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Quantenbits und Supercomputer Dr. Kai Phillip Schmidt ist Gewinner des diesjährigen Innovationspreises des Landes NRW. Der junge Spitzenforscher erhält den mit 50.000 Euro dotierten Preis für seine Forschung zu elementaren Grundlagen für den Bau des Supercomputers der Zukunft.
Mehr als eine Muckibude Seit kurzem bietet der Hochschulsport an der TU Dortmund auch einen Kraft- und Fitnessraum für alle Studierenden und Angestellten. Speziell geschulte Trainer stehen den Fitnessbegeisterten dabei stets zur Seite. Der Betrieb begann bereits am 12. Oktober.
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Ein Roboter wird Filmstar Was tut ein Roboter, wenn er seinen Job verliert? Dieser und anderen Fragen geht ein ZDF-Episodenfilm auf den Grund, in dem ein TU-“Mitarbeiter“ eine der Hauptrollen spielt. Die Fäden zog dabei aber ein Team von Wissenschaftlern.
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15 Prozent mehr Erstsemester an der TU Dortmund: Gesamtzahl steigt wieder über 22.000 Studierende.
Ü
ber 5.500 Erstsemester haben zum Wintersemester 2009/10 ihr Studium an der Technischen U niversität Dortmund begonnen. Obwohl die Nachrückverfahren noch laufen, weisen die zum Semesterstart vorliegenden Zahlen darauf hin, dass die Zahl der erstmals eingeschriebenen Studierenden um rund fünfzehn Prozent gesteigert werden konnte. „Die Zahlen zeigen die hohe Attraktivität der Studiengänge an der TU Dortmund“, betont Rektorin Prof. Ursula Gather. Nahezu alle Studiengänge tragen zu dieser Entwicklung bei. Besonders
Schon mal vormerken:
positiv entwickelten sich die Einschreibungszahlen in der Fakultät Physik, in den Studiengängen der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen, in den Wirtschaftswissenschaften und in den Rehabilitationswissenschaften.
schnuppern konnten, gab Rektorin Prof. Ursula Gather den Studienanfängerinnen und Anfängern in ihrer ersten »Vorlesung« im Stadion von Borussia Dortmund wichtige Tipps mit auf den Weg und stellte alle 16 Fakultäten der TU vor.
Erstsemester noch eine ganz besondere Überraschung dabei: jeweils eine Freikarte für ein Spiel des BVB. Dann können die neuen Studierenden das Stadion auch einmal in seiner eigentlichen Funktion kennenlernen.
Die Gesamt-Studierendenzahl der TU steigt durch die vielen neuen »Erstis« wieder auf über 22.000. Begrüßt wurden die neuen Studierenden traditionell auf der Nordtribüne des Signal-Iduna-Park. Nachdem sie schon zum Semesterstart eine Woche lang in den Uni-Alltag hinein-
Neben Rektorin Prof. Ursula Gather hießen auch Udo Mager, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, und Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, die neuen Studierenden herzlich Willkommen. Watzke hatte für die TU-
Dann werden die 3.500 von ihnen, die die zum »Semesteranpfiff« die Tribüne des Signal-Iduna-Parks säumten die Stimmung im Stadion hautnah erleben können und somit ein weitere Stück ihrer neuen »Heimat« kennen lernen können. (unizet).
Am 16. Dezember um 17 Uhr findet im Audimax die diesjährige Akademische Jahresfeier statt. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University Bremen. Auf der Veranstaltung werden außerdem viele Preise vergeben, zum Beispiel der Lehrpreis der TU Dortmund, die Dissertations- und Jahrgangsbestenpreise sowie die Martin-Schmeißer-Medaille und der Soroptimist Förderpreis. Zu dieser Veranstaltung sind alle Angehörigen der TU Dortmund herzlich eingeladen.
Kooperation zwischen Elektrotechnik und Psychologie BMBF-Projekt zur Verbesserung der Kommunikation in Notfällen wird mit drei Millionen Euro gefördert.
I
m Fall einer Großschadenslage ist die Kooperation und Kommunikation zwischen den Einsatzkräften entscheidend für eine schnelle Rettung der Menschen aus der Gefahrenzone. Leider haben Ereignisse wie Naturkatastrophen, Großbrände und auch Verkehrsunfälle gezeigt, dass durch die große Anzahl der beteiligten Organisationen ein angemessener Informationsaustausch nur schwer möglich ist.
Ziel: Multimodales Kommunikationssystem An diesem Punkt setzt das neue vom BMBF mit ca. drei Millionen Euro geför-
derte Forschungsprojekt »Spider« an, an dem die TU Dortmund zusammen mit zehn weiteren Partnern aus Forschung, Industrie sowie Rettungsorganisationen und Notfallmedizinern beteiligt ist. Gefördert wird »Spider« im Rahmen des Forschungsprogramms für die zivile Sicherheit unter dem Themenschwerpunkt »Schutz und Rettung von Menschen«. Ziel ist es, allen Beteiligten ein multimodales Kommunikationssystem zur Verfügung zu stellen, das den aktuell nicht vorhandenen, organisationsübergreifenden Datenaustausch erstmals ermöglichen wird. „Die damit verbundenen Herausforderungen gehen über rein technische Fragestellungen hinaus. Die enge Zusammenar-
beit zwischen Ingenieuren, Psychologen und Anwendern ist daher eine wichtige Erfolgskomponente“, sagt Prof. Christian Wietfeld (Foto rechts) vom Lehrstuhl für Kommunikationsnetze, der das Projekt aus wissenschaftlicher Sicht koordiniert. „Wir forschen in Dortmund seit mehr als 20 Jahren auf dem Gebiet der Notfallpsychologie“, erläutert Prof. Frank Lasogga (Foto links) vom Institut für Psychologie der TU Dortmund. „Dabei hat sich immer wieder gezeigt, wie extrem wichtig die technische und die zwischenmenschliche Kommunikation der Helfer untereinander, aber auch mit den Notfallopfern ist.“ Im Rahmen des Projekts werden neue technische Standards entwickelt werden, die eine effiziente Nutzung von zum Teil bereits im Einsatz befindlichen Datenbanken erlauben. Es werden innovative Technologien aus dem Bereich der drahtlosen Kommunikationsnetze
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auf ihre Tauglichkeit im Rettungswesen erforscht (z.B. die Mobilfunksysteme der vierten Generation sowie Internetfähige Satellitensysteme).
Alle Partner in ein Boot bekommen Oberste Prämisse ist die möglichst weitgehende Interoperabilität mit bestehenden Systemen. „Gerade durch die föderalen Strukturen in Deutschland war dies eine der Voraussetzungen, um alle Partner in ein Boot zu bekommen“, erläutert Prof. Wietfeld. Neben dem „Wie“ spielen aber gleichzeitig in der Kommunikation das »Wer« und »Was« eine große Rolle. Eine flächendeckende Information aller helfenden Gruppen wäre ebenso ungeeignet: Die Informationsflut kann von den
Menschen insbesondere unter dem Stress von Großschadenslagen nicht verarbeitet werden. Wichtig für eine effiziente Hilfe ist, dass die Helfer durch die in »Spider« entwickelten Methoden zukünftig sehr schnell die auf den konkreten Bedarf zugeschnittenen Informationen erhalten und diese gezielt an die direkten und indirekten Notfallopfer weitergeben können. (Fakultät) Kontakt: Prof. Christian Wietfeld, Ruf: 755-4515, E-Mail: christian.wietfeld@ tu-dortmund.de. Prof. Frank Lassoga, Ruf: 755-2505, E-Mail: lassoga@fk14.tudortmund.de .