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WÖCHENTLICHE GRATISZEITUNG Zeitung für Darmstadt

Gespräch: Jugendliche im Interview mit Aytac Sulu.

5. Jahrgang · Nummer 47

Kampf: Fans besingen Ex-Lilie Toni Sailer.

Seite 1 und 2

Seite 3

www.darmstaedter-tagblatt.de

Geschichte: Hier hing einst die Holbein-Madonna.

Technik: PEAK stiftet Infoterminal für Frühchen-Station.

Nachhaltig: Knortz befürwortet schnelle Neuwahlen.

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Seite 4

Donnerstag, 23. November 2017

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Wenn vom Leben nur eine Nummer bleibt Gesellschaft

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Verstorbene Wohnsitzlose finden ihre letzte Ruhestätte auf dem Waldfriedhof www.heagwohnbau.de

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Von Susanne Király Es ist oftmals ein einsamer Tod, den Menschen sterben, die wohnsitzlos sind oder lange Zeit ohne festen Wohnsitz waren. Nicht immer können Angehörige ausfindig gemacht werden. Wenn doch, kann es sein, dass sie sich nicht um die Bestattung kümmern können oder wollen. Die Bestattung ist dann Sache der Stadt. Diese ordnet in der Regel eine Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung in einem Reihenwiesengrab auf dem Waldfriedhof Darmstadt an.

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So auch im Todesfall von Frau Bauer (Name v. d. Red. geändert). Sie ist am Mittwoch auf dem Waldfriedhof beerdigt worden. Die drogenabhängige Frau war früher einige Zeit wohnsitzlos gewesen, hatte dann an einem Methadonprogramm teilgenommen und zuletzt auch wieder eine Wohnung bekommen. Frau Bauers gesetzliche Betreuerin wusste, dass die Verstorbene in ihren Zeiten als Wohnsitzlose oft die Teestube Konkret der Wohnsitzlosenhilfe des Diakonischen Werkes Darmstadt-Dieburg besucht hatte. Daher bat sie Diakoniekirchenpfarrer Hans-Jürgen Steubing, eine Trauerfeier zu halten und die Beisetzung zu begleiten. Ohne dieses Engagement ihrer Betreuerin wäre Frau Bauer

Kirschberg 27 · 64347 Griesheim · Telefon (0 61 55) 88 777 66 Feld mit Reihenwiesengräbern auf dem Waldfriedhof Darmstadt. Hier werden auch die Wohnsitzlosen bestattet. Foto: Arthur Schönbein „Through your eyes“ –

eine Benefiz-Kunstausstellung von Kindern für Kinder

ohne Pfarrer beerdigt worden. Denn der Stadt ist für gewöhnlich nicht bekannt, ob die Verstorbenen, deren Beerdigung sie übernimmt, Mitglied einer Kirche oder Glaubensgemeinschaft sind. Nur wenn das aus Unterlagen oder Gesprächen hervorgeht, wird das zuständige Bestattungsunternehmen entsprechend informiert, um einen Geistlichen dazuzuholen. In Darmstadt betreut die Wohnungslosenhilfe des

Diakonischen Werkes viele der Obdachlosen, die sich im und um das Stadtgebiet herum aufhalten. Sie bietet Unterkünfte, Beratung, Suchthilfe, medizinische Grundversorgung und Seelsorge an. Wichtige Anlaufstelle ist die Teestube in der Alicenstraße, wo Pfarrer Steubing, ebenso wie in der Bahnhofsmission, Sprechstunden und ein offenes Ohr für die Sorgen und Fragen der Wohnsitzlosen hat. Viele von ihnen haben bei

der Teestube ihre Postadresse, über die der Briefverkehr mit Behörden läuft. Wenn Obdachlose sterben, bei denen sich ein Hinweis auf ihre Verbindung zur Teestube findet, wird diese über den Todesfall informiert. Oder es sind Besucher der Teestube, die erzählen, wenn einer, den sie kannten, im Krankenhaus liegt. „Dann“, so sagt Nicole Frölich, die Bereichsleiterin der Wohnungslosenhilfe, „kümmern wir uns um die-

sen Menschen und erfahren so natürlich auch, wenn er stirbt.“ „Wenn dann bekannt ist, dass das ein Mensch war, der sich gefreut hätte, einen Pfarrer bei der Beerdigung dabeizuhaben, übernehme ich das“ erzählt Steubing. Zwanzig bis dreißig Mal war das im Jahr 2017 der Fall. Dabei ist es für Steubing zunächst unwesentlich, welcher Konfession der Verstorbene angehört oder ob er > Fortsetzung auf Seite 2

Schüler des Projektes Chance 2.0. interviewten Lilien-Kapitän Aytac Sulu

Das Programm Chance 2.0 des Bildungswerkes der Hessischen Wirtschaft ermöglicht Schülern ohne Schulabschluss, in einem zwölfmonatigen Lehrgang den Hauptschulabschluss nachzuholen und mithilfe von Praktika einen geeigneten Beruf und einen Ausbildungsplatz zu finden. Neben dem schulischen Unterricht spielen der Aufbau von Sozial- und Medienkompetenz eine große Rolle. Dazu gehört, dass die Schülerinnen und Schüler ganz profimäßig Prominente interviewen und das Gespräch filmen. Comedian

Henni Nachtsheim und Kriminalbiologe Mark Benecke standen vor Mikro und Linse schon Rede und Antwort. Jetzt ließ sich der Kapitän des SV Darmstadt 98 Fragen zu Fußball, Schule, Familie und Hobbys stellen. Serav: Wie geht es Ihnen gerade? Sind Sie nervös? Aytac Sulu: Nein, nervös bin ich nicht. Mir geht es ganz gut. Ich habe jetzt schon mein Training hinter mir und freue mich, dass ich hier sein kann und Euch ein paar Fragen beantworten darf. Serav: Wir machen gerade unseren Abschluss. Hat es

Ihnen Spaß gemacht, in die Wie gesagt, die Pausen waSchule zu gehen? ren gut und die Freistunden. (Schmunzelt). Sulu: Spaß ist immer so eine Sache. Am Anfang hat es Serav: Wussten Sie schon mir, glaube ich, noch Spaß als Kind, dass Sie ein Fußgemacht. Je älter ich wur- baller werden wollten oder de... ich musste halt in die wollten Sie etwas Anderes Schule. Habe es dann auch werden? durchgezogen. (Kurze Pause) Nein, das war ein Scherz. Sulu: Als Kind hatte ich Die Schule hat mir nicht im- schon den Traum Fußbalmer Spaß gemacht, aber was ler zu werden. Ich wusssein muss, muss sein. te damals aber noch nicht, dass ich es irgendwann auch Serav: Was waren Ihre schaffen würde. Dabei war Lieblingsfächer? sehr viel Glück - und ein bisschen Können. Und auch Sulu: Definitiv die Freis- mein eigener Fleiß. tunden, die wir hatten. (Lacht.) In der Grundschule Sport natürlich. Viele Lieblingsfächer hatte ich nicht. > Fortsetzung auf Seite 2

■■25. November bis 30. Dezember in der Galerie im City-Boulevard. Weitere Infos unter www.namaste-kids.org

„Viel zu trainieren, ist so, wie viel zu lernen“ Lilien

Unter dem Motto „Trough your eyes“ gibt es eine Benefiz-Kunstausstellung von Namaste Kids, einem Hilfswerk, das sowohl in Deutschland, als auch in Nepal als Kinderhilfsorganisation staatlich anerkannt ist. Nepalesische Kinder malen Bilder ihrer Umgebung und aus ihrem Leben. Unter Mitwirkung Darmstädter Schulen wird am 25. November ein Tag für die Kinder in Nepal gestaltet. Ab 10 Uhr gibt es eine Live-Video-Übertagung von und nach Nepal mit den Kindern aus Darmstadt und Nepal geben. Auch die Darmstädter Schüler haben Bilder gemalt und werden mit Gesang und Musik ein Programm darbieten, das die nepalesischen Kinder durch die Live-Schaltung verfolgen können. Fragen- und Antworten von deutschen Kindern an nepalesische Kinder werden dadurch ermöglicht. Spenden und Erlöse verkaufter Bilder kommen Schulprojekten in Nepal zugute. PR

GEWINNSPIEL ENTEGA FANBANK beim SV Darmstadt 98: Die „Lilien“ spielen in der zweiten Fußball-Bundesliga! Ganz nah dran sein am Geschehen können Fans der Lilien jetzt im Innenraum des Stadions, denn für die Heimpiele des Teams unserer Lilien verlosen das Darmstädter Tagblatt und ENTEGA zwei Eintrittskarten für die "ENTEGA Fanbank“. Im Sommer stehen für die Gewinner dort gekühlte Getränke bereit, in der kalten Jahreszeit sorgt eine per Solarpanel versorgte Sitzheizung zusätzlich für angenehme Temperaturen.

Das nächste Heimspiel ist am 3. Dezember gegen den Jahn Regensburg. Beantworten Sie einfach die folgende Gewinnspielfrage und senden ihre Lösung mit dem Stichwort „ENTEGA Fanbank“ + den Namen der Gastmannschaft an: lilien@darmstaedter-tagblatt.de. Bitte geben Sie Ihre vollständigen Kontaktdaten an. Welcher Südhesse steht seit Sommer 2014 bei Jahn Regensburg unter Vertrag? Einsendeschluss ist der 1.12.2017 um 14 Uhr. Der Gewinner wird direkt benachrichtigt. Die Eintrittskarten werden am Spieltag an der Abholkasse neben dem Haupteingang der Böllenfalltorhalle hinterlegt. (Der Rechtsweg ausgeschlossen).


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