Brandenburgerinnen und
Mit einer Reform der bisherigen Sicherungs-
Brandenburger leben heute viel sicherer als
verwahrung und Schaffung von entspre-
vor zehn Jahren. In den kommenden Mona-
chenden Unterbringungsmöglichkeiten für
ten werden wir intensiv beraten, wie die Zahl
dauerhaft nicht wiedereingliederbare Rück-
der „überschüssigen“ Haftplätze reduziert
falltäter wird die brandenburgische Bevölke-
werden kann.
rung in Zukunft noch besser und effektiver geschützt und die Sicherheit erhöht werden.
Verbesserter Strafvollzug
Brandenburg wird hier eng mit anderen Bundesländern kooperieren, weil eine Einzellö-
Die dank der rückläufigen Belegung einge-
sung für unser kleines Land unwirtschaftlich
tretenen Überkapazitäten in den Gefängnis-
wäre.
sen sollen daher auch zu einer Qualitätsoptimierung im Strafvollzug genutzt werden.
Enquete-Kommission zur Kommunal- und
Durch bessere Therapie- und Unterbrin-
Funktionalreform
gungsformen soll die Rückfallquote weiter
32
gesenkt und damit die Grundlage für sinken-
Auf Antrag aller Fraktionen hat der Branden-
de Kriminalität gelegt werden. Kriminalitäts-
burger Landtag am 23. März 2011 die Einset-
vermeidung ist der beste Opferschutz. Die
zung einer Enquete-Kommission „Kommu-
überzähligen Haftplätze sollen zudem ande-
nal- und Landesverwaltung – bürgernah,
ren Bundesländern zur Nutzung angeboten
effektiv und zukunftsfest – Brandenburg
werden, um dort teure Gefängnisneubauten
2020“ beschlossen. Aufgabe der Enquete-
zu vermeiden. Gelingt eine derartige Bele-
Kommission ist die Überprüfung der Struktu-
gung nicht, muss der dauerhaft nicht mehr
ren und Aufgaben des Landes, der Landkreise
benötigte Überhang abgebaut werden, um
und der Kommunen vor dem Hintergrund
Gelder für Zukunftsausgaben im Bildungs-
des demografischen Wandels.
und Wissenschaftsbereich freizusetzen. Dies
Der Kommission gehören sieben Mitglieder
dient ebenfalls der Kriminalitätsvermeidung.
des Landtages und sieben Sachverständige
Um diese Pläne umzusetzen werden die Ko-
an. Für die SPD-Fraktion sitzen die Abgeord-
alitionsfraktionen in der zweiten Hälfte der
neten Werner-Siegwart Schippel und Man-
Märkische Hefte 23 | März 2012
fred Richter sowie Dr. Paul-Peter Humpert
zeigt den Handlungsdruck, den der demo-
und Prof. Christoph Hönnige in der Kommis-
grafische Wandel verursacht. Der prognosti-
sion.
zierte Bevölkerungsrückgang von 12 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 2008 wird sich un-
In der Begründung für die Enquete-Kom-
gleich verteilen und entspricht dem Trend
mission heißt es: „Die 2010 vom Amt für
der letzten Jahre: Die berlinfernen Regionen
Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlichte
verlieren überdurchschnittlich an Bevölke-
Bevölkerungsprognose bis zum Jahr 2030
rung, das Berliner Umland bleibt konstant
Bevölkerungsentwicklung in den Kreisen 1990
2010
2030
2010 zu 1990 in %
2030 zu 2010 in %
Brandenburg a. d. Havel
92.400
71.800
62.800
-22
-13
Cottbus
132.300
102.100
85.500
-23
-16
Frankfurt (Oder)
86.200
60.300
51.100
-30
-15
Potsdam
140.900
156.900
182.500
11
16
Barnim
150.700
176.800
162.900
17
-8
Dahme-Spreewald
142.900
161.800
153.800
13
-5
Elbe-Elster
142.700
112.000
87.500
-22
-22
Havelland
132.300
154.900
151.500
17
-2
Märkisch-Oderland
174.400
190.500
174.600
9
-8
Oberhavel
169.100
203.100
190.000
20
-6
Oberspreewald-Lausitz
166.400
121.700
93.800
-27
-23
Oder-Spree
193.800
183.900
153.800
-5
-16
Ostprignitz-Ruppin
118.800
102.900
82.400
-13
-20
Potsdam-Mittelmark
172.300
205.100
192.100
19
-6
Prignitz
109.400
82.000
61.800
-25
-25
Spree-Neiße
157.400
126.400
95.700
-20
-24
Teltow-Fläming
150.100
161.400
147.500
8
-9
Uckermark
170.400
129.700
98.200
-24
-24
Land Brandenburg
2.602.500
2.503.300
2.227.300
-4
-11
Quelle: AfS BE-BB
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
33
oder wird weiterhin leicht an Bewohnern
Die Kommission hat sich dazu schwerpunkt-
gewinnen. (…) Die erfolgreiche Bewältigung
mäßig die folgenden Aufgaben gestellt:
dieses Wandels erfordert differenzierte, an die jeweiligen regionalen Bedingungen angepasste Lösungen. Vor diesem Hintergrund müssen die bestehenden Strukturen und Aufgaben des Landes, der Landkreise und der
■■ Evaluierung und Erfahrungen bisheriger
Reformen im Land ■■ Evaluierung der horizontalen und vertika-
len Aufgabenverteilung
Kommunen überprüft und an die sich grund-
■■ Kommunale Kooperation
legend verändernden Rahmenbedingungen
■■ Zukunftsfähige Verwaltungsstrukturen
angepasst werden. Es ist absehbar, dass die
■■ Zukunft der Kommunalfinanzen
bisherige
■■ Leistungsfähiges und bürgernahes
Aufgabenverteilung
zwischen
Land und Kommunen nicht zukunftsfähig ist und die Verwaltungsstrukturen in ihrer jetzigen Form keinen Bestand haben können.
E-Government ■■ Mitwirkungs- und Beteiligungsmöglich-
keiten der Bürgerinnen und Bürger
Die Enquete-Kommission soll die wesentlichen Problemfelder aufgreifen, die aktuellen
Die Vorlage eines ersten Zwischenberichtes
Strukturen bewerten und Lösungsmöglich-
ist für den Sommer 2012 vorgesehen. 2013/14
keiten aufzeigen.“
wird die Enquete-Kommission ihre abschließenden Schlussfolgerungen präsentieren.
Bevölkerungsentwicklung in Brandenburg: Wir werden älter und weniger
Quelle: LDS
34
Märkische Hefte 23 | März 2012
Infrastruktur und Landwirtschaft
Martina Gregor-Ness MdL ist Vorsitzende des Arbeitskreises für Infrastruktur, ländliche Entwicklung und Europa. Flughafen Berlin-Brandenburg Willy Brandt
Das Bundesverwaltungsgericht hat am 13. Oktober 2011 die Nachtflugregelung des
Die SPD-Fraktion setzt sich für einen interna-
Planergänzungsbeschlusses der branden-
tionalen und leistungsfähigen Flughafen ein.
burgischen Planfeststellungsbehörde bestä-
An erster Stelle stehen für uns die Sicherheit,
tigt und damit endgültig Rechtssicherheit
an zweiter Stelle der Lärmschutz, erst danach
geschaffen. Der Planergänzungsbeschluss
geht es um die Wirtschaftlichkeit. Die SPD-
stellt einen Kompromiss zwischen dem
Landtagsfraktion hat von Anfang an beson-
Schutzbedürfnis der Anwohner vor Lärm und
deren Wert auf den Schutz der Betroffenen
den im Rahmen der Daseinsvorsorge durch
gelegt. Die zentrale Forderung war und ist:
den Flughafenbetreiber zu befriedigenden
Möglichst wenig Lärmbelästigung für eine
öffentlichen Verkehrsinteressen dar.
möglichst geringe Zahl von Bürgerinnen und Bürgern. Der Lärmschutz für die Betroffenen
Die SPD-Fraktion hat das Lärmschutzpro-
stellt für uns ein hohes Gut dar.
gramm von Anfang an begleitet. Dazu wurden im Landtag mehrere Anträge verab-
Die Anzahl der von Fluglärm mit Dauerschall-
schiedet (siehe Anlage). All diese Initiativen
pegeln ab 55 dB(A) betroffenen Menschen
dienen dazu, das Schutzniveau über den
in Berlin und Brandenburg wird von heute
Planfeststellungsbeschluss
225.000 Betroffenen auf ca. 60.000 Menschen
zu sichern und nach Möglichkeit so viel
nach der Eröffnung des neuen Flughafens
Lärmschutz wie möglich bis zur Inbetrieb-
deutlich abnehmen. Durch den neuen Haupt-
nahme zu erreichen. Bei den Standards für
stadt-Flughafen sollen bis zu 40.000 Arbeits-
den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg
plätze entstehen. Er ist damit das wichtigste
setzen wir Maßstäbe, die deutschlandweit
Infrastrukturprojekt in Ostdeutschland.
einzigartig sind.
hinausgehend
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
35
Landeswassergesetz
gung von landwirtschaftlichen Abwässern auf die Fläche im Rahmen der Vorschriften
Brandenburg ist mit über 10.000 Seen,
ermöglicht und die Wasserentnahme im
32.000 km Fließgewässer und einem relativ
Rahmen von Gefahrenabwehr bei Grund-
dichten Gewässernetz das gewässerreichste
wasseranstieg
Bundesland, aber aufgrund des flachen Reli-
gestellt.
wassernutzungsentgeltfrei
efs, der relativ geringen Jahresniederschlagsmengen und der bodenbedingten Trocken-
Das Ziel leistungsfähige und wirtschaft-
heit wasserarm. Deshalb wollen wir saubere
lich effiziente Verbandsstrukturen bei den
und naturnahe Gewässer, eine nachhaltige
Wasser- und Bodenverbänden zu erreichen,
Bewirtschaftung von Flüssen und Seen, den
gehört zu den wichtigen Modernisierungs-
Erhalt des Grundwassers und einen effekti-
vorhaben in dieser Wahlperiode. Ab Frühjahr
ven Hochwasserschutz langfristig sichern.
2012 werden wir die Voraussetzungen für Zu-
Im Wasserrecht des Landes Brandenburg
sammenschlüsse prüfen, um Optimierungs-
sind die Regelungen zur Bewirtschaftung
potentiale auszuschöpfen. Auch die Art und
und zum Schutz der Gewässer festgeschrie-
Weise der Umlage von Gewässerunterhal-
ben. Darüber hinaus regelt es die öffentliche
tungskosten sollen dann erneut geprüft und
Wasserversorgung,
gegebenenfalls verändert werden.
die
Abwasserbeseiti-
gung sowie die Bestimmungen über den Ge-
36
wässerausbau sowie den Hochwasserschutz.
Hochwasserschutz
Der von uns Ende 2011 verabschiedete Ge-
Hochwasser ist ein natürliches Ereignis,
setzentwurf zum brandenburgischen Was-
dennoch nehmen wir Menschen Einfluss
sergesetz dient der Ausgestaltung und Aus-
darauf. So häufen wir Werte an in Gebieten,
führung der Gesetzgebung des Bundes, die
die ehemals den Flüssen als Überschwem-
im Rahmen ihrer wasserhaushaltsgesetz-
mungsflächen
lichen Bestimmungen den Ländern Rege-
Durch Eindeichungen und andere Flussaus-
lungsaufträge oder Vorbehalte zugewiesen
baumaßnahmen wurden natürliche Über-
hat. Zugleich unterstützt die Novelle die Bei-
schwemmungsgebiete reduziert. So sind an
behaltung und Fortentwicklung bewährter
der Elbe durch Eindeichungen seit dem 12.
Standards der geltenden Brandenburger Re-
Jahrhundert von der früher 6.172 Quadratki-
gelungen. Das verabschiedete Gesetz bleibt
lometer großen Überschwemmungsfläche
dem Prinzip der Kooperation treu. Durch
heute lediglich noch 838 Quadratkilometer
unsere Änderungsanträge wird die Ausbrin-
für den Rückhalt von Hochwasser übrig ge-
Märkische Hefte 23 | März 2012
zur
Verfügung
standen.
blieben. Der Flusslauf wurde auf mehr als 70
Landesregierung gebeten, weitere Maßnah-
km verkürzt, was zu erhöhter Fließgeschwin-
men des Hochwasserrisikomanagements
digkeit und reduzierten Laufzeiten der Hoch-
und der Risikovorsorge zu prüfen.
wasserwellen führt. Schutz von Alleen Die extremen Niederschläge und die damit verbundenen Hochwasserereignisse haben
Die Alleen in Brandenburg sind sehr alt. Ein
2010 und Anfang 2011 zu großen Belastun-
Teil der Alleen stammt aus der Zeit vor 1914,
gen bei vielen Bürgern und Betrieben ge-
ist also 90 bis 100 Jahre alt. Etwa 70 Prozent
führt. Die Schäden durch Hochwasser in den
der Alleen wurden in den dreißiger Jahren
vergangenen Jahren zeigen wie notwendig
des vorigen Jahrhunderts gepflanzt. Danach
Bayern 320 km ein vorbeugender und damit nachhaltiger
gab es erst wieder seit 1990 nennenswerte
Hochwasserschutz ist. Die bisherigen Erfah-
Neupflanzungen. Dies führt dazu, dass heute
rungen zeigen die Möglichkeiten aber auch
viele Alleebäume ihr Lebensende erreicht ha-
Brandenburg
2.300 km
Mecklenburg-V. 1.500 km ben. Im Gegensatz zu allen anderen Bundesdie Grenzen des technischen Hochwasser-
schutzes. Als SPD-Fraktion haben wir die von
ländern in Deutschland stellt Brandenburg
der Landesregierung in die Wege geleitete
seit 2007 transparent dar, wie alt die Alleen
Analyse der Hochwasserereignisse die Sachsen-Anhalt und850 km
sind und welche Maßnahmen zum Erhalt der
Umsetzung der Schwerpunktaufgaben im
Alleen ergriffen werden. Brandenburg hat
Hochwasserschutz begrüßt. Wir haben die
sich klar verpflichtet, jedes Jahr 5.000 Allee-
Hessen
190 km
Sachsen
180 km
Thüringen
230 km
Länge von Alleen an Bundes- und Landesstraßen 320 km
Bayern
2.300 km
Brandenburg Mecklenburg-V. Hessen
1.500 km 190 km
Sachsen-Anhalt Sachsen Thüringen
850 km 180 km 230 km
Quelle: MIL (Angaben jeweils für außerorts)
Bayern
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
37
bäume an Bundes- und Landesstraßen neu
ar 2009 gegründeten Unternehmen. In den
zu pflanzen. Das sind etwa 30 km neue bzw.
Jahren 2007 und 2008 wurden heftige De-
ersetzte Alleen jedes Jahr. 2008 und 2009
batten zur Forstreform im Landtag geführt.
ist es sogar gelungen, mehr Alleebäume zu
Bis zum 1. Januar 2015 sollen ca. 650 Stellen
pflanzen als zu fällen.
ohne betriebsbedingte Kündigungen abgebaut werden. Seit Jahresbeginn arbeiten die
Die SPD-Fraktion nimmt den Wunsch vieler
Forstbediensteten in neuen Strukturen.
Menschen nach einem dauerhaften Alleenschutz sehr ernst. Wir haben deshalb sehr
Gentechnik und Biotechnologie
intensiv mit unserem Koalitionspartner und der Landesregierung beraten, wie die Alle-
Der Einsatz gentechnischer Verfahren hat
en in Brandenburg dauerhaft erhalten wer-
in den letzten Jahren in den drei großen Be-
den können. Im Ergebnis sollen auch in den
reichen Rote Gentechnik (Medizin), Weiße/
kommenden Jahren mehr als 5.000 Bäume
Graue Gentechnik (industrielle Zwecke, Um-
jährlich neu gepflanzt werden. Zu diesem
weltschutztechnik) und Grüne Gentechnik
Zweck müssen Maßnahmen aus dem Natur-
(Landwirtschaft) immer mehr an Bedeutung
schutzfonds des Landes Brandenburg und
gewonnen. Während der Einsatz im medizini-
ein gezielter Einsatz von Ausgleichs- und Er-
schen Bereich und in der Industrie akzeptiert
satzmaßnahmen bei Bau- und Investitions-
wird, ist der Einsatz der Grünen Gentechnik
vorhaben für den Schutz und Erhalt unserer
umstritten. Verbraucher, Landwirte und Ver-
Alleen eingesetzt werden. Um zusätzliche
bände bewerten die Chancen und Risiken un-
Alleebäume zu pflanzen, wird die Landesre-
terschiedlich und kommen deshalb zu unter-
gierung die Alleenkonzeption überarbeiten,
schiedlichen Positionen. Nach jetzigem Stand
fortschreiben und beim Landesbetrieb Stra-
ist die kommerzielle Anwendung „grüner
ßenwesen einen „Maßnahmenplan pro Al-
Gentechnik“ in der Landwirtschaft problema-
lee“ einrichten.
tisch. Eine große Mehrheit der Verbraucher lehnt Lebensmittel ab, die auf der Basis gen-
Forstreform
technisch veränderter Pflanzen produziert wurden. Die SPD-Fraktion begrüßt den derzei-
38
Der Landesbetrieb Forst Brandenburg soll ein
tigen Verzicht Brandenburger Landwirte auf
modernes Wirtschaftsunternehmen, eine
den Anbau gentechnisch veränderter Pflan-
kompetente Behörde und ein nachgefragter
zen. In der Forschung und Wissenschaft ist die
Dienstleister sein. Seit knapp zwei Jahren
Anwendung von gentechnischen Verfahren
arbeiten Forstbedienstete in dem am 1. Janu-
hingegen völlig unstrittig.
Märkische Hefte 23 | März 2012
Landwirtschaft und ländliche Räume
gingen – haben ihre Aufbauphase zwar abgeschlossen, aber die Eigenkapitaldecke ist
Die von der EU, vom Bund und vom Land der
knapp bemessen. Deshalb setzen wir uns da-
Landwirtschaft gewährten Transferzahlun-
für ein, dass große Landwirtschaftsbetriebe
gen haben maßgebend dazu beigetragen,
bei der EU-Agrarreform nicht benachteiligt
den Transformationsprozess der brandenbur-
werden.
gischen Landwirtschaft seit 1990 so zu gestalten, dass eine Agrarstruktur entstanden
Neuregelung Tierkörperbeseitigungsgesetz
ist, die im Hinblick auf die Vielfalt der Rechtsformen sowie auf Flächenausstattung und
Im Zuge der Novelle des Tierkörperbe-
Tierbestandsgrößen gute Voraussetzungen
seitigungsgesetzes haben wir uns daher
für Wettbewerbsfähigkeit bietet. Dessen un-
entschieden, eine Neuausrichtung in der
geachtet ist die wirtschaftliche Lage in einer
Finanzierung
großen Zahl der Unternehmen angespannt.
in Brandenburg vorzunehmen, aber die Fi-
Dazu haben nicht unerheblich schlechte
nanzierungslast nicht vollständig auf die
Erntejahre beigetragen. Die Unternehmen –
Landwirte zu übertragen. Der Kompromiss
auch wenn sie im Zuge des Transformations-
zur Finanzierung der Tierkörperbeseitigung
prozesses als LPG-Nachfolgeunternehmen
sieht vor, dass das Land und die Kommunen
aus einem Umwandlungsprozess hervor-
jeweils bis zu 20 Prozent der Kosten über-
der
Tierkörperbeseitigung
Entwicklung der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch 120,0 PJ 20%
100,7 PJ 80,4 PJ 57,3 PJ
Sonstige Biomasse
12,5%
38,7 PJ
Solarenergie
8,7%
Windkraft Anteil der Erneuerbaren Energieträger am gesamten Primärenergievervrauch Quelle: MWE
15,6%
6,2%
2004
2006
2008
2010
2020
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
39
nehmen und 60 Prozent der Kosten durch
aufgefordert, sich bei der Bundesregierung
die Landwirte zu tragen sind. Da das Land
für eine Änderung in der Verwertungspraxis
Brandenburg ein großes Interesse an einem
der BVVG einzusetzen, bei der die Grenze für
vorbeugenden Seuchenschutz, dem Verbrau-
den Direkterwerb landwirtschaftlicher Nutz-
cherschutz und einer stabilen Tierproduktion
flächen durch Pächter erhöht wird.
hat, wurde von der ursprünglich vorgesehenen Streichung aller Landeszuschüsse abge-
Strategie für ländliche Räume 2030
sehen. Wir wollen ein lebenswertes, modernes und Flächen für ortsansässige Landwirte sichern
wettbewerbsfähiges Brandenburg. Als Sozialdemokraten müssen wir Vorsorge tragen,
Das Eigentum an Grund und Boden ist eine
dass keine Region unseres Landes von dieser
Schlüsselfrage der Agrarpolitik. In Branden-
Entwicklung abgehängt wird. Auch in den
burg stehen noch etwa 120.000 ha Land-
ländlichen Räumen brauchen wir eine Politik
wirtschaftsfläche zur Verwertung durch die
mit einem integrierten Ansatz, die gesell-
Bodenverwertungs-
Verwaltungsge-
schaftliche Werte aufgreift, demografische
sellschaft (BVVG) an. Auch nach der Einfüh-
und
Risiken berücksichtigt, wirtschaftliche Po-
rung neuer Privatisierungsgrundsätze An-
tenziale nutzt und Nachhaltigkeitsaspekte
fang 2010 gibt es nach wie vor gravierende
einbezieht. Wir haben deshalb ein Papier er-
negative Auswirkungen auf ortsansässige
arbeitet, um eine breite öffentliche Debatte
Landwirtschaftsbetriebe, weil die Preise der
zur „Strategie für ländliche Räume 2030“ zu
BVVG-Flächen inzwischen ein Niveau er-
eröffnen.
reicht haben, die sich im Regelfall mit einer landwirtschaftlichen Nutzung nicht mehr
Konzentration bei Landesstraßen
erwirtschaften lassen. Das geht zu Lasten
40
bisheriger Flächennutzer, denen die Flächen
Mit der Verabschiedung des Landesstra-
entzogen wurden. Als Folge gehen her-
ßengesetzes haben wir eine realistische
kömmliche Agrarstrukturen verloren und
Planung für Investitionsmaßnahmen in den
fließt Wertschöpfung aus dem ländlichen
kommenden Jahren festgezurrt. Wichtige
Raum ab. Ein wesentlicher Grund für diese
Projekte wie die Anbindung an den Willy-
Entwicklung besteht in dem Interesse land-
Brandt-Flughafen Berlin-Brandenburg und
wirtschaftsfremder Personen und Unter-
Ortsumgehungen sind nun ausfinanziert
nehmen am Bodenerwerb. Wir haben daher
und können schnell umgesetzt werden. In
mittels eines Antrages die Landesregierung
den kommenden Jahren wird es nun darauf
Märkische Hefte 23 | März 2012
ankommen, die in den vergangenen 20 Jah-
in Richtung Westen lag, muss nun die ver-
ren aufgebaute Infrastruktur zu erhalten.
nachlässigte Eisenbahninfrastruktur zu unserem polnischen Nachbarn ausgebaut wer-
Vorrang für Radverkehr
den. Die Züge sind heute länger unterwegs als vor dem 1. Weltkrieg. Dies wäre aber eine
In 2010 haben wir die Landesregierung be-
Aufgabe des Bundes. Daher werden wir das
auftragt, einen Radbericht vorzulegen und
Gespräch mit der Bundesregierung suchen,
darin die künftigen Entwicklungslinien im
wie die EU-Osterweiterung auch verkehrs-
Radverkehr aufzuzeigen. Wie in anderen
technisch umgesetzt werden kann.
Infrastrukturbereichen kommt es darauf an, das erreichte Niveau durch ein Instand-
Städtebauförderung – nicht auf halbem Weg
haltungsmanagement zu erhalten. Neue
stehenbleiben!
Investitionen werden künftig auf straßenbegleitende Radwege, auf Lückenschlüsse
In der Städtebauförderung und insbesonde-
von touristischen Fernradwegen und auf die
re beim Stadtumbau hat Brandenburg viel
Verzahnung von touristischen und straßen-
geschafft. Neue Ortskerne sind entstanden
begleitenden Radwegen konzentriert.
und etwa 50.000 Wohnungen wurden vom Markt genommen. Ohne den Stadtumbau
Mehr Schienenverkehr zu unseren Nachbarn
läge die Leerstandsquote heute bei 20 Prozent. Um den gesunden Wohnungsmarkt in
In einem Antrag haben wir im Frühjahr 2011
Brandenburg zu erhalten, müssen weitere
einen Anforderungskatalog für die Verbesse-
50.000 Wohnungen abgerissen werden. Um
rung des Schienenverkehrs mit unseren mit-
dies abzusichern und um darüber hinaus
tel- und osteuropäischen Nachbarn vorge-
weiterhin Akzente im Denkmalschutz und
legt. Das betrifft den Ausbau ausgewählter
bei der Aufwertung von städtischen Quartie-
Strecken insbesondere nach Polen, die stär-
ren zu leisten, dürfen die vom Land kofinan-
kere Einbeziehung dieser Verbindungen in
zierten Bundesmittel nicht weiter gekürzt
den 2012 fortzuschreibenden Landesnahver-
werden. In den vergangenen Jahren konnten
kehrsplan und ein starkes Engagement für
wir stets erreichen, dass die von der Bun-
schnellere Zulassungen für Fahrzeuge, die im
desregierung beschlossenen Kürzungen zu-
grenzüberschreitenden Verkehr eingesetzt
mindest teilweise wieder zurückgenommen
werden. Nachdem in den letzten Jahren der
wurden. Wir werden uns auch weiterhin für
Fokus auf den Ausbau und die Beschleuni-
eine ausreichende Ausstattung der Städte-
gung der Strecken innerhalb des Landes und
bauförderung einsetzen.
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
41
Enquete-Kommission zur „Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung der Folgen der SED-Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg“. Am 24. März 2010 setzte der Brandenburger
Meinung: Die Ostdeutschen können stolz
Landtag die Enquete-Kommission zur „Auf-
sein auf die erreichten Ergebnisse.
arbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Über-
Die Arbeit der Enquete-Kommission muss
gangs in einen demokratischen Rechtsstaat
jedoch neben der kritischen Auseinander-
im Land Brandenburg“ ein. Auf Antrag der
setzung mit der Vergangenheit auch einen
Koalitionsfraktionen war der Auftrag der
konstruktiven Beitrag für den weiteren Weg
Kommission vorab um den wichtigen Blick
Brandenburgs im 21. Jahrhundert leisten.
auf Zukunftsfragen erweitert worden. Die
Hierzu hat das Gremium sieben inhaltliche
seit Juni 2010 tagende Enquete-Kommission
Themenschwerpunkte geschaffen:
soll den Transformationsprozess von einer Diktatur in einen demokratischen Rechtsstaat auf Fehler und wichtige Erkenntnisse untersuchen. Aus den Analyseergebnissen
■■ Geschichtsbild und allgemeine
Aufarbeitung, ■■ Wiedergutmachung
und
nachhaltige
sollen Vorschläge für die weitere Konsolidie-
Würdigung der Opfer des SED-Regimes,
rung der demokratischen Verhältnisse gezo-
■■ Personalpolitik – zwischen Kontinuität
gen werden.
und Elitenaustausch, ■■ Bildung – Lehrer, Lernende und Lehren,
Die friedliche Revolution und der sich anschließende gesellschaftliche, wirtschaftli-
■■ Umgang mit Eigentum im Transformati-
onsprozess in Brandenburg,
che und soziale Umbruch in Ostdeutschland
■■ Medienlandschaft und Meinungsvielfalt,
sind Bestandteile eines in der Geschichte
■■ Charakter, Verlauf und Ergebnisse des
bisher einmaligen Umbruchs in Deutschland
Transformationsprozesses in Brandenburg.
und Europa, der bis zum heutigen Tag die
42
Bürger Brandenburgs vor gewaltige Heraus-
Die Enquete-Kommission besteht aus sie-
forderungen stellt. Zweifellos war der Über-
ben Mitgliedern des Landtages und sieben
gang in einen demokratischen Rechtsstaat
Sachverständigen. Die SPD-Fraktion wird
ein schwieriger und sicherlich nicht von Feh-
durch die Kommissionsvorsitzende Susanne
lern freier Prozess. Gleichwohl sind wir der
Melior und den Abgeordneten Thomas Gün-
Märkische Hefte 23 | März 2012
ther sowie durch die Wissenschaftler Prof. Dr.
tralisierung der entsprechenden Begut-
Richard Schröder und Prof. Dr. Ingo Juchler
achtungen bei besonders qualifizierten
vertreten. Die Landesbeauftragte zur Auf-
Ärzten ist erwägenswert; ggf. können die
arbeitung der Folgen der kommunistischen
Opferverbände und die Aufarbeitungsbe-
Diktatur (LAkD) Ulrike Poppe ist beratendes
auftragte in die Auswahl der Gutachter
Mitglied der Kommission.
einbezogen werden.
Ulrike Poppe wurde auf Vorschlag des Mi-
■■ Stiftung eines Schülergeschichtswettbe-
nisterpräsidenten im Dezember 2009 vom
werbs durch den Landtag: Schüler sollen
Landtag als erste Landesbeauftragte für
sich in einem Wettbewerb mit Fragen zur
Diktaturaufarbeitung gewählt und erweist
DDR-Geschichte beschäftigen.
sich seither als große Bereicherung für die gesamte gesellschaftliche Aufarbeitung.
■■ Dauerhafte Landesförderung der Gedenk-
stätte Lindenstraße: Beendigung der VerBisher hat die Enquete-Kommission fast 30
bindung von Gedenkstätte Lindenstraße
Gutachten in Auftrag gegeben und weit über
mit dem Potsdam-Museum. Dafür wur-
80 Anhörungen von Experten, Zeitzeugen
den 500.000 Euro jährlich zur Verfügung
und Betroffenen beschlossen. Davon wurden
gestellt.
bereits 15 Gutachten in der Kommission diskutiert und über 50 Personen angehört.
■■ Die Rahmenlehrpläne für Politische Bil-
dung und Geschichte für Gymnasium Aufgrund der bisherigen Arbeit der Enquete-
und Sekundarstufe 1 sollen um konkre-
Kommission sieht die SPD-Fraktion folgende
te Begriffe und Daten zu den Inhalten
Ergebnisse und Handlungsempfehlungen:
DDR-Geschichte, Friedliche
Revolution
und Wiedervereinigungsprozess ergänzt ■■ Die Umsetzung der Rehabilitierungsver-
werden. Die DDR-Opposition und der de-
fahren im Land Brandenburg muss ver-
mokratische Widerstand sollen stärker als
einfacht und optimiert werden.
bisher vorkommen.
■■ Die Anerkennungsverfahren von haft-
■■ Das Bildungsministerium soll sicherstel-
bedingten Gesundheitsschäden (soge-
len, dass der Unterricht in den Fächern
nannte Haftfolgeschäden) ehemals poli-
Politische Bildung und Geschichte nicht
tisch Verfolgter soll für die Antragssteller
durch fachfremde Lehrkräfte erfolgt.
transparenter gestaltet werden. Eine Zen-
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
43
Anträge und Gesetze der SPD-Fraktion Im Folgenden finden Sie eine Aufstellung der Anträge und Gesetzentwürfe, die von der SPDFraktion und ihrem Koalitionspartner, der Linksfraktion, eingebracht wurden. In der Parlamentsdokumentation des Landtages finden Sie mit der Drucksachennummer schnell den entsprechenden Wortlaut: www.landtag.brandenburg.de.
Gesetzentwürfe Datum
Titel
02.12.2011
Erstes Gesetz zur Änderung des Brandenburgischen Landeswahlgesetzes (5/4373)
01.12.2010
Gesetz zur Änderung des Brandenburgisches Ausbildungsförderungsgesetzes (5/2384)
29.09.2010
Gesetz über die Behandlung von Petitionen an den Landtag Brandenburg (5/2075)
22.04.2010
Gesetz zur Änderung des Gesetzes über Hilfen und Schutzmaßnahmen sowie über den Vollzug gerichtlich angeordneter Unterbringung für psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen im Land Brandenburg (5/845)
17.02.2010
Gesetz zur Änderung des Brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragtengesetzes (5/457)
12.02.2010
Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes (5/425)
12.01.2010
Viertes Gesetz zur Änderung des Brandenburgischen Datenschutzgesetzes und anderer Rechtsvorschriften (5/293)
17.12.2009
Gesetz zur Änderung des Brandenburgischen Richtergesetzes (5/195)
08.12.2009
Gesetz zur Änderung des Brandenburgischen Verfassungsschutzgesetzes (5/133)
02.12.2009
Gesetz über die elektronische Ausfertigung und Verkündung von Gesetzen und Rechtsverordnungen des Landes Brandenburg (5/81)
Anträge
44
Datum
Titel
13.03.2012
Berücksichtigung der umwelt- und energiepolitischen Zielsetzungen der Landesregierung bei der Umsetzung des Schallschutzprogramms am BER (5/4911)
12.03.2012
Fonds der Europäischen Union – auch in der Förderperiode 2014-2020 – Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung Brandenburgs! (5/4909)
Märkische Hefte 23 | März 2012
Datum
Titel
14.02.2012
Auf das Flughafenasylverfahren verzichten – Flughafenasylverfahren abschaffen! (5/4765)
14.02.2012
Arbeitslosenversicherung als primäre Sicherung für Arbeitslose stärken (5/4763)
14.02.2012
Rabbinerausbildung in Brandenburg stärken (5/4762)
14.02.2012
Für eine sozial gerechte Steuerpolitik ohne neue Schulden: Steuersenkungen zu Lasten der öffentlichen Haushalte im Bundesrat ablehnen (5/4761)
14.02.2012
Energieuniversität Lausitz: Die Chance für den Wissenschaftsstandort (5/4756)
06.12.2011
Die Würde des Menschen ist unantastbar (5/4398)
01.11.2011
Modellvorhaben LandZukunft – Brandenburgische Bewerberregionen unterstützen (5/4213)
01.11.2011
Kinderrechte in die Verfassung (5/4212)
01.11.2011
Studiengang Sonder-/Inklusionspädagogik an der Universität Potsdam vorbereiten (5/4211)
01.11.2011
Für grundlegende Korrekturen des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes (5/4210)
01.11.2011
Die Nutzung der Kernenergie ist keine Zukunftsoption für Europa – Ablehnung des polnischen Kernenergieprogramms (5/4207)
01.11.2011
Mindestlohn jetzt! (5/4181)
20.09.2011
Vision und Konzept für die kulturelle Bildung (5/4048)
24.08.2011
Keine Einschnitte bei den Arbeitsmarktinstrumenten durch den Bund! (5/3806)
23.08.2011
Volle Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit als Chance für die deutsch-polnische Grenzregion politisch gestalten! (5/3847)
22.08.2011
Programm zum Schutz und zur Nutzung der Moore in Brandenburg (5/3836)
15.06.2011
Soziale Ausrichtung und finanzielle Grundlagen der Arbeitsförderung sichern (5/3385)
15.06.2011
Zweckgebundene Finanzierung des Hochschulbaus, der Gemeindeverkehrsfinanzierung und der Wohnraumförderung fortführen (5/3384)
10.05.2011
Langfristige Sicherung der pflegerischen Versorgung im Land Brandenburg (5/3180)
10.05.2011
Sozial gesichert, aktiv leben – für alle Generationen (5/3156)
05.04.2011
Vorbereitung der Neufassung der Gesetze über Untersuchungsausschüsse und Enquete-Kommissionen des Landtags Brandenburg (5/3043)
05.04.2011
Konzept „Deutschland-Takt“ (5/3041)
29.03.2011
Netzausbau notwendig – verstärkt Möglichkeiten für Erdverkabelung schaffen (5/3015)
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
45
46
Datum
Titel
15.03.2011
Einsetzung einer Enquete-Kommission „Kommunal- und Landesverwaltung - bürgernah, effektiv und zukunftsfest – Brandenburg 2020“ (5/2952)
15.03.2011
Fortschreibung des Demografie-Berichtes (5/2941)
15.03.2011
„Atomkraft, nein danke! – Für eine zukunftsfähige Energieversorgung in Brandenburg und Deutschland.“
15.02.2011
Akademische Studienangebote für Pflege und Gesundheit (5/2820)
15.02.2011
Für eine kontinuierliche Hochschulplanung im Land Brandenburg (5/2819)
15.02.2011
Ein leistungsfähiger Schienenverkehr zwischen Berlin-Brandenburg und unseren mittel- und osteuropäischen Nachbarländern (5/2818)
14.02.2011
Weiterentwicklung der Lehrerausbildung (5/2801)
11.01.2011
Musische Bildung in Kitas nicht beeinträchtigen (5/2668)
11.01.2011
Leiharbeit begrenzen und sozial fair gestalten (5/2667)
11.01.2011
Deutsch-polnische Zusammenarbeit vertiefen (5/2666)
11.01.2011
Flächen für ortsansässige Landwirte sichern (5/2665)
10.01.2011
Winterchaos bei der Bahn – Bundesregierung muss auf die Bahndividende verzichten (5/2637)
07.12.2010
Fortschreibung der Altschuldenentlastung für Wohnungsunternehmen (5/2436)
02.11.2010
Lärmschutz durch Photovoltaikanlagen (5/2255)
29.09.2010
Solidarische Finanzierung des Gesundheitssystems (5/2046)
31.08.2010
Die Einnahmesituation der öffentlichen Hand dauerhaft und sozial gerecht verbessern (5/1923)
31.08.2010
Barrierefreie Arztpraxen, Theraupeutische Praxen und Psychotherapeutische Praxen (5/1922)
22.06.2010
Vorbereitung auf die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 1. Mai 2011 – wirksame Schritte hin zu einem gemeinsamen deutsch-polnischen Arbeitsmarkt an Oder und Neiße (5/1481)
22.06.2010
Potentiale der Fachkräftesicherung in Brandenburg nutzen (5/1480)
22.06.2010
Zukunft der Kyritz-Ruppiner Heide (5/1479)
22.06.2010
Die Auswirkungen des unsozialen Sparpaketes der Bundesregierung auf Brandenburg (5/1474)
26.05.2010
Das Oderhochwasser und die Folgen (5/1154)
25.05.2010
Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes im Land Brandenburg absichern! (5/1244)
Märkische Hefte 23 | März 2012
Datum
Titel
25.05.2010
Verbraucherschutzpolitische Strategie für das Land Brandenburg (5/1239)
25.05.2010
Abschaffung der obligatorischen Straffreiheit für Steuerbetrüger nach Selbstanzeige. Angleichung des Steuerstrafrechtes an das allgmeine Strafrecht (5/1238)
27.04.2010
Evaluation und Fortschreibung des Schulressourcenkonzepts (5/884)
27.04.2010
Am Atomausstieg muss festgehalten werden (5/883)
22.03.2010
Entwicklung und aktuelle Situation der Steuerverwaltung des Landes Brandenburg (5/630)
16.03.2010
Rechtsextremismus konsequent bekämpfen (5/632)
16.03.2010
Stadtumbau Ost auf hohem Niveau und mit neuen Akzenten fortsetzen (5/627)
16.03.2010
Erweiterung des Auftrages der Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg“ (5/626)
16.03.2010
Programm für die Fortschreibung der Strategien für Klimaschutz und Energie des Landes Brandenburg (5/625)
12.03.2010
Einführung einer Finanztransaktionssteuer (5/594)
16.02.2010
Personalsituation in den Kindertagesstätten verbessern (5/449)
16.02.2010
Solarwirtschaft in Brandenburg sichern (5/447)
16.02.2010
Das Ergebnis der Evaluation der Regionalen Wachstumskerne (RWK) gerecht bewerten – den Evaluationsprozess verstetigen (5/446)
18.01.2010
Bildung der Parlamentarischen Kontrollkommission des Landtages und Wahl ihrer Mitglieder (5/320)
12.01.2010
Öffentliche Sicherheit durch eine bedarfsgerechte Personal- und Strukturplanung der Polizei gewährleisten (5/291)
12.01.2010
Nachhaltige Entwicklung in Brandenburg (5/290)
12.01.2010
Gesellschaft und Wirtschaft für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sensibilisieren (5/280)
12.01.2010
Sicher leben in Brandenburg – Öffentliche Sicherheit durch eine handlungsfähige bürgernahe Polizei gewährleisten (5/215)
08.12.2009
Erklärung des Landtages zum Verzicht des Bundesministers für Verteidigung auf die Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide als Luft-/Boden-Schießplatz (5/135)
08.12.2009
Privatisierung von Brandenburger Seen stoppen und öffentliche Zugänglichkeit sichern (5/131)
08.12.2009
Bewegungsfreiheit für Flüchtlinge – Aufhebung der „Residenzpflicht“ (5/130)
08.12.2009
Reform der Organisationsstrukturen im SGB II – Für eine gemeinsame Aufgabenwahrnehmung in der Grundsicherung für Arbeitssuchende (5/123)
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
47
Datum
Titel
08.12.2009
Konsequenzen aus dem Bildungsstreik ziehen – für eine qualifizierte Weiterentwicklung der Bologna-Reform (5/122)
10.11.2009
Sollen Land und Kommunen für die Steuersenkungen bezahlen? (5/41)
10.11.2009
Bleiberechtsregelung verlängern – humanitäre Kriterien schaffen! (5/37)
21.10.2009
Versöhnung in der Verantwortung vor der Geschichte (5/17)
21.10.2009
Erklärung für ein demokratisches und tolerantes Brandenburg (5/15)
21.10.2009
Bestellung des Wahlprüfungsausschusses des Landtages sowie Festlegung der Zahl seiner Mitglieder (5/11)
21.10.2009
Beschluss über die Zahl der weiteren Mitglieder des Präsidiums (5/5)
Entschließungsanträge
48
Datum
Titel
20.03.2012
Beamtenpensionen sichern: Für die Fortführung einer ausgewogenen Anlagestrategie des Versorgungsfonds (5/4963)
20.03.2012
Kooperationsmöglichkeiten von Bund und Ländern erweitern - Wissenschaft sichern und stärken (5/4962)
20.03.2012
Oderbruch als Lebens- und Wirtschaftsraum dauerhaft erhalten (5/4958)
23.02.2012
3. Start- und Landebahn ausschließen (5/4817)
21.02.2012
Für eine sozial gerechte Steuerpolitik ohne neue Schulden: Steuersenkungen zu Lasten der öffentlichen Haushalte im Bundesrat ablehnen (5/4806)
21.02.2012
zum Bericht der Landesregierung zur Entwicklung des Breitbandausbaus im Land Brandenburg, Brandenburg – Glasfaser 2020 (5/4805)
21.02.2012
Evaluierung der Flugrouten und Bahnmanagement für umfassenden Schallschutz der Anwohner nutzen (5/4804)
25.01.2012
Ehrlichkeit zeigen – Verantwortung übernehmen – Vertrauen stärken; Entschließungsantrag zum Bericht der Kommission zur Überprüfung der Abgeordneten nach § 33 des Abgeordnetengesetzes (5/4678)
24.01.2012
Wirksamkeit von schulischen Sorbisch/Wendisch-Angeboten (5/4674)
13.12.2011
zum Haushaltsbegleitgesetzentwurf der Landesregierung (5/4489)
08.11.2011
zum Antrag „Gewalt an Schulen vorbeugen – landesweite Strategie für Gewaltprävention entwickeln“ (5/4242)
08.11.2011
Zum Antrag Mindestlohn jetzt! (5/4239)
Märkische Hefte 23 | März 2012
Datum
Titel
08.11.2011
zum Antrag „Gesundheitsmonitoring am BER ausweiten und sofort beginnen“ (5/4238)
27.09.2011
100 Prozent Ökostrom für Brandenburgs Landesbehörden möglich (5/4090)
27.09.2011
zum Konzept der Landesregierung „Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes im Land Brandenburg absichern!“ (5/4087)
26.09.2011
Die Potenziale der Agrarwirtschaft gesamtgesellschaftlich für Brandenburg nutzen und die unternehmerische Landwirtschaft in den Fokus stellen (5/4072)
30.08.2011
Nachhaltige Fischerei und Fischzucht im Land Brandenburg als Wirtschaftsfaktor und wichtigen Partner des Naturschutzes bewahren und die Potenziale des Fischereiwesens nutzen (5/3929)
30.08.2011
Kindergesundheit und Kinderschutz stärken (5/3925)
30.08.2011
Lärmschutz für Bürger ernst nehmen – Flugrouten müssen optimiert werden (5/3920)
30.08.2011
zum Gesetzentwurf der CDU-Fraktion: Gesetz zur Schaffung von mehr Transparenz in öffentlichen Unternehmen im Land Brandenburg (5/3919)
30.08.2011
zum Gesetzentwurf der Landesregierung: Brandenburgisches Gesetz über Mindestanforderungen für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen (5/3918)
30.08.2011
Arbeitspolitik „Made in Brandenburg“ zukunftsfähig gestalten (5/3917)
30.08.2011
Seniorenpolitik – Politik für ältere Menschen als Teil einer übergreifenden Generationenpolitik (5/3916)
21.06.2011
zum Bericht der Landesregierung: Zweiter Bericht über die Umsetzung des Handlungskonzepts „Tolerantes Brandenburg“ (5/3433)
21.06.2011
zum Bericht der Landesregierung: Deutsch-Polnische Zusammenarbeit vertiefen (5/3432)
18.05.2011
zum Gesetzentwurf der CDU-Fraktion: Siebentes Gesetz zur Änderung des Brandenburgischen Polizeigesetzes (5/3242)
12.04.2011
Regionale Versorgung durch sektorenübergreifende Planung stärken (5/3085)
12.04.2011
zum Antrag „Vollständige Sicherheitsüberprüfung des Berliner Forschungsreaktors vor Entscheidung über Weiterbetrieb“ (5/3084)
12.04.2011
Verbesserung der Lebenssituation der Flüchtlinge im Land Brandenburg (5/3082)
22.03.2011
zum Antrag „Transparenz bei Lobbyarbeit – Ein öffentlich einsehbares Lobbyregister für Brandenburg!“ (5/2983)
22.03.2011
Energiepolitik ist eine zentrale Säule zukunftsfähiger Wirtschafts- und Klimaschutzpolitik (5/2979)
15.03.2011
Fortsetzung des RWK-Prozesses (5/2942)
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
49
50
Datum
Titel
22.02.2011
zum Antrag: „Hochwasserereignisse analysieren und Konsequenzen ziehen“ (5/2845)
22.02.2011
Erarbeitung eines Subventionsberichtes für das Land Brandenburg (5/2844)
18.01.2011
zum Antrag: „Erstellung eines Oderbruchprogramms“ (5/2694)
16.12.2010
Stärkung der Medienkompetenz (5/2560)
15.12.2010
zum Gesetzentwurf der Landesregierung: „Zweites Gesetz zur Änderung des Finanzausgleichsgesetzes“ (5/2566)
14.12.2010
Sicher leben in unserem Land – Maßgaben für die Polizei Brandenburg 2020 (5/2561)
06.10.2010
Daten auf den Tisch – Lärmschutz sichern (5/2119)
05.10.2010
zum Antrag: „Schülerinnen und Schüler mit Rechenschwäche nicht benachteiligen“ (5/2106)
05.10.2010
zum Antrag: „Weiterentwicklung der Begabungsförderung“ (5/2105)
05.10.2010
Neufassung des Glücksspielstaatsvertrages notwendig (5/2103)
29.09.2010
Für das Solidarprinzip und eine sozial gerechte Finanzierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (5/2073)
02.07.2010
Brandenburg und Berlin – gemeinsam im Interesse der Menschen (5/1593)
01.07.2010
Kampfmittelbeseitigung in Oranienburg bleibt Schwerpunktaufgabe (5/1590)
29.06.2010
Hochwasserschutz verbessern durch entschlossenes Hochwasserrisikomanagement (5/1582)
01.06.2010
Evaluation durch eine unabhängige wissenschaftliche Begleitforschung (5/1293)
01.06.2010
Familienfreundliche Landesverwaltung (5/1292)
06.05.2010
Die Gefahren der Atomkraft machen nicht an Ländergrenzen halt (5/1101)
25.02.2010
Brandenburg: Europäische Unternehmerregion 2011 – Innovation und Kreativität im Mittelstand nachhaltig unterstützen! (5/510)
23.02.2010
Schülerbeförderung elternbeitragsfrei für Schülerinnen und Schüler aus Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II und SGB XII (5/494)
23.02.2010
Impuls der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen für den notwendigen Paradigmenwechsel in Politik und Gesellschaft aufgreifen (5/493)
23.02.2010
zum Antrag: „Energiesparprojekt an Brandenburger Schulen“ (5/492)
23.02.2010
zum Antrag: „Verstärkter Lärmschutz beim südlichen Ausbau des Berliner Rings zwischen den Autobahndreiecken Nuthetal und Potsdam“ (5/491)
Märkische Hefte 23 | März 2012
Datum
Titel
16.02.2010
zum Gesetzentwurf: „Gesetz zum mittelfristigen Ausstieg aus der Braunkohleförderung in Brandenburg“ (5/451)
16.02.2010
zur Volksinitiative nach Artikel 76 der Verfassung des Landes Brandenburg „Musische Bildung für alle“ (5/448)
19.01.2010
zum Antrag: „Gründung einer Task-Force zum S-Bahn-Chaos und Durchsetzung aller rechtlich verfügbaren Sanktionsinstrumente“ (5/333)
19.01.2010
Starke und leistungsfähige Brandenburger Städte, Gemeinden und Landkreise – Kommunale Selbstverwaltung stärken! (5/332)
12.01.2010
Die Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschen an Oder und Neiße in Partnerschaft und Gleichberechtigung gestalten (5/281)
15.12.2009
Instrumente und Vorschriften zur Kindergesundheit und zum Kinderschutz evaluieren und sachgerecht weiterentwickeln (5/179)
Große Anfrage Datum
Titel
31.03.2011
Kinder- und Jugendbeteiligung als aktiver Beitrag zur Gestaltung des Landes Brandenburg (5/3031)
Positionspapiere der SPD-Fraktion Die SPD-Fraktion hat verschiedene Positionspapiere zu wichtigen Themen beschlossen. Sie sind auf unserer Internetseite abrufbar: www.spd-fraktion.brandenburg.de. ■■ Energie- und Klimaschutzpolitik für Brandenburg. ■■ Eine sozialdemokratische Agrarpolitik zur Entwicklung und zum Erhalt ländlicher Räume. ■■ Bildung: Der wichtigste Rohstoff in Brandenburg.
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
51
Wir sind f체r Sie da: Die 30 SPD-Landtagsabgeordneten.
SPD-Landtagsfraktion Brandenburg
52
Tel.
0331 966 13 40
Fax
0331 966 13 41
Am Havelblick 8
post@spd-fraktion.brandenburg.de
14473 Potsdam
www.spd-fraktion.brandenburg.de
M채rkische Hefte 23 | M채rz 2012
22
Prenzlau
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Perleberg
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19
Pritzwalk
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24
Angermünde
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Neuruppin
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12 HVL
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Rathenow
Hennigsdorf
9
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Brandenburg
15
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Michendorf
Teltow
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Bad Belzig
1 Elisabeth Alter
MOL
Müncheberg
6
14/19
Frankfurt 1 Fürstenwalde (Oder)
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5 Udo Folgart
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6 Gunter Fritsch
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10
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SPN
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4 Mike Bischoff
21 EisenhütStorkow tenstadt 3
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11
Luckenwalde
3 Detlef Baer
23
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2 Günter Baaske
10
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Finsterwalde
8
29 13 20 Cottbus 29 Forst 29
Spremberg
28 SenftenLauch- berg hammer
7 Klara Geywitz
8 Martina Gregor-Ness 9 Thomas Günther
Bad Freienwalde
Bernau
14
Kloster Lehnin
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17
27
Neuenhagen
Potsdam
12
30
6
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4
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10 Barbara Hackenschmidt
17 Jutta Lieske
24 Manfred Richter
12 Ralf Holzschuher
19 Ina Muhß
26 Werner-Siegwart Schippel
11 Prof. Dr. Sieglinde Heppener 13 Kerstin Kircheis 14 Sören Kosanke
15 Andreas Kuhnert 16 Sylvia Lehmann
18 Susanne Melior 20 Dr. Martina Münch 21 Klaus Ness
22 Matthias Platzeck 23 Wolfgang Pohl
25 Holger Rupprecht 27 Britta Stark
28 Gabriele Theiss
29 Dr. Dietmar Woidke 30 Alwin Ziel
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
53
1 Elisabeth Alter
6 Gunter Fritsch
Eisenbahnstraße 9
Ernst-Thälmann-Straße 32 A
15517 Fürstenwalde
15366 Neuenhagen b. Berlin
Tel. 03361 693339
Tel. /Fax 03342 212446
Fax 03361 693548
www.gunter-fritsch.de
www.elisabeth-alter.de Wasserstraße 2-4 2 Günther Baaske
15374 Müncheberg
Wiesenburger Straße 13
Tel. 03342 72589
14806 Bad Belzig
Fax 03342 72592
Tel. 033841 44406 Fax 033841 44407
7 Klara Geywitz
www.guenter-baaske.de
Regine-Hildebrandt-Haus Alleestraße 9
3 Detlef Baer
14469 Potsdam
Friedrich-Engels-Straße 1
Tel. 0331 73098-300
15890 Eisenhüttenstadt
Fax 0331 73098-302
Tel. 03364 7739051
www.klara-geywitz.de
Fax 03364 7739052 www.detlef-baer.de
8 Martina Gregor-Ness Töpferstraße 2
4 Mike Bischoff
01968 Senftenberg
Auguststraße 2
Tel. 03573 2004
16303 Schwedt/Oder
Fax 03573 790474
Tel. 03332 510976
www.gregor-ness.de
Fax 03332 839359 www.mike-bischoff.de
9 Thomas Günther Veltener Straße 1
5 Udo Folgart
16761 Hennigsdorf
Goethestraße 53
Tel. 03302 205543
14641 Nauen
Fax 03302 801283
Tel. 03321 744691
www.thomas-guenther-spd.de
Fax 03321 455688 www.udo-folgart.de
54
Märkische Hefte 23 | März 2012
10 Barbara Hackenschmidt
13 Kerstin Kircheis
Grenzstraße 33
Mühlenstraße 17
03238 Finsterwalde
03046 Cottbus
Tel. 03531 703387
Tel. 0355 4949781
Fax 03531 501539
Fax 0355 4949782
www.barbara-hackenschmidt.de
www.kerstin-kircheis.de
Magisterstraße 9
14 Sören Kosanke
04916 Herzberg
Potsdamer Straße 62
Mobil: 0162 8790776
14513 Teltow Tel. 03328 337307
11 Prof. Dr. Sieglinde Heppener
Fax 03328 352651
Markt 1-3
www.soeren-kosanke.de
14943 Luckenwalde Tel. 03371 613974
Albert-Tanneur-Straße 27
Fax 03371 613975
14974 Ludwigsfelde
www.sieglinde-heppener.de
Tel./Fax 033785482111
12 Ralf Holzschuher
15 Andreas Kuhnert
Krakauer Straße 3
Friedenstraße 17
14476 Brandenburg
14797 Kloster Lehnin
Tel. 03381 302105
Tel. 03382 700611
Fax 03381 890024
Fax 03328 704366
www.ralf-holzschuher.de
www.andreas-kuhnert.de
Berliner Straße 59
16 Sylvia Lehmann
14712 Rathenow
Frankfurter Straße 45
Tel.03385 512208
15907 Lübben Tel. 03546 278760 Fax 03546 278759 www.sylvia-lehmann.de
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
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17 Jutta Lieske
21 Klaus Ness
Königstraße 31
Berliner Straße 12
16259 Bad Freienwalde
15711 Königs Wusterhausen
Tel. 03344 333820
Tel. 03375 526171
Fax 03344 333821
Fax 03375 526173
www.jutta-lieske.de
www.klaus-ness.de
18 Susanne Melior
Am Markt 1
Potsdamer Straße 55
15859 Storkow
14552 Michendorf
Tel. 033678 83840
Tel. 033205 25572
Fax 03212 1315944
Fax 033205 25573 www.susanne-melior.de
22 Matthias Platzeck Diesterwegstraße 6
19 Ina Muhß
17291 Prenzlau
Freyensteiner Chausee 4
Tel. 03984 5195
16928 Pritzwalk
Fax 03984 831941
Tel. /Fax 03395 309120
www.matthias-platzeck.de
www.ina-muhss.de Brüderstraße 3 Albert-Tanneur-Straße 27
16278 Angermünde
14974 Ludwigsfelde Tel./Fax 03378 5482111
23 Wolfgang Pohl Logenstraße 13 A
20 Dr. Martina Münch
15230 Frankfurt/Oder
Mühlenstraße 17
Tel. 0335 3871027
03046 Cottbus
Fax 0335 6851967
Tel. 0355 791345
www.pohl-fuer-frankfurt.de
Fax 0355 4947156 www.martina-muench.de
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Märkische Hefte 23 | März 2012
24 Manfred Richter
29 Dr. Dietmar Woidke
Friedrich-Engels-Straße 25
Cottbuser Str. 41 E
16816 Neuruppin
03149 Forst (Lausitz)
Tel. 03391 659964
Tel. 03562 7670
Fax 03391 659994
Fax 03562 698737
www.manfred-richter.info
www.dr-woidke.de
25 Holger Rupprecht
Dresdener Straße 42
Puschkinstraße 15
03130 Spremberg
19348 Perleberg
Tel. 03563 9892811
Tel. 03876 786862 Fax 03876 307199
Berliner Str. 35
www.holger-rupprecht.de
03172 Guben Tel: 0160 91981694
26 Werner-Siegwart Schippel Rudolf-Breitscheid-Straße 24
30 Alwin Ziel
03222 Lübbenau/Spreewald
Schönfließer Straße 25 K
Tel. 03542 3056
16540 Hohen Neuendorf
Fax 03542 405083
Tel. 03303 297380
www.werner-siegwart-schippel.de
Fax 03303 507820
27 Britta Stark Berliner Straße 33 16321 Bernau Tel. 03338 459248 Fax 03338 459842 www.britta-stark.de 28 Gabriele Theiss Max-Baer-Straße 1 01979 Lauchhammer Tel. 03574 8693005 Fax 03574 8693006 www.gabriele-theiss.de
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
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M채rkische Hefte 23 | M채rz 2012
Informationen zu wichtigen Themen der Landespolitik ...können Sie kostenfrei per Post erhalten. Bestellungen nehmen wir telefonisch unter 0331 – 966 13 55 oder per E-Mail an post@spd-fraktion.brandenburg.de gern entgegen. ■■ Auf einen Blick – Die SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag ■■ „Brandenburg ist in Bewegung“ – Der neue Faltplan mit Liniennetz des Regionalverkehrs
Brandenburg ■■ Brandenburgs Kommunalgesetze (Sammlung wichtiger Gesetze und Informationen) ■■ Land voller Energie: Energiepolitik in Brandenburg. Daten und Fakten ■■ Elektronischer Newsletter (dafür benötigen wir Ihre E-Mail-Adresse) ■■ Schriftenreihe „Märkische Hefte“
Lieferbar sind noch folgende Titel: 11. Stadtumbau Brandenburg. Zwischenbilanz und Perspektiven. 12. Für Demokratie und Freiheit: 75 Jahre nach dem Ermächtigungsgesetz. 13. Energieland Brandenburg – Zukunftskonferenz vom 11. November 2008. 14. Bildungsland Brandenburg – Dokumentation vom 4. Dezember 2008. 15. Innovationsland Brandenburg – Dokumentation vom 15. Januar 2009. 17. Brandenburg steht heute besser da. Bilanz der Arbeit der Wahlperiode 2004-2009. 18. Wie weiter mit der frühkindlichen Bildung? – Dokumentation vom 29. Juni 2010. 19. 20 sozialdemokratische Jahre – Die SPD-Landtagsfraktion 1990-2010. 20. Erneuerung durch Gemeinsinn – Der Brandenburger Weg im dritten Jahrzehnt der Einheit. 21. Alle inklusive! – Die neue UN-Konvention und die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – Dokumentation vom 4. April 2011. 22. Der Mutmacher – Manfred Stolpe legte die Grundlage für Brandenburgs Zukunft. 23. Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
Versprochen und gehalten! Halbzeitbilanz der SPD-Landtagsfraktion.
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SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag Am Havelblick 8 14473 Potsdam Tel.: 0331 – 966 13 40 Fax: 0331 – 966 13 41 www.spd-fraktion.brandenburg.de